{"id":35444,"date":"2016-10-18T08:41:18","date_gmt":"2016-10-18T06:41:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444"},"modified":"2016-10-18T09:06:40","modified_gmt":"2016-10-18T07:06:40","slug":"hinweise-des-tages-2734","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h01\">Die Gr&uuml;nen als Kriegstreiber &ndash; &ldquo;Assad und Putin bomben Syrien zur&uuml;ck in die Steinzeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h03\">E-Mails enth&uuml;llen aggressive Politik von Hillary Clinton gegen&uuml;ber Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h04\">Russia Today beklagt Kontensperrung in Gro&szlig;britannien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h05\">Merkel, die getreue Vasallin der USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h06\">Der Stoff, aus dem Nobelpreise sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h07\">R&uuml;ckgang des Welthandels ist ein Warnschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h08\">Fluchtursachen bek&auml;mpfen hei&szlig;t EPAs abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h09\">Voll auf Deregulierungskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h10\">CETA-Zusatzerkl&auml;rung ist nutzlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h11\">Die Pension aus Diktatorenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h12\">Spiel mit dem Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h13\">Die unertr&auml;gliche Demokratiefeindschaft des Kommando Spezialkr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h14\">Gest&uuml;ckelt und geschleust: Skandale um Parteispenden belasten die GroKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h15\">&bdquo;Plattform Keine Fernstrassengesellschaft&ldquo; warnt vor Blankoscheck bei Bund-L&auml;nder-Verhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h16\">Ehefrau rechnet mit Berliner Polizei ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h17\">Redezeit auf Naxos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h18\">Europas Sozialdemokratie muss sich gegen den Neoliberalismus stellen &ndash; sonst wird sie nicht &uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35444#h19\">Das Letzte &ndash; Kanzlertauglich?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nen als Kriegstreiber &ndash; &ldquo;Assad und Putin bomben Syrien zur&uuml;ck in die Steinzeit&rdquo;<\/strong><br>\nIm Syrienkrieg sterben Zivilisten durch Fassbomben und Bunkerbrecher, Machthaber Baschar al-Assads Truppen attackieren mit russischer Unterst&uuml;tzung sogar Schulen und Krankenh&auml;user. Doch die internationale Gemeinschaft scheint gel&auml;hmt, in Deutschland streitet Angela Merkels Koalition &uuml;ber eine gemeinsame Haltung.<br>\nDie Gr&uuml;nen legen sich jetzt fest: Neue EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland seien &ldquo;die richtige Antwort auf die Unterst&uuml;tzung schlimmster Kriegsverbrechen&rdquo;, sagt Bundeschef Cem &Ouml;zdemir im SPIEGEL-ONLINE-Interview. Pr&auml;sident Wladimir Putin wirft er Skrupellosigkeit vor.<br>\nDoch was kann der Westen konkret gegen das Sterben tun? Im Interview positioniert sich &Ouml;zdemir auch zu milit&auml;rischen Optionen wie einer Flugverbotszone. &ldquo;Wegschauen d&uuml;rfen wir nicht. Die Massaker von Srebrenica und Grosny wiederholen sich in Aleppo&rdquo;.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Warum protestieren die Gr&uuml;nen nicht gegen Russlands Bombardements in Syrien? Ist die Friedensbewegung tot?<br>\n&Ouml;zdemir: Mit manchen Friedensdemos dieser Tage kann ich tats&auml;chlich wenig anfangen, wenn sie Russland als Kriegshelfer ignorieren oder sch&ouml;nreden. Dabei m&uuml;ssen wir die Situation klar benennen: Wir haben es in Syrien mit schwersten Kriegsverbrechen zu tun. Baschar al-Assads Armee massakriert die Zivilbev&ouml;lkerung, erstickt dabei auch den letzten Funken Humanit&auml;t, den es in einem Krieg geben kann, n&auml;mlich das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht. Und Russland sorgt daf&uuml;r, dass das Sterben weitergeht. Es ging Wladimir Putin nie darum, den &ldquo;Islamischen Staat&rdquo; zu besiegen. Er will einen Massenverbrecher, der eigentlich vor das Weltstrafgericht in Den Haag geh&ouml;rt, an der Macht halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cem-oezdemir-assad-und-putin-bomben-syrien-zurueck-in-die-steinzeit-a-1116611.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.K.:<\/strong> im neuesten SPON-Interview zum Syrien-Krieg fordert Cem &Ouml;zdemir den Westen zum Eingreifen gegen Russland auf. Zudem erkl&auml;rt er, die Libyen-Enthaltung der damaligen schwarz-gelben Koalition sei falsch gewesen. Zweifellos wird dieser Irrsinn die vollkommen entpolitisierte und selbstgef&auml;llige GR&Uuml;NEN-W&auml;hlerschaft nicht dazu bringen, der f&uuml;hrenden Bellzisten- und Dummschw&auml;tzerpartei ihre Sympathien zu entziehen. Ob aber die Nachdenkseiten weiter f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n werben wollen? Nachdem es Rot-Gr&uuml;n war, dass mit den Menschenrechtskriegen begonnen hat und sicherlich da gern wieder ankn&uuml;pfen m&ouml;chte?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unser Leser stellt die richtige Frage. Was soll sich mit solchen Kriegstreibern wie &Ouml;zdemir, und G&ouml;ring-Eckardt bei einer rot-rot-gr&uuml;nen Koalition &auml;ndern? Es ist nat&uuml;rlich reiner Zufall, das sich &Ouml;zdemir im Spiegel und G&ouml;ring-Eckardt <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35418#h03\">in der FAZ<\/a> gleichzeitig und fast v&ouml;llig gleichlautend &auml;u&szlig;ern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Good Deaths in Mosul, Bad Deaths in Aleppo<\/strong><br>\nAs the U.S.