{"id":35458,"date":"2016-10-19T08:34:47","date_gmt":"2016-10-19T06:34:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458"},"modified":"2016-10-19T08:34:47","modified_gmt":"2016-10-19T06:34:47","slug":"hinweise-des-tages-2735","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h01\">Hohe Lohnkosten: Deutschland ruiniert sein Erfolgsmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h02\">Klinikkeime verursachen 2,6 Millionen Infektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h03\">Zweifler durchkreuzen CETA-Zeitplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h04\">Amerikas Banken oben auf: Goldman Sachs macht 2 Milliarden Dollar Gewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h05\">Ein exzellentes Zeugnis f&uuml;r den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h06\">Dobrindt blockierte Pl&auml;ne f&uuml;r Sammelklagen: &ldquo;Lehnen wir ab!!! Komplett streichen!&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h07\">Deutschlands R&uuml;stungsetat verdoppeln?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h08\">Wie Washington Br&uuml;ssel gegen Moskau aufhetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h09\">Ignorierte Kriege (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h10\">Ecuador hat Assanges Internetzugang gekappt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h11\">Rot-rot-gr&uuml;ne Lockerungs&uuml;bungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h12\">Gated Communities und Dritte-Welt-Verh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h13\">Bombenr&auml;umung in Laos: T&ouml;dliches Erbe eines geheimen Krieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h14\">Philippinen: Der Unberechenbare<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h15\">Trump treibt den Journalismus in einen Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35458#h16\">Zu guter Letzt: Wouldn&rsquo;t vote for &lsquo;evil&rsquo; Hillary Clinton: Vivienne Westwood<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hohe Lohnkosten: Deutschland ruiniert sein Erfolgsmodell<\/strong><br>\nIn Deutschland steigen die Lohnkosten schneller als im EU-Schnitt. Gleichzeitig stagniert die Produktivit&auml;t. Diese Kombination ist &auml;u&szlig;ert gef&auml;hrlich f&uuml;r die Wirtschaft. Die deutsche Industrie schl&auml;gt bereits Alarm. Dass Deutschland wirtschaftlich trotzdem (noch) gut dasteht, liegt am schwachen Euro, der den Exporteuren hilft. Von au&szlig;en betrachtet wirkt die deutsche Wirtschaft wie eine einzige bl&uuml;hende Landschaft. Die Exporte brummen, der Arbeitsmarkt bewegt sich rasant Richtung Vollbesch&auml;ftigung, und der Wohlstand w&auml;chst wie lange nicht mehr. Doch am Horizont ziehen Probleme auf. Probleme, die der deutschen Erfolgsgeschichte bald den Garaus machen k&ouml;nnten. Eine der Fehlentwicklungen sind aus dem Ruder laufende Lohnkosten. Steigende L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind f&uuml;r die Wirtschaft im Prinzip nichts Schlechtes. Solange sie sich im Einklang mit der Produktivit&auml;t entwickeln, k&ouml;nnen alle davon profitieren. Doch in letzter Zeit ist das nicht mehr der Fall. Deutschlands Lohnkosten eilen der Produktivit&auml;t davon. Die deutsche Position auf dem Weltmarkt verschlechtert sich, und zwar st&auml;rker als bisher bekannt. Das zeigen jetzt Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW K&ouml;ln), die der &bdquo;Welt&ldquo; vorab vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article158824082\/Deutschland-ruiniert-sein-Erfolgsmodell.html\">Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich erwartet man von einer bezahlten Lobbyorganisation wie dem Institut der deutschen Wirtschaft nur Meldungen mit &ldquo;Spin&rdquo;, aber das hier ist eine groteske Verzerrung, das Selbstbild einer Magers&uuml;chtigen, die sich viel zu fett findet. &ldquo;Hohe Lohnkosten&rdquo; in einer Volkswirtschaft, deren L&ouml;hne um 20% zu niedrig sind? &ldquo;Erfolgsmodell&rdquo; soll eine Wirtschaft sein, die Jahr f&uuml;r Jahr Rekord-Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse &ldquo;erwirtschaftet&rdquo; und &uuml;ber 8 Prozent ihrer Waren ans Ausland verschenkt, damit die Volkswirtschaften der Handelspartner ruiniert? Kein Wort zu der zu niedrigen Inflation bzw. Nahe-Deflation in der Eurozone und zur Arbeitslosigkeit, die Deutschland in den Rest der EU exportiert hat; &ldquo;Vollbesch&auml;ftigung&rdquo; und &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; statt einer realistischen Beschreibung der Massenarbeitslosigkeit&hellip; Am besten gef&auml;llt mir die Passage, &bdquo;Seit 2010 sind die L&ouml;hne in unserer Industrie um 19 Prozent gestiegen, die Produktivit&auml;t aber nur um f&uuml;nf Prozent.