{"id":35299,"date":"2016-10-06T08:42:06","date_gmt":"2016-10-06T06:42:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299"},"modified":"2016-10-06T08:42:06","modified_gmt":"2016-10-06T06:42:06","slug":"hinweise-des-tages-2726","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h01\">Mindestlohn zeigt kaum Wirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h02\">Menschenw&uuml;rdige Arbeit vor Profit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h03\">Populismus gegen die Versicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h04\">Die unheimliche Macht der ETF-Fonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h05\">Stiglitz rechnet mit Zerfall der Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h06\">CETA stoppen statt herumtricksen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h07\">EU ver&ouml;ffentlicht Abschiebeabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h08\">Zauberlehrlinge (III)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h09\">Strategien zur Gew&ouml;hnung an Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h10\">&ldquo;Brainstorming&rdquo; &uuml;ber Gewalteind&auml;mmung in Syrien: Regierung h&auml;lt eigene Bomben weiter f&uuml;r richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h11\">Drohnenkrieg: Obama-Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h12\">Kein Votum f&uuml;r den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h13\">Geheimdienst bittet, Yahoo liefert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h14\">In der Bildungsdefensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h15\">Abrechnung eines Ex-Gr&uuml;nen: &bdquo;Sie verwalten nur das Bestehende&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h16\">Die Verfassung der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h17\">Eine Minderheit darf Deutschland nicht h&auml;sslich machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35299#h18\">Peer Steinbr&uuml;ck wird Berater der ING-DiBa<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mindestlohn zeigt kaum Wirkung<\/strong><br>\nNach Informationen der ZEIT hat der Mindestlohn bislang weder die Armut gesenkt, noch die Lohnungleichheit verringert. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Anfang 2015 wurde er eingef&uuml;hrt, um steigende Armut und Lohnungleichheit in Deutschland zu verringern. Doch der Mindestlohn ist laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bislang wirkungslos geblieben, wie DIE ZEIT berichtet. Im Gegenteil nimmt die Armut weiter zu: Galten vor der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns 15,4 Prozent der Bev&ouml;lkerung als armutsgef&auml;hrdet, sind es jetzt 15,7 Prozent. L&auml;sst man die Fl&uuml;chtlinge beiseite und betrachtet nur die Einwohner ohne Migrationshintergrund, sind nach dem Inkrafttreten des Mindestlohns genauso viele B&uuml;rger arm wie vorher, zeigen die Zahlen.<br>\nDie statistisch gemessene Ungleichheit der Einkommensverteilung ist ebenfalls unver&auml;ndert geblieben. Sogar die Zahl der Arbeitnehmer, die erg&auml;nzend zu ihrem Lohn noch Arbeitslosengeld II beziehen, hat sich nach Angaben der ZEIT nur geringf&uuml;gig ver&auml;ndert. Im Jahr 2014 gab es 1,18 Millionen dieser sogenannten Aufstocker, im vergangenen Jahr waren es 1,13 Millionen. Obwohl der Mindestlohn offenbar nicht ausreicht, um die Armut oder die Ungleichheit der Einkommen sp&uuml;rbar zu verringern, r&auml;t Joachim M&ouml;ller, der Direktor des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, davon ab, ihn kr&auml;ftig anzuheben. &ldquo;Wenn man den Mindestlohn deutlich erh&ouml;ht, ist zu bef&uuml;rchten, dass dann doch Arbeitspl&auml;tze verloren gehen. Es gibt irgendwo eine rote Linie, die man nicht &uuml;berschreiten darf.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-10\/mindestlohn-wirkung-statistisches-bundesamt\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man soll das nicht in Bausch und Bogen verdammen: hier und da wurden vollkommen indiskutable Stundenl&ouml;hne leicht angehoben, und es wurde der Beweis erbracht, dass die Horrorszenarien der angeblichen Wirtschaftswissenschaftler zum Verlust von hunderttausenden Arbeitspl&auml;tzen allesamt falsch waren. Ansonsten ist dieser Mindestlohn in nicht Existenz sichernder und explizit nicht armutsverhindernder H&ouml;he nat&uuml;rlich ein reines Placebo, mit dem CDU\/CDU soziale Propaganda betreiben, weil sie so sozial sind, und das Gabriel benutzt hat, um die SPD-Basis in die Gro&szlig;e Koalition zu dr&auml;ngen, um die gehabt neoliberale Politik versch&auml;rfen zu k&ouml;nnen. Vielleicht ist das heute schon ein sozialer Fortschritt: dass die Armut unter einer SPD-Regierung nicht zugenommen hat. (Von der *Abnahme* der Armut oder der sozialen Ungleichheit tr&auml;umt ja heute keiner mehr.) Dass IAB-Chef M&ouml;ller in gehabt neoklassischer Argumentation gegen eine wirksame Erh&ouml;hung der Mindestl&ouml;hne pl&auml;diert, war zu erwarten.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Fakten zur Einkommensverteilung 2016<\/strong><br>\nDie Ungleichheit der Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland ist gr&ouml;&szlig;er als in vielen anderen Industriestaaten &ndash; ein Armutszeugnis f&uuml;r unser Land. Die Gewerkschaften haben mit Mindestlohn und Tarifabschl&uuml;ssen f&uuml;r Reallohnsteigerungen gesorgt. Was sich sonst noch &auml;ndern und was die Politik tun muss, zeigt ein neues Faltblatt des DGB.