{"id":35175,"date":"2016-09-27T09:09:59","date_gmt":"2016-09-27T07:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35175"},"modified":"2016-09-27T09:09:59","modified_gmt":"2016-09-27T07:09:59","slug":"hinweise-des-tages-2720","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35175","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ministertreffen in Bratislava: Das Milit&auml;r soll EU-Staaten wieder zusammenbringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">US-Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Soll Putins H&ouml;llenkanone Aleppo jetzt sturmreif schie&szlig;en?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">US-Armee r&uuml;stet Kampfbrigade in Franken massiv auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Neue Erhard-Preistr&auml;ger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Cum-Ex-Aktiendeals: Ermittlungen bei internationalen Gro&szlig;banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Deutsche Bank st&uuml;rzt auf Rekordtief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Zwang in der Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Warum alle gegen das BND-Gesetz sind &ndash; au&szlig;er der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Selbstverst&auml;ndliches Miteinander<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Bundeswehr verf&uuml;gt &uuml;ber 567 Drohnen, und es werden stetig mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Wir stehen vor einer neuen Aufr&uuml;stungswelle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Studienkredite: Jeder Zweite verl&auml;sst die Uni mit Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Treffen des NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreises Bonn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Es wird Zeit, dass die Anst&auml;ndigen das Wort ergreifen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Zu guter Letzt: &bdquo;M&auml;nner mit Format&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ministertreffen in Bratislava: Das Milit&auml;r soll EU-Staaten wieder zusammenbringen<\/strong><br>\nBekommt die EU eine gemeinsame Armee? Deutschland und Frankreich wollen intensiver bei der Verteidigung zusammenarbeiten. Sie bekommen Unterst&uuml;tzung aus Italien. Aber die Briten drohen, die Einigung zu blockieren.<br>\nDie Europ&auml;ische Union startete nach zwei Weltkriegen als Friedensprojekt, und jetzt soll Europa ausgerechnet &uuml;ber das Milit&auml;r wieder zu mehr Einigkeit finden: Am Dienstag treffen sich die Verteidigungsminister in Bratislava, um nach dem Austrittsvotum der Briten &uuml;ber eine verst&auml;rkte milit&auml;rische Zusammenarbeit zu beraten.<br>\nBereits Mitte September hatten Deutschland und Frankreich eine entsprechende Initiative gestartet. Jetzt hat die italienische Regierung ein Positionspapier verfasst, das zum Teil sogar noch &uuml;ber die Vorschl&auml;ge aus Berlin und Paris hinausgeht. Eine verst&auml;rkte Zusammenarbeit sei &ldquo;unausweichlich&rdquo;, wolle die EU den Sturz in die Bedeutungslosigkeit vermeiden, hei&szlig;t es in dem vierseitigen Papier, &uuml;ber das der &ldquo;Corriere della Sera&rdquo; zuerst berichtete. Die Probleme in Verteidigung und Sicherheit seien heute so komplex, dass sie die F&auml;higkeiten einzelner Staaten &uuml;berforderten.<br>\nF&uuml;r die Entwicklung einer &ldquo;europ&auml;ischen Verteidigung&rdquo; seien vier Dinge notwendig:\n<ul>\n<li>&ldquo;Glaubw&uuml;rdige gemeinsame F&auml;higkeiten&rdquo;, also etwa Einrichtungen, die der EU geh&ouml;ren und von ihr betrieben werden,<\/li>\n<li>eine robuste industrielle und technologische Basis,<\/li>\n<li>ein angemessener Entscheidungsprozess zum Einsatz dieser F&auml;higkeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-verteidigungsminister-beraten-in-bratislava-ueber-mehr-zusammenarbeit-a-1113955.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Eine verst&auml;rkte milit&auml;rische Zusammenarbeit gilt derzeit als einzige Chance f&uuml;r die EU, nach dem Brexit-Votum Einigkeit zu demonstrieren. Auf allen anderen Feldern gibt es sie derzeit nicht, wie erst vor wenigen Tagen das Treffen der Staats- und Regierungschefs in Bratislava eindrucksvoll bewiesen hat: Weder zur Schulden- noch zur Fl&uuml;chtlingskrise hat die EU auch nur ann&auml;hernd so etwas wie eine gemeinsame Position.&rdquo; &ndash; Die EU jetzt ganz offiziell nicht mehr Friedensmacht, sondern zusammengehalten nur noch von dem Plan, &ldquo;out of area&rdquo; gemeinsam Krieg zu f&uuml;hren und bereit, Geld, dass f&uuml;r Bildung, Soziales oder zur Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit nicht ausgegeben werden darf, in Milit&auml;rtechnik und -forschung zu investieren: wenn das kein Fortschritt ist&hellip; Selbst die Bef&uuml;rworter geben zu, dass die EU nicht demokratisch regiert wird. Wer also sollte die Eins&auml;tze befehligen? Ich hoffe inst&auml;ndig, dass sp&auml;testens das BVerfG den grundgesetzwidrigen Pl&auml;nen, aus der bundesdeutschen Parlamentsarmee eine Armee zur Verf&uuml;gung durch die EU-Kommission zu machen, einen Riegel vorschiebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Wahlkampf<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&laquo;Clinton k&ouml;nnte zu einer echten Gefahr werden&raquo;<\/strong><br>\nTagesanzeiger.ch\/Newsnet-Autor Jean-Martin B&uuml;ttner traf Oliver Stone in Z&uuml;rich zum Interview. Warum sich der Starregisseur Sorgen macht, dass Hillary Clinton Pr&auml;sidentin wird. [&hellip;]<br>\nWas geschieht mit Amerika, wenn Donald Trump Pr&auml;sident wird?<br>\n(lacht) Ihr Europ&auml;er fragt immer nach Donald Trump. Und &uuml;berseht dabei die wirkliche Story. Erstens wird Trump nicht gew&auml;hlt, zweitens sollte Hillary Clinton euch weit mehr besch&auml;ftigen. Sie bef&uuml;rwortet Machtwechsel in allen L&auml;ndern, die den USA nicht passen. Sie hat schon die Contras in Nicaragua unterst&uuml;tzt und hat wiederholt Bombardierungen von L&auml;ndern gutgeheissen. Sie hat Putin mit Hitler verglichen. Sie will noch mehr Waffengeld nach Israel schicken. Und sie hat nie f&uuml;r irgendetwas die Verantwortung &uuml;bernommen. Trump ist ein gef&auml;hrlicher Irrer, aber Hillary Clinton k&ouml;nnte zu einer echten Gefahr werden. Passt auf, Europ&auml;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/kultur\/kino\/Clinton-koennte-zu-einer-echten-Gefahr-werden\/story\/28588262\">Tageanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich finde, Stone macht es sich mit seinem lapidaren &bdquo;Erstens wird Trump nicht gew&auml;hlt&ldquo; zu einfach. Momentan sieht es zwar ganz so aus, aber ein einziger gravierender Fehler von Clinton und pl&ouml;tzlich stehen wir vor dem &bdquo;Undenkbaren&ldquo;.  