&ldquo; 19 Prozent (bis 2017?) sind die *nominalen* Lohnsteigerungen; das Ph&auml;nomen hei&szlig;t allgemein &ldquo;Inflation&rdquo;, ist dem Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Gesamtmetall aber anscheinend nicht bekannt. Einer Passage kann ich sogar zustimmen: &ldquo;Eine der Fehlentwicklungen sind aus dem Ruder laufende Lohnkosten. Steigende L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind f&uuml;r die Wirtschaft im Prinzip nichts Schlechtes. Solange sie sich im Einklang mit der Produktivit&auml;t entwickeln, k&ouml;nnen alle davon profitieren.&rdquo; Komisch nur, da&szlig; das IW K&ouml;ln an der Lohnentwicklung in den letzten 20 Jahren, stagnierend oder sogar r&uuml;ckl&auml;ufig und eben nicht parallel mit der Produktivit&auml;t, nichts auszusetzen hatte. &ldquo;aus dem Ruder gelaufen&rdquo; sind die L&ouml;hne *nach unten*.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Die Welt&rdquo; bewirbt sich um den Preis f&uuml;r die dreisteste pseudo-&ouml;konomische Lesert&auml;uschung des Jahres<\/strong><br>\nDas Arbeitgeberinstitut IW hat am Dienstag einen etwas einseitigen, aber harmlosen und sachlich korrekten Kurzbericht zur Wettbewerbsf&auml;higkeit mit dem Titel &bdquo;Auf die Kosten kommt es an&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Gemeinsam mit der Welt wird daraus in einer gro&szlig; aufgemachten Vorabberichterstattung ein &ouml;konomisch abseitiges und vor sinnentstellenden Auslassungen strotzendes Pl&auml;doyer f&uuml;r niedrige L&ouml;hne. Die harmlose und wenig &uuml;berraschende Botschaft des IW-Artikelchens ist, dass sich gr&ouml;&szlig;ere langfristige Ver&auml;nderungen der Kostenposition (unter Einschluss der Wechselkurseffekte) auf die Marktanteile im internationalen Handel auswirken. Und was macht die Welt in Zusammenarbeit mit den immer wieder zitierten Experten des IW in ihrem Aufmacher des Wirtschaftsteils am Dienstag daraus? Einen Text (Kurzfassung online), den ich wegen der Dichte des Anschauungsmaterials allen Dozenten f&uuml;r VWL-Einf&uuml;hrungskurse und f&uuml;r Wirtschaftsjournalismus als abschreckendes Beispiel anempfehlen m&ouml;chte. Es f&auml;ngt an mit zwei S&auml;tzen dazu, wie gut es Deutschland wirtschaftlich geht. Dann l&auml;utet gleich die Alarmglocke:&bdquo;Doch am Horizont ziehen Probleme auf, Probleme, die der deutschen Erfolgsgeschichte den Garaus machen k&ouml;nnten. Eine der Fehlentwicklungen sind aus dem Ruder laufende Lohnkosten.&ldquo; Der Autor r&auml;umt immerhin noch ein, dass steigende L&ouml;hne nicht grunds&auml;tzlich etwas schlechtes sind. Sie m&uuml;ssten sich aber in Einklang mit der Produktivit&auml;t entwickeln, behauptet er. Das ist falsch. (&hellip;) Man fragt sich unweigerlich: Wer soll eine Zeitung, die mit so etwas ihren Wirtschaftsteil aufmacht, als Informationsmedium noch ernst nehmen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/695-welt-lohnkosten\">Norbert Haering<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klinikkeime verursachen 2,6 Millionen Infektionen<\/strong><br>\nIn Europa sterben nach einer Studie jedes Jahr etwa 91.000 Menschen, weil sie sich in einem Krankenhaus eine Infektion eingefangen haben. Auch in Deutschland ist die Zahl der Betroffenen hoch.<br>\nIns Krankenhaus kommen Patienten, um wieder gesund zu werden. Manchmal passiert das Gegenteil: Sie stecken sich in der Klinik mit einem Krankheitserreger an. In Europa passiert das pro Jahr 2,6 Millionen Mal, sch&auml;tzen Forscher im Fachblatt &ldquo;Plos Medicine&rdquo;. 91.000 Menschen sterben laut der Studie an den Folgen dieser sogenannten nosokomialen Infektionen.<br>\nWie ist die Lage in Deutschland?<br>\nIm vergangenen Jahr wurden in Deutschland insgesamt 19,2 Millionen Patienten station&auml;r behandelt. Petra Gastmeier, Direktorin des Nationalen Referenzzentrums zur &Uuml;berwachung von Krankenhausinfektionen an der Berliner Charit&eacute;, sch&auml;tzt, dass sich j&auml;hrlich 500.000 von ihnen mit Krankenhauskeimen infizieren. Bis zu 15.000 Patienten sterben in der Folge.<br>\nIn Europa haben die Krankenhausinfektionen laut der Studie gravierendere Folgen als 32 andere Infektionskrankheiten zusammen, deren Schaden das Europ&auml;ische Zentrum f&uuml;r die Pr&auml;vention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ebenfalls genauer beziffert hat. Auf jener Liste finden sich unter anderem die Grippe, Hepatitis A, B und C, Tuberkulose und HIV.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/infektionen-im-krankenhaus-2-6-millionen-faelle-jaehrlich-in-europa-a-1117124.