{"id":35313,"date":"2016-10-07T08:28:17","date_gmt":"2016-10-07T06:28:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313"},"modified":"2016-10-07T08:28:17","modified_gmt":"2016-10-07T06:28:17","slug":"hinweise-des-tages-2727","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h01\">Ausgeblendete Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h02\">Die Hochzeit der Kriegstreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h03\">Aufruf zur Friedensdemo in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h04\">SPD und Union einigen sich auf kleine Steuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h05\">Die Wiederentdeckung der Fiskalpolitik &ndash; erste Risse im neoklassischen Paradigma?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h06\">Vorst&auml;nde im Dax verdienen im Mittel 57-mal so viel wie durchschnittliche Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h07\">Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e deutscher Konzerne: Zu Hause hui, im Ausland pfui<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h08\">Merkel deutet TTIP-Ablehnung als Antiamerikanismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h09\">Abschottung, ein gutes Stichwort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h10\">Nobelpreistr&auml;ger Stiglitz: &ldquo;Italien wird schon bald aus der Eurozone aussteigen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h11\">Schredder vom Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h12\">Das neue Pearl Harbor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h13\">Die offene Schuld &ndash; Griechenland und die deutschen Kriegsverbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h14\">Die AfD: Unsozial und r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35313#h15\">&ldquo;Die Nebent&auml;tigkeit war Steinbr&uuml;cks Hauptt&auml;tigkeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ausgeblendete Wahrheit<\/strong><br>\nTodenh&ouml;fer-Interview authentisch. Westen r&uuml;stet Islamisten in Syrien aus. (&hellip;)<br>\nWackelige Bilder aus dem Inneren eines Fahrzeugs zeigen den unbefestigten Weg von J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer und seinen Begleitern in einen Steinbruch. &raquo;Wir sollten dort nicht hinunterfahren, es k&ouml;nnte eine Falle sein&laquo;, ist eine Stimme zu h&ouml;ren. Schnitt. Dann sieht man einen Mann, dessen Gesicht mit einem schwarzen Schal bis zur Nasenspitze vermummt ist: Entspannt sitzt der deutlich schwergewichtige Interviewpartner namens Abu Al-As auf einem niedrigen Stuhl oder Hocker und beantwortet die Fragen seines ausl&auml;ndischen Gastes. Am Revers eine Handgranate, ein Walkie-talkie.<br>\nDas Interview sei authentisch, sagt ein Kollege der libanesischen Tageszeitung Al-Safir im Gespr&auml;ch mit junge Welt. Oppositionelle und Armee in Aleppo h&auml;tten best&auml;tigt, dass der deutsche &raquo;ehemalige Parlamentsabgeordnete&laquo; (Todenh&ouml;fer) &raquo;bei Ramussa&laquo; im S&uuml;den Aleppos durch die Verteidigungslinie der syrischen Streitkr&auml;fte in das Gebiet unter Kontrolle der Nusra-Front (heute: &raquo;Jabha Fatah Al-Scham&laquo;, Front zur Eroberung der Levante) gefahren sei. &raquo;Ohne milit&auml;rische Begleitung, auf eigenes Risiko.&laquo;<br>\nDie Sprache des Nusra-Kommandanten sei &raquo;einfach&laquo;, so der Kollege weiter, der die arabischen Antworten des Mannes verfolgt hat. Er spreche einen f&uuml;r Aleppo typischen Dialekt, stamme also aus der Region. Er benutze keine Terminologie, wie sie Dschihadisten gew&ouml;hnlich verwenden. Daraus lie&szlig;e sich schlie&szlig;en, dass er &raquo;nicht in den Religionsschulen der Nusra ausgebildet&laquo; worden sei, wie bei den hochrangigen Kadern der Nusra-Front &uuml;blich. Dass Abu Al-As Goldschmuck trage, sei nicht ungew&ouml;hnlich f&uuml;r M&auml;nner der Region, die Art seines Auftretens lasse den Schluss zu, dass es sich &raquo;m&ouml;glicherweise&laquo; um einen lokalen Stammesf&uuml;hrer handeln k&ouml;nne. Viele verschiedene Gruppen und Personen h&auml;tten sich der Dschihadistenmiliz angeschlossen. Die Aussagen, die der Mann gemacht habe, seien nicht neu.