{"id":35327,"date":"2016-10-07T16:38:01","date_gmt":"2016-10-07T14:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327"},"modified":"2016-10-07T16:38:01","modified_gmt":"2016-10-07T14:38:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h01\">BGH verweigert Kunduz-Entsch&auml;digung: Schuld? Aber wir doch nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h02\">CETA-Zusatzerkl&auml;rung: Gegner prangern weiterhin bestehende M&auml;ngel an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h03\">Wer einen permanenten Wirtschaftskrieg f&uuml;hrt, darf sich &uuml;ber Sch&uuml;sse von der anderen Seite nicht wundern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h04\">Deutsche Bank &ndash; Game over!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h05\">Wie Sch&auml;uble zum Weltenretter werden kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h06\">Auf einem Auge blind &ndash; Wenn ein SPD-Vorsitzender Wirtschaftspolitik macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h07\">Fast 50 Prozent mehr Fahrg&auml;ste in Fernbussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h08\">Krankmeldungen beuteln Tuifly &ndash; Flugbetrieb wird eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h09\">Menschenhandel in der BRD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h10\">Finanzminister gegen verbindliche Vorgaben f&uuml;r Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h11\">Sozialhilfeanspruch von EU-Ausl&auml;ndern soll beschr&auml;nkt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h12\">BND kann Internetverkehr nicht zuverl&auml;ssig nach In- und Ausland filtern und verst&ouml;&szlig;t so gegen Gesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h13\">Inkompetenz und Chim&auml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h14\">Streit der Million&auml;re eskaliert: Claassen zeigt Maschmeyer an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h15\">Polen: Ein gro&szlig;er Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h16\">Protest gegen &ldquo;parlamentarischen Putsch&rdquo; in Brasilien erreicht nicht die Wahlurnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h17\">Honduras: Das gef&auml;hrlichste Land f&uuml;r Aktivisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h18\">Das Letzte: Rentenniveau dringend sichern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BGH verweigert Kunduz-Entsch&auml;digung: Schuld? Aber wir doch nicht<\/strong><br>\nDie Karlsruher Entscheidung zum Kunduz-Bombardement entspricht internationalem Standard, dennoch ist sie unmoralisch: T&auml;ter werden in Kriegszeiten stets besser gesch&uuml;tzt als Opfer. Wenn die Bundeswehr bei ihren sich h&auml;ufenden Eins&auml;tzen drau&szlig;en in der Welt Mist baut, was jederzeit vorkommen kann, dann haftet daf&uuml;r niemand und schon gar nicht die Bundesrepublik Deutschland. Es m&ouml;gen im Nachhinein Hinterbliebene auftreten, deren Kinder ums Leben kamen, es m&ouml;gen Witwen und Waisen offenkundig berechtigte Klage f&uuml;hren: Sie haben keinerlei Recht auf irgendwelche Entsch&auml;digung, noch nicht einmal dann, wenn sich deutsches Personal fahrl&auml;ssig verhalten haben sollte.<br>\nDer Bundesgerichtshof hat das am Donnerstag so entschieden und damit nur bekr&auml;ftigt, was weltweit die selbstverst&auml;ndliche Regel ist. Nationalstaaten verbitten sich jede Be- und Verurteilung von au&szlig;en, wenn sie die Welt mit Gewalt gestalten, und sei es per ferngesteuerter Drohne. Solange keine Kriegsverbrechen vorliegen, k&ouml;nnen die Staaten im Grunde verfahren, wie sie wollen. T&auml;ter werden in Kriegszeiten stets besser gesch&uuml;tzt sein als Opfer, das vor allem wurde den Hinterbliebenen der Bombenopfer von Kunduz am Donnerstag in Karlsruhe k&uuml;hl beschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bgh-gegen-kunduz-entschaedigung-schuld-aber-wir-doch-nicht-a-1115508.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Verfahren wegen Bombenangriff in Kundus 2009 soll weitergehen<\/strong><br>\nAnwalt k&uuml;ndigt Verfassungsbeschwerde an. BGH sieht keine Verantwortung beim damaligen Bundeswehr-Oberst Georg Klein [&hellip;]<br>\nDer Anwalt des in Deutschland anh&auml;ngigen Verfahrens, Popal, will den Prozess weiter betreiben &ndash; &ldquo;bis zu einer Entscheidung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte&rdquo;. Die Frage der grob fahrl&auml;ssigen Handlungsweise des damaligen Befehlsgebers Oberst Klein sei in den vorherigen Instanzen verneint worden. Der Vorschlag der US-Piloten, die Menge im Tiefflug auseinander zu treiben, sowie widerspr&uuml;chliche Berichte &uuml;ber die Personen vor Ort seien nicht beachtet worden. &ldquo;Die Hinterbliebenen sind sich sicher, dass mittlerweile dieses Verhalten der Bundesrepublik Deutschland, sich nicht f&uuml;r die Toten zu entschuldigen und auch keinen Schadenersatz zu leisten, in Afghanistan den Hass auf Deutsche f&ouml;rdert&rdquo; so Popal.