{"id":35260,"date":"2016-09-30T17:23:36","date_gmt":"2016-09-30T15:23:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260"},"modified":"2016-09-30T17:23:36","modified_gmt":"2016-09-30T15:23:36","slug":"hinweise-des-tages-ii-266","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h01\">Teurer Lobbyismus: Milliardengeschenke f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h02\">Die Lohnpolitik bleibt &uuml;berfordert &ndash; Eine Replik auf Gustav Horn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h03\">Sparen geht an die Substanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h04\">Warum Staatsverschuldung die zuk&uuml;nftigen Generationen nicht (finanziell) belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h05\">Flexi-Rente soll die Menschen zu l&auml;ngerem Arbeiten ermutigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h06\">Altersarmut? Welche Altersarmut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h07\">Neues Erbschaftsteuergesetz: F&uuml;r die Konzernerben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h08\">Sozialisten zerlegen sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h09\">Bundeswehr beschafft Nano-Drohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h10\">Drei Jahre neue Weltpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h11\">Brutalste Heuchelei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h12\">Suspected US drone strike targeting Isis killed civilians in Afghanistan, UN says<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h13\">&raquo;Eigenartige Bundesgenossen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h14\">T&uuml;rkei zieht Schrauben der Unterdr&uuml;ckung weiter an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h15\">F&uuml;r 300.000 Euro in den Schengen-Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h16\">Viele M&auml;dchen werden auf der Flucht zur Prostitution gezwungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h17\">Wider die schrecklichen Vereinfacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35260#h18\">Hydrogeologe Clemens Messerschmid aus Ramallah auf Deutschlandtour<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Teurer Lobbyismus: Milliardengeschenke f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nMindestens zehn Milliarden Euro hat der deutsche Staat Milliard&auml;ren, Banken und Beratern &uuml;berwiesen &ndash; ohne Gegenleistung. Alles ganz legal, sagen die und berufen sich auf ein Gesetz von 2007, das diese so genannten Cum-Ex-Gesch&auml;fte legalisiert habe. MONITOR deckt auf: Der entscheidende Teil der Gesetzesbegr&uuml;ndung wurde aus einem Lobbypapier der Banken &uuml;bernommen. Und das von einem Ministeriumsmitarbeiter, der zumindest zeitweise auch von den Banken selbst bezahlt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-teurer-lobbyismus-milliardengeschenke-fuer-superreiche-100.html\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Lohnpolitik bleibt &uuml;berfordert &ndash; Eine Replik auf Gustav Horn<\/strong><br>\nDer Beitrag der Lohnpolitik zur Entstehung und Persistenz der Eurokrise ist Gegenstand einer intensiven Debatte. Zwei Beitr&auml;ge von Gustav Horn, dem wissenschaftlichen Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans B&ouml;ckler Stiftung, nehme ich nachfolgend zum Anlass einer Replik.<br>\nAber zun&auml;chst &ndash; ist die Vehemenz, mit der die Lohnpolitik im Euroraum seit einigen Jahren debattiert wird, nicht bemerkenswert? Wie k&ouml;nnen sich Fachleute nur so herzhaft streiten, die doch letztlich alle irgendwie zu dem Ergebnis gelangen, dass die deutsche Lohnentwicklung seit Einf&uuml;hrung des Euro zu moderat war und dass es einer expansiveren Lohnentwicklung bedarf, wenn Deutschland einen Beitrag zur Entspannung der makro&ouml;konomischen Ungleichgewichte im Euroraum leisten will? Um das zu verstehen, muss man die N&auml;he einiger Debattenteilnehmer zu den Gewerkschaften in Rechnung stellen und erkennen, wie tief einige der Fragen, die sich angesichts der Vorg&auml;nge im Euro stellen, in das gewerkschaftliche Selbstverst&auml;ndnis schneiden.