{"id":35412,"date":"2016-10-14T16:24:17","date_gmt":"2016-10-14T14:24:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412"},"modified":"2016-10-14T16:24:17","modified_gmt":"2016-10-14T14:24:17","slug":"hinweise-des-tages-ii-268","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h01\">Bund und L&auml;nder einigen sich &uuml;ber Finanzbeziehungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h02\">&ldquo;Vor Fehleinsch&auml;tzungen ist niemand sicher&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h03\">Zweite Chance zur gerechten Erbschaftssteuer vertan: Gigantische Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h04\">Butterwegge: Grundeinkommen w&auml;re Ende des Sozialstaats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h05\">G 10-Kommission ist im Organstreitverfahren nicht parteif&auml;hig und scheitert daher mit dem Antrag auf Herausgabe der NSA-Selektorenlisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h06\">Die Rechnung, bitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h07\">Beteiligte haben &ldquo;sehr wenig auf die Zukunft der Mitarbeiter geschaut&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h08\">H&amp;M beutet weiter aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h09\">Die Mitte als Wille und Vort&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h10\">Antwort an Josef Kraus und Manfred Spitzer: Das M&auml;rchen von der digitalen Bildungskatastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h11\">Studenten sollen Milliardenl&ouml;cher an den Unis stopfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h12\">Pl&ouml;tzlich kriminell?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h13\">Die untersch&auml;tzte deutsche Kolonialgeschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h14\">Obamas Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h15\">Hillary Clintons Erinnerungsl&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h16\">Sarkozys radikale Anti-Terror-Rhetorik zieht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h17\">Mit den AWACS im Syrien-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h18\">KenFM im Gespr&auml;ch mit: Willy Wimmer (&bdquo;Die Akte Moskau&ldquo;)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35412#h19\">Das Letzte: Ja, wir Journalisten haben Russland unfair behandelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bund und L&auml;nder einigen sich &uuml;ber Finanzbeziehungen<\/strong><br>\nDer Kompromiss f&uuml;r die Neuordnung der Bund-L&auml;nder-Finanzen steht im Grundsatz, Details werden weiter verhandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/bund-laender-finanzen-einigung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und genau auf die &bdquo;Details&ldquo; kommt es an. Stattdessen reden alle &uuml;ber die Einigung beim L&auml;nderfinanzausgleich. Die Geberl&auml;nder freuen sich, allen voran Bayern. Seehofer bezeichnet das Ergebnis sogar als <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/finanzpakt-seehofer-einigung-bei-laenderfinanzen-wichtigster-erfolg-meiner-gesamten-laufbahn-1.3205203\">wichtigsten Erfolg seiner gesamten Laufbahn<\/a>. Eine bewusste &Uuml;bertreibung, um von den &bdquo;Details&ldquo; abzulenken, die inzwischen klar sind. So wird es die bef&uuml;rchtete Bundesfernstra&szlig;engesellschaft geben, um Autobahnen k&uuml;nftig privatisieren zu k&ouml;nnen. Die L&auml;nder werden ihre Kompetenzen an den Bund abtreten. Dieser Punkt war Bundesfinanzminister Sch&auml;uble augenscheinlich wichtiger, als die H&ouml;he des Bundeszuschusses zum L&auml;nderfinanzausgleich.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Trassen als Tauschmasse<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verfolgt mit Hochdruck ihr Ziel, Autobahnen mit der Gr&uuml;ndung einer Bundesfernstra&szlig;engesellschaft zu privatisieren. Das geht aus einem 15-Punkte-Papier des Bundesfinanzministeriums (BMF) hervor, das der taz vorliegt. [&hellip;]<br>\nPunkt eins im Verhandlungspapier: &bdquo;Reform der Bundesauftragsverwaltung mit Schwerpunkt Bundesautobahnen und &Uuml;bernahme in die Bundesverwaltung (&uuml;brigen Bundesfernstra&szlig;en optional)&ldquo;. Es &bdquo;soll eine unter staatlicher Regelung stehende privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft eingesetzt werden. Dazu entsprechende Erm&auml;chtigungen in Art 90 GG. Eckpunkte f&uuml;r Ausgestaltung sind festzulegen&ldquo;.<br>\nDie L&auml;nder m&uuml;ssten also die Hoheit &uuml;ber die Verwaltung der Bundesfernstra&szlig;en abgeben, die neue zentralisierte Beh&ouml;rde k&ouml;nnte ohne Umwege Filetst&uuml;cke der Infrastruktur privatisieren. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte den Versicherungskonzernen genau diese Anlagem&ouml;glichkeit versprochen. Und daf&uuml;r ist eine &Auml;nderung des Artikel 90 des Grundgesetzes n&ouml;tig. Das Bundesverkehrsministerium hat diese bereits ausgearbeitet, h&auml;lt die Pl&auml;ne bislang aber unter Verschluss. F&uuml;r das Gutachten wurde eine private Kanzlei beauftragt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5344409\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Vor Fehleinsch&auml;tzungen ist niemand sicher&rdquo;<\/strong><br>\nDer Spagat zwischen einer menschenw&uuml;rdigen Unterbringung und besonderen Sicherungsma&szlig;nahmen sei allt&auml;glich, sagte Joe Bausch, Arzt in der JVA Werl, im DLF. Es gebe Hunderte Insassen, die als selbstmordgef&auml;hrdet g&auml;lten. Es sei jedoch &ldquo;etwas verwunderlich&rdquo;, dass man al-Bakr in seiner Zelle gelassen habe. [&hellip;]<br>\nBausch: Es braucht schon Hinweise f&uuml;r eine akute Suizidalit&auml;t, um jemanden dort unterzubringen, und nicht ohne Grund ist es so, dass die Unterbringung eines Insassen in so einem besonders gesicherten Haftraum sp&auml;testens nach drei Tagen an das Ministerium gemeldet werden muss, weil das ist in gewisser Weise ein Ausnahmetatbestand. Sie k&ouml;nnen sich erinnern, dass noch Thomas Middelhoff vor einigen Monaten an die Presse ging und gesagt hat, ich bin hier wochenlang irgendwo immer wieder nachts &uuml;ber den Spion betrachtet worden, das war menschenunw&uuml;rdig, das war Folter. Da gab es auch viele, die gesagt haben, das darf doch nicht sein, das ist doch nicht m&ouml;glich. Und dieser Spagat zwischen einer menschenw&uuml;rdigen Unterbringung, einer menschenw&uuml;rdigen Behandlung und der Sicherheit, das ist ein t&auml;glicher Spagat, den wir dort machen, und das ist ein Spagat &uuml;ber eine Rasierklinge manchmal, gar keine Frage.<br>\nZerback: Nun wurde ja anders entschieden, unter anderem auch, weil die Psychologin, die ihn begutachtet hat, dazu geraten hat. Jetzt haben wir erfahren, dass diese Psychologin keine Erfahrung mit Terroristen hat. H&auml;tte man da jemanden organisieren m&uuml;ssen, der solche Erfahrungen hat, und wie einfach ist das &uuml;berhaupt?<br>\nBausch: Zun&auml;chst mal muss man sagen, wer hat denn viel Erfahrung mit Terroristen. Als ich anfing, hatten wir RAF-Terroristen, und die haben uns vor gro&szlig;e Probleme gestellt. An denen haben wir auch ein St&uuml;ck weit gelernt. Aber es gibt heute wissenschaftlich gesehen auch keine, sage ich mal, belegbaren wissenschaftlichen Daten und Untersuchungen &uuml;ber Selbstradikalisierte mit islamistischem Hintergrund. Das ist irgendwo nicht so ganz einfach und ich denke, so eine Entscheidung oder so eine Einsch&auml;tzung trifft ja niemand leichtfertig. Eher ist es so, dass jemand Unerfahrenes eher dazu neigt, die Sicherungsma&szlig;nahmen anzusetzen, weil er geht auf Nummer sicher und mit dem Hintern an die warme Heizung, und jeder wartet darauf, dass dann irgendjemand Erfahreneres die Kohlen aus dem Feuer holt. Das ist eigentlich die allt&auml;gliche Erfahrung seit vielen Jahren. Warum das so nicht gemacht worden ist, da bin ich nat&uuml;rlich &uuml;berfragt.<br>\nZerback: Wie ist denn Ihre Einsch&auml;tzung? War das nur blau&auml;ugig, oder w&uuml;rden Sie da auch von Justizversagen sprechen?<br>\nBausch: Was hei&szlig;t Justizversagen? Wir haben jeden Tag in Deutschland Hunderte von Insassen, die selbstmordgef&auml;hrdet sind oder als solches gelten. Wir machen alles Erdenkliche, um diese Suizidhandlungen, ob ernst zu nehmend oder nicht ernst zu nehmend, dass das m&ouml;glichst verhindert wird. Das gelingt uns nicht in allen F&auml;llen. Sie wissen vielleicht, dass knapp 100 Insassen sich j&auml;hrlich in deutschen Gef&auml;ngnissen umbringen, die meisten in der Untersuchungshaft-Situation, weil da die Belastung am gr&ouml;&szlig;ten ist. Das wei&szlig; man, dem versucht man, gerecht zu werden. Aber ich kann Ihnen sagen: Das ist so der g&auml;ngige Satz, den es im Gef&auml;ngnis gibt, dass man sagt: Wenn es jemand wirklich ernsthaft vor hat und das vor hat durchzuziehen, dann macht er das, dann schafft er das fr&uuml;her oder sp&auml;ter. Nat&uuml;rlich verstehe ich, dass es wahnsinnig &auml;rgerlich ist f&uuml;r die Ermittlungsbeh&ouml;rden, dass sie sagen, jetzt haben wir einen Verd&auml;chtigen, von dem h&auml;tten wir gerne noch mehr geh&ouml;rt und so weiter und so fort. Das ist &auml;rgerlich. Aber jetzt einfach mal zu behaupten, dass es ein Versagen der Justiz gab, das kann ich aus der Ferne gar nicht sagen. Da m&uuml;sste man gucken, wie oft ist der abgesucht worden, gab es irgendwelche Hinweise, die h&auml;tten gesehen werden m&uuml;ssen, wer hat davon erfahren, wurde das kommuniziert, wie wurde dar&uuml;ber beraten. Das sind so Fragen, die ich hier stelle, und die sollte man auch erst mal abwarten, finde ich, um dann erst mal jemanden ans Kreuz zu nageln. Man sieht diesen Leuten nur vor den Kopf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fall-al-bakr-vor-fehleinschaetzungen-ist-niemand-sicher.694.de.html?dram:article_id=368533\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zum Tode Dschaber al-Bakr: Was wusste der Verfassungsschutz?