{"id":35395,"date":"2016-10-14T08:27:17","date_gmt":"2016-10-14T06:27:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395"},"modified":"2016-10-14T08:27:17","modified_gmt":"2016-10-14T06:27:17","slug":"hinweise-des-tages-2732","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h01\">Karlsruhe: CETA ja, aber&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h02\">Bundesregierung schr&auml;nkt Sozialhilfe f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h03\">Schummeln die Krankenkassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h04\">Weg mit PEPP: Privatisierung und &Ouml;konomisierung in Krankenh&auml;usern verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h05\">Sanktionen treffen die Schw&auml;chsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h06\">Arbeitslosigkeit, Armut und Tristesse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h07\">TUIfly: Erfolgreiches Sickout schockt Transportbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h08\">&laquo;Alte kassieren! Junge zahlen nur drauf!&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h09\">Eine gef&auml;hrliche Blamage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h10\">Erledigt: Justiz im Dauerstress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h11\">Kein Asyl f&uuml;r gefl&uuml;chtete t&uuml;rkische Milit&auml;rs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h12\">Das heimliche Basteln an der deutschen Obergrenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h13\">Kampagnenjournalismus aktuell: Wie der Mainstream versucht, Sahra Wagenknecht zu demontieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h14\">Zu guter Letzt: Leiter der JVA Leipzig: &ldquo;Wir konnten ja nicht ahnen, dass ein Selbstmordattent&auml;ter selbstmordgef&auml;hrdet ist&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Karlsruhe: CETA ja, aber&hellip;<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) unter Auflagen vorl&auml;ufig gebilligt. Die Bundesregierung kann das Abkommen unterzeichnen, wenn sichergestellt ist, dass Deutschland aus CETA wieder aussteigen kann, falls es dazu durch ein sp&auml;teres Karlsruher Urteil gezwungen wird. Dies entschieden die Richter in ihrem Urteil von Donnerstagmorgen. Dazu kommen laut der Eilentscheidung weitere Ma&szlig;gaben f&uuml;r die vorl&auml;ufige Anwendung des Abkommens.<br>\nSo m&uuml;sse unter anderem gew&auml;hrleistet werden, dass das oberste CETA-Gremium, der gemischte Ausschuss, kein Eigenleben entwickle, teilte Gerichtspr&auml;sident Vo&szlig;kuhle am Donnerstag in Karlsruhe mit. Der zentrale Ausschuss m&uuml;sse demnach demokratisch r&uuml;ckgebunden werden. Kritiker hatten das fehlende Mitspracherecht f&uuml;r B&uuml;rger moniert.<br>\nEine dritte Ma&szlig;gabe verlangt, dass vorerst nur die Teile von CETA anwendbar sind, die in die EU-Zust&auml;ndigkeit fallen. Alle diese Vorgaben m&uuml;sse die Bundesrepublik v&ouml;lkerrechtlich verbindlich erkl&auml;ren, hei&szlig;t es in dem Urteil. Dagegen d&uuml;rfen die Teile, die in die Zust&auml;ndigkeit der Nationalstaaten fallen, nicht angewandt werden. Dazu z&auml;hlen etwa Fragen des geistigen Eigentums, des Seeverkehrs und der Streitbeilegung.<br>\nDamit kann das CETA-Abkommen wie geplant am 27. Oktober auf dem EU-Kanada-Gipfel in Br&uuml;ssel unterzeichnet werden. Die Bundesregierung muss aber daf&uuml;r sorgen, dass die besagten Bedingungen eingehalten werden. Das Urteil sagt jedoch noch nichts &uuml;ber die Erfolgsaussichten der mit den Eilantr&auml;gen verbundenen Verfassungsbeschwerden aus. &Uuml;ber sie will das Gericht zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt im Detail verhandeln. Ein Stopp von CETA ist also immer noch m&ouml;glich. Im Eilverfahren hatten die Richter nur zu pr&uuml;fen, ob in der Zwischenzeit nicht wiedergutzumachende Nachteile entstehen. &Uuml;ber die Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerden sagt das Urteil noch nichts aus.<br>\nVorgesehen ist, dass CETA nach der Unterzeichnung in Teilen bereits vorl&auml;ufig in Kraft treten kann, noch ehe der Bundestag und die Parlamente der anderen EU-Staaten zugestimmt haben. Die Kl&auml;ger wollten erreichen, dass die Verfassungsrichter der Bundesregierung untersagen, diesem Verfahren bei einem Treffen der EU-Handelsminister am 18. Oktober zuzustimmen. (Az. 2 BvR 1368\/16 u.a.)