{"id":35363,"date":"2016-10-11T10:18:29","date_gmt":"2016-10-11T08:18:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35363"},"modified":"2019-02-06T11:09:18","modified_gmt":"2019-02-06T10:09:18","slug":"warum-diese-feindschaft-eine-reise-nach-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35363","title":{"rendered":"Warum diese Feindschaft? Eine Reise nach Russland"},"content":{"rendered":"<p>Die Einladung kam von der Priwolzhkaja-Buchkammer aus Saratow und dem Moskauer Rosspen-Verlag, in dem die russische Ausgabe meines Buches &bdquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA<\/em>&ldquo; erschienen ist. Das Buch wird von der Leserschaft in Russland recht gut angenommen. Kein Wunder, ich vertrete die Ansicht, dass der neuerliche West-Ost-Konflikt von der westlichen Allianz unter F&uuml;hrung der USA, die bekanntlich auch die NATO dominiert, ausgel&ouml;st worden ist. Von <strong>Wolfgang Bittner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWas war nicht alles geplant! Lesungen, Vortr&auml;ge, Buchvorstellungen, Diskussionen, Zusammenk&uuml;nfte mit Kolleginnen und Kollegen, eine Schiffsreise auf der Wolga mit Veranstaltungen in Uglitsch, Kostroma, Nischni Nowgorod, Tscheboksary, Kasan, Uljanowsk und Samara sowie eine Buchmesse in Saratow. Ein intensives Programm, spannend, f&uuml;r einen Westeurop&auml;er geradezu abenteuerlich. Namentlich bekannt waren mir bis dato lediglich Nischni Nowgorod, die Geburtsstadt von Maxim Gorki, heute die f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;te Stadt Russlands, und Kasan als das Zentrum des russischen Islam und Hauptstadt der Republik Tatarstan, ebenfalls eine Millionenstadt.<\/p><p>Die Fl&uuml;ge waren gebucht und bezahlt, die erforderlichen Versicherungen abgeschlossen, s&auml;mtliche Reisevorbereitungen erledigt, das Visum war bewilligt. Und dann wurde die Schiffsreise auf der Wolga kurzfristig abgesagt &ndash; aus finanziellen Gr&uuml;nden, wie es hie&szlig;. Ein Antrag auf Zuwendungen war nicht bewilligt worden. Damit entfielen auch Veranstaltungen in mehreren St&auml;dten an der Wolga, es musste alles neu organisiert werden. Immerhin kam jetzt ein zuvor nicht vorgesehener dreit&auml;giger Aufenthalt in Sankt Petersburg hinzu.<\/p><p><strong>Moskau<\/strong><\/p><p>Zuerst also der Flug nach Moskau, ohne den genaueren Ablauf der Reise zu kennen. Doch der freundliche Empfang lie&szlig; hoffen. Ein Verlagsmitarbeiter holte mich vom Flughafen ab, und am n&auml;chsten Morgen traf ich die beiden Organisatorinnen: die Mitarbeiterin des Deutschen Buchinformationszentrums in Moskau, Olga Ditsch, und die Vizedirektorin des russischen Instituts f&uuml;r &Uuml;bersetzungen, Nina Litvinets, zwei sehr kompetente und mir zugewandte Frauen. Sie hatten auf die Schnelle geregelt, was m&ouml;glich war, improvisiert, Termine abgesprochen, Vereinbarungen mit Veranstaltern getroffen, Fahr- und Flugpl&auml;ne vorbereitet. Sie stellten mir einen Reiseplan f&uuml;r die n&auml;chsten Tage vor, der mir trotz der zu erwartenden Anstrengungen augenblicklich meine Bedenken nahm.<\/p><p>Drei Tage Moskau: Schon am ersten Tag eine Buchvorstellung im Biblio-Globus, einer gro&szlig;en Buchhandlung im Zentrum, und am Tag darauf ein Vortrag im Moskauer Staatlichen Archiv f&uuml;r sozialpolitische Geschichte vor hochmotiviertem Publikum. Der &Uuml;bersetzer perfekt, er hatte schon in Deutschland f&uuml;r Michail Gorbatschow und in Russland f&uuml;r den bekannten Journalisten und ZDF-Russlandkorrespondenten Dirk Sager (1940-2014) &uuml;bersetzt.<\/p><p>Viele Fragen: Warum die Wirtschaftssanktionen gegen Russland? Warum machen die westeurop&auml;ischen Staaten mit, wenn doch auch ihre Wirtschaft gesch&auml;digt wird? Was wollen die USA, was haben sie vor? In wieweit ist die deutsche Bundeskanzlerin Merkel washingtongesteuert? Warum r&uuml;ckt die NATO entgegen den 1989 gegebenen Versprechungen immer weiter an die russischen Grenzen vor? Was bedeutet die Stationierung umfangreicher Milit&auml;reinheiten der USA und der NATO in den baltischen Staaten, in Polen, Bulgarien und Rum&auml;nien? Warum wird in den deutschen Medien falsch &uuml;ber die Ursachen der Ukraine-Krise und des Krieges in Syrien berichtet? K&ouml;nnte es Krieg geben? Und so weiter.