{"id":3542,"date":"2008-10-27T09:27:21","date_gmt":"2008-10-27T08:27:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3542"},"modified":"2008-10-27T09:27:22","modified_gmt":"2008-10-27T08:27:22","slug":"hinweise-des-tages-761","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3542","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>The Guys From &lsquo;Government Sachs&rsquo;<\/li>\n<li>Nichts gelernt aus der Finanzkrise &ndash; Zocken als ob nichts gewesen w&auml;re<\/li>\n<li>Ifo-Chef kritisiert Rettungspaket<\/li>\n<li>Autohersteller in der Krise: Mercedes verdient nichts mehr<\/li>\n<li>Kommentar: Sperrt die Devisenb&ouml;rsen zu!<\/li>\n<li>Das Kartenhaus st&uuml;rzt ein<\/li>\n<li>Biedenkopf vertritt L&auml;nder im Lenkungsausschu&szlig; des Bankenhilfsfonds<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker &ndash; Mehr Greenspan f&uuml;r Europa<\/li>\n<li>Helmut Schmidts Konjunkturpakete waren besser als ihr heutiger Ruf<\/li>\n<li>Millionenzahlungen an Bahnvorst&auml;nde<\/li>\n<li>Cross-Border-Leasing: Zocken mit der M&uuml;llabfuhr<\/li>\n<li>Bis zu 900.000 Deutsche vom Einbruch britischer Lebensversicherungen betroffen<\/li>\n<li>Policensparern drohen Einschnitte<\/li>\n<li>Boeing: Erbitterter Kampf um Auslagerung <\/li>\n<li>Pflegenotstand: Die Fesseln des Richters<\/li>\n<li>Annette Schavan &uuml;ber die Ergebnisse der Bildungskonferenz<\/li>\n<li>Solche und solche Nonkonformisten<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3542&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>The Guys From &lsquo;Government Sachs&rsquo;<\/strong><br>\nThis summer, when the Treasury secretary, Henry M. Paulson Jr., sought help navigating the Wall Street meltdown, he turned to his old firm, Goldman Sachs, snagging a handful of former bankers and other experts in corporate restructurings.<br>\nIn September, after the government bailed out the American International Group, the faltering insurance giant, for $85 billion, Mr. Paulson helped select a director from Goldman&rsquo;s own board to lead A.I.G.<br>\nAnd earlier this month, when Mr. Paulson needed someone to oversee the government&rsquo;s proposed $700 billion bailout fund, he again recruited someone with a Goldman pedigree, giving the post to a 35-year-old former investment banker who, before coming to the Treasury Department, had little background in housing finance.<br>\nIndeed, Goldman&rsquo;s presence in the department and around the federal response to the financial crisis is so ubiquitous that other bankers and competitors have given the star-studded firm a new nickname: Government Sachs.<br>\nSome people say that all of these Goldman ties to the New York Fed are simply too close for comfort. &ldquo;It&rsquo;s grotesque,&rdquo; said Christopher Whalen, a managing partner at Institutional Risk Analytics and a critic of the Fed. &ldquo;And it&rsquo;s done without apology.&rdquo;<br>\n&ldquo;Paulson put Goldman people into these positions at Treasury because these are the people he knows and there are no constraints on him not to do so,&rdquo; Mr. Whalen says. &ldquo;The appearance of conflict of interest is everywhere, and that used to be enough. However, we&rsquo;ve decided to dispense with the basic principles of checks and balances and our ethical standards in times of crisis.&rdquo;<br>\nUltimately, analysts say, the actions of Mr. Paulson and his alumni club may come under more study.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2008\/10\/19\/business\/19gold.html?WT.mc_id=BU-D-I-NYT-MOD-MOD-M066-OP-1008-HDR&amp;WT.mc_ev=click&amp;ei=5087&amp;en=397183b32fed8c79&amp;ex=1240113600&amp;mkt=BU-D-I-NYT-MOD-MOD-M066-OP-1008-HDR\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>Nichts gelernt aus der Finanzkrise &ndash; Zocken als ob nichts gewesen w&auml;re<\/strong><br>\nBanken k&ouml;nnen auch weiterhin ungest&ouml;rt risikovolle Gesch&auml;fte machen. Denn noch immer k&ouml;nnen Risiken au&szlig;erhalb der Bilanz versteckt werden. Noch immer kann die Bankaufsicht nicht hart pr&uuml;fen. Noch immer kann mit geliehenem Geld gezockt werden. Nur klare Regeln f&uuml;r deutsche Banken k&ouml;nnen das &auml;ndern. Das Hilfspaket f&uuml;r die Banken und die Hoffnung auf internationale Regelungen reichen nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_8132202.