<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1028565.karlsruhe-ceta-ja-aber.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2016\/bvg16-071.html;jsessionid=DD63ECFED134A619C84B03962E568100.2_cid394\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<p><strong>Dazu: Teilerfolg in Karlsruhe<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat zwar unseren Eilantrag abgelehnt, der Bundesregierung aber gleichzeitig hohe Auflagen f&uuml;r ihre Zustimmung zur vorl&auml;ufigen Anwendung von CETA gemacht. Das ist ein Teilerfolg f&uuml;r uns Kl&auml;ger und ein Armutszeugnis f&uuml;r die Bundesregierung. Es bedurfte erst der Ma&szlig;gaben durch das Bundesverfassungsgericht, um Bundeswirtschaftsminister Gabriel dazu zu bringen, Selbstverst&auml;ndlichkeiten zu CETA unmissverst&auml;ndlich klarzustellen&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Ernst weiter: &bdquo;Die Auflagen aus Karlsruhe bedeuten, dass die Bestimmungen von CETA in zentralen Bereichen keine Frage der Interpretation bleiben. Erstens: Nur jene Bereiche des Abkommens, die unstrittig in der Zust&auml;ndigkeit der EU liegen, d&uuml;rfen vorl&auml;ufig angewendet werden. Ausgenommen ist also mitnichten nur der Investitionsschutz, wie es die Bundesregierung wollte. Auch Regelungen zum Seeverkehr, der Anerkennung von Berufsqualifikationen und zum Arbeitsschutz fallen in die Kompetenz der Mitgliedstaaten und bed&uuml;rfen einer vorherigen Abstimmung in den nationalen Parlamenten. Zweitens: Beschl&uuml;sse des gemischten CETA-Ausschusses d&uuml;rfen nur in Kraft treten, wenn auch alle EU-Mitgliedstaaten zustimmen. Drittens: Deutschland muss auch im Alleingang aus der vorl&auml;ufigen Anwendung aussteigen k&ouml;nnen. Das ist deshalb wichtig, weil erst im Hauptsacheverfahren entschieden wird, ob Teile von CETA grundgesetzwidrig sind. Die Verfassungsrichter halten das durchaus f&uuml;r m&ouml;glich, diese Frage war jedoch nicht Gegenstand des jetzigen Verfahrens.<br>\nDas Thema CETA wurde damit erstmal vertagt, vom Tisch ist es noch lange nicht. Der Protest der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger muss und wird weitergehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/teilerfolg-in-karlsruhe\/\">Linksfraktion<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nun hat Sigmar Gabriel angek&uuml;ndigt, die Bedingungen zu erf&uuml;llen, sei ja gar kein Problem. Er ging sogar noch weiter und behauptete, dass die formulierten Auflagen des Gerichts Selbstverst&auml;ndlichkeiten seien, die im Geist des CETA-Abkommens schon irgendwie vorhanden w&auml;ren. Wir d&uuml;rfen also gespannt sein, welches Kunstst&uuml;ck der SPD-Chef und Wirtschaftsminister in kurzer Zeit vollbringen wird. Eines hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aber schon jetzt gezeigt: Die Bef&uuml;rchtungen der Kl&auml;ger, dass CETA zu Einschr&auml;nkungen demokratischer Rechte f&uuml;hrt, sind berechtigt und nicht blo&szlig; Einbildung, wie Gabriel immer wei&szlig;machen wollte. W&auml;re das n&auml;mlich so, h&auml;tte Karlsruhe die Klagen schon jetzt als offenkundig unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wir k&ouml;nnen weiterfahren<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161014-stuttmann_ceta.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6183\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundesregierung schr&auml;nkt Sozialhilfe f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder ein<\/strong><br>\nWer aus einem anderen EU-Land nach Deutschland zieht und keine Arbeit annimmt, soll k&uuml;nftig erst nach f&uuml;nf Jahren Sozialhilfe bekommen. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), der EU-Ausl&auml;nder, die in Deutschland nicht arbeiten oder nie gearbeitet haben, weitgehend von Sozialhilfeleistungen ausschlie&szlig;t. Sie sollen nur noch eine Nothilfe f&uuml;r maximal vier Wochen erhalten.