<br>\nDer Fall Kundus zeigt zugleich die Widerspr&uuml;che in der Wahrnehmung von Kriegen und Kriegsverbrechen auf. Denn w&auml;hrend die Bundesregierung eine Entschuldigung ablehnt und juristische Instanzen Forderungen nach Entsch&auml;digung abweisen, sprachen Vertreter der Regierungskoalition im Fall des j&uuml;ngsten Angriffs auf einen Hilfskonvoi in Syrien unmittelbar von einem Kriegsverbrechen &ndash; weil eben Zivilisten ins Visier genommen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Verfahren-wegen-Bombenangriff-in-Kundus-2009-soll-weitergehen-3342708.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CETA-Zusatzerkl&auml;rung: Gegner prangern weiterhin bestehende M&auml;ngel an<\/strong><br>\nMit einer Zusatzerkl&auml;rung wollen Kanadas Regierung und die EU das Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) retten. Nun wurde der Entwurf bekannt und sorgt bereits wieder f&uuml;r heftige Diskussionen. In einer gemeinsamen Erkl&auml;rung gehen Kanada und die EU auf Bedenken zum Comprehensive Economic and Trade Agreement (CETA) ein. Die Erkl&auml;rung soll dem umstrittenen Freihandelsabkommen angeheftet werden, wenn es beim geplanten EU-Kanada Gipfel Ende Oktober endg&uuml;ltig auf den Weg gebracht werden soll. Gegner nennen den geleakten f&uuml;nfseitigen Entwurf bestenfalls schlechte Werbung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/CETA-Zusatzerklaerung-Gegner-prangern-weiterhin-bestehende-Maengel-an-3342642.html\">Heise Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kaum Reform, viel hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat Nachbesserungen f&uuml;r das Freihandelsabkommen Ceta erarbeitet. Die sind jedoch kaum relevant. F&uuml;r Sigmar Gabriel macht das die Lage nicht leichter.<br>\nMit hohen Erwartungen verh&auml;lt es sich manchmal wie mit einem Souffl&eacute;. Holt man es zu schnell aus dem Ofen, f&auml;llt es in sich zusammen &ndash; und viel hei&szlig;e Luft entweicht. Genau das ist jetzt mit dem europ&auml;isch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta passiert. Das sollte, so hatte es Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel j&uuml;ngst seiner Partei in Aussicht gestellt, an ein paar kritischen Punkten noch einmal gepr&uuml;ft und wenn n&ouml;tig nachgebessert werden; damit es auf jeden Fall ein gutes und modernes Abkommen werde. Mit dieser Strategie hatte Gabriel zuletzt auch auf dem Konvent der SPD die Kritiker des Abkommens eingebunden und im Gegenzug von ihnen gr&uuml;nes Licht f&uuml;r ein Zustimmung zu Ceta bekommen. Der Vertrag gilt als Blaupause f&uuml;r das europ&auml;isch-amerikanische TTIP-Abkommen.<br>\nJetzt aber ist vorab ein Papier bekannt geworden, in dem die EU-Kommission ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r Nachbesserungen formuliert. Und in dem steht, kurz zusammengefasst: viel hei&szlig;e Luft. In keinem Punkt gehe das Papier substanziell &uuml;ber den bisherigen Vertrag hinaus, so Peter-Tobias Stoll, V&ouml;lkerrechtler der Universit&auml;t G&ouml;ttingen: &ldquo;Alle Probleme, auf die auch der Beschluss des SPD-Konventes hinweist, bleiben weiter bestehen.&rdquo; Ob dieses Papier dem Vertrag hinzugef&uuml;gt werde oder nicht, sei ziemlich egal. &ldquo;Es liest sich wie eine Schlussakte und hat in dieser Form kaum eine zus&auml;tzliche juristische Wirkung&rdquo;, sagt Stoll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-10\/freihandelsabkommen-ceta-kanada-eu-kommission-nachbesserungen-heisse-luft-sigmar-gabriel\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer einen permanenten Wirtschaftskrieg f&uuml;hrt, darf sich &uuml;ber Sch&uuml;sse von der anderen Seite nicht wundern<\/strong><br>\nDie USA nehmen europ&auml;ische Unternehmen aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden ins Visier. Das ruft die deutsche Politik auf den Plan. Was die konservativen Politiker allerdings nicht zur Kenntnis nehmen, ist die Rolle Deutschlands im internationalen Handelskonzert. Wer &uuml;ber Jahrzehnte als Merkantilist auftritt, darf sich &uuml;ber interessengeleitete Handelspolitik der anderen Seite nicht beschweren. [&hellip;]<br>\nNach der Finanzkrise erreicht der deutsche Saldo gegen&uuml;ber den USA und insgesamt neue Rekorde. In diesem Jahr wird er mindestens wieder so hoch wie 2015 sein. Wann schl&auml;gt ein solch dummes und leicht durchschaubares merkantilistisches Verhalten bei den Partnern in blanke Wut und in den Wunsch um, diesen &bdquo;Musterknaben&ldquo; wo immer es geht, eine Lektion zu erteilen? Ist es nicht verst&auml;ndlich, dass eine US-Administration, die seit Jahren in Sachen Au&szlig;enhandel von den Deutschen an der Nase herumgef&uuml;hrt wird, irgendwann die Faxen dicke hat und die Parole ausgibt, man m&uuml;sse den Deutschen ans Leder, wann immer man es greifen kann?