<br>\nSowohl Zahl der Superreichen als auch der Einkommensschwachen w&auml;chst<br>\nDie Ungleichheit der Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland ist gr&ouml;&szlig;er als in vielen anderen Industriestaaten. Die Zahl der Superreichen und ihr Verm&ouml;gen nehmen stetig zu. Auf der anderen Seite w&auml;chst aber auch die Gruppe der Einkommens- und Verm&ouml;gensschw&auml;cheren und die Gruppe, die von Armut bedroht ist &ndash; und das trotz guter wirtschaftlicher Lage und eines robusten Arbeitsmarktes. Umfragen zeigen, dass der Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung die Verteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen als ungerecht empfindet. Zu Recht. Deutschland hat mit der Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns, der Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen und der F&ouml;rderung von Branchenmindestl&ouml;hnen eine arbeitsmarktpolitische Neuordnung eingeschlagen.Zudem haben Gewerkschaften mit ihren Tarifabschl&uuml;ssen f&uuml;r Reallohnzuw&auml;chse gesorgt. Profitiert haben davon Millionen Arbeitnehmerhaushalte mit h&ouml;herem Haushaltseinkommen, die mit ihrem Konsum die binnenwirtschaftlichen Wachstumskr&auml;fte gest&auml;rkt und die deutsche Konjunktur stabilisiert haben. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Deutschland wegen der sozialen Schieflage der letzten Jahrzehnte weiterhin ein Land mit sehr hoher Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++08573666-8a32-11e6-92aa-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Menschenw&uuml;rdige Arbeit vor Profit<\/strong><br>\nGemeinsame Pressemeldung von Bisch&ouml;flisches Hilfswerk Misereor, Deutsche Kommission Justitia et Pax, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands und Deutscher Gewerkschaftsbund<br>\nDas Recht auf menschenw&uuml;rdige Arbeit muss endlich umgesetzt werden. Das fordern zum 7. Oktober, dem Welttag f&uuml;r menschenw&uuml;rdige Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, das Bisch&ouml;fliche Hilfswerk Misereor, die Deutsche Kommission Justitia et Pax und die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands. Das B&uuml;ndnis fordert die Bundesregierung auf, f&uuml;r die Einhaltung menschenw&uuml;rdiger Arbeit gesetzlich aktiv zu werden. Deutsche Unternehmen m&uuml;ssen gesetzlich dazu verpflichtet werden auch im Ausland die Menschenrechte zu achten. Der geplante Nationale Aktionsplan f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte muss gesetzliche Regelungen auf den Weg bringen, die deutsche Unternehmen verpflichten, m&ouml;gliche negative Folgen ihrer Auslandsgesch&auml;fte f&uuml;r die Menschenrechte zu untersuchen, ihnen aktiv entgegenzuwirken und transparent dar&uuml;ber zu berichten; die Transparenz in globalen Lieferketten auch auf informelle und prek&auml;re Arbeitsbedingungen hin f&ouml;rdern; die Vergabe &ouml;ffentlicher Auftr&auml;ge und Au&szlig;enwirtschaftsf&ouml;rderung nur zulassen, wenn Unternehmen ihrer menschenrechtlichen Verantwortung und Sorgfaltspflicht nachkommen; Opfern die M&ouml;glichkeit geben, hierzulande eine Entsch&auml;digung einzuklagen, wenn deutsche Unternehmen ihre Menschenrechte im Ausland missachten; Arbeits- und Menschenrechte bei der Aushandlung und Umsetzung von Handelsabkommen grundlegend st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++72b2322a-8ad9-11e6-9556-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Populismus gegen die Versicherung<\/strong><br>\nDie Private Krankenversicherung ist in einer brenzligen Lage. Kunden m&uuml;ssen sich auf &uuml;berdurchschnittliche hohe Beitragssteigerungen einstellen. Doch die Versicherer k&ouml;nnen viel ver&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nNur an der dritten Ursache k&ouml;nnen die Versicherer selbst ansetzen: Obwohl der Bundestag eine Obergrenze f&uuml;r Abschlussprovisionen festgesetzt hat, sind die Vertriebskosten weiterhin sehr hoch. Es dauert zu lang, bis sich die Branche auf ein Niveau einpendelt, das zu ihren verschlechterten Ertragsaussichten passt. [&hellip;]<br>\nZuletzt waren leider wieder allzu schrille T&ouml;ne aus den Parteien links der Mitte zu h&ouml;ren &ndash; der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus: Die Politik sei kein Knecht der PKV-Lobby, lie&szlig; SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wissen, deshalb d&uuml;rfe sie auch keine &bdquo;Rettungspakete&ldquo; schn&uuml;ren. Es ist unverst&auml;ndlich, warum die Sozialdemokraten denselben Unternehmen, denen sie in der Altersvorsorge zu viel Vertrauen entgegenbringen, in der Finanzierung von Gesundheitsausgaben ebendieses Vertrauen entziehen wollen &ndash; obwohl eine B&uuml;rgerversicherung keine der Herausforderungen der Gesundheitspolitik beheben w&uuml;rde, wie &Auml;rztefunktion&auml;re betonen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/beitragserhoehung-fuer-private-krankenversicherungen-14466185.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder ein am&uuml;santer Artikel, mit dem eine unhaltbare Situation und ein schon lange gescheitertes System gesund geschrieben werden sollen. Irgendwoher m&uuml;ssen ja die Kunden mit den teuren Anzeigen kommen&hellip; Immerhin werden die viel zu hohen (Vertriebs-)Kosten der PKV angesprochen, allerdings ohne den Hinweis, dass diese Kosten bei der GKV vollst&auml;ndig entfallen&hellip; Einen v&ouml;llig richtigen Hinweis gibt es noch: warum die SPD der &ldquo;kapitalgedeckten&rdquo; Altersvorsorge vertraut, der PKV aber nicht. Nur w&uuml;rde ich die Logik der FAZ umdrehen, weil beide Systeme, das der &ldquo;privaten&rdquo; Altersvorsorge und das der PKV, v&ouml;llig &uuml;berteuert und zum Scheitern verurteilt sind. Wieso ist hier eigentlich von &ldquo;Rettungspaketen&rdquo; f&uuml;r die PKV die Rede???