{"id":35273,"date":"2016-10-04T08:51:22","date_gmt":"2016-10-04T06:51:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273"},"modified":"2016-10-04T08:51:22","modified_gmt":"2016-10-04T06:51:22","slug":"hinweise-des-tages-2724","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h01\">Lechts und Rinks kann man verwechseln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h02\">Die Ost-Linke in Aufruhr: Was tun, Herr Bartsch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h03\">Unmut &uuml;ber das undankbare Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h04\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h05\">Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h06\">TTIP gef&auml;hrdet Versorgungsqualit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h07\">Freihandel und Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h08\">Selbstmord-Strategie der spanischen Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h09\">Deutsche Einheit &ndash; Westdeutsche verdienen deutlich mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h10\">Zsch&auml;pe spricht, der Verfassungsschutz schweigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h11\">Neues BND-Gesetz in dieser Form verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h12\">Geld stammt von Ex-Agent Mauss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h13\">Dr. Sch&auml;uble in der FAZ &uuml;ber die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h14\">Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr geht von Saudi-Arabien aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h15\">&ldquo;Dear Hillary&rdquo; &ndash; Politik und Philanthropie in den Soros-Leaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h16\">United States of Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h17\">Der hybride Krieg des Pentagon im Irak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h18\">Ein Projekt f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h19\">Alter Hut der Querfront wieder aufgeb&uuml;rstet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35273#h20\">nicht vergessen, heute Abend kommt wieder die Anstalt &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lechts und Rinks kann man verwechseln<\/strong><br>\nFrauke Petry und Sahra Wagenknecht geben zusammen ein Interview und entdecken &uuml;berraschend viele Gemeinsamkeiten. Die AfD-Chefin bietet der Linken sogar Kooperation an.<br>\nEs war ein sehr bemerkenswertes Doppelinterview, das an diesem Wochenende in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschien und das vermutlich in beiden Parteien, der AfD und der Linken, noch f&uuml;r einigen Wirbel sorgen wird. Allein die Tatsache, dass sich Sahra Wagenknecht, die Anf&uuml;hrerin der ganz linken Linken mit Frauke Petry, der Vorsitzenden der ganz rechten AfD, zum sachlichen Gespr&auml;ch traf, d&uuml;rfte f&uuml;r viele Linken-Politiker ein Tabubruch sein. Schlie&szlig;lich ringen auch die anderen etablierten Parteien darum, wie sie mit der rechtspopulistischen Partei umgehen und ob man &uuml;berhaupt mit ihr rede soll. Im rheinland-pf&auml;lzischen Landtagswahlkampf hatte sich SPD-Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer noch geweigert, sich mit einem AfD-Vertreter in eine Fernsehrunde zu setzen.<br>\nErst recht sollte das eigentlich f&uuml;r die Linken gelten, die politisch sozusagen die Antipoden zu den Rechtsauslegern darstellen. Und von denen man erwarten w&uuml;rde, dass sie mit denen gar nichts am Hut haben. Doch die letzten Landtagswahlen haben gezeigt, dass es zumindest in der W&auml;hlerschaft der beiden Parteien starke &Uuml;berschneidungen gibt: in gro&szlig;en Scharen wanderten da Linksw&auml;hler zur AfD ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/afd-linke-frauke-petry-sahra-wagenknecht-interview\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser R.S.:<\/strong> Warum der Artikel Propaganda in eigener Sache ist:<br>\nWeil er bereits mit der &Uuml;berschrift versucht, den Bereich erlaubter Meinung zu beschr&auml;nken.<br>\n&ldquo;Lechts und Rinks kann man verwechseln&rdquo;, heisst es und meint: Alle Ideen jenseits der herrschenden &ldquo;Mitte&rdquo;, sind entweder als &ldquo;Links&rdquo; oder &ldquo;Rechts&rdquo; zu markieren und auch nicht gut f&uuml;r den B&uuml;rger. Und weil der B&uuml;rger das einfach nicht erkennt will, und die AfD bereits in den Massenmedien gen&uuml;gend diffamiert wurde, wird der Autor noch mal deutlich: Der B&uuml;rger solle lieber auch die Finger von der Linken lassen soll, insbesondere von Ideen von Frau Wagenknecht, das &ldquo;kann man n&auml;mlich verwechseln&rdquo;.<br>\nUnd der Autor wiederholt es am Ende gerne noch einmal und scheint die Parteikollegen von Frau Wagenknecht regelrecht aufzufordern:<br>\n&ldquo;F&uuml;r Wagenknecht d&uuml;rfte das Interview jedoch parteiintern noch ein Nachspiel haben. Steht sie (&hellip;) punktuell AfD-verd&auml;chtige Positionen zu vertreten. Und jetzt macht sie sich auch noch mit Petry gemein? F&uuml;r manche in der Partei d&uuml;rfte das zu viel sein.&rdquo;<br>\nEin Zitat von Prof. Dr. Noam Chomsky erkl&auml;rt die Methode recht gut:<br>\n&ldquo;Der schlaueste Weg Menschen passiv und folgsam zu halten, ist, das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb, des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder einmal sch&ouml;ne Hetze gegen Sahra Wagenknecht in der ach so liberalen und toleranten Zeit. Wobei erstaunt, wie unoriginell die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; sind. Die gleiche Leier, sogar mit der fast identischen und infamen Illustrierung, konnte man z.B. schon beim <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/linke-afd-100.html\">Bayrischen Rundfunk<\/a> finden. Jeder oder jede, die nicht dem neoliberalen Konsens der Mitte zustimmen, werden als Extremisten diffamiert. Alles ein Beleg wovor bzw. vor wem das b&uuml;rgerlich-liberale Milieu wirklich Angst hat &ndash; kleiner Tipp, es sind nicht Petry und die AfD &ndash; und wie die Diskussion &uuml;ber Migration und Integration als Vehikel dient um jede Kritik an den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen zu delegitimieren.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Heike H&auml;nsel (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Bundestag)<\/strong><br>\nDieser plumpe Diffamierungsversuch gegen Sahra Wagenknecht auf ZEIT-Online ist unertr&auml;glich und sehr durchsichtig! Sahra Wagenknecht kann mit dem Doppelinterview in der FAZ mit Petry keinen Tabubruch begangen haben. Bereits zuvor traf sich Klaus Lederer mit dem Berliner AfD-Vorsitzenden zum Gespr&auml;ch beim tagesspiegel. Und das war gut so, denn DIE LINKE muss die Auseinandersetzung mit der AfD in der &Ouml;ffentlichkeit suchen und diese als &ldquo;antisoziale Alternative&rdquo; entlarven. Nur dann sind solche Berichterstattungen m&ouml;glich, wie nach der Maischberger-Talkshow vor wenigen Tagen, in der Petry und Sahra Wagenknecht teilnahmen. Danach titelte die BILD: &bdquo;Wagenknecht haut Petry in die Pfanne&ldquo;. Dagegen m&uuml;ssen wir diesen durchsichtigen Versuchen deutlich widersprechen, die daraus f&auml;lschlich eine wie auch immer geartete N&auml;he zur v&ouml;lkischen AfD konstruieren wollen. &ldquo;Wenn so viele Menschen nach Deutschland kommen wie infolge von Merkels Politik im vorigen Herbst, dann muss man auch daf&uuml;r sorgen, dass Integration gelingt und die notwendigen Wohnungen und Arbeitspl&auml;tze vorhanden sind&rdquo;, zitierte die ZEIT Sahra Wagenknecht aus dem FAZ-Interview, um danach b&ouml;sartig und falsch Sahra Wagenknecht zu unterstellen, dass sie sich &bdquo;mit Petry gemein&ldquo; macht. Dabei sagt das Zitat inhaltlich nichts anderes aus, als der Antrag der Linksfraktion f&uuml;r eine soziale Offensive, den die Fraktion gemeinsam in den Bundestag einbringt. Diesen Diffamierungsversuchen m&uuml;ssen wir geschlossen entgegentreten, wenn wir der Intention des Autors, der damit offensichtlich unserer Partei schaden will, nicht auf den Leim gehen wollen. Denn es ist nur eine weitere Spielart der Neoliberalen, soziale Forderungen in die N&auml;he der AFD zu r&uuml;cken, um sie zu diskreditieren und dadurch zu unterdr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/heikehaenselmdb\/posts\/1228784467186024?pnref=story\">Heike H&auml;nsel via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Ost-Linke in Aufruhr: Was tun, Herr Bartsch?