-backed offensive in Mosul, Iraq, begins, the mainstream U.S. media readies the American people to blame the terrorists for civilian casualties but the opposite rules apply to Syria&rsquo;s Aleppo, reports Robert Parry.<br>\nNote how differently The New York Times prepares the American public for civilian casualties from the new U.S.-backed Iraqi government assault on the city of Mosul to free it from the Islamic State, compared to the unrelenting condemnation of the Russian-backed Syrian government assault on neighborhoods of east Aleppo held by Al Qaeda.<br>\nIn the case of Mosul, the million-plus residents are not portrayed as likely victims of American airstrikes and Iraqi government ground assaults, though surely many will die during the offensive. Instead, the civilians are said to be eagerly awaiting liberation from the Islamic State terrorists and their head-chopping brutality.<br>\n&ldquo;Mosul&rsquo;s residents are hoarding food and furtively scrawling resistance slogans on walls,&rdquo; writes Times&rsquo; veteran war correspondent Rod Nordland about this week&rsquo;s launch of the U.S.-backed government offensive. &ldquo;Those forces will fight to enter a city where for weeks the harsh authoritarian rule of the Islamic State &hellip; has sought to crack down on a population eager to either escape or rebel, according to interviews with roughly three dozen people from Mosul. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2016\/10\/17\/good-deaths-in-mosul-bad-deaths-in-aleppo\/\">Robert Parry auf Consortiumnews<\/a><\/li>\n<li><strong>Amnesty warnt vor Menschenrechtsverletzungen im Kampf um Mossul<\/strong>\n<ul>\n<li>Durch den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Mossul k&ouml;nnte es zu Menschenrechtsverletzungen kommen, f&uuml;rchtet Amnesty International.<\/li>\n<li>Sunnitischen Zivilisten im Irak k&ouml;nnten von schiitischen Milizen und Regierungstruppen f&uuml;r Taten des IS verantwortlich gemacht und misshandelt werden.<\/li>\n<li>EU-Sicherheitskommissar King h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich, dass aus der IS-Hochburg Mossul gewaltbereite IS-K&auml;mpfer nach Europa zur&uuml;ckkommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angesichts der Gro&szlig;offensive zur R&uuml;ckeroberung der irakischen Stadt Mossul aus den H&auml;nden der Terrormiliz Islamischer Staat warnt Amnesty International vor schweren Menschenrechtsverletzungen. Bei der R&uuml;ckeroberung von Falludscha im Mai und Juni seien Tausende fliehende Zivilisten Opfer von Folter, willk&uuml;rlicher Inhaftierung und au&szlig;ergerichtlichen Hinrichtungen geworden, hei&szlig;t es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation, der auf Gespr&auml;chen unter anderem mit ehemaligen Gefangenen und Augenzeugen basiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kampf-gegen-is-im-irak-amnesty-warnt-vor-menschenrechtsverletzungen-im-kampf-um-mossul-1.3210323\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>E-Mails enth&uuml;llen aggressive Politik von Hillary Clinton gegen&uuml;ber Lateinamerika<\/strong><br>\nAngesichts der nahenden Pr&auml;sidentschaftswahlen in den USA weisen Lateinamerika-Experten in den USA auf die zu erwartende aggressive Lateinamerika-Politik der Kandidatin der Demokratischen Partei, Hillary Clinton, hin. Eine interventionistische Linie gegen&uuml;ber den Staaten Lateinamerikas habe bereits ihre Amtszeit als Au&szlig;enministerin (2010-2013) bestimmt. Verwiesen wird dabei vornehmlich auf ihre &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen und Entscheidungen, aber auch auf Informationen aus geleakten E-Mails der Politikerin.<br>\nNun wurden von Aktivisten im &ldquo;Hillary Clinton Email Archiv&rdquo; der Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks umfangreiche Mailwechsel gesichtet und online gestellt. Sie offenbaren, welche Ansichten die damalige Ministerin und wohl auch breite Kreise des au&szlig;enpolitischen Establishments in Washington vertreten haben und wahrscheinlich immer noch vertreten. In einem Blog aus den USA wurden nun Ausz&uuml;ge daraus zitiert und kritisch kommentiert. Aus dem Material geht ungesch&ouml;nt hervor, welche strategischen au&szlig;enpolitischen Ziele die US-Administration verfolgte und mit welchen Ma&szlig;nahmen dies durchgesetzt werden sollte.<br>\nHervorzuheben ist vor allem, dass das linksgerichtete Venezuela unter dem damaligen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez als Gegner angesehen wurde. Und es wird deutlich, dass eine direkte Konfrontation als nicht m&ouml;glich und nicht sinnvoll erachtet wurde. Vielmehr wurde versucht, andere Regierungen der Region gegen&uuml;ber Venezuela aufzuwiegeln. Sie sollten dazu gebracht werden, sich f&uuml;r politische Ver&auml;nderungen in Venezuela einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/10\/162213\/lateinamerika-hillary-clinton\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russia Today beklagt Kontensperrung in Gro&szlig;britannien<\/strong><br>\nDer TV-Sender Russia Today steht dem Kreml sehr nahe. In Gro&szlig;britannien kommt die Station nun offenbar nicht mehr an ihr Geld heran &ndash; wegen einer Kontensperrung ohne M&ouml;glichkeit zum Widerspruch.<br>\nDie britische Bank NatWest hat offenbar Konten des staatlichen Fernsehsenders Russia Today (RT) gesperrt. &ldquo;Sie haben unsere Konten in Gro&szlig;britannien geschlossen. Alle unsere Konten&rdquo;, zitiert der britische Rundfunk BBC einen Tweet der RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan. Ein Widerspruch sei nicht zul&auml;ssig, schreibe sie weiter, und ende mit den Worten: &ldquo;Gelobt sei die Meinungsfreiheit!