<\/strong><br>\nNach dem Suizid des 22j&auml;hrigen Syrers Dschaber al-Bakr in Untersuchungshaft wird nun, zurecht und notwendiger Weise, partei&uuml;bergreifend Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Herg&auml;nge in der Haftanstalt Leipzig gefordert. Dabei geraten jedoch andere, dr&auml;ngende Fragen in den Hintergrund, beispielsweise zur Rolle der Verfassungsschutz&auml;mter in Sachsen und im Bund, so die Mitglieder des Parteivorstandes der LINKEN, Luise Neuhaus-Wartenberg und Dominic Heilig. Sie erkl&auml;ren:<br>\nNach Angaben des Bundesamtes f&uuml;r den Verfassungsschutz (BfV) soll der 22j&auml;hrige Syrer einen Selbstmordanschlag auf Personenz&uuml;ge oder einen Berliner Flughafen geplant haben. Die Aufforderung zur Festnahme des potentiellen Attent&auml;ters kam allem Anschein nach vom BfV an die s&auml;chsische Polizei. Dieser entwischte al-Bakr auf fragw&uuml;rdige Art und Weise.<br>\nIm vergangenen Herbst soll der mutma&szlig;liche IS-Terrorist zweimal in die T&uuml;rkei gereist sein und sich kurzzeitig auch in der syrischen Stadt Idlib aufgehalten haben. Was wollte er dort? Zu wem hat er dort Kontakt aufgenommen? Oder: Wer hat ihn in die T&uuml;rkei geschickt bzw. war dar&uuml;ber wann informiert? Seit welchem Zeitpunkt war der Syrer auf dem Radar der Geheimdienste und vor allem, auf welchem Radar?<br>\nFestnahme-, Ermittlungs- und Durchsuchungspannen &ndash; die Unterkunft von al-Bakr in Eilenburg wurde nicht durchsucht &ndash; lassen Erinnerungen an das NSU-Debakel und das Agieren der Verfassungsschutz&auml;mter damals wach werden.<br>\nEs ist also h&ouml;chste Zeit, dass die Verfassungsschutz&auml;mter sowie die weiteren Dienste ihre Informationen zu Dschaber al-Bakr transparent machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/zum-tode-dschaber-al-bakr-was-wusste-der-verfassungsschutz\/\">Die Linke.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zweite Chance zur gerechten Erbschaftssteuer vertan: Gigantische Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nZur heutigen Verabschiedung des revidierten Erbschaftssteuergesetzes im Bundesrat kritisiert Attac vor Ort, dass auch das neue Gesetz weiterhin gigantische Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Superreiche enth&auml;lt und nichts an der zunehmend ungerechten Einkommensverteilung in Deutschland &auml;ndern wird.<br>\n&bdquo;Dieser Kompromiss erm&ouml;glicht es, Besitzern von Firmen und Eignern von gro&szlig;en Aktienpaketen weiterhin, &uuml;ber 200 Millionen Euro an die Erben zu verschenken und zu vererben, ohne einen einzigen Cent Steuern zu zahlen. Damit wird die Schere zwischen Reich und Arm weiter aufgehen!&ldquo;, erkl&auml;rt Karl-Martin Hentschel von Attac. (&hellip;)<br>\nDas neue Gesetz enth&auml;lt weiterhin gigantische Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Superreiche. Die Dimension dieser Schlupfl&ouml;cher hat eine Studie der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Recht Berlin sowie der Freien Universit&auml;t Berlin belegt. Weiterhin k&ouml;nnen selbst Unternehmensanteile im Wert von 200 Millionen Euro durch das Verschenken an minderj&auml;hrige Kinder ohne eigenes Verm&ouml;gen komplett steuerfrei weitergegeben werden. Die verfassungswidrige Bevorzugung von reichen Erben wird fast unver&auml;ndert fortgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/zweite-chance-zur-gerechten-erbschaftssteuer-vertan-gigantische-steuer-schlupfloecher-fuer-superreich\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35395#h09\">Eine gef&auml;hrliche Blamage<\/a>. Das ausgerechnet die SPD sich daf&uuml;r hergibt, ist besonders tragisch. Dieser SPD-Spitze ist offensichtlich nicht mehr zu helfen. Soziale Gerechtigkeit scheint bei diesem Personenkreis unbekannt zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Butterwegge: Grundeinkommen w&auml;re Ende des Sozialstaats<\/strong><br>\nDas bedingungslose Grundeinkommen hat viele Freunde. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge geh&ouml;rt nicht dazu. Im Vorabinterview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt gei&szlig;elt er die Idee &ndash; und fordert eine solidarische B&uuml;rgerversicherung.<br>\nAb 2017 gibt es sowohl in Finnland als auch in den Niederlanden Versuche, die Wirkung eines bedingungslosen Grundeinkommens auszutesten. Auch in Deutschland wird der Ruf danach lauter.<br>\nmakro: Die Ver&auml;nderungen in Folge der Digitalisierung und Automatisierung der Industrie sind gewaltig. Brauchen wir vor diesem Hintergrund nicht eine neue Diskussion &uuml;ber Lohn und Arbeit?