{"id":35288,"date":"2016-10-05T08:46:29","date_gmt":"2016-10-05T06:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288"},"modified":"2016-10-05T08:46:29","modified_gmt":"2016-10-05T06:46:29","slug":"hinweise-des-tages-2725","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h01\">Ermitteln auf Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h02\">DGB-Chef pocht auf h&ouml;heres Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h03\">Arbeitsmarkt: Deutschland zieht kaum Fachkr&auml;fte an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h04\">Gesamtkonzernbesteuerung: eine Frage der Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h05\">Alte Selbstanzeigen liefern Spuren zu neuen Steuerhinterziehern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h06\">U.S. and EU Sanctions Are Punishing Ordinary Syrians and Crippling Aid Work, U.N. Report Reveals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h07\">Gute Bombe, b&ouml;se Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h08\">Afghanistan-Konferenz in Br&uuml;ssel: Frisches Geld, leichtere Abschiebungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h09\">Ungerechte Verteilung: Die meisten Fl&uuml;chtlinge landen in armen L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h10\">6000 Fl&uuml;chtlinge gerettet &ndash; an einem Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h11\">Saisonniers in der Schweiz sowie die Knechte und M&auml;gde des 21. Jahrhunderts in &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h12\">CETA: Ein Dammbruch mit Vorsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h13\">Eskalation mit Nuklearpotenzial<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h14\">Preisdruck l&auml;sst nicht nach: Studentenbuden werden immer teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h15\">&ldquo;Das Volk ist drau&szlig;en und drinnen hat sich die Elite versammelt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h16\">Sahra Wagenknecht zu den Reaktionen auf das Streitgespr&auml;ch zwischen ihr und Frauke Petry in der FAS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h17\">Die unerh&ouml;rte Selbstkr&ouml;nung der Sahra W. &ndash; Anatomie einer Umdeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h18\">Das Letzte: Der Rechtspopulismus ist ein tempor&auml;res Ph&auml;nomen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ermitteln auf Verdacht<\/strong><br>\nNeue Weisung regelt Bu&szlig;geldverfahren gegen Hartz-IV-Bezieher. Demnach haben Jobcenter &auml;hnliche Kompetenzen wie ein Staatsanwalt<br>\nWenn es darum geht, Hartz-IV-Bezieher umfassend zu bespitzeln, ist der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) kein Aufwand zu hoch. F&uuml;r die Bu&szlig;geldparagraphen 63 und 64 im Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) hat die Mammutbeh&ouml;rde nun 75 Seiten umfassende &raquo;Fachliche Hinweise&laquo; herausgegeben.<br>\nDas Papier unter dem Titel &raquo;Das Bu&szlig;geldverfahren im SGB II&laquo;, vorausdatiert auf den 20. Oktober, ver&ouml;ffentlichte der Sozialrechtler Harald Thom&eacute; am Montag. Es belegt, wie akribisch und rigide Jobcenter mit dem am Existenzminimum Lebende ab einem Alter von 14 Jahren vorgehen &ndash; auch sogar gegen Menschen, die sicher oder vermutet in finanzieller Verbindung zu ersteren stehen. Daf&uuml;r bedarf es einzig des Vorwurfs, mangelhaft &raquo;mitgewirkt&laquo; zu haben. Bemerkenswert ist, dass alles in einem Haus passiert: Sowohl die &raquo;Feststellung&laquo; des Verdachts, &raquo;ordnungswidrig&laquo; gehandelt zu haben, als auch weitere &raquo;Ermittlungen&laquo; und die Festsetzung der Geldbu&szlig;e obliegen dem Jobcenter.<br>\nDemnach sollen die f&uuml;r die Betroffenen zust&auml;ndigen Sachbearbeiter &raquo;Verdachtsf&auml;lle&laquo; erkennen und an die hausinterne Bearbeitungsstelle f&uuml;r Ordnungswidrigkeiten (OWi) weiterleiten. Letztere soll von ersteren mit den Unterlagen des Klienten sowie monatlichen automatischen Datenabgleichen gef&uuml;ttert werden. &Uuml;berpr&uuml;ft werden dabei Konto- und Meldedaten sowie Geld- oder Postverkehre mit externen Beh&ouml;rden. Das k&ouml;nnen das Finanz- oder Grundbuchamt sein, die Kindergeldkasse oder die Rentenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-04\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese neuen fachlichen Weisungen zum Bu&szlig;geldrecht sind <a href=\"http:\/\/tinyurl.com\/zcayev5\">hier<\/a> zu finden. Sie sind Bestandteil des &ldquo;Rechtsvereinfachungsgesetz&ldquo;, was aber offensichtlich den Kontrollstaat gegen&uuml;ber armen Mitmenschen ausweitet. W&auml;hrenddessen warten nicht Wenige auf Ermittlung und Ver&ouml;ffentlichung der Verh&auml;ltnisse von Reichen und Verm&ouml;genden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DGB-Chef pocht auf h&ouml;heres Rentenniveau<\/strong><br>\nDGB-Chef Reiner Hoffmann fordert vor einem Spitzentreffen zur Rente Schritte gegen den Verfall des Rentenniveaus. &bdquo;Unser Hauptanliegen ist es, das gesetzliche Rentenniveau zu stabilisieren&ldquo;, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Dienstag kommen Spitzenvertreter von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Sozialverb&auml;nden bei Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) in Berlin zu Beratungen &uuml;ber die Zukunft der gesetzlichen Rente zusammen.<br>\nVor wenigen Tagen waren neue Zahlen des Sozialministeriums bekannt geworden, nach denen das Rentenniveau von 47,8 auf 41,6 Prozent bis 2045 abnehmen d&uuml;rfte. Das Verh&auml;ltnis der Rente zum Durchschnittseinkommen sinkt also deutlicher als bisher bekannt. Hoffmann sagte, das Anliegen, diesen Trend zu stoppen, teile der DGB mit vielen anderen. &bdquo;Die Rente bewegt die Menschen&ldquo;, sagte er. &bdquo;Die alte Frontstellung ist aufgebrochen, nach der &auml;ltere Menschen sich angeblich Pfr&uuml;nde sichern wollen und die J&uuml;ngeren bezahlen m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/renten-spitzentreffen-dgb-chef-pocht-auf-hoeheres-rentenniveau\/14637678.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist zu hoffen, dass der DGB &ndash; und insbesondere Herr Hoffmann &ndash; bei dieser Forderung nicht einknickt wie bei CETA im Umfeld des SPD-Konvents.