&rdquo; [&hellip;]<br>\nGr&uuml;nde f&uuml;r die K&uuml;ndigung werden nicht genannt. Es hei&szlig;t lediglich, die Bank sei nach &ldquo;einer &Uuml;berpr&uuml;fung der Bankvereinbarungen&rdquo; mit RT zu dem Schluss gekommen, dass sie &ldquo;diese Einrichtungen&rdquo; nicht weiter zur Verf&uuml;gung stellen werde. Die Bank &auml;u&szlig;erte sich auf Anfrage nicht zu dem Brief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/russia-today-beklagt-kontensperrung-in-grossbritannien-a-1116981.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Good bye Pressfreiheit. Nun stellen wir uns einmal f&uuml;r einen Moment vor, wie gro&szlig; die mediale Emp&ouml;rung w&auml;re, wenn Russland die Konten des Russlanddienstes der Deutschen Welle oder gar der BBC sperren w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel, die getreue Vasallin der USA<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel hat US-Pr&auml;sident Obama zugesichert, den Milit&auml;r-Etat von 1,2 Prozent auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erh&ouml;hen &ndash; auf mehr als 60 Milliarden Euro. Zum Vergleich: F&uuml;r Entwicklungshilfe gibt Deutschland zurzeit gerade einmal 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, deutlich weniger als die eigentlich international zugesagten 0,7 Prozent und verglichen mit den Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung und Krieg besch&auml;mend.<br>\nMit ihrer jahrelangen Weigerung, mehr Geld f&uuml;r den Kampf gegen den millionenfachen Hungertot in Afrika bereitzustellen, ihren Waffenexporten, ihrer Unterst&uuml;tzung des &bdquo;gro&szlig;en Bruders&ldquo; USA bei seinen &Ouml;l- und Gaskriegen und ihrem Festhalten an &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo;, die die Wirtschaft &auml;rmerer L&auml;nder niederkonkurrieren, schafft Frau Merkel Tag f&uuml;r Tag die Voraussetzungen daf&uuml;r, dass immer mehr Menschen vor Krieg, Hunger und Armut fliehen m&uuml;ssen. Wann lernt sie es endlich?<br>\nWelch eine Ver&auml;nderung: Der Friedensnobelpreistr&auml;ger Willy Brandt warb als deutscher Bundeskanzler daf&uuml;r, die weltweiten R&uuml;stungsausgaben zu k&uuml;rzen und mit den freiwerdenden Milliarden Krankheit und Hunger in den L&auml;ndern Afrikas und Asiens zu bek&auml;mpfen. Die v&ouml;llig &uuml;bersch&auml;tzte heutige Amtsinhabern will jetzt, nach dem Abbau des Sozialstaates, der Gef&auml;hrdung der europ&auml;ischen Einheit durch ihre Alleing&auml;nge und der Aufgabe der Ost- und Entspannungspolitik, die Milit&auml;rausgaben deutlich steigern.<br>\nWilly Brandt stand f&uuml;r Frieden, Entspannung, Abr&uuml;stung und Hilfe f&uuml;r die Dritte Welt. Merkel steht f&uuml;r Aufr&uuml;stung, Waffenexporte, Unterst&uuml;tzung der &Ouml;l- und Gaskriege der USA und Konfrontation mit Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1202367273158071\/?type=3&amp;pnref=story\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Stoff, aus dem Nobelpreise sind<\/strong><br>\nTrotz gelegentlicher Kritik gilt der Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften immer noch als die h&ouml;chste Auszeichnung, die einem &Ouml;konomen zuteilwerden kann. Der Eindruck, dass die Geehrten einen immensen Beitrag zum Erkenntnisfortschritt geleistet haben, beruht  darauf, dass sich kaum jemand n&auml;her mit deren Arbeiten besch&auml;ftigt und die Medien h&auml;ufig nur sehr oberfl&auml;chlich dar&uuml;ber berichten. Hier soll etwas genauer hingeschaut werden.<br>\nHeiner Flassbeck hat in der letzten Woche die Verleihung des diesj&auml;hrigen Nobelpreises f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an Oliver Hart und Bengt Holmstr&ouml;m kommentiert. Er stellt fest, dass es eigentlich keinen Grund gibt, sich mit dieser zweifelhaften Ehrung intensiv auseinanderzusetzen, die &uuml;brigens gar nicht &ndash; wie die f&uuml;nf &bdquo;echten&ldquo; Nobelpreise &ndash; auf Alfred Nobel, sondern auf die extrem konservative Schwedische Reichsbank zur&uuml;ckgeht und erst 1969 ins Leben gerufen wurde.<br>\nDa aber von der Vergabe des Wirtschaftsnobelpreises hierzulande immer noch in fast allen Medien geradezu ehrf&uuml;rchtig berichtet wird, ist es vielleicht doch noch einmal geboten, sich etwas ausf&uuml;hrlicher mit der Thematik zu besch&auml;ftigen. Dabei soll nicht bestritten werden, dass unter den Wirtschaftsnobelpreistr&auml;gern durchaus einige sind (z.B. Gunnar Myrdal 1974, William Vickrey 1996 oder Joseph Stiglitz 2001), die sehr konstruktive Beitr&auml;ge zur Weiterentwicklung der Wirtschaftswissenschaften geleistet haben, auch wenn wir l&auml;ngst nicht mit allem &uuml;bereinstimmen, was sie vertreten.<br>\nLeider aber wurde der Nobelpreis bislang weit &uuml;berwiegend an &Ouml;konomen vergeben, die der Neoklassik und dabei speziell dem &bdquo;Monetarismus&ldquo; oder der &bdquo;Neuen Klassischen Makro&ouml;konomik&ldquo; zuzuordnen sind oder dieser Theorierichtung zumindest nahestehen (wir sind auf diese Theorien hier kurz eingegangen), beispielsweise an Milton Friedman 1976, Robert Lucas 1995 oder Thomas Sargent 2011, um nur einige wenige zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/der-stoff-aus-dem-nobelpreise-sind\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>R&uuml;ckgang des Welthandels ist ein Warnschuss<\/strong><br>\nWeltweit seien die Exporte zur&uuml;ckgegangen, sagte der &Ouml;konom Heribert Dieter im Deutschlandfunk. Dies berge ein &ouml;konomisches und auch ein politisches Risiko &ndash; denn Staaten, die weniger miteinander Handel trieben, gerieten eher in Konfliktsituationen. Trotzdem sei in vielen OECD-L&auml;ndern keine Bereitschaft zu einer Handelsliberalisierung zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freihandel-rueckgang-des-welthandels-ist-ein-warnschuss.694.de.html?dram:article_id=368667\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oh je, was f&uuml;r eine durchsichtige