<\/p><p><strong>Das Interesse an Deutschland ist gro&szlig;<\/strong><\/p><p>Zwischendurch bleibt Zeit f&uuml;r einen Stadtrundgang, nat&uuml;rlich unter anderem zum Roten Platz und dem Kreml. Leicht bedeckter Himmel, 13 Grad Celsius. Denkm&auml;ler f&uuml;r Tolstoi, Puschkin, Gogol, Lenin, Gagarin &hellip; Der Kreml sieht von der Moskwa-Br&uuml;cke aus wie eine riesige romantische Burg. Auf den Stra&szlig;en lebhafter Verkehr, man sieht Automarken wie KIA, Hyundai, Nissan, Mitsubishi, Toyota, Citro&euml;n, Peugot, Renault, Fiat, Ford, Chevrolet, VW, Skoda, BMW, Mercedes. Neben den einheimischen Caf&eacute;s und Restaurants gibt es MacDonalds, English Pubs, Coffee Rooms, Starbucks oder Pizzahut. Gesch&auml;fte von Cartier, Roberto Cavalli, Villeroy &amp; Boch, K&uuml;ppersbusch.<\/p><p>Ich wohne im Golden Apple, ganz in der N&auml;he das Hotel Intercontinental. Es gibt M&ouml;venpick-Icecream, Coca Cola, Nescaf&eacute;, Snickers und Ketchup von Heinz. Abends im Fernsehen Werbung f&uuml;r Ariel, Nivea, Pampers, Bayer- und Stada-Produkte, Samsung oder Ikea. Beim Fr&uuml;hst&uuml;ck erz&auml;hlt mir eine Journalistin, die ich zuf&auml;llig kennenlerne, einen in Russland verbreiteten Witz: Der amerikanische Pr&auml;sident sagt: Wir sind f&uuml;r Frieden und Freundschaft mit anderen V&ouml;lkern. Aber was k&ouml;nnen wir machen, wenn Russland so nah an unsere Milit&auml;rbasen heranr&uuml;ckt? Auf die Situation der russischen Medien angesprochen, meint sie ein wenig ironisch: &bdquo;Ebenso wie bei Ihnen in Deutschland.&ldquo; Als ich genauer darauf eingehen m&ouml;chte, winkt sie ab. <\/p><p>Viele Moskauer sprechen Englisch, manche Deutsch. Das Interesse an Deutschland ist gro&szlig;, die Einstellung wohl der meisten Russen &ndash; trotz des hohen Blutzolls im Zweiten Weltkrieg und der erneuten Aggressionspolitik &ndash; au&szlig;erordentlich positiv. Die Menschen leiden unter der Teuerung durch die Sanktionen und die Isolations- und Aggressionspolitik des Westens, aber ein gro&szlig;er Teil der Russen wei&szlig; nicht, warum das so ist. Viele sind &ndash; ebenso wie in Westeuropa &ndash; unpolitisch; die Bew&auml;ltigung des Alltags ist schwer genug. Wie in Gespr&auml;chen zu h&ouml;ren ist, hat die Unzufriedenheit insbesondere in der &auml;rmeren Bev&ouml;lkerung in den vergangenen Monaten zugenommen, und das ist offensichtlich das Ziel der von den USA betriebenen Konfrontationspolitik. Man murrt, beklagt die hohen Lebenshaltungskosten, schimpft auf dieses und jenes, ohne die Ursachen und Hintergr&uuml;nde zu kennen.<\/p><p><strong>Sankt Petersburg<\/strong><\/p><p>Dann eine vierst&uuml;ndige Fahrt mit dem Hochgeschwindigkeitszug (ein Gemeinschaftsprojekt der russischen Staatsbahn und der Siemens AG) an die K&uuml;ste &uuml;ber etwa 800 Kilometer. Drau&szlig;en 12 Grad Celsius, die Geschwindigkeit betr&auml;gt bis zu 250 km\/h, der Komfort entsprich dem deutschen ICE. Wie im Westen sind viele Reisende mit ihren Smartphones besch&auml;ftigt. W&auml;lder mit Birken, Kiefern, Tannen, hin und wieder Heidefl&auml;chen, kleine Seen und S&uuml;mpfe. D&ouml;rfer mit einfachen H&auml;usern, zum Teil aus Holz, zweimal h&auml;lt der Zug in gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten. Wenig Wiesen und Ackerland, Laubb&auml;ume und B&uuml;sche sind herbstlich gef&auml;rbt, vor Kurzem hat es nachts den ersten Frost gegeben. Kein Vieh, vielleicht ist es schon in den St&auml;llen. Die allj&auml;hrliche Wanderung der Zugv&ouml;gel, die den Sommer in Sibirien verbracht haben, ist bereits vorbei.