<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die unheimliche Macht der ETF-Fonds<\/strong><br>\nFinanzgiganten wie Blackrock halten Anteile an allen wichtigen Unternehmen der Welt. Das gef&auml;hrdet den Wettbewerb &ndash; und schadet im Zweifel uns allen. Das diesj&auml;hrige Hauptgutachten der deutschen Monopolkommission ist kein Lesevergn&uuml;gen: 495 eng bedruckte Seiten, viele Fu&szlig;noten. Doch als die Kommission ihr Werk vor gut zwei Wochen der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentierte, d&uuml;rfte auch eine Branche genauer hingeschaut haben, die sonst nicht im Fokus der Wettbewerbsh&uuml;ter steht. Erstmals hatte man Fondsgesellschaften ein ganzes Kapitel gewidmet: 14 Seiten zwar nur, was angesichts der L&auml;nge des Gesamttextes nach ziemlich wenig klingt. Es sind aber 14 Seiten, die es in sich haben. Denn trotz eines betont n&uuml;chternen Tonfalls kommt die Kommission zu dem Schluss: &bdquo;Die Monopolkommission sieht ein wesentliches wettbewerbsverzerrendes Potential.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/fonds-mehr\/bedenken-gegenueber-etf-fonds-14462455.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stiglitz rechnet mit Zerfall der Eurozone<\/strong><br>\nWirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Sitglitz glaubt nicht an eine Zukunft des Euros mit 19 Mitgliedsl&auml;ndern. Vor allem Italien h&auml;lt er f&uuml;r einen Wackelkandidaten. Mangelnde Entschlossenheit, zu wenig Solidarit&auml;t: Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz rechnet mit einem Zerfall der Eurozone in den kommenden Jahren. &ldquo;Mir macht die Geschwindigkeit Sorgen, mit der die Entscheidungen in Europa ablaufen&rdquo;, sagte der US-&Ouml;konom der Welt. &ldquo;Die Politik einigt sich darauf, was getan werden muss, aber dann wird blockiert, getr&ouml;delt und sich Zeit gelassen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-10\/jospeh-stiglitz-eurozone-zerfall-italien-oekonom-wirtschaftsnobelpreistraeger\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>CETA stoppen statt herumtricksen<\/strong><br>\n&bdquo;Der SPD-Chef hat sich im Dickicht seiner CETA-Trickserei hoffnungslos verheddert. Mit dem Taschenspielertrick, eine angeblich rechtsverbindliche Klarstellung zum CETA-Abkommen zu veranlassen, hatte sich Sigmar Gabriel die Zustimmung des SPD-Parteikonvents erschlichen. Die heutige Ver&auml;nderung der Tagesordnung des Bundeskabinetts zeigt, dass Gabriels Trickserei bis jetzt nicht aufgegangen ist, da offensichtlich noch kein entsprechender Vorschlag der Kommission vorliegt&ldquo;, erkl&auml;rt die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht, zur &uuml;berraschenden Verschiebung des f&uuml;r heute geplanten Kabinettsbeschlusses der Bundesregierung zur Erm&auml;chtigung zur Zustimmung zu CETA im EU-Ministerrat. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Mit sogenannten rechtsverbindlichen Klarstellungen am CETA-Abkommen versucht die Bundesregierung zu retten, was nicht gerettet werden darf. Es ist vollkommen unverfroren, dass Angela Merkel und Sigmar Gabriel mit diesem zweifelhaften Winkelzug ein Abkommen durchdr&uuml;cken wollen, das von einer deutlichen Mehrheit der Bev&ouml;lkerung aus gutem Grund abgelehnt wird, weil damit die demokratischen und sozialen Rechte der Menschen massiv besch&auml;digt werden w&uuml;rden. So untergr&auml;bt die Bundesregierung das Vertrauen in die Demokratie, handelt gegen die Interessen der Arbeitnehmer und macht sich zum Handlanger der Lobbykraten. Die Bundesregierung muss die &Ouml;ffentlichkeit umgehend &uuml;ber den Stand der laufenden Verhandlungen zu den angeblich rechtsverbindlichen Klarstellungen zum CETA-Abkommen aufkl&auml;ren.<br>\nUngeachtet m&ouml;glicher sogenannter Klarstellungen darf CETA keinesfalls vorl&auml;ufig in Kraft treten. DIE LINKE klagt deshalb beim Bundesverfassungsgericht, um eine entsprechende Entscheidung zu erwirken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/ceta-stoppen-statt-herumtricksen\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU ver&ouml;ffentlicht Abschiebeabkommen<\/strong><br>\nAuf der Geberkonferenz soll heute ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket f&uuml;r Afghanistan abgesegnet werden. Auch die EU soll zahlen. Daf&uuml;r kommt Kabul Europa entgegen &ndash; durch die R&uuml;cknahme von Fl&uuml;chtlingen. Ein entsprechendes Abkommen machte Br&uuml;ssel nun &ouml;ffentlich. Afghanistans politische F&uuml;hrung braucht Geld, um Stabilit&auml;t in das eigene Land zu bringen. Die n&ouml;tigen Finanzspritzen erhofft sich die Regierung auch von der Europ&auml;ischen Union. Doch ganz ohne Gegenleistung funktioniert die Subventionierung nicht &ndash; Voraussetzung f&uuml;r das &Ouml;ffnen der Geldt&ouml;pfe ist ein Geben und Nehmen: Die EU gibt finanzielle Unterst&uuml;tzung und Afghanistan nimmt daf&uuml;r nach Europa eingereiste Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ck. Am Wochenende war ein Abkommen unterzeichnet worden, das den EU-Staaten die leichtere Abschiebung von afghanischen Fl&uuml;chtlingen in ihre Heimat garantieren soll. Diese zun&auml;chst von Br&uuml;ssel unter Verschluss gehaltene Vereinbarung machte die EU nun &ouml;ffentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afghanistan-fluechtlinge-abschiebung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Entwicklungshilfe in Afghanistan: Die Arbeit an Geisterprojekten<\/strong><br>\nDie internationale Geberkonferenz f&uuml;r Afghanistan geht heute in Br&uuml;ssel in die entscheidende Phase. Deutschland steckt j&auml;hrlich 430 