<br>\nAls Journalist h&auml;tte er weitere Fragen gestellt, so der Al-Safir-Reporter. &raquo;Interessant w&auml;re, woher die ausl&auml;ndischen Geheimdienstkr&auml;fte gekommen sind, die nach der Blockade der Castello-Stra&szlig;e durch das syrische Milit&auml;r Mitte Juli (im Interview ist die Rede von der &raquo;Road&laquo;) bei ihnen waren&laquo;, so der Kollege. In dem Interview sagt Abu Al-As: &raquo;Als die &rsaquo;Road&lsaquo; gesperrt war und wir belagert wurden, hatten wir Offiziere aus der T&uuml;rkei, Katar, Saudi-Arabien, Israel und Amerika hier.&laquo; Sie seien &raquo;Experten&laquo; gewesen, zust&auml;ndig f&uuml;r den Umgang mit Raketen sowie Aufkl&auml;rungsarbeit, insbesondere die Auswertung von Satellitenbildern und von Aufnahmen thermischer &Uuml;berwachungskameras.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/m\/artikel\/294939.ausgeblendete-wahrheit.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Hochzeit der Kriegstreiber<\/strong><br>\nWom&ouml;glich bedarf es keiner besonderen Betonung, aber immer wenn ein Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten sein Amt antritt, wird die Ausrichtung seiner Au&szlig;enpolitik in &Uuml;bereinstimmung oder Abgrenzung zu der Politik seines Vorg&auml;ngers entwickelt. Bei der au&szlig;enpolitischen Bilanz von US-Pr&auml;sident Barack Obama handelt es sich um eine Art Gemischtwarenladen. Er verantwortete das fortgesetzte milit&auml;rische Engagement in Afghanistan und im Irak &mdash; sinnlose, gewaltsame Versuche, diese L&auml;nder unter Kontrolle zu bringen. In Libyen f&ouml;rderte er einen Regimewechsel und regionales Chaos durch eine NATO-Bombardierung. Seine milit&auml;rischen Handlungen trugen in Syrien zu den schrecklichen Zust&auml;nden bei, aufgrund derer Millionen fliehen m&uuml;ssen. Laut seines stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberaters Ben Rhodes, ordnete er &bdquo;ohne Bedenken&ldquo; Drohnenschl&auml;ge in Jemen, Pakistan und Ostafrika an, durch die wahllos Hunderte get&ouml;tet wurden. Und um dem allem die Krone aufzusetzen, haben die Spannungen mit Russland und China nicht zuletzt aufgrund unn&ouml;tiger amerikanischer Provokationen und heftigem S&auml;belrasseln ein Allzeithoch erreicht. (&hellip;)<br>\nDiese Studie will in keiner Weise nahelegen, Trump sei der bessere Kandidat. Er f&ouml;rdert Angst und Hass und ist vermutlich dazu in der Lage, Bomben auf jeden abzuwerfen, der es wagt, ihn zu kritisieren. Was die Au&szlig;enpolitik anbelangt, wollen sowohl Trump als auch HRC die amerikanische Rolle als globaler F&uuml;hrer wiederherstellen. Aber Trump ist zu unberechenbar und nicht vertrauensw&uuml;rdig genug f&uuml;r die etablierten Hardliner im Au&szlig;enpolitikapparat. Diese Leute wissen, was sie an HRC haben und sie sind begierig, mit ihr zusammenzuarbeiten. Mittels einer Analyse der Autoren des EAP-Berichts, mithilfe von Aussagen der HRC-Berater und von ihr selbst will diese Studie den Wandel im amerikanischen Au&szlig;enpolitikgef&uuml;ge und seine Folgen, sollte Hillary Clinton zur Pr&auml;sidentin gew&auml;hlt werden, herausarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/10\/05\/die-hochzeit-der-kriegstreiber\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige Studie in deutscher Fassung ist <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/IMI-Studie2016-9-Clinton-Web.pdf\">hier nachlesbar<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aufruf zur Friedensdemo in Berlin<\/strong><br>\nRund 200 Organisationen rufen f&uuml;r kommenden Samstag zur Friedensdemonstration in Berlin auf. Koordinator Reiner Braun erkl&auml;rt, warum diese wichtig ist und was er von Angela Merkel einfordern w&uuml;rde, w&auml;re diese eine magische Fee, die W&uuml;nsche erf&uuml;llt.<br>\nHerr Braun, f&uuml;r den 8. Oktober 2016 rufen Sie gemeinsam mit der Friedensbewegung zu einer Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz auf. Die Veranstaltung tr&auml;gt den Titel &ldquo;Die Waffen nieder! Kooperation statt NATO-Konfrontation, Abr&uuml;stung statt Sozialabbau&rdquo;. Vom Krieg h&ouml;rt man doch h&ouml;chstens in den Medien. In Deutschland ist alles friedlich. Warum braucht es da Protestveranstaltungen?<br>\nKriege finden erst einmal in der Realit&auml;t statt und allein an 17 dieser Kriege ist Deutschland aktiv beteiligt. F&uuml;r viele andere liefern wir Waffen. Die Berichterstattung in den so genannten Qualit&auml;tsmedien gl&auml;nzt seit jeher durch eine verzerrte Wiedergabe. Ihnen geht es doch im Wesentlichen um die Bildung und Pflege von Feindbildern, siehe Putin oder Assad, um die Legitimation der eigenen Kriegsbeteiligung und um Aufr&uuml;stung. Medien mit umfassender kritischer oder Antikriegsberichterstattung finden sich ja immer seltener und wenn, dann im Internet. Deutschland ist friedlich? &ndash; Davon kann ja wohl kaum die Rede sein, es sei denn, wir vergessen: <strong>Den Drohnenkrieg von deutschem Boden.