<br>\nAber davon kann in Deutschland ja &ouml;ffentlich nicht die Rede sein, weil man sich entschlossen hat, einfach nicht mehr &uuml;ber diesen Saldo zu reden. Man schaue nur die Gemeinschaftsdiagnose der so genannten Wirtschaftsforschungsinstitute an, die vergangene Woche (hier) ver&ouml;ffentlicht wurde. Kein Wort, dass der extreme deutsche &Uuml;berschuss, der von den Instituten locker und ohne rot zu werden bis 2018 fortgeschrieben wird, f&uuml;r andere L&auml;nder ein Problem sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/wer-einen-permanenten-wirtschaftskrieg-fuehrt-darf-sich-ueber-schuesse-von-der-anderen-seite-nicht-wundern\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Bank &ndash; Game over!<\/strong><br>\nDer Absturz der Deutschen Bank Aktie am letzten Septemberfreitag konnte nur durch ein omin&ouml;ses Ger&uuml;cht gestoppt werden, dass die Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar runtergehandelt wurden. Wir bezweifeln dies stark! Zum einen, weil sich weder die US-Beh&ouml;rde, noch die Deutsche Bank dazu offiziell ge&auml;u&szlig;ert haben. Zum anderen weil die Verhandlungen der Deutschen Bank mit dem Department of Justice (DOJ) noch gar nicht begonnen haben und DB-Chef Cryan erst n&auml;chste Woche in die USA fliegt um dort mit dem DOJ zu verhandeln. Auch bei Lehman Brothers gab es immer wieder Ger&uuml;chte &uuml;ber Rettungen und potenzielle K&auml;ufer, die sich alle als Finten herausgestellt haben. Die Parallelen zu Lehman Brothers sind erschreckend &ndash; auch im Chartverlauf:<br>\nDie Deutsche Bank hat so viele Fehler gemacht, dass ihr Modell sich &uuml;berlebt hat. Sie steht vor dem Ruin. Mittlerweile ist es nicht mehr zu leugnen &ndash; der Deutschen Bank steht das Wasser bis zum Hals. Das US-Justizministerium fordert in einem ersten Vergleichsvorschlag im Streit um windige Hypothekengesch&auml;fte vor der Finanzkrise 2008 eine Strafe in H&ouml;he von 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) &ndash; ein Riesenbatzen Geld. Die R&uuml;ckstellungen der Bank in H&ouml;he von 5,5 Milliarden Euro werden da wohl kaum ausreichen. Selbst wenn diese Strafzahlung auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert werden w&uuml;rde, w&auml;re die Kasse schon recht knapp bei der Frankfurter Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49629\/1.html\">Matthias Weik und Marc Friedric auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie Sch&auml;uble zum Weltenretter werden kann<\/strong><br>\nNach einer Studie, die das Bundeswirtschaftsministerium gerade ver&ouml;ffentlicht hat, finanzieren sich gut ausgew&auml;hlte Investitionen in Verkehr, Bildung, Kitas und Forschung nach ein paar Jahren selber: weil sie Auftr&auml;ge, Fachkr&auml;fte und Wirtschaftsleistung mit sich bringen &ndash; und der Kassenwart darauf ja wieder Steuern erheben darf. Nach Rechnung der Experten kommt so systematisch mehr Geld rein, als der Finanzminister urspr&uuml;nglich investieren musste. Das Geld in Schulen und Kitas zu stecken, bringt demnach j&auml;hrlich 14 Prozent Rendite im Etat. Traumhaft.<br>\nRichtig ist, dass unser Finanzminister daf&uuml;r Geld vorschie&szlig;en muss, sprich: einmal kurz von der schwarzen Null abweichen, im Wahljahr. Aber, was ist das schon, wenn er daf&uuml;r die deutsche Wirtschaft aus der latenten Investitions-Lethargie holen, die Deutsche Bank retten und uns von den irren Niedrigzinsen des Mario Draghi befreien kann? Und er beim n&auml;chsten Treffen von IWF und Weltbank keine nervige Kritik mehr h&ouml;ren muss? Retter der Welt. Oder meinen Sie, der will das gar nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/wie-wolfgang-schaeuble-die-deutsche-bank-retten-koennte-a-1115518.