<\/p><p>Ankunft in Sankt Petersburg um 18.00 Uhr. Das Hotel nahe der Innenstadt entspricht &ndash; ebenso wie in Moskau &ndash; westlichen Standards. Man kann mit Visa oder MasterCard bezahlen. Am n&auml;chsten Tag die Buchvorstellung in der Buchhandlung Bukwoed am Newski-Prospekt, der ber&uuml;hmten viereinhalb Kilometer langen Stra&szlig;e im historischen Zentrum Sankt Petersburgs. Am Tag darauf ein Vortrag in der Majakowski-Bibliothek an der Fontanka 44. Alles kurzfristig organisiert und doch gut besucht.<\/p><p>Besonders die Zuh&ouml;rer und Diskutanten in der Bibliothek sind &ndash; wie schon im Moskauer Archiv &ndash; weitgehend &uuml;ber die politischen Hintergr&uuml;nde des West-Ost-Konflikts informiert und geradezu begierig, mehr zu erfahren: Warum wollen die USA unbedingt Weltmacht Nr. 1 sein? Ist der Anspruch auf globale Herrschaft &uuml;berhaupt zeitgem&auml;&szlig; und heute noch durchsetzbar? Pr&auml;sident Putin hat doch gesagt, Russland strebe nicht nach einem besonderen Platz in der Welt, erwarte allerdings, dass man seine Interessen ber&uuml;cksichtige und seine Position achte. Warum also diese Aggressivit&auml;t gegen&uuml;ber Russland? Wie steht die Bev&ouml;lkerung in Deutschland dazu?<\/p><p>Auch ein Vorwurf: &bdquo;Sie sprechen sehr kritisch &uuml;ber Amerika. Aber das ist doch ein so tolles Land, das modernste und reichste der Welt, in vielem ein Vorbild in technischer und kultureller Hinsicht.&ldquo; Als Antwort erstens: Die Staatsschulden der USA betragen mehr als 19 Billionen Dollar, und dennoch haben die USA mit j&auml;hrlich etwa 600 Milliarden Dollar den gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;retat der Welt. Zweitens: Das Zitat aus einer Rede des US-Vizepr&auml;sidenten Joe Biden vom 2. Oktober 2014, in der er sagt, dass Pr&auml;sident Obama die europ&auml;ischen Politiker dazu gen&ouml;tigt habe, gegen die Interessen ihrer L&auml;nder an den Sanktionen teilzunehmen, um Russland zu ruinieren: &bdquo;Und die Folgen waren eine massive Kapitalflucht aus Russland, ein regelrechtes Einfrieren von ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen, der Rubel auf einem historischen Tiefststand gegen&uuml;ber dem Dollar und die russische Wirtschaft an der Kippe zu einer Rezession.&ldquo;<\/p><p>Dazu eine Einsch&auml;tzung des US-Pr&auml;sidenten vom 28. Mai 2014 an der Milit&auml;rakademie Westpoint: &bdquo;Von Europa bis Asien sind wir der Dreh- und Angelpunkt aller Allianzen, un&uuml;bertroffen in der Geschichte der Nationen &hellip; So sind und bleiben die Vereinigten Staaten die einzige unverzichtbare Nation. Dies ist f&uuml;r das vergangene Jahrhundert wahr gewesen und das wird f&uuml;r das n&auml;chste Jahrhundert gelten.&ldquo; Besonders aufschlussreich auch die Aussagen des einflussreichen Regierungsberaters Zbigniew Brzezinski &uuml;ber das &bdquo;Schachbrett Eurasien&ldquo; sowie des ehemaligen Direktors des US-Thinktanks Stratfor, wonach das Hauptziel der US-Au&szlig;enpolitik seit mehr als einem Jahrhundert sei, eine Kooperation zwischen Russland und Deutschland zu verhindern. Betroffenheit bei den Zuh&ouml;rern, das war ihnen neu.<\/p><p><strong>Teuerung, Tourismus, Eremitage<\/strong><\/p><p>Immer wieder Fragen &uuml;ber Fragen, viele Begegnungen und neue Eindr&uuml;cke im gr&ouml;&szlig;ten Land Europas und dem gr&ouml;&szlig;ten der Welt, von dem uns erneut ein Eiserner Vorhang trennt, abgesehen von Vorbehalten und Fehlinformationen, vermittelt durch die Mainstream-Medien. Aber die russische Bev&ouml;lkerung leidet unter der Teuerung, ausgel&ouml;st durch die Wirtschaftssanktionen. Hinzu kommen die von den USA betriebene Beeinflussung der Kapital- und Energiem&auml;rkte und die aufgezwungenen Nachr&uuml;stungskosten, die in die Milliarden gehen. Russland soll gesch&auml;digt, die Bev&ouml;lkerung aufgebracht werden. Eine Schande und ein Menschheitsverbrechen! Umso ver&auml;chtlicher, dass der US-Vizepr&auml;sident sich dessen r&uuml;hmt. Das Ziel ist, das Land den westlichen Begehrlichkeiten und Kapitalinteressen zu &ouml;ffnen.