<br>\nNahles erkl&auml;rte, es handele sich um eine Klarstellung, die wieder Rechtssicherheit schaffe und die Kommunen vor finanzieller &Uuml;berforderung sch&uuml;tze. Wer hier lebe, arbeite und Beitr&auml;ge zahle, habe auch Anspruch auf Sozialleistungen. Wer jedoch nie gearbeitet habe und auf staatliche Leistungen angewiesen sei, m&uuml;sse diese in seinem Heimatland beantragen. (&hellip;)<br>\nBisher steht EU-Zuwanderern ohne Arbeit nach einem halben Jahr Aufenthalt in Deutschland Sozialhilfe zu. Daf&uuml;r m&uuml;ssen die Kommunen und Landkreise aufkommen. St&auml;dte und Gemeinden hatten daher auf eine gesetzliche Neuregelung gedr&auml;ngt. Der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen St&auml;dtetags, Helmut Dedy, zeigte sich erleichtert. Das Gesetz verhindere eine Zuwanderung in die Sozialsysteme und m&uuml;sse nun rasch vom Bundestag beschlossen werden.<br>\nMit der Regelung reagiert die Bundesregierung auf Urteile des Bundessozialgerichts. Die obersten Sozialrichter hatten zwar best&auml;tigt, dass EU-B&uuml;rger keine Hartz-IV-Leistungen beanspruchen k&ouml;nnen, wenn sie zur Arbeitssuche nach Deutschland einreisen, dann aber keine Arbeit finden. Es stehe ihnen bei einem &bdquo;verfestigten Aufenthalt&ldquo; nach sechs Monaten aber Sozialhilfe zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/10\/13\/bundesregierung-schraenkt-sozialhilfe-fuer-eu-auslaender-ein\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf dieses Vorhaben der Bundesregierung unter Federf&uuml;hrung der Bundesministerin Nahles u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35327#h11\">hier<\/a> sowie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33184#h03\">hier<\/a> hingewiesen und es kritisch begleitet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: BAMF-Asylentscheidungen und Asylantr&auml;ge bis September 2016 &ndash; Ver&auml;nderungen, Abweichungen<\/strong><br>\nLaut Presseinformation des Bundesinnenministeriums vom 12. Oktober 2016 wurden im September 2016 beim BAMF (Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge) insgesamt 6.526 mehr Asylantr&auml;ge gestellt (&ldquo;76.400&rdquo;) als entschieden (&ldquo;69.874&rdquo;). Die Zahl der beim BAMF anh&auml;ngigen (noch nicht entschiedenen) Asylantr&auml;ge stieg dagegen im September 2016 um 11.835 auf 579.314. Weiter extrem angestiegen ist der lediglich &ldquo;subsidi&auml;re Schutz&rdquo;: von 1.183 Entscheidungen in den ersten neun Monaten 2015 auf 89.325 in den ersten neun Monaten 2016.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/831-bamf-asylentscheidungen-und-asylantraege-bis-september-2016-veraenderungen-abweichungen.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schummeln die Krankenkassen?<\/strong><br>\nJa, sagt der Vorsitzende der Techniker Krankenkasse. F&uuml;r viele sicher Grund genug, den Risikostrukturausgleich (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als b&uuml;rokratisches Monster mit systematischen Fehlanreizen darzustellen. Der RSA an sich ist aber ein unverzichtbares Instrument zur Steuerung gegliederter Krankenversicherungssysteme.<br>\nJens Baas, Chef der gr&ouml;&szlig;ten Krankenkasse TK (Techniker Krankenkasse) hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (9. Oktober 2016) gepetzt und eine in der Branche l&auml;ngst bekannte Schummelei &ouml;ffentlich gemacht (hier). Es sei ein Wettbewerb unter den Kassen dar&uuml;ber entbrannt, &bdquo;wer es schafft, die &Auml;rzte dazu zu bringen, f&uuml;r Patienten m&ouml;glichst viele Diagnosen zu dokumentieren.&ldquo; So werde schon mal aus einem leichten ein schwerer Bluthochdruck oder aus einer depressiven Stimmung eine echte Depression. Ein solches &bdquo;Upgrading&ldquo; im RSA k&ouml;nne 1000 Euro mehr im Jahr pro Fall bringen. Daf&uuml;r zahlten die Kassen den &Auml;rzten Pr&auml;mien, insgesamt &uuml;ber eine Milliarde Euro pro Jahr. Dieses Geld fehle f&uuml;r die Behandlung der Patienten.