{"id":35234,"date":"2016-09-30T08:41:16","date_gmt":"2016-09-30T06:41:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234"},"modified":"2016-09-30T08:41:16","modified_gmt":"2016-09-30T06:41:16","slug":"hinweise-des-tages-2723","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h01\">Wagenknechts Spitzenkandidatur: Macht oder nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h02\">1,4 Millionen Deutsche dauerhaft in Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h03\">65 Prozent Niedrigl&ouml;hner in der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h04\">Murks der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h05\">&euro;pa ist Vergangenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h06\">Belgien: Zehntausende demonstrieren gegen Sparpl&auml;ne der Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h07\">Deutsche Bank &ndash; aufspalten und abwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h08\">Der Geheimdienst wirft Blasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h09\">Ministerin: Kampfbataillon steht 2017 bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h10\">&ldquo;Zuckerbrot f&uuml;r Diktaturen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h11\">IGB kritisiert Freihandel mit afrikanischen Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h12\">Warum Dobrindts Maut nie kommen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h13\">Finanzminister im Atom-Blindflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h14\">Sch&ouml;nrechnen f&uuml;r Fortgeschrittene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h15\">Weiter so kontraproduktiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h16\">9\/11 Schadensersatz: US-Kongress &uuml;berstimmt Pr&auml;sidentenveto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35234#h17\">Das Letzte: &ldquo;Den Westen&rdquo; k&ouml;nnte es bald nicht mehr geben &ndash; Ein Gastbeitrag von Joschka Fischer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wagenknechts Spitzenkandidatur: Macht oder nichts<\/strong><br>\nAuf ihrem Weg nach oben schreckt Sahra Wagenknecht auch vor einem offenen Affront gegen die Linken-F&uuml;hrung nicht zur&uuml;ck. Nun formiert sich der Widerstand gegen ihren Vorsto&szlig; f&uuml;r die Spitzenkandidatur. Die entscheidenden Worte kommen zum Schluss: Die Spitzenkandidaten m&uuml;ssten unterschiedliche Milieus ansprechen, hei&szlig;t es im letzten Absatz eines Papiers, das am Donnerstag bei den Linken kursiert. &ldquo;Das gemeinsame Gewicht unserer Partei- und Fraktionsvorsitzenden ist dazu eine geeignete L&ouml;sung.&rdquo;<br>\nDas hei&szlig;t: Katja Kipping und Bernd Riexinger sollen die Linke gemeinsam mit Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch in den kommenden Bundestagswahlkampf f&uuml;hren. 30 Politiker haben die Forderung unterzeichnet, darunter Mitglieder des Bundesvorstands. Das, was hier niedergeschrieben wurde, ist nicht blo&szlig; eine Idee, ein Vorschlag. Das Papier ist Ausdruck eines offenen Machtkampfs in der Linkspartei, es ist gemeint als Widerspruch. Die Unterzeichner erteilen jener Frau eine Absage, die die Linke mit einem &uuml;berraschenden Man&ouml;ver vor vollendete Tatsachen stellen wollte: Sahra Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/linke-sahra-wagenknecht-will-an-die-spitze-und-entfremdet-sich-a-1114547.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eigentlich habe ich keine Lust, den Machtkampf bei der Linkspartei zu kommentieren. Aber die Machenschaften des Kampfmediums Spiegel Online wird an diesem Beitrag so sehr sichtbar, dass man nicht daran vorbeigehen kann. Dieser Redakteur mit Namen Kevin Hagen ist nicht mal f&auml;hig und willens, eine Erw&auml;gung dar&uuml;ber anzustellen, in welcher Spitzenkandidaten-Konstellation die Linkspartei wenigstens ein bisschen Resonanz f&auml;nde und im Laufe des Wahlkampfs wieder erkennbar w&auml;re. Mit vier Spitzenkandidaten mit Sicherheit nicht. Und wenn sich Bartsch und Wagenknecht verst&auml;ndigt haben, da k&ouml;nnte man ja auch mal sachlich pr&uuml;fen, ob das nicht ein guter Vorschlag und eine gute Verst&auml;ndigung ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>1,4 Millionen Deutsche dauerhaft in Hartz IV<\/strong><br>\nNeue Zahlen belegen: Grundsicherung f&uuml;r viele Normalzustand<br>\nMillionen Deutsche kommen &uuml;ber Jahre nicht aus Hartz IV heraus. Das belegen neue Zahlen der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit. Fast ein Viertel der Betroffnen beziehen die Leistung l&auml;nger als acht Jahre am St&uuml;ck.