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Rentenniveau stabilisieren reicht nicht<\/strong><br>\n&bdquo;Das Rentenniveau wurde im Jahr 2000 von SPD und Gr&uuml;nen in den Sinkflug geschickt. Den gilt es jetzt sofort zu stoppen&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Treffen des Rentendialogs, zu dem erneut keine Vertreter der Opposition eingeladen wurden. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Eine Stabilisierung des aktuellen Rentenniveaus von 47,9 Prozent reicht &uuml;berhaupt nicht aus, um jungen Menschen eine gute Perspektive f&uuml;r das Alter zu geben. 47,9 Prozent reichen auch keinesfalls aus, um Geringverdienenden ein sorgenfreies Leben im Alter zu erm&ouml;glichen. Und 47,9 Prozent reichen auch nicht, um Frauen die Chance auf eine eigenst&auml;ndige Alterssicherung zur&uuml;ckzugeben. Wenn die Rente wieder den Lebensstandard im Alter sichern soll, muss eine durchschnittliche Rente wieder mindestens 53 Prozent des durchschnittlichen Lohns betragen.<br>\nWenn Arbeitsministerin Andrea Nahles heute das Ende der Riesterrente verk&uuml;nden w&uuml;rde, k&ouml;nnten durchschnittlich verdienende Besch&auml;ftigte mehr als 100 Euro zus&auml;tzlich pro Monat in die gesetzliche Rente stecken, statt sie Banken und Versicherungen hinterherzuwerfen. Der Staat w&uuml;rde j&auml;hrlich mehr als drei Milliarden Euro einsparen, und die Arbeitgeber m&uuml;ssten sich endlich wieder parit&auml;tisch an der Finanzierung der gesetzlichen Rente beteiligen. Genau so w&auml;re ein Rentenniveau von 53 Prozent auch finanzierbar &ndash; ohne Kapitalm&auml;rkte, ohne Versicherungskonzerne und ohne Banken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenniveau-stabilisieren-reicht-nicht\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Deutschland zieht kaum Fachkr&auml;fte an<\/strong><br>\nFast 900.000 Asylsuchende kamen im Jahr 2015 an. Hochqualifizierte und Fachkr&auml;fte aber kommen nur wenige. Die Gr&uuml;nen fordern j&auml;hrliche Quoten. [&hellip;]<br>\nAuch die Gr&uuml;nen sehen das so, sie haben daher nun ein Konzept f&uuml;r eine gezieltere Einwanderungspolitik erarbeitet. &bdquo;Angesichts dieser Zahlen kann von einer bedarfsgerechten Einwanderung von Fachkr&auml;ften keine Rede sein&ldquo;, sagte ihre arbeitsmarktpolitische Sprecherin, Brigitte Pothmer, dieser Zeitung. An erster Stelle ihres &bdquo;F&uuml;nf-Punkte-Plans&ldquo;, der Einwanderung &bdquo;verantwortungsvoll gestalten und nicht schlicht begrenzen&ldquo; soll, steht die Einrichtung einer Einwanderungskommission. Sie w&uuml;rde j&auml;hrlich anhand des aktuell ermittelten Fachkr&auml;ftebedarfs eine sogenannte Aufnahmequote festlegen. Damit w&uuml;rde f&uuml;r jedes Jahr beziffert, wie viele Hochqualifizierte und wie viele Fachkr&auml;fte jenseits von EU-Freiz&uuml;gigkeit und Asylmigration ins Land kommen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nDass es weiter Bedarf an Fachkr&auml;ften aus aller Welt geben wird, legen die Vorausberechnungen zur demographischen Entwicklung nahe. Sie lassen erwarten, dass die Gesamtzahl der Menschen im Erwerbsalter hierzulande auch bei einer auf Dauer angelegten Zuwanderung von j&auml;hrlich 200 000 Personen bis in die 2030er Jahre immer noch um 5 Millionen oder rund ein Zehntel schrumpft. Entsprechendes gilt dann f&uuml;r Fachkr&auml;fte. Selbst wenn es in den n&auml;chsten Jahren gut gelingen sollte, eine gro&szlig;e Zahl anerkannter Asylbewerber zu Fachkr&auml;ften zu qualifizieren, bliebe daher noch eine erhebliche L&uuml;cke.<br>\nDerzeit spiele Deutschland im Wettbewerb um die besten K&ouml;pfe &bdquo;noch lange nicht in einer Liga&ldquo; mit Einwanderungsl&auml;ndern wie Kanada und den Vereinigten Staaten, betont Pothmer. Da sich jedoch gerade dieser Wettbewerb angesichts der Alterung auch in anderen L&auml;ndern noch versch&auml;rfen werde, sei es h&ouml;chste Zeit, &bdquo;offensiv um Hochqualifizierte und Fachkr&auml;fte zu werben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/deutschland-zieht-kaum-fachkraefte-an-14464846.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei dem furchtbar schlimmen Fachkr&auml;ftemangel wundert man sich schon, dass die deutsche Wirtschaft so derma&szlig;en brummt, extreme Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse erwirtschaftet und es uns Deutschen so gut geht&hellip; oder gibt es hier innere Widerspr&uuml;che? Die Gr&uuml;nen wollen sich mal wieder beim Kapital einschleimen und f&uuml;r die geplante schwarz-gr&uuml;ne Bundesregierung &ldquo;fit&rdquo; machen. Wie kann man einen Fachkr&auml;ftemangel diagnostizieren bei 5 Millionen Arbeitslosen, und solange die Geh&auml;lter in Deutschland so niedrig und schlicht international nicht konkurrenzf&auml;hig sind? Und warum verlassen aber viele Fachkr&auml;fte Deutschland in Richtung Schweiz, Gro&szlig;britannien, Niederlande oder Skandinavien? Doch wohl haupts&auml;chlich wegen der viel besseren Bezahlung und den deutlich besseren Arbeitsmarktchancen in den anderen L&auml;ndern. Warum kommt von den Gr&uuml;nen nicht die &uuml;berf&auml;llige Forderung nach viel h&ouml;heren L&ouml;hnen in Deutschland, z.B. in der Pflege oder im &ouml;ffentlichen Dienst, was auch die wirtschaftliche Lage sofort verbessern w&uuml;rde &ndash; weil das der neoliberalen gr&uuml;nen Agenda diametral widerspricht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesamtkonzernbesteuerung: eine Frage der Gerechtigkeit<\/strong><br>\nDas Thema Steuerbetrug ist in aller Munde. Zahlreiche Aufdeckungsgeschichten des Netzwerkes investigativer JournalistInnen haben in den letzten Jahren die Machenschaften gro&szlig;er Konzerne und reicher Privatpersonen ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit gebracht und einen Sturm der Entr&uuml;stung nach sich gezogen. Dabei existiert das Problem bereits viel l&auml;nger und fungiert seit Jahren wie ein schwarzes Loch in den Steuersystemen vieler Nationalstaaten. Die Leidtragenden sind die ArbeitnehmerInnen, KonsumentInnen und Klein- und Mittelunternehmen. Sie m&uuml;ssen die Steuerausf&auml;lle kompensieren, sind von Leistungsk&uuml;rzungen &uuml;berproportional betroffen und &ndash; im Falle der KMU &ndash; mit unfairen Wettbewerbsbedingungen konfrontiert. Ber&uuml;cksichtigt man nun noch die Dimension des Problems &ndash; die Europ&auml;ische Kommission geht davon aus, dass in der EU jedes Jahr etwa eine Billion Euro durch Steuerhinterziehung und -vermeidung verloren gehen &ndash; wird deutlich, dass das Thema zu einer der bedeutendsten Fragen der Gerechtigkeit avanciert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/gesamt-konzern-besteuerung-eine-frage-der-gerechtigkeit\/\">Blog Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Alte Selbstanzeigen liefern Spuren zu neuen Steuerhinterziehern<\/strong><br>\nDie Analyse alter Selbstanzeigen von Steuerbetr&uuml;gern f&uuml;hrt Steuerfahnder aus Wuppertal auf die Spur neuer F&auml;lle.