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Sch&auml;uble bleibt lieber bei seiner sturen Haltung und tat beim Treffen von IWF und Weltbank in Washington sogar so, als t&auml;te er was. Geglaubt hat es ihm nur niemand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auf einem Auge blind &ndash; Wenn ein SPD-Vorsitzender Wirtschaftspolitik macht<\/strong><br>\nREWE und die anderen Kl&auml;ger wollen ihren Widerstand gegen die Ministererlaubnis aufgeben. Damit w&auml;re der Weg frei die &Uuml;bernahme der 450 L&auml;den von Kaiser&rsquo;s Tengelmann durch EDEKA. Angeblich werden dadurch die Arbeitspl&auml;tze bei KT &ldquo;weitgehend&rdquo; erhalten. Doch das k&ouml;nnte zum Pyrrhussieg werden zu Lasten von Verbrauchern, Produzenten und Anbietern. Ein teuer und auf Kosten aller erkaufter, kurzfristiger Imagegewinn f&uuml;r den SPD-Vorsitzenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/auf-einem-auge-blind-wenn-ein-spd-vorsitzender-wirtschaftspolitik-macht-3813\">Cives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fast 50 Prozent mehr Fahrg&auml;ste in Fernbussen<\/strong><br>\nFernbusreisen sind nicht gerade Luxus, aber genau das macht sie so attraktiv &ndash; sie sind n&auml;mlich unschlagbar billig. Die Nachfrage steigt deutlich. Das Interesse der Deutschen an Fernbusfahrten nimmt weiter rasant zu. Im vergangenen Jahr transportierten die Busunternehmen 23,2 Millionen Fahrg&auml;ste, 47 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Der &ldquo;Boom&rdquo; im Fernbusmarkt halte somit an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fernbusse-fast-50-prozent-mehr-fahrgaeste-a-1115563.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist so gesehen keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung. Die Deutsche Bahn ist auf den von ihr bedienten Fernverbindungen erst einmal nur eines: teuer. F&uuml;r eine Fahrt von M&uuml;nchen nach Hamburg und zur&uuml;ck sind ohne BahnCard und ohne Nutzung diverser Sparangebote regul&auml;r knapp 300 &euro; f&auml;llig. Das muss man sich leisten k&ouml;nnen. Obwohl die Deutsche Bahn vollst&auml;ndig im Besitz des Staates ist, richten sich die Angebote im Fernverkehr prim&auml;r an zahlungskr&auml;ftige Gesch&auml;ftsreisende. Wo bleibt da die Versorgung der B&uuml;rger mit bezahlbaren Transportangeboten? Vorhandene Mittel werden ja auch lieber in Irrsinnsprojekten, wie Stuttgart21 im Boden versenkt. Doch halt, der &ldquo;P&ouml;bel&rdquo; kann ja jetzt mit dem Fernbus fahren und noch mehr Verkehr auf die Autobahn bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krankmeldungen beuteln Tuifly &ndash; Flugbetrieb wird eingestellt<\/strong><br>\nImmer mehr Krankmeldungen des Kabinenpersonals bringen beim Ferienflieger Tuifly den Flugplan massiv durcheinander. Dutzende Fl&uuml;ge m&uuml;ssen annulliert werden &ndash; am Donnerstag w&uuml;rden 47 von 110 Fl&uuml;gen ersatzlos gestrichen, teilte Tuifly mit. Tausende Passagiere mussten auf ihre Verbindungen warten oder ihre Urlaubsreisen zu den Herbstferien gleich ganz abblasen. Am Freitag wird der Flugbetrieb sogar komplett eingestellt: 108 Verbindungen fallen aus. Um Urlauber aus den Feriengebieten nach Hause zu bringen, habe die Konzernmutter TUI erneut Flugzeuge anderer Airlines gechartert. Kooperationspartner Air Berlin k&uuml;ndigte Sondereins&auml;tze des eigenen Personals an.<br>\nBei der in Hannover ans&auml;ssigen Fluggesellschaft hatten schon am Montag und Dienstag viele &ldquo;kurzfristige Krankmeldungen&rdquo; des Cockpit- und Kabinenpersonals f&uuml;r zahlreiche Versp&auml;tungen gesorgt. Am Mittwoch wurden rund ein Viertel der geplanten Fl&uuml;ge gestrichen. Hintergrund vieler Krankmeldungen sind m&ouml;glicherweise die Sorgen der Mitarbeiter um ihre Zukunft. Am Mittwoch war offiziell bekannt geworden, dass die Touristiksparte von Air Berlin mit Tuifly zusammengelegt werden soll. Dar&uuml;ber wurde bereits seit der vergangenen Woche spekuliert; die Besch&auml;ftigten waren aber nicht im Vorfeld informiert. Arbeitnehmervertreter f&uuml;rchten Job-Verluste und schlechtere Tarifbedingungen. Die Fluggesellschaft teilte hingegen mit, dass den Mitarbeitern &ldquo;Zugest&auml;ndnisse&rdquo; gemacht wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fluggesellschaft-krankmeldungen-beuteln-tuifly-flugbetrieb-wird-eingestellt-1.3194211\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der Ausnahmezustand<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften befinden sich momentan wegen ausgehandelter Vertr&auml;ge mit TUIfly derzeit in der Friedenspflicht, d&uuml;rfen also nicht streiken. Es darf angesichts des Zeitpunktes und der Anzahl der F&auml;lle von Krankmeldungen zumindest vermutet werden, dass hinter den pl&ouml;tzlichen Krankmeldungen eine Form des Protests gegen die Unternehmenspolitik von TUI steckt. Solche eigentlich Aktionen bezeichnen Arbeitsrechtler als &ldquo;wilden Streik&rdquo; gegen den Arbeitgeber quasi machtlos sind. Die Gewerkschaften distanzieren sich offiziell von solchen Ma&szlig;nahmen. Nicoley Baublies, Sprecher der Unabh&auml;ngige Flugbegleiter Organisation (UFO) erkl&auml;rt die Situation anders: &ldquo;Die Art und Weise, wie das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern kommuniziert, ist miserabel. Wer derart im Unklaren &uuml;ber seine beruflich Zukunft gelassen wird, kann schnell psychische Probleme bekommen.