<\/strong><br>\nIn Berlin l&auml;uft es zur Zeit sehr gut f&uuml;r Die Linke: Die Partei wird vorraussichtlich mitregieren im n&auml;chsten Senat. Das allerdings ist die Ausnahme &ndash; bei den Wahlen in Sachsen\/Anhalt und Mecklenburg\/Vorpommern musste die Partei herbe Verluste hinnehmen. Die AfD ist als Protestpartei auf dem Vormarsch. Und dann streitet sich die Linke mal wieder intern &ndash; diesmal um die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl: Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sollen sich ohne Absprache selbst gek&uuml;rt haben. Warum? Frank Aischmann aus unserem Hauptstadtstudio hat mit Dietmar Bartsch gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/vis_a_vis\/201609\/60121.html\">inforadio<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Dietmar Bartsch<\/strong><br>\nEs ist im &Uuml;brigen zun&auml;chst mal nichts Unnat&uuml;rliches, wenn Menschen, die eine Fraktion f&uuml;hren &ndash; seit einem Jahr, nachdem Gregor Gysi nicht mehr zur Verf&uuml;gung stand -, dass diejenigen auch Verantwortung &uuml;bernehmen. Ich w&uuml;rde erst einmal davon ausgehen, dass es eine gute Sache ist. Was wurde dort alles prognostiziert, wie das zusammenbrechen wird? Das ist nicht der Fall. Wir stehen erfolgreich da &ndash; in vielen Umfragen sogar zweistellig. Aber am Ende des Tages werden wir innerhalb der LINKEN entscheiden, und wir werden das im Januar verk&uuml;nden. Wir haben ja in der LINKEN schon recht unterschiedliche Konstellationen gehabt. Beim letzten Mal waren wir formal ein Achter-Team. Das war albern, weil wir gar kein Achter-Team waren. Ich hatte schon das zweifelhafte Vergn&uuml;gen, in einem Vierer-Team zu sein, was &uuml;berhaupt nicht erfolgreich war. Deswegen w&uuml;rde ich nicht &uuml;ber Konstellationen reden wollen, sondern ich w&uuml;rde dar&uuml;ber reden wollen, wie wir am ehesten Erfolg bei Wahlen erringen k&ouml;nnen. Und dann ist nicht entscheidend, dass man m&ouml;glichst viele hat, die angeblich dann bestimmte Milieus abbilden. Ich glaube, dass das horrender Unsinn ist. Dann m&uuml;ssten wir einen Busfahrer aufstellen, damit uns alle Busfahrer w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/DietmarBartschMdB\/posts\/1173491676067499\">Dietmar Bartsch via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35251\">Liebe Journalisten-Kolleginnen\/en, wollen Sie ihren Ruf v&ouml;llig ruinieren? Jetzt mit der Kampagne gegen Sahra Wagenknecht wegen ihrer angeblichen &bdquo;Selbstkr&ouml;nung&ldquo;.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Unmut &uuml;ber das undankbare Volk<\/strong><br>\nViele Politiker empfinden die Abstiegs&auml;ngste der B&uuml;rger als eine Art Wahrnehmungsst&ouml;rung. Da muss man sich fragen, ob diese Politiker &uuml;berhaupt wissen, welche Politik sie zu verantworten haben.<br>\nSo ein flammendes Pl&auml;doyer f&uuml;r den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk h&ouml;rt man selten. Ralph Brinkhaus legte sich m&auml;chtig ins Zeug, um den Zuschauer davon zu &uuml;berzeugen. Es sei schlimm, dass &bdquo;wir uns viermal in der Woche damit besch&auml;ftigen, was alles schief l&auml;uft&ldquo;, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU\/CSU- Bundestagsfraktion. Vielmehr m&uuml;ssten wir doch auch &bdquo;einmal sagen, was gut l&auml;uft&ldquo;. Schlie&szlig;lich beneideten uns &bdquo;die Parlamentarier in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern&ldquo; darum.<br>\nOffenkundig gibt es in der CDU einen tiefsitzenden Unmut &uuml;ber das undankbare Volk. Angesichts einer immer noch gut laufenden Konjunktur, sinkender Arbeitslosenzahlen und steigender Einkommen versteht Brinkhaus das Volk nicht mehr.<br>\nDa wird es schon zum Problem, wenn Frau Illner zwei Thesen zur Diskussion stellt. Sie lauten: &bdquo;Den Deutschen geht es noch nie so gut wie heute&ldquo; und &bdquo;Keinem Deutschen wird es wegen der Aufnahme der Fl&uuml;chtlinge schlechter gehen.&ldquo;  Das fasste Frau Illner in dem Titel der Sendung von der &bdquo;Abstiegsangst im reichen Land &ndash; warum w&auml;chst die Wut?&ldquo; zusammen.<br>\nBrinkhaus sieht darin eine Art Wahrnehmungsst&ouml;rung, die mit seiner Wirklichkeit nichts zu tun hat. Es fehlte eigentlich nur noch die Idee vom &bdquo;postfaktischen Zeitalter&ldquo;, die neuerdings durch Politik und Feuilletons geistert. Der Pr&auml;sident des M&uuml;nchner IfO-Instituts, Clemens Fuest, sekundierte Brinkhaus. F&uuml;r steigende Ungleichheit sah er keine empirischen Belege. Die Abstiegs&auml;ngste m&uuml;ssten sich daher anders erkl&auml;ren lassen. &hellip;<br>\nFricke zitierte eine Studie, in welcher im internationalen Vergleich eine Korrelation zwischen der Angst vor Statusverlust und der Zustimmung zu rechtspopulistischen Parteien festgestellt wurde. Das ist auch in dem laut Brinkhaus beneideten Deutschland ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/tv-kritik\/debatte-bei-maybrit-illner-ueber-abstiegsangst-in-deutschland-14460141.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein sehr erhellender Beitrag aus dem Feuilleton der FAZ, der exakt benennt woher die Wut und Angst kommt, auch wenn es uns allen doch so gut geht. Wer mit 50 seinen Job verliert hat faktisch keine Chance mehr auf den Arbeitsmarkt &ndash; in vielen gro&szlig;en Firmen gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass niemand der &auml;lter als 45 ist eingestellt werden darf &ndash; er hat dann Anspruch auf 15 Monate Arbeitslosengeld 1 und f&auml;llt, wie im obigen Beitrag bereits erw&auml;hnt, unter Hartz-IV, sofern er nicht noch etwas Verm&ouml;gen angespart hat, das er dann erst aufbrauchen darf. Das ist es, was die Abstiegsangst bei den Menschen hervorruft und dies ist so gewollt. Das Hartz-IV System soll eine permanente Bedrohung sein, auch f&uuml;r Menschen, die noch einen gutbezahlten Job haben. Dass sich die Wut dann gegen die Falschen richtet, gegen Fl&uuml;chtlinge und Migranten, wird von den herrschenden Eliten, auch wenn es niemand sagt, vielleicht gar nicht als so unangenehm empfunden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lawrow im Interview zu Syrien und Rolle der USA im Konflikt: &ldquo;Ich traue ihnen nicht&rdquo;<\/strong><br>\nDer Au&szlig;enminister der Russischen F&ouml;deration, Sergej Lawrow, hat dem Fernsehsender NTW ein ausf&uuml;hrliches Interview gegeben und dabei einige j&uuml;ngst kolportierte westliche Darstellungen zum Syrienkonflikt geradeger&uuml;ckt.<br>\nRusslands Au&szlig;enminister Sergej Lawrow hat dem russischen Fernsehsender NTW ein ausf&uuml;hrliches Interview gegeben, in dem er sich zur erneuten Eskalation im Syrien-Konflikt, den j&uuml;ngsten Sitzungen des UN-Sicherheitsrats, &uuml;ber widerspr&uuml;chliches Verhalten und Aussagen der USA sowie &uuml;ber Medienmanipulationen &auml;u&szlig;ert. Wir fassen die wichtigsten Aussagen Lawrows im Wortlaut f&uuml;r unsere Leser zusammen.<br>\nFrage: In einer au&szlig;erordentlichen Sitzung des UN-Sicherheitsrats, die auf Initiative der USA und mehrerer europ&auml;ischer L&auml;nder einberufen wurde, warf die US-Botschafterin in der UNO, Samantha Power, Russland &ldquo;barbarische Handlungen&rdquo; in Syrien vor. Versucht man erneut, uns ungerechtfertigter Weise f&uuml;r alles M&ouml;gliche verantwortlich zu machen?<br>\nUns wurde zwar nicht buchst&auml;blich &ldquo;Barbarentum&rdquo; vorgeworfen, wie dies Samantha Power gemacht hatte und wie es vom britischen Botschafter in der UNO, Matthew Rycroft, unterst&uuml;tzt wurde, allerdings gab es sehr harte Vorw&uuml;rfe. Der syrischen Regierung und uns wurden alle nur erdenklichen Tods&uuml;nden vorgeworfen. Die Antworten zu all diesen Vorw&uuml;rfen haben wir schon lange abgegeben.