<\/p><p>Die Leidtragenden dieser Politik sind Millionen russischer Menschen. Der Durchschnittsverdienst eines Arbeiters oder Angestellten liegt &ndash; je nach Qualifikation &ndash; bei monatlich 25.000 bis 80.000 Rubel, das sind zurzeit 360 bis 1.140 Euro. Aber schon die Miete f&uuml;r eine kleine Wohnung in der Vorstadt der Metropolen kostet ca. 25.000 Rubel (360 Euro), der Liter Benzin aktuell um 37 Rubel (53 Cent), ein Liter Milch um die 70 Rubel (1 Euro), 200 Gramm Butter ca. 140 Rubel (2 Euro). Fleisch und K&auml;se sind rar und deshalb teuer, Brot ist dagegen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig preiswert. Die Teuerung macht sich vor allem in den gro&szlig;en St&auml;dten bemerkbar, weniger dagegen in der Provinz, wo viele landwirtschaftliche Produkte selber erzeugt werden.<\/p><p>Ansonsten hat sich nicht so viel ge&auml;ndert, wie man meinen k&ouml;nnte. Die Menschen gehen zur Arbeit, sie kaufen ein, sie lachen und weinen, sie bekommen Kinder, sie lieben und sie streiten sich &ndash; wie &uuml;berall. Der Tourismus boomt nach wie vor; viele Chinesen, Vietnamesen, Japaner, Koreaner, Indonesier, ja sogar Deutsche, Franzosen, Engl&auml;nder, Niederl&auml;nder. Man sieht es beispielsweise an den Ticketschaltern der Museen, wo sich regelm&auml;&szlig;ig lange Warteschlangen bilden, vor allem im Sankt Petersburger Winterpalais.<\/p><p>Bis 1917 war das beeindruckende Schloss an der Newa mit seinen 1500 R&auml;umen die Residenz der Zarenfamilie. Dorthin f&uuml;hrt der obligatorische Stadtbummel mit einem Besuch der Eremitage, einem der bedeutendsten Museen der Welt. Hier werden &uuml;ber 60.000 Exponate in 350 S&auml;len gezeigt, darunter kostbarste Kunstsch&auml;tze oder Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo, Rubens, Tizian, Rembrandt, Matisse, Gauguin, Renoir, Picasso und vielen anderen K&uuml;nstlern.<\/p><p><strong>Die Menschen<\/strong><\/p><p>Was kann man als Vortragsreisender &uuml;ber ein Land wie Russland schreiben, wenn man st&auml;ndig unterwegs, gefordert und im Einsatz ist? Jedenfalls nicht das, was in den Reisef&uuml;hrern und den B&uuml;chern reisender Dandys zu lesen ist. Auf dem R&uuml;ckweg nach Moskau sitze ich im Zug neben Ekaterina, einer modisch gekleideten Mittvierzigerin aus Moskau, und wir kommen ins Gespr&auml;ch. Sie arbeitet als B&uuml;roangestellte und lebt zusammen mit ihrem Mann, der 23-j&auml;hrigen Tochter, dem 21-j&auml;hrigen Sohn und ihrer 71-j&auml;hrigen Mutter in einer eigenen Zweizimmerwohnung am Stadtrand. Sie erz&auml;hlt, dass die eingesessenen Moskauer &ndash; wie auch andere Gro&szlig;stadtbewohner in Russland &ndash; zumeist eigene Wohnungen aus der Sowjetzeit besitzen, die vererbt werden k&ouml;nnen &ndash; ein gro&szlig;er Vorteil, obwohl die Nebenkosten f&uuml;r Heizung, Strom, Wasser und so weiter enorm gestiegen seien. Zugereiste m&uuml;ssen dagegen die hohen Mieten bezahlen.<\/p><p>Ekaterina schenkt mir einen Apfel, und als Service angeboten wird, lade ich sie zu einem Cappuccino ein. Auf meine Frage, wie sie die derzeitige gesellschaftliche Situation in Russland einsch&auml;tzt, antwortet sie: &bdquo;Nachdem wir den Zarismus, die Stalinzeit und die &Auml;ra Jelzin &uuml;berstanden haben, kann es eigentlich nur noch besser werden.&ldquo; Der Wahlkampf von Jelzin sei 1991 vom CIA finanziert worden, sagt sie. Jelzin sei ein verantwortungsloser S&auml;ufer gewesen und habe das Land preisgeben wollen, Korruption und Verbrechen seien an der Tagesordnung gewesen. Erst Putin habe wieder aufger&auml;umt und Russland sozusagen gerettet. Er sei &ndash;trotz allem, was es zu kritisieren gebe &ndash; sehr beliebt. Das h&auml;tten die letzten Duma-Wahlen bewiesen, in denen die Partei Einiges Russland, f&uuml;r die Putin steht, 54 Prozent der Stimmen erhalten habe.