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><strong>Ifo-Chef kritisiert Rettungspaket<\/strong><br>\nKritik am Bankenrettungspaket: Der Pr&auml;sident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, warnt laut einem Medienbericht davor, bei der staatlichen Hilfe auf Freiwilligkeit zu setzen. Das Abwarten der Bundesregierung sei verfehlt. Auch Gr&uuml;nen-Fraktionschef Fritz Kuhn fordert mehr staatlichen Zwang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,586566,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn das keine Nachricht ist: Professor Sinn hat etwas Sinnvolles gesagt! Mit einer anderen &Auml;u&szlig;erung wurde er seinem Ruf aber sogleich wieder gerecht. Auf diese wollen wir nicht verweisen, wohl aber auf eine angemessene Replik von Roberto J. De Lapuente heute in den NachDenkSeiten (<a href=\"?p=3541\">&bdquo;Professor (Un-)Sinn: Manager als die neuen Juden &ndash; wenn Ideologie blind macht&ldquo;<\/a>).<\/p><\/li>\n<li><strong>Autohersteller in der Krise: Mercedes verdient nichts mehr<\/strong><br>\nWenn noch Beweise gefehlt h&auml;tten, dass das Desaster der Banken auf die Fabriken durchschl&auml;gt, dann hat Daimler-Chef Dieter Zetsche die vorigen Donnerstag geliefert: &bdquo;Die Finanzkrise entwickelt sich zur Wirtschaftskrise&ldquo;, hat er gesagt und die B&ouml;rse &ndash; zum zweiten Mal binnen weniger Monate &ndash; mit einer Gewinnwarnung schockiert. Mercedes verdient mit Autos kein Geld mehr. Im vorigen Quartal ist der Gewinn um 92 Prozent eingebrochen, die Umsatzrendite streift die Nulllinie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~ED65761C0B6084B239F29CB31E0FB6BC1~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong>  Autos kaufen keine Autos. Hans-Werner Sinn hat einmal gesagt, dass er diese Selbstverst&auml;ndlichkeit f&uuml;r einen dummen Spruch h&auml;lt. Gerade eben hat er auch gemeint, die Firmen h&auml;tten noch &ldquo;gut zu tun&rdquo;, weshalb kein Konjunkturprogramm notwendig sei.<br>\nJetzt sieht man bei Daimler, dass Autos in der Tat keine Autos kaufen, und dass manche Firmen eben nicht &ldquo;gut zu tun&rdquo; haben.<br>\nDer Gewinneinbruch betrug bei Daimler im vorigen Quartal 92 Prozent, die Umsatzrendite liegt nahe Null, und keine Besserung ist in Sicht.<br>\nDeshalb werden die B&auml;nder f&uuml;nf Wochen stillstehen, Leiharbeitern werden auf die Stra&szlig;e gesetzt &ndash; soviel zum &ldquo;gleitenden &Uuml;bergang in ein normales Arbeitsverh&auml;ltnis&rdquo;.<br>\nHier sieht man auch deutlich, dass man die Angebotsbedingungen noch so verbessern kann, ohne Nachfrage geht nichts.<br>\nAber daran wird wohl noch lange keiner denken. Hans-Werner Sinn am allerwenigsten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger:  Sperrt die Devisenb&ouml;rsen zu!<\/strong><br>\nDie Zocker m&uuml;ssen ihre Positionen schlie&szlig;en und rei&szlig;en die Hochzinsw&auml;hrungen, die Aktien und selbst manche Staaten in den Abgrund. Alles geht so schnell, dass erneut Kettenreaktionen ausgel&ouml;st werden. Kettenreaktionen, die die Kernschmelze des kapitalistischen Systems wieder wahrscheinlicher machen. Die Milliarden, die es braucht, um Osteuropa, Asien und Lateinamerika gleichzeitig zu stabilisieren d&uuml;rften locker an die Dimension der Rettungspakete f&uuml;r die Banken heranreichen.<br>\nDeshalb sind jetzt rasche und radikale Eingriffe die erste Pflicht. Der freie Devisenhandel muss verboten werden. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1618995&amp;em_loc=2730&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/spezial_kreditkrise\/&amp;em_ivw=fr_kreditkrise\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Heiner Flassbeck:<\/strong> Panik an den M&auml;rkten: Reden wir nicht &uuml;ber Aktien, der Schweizer Franken hat heute 1.45 zum Euro erreicht (nach 1.67 vor einem Jahr), der japanische Yen gar 117 (nach 165 vor einem Jahr). Die Finanzkrise ist jetzt eine Weltw&auml;hrungskrise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Kartenhaus st&uuml;rzt ein<\/strong><br>\nWissen Sie, was ein Currency-Carry-Trade ist? Nein? Macht nichts, f&uuml;r den Einstieg ist es jetzt sowieso zu sp&auml;t. Das Spekulieren auf Pump lohnt sich nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1618996&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Verwendungszweck: Luxus und Spekulation<\/strong><br>\nMilliarden an Steuergeldern flossen so aus dem &ouml;ffentlichen Sektor ab, auf die Konten von nur 10 Prozent der Deutschen, der Reichsten im Lande. Verwendungszweck: vor allem Luxus und Spekulation.