Millionen Euro in Entwicklungshilfe f&uuml;r Afghanistan, mehr als 20 Millionen allein in die Sicherheit der Helfer. Viele ihrer Projekte k&ouml;nnen die Deutschen nicht mehr selbst &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; zu gef&auml;hrlich. [&hellip;]<br>\nSicherheitsberater, die f&uuml;r internationale Organisationen auch in Kundus unterwegs sind, &auml;u&szlig;ern sich da deutlicher. Sie nennen zwar nicht explizit die GIZ, sprechen aber im Zusammenhang mit den Vorhaben ausl&auml;ndischer Organisationen von &ldquo;Geisterprojekten&rdquo;, die es nur noch auf dem Papier gebe, Schulen etwa, in denen kein Unterricht mehr stattfinde. Eine Nachvollziehbarkeit sei in den meisten F&auml;llen kaum m&ouml;glich. GIZ-Leiter Robert Kressirer sieht aber keine Alternative zur derzeitigen Strategie:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/entwicklungshilfe-in-afghanistan-die-arbeit-an.1773.de.html?dram:article_id=367644\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zauberlehrlinge (III)<\/strong><br>\nDer von Berlin forcierte Umsturz in Kiew hat die Macht der verhassten ukrainischen Oligarchen nicht gebrochen, sondern sie lediglich transformiert. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des offizi&ouml;sen Warschauer &ldquo;Zentrums f&uuml;r Oststudien&rdquo; hervor. Demnach k&ouml;nnen sich ukrainische Oligarchenclans &ndash; wenn auch teils andere als vor 2014 &ndash; heute unter dem Schutz der EU weiterhin selbst bereichern. Vor allem Pr&auml;sident Petro Poroschenko, der lange von der Bundesregierung favorisiert wurde und nicht zuletzt Berlin das Pr&auml;sidentenamt verdankt, erzielt in seiner Eigenschaft als Unternehmer hohe Profite. Weitere Milliard&auml;re sitzen an Schaltstellen im Kiewer Machtapparat. Erste Oligarchen &uuml;ben zudem offen Kritik an der Assoziierung der Ukraine an die EU. Berlin hat aktiv dazu beigetragen, dass die Macht der ukrainischen Oligarchen fortbesteht.<br>\nDen massiv aus Berlin unterst&uuml;tzten Umsturz liberaler, konservativer und faschistischer Kr&auml;fte in der Ukraine im Februar 2014 hatten deutsche Medien und Regierungsvertreter zur &ldquo;Revolution der W&uuml;rde&rdquo; gegen die ber&uuml;chtigten Seilschaften der ukrainischen Oligarchen erkl&auml;rt. Auch die staatsfinanzierte &ldquo;Deutsche Welle&rdquo; sprach davon, die Ukrainer h&auml;tten mit dem Staatsstreich die Demokratie gew&auml;hlt: Sie &ldquo;wollen den Rechtsstaat&rdquo;, hie&szlig; es. Die Bundesregierung stellte explizit fest, &ldquo;politische Macht&rdquo; bed&uuml;rfe &ldquo;der demokratischen Legitimierung&rdquo;, und wandte sich damit direkt gegen die Herrschaft der ukrainischen Milliard&auml;re. In ihrer praktischen Politik lie&szlig; sie allerdings nichts erkennen, was dieser Stellungnahme Rechnung trug &ndash; im Gegenteil. Schon die Ende Februar 2014 gebildete Kiewer Umsturzregierung st&uuml;tzte sich unmittelbar auf Oligarchen, ohne dass Berlin Einspruch erhob. Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier hat im Fr&uuml;hjahr 2014, um politische Fortschritte zu erzielen, sogar mehrmals direkt mit einflussreichen Oligarchen verhandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59455\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Strategien zur Gew&ouml;hnung an Krieg<\/strong><br>\nDie deutsche Bundesregierung &uuml;bt sich in der Rolle des Global Players. Ihr weltweites &raquo;Spiel&laquo; gleicht einer Jonglage: Die Akrobaten um Merkel und Gabriel versuchen, f&uuml;nf B&auml;lle in der Luft zu halten &ndash; und das unter erschwerten Bedingungen. Denn das Publikum &ndash; das Volk &ndash; ist nicht immer begeistert von den Zielen, Methoden und Konsequenzen der Regierungspolitik.<br>\nDie strategischen Ziele der deutschen Player sind klar. Die Regierung unterst&uuml;tzt die Gro&szlig;konzerne, deren Profitinteressen, ihren Hunger nach Rohstoffen, ihr Verlangen nach sicheren Handelswegen und g&uuml;nstigen Verwertungs- und Ausbeutungsbedingungen in den L&auml;ndern des globalen S&uuml;dens. Daf&uuml;r &uuml;bernimmt sie weltweit &raquo;Verantwortung&laquo; in Form von teils erpressten Freihandelsvertr&auml;gen (zum Beispiel EPA mit afrikanischen L&auml;ndern), aber auch von Milit&auml;reins&auml;tzen. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung steht also vor einem Problem: Wie kann sie erreichen, dass ihre bisher von der Mehrheit abgelehnten Ziele k&uuml;nftig nicht nur toleriert, sondern geradezu eingefordert werden? Die beim Bundeskanzleramt angesiedelte Abteilung &raquo;wirksam regieren&laquo;, ein Planungsamt bei der Bundeswehr und das ganze Bundesinnenministerium sollen Abhilfe schaffen und Strategien zur Beeinflussung der Bev&ouml;lkerung entwickeln. Wo Widerstand aufkeimt, soll k&uuml;nftig Zustimmung wachsen. Menschen sollen sich gegen die eigenen Interessen mit der aggressiven expansiven Politik identifizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/19-2016&amp;textfile=3665\">Ossietzky<\/a>\n<p>dazu: <strong>Protest gegen Aufr&uuml;stungspl&auml;ne der Bundesregierung<\/strong><br>\nAttac lehnt die Aufr&uuml;stungspl&auml;ne der Bundesregierung ab und unterst&uuml;tzt die Demonstration &ldquo;Die Waffen nieder! Kooperation statt NATO-Konfrontation &ndash; Abr&uuml;stung statt Sozialabbau&rdquo; am Samstag in Berlin. Die Bundesregierung will den R&uuml;stungsetat im Herbst deutlich erh&ouml;hen und anschlie&szlig;end in den kommenden Jahren schrittweise entsprechend den Vorgaben der NATO auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anheben. Attac als Teil der Friedensbewegung widerspricht hier