<\/p><p>Ich frage Ekaterina, ob sie besondere Anspr&uuml;che habe, die bisher nicht befriedigt wurden, und nach und nach &auml;u&szlig;ert sie vier W&uuml;nsche, die mich in ihrer Bescheidenheit anr&uuml;hren: Eine gr&ouml;&szlig;ere Wohnung, sch&ouml;ne Reisen, Liebe und Frieden. Ob sie auch mehr Geld haben m&ouml;chte? &bdquo;Ein bisschen mehr k&ouml;nnte es schon sein&ldquo;, meint sie. &bdquo;Aber eigentlich w&uuml;rde es reichen, wenn ich nicht noch f&uuml;r meine zwei Kinder sorgen m&uuml;sste.&ldquo;<\/p><p>Wieder in Moskau, wohne ich diesmal im Hotel Arbat, nicht weit entfernt von der Buchhandlung Haus des Buches an der Ulica Novy Arbat. Zur Buchpr&auml;sentation werde ich von Olga Ditsch und Nina Litvinets abgeholt, und wir gehen durch eine lebendige Fu&szlig;g&auml;ngerzone zur Veranstaltung, die von Nina moderiert wird. Auch hier wieder ein sehr interessiertes Publikum und zahlreiche Fragen: Werden die Sanktionen demn&auml;chst aufgehoben? Wann endet der B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine? Was halten Sie vom Wahlkampf in den USA? Wird Hillary Clinton Pr&auml;sidentin oder wird Donald Trump gewinnen? Ich h&ouml;re zu und antworte. Nach der Veranstaltung werde ich zu einem opulenten Abendessen eingeladen, bei dem ich mich des Wodkas enthalte. Denn schon am n&auml;chsten Tag geht die Reise weiter per Zug nach Nischni Nowgorod.<\/p><p><strong>Weiterreise an die Wolga<\/strong><\/p><p>Vier Stunden sitze ich wieder in einem Schnellzug auf der 450 Kilometer weiten Fahrt, diesmal nicht ganz so komfortabel wie vordem. Nischni Nowgorod, an der Wolga gelegen, hie&szlig; von 1932 bis 1990 Gorki. Einst die m&auml;chtigste Festung des Moskowiterreiches, z&auml;hlt die an der Wolga gelegene Stadt 1.250.000 Einwohner. Sie ist ein wirtschaftliches, kulturelles und wissenschaftliches Zentrum Russlands, verf&uuml;gt &uuml;ber Universit&auml;ten, Museen, Bibliotheken, Kirchen, Theater und viele Beh&ouml;rden, die sich im Kreml konzentrieren.<\/p><p>Niemand, dem ich am ersten Abend begegne, spricht Englisch oder Deutsch, so dass es einige M&uuml;he kostet, per Taxi in das kleine, aber dennoch nicht ganz preiswerte Hotel zu gelangen. Auch hier wird nur Russisch gesprochen. Wer nicht wenigstens die kyrillische Schrift beherrscht, hat kaum Chancen, sich zu orientieren, geschweige denn zu verst&auml;ndigen. Erfreulicherweise holt mich am n&auml;chsten Tag Nina Litvinets im Hotel ab und bringt mich zu einer Veranstaltung in die Staatliche Wissenschaftliche Bibliothek, die auch eine gro&szlig;e deutschsprachige Abteilung enth&auml;lt. Hier sind wir mit dem bekannten russischen Schriftsteller und politischen Aktivisten Sachar Prilepin verabredet. Er ist Anfang Vierzig, seit 2004 als Schriftsteller t&auml;tig und hat seither mehrere Preise erhalten. Bis vor einigen Jahren ein streitbarer Gegner Putins, &auml;nderte er seine Meinung aufgrund der Aggressionspolitik des Westens und des Umsturzes in der Ukraine.<\/p><p>Leider kann ich mich mit Sachar nur mit Hilfe eines Dolmetschers unterhalten. Ich habe viele Fragen, die er bereitwillig beantwortet. Offenbar ist es in Russland, ebenso wie in Deutschland, schwierig vom Schreiben zu leben, wenn man nicht einen gewissen Bekanntheitsgrad und mit seinen B&uuml;chern hohe Auflagen erreicht. Stipendien oder sonstige staatliche Unterst&uuml;tzung gibt es nicht, und B&uuml;cher sind in Russland preiswert, sodass die Tantiemen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gering ausfallen. Deswegen arbeiten viele Schriftsteller als Lektoren, &Uuml;bersetzer oder Journalisten, sie machen Lesungen, halten Vortr&auml;ge, verdienen ihren Lebensunterhalt neben der schriftstellerischen T&auml;tigkeit.<\/p><p><strong>Warum nicht amerikanische Investitionen?