Propaganda f&uuml;r TTIP und Ceta. Deutschland hat im vergangenen Jahr den h&ouml;chsten Export&uuml;berschu&szlig; aller Zeiten erzielt. Irgendwie kann an der Aussage etwas nicht stimmen? Wenn das so ist, dass Staaten, die weniger miteinander Handel treiben, eher in Konfliktsituationen geraten, warum hebt man dann nicht alle Sanktionen gegen Russland auf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fluchtursachen bek&auml;mpfen hei&szlig;t EPAs abschaffen<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Weltern&auml;hrungstages am vergangenen Sonntag weist Attac auf die erwarteten Auswirkungen der in dieser Woche in Kraft getretenen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) der EU mit Namibia, Botswana, Swasiland, S&uuml;dafrika und Lesotho hin: Durch die Freihandelsabkommen werden Entwicklungschancen, Lebensgrundlagen und M&auml;rkte zerst&ouml;rt, wodurch weiter Menschen in die Flucht getrieben werden. Weitere afrikanische L&auml;nder, die noch nicht unterzeichnet haben und Einw&auml;nde erheben, werden durch die EU massiv unter Druck gesetzt.<br>\nDie Auswirkungen der EPAs ist bereits aus anderen afrikanischen L&auml;ndern bekannt: Durch die erzwungene &Ouml;ffnung der jeweiligen M&auml;rkte f&uuml;r europ&auml;ische Produkte verdr&auml;ngen EU-Importe lokal produzierte Waren, da sie meist wettbewerbsf&auml;higer und teils stark subventioniert sind. Dies<br>\nf&uuml;hrt zu einer existenziellen Bedrohung und Zerst&ouml;rung der schw&auml;cheren kleinindustriellen und landwirtschaftlichen Produktion. &ldquo;In Deutschland und Europa werden Menschen, die aufgrund von Perspektivlosigkeit, Hunger und Armut die Flucht antreten, abgewiesen, obwohl die EU mit ihrer<br>\nHandelspolitik viele Gr&uuml;nde f&uuml;r die Flucht der Menschen schafft&rdquo;, kritisiert Thomas Eberhardt-K&ouml;ster, Mitglied im Attac-Koordinierungskreis. Des Weiteren f&uuml;hrt der Zollabbau f&uuml;r 86 Prozent der Einfuhren zu finanziellen L&uuml;cken in den jeweiligen Haushalten.<br>\nNoch nicht alle afrikanischen L&auml;nder haben sich dem erpresserischen Verhandlungsdruck der EU gebeugt. So gibt es beispielsweise in Tansania Widerstand gegen eine Unterzeichnung der EPAs. &ldquo;Zu den umstrittenen Klauseln geh&ouml;rt die sogenannte Meistbeg&uuml;nstigungsklausel, die strategische Partnerschaften Ostafrikas mit Schwellenl&auml;ndern faktisch verhindert&rdquo;, stellt Roland S&uuml;&szlig;, Attac-Handelsexperte, fest. &ldquo;Vor allem die Liberalisierung des industriellen Sektors w&uuml;rde alle Bem&uuml;hungen um eine weitere Industrialisierung in Ostafrika zunichtemachen&rdquo;, f&uuml;hrt S&uuml;&szlig; fort. Dabei f&auml;llt vor allem der erpresserische Umgang der EU mit den L&auml;ndern auf, die Einw&auml;nde gegen eine Unterzeichnung der<br>\nFreihandelsabkommen erheben. &bdquo;Immer wieder legte die EU einseitig neue Fristen fest, bis zu denen die Verhandlungen abgeschlossen sein mussten und drohte den pr&auml;ferenziellen Zugang zu Europas M&auml;rkten zu entziehen&ldquo;, so S&uuml;&szlig;. Dass Tansania kein Einzelfall sei, zeigen auch die Verhandlungen mit Nigeria, das sich noch gegen eine Unterzeichnung wehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/fluchtursachen-bekaempfen-heisst-epas-abschaffen\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Voll auf Deregulierungskurs<\/strong><br>\nDie EU fordert bei den Verhandlungen &uuml;ber das geplante Dienstleistungsabkommen Tisa entgegen bisherigen Aussagen die &bdquo;Liberalisierung&ldquo; aller &ouml;ffentlichen Dienstleistungen. Dabei geht es um Privatisierung, Deregulierung und m&ouml;glichst uneingeschr&auml;nkten Zugang f&uuml;r ausl&auml;ndische Unternehmen, insbesondere in L&auml;ndern des S&uuml;dens. Das geht aus einem von der EU Ende Juni am Genfer Verhandlungstisch pr&auml;sentierten Forderungskalatog hervor, den Wikileaks kurz vor der am Montag in Washington er&ouml;ffneten 27. Tisa-Verhandlungsrunde ins Internet gestellt hat.<br>\nWeitere Dokumente belegen zudem, dass die seit der Weltwirtschaftskrise von 2008 verst&auml;rkt geforderte Regulierung von Finanzdienstleistungen nach dem f&uuml;r kommenden Dezember angestrebten Abschluss eines Tisa-Abkommens zumindest in den 50 Vertragsstaaten kaum mehr m&ouml;glich w&auml;re. Zudem k&ouml;nnten die Regierungen selbst kleine lokale einheimische Unternehmen nicht mehr bevorzugt behandeln und vor &uuml;berm&auml;chtiger Konkurrenz ausl&auml;ndischer Konzerne sch&uuml;tzen.<br>\nAn den 2012 von der EU, den USA und Australien initiierten Tisa-Verhandlungen sind 20 weitere L&auml;nder beteiligt. Das EU-Dokument nennt im Detail die Forderungen Br&uuml;ssels an die anderen Staaten. Von Chile etwa verlangt die EU-Kommission die &bdquo;Liberalisierung&ldquo; etwa von Post, Telekommunikation und Abfallsammlung. &Auml;hnliche Forderungen &ndash; zum Beispiel nach &Uuml;bernahme von bis zu 100 Prozent lokaler Fernseh- und Radiostationen durch ausl&auml;ndische Konzerne &ndash; richtet die EU an Kolumbien, Costa Rica, Mexiko, Pakistan, Panama, Paraguay und Peru. Ausdr&uuml;cklich verlangt die EU von diesen L&auml;ndern, Bestimmungen abzuschaffen, wonach Privatisierungen etwa der kommunalen Wasserversorgung, die sich als sch&auml;dlich f&uuml;r Verbraucher oder Umwelt erweisen, wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden k&ouml;nnen.