&rdquo; Ob abgesprochen oder nicht, die vielen Krankmeldungen von Crewmitgliedern k&ouml;nnen als deutliches Signal an die Unternehmensleitung von TUIfly verstanden werden, dass die Belegschaft den ge&auml;u&szlig;erten Zukunftspl&auml;nen des Unternehmens heftig misstraut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2016-10\/tuifly-fusion-air-berlin-flugausfaelle-easyjet-ryanair-konkurrenz\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Menschenhandel in der BRD<\/strong><br>\nDie deutsche Fleischindustrie boomt. T&ouml;nnies Lebensmittel ist mit 17,2 Millionen get&ouml;teten Tieren im vergangenen Jahr zum f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ten Schlachter der Welt aufgestiegen, berichtete das Magazin Pig International im November 2015. Die Absatzchancen sind in diesem Jahr so gut wie nie. Allein China habe im ersten Halbjahr 2016 mit 1,4 Millionen Tonnen Fleisch seine Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt, schrieb die Lebensmittelzeitung im August. T&ouml;nnies wolle zus&auml;tzlich in Exportkapazit&auml;ten investieren.<br>\nProduziert wird der Export&uuml;berschuss der Steaks aber auch deshalb, weil in der Branche Niedrigl&ouml;hne die Regel sind. Der Mindestlohn liegt bei 8,60 Euro, die Besch&auml;ftigten sind meist &uuml;ber befristete Werkvertr&auml;ge in Subunternehmen angestellt. Viele kommen aus dem EU-Ausland. Ihnen werden falsche Versprechungen gemacht &ndash; &uuml;ber Lohnh&ouml;he und Arbeitsbedingungen.<br>\nDas deutsche Strafgesetzbuch definiert &raquo;Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft&laquo; in Paragraph 233. Demnach wird mit bis zu zehn Jahren bestraft, &raquo;wer eine andere Person unter Ausnutzung einer Zwangslage oder der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, zur Aufnahme oder Fortsetzung einer Besch&auml;ftigung bei ihm oder einem Dritten zu Arbeitsbedingungen, die in einem auff&auml;lligen Missverh&auml;ltnis zu den Arbeitsbedingungen anderer Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer stehen, welche die gleiche oder eine vergleichbare T&auml;tigkeit aus&uuml;ben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-07\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Fleischindustrie scheint nicht die einzige Branche zu sein, in der der Menschenhandel als lukrativ erscheint. Zu denken ist insbesondere an die Prostitution &ndash; auch hier kommen die Opfer nicht selten aus dem EU-Ausland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzminister gegen verbindliche Vorgaben f&uuml;r Menschenrechte<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium zieht sich den Zorn von Menschenrechtlern zu. Denn das Haus von Wolfgang Sch&auml;uble stellt sich gegen einen Aktionsplan, der die Wirtschaft in die Pflicht nehmen soll, um menschenrechtliche Standards durchzusetzen. Der Widerstand des von Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) gef&uuml;hrten Bundesfinanzministeriums gegen den Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte st&ouml;&szlig;t auf Unverst&auml;ndnis. &bdquo;Wir brauchen diesen Aktionsplan, um die sozialen und &ouml;kologischen Bedingungen in den Produktionsl&auml;ndern zu verbessern&ldquo;, sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, B&auml;rbel Kofler (SPD), am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst. Der Widerstand des Finanzministeriums sei &bdquo;v&ouml;llig unverst&auml;ndlich&ldquo;. Am Freitag soll bei einem Staatssekret&auml;re-Treffen &uuml;ber den Aktionsplan beraten werden.