<\/strong><br>\nDie ungeheure Aufr&uuml;stung im Umfang von zus&auml;tzlichen sechs Milliarden Euro. Waffen, die angeschafft werden, werden auch eingesetzt.<br>\nDie innere Militarisierung, die an die Diskussion um die Notstandsgesetzgebung erinnert und den Boden f&uuml;r den grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr im Inneren bereitet &ndash; &uuml;brigens auch gegen Streikende und Fl&uuml;chtlinge.<br>\nUnd last but not least: Von Frieden kann nicht gesprochen werden, solange Atomwaffen auch auf deutschem Boden lagern.<br>\nMit dem Begriff &ldquo;friedlich&rdquo;, der f&uuml;r mich auch &ldquo;gerecht&rdquo; impliziert, w&auml;re ich gerade angesichts des Umganges mit den Fl&uuml;chtlingen, die unserer Kriege wegen zu uns fliehen m&uuml;ssen, sehr vorsichtig; und auch angesichts der rund acht Millionen Menschen mit prek&auml;ren Arbeitspl&auml;tzen und der vielen Millionen Arbeitsloser. F&uuml;r Protest gibt es mehr als genug Gr&uuml;nde, f&uuml;r Friedensaktionen erst recht oder wollen wir bald in einer europ&auml;ischen Armee dienen und in Syrien mitt&ouml;ten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161007_Reiner_Braun_Friedens-Demo_8_10_2016.pdf\">Reiner Braun zu Demo am 8. Oktober [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>SPD und Union einigen sich auf kleine Steuerreform<\/strong><br>\nUnion und SPD haben sich nach Angaben des Handelsblattes und der Bild-Zeitung auf die von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) vorgeschlagene Mini-Steuerreform zum 1. Januar 2017 geeinigt. In Koalitionskreisen hie&szlig; es am Mittwochabend, damit k&ouml;nne Sch&auml;ubles Gesetzentwurf kommende Woche vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Dieser sieht vor, dass die B&uuml;rger im kommenden Jahr um insgesamt 6,3 Milliarden Euro entlastet werden.<br>\nDie Summe ergibt sich aus der Korrektur der sogenannten kalten Progression in H&ouml;he von 2,3 Milliarden Euro und einer Erh&ouml;hung der Steuerfreibetr&auml;ge f&uuml;r Erwachsene und Kinder. Unter kalter Progression werden &ldquo;schleichende Steuererh&ouml;hungen&rdquo; verstanden: Arbeitnehmer rutschen auch dann in eine h&ouml;here Steuerbelastung, wenn sie nur zum Inflationsausgleich mehr Geld bekommen. Das Handelsblatt berichtet zudem, der Steuergrundfreibetrag solle von derzeit 8652 Euro auf 9000 Euro im Jahr 2018 steigen. Die SPD habe durchgesetzt, dass der Kinderzuschlag f&uuml;r Familien mit geringem Einkommen um zehn Euro erh&ouml;ht werde.<br>\nAu&szlig;erdem soll das Kindergeld ab 2017 um zwei Euro erh&ouml;ht werden. Familienministerin Schwesig hatte auch Verbesserungen f&uuml;r Alleinerziehende gefordert und Sch&auml;ubles Entwurf deshalb zun&auml;chst abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/berlin-spd-und-union-einigen-sich-auf-kleine-steuerreform-1.3192932\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kinderzuschlag und Kindergeld: Parit&auml;tischer kritisiert Regierungspl&auml;ne f&uuml;r &bdquo;Mini-Steuerreform&ldquo; als &bdquo;Farce&ldquo;<\/strong><br>\nAls &bdquo;unglaubliche Farce&ldquo; bezeichnet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Koalitions-Pl&auml;ne, den Kinderzuschlag f&uuml;r Geringverdiener um lediglich 10 Euro und das Kindergeld sogar nur um 2 Euro anzuheben. Es sei familien- und armutspolitisch nicht vermittelbar, dass Kinder von Spitzenverdienern auch weiterhin deutlich h&ouml;her gef&ouml;rdert werden als Kinder von Normalverdienern und Hartz-IV-Bezieher beim Kindergeld sogar ganz leer ausgehen, kritisiert der Verband.<br>\n&bdquo;Diese halbherzige Mini-Anpassung bei Kinderzuschlag und Kindergeld wird weder die Armut von Familien wirksam bek&auml;mpfen, noch die Kluft zwischen armen und reichen Familien sp&uuml;rbar verringern. Im Gegenteil: Die soziale Ungleichheit in dieser Gesellschaft wird weiter verfestigt. Die Pl&auml;ne der Bundesregierung stellen f&uuml;r alle Eltern ohne Spitzeneinkommen eine regelrechte Provokation dar&ldquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes.<br>\nDer Verband weist daraufhin, dass bereits heute die monatliche Nettoentlastung durch die steuerlichen Kinderfreibetr&auml;ge f&uuml;r Spitzenverdiener um rund 100 Euro h&ouml;her liegt als das Kindergeld, das Normalverdiener erhalten. Familien im Hartz-IV-Bezug gehen ganz leer aus, da das Kindergeld nach aktueller Rechtslage komplett auf den &ndash; nach Ansicht des Verbandes deutlich zu niedrigen und nicht bedarfsgerechten &ndash; Regelsatz angerechnet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/nc\/pressebereich\/artikel\/news\/kinderzuschlag-und-kindergeld-paritaetischer-kritisiert-regierungsplaene-fuer-8222mini-steuerref\/\">Parit&auml;tischer Wohlfahrtverband<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Wiederentdeckung der Fiskalpolitik &ndash; erste Risse im neoklassischen Paradigma?<\/strong><br>\n&Uuml;ber lange Zeit galt die Fiskalpolitik im &ouml;konomischen Mainstream als nutzlos, ja sogar sch&auml;dlich. Nun mehren sich selbst hierzulande die Stimmen, die eine aktivere Fiskalpolitik verlangen. Das ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e verwunderlich, da diese Forderung so gar nicht zum neoklassischen Paradigma passen will.<br>\nIn den letzten Wochen und Monaten sind die Rufe nach einer expansiveren Fiskalpolitik immer lauter geworden, ausgel&ouml;st unter anderem durch die immer noch relativ schwache wirtschaftliche Erholung seit der &bdquo;Gro&szlig;en Rezession&ldquo; von 2008\/2009 (insbesondere im Euroraum und in der EU, aber ebenso in Japan und selbst in den USA) bei gleichzeitig wachsenden Zweifeln an der Wirksamkeit der Geldpolitik (allein). Interessant ist, dass die Forderung nach einer st&auml;rkeren Rolle f&uuml;r die Fiskalpolitik, die im angloamerikanischen Sprachraum schon seit geraumer Zeit erhoben wird (vgl. zuletzt etwa Christopher Sims, konservativer &Ouml;konom und Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger 2011, hier), nun auch auf den deutschsprachigen Raum &uuml;berzugreifen scheint.<br>\n&bdquo;Hallo Finanzpolitik (Tsch&uuml;ss Geldpolitik?)&ldquo; (faz-net.de), &bdquo;Die Geldpolitik ist am Ende, jetzt kommt Fiskalpolitik&ldquo; (dzbank.de), &bdquo;Fiskal- statt Geldpolitik? Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik&ldquo; (risknet.de), &bdquo;Comeback der Finanzpolitik&ldquo; (nzz.ch), &bdquo;Die Grenzen der Geldpolitik&ldquo; (neuewirtschaftswunder.de), &bdquo;Das Ende der Geldpolitik&ldquo; (godmode-trader.de), &bdquo;Schl&uuml;ssel zum Aufschwung liegt in Fiskal- und weniger in Geldpolitik&ldquo; (wallstreet-online.de), &bdquo;Finanzpolitische Unterst&uuml;tzung: Das gro&szlig;e Comeback?&ldquo; (lombardodier.com), so oder &auml;hnlich lauten die Schlagzeilen von Beitr&auml;gen in den letzten Wochen, in denen eine Wiederbelebung der Fiskalpolitik gefordert oder zumindest erwartet wird. Wie Kai Tschauder erst k&uuml;rzlich auf Makroskop (hier) berichtete, scheint selbst Ex-Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber inzwischen eine aktivere Fiskalpolitik nicht mehr rundweg abzulehnen (siehe auch hier).<br>\nDies ist sehr erstaunlich, da die herrschende Lehre der Fiskalpolitik im Allgemeinen nicht sehr zugetan ist. Noch nicht einmal die &auml;u&szlig;erst erfolgreichen fiskalischen Interventionen in allen international bedeutenden Volkswirtschaften in der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise 2008\/2009 (in Deutschland etwa die Konjunkturpakete I und II), die zweifellos eine weltweite Depression verhindert haben, konnten einen (dauerhaften) Meinungsumschwung hin zu einer positiveren Bewertung der Fiskalpolitik bewirken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/die-wiederentdeckung-der-fiskalpolitik-erste-risse-im-neoklassischen-paradigma-1\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vorst&auml;nde im Dax verdienen im Mittel 57-mal so viel wie durchschnittliche Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nVorst&auml;nde von Dax-Unternehmen verdienen im Mittel 57-mal so viel wie die durchschnittlichen Besch&auml;ftigten in ihrer Firma. Dabei reicht die Bandbreite im Dax 30 vom 17- bis zum 141-fachen. Das zeigt eine neue Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Autorinnen der Untersuchung empfehlen konkrete Transparenzvorschriften im Deutschen Corporate Governance Kodex, um die gro&szlig;e Ungleichheit zwischen Topmanagern und den &uuml;brigen Besch&auml;ftigten abzubauen.