{"id":3533,"date":"2008-10-23T08:49:15","date_gmt":"2008-10-23T06:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3533"},"modified":"2008-10-23T08:49:58","modified_gmt":"2008-10-23T06:49:58","slug":"hinweise-des-tages-759","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3533","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Hartz-IV-Empf&auml;nger sind keine Dr&uuml;ckeberger<\/li>\n<li>Die Finanzkrise und der Krieg<\/li>\n<li>Peter Ehrlich: Leipzig war gestern<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Liebeserkl&auml;rung an die KfW<\/li>\n<li>Die Zocker aus der Industrie<\/li>\n<li>K&auml;mmerer haben Millionen verzockt<\/li>\n<li>Sparkassen: Privatisierung durch die Hintert&uuml;r<\/li>\n<li>Private Versicherungswirtschaft: Versicherer tricksen mit Lebenserwartung zu ihren Gunsten<\/li>\n<li>Argentiniens Pensionsfonds sollen verstaatlicht werden<\/li>\n<li>Allensbach-Analyse: Wasser auf die M&uuml;hlen der Linken<\/li>\n<li>M&uuml;ntefering organisiert seine Truppen<\/li>\n<li>Frank-Walter, wir vertrauen dir<\/li>\n<li>Bildungsrepublik f&auml;llt aus<\/li>\n<li>Studierende haben Angst vor der Schuldenfalle<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Bildungsf&ouml;deralismus ein deutscher Sadismus<\/li>\n<li>Interessante Daten<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3533&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger sind keine Dr&uuml;ckeberger<\/strong><br>\nFolgt man einer neuen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung ist das Gerede &uuml;ber arbeitsunwillige Hartz-IV-Empf&auml;nger Nonsens. Sie sind nicht weniger motiviert als andere Arbeitslose sondern nur vergleichsweise schlecht ausgebildet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Hartz-IV;art122,2642619?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/89791\/08-43-1.pdf\">DIW [PDF &ndash; 312 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diesen Beitrag setzen wir aufgrund der heutigen &bdquo;hart aber fair&ldquo;-Sendung an die erste Stelle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Finanzkrise und der Krieg<\/strong><br>\nVorw&uuml;rfe von Gier beherrschen die &ouml;ffentliche Meinung gegen&uuml;ber der Finanzbranche. Falsche, oft auch moralisierende Schuldzuweisungen drohen den Blick zu verstellen auf die institutionellen Unzul&auml;nglichkeiten des Weltfinanzsystems, die nun behoben werden m&uuml;ssen. Dazu braucht man starke Institutionen und auch starke Pers&ouml;nlichkeiten, die diese glaubhaft f&uuml;hren, aber auch eine rigorose Ursachenanalyse. Zun&auml;chst einmal ist der globale Markt, soweit er sich den nationalen Rahmen entziehen kann, herrschaftsfrei, also anarchisch. Das von vielen &Ouml;konomen als vorteilhaft Gepriesene impliziert aber, dass man nationalstaatlich kaum auf den internationalen Markt einwirken kann. Hinzu treten viele Detailaspekte, die in der Gesamtheit die Katastrophe ausl&ouml;sten: Ein Mittelstand in den USA in der sozialen Abw&auml;rtsspirale, der deshalb die Hausse am Immobilienmarkt nutzte, um aus den selbst induzierten Preissteigerungen Verm&ouml;genszuw&auml;chse zu organisieren. Ein Finanzsektor, der mit Innovationen noch den letzten Cent an Rendite aus den M&auml;rkten herauspressen wollte &ndash; bis sich zeigte, dass die Stabilisierungsfunktion seiner Produkte vom rationalen Verhalten der Menschen abh&auml;ngt, das aber nicht gegeben war. Ein Notenbankchef, der sich selbst zur Legende erkl&auml;rte und im letzten Jahr seiner Amtszeit nicht gegen die sich aufbauende Blase eingriff. Und eine Staatengemeinschaft, deren Insider zwar die Risiken kannten, aber diese nicht durchleuchten wollten, um im Deregulierungswettlauf den eigenen Finanzmarkt nicht zu sch&auml;digen. In diesem &ldquo;Race to the Bottom&rdquo; blieb die Ordnungsfunktion des Staats auf der Strecke.