Auch wenn der Mann, den Stone einen gef&auml;hrlichen Irren nennt, sicherheitspolitisch durch seinen zur Schau getragenen &bdquo;Isolationismus light&ldquo;  f&uuml;r Europ&auml;er erst einmal leichte Vorteile haben k&ouml;nnte, so steht doch die Frage im Raum, ob er eine solche Politik &uuml;berhaupt durchhalten k&ouml;nnte und ob er nicht ohnehin nur im Wahlkampfmodus ist. Bei seiner von vorne bis hinten idiotischen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34548\">Finanz- und Steuerpolitik<\/a> hei&szlig;t es ja auch immer aus seinen Fankreisen, das sei &bdquo;nur&ldquo; Wahlkampfget&ouml;se und wenn Trump erst mal im Wei&szlig;en Haus sitzt, w&uuml;rde er ohnehin etwas anderes machen. So, so &hellip; das ist &uuml;brigens nicht einmal falsch gedacht. Aber woher nehmen Trump-Fans die Sicherheit, dass dies ausgerechnet bei der Sicherheits- und Au&szlig;enpolitik anders sein sollte? Warum nimmt man dieses aufgeblasene Gro&szlig;maul ausgerechnet in diesem Politikfeld ernst?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dr. Jekyll und Mrs. Hyde<\/strong><br>\nUS-Wahlkampf: Hillary Clinton ist ebenso unw&auml;hlbar wie Donald Trump &ndash; und Jill Stein (Gr&uuml;ne) muss sich rechtfertigen<br>\nBei der ersten TV-Debatte des US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampfs trafen Montagnacht zwei polarisierende Politiker aufeinander, die in der W&auml;hlergunst inzwischen fast gleichauf liegen. Doch es ist bemerkenswert, dass es erst einen k&ouml;rperlichen Makel brauchte, um den Vorsprung der Kandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Clinton, abzuschmelzen. Denn eigentlich ist das wahre Wunder dieses US-Wahlkampfs (noch mehr als der irre Aufstieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump), dass Clinton &uuml;ber ihre bisherigen Skandale nicht gest&uuml;rzt ist. Dabei ist nicht von ihrem E-Mail-Server, der mutma&szlig;lichen Stiftungskorruption oder dem innerparteilichen Betrug die Rede, sondern von weitaus Gewichtigerem: Hillary Clinton hat den Putsch in Honduras unterst&uuml;tzt, sie hat den Irakkrieg befeuert, sie hat mit gro&szlig;em Eifer die Zerst&ouml;rung Libyens vorangetrieben. Sie war an tausendfachem Mord beteiligt, hat die aktuellen Fluchtbewegungen mit ausgel&ouml;st und die Abschiebung von Millionen Menschen aus den USA unterst&uuml;tzt. Nichts von dem hat sie je bereut. Und den Regime-Change-Krieg &raquo;gem&auml;&szlig;igter&laquo; islamistischer S&ouml;ldner gegen Syrien will sie sogar noch versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1026802.dr-jekyll-und-mrs-hyde.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Interview mit Al Nusra-Kommandeur &bdquo;Die Amerikaner stehen auf unserer Seite&ldquo; <\/strong><br>\nAbu Al Ezz: &ldquo;Ja, die USA unterst&uuml;tzen die Opposition, aber nicht direkt. Sie unterst&uuml;tzen die L&auml;nder, die uns unterst&uuml;tzen. Aber wir sind mit dieser Unterst&uuml;tzung noch nicht zufrieden. Sie sollten uns mit hochentwickelten Waffen unterst&uuml;tzen. Wir gewannen die K&auml;mpfe dank der &bdquo;TOW&ldquo;-Raketen. Wir haben durch diese Raketen ein Gleichgewicht mit dem Regime erreicht. Die Panzer haben wir aus Libyen &uuml;ber die T&uuml;rkei bekommen. Auch die &bdquo;BMs&ldquo; -Mehrfachraketenwerfer. Das Regime &uuml;bertrifft uns nur mit seinen Kampfflugzeugen, Raketen und Raketenwerfern. Wir haben einen Teil ihrer Raketenwerfer erbeutet und einen gro&szlig;en Teil aus dem Ausland bekommen. Aber wir haben durch die amerikanischen &bdquo;TOW&ldquo;-Raketen die Lage in einigen Gebieten unter Kontrolle.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/interview-mit-al-nusra-kommandeur--die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite--24802176\">K&ouml;lner Stadtanzeiger<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Ein ganz schlimmes Spiel&rdquo; auf Kosten der Syrer<\/strong><br>\nEs scheint nicht m&ouml;glich, die Gewalt in Syrien zu stoppen. Der Publizist und CDU-Politiker J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer war gerade in Aleppo &ndash; die Gr&auml;uel des B&uuml;rgerkrieges seien so schlimm, dass es ihm den Atem nehme, sagt er. Immer mehr Gewalt, neue Luftangriffe auf Aleppo, eine Stadt in Schutt und Asche. Alle diplomatische Bem&uuml;hungen versanden. Kann man noch etwas tun, um den Menschen in Syrien zu helfen?<br>\nDer Publizist und CDU-Politiker J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer war gerade wieder in Syrien, inzwischen zum siebten Mal. Gewalt und Zerst&ouml;rung h&auml;tten ein Ausma&szlig; erreicht, dass es selbst ihm, der schon &ouml;fter in Kriegsgebieten gewesen sei, die Sprache verschlage, sagte er im Deutschlandradio Kultur.<br>\nDie syrische Bev&ouml;lkerung sei total verzweifelt, so Todenh&ouml;fer. Und eigentlich w&uuml;ssten alle, dass nicht nur Regierung und Rebellen die Schuldigen seien, sondern dass im Hintergrund andere Akteure wie der Iran, Saudi-Arabien, Russland und die USA um die Macht im Mittleren Osten k&auml;mpften. Diese M&auml;chte spielten dort &ldquo;ein ganz schlimmes Spiel&rdquo; auf dem R&uuml;cken des syrischen Volks.<br>\nDie L&ouml;sung? Todenh&ouml;fer gesteht, dass er keine kenne. Man m&uuml;sse mit allen Seiten sprechen, aber die Perspektiven seien d&uuml;ster. Auf der einen Seite gebe es eine &ldquo;Diktatur&rdquo;, auf der anderen radikale Rebellen, mit denen man &ldquo;keinen Staat machen&rdquo; k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/publizist-juergen-todenhoefer-ueber-aleppo-ein-ganz.1008.de.html?dram:article_id=366828\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Weiter Syrien<\/strong><br>\nAls Russland und die USA einen Waffenstillstand zu Syrien ausgehandelt hatten, keimte Hoffnung auf, f&uuml;r die leidende Bev&ouml;lkerung dortzulande und in der Welt. Zumindest in jenem Teil, der einen Frieden f&uuml;r das geschundene Land erstrebt. Dann wurde diese Hoffnung gewaltsam entt&auml;uscht. Wer aber war an dieser Entt&auml;uschung interessiert?<br>\nIn den gro&szlig;en Medien tobte sofort eine scharfe Auseinandersetzung. Die Regierungen der USA, Frankreichs und Gro&szlig;britanniens beschuldigten Russland und Syrien, am 19. September den Hilfskonvoi des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes beziehungsweise der UNO bombardiert zu haben, 18 von den 31 Lastwagen wurden zerst&ouml;rt, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben. Das russische Verteidigungsministerium erkl&auml;rte, dass zu der fraglichen Zeit in dem fraglichen Gebiet weder russische noch syrische Kampfflugzeuge unterwegs waren. Zudem wurden russische Videoaufnahmen publik gemacht, wonach der Konvoi intakt war, solange er das von den Rebellen kontrollierte Gebiet noch nicht erreicht hatte. Inzwischen r&auml;umten andere westliche Regierungen ein, es stehe noch nicht einmal fest, ob die LKW tats&auml;chlich von der Luft aus zerst&ouml;rt wurden, oder nicht doch durch Granatfeuer.