<br>\nDie EU-Kommission und auch die deutsche Bundesregierung haben bislang immer behauptet, &ouml;ffentliche Dienstleistungen seien von den Tisa-Verhandlungen ausgenommen. Der Trick ist: Im allgemein gehaltenen Haupttext des geplanten Abkommens werden &ouml;ffentliche Dienstleistungen eng als solche definiert, die f&uuml;r die Verbraucher v&ouml;llig kostenfrei sind. Das trifft heute in den meisten Staaten aber h&ouml;chstens noch auf die Feuerwehr oder den Katastrophenschutz zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Verhandlungen-zum-Tisa-Vertrag\/!5345848\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CETA-Zusatzerkl&auml;rung ist nutzlos<\/strong><br>\nDie Bef&uuml;rworter von CETA verweisen gern auf eine sogenannte Auslegungserkl&auml;rung von EU und Kanada, mit dem auf die Kritik gegen das umstrittene Freihandelsabkommen reagiert werden soll. Doch diese Auslegungserkl&auml;rung ist laut einem von den Gr&uuml;nen beauftragten Rechtsgutachten offenbar nutzlos: Wesentliche Kritikpunkte an dem umstrittenen Pakt k&ouml;nnten so nicht ausger&auml;umt werden, hei&szlig;t es in einer Expertise des N&uuml;rnberger V&ouml;lkerrechtlers Markus Krajewski, &uuml;ber die die &raquo;Rheinische Post&laquo; berichtet. &raquo;Im Ergebnis l&auml;sst sich festhalten, dass die Gemeinsame Auslegungserkl&auml;rung die bisherige Kritik am CETA-Kapitel zum Investitionsschutz nicht relativiert, da f&uuml;r keine der umstrittenen und kritischen Punkte rechtssichere Verbesserungen oder L&ouml;sungen angeboten werden&laquo;, hei&szlig;t es darin unter anderem.<br>\nSPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will dem vorl&auml;ufigen Inkrafttreten von CETA bereits am Dienstag im EU-Handelsministerrat zustimmen. Das Abkommen ist weithin umstritten, erst am Samstag haben in mehreren europ&auml;ischen L&auml;ndern tausende Menschen dagegen protestiert. In Deutschland richtet sich unter anderem die Linkspartei gegen CETA. Gr&uuml;nen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte nun mit Blick auf das Gutachten, &raquo;die Bewertung l&auml;sst an Deutlichkeit nichts zu w&uuml;nschen &uuml;brig: Die hektischen Rettungsversuche von Herrn Gabriel f&uuml;r CETA sind auf ganzer Linie unglaubw&uuml;rdig&laquo;. Die nachtr&auml;gliche Erkl&auml;rung &raquo;entpuppt sich immer mehr als Luftnummer&laquo;, so die Gr&uuml;nen-Expertin Katharina Dr&ouml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1028987.gutachten-ceta-zusatzerklaerung-ist-nutzlos.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bedauerlich ist auch, dass sich auf dem SPD-Parteikonvent eine Mehrheit der Delegierten von dieser &ldquo;Luftnummer&rdquo; hat &uuml;berzeugen lassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Pension aus Diktatorenzeiten<\/strong><br>\nTausende Menschen gingen in vielen St&auml;dten auf die Stra&szlig;e. Die Rentner erhalten weniger, als sie eingezahlt haben. Fast die H&auml;lfte lebt unter der Armutsgrenze.<br>\nIn Chile haben tausende Menschen zum dritten Mal innerhalb weniger Monate f&uuml;r ein Ende des privaten Rentensystems protestiert. Trotz Regens gingen nach Angaben der Veranstalter am Sonntag rund 70.000 Menschen in der Hauptstadt Santiago auf die Stra&szlig;e, wie die Zeitung El Mostrador in ihrer Onlineausgabe berichtete. Die Polizei sprach von lediglich 5.000 Teilnehmern.<br>\nAuch in zahlreichen anderen St&auml;dten gab es Protestm&auml;rsche. Die Demonstranten forderten die Abschaffung des kapitalgedeckten Rentensystems, das in den 1980er Jahren unter Diktator Augusto Pinochet eingef&uuml;hrt wurde und viele Menschen in die Altersarmut dr&auml;ngt.<br>\nBereits im Juli waren rund 750.000 Menschen f&uuml;r eine staatlich finanzierte Rente auf die Stra&szlig;e gegangen. Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet legte im August Reformvorschl&auml;ge vor, welche die Demonstranten allerdings nicht &uuml;berzeugten.<br>\nChile ist eines der wenigen L&auml;nder weltweit, das sein Sozialversicherungssystem privatisiert hat. Mehrere Studien haben die gro&szlig;en Defizite des Rentensystems mit hohen willk&uuml;rlich festgesetzten Verwaltungskosten belegt. Zudem bekommen Rentner weit weniger als die eingezahlten Beitr&auml;ge heraus. Nach Angaben der Protestbewegung erhalten knapp 80 Prozent der Senioren weniger Rente als der gesetzlich festgelegte Mindestlohn (rund 340 Euro), 44 Prozent leben demnach unter der Armutsgrenze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Proteste-gegen-private-Rente-in-Chile\/!5348892\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spiel mit dem Weltkrieg<\/strong><br>\nHochrangige Milit&auml;rs und Experten warnen mit Blick auf Forderungen nach der Verh&auml;ngung einer Flugverbotszone &uuml;ber Syrien und nach der Lieferung von Flugabwehrraketen an aufst&auml;ndische Milizen vor einem offenen Krieg zwischen Russland und den USA. Entsprechende Forderungen sind auch von prominenten deutschen Politikern erhoben worden. Wie der Vorsitzende der US Joint Chiefs of Staff feststellt, w&uuml;rde die Ausrufung einer Flugverbotszone &uuml;ber Syrien &ldquo;es erforderlich machen, gegen Russland Krieg zu f&uuml;hren&rdquo;. Dmitri Trenin, ein prominenter Au&szlig;enpolitik-Experte vom Carnegie Moscow Center, warnt, Syrien k&ouml;nne sich, liefere man den Aufst&auml;ndischen Flugabwehrraketen, &ldquo;in ein Schlachtfeld&rdquo; zwischen Russland und den Vereinigten Staaten verwandeln. Trenin zufolge ist der Machtkampf um Syrien auch das Ergebnis des russischen Wiederaufstiegs in den vergangenen Jahren, der es Moskau erlaubt, zum ersten Mal au&szlig;erhalb der Grenzen der ehemaligen Sowjetunion milit&auml;risch zu intervenieren und damit &ldquo;das faktische Monopol&rdquo; der USA &ldquo;auf den weltweiten Einsatz von Gewalt&rdquo; zu brechen. In der Bundesrepublik erhobene Forderungen nach einer Versch&auml;rfung der Russlandsanktionen zielen darauf ab, Moskaus Wiederaufstieg zu stoppen und die westliche Hegemonie zu bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59463\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die unertr&auml;gliche Demokratiefeindschaft des Kommando Spezialkr&auml;fte<\/strong><br>\nMit verdeckten Gesichtern werden sie losgelassen, um tabula rasa zu machen. Sie gehen bis zum Ende, t&ouml;ten, verletzen und f&uuml;hlen sich dabei noch als selbstlose K&auml;mpfer f&uuml;r Freiheit, Demokratie und das deutsche Grundgesetz. Dessen Boden haben sie jedoch mit jedem ihrer Eins&auml;tze hinter sich gelassen: die Rede ist vom Kommando Spezialkr&auml;fte (KSK) der Bundeswehr.