<br>\nSicher verfolgt Baas mit diesem gar nicht so mutigen, weil allen Insidern l&auml;ngst bekannten Hinweis eigene Interessen. Der TK hat der RSA noch nie gepasst, weil er ihr Wettbewerbsvorteile genommen hat, die sie als Kasse mit &uuml;berdurchschnittlich gut verdienenden Mitgliedern fr&uuml;her hatte. Aber es stimmt, der geltende RSA ist in dem von Baas genannten Punkt latent missbrauchsanf&auml;llig. Aber der RSA ist keineswegs das per se mit falschen Anreizen verbundene b&uuml;rokratische Monster, als das er von seine Gegnern gerne hingestellt wird (das habe ich hier begr&uuml;ndet). Gegliederte Krankenversicherungssysteme k&ouml;nnen nur mit einem solchen Instrument angemessen funktionieren, weil sonst die Risikoselektion und nicht die Versorgungsoptimierung im Fokus des Wettbewerbs steht. Das bestreitet kein ernst zu nehmender Gesundheits&ouml;konom. Deshalb gibt es einen RSA mit unterschiedlichen Auspr&auml;gungen auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern (Niederlande, Schweiz, Belgien). Sogar die private Krankenversicherung (PKV) ben&ouml;tigte einen gemeinsamen Risikopool, wenn man sie wirklich wettbewerblich gestalten w&uuml;rde, wie die Kommission zur Reform des Versicherungsvertragsrechts 2004 feststellte (hier , S. 138 ff.).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/schummeln-die-krankenkassen\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35337#h09\">k&uuml;rzlich<\/a> auf das FAS-Interview mit Herrn Baas hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weg mit PEPP: Privatisierung und &Ouml;konomisierung in Krankenh&auml;usern verhindern<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf f&uuml;r ein neues Entgeltsystem in der Psychiatrie vorgelegt, in dem sie an der von vielen Fachleuten kritisierten PEPP-Kalkulation festh&auml;lt.  &ldquo;Ohne eine &Auml;nderung des Gesetzentwurfes hinsichtlich unserer Kernforderungen wird es eine weitere &Ouml;konomisierung und Privatisierung im Krankenhausbereich geben&rdquo;, sagte Dagmar Paternoga, Mitglied der bundesweiten Attac-AG Soziale Sicherungssysteme.<br>\n&ldquo;Anfang dieser Woche haben wir deshalb einen gemeinsamen Brief mit unseren Kernforderungen an den Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages &uuml;bergeben&rdquo;, so Paternoga. Die Bundesregierung macht damit Hoffnungen zunichte, die sie noch Anfang des Jahres durch ihre Einigung mit den Fachverb&auml;nden geweckt hatte. Die Einf&uuml;hrung des von der vorigen Bundesregierung geplanten Pauschalierenden Entgeltsystems f&uuml;r Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP) schien damals nicht durchzukommen. (&hellip;)<br>\nEs wird weiterhin an der PEPP-Kalkulation festgehalten. Die Kalkulation bleibt somit diagnoseorientiert und kann den individuellen Bedarf der Patient_innen nicht abbilden, da lediglich fraktionierte Leistungen gemessen werden. Bei psychischen Erkrankungen sind aus den Diagnosen kaum Aussagen dar&uuml;ber abzuleiten, welche Form der Behandlung und wie lange individuell erforderlich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/weg-mit-pepp-privatisierung-und-oekonomisierung-in-krankenhaeusern-verhindern\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sanktionen treffen die Schw&auml;chsten<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger, die sich nicht an die Regeln halten, m&uuml;ssen drei Monate lang unterhalb des Existenzminimums leben. Wer ohne wichtigen Grund einen Termin beim Jobcenter vers&auml;umt, dem wird die Regelleistung &ndash; derzeit 404 Euro &ndash; um zehn Prozent gek&uuml;rzt. Wer ein zumutbares Arbeitsverh&auml;ltnis abbricht, muss mit einer K&uuml;rzung von 30 Prozent rechnen. Unter 25-J&auml;hrigen wird die Regelleistung sogar komplett gestrichen. &bdquo;Wiederholungst&auml;tern&ldquo; drohen noch empfindlichere Strafen: Ihnen werden auch die Kosten f&uuml;r Miete und Heizung nicht mehr erstattet. Gerechtfertigt wird das Sanktions&not;system vor allem damit, dass es den &Uuml;bergang in Besch&auml;ftigung beschleunige.<br>\nNeue Befunde des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) &bdquo;deuten nun darauf hin, dass die Sanktionsregeln nur formal f&uuml;r alle gleich sind&ldquo;. Die IAB-Forscher st&uuml;tzen sich dabei auf Statistiken der Arbeitsagentur. In einer quantitativen Analyse zeigen sie, dass Hartz-IV-Empf&auml;nger ohne oder mit niedrigem Schulabschluss h&auml;ufiger sanktioniert werden als beispielsweise Abiturienten. Indem sie das Haushaltspanel &bdquo;Arbeitsmarkt und soziale Sicherung&ldquo; hinzuziehen, k&ouml;nnen die Wissenschaftler au&szlig;erdem nachweisen, dass dies nicht an mangelnder Arbeitsmotivation oder fehlender Konzessionsbereitschaft der Geringqualifizierten liegt. Sie werden ohne statistisch erkennbaren Grund h&auml;ufiger sanktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/67545_67565.