<br>\nChristoph Butterwegge: Immer dann, wenn es technologische Innovationen im Sinne einer Revolution gab, wurde behauptet, dass der Gesellschaft die Arbeit ausgehe. Das war nach Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrizit&auml;t, der Roboter und der Computer so, stimmte aber nie. Heute werden die Menschen mit Schlagworten wie &ldquo;Industrie 4.0&rdquo; oder &ldquo;Digitalisierung&rdquo; hinter die Fichte gef&uuml;hrt, damit sie Angst vor dem Arbeitsplatzverlust bekommen und Reallohnverluste oder schlechtere Arbeitsbedingungen akzeptieren. Dabei fehlen im sozialen, im kulturellen, im Bildungs- und im Pflegebereich jede Menge Arbeitskr&auml;fte.<br>\nmakro: Auch in Deutschland wird der Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen lauter. Telekom-Chef H&ouml;ttges nennt ein allgemeines Grundgehalt ohne Gegenleistung &ldquo;ein faires System&rdquo; f&uuml;r die Welt von morgen. Stimmen Sie ihm zu?<br>\nChristoph Butterwegge: Nein. Was soll daran fair sein, wenn der Milliard&auml;r dieselbe Summe ausgezahlt bekommt wie der M&uuml;llwerker? Besteuert man es dem Milliard&auml;r wieder weg, ist das Grundeinkommen nicht bedingungslos, sondern an die Bedingung gekn&uuml;pft, dass keine anderen Einkommensquellen vorhanden sind. Gleiches sollte gleich und Ungleiches ungleich behandelt werden.<br>\nmakro: Die Bef&uuml;rworter des bedingungslosen Grundeinkommens finden sich in allen politischen Lagern. Vor allem aber die Liberalen argumentieren, es br&auml;chte weniger B&uuml;rokratie. W&auml;re es nicht also ein wichtiger Schritt hin zu einem &ldquo;schlanken Staat&rdquo;?<br>\nChristoph Butterwegge: Ein &ldquo;schlanker Staat&rdquo; ist das Wunschbild der Neoliberalen, die in der sozialen Gerechtigkeit nur eine Fata Morgana sehen. Wer mehr soziale Gerechtigkeit verwirklichen m&ouml;chte, ben&ouml;tigt daf&uuml;r einen starken Sozialstaat, der Hilfebed&uuml;rftige, aber nicht Wohlhabende und Reiche finanziell unterst&uuml;tzt. Um zwischen beiden Gruppen differenzieren zu k&ouml;nnen, braucht man eine staatliche B&uuml;rokratie, die nach Bedarfsgerechtigkeit strebt. W&uuml;rde ein Grundeinkommen verwirklicht, h&auml;tten die Neoliberalen ihr Hauptziel erreicht: den Sozialstaat zerschlagen und freie Bahn f&uuml;r den Markt geschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/makro\/magazin\/doks\/189268\/index.html\">3sat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>G 10-Kommission ist im Organstreitverfahren nicht parteif&auml;hig und scheitert daher mit dem Antrag auf Herausgabe der NSA-Selektorenlisten<\/strong><br>\nDie G 10-Kommission ist im Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht nicht parteif&auml;hig. Sie ist weder oberstes Bundesorgan, noch ein durch das Grundgesetz oder durch die Gesch&auml;ftsordnung mit eigenen Rechten ausgestatteter Teil des Bundestages. Dies hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts mit heute ver&ouml;ffentlichtem Beschluss entschieden und damit im Organstreitverfahren gestellte Antr&auml;ge der G 10-Kommission, die sogenannte NSA-Selektorenlisten herauszugeben oder zur Einsichtnahme bereit zu stellen, verworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2016\/bvg16-072.html\">Bundesverfassungsgericht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Rechnung, bitte<\/strong><br>\nBerlin gegen Beteiligung an der Deutschen Bank. EU sieht Unternehmensbeteiligung vor, Nationalstaaten f&uuml;rchten Ausverkauf strategischer Sektoren<br>\nDie n&auml;chste Bankenkrise liegt in der Luft. Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist abgeschmiert. In der vorigen Woche lag er auf einem Allzeittief unter zehn Euro &ndash; am Vorabend der Finanzkrise im Mai 2007 riss das Papier noch die 100-Euro-Marke. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, dass die nationalen Regierungen in der Europ&auml;ischen Union einen neuen &raquo;Bankenrettungsschirm&laquo; aufspannen. Die Bundesregierung soll sich mit der Deutschen Bank bereits &uuml;ber einen Notfallplan verst&auml;ndigt haben, demzufolge Berlin sich mit 25 Prozent am Geldhaus beteiligen soll. Ebenso war sie mit der Commerzbank verfahren, die 2009 teilverstaatlicht wurde. Doch ein Jahr vor der Bundestagswahl wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sich mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en gegen einen &raquo;Bail-in&laquo; wehren &ndash; Steuergeld f&uuml;r Zockerbanken auszugeben ist angesichts klammer &ouml;ffentlicher Kassen unpopul&auml;r: In einer Emnid-Umfrage vom 3. Oktober sprachen sich 69 Prozent der Befragten gegen eine Staatsbeteiligung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-14\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Beteiligte haben &ldquo;sehr wenig auf die Zukunft der Mitarbeiter geschaut&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gespr&auml;che zur Rettung der Supermarktkette Kaiser&rsquo;s Tengelmann sind gescheitert. Die Gr&uuml;nen-Politikerin Katharina Dr&ouml;ge macht f&uuml;r die Situation Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) und die Einzelhandelsunternehmen verantwortlich. Die h&auml;tten nur auf ihre eigenen Interessen geachtet, statt auf die Zukunft der Mitarbeiter, sagte Dr&ouml;ge im DLF. Die wettbewerbspolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Katharina Dr&ouml;ge, macht Bundeswirtschaftsminister Gabriel (SPD) teilweise verantwortlich f&uuml;r die gescheiterte Rettung von Kaiser&rsquo;s Tengelmann. Dr&ouml;ge sagte im Deutschlandfunk, im Verfahren f&uuml;r eine Ministererlaubnis f&uuml;r eine &Uuml;bernahme durch Edeka sei viel Zeit verloren gegangen. Gabriel habe daf&uuml;r viel l&auml;nger gebraucht als gesetzlich vorgesehen; und er habe gewusst, dass er eine nicht wasserdichte Entscheidung w&uuml;rde treffen m&uuml;ssen.