<br>\nMit dem Regelwerk sollen deutsche Unternehmen zur Einhaltung von menschenrechtlichen Standards bei ihren Handelsbeziehungen und in ausl&auml;ndischen Produktionsst&auml;tten verpflichtet werden. Unter anderen geht es um Arbeitsschutz, existenzsichernde L&ouml;hne, sauberes Trinkwasser, das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und das Klagerecht von Arbeitnehmern im Ausland vor deutschen Gerichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/10\/07\/deutsche-unternehmen-ausland-finanzministerium-einhaltung\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialhilfeanspruch von EU-Ausl&auml;ndern soll beschr&auml;nkt werden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Zuwanderung ins deutsche Sozialsystem erschweren. EU-Ausl&auml;nder sollen k&uuml;nftig erst nach f&uuml;nf Jahren Anspruch auf Hartz IV erhalten.<br>\nIm Bundeskabinett soll einem Bericht zufolge in der n&auml;chsten Woche ein Gesetzentwurf beschlossen werden, wonach Ausl&auml;nder aus anderen EU-Staaten, die nicht in Deutschland arbeiten, erst nach f&uuml;nf Jahren Aufenthalt Sozialhilfe beziehen k&ouml;nnen. Ein entsprechender Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sei jetzt zwischen den Ressorts ausverhandelt worden, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Freitag unter Berufung auf Kreise des Bundesarbeitsministeriums.<br>\nGrunds&auml;tzlich soll auf diese Weise eine Zuwanderung ins deutsche Sozialsystem unterbunden werden, unter anderem aus osteurop&auml;ischen EU-Staaten. Nahles hatte die &Auml;nderungen bereits Ende 2015 angek&uuml;ndigt. Die Ressortabstimmung dauerte aber deshalb so lange, weil Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) nach Informationen der Funke-Zeitungen urspr&uuml;nglich noch zus&auml;tzliche Versch&auml;rfungen verlangt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/bundesregierung-sozialhilfeanspruch-von-eu-auslaendern-soll-beschraenkt-werden-14469852.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was aus finanzpolitischer Sicht sinnvoll erscheinen mag, k&ouml;nnte im Sinne eines gemeinsamen Europas widersinnig sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BND kann Internetverkehr nicht zuverl&auml;ssig nach In- und Ausland filtern und verst&ouml;&szlig;t so gegen Gesetze<\/strong><br>\nIn zwei unabh&auml;ngigen Gutachten kam Experten zu dem Schluss, dass man bei IP-Paketen nicht eindeutig unterscheiden kann, ob sie aus dem In- oder Ausland stammen. Der BND darf ohne spezielle Genehmigung keine Deutschen abh&ouml;ren, kann aber auch nicht alle Deutschen ausfiltern, wenn er Internetverkehre abschnorchelt &ndash; und das ist rechtswidrig. Der BND ist ein Auslandsnachrichtendienst. Er soll Informationen au&szlig;erhalb Deutschlands beschaffen. Will er Deutsche abh&ouml;ren, braucht er &ndash; im Regelfall vorher &ndash; eine sogenannte G-10-Anordnung, eine Genehmigung. Aber wie kann der BND ausschlie&szlig;en, dass er Deutsche mitabh&ouml;rt, wenn er an Glasfasern lauscht, &uuml;ber die sowohl deutsche als auch ausl&auml;ndische Internetverkehre laufen?<br>\nDas ist eine der immer wieder aufkommenden Fragen im NSA-Untersuchungsausschuss. Daher hat der Ausschuss nun zwei Gutachten angefordert, um zu verstehen, ob der BND anhand der IP-Adresse eines Datenpaketes eindeutig bestimmen kann, woher es kommt, ob er dadurch zuverl&auml;ssig deutsche Kommunikation ausfiltern kann und ob man ohne weiteres Inhalte auf einer Leitung unterscheiden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/bnd-kann-internetverkehr-nicht-zuverlaessig-nach-in-und-ausland-filtern-und-verstoesst-so-gegen-gesetze\/\">Netzpolitik<\/a>\n<p>dazu: <strong>Gutachten f&uuml;r NSA-BND-Untersuchungsausschuss: BND-Operationsgebiet Inland<\/strong><br>\nDas Gutachten offenbart eine Zwickm&uuml;hle, die der Auslandsgeheimdienst BND totzuschweigen bem&uuml;ht ist: Einerseits darf er inl&auml;ndische Kommunikationsinhalte nicht analysieren, andererseits kann er sie ohne eine tiefgehende Analyse nicht von ausl&auml;ndischen Datenpaketen unterscheiden. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Wenn man den Geheimdiensten besser auf die Finger schauen und nicht nur Beteuerungen glauben will, hilft das Verst&auml;ndnis der tats&auml;chlichen technischen Vorg&auml;nge im Netz&ldquo;, sagte CCC-Sprecher Frank Rieger. &bdquo;Niemand sollte sich weiterhin vorgaukeln lassen, der BND oder seine Partnerdienste w&uuml;rden beim Abh&ouml;ren sicher zwischen in- und ausl&auml;ndischen Datenverkehren unterscheiden k&ouml;nnen, ohne dabei tief in die Inhalte hineinzuschauen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ccc.de\/de\/updates\/2016\/operationsgebiet-inland\">Chaos Computer Club<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Gutachten k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/ccc.de\/system\/uploads\/220\/original\/beweisbeschluss-nsaua-ccc.pdf\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Inkompetenz