grunds&auml;tzlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac-netzwerk.de\/index.php?id=2773&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=8920\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Brainstorming&rdquo; &uuml;ber Gewalteind&auml;mmung in Syrien: Regierung h&auml;lt eigene Bomben weiter f&uuml;r richtig<\/strong><br>\nWichtig &amp; sehenswert: Die Ausw&auml;rtiges Amt macht mit f&uuml;nf Allierten aktuell ein &ldquo;Brainstorming&rdquo; &uuml;ber Syrien, u.a. um die Gewalt im Land &ldquo;einzud&auml;mmen&rdquo;. Die Anti-ISIS-Koalition, deren Teil die Bundesregierung ist, hat mittlerweile &uuml;ber 15.000 Luftangriffe &uuml;ber Syrien und den Irak geflogen und mehr als 55.000 Bomben und Raketen abgeworfen. &ldquo;Brainstormt&rdquo; man denn auch &uuml;ber die Eind&auml;mmung der eigenen Gewalt? Nein! &Uuml;ber die eigenen Bombardierungen g&auml;be es Einigkeit. Das wird nicht in Frage gestellt&hellip; Au&szlig;erdem streitet man ab, an den Luftangriffen beteiligt zu sein. Die Bundeswehr kl&auml;re ja nur auf&hellip; (Aufkl&auml;rung f&uuml;r die n&auml;chsten Bombardierungen!)<br>\nZu den f&uuml;nf Staaten geh&ouml;ren die Politischen Direktoren der Au&szlig;enministerien der Vereinigten Staaten von Amerika, des Vereinigten K&ouml;nigreichs, Frankreichs, Italiens sowie des Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienstes (&ldquo;Quint&rdquo;)<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 5. Oktober 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xaCqUdDJY_8\">jung und naiv via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Drohnenkrieg: Obama-Interview<\/strong><br>\nIm New York Magazine ist ein Interview mit US-Pr&auml;sident Barack Obama erschienen, in dem er sich unter anderem auch &uuml;ber den Einsatz von Drohnen &auml;u&szlig;ert.<br>\nDarin zeigt er sich dankbar gegen&uuml;ber seinen Kritikern von Links, die w&auml;hrend seiner Amtszeit nicht m&uuml;de wurden ihn wegen seines Einsatzes von Drohnen zu kritisieren. Er h&auml;lt seinen Kritikern aber vor, nicht immer informierte Kritik zu &auml;u&szlig;ern. Obama sagte weiter: &bdquo;What I will say, though, is that the critique of drones has been important, because it has ensured that you don&rsquo;t have this institutional comfort and inertia with what looks like a pretty antiseptic way of disposing of enemies. I will say that what prompted a lot of the internal reforms we put in place had less to do with what the left or Human Rights Watch or Amnesty International or other organizations were saying and had more to do with me looking at sort of the way in which the number of drone strikes was going up and the routineness with which, early in my presidency, you were seeing both DOD and CIA and our intelligence teams think about this. And it troubled me, because I think you could see, over the horizon, a situation in which, without Congress showing much interest in restraining actions with authorizations that were written really broadly, you end up with a president who can carry on perpetual wars all over the world, and a lot of them covert, without any accountability or democratic debate.&rdquo;<br>\nDie Haltung des Kongresses bez&uuml;glich des Einsatzes von Drohnen hat sich in der Amtszeit Obamas nicht gewandelt, der Wunsch, seine Kontrollrechte wahrzunehmen und diese auszu&uuml;ben ist weiterhin nicht in Sicht.<br>\nObamas Sprecher Josh Earnest sagte am Montag, dass Obamas im Interview ge&auml;u&szlig;erte Sorge, dass wer immer sich im Pr&auml;sidentenamt befinde einen nicht endenden Krieg &uuml;berall auf der Welt f&uuml;hren k&ouml;nne auf die Situation bezog, die er bei der Amts&uuml;bernahme vorfand. Und auch wenn Obama zuletzt vorsichtige Schritte Richtung mehr Transparenz gemacht hat, die Kritik, dass in seiner Amtszeit Drohnenschl&auml;ge zur gef&uuml;hlten Normalit&auml;t in vielen L&auml;ndern wurden, bleibt. Naureen Shah von Amnesty International sagte The Intercept: &bdquo;What&rsquo;s so interesting is that President Obama acknowledges this problem &mdash; that future presidents will be empowered to kill globally, and in secret. What he doesn&rsquo;t acknowledge is how much of a role his administration had in making that a bizarre normal[.] [&hellip;] There is something so strange about the person who many would say is very responsible for this situation actually acknowledging it and saying he tried to plan for it[.] [&hellip;] What we&rsquo;ll be left with from the Obama administration is a far more dangerous precedent of secret, global killings than what we started with.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/10\/05\/drohnenkrieg-obama-interview\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Votum f&uuml;r den Krieg<\/strong><br>\nErgebnis des Referendums in Kolumbien war vor allem ein Protest gegen Pr&auml;sident Santos<br>\nIn weiten Teilen der kolumbianischen Bev&ouml;lkerung ist die Entt&auml;uschung gro&szlig;, nachdem sich beim Referendum am Sonntag 50,2 Prozent der Abstimmenden gegen den zwischen Regierung und FARC-Rebellen geschlossenen Friedensvertrag ausgesprochen haben. Eine Erkl&auml;rung f&uuml;r diesen &uuml;berraschenden Ausgang hatte zun&auml;chst niemand. Ob wie bei fr&uuml;heren Wahlen Stimmenkauf und Manipulationen das Ergebnis verf&auml;lscht haben, muss noch ermittelt werden. Der Fernsehsender Telesur wies bereits darauf hin, dass etwa vier Millionen Menschen nicht an der Abstimmung teilnehmen konnten, weil in ihren Regionen Ausl&auml;ufer des Hurrikans &raquo;Matthew&laquo; eine ordnungsgem&auml;&szlig;e Durchf&uuml;hrung der Abstimmung fast unm&ouml;glich gemacht hatten.