<br>\nStichhaltige Belege gab es f&uuml;r keine der Mutma&szlig;ungen. US-Au&szlig;enminister Kerry beschuldigte dennoch am 21. September im UNO-Sicherheitsrat in einem sehr scharfen, sehr undiplomatischen Ton Russland; es sei f&uuml;r dieses Kriegsverbrechen verantwortlich, entweder weil es selbst bombardiert h&auml;tte oder weil es das Assad-Regime decke. Zugleich forderte er eine Flugverbotszone in Syrien, eine, die f&uuml;r die Regierungstruppen gelten soll. Der deutsche Au&szlig;enminister assistierte.<br>\nEs ist wieder einmal n&ouml;tig zu versuchen, Hintergr&uuml;nde auszuleuchten. Die Bombardierung war f&uuml;r die USA in mehrerer Hinsicht eine willkommene Sache. Die laute Beschimpfung Russlands lenkt davon ab, dass es die USA waren, die als erste den Waffenstillstand gebrochen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2016\/09\/weiter-syrien-37335.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das ist Barbarei&rdquo;: Bundesregierung zur Situation in und um Aleppo<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat heute ihre Emp&ouml;rung &uuml;ber die Situation in und um Aleppo mitgeteilt. Barbaren seien daf&uuml;r verantwortlich. Russland m&ouml;chte man nicht direkt die Schuld in die Schuhe schieben. Wer den UN-Hilfskonvoi angegriffen hat, wisse man nicht. Aber es war wohl das syrische Regime. Auch von jihadistischen Gruppen wie Al-Nusra gingen &ldquo;Gr&auml;ueltaten&rdquo; aus. Von &ldquo;skandal&ouml;sen&rdquo; Taten der eigenen Anti-ISIS-Koalition will man nicht sprechen&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 26. September 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4yxxJ9vGkH4\">Jung und naiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Audiobeweise: USA sprachen Luftangriff auf syrische Armee mit IS ab<\/strong><br>\nSyriens Geheimdienst hat Audiobeweise f&uuml;r Verhandlungen zwischen der Terrormiliz Daesh (auch IS, &bdquo;Islamischer Staat&ldquo;) und US-Milit&auml;rs vor dem Luftangriff der internationalen Koalition auf die Stellungen der syrischen Armee in Deir ez-Zor, berichtet der Sender Press TV unter Berufung auf die syrische Parlamentschefin Hadija Abbas.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/panorama\/20160926\/312704039\/usa-is-luftangriff-syrien.html\">Sputnik<\/a>\n<p>dazu aber auch: <strong>Pentagon Dismisses Syria&rsquo;s &lsquo;Ludicrous&rsquo; Allegations of Coordination With Daesh<\/strong><br>\nOn Monday, Syrian parliament speaker Khadiya Abbas said Damascus has evidence of US troops communicating with IS fighters and directing them toward Syrian government troops after carrying out the airstrike.<br>\n&ldquo;The allegations are ludicrous and categorically false,&rdquo; Pentagon Spokesmen Adrian Rankine-Galloway told RIA Novosti.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sputniknews.com\/us\/20160927\/1045731937\/pentagon-dismisses-syria-allegations.html\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Soll Putins H&ouml;llenkanone Aleppo jetzt sturmreif schie&szlig;en?<\/strong><br>\nIn den UN ringt man um das Schicksal von Aleppo, gegen&uuml;ber der &ldquo;Sunday Times&rdquo; behaupten westliche Diplomaten, dass Assad-Truppen auch den gef&uuml;rchteten Raketenwerfer des Typs TOS-1A in Aleppo einsetzen k&ouml;nnten. Sie seien &ldquo;einigerma&szlig;en &uuml;berzeugt&rdquo;, dass die Waffe bei den letzten Offensiven der syrischen Truppen eingesetzt worden sei, sagte eine anonyme Quelle der Zeitung. &ldquo;Wir beobachten genau, ob die Russen Waffen einsetzen, die wir vorher nicht gesehen haben, wie den Tos-1A. Dieser Flammenwerfer ist ein Schritt unter der Atombombe,&rdquo; zitiert das Blatt die ungenannte Quelle. [&hellip;]<br>\nUnter den konventionellen Waffen gilt der TOS-1A eines der t&ouml;dlichsten Waffensysteme Moskaus. [&hellip;] Auf Deutsch lie&szlig;e sich der Name des OS-1A Solntsepyok mit &ldquo;Sonnenglut&rdquo; &uuml;bersetzen. [&hellip;] thermobarischen Gefechtsk&ouml;pfe [&hellip;] Aerosolbombe [&hellip;] Das Ergebnis ist ein riesiger Feuerball [&hellip;] Wirkung ist verheerend [&hellip;] Im Flammenbereich werden alle Personen ausgel&ouml;scht. [&hellip;] Auf etwaige Zivilisten im Zielgebiet nimmt die Explosion keine R&uuml;cksicht. [&hellip;] Mit den Ergebnissen scheint Moskau zufrieden zu sein. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich zeigen bisher keine Videos den Einsatz des TOS-1A in Aleppo. [&hellip;] Doch der Einsatz der f&uuml;rchterlichen Waffe ist zumindest nicht unwahrscheinlich<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/digital\/technik\/tos-1a-soll-putins-hoellenkanone-aleppo-sturmreif-schiessen--7074258.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine Waffe, die Menschen t&ouml;tet? Ei, der Daus, wo gibt&acute;s denn so was? Achso, beim Russen! War ja klar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>US-Armee r&uuml;stet Kampfbrigade in Franken massiv auf<\/strong><br>\nWeil das US-Milit&auml;r seine Pr&auml;senz an der Nato-Ostflanke verst&auml;rken will, werden offenbar &ldquo;Rotationseinheiten&rdquo; aus den USA nach Ansbach verlegt. Bei der dortigen 12. Heeresflieger-Kampfbrigade soll sich die Zahl der Soldaten ab 2017 verdreifachen.<br>\nIn Ansbach-Katterbach und in einem weiteren St&uuml;tzpunkt in Illesheim bei Bad Windsheim ist die 12. Heeresflieger-Kampfbrigade zu Hause. Zusammengenommen sind in beiden Orten zurzeit noch 1000 Soldaten stationiert, mit 24 Apache-Kampfhubschraubern und neun Chinook-Transporthelikoptern in Ansbach sowie 25 Maschinen vom Typ Black Hawk in Illesheim.<br>\nMit den Black Hawks waren im Fr&uuml;hjahr 2015 rund 450 Soldaten aus dem US-Bundesstaat Georgia nach Illesheim verlegt worden. Und zwar im Rahmen einer 2012 bei den amerikanischen Streitkr&auml;ften in Europa eingeleiteten Umstrukturierung. Diese kann in einigen Monaten verst&auml;rkt die Region treffen: Geht es nach Pl&auml;nen des Pentagon, wird sich die Zahl der US-Soldaten in Westmittelfranken verdreifachen &mdash; zumindest vor&uuml;bergehend. (&hellip;)<br>\nDie B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Etz langt&rsquo;s&rdquo; rechnet mit &ldquo;massiver Mehrbelastung durch Flugl&auml;rm und Abgase&rdquo;. Ansbach d&uuml;rfe nicht zum Spielball von Milit&auml;rinteressen werden. Die Initiative sprach von einer &ldquo;tradierten Besatzer-Mentalit&auml;t&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/region\/ansbach\/us-armee-rustet-kampfbrigade-in-franken-massiv-auf-1.5507976\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>An economy of, by and for the people<\/strong><br>\nEurope&rsquo;s economy has clearly seen better days. Facing great technological and societal change, it is marred by a sluggish recovery and a lack of investment, write Reinhard B&uuml;tikofer and Philippe Lamberts.