<br>\nEs waren Peer Steinbr&uuml;ck und sein Adlatus J&ouml;rg Asmussen, die die gesetzlichen Sicherheitsschleusen &ouml;ffneten und h&ouml;chstministeriell die Empfehlung ausgaben, in Finanzabenteuer wie Zertifikate, Verbriefungen, ABS (Asset Backed Securities) und PPP (Public Private Partnerships) einzusteigen. Die Kommunen folgten dem Rat und lie&szlig;en sich, meist aus purer Finanznot, auf die von Bankenchefs, von Clement, Steinbr&uuml;ck und Co empfohlenen Gesch&auml;fte ein. Die Konzernchefs, Verm&ouml;gensmillion&auml;re und Bestverdienenden taten dasselbe, allerdings aus &ldquo;&Uuml;berfinanzierung&rdquo;, sprich, weil ihre Schatullen dank Schr&ouml;ders &ldquo;Reformen&rdquo; &uuml;berquollen.<br>\nDurch Panikmache mit der demographischen L&uuml;ge, durch systematischen Sozialabriss, durch Aush&ouml;hlung des Sozial- und Rentensystems erzeugte die Agenda-Nomenklatur jahrelang Stimmung, um die B&uuml;rger in die private Risiko- und Altersvorsorge und damit in den Wertpapiermarkt, in Aktien- und Versicherungsfonds zu treiben.<br>\nSo wurden Hunderte von Milliarden an redlich erwirtschaftetem und erspartem &ldquo;gutem&rdquo; Geld lukriert und in den undurchsichtigen globalen Finanzmarkt, in angeblich vielversprechende und &ldquo;todsichere&rdquo;, in Wahrheit jedoch transnationale, unkontrollierbare Wertanlagen gelenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169985\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Biedenkopf vertritt L&auml;nder im Lenkungsausschu&szlig; des Bankenhilfsfonds<\/strong><br>\nKurt Biedenkopf kommt zu neuen Ehren. Ab sofort vertritt der Politiker die 16 Bundesl&auml;nder im Lenkungsausschu&szlig; der gerade gegr&uuml;ndeten Finanzmarktstabilisierungsanstalt. Biedenkopf war als s&auml;chsischer Ministerpr&auml;sident nicht zuletzt wegen undurchsichtiger Finanzgesch&auml;fte zum R&uuml;cktritt gen&ouml;tigt worden. Er gilt als einer der Gr&uuml;ndungsv&auml;ter der Sachsen-LB, jener Landesbank, die im vergangenen Jahr als erste Milliardenverluste nach Spekulationen mit US-Wertpapieren einr&auml;umen mu&szlig;te.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-25\/047.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker &ndash; Mehr Greenspan f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nWenn die Zentralbank die Zinsen senkt, werden Finanzanlagen relativ zu Sachinvestitionen unattraktiver. Potenzielle Investoren stecken ihr Geld lieber in Sachanlagen, als dass sie es zur Bank tragen.<br>\nDie Lehre vom b&ouml;sen Greenspan sagt genau das Gegenteil: Wenn die Zinsen niedrig sind, wird mehr gezockt. Erstens weil so viel Geld da ist, mit dem man nicht wei&szlig;, wohin. Und zweitens weil mit einer normalen Anlage nur eine geringe Rendite erzielt werden kann, w&auml;hrend die professionellen Anleger, also etwa Pensionsfonds, mindestens 20 Prozent sehen wollen.<br>\nDoch auch dieses Argument ist grandioser Unsinn. Angenommen, jemand will mit Gewalt 20 Prozent Rendite auf sein Eigenkapital erzielen und hat ein vielversprechendes Projekt vor Augen, dessen Gesamtrendite bei f&uuml;nf Prozent liegt. Sind die Notenbankzinsen niedrig, muss er sein Eigenkapital weniger mit Fremdkapital hebeln &ndash; also weniger Risiko eingehen &ndash; als wenn der Zinssatz hoch ist. Greenspan hat mit seiner Zinspolitik also genau das Gegenteil dessen getan, was ihm unterstellt wird. Dass er dar&uuml;ber hinaus falsch lag in seinem blinden Vertrauen auf das Funktionieren der Marktkr&auml;fte, ist zwar richtig, hat aber mit seiner Zinspolitik nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1648&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Helmut Schmidts Konjunkturpakete waren besser als ihr heutiger Ruf<\/strong><br>\nDer Verweis auf die 70er-Jahre f&auml;llt in der Diskussion um Konjunkturprogramme fast zwangsl&auml;ufig. Angeblich seien die Versuche damals gescheitert, hei&szlig;t es oft. Tats&auml;chlich hatte es antizyklische Finanzpolitik in Deutschland traditionell immer schwer.<br>\nSo gelang es der Regierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, die Rezession 1974\/75 tats&auml;chlich einzud&auml;mmen: Dazu legte sie zwei gr&ouml;&szlig;ere Konjunkturprogramme in H&ouml;he von 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um umfangreiche &ouml;ffentliche Investitionen, befristete Investitionszulagen, die F&ouml;rderung der Energieeinsparung und Besch&auml;ftigungshilfen wie Lohnzusch&uuml;sse. Hinzu kam eine schon vorher geplante, zeitlich genau richtige Steuersenkung 1975 in H&ouml;he von 1,4 Prozent des BIP. Der Erfolg war nicht zu leugnen: Das Wachstum kletterte im Jahr 1976 auf 5,3 Prozent.