{"id":3529,"date":"2008-10-22T08:56:07","date_gmt":"2008-10-22T06:56:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3529"},"modified":"2015-11-09T11:04:51","modified_gmt":"2015-11-09T10:04:51","slug":"link-zum-artikel-von-asmussen-ueber-die-begehrenswerten-verbriefungen-und-derivate-funktioniert-nicht-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3529","title":{"rendered":"Link zum Artikel von Asmussen \u00fcber die begehrenswerten Verbriefungen und Derivate funktioniert nicht mehr"},"content":{"rendered":"<p>Schon <a href=\"?p=3121\">am 6. April 2008<\/a> hatte ich auf einen Artikel des zust&auml;ndigen Staatssekret&auml;rs im Bundesfinanzministeriums hingewiesen. Damals w&ouml;rtlich: &bdquo;Noch ein Beleg f&uuml;r die Verantwortung des Steinbr&uuml;ck-Ministeriums f&uuml;r die hohen Verluste an den internationalen Finanzm&auml;rkten&hellip; Das Desaster und die hohen Verluste, f&uuml;r die wir jetzt als Steuerzahler geradestehen m&uuml;ssen, wurden von den Verantwortlichen in Berlin mitverursacht. Lesen Sie im Anhang Ausz&uuml;ge oder den gesamten Text des Aufsatzes mit dem Titel &bdquo;<em>Verbriefungen aus Sicht des Bundesfinanzministeriums<\/em>&rdquo;.<\/p><p>Die Verkn&uuml;pfung zum gesamten Text in der &bdquo;Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Kreditwesen&ldquo; vom 26.9.2006 ist inzwischen leider gel&ouml;scht. Die Ausz&uuml;ge k&ouml;nnen Sie im NachDenkSeiten-Beitrag vom 6. April nachlesen.<br>\n<!--more--><br>\nErstaunlich ist, dass die deutschen Medien erst jetzt langsam die Brisanz dieses Vorgangs erkennen und beginnen, ihn zu kommentieren. Die Tatsache, dass die gro&szlig;e Koalition in ihrem Koalitionsvertrag auf den Seiten 86 und 87 fast w&ouml;rtlich Asmussens euphorische Empfehlungen f&uuml;r innovative Finanzprodukte, Hedgefonds und Private Equity aufgenommen hat, ist allerdings immer noch nicht wahrgenommen worden. Erstaunlich! Das ist doch spannend.<\/p><p>P.S.: Hier noch ein Hinweis auf einen einschl&auml;gigen Kommentar von Heribert Prantl in der SZ vom 20.10.2008. Er bezieht sich auch auf den nicht mehr erreichbaren Zeitschriftenaufsatz Asmussens:<\/p><p><strong>Banken, Schattenbanken, Zombiebanken<\/strong><br>\nEs gibt Banken und es gibt Nebenbanken. Man nennt sie auch Schattenbanken, Zombiebanken oder schlicht Zweckgesellschaften. In diese Schattenbanken, vorbei an ihren Bilanzen, haben die richtigen Banken alle dreckigen Gesch&auml;fte ausgelagert. Dort, in den Schattenbanken, Zombiebanken, Zweckgesellschaften, galten n&auml;mlich die Regeln nicht, die f&uuml;r die richtigen Banken gelten, dort konnten die Banken also Wahnsinnsgesch&auml;fte mit nur mickrigem Eigenkapital machen. <\/p><p>Jeder lobt den Retter, kaum einer fragt: Wie konnte das alles geschehen? Kaum jemand will heute vom Schattenbanken-System gewu&szlig;t haben. Aber das stimmt nicht. Wer heute in den Abgrund der Weltwirtschaft sieht, sieht zugleich in einen Abgrund von Aufsichtsversagen. Es ist ein Versagen der staatlichen Aufsicht. Sowohl die Bundesbank als auch die Bafin, die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht, haben gewu&szlig;t, dass es die Zweckgesellschaften gibt. Man hat das System der Schatten- und Zombiebanken geduldet, weil man darauf vertraute, es w&uuml;rde schon irgendwie gut gehen. War es bewu&szlig;te Fahrl&auml;ssigkeit? Bedingter Vorsatz?<br>\nIm Oktober 2006 schrieb J&ouml;rg Asmussen, seinerzeit Leiter der Abteilung &ldquo;Geld und Kredit&rdquo; im Bundesfinanzministerium, jetzt dort Staatssskret&auml;r, einen Aufsatz in der Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Kreditwesen, der dies illustriert: Es m&uuml;sse, schrieb er, seitens des Finanzministeriums darauf geachtet werden, &ldquo;dass den Instituten keine unn&ouml;tigen Pr&uuml;f- und Dokumentationspflichten entstehen werden, wenn sie in &lsquo;g&auml;ngige&rsquo; ABS-Produkte mit gutem Rating investieren&rdquo;. ABS steht f&uuml;r Asset Backed Securities und meint jene Finanzpakete, in die Kredite zerst&uuml;ckelt, verschn&uuml;rt und dann weiterverkauft werden. Denn: Es &ldquo;war uns stets wichtig, dass sich auch der Markt f&uuml;r Asset Bank Securities in Deutschland st&auml;rker als bislang entwickelt&rdquo;. Der &ldquo;Giftm&uuml;ll des internationalen Finanzsystems&rdquo; konnte also unter den Augen des Staates steuergef&ouml;rdert deponiert werden. <\/p><p>Man stelle sich einmal vor: chemische Gro&szlig;unternehmen h&auml;tten Gift in den Rhein, in die Isar, in Elbe, in Spree und Havel geleitet &ndash; und die Umweltaufsicht h&auml;tte zugeschaut, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit dieser chemischen Fabriken nicht zu gef&auml;hrden. Was w&uuml;rde man wohl &uuml;ber die Unternehmensvorst&auml;nden und &uuml;ber die rechtlich und pol&iacute;tisch Verantwortlichen der Aufsichtsbeh&ouml;rden sagen? Dabei war es im Fall der Banken noch schlimmer: Einige Zeitlang haben sie den abgeleiteten Dreck in Flaschen abgef&uuml;llt und sehr erfolgreich als Heilwasser verkauft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/770\/314667\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon <a href=\"?p=3121\">am 6. 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