<br>\nWas ist jenseits aller kurzfristigen Ma&szlig;nahmen zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Ulrich-Blum-Die-Finanzkrise-und-der-Krieg\/429345.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Peter Ehrlich: Leipzig war gestern<\/strong><br>\nDas Vertrauen der Parteien in den Finanzkapitalismus ist ersch&uuml;ttert. Jetzt m&uuml;ssen sie neue Regeln finden. Bislang hat nicht einmal der linke Fl&uuml;gel der SPD hat Konzepte f&uuml;r einen anderen Kapitalismus.<br>\nJahrelang hat man der Wirtschaft die W&uuml;nsche nach einem deregulierten Finanzsystem erf&uuml;llt. Ein Finanzmarktf&ouml;rderungsgesetz nach dem anderen wurde beschlossen. Die Politik hat die Versprechen der Finanzwirtschaft geglaubt, die M&auml;rkte w&uuml;rden bei der Finanzierung des Wachstums bis hin zur modernen Alterssicherung helfen. Stattdessen kam die systemische Krise. Diese Schuldzuweisung ist verst&auml;ndlich, aber nicht ganz fair. Die Politik ist den Weg lange mitgegangen. Angela Merkel hat die CDU beim Leipziger Parteitag 2003 ein turbokapitalistisches Programm beschlie&szlig;en lassen, Rot-Gr&uuml;n hat viele der geltenden Finanzmarktregeln erlassen. Wenn ein Parlament ein zu freiz&uuml;giges Waffengesetz beschlie&szlig;t und dann die Schie&szlig;ereien zunehmen, w&uuml;rde man schnell nach der Verantwortung der Politiker fragen. Weil die Regierung aber eine bessere Figur gemacht hat als die Banker, wurde bisher &uuml;ber die eigenen Vers&auml;umnisse wenig geredet. Wenn die Schuldzuweisungen einmal anfangen, kommen pl&ouml;tzlich interessante Dinge zutage. Es gibt CDU-Leute, die f&uuml;r die falsche Finanzierung der deutschen Einheit auch die Wirtschaft verantwortlich machen. Die Verb&auml;nde h&auml;tten nach 1990 behauptet, die Einheit finanziere sich von selbst und Steuererh&ouml;hungen seien nicht n&ouml;tig. Mag sein, aber daf&uuml;r ist Politik da: dass sie selbst entscheidet und nicht nur auf andere h&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Peter-Ehrlich-Leipzig-war-gestern\/429488.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist die Politik verantwortlich, sie steht f&uuml;r die Gesamtwirtschaft, f&uuml;r das Gemeinwesen. Aber gerade seitens der wirtschaftsnahen Presse wirkt die Rede von der Politikverantwortung heuchlerisch. Es waren nicht nur die Wirtschaftsverb&auml;nde &ndash; wer hat &uuml;brigens in letzter Zeit etwas von Hans-Olaf Henkel geh&ouml;rt- sondern genauso eine g&auml;nzlich unkritische Presse, die das ganze neoliberale Repertoire von Deregulierung bis Privatisierung Tag f&uuml;r Tag heruntergebetet hat. Wer hat denn den letzten Politiker, der sich nicht als Handlanger von reinen Wirtschaftsinteressen verstand, zum&nbsp; &ldquo;gef&auml;hrlichste Mann Europas&rdquo; abgestempelt? &ndash; Sch&ouml;n w&auml;re es, wenn nicht nur die Politik, sondern auch Journalisten, mehr selbst nachdenken w&uuml;rden, als so oft nur irgendwelchen Meinungsf&uuml;hrern nachzuplappern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Immer aktuell, insbesondere f&uuml;r Journalisten:<\/strong> <\/p>\n<blockquote><p>Aufkl&auml;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unm&uuml;ndigkeit. Unm&uuml;ndigkeit ist das Unverm&ouml;gen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unm&uuml;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&szlig;ung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verst&auml;ndig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufkl&auml;rung.<\/p><\/blockquote>\n<p> (Immanuel Kant)<\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Liebeserkl&auml;rung an die KfW<\/strong><br>\nJetzt auch noch die Staatsanwaltschaft! Die Staatsbank KfW hat es wahrlich nicht leicht und ist zum S&uuml;ndenbock der Krise avanciert. Noch besser w&auml;re es, wenn sich endlich im Bundestag der Untersuchungsausschuss bildete, der die Umst&auml;nde und Vorgeschichte der Milliarden Euro teuren Rettung der IKB aufkl&auml;rte. Vor allem die Rolle der Deutschen Bank bei der Beratung der IKB, an der die KfW beteiligt war, sowie beim Ausl&ouml;sen der Krise um die IKB geh&ouml;rt ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit gezerrt.