<br>\nEinmal Hartz IV, immer Hartz IV? F&uuml;r Millionen Menschen in Deutschland ist die staatliche Grundsicherung jedenfalls zu einer Dauererscheinung geworden. Das geht aus einer &Uuml;bersicht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor, die der SZ vorliegt. Demnach gab es Ende 2015 rund 1,44 Millionen Menschen, die bereits seit mehr als acht Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen waren. Das sind rund 25 Prozent aller Hartz-IV-Empf&auml;nger. Darunter fallen allerdings nicht nur Langzeitarbeitslose. Sondern zum Beispiel auch Besch&auml;ftigte, die so wenig verdienen, dass sie zus&auml;tzlich Anspruch auf staatliche Unterst&uuml;tzung haben. Auch Minderj&auml;hrige in Bedarfsgemeinschaften, die nicht als erwerbsf&auml;hig gelten, sind hier erfasst. Insgesamt 1,9 Millionen Personen bezogen seit &uuml;ber sechs Jahren staatliche Hilfen. L&auml;nger als vier Jahre erhielten fast 2,6 Millionen Menschen regelm&auml;&szlig;ig Hartz IV. Das waren 44 Prozent aller Leistungsberechtigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/themen\/Berlin-Bundesanstalten-Deutsche-Persoenlichkeiten-Hartz-IV;art2825,6263161\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Geht es uns wirklich gut, wie Kanzlerin Merkel oftmals betont?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Fast die H&auml;lfte aller Hartz-IV-Empf&auml;nger, n&auml;mlich rund 2,6 Millionen Menschen, sind seit mehr als vier Jahren auf Arbeitslosengeld II angewiesen und rund ein Viertel (1,44 Millionen) sogar seit mehr als acht Jahren.<\/strong><br>\nDas zeigt wieder einmal: Die Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo; sind also gescheitert. Dazu hier meine neueste Pressemitteilung:<br>\n&bdquo;Vom &sbquo;Fordern und F&ouml;rdern&lsquo; ist &sbquo;Fordern und Verwalten&lsquo; &uuml;brig geblieben. Bei Wiedereingliederungsma&szlig;nahmen wurde gek&uuml;rzt, und die &uuml;ber eine Million &sbquo;Aufs&hellip;tocker&lsquo;, die trotz harter Arbeit von ihren Billigl&ouml;hnen nicht leben k&ouml;nnen, bleiben dauerhaft auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen. Hartz IV ist die Hauptursache f&uuml;r die Ausweitung des Niedriglohnsektors mit Hungerl&ouml;hnen, die sp&auml;ter zu Hungerrenten f&uuml;hren.<br>\nDeshalb muss die Zumutbarkeitsklausel gestrichen werden, die Arbeitslose dazu zwingt, jeden angebotenen Job anzunehmen, egal wie unw&uuml;rdig er bezahlt wird. Auf diese Art wirkt Hartz IV als &sbquo;Rutschbahn der L&ouml;hne nach unten&lsquo; und setzt die Arbeitnehmer so unter Druck, dass sie sich kaum noch trauen, sich f&uuml;r ihre Interessen einzusetzen.&ldquo;<br>\nDer Hartz IV-Regelsatz m&uuml;sse in einem ersten Schritt auf 500 Euro erh&ouml;ht und mittelfristig durch eine bedarfsdeckende und armutsfeste Grundsicherung ersetzt werden. &bdquo;Au&szlig;erdem brauchen wir einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor, um all denjenigen Perspektiven zu bieten, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance erhalten&ldquo;, so Lafontaine weiter. &bdquo;Wer zul&auml;sst, dass Millionen Menschen dauerhaft in Armut leben m&uuml;ssen, ohne Hoffnung auf Besserung, der darf sich nicht wundern, wenn die AfD immer gr&ouml;&szlig;ere Erfolge erzielt. Dabei ist gerade die AfD keine Alternative f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, denn sie will geringere L&ouml;hne und Renten und einen schwachen Sozialstaat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>65 Prozent Niedrigl&ouml;hner in der Leiharbeit<\/strong><br>\nBei zwei Drittel aller vollzeitbesch&auml;ftigten Leiharbeiter liegt das Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle. &Uuml;ber alle Anforderungslevel und Berufsgruppen hinweg verdienen sie deutlich weniger als ihre regul&auml;r besch&auml;ftigten Kollegen und m&uuml;ssen ihr Gehalt h&auml;ufiger mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Das geht aus einer aktuellen Ver&ouml;ffentlichung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor.<br>\nLeiharbeit gleich Niedriglohn. Das trifft in Deutschland auf 65 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung zu (400.000 von 612.000), denn ihr Gehalt liegt unterhalb der Niedriglohnschwelle. Die betrug laut Definition der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2013 1.973 Euro brutto monatlich, weniger als zwei Drittel des mittleren Verdienstes aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten (ohne Auszubildende). Zum Vergleich: Unter allen Vollzeitbesch&auml;ftigten geh&ouml;rten &bdquo;lediglich&ldquo; 20 Prozent zu den Geringverdienern.