{"id":35426,"date":"2016-10-17T09:53:48","date_gmt":"2016-10-17T07:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35426"},"modified":"2022-11-16T10:11:19","modified_gmt":"2022-11-16T09:11:19","slug":"bessere-bildung-mehr-ungleichheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35426","title":{"rendered":"Bessere Bildung? Mehr Ungleichheit!"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161017_duveneck.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Das &ouml;ffentliche Bildungssystem steckt in der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21109\">Privatisierungszange<\/a>. Allerorten findet <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/111112_wernicke_offene_und_verdeckte_privatisierung_bildung.pdf\">offene oder verdeckte Privatisierung<\/a> entweder von Institutionen oder Wissensinhalten statt. Nur bemerkt das kaum jemand, denn in endloser Litanei vorgetragene <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40010\/1.html\">Reformkonzepte und -versprechen<\/a> seitens der Politik legen stets aufs Neue ideologische Schleier &uuml;ber die katastrophale Situation im deutschen Bildungssystem. Beim Konzept der &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Jens_Wernicke_Vortrag_Paedagogische_Woche-Stand_02112010.pdf\">Kommunalisierung von Bildung<\/a>&ldquo; &ndash; bekannt vor allem unter dem Bertelsmann-Namen &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/unsere-projekte\/abgeschlossene-projekte\/lernen-vor-ort-kommunale-bildungslandschaften\/\">Kommunale Bildungslandschaften<\/a>&ldquo; &ndash; lichtete sich dieser jedoch gerade f&uuml;r einen Moment. Denn <strong>Anika Duveneck<\/strong> von der Freien Universit&auml;t Berlin hat die Entwicklungen des Konzeptes in der Praxis analysiert und ihre besorgniserregende Erkenntnisse soeben in Form eines Buches ver&ouml;ffentlicht. <strong>Jens Wernicke<\/strong> sprach mit ihr.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3351\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-35426-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=35426-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"161017_Bildung_versus_Ungleichheit_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Frau Duveneck, soeben erschien bei Beltz Ihr Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.beltz.de\/fachmedien\/sozialpaedagogik_soziale_arbeit\/buecher\/produkt_produktdetails\/30949-bildungslandschaften_verstehen.html\">Bildungslandschaften verstehen. Zum Einfluss von Wettbewerbsbedingungen auf die Praxis<\/a>&ldquo; &ndash; ein Wissenschaftsbuch, ein Fachbuch, aber auch ein Buch von h&ouml;chster Brisanz. Wie kam es zu dem Buch? Was war ihr handlungsleitendes Motiv, sich dieses Themas und dieser Frage anzunehmen?<\/strong><\/p><p>Als Geographin, die sich schon immer mit Bildungsthemen besch&auml;ftigt, war ich &ndash; wie so viele &ndash; begeistert, als ich das Konzept der Kommunalen Bildungslandschaften kennengelernt habe. Nicht nur, weil es die beiden Bereiche systematisch zusammenbringt, sondern vor allem, weil es auf eine umfassende, partizipative Gestaltung von Bildung vor Ort abzielt, die progressive P&auml;dagoginnen und P&auml;dagogen schon in den sechziger Jahren propagierten. <\/p><p>Nachdem der Reformbedarf des deutschen Bildungssystems sp&auml;testens seit Pisa un&uuml;bersehbar geworden ist, bestimmen nun endlich Forderungen nach Mitbestimmung und einer Bildung, die mehr als Schule ist, den Ton der Debatte. Die Bedingungen f&uuml;r eine bef&auml;higende Gestaltung von Bildung