<br>\nBei aller Emp&ouml;rung sollte eines nicht vergessen werden: Die KfW war und ist eine fantastische Bank. Sie hilft dort, wo der Markt versagt. Sie f&ouml;rdert mittels kluger, marktwirtschaftlicher Finanzierungsanreize Umweltschutz und Arbeitspl&auml;tze. Sie ist dank motivierter Mitarbeiter, die deutlich weniger gierig als andere Banker sind, ein Hort der Innovation. Ihr Modell der F&ouml;rderbank und ihre Ideen werden in der ganzen Welt kopiert, in Europa, Russland und selbst in China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1617664&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zocker aus der Industrie<\/strong><br>\nNormalerweise sichern sich Unternehmen mit Termingesch&auml;ften gegen Wechselkursschwankungen ab. Doch jetzt erweisen sich die Kontrakte als tickende Zeitbombe. Ob Einzelh&auml;ndler in Mexiko, LCD-Hersteller in S&uuml;dkorea oder australische Kohlesch&uuml;rfer &ndash; sie alle zittern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Riskante-W%E4hrungsgesch%E4fte-Die-Zocker-aus-der-Industrie\/429315.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>K&auml;mmerer haben Millionen verzockt<\/strong><br>\nSt&auml;dte und Gemeinden haben auf dem internationalen Finanzmarkt Millionen in den Sand gesetzt. Sie verkauften Teile ihrer Infrastruktur an US-Investoren, um sie dann wieder bei ihnen anzumieten. Treibt das vermeintlich clevere Gesch&auml;ft die Gemeinden heute in die Pleite?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F10%2F23%2Fa0163&amp;cHash=87ebf18782&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein M&auml;rchen wird zum Albtraum<\/strong><br>\nVom Schwimmbad bis zur Messehalle: Deutschlands St&auml;dte verscherbelten das kommunale Tafelsilber an amerikanische Investmentfonds. Die hoch riskanten Finanzgesch&auml;fte versprachen anfangs hohe Erl&ouml;se, sie f&uuml;hren in der Tat aber zu immensen Verlusten<br>\nvon Werner R&uuml;gemer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F10%2F23%2Fa0164&amp;cHash=f0d96f2812&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Sparkassen: Privatisierung durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nIn Nordrhein-Westfalen w&auml;chst der Protest gegen das Sparkassengesetz von CDU und FDP. Die Sparkassen w&uuml;rden privaten Gro&szlig;banken zum Fra&szlig; vorgeworfen, f&uuml;rchten Kritiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/privatisierung-durch-die-hintertuer\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Private Versicherungswirtschaft: Versicherer tricksen mit Lebenserwartung zu ihren Gunsten<\/strong><br>\nBei der privaten Altersvorsorge steht die Private Rentenversicherung unangefochten an Platz 1. Bis zum Rentenbeginn wird eingezahlt, dann wird die Summe in gleichen monatlichen Betr&auml;gen ausgezahlt. Die H&ouml;he dieser Rente h&auml;ngt allerdings davon ab, wie lange das Geld reichen muss, das hei&szlig;t, mit welcher Lebenserwartung die Versicherung kalkuliert. Bei Rentenversicherungen geht sie mit ihrer Sterbetafel DAV04R von einer h&ouml;heren Lebenserwartung aus als sie vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen wird. Ein Beispiel: Ein heute 35-j&auml;hriger Mann wird laut statistischem Bundesamt im g&uuml;nstigsten Fall 82,3 Jahre alt. Private Rentenversicherer kalkulieren aber mit 92,9 Jahren. Nach Berechnungen von Plusminus sinkt dadurch die garantierte Rente von 270 Euro auf 205 Euro (bei branchen&uuml;blichen Kosten und einer Garantieverzinsung von 2,25 Prozent).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,du4l14qsl7jc6vcr~cm.asp\">ARD Plusminus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/1042352?