und Chim&auml;ren<\/strong><br>\nEine unabh&auml;ngige Historikerkommission hat die ersten vier B&auml;nde zur Geschichte des Bundesnachrichtendienstes vorgelegt. Die Forscher f&auml;llen ein hartes Urteil &uuml;ber die damaligen Mitarbeiter. Sie sollen an alten Feindbildern der Nazis festgehalten und Unschuldige verfolgt haben. [&hellip;]<br>\nDie &ldquo;Rote Kapelle&rdquo; sollte ein Sowjetunions-Spionagering sein, tats&auml;chlich aber war sie wohl eher ein nicht sonderlich fester Widerstandszusammenschluss gegen die Nazis. Nach dem Krieg hielt die Organisation Gehlen noch bis weit in die 1950er Jahre am Feindbild &ldquo;Rote Kapelle&rdquo; fest, so der Autor des Bandes Gerhard S&auml;lter:<br>\n&ldquo;Also das ist so fantasiert, dass jeder, der seinen Verstand zusammen nimmt, sofort h&auml;tte sehen m&uuml;ssen, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist. Also wenn man, &ldquo;Rote Kapelle&rdquo;, eine Geheimorganisation in Deutschland, mir angucke, und wenn dann gesagt wird, einer der Geheimf&uuml;hrer sei Tito, dann hat man eine Vorstellung davon, dass das irgendwie ein bisschen &uuml;berdehnt ist, sag ich mal.&rdquo;<br>\nIm Buch f&auml;llt S&auml;lter noch h&auml;rtere Urteile: Neben dem festen Weltbild sei auch eine &ldquo;kaum glaubliche Inkompetenz&rdquo; der Pullacher f&uuml;r derartige M&auml;rchen verantwortlich gewesen. Selbst der dem BND und seinen Vorl&auml;ufern wohlgesonnene Hans Globke, erster Kanzleramtsminister unter Adenauer, wurde von Gehlen pers&ouml;nlich bei seinen US-Verbindungen als m&ouml;gliches Mitglied der &ldquo;Roten Kapelle&rdquo; angeschw&auml;rzt, berichten die Historiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/anfangszeit-des-bnd-inkompetenz-und-chimaeren.1773.de.html?dram:article_id=367856\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Streit der Million&auml;re eskaliert: Claassen zeigt Maschmeyer an<\/strong><br>\nZuerst ist Carsten Maschmeyer zur Staatsanwaltschaft gegangen. Vor einem Monat reichte der prominente Multimillion&auml;r und Investor aus Hannover dort Strafanzeige gegen den nicht weniger bekannten Gesch&auml;ftsmann Utz Claassen ein. Claassen, ehedem Chef des Energiekonzerns EnBW und anderer Unternehmen, soll Verm&ouml;gen der gemeinsamen Medizinfirma Syntellix veruntreut haben. Es geht um ein Sponsoring von Syntellix beim Fu&szlig;ballklub Real Mallorca, der fr&uuml;her Claassen geh&ouml;rte, in H&ouml;he von 120 000 Euro.<br>\nJetzt holt Claassen zum Gegenschlag aus und zeigt seinerseits Maschmeyer an; ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft in Hannover. Der Ex-Konzernchef bezichtigt den Investor und einen seiner Anw&auml;lte der falschen Verd&auml;chtigung, der Verleumdung und anderer Delikte. Maschmeyer wolle ihn, glaubt Claassen, diskreditieren und gezielt sch&auml;digen. Auf diese Weise wolle sich der Investor &ldquo;hinterr&uuml;cks&rdquo; die Mehrheit an der gemeinsamen Medizinfirma sichern.<br>\nSo steht es, wie die SZ erfuhr, in Claassens Strafanzeige gegen Maschmeyer. Die Strafanzeige soll 37 Seiten umfassen und damit mehr als doppelt so umfangreich sein wie Maschmeyers Eingabe gegen Claassen bei der Staatsanwaltschaft. Maschmeyers Anzeige ist 17 Seiten lang. Beide Papiere haben jeweils den gleichen Tenor: Man sei von dem Gesch&auml;ftspartner &uuml;bel auf&acute;s Kreuz gelegt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ex-konzernchef-gegen-investor-streit-der-millionaere-eskaliert-claassen-zeigt-maschmeyer-an-1.3194555\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polen: Ein gro&szlig;er Erfolg<\/strong><br>\nMit der Ablehnung des Abtreibungsverbotes gelingt den Polen ein Novum. Die Regierung verwirft zum ersten Mal unter dem Druck von Demonstranten einen Gesetzesentwurf. [&hellip;]<br>\nEs ist ein gro&szlig;er Erfolg der Polen, die am Montag gegen eine Versch&auml;rfung des Abtreibungsgesetzes protestiert haben. Zum ersten Mal haben sich die Parlamentarier des Sejm dem Druck der Demonstranten gebeugt und einen wesentlichen Gesetzesentwurf der Regierung abgelehnt. Noch am Mittwochabend hatte die parlamentarische Kommission, in der die regierende Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) die Mehrheit hat, dem Sejm empfohlen, er solle den Gesetzesentwurf f&uuml;r ein v&ouml;lliges Abtreibungsverbot ablehnen. Dazu kam es dann am heutigen Donnerstag. Der Sejm stimmte mit einer gro&szlig;en Mehrheit (darunter viele, wenn auch nicht alle Abgeordnete der PiS) gegen den Entwurf.