nach fachlichen und sozialen Kriterien waren selten g&uuml;nstig! <\/p><p>Als Stadtgeographin war f&uuml;r mich jedoch fraglich, wie das Konzept praktisch umgesetzt werden soll. Die Krise der kommunalen Haushalte zwingt St&auml;dte und Kreise dazu, betriebswirtschaftlich wie Unternehmen auf dem freien Markt zu agieren. Sie k&ouml;nnen zwar in mehr Bereichen gestalten als fr&uuml;her, jedoch werden ihre Handlungsm&ouml;glichkeiten durch ihre finanzielle Situation auf Ma&szlig;nahmen eingeengt, die ihre sogenannte Wettbewerbsf&auml;higkeit zu verbessern versprechen. <\/p><p>Zudem erh&auml;rteten die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen meine Annahme, dass die progressiven Elemente Kommunaler Bildungslandschaften in der Realit&auml;t gar nicht umgesetzt werden. Kolleginnen und Kollegen zeigten auf, dass die Aufwertung von Jugend- und Freizeiteinrichtungen weit hinter den Erwartungen zur&uuml;ckblieb und Bildungslandschaften zwar partizipative Strukturen aufweisen, jedoch mitnichten Beteiligungslandschaften sind.<\/p><p>Mit meiner Studie wollte ich das Verh&auml;ltnis zwischen dem Konzept auf der einen Seite und den Umsetzungsm&ouml;glichkeiten auf der anderen ausloten, um es realistisch einsch&auml;tzen und im Anschluss daran bestimmen zu k&ouml;nnen, worauf es ankommt, um die progressiven Potenziale tats&auml;chlich in die Praxis zu &uuml;berf&uuml;hren.<\/p><p><strong>Untersucht haben Sie also &hellip; den Unterschied zwischen Proklamation und Praxis, zwischen Ideologie und Realit&auml;t?<\/strong><\/p><p>Ausgangspunkt der Untersuchung war das Verh&auml;ltnis zwischen Proklamation und Praxis des Konzepts. Dabei bin ich darauf gesto&szlig;en, dass es einen Unterschied gibt und das Konzept im Sinne einer Ideologie funktioniert, die f&uuml;r das Allgemeininteresse zu stehen scheint, in der Praxis aber der Durchsetzung bestimmter Interessen dient. <\/p><p><strong>Tats&auml;chlich sind die sogenannten &bdquo;Kommunalen Bildungslandschaften&ldquo; ja von Beginn an mit gro&szlig;en Heilsversprechungen promoted worden &ndash; sei es von Parteien oder auch Gewerkschaften. Ihre Studie ist meines Wissens nach &uuml;berhaupt erst die <a href=\"http:\/\/www.klartext-info.de\/broschueren\/auf_dem_weg_zur_kommunalen_schule.htm\">zweite Expertise<\/a>, die eher Zweifel daran weckt, ob die Verhei&szlig;ungen dieses Konzeptes <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/unsere-projekte\/abgeschlossene-projekte\/lernen-vor-ort-kommunale-bildungslandschaften\/\">aus dem Hause Bertelsmann<\/a> wirklich realistische Prognosen sind. Was genau haben Sie untersucht und was ist Ihr Res&uuml;mee?<\/strong><\/p><p>Es gab und gibt im Feld durchaus kritische Stimmen, die bezweifeln, ob Bildungslandschaften ihrem proklamierten Anspruch &uuml;berhaupt gerecht werden k&ouml;nnen oder in der Praxis nicht letztlich eine ganz andere Funktion erf&uuml;llen. Was es jedoch nicht gab, ist eine Studie, die diese Annahmen systematisch untersucht und den Zusammenh&auml;ngen empirisch nachgeht. <\/p><p>Bei den vorhandenen Studien handelte es sich vor allem um Evaluationen der Umsetzung des Konzeptes, bei denen die strukturellen Bedingungen kein Teil der Analyse sind. Kommunen scheinen dann als neutrale Akteure ohne eigene Interessen zu agieren. Dem ist nat&uuml;rlich nicht so. <\/p><p>Untersucht habe ich, welchen Einfluss es auf Kommunale Bildungslandschaften hat, dass sich St&auml;dte und Kommunen untereinander in einem Wettbewerb befinden. Da dieser in der Praxis nicht offensichtlich ist, sondern das