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> F&uuml;r 91.000 Todesopfer muss ein alter Terrorist lange TATP kochen. Der Siegeszug der Klinikkeime ist eine direkte Folge der neoliberalen Renditeorientierung und der Privatisierung im Krankenhausbereich. Die notwendige Hygiene ist teuer und vor allem zeitaufw&auml;ndig und damit wieder teuer, da Personal ja aufgrund der Renditeorientierung eingespart werden muss. So gesehen ist der &bdquo;Body Count&ldquo; des Neoliberalismus um L&auml;ngen gr&ouml;&szlig;er als die Opferliste des Terrorismus, der die Medien beherrscht. Oma Erna hat gro&szlig;e Angst aufs Oktoberfest zu gehen &hellip; der islamistische Terrorismus, man kennt es ja. Dass jeder Besuch im Krankenhaus eine viel viel gr&ouml;&szlig;ere Gefahr f&uuml;r Leib und Leben mit sich bringt, ist &ndash; auch dank der Kritiklosigkeit der Medien &ndash; indes kaum bekannt. Es w&auml;re ja auch ein Unding, wenn unsere lieben &bdquo;besorgten B&uuml;rger&ldquo; nicht gegen die vermeintliche &bdquo;Islamisierung des Abendlandes&ldquo;, sondern gegen den m&ouml;rderischen neoliberalen Wahnsinn in deutschen Krankenh&auml;usern demonstrieren w&uuml;rden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: &Auml;rzte-Brandbrief an Asklepios-Klinik<\/strong><br>\nIm Hamburger Klinikkonzern Asklepios sorgt ein Brandbrief von &Auml;rzten f&uuml;r Aufregung. In dem Brief, der dem &ldquo;Hamburger Abendblatt&rdquo; und NDR 90,3 vorliegt, warnen die &Auml;rzte vor der Gef&auml;hrdung von schwerkranken Patienten. Wie NDR 90,3 berichtete, haben 19 &Auml;rzte der Abteilung f&uuml;r H&auml;matologie, Onkologie und Stammzell-Transplantion an der Asklepios Klinik St. Georg den Brief unterschrieben. Die Abteilung k&uuml;mmert sich unter anderem um Patienten mit schweren Blut-Erkrankungen.<br>\nDie &Auml;rzte sehen sich am Ende ihrer Kr&auml;fte, schreiben von einer massiven &Uuml;berlastung, vielen unbesetzten Stellen und von drohenden K&uuml;ndigungen. Jeden Tag steige deshalb das Risiko von schwerwiegenden &auml;rztlichen Fehlern. Ausl&ouml;ser f&uuml;r diese Probleme ist m&ouml;glicherweise ein Zerw&uuml;rfnis mit der Klinik-Leitung dar&uuml;ber, wer neuer Chefarzt der Abteilung wird, nachdem der bisherige Chefarzt in den Ruhestand gegangen war. Dadurch haben mehrere Spezialisten die Klinik verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Aerzte-Brandbrief-an-Asklepios-Klinik-,arztebrandbrief100.html\">NDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zweifler durchkreuzen CETA-Zeitplan<\/strong><br>\nEigentlich wollte die EU heute alle Voraussetzungen schaffen, damit in der kommenden Woche feierlich das Freihandelsabkommen CETA unterzeichnet werden kann. Doch daraus wird wohl nichts. Einige L&auml;nder zweifeln an dem Vorhaben, der Zeitplan verschiebt sich. Die Europ&auml;ische Union wird sich aller Voraussicht nach fr&uuml;hestens beim Gipfel Ende dieser Woche auf den Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens CETA mit Kanada einigen k&ouml;nnen. Es seien noch nicht alle Bedenken von Mitgliedstaaten ausger&auml;umt, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m zum Auftakt eines Handelsministertreffens in Luxemburg. Mehrere Teilnehmer deuteten an, dass beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag &uuml;ber eine L&ouml;sung der Probleme gesprochen werden m&uuml;sse. Widerstand gegen CETA kommt unter anderem aus dem franz&ouml;sischsprachigen Teil Belgiens, das der F&ouml;deralregierung in Br&uuml;ssel ihr Einverst&auml;ndnis zur Unterzeichnung des Abkommens mit Kanada geben muss. Nach Angaben aus EU-Kreisen hatten zudem Rum&auml;nien, Bulgarien und Slowenien bis zuletzt Vorbehalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-173.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Belgien vor dem EU-Handelsministertreffen: Der CETA-Wackelkandidat ringt mit sich<\/strong><br>\nFast alle L&auml;nder werden Ja sagen &ndash; nur Belgien darf wohl nicht: Zu Hause stellt sich die Regionalregierung des Wallonen Magnette quer. (&hellip;) Der sozialistische Ministerpr&auml;sident der Wallonie Paul Magnette beharrt darauf, er werde der Zentralregierung die Unterschriftsvollmacht f&uuml;r CETA verweigern. &ldquo;Wir m&uuml;ssen Nein sagen, um CETA neu verhandeln und mehr Sozial- und Umweltnormen zu erreichen&rdquo;, betonte er vor dem Regionalparlament. Um am Ende sagen zu k&ouml;nnen: &ldquo;Die europ&auml;ischen Standards werden bewahrt.