<br>\n&ldquo;Die These, Konjunkturpolitik bringt nichts, ist Unsinn&rdquo;, sagt Ullrich Heilemann, Professor an der Uni Leipzig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Rezessionssorgen-Helmut-Schmidts-Konjunkturpakete-waren-besser-als-ihr-heutiger-Ruf\/430176.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Millionen-Bonuszahlungen f&uuml;r Bahn-Vorst&auml;nde geplant<\/strong><br>\nWeder der ins Schlingern geratene B&ouml;rsengang noch die chaotischen Zust&auml;nde im Fernverkehr aufgrund von Sicherheitsdefiziten bei einigen ICE-Baureihen halten die Topmanager der Deutschen Bahn AG davon ab, sich millionenschwere Boni zu genehmigen. Die Bahn schiebt die Schuld f&uuml;r die Misere auf die Hersteller der Z&uuml;ge. Diese h&auml;tten nach dem Unfall keine &raquo;belastbaren Garantien f&uuml;r den sicheren Einsatz der ICE-T-Fahrzeuge&laquo; abgegeben, sagte Konzernchef Hartmut Mehdorn der Bild am Sonntag. Man werde daher Schadenersatzforderungen gegen die Industrie pr&uuml;fen. Das B&uuml;ndnis Bahn f&uuml;r alle wies dagegen am Wochenende erneut darauf hin, dass dem Bahn-Management die Risiken der verwendeten Radwellen bereits seit Jahren bekannt seien, aber systematisch vertuscht wurden, um den B&ouml;rsengang nicht zu gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-27\/001.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir habe schon immer die These vertreten: Bei Privatisierungen muss man immer danach fragen, wer daran verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Cross-Border-Leasing: Zocken mit der M&uuml;llabfuhr<\/strong><br>\nViele St&auml;dte haben sogar ihre Entsorgungsbetriebe an US-Investoren verkauft und sich auf riskante Leasing-Gesch&auml;fte eingelassen. Doch der Bankencrash ging auch am Gesch&auml;ft mit dem M&uuml;ll nicht spurlos vorbei &ndash; nun drohen peinliche Nachzahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Leasing-Gesch%E4fte-\/642556.html?\">STERN<\/a><\/li>\n<li><strong>Bis zu 900.000 Deutsche vom Einbruch britischer Lebensversicherungen betroffen<\/strong><br>\nBis zu 900.000 Deutsche sind nach einem Bericht der WirtschaftsWoche vom Einbruch britischer und irischer Lebensversicherungen betroffen. Einige Versicherer haben gerade die Guthaben ihrer Kunden bei den sogenannten With-Profit-Policen um bis zu 22 Prozent gesenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/bis-zu-900-000-deutsche-vom-einbruch-britischer-lebensversicherungen-betroffen-375411\/print\/\">Wiwo<\/a><\/li>\n<li><strong>Policensparern drohen Einschnitte<\/strong><br>\nVerglichen mit den Banken stehen die Lebensversicherer stabil da. Das Kapital in fondsgebundenen Lebensversicherungen schmilzt dennoch. Die Krise schm&auml;lert aber auch die Rendite klassischer Vertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Portfolio-Policensparern-drohen-Einschnitte\/430227.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Pflegenotstand: Die Fesseln des Richters<\/strong><br>\n700 Anfragen pro Jahr. Das war Amtsrichter Michael Irmler zu viel. Deshalb lie&szlig; er Bewohner von Pflegeheimen an die Betten fesseln, ohne die Notwendigkeit solcher &bdquo;Fixierungen&ldquo; nachzupr&uuml;fen. Jetzt steht er wegen Freiheitsberaubung vor Gericht. Und mit ihm ein unmenschliches System, das hilfsbed&uuml;rftigen Menschen anstelle von Zuwendung immer &ouml;fter nur noch den Lederriemen oder das Eisengitter bereith&auml;lt. Weil in den meisten Pflegeeinrichtungen das Personal fehlt, nehmen die Antr&auml;ge auf Fixierungen vor allem w&auml;hrend der Nachtzeit st&auml;ndig zu. Auch, weil sich die Heime rechtlich absichern wollen und im Falle von St&uuml;rzen aus dem Bett die Regressforderungen der Angeh&ouml;rigen f&uuml;rchten. In M&uuml;nchen ergab eine Studie vor wenigen Jahren, dass von den rund 6000 untersuchten Heimbewohnern 41 Prozent zumindest zeitweise an Bett oder an den Rollstuhl &bdquo;fixiert&ldquo; wurden. Eine erschreckende Zahl, die in anderen Regionen nicht viel niedriger liegen d&uuml;rfte. Noch ersch&uuml;tternder ist das Ergebnis einer Untersuchung von Rechtsmedizinern der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen. Sie fanden heraus, dass im Zeitraum von 1997 bis 2006 insgesamt 29 Menschen in M&uuml;nchner Heimen durch das fehlerhafte Anlegen der Gurte zu Tode kamen. Die meisten von ihnen hatten sich selbst stranguliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/Pflegenotstand;art1117,2644569?