<br>\nIm Fokus stehen nun Banken in &Ouml;sterreich, die dabei geholfen haben k&ouml;nnten, den deutschen Fiskus zu prellen.<br>\nDas Land Nordrhein-Westfalen hat seit 2010 insgesamt 2,3 Milliarden Euro zus&auml;tzlich durch das Aufdecken von Steuerbetr&uuml;gereien eingenommen.<br>\nDie Walser Privatbank AG ist ein feines, kleines Geldhaus, das auf eine lange Geschichte im Kleinwalsertal in &Ouml;sterreich zur&uuml;ckblicken kann. &ldquo;Hier gilt: Ein Wort ist ein Wort&rdquo;, schreibt die Bank &uuml;ber sich und verkneift sich dabei hinter &ldquo;gilt&rdquo; das &ldquo;noch&rdquo;. In den Bergen muss sich einer auf den anderen verlassen k&ouml;nnen. Aber gilt eine solche Redewendung heutzutage noch? Klar, das Geldinstitut versprach immer schon &ldquo;N&auml;he, Sicherheit, Augenh&ouml;he&rdquo;. Trotzdem waren sich einige Kunden der 1894 gegr&uuml;ndeten Bank nicht mehr sicher. Sie hatten am deutschen Fiskus vorbei Geld ins Kleinwalsertal gebracht und als sie nerv&ouml;s wurden, verschickten sie Selbstanzeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerhinterziehung-alte-selbstanzeigen-liefern-spuren-zu-neuen-steuerhinterziehern-1.3188274\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>U.S. and EU Sanctions Are Punishing Ordinary Syrians and Crippling Aid Work, U.N. Report Reveals<\/strong><br>\nInternal United Nations assessments obtained by The Intercept reveal that U.S. and European sanctions are punishing ordinary Syrians and crippling aid work during the largest humanitarian emergency since World War II.<br>\nThe sanctions and war have destabilized every sector of Syria&rsquo;s economy, transforming a once self-sufficient country into an aid-dependent nation. But aid is hard to come by, with sanctions blocking access to blood safety equipment, medicines, medical devices, food, fuel, water pumps, spare parts for power plants, and more.<br>\nIn a 40-page internal assessment commissioned to analyze the humanitarian impact of the sanctions, the U.N. describes the U.S. and EU measures as &ldquo;some of the most complicated and far-reaching sanctions regimes ever imposed.&rdquo; Detailing a complex system of &ldquo;unpredictable and time-consuming&rdquo; financial restrictions and licensing requirements, the report finds that U.S. sanctions are exceptionally harsh &ldquo;regarding provision of humanitarian aid.&rdquo;<br>\nU.S. sanctions on Syrian banks have made the transfer of funds into the country nearly impossible. Even when a transaction is legal, banks are reluctant to process funds related to Syria for risk of incurring violation fees. This has given rise to an unofficial and unregulated network of money exchanges that lacks transparency, making it easier for extremist groups like ISIS and al Qaeda to divert funds undetected. The difficulty of transferring money is also preventing aid groups from paying local staff and suppliers, which has &ldquo;delayed or prevented the delivery of development assistance in both government and besieged areas,&rdquo; according to the report.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/09\/28\/u-s-sanctions-are-punishing-ordinary-syrians-and-crippling-aid-work-u-n-report-reveals\/\">The Intercept<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gute Bombe, b&ouml;se Bombe<\/strong><br>\nIn Syrien findet gerade ein gro&szlig;es Menschheitsverbrechen statt &ndash; doch die Welt hat nichts Besseres zu tun, als &ldquo;gute Bomben, b&ouml;se Bomben&rdquo; zu spielen. &ldquo;B&ouml;se Bomben&rdquo;, das sind jene, welche die Russen &uuml;ber dem Land abwerfen. Sie sind es, die Zivilisten t&ouml;ten und den wahlweise als &ldquo;Diktator&rdquo; oder &ldquo;blutr&uuml;nstigen Machthaber&rdquo; titulierten syrischen Pr&auml;sidenten Assad noch an der Macht halten. Die &ldquo;guten Bomben&rdquo; hingegen werden von den USA und ihren Verb&uuml;ndeten eingesetzt &ndash; treffen sie doch angeblich &ldquo;nur&rdquo; islamistische Terroristen. So einfach kann man sich &ndash; jedenfalls in den Augen der meisten westlichen Beobachter &ndash; die Welt zurechtzimmern. Hier die Guten, da die B&ouml;sen. Doch eine L&ouml;sung dieses Konflikts wird man auf diesem Weg nicht n&auml;herkommen. Es gibt Experten, die davon ausgehen, dass inzwischen 230 verschiedene Gruppierungen in Syrien aktiv sind. Das Spektrum reicht von unbewaffneten Oppositionellen bis hin zu den Extremisten des sogenannten &ldquo;Islamischen Staates&rdquo;. Hinzu kommen mindestens zwei sich gegenseitig &uuml;berlagernde Stellvertreterkriege, in denen globale M&auml;chte wie die USA, Russland und China mitmischen, aber auch die Regionalm&auml;chte Iran, Saudi-Arabien und T&uuml;rkei. Und selbst europ&auml;ische Staaten wie Frankreich und Deutschland sind inzwischen &uuml;ber eine v&ouml;lkerrechtlich fragw&uuml;rdige &ldquo;Anti-IS-Mission&rdquo; involviert. Und gerade der gestrige erste Jahrestag des milit&auml;rischen Eingreifens Russlands w&auml;re ein guter Anlass gewesen, nach den strategischen Zielen Moskaus zu fragen. Wer sich von der vereinfachenden Schwarz-Wei&szlig;-Rhetorik verabschiedet, der erkennt schnell, dass es Russland um genau zwei Dinge geht: um den Erhalt seiner einzigen Marinebasis im Mittelmeer im syrischen Tartus und um die Begrenzung des Einflusses der USA in Nahost.