<\/strong><\/p><p>Vor der Veranstaltung erscheint das russische Fernsehen und interviewt sowohl Prilepin als auch mich, unter anderem geht es um mein Buch &bdquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA<\/em>&ldquo;. Im Anschluss an meinen vierzigmin&uuml;tigen Vortrag beginnt dann unter reger Beteiligung des russischen Kollegen eine heftige Diskussion, an der offensichtlich viele sogenannte Liberale teilnehmen. Es wird sehr laut schwadroniert und polemisiert, mehrmals kommt es sogar zu tumultartigen Szenen. Insofern ist es nicht einfach, immer wieder auf die politischen Kernfragen zur&uuml;ckzukommen, wobei mich Nina Litvinets als Moderatorin nach besten Kr&auml;ften unterst&uuml;tzt.<\/p><p>Trotz der vorgetragenen Analyse wird unter anderem gefragt: &bdquo;Warum steckt Pr&auml;sident Putin so viel Geld in die R&uuml;stung, das woanders fehlt?&ldquo; Dass es sich dabei um das Resultat der westlichen Konfrontationspolitik handelt, ist nach meinem Eindruck in Teilen der russischen Bev&ouml;lkerung bisher nicht angekommen. Eine andere Frage, die so oder &auml;hnlich auch schon in anderen Diskussionen gestellt wurde, lautet: &bdquo;Was w&auml;re denn schlecht daran, wenn sich unser Land dem westlichen Kapital &ouml;ffnete und die Amerikaner bei uns investieren w&uuml;rden?&ldquo; Ganz offensichtlich haben die Fragesteller nicht die Mechanismen und die Dynamik des Neoliberalismus begriffen; ihnen ist auch nicht klar, was sich vor ihrer Haust&uuml;r in der Ukraine wirklich abgespielt hat: Dass dort ein Land auf kaltem Wege von den USA &uuml;bernommen worden ist.<\/p><p>Anschlie&szlig;end wird mit Hilfe des Dolmetschers oder auf Englisch noch bis in die Nacht weiterdiskutiert. Und immer wieder wird in den eher privaten Gespr&auml;chen nach den Veranstaltungen und w&auml;hrend der Reisen deutlich, dass es auch Kritik an der russischen Regierung gibt. Viele B&uuml;rger sind der Meinung, Pr&auml;sident Putin regiere zu autokratisch und er weise die Oligarchen, die sich am Volksverm&ouml;gen bereichern, nicht in die Schranken. Hinzu kommt, dass der wirtschaftliche Einbruch die Unzufriedenheit forciert. Insofern k&ouml;nnen die USA mit der Verh&auml;ngung der Sanktionen bereits gewisse Erfolge verbuchen. Dass es jedoch zu einem Aufstand wie zum Beispiel in der Ukraine kommen k&ouml;nnte, wird allgemein als absurd abgetan.<\/p><p>Auf den insgeheim als Nachfolger Putins gehandelten ehemaligen Oligarchen und Vorstandsvorsitzenden des Yukos-&Ouml;lkonzerns Michail Chodorkowski angesprochen, sch&uuml;ttelt ein politisch versierter Gespr&auml;chspartner nur den Kopf und meint: &bdquo;Dieser Verbrecher w&uuml;rde doch niemals gew&auml;hlt werden.&ldquo; Dass jemand wie der ehemalige Ministerpr&auml;sident Arsenij Jazenjuk nach dem Umsturz in der Ukraine auch nicht vom Volk gew&auml;hlt wurde, ist in diesem Zusammenhang nicht pr&auml;sent. Eine etwaige Umsturzgefahr in Russland wird jedenfalls derzeit f&uuml;r v&ouml;llig abwegig gehalten.<\/p><p><strong>Saratow, ehemals Zentrum der Wolgadeutschen<\/strong><\/p><p>Um von Nischni Nowgorod in das etwa 600 Kilometer entfernte Saratow zu gelangen, kann ich entweder 21 Stunden mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder in vier Stunden, mit einem Umstieg in Moskau, fliegen. Ich ziehe den Flug vor, obwohl ich schon um 4.30 Uhr aufstehen muss.<\/p><p>Saratow, am rechten Ufer der Wolga gelegen, die hier drei Kilometer breit ist, z&auml;hlt eine knappe Million Einwohner. Die Stadt ist der Verwaltungssitz der Oblast Saratow sowie des F&ouml;derationskreises Wolga. Mit einer gro&szlig;en Universit&auml;t, mehreren Akademien, einer Oper, Theatern, Museen, einer umfangreichen Kunstsammlung (16.000 Exponate) und der international bekannten Theaterschule, ist Saratow ein kulturelles Zentrum des Wolgagebiets. Es gibt ein &bdquo;Deutsches Haus&ldquo;, eine Niederlassung des Goethe-Instituts, eine katholische Kirche, eine Synagoge, sowie Moscheen und mehrere eindrucksvolle russisch-orthodoxe Kirchen. Bis Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, sind es 400 Kilometer.