{"id":3519,"date":"2008-10-20T09:00:18","date_gmt":"2008-10-20T07:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3519"},"modified":"2008-10-20T09:02:00","modified_gmt":"2008-10-20T07:02:00","slug":"hinweise-des-tages-756","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3519","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Der Kapitalismus besiegt den Staat<\/li>\n<li>Rettungsplan-Kontrolle ist Geheimsache<\/li>\n<li>Ackermann<\/li>\n<li>Die 70-Mrd-Dollar-Boni-Bonanza<\/li>\n<li>BayernLB wagt sich aus der Deckung<\/li>\n<li>Niederl&auml;ndische Bank ING bekommt Zehn-Milliarden-Spritze<\/li>\n<li>Warum unser Staat &uuml;ber amerikanische Investmentbanker einen Schirm spannt<\/li>\n<li>Geplatzte Kreditkartenschulden<\/li>\n<li>Abkehr vom US-Vorbild<\/li>\n<li>Steuerpolitik: B&ouml;rsenumsatz bremst Spekulation<\/li>\n<li>Die Finanzkrise erfasst China<\/li>\n<li>Die Verluste bei St&auml;dten und Gemeinden<\/li>\n<li>Top-Talente verlassen Deutschland<\/li>\n<li>&Ouml;lpreis und OPEC-Konferenz<\/li>\n<li>Klimmt &uuml;ber Lafontaine<\/li>\n<li>Schlimmer als Lidl &ndash; Norma<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3519&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Der Kapitalismus besiegt den Staat<\/strong><br>\nOb Commerzbank oder Deutsche Bank &ndash; sie werden jetzt behandelt wie Spione des Bundesnachrichtendienstes. H&ouml;chste Geheimhaltung! Das Volk soll zwar f&uuml;r Milliardensummen b&uuml;rgen, aber welche Bank konkret profitiert, das soll nicht einmal das ganze Parlament erfahren d&uuml;rfen. Warum diese Scheu? Andere L&auml;nder sind viel auskunftsfreudiger. In der Schweiz wei&szlig; man bis ins letzte Detail, wie die UBS gerettet wurde. In den USA ist genau bekannt, welchen Gro&szlig;banken staatliches Eigenkapital aufgen&ouml;tigt wurde. Und transparent ist auch die Teilverstaatlichung in Gro&szlig;britannien. Nur in Deutschland wird so getan, als w&auml;re der geheiligte Standort bedroht, falls sich herausstellen sollte, dass die Deutsche Bank oder die Commerzbank nicht ohne Staatshilfe &uuml;berleben kann. Diesen Imageschaden will man den Banken ersparen. Das ist genau der falsche Weg: Umfassende Geheimhaltung sch&uuml;tzt letztlich jene schlecht gef&uuml;hrten Banken, die bei der Risikovorsorge versagt haben &ndash; w&auml;hrend die gesunden Institute um ihren Wettbewerbsvorteil gebracht werden.<br>\nAuch unfassbar: Es ist nicht vorgesehen, dass sich die Banken an den Kosten beteiligen, wenn die Endabrechnung der Rettungsaktion in einigen Jahren aufgemacht wird. Offenbar hofft die Regierung noch immer, dass sowieso keine Kosten entstehen. Die Idee scheint zu sein: durchkommen durch Geheimhaltung. Das ist die Philosophie einer Pokerspielerin. Dieses seltsame Rettungspaket zeigt, dass die Banken in Deutschland mitnichten entmachtet sind. Der Kapitalismus ist nicht am Ende, wie schon manche meinten &ndash; sondern er hat sich die Regierung zu eigen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F10%2F18%2Fa0084&amp;cHash=326412c2d0&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In der Tat erinnert der zur Verschwiegenheit verpflichtete neunk&ouml;pfige Ausschu&szlig; an den Geheimdienstausschu&szlig; des Bundestages. Sorgen kann dem B&uuml;rger auch die Frage bereiten, mit wieviel neutralem Sachverstand die Finanzmarktstabilisierungsanstalt und der Ausschu&szlig; des Bundestags ausgestattet sein wird. Wenn man die Personalie Tietmeyer oder den Umstand bedenkt, da&szlig; das Rettungspaket selbst nur unter Mitarbeit interessierter Finanzinstitute zustande kam, so kann einem ganz mulmig werden, da wahrscheinlich die beratenden Experten aus dem&nbsp; aus dem gleichen vorbelasteten Kreis kommen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FINANZMARKTAUSSCHUSS<\/strong><br>\n<strong>Rettungsplan-Kontrolle ist Geheimsache<\/strong><br>\nVon Christina Hebel und Katharina Peters<br>\nDie Finanzkrise beschert dem Bundestag ein neues Gremium: den Finanzmarktausschuss. Die Runde soll geheim tagen und die