<br>\nDeswegen kann man nur ahnen, weshalb sie es f&uuml;r notwendig hielten, am Sonntag eine au&szlig;erordentliche Sitzung einzuberufen. Es ist allerdings nicht schwer, dies zu verstehen. Der Westen mit den USA an der Spitze, die jene Koalition leiten, die in Syrien gegen den IS und, wie sie sagen, auch gegen die al-Nusra Front vorgeht, erf&uuml;llt seine Verpflichtungen nicht. Das ist offensichtlich. Sie versuchen jetzt einfach, die Aufmerksamkeit davon abzulenken, was am 17. September in Deir ez-Zor geschah, als US-Kampfflugzeuge die Stellungen der syrischen Armee bombardierten und zugleich erkl&auml;rten, dass dies ein Fehler war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/41333-lawrow-im-interview-zu-syrien\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> So klingt es, wenn ein Au&szlig;enminister kein Idiot ist und sein Publikum nicht wie Idioten behandelt. Ein einzelnes Interview enth&auml;lt hier vermutlich mehr Information als die fast beliebiger Kollegen, in einem ganzen Jahr. Oder habe nur ich diesen Eindruck?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Offene Wunde Syrien<\/strong><br>\nWas Zbigniew Brzezi&#324;ski 1997 mit gro&szlig;er Geste als Greater Middle East &ndash; gleichsam als Revision des Sykes-Picot-Abkommens von 1916 &ndash; entworfen hatte und die USA sp&auml;testens 2001 mit ihren Kriegen in Afghanistan und Irak in Angriff genommen hatten, hat sich nun als z&auml;her Stellungskrieg in Syrien eingegraben. Der scramble for the Middle East geht weiter, ohne R&uuml;cksicht darauf, was von diesem geschichtstr&auml;chtigen Land &uuml;brigbleiben wird. Kriegsziel und Koalitionen sind aber auf diesem Schlachtfeld trotz mancher Irritationen und wachsender Un&uuml;bersichtlichkeit immer noch die gleichen geblieben.<br>\nEs geht nach wie vor in erster Linie um die Beseitigung der Regierung in Damaskus und ihre Ersetzung durch eine US-syrische Vasallen-Crew nach dem Vorbild in Kabul und Bagdad. Dass solche Vasallen keinen Frieden ins Land bringen, haben die beiden genannten Vorbilder erwiesen. Das wird jedoch in Kauf genommen, da sie die &raquo;Werte&laquo; des Westens vertreten und dessen Interessen nicht mehr im Wege stehen werden. Die vorderste Front des regime change bildeten von Anfang an die USA und die T&uuml;rkei, die bereits an der Wiege des IS im Irak standen und danach den Aufwuchs dieser Terrorbande diskret begleitet und unterst&uuml;tzt haben. Diese Koalition hatte sich schon im Norden des Irak auf den &Ouml;lfeldern zwischen Mossul und Kirkuk in der Unterst&uuml;tzung der Peschmerga der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) unter Masud Barzani bew&auml;hrt. Zur Koalition gesellten sich bald als Hauptinteressierte am Sturz Assads in Damaskus Katar und Saudi-Arabien sowie eine breite &raquo;Koalition der Willigen&laquo; aus alten Kolonialm&auml;chten (Gro&szlig;britannien und Frankreich) sowie neuen Interessenten (zum Beispiel D&auml;nemark und Deutschland). Heute sind mehr als 15 Staaten direkt in den Krieg involviert, sei es mit Waffenlieferungen, medizinischer Versorgung oder eigenen Truppen. Von einer Souver&auml;nit&auml;t oder territorialen Integrit&auml;t, wie sie Artikel 2 der UN-Charta jedem Staat garantiert, kann in Syrien nicht mehr die Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/18-2016&amp;textfile=3648\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Bank<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Irrtum der Deutschen Bank<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank gilt immer noch als gef&auml;hrlichste Bank der Welt. Das ist ein Problem. Sie sollte sich nicht von der Postbank trennen, sondern vom Investmentbanking. (&hellip;)<br>\nDer Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, John Cryan, schreibt einen Durchhalteappell nach dem anderen an die Mitarbeiter und muss in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung betonen, dass die Bank liquide sei und genug Geld habe. Er beteuerte obendrein, dass er die Bundeskanzlerin nicht um Hilfe gebeten habe. Wie konnte die Deutsche Bank so tief fallen, dass man Mitleid mit ihr empfindet?<br>\nWeil fr&uuml;here und aktuelle Vorst&auml;nde und Aufsichtsr&auml;te der Bank einem Irrtum aufgesessen sind. Vor zwanzig Jahren entschloss sich die Deutsche Bank, zu den f&uuml;hrenden Investmentbanken der Welt geh&ouml;ren zu wollen, koste es, was es wolle. Hierf&uuml;r kaufte sie in London und New York f&uuml;r viel Geld angels&auml;chsische Investmentbanken. Die smarten amerikanischen, schweizerischen oder indisch-britischen Boni-Banker &uuml;bernahmen im Lauf der Jahre das Ruder auch in Frankfurt. F&uuml;r kurze Zeit w&auml;hnten sich die Finanzs&ouml;ldner am Ziel, die Deutsche Bank z&auml;hlte bis zur Bankenkrise zur Elite im Hochfinanzgesch&auml;ft. Aber der Preis daf&uuml;r war hoch, nicht nur wegen der irrsinnigen Kosten. (&hellip;)<br>\nBezahlt wurde der Kulturkampf in der Deutschen Bank auch mit dem Verlust von Ethik und Moral. Wie Hohn klingt heute ein Spruch vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann, es gebe kein Gesch&auml;ft, das es wert sei, den eigenen Ruf zu ruinieren. Wegen Betrug, Manipulation und Geldw&auml;sche drohen Strafen in Milliardenh&ouml;he. Fielen diese deutlich niedriger aus als kolportiert, wird sich der Aktienkurs erholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/finanzkrise-der-irrtum-der-deutschen-bank-14461287.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mal ernsthaft: Wer empfindet denn wirklich Mitleid mit der Deutschen Bank? Warum auch? War nicht insbesondere ein Herr Josef Ackermann &ndash; der mit der Rendite-Forderung von 25 Prozent &ndash; f&uuml;r die Probleme (mit-)verantwortlich, die leider erst jetzt f&uuml;r jedermann sichtbar werden?<br>\nDie NachDenkSeiten haben sich mehrfach mit der Deutschen Bank bzw. Herrn Ackermann befa&szlig;t. Hier drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34486\">Die Deutsche Bank ist die gef&auml;hrlichste Bank der Welt &ndash; warum wird dies von der Politik ignoriert?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=10194\">Ackermanns gro&szlig;er Bluff<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3076\">Unser Finanzminister ist aufgewacht. Und Herr Ackermann ruft nach dem Staat.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Amerika will sich offenbar &ldquo;der letzten deutschen Bank entledigen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Aktienkurs der Deutschen Bank ist erstmals in der Unternehmensgeschichte unter zehn Euro gerutscht. Der Finanzwissenschaftler Max Otte sagte im Deutschlandfunk, die Probleme der Bank seien zum Teil ein Ergebnis von internationalem Druck, vor allem aus den USA. Die Vereinigten Staaten &uuml;bten &ldquo;Erpressungsmacht&rdquo; aus.<br>\nOtte erl&auml;uterte, dass die hausgemachten Probleme der Deutschen Bank zum Beispiel darauf beruhten, dass das Unternehmen viele Jahre lang beim angels&auml;chsischen Modell des Investmentbankings mitgemischt habe.<br>\nDer internationale Druck wiederum zeige sich in den USA: Er habe den Eindruck, dass Amerika sich der letzten deutschen Bank im Land entledigen wolle. Denn eine starke Deutsche Bank bedeute Macht, und die Bank sei nun einmal der einzig verbliebene internationale Player von internationalem Rang.<br>\nOtte betonte, dass er die angedrohte Strafe von 16 Milliarden Dollar in den USA f&uuml;r unangemessen h&auml;lt. Diese Summe soll die Bank wegen Vergehen mit Hypothekenpapieren zahlen. Er verwendete das Wort &ldquo;Erpressungsmacht&rdquo; und legte dar: Wer nicht mitspiele, dem werde halt der Zugang zum US-Markt versperrt. (&hellip;)<br>\nEr wundere sich auch, so Otte, warum die Bundesregierung sich bisher so passiv verhalte. Denkbar sei etwa ein Ausspruch des Vertrauens an die Adresse der Deutschen Bank. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnte man in den Verhandlungen mit dem Justizministerium einfach mal &ldquo;dagegenhalten&rdquo;, auch seitens der EU.<br>\nZur Lage der Commerzbank sagte Otte, sie m&uuml;sse sich der &ldquo;neuen Welt&rdquo; &ouml;ffnen und sich elektronisieren. Noch gebe es viele Filialen im Land, und das sei auch gut f&uuml;r die Kunden, aber der Trend gehe zu weniger Filialen, so wie in Italien, Spanien und England.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-bank-amerika-will-sich-offenbar-der-letzten.694.de.html?dram:article_id=367321\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein interessantes Interview. Nicht um die Deutsche Bank verteidigen zu wollen: Auff&auml;llig ist die Zur&uuml;ckhaltung der Bundesregierung in der Tat. Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, die deutschen Regierungsmitglieder w&uuml;rden nicht im deutschen Interesse, sondern zu Gunsten von Interessenten in den USA handeln. Oder schrecken sie tats&auml;chlich davor zur&uuml;ck, ausgerechnet diese Bank mit Steuergeldern zu retten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dax-Chefs werben f&uuml;r die Deutsche Bank<\/strong><br>\nSeit Jahren schleppt sich die Deutsche Bank von einer Krise zur anderen. Milliardenstrafen m&uuml;ssen gezahlt werden, Staatshilfen sind im Gespr&auml;ch. Jetzt schaltet sich die Industrie in den Existenzkampf ein und betont die Bedeutung der Bank f&uuml;r die deutsche Wirtschaft<br>\nDie dramatische Lage der Deutschen Bank ruft die Industrie im Land auf den Plan. F&uuml;hrende Manager gro&szlig;er Dax-Konzerne haben in der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo; die Bedeutung der Bank f&uuml;r die Volkswirtschaft bekr&auml;ftigt. &ldquo;Die deutsche Industrie braucht eine Deutsche Bank, die uns in die Welt hinaus begleitet&rdquo;, sagte der BASF-Aufsichtsratsvorsitzende J&uuml;rgen Hambrecht der Zeitung.<br>\nDie Nationalit&auml;t des Finanziers z&auml;hle auch in der globalisierten Wirtschaft: &ldquo;Die Machtspiele drau&szlig;en im Markt sind nicht transparent, aber sie sind da&rdquo;, sagte Hambrecht. Daimler-Chef Dieter Zetsche erg&auml;nzte: &ldquo;Starke deutsche Banken sind wichtig f&uuml;r eine starke deutsche Wirtschaft&rdquo;. Diese Verbindung sei eng und das werde so bleiben. Die Deutsche Bank habe eine gro&szlig;e Tradition, ein solides Fundament und darauf aufbauend auch eine gute Zukunft. &ldquo;Davon bin ich &uuml;berzeugt&rdquo;, sagte Zetsche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Dax-Chefs-werben-fuer-die-Deutsche-Bank-article18769591.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War von diesen Herren etwas anderes zu erwarten? Hat die Deutsche Bank nicht auch Anteile bei diesen Unternehmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank &ndash; Muss die Spielbank gerettet werden?<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank wackelt. Die Spielbank hat sich verzockt. Jetzt geben sie alle wieder ihre Kommentare und beschwichtigen: die Vorst&auml;nde der Deutschen Bank, die Chefs der Konzerne und nat&uuml;rlich Merkel und Co.<br>\nDass die Spielbanken kriminelle Gesch&auml;fte machen, wei&szlig; man seit vielen Jahren. Aber selten wird einer der Bankster angeklagt und kommt ins Gef&auml;ngnis. Dass die Chefs der deutschen Konzerne jetzt ein gutes Wort f&uuml;r das &bdquo;Geldhaus&ldquo; einlegen &ndash; geschenkt. Die Kommentare von Merkel und Co sollen von der eigenen Verantwortung ablenken.<br>\nSicher, verantwortlich f&uuml;r die kriminellen Gesch&auml;fte sind die Chefs der Banken. Aber den roten Teppich f&uuml;r diese Machenschaften ausgerollt haben die Politiker, indem sie den Finanzsektor dereguliert haben. Wenn es keine Regeln gibt, gibt es kein Halten mehr. Die gro&szlig;en &bdquo;Geldh&auml;user&ldquo; der Welt haben sich schon lange &bdquo;verstaatlicht&ldquo;. Wenn sie nicht mehr weiter wissen, muss der Staat &ndash; sprich der Steuerzahler &ndash; ran.<br>\nDer Bankensektor muss wieder &ouml;ffentlich-rechtlich organisiert werden. Wir brauchen Sparkassen statt Zockerbuden. Beim Geld h&ouml;rt der Spa&szlig; auf. Man sollte es nicht Kriminellen &uuml;berlassen.<br>\nBild: Der damalige Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann 2004 vor dem D&uuml;sseldorfer Landgericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>TTIP gef&auml;hrdet Versorgungsqualit&auml;t<\/strong><br>\nDer &Auml;rztepr&auml;sident Frank Ulrich Montgomery spricht im Interview mit unserer Redaktion &uuml;ber die Wirkung von Freihandelsabkommen auf die Krankenhauslandschaft.<br>\nHerr Montgomery, wie w&uuml;rden sich die Freihandelsabkommen Ceta und TTIP auf den Gesundheitssektor auswirken?<br>\nMontgomery Als &Auml;rzteschaft haben wir nichts gegen Handelsabkommen. Bei TTIP hatten wir aber von Anfang an die Bef&uuml;rchtung, dass Sozialstandards unterlaufen werden. Es besteht zudem die Gefahr, dass technische Normen in den Bereich der &auml;rztlichen T&auml;tigkeit &uuml;bernommen werden und damit &auml;rztlicher Handlungsspielraum beschnitten wird. Auch wenn die Verhandlungsposition der Amerikaner hart ist, d&uuml;rfen wir das nicht zulassen.<br>\nWelche Auswirkungen h&auml;tte TTIP auf die Versicherten in Deutschland?<br>\nMontgomery Stichwort Investitionsschutz f&uuml;r Anleger. Nach dem deutschen Krankenhausfinanzierungsgesetz k&ouml;nnen auch ausl&auml;ndische Investoren in deutsche Krankenh&auml;user investieren. Wenn sie dies zunehmend tun und ihre medizinische Versorgung auf Profit ausrichten, m&uuml;ssten wir unsere Krankenhausgesetzgebung eigentlich &auml;ndern, um dies zu unterbinden. Nach TTIP k&ouml;nnten die Investoren mithilfe internationaler Gerichte eine Gesetzes&auml;nderung verhindern oder f&uuml;r sich den Investorenschutz in Anspruch nehmen. Solche Dinge m&uuml;ssen f&uuml;r den Gesundheitssektor ausgeschlossen werden. Ansonsten droht bei uns die Versorgungsqualit&auml;t zu sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/frank-ulrich-montgomery-ttip-gefaehrdet-versorgungsqualitaet-aid-1.6301972\">RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel und Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der TTIP-Proteste, ein Blick zur&uuml;ck auf die vergessenen desastr&ouml;sen Freihandelsdeals der EU, die Afrika aufgen&ouml;tigt wurden<br>\nFreihandel macht mobil, zumindest die politische Opposition gegen die windigen Freihandelsabkommen zwischen der EU einerseits sowie den USA und Kanada anderseits (TTIP und CETA) kann sich &uuml;ber massenhaften Zulauf freuen, wenn sie zu Gro&szlig;demonstrationen aufruft. Zuletzt protestierten rund 320 000 Menschen gegen die verheerenden Folgen solcher &ldquo;transatlantischer&rdquo; Freihandelsdeals (Proteste gegen TTIP statt soziale K&auml;mpfe im eigenen Land), bei denen soziale Standards geschleift, und demokratische Rechte unterh&ouml;hlt werden.<br>\nAngesichts der Dynamik dieser Proteste gegen das drohende neoliberale &ndash; und letztendlich postdemokratische &ndash; Freihandelsregime, muss zugleich deren Einseitigkeit und Blindheit verwundern. Hort des B&ouml;sen sind f&uuml;r viele Demonstranten immer nur die USA, w&auml;hrend die entsprechenden Machenschaften Europas nicht wahrgenommen werden. Nur zwei Wochen vor der Gro&szlig;demonstration gegen TTIP, bei der Deutschland mutig dem ber&uuml;chtigten angloamerikanischen Chlorhuhn die Stirn bot, wurden Kenia und Ruanda nach Br&uuml;ssel zitiert, um ein in der Region heftig umstrittenes Freihandelsabkommen mit der EU in aller Stille zu unterzeichnen.<br>\nInsbesondere Kenia leistete diesem Freihandelsdiktat Br&uuml;ssels lang anhaltenden Widerstand. Bei diesem Deals Br&uuml;ssels mit den L&auml;ndern Afrikas geht es auch um subventioniertes Federvieh &ndash; meistens sind es aber Schlachtabf&auml;lle aus Deutschlands monstr&ouml;sen H&auml;hnchenfabriken, die zu Dumpingpreisen auf den M&auml;rkten Afrikas feilgeboten werden und die dortige Landwirtschaft ruinieren. Aber alles der Reihe nach. (&hellip;)<br>\nFazit: Europa produziert zum Teil die Fl&uuml;chtlingsmassen, die voller Verzweiflung die m&ouml;rderische &Uuml;berfahrt &uuml;ber das Mittelmeer wagen, um der Perspektivlosigkeit zu entkommen, die durch die europ&auml;ische Afrikapolitik zementiert wird. Insofern ist der Impuls der afrikanischen &ldquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge&rdquo;, die &Uuml;berfahrt nach Europa zu wagen, nur zu folgerichtig: Sie sind Opfer der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49522\/1.html\">Telepolis<\/a> \n<p>Dazu: <strong>EU-Milch bedroht Bauern in Burkina Faso<\/strong><br>\nIn Europa sind die Milchpreise im Keller. &Uuml;bersch&uuml;ssige Milch wird nach Afrika exportiert. In Br&uuml;ssel machen Milcherzeuger aus Burkina Faso auf die gravierenden Folgen aufmerksam.<br>\nMariam Diallo betreibt eine kleine Molkerei in Burkina Faso. Von den Bauern vor Ort kauft sie die Rohmilch ein, macht sie haltbar und f&uuml;llt sie in Verpackungen ab. Im Laden kostet ihre frische Milch rund 91 Cents pro Liter. Importiertes Milchpulver aus der Europ&auml;ischen Union kostet nur 34 Cents pro Liter. Die Verbraucher in Burkina Faso greifen daher fast nur zum Milchpulver.