<br>\nGeht es doch um Fragen wie diese: Tragen die deutschen Gewerkschaften eine Mitverantwortung daf&uuml;r, dass sich der Euro am Rande des Kollapses bewegt? Haben sie, die deutschen Gewerkschaften, vor der Euro-Gr&uuml;ndung pro-europ&auml;isch geblinkt, um dann aber, sobald der Euro da war, merkantilistisch abzubiegen? Haben sie ihre europ&auml;ischen Schwestergewerkschaften durch gezielten Export von Arbeitslosigkeit &uuml;ber den Tisch gezogen und ist das Gerede von der transnationalen Solidarit&auml;t daher nur Fassade? Ja, tr&auml;gt man letztlich sogar Mitschuld an den quer &uuml;ber den Kontinent aufflammenden populistisch-nationalistischen Abwehrreaktionen, die man doch so verachtet? L&auml;sst man die Brisanz dieser Fragen auf sich wirken, dann kann eigentlich nicht verwundern, dass die Debatte an der einen oder anderen Stelle hitzig wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/die-lohnpolitik-bleibt-ueberfordert-eine-replik-auf-gustav-horn\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sparen geht an die Substanz<\/strong><br>\nDie Kommunen in Deutschland sind seit Jahren unterfinanziert, gek&uuml;rzt wird deshalb vor allem bei Investionen in Infrastruktur wie Verkehrswege und &ouml;ffentliche Geb&auml;ude. Dieses Sparen an unserer Zukunft k&ouml;nnen wir uns nicht leisten, sagt der DGB. Klar ist: Die Kommunen brauchen mehr Geld vom Bund, um ihre Aufgaben erf&uuml;llen k&ouml;nnen.<br>\nSparen an unserer Zukunft k&ouml;nnen wir uns nicht leisten! Seit 2003 sind die Nettoanlageinvestitionen (Bruttoinvestitionen abz&uuml;glich Abschreibungen) der Kommunen negativ. Das hei&szlig;t: Wir leben von der Substanz. Folge: Der Staat baut sein &ouml;ffentliches Verm&ouml;gen ab statt es auf- und sogar auszubauen. Der Investitionsr&uuml;ckstand liegt laut KfW-Kommunalpanel 2016 inzwischen bei 136 Milliarden Euro. Besonders betroffen ist die Stra&szlig;en- und Verkehrsinfrastruktur mit rund 35 Milliarden Euro und der Schul- und Bildungsbereich mit 34 Milliarden Euro. Wie eine aktuelle Sonderauswertung des Kommunalpanels zeigt, sank der Anteil der kommunalen Bauausgaben f&uuml;r Schulen in 2015 auf ca. 25 Prozent &ndash; 1995 waren es noch 45 Prozent (siehe Abbildung).\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160930_DGB.gif\" alt=\"DGB: Kommunale Ausgaben f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen in Schulen\" title=\"DGB: Kommunale Ausgaben f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen in Schulen\"><\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich investiert Deutschland unterdurchschnittlich und gef&auml;hrdet damit seine Zukunftsf&auml;higkeit. Gut ausgestattete Schulen, der Ausbau von Ganztagsschulen, neue Baukonzepte im Rahmen der Inklusion und der Integration von Gefl&uuml;chteten sind die Schl&uuml;ssel f&uuml;r erfolgreiche Bildungsabschl&uuml;sse. Gerade in unserem rohstoffarmen Land kommt es auf gut ausgebildete &bdquo;Denker und Dichter&ldquo; an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5d76fbc6-86f0-11e6-90e4-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Deutschlands wahnwitzige Rekordfahrt<\/strong><br>\nDeutschland ist auf Rekordkurs. Das Land wird 2016 gem&auml;ss Sch&auml;tzungen des M&uuml;nchner Ifo-Instituts voraussichtlich einen Leistungsbilanz-&Uuml;berschuss von 310 Milliarden Dollar erreichen. [&hellip;]<br>\nDamit baut Deutschland laufend h&ouml;here Forderungen gegen&uuml;ber dem Rest der Welt auf. Und das sind leider nicht nur eintr&auml;gliche Forderungen, denn die &Uuml;berschuss-Ersparnisse flossen in den vergangenen Jahren &uuml;ber das deutsche Bankensystem zu einem grossen Teil in allerlei zweifelhafte Anlagen: Amerikanische Subprime-Kredite, spanische Immobilienhypotheken, Forderungen gegen&uuml;ber dem Bankensystem Griechenlands, Portugals und Italiens, Forderungen bei Gl&auml;ubigern in Grossbritannien, Brasilien, der T&uuml;rkei, S&uuml;dafrika, und so weiter.<br>\nInnerhalb der Europ&auml;ischen Union gilt eigentlich die allgemein akzeptierte Regel, dass hohe Leistungsbilanz-Ungleichgewichte die Stabilit&auml;t des Wirtschaft- und Finanzsystems gef&auml;hrden. Der maximal tolerierte Leistungsbilanz-&Uuml;berschuss wurde innerhalb der EU vor wenigen Jahren auf 6 Prozent des BIP limitiert.<br>\nDeutschland liegt mit 8,9 Prozent des BIP massiv &uuml;ber diesem Wert. Die EU-Kommission, genau wie der IMF, weist regelm&auml;ssig (zum Beispiel hier) auf den zu hohen Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands hin. In Berlin st&ouml;sst die Kritik freilich auf taube Ohren. Doch mal von der Kritik aus Br&uuml;ssel und Washington sowie von den Gefahren f&uuml;r die internationale Systemstabilit&auml;t ganz abgesehen: Es ist gar nicht im Interesse der deutschen Bev&ouml;lkerung, dass derart viel Kapital &ndash; 310 Milliarden Dollar in einem Jahr &ndash; aus dem Land fliesst. Daher ist ganz wichtig: Ein hoher Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands bedeutet nicht einfach, dass deutsche Produkte auf dem Weltmarkt so wahnsinnig gefragt sind. Er bedeutet vor allem auch, dass Deutschland viel zu viel spart und zu wenig investiert.