<br>\nWer die Verantwortung f&uuml;r die Geschicke eines gro&szlig;en Unternehmens mit zig tausend Arbeitspl&auml;tzen tr&auml;gt, erbringt eine beachtliche Leistung und sollte anst&auml;ndig bezahlt werden. Dagegen wird kaum jemand etwas einwenden. Die Frage ist aber, wie hoch der Gehaltsaufschlag ausfallen darf. Eine Messgr&ouml;&szlig;e ist hier die sogenannte Manager to Worker Pay Ratio, auf die seit 2013 auch der Deutsche Corporate Governance Kodex Bezug nimmt. Wie hoch die Ratio &ndash; also das Verh&auml;ltnis zwischen Vorstandverg&uuml;tung und durchschnittlichem Verdienst im Unternehmen ausf&auml;llt &ndash;, muss von deutschen Unternehmen allerdings bislang nicht publiziert, sondern lediglich im Aufsichtsrat besprochen werden. Anders ist dies in den USA: Firmen m&uuml;ssen die Werte ab kommendem Jahr &ouml;ffentlich ausweisen. Das soll k&uuml;nftig dazu beitragen, Gehaltsexzesse zu verhindern. (&hellip;)<br>\nZentrales Ergebnis: Im vergangenen Jahrzehnt ist der Abstand zwischen Topmanagern und durchschnittlichen Besch&auml;ftigten deutlich angestiegen. 2005 bekam ein Vorstandsmitglied im Dax durchschnittlich 42 mal so viel wie ein Besch&auml;ftigter, 2011 erreichte die Ratio mit dem 62-fachen einen vorl&auml;ufigen H&ouml;chststand. Dem j&uuml;ngsten ermittelbaren Wert, der Manager to Worker Pay Ratio von 57, liegen Daten von 2014 zugrunde. Dabei reicht die Spanne vom 17-fachen bei Konsumg&uuml;terkonzern Beiersdorf (u.a. Nivea) &uuml;ber das 33-fache bei der Allianz oder das 81-fache beim Pharmakonzern Merck bis zum 141-fachen beim Autobauer Volkswagen (alle Werte in der Grafik auf Seite 5 der Studie). Drei Dax-Unternehmen weisen eine Ratio von mehr als 100 auf, nur zwei von weniger als 20. Vergleicht man die Jahre 2011 und 2014, f&auml;llt die Situation in den 25 Unternehmen, die in beiden Jahren im Dax waren, uneinheitlich aus: In zw&ouml;lf wuchs der Abstand, in 13 ging er zur&uuml;ck. Bei VW beispielsweise vom 170- auf das 141-fache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_67576.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e deutscher Konzerne: Zu Hause hui, im Ausland pfui<\/strong><br>\nEin Hauch von vision&auml;rem Humanismus umwehte Angela Merkel. &ldquo;Wir wollen ein werte- und regelbasiertes Wirtschaftssystem&rdquo;, sagte sie mit ernster Stimme. Das Problem besserer Arbeitsbedingungen sei &ldquo;in vielen L&auml;ndern Asiens und Afrikas heute noch nicht zufriedenstellend gel&ouml;st&rdquo;.<br>\nDiese Worte sprach die Kanzlerin nach dem G7-Gipfel im vergangenen Jahr auf Schloss Elmau. Es klang nach einem Versprechen, tats&auml;chlich Anstrengungen f&uuml;r eine bessere Welt zu unternehmen. Es klang nach dem ehrlichen Bem&uuml;hungen der reichen Staaten, in den globalen Handelsbeziehungen vermehrt auf soziale und &ouml;kologische Standards zu achten.<br>\nDer Handlungsbedarf ist unstrittig: Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Unternehmen, die in ihren Lieferketten Menschenrechtsverletzungen billigend in Kauf nehmen. Von 1800 Menschenrechtsbeschwerden, die die Universit&auml;t Maastricht im vergangenen Jahr ausgewertet hatte, waren auch 87 deutsche Unternehmen betroffen. Das Textilb&uuml;ndnis etwa, das Entwicklungshilfeminister Gerd M&uuml;ller, CSU, ins Leben gerufen hat, funktioniert bis heute nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wirtschaft-und-menschenrechte-zu-hause-hui-im-ausland-pfui-a-1115045.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkel deutet TTIP-Ablehnung als Antiamerikanismus<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat den Gegnern eines EU-Freihandelsabkommens mit den USA indirekt Antiamerikanismus vorgeworfen. &ldquo;Ich sage es mal ganz vorsichtig: Die Tatsache, dass ein Freihandelsabkommen, das wir mit Russland verhandeln w&uuml;rden, wahrscheinlich nur die H&auml;lfte aller Diskussionen mit sich bringen w&uuml;rde, das muss uns doch zu denken geben&rdquo;, sagte Merkel auf dem Tag der deutschen Industrie in Berlin mit Blick auf die Kritik an TTIP. Es stelle sich die Frage, ob es um die Sache oder um etwas ganz anderes gehe.<br>\nZugleich &auml;u&szlig;erte sich Merkel optimistisch zu den TTIP-Gespr&auml;chen. &ldquo;Bei gutem politischen Willen k&ouml;nnte man ziemlich viel erreichen.