&rdquo; Doch der Druck auf den Ministerpr&auml;sidenten der Wallonie w&auml;chst. Frankreichs Pr&auml;sident Francois Hollande machte dem Sozialisten Magnette bereits am Freitag im Elys&eacute;e-Palast unmissverst&auml;ndlich klar, dass Frankreich CETA unterst&uuml;tzt. Der Druck sei sehr stark, sagte der Belgier nach dem Gespr&auml;ch mit Hollande. Au&szlig;erdem stehen Etatverhandlungen zwischen der Zentralregierung in Br&uuml;ssel und der wallonischen Regierung in Namur an. Nachdem der US-Maschinenkonzern Caterpillar sein Werk in Charleroi mit &uuml;ber 1400 Angestellten schlie&szlig;t und damit einer der zehn gr&ouml;&szlig;ten Arbeitgeber der Region dicht macht, ist die Wallonie st&auml;rker denn je von Mitteln der belgischen Zentralregierung abh&auml;ngig. Es werde in den letzten Stunden versteckt gedroht. Aber er werde Kurs halten, sagte der wallonische Premier gegen&uuml;ber der Zeitung &ldquo;Le Soir&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-171.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Amerikas Banken oben auf: Goldman Sachs macht 2 Milliarden Dollar Gewinn<\/strong><br>\nAmerikas Banken melden wieder Milliardengewinne &ndash; nun auch die f&uuml;hrende Investmentbank der Wall Street. (&hellip;) Am Ende der vergangenen Woche hatten schon die drei gro&szlig;en amerikanischen Banken JP Morgan, Citigroup, Wells Fargo und am Montag auch die Bank of America hohe Milliardengewinne ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/goldman-sachs-macht-2-milliarden-dollar-gewinn-14486814.html?GEPC=s5\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Da wurden die Steuergelder zur Bankenrettung ja gut angelegt. Nur hat die &Ouml;ffentlichkeit nichts davon, da die Profite in die Taschen der Superreichen flie&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Strategiewandel: Goldman Sachs dr&auml;ngt auf den Massenmarkt<\/strong><br>\nSeit ihrer Gr&uuml;ndung vor mehr als 147 Jahren definiert sich die Investmentbank Goldman Sachs stolz als Nobeladresse der New Yorker Finanzelite. Diskretion und Exklusivit&auml;t waren bislang die Markenzeichen des wegen seiner guten Dr&auml;hte zu Politik und Wirtschaft ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigten Wall-Street-Hauses &ndash; wer kein millionenschweres Verm&ouml;gen vorweisen konnte, kam als Kunde kaum in Frage.Doch damit ist nun Schluss, die Bank dr&auml;ngt mit Krediten und Konten f&uuml;r jedermann in den Massenmarkt. Was steckt hinter dem Strategiewandel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/us-investmentbank-strategiewandel-goldman-sachs-draengt-auf-den-massenmarkt_id_6086303.html\">Focus Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein exzellentes Zeugnis f&uuml;r den Mindestlohn<\/strong><br>\nDer Mindestlohn hat l&auml;ngst Erfolgsgeschichte geschrieben. Wie aber sieht es mit unerw&uuml;nschten Nebenwirkungen wie Jobverlusten aus? Eine k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte IAB-Studie findet eher unerwartet keinerlei negative Effekte in Bezug auf Besch&auml;ftigung und Arbeitslosigkeit.<br>\nDer Anfang 2015 eingef&uuml;hrte allgemeine gesetzliche Mindestlohn gilt weithin als die gr&ouml;&szlig;te Sozial- und Arbeitsmarktreform seit der Inkraftsetzung der &ndash; zur&uuml;ckhaltend formuliert &ndash; unseligen Hartz-Gesetze. Da nimmt es nicht Wunder, dass Forschungseinrichtungen, die sich der Arbeitsmarktforschung verschrieben haben, erhebliches Interesse daran zeigen, die wom&ouml;glich vielf&auml;ltigen Folgeerscheinungen einer allgemeinen Lohnuntergrenze zu analysieren. Am Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat man dazu eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Wirkungen des Mindestlohns nachsp&uuml;ren will.<br>\nMindestens ebenso intensiv wird dort auch nach Nebenwirkungen des Mindestlohns gefahndet, die scheinbar a priori negative sein m&uuml;ssen: Denn auch in dem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichen, diesbez&uuml;glich aktuellsten IAB-Diskussionspapier liegt das Augenmerk auf der Frage, ob der Mindestlohn, neben seinem Hauptzweck, Arbeitnehmer vor niedrigen L&ouml;hnen zu sch&uuml;tzen, auch weitere, wom&ouml;glich &bdquo;unerw&uuml;nschte Nebenwirkungen&ldquo; habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1949\">Markus Kr&uuml;semann auf annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dobrindt blockierte Pl&auml;ne f&uuml;r Sammelklagen: &ldquo;Lehnen wir ab!!! Komplett streichen!