Eingriffe des Staates bei den Banken &uuml;berwachen. Gr&uuml;ne und die Linke kritisieren die Kontrolle als &ldquo;reine Kosmetik&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-584743,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Demokratie in der Krise<\/strong><br>\nDie deutsche Politik darf sich von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann verh&ouml;hnt f&uuml;hlen. Und ein B&uuml;rger, der herausfinden will, welche Bank wie viel Hilfen bekommt, ebenfalls. Wer gerade eben noch stolz die Handlungsf&auml;higkeit der Demokratie gelobt hat, weil Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und Bundespr&auml;sident im Hauruckverfahren 500 virtuelle Milliardenschirmchen &uuml;ber den spiels&uuml;chtigen deutschen Banken aufgespannt haben, darf sich von Josef Ackermann jetzt ganz real verh&ouml;hnt f&uuml;hlen. Seine Bank, die Deutsche, habe auch in der Krise noch drei Milliarden Euro verdient, sie brauche keine Hilfe. Und f&uuml;r die anderen Banken fordert Ackermann weniger strenge Vorgaben im Zusammenhang mit dem Rettungspaket, denn: &bdquo;Je strikter die Auflagen sind, desto geringer ist die Bereitschaft, von der Hilfe Gebrauch zu machen.&ldquo; Dann gingen auch &bdquo;die besten Kr&auml;fte&ldquo; und suchten sich &bdquo;woanders einen Job&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Finanzkrise-Josef-Ackermann;art141,2639739%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Zahltag f&uuml;r die Banker<\/strong><br>\n<strong>Die 70-Mrd-Dollar-Boni-Bonanza<\/strong><br>\nTrotz des Finanzchaos an der Wall Street streichen die Banker nach einem Zeitungsbericht noch immer milliardenschwere Bonus-Zahlungen ein. Bei Morgan Stanley k&ouml;nnten sich die Mitarbeiter f&uuml;r ihr Gehalt sogar die ganze Bank kaufen.<br>\nAllein die Bez&uuml;ge der Mitarbeiter der sechs gr&ouml;&szlig;ten Banken summierten sich f&uuml;r die bisherige Arbeit in diesem Jahr auf &uuml;ber 70 Mrd. $. Davon entf&auml;llt ein Gro&szlig;teil auf Boni, berichtete die britische Zeitung &ldquo;The Guardian&rdquo;. Das entspricht etwa zehn Prozent des Volumens vom Rettungspaket der US-Regierung.<br>\nAn der Wall Street st&uuml;nden die Zahlungen in keinem Verh&auml;ltnis zu dem Wertverlust, den die Aktien der Banken seit Jahresbeginn verzeichnen mussten, schrieb der &ldquo;Guardian&rdquo; weiter. Die Papiere der Citigroup und von Goldman Sachs fielen um &uuml;ber 45 Prozent. Die Titel von Merrill Lynch und Morgan Stanley gingen sogar um &uuml;ber 60 Prozent in den Keller. Die bisherigen Gesamtbez&uuml;ge der Morgan-Stanley- Mitarbeiter von fast 10,7 Mrd. $ seien zwischenzeitlich sogar h&ouml;her als der B&ouml;rsenwert des Unternehmens gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/whoiswho\/:Zahltag-f%FCr-die-Banker-Die-70-Mrd-Dollar-Boni-Bonanza\/427719.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einfach unfassbar!!!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>BayernLB wagt sich aus der Deckung<\/strong><br>\nMehrere Landesbanken wollen an diesem Montag &uuml;ber das Rettungspaket der Bundesregierung beraten. Als erste Bank will die BayernLB eine Milliardensumme in Anspruch nehmen. An dem Treffen d&uuml;rften allerdings auch Privatbanken teilnehmen. Andere Banken z&ouml;gern mit dem Ruf um staatliche Hilfe, weil sie f&uuml;rchten, daf&uuml;r an den Aktien- und Kreditm&auml;rkten abgestraft zu werden. Bankenverbandspr&auml;sident Klaus-Peter M&uuml;ller sagte, ein zwingender Einstieg des Staates wie in Gro&szlig;britannien und in den USA h&auml;tte Vorteile gegen&uuml;ber dem deutschen Weg. Dort lie&szlig;en sich aus der Teilverstaatlichung &ldquo;keine diskriminierenden R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die wirtschaftliche Lage der Banken&rdquo; ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Debatte-%FCber-Rettungspaket-BayernLB-wagt-sich-aus-der-Deckung\/427834.