<br>\nAuch die Zahl der sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigten Arbeitnehmer, die trotz Arbeit Hartz-IV-Leistungen beziehen, ist bei Leiharbeitern &uuml;berdurchschnittlich hoch. Im Dezember 2015 lag ihr Anteil bei rund sechs Prozent, bei allen Arbeitnehmern hingegen waren es 1,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/65-prozent-niedrigloehner-in-der-leiharbeit\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und dennoch vermitteln insbesondere Jobcenter in die Leih- und Zeitarbeitsbranche. Deren &ldquo;Kunden&rdquo; m&uuml;ssen jede Arbeit annehmen. Skandal&ouml;s, dass die rot-gr&uuml;ne Schr&ouml;der-Fischer-Regierung diese Arbeitsform so ausgeweitet haben. Verbesserungen sind leider nicht in Sicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Murks der Macht<\/strong><br>\nDer Versuch, die Steuer verfassungsfest zu machen, zeigt, wie kaputt die Koalition von Angela Merkel und Sigmar Gabriel ist<br>\nEs gibt Momente, da kommt nach dem blauen Brief noch eine allerletzte Mahnung. Wenn sie eintrifft, haben moralische wie pekuni&auml;re Schuldnerberater eine einfache Empfehlung: Senden Sie ein Zeichen! Gehen Sie auf den zu, der auf Ihre Zuwendung, Ihr Geld oder einfach auf Sie wartet, und signalisieren Sie: Ich habe verstanden. Und liefern Sie!<br>\nWenn es noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, dass die Bundesregierung am Ende ist, dann hat ihn die sogenannte Reform der Erbschaftsteuer gebracht. Diese Regierung ist nicht mehr in der Lage, Signale zu senden oder gar zu liefern. Sie hat wiederholte Mahnungen des Verfassungsgerichts, die Erbschaftsteuer zu reformieren, so lange ignoriert, dass am Schluss ein ungerechtes und ineffizientes Ref&ouml;rmchen steht. [&hellip;]<br>\nDas sind die Zahlen, die man zueinander ins Verh&auml;ltnis setzen muss: Zwei Euro mehr Kindergeld, f&uuml;nf bis 16 Euro weniger Progressionsverlust. Aber quasi unantastbare Erbverm&ouml;gen von drei Billionen Euro. Der Vergleich ist polemisch. Aber das sind die Zahlen, die beim B&uuml;rger ankommen. Sie sagen ihm: Diese Regierung muss weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/christian-fueller\/murks-der-macht\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Von Merkel, Sch&auml;uble, Kauder &amp; Co. ist schlicht nichts Anderes zu erwarten (die CSU will ich gar nicht erst erw&auml;hnen). Deutlich wird hier der Grad der Achtung vor Grundgesetz und Verfassungsgericht. Dass die Gabriel-SPD wirklich alles mitmacht (auch bei den Themen Freihandelsabkommen, Vorratsdatenspeicherung, Militarisierung &amp; Kriege etc.), ist das eigentlich Skandal&ouml;se. Wie lange l&auml;sst sich die Parteibasis dies noch gefallen? Nachdem Jeremy Corbyn zusammen mit der Basis in England zeigt, dass es auch anders geht und auch aktuell in Spanien in der PSOE ein Machtkampf zwischen neoliberalen Funktion&auml;ren und der Basis g&auml;rt und die Sozialisten in Portugal bereits erfolgreich umgesteuert haben, frage ich mich, worauf die SPD-Basis noch wartet. Der Konvent in Wolfsburg mit dem CETA-Beschluss h&auml;tte doch einen w&uuml;rdigen Startschuss zum Aufwachen abgegeben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&euro;pa ist Vergangenheit<\/strong><br>\nDeutschland profitiert vom Euro und deshalb ist der Erhalt der Eurozone auch in Deutschlands Interesse. Stimmt diese oft geh&ouml;rte These und ist deshalb zu erwarten, dass Deutschland alles f&uuml;r den Erhalt des Euro tun wird?<br>\nZweifellos richtig ist, dass Deutschlands Wirtschaft wesentlich besser dasteht als die vieler anderer Mitgliedsl&auml;nder der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU). Richtig ist auch, dass Deutschland diese relativ vorteilhafte wirtschaftliche Position dem Gewinn der Exportweltmeisterschaft verdankt, die sie ohne den Euro nicht gewinnen h&auml;tte k&ouml;nnen. Diese famose Leistung wiederum ist &ndash; worauf Heiner Flassbeck und Friedericke Spiecker immer wieder hingewiesen haben (z.B. hier und hier) &ndash; auf eine Strategie des Lohn-und Sozialdumpings durch die deutsche Politik mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die ohne den Euro nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re. Denn ohne Euro h&auml;tte die Deutsche Mark aufgewertet und die merkantilistische Strategie Deutschlands w&auml;re zum Scheitern verurteilt gewesen.<br>\nWer glaubt, dass der Euro im Interesse Deutschlands liegt, der konnte Sch&auml;ubles Vorschlag gegen&uuml;ber Griechenland im Sommer letzten Jahres eine &bdquo;Auszeit aus dem Euro&ldquo; zu nehmen, nur als Drohung verstehen und keineswegs als Chance erachten, ein W&auml;hrungssystem zu etablieren, das den Eurogesch&auml;digten wesentlich besser gerecht wird, als der Verbleib in der EWU (ich habe das hier kommentiert). Diese Interpretation deutscher Politik ist nach meiner Meinung ebenso falsch, wie die, dass die Einf&uuml;hrung des Euro als besonders raffinierte Strategie Deutschlands zu erachten ist, um zur Hegemonialmacht in Europa aufzusteigen.