<br>\nDie Erlaubnis wurde schlie&szlig;lich durch eine Klage von Konkurrenten gekippt. Gespr&auml;che zwischen den Supermarkt-Ketten &uuml;ber eine Rettung von Kaiser&rsquo;s Tengelmann scheiterten gestern Abend. Nun steuert das Unternehmen mit &uuml;ber 15.000 Besch&auml;ftigten auf die Zerschlagung zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kaiser-s-tengelmann-beteiligte-haben-sehr-wenig-auf-die.694.de.html?dram:article_id=368530\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>H&amp;M beutet weiter aus<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte in der Textilindustrie in Kambodscha, die H&amp;M zuarbeiten, verdienen zu wenig. Die Arbeitsbedingungen sollen miserabel sein.<br>\nTrotz gegenteiliger Absichtserkl&auml;rungen kauft der Textilh&auml;ndler H&amp;M Aktivisten zufolge immer noch in Fabriken mit sehr geringen L&ouml;hnen und schlechten Arbeitsbedingungen ein. Die durchschnittlichen Monatsgeh&auml;lter (ohne &Uuml;berstunden) bei drei Zulieferern in Kambodscha h&auml;tten 172,51 US-Dollar betragen, teilte die Kampagne f&uuml;r Saubere Kleidung mit. Dabei w&uuml;rden Arbeiter im Branchenschnitt 178 Dollar verdienten. Die Aktivisten haben Betroffene befragt.<br>\nEine andere von H&amp;M beauftragte Fabrik in dem asiatischen Land zahlte demnach Mitte 2015 mehr als die drei Konkurrenten. Da Bestellungen ausgeblieben seien, habe sie die Geh&auml;lter jedoch auf 136 Dollar gesenkt, obwohl der Mindestlohn auf 140 Dollar gestiegen sei. Dabei habe H&amp;M Fabrikbesitzern Hilfe versprochen, &bdquo;Strukturen zu entwickeln, die die Zahlung eines Lohns zum Leben erm&ouml;glichen&ldquo;, sagte Carin Leffler von der Kampagne. &bdquo;Rechtzeitige Auftragsplanung und stabile Bestellvolumen geh&ouml;ren dazu.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Vorwurf-von-Aktivisten\/!5344970\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Mitte als Wille und Vort&auml;uschung<\/strong><br>\nErst seitdem neue soziale Spaltungen drohen und die Angst auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, l&auml;uten die Alarmglocken. Die &uuml;bergreifenden Folgesch&auml;den r&uuml;cken erst ins Blickfeld, wenn sich die Legitimationsprobleme des demokratischen Kapitalismus in der Mitte versch&auml;rfen. Und w&auml;hrend man auf der Verteilungsebene die Einkommensmitte samt ihrem Angstpegel penibel vermisst, bleiben die kapitalistischen Pro&shy;duk&shy;tions&shy;for&shy;men der Ungleichheit und die Klassengesellschaft weitgehend im Dunkeln.<br>\nSiegfried Kracauer meinte &uuml;ber jene aus Wissenschaft und Feuilleton, die das Bestehende nur in moderner Form bewahren wollen: &bdquo;Seine W&auml;chter w&auml;ren in diesem Fall Schlafm&uuml;tzen und ihre Synthesen selber Ideolo&shy;gien.&ldquo; Die Schlafm&uuml;tzigkeit der soziologischen und politischen Diagnose zeigt sich heute darin, dass eine &uuml;berzeugende Analyse &uuml;ber die N&auml;he von Klassen und Schichten zur AfD nicht vorliegt. An der Studie &bdquo;Enthemmte Mitte&ldquo; ist schon der Titel irref&uuml;hrend. Er spiegelt die Ratlosigkeit vieler Mitte-Denker, denen die Bataillone weglaufen, aus Gr&uuml;nden und in Richtungen, die sie nicht genau kennen, aber f&uuml;rchten.<br>\nRatlos ist auch die Politik. Ein sozialdemokratisches Debattenorgan portr&auml;tiert die Mitte als &bdquo;die Menschen, die das Land in Gang halten&ldquo;. Von den sieben Gew&auml;hrsleuten dieser &bdquo;Mitte&ldquo; sind f&uuml;nf, also gut 70 Prozent, Selbstst&auml;ndige oder leitende Manager; ihr Anteil an allen Erwerbst&auml;tigen betr&auml;gt etwa 15 Prozent. Gewollt oder ungewollt sendet die einstige Arbeiterpartei der Mehrheit der abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Menschen die Botschaft: Ihr haltet das Land nicht einmal in Gang. Um die Gunst einer bis zu den Selbst&auml;ndigen ausgewalzten Mitte muss sich die SPD mit den Gr&uuml;nen streiten &ndash; und mit der FDP der notorisch Besserverdienenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5337738\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Antwort an Josef Kraus und Manfred Spitzer: Das M&auml;rchen von der digitalen Bildungskatastrophe<\/strong><br>\nDoch hartn&auml;ckig h&auml;lt sich das Ger&uuml;cht, auf Papier gedruckte Buchstaben seien mehr wert als Buchstaben, die am Bildschirm erscheinen. Als h&auml;tten Druckerpressen niemals Unfug in die Welt gesetzt. Dabei machen Eltern heute durchaus entspannte Erfahrungen mit der Digitalisierung ihrer Kinder. Als meine Tochter lesen lernte, f&uuml;llte sie mit Apps exakt die gleichen L&uuml;ckentests aus, die es auch in gedruckter Form gibt &ndash; hier fehlt ein Wort, finde das richtige! Mit den Apps konnte sie Punkte sammeln und Levels erreichen. Das spornte sie an. Und &uuml;berhaupt erschien ihr die Nutzung von Papas teurem iPhone &ndash; wie ihrem Vater &uuml;brigens auch &ndash; &auml;u&szlig;erst attraktiv.