Handeln der Beteiligten strukturell pr&auml;gt, habe ich ein rekonstruktives Verfahren entwickelt, um ihn zu identifizieren. <\/p><p>Ich habe die Entwicklung am Beispiel des &bdquo;Campus R&uuml;tli&ldquo; in Berlin-Neuk&ouml;lln untersucht. Er eignet sich besonders gut, da sich hier alle relevanten Faktoren wie unter einem Brennglas verdichten: Es gab eine massive Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen vor Ort, die auf eine r&auml;umlich stark verdichtete soziale Ungleichheit trifft. Die Auswirkungen traten im Skandal um die R&uuml;tli-Schule deutlich zu Tage, woraus wiederum ein besonders hoher Handlungsdruck f&uuml;r den unterfinanzierten Bezirk resultierte. <\/p><p>Ich habe Interviews mit den Akteuren gef&uuml;hrt, die das Projekt in der Praxis umsetzen, also den Leitungen der Einrichtungen in der R&uuml;tli-Stra&szlig;e, Vertreterinnen und Vertreter lokaler Bildungsinitiativen sowie der Projekt- und Verwaltungsleitung. Die Interviews habe ich systematisch verdichtet, sodass ich am Ende eine Beschreibung des Projektes aus Praxissicht hatte. Die habe ich mit dem Konzept abgeglichen, um das Verh&auml;ltnis zwischen Konzept und Praxis herauszuarbeiten. Schlie&szlig;lich habe ich die Literatur zu Kommunalpolitik unter Wettbewerbsbedingungen dahingehend befragt, wie dieses Verh&auml;ltnis zu bewerten ist. <\/p><p>Das Ergebnis hat mich selber &uuml;berrascht: Die Bedingungen pr&auml;gen die Umsetzung ganz ma&szlig;geblich, im Gegensatz zu den Absichten und Haltungen der beteiligten Akteure&hellip;<\/p><p><strong>&hellip;was so viel hei&szlig;t wie: Das Sein bestimmt das Bewusstsein bzw., es ist vollkommen egal, mit welch hehren Zielen und Utopien einzelne oder alle am Prozess Beteiligten sich einbringen, unterfinanzierte Bildung l&auml;sst sich nicht &bdquo;wegzaubern&ldquo; und als Akteur auf einem Pseudomarkt ist man niemals wirklich autonom?<\/strong><\/p><p>Vollkommen egal ist es nicht, schlie&szlig;lich sind solche Ziele auch die Voraussetzung, um soziale Errungenschaften durchzusetzen. Aber Ziele zu haben, bedeutet eben noch lange nicht, sie auch zu erreichen, ganz im Gegenteil: Konkret konnte ich nachweisen, dass vor allem jene Aspekte, des, wenn Sie so wollen, durchaus vielversprechenden Konzeptes umgesetzt wurden, die einen wettbewerbspolitischen Wert aufweisen, und dass der fachliche Wert von Ma&szlig;nahmen wie einem erweiterten Bildungsverst&auml;ndnis und einer partizipativen Bildungssteuerung dem strukturell untergeordnet worden ist. <\/p><p>Das geht bei der riesigen Diskrepanz zwischen dem Bild von au&szlig;en und von innen los: Obwohl ich mich schon &uuml;ber ein Jahr mit dem Projekt besch&auml;ftigt hatte, war mir nicht klar, dass die Beteiligten &uuml;berhaupt keine zus&auml;tzliche F&ouml;rderung erhalten. Erst in den Interviews habe ich verstanden, dass sich das ganze Projekt aus Ressourcen konstituiert, die entweder T&ouml;pfen entstammen, die etwa f&uuml;r Bau- und Sanierungsma&szlig;nahmen bestimmt sind und damit zu den ganz traditionellen kommunalen Aufgaben geh&ouml;ren und jeder Schule zustehen, oder aber unabh&auml;ngig vom Projekt von freiwilligen Initiativen von Menschen aus dem Stadtteil und der Bildungsarbeit geleistet bzw. eingeworben wurden. <\/p><p>Der Eindruck, es sei viel Geld in Bildung gepumpt worden, ist f&uuml;r die Beteiligten nat&uuml;rlich unbefriedigend, da die Erfolge ihres Engagements und ihrer vielen Arbeit nicht ihnen, sondern stets dem Bezirk zugeschrieben werden. Das gilt f&uuml;r die Schule, die daf&uuml;r aber sehr von der