<br>\nFakt ist: Deutschland trennte sich nur ungern von seiner Deutschen Mark, das zum Symbol des deutschen &bdquo;Wirtschaftswunders&ldquo; erkoren wurde. Die Entscheidung, der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion beizutreten, war prim&auml;r eine politische Entscheidung, ohne die die Wiedervereinigung wohl kaum m&ouml;glich gewesen sein d&uuml;rfte. Im Gegenzug wurde der Euro institutionell nach den ordnungspolitischen Vorstellungen der Bundesbank ausgestaltet. Das Geld- und Finanzsystem muss entsprechend diesem Kanon so konstruiert werden, dass Finanzierungen von wem, f&uuml;r wen und f&uuml;r was auch immer der Disziplin des Marktes unterworfen werden. Geld soll nur der erhalten, der &uuml;ber eine ausreichende Bonit&auml;t verf&uuml;gt und die Nachfrage und das Angebot nach Geld soll alleine durch den Preis f&uuml;r Geld &ndash; den Zins &ndash; ins Gleichgewicht gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/epa-ist-vergangenheit\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Belgien: Zehntausende demonstrieren gegen Sparpl&auml;ne der Regierung<\/strong><br>\nMassenprotest in Br&uuml;ssel gegen die Sozialpolitik der Regierung. Die Hauptkritik der Demonstranten richtete sich gegen Sparpl&auml;ne im &ouml;ffentlichen Dienst und das Ende der 38-Stunden-Woche. (&hellip;)<br>\nMindestens 45.000 Belgier sind dem Aufruf der Gewerkschaften in Belgien gefolgt und haben gegen die Sozialpolitik der rechts-liberalen belgischen Regierung demonstriert. Die Gewerkschaften, die zu dem zu dem Protest aufgerufen hatten, z&auml;hlten 70.000 Teilnehmer, die Polizei 45.000. Die Gewerkschaften beklagen unter anderem Sparma&szlig;nahmen im &ouml;ffentlichen Dienst und das Ende der 38-Stunden Woche. Auch die Aussetzung von normalerweise in Belgien automatisch stattfindenden Lohnerh&ouml;hungen und die Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahren ab z&auml;hlt zu den Kritikpunkten.<br>\nEs war bereits der vierte nationale Demonstrationstag seit Amtsantritt der liberal-konservativen Regierung von Regierungschef Charles Michel vor zwei Jahren. Im November 2014 waren 100.000 Menschen in Br&uuml;ssel auf die Stra&szlig;e gegangen, im Oktober 2015 waren es 80.000 und im Mai diesen Jahres 60.000. Dabei kam es im Mai zu gewaltsamen Zusammenst&ouml;&szlig;en, bei denen acht Demonstranten und zwei Polizisten verletzt wurden. Die Polizei hatte Wasserwerfer eingesetzt, nachdem Demonstranten Feuerwerksk&ouml;rper auf die Beamten geworfen hatte.<br>\nDie derzeitige Regierung sei die unsozialste der vergangenen 30 Jahre, sagte Gewerkschafter Rudy De Leeuw laut Belga bei einer Kundgebung in der Br&uuml;sseler Innenstadt. Sein Kollege Marc Goblet sprach von der M&ouml;glichkeit eines Generalstreiks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/zehntausende-demonstrieren-in-bruessel-gegen-sparplaene-der-regierung-a-1114562.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Bank &ndash; aufspalten und abwickeln<\/strong><br>\n&ldquo;Merkels Versprechen, dass die Steuerzahler nicht f&uuml;r den Zombie Deutsche Bank zahlen m&uuml;ssen, ist unglaubw&uuml;rdig. Die Deutsche Bank ist die gef&auml;hrlichste Bank der Welt und zu gro&szlig; und vernetzt zum Scheitern. Das Abwicklungsregime der EU w&uuml;rde unter Verweis auf die Bedrohung der Finanzstabilit&auml;t nicht greifen&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi (DIE LINKE) die Berichte &uuml;ber einen angeblichen Notfallplan f&uuml;r die Deutsche Bank. Das Mitglied im Ausschuss f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung (ECON) sowie der Banking Union Working Group des Europ&auml;ischen Parlaments weiter:<br>\n&ldquo;Jetzt r&auml;cht sich, dass die Bundesregierung, sowie die franz&ouml;sische Regierung bzw. die Mehrheitsfraktionen im Europ&auml;ischen Parlament, eine durchgreifende Trennung von Universalbanken in Investmentbanking und seri&ouml;ses Kredit- und Einlagengesch&auml;ft weiterhin blockieren. Dies ist aber erforderlich, um das Investmentbanking ohne Finanzkrise wie bei Lehman Brothers in die Pleite zu schicken. Nur so l&auml;sst sich die Haftung der Eigent&uuml;mer und Gl&auml;ubiger von Banken im Rahmen der Bankenunion durchzusetzen. Denn die Deutsche Bank verstaatlicht sich im Zweifel selbst und subventioniert mit der impliziten Staatsgarantie der Steuerzahler ihr Investmentbanking und ihre kriminelle Energie.