{"id":35480,"date":"2016-10-20T08:53:16","date_gmt":"2016-10-20T06:53:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480"},"modified":"2016-10-20T08:53:16","modified_gmt":"2016-10-20T06:53:16","slug":"hinweise-des-tages-2736","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h01\">Die gro&szlig;e Autobahnl&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h02\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h03\">Gro&szlig;e Koalition pr&auml;sentiert Luftnummer f&uuml;r Rentner und Besch&auml;ftigte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h04\">US-Amerikaner arbeiten mehr als Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h05\">F&uuml;r hohe Verm&ouml;gen in Deutschland spielen neben Selbst&auml;ndigkeit und Unternehmertum auch Erbschaften und Schenkungen eine gro&szlig;e Rolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h06\">Europ&auml;ischer Gerichtshof kippt Preisbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h07\">Fleischfabrikant trickst Kartellamt aus &ndash; 128 Millionen Euro weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h08\">Drohnenexport: Internationale Standards?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h09\">Ideologische Zementierung der Besatzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h10\">Kabinett beschlie&szlig;t Atomm&uuml;ll-Gesetz: Konzerne k&ouml;nnen sich freikaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h11\">Mit angezogener Handbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h12\">Ertrage die Clowns!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h13\">Medialer Wirbel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h14\">Roderich Kiesewetter will gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; und die syrische Armee k&auml;mpfen, um eine &bdquo;russische Hegemonie &uuml;ber Syrien&ldquo; zu verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h15\">Zu guter Letzt: Kind in Mossul froh, von guten USA statt von b&ouml;sen Russen zerbombt zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35480#h16\">Das Letzte: Berichterstattung zum Putin-Besuch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Autobahnl&uuml;ge<\/strong><br>\nDas Interesse von Allianz und Co. an einer wirtschaftlichen &Uuml;bernahme der deutschen Autobahnen war Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble Milliardenzugest&auml;ndnisse im Finanzausgleich an die Bundesl&auml;nder wert. So konnte er diesen den Widerstand gegen die Einrichtung einer privaten Verkehrsinfrastrukturgesellschaft abkaufen, in welche der Bund die Autobahnverwaltung &uuml;berf&uuml;hren will, um sie dann an die gro&szlig;en Kapitalanleger abzugeben. Dass das Eigentum des Bundes an den Autobahnen festgeschrieben wird, mag formal stimmen, wirtschaftlich betrachtet ist es eine &uuml;ble T&auml;uschung der W&auml;hler. Zu der Einigung mit den L&auml;ndern &uuml;ber einen neuen Finanzausgleich geh&ouml;rt, dass das Grundgesetz ge&auml;ndert werden und dann eine unter staatlicher Regelung stehende privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft eingesetzt werden soll. Diese soll die Verwaltung der Bundesautobahnen und eventuell weiterer Bundesstra&szlig;en &uuml;bernehmen. Zur Beruhigung der Gem&uuml;ter soll das unver&auml;u&szlig;erliche Eigentum des Bundes an Autobahnen und Stra&szlig;en im Grundgesetz festgeschrieben werden. (&hellip;) Wenn die Infrastrukturgesellschaft, die die Autobahnen wirtschaftlich verwaltet, (mehrheitlich) Privaten geh&ouml;rt, dann sind die Autobahnen in wirtschaftlicher Hinsicht weitgehend privatisiert, auch wenn das Eigentum formal noch beim Bund liegt. Das ist die hohe Kunst der W&auml;hlert&auml;uschung. (&hellip;) Verstehen kann man das nur aus der Intention der ganzen Aktion heraus. Es geht ja gerade darum, Allianz und Co. im gegenw&auml;rtigen Niedrigzinsumfeld h&ouml;here aber sichere Renditequellen zu erschlie&szlig;en, und nicht etwa um Kostenersparnis f&uuml;r die &ouml;ffentlich Hand. Im ersten Entwurf des Berichts der sogenannten Fratzscher-Kommission, die die Vorarbeit geleistet hat, waren diese Zusammenh&auml;nge und Absichten noch g&auml;nzlich ungeschminkt genannt. Sp&auml;ter wurde das dann getilgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/696-autobahnprivatisierung#weiterlesen\">Norbert Haering<\/a>\n<p><strong>Dazu: Jurist wirft Gabriel T&auml;uschung vor<\/strong><br>\nDer SPD-Chef hat versichert, mit der Neuregelung des Finanzausgleichs blieben Autobahnen weiter in Staatsbesitz. In der ZEIT widerspricht ein Juraprofessor. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat vergangenen Freitag in einer E-Mail an die SPD-Mitglieder erkl&auml;rt, man habe die Privatisierung von Autobahnen im Rahmen der Neuregelung des Finanzausgleichs &ldquo;ausgeschlossen&rdquo;. Dem widerspricht Georg Hermes, Professor f&uuml;r &ouml;ffentliches Recht an der Johann Wolfgang Goethe-Universit&auml;t Frankfurt am Main. Der ZEIT sagt er: &ldquo;Die Klausel erm&ouml;glicht eine echte Privatisierung. Wenn Gabriel etwas anderes behauptet, t&auml;uscht er die W&auml;hler.&rdquo;<br>\nGabriel hatte in der E-Mail geschrieben: &ldquo;Wir konnten durchsetzen, dass die Privatisierung von Bundesstra&szlig;en und Autobahnen ausgeschlossen wird.&rdquo; Er bezieht sich dabei auf einen Passus im Beschluss zur Neuregelung des Finanzausgleichs. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Es soll eine unter staatlicher Regelung stehende privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft eingesetzt und das unver&auml;u&szlig;erliche Eigentum des Bundes an Autobahnen und Stra&szlig;en im Grundgesetz festgeschrieben werden.&rdquo;<br>\nDas, so Hermes, bedeute aber nicht, dass eine Privatisierung der Infrastrukturgesellschaft ausgeschlossen sei. &ldquo;So wie die Einigung formuliert ist, k&ouml;nnte der Staat 100 Prozent der Anteile verkaufen.&rdquo; Dass das Eigentum des Bundes an Autobahnen und Stra&szlig;en festgeschrieben werde, hie&szlig;e nur, &ldquo;dass der Bund formal noch als Eigent&uuml;mer im Grundbuch st&uuml;nde&rdquo;. Planung, Bau, Finanzierung und Erhalt k&ouml;nnten aber an Private &uuml;bertragen werden. &ldquo;Auch die Erhebung von Mautgeb&uuml;hren durch Private w&auml;re kein Problem.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-10\/sigmar-gabriel-autobahn-privatisierung-taeuschung\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gabriels Blankoscheck ist nicht valide<\/strong><br>\nCeta ist beim EU-Handelsministerrat durchgefallen: Das ist f&uuml;r die KritikerInnen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada eine gute Nachricht &ndash; auch wenn es damit nicht endg&uuml;ltig vom Tisch ist, sondern am Ende vermutlich trotzdem kommt. Doch durch ihre Weigerung, dem vorliegenden Abkommen zuzustimmen, sorgen Belgien, Rum&auml;nien und Bulgarien daf&uuml;r, dass noch einmal nachgebessert werden muss. Peinlich ist die vertagte Entscheidung hingegen f&uuml;r den deutschen SPD-Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Der hatte seine Partei zur Ceta-Zustimmung gen&ouml;tigt &ndash; unter anderem mit der Drohung, es sei unverantwortlich, wenn Deutschland als einziges Land gegen den umstrittenen Vertrag stimme. Nun zeigt sich, dass man damit in guter Gesellschaft gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Ceta-Verhandlungen\/!5345936\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Menetekel aus Karlsruhe<\/strong><br>\nIn einer dramatischen Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht den vorzeitigen Ausverkauf gesetzgeberischer Zust&auml;ndigkeiten und des Parlamentsvorbehalts durch die Bundesregierung verhindert. Der aktionistische Neoliberalismus der Bundesregierung und insbesondere des Bundeswirtschaftsministers erf&auml;hrt erstmals einen wichtigen D&auml;mpfer.<br>\nIn aller &Ouml;ffentlichkeit und doch nahezu unbemerkt sind das Bundesverfassungsgericht und die Bundesregierung in Sachen Demokratieverst&auml;ndnis heftig aneinandergeraten. Wie das Gericht in seinem Beschluss vom 13. Oktober best&auml;tigt, handelt es sich entgegen der regierungsoffiziellen Lesart bei CETA um sehr viel mehr als um ein Zollabkommen zur Erleichterung des Handels. CETA enth&auml;lt &ndash; wie die Kritiker immer schon argumentierten &ndash; zahlreiche Regelungen, die ganz und gar nicht in die Zollgesetzgebungskompetenz der EU, sondern in die innerstaatliche Gesetzgebungskompetenz des Bundestages fallen. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber die vorl&auml;ufige Entkernung von CETA hinaus wirft der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts ein grelles Licht auf die rechtsstaatlich bedenkliche Methode, Gesetzgebungsverfahren von grunds&auml;tzlicher Bedeutung zunehmend aus dem Bundestag heraus zu verlagern. Unter dem Vorwand der Zustimmung zu angeblich reinen Handelsabkommen werden den Abgeordneten &Auml;nderungen und Ausnahmen zur geltenden und k&uuml;nftigen innerstaatlichen Gesetzeslage untergeschoben. Die Frage ist erlaubt, wer von ihnen diesen Mechanismus durchschaut, geschweige denn sich mit den gesetzespolitischen Folgen der zahlreichen im Abkommen verstreuten Regelungen auseinandersetzt. Von Umfang und Inhalt her &uuml;berbordende internationale &Uuml;bereinkommen stellen selbst bei formaler Beteiligung der Parlamente eine offenbar beabsichtigte strukturelle &Uuml;berforderung des nationalen Gesetzgebers dar.