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD Plusminus (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Leider fehlt im Videoclip die Anmoderation &ndash; die gesetzliche Rente reiche ja im Alter nicht mehr zum Leben und eine private Altersvorsorge sei unbedingt empfehlenswert. Trotz des &uuml;berwiegend gelungenen Beitrages ist das &Ouml;ffentlich-rechtliche Volksverdummung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Argentiniens Pensionsfonds sollen verstaatlicht werden<\/strong><br>\nEin entsprechender Gesetzesentwurf soll dieser Tage dem Kongress vorgelegt werden. Die Regierung begr&uuml;ndet die Massnahme offiziell mit der schlechten Rentabilit&auml;t der Fonds, die in den letzten Monaten wegen der weltweiten Finanzkrise rund 20% an Wert verloren haben. Damit seien die Pensionen der Versicherten nicht mehr garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/argentiniens_pensionsfonds_sollen_verstaatlicht_werden_1.1149239.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Allensbach-Analyse: Wasser auf die M&uuml;hlen der Linken<\/strong><br>\nOhne die Herkunft der Forderungen zu nennen, wurden einige Zitate von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine zur Diskussion gestellt, etwa die Forderung: &bdquo;Im Interesse der Besch&auml;ftigten, der Verbraucher und der Umwelt m&uuml;ssen Energiekonzerne in die &ouml;ffentliche Hand &uuml;berf&uuml;hrt und demokratisch kontrolliert werden.&ldquo; Die Wortwahl weckt in Westdeutschland Bez&uuml;ge zur 68er Bewegung, in Ostdeutschland an das sozialistische System. Dies ficht die Mehrheit der Leute nicht an. 59 Prozent der gesamten Bev&ouml;lkerung stimmen dieser Forderung zu, in Ostdeutschland 66 Prozent der B&uuml;rger, von den Anh&auml;ngern der Linken 83 Prozent.&nbsp; Jeder Zweite schlie&szlig;t sich der These an, die gro&szlig;en Verm&ouml;gen vieler Familienunternehmen seien grundgesetzwidrig angeeignet; niemand k&ouml;nne in seinem Leben mehrere Milliarden Euro auf verfassungsgem&auml;&szlig;e Weise erwerben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E8B18D12BE38E46C187CEC457E753A9DE~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da mag&nbsp; Renate K&ouml;cher, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Allensbacher Umfrageinstitutes, die Forderungen der Linken als Forderung nach einem sozialistischem System, dem Systemumsturz zu diffamieren versuchen: &ldquo;In der Linken sammeln sich diejenigen, denen die ganze Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung suspekt ist&rdquo;, aber langsam schleicht sich doch ein leicht verzweifelter Unterton ein: &ldquo;In der gesamten Bev&ouml;lkerung folgt zwar nur eine Minderheit dieser pauschalen Kritik. Wie gro&szlig; heute jedoch die Resonanz von Positionen ist, die an das System der DDR erinnern, zeigt die breite Zustimmung zu Forderungen nach Verstaatlichung von Schl&uuml;sselindustrien und der Einschr&auml;nkung von Eigentumsrechten.&rdquo; Dass mit diesen Verstaatlichungen nur die R&uuml;cknahme verungl&uuml;ckter Privatisierungen wie z.B. bei den Energieversorgern gemeint sind, die weder mehr Effizienz noch g&uuml;nstigere Preise&nbsp; brachten, wird verschwiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering organisiert seine Truppen<\/strong><br>\nNeue Abteilungen, neue Posten: Wie SPD-Chef Franz M&uuml;ntefering die Parteizentrale zu seinen Gunsten umbaut<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F10%2F23%2Fa0120&amp;cHash=19d6e966a6&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Frank-Walter, wir vertrauen dir<\/strong><br>\nAuf dem SPD-Parteitag in Berlin tragen SPD-Linke Wohlverhalten zur Schau. Im Lager herrscht Zuversicht, bei Steinmeier und M&uuml;ntefering schon nicht unter die R&auml;der zu kommen. Die SPD-Linke rechnet derzeit vor allem in machtpolitischer W&auml;hrung. &ldquo;Das wichtigste linke Projekt ist&rdquo;, sagt der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, &ldquo;2009 die Wahl zu gewinnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/43\/08430501.