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit, Armut und Tristesse<\/strong><br>\nDeutschland ist ein reiches Land, mit einer boomenden Wirtschaft. Davon kommt allerdings im Ruhrgebiet &ndash; der ehemals wichtigen Stahl- und Kohleregion &ndash; nichts an. Hier gibt es viele bed&uuml;rftige Menschen, vor allem so viele bed&uuml;rftige Kinder, wie sonst nirgendwo in Deutschland. Und es geht seit Jahren immer mehr bergab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/bergab-im-ruhrgebiet-arbeitslosigkeit-armut-und-tristesse.1001.de.html?dram:article_id=368409\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TUIfly: Erfolgreiches Sickout schockt Transportbranche<\/strong><br>\nZu den Hintergr&uuml;nden des wilden Streiks durch Krankheit | Besch&auml;ftigte erreichen 3 Jahre Jobgarantie | FAZ und WiWo hetzen (&hellip;)<br>\nWas ein historisches Ereignis ist, l&auml;sst sich f&uuml;r Zeitgenossen oft nur schwer ermessen. Im Fall des wilden Streiks, der vom 3. bis 7. Oktober 2016 im deutschen Luftverkehr stattfand, k&ouml;nnen wir uns allerdings heute schon sicher sein, dass er Geschichte geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/tuifly-erfolgreiches-sickout-schockt-transportbranche\/\">arbeitsunrecht.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&laquo;Alte kassieren! Junge zahlen nur drauf!&raquo;<\/strong><br>\nMythen und Fakten zur Rentenpolitik. (&hellip;) In Deutschland werden die &Auml;lteren immer mehr und sie werden au&szlig;erdem auch immer &auml;lter. Das ist eine Tatsache. Eigentlich ja prima, dass wir im Durchschnitt nicht mehr mit 40 Jahren sterben wie noch vor 100 Jahren. Doch die Angst geht um: Wer soll die Rente all der 90-J&auml;hrigen k&uuml;nftig finanzieren?<br>\nWenn es um die Bev&ouml;lkerungsentwicklung geht, beherrschen Katastrophenszenarien die Diskussion: In vielen &auml;rmeren L&auml;ndern des S&uuml;dens drohe eine &laquo;Bev&ouml;lkerungsexplosion&raquo;, hei&szlig;t es dann. Damit ist gemeint, dass dort zu viele Menschen leben, die zu viele Kinder bekommen. Das Gegenteil in europ&auml;ischen L&auml;ndern: Hier w&uuml;rden zu wenig Kinder geboren, weswegen eine &laquo;demographische Zeitbombe&raquo; ticke.<br>\nUm die Rente &laquo;zukunftsfest&raquo; zu machen, ist sie in den letzten Jahren umgebaut worden. &laquo;Nachhaltigkeitsfaktor&raquo;, &laquo;Riester-Treppe&raquo;, Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre &ndash; alle &Auml;nderungen laufen auf das Gleiche hinaus: Pro Kopf zahlt der Staat schrittweise immer weniger Rente. Als Ausgleich sollen die Menschen zus&auml;tzlich privat vorsorgen und so die L&ouml;cher stopfen, die die Politik in die gesetzliche Rentenversicherung rei&szlig;t. &laquo;Privat vorsorgen&raquo; hei&szlig;t hier: Jeder muss vom oft knappen Lohn noch etwas f&uuml;rs Alter zur&uuml;cklegen. Im Klartext: Per saldo sinkt der Lohn. L&auml;nger arbeiten, weniger Rente, weniger Lohn &ndash; all das stellen Politik und ExpertInnen gern als zwangsl&auml;ufige Folge der sinkenden Geburtenrate dar. An diesem Sachzwang sollen wir auch noch selbst schuld sein &ndash; wir haben zu wenige Kinder gezeugt und geboren. Dabei stimmt beides nicht. Das Rentenproblem ist kein biologisches, sondern ein &ouml;konomisches und politisches. Und daher geht es nicht um Sachzw&auml;nge, sondern um Verteilungsfragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/40003\/alte-kassieren-junge-zahlen-nur-drauf.html\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette Studie kann <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/Argumente\/lux_argu_7_Rentenpolitik.pdf\">hier<\/a> nachgelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine gef&auml;hrliche Blamage<\/strong><br>\nDie Erbschaftsteuer schreibt Privilegien reicher Familiendynastien fest &ndash; und keine Partei au&szlig;er der Linken ist dagegen. Ein Armutszeugnis.