&rdquo; Die Verhandlungen mit der US-Regierung sollten so weit wie m&ouml;glich vorangetrieben werden. Gerade weil die Handelsabkommen Ceta mit Kanada und TTIP mit den USA mehr umfassten als nur den Zollabbau, seien sie f&uuml;r die Zusammenarbeit der L&auml;nder der freien Welt so wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/freihandelsabkommen-angela-merkel-ttip-usa-antiamerikanismus\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Verweis, TTIP-Ablehnung sei Antiamerikanismus, offenbart das scheinbar einfach gestrickte politische Denkverm&ouml;gen der (zumindest noch amtierenden) Bundeskanzlerin und soll wohl die Kritiker zum Schweigen bringen. Hat sich Frau Merkel mit den Inhalten der TTIP-Ablehner auseinander gesetzt? Fehlanzeige! Stattdessen plappert sie einfach die Phrasen der TTIP-Bef&uuml;rworter nach &ndash; ohne Belege. Wieso z.B. sollten mittlere Einkommen in Zukunft durch Freihandelsabkommen profitieren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abschottung, ein gutes Stichwort<\/strong><br>\nDeutsche Institute kl&auml;rten mal wieder auf. Brachten Licht ins Dunkle. Wenn die beiden Freihandelsabkommen nicht kommen, so erkl&auml;rten das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, das ifo-Institut, das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung und das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft k&uuml;rzlich in einer Gemeinschaftsdiagnose, dann w&uuml;rde die wirtschaftliche Zukunft Deutschland aufs Spiel gesetzt. Denn &ndash; und jetzt kommts! &ndash; Abschottung sei keine Alternative zur weltwirtschaftlichen Integration. Diese Mentalit&auml;t zur Abschottung unterstellten die vier Denkfabriken den Gegendemonstranten, die TTIP und Ceta nicht wortlos hinnehmen wollen. Die w&uuml;rden dem Isolationismus n&auml;mlich neuen Auftrieb geben. Eine Exportnation wie Deutschland k&ouml;nne diese Haltung freilich nicht gebrauchen. Protektionismus sei keine Alternative zum Freihandel.<br>\nMan kann der Kritik an den Gegnern dieser Abkommen ja vieles nachsagen. Es sind ja auch, wie in jeder gro&szlig;en Masse, Spinner unter ihnen. Aber dass die Gegenbewegung zu diesem Generalangriff auf demokratische Strukturen auf irgendeine Art isolationistisch oder abschottend ist, das kann man nun wahrlich nicht behaupten. Im Gegenteil, es ist immer wieder von einem fairen Welthandel die Rede. Von einer globalen &Ouml;konomie eben. Nur d&uuml;rfe die nicht mit Handelsabkommen flankiert werden, die die Politik als Entscheider ausscheiden lassen, um dort die F&uuml;hrungsgremien gro&szlig;er Konzerne zu installieren. Man kritisiert auch die Subventionspolitik f&uuml;r landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Europa, die auf afrikanischen M&auml;rkten zu Preisverfall dort heimischer Produkte f&uuml;hrt. Aber eigentlich nie kommen darin S&auml;tze vor wie: &raquo;Wir bleiben f&uuml;r uns!&laquo; oder &raquo;Deutsche M&ouml;hren den Deutschen!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1027783.abschottung-ein-gutes-stichwort.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nobelpreistr&auml;ger Stiglitz: &ldquo;Italien wird schon bald aus der Eurozone aussteigen&rdquo;<\/strong><br>\nWar es den Verantwortlichen in Politik und Zentralbanken im letzten Jahr noch gelungen, mittels eines gro&szlig; angelegten Austerit&auml;tsprogramms den Verbleib Griechenlands in der Eurozone zu erzwingen, k&ouml;nnte Italien schon bald den gemeinsamen europ&auml;ischen W&auml;hrungsraum verlassen. Dies erwartet zumindest US-Volkswirt und Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz, der sich der &ldquo;Welt&rdquo; gegen&uuml;ber skeptisch &uuml;ber die Zukunft des Landes in der Eurozone &auml;u&szlig;erte. &ldquo;Den Italienern wird gerade klar, dass Italien im Euro nicht funktioniert&rdquo;, erkl&auml;rte der Autor des j&uuml;ngst erschienenen Buches &ldquo;Europa spart sich kaputt&rdquo; gegen&uuml;ber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung. &ldquo;Das ist f&uuml;r die Italiener emotional wirklich schwierig, und sie haben sich lange geweigert, diese Einsicht zu akzeptieren.&rdquo; [&hellip;]<br>\nDer Nobelpreistr&auml;ger spricht davon, dass man sich in Deutschland bereits mit einem unausweichlichen griechischen Euro-Aus abgefunden h&auml;tte. Darauf, dass auch Italien schon bald nicht mehr der Eurozone angeh&ouml;ren k&ouml;nnte, deuten Zahlen hin, die Politiker inner- und au&szlig;erhalb der drittgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Eurozone lange unter Verschluss gehalten hatten.