<br>\nWas den zus&auml;tzlich eingebauten Fallstrick des vorl&auml;ufigen Inkrafttretens ohne Konsultation der Parlamente anbelangt, h&auml;tten die Bundesregierung und der Bundeswirtschaftsminister ohne Einschaltung des Bundesverfassungsgerichts eine Teilablehnung offenbar nicht einmal in Erw&auml;gung gezogen. Ob dann bei Ablehnung durch den Bundestag eine Umkehr noch m&ouml;glich gewesen w&auml;re, darf mit dem Bundesverfassungsgericht bezweifelt werden. Welche Interessen Sigmar Gabriel auch vertritt &ndash; die der Bundesrepublik Deutschland sind es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/menetekel-aus-karlsruhe\/\">Erik Jochem auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Zumutung aus Wallonien<\/strong><br>\nEuropas Verl&auml;sslichkeit als Handelspartner schwindet, wenn Regionen de facto ein Veto gegen Entscheidungen der EU einlegen k&ouml;nnen &ndash; so wie beim Handelsabkommen mit Kanada.<br>\nDer Preis ist potentiell hoch, wenn nationale und regionale Parlamente der EU einen Strich durch die handelspolitische Rechnung machen k&ouml;nnen. Was die einen als demokratische Teilhabe loben, kommt anderen als Einladung zu Blockade und Verhinderung vor. Die Handelsminister konnten am Dienstag nicht endg&uuml;ltig &uuml;ber das Handelsabkommen mit Kanada &ndash; das umfassendste seiner Art bislang &ndash; entscheiden, weil Belgien Vorbehalte hat &ndash; weil das Parlament Walloniens dagegen ist. Eine Region &uuml;bt de facto ein Veto aus, der &uuml;berw&auml;ltigende Rest ist der Leidtragende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/handelsabkommen-zumutung-aus-wallonien-14487164.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Parlamente einfach abstimmen, wie sie wollen und es f&uuml;r richtig halten, dann ist das ja&hellip; Demokratie! Ungeheuerlich! Die &ldquo;Demokratie&rdquo;, die die FAZ in ihren Klagen &uuml;ber das Russland Putins oder &uuml;ber China wie eine Monstranz vor sich hertr&auml;gt, ist dann wohl doch eher von der Art, in der wenige &ndash; &ldquo;die Wirtschaft&rdquo;, vor allem die gro&szlig;en Konzerne &ndash; bestimmen und alle anderen zu befolgen haben. Demokratie ist es nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Krise West<\/strong><br>\nDie EU-Krise weitet sich aus. Nach S&uuml;deuropa (Euro) und Osteuropa (Fl&uuml;chtlinge) hat sie nun auch Westeuropa erfasst. Beim EU-Gipfel stehen gleich drei westeurop&auml;ische EU-L&auml;nder auf der Anklagebank. [&hellip;]<br>\nWie es der Zufall so will, sind allen drei &ldquo;Problemen&rdquo; Volksabstimmungen bzw. Parlamentsvoten vorausgegangen. Westeuropa hat also ein Problem mit der Demokratie &ndash; oder die EU ein Problem mit Westeuropa. Damit das keiner merkt, werden alle drei F&auml;lle individuell verhandelt. Und nat&uuml;rlich hinter verschlossenen T&uuml;ren. Wenn &uuml;berhaupt, dann sollen wir auf UKIP oder die Wallonen sauer sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/krise-west\/\">Lost in Europe<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition pr&auml;sentiert Luftnummer f&uuml;r Rentner und Besch&auml;ftigte<\/strong><br>\nUnion und SPD haben sich auf letzte &Auml;nderungen bei der geplanten Neuregelung von Leiharbeit und Flexi-Rente geeinigt. Dazu erkl&auml;rt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE: Wenn es um Rentner und Besch&auml;ftigte geht, einigt sich die gro&szlig;e Koalition wieder nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Sie betreibt sozialpolitisches und arbeitsmarktpolitisches Blendwerk &ndash; was zun&auml;chst gut klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Luftnummer.<br>\nEine st&auml;rkere Regulierung von Leiharbeit ist dringend geboten, doch die angeblich strengere Neuregelung geht an der Realit&auml;t der Besch&auml;ftigten vorbei. Nach neun Monaten sollen Zeitarbeiter im selben Betrieb den gleichen Lohn wie Festangestellte erhalten, und sie d&uuml;rfen nicht l&auml;nger als 18 Monate an denselben Betrieb verliehen werden. Allerdings werden die meisten Leiharbeiter k&uuml;rzer als neun Monate eingesetzt und bekommen damit in der Praxis nicht den gleichen Lohn.