Unterst&uuml;tzung aus dem Umfeld profitiert, aber nochmals mehr f&uuml;r die anderen Einrichtungen, da Schule ja das &bdquo;Zentrum&ldquo; des Projektes ausmacht. <\/p><p>Wettbewerbspolitisch ist das alles sehr schl&uuml;ssig. Um auf den &ouml;ffentlichen Handlungsbedarf zu reagieren, kommt es darauf an, ein entsprechendes Bild zu vermitteln. Was in den Einrichtungen tats&auml;chlich geschieht, ist irrelevant, solange es nur das Bild nicht gef&auml;hrdet. Dazu passt, dass der einzige Posten, der im Rahmen des Projektes neu geschaffen wurde, f&uuml;r den Bereich der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit bestimmt war. <\/p><p>F&uuml;r die Einsch&auml;tzung des Verh&auml;ltnisses zwischen Konzept und Praxis, um das es mir ja ging, macht die Ber&uuml;cksichtigung dieser strukturellen Bedingungen einen fundamentalen Unterschied. Denn es zeigt sich, dass die Diskrepanz zwischen Konzept und Praxis unter wettbewerbspolitischen Gesichtspunkten kein zu &uuml;berwindendes Problem im Anfangsstadium, sondern vielmehr ein grunds&auml;tzliches und strukturelles Problem darstellt. <\/p><p><strong>Wenn ich nachhaken darf: Was also im Kern geschah, ist, dass man ein gut klingendes Konzept &uuml;ber einem Problemviertel ausgesch&uuml;ttet hat, die Beteiligten damit dann aber alleine lie&szlig; &ndash; und zugleich aber &Ouml;ffentlichkeitsarbeit initiierte, die aussagte: &bdquo;Jetzt wird alles besser und gut!&ldquo; Ist das nicht sogar ein doppelter Trick, denn erstens bekommt die Schule real gar nicht mehr Hilfe, sondern der Bezirk nur PR &ndash; und zweitens st&uuml;nden bei allen Fehlern die Engagierten dann ja doch alleine da, da sie sozusagen best&auml;ndig mit einem PR-Bild konfrontiert werden, dass der &Ouml;ffentlichkeit vorgaukelt: &bdquo;So soll und k&ouml;nnte es sein!&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Ja, f&uuml;r die inhaltliche Umsetzung sind alleine die Praxisakteure zust&auml;ndig, daf&uuml;r erhalten sie keine zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung. Die Schule ist da eine Ausnahme, sie profitiert davon, dass die Verwaltung nun im Haus ist, das bedeutet k&uuml;rzere Wege. Grunds&auml;tzlich werden die Bildungsakteure aber mit Problemen konfrontiert, die sich daraus ergeben, dass der Bezirk ganz andere Interessen an kommunalen Bildungsprojekten hat als sie selber. <\/p><p>Perfiderweise wurde das Konzept aus der Praxis entwickelt. Die zentralen Elemente wie die Zusammenarbeit der Einrichtungen in der R&uuml;tli-Stra&szlig;e und die bauliche Umgestaltung zu einem gemeinsamen, nutzbaren Sozialraum stammen aus einem Projekt der Jugendeinrichtung aus dem Jahr 2002, das mit dem Quartiersmanagement in Teilen umgesetzt wurde. <\/p><p>Die Unterst&uuml;tzung durch den Bezirk war verhalten, das Interesse nicht besonders gro&szlig;. Nach dem R&uuml;tli-Skandal hat sich das ge&auml;ndert: Das Konzept wurde durch den Bezirk aufgegriffen und um neue Verwaltungsstrukturen erg&auml;nzt, die nat&uuml;rlich den kommunalen Interessen entsprechen und die Umsetzung in die Praxis ma&szlig;geblich pr&auml;gen. <\/p><p>Probleme in der Umsetzung gibt es dadurch zuhauf, die Akteure in der Praxis sind mit Anspr&uuml;chen konfrontiert, denen sie gar nicht gerecht werden k&ouml;nnen. Dazu kommt, dass diese Probleme angesichts der gro&szlig;en Aufmerksamkeit und dem Ruf als Erfolgsprojekt nicht mehr offen thematisiert werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Wie stark der Ruf gewahrt wird, zeigt sich am Umgang mit einem Interview, das die Leitung der Jugendeinrichtung einer Online-Sch&uuml;lerzeitschrift gegeben hat. Darin verneinte sie die Frage, ob es sich beim Campus R&uuml;tli um ein Modellprojekt handle. Anschlie&szlig;end wurde sie von der Campus-Verwaltung zum Rapport gebeten. Vor dem Hintergrund werden Bedenken, sich auch kritisch &uuml;ber das Projekt zu &auml;u&szlig;ern, nachvollziehbar. <\/p><p><strong>Warum fallen die Leute denn dann auf dieses neue Bildungsverst&auml;ndnis und -konzept herein, sagen Sie?