<br>\n1996 gegr&uuml;ndet, sollte es zuvorderst eingesetzt werden, um deutsche Geiseln aus Kriegsgebieten zu befreien. Es galt die deutsche Flagge in den Boden der internationalen Spezialkr&auml;fte zu stecken, um f&uuml;r den Fall, dass Deutsche befreit werden m&uuml;ssen, nicht auf ausl&auml;ndische Spezialkr&auml;fte angewiesen zu sein. Wie viele Menschen jedoch mit Hilfe des KSK tats&auml;chlich befreit wurden und nicht etwa durch L&ouml;segeldzahlungen oder Verhandlungen ist unbekannt. Ob daf&uuml;r die Millionen f&uuml;r das KSK tats&auml;chlich sinnvoll waren, und nicht lieber das gleiche Geld in gute Diplomat_innen und L&ouml;segelder investiert worden w&auml;re, bleibt also ein Geheimnis. Erst 2015 zeigte das Beispiel einer entf&uuml;hrten Entwicklungshelferin in Afghanistan, dass trotz gro&szlig;en Aufgebots vom KSK und dem Hackerkommando der Bundeswehr, die gleich Teile des ganzen afghanischen Mobilfunknetzes angriff, zum Schluss die Rettung der Person &uuml;ber eine L&ouml;segeldzahlung erfolgte &ndash; vermutlich mit einem Bruchteil dessen, was der ganze Einsatz des Milit&auml;rs gekostet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/10\/17\/unkontrollierte-gewalt\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gest&uuml;ckelt und geschleust: Skandale um Parteispenden belasten die GroKo<\/strong><br>\nEin Jahr vor der Bundestagswahl belasten zwei Parteispendenskandale die Gro&szlig;e Koalition. SPD und CDU sollen illegale Spenden angenommen haben, auch gegen die CSU wird ermittelt. Beide F&auml;lle wurden durch Schwachstellen im Parteiengesetz erm&ouml;glicht &ndash; und beide flogen nur durch Zufall auf.<br>\nIn Regensburg soll Oberb&uuml;rgermeister Joachim Wolbergs (SPD) f&uuml;r seinen Wahlkampf rund 600.000 Euro von drei Bauunternehmenerhalten haben. Das Geld soll teils &uuml;ber Strohleute geflossen sein, in Tranchen unter 10.000 Euro &ndash; also unterhalb der Schwelle, ab der Parteien die Namen von Spendern ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen. Die Bundestagsverwaltung pr&uuml;ft, ob die SPD gegen das Parteiengesetz versto&szlig;en hat. Dies besagt, dass Parteien keine Spenden annehmen d&uuml;rfen, die offensichtlich zur Umgehung der Transparenzpflicht gest&uuml;ckelt wurden. Der SPD drohen Strafzahlungen von mehr als einer Million Euro.<br>\nAuch die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Korruption. Die von ihr beschlagnahmten Unterlagen sollen dabei auch jahrelange Spenden derselben Bauunternehmen an die bis 2014 regierende CSU betreffen. Der Verdacht: Durch Spenden und die Vergabe lukrativer Posten entstand ein besonders dichter Bau-Filz made in Regensburg. So erhielt der fr&uuml;here CSU-Oberb&uuml;rgermeister Schaidinger nach dem Ausscheiden aus dem Amt einen gut dotierten Beratervertrag bei einer der Baufirmen. Und noch nach Beginn des Ermittlungsverfahrens machte OB Wolbergs den mutma&szlig;lichen &bdquo;Architekten&ldquo; (Spiegel) des Spendensystems zum neuen Technischen Leiter der kommunalen Wohnungsgesellschaft Stadtbau GmbH &ndash; obwohl es zwei Bewerberinnen mit h&ouml;herer Qualifikation gab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/10\/gestueckelt-und-geschleust-skandale-um-parteispenden-belasten-die-groko\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Plattform Keine Fernstrassengesellschaft&ldquo; warnt vor Blankoscheck bei Bund-L&auml;nder-Verhandlungen<\/strong><br>\nBei den Verhandlungen &uuml;ber den Bund-L&auml;nder-Finanzausgleich soll auch &uuml;ber die Gr&uuml;ndung einer Bundesfernstra&szlig;engesellschaft und damit &uuml;ber die &Uuml;bertragung der Auftragsverwaltung von den L&auml;ndern auf den Bund entschieden werden. Der zugeh&ouml;rige Punkt steht ganz oben auf einer 15-Punkte-Liste des Finanzministeriums, das dem B&uuml;ndnis vorliegt. Dabei gibt es nach Auskunft der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der Abgeordneten Sabine Leidig, Fraktion DIE LINKE, keinen abgestimmten Entwurf der Bundesregierung zur Frage.<br>\nF&uuml;r die Reform wird eine &Auml;nderung des Grundgesetzes erforderlich sein. Wie der fehlende abgestimmte Entwurf zeigt, wird von den L&auml;ndern offenbar erwartet, dass sie einen Blankocheck unterschreiben. Gegen die Reform gibt es in den L&auml;nder seit l&auml;ngerem erheblichen Widerstand. Auch die in der &bdquo;Plattform gegen eine Bundesfernstra&szlig;engesellschaft&ldquo; zusammengeschlossenen Gewerkschaften, Umweltverb&auml;nde und B&uuml;rgerinitiativen lehnen das Vorhaben ab.<br>\nLaura Valentukeviciute von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand:<br>\n&ldquo;Die Zentralisierung f&uuml;hrt direkt in die  Privatisierung des Autobahnbaus. Private Investoren k&ouml;nnten sich beteiligen, entweder direkt oder in einzelnen Autobahnprojekten. Beides wird richtig teuer, zudem geht die demokratische Kontrolle verloren. Die letze Haushaltsdebatte hat deutlich gezeigt, dass schon jetzt genug Steuergelder bereitgestellt werden, um die vorgesehenen Ausgaben im Stra&szlig;enbau zu t&auml;tigen &ndash; 27 Milliarden Euro. Weitere Kredite sind daf&uuml;r nicht n&ouml;tig &ndash; und erst recht keine riesige Strukturreform, um Kapitalmarktkredite zu erm&ouml;glichen. Damit wird deutlich, dass, Sch&auml;uble, Dobrindt und Gabriel reine Klientelpolitik betreiben. Wollen sie Versicherungen und Banken noch kurz vor der Abwahl der Gro-Ko Gesch&auml;fte beschaffen?