<br>\nUnion und SPD wollen den verdienten Ruhestand der Besch&auml;ftigten noch weiter hinausschieben. Trotz des bereits erh&ouml;hten Renteneintrittsalters sollen mit der Flexi-Rente Anreize f&uuml;r l&auml;ngeres Arbeiten &uuml;ber das Rentenalter hinaus geschaffen werden. Dabei erreichen jetzt schon zahlreiche Besch&auml;ftigte das regul&auml;re Rentenalter nicht und m&uuml;ssen mit erheblichen Abschl&auml;gen fr&uuml;her in Rente gehen. Diese Abschl&auml;ge auf Erwerbsminderungsrenten sind ungerecht und m&uuml;ssen deshalb vollst&auml;ndig gestrichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/grosse-koalition-praesentiert-luftnummer-fuer-rentner-und-beschaeftigte\/\">Die Linke.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Forderung der Abschaffung der Leiharbeit war fr&uuml;her auch Konsens in der SPD. Im Berliner Grundsatzprogramm von Dezember 1989 war u.a. auch eben diese Forderung zu lesen: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www3.spd.de\/linkableblob\/1812\/data\/berliner_programm.pdf\">Leiharbeit ist zu verbieten.<\/a>&rdquo; Das aktuell g&uuml;ltige Hamburger Grundsatzprogramm spricht &ndash; leider &ndash; nicht mehr ausdr&uuml;cklich vom Verbot der Leiharbeit.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Schm&auml;hl fordert Renten-Kehrtwende<\/strong><br>\nEx-Vorsitzender des Sozialbeirats warnt vor Mindestsicherungssystem.<br>\nF&uuml;r eine Kehrtwende in der Rentenpolitik hat sich der langj&auml;hrige Vorsitzende des Sozialbeirats der Bundesregierung, Winfried Schm&auml;hl (im Bild), ausgesprochen. Wenn es nicht gelinge, eine &ldquo;Rentenwende&rdquo; mit der R&uuml;ckkehr zu einer lohnbezogenen und leistungsorientierten gesetzlichen Rente durchzusetzen, werde die Rentenversicherung zu einem &ldquo;Mindestsicherungssystem, das allenfalls f&uuml;r langj&auml;hrig Versicherte Altersarmut verhindert&rdquo;, schreibt Schm&auml;hl in einem Beitrag f&uuml;r die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift &ldquo;Wirtschaftsdienst&rdquo; (&hellip;).<br>\nAls warnendes Beispiel f&uuml;hrt der langj&auml;hrige Direktor am Zentrum f&uuml;r Sozialpolitik der Universit&auml;t Bremen den Umbau der chilenischen Rentenversicherung zu einem kapitalgedeckten Altersvorsorgesystem an (siehe dazu auch weiteren Beitrag auf ihre-vorsorge.de am heutigen Tage). Dort wie in vielen anderen L&auml;ndern, die sich auf den Rat der Weltbank und des Mainstreams der &ouml;konomischen Zunft auf den Weg in eine &ldquo;kapitalmarktabh&auml;ngige Alterssicherung&rdquo; gemacht h&auml;tten, sei inzwischen &ldquo;Ern&uuml;chterung eingetreten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=15936&amp;cHash=fb253379cfb2f28f6f60f5fafc484a06\">Ihre-Vorsorge.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten setzen sich seit vielen Jahren f&uuml;r die St&auml;rkung der gesetzlichen Rente ein. Ein Beispiel: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">Die F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge war schon immer eine von politischer Korruption bewirkte Fehlentscheidung. Jetzt alle Mittel auf gesetzliche Rente konzentrieren.<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: So viel ist Ihre Rente 2040 in Ihrer Stadt wert<\/strong><br>\nWer um das Jahr 2040 in Rente geht, fragt sich: Was werde ich mir dann noch leisten k&ouml;nnen? Unsere interaktive Karte gibt die Antwort &ndash; f&uuml;r die zehn h&auml;ufigsten Berufe und f&uuml;r jeden Ort in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/rente-was-ihre-rente-2040-in-ihrer-stadt-wert-ist-a-1117020.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn man seine Br&ouml;tchen als Arbeitnehmer in M&uuml;nchen oder Hamburg verdient hat, dann wird man als Rentner in M&uuml;nchen oder Hamburg nur schwer &uuml;ber die Runden kommen, erh&auml;lt aber im Bayerischen Wald oder im tiefsten Brandenburg mehr Wohnung und mehr Lebensmittel f&uuml;r seine Rente. Wer mit einer M&uuml;nchner Rente in strukturschwache Gebiete mit niedrigen L&ouml;hnen umzieht, kommt auch mit 41,7% vom durchschnittlichen Nettolohn aus, der von SPD, CDU\/CSU, FDP und Gr&uuml;nen in Stein gemei&szlig;elt wurde und wie jedes andere Naturgesetz nicht zu &auml;ndern ist. Ist das die Empfehlung: im Alter umziehen? [&hellip;] Dass man die Rente wieder auf ein den Lebensstandard sicherndes Niveau bringen k&ouml;nnte, ist nat&uuml;rlich au&szlig;erhalb jeder Diskussion.