<br>\nDer horrende Kapitalabfluss bedeutet n&auml;mlich nichts anderes, als dass die deutsche Bev&ouml;lkerung die Fr&uuml;chte ihrer eigenen, harten Arbeit nicht voll geniessen kann. Die L&ouml;sung w&auml;re simpel: mehr Investitionen und mehr Konsum im Inland. [&hellip;]<br>\nBesonders aber der Staat, die Bundesl&auml;nder, die St&auml;dte und die Gemeinden h&auml;tten einen enormen Bedarf an Infrastruktur-Investitionen im Inland. Schulen, Bahnlinien, Br&uuml;cken, Strassen, Flugh&auml;fen: Deutschlands Infrastruktur ist l&auml;ngst nicht in glanzvollem Zustand. Nur etwas steht dem im Weg: Der krampfhafte Wille der Bundesregierung, im Haushaltsbudget eine &laquo;schwarze Null&raquo; respektive sogar einen &Uuml;berschuss zu erzielen. Das ist absurd. Wenn jemand in der aktuellen Lage nicht auf Teufel komm raus sparen muss, dann ist es der deutsche Staat. Die inl&auml;ndischen Privathaushalte sparen schon mehr als genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/40510\/deutschlands-wahnwitzige-rekordfahrt\/\">Blog Tagesanzeiger<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Staatsverschuldung die zuk&uuml;nftigen Generationen nicht (finanziell) belastet<\/strong><br>\nDiese Behauptung, dass Staatsschulden zuk&uuml;nftige Generationen belasten, entbehrt der Logik, oder besser noch, sie ignoriert die Grundlagen der doppelten Buchf&uuml;hrung. Die Schulden des Staates sind die Verm&ouml;gen der Haushalte und Unternehmen, denn diese besitzen ja die Staatsanleihen und vererben sie auch weiter. [&hellip;]<br>\nWir halten also fest: zus&auml;tzliche Staatsanleihen belasten zuk&uuml;nftige Generationen nicht. Ob sie eine Umverteilungswirkung haben, h&auml;ngt davon ab, wie der Staat das Geld verwendet. Gleichzeitig werden mit den Staatsausgaben aber sinnvolle Projekte finanziert, f&uuml;r welche die zuk&uuml;nftigen Generationen sicherlich insgesamt sehr dankbar sein werden: ein kostenloses Bildungswesen, Polizei und Justiz, Verkehrsinfrastruktur, ein bezahlbares Gesundheitswesen, usw. Davon profitieren in gro&szlig;em Ma&szlig;e auch die Unternehmen. Der ein oder andere negative Fall (Hauptstadt-Flughafen, Stuttgart 21) ist zwar &auml;rgerlich, f&auml;llt in der historischen Sicht aber nicht gro&szlig; ins Gewicht.<br>\nEin weiterer Vorteil von mehr Staatsausgaben und h&ouml;herer Staatsverschuldung ist, dass die Sparer mehr sichere Verm&ouml;gensanlagen haben. Staatsanleihen entwerten sich nicht wie Aktien oder Immobilien, und wer im Alter auf der sicheren Seite sein m&ouml;chte und nicht spekulieren will, ist nicht gezwungen, mit Produkten der Finanzindustrie private Altersvorsorge zu betreiben, bei denen Provisionen und Geb&uuml;hren die Auszahlungen vermindern.<br>\nJ&ouml;rg Asmussen, inzwischen bei der Investmentbank Lazard, schreibt zusammen mit dem hessischen Finanzminister dazu gerade im Tagesspiegel:\n<blockquote><p>&bdquo;Kapitalgedeckte Altersvorsorge ist im Vergleich zum Umlageverfahren weniger demografieanf&auml;llig.  Hier finanzieren die heutigen Beitragszahler nicht die heutigen Rentner.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist allerdings ausgemachter Unsinn. Sollte durch &bdquo;die Demographie&ldquo;, was nach den j&uuml;ngsten Spr&uuml;ngen bei der Geburtenrate und der erh&ouml;hten Immigration bezweifelt werden muss, das Bruttoinlandsprodukt sinken, dann wird der zu verteilende Kuchen kleiner. Daran &auml;ndert auch eine kapitalgedeckte Altersvorsorge nichts. Diese bestimmt nur, wie hoch die Kaufkraft der &auml;lteren Generation ist, nicht aber die Gr&ouml;&szlig;e des Kuchens. Welches Verfahren auch immer gew&auml;hlt wird, die junge Generation verzichtet immer auf ein St&uuml;ck vom Kuchen f&uuml;r die &auml;ltere Generation.<br>\nDie Frage stellt sich freilich f&uuml;r den Bankenstandort Frankfurt anders. Die Tatsache, dass bei der kapitalgedeckten Altersvorsorge Gewinne f&uuml;r Banken, Versicherungen und die Finanzbranche anfallen, sie beim Umlageverfahren aber leer ausgehen, beeinflusst die &bdquo;Analyse&ldquo; der &bdquo;Frankfurter&ldquo; sicher ganz enorm. Aus dieser Perspektive gesehen, ergibt der Artikel im Tagesspiegel durchaus einen Sinn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/warum-staatsverschuldung-die-zukuenftigen-generationen-nicht-finanziell-belastet\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Flexi-Rente soll die Menschen zu l&auml;ngerem Arbeiten ermutigen<\/strong><br>\nDie Opposition ist sich sicher, dass die viel zu komplizierte Teilrente ins Leere laufen d&uuml;rfte. Die Linke und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen bem&auml;ngelten in der Bundestagsdebatte zum Gesetzentwurf zur Flexi-Rente zudem, dass es kein Teilrentenangebot ab dem 60. Lebensjahr geben soll. Sprecher der Regierungsparteien zeigten sich mit den Regelungen sehr zufrieden. Die Union kritisierte in der Debatte die einseitige Debatte &uuml;ber die H&ouml;he des Rentenniveaus. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Matthias W. Birkwald von der Links-Fraktion und Markus Kurth von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen d&uuml;rfte die Koalition mit ihrem Flexi-Rentenmodell ins Leere laufen. Dies vor allem deshalb, weil es erst ab einem Alter von 63 Jahren greife und Menschen ab dem 60. Lebensjahr v&ouml;llig au&szlig;er Acht lasse, obwohl bereits ab dieser Altersstufe viele Menschen nicht mehr voll arbeiten k&ouml;nnten.<br>\nDie Teilrente ist nach Ansicht der beiden Oppositionsparteien viel zu kompliziert ausgestaltet worden. &bdquo;Die Teilrente ist mit gr&ouml;&szlig;ter Sorgfalt zu genie&szlig;en&ldquo;, warnte Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Linksfraktion.<br>\nEr begr&uuml;&szlig;te allerdings ein mit der Flexi-Rente verbundenes Vorhaben, dass Arbeitnehmer bereits ab dem 50. Lebensjahr die M&ouml;glichkeit haben sollen, durch Sonderzahlungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwartende Rentenabschl&auml;ge ausgleichen zu k&ouml;nnen.<br>\nAllerdings w&uuml;rde es der rentenpolitische Sprecher der Linksfraktion lieber sehen, wenn Arbeitnehmer von Anbeginn an mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen d&uuml;rften. Da sei das Geld sicherer aufgehoben als etwa bei einer Riester-Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/flexi-rente-soll-die-menschen-zu-laengerem-arbeiten-ermutigen-126937.php?link=1\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider ist der inhaltliche Anteil der Opposition sehr gering, obwohl sie berechtigt sein d&uuml;rfte. Die Meinung der Regierungsparteien, die hinter dem Vorhaben stehen, &uuml;berwiegt ganz eindeutig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Altersarmut? Welche Altersarmut!<\/strong><br>\nDie Altersarmut wird wegpropagiert &ndash; je st&auml;rker sie ansteigt, umso heftiger die Gegenpropaganda. &bdquo;Meinungsmache&ldquo; auf erstaunlich breitem Niveau.<br>\nZun&auml;chst zwei Fakten:\n<ol>\n<li>Seit 2003 weist destatis die Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter aus. 2003 waren es 257.734 Bezieher, im Jahr 2014 hatte sich die Zahl auf 512.198 erh&ouml;ht eine Steigerung um 100% in 11 Jahren. Die Zahl der Zulagenberechtigten liegt h&ouml;her. Sozialwissenschaftler sch&auml;tzen die Dunkelziffer zwischen 60% und 100%. Tats&auml;chlich werden also 800.00 bis 1 Million &auml;ltere Menschen ein Einkommen haben, das unter dem Existenzminimum liegt.<br>\nWichtig f&uuml;r die Begrifflichkeit: Wer geringere Eink&uuml;nfte als die Grundsicherung hat, ist von Hunger und Obdachlosigkeit bedroht. Man kann sie auch als absolute Armutsschwelle bezeichnen. Sie betr&auml;gt aktuell im Bundesschnitt f&uuml;r Einzelhaushalte 790&euro;. Ob die Berechtigung zum Empfang dieser Leistung vorliegt, wird penibel amtlich gepr&uuml;ft.<\/li>\n<li>Nach einem EU-einheitlichen Verfahren wird die Armutsgef&auml;hrdungsquote f&uuml;r verschiedene Bev&ouml;lkerungsgruppen ermittelt. Als von Armut bedroht gilt, wer weniger als 60% des mittleren Einkommens erh&auml;lt. Der Anteil der betroffenen Rentner\/-innen und Pension&auml;re\/-innen hat sich in den letzten 10 Jahren von 10,7% auf 15,9%, also um 50% erh&ouml;ht. Die rasante Zunahme f&uuml;hrte dazu, dass 2014 die Quote erstmals &uuml;ber dem Anteil der Gesamtbev&ouml;lkerung (15,6%) stieg. Das waren nahezu 3,5 Millionen Menschen &uuml;ber 65 Jahre.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wichtig f&uuml;r die Begrifflichkeit: Die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle bewertet die Bed&uuml;rfnisse der Menschen nach ihren materiellen, sozialen und kulturellen Bed&uuml;rfnissen. Es handelt sich um eine relative Armutsschwelle, weil sie immer einen Bezug zur soziokulturellen Entwicklung der Gesamtbev&ouml;lkerung hat. Die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle betr&auml;gt aktuell im Bundesdurchschnitt f&uuml;r Einzelhaushalte 990&euro;.<br>\nSoweit die nachvollziehbaren und wissenschaftlich validierbaren Fakten aus realen Entwicklungen (ohne eine Prognoseaussage, dazu weiter unten). Aus diesen Fakten ergibt sich, dass dringender sozialpolitischer Handlungsbedarf gegeben ist. Das ist f&uuml;r die Verteidiger neoliberaler &bdquo;Sozial&ldquo;politik eine Bedrohung, entsprechend wird mit Hilfe der einschl&auml;gigen Leitmedien und in politischen Netzwerken Armut weg bzw. klein argumentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/altersarmut-welche-altersarmut\/\">Seniorenaufstand<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neues Erbschaftsteuergesetz: F&uuml;r die Konzernerben<\/strong><br>\nDie schwarz-rote Koalition beschlie&szlig;t ein neues Erbschaftsteuergesetz. Das soll vor allem Unternehmer bedienen, kritisiert die Linkspartei.