&rdquo;<br>\nDie Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecherin der LINKEN, Sabine Leidig &auml;u&szlig;erte gro&szlig;es Unverst&auml;ndnis &uuml;ber das Vorgehen der Bundesregierung:<br>\n&ldquo;So haben unsere Anfragen ergeben, dass nicht einmal ausreichend Kenntnisse &uuml;ber die Mitarbeiterschaft vorliegen. So wei&szlig; die Bundesregierung nicht, um wie viel Besch&auml;ftigte es geht, um wie viel j&auml;hrliche Gehaltszahlungen und auch nicht um wie hohe Pensionsverpflichtungen. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat zudem von den L&auml;ndern die Auskunft bekommen, dass diese dem Bund zu diesen Fragen Auskunft geben w&uuml;rden &ndash; wenn sie gefragt w&uuml;rden. Das hat offensichtlich nicht stattgefunden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/47.0.html?&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=57925&amp;cHash=10ca7cde6c\">scharf links<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist nichts anderes als die Veruntreuung &ouml;ffentlicher Mittel. In das Autobahnnetz sind &uuml;ber die Jahre Milliarden an Steuergeldern geflossen. Diese Infrastruktur soll nun ohne jede Not der Finanzindustrie &uuml;berantwortet werden. Wem soll das nutzen? Die Regierung handelt hier klar gegen die Interessen der Mehrheit der B&uuml;rger dieses Landes und dann wird permanent der Vertrauensverlust gegen&uuml;ber der Politik beklagt. Die Menschen haben jeden Grund der deutschen Polit-Elite nichts mehr zu glauben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33797\">Privatisierung der Autobahnen &ndash; ein schwerer Fall von Untreue im Kielwasser der Fu&szlig;ball-EM?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31575\">Die Gefahr, dass Privatinvestoren Zugang zu &ouml;ffentlicher Infrastruktur bekommen und von Nutzungsgeb&uuml;hren und Steuereinnahmen profitieren, ist gewachsen. Widerstand ist geboten.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/28\/autobahnen-privatisierung-koalition\">Verscherbelt die Regierung unsere Autobahnen?<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ehefrau rechnet mit Berliner Polizei ab<\/strong><br>\nSchlechte Bezahlung und mangelhafte Ausstattung: Ein offener Brief, verbreitet von der GDP, zeigt dramatische Zust&auml;nde bei der Berliner Polizei. Manche Beamte arbeiten sieben Wochen &ndash; ohne freien Tag.<br>\n&bdquo;Ich habe Reste von Toten aus der Uniform gewaschen, ich habe das Blut meines Mannes aus der Uniform gerieben&ldquo;: In einem offenen Brief, den die Gewerkschaft der Polizei &ldquo;GDP&ldquo; im Netz verbreitete, hat die Ehefrau eines Berliner Polizisten von dramatischen Zust&auml;nden im Alltag ihres Mannes und der Familie berichtet. Darin beklagt sie Anfang Oktober, dass der Einsatz ihres Partners und dessen Kollegen in keinem Verh&auml;ltnis zu den Arbeitsbedingungen stehe.<br>\n&bdquo;Zur Vereidigung meines Mannes sprach Frank Henkel in der Philharmonie, Polizist- und Polizistin-Sein sei viel mehr als nur ein Beruf. Es sei eine Berufung, die mehr von dem Menschen erfordere&ldquo;, beginnt sie. Wie viel er wirklich erfordert, erkl&auml;rt sie nur wenige Zeilen sp&auml;ter: &bdquo;Mein Mann arbeitet durch das aktuelle Arbeitszeitenmodell und die Unterbesetzung pausenlos durch. Unser fragw&uuml;rdiger Rekord liegt bei sieben Wochen am St&uuml;ck, ohne auch nur einen freien Tag! Zudem sind es durchweg zehn und zw&ouml;lf Stunden Schichten, &Uuml;berstunden nicht mitgerechnet. Ist ein freier Tag m&ouml;glich, passiert es immer h&auml;ufiger, dass doch ein Dienst &uuml;bernommen werden muss.&ldquo; Inzwischen sei sie &bdquo;quasi alleinerziehend&ldquo;.<br>\nHinzu komme, dass ihr Mann brutto weniger verdiene als sie mit ihrer 75-Prozent-Stelle bei einem kleinen, gemeinn&uuml;tzigen Verein. Dennoch h&auml;tten sie eigenes Geld investieren m&uuml;ssen, um &bdquo;durch Zuk&auml;ufe oder Ersatz der dienstlich gelieferten Grundausstattung wirkliche Sicherheit zu gew&auml;hrleisten&ldquo;.<br>\n&bdquo;W&uuml;tend und traurig&ldquo; sei sie angesichts dieser Zust&auml;nde. Von Polizeipr&auml;sident Klaus Kandt fordert sie, dass er seiner F&uuml;rsorgepflicht nachkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article158827035\/Ehefrau-rechnet-mit-Berliner-Polizei-ab.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Brief richtet sich wohl kaum gegen die Berliner Polizei, die f&uuml;r diese Zust&auml;nde nichts kann, sondern vielmehr gegen die Politik des Lohndumpings und des bewu&szlig;ten Kaputtsparens durch riesige Steuergeschenke an Unternehmen und Reiche.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Redezeit auf Naxos<\/strong><br>\nMi 19.10.2016 19:30 (Eintritt frei)<br>\nProgrammierte Moral f&uuml;r autonome Maschinen<br>\nDiskussionsveranstaltung mit den G&auml;sten:\n<ul>\n<li>Prof. Dr. Catrin Misselhorn, Direktorin des Instituts f&uuml;r Philosophie der Universit&auml;t Stuttgarts , Lehrstuhl f&uuml;r Wissenschaftstheorie und Technikphilosophie;<\/li>\n<li>Prof. Dr. Oliver Bendel, Maschinenethik am Institut f&uuml;r Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz;<\/li>\n<li>Peter Weibel, Medienk&uuml;nstler und Medientheoretiker, Direktor des Zentrums f&uuml;r Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Moderation: Florian R&ouml;tzer, Chefredakteur von Telepolis.de.<br>\nVeranstalter: Westendverlag, Telepolis und Theater Willy Praml<br>\nDie REDEZEIT AUF NAXOS ist ein Diskussionsformat zu gesellschaftlichen Themen zwischen dem Westendverlag und dem Theater Willy Praml.