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/gute-bombe-bose-bombe-1.5525983\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Solche journalistischen Leistungen machen Mut, dass die &ldquo;Meinungsmache&rdquo; der Leitmedien doch nicht den endg&uuml;ltigen Sieg erringt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afghanistan-Konferenz in Br&uuml;ssel: Frisches Geld, leichtere Abschiebungen?<\/strong><br>\nDass Afghanistan am Tropf der internationalen Gemeinschaft h&auml;ngt und ohne diese lebenserhaltenden Ma&szlig;nahmen zusammenbr&auml;che, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger, dass in Br&uuml;ssel die Geldzufuhr f&uuml;r die kommenden vier Jahre gesichert wird. Dass die Zuwendungen &ldquo;genauso oder &auml;hnlich hoch ausfallen wie derzeit&rdquo;, erwartet der afghanische Finanzminister Eklil Ahmed Hakimi. Ob das aber wirklich alles reichen wird, um das Land vor dem R&uuml;ckfall ins Chaos zu bewahren, ist die gro&szlig;e Frage: &ldquo;Die Taliban haben ein gr&ouml;&szlig;eres Gebiet unter ihrer Kontrolle als 2011. Man muss von einer Ausdehnung des Einflusses der Extremisten sprechen&rdquo;, warnt die au&szlig;enpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen im EU-Parlament, Barbara Lochbihler.<br>\nLaut den Vereinten Nationen wird Afghanistan f&uuml;r Zivilisten immer gef&auml;hrlicher. 2015 gelang es den Taliban, ausgerechnet die Provinzhauptstadt Kundus, einen ehemaligen Bundeswehrstandort, zu &uuml;berrennen und tagelang zu beherrschen. Jetzt, ziemlich genau ein Jahr sp&auml;ter, drangen sie erneut ins Stadtzentrum vor. Trotz allem versuche die EU, die afghanische Regierung zur R&uuml;cknahme von Fl&uuml;chtlingen zu bewegen, kritisiert Lochbihler im ARD-H&ouml;rfunkinterview: &ldquo;Das sind mehr als Hinterzimmer-Gespr&auml;che. Man will organisieren, dass die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern umgesetzt wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afghanistan-konferenz-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Es ist nicht so, dass man in Afghanistan nicht leben kann&rdquo;<\/strong><br>\nDer CDU-Europaabgeordnete Michael Gahler hat die geplante Abschiebung afghanischer Fl&uuml;chtlinge aus der EU verteidigt. Seitens der afghanischen Regierung drohe den Menschen keine Gef&auml;hrdung, sagte er im DLF. Damit halte man das Kriterium der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschiebung-von-fluechtlingen-es-ist-nicht-so-dass-man-in.694.de.html?dram:article_id=367534\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r ein billiger Trick. Seitens der afghanischen Regierung droht den Menschen keine Gef&auml;hrdung. Nur leider kann ebendiese Regierung auch nicht f&uuml;r die Sicherheit der Menschen garantieren. Ein Blick auf die <a href=\"http:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/sid_C00BBDA6C05925524EAA723423D3163E\/DE\/Laenderinformationen\/00-SiHi\/Nodes\/AfghanistanSicherheit_node.html\">Seite des Ausw&auml;rtigen Amtes<\/a> ist deshalb zu empfehlen. Da steht:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt. Wer dennoch reist, muss sich der Gef&auml;hrdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein. [&hellip;] Der Aufenthalt in weiten Teilen des Landes bleibt gef&auml;hrlich. Jeder l&auml;ngerfristige Aufenthalt ist mit zus&auml;tzlichen Risiken behaftet. Bereits bei der Planung des Aufenthaltes sollten die Sicherheitslage und die daraus resultierenden Bewegungseinschr&auml;nkungen beachtet werden. Zudem sollte der Aufenthalt auf der Basis eines tragf&auml;higen professionellen Sicherheitskonzepts durchgef&uuml;hrt werden. [&hellip;] <\/p>\n<p>In ganz Afghanistan besteht ein hohes Risiko, Opfer einer Entf&uuml;hrung oder eines Gewaltverbrechens zu werden. Landesweit, auch in der Hauptstadt Kabul kann es zu Attentaten, &Uuml;berf&auml;llen, Entf&uuml;hrungen und andere Gewaltverbrechen kommen. Im Januar 2016 gab es in unmittelbarer N&auml;he des Flughafens Kabul eine heftige Detonation, bei der &uuml;ber 50 Zivilisten verletzt wurden. Im April 2016 wurden bei einem Anschlag gegen ein Regierungsgeb&auml;ude in Kabul 80 Menschen get&ouml;tet und &uuml;ber 340 teilweise schwer verletzt. Nach dem Ende der internationalen milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzungsmission ISAF haben die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte landesweit die Sicherheitsverantwortung &uuml;bernommen, sehen sich jedoch einer starken Insurgenz gegen&uuml;ber und haben die Lage nicht &uuml;berall unter Kontrolle. [&hellip;]<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungerechte Verteilung: Die meisten Fl&uuml;chtlinge landen in armen L&auml;ndern<\/strong><br>\n&Uuml;ber die H&auml;lfte aller Fl&uuml;chtlinge lebe in nur zehn Staaten, und die reichen L&auml;nder w&uuml;rden ihrer Verantwortung nicht gerecht, mahnt Amnesty International. Deutschland sei eine positive Ausnahme. Amnesty International hat die reichen L&auml;nder aufgefordert, deutlich mehr Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen. Nur zehn vorwiegend arme L&auml;nder nehmen nach einem an diesem Dienstag vorgelegten Bericht der Menschenrechtsorganisation mehr als die H&auml;lfte aller Fl&uuml;chtlinge weltweit auf. Unter diesen L&auml;ndern ist kein einziges EU-Mitglied und kein Staat aus der Gruppe der sieben f&uuml;hrenden Industriel&auml;nder (G-7). Zuflucht fanden die meisten Menschen stattdessen im Nahen Osten, Afrika, Asien und der T&uuml;rkei &ndash; in L&auml;ndern, die direkt an Konfliktgebiete angrenzen und zusammen f&uuml;r gerade einmal 2,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/amnesty-international-will-fluechtlings-aufnahme-in-reichen-laendern-14465211.