&rdquo;<br>\nDe Masi abschlie&szlig;end: &ldquo;Die Bundesregierung hat str&auml;flich versagt und bereits nach der Teilverstaatlichung der Commerzbank Gesch&auml;fte mit Steueroasen und die unseri&ouml;se Gesch&auml;ftspolitik weiter laufen lassen. Die EU-Kommission will im Rahmen der Kapitalmarktunion sogar jene Verbriefungen wieder f&ouml;rdern, die der Deutschen Bank eine Milliardenstrafe aus New York bescheren. &Ouml;ffentliche Gelder darf es daher nur f&uuml;r gesunde Kernbanken unter &ouml;ffentlicher Regie und bei strikter Regulierung der Gesch&auml;ftspolitik geben. Die Deutsche Bank muss zerschlagen und die gesunde Rumpfbank unter &ouml;ffentlicher Regie verwertet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/10774.deutsche-bank-aufspalten-und-abwickeln.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Geheimdienst wirft Blasen<\/strong><br>\nDas ist der Mann, der aus der W&auml;rme kommt: Guido M&uuml;ller, bisher Vize-Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), soll demn&auml;chst f&uuml;r den Bundestag die Geheimdienste kontrollieren. M&uuml;ller, das ist ein Tarn-Name, in Wahrheit hei&szlig;t er Schmidt oder Meier oder so, und kommt aus der W&auml;rme der Amtsstuben: Nahtlos schlich er sich aus dem Wehrdienst in eine d&uuml;stere &bdquo;Verwendung&ldquo; im BND, um von dort auf die W&auml;rme-Wartebank des Referatsleiters im Bundeskanzleramt &ndash; zust&auml;ndig f&uuml;r Fragen der Exportkontrolle, Proliferation, Sicherheit, Cybersicherheit, Controlling, Internationale Organisierte Kriminalit&auml;t sowie Wirtschaftsschutz &ndash; zu wechseln. Doch von diesem sch&ouml;nen Posten musste er zur&uuml;ck in den Dienst der Dienste: Als der NSA-Untersuchungsausschuss drohte, ausger&uuml;stet mit den Edward-Snowden-Unterlagen, h&auml;tte er doch glatt befragt werden k&ouml;nnen. Da turnte der Mann geschwind vom Kanzleramt zur&uuml;ck zum BND und wurde wieder Geheimnistr&auml;ger, also unbefragbar.<br>\nDie deutschen Geheimdienste: Ein einziges gro&szlig;es Sumpfgebiet. Gegr&uuml;ndet von den US-Geheimdiensten mit tatkr&auml;ftiger Hilfe bew&auml;hrter Nazis, um die junge Bundesrepublik stramm auf Westkurs zu halten, haben sie Skandal auf Skandal produziert. Manchmal warf der Sumpf Blasen, giftige Ger&uuml;che stiegen an die Oberfl&auml;che und erreichten sogar eine gewisse &Ouml;ffentlichkeit. Aber erstmalig mit dem NSA-Skandal waren selbst die braven deutschen Medien kurzzeitig erstaunt. Eine solch stramme US-F&uuml;hrung der Regierung am kurzen Z&uuml;gel, wer h&auml;tte das gedacht? Alle, die bei Verstand waren, also wenige: &bdquo;Der BND hat die deutsche Regierung aktiv beeinflusst, um die Gesetze &uuml;ber die Privatsph&auml;re langfristig aufzuweichen, damit es bessere M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Austausch von geheimdienstlichen Informationen gibt&ldquo; (zitiert aus den Snowden Dokumenten).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/der-geheimdienst-wird-nass.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ministerin: Kampfbataillon steht 2017 bereit<\/strong><br>\nDie deutschen Kampftruppen, die als Teil eines Nato-Plans zur Abschreckung Russlands nach Litauen verlegt werden, sollen im ersten Halbjahr des kommenden Jahres einsatzbereit sein. &ldquo;Das Bataillon wird im Fr&uuml;hjahr 2017 aufwachsen und soll noch im ersten Halbjahr einsatzbereit sein&rdquo;, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. &ldquo;Wir liegen gut im Zeitplan.&rdquo; Die Nato hatte bei ihrem Gipfeltreffen im Juli in Warschau beschlossen, als Konsequenz aus der Ukraine-Krise erstmals gr&ouml;&szlig;ere Truppenverb&auml;nde in Osteuropa zu stationieren. Die multinationalen Bataillone unter F&uuml;hrung der USA, Gro&szlig;britanniens, Deutschlands und Kanadas sollen wie Stolperdr&auml;hte funktionieren und Russland von Angriffen auf Polen und die baltischen Staaten abhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ministerin-Kampfbataillon-steht-2017-bereit-article18746036.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Ein unfassbares Spiel mit dem Feuer. Aber die Presse schreit weiterhin, Russland z&uuml;ndele in Syrien und anderswo. Haben wir denn GAR NICHTS aus beiden Weltkriegen gelernt? Wer hat denn die Kriege in Jugoslawien mit v&ouml;lkerrechtswidriger Bombardierung 1999 befeuert? Wer griff in Afghanistan 2003, Irak 2006, Libyen, Syrien etc. als erster ohne UN-Mandat an? Die NATO ist zu einem kriegerischen Zusammenschluss konzerngeleiteter Interessen verkommen, anders ist dieser Wahnwitz nicht mehr zu verstehen. Mir graust vor der Zukunft, deren Entwicklung angesichts oder gar trotz der apathischen Abwartehaltung unserer Bev&ouml;lkerung eigentlich jedem Angst und Bange machen m&uuml;sste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Zuckerbrot f&uuml;r Diktaturen&rdquo;<\/strong><br>\nDie EU tue alles, um Asylsuchende von Europa fernzuhalten, ist der Gr&uuml;nder des italienischen Fl&uuml;chtlingsrates Christopher Hein &uuml;berzeugt. Dies geschehe nach dem Vorbild des T&uuml;rkei-Deals. Hein kritisiert, dass dabei auch Gelder an Diktaturen in Afrika flie&szlig;en.