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Annette Schavan &uuml;ber die Ergebnisse der Bildungskonferenz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/615052?inPopup=true#\">ZDF<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Leser schrieb uns: &bdquo;Bitte geben Sie den Link an die Leserinnen und Leser der NDS weiter. Es reicht darauf hinzuweisen, wie sich Schavan im ZDF-Interview zur 500-Milliarden-Frage f&uuml;r die Bildung &auml;u&szlig;ert. Dies und den Rest muss man genie&szlig;en &ndash; auch wenn dies nur ironisch gemeint ist.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Torsten Bultmann:  Stiftungen in der j&uuml;ngeren Hochschulgeschichte<\/strong><br>\nDie Rechtsform der Stiftung bedeutet bezogen auf Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen zun&auml;chst die Kooperation etwa von Hochschulen mit nicht-staatlich verfassten gesellschaftlichen Interessen zum Zwecke der Bildungs- und Wissenschaftsf&ouml;rderung.<br>\nAllerdings kann man auf dieser &ndash; vermutlich unstrittigen &ndash; Betrachtungsebene nicht stehen bleiben. Die Frage muss immer auch die nach den strukturwirksamen Effekten dieser Rechtsform mit Blick auf das gesamte Hochschulsystem sein. &nbsp;<br>\nSo gesehen ist die Stiftungsform ein Katalysator, um die Hochschulen &uuml;ber eine selektive Forschungsf&ouml;rderung und &uuml;ber die Erschlie&szlig;ung industriepolitisch interessanter Wissensgebiete umzubauen. Damit entfaltet sie auch eine Wirkung auf die staatliche Grundfinanzierung.<br>\n&Uuml;ber die Rechtsform der Stiftung nimmt der Einfluss &ouml;ffentlicher, politisch verfasster Interessen auf das Hochschulsystem ab; umgekehrt proportional nimmt der Einfluss privater Interessen im Gewande der Gemeinn&uuml;tzigkeit zu &ndash; und dies im Rahmen einer auch weiterhin &uuml;berwiegend staatlichen steueraufkommensbasierten Finanzierung, auf die der politische Souver&auml;n immer weniger Einfluss hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-hessen.de\/index.php?id=296&amp;tx_ttnews[tt_news]=3946&amp;tx_ttnews[backPid]=422&amp;cHash=841460deeb\">GEW<\/a><\/li>\n<li><strong>Solche und solche Nonkonformisten <\/strong><br>\nOb man Marcel Reich-Ranicki und Elke Heidenreich gleicherma&szlig;en als Nonkonformisten einstufen kann, ist h&ouml;chst zweifelhaft. Immerhin &ndash; und da hat Grass nicht ganz unrecht &ndash; war Reich-Ranicki lange Zeit Teil des von ihm kritisierten Apparates und hat die Literaturkritik durch Trivialisierung medientauglich gemacht. Was vor allem diesen Zweifel n&auml;hrt ist sein Auftritt bei der Plauderrunde mit Thomas Gottschalk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/10\/solche-und-solche-nonkonformisten.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em><strong>Nachbemerkung des Autors Roberto De Lapuente:<\/strong> Eben habe ich per Zufall gesehen, dass irgendeine Sendung in RTL (Explosiv?) sich dieses Themas annahm. Dies war ein Musterbeispiel von Verdummung! Ein Lehrst&uuml;ck, wenn man so will.<br>\nZun&auml;chst wurde anmoderiert. Da meinte die Dame, dass man sich nicht wundern d&uuml;rfe, entlassen zu werden, wenn man seinem Arbeitgeber aufm&uuml;pfig entgegentritt. Aha! Kritik ist Aufm&uuml;pfigkeit! Und Kritik am Arbeitgeber scheinbar sogar ein Frevel ganz besonderer Art. Dabei war Heidenreich f&uuml;r die ZDF-Sendung &ldquo;Lesen&rdquo; eingestellt, und nicht, um jede Kleinigkeit betreffend ZDF abzusegnen oder als m&uuml;ndiger Mensch &ndash; als B&uuml;rger mit Meinungsfreiheit &ndash; zum ewigen&nbsp;Schweigen verurteilt zu sein.<br>\nDann ging die Hetze los. Man zeigte Heidenreich wie sie bei einer Buchmesse &ndash; wom&ouml;glich die Frankfurter &ndash; gefragt wurde, ob sie denn das ZDF feuern wird &ndash; diese Frage wurde Tage vor der Entlassung gestellt. Sie antwortete nur mit einem &ldquo;Ach was&rdquo;. Dann folgte der Spott, denn Frau Heidenreich habe sich da wohl gr&uuml;ndlich versch&auml;tzt. Dass Elke Heidenreich in ihrem FAZ-Artikel schrieb: &ldquo;Von mir aus schmei&szlig;t mich jetzt raus, ich bin des Kampfes eh m&uuml;de&rdquo;, wurde einfach unterschlagen. So &uuml;berraschend kam der Rauswurf also nicht, denn sie hat ja in diesem omin&ouml;sen FAZ-Artikel schon scheinbar damit gerechnet. Aber erw&auml;hnt wurde diese Zeile mit keinem Wort &ndash; man lie&szlig; den Zuseher im Glauben, dass die Heidenreich aus allen Wolken fallen musste, als sie davon erfuhr, dass sie quasi ein vollkommen blau&auml;ugiges Naivchen sei.