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>6000 Fl&uuml;chtlinge gerettet &ndash; an einem Tag<\/strong><br>\nBei einem internationalen Rettungseinsatz vor der libyschen K&uuml;ste sind mehr als 6000 Fl&uuml;chtlinge gerettet worden &ndash; an einem einzigen Tag. Nach Angaben der italienischen K&uuml;stenwache hatten sich die Menschen auf rund 40 Booten in Richtung Europa auf den Weg gemacht. Vor der libyschen K&uuml;ste sind an einem einzigen Tag mehr als 6000 Fl&uuml;chtlinge gerettet worden. Die italienische K&uuml;stenwache teilte mit, die Menschen seien auf rund 40 Schlauch- und Fischerbooten sowie Fl&ouml;&szlig;en unterwegs gewesen. Neun Menschen h&auml;tten nur noch tot geborgen werden k&ouml;nnen. An dem Einsatz waren drei Schiffe der K&uuml;stenwache, zwei der italienischen Marine, je eines der EU-Mission Eunavformed und der Grenzschutzagentur Frontex sowie Schiffe diverser Hilfsorganisationen beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/libyen-fluechtlinge-gerettet-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Saisonniers in der Schweiz sowie die Knechte und M&auml;gde des 21. Jahrhunderts in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nDie Schweiz m&ouml;chte von europ&auml;ischer Freiz&uuml;gigkeit nichts mehr wissen und Zuwanderung begrenzen, f&uuml;rchtet zugleich aber um billige Arbeitskr&auml;fte. &Auml;hnliches in &Ouml;sterreich. Die Ausbeutung von Migrantinnen und Migranten scheint in beiden L&auml;ndern weit verbreitet. Stefan Sell mit einem &Uuml;berblick &uuml;ber aktuelle Diskussionen in &Ouml;sterreich und der Schweiz sowie mit einem kurzen Blick auf Deutschland (Red.)<br>\nBekanntlich hat sich die Schweiz hinsichtlich der Zuwanderung in eine Situation man&ouml;vriert, die man als eine mehrfache Bredouille beschreiben muss. Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte im Juli 2011 im Vorfeld der damaligen Schweizer Parlamentswahlen die eidgen&ouml;ssische Volksinitiative &ldquo;Gegen Masseneinwanderung&rdquo; lanciert und ihren Wahlkampf unter das Thema &ldquo;Masseneinwanderung stoppen!&rdquo; gestellt. Am 9. Februar 2014 haben Volk und St&auml;nde die Initiative angenommen. Und seitdem haben die Regierungsverantwortlichen in den Schweizer Bergen eine Menge Stress, denn: Die Initiative beauftragt den Gesetzgeber, die Zuwanderung von Ausl&auml;ndern in die Schweiz durch j&auml;hrliche H&ouml;chstzahlen und Kontingente, die sich nach den gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz richten, zu begrenzen. Sie verlangt auch die &Auml;nderung dem widersprechender Staatsvertr&auml;ge, also namentlich der bilateralen Vertr&auml;ge zwischen der Schweiz und der EU, welche die Personenfreiz&uuml;gigkeit vorsehen. Nur gibt es seitens der EU, was die vereinbarte Personenfreiz&uuml;gigkeit angeht, derzeit kein erkennbares Entgegenkommen, was angesichts der zwischenzeitlich erfolgten Breit-Abstimmung in Gro&szlig;britannien und den anstehenden Ausstieg aus der EU auch nicht zu erwarten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1947\">Stefan Sell auf annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CETA: Ein Dammbruch mit Vorsatz<\/strong><br>\nBei CETA geht es nur zweitrangig um Kanada. Denn &ndash; soweit sind sich Bef&uuml;rworterInnen und GegnerInnen einig &ndash; mit der CETA-Debatte wird die Zukunft der europ&auml;ischen Handelspolitik bestimmt. W&auml;hrend die n&auml;chsten Abkommen schon in den Startl&ouml;chern stehen, sind die Folgen f&uuml;r staatliche Handlungsf&auml;higkeit m&ouml;glicherweise verheerend.<br>\nDie zust&auml;ndige EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m hat es leicht, wenn sie sagt &bdquo;Wer sollte mit uns Handel treiben, wenn wir nicht einmal mit Kanada ein Abkommen zustande bekommen?&ldquo; Denn Kanada, das ist das Land der Elche, Mounties und Ahornbl&auml;tter und nicht jenes des Raubtierkapitalismus und der Billigprodukte. Doch der Eindruck t&auml;uscht: CETA ist das erste Abkommen der neuen Generation, das radikal mit (mehr oder weniger) bew&auml;hrten Praktiken der alten Handelspolitik bricht &ndash; zu Gunsten multinationaler Konzerne und zu Lasten der Staaten. Sollte CETA tats&auml;chlich zum Vorbild f&uuml;r weitere Abkommen werden, w&auml;re es multinationalen Konzernen und ihren HelferInnen tats&auml;chlich gelungen, den staatlichen M&ouml;glichkeiten, Fehlentwicklungen zu korrigieren, einen schweren Schlag zu versetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ceta\/\">blog.arbeit-wrtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eskalation mit Nuklearpotenzial<\/strong><br>\nBerliner Regierungsberater und Au&szlig;enpolitik-Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung der NATO-Eskalationspolitik gegen&uuml;ber Russland. Im Hinblick auf die gef&auml;hrlichen Zwischenf&auml;lle bei milit&auml;rischen Flugman&ouml;vern beispielsweise &uuml;ber der Ostsee f&uuml;hre &ldquo;fr&uuml;her oder sp&auml;ter&rdquo; an &ldquo;einem Umgang miteinander kein Weg vorbei&rdquo;, erkl&auml;rt ein hochrangiger NATO-Funktion&auml;r in der f&uuml;hrenden Zeitschrift des deutschen Au&szlig;enpolitik-Establishments. Man m&uuml;sse Sorge daf&uuml;r tragen, dass der Machtkampf zwischen der NATO und Russland &ldquo;sich nicht zu einem Gro&szlig;konflikt ausw&auml;chst&rdquo;, warnt ein renommierter russischer Experte eines US-Think-Tanks: Der Machtkampf sei zwar &ldquo;keineswegs trivial&rdquo;, doch sei er &ldquo;einen europ&auml;ischen Krieg &hellip; zweifellos nicht wert&rdquo;. Auch die vom Kanzleramt finanzierte Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) dringt darauf, in Abkehr vom bisherigen langfristigen Kurs insbesondere der USA nicht nur Russland, sondern auch China &ldquo;Einflusssph&auml;ren&rdquo; in ihrem jeweiligen regionalen Umfeld einzur&auml;umen &ndash; &ldquo;zur Vermeidung von Kriegsrisiken&rdquo;. Die SWP weist auf die nukleare Komponente des Konflikts hin &ndash; und warnt, auf lange Sicht sei die Stationierung landgest&uuml;tzter nuklearer Mittelstreckenraketen in Europa nicht mehr auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59454\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Preisdruck l&auml;sst nicht nach: Studentenbuden werden immer teurer<\/strong><br>\nMit dem Zustrom an die Unis steigen auch die Mieten f&uuml;r Studenten. Senioren und Berufsanf&auml;nger konkurrieren mit ihnen um g&uuml;nstige Appartements. Eine Studie hat untersucht, wo die Preise am schnellsten steigen.<br>\nWer sich in diesem Semester aus dem Elternhaus zum Studium aufmacht, muss f&uuml;r die erste eigene Wohnung mehr Miete zahlen als noch vor ein paar Jahren. &ldquo;In Berlin sind die Preissteigerungen sehr stark&rdquo;, erkl&auml;rt Michael Voigtl&auml;nder, der eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) im Auftrag des Deutschen Real Estate Funds geleitet hat. Gut 37 Prozent mehr Miete mussten Hochsch&uuml;ler 2016 in der Hauptstadt hinlegen als noch vor sechs Jahren. F&uuml;r die Studie verglichen die Forscher die Mietpreisdynamik von Durchschnitts-Studentenbuden zwischen 2010 und 2016 in 15 Gro&szlig;- und Universit&auml;tsst&auml;dten.