&rdquo;<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat w&auml;hrend der VW-Aff&auml;re pers&ouml;nlich eingegriffen, um eine Musterfeststellungsklage f&uuml;r Verbraucher zu blockieren. Das geht aus internen Vermerken und E-Mails hervor, die WDR, NDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; vorliegen. Bei den Unterlagen f&uuml;r den Rechtsausschuss des Bundestages handelt es sich um ein Papier, das zwischen Justiz-, Finanz-, Umwelt- und Verkehrsministerium bereits weitgehend abgestimmt war, ehe Dobrindt im vergangenen Dezember einschritt. In dem zw&ouml;lfseitigen Papier strich er den Passus zur deutschen Variante der Sammelklage kurzerhand komplett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sammelklage-dobrindt-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschlands R&uuml;stungsetat verdoppeln?<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel mahnte am vergangenen Wochenende erneut eine drastische Erh&ouml;hung der Milit&auml;r- und R&uuml;stungsausgaben an. Die Kanzlerin hielt am Samstag beim Deutschlandtag der Jungen Union eine etwa 45-min&uuml;tige politische Grundsatzrede. Gegen Ende ihres Vortrags betonte sie: &bdquo;Wir werden mehr f&uuml;r die Sicherung unserer &auml;u&szlig;eren Sicherheit ausgeben m&uuml;ssen. Der Pr&auml;sident Barack Obama sagt immer zu mir: &lsquo;Angela, es wird auf Dauer nicht gut gehen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika 3,4 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Verteidigung ausgeben, und ihr knapp 1,2.&rsquo;&ldquo; (&hellip;) Bemerkenswert an Merkels &Auml;u&szlig;erungen zum Thema (die von den Medien, bis auf wenige Ausnahmen, ignoriert wurden) sind gleich mehrere Aspekte. Zun&auml;chst f&auml;llt auf, wie offen die Bundeskanzlerin ihre eigene, den USA nachgeordnete Rolle einr&auml;umt, was Entscheidungen in diesem Bereich angeht. Allein schon ihre &ndash; fast kindlich wirkende &ndash; Formulierung &ldquo;der Pr&auml;sident Barack Obama sagt immer zu mir&rdquo; irritiert. Die Kanzlerin &auml;u&szlig;ert sich nicht etwa &uuml;ber &ldquo;den US-Pr&auml;sidenten&rdquo;, also das Oberhaupt eines fremden Staates, sondern schlicht &uuml;ber &ldquo;den Pr&auml;sidenten&rdquo;, was fast klingt, als sehe sie ihn, zumindest in diesen Fragen, als ihren pers&ouml;nlichen Chef an. Der n&auml;chste auff&auml;llige Aspekt der Rede ist Merkels v&ouml;lliges Ausblenden der Gr&uuml;nde f&uuml;r die unterschiedlich hohen Milit&auml;rausgaben der USA und Deutschlands. Dass das extrem aufgebl&auml;hte amerikanische Budget etwas mit den zahlreichen Kriegen, Besatzungstruppen bzw. St&uuml;tzpunkten der USA in &Uuml;bersee zu tun hat, ist Merkel keine weitere Erw&auml;hnung wert, ganz so, als sei dieser Umstand die banalste und wom&ouml;glich nachahmenswerteste Selbstverst&auml;ndlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49727\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Merkel tut, was Chef Obama sagt&ldquo;: Kanzlerin will Milit&auml;rausgaben verdoppeln<\/strong><br>\nMehr Geld und mehr Verantwortung &ndash; das k&uuml;ndigte Bundeskanzlerin Merkel mit Blick auf die deutschen Truppen an. So soll der deutsche Wehretat bis 2020 fast verdoppelt werden, auf &uuml;ber 60 Milliarden Euro &ndash; auch als Zeichen in Richtung Moskau. Dahinter steckt der Druck der USA, sagt Dr. Alexander Neu, Verteidigungsexperte der LINKE im Bundestag.<br>\nSputniknews: Herr Dr. Neu, Kanzlerin Angela Merkel plant eine deutliche Erh&ouml;hung des R&uuml;stungsetats. Urspr&uuml;nglich war eine Erh&ouml;hung von 34,3 auf 39,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 im Gespr&auml;ch. Laut neuesten Aussagen k&ouml;nnten es aber deutlich mehr werden. Was glauben Sie steckt dahinter?<br>\nDr. Alexander Neu: Es gibt seitens der verb&uuml;ndeten USA einen wachsenden Druck auf die Europ&auml;er, die milit&auml;rischen F&auml;higkeiten massiv zu erh&ouml;hen. Kanzlerin Merkel war im Januar dieses Jahres im Verteidigungsausschuss des Bundestages und hat immer wieder auf das US-amerikanische Dr&auml;ngen verwiesen und sie hat gesagt, man m&uuml;sse aufpassen, dass sich die USA nicht von Europa abwenden. Deshalb m&uuml;ssten wir uns laut Merkel langsam der 2-Prozentmarke des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Milit&auml;rausgaben ann&auml;hern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20161017312981547-merkel-obama-militaerausgaben-verdoppeln\/\">Sputniknews<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Washington Br&uuml;ssel gegen Moskau aufhetzt<\/strong><br>\nDie aktuell viel diskutierte Forderung nach neuen Sanktionen gegen Russland ist f&uuml;r den Schriftsteller und Juristen Dr. Wolfgang Bittner ein Verbrechen und gezielte Agitation zu Lasten der deutschen Bev&ouml;lkerung. &bdquo;Man fasst sich an den Kopf! Kein Wort &uuml;ber die Ursachen des Syrien-Krieges und der Ukraine-Krise. Das kann man nicht als Ignoranz abtun&ldquo;, kritisiert der Rechtsexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20161018312993528-usa-eu-russland-wolfgang-bittner\/\">Sputniknews<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ignorierte