<br>\nDas Ringen um die Erbschaftsteuer hat ein Ende &ndash; zumindest f&uuml;r diese Legislaturperiode. Eine Woche nach dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses wurde dieser im Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalition angenommen. Die Opposition stimmte dagegen. Die Linkspartei warf den Gr&uuml;nen Unglaubw&uuml;rdigkeit vor. Gro&szlig;es Interesse an der Diskussion zeigte die Regierungskoalition nicht: Die w&auml;hrend der Abstimmung schon schwach gef&uuml;llten Reihen der Union lichteten sich weiter, als Dietmar Bartsch nach vorn trat. Die SPD war nur mit einer Handvoll Abgeordneter erschienen.<br>\n&bdquo;Am Ende wurden die Forderungen der Unternehmenslobby fast vollst&auml;ndig bedient&ldquo;, kritisierte Bartsch. Als Beispiel nannte er die BMW-Eignerfamilie Quandt, deren Verm&ouml;gen im Jahr 2015 mit 26,5 Milliarden Euro beziffert wurde. Diese Riesenkonzerne seien weiterhin steuerlich beg&uuml;nstigt. Das Ergebnis des Vermittlungsausschusses sieht vor, dass Unternehmensverm&ouml;gen bis zu 26 Millionen Euro quasi steuerfrei vererbt werden k&ouml;nne, wenn die bestehenden Arbeitspl&auml;tze erhalten bleiben. Ab 90 Millionen Euro soll die Steuer schrittweise zunehmen. Aber auch Konzerne mit Milliardenwert lassen sich ohne nennenswerte Steuerbelastung vererben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neues-Erbschaftsteuergesetz\/!5340765\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es werden, wie erw&auml;hnt, Milliarden-Verm&ouml;gen (!!!) steuerlich beg&uuml;nstigt. Und wie glaubw&uuml;rdig ist denn die SPD, die im n&auml;chsten Bundestag eine &ldquo;richtige&rdquo; Erbschaftsteuer beschlie&szlig;en will (mit welchem Partner? sogar Rot-Rot-Gr&uuml;n hat in Umfragen keine Mehrheit und ist bei einem SPD-Vorsitzenden Gabriel blanke Theorie), aber jetzt &ndash; ohne Not! &ndash; dieser krassen Ungerechtigkeit zustimmt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sozialisten zerlegen sich selbst<\/strong><br>\nIm Machtkampf in der PSOE wird Parteichef S&aacute;nchez trickreich aus dem Amt gehievt. Seine Anh&auml;nger bezeichnen das Vorgehen als Putsch. Der Generalsekret&auml;r der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE), Pedro S&aacute;nchez, steht vor dem Aus. Am Mittwochabend traten 17 Mitglieder des Parteivorstandes zur&uuml;ck. Zusammen mit drei bereits vakanten Sitzen, verbleibt weniger als die H&auml;lfte der F&uuml;hrung. Laut Parteistatuten ist dies das automatische Ende von Generalsekret&auml;r S&aacute;nchez. Ein kommissarischer Parteivorstand muss eingerichtet werden, um die PSOE zu einem Sonderparteitag zu f&uuml;hren. S&aacute;nchez m&ouml;chte das noch nicht wahrhaben und will die &Uuml;bergangsphase selbst leiten. Das Wort Putsch macht die Runde.<br>\nEs war die Chronik eines angek&uuml;ndigten Todes. Seit Wochen schreibt die gr&ouml;&szlig;te Tageszeitung des Landes El Pa&iacute;s Leitartikel gegen S&aacute;nchez, der als erster Generalsekret&auml;r in der &uuml;ber 100-j&auml;hrigen Geschichte der PSOE von der Basis direkt gew&auml;hlt worden war. Was El Pa&iacute;s st&ouml;rt: S&aacute;nchez weigerte sich strikt, eine Minderheitsregierung der Partido Popular (PP) unter dem konservativen Ministerpr&auml;sidenten Mariano Rajoy zu dulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politische-Dauerkrise-in-Spanien\/!5340749\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wahnsinn, das gleiche Spiel wie mit Corbyn, mit den gleichen Akteuren, korrupte und verr&auml;terische Mitglieder der Parteioligarchie und die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Jede linke politische Alternative wird inzwischen von den herrschenden Eliten sofort angegriffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundeswehr beschafft Nano-Drohnen<\/strong><br>\nZur &bdquo;verdeckten Aufkl&auml;rung im Ortsbereich&ldquo; will die Bundeswehr noch in diesem Jahr &uuml;ber ein Dutzend kleine Dr&ouml;hnchen verf&uuml;gen. Eingesetzt w&uuml;rden sie vom Heer. F&uuml;r &auml;hnliche Zwecke kauft die Marine handels&uuml;bliche Quadrokopter des Typs &bdquo;Phantom 4&ldquo;. Die Beschaffung der gr&ouml;&szlig;eren Helikopter-Drohnen f&uuml;r die Korvetten der Marine verz&ouml;gert sich weiter.<br>\nIn der Fragestunde des Bundestages beauskunftete das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) vergangene Woche den Bestand seiner Drohnenflotte. Demnach betreibt die Bundeswehr 567 Drohnen in verschiedenen Bauweisen, Gr&ouml;&szlig;en und Gewichtsklassen, weitere Beschaffungen sind geplant. Hierzu geh&ouml;ren beispielsweise die Riesendrohnen &bdquo;Triton&ldquo; oder die (wenn der Kauf klappt) bald auf der israelischen Basis &bdquo;Tel Nof&ldquo; stationierten f&uuml;nf Kampfdrohnen des Typs &bdquo;Heron TP&ldquo;.