<br>\nDanach hat man nat&uuml;rlich einen Medienexperten zu Wort kommen lassen. Auftritt Hans-Hermann Tiedje, ehemaliger BILD-Chefredakteur! Ein wahrlicher Experte daf&uuml;r, Menschen in den Dreck zu reiten oder einfach mal&nbsp;einen Gegenstand&nbsp;ein&nbsp;wenig verdreht darzustellen &ndash;&nbsp;dies immer mit einer beleidigenden Note nat&uuml;rlich, man hat ja die BILD-Schule im Blut. Und diese spitze Note fehlte auch&nbsp;hier nicht: Heidenreich leide unter Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Freilich! Klar! Selbstverst&auml;ndlich! Kennen wir ja, der Kritiker ist irre, total verbl&ouml;det, ein Fall f&uuml;r den Nervenarzt&hellip;<br>\nEin ZDF-Mann, einer dieser blassen Karrieristen &ndash; jedenfalls sah er arg danach aus und redete auch wie ein solcher -, musste freilich seinen Mist auch noch loswerden. Heidenreich habe alle ZDF-Mitarbeiter beleidigt! Ja, lesen kann der Typ scheinbar gar nicht! Und au&szlig;erdem habe sie den Top-Moderator des ZDF angegriffen. Na was! Welch Frevel! Sie ist nicht in Ehrfurcht erstarrt vor der Supernase &ndash; ja, wahrlich, sie ist ja wirklich ein ganz&nbsp;dreistes Frauenzimmer! Was verlangt denn das ZDF? Soll man einen Kotau zelebrieren, wenn das Wort &ldquo;Gottschalk&rdquo; f&auml;llt?<br>\n&nbsp;<br>\nDas Ende vom Lied: Es wird erkl&auml;rt, dass Reich-Ranicki Heidenreichs drastische Ausdrucksweise im FAZ-Artikel missbilligte und er s&uuml;ffisant gesagt haben soll: &ldquo;Jetzt brauchen Sie &ndash; Anm.: er siezt, distanziert sich also &ndash; sich nicht mehr zu sch&auml;men!&rdquo; So einer ist Reich-Ranicki also, ganz wie ich in meinem Artikel heute darlegte &ndash; ein ganz hinterlistiger Kerl. Am Ende frage ich mich gar, ob die ganze Sache nicht verabredet war, ob man Reich-Ranicki nicht sogar dazu ermunterte, ein wenig auf den Tisch zu hauen &ndash; solange er nicht zu konkret w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anmerkung zum gestrigen Presseclub:<\/strong><br>\nUns&auml;gliche Presseclubsendung, die sogar auf den &uuml;blichen Quotenlinken unter den G&auml;sten verzichtet. Schon w&auml;hrend der Sendung wird das G&auml;stebuch aus &ldquo;technischen Gr&uuml;nden&rdquo; geschlossen und im Presseclub nachgefragt funktioniert die Telefonanlage bereits nach dem 3. oder 4. Anrufer angeblich ebenfalls nicht mehr.<br>\nSch&ouml;nenborn selbst gab dann Zuschaueranfragen zum Besten.<br>\nSo kann man es nat&uuml;rlich auch machen.<br>\nDurch das Abstellen des G&auml;stebuchs war es dann nicht einmal m&ouml;glich, sich zur wieder einmal h&ouml;chst einseitigen Sendung zu &auml;u&szlig;ern. (T.S-U.)<\/li>\n<li><strong>Als B&uuml;rgerinitiative getarnte Kampagne der CDU gegen Ypsilanti<\/strong><br>\nInformation unseres Lesers S.S.:  &bdquo;Ich bin im Internet &uuml;ber die Seite <a href=\"http:\/\/www.wortbruch.info\">www.wortbruch.info<\/a> gestolpert. Hier wird in der &uuml;blichen Polemik gegen die von Frau Ypsilanti geplante Minderheitsregierung vorgegangen. Auch das Sammeln von Unterschriften der besorgten B&uuml;rger ist als Ziel angegeben. Getarnt ist die Aktion als neutrale B&uuml;rgerinitiative von &ldquo;Unten&rdquo;. Wirft man einen <a href=\"http:\/\/www.nic.info\/whois\/domain\/wortbruch.info\">Blick hinter die Kulissen<\/a> erf&auml;hrt man\/frau, dass die Eigent&uuml;merin der Domain eine gewisse Frau Charlotte Schmidt-Imhoff ist.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.cduffm.de\/bilder\/pdf\/FM_01_2007_interaktiv.pdf\">Recherchiert man ein wenig weiter [PDF &ndash; 4.4 MB]<\/a>, taucht Frau Schmidt-Imhoff als Vorsitzende des Fachausschuss Wirtschaftspolitik und Technologie der Frankfurter CDU auf. Auch das Unternehmen, in welchen Frau Schmidt-Imhoff als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin t&auml;tig ist, arbeitet eng mit der Frankfurter CDU Fraktion zusammen.\n<p>Als Verantwortlicher f&uuml;r die Homepage ist der Unternehmensberater Alexander Demuth genannt. Die Adresse seines Unternehmens ist identisch mit der auf der Homepage. Demuth ber&auml;t <a href=\"http:\/\/www.demuth.de\">laut eigener Aussage<\/a> u.a. folgende Kunden: Altana, BASF, BHF-Bank, Boehriger Ingelheim, Chrysler, Deutsche Bank, Dresdner Bank, DiBa, E.on, Helaba, Hyundai, Messe Frankfurt, Naspa, Reckitt Benckiser, Roche, Sal.Oppenheim, Shell, Talanx und VHV Versicherungen. Somit scheint Herr Demuth auch nicht so ganz unabh&auml;ngig zu sein.<br>\nAu&szlig;erdem ist er mit der CDU &uuml;ber den <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsclub-rhein-main.de\/wit\/zwischenpage\/22idw\/index.html\">Wirtschaftsclub-Rhein-Main<\/a> eng mit der CDU verbandelt.<br>\nEs wird also deutlich, dass die CDU mit ALLEN Mitteln verhindern will, dass die Regierung von Frau Ypsilanti sich konstituiert.