<br>\nGesetze wie dieses gef&auml;hrden den sozialen Zusammenhalt in Deutschland: Der Bundesrat beschlie&szlig;t am Freitag eine Reform der Erbschaftsteuer, die auf groteske Weise Privilegien &auml;u&szlig;erst reicher Familiendynastien festschreibt. Wer einen Konzern erbt, der hohe Millionenbetr&auml;ge wert ist, wird auch in Zukunft keinen Cent Erbschaftsteuer bezahlen. Unternehmers&ouml;hne und -t&ouml;chter bleiben also steuerfrei, w&auml;hrend zum Beispiel ein Erbe aus der oberen Mittelschicht, der drei H&auml;user vermacht bekommt, selbstverst&auml;ndlich Steuern zahlt. Das ist nichts anderes als Politikversagen. Die Erbschaftsteuer ist einer der wenigen Hebel, mit denen sich Reichtum fairer verteilen l&auml;sst. Und der eineinhalbj&auml;hrige, mit harten Bandagen gef&uuml;hrte Kampf um das Gesetz zeigt beispielhaft, wer wirkliche Macht besitzt in der Republik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Gruene-und-Erbschaftsteuer\/%215341401\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein einigerma&szlig;en erhellender Kommentar in der taz. Allerdings ist die &ldquo;Neuregelung&rdquo; der Erbschaftsteuer nicht eine &ldquo;Blamage&rdquo;, das ist Klassenkampf von oben und Postdemokratie. Die deutsche Oligarchie hat die Politik fest im Griff. Das j&auml;mmerlichste Auftreten dabei hat wieder einmal die SPD, deren neoliberale Metamorphose man als abgeschlossen betrachten kann, wenn sie ein Gesetz aktiv mitgestaltet, welches allein die Verm&ouml;gensmehrung des obersten 0,1 Prozent zum Ziel hat. Dazu ein Auszug aus dem Erfurter Programm der SPD von 1891. Lang war der Weg.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands k&auml;mpft also nicht f&uuml;r neue Klassenprivilegien und Vorrechte, sondern f&uuml;r die Abschaffung der Klassenherrschaft und Klassen selbst und f&uuml;r gleiche Rechte und Pflichten aller ohne Unterschied des Geschlechts oder der Abstammung. Von diesen Anschauungen ausgehend bek&auml;mpft sie in der heutigen Gesellschaft nicht blo&szlig; die Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung der Lohnarbeiter, sondern jede Art von Ausbeutung und Unterdr&uuml;ckung, richte sie sich gegen eine Klasse, eine Partei, ein Geschlecht oder eine Rasse.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erledigt: Justiz im Dauerstress<\/strong><br>\nIm europ&auml;ischen Ranking der Besoldung l&auml;ge Deutschland auf einem der letzten Pl&auml;tze, knapp vor Armenien oder Albanien, beklagen Mitglieder des Deutschen Richterbundes. In der 45-min&uuml;tigen Dokumentation ist es den Autoren Gesine Enwaldt und Holger Trzeczak gelungen, mit der Kamera tief einzusteigen in den Arbeitsalltag deutscher Richter.<br>\nUnabh&auml;ngige Justiz? Dritte S&auml;ule der Demokratie? So steht es seit 1949 im Grundgesetz. Tats&auml;chlich aber folgt die Politik bis heute diesem Anspruch nur auf dem Papier. Stattdessen wird die Richterschaft am G&auml;ngelband des Geldes gehalten. Das hat Folgen. Eine Gerichtsbarkeit, die unter den Sparvorgaben der 16 Justizminister &auml;chzt, Personalnot in den Gerichtsgesch&auml;ftsstellen, falsche Software-Entscheidungen, &uuml;berlange Verfahren, weil die Aktenberge bedrohlich wachsen.<br>\n2000 Richterstellen fehlen in Deutschland, beziffert die Neue Richtervereinigung das Defizit. Ein Mangel, der hohe Krankenst&auml;nde bis zu zehn Prozent wie in Hamburg nach sich zieht. Burnout ist eine verbreitete Krankheit und gleichzeitig ein Tabuthema im Justizapparat. Auf all diese Missst&auml;nde weisen engagierte Richter auf Fachtagungen schon seit l&auml;ngerem hin. Offen aufbegehrt haben sie bislang nicht.<br>\n&ldquo;Es ist immer so: Der Sparzwang geht entweder zu Lasten der Richter oder zu Lasten der Rechtssuchenden&rdquo;, bringt es ein Amtsdirektor auf den Punkt. Die politischen Entscheider zeigen kaum Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Richter und die Rechtsuchenden, die in &uuml;berlangen Verfahren verzweifelt auf ein Urteil warten und Gerechtigkeit erhoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/erledigt\/1156009?datum=2016-10-13\">Phoenix<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kein Asyl f&uuml;r gefl&uuml;chtete t&uuml;rkische Milit&auml;rs<\/strong><br>\nSieben der acht nach dem Putsch im Juli per Milit&auml;rhubschrauber nach Griechenland geflohenen Milit&auml;rs haben nach Abschluss der ersten Stufe des griechischen Asylverfahrens kein Asyl in Griechenland erhalten. Einer der Gruppe bekam seinen ablehnenden Bescheid bereits am 21. September.