<br>\n&ldquo;Es ist in der Tat so, dass die Leute gerne die billige Milch aus Pulver kaufen wollen. Aber wir k&ouml;nnen unsere lokal produzierte Milch nicht unter 600 Francs (91 cents) verkaufen, weil die Produktion einfach anspruchsvoller ist&rdquo;, erl&auml;utert Mariam Diallo.<br>\nDer Marktanteil des Milchpulvers, das schon seit Jahrzehnten aus Europa importiert wird, betr&auml;gt 95 Prozent. Die lokalen Milchbauern erreichen nur f&uuml;nf Prozent der Konsumenten. &ldquo;Das Milchpulver ist nat&uuml;rlich &uuml;berall verf&uuml;gbar, auch im kleinsten Dorf. Au&szlig;erdem ist der Transport der frischen lokalen Milch komplizierter&rdquo;, gibt Mariam Diallo zu bedenken. Deshalb setzt sie sich zusammen mit anderen Milcherzeugern in einem &ldquo;Verband der Klein-Molkereien&rdquo; f&uuml;r Investitionen in die lokale Milchwirtschaft, bessere K&uuml;hlger&auml;te und Transportfahrzeuge ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/eu-milch-bedroht-bauern-in-burkina-faso\/a-35931257\">DW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbstmord-Strategie der spanischen Sozialdemokratie<\/strong><br>\nDie Parteirechte hat nun den Parteichef Pedro S&aacute;nchez gest&uuml;rzt, um dessen Pl&auml;ne f&uuml;r eine Linksregierung zu beerdigen<br>\nEs war klar, dass der Chef der spanischen Sozialdemokraten nach den fatalen Wahlergebnissen in Galicien und dem Baskenland auf dem Schleudersitz sitzen w&uuml;rde. Nun wurde er von der Parteirechten abserviert, weil er an der Vorstellung festhalten wollte, in keinem Fall der rechten Volkspartei (PP), die in zahllose Korruptionsskandale verstrickt ist, erneut zur Macht zu verhelfen. Deshalb wollte er mit der linken Podemos (&ldquo;Wir k&ouml;nnen es&rdquo;) eine alternative Regierung bilden, wogegen es zum offenen Aufstand der m&auml;chtigen Parteibarone kam.<br>\nHinter den Kulissen zog die m&auml;chtige Regionalchefin aus Andalusien die F&auml;den. Dar&uuml;ber sind sich diverse Medien einig. Susana D&iacute;az habe &ldquo;S&aacute;nchez zum R&uuml;cktritt gezwungen und die Z&uuml;gel in der Partei &uuml;bernommen&rdquo;, titelt P&uacute;blico heute gro&szlig;. Eldiario.es f&uuml;gt an, dass sie die &ldquo;Kontrolle in einer zerst&ouml;rten PSOE&rdquo; &uuml;bernommen habe. F&uuml;r D&iacute;az ist die Linkspartei ein rotes Tuch, weshalb sie sich in Andalusien auf die rechte neoliberalen Ciudadanos (B&uuml;rger) st&uuml;tzt.<br>\nBeruhigt ist nur die gro&szlig;e El Pa&iacute;s &uuml;ber die Vorg&auml;nge. Das Blatt, dass den &ldquo;Sozialisten&ldquo; (PSOE) nahesteht, wie sich die Sozialdemokraten nennen, hatte seit Monaten massiv Stimmung gegen S&aacute;nchez gemacht. 46 Aufmacher und 26 Editorials hat Vozpopuli allein seit Juni gez&auml;hlt. Zuletzt wurde offen die &ldquo;unvermeidbare Absetzung&rdquo; gefordert und dem Parteichef &ldquo;Feigheit&ldquo; und &ldquo;L&uuml;ge&rdquo; vorgeworfen.<br>\nDabei wollte er sich an das halten, wof&uuml;r er von der Basis erstmals in das Amt gew&auml;hlt wurde &ndash; das, was er vor den Wahlen versprochen und was auch die Parteif&uuml;hrung beschlossen hatte. El Pa&iacute;s spricht im Editorial heute nun von der &ldquo;Stunde der Einheit&ldquo; in einer Partei, die diese Einheit dem bisherigen Chef verweigert hatte, weil m&auml;chtigen Parteif&uuml;rsten die Linie nicht gepasst hat. Deshalb steht die Partei nun vor einer Spaltung und ob die noch abzuwenden ist, ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Selbstmord-Strategie-der-spanischen-Sozialdemokratie-3339635.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offenbar hat in Spanien funktioniert, was in Gro&szlig;britannien bei Jeremy Corbyn noch gescheitert ist. Der Sturz &ndash; offiziell ist Pedro S&aacute;nchez zur&uuml;ckgetreten &ndash; des Parteivorsitzenden der PSOE  wurde von einer Kampagne der gr&ouml;&szlig;ten spanischen Tageszeitung El Pa&iacute;s begleitete. S&agrave;nchez&lsquo; Todesurteil war offensichtlich die Absicht mit der linken Podemos zu koalieren. Die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; spielen bei der Verhinderung einer politischen Alternative zum Neoliberalismus eine entscheidende Rolle. In diesem Kontext ist auch die Diffamierungskampagne der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; gegen Sahra Wagenknecht zu sehen (siehe auch <a href=\"#h01\">&bdquo;Das Letzte &ndash; Lechts und Rinks kann man verwechseln&ldquo;<\/a>).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Einheit &ndash; Westdeutsche verdienen deutlich mehr<\/strong><br>\nZwischen Ost und West klafft noch immer eine gro&szlig;e Gehaltsl&uuml;cke. Mehr als ein Drittel der Vollzeitbesch&auml;ftigten im Osten arbeitet nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu einem Niedriglohn &ndash; weil viele nicht nach Tarif bezahlt werden.<br>\nAuch ein Vierteljahrhundert nach der Wende liegt Ostdeutschland beim Lohnniveau deutlich hinter den alten Bundesl&auml;ndern. Verdienten sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigte in Ostdeutschland Ende 2015 durchschnittlich 2449 Euro brutto im Monat, waren es in Westdeutschland 3218 Euro. Noch immer pendeln auch wesentlich mehr Besch&auml;ftigte aus Ostdeutschland zum Arbeiten in die westlichen Bundesl&auml;nder als in umgekehrter Richtung.<br>\nAuf diese Statistik-Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit machte die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann anl&auml;sslich des Tages der Deutschen Einheit aufmerksam. &ldquo;Von gleichwertigen Lebensverh&auml;ltnissen in Ost und West kann nicht gesprochen werden&rdquo;, sagte sie. Ostdeutsche verdienen somit im Durchschnitt 24 Prozent weniger als die im Westen. Gemessen an der Niedriglohnschwelle von 2056 Euro bundesweit waren Ende 2015 36 Prozent der ostdeutschen Vollzeitbesch&auml;ftigten zu einem Niedriglohn t&auml;tig, im Westen knapp 17 Prozent.<br>\nDie Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hatte am Freitag unter Berufung auf Daten von Mitte 2016 mitgeteilt, dass die tariflichen Grundverg&uuml;tungen im Osten inzwischen bei durchschnittlich 98 Prozent des Westniveaus l&auml;gen. Bei Besch&auml;ftigten, die nicht nach Tarif bezahlt werden, sei der Einkommensunterschied allerdings deutlich gr&ouml;&szlig;er &ndash; und rund die H&auml;lfte der Ost-Besch&auml;ftigten sei nicht tarifgebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Westdeutsche-verdienen-deutlich-mehr-article18771711.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zsch&auml;pe spricht, der Verfassungsschutz schweigt<\/strong><br>\nDie ersten drei Sitzungen des NSU-Untersuchungsausschusses nach der Sommerpause haben sich schwerpunktm&auml;&szlig;ig mit dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz und seinen Kenntnissen zum NSU-Kerntrio befasst. Nachdem durch den Komplex um den BfV-V-Mann Ralf Marschner immer deutlicher geworden war, dass das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) eine Quelle in Zwickau in unmittelbarer N&auml;he zum Trio hatte, ging es um die Frage, ob und wie die Quellen des Bundesamtes zum abgetauchten Trio sensibilisiert wurden und welche Erkenntnisse des BfV es hier gegeben hat. Die schlichte Antwort aller Zeugen in den zumeist geheim eingestuften Sitzungsteilen lautet: keine! Alle V-Mann F&uuml;hrer betonen, die Lichtbilder des Trios 1998 ihren Quellen vorgelegt, jedoch keinerlei positive R&uuml;ckmeldung bekommen zu haben. In den Akten findet sich kein Wort zu m&ouml;glichen Antworten oder Informationen der Quellen, was, laut BfV-Mitarbeitern, normal sei, da die Antworten eben negativ waren. Dass sich auch keine Antwort an das damals um Auskunft bittende LfV Th&uuml;ringen findet, bleibt dennoch erkl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Ebenso wenig finden sich in den Akten irgendwelche Hinweise darauf, dass die Auswertung im BfV die V-Mann F&uuml;hrer darum gebeten hat, die Quellen nach Infos zum Trio suchen zu lassen. Ganz offensichtlich wollte man eigene Quellen nicht der Gefahr der Enttarnung aussetzen, um &bdquo;drei gefl&uuml;chteten Bombenbauern&ldquo; hinterherzusp&uuml;ren. Dass Marschner nach Zeugenaussagen m&ouml;glicherweise Zsch&auml;pe und Mundlos in seinen Unternehmungen besch&auml;ftigt haben k&ouml;nnte oder dass die BfV Quelle &bdquo;Tarif&ldquo; nach eigener Aussage 1998 eine Anfrage vom Trio bekommen haben will, ob er sie unterbringen k&ouml;nnte, was dieser nach R&uuml;cksprache mit seinem V-Mann F&uuml;hrer aber abgelehnt haben will &ndash; all das perlt am Amt ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/zschaepe-spricht-der-verfassungsschutz-schweigt\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neues BND-Gesetz in dieser Form verfassungswidrig<\/strong><br>\nSollte der von Bundesregierung und Koalition vorgelegte Gesetzentwurf tats&auml;chlich so im Bundestag beschlossen werden, ist das neue BND-Gesetz eindeutig verfassungswidrig. Diese Auffassung vertreten nicht nur Prof. Hans-J&uuml;rgen Papier, der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichtshofes, und Berthold Huber, stellvertretender  Vorsitzende der G 10-Kommission des Bundestages &ndash; ebenfalls ein renommierter Richter &ndash;, sondern auch fast alle Sachverst&auml;ndigen in der j&uuml;ngsten Anh&ouml;rung des Innenausschusses.