<br>\nDer Fragesteller Alexander Neu hat diese Woche zur Gewichtsklasse bis 5 Kilogramm nachgehakt, denn nicht alle Angaben des BMVg waren pr&auml;zise. So hatte der Staatssekret&auml;r Ralf Brauksiepe von &bdquo;zehn Gesamtsysteme(n)&ldquo; der Nano-Drohne Black Hornet und &bdquo;sechs Gesamtsysteme(n)&ldquo; f&uuml;r die &bdquo;Sofortinitiative Seegest&uuml;tzte Aufkl&auml;rung aus der Luft&ldquo; gesprochen. Ein solches Gesamtsystem besteht jedoch mitunter aus mehreren Drohnen samt Stationen zur Steuerung und zum Empfang der Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/bundeswehr-beschafft-nano-drohnen\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Drei Jahre neue Weltpolitik<\/strong><br>\nDrei Jahre nach seiner ersten &ouml;ffentlichen Aufforderung zu einer weit ausgreifenden deutschen Weltpolitik kann Bundespr&auml;sident Joachim Gauck bei seinem Auftritt bei den &ldquo;Einheits&rdquo;-Feierlichkeiten in Dresden auf eine erfolgreich abgeschlossene Etappe zur&uuml;ckblicken. Zum 3. Oktober 2013 hatte Gauck erstmals daf&uuml;r pl&auml;diert, Deutschland m&uuml;sse sich in Zukunft noch st&auml;rker als bisher in die internationale Politik einmischen &ndash; auch milit&auml;risch. Die Kampagne, die er damit gestartet hat, ist sorgf&auml;ltig vorbereitet worden; sie zielte systematisch darauf ab, Teile der deutschen Eliten einzubinden, etwa Hochschullehrer, aber auch Journalisten f&uuml;hrender Medien. J&uuml;ngst hat sie mit der Verabschiedung des neuen Bundeswehr-Wei&szlig;buchs ein quasi offizielles Ergebnis gefunden: In dem Dokument bekennt sich Berlin ausdr&uuml;cklich zu einem globalen F&uuml;hrungsanspruch und zu dessen Durchsetzung auch mit milit&auml;rischen Mitteln. Gleichzeitig treibt Berlin sowohl die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr wie auch die Militarisierung der EU entschlossen voran. Die deutschen Milit&auml;reins&auml;tze in einem immer wieder als &ldquo;Kriseng&uuml;rtel&rdquo; rings um Europa bezeichneten Staatenring von Mali &uuml;ber Libyen und Syrien bis zum Irak nehmen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59452\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Brutalste Heuchelei<\/strong><br>\nEines vorab: Die nachfolgenden Argumente sollen nicht bestreiten, dass die Lage f&uuml;r die in Aleppo verbliebene Zivilbev&ouml;lkerung schrecklich ist. Krieg ist immer brutal, auch wenn er f&uuml;r vertretbare Ziele gef&uuml;hrt wird. Der beste Krieg ist der, der vermieden wird. Wenn die westliche Politik und die ihr sekundierenden Medien jetzt angesichts der russisch-syrischen Angriffe auf die von bewaffneten Gruppen gehaltenen Stadtviertel von Aleppo von &raquo;Barbarei&laquo; sprechen, ist das in mehrfacher Hinsicht geheuchelt. Angefangen mit der amerikanischen UNO-Botschafterin Samantha Power. Sie h&auml;tte sich nur an das zu erinnern zu brauchen, was die Truppen ihres Landes 2004 im belagerten Falludscha angerichtet haben. Alles, was die USA heute Russland vorwerfen, Fass- und Streubomben, Flammenwerfer, Phosphorbomben sowie die Zerst&ouml;rung der Wasserversorgung, haben sie seinerzeit selbst gegen die Bewohner der irakischen Widerstandshochburg eingesetzt. Und noch etliches mehr, n&auml;mlich u. a. krebserregende Uranmunition. Die klinischen Folgen sind von der UNO nachgewiesen worden.<br>\nVerlogen ist die westliche Entr&uuml;stung auch, weil es die USA waren, die wenige Tage nach Ausrufung der Waffenruhe f&uuml;r Syrien einen St&uuml;tzpunkt der Regierungstruppen auf dem Flughafen von Deir Essor bombardierten &ndash; angeblich irrt&uuml;mlich wegen einer &raquo;Aufkl&auml;rungspanne&laquo;. Das Argument ist inhaltlich so l&auml;cherlich, dass es kaum die Widerlegung lohnt: Das Land, das noch das letzte Handygespr&auml;ch in den afghanischen Bergen abh&ouml;rt, soll sich beim Angriff dieses deutlich identifizierbaren Ziels &raquo;geirrt&laquo; haben? Selbst wenn &ndash; von nachfolgenden amerikanischen Angriffen auf den &raquo;Islamischen Staat&laquo;, dessen K&auml;mpfer alsbald nachsetzten und den Flugplatz wieder besetzten, ist nichts bekanntgeworden. Wenn es eines Beweises f&uuml;r die stillschweigende Kumpanei zwischen den USA und den Kopfabschneidern bedurfte &ndash; hier ist die &raquo;rauchende Pistole&laquo;. Dass in dieser Situation Syrien und sein russischer Verb&uuml;ndeter ihrerseits nur noch vollendeten Tatsachen glauben, die sie selbst schaffen, braucht niemanden zu wundern. Insofern f&auml;llt die Brutalit&auml;t der Angriffe auf Aleppo auf die Falschspielerei der USA zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-30\/037.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Suspected US drone strike targeting Isis killed civilians in Afghanistan, UN says<\/strong><br>\nA drone strike in eastern Afghanistan, intended to target Islamic State fighters, has killed at least 15 civilians and injured another 13, according to the United Nations. The American strike took place early Wednesday morning in Achin, a district of Nangarhar under Isis control. According to the UN, and Afghan officials speaking to local press, the strike hit a home where civilians were sleeping after having gathered to welcome home a tribal elder from hajj pilgrimage to Mecca.