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Boeing: Erbitterter Kampf um Auslagerung <\/strong><br>\nGinge es ums Geld, h&auml;tte man sich wahrscheinlich l&auml;ngst geeinigt. Doch dieses Mal geht es um viel mehr. Es geht um die Zukunft der Flugzeugindustrie in Amerika: 70 Prozent der Arbeiten hat Boeing bereits an Zulieferer im Ausland vergeben, weitere Verlagerungen sollen folgen. &ldquo;Die Zeit steht nicht still&rdquo;, argumentiert Boeings Verhandlungsf&uuml;hrer Doug Kight. &ldquo;Wir k&ouml;nnen hier keine Jobs garantieren.&rdquo; Das wollen die Flugzeugmechaniker nicht gelten lassen. &ldquo;It&rsquo;s our time &ndash; this time&rdquo; haben sie in gro&szlig;en roten Lettern auf ihre Schilder geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Arbeitskampf-Gemeinsam-gegen-Boeing\/428592.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wenig vom Geist&nbsp; der Mechaniker-Gewerkschaft International Association of Machinists (IAM) h&auml;tte man sich auch&nbsp;bei der IG Metall K&uuml;ste gew&uuml;nscht. W&auml;hrend die franz&ouml;sische Gewerkschaft CGT wenigstens Bedenken &auml;u&szlig;erte, der chinesische Standort werde Arbeitspl&auml;tze in Europa kosten, hat die IG Metall den Bau einer dritten Produktionsst&auml;tte f&uuml;r den Airbus A320 nahe Peking einfach abgenickt.&nbsp;Boeing bezieht zwar genau wie Airbus Flugzeugteile aus chinesischer Produktion, hat aber derzeit keine derartige Montagelinie in China. China machte den Kauf von 160 Airbus-Flugzeugen von dieser Verlagerung inklusive Technologietransfer abh&auml;ngig. Im Gegensatz zu den amerikanischen Mechanikern, die den Gewerkschaftschef&nbsp; Tom Wroblewski praktisch zu diesem Streik gezwungen hatten, interessiert die Langfriststrategie von Airbus anscheinend niemanden.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/sonstige\/boeing\/index.html\">Labournet<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>High dropout rate adding to economic concerns<\/strong><br>\nThe nation&rsquo;s &ldquo;persistently high&rdquo; high-school-dropout rate is adding to concerns about the growing economic crisis, the Wall Street Journal reports. According to a recent study by the nonprofit America&rsquo;s Promise, only about 70 per cent of public high school students graduate in four years, with only 52 percent in the 50 largest cities doing so. The study says a 50-percent reduction in the number of dropouts would generate an additional $45 billion a year in tax revenue. Marguerite Kondracke, president of America&rsquo;s Promise, calls dropouts &ldquo;our next class of nonperforming assets.&rdquo; Public officials also are worried about rising costs for social programs and the criminal justice system, where dropouts account for 75 percent of state prison inmates.<br>\nRead more at <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB122455013168452477.html?mod=rss_whats_news_us\">online.wsj.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung GL:<\/strong> Als direkte Auswirkung der Testmanie in den USA machen nur 70 % der Jugendlichen einen Schulabschluss. In den Gro&szlig;st&auml;dten sind es nur noch knapp 50 %.<br>\nDies hebt den Mittelwert der auf der Schule verbleibenden Jugendlichen, ist aber verheerend f&uuml;r die Jugendlichen und belastet die Gesellschaft. 75% aller Gef&auml;ngnisinsassen sind &ldquo;Schulabbrecher&rdquo;, was ein ideologischer Begriff ist, da er suggeriert, dass&nbsp; es in der freien Entscheidung der Jugendlichen liegt, die Schule abzubrechen. In der Wirklichkeit sind es &ldquo;push-outs&rdquo; &mdash; Kinder, die aus der Schule ausgesto&szlig;en wurden, um in dem Rattenrennen, das die Gesellschaft in und mit den Schulen veranstaltet, obenauf zu bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Irak &ndash; kein Weg vorw&auml;rts<\/strong><br>\nNicht nur die US-Regierung, sondern auch die Mainstream-Medien zeichnen seit einiger Zeit wieder ein positives Bild von der Entwicklung im Irak. Die neue Strategie &ldquo;Ein neuer Weg vorw&auml;rts&rdquo; h&auml;tte Fr&uuml;chte getragen, die als &ldquo;Surge&rdquo; (dt.: Woge, Flut, Zunahme &hellip;) bezeichnete zeitweilige Erh&ouml;hung der Truppenst&auml;rke und die Ausweitung der Milit&auml;roperationen, so der Tenor, habe gewirkt. Die Lage sei nun unter Kontrolle und die Gewalt zur&uuml;ckgegangen. Wirklich belegbar bei den Erfolgsmeldungen aus Washington ist nur der R&uuml;ckgang US-amerikanischer Verluste.