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Europas Sozialdemokratie muss sich gegen den Neoliberalismus stellen &ndash; sonst wird sie nicht &uuml;berleben<\/strong><br>\nSobald beim ber&uuml;hmten Stierrennen in Pamplona die Stiere losgelassen werden, ist es v&ouml;llig egal, wie fein gekleidet oder sportlich jemand ist: Man wird immer wie ein v&ouml;llig ver&auml;ngstigter Mensch aussehen, der vor Stieren davonl&auml;uft. So wie in Pamplona, war es jetzt auch f&uuml;r den abgesetzten Chef der Spanischen Sozialisten (PSOE), Pedro S&aacute;nchez, in Madrid. Er w&auml;hlte den Moment sorgf&auml;ltig, um es mit den tobenden Bullen seiner Parteioligarchie aufzunehmen. Aber sie schafften es trotzdem, ihn zu zertrampeln &ndash; und das gnadenlos.<br>\nS&aacute;nchez&acute; Fehler war, die Tradition des &bdquo;turnismo&ldquo; in Frage gestellt zu haben. Diese steht f&uuml;r die in Spanien &uuml;bliche Praxis, dass sich Konservative und PSOE an der Macht abwechseln und ihre G&uuml;nstlinge mit Posten versorgen, w&auml;hrend 20 Prozent der spanischen Bev&ouml;lkerung keinen Job haben. Nach zwei Wahlen ohne klaren Ausgang, blieb S&aacute;nchez dabei, eine rechtskonservative Regierung zu verhindern und Wege f&uuml;r eine Regierungs&uuml;bernahme mit der Unterst&uuml;tzung der Linkspartei Podemos zu suchen. Daf&uuml;r wurde er nun in einem chaotischen Coup seiner Position enthoben, ausgef&uuml;hrt von den m&auml;chtigen H&auml;uptlingen in den Regionalregierungen.<br>\nS&aacute;nchez&acute; Schicksal ist ein weiterer Ausdruck der Krise der europ&auml;ischen Sozialdemokratie. Drei Jahrzehnte lang wurde sie von den vorherrschenden neoliberalen Rahmenbedingungen deformiert. Nun, da das neoliberale Modell gescheitert ist, scheint die Sozialdemokratie der intellektuellen Ressourcen beraubt, sich selbst zu erneuern.<br>\nDer ungarisch-amerikanische Historiker Karl Polanyi argumentiert, dass der Kapitalismus auf einer Art &bdquo;Doppelbewegung&ldquo; aufgebaut ist: Dem Druck nach freien M&auml;rkten und Deregulierung auf der einen und einem Gegendruck, der danach schreit, die M&auml;rkte nach den Interessen der Gesellschaft zu regulieren. Polanyis Ideen haben der Linken seit den 1980er Jahren eine Rechtfertigung gegeben, den Niedergang der Arbeiterklasse zu &uuml;berleben. Anstatt &bdquo;die Arbeiterklasse zu besch&uuml;tzen&ldquo;, wurde das Ziel der Sozialdemokratie die &bdquo;Regulierung des Kapitalismus zu seinem eigenen Wohl&ldquo;.<br>\nJetzt ist allerdings nicht mehr klar, wie das funktionieren kann und das ist die Wurzel f&uuml;r die Probleme sozialdemokratischer Parteien seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008.  Bisher gab es die rechte, konservative Version eines blutr&uuml;nstigen Neoliberalismus und eine progressive, sozialdemokratische Version, die mit liberalen Themen wie Homo-Ehe und einem Leistungs-Ehos in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Sozialpolitik verbunden war.<br>\nDie zentralen Grunds&auml;tze des neoliberalen Systems wurden im Lissabonvertrag in Stein gemei&szlig;elt: die Verordnung strikter Austerit&auml;t und das Verbot des Schutzes von Schl&uuml;sselindustrien gegen den globalen Markt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/europas-sozialdemokratie-muss-sich-gegen-den-neoliberalismus-stellen-sonst-wird-sie-nicht-ueberleben\/\">kontrast blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nachfolgender Hinweis zeigt, dass der Appel auf taube Ohren sto&szlig;en wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Kanzlertauglich?<\/strong><br>\nDie SPD-Linken, zusammengekommen in der holzget&auml;felten Aula der Evangelischen Schule in Berlin-Mitte, sind neugierig. Sie wollen den beschnuppern, der immer offensiver als m&ouml;glicher Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten gehandelt wird. Martin Schulz aber m&ouml;chte erst einmal klar machen, dass er nicht das Messer gegen Parteichef Sigmar Gabriel in der Tasche tr&auml;gt: &ldquo;Das ist einer meiner engsten Freunde. Und ich bin vorsichtig mit dem Begriff des Freundes. Es gibt auch in der Politik Freundschaften &ndash; und Sigmar Gabriel ist mein Freund.&rdquo;<br>\nAm Ende gibt es f&uuml;r Schulz, der auf dem rechten SPD-Fl&uuml;gel der Seeheimer zu Hause ist, langen Beifall der SPD-Linken. Und in der anschlie&szlig;enden Publikumsrunde traut sich Serkan Bicen aus Hamburg anzusprechen, was vielen im Saal auf der Zunge liegt: &ldquo;Ich w&uuml;rde Dich klar fragen: W&uuml;rdest Du Bundeskanzler w&uuml;rden wollen?&rdquo;<br>\nIn diesem Moment schaltet Schulz aus dem Pathos seiner Rede drei G&auml;nge zur&uuml;ck und ist wieder loyaler Parteisoldat, der gekommen ist, um seine Ideen zu pr&auml;sentieren, und nicht, um Anspr&uuml;che zu stellen: &ldquo;Die SPD hat einen Fahrplan, wie sie ihren Kanzlerkandidaten bestimmt. Und an diesen Fahrplan halten wir uns alle.&rdquo; Das hei&szlig;t, Parteichef Gabriel macht sp&auml;testens in den ersten Monaten 2017 einen Vorschlag.<br>\nDie Bilanz des Schulz-Auftritts vor den SPD-Linken: Auch dieser sehr einflussreiche Fl&uuml;gel k&ouml;nnte damit leben, sollte der Vorschlag Martin Schulz hei&szlig;en. Matthias Miersch, der Sprecher der Parlamentarischen Linken, sagt am Ende &uuml;ber den Noch-EU-Parlamentspr&auml;sidenten: &ldquo;Mit Sicherheit kann er Kanzlerkandidat. Aber er hat zu Recht darauf hingewiesen, dass die SPD sich ja einen Zeitplan gegeben hat &ndash; und der wird sicherlich auch eingehalten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/martin-schulz-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist es die M&uuml;he wert &uuml;berhaupt noch ein Wort &uuml;ber die Agonie der SPD zu verlieren? Die sogenannte &bdquo;SPD-Linke&ldquo; jubelt Schulz zu, den neoliberalen Einpeitscher gegen Griechenland, den Einpeitscher gegen Russland, den Juncker-Freund und Repr&auml;sentanten einer arroganten Br&uuml;sseler Polit-Elite und tr&auml;gt ihn fast die Kanzlerkandidatur an. 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