<br>\nWe are a continent of youth unemployment. The implicit promise that each generation will be better off than their parents has been unravelling for years. The overall jobless rate remains high and half of those finding themselves out of work are long-term unemployed. Economic dynamism is as real as a unicorn.<br>\nThere&rsquo;s also a growing sense of economic disenfranchisement. Lux Leaks, Panama Leaks, TTIP Leaks and now Bahama Leaks mixed with Libor Scandal, Gold-fix scandal, Volkswagen scandal etc. It is a corporate cocktail leaving a bitter aftertaste that the economy isn&rsquo;t about people, just about big business.<br>\nEconomic marginalisation has spilled into discontent with Europe&rsquo;s politics. The European political sphere is seen by an increasing number of citizens as in cahoots with big business or considered utterly unable to effectively rein in corporate creep.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/section\/social-europe-jobs\/opinion\/an-economy-of-by-and-for-the-people\/?nl_ref=21296630\">Euractiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Welches Europa wollen die Gewerkschaften?<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Gewerkschaftsvorsitzenden aus &Ouml;sterreich, der Tschechischen und der Slowakischen Republik und aus Deutschland. Die Krisen der letzten Jahre haben zu einer Diskussion &uuml;ber die Zukunft der EU gef&uuml;hrt. Was f&uuml;r ein Europa w&uuml;rden Sie sich als Gewerkschaftsvorsitzende w&uuml;nschen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/welches-europa-wollen-die-gewerkschaften-1622\/\">IPG Journal<\/a>\n<p>dazu: <strong>Polnisch-Deutsches Gewerkschaftsforum in Danzig<\/strong><br>\nAn historischem Ort in Danzig, wo mit der Gr&uuml;ndung der Gewerkschaft Solidarnosc im Jahr 1980 der Anfang vom Ende der Sowjetherrschaft in Osteuropa begann, fand am 23. und 24. September 2016 das siebte Polnisch-Deutsche Gewerkschaftsforum statt. Eingeladen hatten der DGB, die drei polnischen Gewerkschaftsb&uuml;nde Solidarnosc, OPZZ und FZZ und die Friedrich-Ebert-Stiftung. Themen der Veranstaltung mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die soziale und wirtschaftliche Situation in Polen und Deutschland, die Zukunft Europas nach dem Brexit sowie die europ&auml;ische Politik zu Migration und Fl&uuml;chtlingen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/aktuelles\/detailseite\/neuigkeiten\/polnisch-deutsches-gewerkschaftsforum-in-danzig\/\">GEW<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa der Egoisten<\/strong><br>\nEs war ein zynisches und menschenverachtendes Drama, das dieses Wochenende aufgef&uuml;hrt wurde. Au&szlig;enminister Steinmeier bettelte und flehte vor der UN-Generalversammlung, die Welt m&ouml;ge doch endlich etwas gegen das Massenmorden in Syrien unternehmen. Und fast zeitgleich mischten in Wien die Regierungschefs der an der Balkanroute gelegenen europ&auml;ischen L&auml;nder immer neuen politischen Stahlbeton an, um zu verhindern, dass die Menschen, von denen Steinmeier in New York sprach, aus der H&ouml;lle von Aleppo ins sichere Europa kommen k&ouml;nnen. Selbstverst&auml;ndlich haben die EU und ihre Mitglieder das Recht und die Pflicht, ihre Au&szlig;engrenzen zu sichern. Und nat&uuml;rlich kann es nicht alleine Aufgabe der Europ&auml;er sein, den Menschen aus Afrika und Asien zu helfen, die vor Krieg und Armut fliehen. Aber genau aus diesem Grund &ndash; weil die Not so gro&szlig; und die Zusammenh&auml;nge so komplex sind &ndash; h&auml;tte man sich ein paar intelligentere Antworten aus Wien gew&uuml;nscht, als das immer gleiche &ldquo;jetzt machen wir unsere Grenzen noch dichter&rdquo;. Aber vermutlich wollten die Teilnehmer des Wiener Gipfels gar keine besseren, nachhaltigeren Ideen entwickeln. Den meisten der Regierungschefs ging es nicht um au&szlig;enpolitische L&ouml;sungen, sondern um innenpolitische Signale an ihre verunsicherten B&uuml;rger. Und um Entschlossenheit zu demonstrieren, eignen sich ein paar zus&auml;tzliche europ&auml;ische Grenzbeamte allemal besser als langwierige Programme, mit denen eventuell die Fluchtursachen in den Herkunftsl&auml;ndern der Menschen gemildert werden k&ouml;nnten. Merkel hat l&auml;ngst eine 180-Grad-Wende vollzogen, wer immer noch behauptet, sie lasse Asylbewerber unkontrolliert ins Land, der hat etwas verpasst. Auch die Kanzlerin agiert, so wie all die anderen europ&auml;ischen Egoisten, als Getriebene der Innenpolitik und setzt auf Abschottung statt auf eine L&ouml;sung des Fluchtproblems.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/europa-der-egoisten-1.5513118\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Ceta kommt schneller als gedacht<\/strong><br>\nBeim Treffen der EU-Handelsminister in Bratislava zeichnet sich ab, dass das umstrittene Freihandelsabkommen Ceta die n&ouml;tige Unterst&uuml;tzung hat. Jetzt k&ouml;nnte alles ganz schnell gehen. Ein bisschen frisch war es am Freitagmorgen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Die Herbstsonne tauchte die Donau in ein mildes Licht, nur von fern war der Protest der Ceta- und TTIP-Gegner &ndash; vornehmlich deutschsprechend &ndash; zu h&ouml;ren. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel st&ouml;rte das wenig. Er sprach &uuml;ber Ceta, den EU-Freihandelspakt mit Kanada. &bdquo;Ein gutes Abkommen&ldquo;, so lautete Gabriels Fazit.<br>\nEr h&auml;tte auch sagen k&ouml;nnen, eine gute Woche. Am Montag hatte seine Partei Ceta gebilligt. Und damit auch Gabriels krakelige Linie: Ceta hui, TTIP pfui. Der Vertrag mit Kanada soll rasch kommen. Darin stimmten die Handelsminister der EU-Staaten am Freitag &uuml;berein. Schon am 27. Oktober soll der Pakt auf dem EU-Kanada-Gipfel besiegelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/analyse--ceta-kommt-schneller-als-gedacht,1472780,34799760.html\">FR Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Erhard-Preistr&auml;ger<\/strong><br>\nDass FAZ-Publizisten den Ludwig-Erhard-Preis f&uuml;r Wirtschaftspublizistik bekommen, ist sozusagen gesetzt. Dass auch Politiker ihn bekommen, die vermutlich noch nie etwas Eigenes zur Wirtschaftstheorie und -politik zu Papier gebracht haben, ist dagegen schon erstaunlich. Dass ihn Politiker bekommen, die Entscheidungen getroffen haben, die der Mehrheit der B&uuml;rger eindeutig geschadet haben, ist zumindest beachtlich. War die Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards nicht f&uuml;r die Mehrheit der Menschen gedacht?<br>\nDass die Ludwig-Erhard-Stiftung einen Preis f&uuml;r Wirtschaftspublizistik vergibt, kann man gut nachvollziehen. Ist es doch wichtig , dass die frohe Botschaft von der fast alles allein regelnden Marktwirtschaft auch weiterhin unter die Menschen gebracht wird. Ohne weiteres verstehen kann man auch, dass dieser Preis in diesem Jahr an Holger Steltzner geht, Herausgeber der FAZ und sozusagen der Lieblings&ouml;konom von Makroskop (hier, hier und hier, um nur wenige Beispiele zu geben).