<\/p><p>Am Flughafen werde ich von einer kleinen Delegation der Priwolzhkaja-Buchkammer empfangen, an der Spitze der Direktor Wladimir Ivanow. Er entschuldigt sich als Erstes f&uuml;r die kurzfristige Absage der Wolga-Flussfahrt und die daraus entstandenen Unannehmlichkeiten. Die Buchkammer stellt mir f&uuml;r die Zeit meines Aufenthalts einen Dolmetscher zur Seite und kommt f&uuml;r s&auml;mtliche Kosten auf. Ich genie&szlig;e die russische Gastfreundschaft.<\/p><p>Nach der Anmeldung im Hotel und einem Rundgang durch die Stadt, bin ich bei dem Exgouverneur und B&uuml;cherfreund Dmitry Ayatskov zum Tee eingeladen. An der Wand seines Arbeitszimmers ein Foto von Wladimir Putin und eine gro&szlig;e Weltkarte. Ich erfahre, dass die Stadt fr&uuml;her ein Zentrum der Wolgadeutschen war. Verbunden durch eine lange Br&uuml;cke &uuml;ber die Wolga, liegt auf der anderen Seite die Stadt Engels, von 1924 bis 1941 als Pokrowsk Sitz der Wolgadeutschen Republik (Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Deutschen). Dmitry Ayatskov, ein gem&uuml;tlich wirkender Mann in den Sechzigern, erz&auml;hlt von der Ansiedlung deutscher Bauern und Handwerker unter der Regierung Katharinas der Gro&szlig;en und von der Deportation der Wolgadeutschen unter Stalin. Immer noch gebe es zahlreiche deutschst&auml;mmige B&uuml;rger in der Region, sagt er, was der Dolmetscher aus eigener Erfahrung best&auml;tigt.<\/p><p>Am n&auml;chsten Vormittag bin ich in der Staatlichen Bezirksbibliothek, in der es auch eine gro&szlig;e deutschsprachige Abteilung und ein deutsches Kulturzentrum gibt. Nach einer F&uuml;hrung werde ich von Journalisten zweier Fernsehsender zur aktuellen Politik, meiner schriftstellerischen Arbeit und zum Buch &bdquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA<\/em>&ldquo; interviewt. Anschlie&szlig;end, um 12.00 Uhr, der Vortrag in einzelnen Passagen, jeweils &uuml;bersetzt von dem Dolmetscher, und unterst&uuml;tzt von einer Schauspielerin, die Textausz&uuml;ge aus der russischen Buchausgabe vortr&auml;gt. Wie schon in Nischni Nowgorod ist der Saal vollbesetzt und es gibt wieder viele Fragen, hier allerdings keine kontroverse Diskussion.<\/p><p>Am Nachmittag bin zu einem Interview mit Vadim Rogoshin, einem Verleger und Zeitungsherausgeber verabredet. Er hat im Internet bereits einen sehr positiven Bericht &uuml;ber die Veranstaltung in der Bibliothek ver&ouml;ffentlicht. Vadim, Anfang Vierzig und recht gut informiert, stellt vor allem Fragen zur politischen Situation. Er spricht weder Deutsch noch Englisch, ich nicht Russisch, so dass wir auf einen Dolmetscher angewiesen sind. Wenn meine Antworten &uuml;bersetzt werden, nickt er mir hin und wieder freundlich zu.<\/p><p>Bei Tee und Kuchen verbringen wir zusammen mit dem Dolmetscher zwei anregende Stunden. Bevor ich mich verabschiede, empfehle ich noch alternative deutsche Medien, zum Beispiel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\">nachdenkseiten.de<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.kenfm.de\">kenfm.de<\/a>. Denn ich habe mehrmals festgestellt, dass sich an Deutschland interessierte russische Intellektuelle und Journalisten oft aus den g&auml;ngigen deutschen Mainstreammedien informieren, was zu Fehleinsch&auml;tzungen f&uuml;hren kann. RT Deutsch und Sputnik sind Ausnahmen, aber sie werden zumeist in Deutschland gelesen und weniger in Russland.<\/p><p>Zum Abschluss meines Aufenthalts in Saratow und meiner Russland-Reise l&auml;dt mich der ehemalige Minister f&uuml;r Information und Druckwesen, Andrej Kostenko, zu einem unvergesslichen Dinner ein. Auf meine Frage nach den Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen meint er, dass Maschinenbau- und chemische Unternehmen darunter leiden, nicht jedoch die Versorgung der Bev&ouml;lkerung, weil in der Wolgaregion umfangreich Landwirtschaft betrieben wird. Letzteres war mir schon an dem Salatbuffet und den &uuml;berreich gef&uuml;llten Obstschalen im Hotel aufgefallen. &Uuml;berhaupt machen die Menschen hier einen zufriedenen, bodenst&auml;ndigen Eindruck.