<br>\nDabei geht es vor allem um die k&uuml;nftigen Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes, wo fast alles, was sich im NSA-Untersuchungsausschuss als fragw&uuml;rdig, klar rechts- oder gar grundgesetzwidrig herausgestellt hat, nun nachtr&auml;glich legitimiert werden soll. Die Frage , ob der Schutz des Post- und Fernmeldegeheimnisses nach Artikel 10 Grundgesetz auch bei der Auslandsaufkl&auml;rung des BND auch f&uuml;r nichtdeutsche Staatsb&uuml;rger gilt, steht dabei im Zentrum. Die Regierung verneint das, aller gegenteiligen Expertisen und Warnungen zum Trotz.<br>\nMan muss daher kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass das neue BND-Gesetz letztlich beim Bundesverfassungsgericht landen und dort vermutlich in zentralen Punkten auch kassiert werden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/neues-bnd-gesetz-in-dieser-form-verfassungswidrig\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf Probleme beim BND-GESETZ <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35175#h11\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geld stammt von Ex-Agent Mauss<\/strong><br>\nEs wurde bereits dar&uuml;ber spekuliert, dass Spenden von einer Anwaltskanzlei an die CDU in Rheinland-Pfalz tats&auml;chlich vom Ex-Agenten Werner Mauss kamen. Nun hat dieser die Zahlungen best&auml;tigt.<br>\n&Uuml;ber seinen Anwalt r&auml;umte Mauss die finanziellen Zuwendungen gegen&uuml;ber der &ldquo;Rhein&rdquo;-Zeitung ein. Wie das Blatt weiter schreibt, seien die Spenden offenbar &uuml;ber eine Mauss geh&ouml;rende Briefkastenfirma in Panama zur CDU geleitet worden. Er selbst tauche nirgendwo auf. Die CDU verweise darauf, von diesen Zusammenh&auml;ngen nichts gewusst zu haben. (&hellip;)<br>\nAm Freitagnachmittag hatte die CDU in Rheinland-Pfalz einger&auml;umt, dass Parteispenden von einer Anwaltskanzlei tats&auml;chlich von einem anderen Spender kamen. CDU-Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Jan Zimmer teilte in einem verlesenen Statement in Mainz mit, dass die Partei Spenden nur dann annehmen d&uuml;rfe, wenn ihnen der wirkliche Spender bekannt ist. Das sei aber &ndash; wie die CDU erst seit Donnerstag wisse &ndash; bei zwei Spenden einer Anwaltskanzlei aus Eisenach (Th&uuml;ringen) nicht der Fall gewesen. Daraus ergebe sich: &ldquo;Die Annahme der Spenden war unzul&auml;ssig&rdquo;, sagte Zimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/rp\/angebliche-parteispenden-des-geheimagenten-werner-mauss-cdu-erklaert-spenden-annahme-fuer-unzulaessig\/-\/id=1682\/did=18237046\/nid=1682\/1yu2r0s\/\">SWR<\/a> \n<p>Dazu: <strong>80.000 Euro, Spender &ldquo;nicht bekannt&rdquo;<\/strong><br>\nDie CDU in Rheinland-Pfalz hat mehr als 80.000 Euro an illegalen Parteispenden angenommen. Es gibt Hinweise, dass das Geld aus einer schwarzen Kasse des Geheimagenten Werner Mauss stammen k&ouml;nnte.<br>\nDas Geld kam j&auml;hrlich, und immer in Tranchen von 9000 oder 9500 Euro. Seit 2008 &uuml;berwies eine Eisenacher Rechtsanwaltskanzlei insgesamt 82.000 Euro an die Christdemokraten in Rheinland-Pfalz und im Landkreis Cochem-Zell an der Mosel. Heute musste der rheinland-pf&auml;lzische CDU-Landesverband einr&auml;umen, dass das Geld in Wahrheit gar nicht von den Anw&auml;lten stammte, sondern nur von ihnen weitergeleitet wurde. Der eigentliche Spender sei der CDU &ldquo;nicht bekannt&rdquo;, sagt CDU-Landesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Jan Zimmer. Und er gibt zu: &ldquo;Die Annahme der Spenden war unzul&auml;ssig.&rdquo;<br>\nDie Christdemokraten stecken damit wieder einmal in einem veritablen Parteispendenskandal. Illegale Spenden, das hatte die CDU schon nach Bekanntwerden der schwarzen Kassen von Helmut Kohl und Manfred Kanther vor eineinhalb Jahrzehnten schmerzlich erfahren m&uuml;ssen, werden von der Bundestagsverwaltung einkassiert. Unter Umst&auml;nden droht auch noch eine saftige Strafzahlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cdu-in-rheinland-pfalz-die-annahme-der-spenden-war-unzulaessig-a-1114829.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War das &bdquo;Bekanntwerden der schwarzen Kassen&ldquo; f&uuml;r die CDU damals wirklich schmerzhaft? Mussten die Herren Kanther und Kohl etwa in ein Gef&auml;ngnis oder eine &uuml;berdimensional hohe Strafe zahlen?<br>\nEine allzu harte Strafe d&uuml;rfte die CDU nun also auch nicht unbedingt erfahren, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dr. Sch&auml;uble in der FAZ &uuml;ber die Welt<\/strong><br>\nDer Bundesfinanzminister hat einen langen, in seinen Augen sicher programmatischen Artikel in der FAZ ver&ouml;ffentlicht. Darin zeigt er in aller Klarheit, warum seine Politik in die Katastrophe f&uuml;hren muss. Der Artikel beweist n&auml;mlich, dass weder er noch seine engsten Mitarbeiter die wichtigsten globalen Zusammenh&auml;nge sehen und verstehen.<br>\nNachdem der Jurist Dr. Wolfgang Sch&auml;uble in diesem Jahr die Laudatio f&uuml;r die Ludwig-Erhard-Preistr&auml;ger f&uuml;r Publizistik (wir haben hier dar&uuml;ber berichtet) gehalten hat, bewirbt er sich jetzt selbst um diesen Preis und hat, wie k&ouml;nnte es anders sein, daf&uuml;r in der FAZ unendlich viel Platz bekommen (hier).<br>\nDer Autor schreibt selbst, das er seine Politik &bdquo;besser erkl&auml;ren&ldquo; m&ouml;chte. Doch er versucht nicht einmal ansatzweise, etwas zu erkl&auml;ren, sondern stellt Aussage hinter Aussage, ohne zu sagen, warum er die Welt so sieht, wie er sie sieht. Erkl&auml;ren hei&szlig;t aber nun mal, sich auf Zusammenh&auml;nge, auf Theorien festzulegen und nicht, die eigene Anschauung von der Welt zum hundertsten Male weiter zu verbreiten.<br>\nUnd doch lassen einige S&auml;tze in dem Sammelsurium die Theorie in der Weltanschauung des Dr. Sch&auml;uble erahnen &ndash; und genau da sehen wir ein riesiges schwarzes Loch, aus dem sich nichts ablesen l&auml;sst au&szlig;er Konfusion.<br>\nIch will einmal drei zentrale S&auml;tze bewusst aus dem Zusammenhang rei&szlig;en und hintereinander stellen:<br>\n&bdquo;Internationaler Handel ist die Grundlage von Wachstum &ndash; &uuml;berall.&ldquo;<br>\n&bdquo;Und wir brauchen weltweit einen Abbau der viel zu hohen &ouml;ffentlichen und privaten Verschuldung.&ldquo;<br>\n&bdquo;Was ich heute am ehesten f&uuml;r vern&uuml;nftig halte, ist eine St&auml;rkung der individuellen Vorsorge. Die Riester-Rente ist gut, und es lohnt sich, daran zu arbeiten, sie zu verbessern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/dr-schaeuble-der-faz-ueber-die-welt\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr geht von Saudi-Arabien aus<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) reist heute in den Iran. Das Land sei sicher ein schwieriger Partner, aber auch einer mit &ldquo;&Uuml;berlebensinteresse an der Niederringung des IS&rdquo;, sagte der Islamwissenschaftler Wilfried Buchta im DLF. Und warnte mit Blick auf die Lage in der Region: Die Gefahr, die von Saudi-Arabien ausgehe, werde untersch&auml;tzt.<br>\nHondl: &hellip;. Ist der Iran, um jetzt auch wieder zu Gabriels Reise zur&uuml;ckzukommen, das Verh&auml;ltnis des Westens zum Iran der Dreh- und Angelpunkt der k&uuml;nftigen Entwicklung?