<\/strong><\/p><p>Dass der Bezirk ihr Konzept aufgreift und umsetzt, haben sie zun&auml;chst als Weiterentwicklung ihrer Arbeit verstanden, als Gl&uuml;cksfall. Dazu kommt, dass die Vertreterinnen und Vertreter des Bezirks ja pers&ouml;nlich dasselbe erreichen wollen wie die Praxisakteure, n&auml;mlich die bestm&ouml;gliche F&ouml;rderung der jungen Menschen vor Ort. <\/p><p>Der Interessengegensatz, den ich rekonstruktiv herausgearbeitet habe, ist in der Praxis nicht offensichtlich. Probleme in der Umsetzung wurden h&auml;ufig als Anfangsschwierigkeiten gedeutet, es bestand Hoffnung, dass Verbesserungen eintreten und die Versprechen eingel&ouml;st werden. <\/p><p><strong>Was genau sind die Versprechungen des Konzeptes und was bewirkt es Ihrer Untersuchung nach konkret? Und vor allem: Welche Auswirkungen haben die mit diesem einhergehenden Wettbewerbsbedingungen auf Bildungseinrichtungen und die Bildung selbst?<\/strong><\/p><p>Das Konzept ist dadurch so attraktiv, dass es fachliche, progressive und wirtschaftliche Interessen zu vereinbaren verspricht. Es pl&auml;diert f&uuml;r die &Ouml;ffnung von Bildung an Stellen, an denen sich alle einig sind. Inhaltlich zielt es auf einen erweiterten Bildungsbegriff ab, der den Wert von informeller und non-formaler Bildung f&uuml;r gelingende Lern- und Aufwachsensprozesse anerkennt und eine systematische Zusammenarbeit von Schule, Jugend, Kultur, Sport etc. f&ouml;rdert. <\/p><p>Das entspricht progressiven Forderungen wie auch den ver&auml;nderten Bedarfen der Wirtschaft. Organisatorisch geht es um die &Ouml;ffnung von Steuerungsstrukturen, in die die Beteiligten vor Ort ihr Wissen f&uuml;r die bestm&ouml;gliche F&ouml;rderung der jungen Menschen einbringen k&ouml;nnen. Auch das ist eine alte Forderung, die nun zudem zus&auml;tzliche Ressourcen verspricht, die dringend ben&ouml;tigt werden. Pl&ouml;tzlich scheint alles win-win zu sein, und nicht zuletzt versprechen der weite Bildungsbegriff und die bedarfsorientierte Bildung einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit zu leisten.<\/p><p>Die Vereinbarkeit besteht allerdings nur auf der konzeptionellen Ebene, die von den strukturellen Bedingungen absieht. In der Praxis erfolgt eine einseitige Aufl&ouml;sung der Potenziale in Richtung Wettbewerbsf&auml;higkeit, die auf Kosten der progressiven Seiten geht, f&uuml;r die Bildungslandschaften ihren hohen Zuspruch erhalten. <\/p><p>Partiell k&ouml;nnen wettbewerbs- und fachliche Interessen dabei durchaus ineinanderfallen. So entsprechen das standortpolitische Interesse an der Attraktivit&auml;t der Schulen und das bildungspolitische an ihrer Leistungsf&auml;higkeit durchaus dem fachlichen Interesse von Schulen nach Unterst&uuml;tzung. Auch scheint das standortpolitische Interesse des Bezirks am Zuzug von Mittelschichtsfamilien mit dem Ideal sozial durchmischter Schulen und Stadtteile vereinbar. <\/p><p>Gerade diese Aspekte pr&auml;gen das <em>Bild des Projektes<\/em>. Das darf aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die skizzierte <em>Logik der Unterordnung<\/em> aller progressiven Potentiale dadurch nicht au&szlig;er Kraft gesetzt wird.