Kriege (I)<\/strong><br>\nTrotz anhaltender Kriegsverbrechen der saudischen Streitkr&auml;fte im Jemen setzt Berlin die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Herrscherclan in Riad fort. W&auml;hrend wegen angeblicher oder tats&auml;chlicher Kriegsverbrechen im syrischen Aleppo Forderungen nach einer Versch&auml;rfung der Russland-Sanktionen laut werden, bleibt f&uuml;r Saudi-Arabien sogar das Bombardement einer Trauerfeier, bei dem &uuml;ber 140 Zivilisten get&ouml;tet wurden, ohne Folgen. Mehr als 2.400 zivile Todesopfer haben Luftangriffe der saudisch gef&uuml;hrten Kriegskoalition im Jemen bereits gefordert, darunter Patienten in Krankenh&auml;usern von &Auml;rzte ohne Grenzen oder Kinder, die eine Koranschule besuchten. Eine von Riad exekutierte Seeblockade schneidet den bitter armen Jemen, der zu 80 Prozent von Lebensmittelimporten abh&auml;ngig ist, von Nahrungslieferungen ab. Inzwischen sind 1,5 Millionen Kinder in dem Land unterern&auml;hrt, 370.000 von ihnen schwer; sie k&ouml;nnen nur unzureichend medizinisch versorgt werden, weil Saudi-Arabien Arzneimittelfabriken bombardiert und auch die Einfuhr von Medikamenten beschr&auml;nkt. In deutschen Medien wird die humanit&auml;re Katastrophe im Jemen weitgehend beschwiegen: Riad, das sie verantwortet, ist der wichtigste Verb&uuml;ndete Berlins im Mittleren Osten; sein Krieg im Jemen soll mit den Rebellen der Huthi-Bewegung zugleich den Einfluss Irans zur&uuml;ckdr&auml;ngen, er liegt damit auch im Interesse der deutschen Eliten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59464\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ecuador hat Assanges Internetzugang gekappt<\/strong><br>\nMan sei gegen eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, hei&szlig;t es aus Quito. Zuvor hatte Wikileaks geheime E-Mails aus dem Umfeld Clintons ver&ouml;ffentlicht.<br>\nEcuador hat best&auml;tigt, dass es die Internetverbindung des Wikileaks-Gr&uuml;nders Julian Assange gekappt hat, nachdem die Enth&uuml;llungsplattform gehackte Dokumente von Hillary Clintons Wahlkampfmanager ver&ouml;ffentlicht hatte. Ecuadors Au&szlig;enministerium erkl&auml;rte am Dienstag, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft &bdquo;vor&uuml;bergehend einzuschr&auml;nken&ldquo;, und betonte, Ecuador sei gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.<br>\n&bdquo;Die Regierung Ecuadors respektiert das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten&ldquo;, erkl&auml;rte das Ministerium. &bdquo;Sie mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten.&ldquo; Am Montag hatte Wikileaks dem s&uuml;damerikanischen Staat vorgeworfen, Assanges Internetverbindung unterbrochen zu haben. Zugleich beschuldigte Wikileaks den amerikanischen Au&szlig;enminister John Kerry, Druck auf Ecuador ausge&uuml;bt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/wikileaks-gruender-ecuador-hat-assanges-internetzugang-gekappt-14487795.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der lange Arm der USA reicht auch bis nach Ecuador, das war abzusehen. Um so tragischer, dass die &bdquo;Mails aus dem Umfeld von Clinton&ldquo; in den USA kaum wen interessieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rot-rot-gr&uuml;ne Lockerungs&uuml;bungen<\/strong><br>\nHeute treffen sich etwa 100 Abgeordnete von SPD, Linken und Gr&uuml;nen, um Bewegung in die Debatte &uuml;ber k&uuml;nftige Koalitionen zu bringen. (&hellip;) Anders soll es also werden, aber es ist nicht so, als ob die etwa 100 Abgeordneten komplettes Neuland betr&auml;ten, denn es gibt nat&uuml;rlich l&auml;ngst rot-rot-gr&uuml;ne Gespr&auml;chskan&auml;le. Aber noch nie wurde in so gro&szlig;er Runde getagt, noch nie so fl&uuml;gel&uuml;bergreifend. Sehr viele der Teilnehmer sind in verantwortlichen Positionen &ndash; und sie wissen, dass ihre Chefs sie durchaus wohlwollend beobachten: Als Stellvertreter kann man nat&uuml;rlich auch noch ein bisschen freier agieren als in der ersten Reihe &ndash; &ldquo;und das ist nat&uuml;rlich auch eine Chance&rdquo;, meint Korte. Detaillierte inhaltliche Debatten sind heute tabu, denn das k&ouml;nnte die Stimmung vermiesen, weil es vor allem in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik noch gewaltig hakt zwischen den Dreien. Der SPDler Sch&auml;fer gibt sich ganz gelassen: Es sei ja nicht schlecht, dass unterschiedliche Parteien unterschiedliche Positionen h&auml;tten. &ldquo;Die Frage ist nur die Kompromisswilligkeit und auch dann die Regierungsf&auml;higkeit. An beidem muss in den kommenden zw&ouml;lf Monaten gearbeitet werden.