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Machen wir uns nichts vor, es wird schwierig&nbsp; werden, dieses Zeitfenster&nbsp; f&uuml;r einen &ldquo;Kapitalismus mit menschlichem Antlitz&rdquo; zu nutzen. Halten wir deshalb auch kleine Freuden fest: Immerhin d&uuml;rfen wir erleben, dass ein erzkapitalistischer Banker eine Teilverstaatlichung f&uuml;r w&uuml;nschenswert h&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>STAATSHILFE<\/strong><br>\n<strong>Niederl&auml;ndische Bank ING bekommt Zehn-Milliarden-Spritze<\/strong><br>\nDer niederl&auml;ndische Finanzkonzern ING bekommt eine staatliche Kapitalspritze in H&ouml;he von zehn Milliarden Euro. Durch die Ma&szlig;nahme soll ein weiteres Absinken der B&ouml;rsenkurse der auch in Deutschland t&auml;tigen ING-Gruppe verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-585068,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Warum in aller Welt muss ein Aktienkurs vor dem Absinken bewahrt werden? Haben die Niederl&auml;nder, haben wir daran ein gesellschaftspolitisches Interesse? Wir haben nichts von steigenden Kursen und kein Schaden bei sinkenden Kursen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heuschrecken f&uuml;ttern<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Warum der Staat &uuml;ber amerikanische Investmentbanker einen Schirm spannt.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Finanzkrise-Hypo-Real-Estate;art122,2639111?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Das sieht man, wer wen f&uuml;ttert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Riesen&auml;rger &uuml;ber Boni-Politik der UBS<\/strong><br>\nBundesr&auml;tin Eveline Widmer-Schlumpf hat UBS-Pr&auml;sident Peter Kurer scharf kritisiert. Seine Aussage, wonach Bonuszahlungen in zweistelliger Millionenh&ouml;he auch in Zukunft nicht v&ouml;llig ausgeschlossen seien, habe sie schlichtweg ersch&uuml;ttert, sagte die stellvertretende Finanzministerin am Freitagabend in der Sendung &laquo;Arena&raquo; des Schweizer Fernsehens. Dass nun Bonusentsch&auml;digungen ausbezahlt w&uuml;rden, sei nicht tolerierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/riesenaerger_ueber_boni-politik_der_ubs_1.1128049.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer da sagt, dass unsere Banker freiwillig darauf verzichten werden, sich an noch zu generierenden Finanzblasen dumm und d&auml;mlich zu verdienen, ist selber kriminell.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>US-Finanzchaos: Geplatzte Kreditkartenschulden werden zum n&auml;chsten Desaster<\/strong><br>\nDie Bankenkrise ist l&auml;ngst nicht einged&auml;mmt, nun droht der n&auml;chste Milliardenverlust: geplatzte Forderungen aus Kreditkartenvertr&auml;gen. Neue Sch&auml;tzungen gehen davon aus, dass im Zuge der drohenden Rezession die faulen Kredite auf beinahe 100 Milliarden Dollar anwachsen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,585058,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bankensystem: Abkehr vom US-Vorbild<\/strong><br>\nDie Finanzkrise f&uuml;hrt nicht zur R&uuml;ckkehr der alten Deutschland AG. Aber manche Elemente werden wieder eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen, erwartet Reinhard Schmidt, Professor f&uuml;r internationales Bankwesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93185.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerpolitik: B&ouml;rsenumsatz bremst Spekulation<\/strong><br>\nEine Steuer auf Wertpapierums&auml;tze k&ouml;nnte zur Stabilisierung der Finanzm&auml;rkte beitragen &ndash; und den Staatshaushalt selbst bei einem Mini-Steuersatz von einem Zehntel Prozent um gut 35 Milliarden Euro im Jahr bereichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93186.