<br>\nVollkommen in Ordnung ist auch, dass Wolfgang Sch&auml;uble die Laudatio auf Steltzner h&auml;lt, sind sie doch Br&uuml;der im Geiste; jederzeit der Mikro&ouml;konomie &agrave; la Schw&auml;bische Hausfrau verpflichtet und ohne jede Idee davon, dass es noch andere Zusammenh&auml;nge geben k&ouml;nnte, die sich der schw&auml;bischen Logik entziehen.<br>\nDoch dann, unser Auge vibriert, unser Hirn stutzt, erfahren wir, dass neben Steltzner noch ein weiterer Preistr&auml;ger benannt wurde.  Einer, von dem wir publizistisch in Sachen Wirtschaftspolitik bisher nichts gesehen haben und der sich f&uuml;r die Marktwirtschaft in einer Weise eingesetzt hat, die Ludwig Erhard dazu bringen muss, in seinem Grab heftig zu rotieren.<br>\nJa, es ist wahr, es ist nicht der 1. April und es ist nicht Karneval: Gerhard Schr&ouml;der, Ex-Kanzler und Ex-Vorsitzender der deutschen Sozialdemokraten hat diesen Preis zusammen mit dem FAZ-Herausgeber bekommen und, man h&ouml;re und staune, auch in Empfang genommen. Sch&auml;ubles Laudatio galt auch ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/neue-erhard-preistraeger\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cum-Ex-Aktiendeals: Ermittlungen bei internationalen Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nIm Fall &ldquo;Cum-Ex&rdquo; geraten nun internationale Gro&szlig;banken ins Visier: Deutsche Steuerfahnder untersuchen nach Recherchen von WDR, NDR und SZ, ob sich mehr als 20 internationale Banken oder ihre Gesch&auml;ftspartner einmal gezahlte Steuern mehrfach haben erstatten lassen.<br>\nSie sitzen in den Zentralen des gro&szlig;en Geldes, in New York, London, Paris oder in der Schweiz &ndash; nun untersuchen Steuerfahnder aus Nordrhein-Westfalen ihre Gesch&auml;fte. Zu den mehr als 20 Instituten, deren Gesch&auml;fte die Fahnder derzeit durchleuchten, geh&ouml;ren nach Recherchen von WDR, NDR und SZ die Gro&szlig;banken JP Morgan, UBS, Morgan Stanley, die BNP Paribas, Barclays und HSBC. Noch richten sich die Ermittlungen der Steuerfahnder gegen Unbekannt &ndash; wenn sich der Verdacht erh&auml;rtet, k&ouml;nnten am Ende aber Strafen f&uuml;r die Banken selbst oder gegen einzelne Mitarbeiter herauskommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cumex-exklusiv-101.html\">Tageschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Investoren wurden gewarnt<\/strong><br>\nCum-Ex-Untersuchungsausschuss beleuchtet enge Zusammenarbeit von Finanzministerium und Bankenlobby<br>\nZehn Jahre lang konnten sich Investoren &uuml;ber &raquo;Cum-Ex-Gesch&auml;fte&laquo; mehrfach die Kapitalertragssteuer zur&uuml;ckerstatten lassen. Am Sonntagabend verk&uuml;ndete der Rechercheverbund aus S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR, das nordrhein-westf&auml;lische Finanzministerium ermittle gegen 20 Banken wegen Steuerhinterziehung. In D&uuml;sseldorf wollte man das nicht best&auml;tigen. Es sei bekannt, dass das Land vor einem Jahr einen Datentr&auml;ger mit Hinweisen auf &raquo;Cum-Ex-Betr&uuml;gereien&laquo; gekauft habe. Die Steuerfahndung gehe aber jedem Verdacht nach. Mehrere Banken kooperierten bereits mit den Beh&ouml;rden bei der Aufkl&auml;rung, erkl&auml;rte Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD).<br>\nAm vergangenen Donnerstag tagte der Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Bundestages zum 20. Mal. Langsam kommen neue Fakten ans Licht. Richard Pitterle, der f&uuml;r die Linksfraktion im Ausschuss sitzt, erkl&auml;rte gegen&uuml;ber jW: &raquo;Wir arbeiten uns von den unteren Chargen nach oben durch.&laquo; So steht seit Donnerstag fest, dass AWD-Gr&uuml;nder Carsten Maschmeyer gegen Ende des Jahres Rede und Antwort stehen muss. Maschmeyer hatte &uuml;ber die Schweizer Sarasin-Bank Cum-Ex-Gesch&auml;fte get&auml;tigt, von denen er aber nichts gewusst haben will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-27\/042.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Bank st&uuml;rzt auf Rekordtief<\/strong><br>\nDie Titel der Deutschen Bank finden keinen Boden und sinken von Rekordtief zu Rekordtief. F&uuml;r den heutigen Absacker geben Marktteilnehmer Angela Merkel eine Mitschuld. Bank und Regierung gaben jetzt Stellungnahmen ab. Das Magazin &ldquo;Focus&rdquo; hatte unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass Bundeskanzlerin Merkel (CDU) sowohl Staatshilfen f&uuml;r das angeschlagene Geldinstitut als auch eine diplomatische Einmischung in den Rechtsstreit mit den US-Beh&ouml;rden kategorisch ausschlie&szlig;e. Dies habe Merkel laut &ldquo;Focus&rdquo; in einem vertraulichen Treffen mit Bankchef John Cryan im Sommer signalisiert. &ldquo;Damit ist die Aktie zum Abschuss freigegeben&rdquo;, beschreibt ein B&ouml;rsianer die Situation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/aktien\/regierung-laesst-deutsche-bank-fallen100.html\">ARD B&ouml;rse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dass Merkel Staatshilfen kategorisch ausschlie&szlig;t, bedeutet, dass es sie am Ende mit Sicherheit geben wird. Etwas Anderes geht auch gar nicht mehr, denn statt Risiken abzubauen, was ein notwendiger Schritt nach Ausbruch der Finanzkrise gewesen w&auml;re, haben die Deutsche Bank Manager weitere Risiken angeh&auml;uft. Die Politik blieb bislang unt&auml;tig und wenn es darauf ankommt, steht die Regierung den M&auml;rkten n&auml;her als den B&uuml;rgern. Jens Berger wies auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34486\">darauf hin<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Leider hat die Politik das Zeitfenster verpasst, in dem man die Deutsche Bank ohne gro&szlig;en Schaden f&uuml;r die Allgemeinheit h&auml;tte domestizieren k&ouml;nnen. Die Politik hat jedoch allen markigen Spr&uuml;chen zum Trotz nichts aus der Finanzkrise gelernt und es ist auch nicht eben anzunehmen, dass die deutsche Politik bereit ist, das wohl gr&ouml;&szlig;te Risiko im europ&auml;ischen Finanzsystem zu entsch&auml;rfen. Daher ist es auch m&uuml;&szlig;ig &uuml;ber konstruktive prophylaktische Ma&szlig;nahmen zu debattieren. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte beispielsweise die EZB &uuml;ber eine Zwangskapitalerh&ouml;hung die Altaktion&auml;re herausdr&auml;ngen und die Deutsche Bank dann in aller Ruhe abwickeln &ndash; das internationale Gesch&auml;ft und das Investmentbanking k&ouml;nnten dabei in eine &bdquo;Bad Bank&ldquo; ohne Zusch&uuml;sse aus Steuergeldern ausgelagert werden, w&auml;hrend man das deutsche Filialgesch&auml;ft in eine &bdquo;Good Bank&ldquo; ausgliedert. Ganz &auml;hnlich haben es die Isl&auml;nder 2008 vorgemacht.