<br>\nChristopher Hein nennt es &ldquo;besorgniserregend&rdquo;, dass beispielsweise Italien auch auf Druck der EU damit begonnen habe, Sudanesen zwangsweise in ihre Heimat zur&uuml;ckzuschicken &ndash; &ldquo;ohne ein Asylgesuch entgegenzunehmen und schon gar nicht ein Asylgesuch zu pr&uuml;fen&rdquo;. Die EU wolle Vereinbarungen mit afrikanischen L&auml;ndern wie &Auml;gypten treffen:<br>\n&ldquo;Die ganze Linie seit dem Abkommen mit der T&uuml;rkei im M&auml;rz geht darauf hin, blo&szlig; alles zu machen, dass die Fl&uuml;chtlinge keine M&ouml;glichkeit mehr haben, nach Europa reinzukommen, oder dass sie solch schlechte Bedingungen hier vorfinden, dass sie lieber davon Abstand nehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/folgen-des-fluechtlingsabkommens-mit-der-tuerkei-zuckerbrot.1008.de.html?dram:article_id=367165\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>IGB kritisiert Freihandel mit afrikanischen Staaten<\/strong><br>\nAlle reden von CETA und TTIP, kaum pr&auml;sent sind dagegen in der &Ouml;ffentlichkeit die Freihandelsvertr&auml;ge, die die EU vor allem mit ehemaligen Kolonien ihrer Mitgliedstaaten in Asien, im Pazifik-Raum und in Afrika abschlie&szlig;t. Mitte September hat das EU-Parlament erneut ein solches Abkommen zwischen der EU und sechs L&auml;ndern des s&uuml;dlichen Afrikas &ndash; S&uuml;dafrika, Botswana, Namibia, Swasiland, Lesotho und Mozambik &ndash; ratifiziert. Mit Partnerschaft auf Augenh&ouml;he haben diese &bdquo;Economic partnership agreements&ldquo; (EPA) wenig zu tun &ndash; vielmehr nutzt der Freihandel vor allem dem wirtschaftlich st&auml;rkeren Partner, also der EU. W&auml;hrend die afrikanischen Staaten f&uuml;r ihre Exportg&uuml;ter, vor allem Rohstoffe oder landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kakao, nur geringe Preise erreichen, bedrohen mit dem Wegfall der Z&ouml;lle billige Massenwaren und subventionierte Lebensmittel aus der EU die Wirtschaft und die Arbeitspl&auml;tze in den afrikanischen Staaten. Um Afrikas L&auml;nder in diese Abkommen zu dr&auml;ngen, legt die EU gern die Daumenschrauben an. Den L&auml;ndern des s&uuml;dlichen Afrikas hat sie ein Ultimatum gesetzt. Sollten sie bis Oktober das Abkommen nicht ratifizieren, will die EU bestehende Handelsbeg&uuml;nstigungen entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6d0e38a0-83ea-11e6-9c59-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum Dobrindts Maut nie kommen wird<\/strong><br>\nDiskussionen mit dem Verkehrsminister k&ouml;nnen eine Freude sein: Anders als das Bild von Alexander Dobrindt in der &Ouml;ffentlichkeit vermuten l&auml;sst, ist der CSU-Mann ein &uuml;beraus kluger und sehr strategisch denkender Politiker. Es d&uuml;rfte kaum ein halbwegs relevantes politisches Thema geben, zu dem er nicht alle m&ouml;glichen Szenarien durchgespielt hat.<br>\nEs muss f&uuml;r Dobrindt deshalb innerlich eine echte Qual sein, nach au&szlig;en noch immer so zu tun, als sei in Sachen Ausl&auml;nder-Maut alles auf gutem Wege. Dieses &ldquo;Wird schon&rdquo; fu&szlig;t auf folgender Argumentation:<br>\nMein Gesetz ist mit dem Europarecht vereinbar. Deshalb wird der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH), den die EU-Kommission nun angerufen hat, meine Einsch&auml;tzung auch best&auml;tigen. Und weil die Maut bereits im Gesetzblatt steht, wird sie fr&uuml;her oder sp&auml;ter auch kommen. Dobrindts zur Schau gestellte oberbayerische Entspanntheit gleicht allerdings Autosuggestion im Endstadium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/maut-plaene-von-alexander-dobrindt-werden-nie-umgesetzt-a-1114581.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Finanzminister im Atom-Blindflug<\/strong><br>\nIn seinen Reden zieht Bundesfinanzminister Sch&auml;uble (CDU) gern gegen die Steuervermeidungstricks gro&szlig;er Konzerne zu Felde. Bei Eon, RWE und EnBW jedoch dr&uuml;ckt er bisher beide Augen zu. Dabei sind die AKW-Betreiber drauf und dran, den Fiskus um fast 800 Millionen Euro zu prellen. Ihr Trick: Weil die Brennelemente-Steuer Ende 2016 wegfallen soll, setzen sie dieses Jahr weit weniger frische Brennelemente in ihre AKW ein als eigentlich n&ouml;tig. Anfang 2017 machen sie daf&uuml;r in allen Reaktoren den Deckel ein zweites Mal auf, um &bdquo;vollzutanken&ldquo; &ndash; dann jedoch (so hoffen sie zumindest) schon steuerfrei.