<br>\nBuchta: Das w&uuml;rde ich nicht ganz so unterschreiben. Ich sehe die Gefahr, die zum Beispiel aus Saudi-Arabien kommt, als eine viel bedrohlichere an. Wir untersch&auml;tzen die M&ouml;glichkeiten, die Saudi-Arabien hat, durch den massiven Export ihrer wahhabistischen Spielart des Islam. Dieser Einfluss reicht bis nach Indonesien, bis auf die Bahamas, zu allen m&ouml;glichen muslimischen Auslandsgemeinschaften &uuml;berall in der Welt, in Europa, in Afrika, in Asien.<br>\nHondl: Saudi-Arabien ist ausgerechnet der Hauptverb&uuml;ndete des Westens im Kampf gegen den Islamischen Staat.<br>\nBuchta: Ja! Und da sehe ich eine Einseitigkeit der Blickrichtung. Nat&uuml;rlich ist das iranische Revolutionsregime ein schwieriger Partner des Westens zur Eind&auml;mmung des IS, aber ein Partner, der ein &Uuml;berlebensinteresse an der Niederringung des IS hat. Denn der IS hat eine strikt anti-schiitische Ausrichtung und er m&ouml;chte, falls es ihm gelingt, m&ouml;glichst alle Schiiten der Welt konvertieren mit Zwang, oder t&ouml;ten. Saudi-Arabien hingegen ist eben auch ein Schiiten-Feind, aber Saudi-Arabiens Ideologie ist zu 98 Prozent identisch mit der Ideologie des IS. Was den IS von der saudischen wahhabitischen Ideologie unterscheidet, ist die Bef&uuml;rwortung der Monarchie. Die Wahhabiten in Saudi-Arabien halten an diesem alten Pakt zwischen wahhabitischem Staatsklerus auf der einen Seite und dem saudischen K&ouml;nigshaus fest und legitimieren die Monarchie in Saudi-Arabien. Und der IS hat sein eigenes ideologisches Konzept, n&auml;mlich das des Kalifats. Beide Konzepte sind unvereinbar, aber ansonsten ist die Ideologie, das hei&szlig;t eine Ideologie, die auf Ausgrenzung nichtmuslimischer Minderheiten zielt und auf Abgrenzung gegen&uuml;ber dem Westen, die gleiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/konflikte-in-der-islamischen-welt-die-groesste-gefahr-geht.694.de.html?dram:article_id=367444\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Dear Hillary&rdquo; &ndash; Politik und Philanthropie in den Soros-Leaks<\/strong><br>\nSoros wird gefeiert als genialer Mega-Spekulant, Philanthrop und liberaler Globalisierungskritiker. Doch die Soros-Leaks enth&uuml;llen auch eine be&auml;ngstigende Machtanh&auml;ufung beim reichsten Hedgefond-Manager der Welt.<br>\nDer Milliard&auml;r hat&rsquo;s schwer. Erst bringt Wikileaks eine E-Mail, die zeigt wie &ldquo;Dear Hillary&rdquo; Clinton Rat von Soros in Sachen Unruhen in Albanien bekommt, dann kommt die neue Plattform DCLeaks mit weiteren Sensationen, etwa einem Botschafter-Brunch in Kiew 2014, der Soros&rsquo; F&ouml;rderung der &ldquo;Maidan-Revolution&rdquo; (Kritiker sprechen von einem Putsch) belegt.<br>\nDas k&ouml;nnte Soros m&uuml;hsam aufgebautes liberales Image kosten, wie er es z.B. durch Unterzeichnung einer Pro-Snowden-Petition an Obama aufgebaut hat. Soros&rsquo; m&auml;chtige Open Society Foundation (OSF) ist global aktiv, f&ouml;rdert NGOs, Netzmedien und politische Gruppen, wie die Leaks belegen, auch in der europ&auml;ischen Hackerbewegung. K&ouml;nnte mehr dahinter stecken als rein karitatives Engagement eines superreichen Philanthropen f&uuml;r liberale, &ldquo;offene&rdquo; Gesellschaften?<br>\nObwohl &ldquo;Megaspekulant&rdquo; George Soros als Bezwinger des Britischen Pfundes eine Ber&uuml;hmtheit und sein politisches Engagement in Osteuropa Legende ist, haben dieSoros-Leaks bemerkenswert wenig Resonanz in den Medien gefunden. Die enth&uuml;llende Plattform DCLeaks, die sich selbst als &ldquo;American Hacktivists&rdquo; bezeichnet, aber von US-Medien als Instrument &ldquo;russischer Hacker&rdquo; bezeichnet wird, machte mehr Schlagzeilen mit E-Mails der Clintons oder des Nato-Generals a.D. Breedlove.<br>\nDie Soros-Leaks betreffen mit Soros&rsquo; Open Society Foundation (OSF), eine der gr&ouml;&szlig;ten Unternehmensstiftungen der USA mit un&uuml;berschaubaren Aktivit&auml;ten weltweit, besonders aber in Osteuropa. Soros soll in den letzten Jahren &uuml;ber seine OSF und &auml;hnliche Einrichtungen etwa acht Milliarden Dollar ausgegeben haben. Dagegen wirken deutsche Firmenstiftungen eher mickrig &ndash; bis hinauf zur einflussreichen Bertelsmann-Stiftung, die sich wie die OSF um ein linksliberales Image bem&uuml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49563\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Superreichtum ist eine Bedrohung der Demokratie. Die Superreichen k&ouml;nnen mit ihren faktisch unbegrenzten finanziellen Mitteln Politik nach ihrem Willen gestalten. Sei es durch den Kauf renommierter Zeitungen, wie der Washington Post durch Jeff Bezos, den Amazon-Boss oder durch Finanzierung von sogenannten NGOs, wie im Falle Soros oder durch die Finanzierung und Beeinflussung der entsprechenden politischen Kr&auml;fte, wie die Gebr&uuml;der Koch als Initiatoren der Tea-Party-Bewegung und Gro&szlig;spender der Republikaner.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34805\">Die Demokratie des George Soros<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-01\/usa-wahlkampf-republikaner-koch\">Die Pr&auml;sidentenmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlkampf-in-den-usa-was-kostet-die-demokratie.1247.de.html?dram:article_id=341155\">Was kostet die Demokratie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/finanziers-praegen-den-amerikanischen-wahlkampf-die.979.de.html?dram:article_id=359765\">Die Pr&auml;sidentenmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/amerika\/wahlkampf-in-den-usa-mit-der-grossen-kelle-1.18471190\">Wahlkampf in den USA mit der grossen Kelle<\/a><\/li>\n<li>Hier ein interessanter &Uuml;berblick der Spenden im aktuellen US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf: <a href=\"https:\/\/www.opensecrets.org\/pres16\/\">2016 Presidential Race<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>United States of Angst<\/strong><br>\nDonald Trump ist kein irrlichternder Fremdk&ouml;rper. Er entspricht viel mehr der politischen Norm in den USA, als die meisten von uns wahrhaben wollen. Diese Norm ist das Gesch&auml;ft mit der Angst, einer inflation&auml;ren Angst, die fest in der kollektiven Imagination verwurzelt ist, in prek&auml;rer N&auml;he zur Paranoia, st&auml;ndig auf der Suche nach Monstern, die es zu zerst&ouml;ren gilt. Und Trumps wichtigstes Anliegen ist es, diese Angst weiter zu sch&uuml;ren.<br>\nHassprediger, Narziss, Rowdy, Aufschneider, Teilzeitclown, Vollzeitpsychopath, Hitzkopf, Rassist, Ignorant, Faschist, W&uuml;terich, Autist &ndash; im Vokabular seiner Gegner fehlt kaum eine abwertende Bezeichnung f&uuml;r Donald Trump. Alle diese Zuschreibungen haben jedoch eines gemeinsam: Sie gehen davon aus, dass man es mit einem Au&szlig;enseiter und Abweichler zu tun hat, der g&auml;ngige Regeln verh&ouml;hnt, um die Welt nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.<br>\nOptimisten k&ouml;nnen mit diesem Befund gut leben. Der politische Alltag, so ihre Prognose, wird es richten, weil Trump wie alle Poltergeister vor ihm zwischen Anpassung und Untergang wird w&auml;hlen m&uuml;ssen. Demnach w&auml;re selbst ein zunehmend unwahrscheinlicher Wahlsieg im November mehr Katharsis als Katastrophe. Pessimisten hingegen haben den Glauben an die Integrationskraft US-amerikanischer Politik und Kultur l&auml;ngst verloren. In ihren Augen ist der republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidat ein nicht integrierbarer St&ouml;renfried, der einem amerikanischen Faschismus den Weg ebnen und am Ende zum Sprengmeister des Systems werden kann.<br>\nSo unterschiedlich die Befunde auch klingen, sind sie doch aus ein und derselben Unterstellung abgeleitet: &bdquo;The Donald&ldquo; verletzt nicht nur Normen, er f&auml;llt aus der Norm. Historisch belastbarer ist indes die Gegenthese: Trump entspricht &ndash; ganz unabh&auml;ngig vom Wahlausgang &ndash; viel mehr der Norm, als die meisten wahrhaben wollen. Und genau hier liegt die eigentliche Gefahr des Ph&auml;nomens Trump.