<br>\nDies wird jedoch &ndash; da muss man kein Prophet sein &ndash; nicht geschehen; zu markth&ouml;rig ist unsere Politik. Mittel- bis langfristig ist jedoch der Punkt erreicht, an dem die Deutsche Bank eine Eigenkapitalspritze braucht. Die ganze Bank kollabieren zu lassen, ist freilich keine Option, ist die Deutsche Bank doch das personifizierte &bdquo;too big to fail&ldquo;. Und sp&auml;testens dann ist Obacht geboten, gibt es doch zahlreiche Marktakteure, die gerne die lukrativen Teile des Portfolios f&uuml;r lau &uuml;bernehmen und den Rest als toxischen Abfall dem Steuerzahler &uuml;berlassen w&uuml;rden. W&auml;re ich Spekulant, ich w&uuml;rde auf genau dieses Szenario wetten.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwang in der Altersvorsorge<\/strong><br>\nStaatsfonds, Deutschland-Rente: Wir sollten die Ideen f&uuml;r eine bessere Altersvorsorge sachlich unter die Lupe nehmen.<br>\nDoch wir brauchen mehr. Wenn wir die Besch&auml;ftigten in kleinen Betrieben in gro&szlig;em Umfang erreichen wollen, geht kein Weg an einem sanften Zwang vorbei. Ohne ihn ist die Pr&auml;ferenz f&uuml;r Konsum von heute gr&ouml;&szlig;er als die f&uuml;r den Konsum von morgen. Aktuelle Studien kommen zu einem klaren Ergebnis: Die junge Generation will fast einhellig durch sanften Zwang zu mehr eigener Altersvorsorge &bdquo;gestubst&ldquo; werden, wenn der Staat noch etwas dazu gibt.<br>\nDer Staat darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen<br>\nDazu kommt: Altersvorsorge ist hoch komplex und f&uuml;r viele unverst&auml;ndlich. Gerade in kleineren Betrieben f&auml;llt es Arbeitgebern schwer, f&uuml;r die Besch&auml;ftigten das &bdquo;richtige&ldquo; Produkt auszuw&auml;hlen. Hinzu kommen hohe Kosten vieler privater Anbieter, die zus&auml;tzliche Altersvorsorge wenig attraktiv machen. Der Staat darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. Vielmehr brauchen wir einen staatlichen Anbieter mit einem einfachen und kosteng&uuml;nstigen Standardprodukt, um verloren gegangenes Vertrauen zur&uuml;ck zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/die-diskussion-ueber-die-rente-sanfter-zwang-in-der-altersvorsorge\/14599958.html\">J&ouml;rg Asmussen und Thomas Sch&auml;fer im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Staat darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen, schreibt ausgerechnet der, der sich aus der Verantwortung stahl, indem er nach Ausbruch der Finanzkrise eine Wandlung vom Brandstifter zum Feuerwehrmann vollzog. J&ouml;rg Asmussen schw&auml;tzt vom verlorenen Vertrauen, das die gescheiterte Privatvorsorge hinterlie&szlig;. Doch genau die soll es nun unter Anwendung &bdquo;sanften Zwangs&ldquo; wieder richten. Das ist Manipulation auf ganz erb&auml;rmlichen Niveau.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum alle gegen das BND-Gesetz sind &ndash; au&szlig;er der Bundesregierung<\/strong><br>\nDie Opposition im Bundestag, namhafte Juristen, nationale und internationale Journalistenverb&auml;nde, ARD und ZDF, zahlreiche Menschenrechtsorganisationen, die OSZE und sogar drei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen kritisieren das geplante BND-Gesetz der Bundesregierung. Dieser Artikel gibt einen &Uuml;berblick, warum das so ist.<br>\nDer BND arbeitet rechtswidrig und verst&ouml;&szlig;t gegen elementare Grundrechte. Das stellte sich nach den Snowden-Ver&ouml;ffentlichungen auch im NSA-Untersuchungsausschuss heraus. Die Bundesdatenschutzbeauftragte best&auml;tigte dies in ihrem geheimen Pr&uuml;fbericht, den wir ver&ouml;ffentlichten, auf drastische Weise. Mit dem geplanten BND-Gesetz will nun die Bundesregierung alles legalisieren, was bislang illegal war. Dies bedeutet einen massiven Ausbau der Telekommunikations&uuml;berwachung mit negativen Auswirkungen, nicht nur f&uuml;r die Pressefreiheit. Am 26. September will nun der Innenaussschuss &uuml;ber das Gesetz weiter beraten. Wenn alles planm&auml;&szlig;ig l&auml;uft, soll das Gesetz noch im Oktober mit der Mehrheit der gro&szlig;en Koalition beschlossen werden.<br>\nDas sind die Auswirkungen des geplanten BND-Gesetzes\n<ol>\n<li>Abh&ouml;ren jetzt auch im Inland: Bisher durfte der Auslandsgeheimdienst BND innerhalb Deutschlands nicht abh&ouml;ren. Er tat es dennoch. Deswegen klagt der Internet-Knoten DE-CIX dagegen, dass er seit 2009 vom BND abgeh&ouml;rt wird. Das geplante BND-Gesetz will nun den bisher illegalen Vollzugriff legalisieren.<\/li>\n<li>100 Prozent abh&ouml;ren statt bisher nur 20 Prozent: Bisher durfte der BND nur einzelne Leitungen abh&ouml;ren, z.B. eine Glasfaser der Telekom zwischen Luxemburg und Wien &ndash; und davon eigentlich nur 20 Prozent der Kapazit&auml;t. Im Gesetzentwurf fallen beide Grenzen und der BND darf ganze Telekommunikationsnetze ohne Begrenzung abh&ouml;ren, also s&auml;mtliche Leitungen von Telekom und DE-CIX. Damit wird das Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung erheblich steigen. Ein Full Take, wie es in der Geheimdienstsprache hei&szlig;t.<\/li>\n<li>Gummiparagrafen &ndash; Extreme Ausweitung der Abh&ouml;rgr&uuml;nde: Bislang galten f&uuml;r den BND acht einigerma&szlig;en klar definierte Abh&ouml;rziele wie Terrorangriffe auf die BRD oder Menschenschmuggel, die aber zuletzt auch schon aufgeweicht wurden. Mit dem BND-Gesetz kommen schwammig formulierte Ziele hinzu, die quasi die &Uuml;berwachung f&uuml;r alles erlauben. Dazu z&auml;hlen: &bdquo;fr&uuml;hzeitig Gefahren f&uuml;r die innere und &auml;u&szlig;ere Sicherheit der BRD erkennen&ldquo; oder &bdquo;sonstige Erkenntnisse von au&szlig;en- und sicherheitspolitischer Bedeutung &uuml;ber Vorg&auml;nge gewinnen&ldquo;. Mit solchen Gummiparagrafen l&auml;sst sich alles rechtfertigen.<\/li>\n<li>Metadaten d&uuml;rfen gespeichert und an die NSA weitergegeben werden: Die erw&auml;hnten Abh&ouml;rziele gelten nur f&uuml;r Inhaltsdaten. Metadaten, die nicht eindeutig von Grundrechtstr&auml;gern stammen, hat der BND schon bisher gesammelt &ndash; im Zweifel also fast alles. K&uuml;nftig soll der BND Metadaten anlasslos ein halbes Jahr speichern d&uuml;rfen. Und nach dem neuen BND-Gesetz darf der Geheimdienst Metadaten massenhaft und automatisch an &bdquo;Partner&ldquo; wie die NSA geben. Bisher gab der BND der NSA mindestens 1,3 Milliarden Metadaten jeden Monat &ndash; wenn nicht illegal, dann auf sehr fragw&uuml;rdiger rechtlicher Grundlage. Mit dem neuen BND-Gesetz wird das alles legalisiert.<\/li>\n<li>Noch mehr Gremien statt besserer Kontrolle: Die Kontrolle der Geheimdienste ist schon jetzt zersplittert in drei Gremien, die jeweils nur einen Ausschnitt sehen. Das Gesetz schafft ein viertes, &bdquo;unabh&auml;ngiges&ldquo; Gremium, das aber von der Bundesregierung ernannt wird. Somit gibt es weiterhin keine Kontrollinstanz, die ein vollst&auml;ndiges Bild &uuml;ber die Aktivit&auml;ten des BND hat. Effektive Kontrolle ist so unm&ouml;glich, das sieht sogar Ex-BND-Chef Schindler so.