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Amerikaner arbeiten mehr als Europ&auml;er<\/strong><br>\nMehr Wochenstunden, weniger Urlaub, sp&auml;terer Ruhestand: US-Amerikaner arbeiten laut einer Studie deutlich l&auml;nger als ihre EU-Kollegen. Aber auch die Unterschiede zwischen den EU-Staaten sind deutlich. Die US-Amerikaner arbeiten durchschnittlich nicht nur jeden Tag l&auml;nger als die Menschen in Europa, sie gehen auch sp&auml;ter in den Ruhestand und machen weniger Urlaub. Das ist das Hauptergebnis einer gemeinsamen Studie von amerikanischen und deutschen &Ouml;konomen, &uuml;ber die die Nachrichtenagentur Bloomberg als Erster berichtet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/us-amerikaner-arbeiten-am-meisten-a-1117216.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Zust&auml;nde im Mutterland des Kapitalismus d&uuml;rften mehr oder weniger bekannt sein. Was soll also die Botschaft dieser &ldquo;Studie&rdquo; sein? Dass in Deutschland endlich auch amerikanische Verh&auml;ltnisse herrschen sollen? Betrachtet man allein die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse, scheint das deutsche Arbeitsmodell nicht das schlechteste zu sein. Wie die nach wie vor gro&szlig;e Zustimmung zu Trump zeigt, scheinen viele Menschen mit gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen in den USA nicht unbedingt zufrieden zu sein. Ob gerade Trump daf&uuml;r die richtige Adresse ist, ist eine andere Frage.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r hohe Verm&ouml;gen in Deutschland spielen neben Selbst&auml;ndigkeit und Unternehmertum auch Erbschaften und Schenkungen eine gro&szlig;e Rolle<\/strong><br>\nAuf Basis einer nicht repr&auml;sentativen Erhebung des DIW Berlin und der Universit&auml;t Potsdam wurde die Lebenssituation von Hochverm&ouml;genden in Deutschland erstmals n&auml;her untersucht. Diese sind Personen in Haushalten mit einem Geldverm&ouml;gen von mehr als einer Million Euro. Sie sind typischerweise m&auml;nnlich, im h&ouml;heren Lebensalter und &uuml;berdurchschnittlich gut gebildet. Die Erhebung wurde im Rahmen des 5. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im Auftrag des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales durchgef&uuml;hrt.<br>\nNeben Selbst&auml;ndigkeit und Unternehmertum spielen f&uuml;r hohe Verm&ouml;gen Schenkungen und  Erbschaften eine gro&szlig;e Rolle. Etwa drei Viertel der befragten Hochverm&ouml;genden &uuml;ber 40 kamen bereits in den Genuss einer Schenkung oder einer Erbschaft, 18 Prozent sogar zweier oder mehr. In der Bev&ouml;lkerung insgesamt haben lediglich knapp &uuml;ber ein Drittel der &uuml;ber 40-J&auml;hrigen einen solchen Transfer erhalten. &bdquo;Hochverm&ouml;gende haben in der Regel mehrfach und dabei &uuml;berdurchschnittlich hohe Betr&auml;ge geerbt oder Verm&ouml;gen geschenkt bekommen&ldquo;, so DIW-Experte Markus M. Grabka, Ko-Autor der Studie. Die Hochverm&ouml;genden wurden nach relevanten Gr&uuml;nden f&uuml;r ihre Verm&ouml;genssituation gefragt. Die h&auml;ufigste Antwort entfiel dabei mit zwei Dritteln auf Erbschaften und Schenkungen, gefolgt von Selbst&auml;ndigkeit beziehungsweise Unternehmertum. Ein F&uuml;nftel der reichen Frauen gab an, dass eine Heirat der Hauptgrund f&uuml;r die erreichte Verm&ouml;gensposition war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.545249.de\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Gerichtshof kippt Preisbindung<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat die Preisbindung f&uuml;r rezeptpflichtige Medikamente in Deutschland f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. Patienten k&ouml;nnten in Zukunft Geld sparen. Der Europ&auml;ische Gerichtshof hat die deutsche Preisbindung f&uuml;r verschreibungspflichtige Medikamente gekippt. Die Festlegung einheitlicher Abgabepreise beschr&auml;nke den freien Warenverkehr in der EU, hei&szlig;t es in dem Urteil. Demnach sind bindende Preise auf Versandapotheken aus dem EU-Ausland nicht mehr anwendbar. F&uuml;r deutsche Apotheken gelten sie jedoch noch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/eugh-erklaert-preisbindung-fuer-medikamente-fuer-rechtswidrig-a-1117279.