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Finanzkrise erfasst China<\/strong><br>\nDie chinesische Exportindustrie sp&uuml;rt die Folgen der Krise &ndash; erste Fabriken schlie&szlig;en und viele Menschen verlieren ihren Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1615743&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>AIG-Kollaps bringt Verkehrsunternehmen in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nZwischen 1980 und 2003 hat die Los Angeles County Metropolitan Transportation Agency unter anderem Z&uuml;ge, Busse und Gleisanlagen an Investoren wie Wells Fargo und Comerica verkauft, um an Kapital zu kommen. Die Investoren vermieteten den Unternehmen die Infrastruktur wieder zur&uuml;ck, AIG finanzierte den Deal und garantierte gegen Geb&uuml;hr zulasten der MTA auch die zeitgerechte Zahlung der Leasingraten f&uuml;r die Investoren. Durch den Beinahe-Zusammenbruch des Versicherers, der nur mit einem gut 120 Milliarden Dollar schweren Staatskredit gerettet wurde, verschlechterte sich jedoch dessen Kreditrating. Dadurch kommt eine Vertragsklausel zur Geltung, die den Transportunternehmen nun hohe R&uuml;ckzahlungen an die Investoren bescheren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/aig-kollaps_bringt_verkehrsunternehmen_in_bedraengnis__1.1130317.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Krisenverlierer: die Verluste bei St&auml;dten und Gemeinden<\/strong><br>\nVielleicht haben Sie es ja gelesen: Nachdem die US-Regierung dem amerikanischen Versicherungsriesen AIG mit 70 Milliarden Steuergeldern aus der Krise geholfen hatte, feierten die Manager des Konzerns dies erst mal mit einer Riesenparty: Luxushotel, Golfplatz, allein f&uuml;r Massagen 23.000 US-Dollar.<br>\nInsgesamt kostete die Sause fast eine halbe Million. Was hat das mit uns zu tun? Mit den Menschen in Recklinghausen oder Wuppertal? Nun ja, genau dieser Versicherungskonzern war Partner vieler deutscher St&auml;dte, als es um die Privatisierung von Gas- oder Wasserleitungen ging. Cross-Border-Leasing nennen sich solche Gesch&auml;fte, &uuml;ber die wir bei MONITOR schon h&auml;ufiger berichtet haben.<br>\nSchlechte Gesch&auml;fte f&uuml;r Kommunen, die jetzt erst so richtig teuer werden k&ouml;nnten, wie Kim Otto und Lutz Polanz herausgefunden haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/global\/webmedia\/webtv\/getwebtvextrakt.phtml?p=400&amp;b=046&amp;ex=4\">WDR Monitor<\/a><\/li>\n<li><strong>EXODUS DER JUNGMANAGER<\/strong><br>\n<strong>Top-Talente verlassen Deutschland<\/strong><br>\nEuropas gro&szlig;en Wirtschaftsnationen l&auml;uft der Manager-Nachwuchs davon. Deutschland zahlt zwar die besten Geh&auml;lter, verliert aber j&auml;hrlich zehn Prozent der Top-Talente durch Abwanderung. Eine neue Studie zeigt: Die Schweiz ist der gr&ouml;&szlig;te Magnet f&uuml;r Europas Arbeitsnomaden.<br>\nMit Schweizer Gem&uuml;tlichkeit hat der Job von Stephan Rauscher nichts zu tun. &ldquo;Die Anforderungen sind hier nicht geringer als in Frankfurt, London oder New York&rdquo;, sagt der Master of International Economics bei der Investmentbank UBS in Z&uuml;rich. Dorthin wechselte Rauscher im August 2006, nachdem er zuvor fast f&uuml;nf Jahre lang f&uuml;r eine Unternehmensberatung in M&uuml;nchen arbeitete. Seine Entscheidung hat der 33-J&auml;hrige noch keine Sekunde bereut. &ldquo;Netto bleibt mir hier deutlich mehr, und der Standort besitzt einen hohen Freizeitwert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,584672,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong> Mit anderen Worten: &ldquo;Die Sozialabgaben in Deutschland m&uuml;ssen runter, sonst blutet Deutschland aus.&rdquo; Kaum ist die Finanzkrise etwas im Hintergrund, hetzt  und hetzt der SPIEGEL weiter. Diese &ldquo;BILD f&uuml;r Abiturienten&rdquo; ist einer der ma&szlig;geblichen Hetzer gegen den Sozialstaat.