<br>\nSpitzenreiter sind dabei Berlin, M&uuml;nchen und Stuttgart. Aber auch im kleineren Osnabr&uuml;ck m&uuml;ssen Studenten mehr f&uuml;r ihre Wohnung zahlen als fr&uuml;her. Weniger stark stiegen die Mieten unter anderem in Siegen, Bonn und Heidelberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Studentenbuden-werden-immer-teurer-article18777881.html\">n-tv<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schampus und Cashflow f&uuml;r Vermieter: Wohnungsnot versch&auml;rft sich weiter<\/strong><br>\nDeutschlands Hochschulst&auml;dte plagt akute Wohnungsknappheit. Wer als Student viel Geld hat, zieht ins Nobelapartment, wer nicht, muss sehen, wo er bleibt. W&auml;hrend der Mangel an staatlichen Heimpl&auml;tzen die Preise nach oben treibt, herrscht Goldgr&auml;berstimmung in der Immobilienwirtschaft. Die Politik tut nach wie vor zu wenig. Nur einfach Wohnen ist &ouml;de. Heute macht Student auf &bdquo;Living cum laude&ldquo;. Das hei&szlig;e so viel wie &bdquo;Wohnen und noch viel mehr als das&ldquo;, erf&auml;hrt man auf der Webseite von THE FIZZ, einem der aufstrebenden Player auf dem Wachstumsmarkt &bdquo;Studentisches Wohnen&ldquo;. Wer blo&szlig; in der Bude abh&auml;ngen und b&uuml;ffeln will, ist hier fehl am Platz. Ihre Wohnheime seien &bdquo;pulsierende und kreative Begegnungsst&auml;tten, die einen einzigartigen Zugang zu einer smarten, internationalen Studentengemeinschaft verschaffen und Raum f&uuml;r neues Denken er&ouml;ffnen&ldquo;, werben die Macher und weiter: FIZZ stehe f&uuml;r &bdquo;Weltoffenheit, Toleranz und Integration&ldquo; sowie eine &bdquo;offene, kosmopolitische und inspirierende Atmosph&auml;re&ldquo;. FIZZ kann im Englischen auch &bdquo;Schampus&ldquo; bedeuten und der steigt bekanntlich zu Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1961-wohnungsnot2016.php\">Studis Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Das Volk ist drau&szlig;en und drinnen hat sich die Elite versammelt&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Ich sehe 14 gut gekleidete, festlich gekleidete, gutgelaunte Menschen auf einer Trib&uuml;ne, die mit Gold verziert ist, also eine sehr repr&auml;sentative Situation. Mich erinnert das an alte Bilder von Velasquez oder auch von Menzel, wo ja allerdings die Eliten immer, die ganz oben sind, gezeigt wurden &ndash; nicht immer nur mit ihrer Maske, sondern auch so ein bisschen verr&auml;terisch das Ganze&rdquo;, schildert Greffrath die abgebildetete Szene und fasst zusammen: &ldquo;Das Volk ist drau&szlig;en und drinnen hat sich die Elite versammelt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/bildkritik-von-mathias-greffrath-das-volk-ist-draussen-und.1270.de.html?dram:article_id=367567\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht zu den Reaktionen auf das Streitgespr&auml;ch zwischen ihr und Frauke Petry in der FAS<\/strong><br>\nIn der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist dieses Wochenende ein Streitgespr&auml;ch zwischen Frauke Petry und mir erschienen. Seither echauffieren sich diverse Medien &uuml;ber angebliche Gemeinsamkeiten von Petry und mir, die in dem Interview deutlich w&uuml;rden. Spiegel Online etwa findet es skandal&ouml;s, dass wir beide Merkel kritisieren und TTIP und CETA ablehnen. Zeit online missf&auml;llt, dass ich bei Petry Zustimmung ernte, als ich die EU als undemokratisch bezeichne, mich gegen die Rettung der Deutschen Bank auf Steuerzahlerkosten ausspreche und au&szlig;erdem sage, dass Integration nur gelingen kann, wenn die Politik &ldquo;die n&ouml;tigen Voraussetzungen&rdquo; schafft, also vor allem Wohnungen und Arbeitspl&auml;tze. Den Gipfel an Denunziation allerdings leistet sich die taz, die in einem Artikel unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Rechtes Konsensgespr&auml;ch&rdquo; sogar in meiner Forderung, &ldquo;Menschen in Not dort zu helfen, wo sich die meisten Notleidenden ohnehin befinden: in den Herkunftsl&auml;ndern und in den angrenzenden Regionen&ldquo; eine lupenreine AfD-Position wittert. Manchmal hat man wirklich das Gef&uuml;hl, im falschen Film zu sitzen. Die Empfehlung dieser Journalisten an die Linke ist also offenbar: Merkel nicht mehr zu kritisieren, Junckers EU als demokratisches und soziales Projekt abzufeiern, sich f&uuml;r CETA und TTIP zu begeistern und sich au&szlig;erdem um die hundserb&auml;rmliche soziale Situation in den Herkunftsl&auml;ndern der Fl&uuml;chtlinge einen Dreck zu scheren. Also kurz gesagt: sich dem gro&szlig;en neoliberalen Konsens von CDU\/CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen anzuschlie&szlig;en und jeden, der diese unverantwortliche Politik nicht mittragen will, sich selbst oder der AfD zu &uuml;berlassen. Klar, wer will, dass die Linke verschwindet und die AfD noch st&auml;rker wird, der mag das f&uuml;r eine tolle Idee halten. Ich m&ouml;chte beides nicht, und ich finde auch nicht, dass wir n&ouml;tig haben, die Auseinandersetzung mit der AfD zu scheuen: weder in der Fl&uuml;chtlingspolitik noch in der Sozialpolitik oder auf anderen Gebieten. Es gibt da n&auml;mlich genau besehen &uuml;berhaupt &ldquo;keine &Uuml;berschneidungen&rdquo;, wie ich auch in der FAS klar mache. Denn: &ldquo;Die AfD ist f&uuml;r einen schwachen Sozialstaat, niedrige L&ouml;hne und Renten, ein ungerechtes Steuersystem und ist nationalistisch und in Teilen rassistisch.&rdquo; Diese Passage wie andere, in denen die Unterschiede deutlich werden, hat freilich keiner der Journalisten in ihren diffamierenden Artikeln zitiert. Aber macht euch selbst ein Bild. http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2432.streitgespr%C3%A4ch-zwischen-sahra-wagenknecht-und-frauke-petry.html<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1435832336434159?pnref=story\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2432.streitgespr%C3%A4ch-zwischen-sahra-wagenknecht-und-frauke-petry.html\">Das Streitgespr&auml;ch zwischen Sahra Wagenknecht und Frauke Petry in FAS vom 2.10.