<br>\nWhile the UN did not mention the US specifically, it said the strike had been carried out by an international drone, which only the US operates.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/sep\/29\/us-drone-strike-kills-civilians-isis-afghanistan\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Eigenartige Bundesgenossen&laquo;<\/strong><br>\nW&auml;rter in US-Kn&auml;sten unterst&uuml;tzen Streik der Gefangenen gegen miserable Haft- und Arbeitsbedingungen<br>\nIm Streik von US-H&auml;ftlingen gegen ihre Arbeits- und Haftbedingungen, der heute in die vierte Woche geht, &uuml;berraschte eine Nachricht &uuml;ber unerwartete Verb&uuml;ndete, die sich auf die Seite der Gefangenen im Holman-Gef&auml;ngnis im US-Bundesstaat Alabama geschlagen h&auml;tten: die W&auml;rter der Anstalt. Seit Beginn des Streiks am 9. September in zeitweise bis zu 46 Anstalten mussten die Holman-W&auml;rter die Arbeiten der H&auml;ftlinge in der bestreikten Kantine &uuml;bernehmen. Am vergangenen Samstag machten die Beamten der Sechs-Uhr-Schicht jedoch damit Schluss und meldeten sich morgens krank. Das konnten Gefangene erst Tage sp&auml;ter nach drau&szlig;en &uuml;bermitteln, woraufhin die Unterst&uuml;tzergruppe &raquo;Incarcerated Workers Organizing Committee&laquo; (IWOC) auf Twitter schrieb: &raquo;Der Anstaltsleiter schiebt nun selber den Servierwagen mit den Mahlzeiten.&laquo;<br>\nDie Bewegung &raquo;Free Alabama Movement&laquo; (FAM), die wie das IWOC den Streik unterst&uuml;tzt, meldete Mitte dieser Woche, Vollzugsbeamte h&auml;tten ihr gegen&uuml;ber kundgetan, sie unterst&uuml;tzten friedliche Demonstrationen wegen der prek&auml;ren Menschenrechtslage in Holman. Sie h&auml;tten sich mit einer Beschwerde wegen der &Uuml;berbelegung der Anstalt an die Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rde gewandt und &raquo;die Notwendigkeit massenhafter Entlassungen von Insassen sowie von mehr Ausbildungs- und Resozialisierungsprogrammen&laquo; unterstrichen und dem Beh&ouml;rdenleiter Jeff Dunn &raquo;F&uuml;hrungsschw&auml;che&laquo; vorgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-30\/030.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&uuml;rkei zieht Schrauben der Unterdr&uuml;ckung weiter an<\/strong><br>\nDie Lage in der T&uuml;rkei verd&uuml;stert sich t&auml;glich mehr. Die Geschichte des Landes, das einmal voller Hoffnung auf Verbesserung war, verwandelt sich immer mehr in einen Albtraum. Die Schrauben der Unterdr&uuml;ckung werden immer st&auml;rker angezogen. Am Mittwochabend, nach einem sechsst&uuml;ndigen Treffen, wurde verk&uuml;ndet, dass der Nationale Sicherheitsrat, dessen Vorsitzender Pr&auml;sident Erdogan ist, beschlossen habe, eine Verl&auml;ngerung des Ausnahmezustands zu empfehlen.<br>\nDas deckt sich mit dem erkl&auml;rten Wunsch von Erdogan und dem Premierminister Binali Yildirim, das Land auch weiterhin per Dekret zu regieren. H&ouml;chstwahrscheinlich wird das &ldquo;Dekretsregime&rdquo; nach dem 21. Oktober f&uuml;r weitere drei Monate gelten. Da die Verfassung keine zeitliche Beschr&auml;nkung f&uuml;r diese Notstandsverwaltung vorsieht, f&uuml;rchten viele prominente Figuren aus der Opposition, dass sie auf Dauer fortgesetzt werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/tuerkische-chronik-vii-tuerkei-zieht-schrauben-der-unterdrueckung-weiter-an-1.3184455\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;r 300.000 Euro in den Schengen-Raum<\/strong><br>\nUngarns Regierung macht seit Monaten Stimmung gegen Ausl&auml;nder. Gleichzeitig bietet sie das lebenslange Aufenthaltsrecht in Ungarn und damit auch im Schengen-Raum zum Verkauf an &ndash; f&uuml;r 300.000 Euro pro Familie.<br>\n&ldquo;Es ist eine Frage des Geldes. Die ungarische Staatsb&uuml;rgerschaft kann man kaufen.&rdquo; Professor Mikl&oacute;s Losoncz vom unabh&auml;ngigen Wirtschaftsforschungsinstitut GKI Economic Research in Budapest nimmt kein Blatt vor den Mund. &ldquo;Das ist mit Abstand der gro&szlig;z&uuml;gigste Trick, um die Staatsb&uuml;rgerschaft in der Europ&auml;ischen Union zu erlangen. Kein anderes europ&auml;isches Land kann mit der ungarischen Masche konkurrieren.