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Dogmenst&uuml;rmer <\/strong><br>\nFrankreichs nutzt die Finanzkrise, um Ideen wie Interventionismus und Protektionismus voranzutreiben &ndash; und hintertreibt damit die von seiner deutschen Kollegin Merkel propagierten Wettbewerbs- und Marktprinzipien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Nicolas-Sarkozy-Der-Dogmenst%FCrmer\/428874.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man mag Sarkozys Vorschl&auml;ge bzw. seine Seriosit&auml;t hinterfragen, bedauerlich ist, das aus Deutschland in diesem historisch einmaligen&nbsp; Zeitfenster fast nichts kommt. Der alte, franz&ouml;sische Gedanke einer europ&auml;ischen Wirtschaftsregierung , einer st&auml;rkeren Koordinierung der Wirtschaftspolitik zumindest in der Eurozone, w&auml;re es wert,&nbsp; mit Leben erf&uuml;llt zu werden. Bereits Jacques Delors hatte darauf verwiesen, dass diese durch den Vertrag von Maastricht nicht nur gedeckt, sondern auch gefordert sei, und erinnerte an Vertragsartikel 103: &ldquo;Die Mitgliedl&auml;nder betrachten ihre Wirtschaftspolitik als eine Angelegenheit von gemeinsamem Interesse und koordinieren sie im Rat &hellip;&rdquo; Und weiter: &ldquo;Der Rat erstellt mit qualifizierter Mehrheit auf Empfehlung der Kommission einen Entwurf f&uuml;r die Grundz&uuml;ge der Wirtschaftspolitik &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildungsrepublik f&auml;llt aus<\/strong><br>\nZur &ldquo;Chefsache&rdquo; wollte Kanzlerin Angela Merkel das Thema Bildung erheben. Gemessen an dieser gro&szlig;en Ank&uuml;ndigung hat der Bildungsgipfel in Dresden nur wenig Vorzeigbares gebracht. Die Mittel f&uuml;r Bildung und Forschung sollen bis 2015 auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgestockt werden. Nur bezahlen will das niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F10%2F23%2Fa0169&amp;cHash=1a4b01bdac&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu unseren heutigen Beitrag Absturz vom Bildungsgipfel<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Dresdner &raquo;Bildungsgipfel&laquo; bringt den sozial Schwachen keinerlei Verbesserungen. Ein Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge<\/strong><br>\nVom Nachkriegsversprechen &raquo;Wohlstand f&uuml;r alle&laquo; ist nicht mehr viel &uuml;brig. Heute verspricht die Bundeskanzlerin nur noch &raquo;Bildung f&uuml;r alle&laquo;. Dabei wird so getan, als sei Bildung allein der Garant f&uuml;r sozialen Aufstieg. Unter g&uuml;nstigen Umst&auml;nden kann das im Einzelfall auch zweifelsohne funktionieren. Aber was individuell zum Erfolg f&uuml;hren mag, taugt noch lange nicht als allgemeines Patentrezept. Was, wenn tats&auml;chlich alle Jugendlichen mehr Bildungsm&ouml;glichkeiten erhielten? Dann m&uuml;&szlig;ten sie doch immer noch, wenn auch auf h&ouml;herem Bildungsniveau, um die begrenzten Ausbildungs- und Arbeitspl&auml;tze konkurrieren. Nat&uuml;rlich mu&szlig; ein so reiches Land wie Deutschland viel mehr Geld in Bildung investieren. Aber, wenn man die Armut wirklich bek&auml;mpfen will, braucht es zuallererst eine Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Verm&ouml;gen. Davon soll die Floskel der Kanzlerin von der &raquo;Bildungsrepublik Deutschland&laquo; ablenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-23\/005.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Angst vor der Schuldenfalle<\/strong><br>\nEine unterdr&uuml;ckte Studie &uuml;ber die Auswirkung von Studiengeb&uuml;hren l&ouml;st Emp&ouml;rung aus &ndash; derweil klettern die Zinsen f&uuml;r Studiendarlehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/43\/08430102.