<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rechter Schmieren-Journalismus<\/strong><br>\nSeit langem l&auml;uft in der neoliberalen Kampfpresse eine Kampagne mit dem Ziel, DIE LINKE in die N&auml;he der AfD zu r&uuml;cken. Als ich Vorsitzender der Partei DIE LINKE war, griff der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns, Matthias D&ouml;pfner, pers&ouml;nlich zur Feder, um mir rechtes Gedankengut &bdquo;nachzuweisen&ldquo;.<br>\nAn dieser Kampagne beteiligt sich, wen wundert&rsquo;s, selbstverst&auml;ndlich die neoliberale Taz, die wie die Gr&uuml;nen Kriege und Sozialabbau bef&uuml;rwortet. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Ein rechtes Konsensgespr&auml;ch&ldquo; kommentiert die Taz-Redakteurin Ulrike Herrmann ein Streitgespr&auml;ch zwischen Sahra Wagenknecht und Frauke Petry in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS).<br>\nUm den &bdquo;Konsens&ldquo; von Wagenknecht und Petry zu beweisen, schreibt die Taz-Redakteurin: &bdquo;Die AfD versucht bekanntlich zu punkten, indem sie den Zuzug von Fl&uuml;chtlingen ablehnt. Auch Wagenknecht findet, dass &lsquo;entscheidend&rsquo; sei, &lsquo;Menschen in Not dort zu helfen, wo sich die meisten Notleidenden ohnehin befinden: in den Herkunftsl&auml;ndern und in den angrenzenden Regionen.&rsquo;&ldquo; Petry, so Ulrike Hermann, ist begeistert und sagt: &bdquo;Damit haben Sie gerade AfD-Positionen referiert, Frau Wagenknecht.&ldquo; Dass Sahra Wagenknecht diese durchsichtigen Umarmungsversuche Petrys mehrfach zur&uuml;ckweist, die fundamental unterschiedlichen Positionen zum Asylrecht thematisiert und &Auml;u&szlig;erungen Gaulands zur Zuwanderung als menschenverachtend bezeichnet, ist der Taz-Redakteurin keine Erw&auml;hnung wert.<br>\nDer Kommentar von Ulrike Herrmann zu Wagenknechts Forderung, den Noteidenden vor Ort zu helfen, entlarvt die Taz-Redakteurin auf besch&auml;mende Weise. Zun&auml;chst m&uuml;sste sie wissen, dass noch nie ein AfD-Politiker gefordert hat, die Hilfen f&uuml;r die notleidenden Menschen in den Herkunftsl&auml;ndern und in den angrenzenden Regionen aufzustocken. Wagenknecht vertritt hier eine dezidiert linke Position. Der von den Gr&uuml;nen f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten gehandelte Schriftsteller Navid Kermani schreibt dazu: &bdquo;Es ist m&ouml;glich, eine gemeinsame europ&auml;ische Fl&uuml;chtlingspolitik zu entwickeln, die Grenzen sch&uuml;tzt, Lasten verteilt und den wirklich Bed&uuml;rftigen Schutz gew&auml;hrt, statt eine Auslese der physisch St&auml;rkeren zu betreiben, also vorzugsweise jungen alleinstehenden M&auml;nnern, weil diese die Gefahren und Strapazen der irregul&auml;ren Routen am ehesten &uuml;berstehen.&ldquo;<br>\nNoch deutlicher wird der SPD-Politiker und Theologe Prof. Dr. Richard Schr&ouml;der: &bdquo;Nach Europa gelangen nicht die &Auml;rmsten. Denen kann notabene nur vor Ort geholfen werden. Sie k&ouml;nnen die tausende Euro, die Schlepper verlangen, gar nicht aufbringen.&ldquo;<br>\nOffensichtlich hat die Taz-Redakteurin noch nie dar&uuml;ber nachgedacht, dass es viel wirkungsvoller und gerechter w&auml;re, den Hungernden in den Lagern und in den Elendsgebieten zu helfen.<br>\n&bdquo;Allein bei der Sozial- und Steuerpolitik&ldquo;, behauptet die Taz-Redakteurin, &bdquo;zeigen sich deutliche Differenzen.&ldquo; Dass es sich hier um den Markenkern jeder linken Politik handelt und um die entscheidende Abgrenzung zu den neoliberalen Einheitsparteien CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;nen, zu denen sich auch was die Sozial- und Steuerpolitik angeht die AfD gesellt, f&auml;llt der Taz-Redakteurin gar nicht auf. Da sie in den Konsens der neoliberalen Parteien eingebunden ist, wird sie auch zuk&uuml;nftig nicht zwischen rechts und links unterscheiden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1189951274399671\/?type=3&amp;pnref=story\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die heimliche Klammer zwischen ganz rechts und ganz links<\/strong><br>\nin Doppelinterview mit Rechtspopulistin Petry und Linken-Fraktionschefin Wagenknecht zeigt, wie sehr sich linker und rechter Rand angen&auml;hert haben. Die Gemeinsamkeiten sind gro&szlig; &ndash; und gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/populismus-die-heimliche-klammer-zwischen-ganz-rechts-und-ganz-links-1.3188307\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weiter geht die Hetze gegen Sahra Wagenknecht. Diesmal in der SZ. Der Kern ist, wie bereits gesagt, jede Kritik an der neoliberalen Politik der Mitte soll sofort kompromittiert werden. Derartige Diffamierungen schaden prim&auml;r der LINKEN und genauso ist es gewollt. AfD-Anh&auml;nger d&uuml;rften sich an einem gemeinsamen Interview Petrys mit Wagenknecht sowieso kaum reiben und die AfD so oder so w&auml;hlen. Hier von Meinungsmache der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zu reden, kann nat&uuml;rlich nur wieder b&ouml;sartig sein.<br>\nEin weiterer Aspekt: Sahra Wagenknecht ist das gr&ouml;&szlig;te Hindernis einer Neoliberalisierung der LINKEN und einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalition. Auch wenn man rot-rot-gr&uuml;n als politische Option m&ouml;chte, sollte man bedenken, dass es sich bei der SPD und den Gr&uuml;nen inzwischen um durch und durch neoliberale Parteien handelt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Weitere Kampagnen-Artikel zum Thema im &Uuml;berblick<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die ZEIT<br>\n<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/afd-linke-frauke-petry-sahra-wagenknecht-interview\/komplettansicht\">Lechts und Rinks kann man verwechseln<\/a><\/li>\n<li>Spiegel Online<br>\n<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/news-incirlik-tag-der-einheit-wagenknecht-und-petry-heiko-maas-a-1115016.html\">Die Achse der Extreme<\/a><\/li>\n<li>taz<br>\n<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5340887\/\">Ein rechtes Konsensgespr&auml;ch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die unerh&ouml;rte Selbstkr&ouml;nung der Sahra