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/warum-alle-gegen-das-bnd-gesetz-sind-ausser-der-bundesregierung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Selbstverst&auml;ndliches Miteinander<\/strong><br>\nDie Kooperation zwischen Bundeswehr und zivilen Stellen zum Zweck der &raquo;gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge&laquo; ist nicht neu. Sie wird seit Jahren &shy;praktiziert. Ein &Uuml;berblick [&hellip;]<br>\nZweck der besagten massenmedial vermittelten Ank&uuml;ndigung gemeinsamer Man&ouml;ver von Polizei und Armee d&uuml;rfte somit zuvorderst die propagandistische Einstimmung der Deutschen auf einen forcierten Kampf gegen den sogenannten Feind im Innern sein. Erkl&auml;rtes Ziel der herrschenden Klasse ist die Formierung der Gesellschaft im Sinne einer umfassenden &raquo;Resilienz&laquo; (Widerstandsf&auml;higkeit) gegen jedwede St&ouml;rung des imperialistischen Normalbetriebs. So hei&szlig;t es etwa im unl&auml;ngst von der Bundesregierung verabschiedeten &raquo;Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr&laquo;: &raquo;F&uuml;r die gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge ist die St&auml;rkung von Resilienz und Robustheit unseres Landes gegen&uuml;ber aktuellen und zuk&uuml;nftigen Gef&auml;hrdungen von besonderer Bedeutung. Dabei gilt es, die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Organen, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern sowie privaten Betreibern kritischer Infrastruktur, aber auch den Medien und Netzbetreibern zu intensivieren. Das Miteinander aller in der gemeinsamen Sicherheitsvorsorge muss selbstverst&auml;ndlich sein.&laquo; &Uuml;ber die diesem Konzept zugrunde liegenden Motive wusste das Bundesamt f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereits 2010 in seiner &raquo;Neuen Strategie zum Schutz der Bev&ouml;lkerung in Deutschland&laquo; folgendes zu berichten: Man m&uuml;sse dem &raquo;sich in den vergangenen Jahren deutlich steigernde(n) au&szlig;en- und sicherheitspolitische(n) Engagement Deutschlands&laquo; auch im Innern Rechnung tragen, war hier zu lesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-26\/053.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Bundeswehr verf&uuml;gt &uuml;ber 567 Drohnen, und es werden stetig mehr<\/strong><br>\nLaut dem Verteidigungsministerium hat die Bundeswehr derzeit mehrere Hundert Drohnen unterschiedlicher Gewichtsklassen. Weitere Anschaffungen vom Quadrokopter bis zur Riesendrohne sind geplant. Nicht alle Vorhaben werden benannt. Wieder st&uuml;rzten einige LUNA-Drohnen ab.<br>\nIn der Antwort auf eine Frage des Abgeordneten Alexander S. Neu &auml;u&szlig;ert sich die Bundesregierung zum Bestand ihrer Drohnenflotte. Laut dem Staatssekret&auml;r des Verteidigungsministeriums Ralf Brauksiepe betreibt die Bundeswehr 567 Drohnen in verschiedenen Bauweisen, Gr&ouml;&szlig;en und Gewichtsklassen.<br>\nDie meisten Flugger&auml;te geh&ouml;ren zum Segment der taktischen unbemannten Luftfahrzeuge in der Gewichtsklasse bis 5 Kilogramm. Als kleinste Drohnen nutzt die Bundeswehr 145 Quadrokopter des Typs MIKADO, der unter anderem zur Ausr&uuml;stung von Sp&auml;hpanzern geh&ouml;rt. In der gleichen Liga fliegen die 290 ALADIN- Flugsegler, die aus der Hand gestartet werden. Weitere Beschaffungen kleiner Drohnen sind geplant, darunter zehn nicht n&auml;her bezeichnete Systeme f&uuml;r den &bdquo;Einsatzsofortbedarf&ldquo; von Spezialkr&auml;ften sowie sechs handels&uuml;bliche Quadrokopter im Projekt SALiRFA (&bdquo;Sofortinitiative Seegest&uuml;tzte Aufkl&auml;rung aus der Luft&ldquo;) im Rahmen der Atalanta-Mission.<br>\nDie zahlenm&auml;&szlig;ig drittgr&ouml;&szlig;te Drohnenflotte der Bundeswehr besteht aus 85 Drohnen des Typs LUNA (&bdquo;Luftgest&uuml;tzte unbemannte Nahaufkl&auml;rungsausstattung&ldquo;) mit einem Abfluggewicht von 40 Kilogramm. Sie wird von der bayerischen Firma EMT gefertigt und tr&auml;gt hochwertige optische Sensorik zur Verfolgung beweglicher Objekte. Mit einem Zweitaktmotor und einer Fl&uuml;gelspannweite von 4,17 m erreicht die Drohne eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 160 km\/h. Die LUNA verzeichnete in den vergangenen Jahren hohe Absturzraten. Ausweislich der jetzt vorliegenden Antwort ereigneten sich die j&uuml;ngsten Vorf&auml;lle auf Truppen&uuml;bungspl&auml;tzen in Munster S&uuml;d und im polnischen Zagan sowie in Altenstadt. Als Ursachen nennt das Ministerium den &bdquo;Bereich der Technik&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/die-bundeswehr-verfuegt-ueber-567-drohnen-und-es-werden-stetig-mehr\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wir stehen vor einer neuen Aufr&uuml;stungswelle&rdquo;<\/strong><br>\nProtest Der weltgr&ouml;&szlig;te Friedenskongress findet am kommenden Wochenende statt. Organisator Reiner Braun erl&auml;utert, wie sich die momentane Schw&auml;che der Bewegung &uuml;berwinden l&auml;sst<br>\nDer Freitag: Herr Braun, Sie geh&ouml;ren zu den Organisatoren des IPB-Weltkongresses unter dem Motto &bdquo;Disarm &ndash; for a climate of peace&ldquo; (Abr&uuml;sten &ndash; f&uuml;r ein Klima des Friedens). Die Konferenz geht von der Annahme aus, dass weltweit die R&uuml;stung &uuml;berfinanziert, der Frieden unterfinanziert sei. L&auml;sst sich das belegen?<br>\nReiner Braun: Es gibt leider kaum belastbare Zahlen. Aber wir haben versucht, das Verh&auml;ltnis zu ermitteln zwischen Geldern f&uuml;r Friedensforschung und zivile Konfliktbearbeitung einerseits und R&uuml;stungsausgaben andererseits. Wir sind bei ungef&auml;hr 1:50.000 rausgekommen, und das war konservativ gerechnet.<br>\nWarum ist es so schwer durchzusetzen, dass sich da etwas &auml;ndert? Die Politik m&uuml;sste doch auch ein Interesse an Frieden und langfristigen L&ouml;sungen haben. Es gibt ein einfaches Motiv: Aufr&uuml;stung ist gewinntr&auml;chtig. Die Profitraten der gro&szlig;en R&uuml;stungskonzerne liegen nach wie vor &uuml;ber den normalen Profitraten, wenn man mal die Finanzspekulationen au&szlig;en vor l&auml;sst. Waffenexport ist ein riesiges Gesch&auml;ft, das gigantische Dimensionen angenommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/felix-werdermann\/wir-stehen-vor-einer-neuen-aufruestungswelle\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studienkredite: Jeder Zweite verl&auml;sst die Uni mit Schulden<\/strong><br>\nWohnen, essen, B&uuml;cher und Auslandssemester sind teuer: Obwohl die Studiengeb&uuml;hren wieder abgeschafft wurden, verl&auml;sst gut jeder Zweite die Uni mit Schulden. Dabei handelt es sich nicht um Peanuts. Lehrjahre sind keine Herrenjahre, sagt der Volksmund. Das merken viele Studenten beim Blick auf ihren Kontostand. Damit der nicht allzu negativ ausf&auml;llt, jobbt die Mehrheit der angehenden Akademiker nebenbei. Das ergab eine Befragung des Personaldienstleisters univativ unter deutschen Hochschulabsolventen bis 34 Jahre. 