<br>\n.ausgestrahlt hat diesen Steuertrick der AKW-Betreiber &ouml;ffentlich gemacht, mehrere Medien haben das Thema aufgegriffen. Nicht nur die FinanzpolitikerInnen der Regierung m&uuml;ssen sich nun fragen lassen, ob sie solche Einnahmeausf&auml;lle in hoher dreistelliger Millionenh&ouml;he einfach unbeachtet lassen k&ouml;nnen. Zumal neue Zahlen belegen, dass sich Finanzminister Sch&auml;uble von den Atom-Konzernen weiterhin an der Nase herumf&uuml;hren l&auml;sst. Denn sein Ministerium rechnet f&uuml;r 2016 noch immer offiziell mit Einnahmen von 1,1 Milliarden Euro (!) aus der Brennelemente-Steuer. Tats&auml;chlich eingegangen sind bis Ende August jedoch nur ganze 294 Millionen Euro &ndash; und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt sieben der acht AKW ihren diesj&auml;hrigen Brennelemente-Wechsel schon hinter sich hatten.<br>\nUm das Steuerschlupfloch zu stopfen, m&uuml;sste die Bundesregierung lediglich beschlie&szlig;en, die Brennelemente-Steuer auch &uuml;ber 2016 hinaus zu erheben. In einem gemeinsamen offenen Brief forderten .ausgestrahlt, BUND und Umweltinstitut M&uuml;nchen vor zehn Tagen die zust&auml;ndigen Minister und Fraktionsvorsitzenden von CDU\/CSU und SPD auf, eine entsprechende Gesetzes&auml;nderung auf den Weg zu bringen. Zugleich machten zahlreiche AtomkraftgegnerInnen mit Aktionspostkarten Druck bei der SPD. Das blieb nicht ohne Wirkung: Die Umwelt-PolitikerInnen der Fraktion sprachen sich vergangene Woche klar f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Brennelemente-Steuer aus und beauftragten drei Abgeordnete, sich der Sache anzunehmen &ndash; ein erster kleiner Erfolg. Umso wichtiger, dass der &ouml;ffentliche Druck nun nicht nachl&auml;sst. .ausgestrahlt bleibt dran &hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/brennelemente-steuer\/dossier\/\">Aktualisiertes .ausgestrahlt-Dossier zum Steuerschlupfloch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/brennelemente-steuer\/offener-brief\/\">Offener Brief zur Verl&auml;ngerung der Brennelemente-Steuer<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5342786\">taz-Artikel zum Thema<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sch&ouml;nrechnen f&uuml;r Fortgeschrittene<\/strong><br>\nDer geheime Pr&uuml;fbericht des Bundesrechnungshofs offenbart, wie der Bahnvorstand die Kosten f&uuml;r den Tiefbahnhof Stuttgart 21 sch&ouml;nrechnet. Das Projekt droht, die Deutsche Bahn in den finanziellen Abgrund zu rei&szlig;en. Bundesverkehrsminister Dobrindt will den staatseigenen Konzern mit 2,4 Milliarden Euro unterst&uuml;tzen.<br>\nKreative Buchf&uuml;hrung ist Teil des Gesch&auml;fts. Etwa bei Drogendealern und Zuh&auml;ltern, die Gelder damit reinwaschen. Selbst klamme Staaten frisieren Bilanzen, um bei Gl&auml;ubigern besser dazustehen. Doch nicht nur Krisenl&auml;nder und skrupellose Kriminelle nutzen laxe Gesetze und Kontrollen zu ihrem Vorteil. Trickreiche Zahlenakrobatiker sind auch im Berliner Bahntower zugange. Deren Methoden offenbart der geheime Pr&uuml;fbericht des Bundesrechnungshofs (BRH) zu Stuttgart 21.<br>\nIn dem Bericht, der vergangene Woche publik wurde und Kontext vorliegt, sieht die unabh&auml;ngige Beh&ouml;rde &ldquo;zahlreiche Anhaltspunkte&rdquo; daf&uuml;r, dass die seit Anfang 2013 offiziell auf knapp sechs Milliarden Euro taxierten Baukosten des Tiefbahnhofs &ldquo;bis zum geplanten kaufm&auml;nnischen Projektabschluss im Jahre 2025 nicht unerheblich &uuml;berschritten werden&rdquo; k&ouml;nnten. Im sogenannten Gesamtwerteumfang (GWU) Stand 2013 seien &ldquo;ann&auml;hernd 2 Mrd. Euro Projektrisiken und Kosten, die im wirtschaftlichen Zusammenhang mit Stuttgart 21 stehen, nicht abgebildet&rdquo;. Nicht enthalten seien &ldquo;zudem etwa 1 Mrd. Euro Herstellungskosten in Form von Bauzeitzinsen, die zu aktivieren sind&rdquo;, so die Rechnungspr&uuml;fer.<br>\nWelche Tricks der Bahnvorstand anwandte, um im Fr&uuml;hjahr 2013 trotz offensichtlichen, dramatischen &ldquo;Risiken&rdquo; gr&uuml;nes Licht vom Aufsichtsrat f&uuml;r den Weiterbau von Stuttgart 21 zu bekommen, zeichnet der BRH detailliert nach.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/287\/schoenrechnen-fuer-fortgeschrittene-3898.