<br>\nIn Italien soll sich allein ein Drittel aller nicht mehr bedienter Bankkredite des EU-Raumes konzentrieren. In mehreren Medien war die Rede von einer Gesamtsumme von 360 Milliarden Euro, auf die sich die nicht bedienten Kreditverbindlichkeiten in dem s&uuml;deurop&auml;ischen Land belaufen soll &ndash; damit sollen etwa 21 Prozent aller Kredite in Italien &ldquo;faul&rdquo; sein. Allein 80 Milliarden Euro davon sollen sich in den B&uuml;chern der UniCredit befinden. Dazu kommt eine Verschuldung der &ouml;ffentlichen Haushalte in H&ouml;he von 135 Prozent des BIP &ndash; bei anhaltend hoher Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/41632-nobelpreistrager-stiglitz-italien-wird-schon\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schredder vom Dienst<\/strong><br>\nGut zehn Jahre nach dem Tod von Mehmet Kubasik haben die Anw&auml;lte der Witwe und der Tochter des NSU-Mordopfers Strafanzeige gegen Geheimdienstler gestellt, die f&uuml;r die Vernichtung von Akten &uuml;ber V-Leute aus der Neonaziszene im November 2011 verantwortlich sind. Die Nebenkl&auml;gerinnen im M&uuml;nchner NSU-Prozess werfen einem Beamten, der unter dem Namen Lothar Lingen bekannt wurde, und weiteren, bislang unbekannten Mitarbeitern des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) Strafvereitelung, Urkundenunterdr&uuml;ckung und Verwahrungsbruch vor. Die Anzeige sei bei der Staatsanwaltschaft in K&ouml;ln gestellt worden, teilten die Anw&auml;lte von Elif und Gamze Kubasik am Mittwoch mit. Das BfV residiert dort im Stadtteil Chorweiler. Der Kioskbetreiber Mehmet Kubasik war im April 2006 in Dortmund erschossen worden. Im November 2011 war nach dem Tod der mutma&szlig;lichen Hauptt&auml;ter ein Propagandavideo verschickt worden &ndash; der &raquo;Nationalsozialistische Untergrund&laquo; (NSU) br&uuml;stet sich darin mit der rassistischen Mordserie, der au&szlig;er Kubasik acht weitere M&auml;nner zum Opfer gefallen sind. Nur wenige Tage nach der &raquo;Selbstenttarnung&laquo; des NSU hatte Lothar Lingen im BfV die Vernichtung der Akten &uuml;ber V-Leute in der militanten Neonaziszene Th&uuml;ringens angeordnet. Von dort stammte auch das mutma&szlig;liche Kerntrio des NSU. Die Identit&auml;t einiger V-Leute ist bis heute unklar.<br>\nErst am Donnerstag letzter Woche war bekanntgeworden, was der Beamte Lingen bereits im Oktober 2014 in seiner Vernehmung durch die Bundesanwaltschaft zugegeben hatte: Die Akten waren gezielt vernichtet worden, um Schaden vom Amt abzuwenden. Aus der damals protokollierten Aussage Lingens wurde nun im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags zitiert: &raquo;Mir war bereits am 10.\/11. November 2011 v&ouml;llig klar, dass sich die &Ouml;ffentlichkeit sehr f&uuml;r die Quellenlage des BfV in Th&uuml;ringen interessieren wird. Die blo&szlig;e Bezifferung der seinerzeit in Th&uuml;ringen vom BfV gef&uuml;hrten Quellen mit acht, neun oder zehn F&auml;llen h&auml;tte zu der &hellip; Frage gef&uuml;hrt, aus welchem Grunde die Verfassungsschutzbeh&ouml;rden &uuml;ber die terroristischen Aktivit&auml;ten der drei eigentlich nicht informiert worden sind.&laquo; Die &raquo;nackten Zahlen&laquo; h&auml;tten ja daf&uuml;r gesprochen, &raquo;dass wir wussten, was da l&auml;uft&laquo;. Das sei aber nicht der Fall gewesen, hatte Lingen versichert. Er habe sich aber gedacht, wenn die Anzahl der &raquo;Quellen&laquo; nicht bekanntw&uuml;rde, dann bliebe dem Amt vielleicht diese Frage erspart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-06\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das neue Pearl Harbor<\/strong><br>\nDer 11. September 2001 markiert in vielerlei Hinsicht eine historische Z&auml;sur. Nicht nur fanden in den USA furchtbare terroristische Attentate statt. Auch handelte es sich um den &ndash; nach jenem auf Pearl Harbor &ndash; &uuml;berhaupt erst zweiten Angriff gegen die USA der auf deren eigenem Territorium. Seitdem wird &bdquo;wegen 9\/11&ldquo; Krieg &ndash; der sogenannte &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; &ndash; gef&uuml;hrt. Ein Krieg, der bereits Millionen Opfer gefordert hat und die Welt zunehmend in eine globale Krise f&uuml;hrt, in der die NATO-Staaten unter dem Deckmantel des Kampfes f&uuml;r Frieden, Freiheit und Demokratie wahllos Ressourcenkrieg initiieren und l&auml;ngst zum