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Grunds&auml;tzlich sind die Arzneimittel in Deutschland zu teuer und das Land ist ein Eldorado f&uuml;r die Pharmakonzerne und Apotheken. Der Aufschrei der Apotheker-Lobby ist so keine &Uuml;berraschung. Hier sollte man aber sein Augenmerk auf die, der &Ouml;ffentlichkeit wenig bekannte Institution des Europ&auml;ischen Gerichtshofes (EuGH) richten. Interessant ist dabei verwendete Semantik, diese zeigt, dass es dem EuGH nicht um die Versorgung der Bev&ouml;lkerung mit preiswerten Arzneimitteln geht, sondern um die Durchsetzung von &ldquo;Marktprinzipien&rdquo;. Der EuGH ist hier, wie auch schon an anderer Stelle ein wichtiges Instrument zur europaweiten Durchsetzung der neoliberalen Agenda.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Aus dem Faktencheck &ldquo;Die Anstalt&rdquo;: EuGH &ndash; Der heimliche Herrscher der EU?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/blob\/45096752\/2\/data.pdf\">ZDF [PDF]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: EuGH-Urteil bedroht Arzneimittelsicherheit und fl&auml;chendeckende wohnortnahe Versorgung<\/strong><br>\n&bdquo;Das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes ist ein schwerer Schlag f&uuml;r Patientinnen und Patienten, denn es bedeutet eine St&auml;rkung des Versandhandels und bedroht nicht zuletzt Apotheken auf dem Lande&ldquo;, erkl&auml;rt Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heute verk&uuml;ndeten EuGH-Urteil, dass das Boni-Verbot kippt und damit den grenz&uuml;berschreitenden Versand von Arzneimitteln anschiebt. Vogler weiter: &bdquo;Wie zu bef&uuml;rchten war, ist dem europ&auml;ischen Gericht der freie Warenverkehr und Preiswettbewerb wichtiger als die Sicherstellung von Notfallversorgung und pers&ouml;nlicher Beratung in der Apotheke vor Ort. Die Arzneimittelsicherheit und die fl&auml;chendeckende wohnortnahe Versorgung k&ouml;nnen dabei auf der Strecke bleiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eugh-urteil-bedroht-arzneimittelsicherheit-und-flaechendeckende-wohnortnahe-versorgung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fleischfabrikant trickst Kartellamt aus &ndash; 128 Millionen Euro weg<\/strong><br>\nDer milliardenschwere Unternehmer Clemens T&ouml;nnies muss 128 Millionen Euro Bu&szlig;geld an das Kartellamt nicht zahlen. Eine Gesetzesl&uuml;cke macht dies m&ouml;glich. Trittbrettfahrer gibt es schon.<br>\nDem Bundeskartellamt sind durch eine Gesetzesl&uuml;cke 128 Millionen an Bu&szlig;geldern entgangen. Weil der Fleischwarenfabrikant Clemens T&ouml;nnies die Tochterfirmen B&ouml;klunder und K&ouml;necke aus dem Handelsregister l&ouml;schen lie&szlig;, hat die Beh&ouml;rde nun Bu&szlig;geldverfahren gegen die zwei Unternehmen eingestellt. [&hellip;]<br>\nDer Mutterkonzern muss in Deutschland dann nicht f&uuml;r die Strafe geradestehen, weil deutsches Recht nur bei der handelnden Konzerntochter ansetzt. Auf europ&auml;ischer Ebene und in vielen anderen EU-L&auml;ndern dagegen werden Kartellverfahren immer gegen den Mutterkonzern gef&uuml;hrt, der im Fall der F&auml;lle auch haften muss.<br>\nDiese Gesetzesl&uuml;cke ist mit der Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschr&auml;nkungen (GWB) mittlerweile geschlossen worden. Das Bundeskabinett hatte Ende September 2016 den entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet.<br>\nLaut Experteneinsch&auml;tzung d&uuml;rfte dem deutschen Staat bis zum Inkrafttreten des Gesetzes eine Summe in &auml;hnlicher H&ouml;he entgehen. Das Bundeskartellamt spricht nur von &ldquo;hohen Betr&auml;gen&rdquo;.<br>\nDie Beh&ouml;rde hatte Mitte 2014 gegen 21 Wursthersteller Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von insgesamt 338 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen verh&auml;ngt. In neun F&auml;llen konnten die Bu&szlig;gelder wegen Einspr&uuml;chen noch nicht vollstreckt werden. Die Beh&ouml;rde rechnet damit, dass auch andere Firmen sich umstrukturiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/clemens-toennies-trickst-kartellamt-aus-128-millionen-euro-weg-a-1117329.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 128 bzw. 338 Millionen Euro, die dem Staat durch die Lappen gehen? Das sind doch blo&szlig; Peanuts, und au&szlig;erdem kann man da juristisch nichts machen. OK, in anderen EU-L&auml;ndern schon, aber halt in Deutschland nicht. Au&szlig;erdem w&uuml;rden Strafen gegen Milliard&auml;re blo&szlig; die Leistungstr&auml;ger vergraulen und ein ganz schlechtes Signal senden. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Drohnenexport: Internationale Standards?