<\/p><p><strong>Handelt es sich also um ein &hellip; trojanisches Pferd? Ein Konzept, das vorgibt, alles f&uuml;r jeden zu erreichen, ja, dies sogar noch glaubw&uuml;rdig zu Schau tr&auml;gt, letztlich aber auf etwas ganz Anderes orientiert? Im konkreten Fall also etwa eine Aufgabe der staatlich-politischen Steuerung von Bildungseinrichtungen, die einem von m&auml;chtigen Interessen seit Jahrzehnten geforderten &bdquo;Bildungsmarkt&ldquo; in die H&auml;nde spielt? Sprechen wir wom&ouml;glich &uuml;ber so etwas wie eine &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/111112_wernicke_offene_und_verdeckte_privatisierung_bildung.pdf\">heimliche Privatisierung<\/a>&ldquo; im Bildungsbereich?<\/strong><\/p><p>Die heimliche Privatisierung, und das ist vielleicht eines der bedeutendsten Ergebnisse meiner Analyse f&uuml;r die hierzulande gef&uuml;hrte Debatte, ist in der beliebten Wendung &bdquo;Verantwortlichkeiten statt Zust&auml;ndigkeiten&ldquo; angelegt. Erstmal gehen da alle mit, es klingt ja nach einem Pl&auml;doyer f&uuml;r bedarfsorientiertes Handeln statt starrer B&uuml;rokratie.<\/p><p>Erst meine analytische Perspektive macht den Wert von Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r die angestrebte Bildung deutlich: Indem Bereiche wie Bildung zur staatlichen Angelegenheit erkl&auml;rt wurden, wurde sie vom Verwertungsdruck entkoppelt und erm&ouml;glichte Gestaltung nach anderen, wie sozialen, fachlichen oder bef&auml;higenden Kriterien. Die Studie zeigt, dass die b&uuml;rokratischen Zw&auml;nge, die hierbei entstanden sind und von allen Seiten vollkommen zurecht kritisiert werden, die Kehrseite einer solchen Politik darstellen. <\/p><p>Sie zeigt auch, inwiefern die Aufmerksamkeit unter Wettbewerbsdruck auf der &Uuml;berwindung der b&uuml;rokratischen Trennungen liegt, w&auml;hrend die Freir&auml;ume nicht erkannt werden und auch nicht nutzbar erscheinen. Man kann das gut am Bereich der Jugendarbeit verfolgen. Soziale Kompetenzen oder Pr&auml;vention erfahren dort eine Bedeutungsaufwertung, w&auml;hrend die Freir&auml;ume der offenen Kinder- und Jugendarbeit ohne unmittelbaren Bezug zu Schule weiter an Bedeutung und F&ouml;rderung verlieren.<\/p><p>Mit der &Uuml;berwindung staatlicher Zust&auml;ndigkeiten durch lokale Netzwerke werden die Freir&auml;ume f&uuml;r die Gestaltung von Bildung unbeabsichtigt &uuml;berwunden bzw. in Wert gesetzt. Hierbei gehen die Freir&auml;ume von Leistungs- und Konkurrenzdruck verloren. Und durch die &Ouml;ffnung f&uuml;r private Akteure verst&auml;rken sich die sozialen Ungleichheiten. <\/p><p>Zudem ist davon auszugehen, dass sozial benachteiligte Menschen nunmehr weitere, <em>zus&auml;tzliche<\/em> Benachteiligung erfahren. Und nicht zuletzt weichen Freir&auml;ume f&uuml;r die Vermittlung von Reflexionswissen &uuml;ber die gesellschaftlichen Ursachen von Ungleichheit mehr und mehr individualistischen Ans&auml;tzen, die die Verantwortung f&uuml;r Benachteiligung beim Individuum sehen. Die Verantwortungsdelegation im Sinne von &bdquo;Selbst schuld, Chancen hattest Du ja!