<\/p><p>Gerade wird die Fu&szlig;g&auml;ngerzone erneuert. Am Anfang steht das gro&szlig;e Denkmal eines einheimischen Schriftstellers; in Russland werden die Schriftsteller und Dichter noch geehrt, anders als in Deutschland. Bedauerlicherweise kann ich aus terminlichen Gr&uuml;nden nicht an der Saratower Buchmesse teilnehmen, zu der auf Initiative von Wladimir Ivanov Verlage aus Moskau, Sankt Petersburg, Samara, Nischni Nowgorod, Wei&szlig;russland, Kasachstan, Tschetschenien und sogar aus der Ostukraine angereist sind.<\/p><p><strong>Ausblick und Res&uuml;mee<\/strong><\/p><p>Leider gestaltete sich die R&uuml;ckreise nach Deutschland unerwartet schwierig. Nachdem der Flug in Saratow mehr als eine Stunde Versp&auml;tung hatte und auf dem Moskauer Flughafen mein Koffer eine Stunde lang verschwunden war, verpasste ich den Anschlussflug nach Frankfurt am Main. Die n&auml;chste Maschine ging mehrere Stunden sp&auml;ter, und so verbrachte ich Stunden im Flughafenrestaurant, wo ich mit dem leitenden Mitarbeiter einer deutschen Firma f&uuml;r technische Ger&auml;te ins Gespr&auml;ch kam.<\/p><p>Als ich ihn auf die Wirtschaftssanktionen ansprach, entgegnete er erbost, sie seien eine Schande, ein Armutszeugnis f&uuml;r die deutsche Politik, vollkommen unsinnig und in erheblichem Ma&szlig;e sch&auml;digend f&uuml;r die Wirtschaft. &Uuml;ber Jahre hinweg aufgebaute Handelsbeziehungen w&uuml;rden gekappt. Da die russischen Partner kein Vertrauen mehr in die Zuverl&auml;ssigkeit der deutschen Firmen h&auml;tten, orientierten sie sich inzwischen vermehrt nach China und anderen L&auml;ndern, was zu erheblichen Verlusten f&uuml;hre. &bdquo;Dieser Vorwurf der Krim-Annexion ist nur ein Vorwand&ldquo;, meint er. &bdquo;Die USA wollen die Zusammenarbeit deutscher Firmen mit Russland ganz offensichtlich verhindern.&ldquo;<\/p><p>Ankunft am Frankfurter Flughafen endlich gegen 22.00 Uhr. Gep&auml;ckausgabe, Shuttlebus vom Termin 2 zum Terminal 1, Fernbahnhof. Aber nach der Privatisierung der Bahn und der Ausd&uuml;nnung der Nachtverbindungen, ging der n&auml;chste Zug in den Norden vom Frankfurter Hauptbahnhof erst um 3.49 Uhr. Wartes&auml;le, wie fr&uuml;her, gibt es auf deutschen Bahnh&ouml;fen nicht mehr, und so blieb nur eine Gastst&auml;tte. Schlie&szlig;lich kam ich gegen sieben Uhr zu Hause in G&ouml;ttingen an, todm&uuml;de, aber froh, alles unbeschadet &uuml;berstanden zu haben.<\/p><p>Alles in allem wirklich eine spannende, abenteuerliche und h&ouml;chst informative Reise. Allerdings mit einem sehr bitteren Wermutstropfen: Fl&uuml;ge und Bahnfahrten sowie meine Spesen hatte ich selber zu bezahlen, zumeist auch die Hotel- und Taxikosten und nicht zuletzt einige der recht hohen Honorare f&uuml;r die &Uuml;bersetzer. Das war urspr&uuml;nglich anders vereinbart worden, aber offensichtlich fehlte es an Mitteln. Vielleicht machten sich auch hier die Sanktionen bemerkbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einladung kam von der Priwolzhkaja-Buchkammer aus Saratow und dem Moskauer Rosspen-Verlag, in dem die russische Ausgabe meines Buches &bdquo;<em>Die Eroberung Europas durch die USA<\/em>&ldquo; erschienen ist. Das Buch wird von der Leserschaft in Russland recht gut angenommen. Kein Wunder, ich vertrete die Ansicht, dass der neuerliche West-Ost-Konflikt von der westlichen Allianz unter F&uuml;hrung der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35363\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20],"tags":[1426,1268,466,915,1367,259,260,1556,1019],"class_list":["post-35363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","tag-hegemonie","tag-kalter-krieg","tag-nato","tag-putin-wladimir","tag-ruestungsausgaben","tag-russland","tag-ukraine","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35363"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49117,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35363\/revisions\/49117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}