<\/strong><br>\nDefenseNews hatte am 25. August 2016 gemeldet, die-US Regierung bem&uuml;he sich, internationale Standards f&uuml;r den Export von Drohnen zu schaffen. Ein erster Schritt dahin soll eine gemeinsame Erkl&auml;rung von Staaten sein. Schon &uuml;ber diesen Entwurf einer gemeinsamen Erkl&auml;rung hie&szlig; es, dass die Sprache in dem Text weit unter dem liegt, was Kritiker von Drohnen und die R&uuml;stungskontrollgemeinschaft gerne sehen w&uuml;rden. Seitdem hat sich der Entwurf aber wieder ver&auml;ndert &ndash; und das nicht zum Besseren.<br>\nZun&auml;chst sollte sich das Dokument an den R&uuml;stungsexportrichtlinien f&uuml;r Drohnen orientieren, die sich die USA im Februar 2015 selbst auferlegt haben. Die eigenen Richtlinien sind wohl auch unter dem Lobbydruck der US-R&uuml;stungsindustrie zustande gekommen, damit die Unternehmen einen rechtlichen Rahmen haben, in dem Sie ihre Gesch&auml;fte abwickeln k&ouml;nnen. Da es keine klaren Richtlinien gab, entstand keine Planungsunsicherheit f&uuml;r die Firmen, ob exportiert werden kann, denn die US-Regierung stoppte nicht wenige Exporte bis dahin. In den Exportrichtlinien des State Department waren die wichtigsten Punkte: die Empf&auml;ngerstaaten sollen sich an Internationales Recht, an humanit&auml;res V&ouml;lkerrecht und an Menschenrechte halten; die Drohnen sollen nur zu &bdquo;rechtm&auml;&szlig;igen&ldquo; Zwecken wie der Selbstverteidigung eingesetzt werden; mit den Drohnen soll die Bev&ouml;lkerung in den Empf&auml;ngerstaaten nicht unrechtm&auml;&szlig;ig &uuml;berwacht oder angegriffen werden; das Bedienpersonal soll so geschult und trainiert werden, dass das Risiko von Verletzungen und weiteren Sch&auml;den reduziert wird.<br>\nIn einem Factsheet des State Department zu den nun geplanten internationalen Richtlinien hei&szlig;t es, die USA seien f&uuml;hrend bei der Entwicklung und dem Einsatz von Drohnen, darum h&auml;tten sie auch eine besondere Verantwortung: &bdquo;Die Vereinigten Staaten haben eine Verantwortung um sicherzustellen, dass der Verkauf, der Transfer und der anschlie&szlig;ende Gebrauch aller UAS [Unbemannte Luftfahrtsysteme, Anm. d. Autors] aus den USA verantwortlich und konsistent mit den nationalen sicherheits- und au&szlig;enpolitischen Interessen, einschlie&szlig;lich der &ouml;konomischen Sicherheit, sowie mit den Werten der USA und den internationalen Standards sind.&rdquo; Um die Standards bem&uuml;he man sich auch (und gerade) deshalb, weil immer mehr Staaten Drohnen entwickeln, produzieren und einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/10\/18\/drohnenexport-internationale-standards\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ideologische Zementierung der Besatzung<\/strong><br>\nZur Radikalisierung der israelischen Politik und Gesellschaft<br>\nEs sei ein Weckruf f&uuml;r die israelische Gesellschaft, sagte der israelische Staatspr&auml;sident Reuven Rivlin. Damit meinte er eine k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Umfrage des &bdquo;Pew Research Centre&ldquo;. Ihr zufolge wollen 48 Prozent der befragten j&uuml;dischen Israelis, dass die pal&auml;stinensischen Araberinnen und Araber ausgewiesen werden. Und fast 80 Prozent der Befragten fordern eine bevorzugte Behandlung von J&uuml;dinnen und Juden im israelischen Staat!<br>\nWeil solche Umfragen bei uns kaum an die &Ouml;ffentlichkeit dringen, sind die alarmierenden Ergebnisse den wenigsten bekannt. Neu sind sie allerdings bei weitem nicht: Bereits im Jahr 2004 verlangten 63 Prozent der in einer Studie des &bdquo;Haifa Universit&auml;tszentrums zur Erforschung der nationalen Sicherheit&ldquo; befragten Israelis, ihre Regierung solle die Araber zur Auswanderung ermutigen. 48 Prozent gaben an, in ihren Augen w&uuml;rden Araber in Israel &bdquo;zu gut&ldquo; behandelt. 2012 schrieb der israelische Journalist Gideon Levy &uuml;ber die Ergebnisse einer von DIALOG durchgef&uuml;hrten Umfrage, die meisten Israelis bef&uuml;rworteten ein Apartheidregime: 69 Prozent sprachen sich dagegen aus, den 2,5 Millionen Pal&auml;stinensern das Wahlrecht zuzugestehen, sollte Israel die Westbank annektieren, 74 Prozent pl&auml;dierten f&uuml;r getrennte Stra&szlig;en f&uuml;r Israelis und Pal&auml;stinenser. 47 Prozent wollten die israelischen Araber zumindest teilweise in die pal&auml;stinensischen Gebiete transferieren, 59 Prozent forderten, dass Juden bei Jobs in Regierungsministerien grunds&auml;tzlich arabischst&auml;mmigen Anw&auml;rtern vorgezogen werden. 