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein deutscher Sadismus<\/strong><br>\nDer Bildungsf&ouml;deralismus qu&auml;lt Lehrer, Eltern und Sch&uuml;ler: Er ist praktizierte B&uuml;rgerferne, er ist schikan&ouml;s, er ist eine staatsrechtliche Spielform des Sadismus.<br>\nVon Heribert Prantl<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/120\/315013\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Interessante Daten<\/strong><br>\nUnser Leser M.B. hat uns einige interessante Daten zur Verf&uuml;gung gestellt und schreibt dazu:<br>\n<em>An diesen Zahlen wird aber die ganze deutsche Misere der Wirtschafts- und Sozialpolitik deutlich.Eine klare Antwort, warum der Binnenmarkt schw&auml;chelt und es die Probleme in der Kranken- und Rentenversicherung gibt.<\/em><br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Teil1: Daten des Statistischen Bundesamtes vom 22.02.2007<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nVolkseinkommen 2004 1 650,58 Mrd &euro;<br>\nVolkseinkommen 2006 1 730,38 Mrd &euro;<br>\nZuwachs 79.80 Mrd &euro;<br>\nProzentualer Zuwachs 4,83%<br>\n&nbsp;<br>\nArbeitnehmerentgelt 2004 1 136,79 Mrd &euro;<br>\nArbeitnehmerentgelt 2006 1 144,89 Mrd &euro;<br>\nZuwachs 8,10 Mrd &euro;<br>\nProzentualer Zuwachs 0,71%<br>\n&nbsp;<br>\nUnternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen 2004 513,79 Mrd &euro;<br>\nUnternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen 2006 585,49 Mrd &euro;<br>\nZuwachs 71,70 Mrd &euro;<br>\nProzentualer Zuwachs 13,96%<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Teil2: Daten des Statistischen Bundesamtes vom 22.02.2007 <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nLohnzuw&auml;chse 1995 &ndash; 2004<br>\n&nbsp;<br>\nSchweden 25,4<br>\nGB 25,2<br>\nUSA 19,6<br>\nIrland 19,4<br>\nD&auml;nemark 15,6<br>\nNL 11,9<br>\nFrankreich 8,4<br>\nEU der 15 7,4<br>\nBelgien 6,4<br>\nSpanien 5,4<br>\n&Ouml;sterreich 2,8<br>\nItalien 2,0<br>\nDeutschland &ndash; 0,9 (MINUS)<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Teil3: Daten des Statistischen Bundesamtes vom 22.02.2007 <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&ldquo;Steuer Anteil der Verm&ouml;gen- und Erbschaftssteuer am BIP:<br>\nJapan 2,9 Prozent<br>\nUSA 3,1 Prozent<br>\nKanada 3,9 Prozent<br>\nUK 3,9 Prozent<br>\nAustralien 2,9 Prozent<br>\nSchweiz 2,9 Prozent<br>\nFrankreich 3,2 Prozent<br>\nOECD Durchschnitt 1,9 Prozent<br>\nDeutschland 0,9 Prozent&rdquo;<br>\n&nbsp;\n<p>Spitzensteuersatz in<br>\nSchweden 60%<br>\nFinnland 60%<br>\nD&auml;nemark 59%<br>\nNiederlande 52%<br>\nBelgien 50%<br>\nJapan 50%<br>\n&Ouml;sterreich 50%<br>\nFrankreich 48,09<br>\nSpanien 45%<br>\nItalien 43%<br>\nIrland 42%<br>\nDeutschland 42%<br>\nUSA 41,60%<\/p><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\n<strong>Georg Schramm &ndash; Wodurch die Freiheit wirklich gef&auml;hrdet wird<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=CLixqTUQRaE\">Youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Hartz-IV-Empf&auml;nger sind keine Dr&uuml;ckeberger<\/li>\n<li>Die Finanzkrise und der Krieg<\/li>\n<li>Peter Ehrlich: Leipzig war gestern<\/li>\n<li>Robert von Heusinger: Liebeserkl&auml;rung an die KfW<\/li>\n<li>Die Zocker aus der Industrie<\/li>\n<li>K&auml;mmerer haben Millionen verzockt<\/li>\n<li>Sparkassen: Privatisierung durch die Hintert&uuml;r<\/li>\n<li>Private Versicherungswirtschaft: Versicherer tricksen mit Lebenserwartung zu ihren Gunsten<\/li>\n<li>Argentiniens Pensionsfonds sollen verstaatlicht werden<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3533\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3533","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3533","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3533"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3533\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3533"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}