<br>\nDie Offiziere waren in einer Aufsehen erregenden Aktion nach dem Putsch per Hubschrauber &uuml;ber die Grenze nach Griechenland geflogen. Sie hatten s&auml;mtliche Aufzeichnungen aber auch die Black-Box des Hubschraubers vernichtet. Umgehend hatte die T&uuml;rkei mit diplomatischem Druck und Drohungen die Auslieferung verlangt. Der Helikopter wurde den T&uuml;rken &uuml;bergeben. Die um Asyl bittenden Offiziere wurden zun&auml;chst hinsichtlich ihres &ldquo;illegalen Grenz&uuml;bertritts&rdquo; und der Verletzungen der Luftfahrtregeln von der Justiz mild behandelt. Sie blieben jedoch wegen der auch in Griechenland gegen ihr Leib und Leben bestehenden Gefahr in Schutzhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49679\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das heimliche Basteln an der deutschen Obergrenze<\/strong><br>\nSie ist das Streitthema zwischen CDU und CSU: die Obergrenze. Seit Monaten fetzen sich die christlichen Schwesterparteien dar&uuml;ber, ob eine gesetzliche Begrenzung f&uuml;r die Annahme von Asylbegehren eingef&uuml;hrt werden soll. Und dies, obwohl es wegen der Schlie&szlig;ung der Balkanroute und des EU-T&uuml;rkei-Deals kaum noch Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland schaffen. CDU-Chefin Angela Merkel will die Obergrenze auf keinen Fall, hat sie sogar als grundgesetzwidrig bezeichnet. CSU-Chef Horst Seehofer besteht jedoch auf einer Festlegung und hat auch eine Zahl genannt: 200.000 Asylbewerber im Jahr. Mehr nicht.<br>\nNach au&szlig;en wirkt der Streit vollkommen verfahren, doch hinter den Kulissen kommt gerade Bewegung in die Verhandlungen. Die beiden Parteivorsitzenden haben das Aushandeln eines Kompromisses delegiert. F&uuml;r die CDU verhandelt Peter Altmaier, f&uuml;r die CSU Karolina Gernbauer. Karolina wer?<br>\nW&auml;hrend Altmaier als Kanzleramtschef und regelm&auml;&szlig;iger Talkshowgast bekannt ist, wirkt die 53-j&auml;hrige Niederbayerin im Verborgenen. Sie ist die Amtschefin der bayerischen Staatskanzlei. Dieser Posten ist nicht zu verwechseln mit der politischen Leitung der Staatskanzlei, die dem Staatsminister f&uuml;r Bundesangelegenheiten Marcel Huber obliegt. Gernbauer ist Beamtin &ndash; die oberste Bayerns, die mit Besoldungsklasse B10 (rund 12.280 Euro im Monat) auch besser bezahlt wird als fast jeder andere Staatsdiener im Freistaat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article158692230\/Das-heimliche-Basteln-an-der-deutschen-Obergrenze.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kampagnenjournalismus aktuell: Wie der Mainstream versucht, Sahra Wagenknecht zu demontieren<\/strong><br>\nIn langen Debattenbeitr&auml;gen versuchen Vertreter des Mainstreams immer wieder, den Vorwurf der eigenen Voreingenommenheit und Einseitigkeit zu entkr&auml;ften. Ein Blick auf den Umgang mit Sahra Wagenknecht zeigt, wie hoffnungslos dieses Unterfangen ist. Manipulation in Mainstreammedien ist lediglich ein Mythos, wer &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; sagt, outet sich damit als ein verwirrter Spinner, der einfach die Realit&auml;t nicht anerkennen will. Zu glauben, deutsche Redaktionen w&uuml;rden in politisch relevanten Bereichen eine bestimmte Linie verfolgen, ist nur die Folge der eigenen paranoiden St&ouml;rung. Und schlie&szlig;lich: Wer postuliert, im Mediensystem neigen die etablierten Kr&auml;fte &ndash; wie in jedem anderen sozialen Feld auch &ndash; dazu, die eigene Hegemonie aufrechtzuerhalten, bezieht sich damit nicht etwa auf den legend&auml;ren franz&ouml;sischen Soziologen Pierre Bourdieu, sondern ist lediglich ein Verschw&ouml;rungstheoretiker.<br>\nEin nicht unwesentlicher Teil des deutschen Medienbetriebes arbeitet unerm&uuml;dlich daran, die oben zusammengef&uuml;hrten Deutungsmuster in Umlauf zu bringen und aufrechtzuhalten. Dabei entstehen viele schlaue Artikel, mindestens genauso viele schlaue Menschen treffen sich zu Podiumsdiskussionen oder halten Vortr&auml;ge zu diesem Thema. Mediendiskurs hatte schon immer einen besonders elit&auml;ren und intellektuellen Anstrich. Die Gefahr, dass die Diskutanten sich in ihre eigenen Gedanken verlieben und bald g&auml;nzlich vergessen haben, wieso sie &uuml;berhaupt zur Debatte zusammengekommen sind, ist dabei &uuml;beraus hoch.