&ldquo;&hellip; ist auch eine zus&auml;tzliche Dimension der Diskriminierung. <\/p><p>Kurzum: In der Tat stellen die Ver&auml;nderungen im Zuge der Kommunalisierung von Bildung das dar, was man als neoliberale Restrukturierung bezeichnen kann. Das Bild des trojanischen Pferdes hinkt jedoch, da es tr&uuml;gerische Absichten unterstellt. Wenn meine Studie eines deutlich zeigen konnte, dann, dass alle Beteiligten durchweg gute Motive haben und nach bestem Gewissen handeln. Sie engagieren sich aufrichtig, um jungen Menschen beste Chancen zu er&ouml;ffnen. Das Zynische daran ist, dass sie dabei genau die Logik reproduzieren, gegen deren Folgen sich ihr Handeln wendet. <\/p><p><strong>Kritiker sprechen diesbez&uuml;glich sogar von einer &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17438\">Marktbereitung im Bildungswesen<\/a>&ldquo; oder einem &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23149\">Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Bildung<\/a>&ldquo;. Sind das f&uuml;r Sie schlicht Verschw&ouml;rungstheorien oder gibt es Indizien daf&uuml;r, dass an dieser Kritik etwas dran sein k&ouml;nnte oder ist?<\/strong><\/p><p>In meiner Arbeit zeige ich, dass es sich bei den skizzierten Entwicklungen und Problemen keineswegs um Verschw&ouml;rungen, sondern vielmehr um die Eigenlogik von Wettbewerb handelt, die hier eine &auml;u&szlig;erst wirksame Dynamik entfaltet. <\/p><p>Sie funktioniert &uuml;ber die Produktion von Ungleichheit: Die soziale Ungleichheit, auf die Bildungslandschaften reagieren, ist die logische Folge des Abbaus wohlfahrtsstaatlicher Ausgleichsmechanismen seit den siebziger Jahren. Menschen, die t&auml;glich mit der Benachteiligung junger Menschen konfrontiert sind, &uuml;bernehmen oft pers&ouml;nlich Verantwortung, um dort aktiv zu werden, wo es die &ouml;ffentliche Politik nicht tut. Da sie neben ihrer regul&auml;ren Arbeit nur begrenzt Zeit zur Verf&uuml;gung haben, fokussieren sie v&ouml;llig nachvollziehbar auf den Bereich mit der gr&ouml;&szlig;ten Bedeutung f&uuml;r gesellschaftliche Teilhabechancen: den Schulerfolg. <\/p><p>Kommunen sehen sich wiederum darauf angewiesen, diese Aktivit&auml;ten systematisch in &ouml;ffentliches Handeln einzubinden, um &uuml;berhaupt handlungsf&auml;hig sein zu k&ouml;nnen. Die Unterst&uuml;tzung von Schulen ist f&uuml;r sie besonders attraktiv, da Schulen aufgrund ihrer Bedeutung f&uuml;r junge Menschen zu Standortfaktoren f&uuml;r Mittelschichtseltern avanciert sind. Indem ihr Handeln zu einem Teil &ouml;ffentlicher Politik wird, vollziehen sie den Umbau des Bildungssystems nach Wettbewerbs- und Effizienzkriterien &bdquo;von unten&ldquo;. <\/p><p>Dabei haben die beteiligten Akteure vor Ort jedoch durchaus Handlungsspielr&auml;ume, da der Umbau wettbewerbsbedingt auf ihr Handeln angewiesen ist. Entscheidend ist allerdings, dass sie nicht nur auf die wettbewerbsbedingten, dringlichen Problemlagen <em>reagieren<\/em>, denn dann reproduzieren sie die Logik. Es kommt darauf an, Bildung bewusst zu <em>gestalten<\/em>. Das bedeutet etwa, dass Zust&auml;ndigkeiten nicht abgebaut, sondern als Freir&auml;ume verteidigt und bedarfsorientiert weiterentwickelt werden.<\/p><p><strong>Aber fallen Sie da nicht hinter Ihre eigene Analyse zur&uuml;ck? Wie sollen die Engagierten denn Handlungsspielr&auml;ume in Besitz nehmen, wo alles, was man ihnen erlaubt, ein Agieren auf einem diskriminierenden Markt bei zudem massiver Unterfinanzierung der &ouml;ffentlichen Bildungseinrichtungen ist? Ist sie also auch nach Ihrer Expertise denkbar: die gute Schule im Wettbewerb sowie unter den Bedingungen permanenter Ressourcenknappheit?<\/strong><\/p><p>Solange Schule ein Wettbewerbsfaktor ist und Menschen unbezahlt Arbeitskraft zur Verf&uuml;gung stellen, vielleicht, aber das geht nicht lange gut und ist auch nicht w&uuml;nschenswert.  <\/p><p>W&uuml;nschenswert ist, das Konzept der Bildungslandschaften nicht so gut es eben geht unter den gegebenen Bedingungen umzusetzen &ndash; und damit Ideologie zu reproduzieren &ndash; sondern es gezielt als Anlass einzusetzen, um eben diese Bedingungen zu problematisieren und zu &auml;ndern. Wenn Sie wollen, ist das ein radikaler Ansatz, der an die Ursachen der Probleme geht. Hier sehe ich das gro&szlig;e Potenzial des Konzeptes und den Ansatzpunkt daf&uuml;r, dass es nicht l&auml;nger Ideologie bleibt, sondern tats&auml;chlich einen bedarfsorientierten Ver&auml;nderungsprozess in Gang setzt. <\/p><p>Die Analyse zeigt, dass ein solches Vorgehen so herausfordernd ist, wie die Eigendynamik des Wettbewerbes wirkm&auml;chtig. Aber die derzeitige &Ouml;ffnung des Bildungssystems ist so eine gro&szlig;e Chance, dass sie nicht vergeben werden darf. Meine Arbeit soll dazu einen Beitrag leisten.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Anika Duveneck<\/strong>, Jahrgang 1983, Dr. phil, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Futur, dem AB Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung der Freien Universit&auml;t Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kommunale Bildungslandschaften und -netzwerke, Stadtentwicklung sowie Jugendpolitik.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18451\">Sanfte Steuerung neu verpackt: Bildungslobbyisten mit neuer Strategie<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32087\">Der Bildungsputsch<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23149\">Der Schlussverkauf &ouml;ffentlicher Bildung soll beginnen<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35027\">Schulen im W&uuml;rgegriff &ndash; &Uuml;berlegungen zur staatlichen und privatwirtschaftlichen Umklammerung des &ouml;ffentlichen Schulwesens<\/a>&rdquo;<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\"><strong>eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/strong><\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/6bfb8d74dd424300a3baabde0c0710fc\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161017_duveneck.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Das &ouml;ffentliche Bildungssystem steckt in der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21109\">Privatisierungszange<\/a>. Allerorten findet <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/111112_wernicke_offene_und_verdeckte_privatisierung_bildung.pdf\">offene oder verdeckte Privatisierung<\/a> entweder von Institutionen oder Wissensinhalten statt. Nur bemerkt das kaum jemand, denn in endloser Litanei vorgetragene <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/40\/40010\/1.html\">Reformkonzepte und -versprechen<\/a> seitens der Politik legen stets aufs Neue ideologische Schleier<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35426\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,151,209,152],"tags":[232,430,442,1173,408,443],"class_list":["post-35426","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-bildungspolitik","category-interviews","category-schulsystem","tag-bertelsmann","tag-bildungsausgaben","tag-eigenverantwortung","tag-kommunale-schule","tag-soziale-herkunft","tag-standortwettbewerb"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35426","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35426"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90440,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35426\/revisions\/90440"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35426"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35426"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}