<br>\nSelbst wenn die Zahlen korrekt sind, ist das Ergebnis des Referendums sicher kein Votum f&uuml;r den Krieg. Auch wenn die Anh&auml;nger von Expr&auml;sident &Aacute;lvaro Uribe, die lautstark f&uuml;r das Nein agitiert hatten, nun ihren Sieg feiern und eine &raquo;Schlacht&laquo; gegen den Frieden gewonnen haben, reicht ihre Kampagne allein nicht als Erkl&auml;rung f&uuml;r den Ausgang der Abstimmung aus. 6.431.376 Wahlberechtigte haben sich gegen das Friedensabkommen ausgesprochen, 6.377.482 daf&uuml;r. Diese Zahlen nannte die Wahlbeh&ouml;rde am Dienstag bei einem Ausz&auml;hlungsstand von 99,98 Prozent. Entscheidend ist jedoch, dass fast 22 Millionen Menschen gar nicht erst zur Abstimmung gegangen sind &ndash; die Beteiligung lag bei 37,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-05\/069.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geheimdienst bittet, Yahoo liefert<\/strong><br>\nDie Durchleuchtung eines speziellen E-Mail-Verkehrs &ndash; Routinesache. Die &Uuml;berwachung s&auml;mtlicher E-Mails s&auml;mtlicher Kunden eines Anbieters st&ouml;&szlig;t dagegen in eine neue Dimension vor. Angeblich hat Yahoo vor einem Jahr f&uuml;r einen US-Dienst das ganz gro&szlig;e Schleppnetz ausgeworfen. Yahoo hat nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters auf Anweisung der US-Beh&ouml;rden die eingehenden E-Mails aller Kunden durchsucht. Der Internet-Konzern habe damit im vergangenen Jahr einer geheimen Anordnung der US-Regierung Folge geleistet, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Agentur. Yahoo habe ein spezielles Programm geschrieben, um die einlaufenden Mails von mehreren Hundert Millionen Kunden nach einer bestimmten Zeichenkette zu durchforsten. Unklar blieb, welche Daten Yahoo an die US-Beh&ouml;rden &uuml;bergab oder ob auch andere Internet-Konzerne beteiligt waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/yahoo-mails-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>In der Bildungsdefensive<\/strong><br>\nWer will, der kann wissen. Meinte ein gewisser Ralph Bollmann vor einigen Tagen. Er spielte auf eine Oxfam-Studie an, in der es hie&szlig;, dass die Deutschen die Fortschritte in der globalen Armutsbek&auml;mpfung untersch&auml;tzen w&uuml;rden und weiterhin Vorurteile diesbez&uuml;glich h&auml;tten. Nun gut, Oxfam behauptet allerdings auch weiterhin, dass ein Prozent so viel besitzt, wie der Rest der Menschheit. Welche Fortschritte k&ouml;nnte man mit einer gerechteren Verteilung erst erwirken! Davon wusste Bollmann nichts. Und lassen wir &uuml;berhaupt mal die Motive von Oxfam au&szlig;er Acht. Es k&ouml;nnte ja sein, dass Oxfam den Menschen in den Industriegesellschaft belegen muss, dass es sich auch weiterhin lohnt &hellip; wie gesagt, lassen wir das. Reden wir lieber weiter &uuml;ber Bollmann und was er noch behauptete &ndash; n&auml;mlich: Man k&ouml;nnte wissen, wenn man wollte. Die AfD k&ouml;nnte sich beispielsweise &uuml;ber Fl&uuml;chtlingspolitik schlau machen und die TTIP-Gegner &uuml;ber Handelspolitik. &Uuml;berall nur Vorurteile, dabei g&auml;be es ganz andere Erkenntnisse. Wieder mal vermengt einer von der FAZ diese beiden Gruppen. Scheint ein beliebter Konservativensport zu werden. Und wie k&ouml;nnte man eigentlich wissen, wenn man nur wollte? Bollmann: Es steht doch alles im Internet. Nie war es einfacher sich zu bilden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/10\/in-der-bildungsdefensive.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Abrechnung eines Ex-Gr&uuml;nen: &bdquo;Sie verwalten nur das Bestehende&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Herr Zion, was hat Sie dazu gebracht, aus den Gr&uuml;nen auszutreten?<br>\nRobert Zion: Das war ein langer Entfremdungsprozess. Irgendwann wei&szlig; man dann halt, dass es sich nicht mehr lohnt. &Uuml;ber ein Jahrzehnt habe ich mit etlichen anderen Gr&uuml;nen versucht, Mehrheiten f&uuml;r eine progressive, emanzipatorische, sozialere und friedlichere Politik zu gewinnen. Inzwischen bin ich &uuml;berzeugt davon, dass das unm&ouml;glich geworden ist. Damit jedoch w&auml;re jeder weitere Kampf in der Partei eine Vergeudung von Energie, die f&uuml;r die Erringung linker gesellschaftlicher und politischer Mehrheiten jedoch so dringend n&ouml;tig ist.<br>\nWas hat den Ausschlag f&uuml;r Ihre Entscheidung gegeben?<br>\nMit dem Wahlerfolg der Gr&uuml;nen in Baden-W&uuml;rttemberg im M&auml;rz ist etwas ins Rutschen geraten, was sich nicht mehr aufhalten l&auml;sst. Ich sehe mich nicht mehr dazu in der Lage, den eingeschlagenen Weg der Partei in den liberal-konservativen Mainstream der Republik mit meinem Namen zu vertreten. Der &bdquo;Point of no Return&ldquo; zur Ab&auml;nderung dieses Kurses ist personell, strukturell und in der faktisch verfolgten Politik jetzt endg&uuml;ltig &uuml;berschritten.<br>\nAlso ist Winfried Kretschmann schuld?<br>\nNein, er ist nur die Personifizierung einer Entwicklung. Die Gr&uuml;nen sind urspr&uuml;nglich angetreten, um diese Republik in einem emanzipatorischen Sinne zu ver&auml;ndern. Doch von diesem Anspruch ist so gut wie nichts mehr &uuml;briggeblieben. Sie haben verlernt, die Machtfrage zu stellen &ndash; und haben sich darin eingerichtet. Ihnen geht es nur noch darum, am Verwalten des Bestehenden beteiligt zu sein.<br>\nWas meinen Sie konkret?