67 Prozent haben demnach einen Studentenjob, 53 Prozent werden von den Eltern finanziert und 35 Prozent bekommen BAf&ouml;G (Mehrfachnennungen waren m&ouml;glich). Einen Studienkredit hatten nur zehn Prozent der Befragten.<br>\nTrotzdem starten 44 Prozent der Hochschulabsolventen mit Schulden ins Berufsleben. In der Regel sind es die Studierenden, die auf Baf&ouml;g und einen Studienkredit angewiesen waren, weil sie von ihren Eltern keine Unterst&uuml;tzung bekommen konnten. Denn nicht nur der Kredit, auch die staatliche Unterst&uuml;tzung muss zur&uuml;ckbezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/campus-mba\/studienkredite-jeder-zweite-verlaesst-die-uni-mit-schulden\/14586856.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Treffen des NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreises Bonn am Donnerstag, 29. September 2016 ab 17:30 Uhr<\/strong><br>\nFriedrich-Ebert-Stiftung, Bonn-Bad Godesberg, Godesberger Allee 149, Raum K 4<br>\nWir wollen diskutieren &uuml;ber das Thema &ldquo;Steckt die Europ&auml;ische Linke in der Sackgasse oder kann &ndash; und wenn ja wie &ndash; der Rechtstrend gestoppt und der Linken wieder eine Perspektive er&ouml;ffnet werden?&rdquo;<br>\nInteressierte Teilnehmer bitte ich, sich unter der e-mail <a href=\"mailto:Hagen.Bonn@t-online.de\">Hagen.Bonn@t-online.de<\/a><br>\nnamentlich zu melden.<br>\nEckehart Hagen, Bonn<br>\n(Dieser Termin-Hinweis erfolgt in den Hinweisen auf Tages ausnahmsweise. Wir hatten vers&auml;umt, die Ank&uuml;ndigung in die richtige Rubrik aufzunehmen)<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Es wird Zeit, dass die Anst&auml;ndigen das Wort ergreifen<\/strong><br>\nKabarettist Christoph Sieber &uuml;ber sein aktuelles Programm &ldquo;Hoffnungslos optimistisch&rdquo;, die Wahlerfolge der AfD und die Unterschiede zwischen Humor im TV und auf der B&uuml;hne.<br>\nAm 12. Oktober feiert der deutsche Kabarettist Christoph Sieber mit seinem aktuellen Programm &ldquo;Hoffnungslos optimistisch&rdquo; im Stadtsaal Wien-Premiere. Ein Programm, das besonders gut nach Wien passt, wie Sieber im Interview feststellt. Und dessen Titel eigentlich jeden betrifft. [&hellip;]<br>\nJa, nat&uuml;rlich schaffen wir das. Letztendlich m&uuml;ssen wir uns an ein Gef&uuml;hl gew&ouml;hnen: n&auml;mlich dass diese Zeit vorbei ist, dass wir von der Situation in der Welt profitieren, dass wir in Wohlstand leben und andere darunter zu leiden haben. Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hat das so formuliert: &ldquo;Das ist unsere Begegnung mit der Globalisierung.&rdquo; Und die findet momentan statt. Es gibt kein Zur&uuml;ck mehr in die Zeit, in der wir angeblich nicht wussten, was unsere Art zu leben f&uuml;r Auswirkungen in der Welt hat. Wir haben Regionen destabilisiert, nur um unsere Interessen durchzusetzen. Es ging nie um Menschenrechte oder Frieden, das wurde uns nur jahrelang erz&auml;hlt. Ich finde, dieses &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; ist insofern total irrelevant, weil die deutsche Bundesregierung alles tut, damit wir das nicht schaffen. Sie streitet untereinander Selbst die Schwesterparteien CDU und CSU sind zerstritten, dabei geht es doch um ganz konkrete Hilfe f&uuml;r die Menschen. Die Abgeh&auml;ngten der Welt &ndash; und auch die Abgeh&auml;ngten in den europ&auml;ischen Staaten und in Deutschland &ndash; hat man jahrelang vergessen und ignoriert. Und jetzt wundert man sich pl&ouml;tzlich, dass die rechts w&auml;hlen. Warum sind die Gelder, die vorher nie da waren, jetzt pl&ouml;tzlich da? Es ist eine Frage der Gerechtigkeit. Wir haben keinen Kampf Rechts gegen Links. Es geht nicht um Gutmenschen gegen AfD-W&auml;hler, sondern es ist ein Kampf Oben gegen Unten und Arm gegen Reich, und zwar weltweit. Und wenn wir diesen Konflikt nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen, wird uns das Ganze um die Ohren fliegen.<br>\nDie AfD ist also nicht das Problem, sondern das Symptom, das ein Problem aufzeigt?<br>\nJa genau. Letztendlich hat die AfD ja selbst keine L&ouml;sungen. Und auch die W&auml;hler erwarten das nicht. Ich wei&szlig; nicht, wie es bei der FP&Ouml; ist, aber wahrscheinlich genauso. Da muss sich die Demokratie fragen, wie es dazu kommt, dass diese Parteien solchen Zulauf bekommen. Und zwar nicht nur aus der Unterschicht, sondern auch aus der Mittelschicht. Denn diese Mittelschicht hat &Auml;ngste, und die hei&szlig;en in Deutschland ganz klar Hartz IV &ndash; wenn ich meinen Job verliere, wenn ich krank werde, bin ich innerhalb weniger Monate auf Hartz IV und genauso gearscht wie alle anderen auch. Und diese Angst ist nat&uuml;rlich ein Politikum und bestimmt die Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/kultur\/buehne\/845790_Es-wird-Zeit-dass-die-Anstaendigen-das-Wort-ergreifen.html\">Wiener Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &bdquo;M&auml;nner mit Format&ldquo;<\/strong><br>\nIn der heute ver&ouml;ffentlichten Jubil&auml;umsausgabe der WirtschaftsWoche sprechen die ehemaligen Wirtschafts- und Finanzminister Rainer Br&uuml;derle, Karl-Theodor zu Guttenberg und Peer Steinbr&uuml;ck &uuml;ber ehrbare Kaufleute, Managerboni und das Ringen zwischen Politik und Wirtschaft.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160927_Steinbrueck_Guttenberg.jpg\" alt=\"Rainer Br&uuml;derle, Karl-Theodor zu Guttenberg und Peer Steinbr&uuml;ck &uuml;ber ehrbare Kaufleute, Managerboni und das Ringen zwischen Politik und Wirtschaft\" title=\"Rainer Br&uuml;derle, Karl-Theodor zu Guttenberg und Peer Steinbr&uuml;ck &uuml;ber ehrbare Kaufleute, Managerboni und das Ringen zwischen Politik und Wirtschaft\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/peersteinbrueck\/photos\/a.79322860372.89784.51978265372\/10153839767135373\/?type=3\">Peer Steinbr&uuml;ck via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Peer Steinbr&uuml;ck h&auml;lt mit Guttenberg Vorlesungen &uuml;ber ehrbare Kaufleute? Das Ende von Anstand, Sitte und Moral naht!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Neben dem Bild steht &bdquo;M&auml;nner mit Format&ldquo;. Das ist an Komik kaum noch zu &uuml;berbieten. Ein &uuml;berbezahlter Vortragsreisender, der sich als Minister von der Finanzmarktlobby &uuml;ber den Tisch hat ziehen lassen, ein verm&ouml;gender bayerischer Adelsspross, der als Minister &uuml;ber Fu&szlig;noten stolperte und eine an Altherrenwitzen reiche m&auml;nnliche Weink&ouml;nigin, die mit viel sprachlicher Fantasie Krisen in Aufschw&uuml;nge umzudeuten wusste, das sind wahrlich M&auml;nner mit Format.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35175"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35182,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35175\/revisions\/35182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}