W. &ndash; Anatomie einer Umdeutung<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht nutzt ihre Talkshow-Popularit&auml;t aus, um sich ohne R&uuml;cksicht auf den Zeitplan des Parteivorstands selbst als Spitzenkandidatin der Linken zu nominieren. Gegen diese parteisch&auml;digende Egomanie regt sich Widerstand aufrechter Parteifunktion&auml;re. Das erfahren wir beinahe gleichlautend aus allen Medien, von der linken Junge Welt bis zu Spiegel Online. Mit den tats&auml;chlichen Abl&auml;ufen hat das ganz wenig zu tun. Wie konnten nur fast alle Medien gleichzeitig so versagen? Eine Spurensuche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/691-selbskroenung-kipping#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Der Rechtspopulismus ist ein tempor&auml;res Ph&auml;nomen<\/strong><br>\nDen Deutschen gehe es zu gut, deshalb seien viele B&uuml;rger gegen Ceta und TTIP, sagt der &Ouml;konom Marcel Fratzscher. In Schiedsgerichten sieht er kein Problem &ndash; im Gegenteil.<br>\nZEIT ONLINE: M&uuml;ssen wir unseren Wohlstand mit anonymen Schiedsgerichten in Washington sichern?<br>\nFratzscher: Wir sind eine der offensten Volkswirtschaften der Welt. Wir haben wie kaum ein anderes Land vom Freihandel profitiert. Das m&uuml;ssen wir verteidigen. Die Chinesen, die Inder holen mit gro&szlig;en Schritten auf und werden zu echten Wettbewerbern f&uuml;r deutsche Unternehmen. Darum muss das Ziel aus einer rein deutschen Perspektive sein: Wie k&ouml;nnen wir diese sehr starke Marktposition sichern? Wie k&ouml;nnen wir sichern, dass die hohen L&ouml;hne und die guten Jobs bleiben, die in den Exportsektoren tats&auml;chlich existieren? Wie k&ouml;nnen wir garantieren, dass das nicht nur in zwei, sondern auch noch in zwanzig Jahren so ist?<br>\nZEIT ONLINE: Noch mal: Warum braucht man dazu Schiedsgerichte?<br>\nFratzscher: Wir brauchen gemeinsame Standards mit den Amerikanern und globale Institutionen, die &uuml;ber die Einhaltung dieser Standards wachen. TTIP ist f&uuml;r mich weniger eine Frage eines singul&auml;ren bilateralen Abkommens, sondern des globalen Wettbewerbs. Die Frage ist: Wer setzt die globalen Standards, wie ein Produkt auszusehen hat?<br>\nZEIT ONLINE: Kritiker sagen: Die Schiedsgerichte dienen allein den Gro&szlig;konzernen, kleine Unternehmen haben weder die M&ouml;glichkeit noch das Geld, in Washington zu klagen. Au&szlig;erdem w&uuml;rde multinationalen Konzernen die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen.<br>\nFratzscher: Schiedsgerichte gibt es seit Jahrzehnten in einer Vielzahl von Handelsabkommen. Sie sollen frei von politischen und unternehmerischen Einfl&uuml;ssen entscheiden. Und sie helfen dabei, dass nationale Gerichte nicht zwischen den Interessen heimischer und ausl&auml;ndischer Unternehmen unterscheiden m&uuml;ssen und vielleicht am Ende nicht vollst&auml;ndig neutral sind.<br>\nZEIT ONLINE: Das h&ouml;rt sich fast so an, als ob wir Schiedsgerichte br&auml;uchten, weil unsere Rechtssysteme nicht funktionierten.<br>\nFratzscher: So weit w&uuml;rde ich nicht gehen. Aber Schiedsgerichte sollen Sicherheit schaffen, es geht um Vertrauen. In Europa haben wir beispielsweise 28 verschiedene Rechtssysteme und dar&uuml;ber den Europ&auml;ischen Gerichtshof. Wenn ein Unternehmen wei&szlig;, dass es noch eine unabh&auml;ngige supranationale Klageinstanz gibt, schafft das notwendige Sicherheit.<br>\nEine solche Institution, die auf hochkomplexe Fragen spezialisiert ist, kann Entscheidungen viel schneller f&auml;llen. Wenn Verfahren ewig dauern, kann das gravierende betriebswirtschaftliche Konsequenzen haben. Schiedsgerichte unterwandern nicht die Demokratie und auch nicht den Rechtsstaat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-09\/ttip-ceta-marcel-fratzscher-nationalismus-europa\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Apologetik des Herren Fratzscher ist bodenlos. Ausnahmsweise hakt der Interviewer bei den Schiedsgerichten nach und Fratzscher schafft es nur hohle Phrasen abzusondern. Er versteigt sich sogar zu der Feststellung nur geheime Schiedsgerichte, die in keiner Weise rechtsstaatlichen Prinzipien entsprechen, w&uuml;rden den Unternehmen Rechtssicherheit gew&auml;hren. Ein Beispiel: Ein Staat erl&auml;sst Umweltschutzauflagen gegen ein Minenprojekt eines Bergbaukonzerns, so kann dieser klagen, da dadurch ja seine Investitionen bzw. die erwartete Rendite bedroht w&auml;re, dabei ist es v&ouml;llig egal ob die Umweltvorschriften durch den Beschluss eines nationalen Parlaments erlassen wurden. Durch die geheimen Schiedsgerichte k&ouml;nnen demokratisch legitimierte Regelungen und Gesetzte einfach ausgehebelt werden. Insgesamt ist die Zahl von Investor-Staat-Klagen in den letzten Jahren rasant gestiegen. Waren es 2001 noch keine 100 F&auml;lle, so wurden im Jahr 2013 bereits &uuml;ber 560 Verfahren registriert. Klar ist auch weshalb. Das verklagen von Staaten ist ein sehr lukratives Gesch&auml;ft, explizit f&uuml;r die daran beteiligten und haupts&auml;chlich in den USA ans&auml;ssigen Gro&szlig;kanzleien, die praktischerweise sowohl Anw&auml;lte als auch Schiedsrichter stellen. Dieses Gesch&auml;ft geht sogar soweit, dass diese Kanzleien die Vorfinanzierung von Klagen anbieten. Die Unterwanderung des europ&auml;ischen Rechtsstaates durch die geheimen Schiedsgerichte will der Herr Fratzscher also tats&auml;chlich als Rechtssicherheit verkaufen. Dies manifestiert ein &auml;u&szlig;erst seltsames Rechts- und Demokratieverst&auml;ndnis.<br>\n&Uuml;ber den grenzenlosen Zynismus, dass &ldquo;es uns gerade zu gut&rdquo; geht, muss man sich nicht weiter &auml;u&szlig;ern. Der Witz dabei, an gleicher Stelle hat Fratzscher schon einmal ganz andere Statements abgegeben: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/13\/armut-marcel-fratzscher-ungleichheit-deutschland-klassismus\/komplettansicht\">Wer unten ist, bleibt unten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>zu den Schiedsgerichten: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/10\/investitionsschutz-schiedsgericht-icsid-schattenjustiz\">Im Namen des Geldes<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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