&nbsp; Doch l&auml;sst sich daraus auch auf verbesserte Sicherheitsbedingungen f&uuml;r die irakische Bev&ouml;lkerung schlie&szlig;en? Azzaman, eine der renommiertesten irakischen Zeitungen, verneint die Frage und verweist nicht zuletzt auf die zahlreichen Milit&auml;roperationen US-amerikanischer und irakischer Truppen, die nach wie vor in verschiedenen Provinzen &ldquo;eine Spur der Zerst&ouml;rung und zahlreiche Opfer zur&uuml;cklassen&rdquo; w&uuml;rden. &ldquo;Der drastische Fall der US-Verluste geht einher mit einem drastischen Anstieg von irakischen Toten und Verletzten&rdquo;, so das Blatt. Doch &ldquo;die USA f&uuml;hren keine Liste der Iraker, die sie t&ouml;ten, ebenso wenig die irakische Regierung.&rdquo;<br>\nGem&auml;&szlig; Statistiken, die auf Basis von westlichen Medienberichten zusammengestellt wurden, ging die monatliche Zahl get&ouml;teter Iraker, nach Rekordh&ouml;hen in der Hochphase der &ldquo;Surge&rdquo;, wieder auf das Niveau von 2005 zur&uuml;ck, d.h. auf den Stand, bevor die Gewalt nach dem Anschlag auf die Goldene Moschee in Samara explodierte. Doch auch damals schon wurden gem&auml;&szlig; der Lancet-Studie von 2006 fast 4.000 IrakerInnen pro Woche get&ouml;tet. Mit der Truppenerh&ouml;hung hat dieser R&uuml;ckgang der Gewalt allerdings wenig zu tun, dort wo er am deutlichsten ist, in der sunnitischen Widerstandshochburg Anbar und in Basra, waren sogar Truppen abgezogen worden. Entscheidend waren vielmehr andere Faktoren, vor allem das B&uuml;ndnis mit sunnitischen Stammesmilizen und die einseitige Waffenruhe, die der prominente Kleriker Muqtada al Sadr seiner Miliz, der Mehdi-Armee, verordnete. Auch das Ende der Angriffe und des Terrors durch schiitische Milizen und sunnitische Extremisten nach der erfolgreichen Vertreibung der bek&auml;mpften Minderheiten trug erheblich zum R&uuml;ckgang innerirakischer Gewalt bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/print.php3?id=1829\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V.<\/a><\/li>\n<li><em>Zu guter letzt:<\/em><br>\n&bdquo;<strong>Als Josef noch ein junger Mann war, zog es ihn nach Bayern.<\/strong><br>\nIn einem kleinen Dorf im Allg&auml;u  kaufte er von einem Bauern einen Esel zum Preis von 100 Mark. Der Bauer willigte ein, den Esel am n&auml;chsten Tag zu liefern. Doch es kam anders. &bdquo;Tut mir sehr Leid&ldquo;, sagte der Bauer tags drauf, &bdquo;aber ich habe schlechte Nachrichten f&uuml;r dich: der Esel ist gestern Abend gestorben.&ldquo; Josef erwiderte: &bdquo;Macht nix, gib mir einfach mein Geld zur&uuml;ck!&ldquo; &bdquo;Geht nicht&ldquo;, sagte der Bauer, &bdquo;ich hab es leider schon ausgegeben.&ldquo; &bdquo;Na, dann bring mir eben den toten Esel!&ldquo; &bdquo;Was, zum Teufel, willst du mit einem toten Esel?&ldquo; Mit einem leichten Grinsen antwortete Josef: &bdquo;Ich werde ihn verlosen.&ldquo; &bdquo;Aber du kannst einen toten Esel unm&ouml;glich verlosen!&ldquo; &bdquo;Klar, kann ich. Pass auf: Ich sag einfach keiner Menschenseele, dass das arme Tier tot ist.&ldquo;\n<p>Einen Monat sp&auml;ter trafen sich der Bauer und Josef wieder.<br>\n&bdquo;Na, wie ist deine Verlosung gelaufen?&ldquo; wollte der Bauer wissen.<br>\n&bdquo;Prima! Ich habe 500 Lose zu 2 Mark das St&uuml;ck verkauft und einen Gewinn von 998 Mark gemacht.&ldquo; Der Landwirt war skeptisch:<br>\n&bdquo;Ja, hat sich denn niemand beschwert?&ldquo; &bdquo;Doch: der Bursche, der gewonnen hat. Ich hab ihm seine 2 Mark zur&uuml;ckgegeben.&ldquo;<\/p>\n<p>Hier endet die kleine Anekdote.<br>\nWo Josef heute arbeitet, wissen wir. Erw&auml;hnenswert ist vielleicht noch, dass er kurz nach Bekanntwerden seines Gesellenst&uuml;cks einen lukrativen Vorstandsposten bei der Bayrischen Landesbank glatt abgelehnt hat.<br>\nRecht hat er, der Spezi! Leistung hat eben ihren Preis.<\/p>\n<p>Diese Anekdote hat uns unser Leser J.R. zukommen lasen.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>The Guys From &lsquo;Government Sachs&rsquo;<\/li>\n<li>Nichts gelernt aus der Finanzkrise &ndash; Zocken als ob nichts gewesen w&auml;re<\/li>\n<li>Ifo-Chef kritisiert Rettungspaket<\/li>\n<li>Autohersteller in der Krise: Mercedes verdient nichts mehr<\/li>\n<li>Kommentar: Sperrt die Devisenb&ouml;rsen zu!<\/li>\n<li>Das Kartenhaus st&uuml;rzt ein<\/li>\n<li>Biedenkopf vertritt L&auml;nder im Lenkungsausschu&szlig; des Bankenhilfsfonds<\/li>\n<li>Heiner Flassbeck und Friederike<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3542\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3542","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3542"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3542\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}