<br>\nDieser Entwurf war sehr radikal, vor allem vor europ&auml;ischem Hintergrund. Er sah eine Gef&auml;ngnisstrafe von bis zu f&uuml;nf Jahren f&uuml;r eine Abtreibung vor &ndash; f&uuml;r die betroffene Frau sowie f&uuml;r die Person, die sie durchgef&uuml;hrt hat, also in der Regel den behandelnden Arzt. Eine Abtreibung sollte selbst dann unter Strafe stehen, wenn die Schwangerschaft das Resultat eines Verbrechens, beispielsweise einer Vergewaltigung oder von Inzest war. Dieselbe Strafe sollte au&szlig;erdem auch die Person treffen, die die Frau zur Abtreibung bewegt haben sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/polen-jaroslaw-kaczynski-regierung-blog\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sieht, wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. In Deutschland h&auml;tte man diesen Protest sicher als demokratiegef&auml;hrdende P&ouml;belherrschaft denunziert &ndash; auch in der Zeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Protest gegen &ldquo;parlamentarischen Putsch&rdquo; in Brasilien erreicht nicht die Wahlurnen<\/strong><br>\nBei den landesweiten Kommunalwahlen am 2. Oktober gibt es vor allem einen Gewinner: die Nichtw&auml;hler. In 18 der 50 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte und Gemeinden ist die Anzahl der ung&uuml;ltigen Stimmen h&ouml;her als die abgegebenen Stimmen. Dies trifft auch f&uuml;r die beiden gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte S&atilde;o Paulo und Rio de Janeiro zu. In Brasilien herrscht Wahlpflicht. Die b&uuml;rgerlich-konservativen Parteien PMDB, der auch De-facto-Pr&auml;sident Michel Temer angeh&ouml;rt, und PSDB gewinnen in den meisten Wahlkreisen. Die PMDB wird zuk&uuml;nftig 7.568 Abgeordnete in den Kommunalparlamenten stellen, die PSDB 5.731. Bei 213 der gew&auml;hlten Kandidaten der PMDB ist bisher nicht gekl&auml;rt, ob sie die Wahl auch annehmen werden k&ouml;nnen, weil gegen sie wegen Korruption ermittelt wird. Dies trifft auch auf 146 Kandidaten der PSDB zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/10\/161640\/kommunalwahlen-brasilien\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Honduras: Das gef&auml;hrlichste Land f&uuml;r Aktivisten<\/strong><br>\nWer sich in Honduras gegen Wasserkraft- oder Bergbauprojekte wehrt, muss mit dem Tod rechnen. Investitionen und angeblicher Entwicklung soll nichts und niemand im Wege stehen. Wegen eines Wasserkraftwerks, an dem die deutschen Unternehmen Siemens und Voith beteiligt waren, wurde eine Aktivistin ermordet. [&hellip;]<br>\nAls sich die Bewohner wehrten, sch&uuml;tzte der Staat nicht sie, sondern das Unternehmen. Die Repression begann. Dorfbewohner und Copinh-Aktivisten wurden erschossen. Immer wieder kam es zu Gewalt, die Atmosph&auml;re vergiftete. Tomas Gomez erinnert sich: &ldquo;Das Unternehmen DESA hat kurz vor dem Mord an Berta eine Medienkampagne gestartet, um sie zu diskreditieren. Alle Medien dieses Landes haben das aufgenommen und versucht, nicht nur Berta, sondern auch die Dorfbewohner zu kriminalisieren.&rdquo;<br>\nHonduras ist ein Land, in dem Unternehmer die Macht &uuml;ber Medien und Politik haben. Einheimische Journalisten lie&szlig;en sich nach dem Mord an Berta C&aacute;ceres nicht in Rio Blanco blicken, nur Ausl&auml;nder. Aktivisten &ndash; egal, ob sie f&uuml;r die Umwelt oder f&uuml;r die Rechte von Indigenen streiten, gelten in Honduras als St&ouml;renfriede, die den Fortschritt bremsen. 109 von ihnen sind laut der NGO Global Witness zwischen 2010 und 2015 ermordet worden. Die staatliche honduranische Menschenrechtskommission will das nicht best&auml;tigen. Ombudsman Roberto C&aacute;ceres hat allerdings fr&uuml;her auch als Pr&auml;sidentenberater f&uuml;r die Ausbeutung von Bodensch&auml;tzen gearbeitet:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/honduras-das-gefaehrlichste-land-fuer-aktivisten.1773.de.html?dram:article_id=367843\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Rentenniveau dringend sichern<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundesarbeitsminister M&uuml;ntefering sieht akuten Handlungsbedarf zur Rentensicherung in der Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nachrichten-detail.447.de.html?drn:news_id=664181\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Das Franz M&uuml;ntefering als &ldquo;Sch&ouml;pfer&rdquo; der Rentenaltersanhebung auf 67 Jahre, nun f&uuml;r eine Sicherung des Rentenniveaus eintritt, l&auml;sst die Betroffenen nicht wissen, ob sie lachen, oder weinen sollen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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