<br>\nIn der Grundschule bekam sie von ihrer Lehrerin einen Account bei Antolin, der Plattform eines Schulbuchverlags: Wenn sie ein Kinderbuch gelesen hatte, musste sie ein paar Fragen zum Inhalt beantworten und bekam Punkte gut geschrieben. Die reichten irgendwann f&uuml;r eine Urkunde. So stiftet man Kinder zum Lesen an.<br>\nF&uuml;r eine kleine Pr&auml;sentation vor ihrer Klasse nutzen sie und ihre Mitsch&uuml;ler die Software OpenOffice for Kids. Mit Feuereifer kombinierte sie Bild und Text f&uuml;r einen kleinen Vortrag. Die Fotos kopierte sie sich im Netz zusammen, die Informationen schrieb sie bei Wikipedia ab, aber gelernt hat sie wie eine Weltmeisterin. &Uuml;brigens: Wenn sie gewollt h&auml;tte, h&auml;tte sie auch mit Pappe und Klebstoff arbeiten k&ouml;nnen, die Lehrerin &uuml;berlie&szlig; das den Vorlieben der Sch&uuml;ler. [&hellip;]<br>\nVon heutigen Lehrerinnen und Lehrern erwarte ich, dass sie unsere Kinder in der digitalen Welt nicht allein lassen. Das gilt nicht zuletzt im Bereich der politischen Bildung. Wie soll eigentlich ein Unterricht in Sozialkunde aussehen, der Facebook als Plattform gesellschaftlicher Auseinandersetzungen ausblendet? Und was kann Gesellschaftskunde &uuml;berhaupt vermitteln, wenn sie die Unterschiede zwischen Werbung, Propaganda und seri&ouml;ser Information nicht in den Blick nimmt?<br>\nMir wird leicht schwindelig, wenn ich mir vorstelle, dass das alles in Schulen nicht vorkommt und junge Menschen in der Blase falscher und richtiger, &uuml;berfl&uuml;ssiger und interessengeleiteter Informationen baden gehen. Das w&auml;re die wahre Bildungskatastrophe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/antwort-an-josef-kraus-und-manfred-spitzer-das-maerchen-von.996.de.html?dram:article_id=368421\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studenten sollen Milliardenl&ouml;cher an den Unis stopfen<\/strong><br>\nAn den Hochschulen br&ouml;ckelt der Putz von der Decke. Um die H&ouml;rs&auml;le, Bibliotheken und Labors zu sanieren, w&auml;ren viele Milliarden Euro n&ouml;tig. Geld, das Experten auch bei Studenten eintreiben wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article158745767\/Studenten-sollen-Milliardenloecher-an-den-Unis-stopfen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> [&hellip;] Aber bei den armen Erben von millionenschweren Unternehmen oder bei den mit Steuergeschenken &uuml;berh&auml;uften gro&szlig;en Kapitalgesellschaften oder bei Steuersparvereinen wie Apple, IKEA und Co. ist das Geld nat&uuml;rlich nicht zu holen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pl&ouml;tzlich kriminell?<\/strong><br>\nIdentit&auml;tsdiebstahl geh&ouml;rt zu den Wachstumszweigen in der Betr&uuml;gerbranche. Der boomende Internethandel macht es Kriminellen leicht, an ihre Beute zu kommen. Dabei gibt es organisierte Banden, die die Ware nicht f&uuml;r sich bestellen, sondern weiterverkaufen. Die Methode ist denkbar einfach. Man besorgt sich den Namen und das Geburtsdatum eines Menschen, ruft bei einer Bestellhotline an und l&auml;sst sich die Ware an eine beliebige, meist fingierte Adresse liefern. Und das alles auf Rechnung.<br>\nEs bleibt ein R&auml;tsel, wieso gro&szlig;e Versandh&auml;user wie Amazon, Zalando oder Otto das zulassen, wo man doch sonst bei jeder Gelegenheit verifizieren muss, auch wirklich derjenige zu sein, der die Ware bestellt. Mittlerweile reagieren auch Kontrollsysteme wie die Schufa auf die Gesetzesl&uuml;cke. F&uuml;r eine geringe Geb&uuml;hr konnte man sich bisher schon bei IdentSafe anmelden und jede Kaufbewegung verfolgen, die im eigenen Namen verursacht wurde. Gab es eine Unregelm&auml;&szlig;igkeit, konnte man Widerspruch einlegen. Nun arbeitet die Schufa an einem Fr&uuml;hwarnsystem, das schon bei der Bestellung erkennt, dass etwas nicht stimmt. Dennoch bleibt der &Auml;rger gro&szlig;, denn der eigentliche Haken liegt bei den Versandh&auml;usern. W&uuml;rden die genauer darauf achten, wem sie was andrehen, h&auml;tte man der Masche schon l&auml;ngst den Riegel vorschieben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/technologie\/digitale-welt\/serdar-somuncu-ploetzlich-kriminell\/14680236.html\">Serdar Somuncu, WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die untersch&auml;tzte deutsche Kolonialgeschichte<\/strong><br>\nLange wurde die deutsche Kolonialgeschichte untersch&auml;tzt, sagt die Historikerin Ulrike Lindner. Sie lobt die neue Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin, die sich erstmalig der Wechselwirkung zwischen Deutschem Reich und seinen Kolonien widmet.