<br>\nDas w&auml;re alles durchaus vertretbar, wenn die Mainstreammedien nicht zeitgleich beweisen w&uuml;rden, dass die Vorw&uuml;rfe der Verdrehungen, der Manipulation, der Auslassung und eben oft auch der L&uuml;ge mehr als berechtigt sind. In besonderem Ma&szlig;e belegt dies der mediale Umgang mit der Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht. Wagenknecht st&ouml;rt. Auch &uuml;ber ihre Parteigrenzen hinweg gilt die 47-J&auml;hrige als kompetente politische Kraft, deren Argumente sich lohnen, geh&ouml;rt zu werden. Fr&uuml;here plumpe Diffamierungsversuche seitens des Axel Springer-Verlages mit dem Inhalt &bdquo;Hier isst Kommunisten-Sahra Hummer&ldquo;, sind kl&auml;glich gescheitert.<br>\nMit einem ganzen Arsenal von Diskreditierungsversuchen bem&uuml;ht sich der Mainstream nun erneut, Wagenknecht in Misskredit zu bringen. Die erste Vorlage daf&uuml;r bot ein Doppelinterview, welches die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) mit der Linken und der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry f&uuml;hrte. Streitgespr&auml;che sind ein &uuml;bliches Format des Journalismus, um gegens&auml;tzliche Positionen m&ouml;glichst klar erkennbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/41866-kampagnenjournalismus-aktuell-wie-mainstream-versucht\/\">Florian Hauschild auf RT deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Frauke Wagenknecht? Sahra Petry?<\/strong><br>\nLinks und rechts, das war mal, ist veraltet. Besser noch: Es ist eigentlich dasselbe. Massentauglich wurde diese Einsch&auml;tzung, als immer montags Leute zur Friedensdemo aufbrachen und in deren Umfeld sich politisch suspekte Personen einstellten. Selbst der Initiator der Montagsmahnwachen hielt links und rechts f&uuml;r &uuml;berkommen &ndash; und dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r verkommen. Nennenswerte Unterschiede zwischen den Richtungen wollte er nicht feststellen. Diverse Bundesregierungen leisteten gute Vorarbeit, &uuml;ber Jahre hinweg setzten sie rechten Terror mit linken Sachbesch&auml;digungen gleich und taten so, als sei Extremismus, ganz gleich woher stammend, immer dieselbe Chose. Und so war es letztlich folgerichtig, dass Pegida auch zu dieser Haltung kommen musste. Besorgte B&uuml;rger &auml;u&szlig;ern sich von jeher in dieser Form und br&uuml;llen was von &raquo;Lechts und Rinks&laquo; in die Mikros und man m&uuml;sse diese ollen Kategorien &uuml;berwinden, betonen aber gleichzeitig, dass sie bestimmt keine Rechten seien. Versprochen! Sie k&ouml;nnen halt nur die &raquo;gr&uuml;n-rot versiffte Politik&laquo; (Pirin&ccedil;ci) im Lande nicht leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1028567.frauke-wagenknecht-sahra-petry.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Leiter der JVA Leipzig: &ldquo;Wir konnten ja nicht ahnen, dass ein Selbstmordattent&auml;ter selbstmordgef&auml;hrdet ist&rdquo;<\/strong><br>\nLeipzig (dpo) &ndash; Nach dem Selbstmord des mutma&szlig;lichen IS-Terroristen Jaber Albakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig herrscht bei den Beh&ouml;rden gro&szlig;e Betroffenheit. In einer Pressekonferenz erkl&auml;rte nun der Leiter der Anstalt, es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass bei einem mutma&szlig;lichen Selbstmordattent&auml;ter wie Albakr mit einem Selbstmord zu rechnen gewesen sei.<br>\n&ldquo;Puh, also da sind wir jetzt wirklich alle baff&rdquo;, erkl&auml;rte JVA-Leiter Rolf Jacob. &ldquo;Wir konnten ja nicht ahnen, dass einem Selbstmordattent&auml;ter so wenig an seinem Leben liegt, dass er sogar bereit ist, ein Mordattentat auf sich selbst durchzuf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nBis zu seinem Freitod habe der Terrorist noch lebensfroh und zufrieden einen Hungerstreik begonnen, eine Lampe zerst&ouml;rt und eine Steckdose manipuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/10\/jva-leipzig.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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