&rdquo; (&hellip;) Aber selbst wenn es dazu k&auml;me, w&auml;re dies noch keine Vorentscheidung f&uuml;r die Bundestagswahl 2017. Und zwar nicht nur, weil sich die Gr&uuml;nen demonstrativ auch die Option Schwarz-Gr&uuml;n offenhalten. Sondern vor allem deshalb, weil Rot-Rot-Gr&uuml;n laut Meinungsumfragen aktuell gar keine Mehrheit zusammenbek&auml;me. Und so lange das so bleibt, haftet den Lockerungs&uuml;bungen doch etwas sehr Theoretisches an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rot-rot-gruen-105.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gated Communities und Dritte-Welt-Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nWerner R&uuml;gemer &uuml;ber die politische Kultur der USA und ihr Wirken auf Europa &ndash; Wieviel Einfluss &uuml;ben die USA auf ihre politischen, wirtschaftlichen und milit&auml;rischen Partner auf Europa aus? Dieser Frage geht unter anderem der Publizist Werner R&uuml;gemer in dem Band &bdquo;Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur&ldquo; nach.<br>\nTelepolis: Herr R&uuml;gemer, welche Freiheit herrscht transatlantisch?<br>\nWerner R&uuml;gemer: Transatlantisch herrscht die Freiheit des gro&szlig;en Kapitals. Keine Region des Planeten ist so eng durch gegenseitiges kapitalistisches Privateigentum verbunden wie die Vereinigten Staaten von Amerika &ndash; einschlie&szlig;lich ihres kanadischen Anh&auml;ngsels &ndash; mit Westeuropa beziehungsweise der Europ&auml;ischen Union. Dabei sind die Investitionen aus den USA in Europa umfangreicher als umgekehrt. Dieses ungleiche Verh&auml;ltnis gilt auch in politischer, milit&auml;rischer, geheimdienstlicher und medialer Hinsicht. Deshalb sind die USA mit ihren jeweiligen Akteuren auch das Zentrum zur Verteidigung und Ausweitung dieser Freiheit. Das sind eigentlich banale Fakten, die jede und jeder kennt. Das bedeutet keineswegs, dass sie klar ausgesprochen werden &ndash; gerade diejenigen, die in Europa diese besch&uuml;tzte Freiheit am meisten genie&szlig;en, wollen das nicht gern zugeben. Sie kommen dann mit der Keule &ldquo;Anti-Amerikanismus&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49673\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bombenr&auml;umung in Laos: T&ouml;dliches Erbe eines geheimen Krieges<\/strong><br>\nMillionen kleiner Sprengs&auml;tze stecken im Boden von Laos &ndash; Blindg&auml;nger der amerikanischen Streitkr&auml;fte aus dem Vietnamkrieg vor vierzig Jahren. Durch Explosionen sterben bis heute jedes Jahr hunderte Menschen. R&auml;umungstrupps versuchen das Land von seinem t&ouml;dlichen Erbe zu befreien. Eine gef&auml;hrliche Arbeit &ndash; die noch Jahrzehnte dauern kann. (&hellip;) Gerade f&uuml;r Kinder lauert im Boden von Laos eine t&ouml;dliche Gefahr: 80 Millionen US-Bomben, die nicht explodiert sind, liegen im Boden von Laos, Relikte aus den Zeiten des Vietnamkrieges. Die Laoten sind bis heute am schwersten betroffen von einem Krieg, mit dem sie wenig zu tun hatten. Einem Krieg, den es nie gab, denn niemand hat Laos je den Krieg erkl&auml;rt; niemand hat der amerikanischen &Ouml;ffentlichkeit davon berichtet. (&hellip;) In einem geheimen Krieg haben die USA zwischen 1964 und 1973 mehr als zwei Millionen Tonnen Bomben auf Laos abgeworfen, mehr als auf Deutschland und Japan zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bombenraeumung-in-laos-toedliches-erbe.799.de.html?dram:article_id=368676\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Philippinen: Der Unberechenbare<\/strong><br>\nDer philippinische Pr&auml;sident Duterte wird zum Risiko f&uuml;r Asien. Weil er mit China anbandelt, verliert die Wirtschaft seines Landes an Strahlkraft. Sein Ziel bleibt unklar. (&hellip;) Die Philippinen sind Amerika aufs engste verbunden, dorthin tragen die Reichen ihr Geld, dort lassen sie ihre Kinder ausbilden, von dort stammen ihre Schlager. Die Inseln waren das einzige Land S&uuml;dostasiens, das einst amerikanische Kolonie war. Das Land mit seinen hundert Millionen Einwohnern z&auml;hlt neben Japan, S&uuml;dkorea, Thailand und Australien zu den formalen Partnern der Vereinigten Staaten, die auch enge Verbindungen zu Indien, Singapur, Thailand und Vietnam unterhalten. Mit ihnen handeln sie als Gegengewicht zu China, auch um dessen Vordringen im S&uuml;dchinesischen Meer zu bremsen. Diese Achse gef&auml;hrdet Duterte mit seinen Angriffen auf Amerika. Zugleich will er seine Unabh&auml;ngigkeit dadurch demonstrieren, dass er sich China und Russland nicht nur als k&uuml;nftiger Waffenk&auml;ufer andient. Immer lauter werden Ger&uuml;chte, Dutertes Wahlkampf sei von chinesischen Geldern finanziert. Beweise gibt es nicht. Doch sp&uuml;rbar