<br>\nDer deutsche Kolonialismus habe lange als marginal gegolten, weil er schon 1918 endete, sagt Ulrike Lindner, Professorin f&uuml;r Europ&auml;ische Kolonialgeschichte an der Universit&auml;t K&ouml;ln im Deutschlandradio Kultur. Nachdem Deutschland seine Kolonien verloren habe, sei das Land nicht mehr als Kolonialmacht wahrgenommen worden. &ldquo;Tats&auml;chlich waren die Gebiete doch relativ gro&szlig;&rdquo;, sagt Lindner. In der deutschen Geschichte habe nach 1945 die Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen an erster Stelle gestanden und nicht die Besch&auml;ftigung mit dieser kurzen Zeit des Kolonialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ausstellung-in-berlin-die-unterschaetzte-deutsche.1008.de.html?dram:article_id=368549\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Obamas Wirtschaftswunder<\/strong><br>\nJe n&auml;her der Abschied r&uuml;ckt, desto klarer wird, wie vorbildlich Barack Obama sein Land aus der Wirtschaftskrise geholt hat. Ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r k&uuml;nftige US-Pr&auml;sidenten &ndash; und f&uuml;r deutsche Stabilit&auml;tsapostel.<br>\nEs ist nicht lange her, da schien das Urteil &uuml;ber Barack Obama klar: der Hoffnungstr&auml;ger sei kl&auml;glich gescheitert, habe seine Anh&auml;nger entt&auml;uscht &ndash; und m&uuml;sse weg. Sp&auml;testens seit der TV-Schlacht diese Woche zwischen Donald Trump und Hillary Clinton scheint zumindest Letzteres nicht mehr so eindeutig argumentierbar. Ist eben relativ. Das gilt auch f&uuml;r Obamas Wirtschaftsbilanz. Es spricht viel daf&uuml;r, dass der Pr&auml;sident hier sogar ein kleines Wunder vollbracht hat &ndash; gemessen an dem, was nach dem historischen Finanzcrash bei seiner Wahl vor acht Jahren zu bef&uuml;rchten war.<br>\nWenn man es so sieht, dann sollten die Amerikaner am besten wieder Obama w&auml;hlen (wir k&ouml;nnten ihnen dazu f&uuml;r ein paar Wochen unser Grundgesetz leihen, das ja &ndash; anders als die US-Verfassung &ndash; ewige Regentschaften erlaubt). Und dann sollten eher jene deutsche Wirtschaftsp&auml;pste abtreten, die jahrelang &uuml;ber Amerikas unverantwortliche Wirtschaftspolitik gespottet haben (vielleicht leihen uns die Amis dann netterweise ein paar vern&uuml;nftige &Ouml;konomen). [&hellip;]<br>\nDas neue Wachstum seit 2010 hat so viel zus&auml;tzliche Steuereinnahmen und sinkende Ausgaben mit sich gebracht, dass auch die Staatsdefizite wieder sinken. Der Fehlbetrag d&uuml;rfte 2016 bei nur noch 3,5 Prozent liegen &ndash; vertretbar -, ohne dass die Amis jemals Austerit&auml;tsprogramme durchmachen mussten, wie etwa die Griechen oder die Spanier. Da geht auch die Rechnung in etwa auf, wonach es lohnt, erst die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen &ndash; und dann mit den Gewinnen den Staatshaushalt zu sanieren. Nicht umgekehrt, Herr Sch&auml;uble.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/usa-wie-barack-obama-das-land-aus-der-wirtschaftskrise-geholt-hat-a-1116544.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hillary Clintons Erinnerungsl&uuml;cken<\/strong><br>\nHillary Clinton hat weitere Fragen zu ihrem Umgang mit dienstlichen E-Mails beantwortet. Neue Erkenntnisse lieferten die schriftlichen Aussagen der demokratischen US-Pr&auml;sidentschaftskandidatin allerdings nicht. Die Stiftung Judicial Watch sprach von einer &ldquo;Verachtung des Rechtsstaats&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/clinton-praesentiert-us-gericht-erinnerungsluecken-zu-e-mail-praxis-45632116.html\">ZDF heute<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.K.:<\/strong> Im allumfassenden medialen Anti-Trump-Dauerfeuer geb&uuml;hrt der heute-Online-Redaktion die Ehre, uns daran zu erinnern, dass Frau Clinton als Pr&auml;sidentschaftskandidatin ebenfalls problematisch ist (freundlich ausgedr&uuml;ckt).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sarkozys radikale Anti-Terror-Rhetorik zieht nicht<\/strong><br>\nSpannend war die erste TV-Debatte der konservativen Pr&auml;sidentschaftskandidaten, als Skandale diskutiert wurden. Da litt Nicolas Sarkozy. Favorit Alain Jupp&eacute; n&uuml;tzt das.<br>\nGeht es nach den Umfragen, die noch am Donnerstagabend nach der ersten TV-Debatte der konservativen Kandidaten f&uuml;r die franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen gemacht wurden, dann hat Ex-Premier Alain Jupp&eacute; einen gro&szlig;en Schritt in Richtung &Eacute;lys&eacute;e-Palast gemacht: 32 Prozent unter den konservativen Parteianh&auml;ngern in der H&ouml;rerschaft fanden ihn bei der Fernsehdebatte &uuml;berzeugend, nur 27 Prozent bevorzugten seinen &auml;rgsten Widersacher, Ex-Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy. Im Gesamtpublikum der Sendung lag Jupp&eacute; sogar mit 35 zu 21 Prozent vor Sarkozy. Damit schien Jupp&eacute; seine Favoritenrolle, die ihm die Umfragen seit Monaten einr&auml;umen, verteidigen zu k&ouml;nnen. W&auml;hrend Sarkozy, der dringend einen klaren Erfolg ben&ouml;tigte, um das Rennen wieder spannend zu machen, offenbar leer ausging.