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/united-states-of-angst\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Der Artikel von Professor Dr. Greiner beleuchtet ein &ldquo;Erfolgsrezept&rdquo; amerikanischer Machtpolitik. Es h&auml;tte ein sehr guter Beitrag sein k&ouml;nnen, wenn der Autor die Rolle der Kontrahentin Hillary Clinton nicht vollst&auml;ndig ausgeblendet h&auml;tte. So manifestiert sich wieder der Eindruck, sie stelle die einzig akzeptable Alternative dar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der hybride Krieg des Pentagon im Irak<\/strong><br>\nF&uuml;r eine halbe Milliarde US-Dollar wurde eine britische PR-Agentur beauftragt, gef&auml;lschte Videos unter die Menschen zu bringen, um die Zuschauer verfolgen zu k&ouml;nnen<br>\nEs hat sich auf westlicher Seite eingeb&uuml;rgert, Russland eine hybride Kriegsf&uuml;hrung vorzuwerfen. Dabei wird so getan, also w&uuml;rde dies dem Nato-Westen v&ouml;llig fremd sein, weswegen man sich nur verteidigen m&uuml;sse. Dabei ist hybride Kriegsf&uuml;hrung, zumindest wenn man den Schwerpunkt auch auf die Beeinflussung der Information legt, was einst u.a. Informations-Operation, Propaganda, psychologische Kriegsf&uuml;hrung und dann Medienkrieg hie&szlig;, nat&uuml;rlich nicht neu und hat sich seit dem Kosovokrieg in Zeiten des Internet drastisch versch&auml;rft.<br>\nBesonders deutlich wurden die Anstrengungen des Pentagon und der US-Regierung nach 9\/11 und seit der Vorbereitung des Kriegs gegen den Irak mit einer Propagandamaschinerie mitsamt dreisten L&uuml;gen, die man allerdings damals Saddam Hussein vorwarf, der als Figur des B&ouml;sen Milosevic und dann Osama bin Laden abl&ouml;ste. Heute ist es Wladimir Putin.<br>\nSchon zur Vorbereitung des Golfkriegs 1991 hatte die in den USA sitzende (Lobby)Organisation Citizens for a Free Kuwait ein Jahr zuvor die PR-Agentur Hill and Knowlton beauftragt, finanziert durch Kuweit. Bekanntlich schickte die Agentur schlie&szlig;lich ein f&uuml;nfzehnj&auml;hriges kuweitisches M&auml;dchen, die als Krankenschwester &ldquo;Nayirah&rdquo; auftrat, in den Menschenrechtsausschuss, wo sie in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung erz&auml;hlte, dass irakische Besatzer angeblich mit Gewehren in Krankenh&auml;user eingedrungen und S&auml;uglinge aus den Brutk&auml;sen geholt und auf den kalten Boden geworfen oder verkauft h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49587\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ein Projekt f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nDeutschland muss die L&ouml;hne erh&ouml;hen, um die Eurozone zu stabilisieren. Die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge k&ouml;nnten neu aufgeteilt werden.<br>\nDass in Deutschland die L&ouml;hne st&auml;rker steigen sollten, dar&uuml;ber sind sich alle einig. Oder fast alle: Die Arbeitgeber sehen das nat&uuml;rlich anders. Aber sonst ist das Lager der Bef&uuml;rworter erstaunlich breit aufgestellt.<br>\nSchon vor zwei Jahren haben sowohl die Europ&auml;ische Zentralbank als auch die sonst super-konservative Bundesbank die Tarifparteien zu h&ouml;heren Abschl&uuml;ssen aufgefordert. Denn die Eurozone krebst seit L&auml;ngerem an der gef&auml;hrlichen Deflationslinie. Und ein zus&auml;tzlicher Wachstumsimpuls ist weder von den zu Sparma&szlig;nahmen verdonnerten Staaten noch vom ebenfalls schw&auml;chelnden Ausland zu erwarten.<br>\nBleibt die Hoffnung auf eine kr&auml;ftige Zunahme der privaten Nachfrage, die sich &uuml;berwiegend aus den Arbeitnehmereinkommen speist. Aber weil in den mediterranen Krisenl&auml;ndern die L&ouml;hne systematisch gedr&uuml;ckt werden, um die ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern, kann eigentlich nur im &ouml;konomisch florierenden Deutschland eine solche Politik durchgef&uuml;hrt werden.<br>\nDeshalb also die Forderungen, mit der Hoffnung, dass eine ordentliche Lohnanhebung in Deutschland einen Wachstumsschub und endlich auch ein bisschen Inflation bringen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Lohn-und-Kosten-der-Arbeit\/!5340445\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Interessante Analyse der Situation, die auch die Rolle der Gewerkschaften angemessen hart attackiert und ein vern&uuml;nftiges Projekt benennt, aber die Vorschl&auml;ge zur Umsetzung sind zaghaft. Warum eigentlich soll der Staat nicht direkt in die Lohnfindung eingreifen k&ouml;nnen, wenn er es bei dem radikalen Lohndumping der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; doch auch geschafft hat und &uuml;ber die Geh&auml;lter f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst und die Beamten ma&szlig;geblich Standards setzt? Was ist mit der Gesetzgebung zur Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und der gewollten Schw&auml;chung der Gewerkschaften? Und warum soll der Kampf gegen die exorbitanten Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse enden, wenn die Eurozone ausbalanciert ist &ndash; sind Export&uuml;bersch&uuml;sse gegen&uuml;ber den USA oder Asien nicht sch&auml;dlich? Selbst diese zaghaften Vorschl&auml;ge w&uuml;rden aber logischerweise sowohl an der SPD und den Gr&uuml;nen als auch am harten Widerstand der Verb&auml;nde der (Export-)Unternehmen scheitern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Alter Hut der Querfront wieder aufgeb&uuml;rstet<\/strong><br>\nWoran merkt man, dass eine wichtige Friedensdemonstration naht? Fr&uuml;her konnte man sicher sein, dass sich Jutta Ditfurth mit einer d&uuml;steren Warnung meldete. Jetzt hat TELEPOLIS diese billige Kassandra-Rolle &uuml;bernommen und all den alten Quark von gestern wieder aufgew&auml;rmt. Unter der &auml;u&szlig;erst originellen &Uuml;berschrift &bdquo;Der Friedenswinter ist tot! Es lebe der Friedenswinter!&ldquo; m&uuml;ht sich deren Autorin Birgit G&auml;rtner damit ab, Ken Jebsen zum 100. Mal zum Antisemiten zu machen, obwohl er keiner ist, reanimiert sogar Henryk M. Broder als Kronzeugen, um dann zu einem irren Vorwurf gegen den j&uuml;ngsten Aufruf der Friedensbewegung zu gelangen. Der sei: &bdquo;Ein Versuch, m&ouml;glichst viele politische Spektren unter dem Dach der Friedensbewegung zu vereinen.&ldquo; Ja, d&uuml;rfen die das denn? Ist der Frieden nicht doch Eigent&uuml;mer einer kleinen, elit&auml;ren Schicht von Erw&auml;hlten? Frieden f&uuml;r alle, dass geht TELEPOLIS offenkundig zu weit.<br>\nDoch die Dame G&auml;rtner kann noch viel schlauer: &bdquo;Dabei sollten die Aktiven sich aber im Klaren sein, dass kein Krieg dieser Welt beendet w&uuml;rde, wenn die Bundesregierung Unterst&uuml;tzung jeder Art umgehend einstellen w&uuml;rde. Auch die Umwandlung der R&uuml;stungs- in zivile Produktion scheitert nicht an der Bundesregierung, sondern vor allem an den Gewerkschaften.&ldquo; Und weil das so ist, d&uuml;rfen dann ihre Leser folgern, ist es ohnehin Quatsch f&uuml;r Frieden und gegen die Bundesregierung zu demonstrieren. Besser w&auml;re es, den jeweiligen Bundes-Wirtschaftsminister, der immer die Waffenexport-Genehmigungen unterschreibt, aus den Klauen der brutalen Gewerkschaftsbosse zu befreien. Gegen die sollte man mal demonstrieren!<br>\nIn der Gesellschaft der neuen Chef-Ideologin einer noch nicht geborenen anderen und nat&uuml;rlich besseren Friedensbewegung, finden die ungeneigten Leser dann auch Otmar Steinbicker. &ndash; Steinbicker ist so eine Art Ein-Mann-Friedensbewegung, der von TELEPOLIS als zweiter Kronzeuge genutzt wird und der sagen darf : &bdquo;Das Spektrum der Friedensbewegung ist deutlich gr&ouml;&szlig;er als die Liste der Aufrufenden (zur Friedensdemo in Berlin am 8.10.2016). Es bleibt auch abzuwarten, wie viele Menschen wirklich kommen. Ich wei&szlig;, dass es auch in unterzeichnenden Organisationen kontroverse Diskussionen gegeben hat. Da werden nicht wenige lieber zuhause bleiben.&ldquo; Da quillt der Wunsch als Vater des Gedankens aus allen Ritzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/kritik\/telepolis-macht-die-kriegsgraetsche.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>nicht vergessen, heute Abend kommt wieder die Anstalt &hellip;<\/strong><br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nGemeinsam mit ihren G&auml;sten &Ouml;zcan Cosar, Thilo Seibel und &ldquo;Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie&rdquo; wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;.\n<p><a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/die-anstalt\/die-anstalt-31443710.html\">Dienstag 04.10.2016, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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