&rdquo;<br>\nZypern, Malta, Bulgarien und einige weitere EU-Staaten haben zwar &auml;hnliche Programme, um wohlhabenden Ausl&auml;ndern den Eintritt in den Schengen-Raum der Europ&auml;ischen Union zu erm&ouml;glichen. Doch das Angebot der ungarischen Regierung, die ihre massive PR-Kampagne gegen Ausl&auml;nder wenige Tage vor der Volksabstimmung &uuml;ber ein &ldquo;Nein&rdquo; zur Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen nach der EU-Verteilungsquote nochmals erh&ouml;ht hat, ist in der Tat konkurrenzlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ungarn-verkauft-aufenthaltsrecht-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Viele M&auml;dchen werden auf der Flucht zur Prostitution gezwungen<\/strong><br>\nIn Deutschland kommen deutlich weniger gefl&uuml;chtete M&auml;dchen als Jungen an. Ein Teil dieser M&auml;dchen und jungen Frauen ger&auml;t an Zuh&auml;lter und Menschenh&auml;ndler. Und f&uuml;r die, die es schaffen, gibt es wenig spezielle Angebote, berichten Helfer.<br>\nDie f&uuml;nf M&auml;dchen im M&auml;dchenhaus M&auml;ggie am Dortmunder Stadtrand haben das geschafft, was nicht allen Minderj&auml;hrigen auf der Flucht gelingt: Sie sind angekommen, befinden sich in Sicherheit. Ihre Reise begann im Irak, Senegal, Eritrea und Serbien &ndash; ohne Eltern. &bdquo;Alle haben schreckliche Gewalt erlebt&ldquo;, sagt Smiljana Hesse, Leiterin des im April er&ouml;ffneten Hauses f&uuml;r traumatisierte 12- bis 18-j&auml;hrige M&auml;dchen des Vereins &bdquo;Vive Zene!&ldquo; (auf deutsch: Frauen lebt!), der schon vor 20 Jahren in Bosnien Therapiezentren f&uuml;r im Krieg vergewaltigte Frauen aufgebaut hat. (&hellip;)<br>\nRund 51.000 unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge leben derzeit laut amtlicher Statistik in Deutschland. Weltweit sind 28 Millionen Kinder auf der Flucht, immer mehr davon allein, meldet Unicef. Etwa 90 Prozent der unbegleiteten Minderj&auml;hrigen, die hier ankommen, sind m&auml;nnlich, sagt Tobias Klaus vom Bundesfachverband unbegleiteter minderj&auml;hriger Fl&uuml;chtlinge. &bdquo;Hat eine Familie nur f&uuml;r ein Kind Geld zur Flucht, geht eher ein Junge &ndash; in der Hoffnung, dass er sich besser wehren kann&ldquo;, sagt Klaus. (&hellip;)<br>\nEin auf Augenzeugen gest&uuml;tzter Bericht der internationalen Hilfsorganisation Save the children zeigt, dass Kinderfl&uuml;chtlinge in Italien zu Prostitution und Drogenhandel gezwungen werden. Viele m&uuml;ssen dies tun, um die Kosten ihrer Flucht &ndash; bis zu 50.000 Euro &ndash; beim Schlepper abzuarbeiten. Vor allem M&auml;dchen aus Nigeria und Rum&auml;nien werden nach Angaben von Save the children mit falschen Versprechungen nach Italien gelockt und dann ausgebeutet. Wie vielen M&auml;dchen es in Deutschland so ergeht, ist unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/09\/30\/sexuelle-gewalt-dauerbedrohung-viele-maedchen\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gut ist, dass es auch in Deutschland unterst&uuml;tzende Organisationen wie &ldquo;Solwodi&rdquo; und &ldquo;Sisters&rdquo; gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wider die schrecklichen Vereinfacher<\/strong><br>\nVon Fritz Glunk.<br>\nEin Gespenst geht um in Europa: das Gespenst des Populismus. Die Hilflosigkeit der linken Intelligenz auf diese Herausforderung zeigt, wie weit die Ideologisierung der Realit&auml;t bereits vorangeschritten ist. Mit Schlagworten und D&auml;monisierungen wird sich die Kritik an der &bdquo;Br&uuml;sseler EU&ldquo; und die Wertsch&auml;tzung f&uuml;r einen souver&auml;nen Nationalstaat nicht beeindrucken lassen. In der Rede der Anti-Populisten taucht immer wieder ein Muster auf: Die AfD etwa biete bei schwierigen Fragen blo&szlig; &bdquo;einfache Antworten&ldquo;, und die k&auml;men nun mal gut an, so verf&uuml;hrerisch seien sie. Das erkl&auml;rt nicht, warum andere &bdquo;einfache Antworten&ldquo;, nicht ebenso verf&uuml;hrerisch sind. Warum kommt zum Beispiel der doch ebenso einfache Gedanke, die Freimaurer beherrschten heimlich die Welt, nicht auch so gut an? Oder dass man die Mondlandung im Studio gedreht habe? Die Auswahl an &bdquo;schrecklichen Vereinfachungen&ldquo; ohne ernstzunehmende Anh&auml;nger ist gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/689-glunk-afd#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hydrogeologe Clemens Messerschmid aus Ramallah auf Deutschlandtour<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cafepalestinefreiburg.blogspot.de\/2016\/09\/hydrogeologe-clemens-messerschmid-aus.html\">TOUR CLEMENS MESSERSCHMID 2016<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Weil wir ein Interview mit Clemens Messerschmid eingestellt hatten &ndash; siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34769\">Bizarr ungleiche Verteilung des Wassers im pal&auml;stinensischen Westjordanland. Ein l&ouml;sbares Problem, das absichtlich nicht gel&ouml;st wird.<\/a> &ndash; , und sich damals viele Leser\/innen f&uuml;r das Thema und den Interviewten interessierten, weisen wir auf seine Tour hin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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