<br>\nVorausgegangen waren zweieinhalb Stunden politische Diskussion, wie man sie in Deutschland nicht gewohnt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-10\/frankreich-wahl-tv-debatte-alain-juppe\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Mit den AWACS im Syrien-Krieg<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wird ihren Einsatz im Rahmen der US-gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition gegen den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; ausweiten und Soldaten als Besatzung in AWACS-Flugzeugen in die T&uuml;rkei entsenden. Dies hat das Bundeskabinett am gestrigen Mittwoch beschlossen. Demnach sollen deutsche Milit&auml;rs den Luftraum im nah&ouml;stlichen Kriegsgebiet &uuml;berwachen und zur Verbesserung des Lagebildes der NATO sowie der Kriegskoalition beitragen. Mit dem Einsatz tritt nach seinen Mitgliedstaaten jetzt auch das westliche Kriegsb&uuml;ndnis selbst in den Krieg gegen Daesh ein. Dabei st&auml;rkt es nun auch im S&uuml;den seine Frontstellung gegen&uuml;ber dem an der Seite der syrischen Regierung k&auml;mpfenden Russland, das in j&uuml;ngster Zeit recht erfolgreich begonnen hat, seine Position im Mittelmeer wieder zu st&auml;rken. Aus den zahlreichen milit&auml;rischen und polizeilichen Operationen von NATO und EU hingegen ist im Mittelmeer inzwischen ein dichtes Einsatzgeflecht entstanden, das systematisch weiter vernetzt wird und das auf diese Weise die westliche Kontrolle &uuml;ber das Mittelmeer zementiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59460\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>KenFM im Gespr&auml;ch mit: Willy Wimmer (&bdquo;Die Akte Moskau&ldquo;)<\/strong><br>\nIn seinem aktuellen Buch &bdquo;Die Akte Moskau&ldquo; l&auml;sst Willy Wimmer die damaligen Geschehnisse noch einmal Revue passieren. Damals ging man davon aus, dass der Mauerfall das Ende der Teilung Europas bedeutete und damit auch die Chance f&uuml;r eine neue Friedensordnung gegeben w&auml;re. Um so absurder ist die Situation 2016. Der Westen und sein Milit&auml;rb&uuml;ndnis, die NATO, fahren einen Provokationskurs gegen Russland, der an den H&ouml;hepunkt des Kalten Krieges erinnert.<br>\nKenFM traf Willy Wimmer im Haus der Geschichte in Bonn. Hier findet aktuell eine Ausstellung statt, die den Namen &bdquo;Ab morgen Kameraden! Armee der Einheit&ldquo; tr&auml;gt und zu der der ehemalige Staatssekret&auml;r unter Helmut Kohl und sp&auml;tere Vize der KSZE diverse Exponate beigetragen hat. Willy Wimmer ist ein Zeitzeuge und Mahner f&uuml;r den Frieden. Eine Stimme der Vernunft in Zeiten von S&auml;belrasseln und Kriegsgeheul. Nie wieder Krieg!! Das ist seine Kernbotschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/kenfm-im-gespraech-mit-willy-wimmer-die-akte-moskau\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: Ja, wir Journalisten haben Russland unfair behandelt<\/strong><br>\nEin russischer Diplomat beklagte sich mir gegen&uuml;ber einmal, deutsche Journalisten legten bei der Beurteilung von russischer und amerikanischer Au&szlig;enpolitik zweierlei Ma&szlig; an. Der Mann hat Recht, nur auf andere Weise, als er denkt. Die deutsche Presse hat amerikanische V&ouml;lkerrechtsverst&ouml;&szlig;e immer wesentlich genauer seziert und sch&auml;rfer verurteilt als russische. Wir berichteten breit &uuml;ber die Faktenbeugung und befohlenen L&uuml;gen, die zum Irakkrieg f&uuml;hrten. Wir verurteilten den Einsatz von Daisy-Cutter-Bomben in Afghanistan. Wir prangerten, immer und immer wieder, willk&uuml;rliche Verhaftungen, Verschleppung nach Guant&aacute;namo und die Folter in Abu Ghraib an. Wir nannten Drohneneins&auml;tze Mord. Wir kritisierten die Paranoia des War On Terror und die Datensammelwut der NSA. Und so weiter und so weiter und so weiter.<br>\nNichts von alldem aber kommt an die V&ouml;lkerrechtsverst&ouml;&szlig;e, Kriegsverbrechen und Zivilisationsbr&uuml;che heran, die Wladimir Putin dem Gewissen Russlands anlastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-10\/wladimir-putin-russland-journalisten-kriegsverbrechen-5vor8?wt_zmc\">Jochen Bittner auf Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.G.:<\/strong> Der Qualit&auml;tsjournalist Bittner ( Atlantikbr&uuml;cke ??) betreibt Propaganda, Hetze , Manipulation und beschimpft Andersdenkende als &ldquo;matschbirnige Putinapologeten&rdquo;. Die Vielzahl der Leserkommentare zeigt jedoch, dass Bittners Kolumnenmeinung nicht geteilt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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