<br>\nDie Gr&uuml;nen bieten nur noch die bessere, weil vermeintlich kl&uuml;gere Verwaltung im bestehenden kapitalistischen Rahmen an. Den Rahmen selbst k&ouml;nnen und wollen sie nicht mehr ver&auml;ndern, obwohl dieser unsere nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen und unseren sozialen Zusammenhalt immer noch nahezu ungebremst zerst&ouml;rt. Dabei haben uns Syriza in Griechenland, Podemos in Spanien, Jeremy Corbyn in Gro&szlig;britannien und auch Bernie Sanders in den USA gezeigt, dass es m&ouml;glich ist, die Menschen mit progressiven Ideen zu begeistern. Diese Versuche der Erneuerung der Demokratie auf Bewegungsbasis begreift das Establishment der deutschen Gr&uuml;nen &uuml;berhaupt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Abrechnung-eines-Ex-Gruenen\/!5341042\/\">taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Fette gr&uuml;ne Beute<\/strong><br>\nIm sechsten Jahr an der Macht werfen Baden-W&uuml;rttembergs Gr&uuml;ne alte &Uuml;berzeugungen &uuml;ber Bord &ndash; aktuell bei der Besetzung lukrativer Posten. Bedient werden ParteifreundInnen und auf diese Weise die Urteile und Vorurteile jener, die die Partei ohnehin schon lange als prinzipienlos abgeschrieben haben. [&hellip;]<br>\nJetzt machen die Gr&uuml;nen Beute. Die &ldquo;Tugendh&uuml;ter von gestern&rdquo; (FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich R&uuml;lke) entschuldigen die eigenen Gaunereien, wie Kretschmann &ldquo;jetzt einmal drastisch&rdquo; sagen w&uuml;rde, mit jenen der Vorg&auml;ngerregierung. Und der Regierungschef gibt den solchen Irrungen und Wirrungen Enthobenen. Als sich bei der allw&ouml;chentlichen Regierungspressekonferenz einige Fragesteller nicht zufrieden geben wollen mit seinen abwiegelnden Antworten, entf&auml;hrt dem leicht genervten Regierungschef ein verr&auml;terischer Satz: &ldquo;Was habe ich mit diesen Menschen zu tun? Ich kann mir das auch nur vortragen lassen!&rdquo;<br>\nNat&uuml;rlich k&ouml;nnte und m&uuml;sste er mehr tun. Aber Kretschmann geht die Frage ganz grunds&auml;tzlich an, f&uuml;hrt aus, dass er ordnungspolitisch noch nie Anh&auml;nger von Unternehmen in Landeshand gewesen sei. Nur, wenn es die schon gebe, dann wolle das Land auch Einfluss nehmen, &ldquo;nach dem Mehrheitsprinzip durch die Regierungsfraktionen&rdquo;. Und deshalb w&uuml;rden Posten &ldquo;in der Regel mit Leuten aus dem Regierungslager besetzt&rdquo;. Als Politprofi m&uuml;sste er allerdings wissen, dass die Vergabe nach Parteibuch, bei aller Qualifikation, kritisch be&auml;ugt wird. Hinter den Kulissen g&auml;rt es in seiner Partei jedenfalls gewaltig, gerade weil eigene Mitglieder betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/288\/fette-gruene-beute-3909.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Verfassung der Linken<\/strong><br>\nIn Th&uuml;ringen beobachtet der Inlandsgeheimdienst immer noch Teile der Partei, die den Ministerpr&auml;sidenten stellt. Anders als die AfD seien sie &raquo;offen extremistisch&laquo;<br>\nDer erste &raquo;rot-rot-gr&uuml;ne&laquo; Verfassungsschutzbericht aus dem Freistaat Th&uuml;ringen bekundet, dass das Amt f&uuml;r Verfassungsschutz (AfV) weiterhin Teile der Partei Die Linke Th&uuml;ringen &uuml;berwacht. Dies geschieht, obwohl die Linkspartei st&auml;rkste Kraft der in Erfurt regierenden Koalition ist. Au&szlig;erdem ist mindestens ein Mitglied des Landtags in die F&auml;nge des &Uuml;berwachungsnetzes geraten. Ein Sprecher des AfV bestritt zwar am Mittwoch auf Nachfrage von junge Welt, dass die Beh&ouml;rde Abgeordnete der Partei Die Linke beobachte, er bekr&auml;ftigte aber zugleich, dass er nach wie vor die Kommunistische Plattform (KPF) innerhalb der Linken &uuml;berwache. Dem Amt d&uuml;rfte also nicht entgangen sein, das mindestens ein Mitglied des Landtags dem Sprecherrat der KPF angeh&ouml;rt. Das l&auml;sst an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Th&uuml;ringen zweifeln. Entweder hat Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow seine Ministerien nicht unter Kontrolle &ndash; oder dies zeigt, wie schnell sich Die Linke durch eine Koalition ver&auml;ndern kann. [&hellip;]<br>\nObwohl Die Linke mit dem Slogan &raquo;Geheimdienst abschaffen &ndash; Verfassung sch&uuml;tzen&laquo; zur Landtagswahl 2014 angetreten war, konnte sie SPD und Gr&uuml;nen im Koalitionsvertrag lediglich das Zugest&auml;ndnis abringen, dass V-Leute allein zur Terrorismusbek&auml;mpfung eingesetzt werden d&uuml;rfen, unter Bewilligung des Ministerpr&auml;sidenten und genauer Pr&uuml;fung des Parlaments. Zudem sollen &raquo;k&uuml;nftig (&hellip;) Personen nicht mehr allein aufgrund ihrer politischen, religi&ouml;sen und\/oder weltanschaulichen Auffassungen zum Gegenstand grundrechtseinschr&auml;nkender Ma&szlig;nahmen gemacht werden&laquo;. [&hellip;]<br>\nEs ist schwer, die Schlussfolgerung zu vermeiden, dass Bodo Ramelow als Th&uuml;ringer Ministerpr&auml;sident entweder nicht viel zu sagen hat oder dass er an der &Uuml;berwachung von Mitgliedern der eigenen Partei und zumindest einem Fraktionsmitglied im Landtag beteiligt ist. Die Erfahrungen in Th&uuml;ringen zeigen, dass die Vorteile von Koalitionen eher in Posten als in politischen Reformen bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-06\/015.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eine Minderheit darf Deutschland nicht h&auml;sslich machen<\/strong><br>\nEs gilt, der Verrohung der politischen Auseinandersetzung entgegenzutreten, die mit den Pegida-Demonstrationen begann und deren Spitze am Einheitstag in Dresden zu besichtigen war. Ein dunkelh&auml;utiger Mann, der zum Gottesdienst ging, wurde mit Affenlauten begr&uuml;&szlig;t; die politischen Repr&auml;sentanten der Bundesrepublik mit &ldquo;Hau ab&rdquo; und zotenhaften Beleidigungen. Der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorl&auml;nder sprach von der &ldquo;h&auml;sslichen Fratze der Politikverachtung&rdquo;. Die Frau des s&auml;chsischen Wirtschaftsministers brach angesichts der aggressiven Flegeleien in Tr&auml;nen aus.