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weiter so kontraproduktiv<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sorgte sich letzte Woche. Der erstarkende rechte Geist in der Gesellschaft w&uuml;rde den Aufschwung aufs Spiel setzen. Nun muss man ja zun&auml;chst mal fragen: Welcher Aufschwung denn? Dass so viele B&uuml;rger ins Fahrwasser von AfD und Pegida geraten, hat ja gerade damit zu tun, dass sie nicht aufschwingen, d.h. nicht teilhaben k&ouml;nnen, daher wirtschaftlich benachteiligt sind. Und als zweite Frage dr&auml;ngt sich auf: Wieso sorgt man sich aufgrund eines solchen kontraproduktiven Verhaltens? Nicht nur die Bundesregierung, auch Zeitungen und B&uuml;rger &auml;u&szlig;ern sich diesbez&uuml;glich besorgt. Sie begreifen einfach nicht, wie man in einer ohnehin miesen Konstellation etwas tut, was die Lage versch&auml;rft und nicht etwa entspannt. Dabei hat so ein sch&auml;dliches Verhalten doch mittlerweile Tradition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1027165.weiter-so-kontraproduktiv.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>9\/11 Schadensersatz: US-Kongress &uuml;berstimmt Pr&auml;sidentenveto<\/strong><br>\nDer US-Kongress hat das Veto von Pr&auml;sident Barack Obama gegen Schadensersatzklagen von Angeh&ouml;rigen der 9\/11-Opfer gegen Saudi-Arabien abgelehnt. Am Mittwoch stimmte der Senat mit 97 zu einer Stimme zum ersten Mal in seiner Amtszeit gegen ein Veto des Pr&auml;sidenten. Am 23. September hatte Obama aus Gr&uuml;nden der Staatssicherheit ein Gesetz abgelehnt, das Hinterbliebenen der Terroranschl&auml;ge vom 11. September 2001 Klagen gegen Saudi-Arabien erlaubt. Saudi-Arabien gilt als Verb&uuml;ndeter der USA. Der Kongress nimmt mit der historischen Entscheidung keine R&uuml;cksicht auf au&szlig;enpolitische Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2016\/09\/29\/1s256505.htm\">CRI online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Den Westen&rdquo; k&ouml;nnte es bald nicht mehr geben &ndash; Ein Gastbeitrag von Joschka Fischer<\/strong><br>\nOffensichtlich sind die Fundamente der westlichen Welt &ndash; Europa, Transatlantismus und Westbindung &ndash; ins Rutschen geraten, ohne dass die m&ouml;glichen Konsequenzen dieser Entwicklung bisher wirklich wahrgenommen wurden.<br>\nF&uuml;hrende Nationen der westlichen Welt werden in diesem und im kommenden Jahr Entscheidungen treffen, die den &ldquo;Westen&rdquo;, so wie man ihn seit Jahrzehnten kennt, fundamental ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Erstens der bereits beschlossene Brexit, also der Austritt Gro&szlig;britanniens aus der Europ&auml;ischen Union. Zweitens die amerikanische Pr&auml;sidentschaftswahl, wenn denn Donald Trump am Ende gewinnen sollte. Und drittens Frankreich: Das Land k&ouml;nnte sich im Fr&uuml;hjahr 2017 f&uuml;r eine Pr&auml;sidentin Marine Le Pen und damit gegen Europa entscheiden. (&hellip;)<br>\nOffensichtlich sind die Fundamente der westlichen Welt &ndash; Europa, Transatlantismus und Westbindung &ndash; ins Rutschen geraten, ohne dass die m&ouml;glichen Konsequenzen dieser Entwicklung bisher wirklich wahrgenommen wurden.<br>\nGro&szlig;britannien hat sich in genau dem historischen Moment gegen die Europ&auml;ische Union und damit faktisch gegen eine europ&auml;ische Friedensordnung entschieden, die auf Integration und Zusammenarbeit und einen gemeinsamen Markt und Rechtsraum in Europa gr&uuml;ndet, in dem diese Friedensordnung von innen und au&szlig;en unter schwerstem Druck steht. Von innen durch einen in fast allen Mitgliedstaaten erstarkenden Nationalismus und von au&szlig;en durch russische Gro&szlig;machtpolitik und deren Alternativmodell einer &ldquo;Eurasischen Union&rdquo;.<br>\nDies Modell bedeutet nichts anderes als die Restauration russischer Vorherrschaft in Osteuropa. Beide Kr&auml;fte zielen zudem auf die Zerst&ouml;rung jener Friedensordnung namens EU. Ohne Gro&szlig;britannien, den traditionellen Garanten europ&auml;ischer Friedensordnungen, wird diese ohne jeden Zweifel schw&auml;cher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussenansicht-die-fundamente-rutschen-1.3183134\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Fischer stellt in seinem Artikel die Verh&auml;ltnisse auf den Kopf. Die EU als Reich des Friedens bedroht von Russland und Merkel als Garant der europ&auml;ischen Stabilit&auml;t. Der schlimmste Alptraum f&uuml;r Fischer, eine Ann&auml;herung an Russland. Wenn man Fischers Text liest, fragt man sich, von welchem US-Think Tank er wohl geschrieben wurde.<br>\nWenn jemand f&uuml;r die Krise Europas verantwortlich ist, ist es Merkel. Verlogener geht es nicht. Joschka Fischer ist wie immer im Auftrag der transatlantischen Eliten unterwegs und ein Symbol daf&uuml;r, wo die Gr&uuml;nen gelandet sind. Wenn Fischer f&uuml;r Merkel als Kanzlerin wirbt, wei&szlig; man, welche Rolle Merkel f&uuml;r die US-Eliten spielt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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