<\/p>\n<p><em>Im &Uuml;brigen wird unterschlagen, da&szlig; in der Schweiz typischerweise 42 statt 40 Stunden gearbeitet werden, 25 statt 30 Tagen Urlaub gew&auml;hrt werden (das sind schon 7% l&auml;ngere Arbeitszeiten!!!) und vom sogenannten &ldquo;Netto&rdquo; noch ein gro&szlig;er Anteil in die &ldquo;private&rdquo; Altersvorsorge abgeht, die Mieten viel h&ouml;her sind als in Deutschland, und da&szlig; die Schweiz sozial &auml;u&szlig;erst ungerecht ist. Und es ist schlicht Bl&ouml;dsinn, da&szlig; die Kaufkraft des Euro in der Schweiz, in Holland, in Belgien usw. h&ouml;her ist als in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vorgezogene Opec-Konferenz<\/strong><br>\nDie in Wien ans&auml;ssige Opec hat ihre urspr&uuml;nglich f&uuml;r den 18. November vorgesehene Sondersitzung auf den 24. Oktober vorgezogen. Die normal anberaumte Routinetagung h&auml;tte Mitte Dezember stattfinden sollen, doch hat der Preiszerfall des Erd&ouml;lpreises, der in New York mittlerweile unter 70$\/Fass zur&uuml;ckgefallen ist, vor wenigen Tagen eine Neuansetzung auf Mitte n&auml;chsten Monat zur Folge gehabt. Die Opec gibt f&uuml;r die neuerliche Vorverschiebung ihrer Zusammenkunft keinen Grund an, doch geht man kaum fehl in der Annahme, dass der rapide Preiszerfall den Entscheid beschleunigt hat. Eine Reihe von Mitgliedern der Organisation bef&uuml;rworten angesichts des &uuml;berall prognostizierten Nachfrager&uuml;ckganges in den Industriel&auml;ndern eine Reduktion des Erd&ouml;lausstosses; nicht wenige Beobachter glauben, dass es in der Tat zu einer solchen kommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/opec__1.1120340.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><strong>Eon erh&ouml;ht die Gaspreise<\/strong><br>\nErdgaskunden beim Versorger Eon werden bald erneut deutlich st&auml;rker zur Kasse gebeten: Am 1. Dezember 2008 hebt das Unternehmen die Preise um rund zw&ouml;lf Prozent an. Das Unternehmen begr&uuml;ndete den Schritt mit den drastischen Preissteigerungen auf den Energiem&auml;rkten. So habe der Preis f&uuml;r Erd&ouml;l im Sommer ein neues Rekordniveau erreicht. Durch die Kopplung des Erdgaspreises an den &Ouml;lpreis seien auch die Beschaffungskosten f&uuml;r Erdgas deutlich gestiegen. Diese gestiegenen Kosten gebe man jetzt weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2056116,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beitrag zweier Monopolisten zur Stabilisierung der Konjunktur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klimmt &uuml;ber Lafontaine<\/strong><br>\n<strong>&ldquo;Du kannst nicht auf ihn bauen&rdquo;<\/strong><br>\nIm Saarland nannten sie ihn seinen Ausputzer: Ex-Ministerpr&auml;sident Reinhard Klimmt &uuml;ber seinen Freund Oskar Lafontaine &ndash; und dessen schwierigen Charakter.<br>\nInterview: Evelyn Roll<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/politik\/571\/314470\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p>\t<em><strong>Kommentar:<\/strong> Das Interview ist nur deshalb interessant, weil man die Elemente der Strategie einer Kampagne erkennt. Immer wieder das gleiche: Lafontaine hat mutwillig den Bettel hingeworfen, nicht nur 1999, sondern auch schon 1990 nach der verlorenen Bundestagswahl. In diesem Fall wird mit der Glaubw&uuml;rdigkeit eines Freundes gearbeitet: Klimmt. Die Redakteurin der S&uuml;ddeutschen Zeitung ist wie meist selbst sehr engagiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlimmer als Lidl<\/strong><br>\nBeim Lebensmitteldiscounter Norma herrschen unmenschliche Arbeitsbedingungen. Regelm&auml;&szlig;ig unbezahlte &Uuml;berstunden. Einsch&uuml;chterungsversuche gegen Kranke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-20\/001.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Kapitalismus besiegt den Staat<\/li>\n<li>Rettungsplan-Kontrolle ist Geheimsache<\/li>\n<li>Ackermann<\/li>\n<li>Die 70-Mrd-Dollar-Boni-Bonanza<\/li>\n<li>BayernLB wagt sich aus der Deckung<\/li>\n<li>Niederl&auml;ndische Bank ING bekommt Zehn-Milliarden-Spritze<\/li>\n<li>Warum unser Staat &uuml;ber amerikanische Investmentbanker einen Schirm spannt<\/li>\n<li>Geplatzte Kreditkartenschulden<\/li>\n<li>Abkehr vom US-Vorbild<\/li>\n<li>Steuerpolitik: B&ouml;rsenumsatz bremst Spekulation<\/li>\n<li>Die Finanzkrise erfasst China<\/li>\n<li>Die Verluste bei St&auml;dten und<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3519\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3519","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3519\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}