Angriffspakt verkommen ist. Die Zweifel an den regierungsamtlichen Verlautbarungen und sogenannten Untersuchungen zu 9\/11 waren von Anfang an gro&szlig;. Paul Schreyer lieferte anl&auml;sslich des 15. Jahrestages der Attentate daher eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34894\">Liste der Halbwahrheiten und &bdquo;vergessenen Fakten&rdquo;<\/a> f&uuml;r die NachDenkSeiten. Eine der wenigen wissenschaftlichen Aufarbeitungen zum Thema, geschrieben von Prof. David Ray Griffin, wurde nun ins Deutsche &uuml;bersetzt und pr&auml;sentiert in bestechender Klarheit und analytischer Sch&auml;rfe, dass vieles an der bisher als Wahrheit vermittelten Regierungspropaganda nicht der Wahrheit entsprechen kann. Jens Wernicke sprach hierzu mit Oliver Bommer, dem Herausgeber und &Uuml;bersetzer des Buches, der Wichtiges auch zur Stigmatisierung selbst der seri&ouml;sesten Kritik als vermeintliche &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; zu berichten wei&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201610064122\/feuilleton\/literatur\/911-das-neue-pearl-harbor.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die offene Schuld &ndash; Griechenland und die deutschen Kriegsverbrechen<\/strong><br>\nArgyris Sfountouris ist knapp vier Jahre, als die Deutschen seine Eltern ermorden. Wie durch ein Wunder &uuml;berlebt er das Massaker von Distomo im Juni 1944. Er w&auml;chst in einem Schweizer Kinderdorf auf, wird Physiker, Lehrer, Entwicklungshelfer und Autor. Argyris k&auml;mpft gegen die Milit&auml;rdiktatur und um Gerechtigkeit f&uuml;r die Hinterbliebenen von Distomo &ndash; und erlebt, wie Deutschland Entsch&auml;digungs- und Reparationszahlungen f&uuml;r die begangenen Kriegsverbrechen wahlweise als Betrugsversuch, als unredliche Trickserei oder gar als Ausweis einer generellen &bdquo;h&auml;ndlerischen Gesinnung&ldquo; zur&uuml;ckweist. Im Falle des SS-Massakers von Distomo hei&szlig;t es von deutscher offizieller Seite, es sei eine Handlung im Rahmen des Kriegsrechts gewesen. Patric Seibel erz&auml;hlt in dem Buch &bdquo;Ich bleibe immer der vierj&auml;hrige Junge von damals&ldquo; die anr&uuml;hrende, politische Lebensgeschichte von Argyris Sfountouris, die vor dem Hintergrund der deutsch-griechischen Beziehungen hochaktuell ist. Und im folgenden Kommentar zeigt er, wie Deutschland sich aus der Verantwortung stiehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/kommentare\/die-offene-schuld-griechenland-und-die-deutschen-kriegsverbrechen\/\">Westend Verlag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die AfD: Unsozial und r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt<\/strong><br>\nDas Ergebnis der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern schockierte. Die AfD wurde zweitst&auml;rkste Kraft. Diese Partei setzt aber nicht nur auf offenen Rechtspopulismus und Fremdenhass. Sie ist auch eine Partei, die zutiefst unsozial ist und klar neoliberale Positionen vertritt. Sie will Steuern f&uuml;r Reiche senken, Renten- und Arbeitslosenversicherung zerschlagen und Alleinerziehende ausgrenzen &ndash; ein r&uuml;ckw&auml;rtsgewandtes Weltbild, das nicht in das 21. Jahrhundert passt.<br>\nDie AfD versucht, sich in den Medien als Partei der kleinen Leute darzustellen. Doch ist dem so? Bundesweit behauptet die AfD, f&uuml;r den Mindestlohn zu sein. Doch einzelne Landesverb&auml;nde stemmen sich in ihren Wahlprogrammen dagegen. So fordert die AfD in Berlin die Abschaffung des Mindestlohns und behauptet, dieser zerst&ouml;re Arbeitspl&auml;tze. Dabei lehrt die Praxis das Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-afd-unsozial-und-rueckwaertsgewandt\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Die Nebent&auml;tigkeit war Steinbr&uuml;cks Hauptt&auml;tigkeit&rdquo;<\/strong><br>\nGregor Hackmack kritisiert den Wechsel des SPD-Politikers Peer Steinbr&uuml;ck zu einer Bank. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von abgeordnetenwatch.de sagte im DLF, &ldquo;Herr Steinbr&uuml;ck will offenbar weiter Kasse machen&rdquo;. Immerhin werde nun dessen Bundestagsmandat f&uuml;r einen motivierten Nachfolger frei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abgeordnetenwatch-die-nebentaetigkeit-war-steinbruecks.694.de.html?dram:article_id=367733\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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