verschiebt Duterte die Gewichte im pazifischen Raum, der den wichtigsten Schifffahrtsweg der Welt umfasst und eine Konfliktlinie zwischen China und einigen Anrainerstaaten mit ihren Schutzm&auml;chten Amerika und Japan sowie zu Teilen Indien und Australien markiert. (&hellip;) Washington sollte gewarnt sein. Begibt sich der Inselstaat tats&auml;chlich unter chinesische Obhut, verlieren die Amerikaner eine wichtige Stimme und eine Basis in der Region. (&hellip;) Es bleibt die Hoffnung, dass Dutertes Reden nur Geschw&auml;tz sind. Noch hat es keine &Auml;nderungen etwa in der Zusammenarbeit mit den amerikanischen Streitkr&auml;ften gegeben. Doch auch wenn es bei Worten bleibt, schaden diese einem Land im Aufschwung. Die Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s warnt inzwischen vor Stabilit&auml;tsrisiken, die amerikanische Handelskammer vor der Besch&auml;digung des Ansehens der drittgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft S&uuml;dostasiens. Will Duterte Unheil von seinem Land abwenden, muss er die Sorgen der Wirtschaft ernst nehmen, Grundz&uuml;ge der Diplomatie lernen und seine Strategie offenbaren. Danach sieht es nicht aus. Das ist eine schlechte Nachricht f&uuml;r ganz Asien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/philippinen-praesident-duterte-wird-unberechenbar-14485688.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die vermeintliche Sorge um das Wohl der Philippinen ist wohl eher die Sorge um amerikanischen Machtverlust in der Region.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie sich dazu doch bitte auch den Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35430\">Der neue Pr&auml;sident auf den Philippinen. Und die Medien sprechen nur vom Krieg gegen die Drogen.<\/a>&ldquo; von Franz Segbers, der vorgestern auf den NachDenkSeiten erschienen ist.<\/em><\/p>\n<\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trump treibt den Journalismus in einen Ausnahmezustand<\/strong><br>\nDonald Trump bricht so ziemlich alle Regeln des Wahlkampfs. Immer mehr US-Journalisten schlagen zur&uuml;ck, geben ihre Neutralit&auml;t auf &ndash; und riskieren so, Trump am Ende unfreiwillig zu helfen. (&hellip;) Die Konservativen sind seit Langem der Meinung, dass die gro&szlig;en Medienbetriebe einen linksliberalen Drall haben. Unter Trump-Fans wird der Begriff &bdquo;Mainstreammedien&ldquo; inzwischen mit einem Unterton benutzt, den in Deutschland der Begriff L&uuml;genpresse hat. Man glaubt nicht mehr, was die etablierten Medien schreiben, und holt sich Informationen aus obskuren Quellen im Netz, die das eigene Weltbild best&auml;tigen. Trump hat das wie kein anderer erkannt und sch&uuml;rt die Hinwendung zu einem faktenresistenten Paralleluniversum. Es ist abzusehen, dass dieser Trend sich versch&auml;rft, wenn die klassischen Medien aufh&ouml;ren, Trump mit einem Mindestma&szlig; an Fairness und Neutralit&auml;t zu behandeln &ndash; und damit das Vorurteil best&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article158812872\/Trump-treibt-den-Journalismus-in-einen-Ausnahmezustand.html\">Welt.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wouldn&rsquo;t vote for &lsquo;evil&rsquo; Hillary Clinton: Vivienne Westwood<\/strong><br>\nIf world-famous British fashion designer and punk priestess, Dame Vivienne Westwood had the opportunity to vote in the upcoming U.S. election, neither Hillary Clinton nor Donald Trump would get her pick on the ballot. &ldquo;To me, Hillary&rsquo;s evil and I think she&rsquo;s a war-mongerer,&rdquo; Westwood told CNBC&rsquo;s Tania Bryer. &ldquo;I don&rsquo;t expect the world to change with Hillary Clinton. You know we&rsquo;re all going for climate change. I&rsquo;m not Pro-Trump. If I would be American, I would not vote for either of them.&rdquo; (&hellip;) Expanding the conversation into broader politics, Westwood told CNBC she believed activists needed to try and tell people how the &ldquo;new world&rdquo; would look like if society &ldquo;swapped this terrible financial system for a fair financial system.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;If we can change the rotten financial system, we can change the world.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cnbc.com\/2016\/10\/13\/wouldnt-vote-for-donald-trump-or-evil-hillary-clinton-vivienne-westwood.html\">CNBC<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35458"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35458\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35460,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35458\/revisions\/35460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}