<br>\nEs ist nun ein Jahr her, dass bei Pegida in Dresden ein Galgen mitgetragen wurde, bestimmt f&uuml;r die Kanzlerin und den Vizekanzler. Die Polizei hat sich damals daran nicht gest&ouml;rt, nicht so jedenfalls, dass sie eingegriffen h&auml;tte.<br>\nDie Beh&ouml;rden zeigen immer noch eine unglaubliche Dickfelligkeit, eine Duldsamkeit, die anstachelnde Wirkung hat. Die b&ouml;sartige Ver&auml;chtlichmachung &ldquo;des Systems&rdquo; &ndash; das ist die Demokratie &ndash; hat rasende Fortschritte gemacht. Der Pegida-Anf&uuml;hrer wurde f&uuml;r seine Hasspredigten trotz seiner Vorstrafen bisher nur zu Geldstrafen verurteilt. Das ist nicht Spezialpr&auml;vention, das ist nicht Generalpr&auml;vention; das ist beinahe eine Ermunterung. Die Menschenw&uuml;rde, von Hassb&uuml;rgern getreten, braucht aber Hilfe, auch von den Strafgerichten.<br>\nEs hei&szlig;t, dass diese Beleidigungen deswegen sehr schwer zu verfolgen seien, weil es sich nach geltendem Recht um Antragsdelikte handele &ndash; und die Polizei ja nicht wisse, ob ein Strafantrag gestellt wird. Nun, es spricht nichts dagegen, bei Beleidigungen im &ouml;ffentlichen Raum, und dazu geh&ouml;rt auch das Internet, das Antragserfordernis fallen zu lassen. Bisher ist es so, dass alle Beleidigungsdelikte Antragsdelikte sind, sie also nur verfolgt werden k&ouml;nnen, wenn der Beleidigte Strafantrag stellt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn sich die Tat gegen NS-Verfolgte oder andere Opfer einer Gewalt- und Willk&uuml;rherrschaft richtet. Der Gesetzgeber sollte die Ausnahmen erweitern. Das ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber das k&ouml;nnte ihr Anfang sein &ndash; weil der aggressiven Verachtung Einhalt geboten werden muss.<br>\nEs gab schon eine Weimarer Republik. Eine Dresdner Republik muss ihr nicht folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hass-und-beleidigung-die-dresdner-republik-1.3191278\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der &ldquo;P&ouml;bel&rdquo; von lateinisch populus, das &bdquo;Volk&ldquo;, &auml;u&szlig;ert sich ungeb&uuml;hrlich und die obere Mittelschicht, in Gestalt des Chefredakteurs der S&uuml;ddeutschen Zeitung, Heribert Prantl, sieht Weimarer Verh&auml;ltnisse am Horizont. Dabei haben die Menschen in diesem Land jeden Grund w&uuml;tend zu sein. Es reicht nur das Beispiel des Hartz-IV Systems. Ein repressives System von unglaublicher Boshaftigkeit, wie die neue Weisung zu den Bu&szlig;geldverfahren gegen Hartz-IV-Bezieher <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35288#h01\">belegen<\/a>. Allein der Vorwurf der &ldquo;mangelnden Mitwirkung&rdquo; reicht um die Repressionsmaschinerie auch gegen Dritte, also nicht einmal durch das Hartz-IV System direkt Betroffenen, in Gang zu setzen.<br>\nMit dem Hartz-IV System soll gezielt Angst verbreitet werden, nicht nur unter den direkt Betroffenen, sondern auch unter denjenigen, die noch &uuml;ber eine leidlich bezahlte Arbeit verf&uuml;gen, die Angst und Verunsicherung diesem dem&uuml;tigenden und schikan&ouml;sen System anheim fallen zu k&ouml;nnen. Aus Angst und Unsicherheit, aus dem Gef&uuml;hl des ausgeliefert Seins entsteht irgendwann einmal Wut und Hass, die sich dann oft ein greifbares und vermeintlich wehrloses Subjekt in Migranten und Fl&uuml;chtlingen suchen. So gesehen sind die Proteste gegen Merkel, Gauck und die versammelte Politelite doch ein Schritt in die richtige Richtung, treffen sie doch die politisch Verantwortlichen. Weshalb sollen die Menschen ihre Wut nicht artikulieren d&uuml;rfen? Warum ist dadurch sofort die Demokratie gef&auml;hrdet? Ist die Demokratie nicht eher durch Regelungen und Gesetze gef&auml;hrdet, die Millionen B&uuml;rger tagt&auml;glich Schikanen aussetzen und wie den letzten Dreck behandeln? Aus der Perspektive der oberen Mittelschicht eines Heribert Prantl, mit einem sechsstelligen Jahresgehalt, offenbar nicht. Selbstverst&auml;ndlich hat Prantl so auch keinerlei Probleme mit der zunehmenden Kinderarmut, mit der Ausweitung der Leiharbeit, mit prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, mit Wohnungsnot und steigenden Mieten. Weshalb also die versammelte Politelite mit &ldquo;Haut ab&rdquo; Rufen empfangen? Aus der Perspektive der oberen Mittelschicht gibt es dazu selbstverst&auml;ndlich keinen einzigen Grund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck wird Berater bei ING-DiBa<\/strong><br>\nEr war Kanzlerkandidat und Finanzminister: In der ZEIT k&uuml;ndigt Peer Steinbr&uuml;ck nun seinen Wechsel in die Privatwirtschaft an. Einen Interessenkonflikt sehe er nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/spd-peer-steinbrueck-ing-diba-berater\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Die Dreht&uuml;r l&auml;uft noch immer wie geschmiert!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung:<\/strong> Unser Leser MN <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/westlb-affaere-kontrolleur-ohne-kontrolle_aid_197775.html\">weist darauf hin<\/a>, wie und wo Steinbr&uuml;ck die n&ouml;tige Erfahrung f&uuml;r den neuen Job gesammelt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35299","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35299"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35299\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35302,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35299\/revisions\/35302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}