49 Prozent vertraten die Meinung, Juden sollten besser behandelt werden als Araber, 42 Prozent wollten nicht, dass ihre Kinder gemeinsam mit pal&auml;stinensischen Kindern zur Schule gehen. Zu guter Letzt bekannten 58 Prozent der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung Israels freim&uuml;tig, Israel praktiziere gegen&uuml;ber den Arabern Apartheid. Bei der Mehrheit der Israelis st&ouml;&szlig;t das nicht auf Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201610184129\/politik\/welt\/ideologische-zementierung-der-besatzung.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kabinett beschlie&szlig;t Atomm&uuml;ll-Gesetz: Konzerne k&ouml;nnen sich freikaufen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat den Atomm&uuml;ll-Pakt mit den vier AKW-Betreibern gebilligt: Zwischen- und Endlagerung gehen in die Verantwortung des Staates &uuml;ber. Die Konzerne m&uuml;ssen 23,5 Milliarden Euro in einen Fonds zahlen. [&hellip;]<br>\nLaut Gesetzentwurf sollen die vier AKW-Betreiber bis zum Jahr 2022 rund 23,5 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds &uuml;berweisen, der die Lagerung des M&uuml;lls managen w&uuml;rde. Im Gegenzug f&uuml;r einen darin enthaltenen Milliardenaufschlag k&ouml;nnen sich die Unternehmen von einer Haftung bis in alle Ewigkeit &ldquo;freikaufen&rdquo; &ndash; dieses Risiko w&uuml;rde beim Steuerzahler liegen. Je sp&auml;ter die Konzerne &uuml;berweisen, desto teurer wird es f&uuml;r sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/kabinett-beschlie%C3%9Ft-atomm%C3%BCll-gesetz-konzerne-k%C3%B6nnen-sich-freikaufen\/a-36086752\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rechnung f&uuml;r Atomausstieg zahlen am Ende die B&uuml;rger<\/strong><br>\n&bdquo;Bundesregierung und Atomkonzerne sind sich einig: Die Atom-Zeche zahlen am Ende die B&uuml;rger. Es ist eine Unverfrorenheit erster G&uuml;te, wie die Bundesregierung Atomkonzerne einseitig beg&uuml;nstigt. Und das, obwohl die Konzerne bislang noch nicht einmal erkl&auml;rt haben, alle gegen den Atomausstieg laufenden Schadensersatzklagen &ndash; inklusive der Vattenfall-Klage vor dem Weltbank-Gericht ICSID &ndash; zu beenden. Die Verursacherhaftung wird au&szlig;er Kraft gesetzt und das Risiko bei den Kosten f&uuml;r die Atomm&uuml;lllagerung auf die Steuerzahler verlagert&ldquo;, erkl&auml;rt Hubertus Zdebel, Sprecher f&uuml;r Atomausstieg der Fraktion DIE LINKE, zu den heutigen Atomm&uuml;ll-Finanzierungs-Beschl&uuml;ssen der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rechnung-fuer-atomausstieg-zahlen-am-ende-die-buerger\/\">Linksfraktion<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch noch einmal auf den NachDenkSeiten: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31607\">Atomausstieg: Betrug des Jahrhunderts mit Ansage<\/a>&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mit angezogener Handbremse<\/strong><br>\nIm Stuttgarter Rathaus wird nach langer Zeit wieder ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Tiefbahnhofprojekt Stuttgart 21 gesprochen. Doch die Sondersitzungen des Gemeinderats sollen nicht zum Faktencheck &agrave; la Gei&szlig;ler-Schlichtung im Herbst 2010 ausarten, bremst die gr&uuml;n dominierte Stadtspitze.<br>\nNein, es soll auf keinen Fall eine Neuauflage geben. Im Stuttgarter Rathaus bem&uuml;hen sich die Verantwortlichen den Ball flach zu halten, die Reizworte nicht in den Mund zu nehmen. Statt Schlichtung oder Faktencheck soll der Ausschuss &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; des Gemeinderats am kommenden Mittwoch (26. Oktober 2016) nur eine &ldquo;gew&ouml;hnliche&rdquo; Sondersitzung abhalten, auch wenn Adjektiv und Substantiv nicht so recht zusammenpassen wollen. Knapp drei Wochen sp&auml;ter, am 15. November, soll die Zusammenkunft fortgesetzt werden. Insgesamt sind an den zwei Terminen zehn Stunden f&uuml;r das Thema Tiefbahnhof reserviert.<br>\n&ldquo;Es ist eine Ausschusssitzung, die das Ziel hat, die Stadtr&auml;te &uuml;ber den aktuellen Projektstand zu informieren&rdquo;, betont Stadtsprecher Sven Matis den Unterschied zur Mammutveranstaltung im Herbst 2010. Damals stritten sich Bahnmanager und die damaligen CDU-Regierenden mit Vertretern aus dem Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 an neun Tagen 65 Stunden lang &uuml;ber F&uuml;r und Wider des geplanten Tiefbahnhofs. Der Faktencheck endete bekanntlich mit einer &ndash; juristisch unverbindlichen &ndash; Weiterbauempfehlung durch Schlichter Heiner Gei&szlig;ler. Fast schon vergessen ist, dass Gei&szlig;ler im Folgejahr unter dem Titel &ldquo;Frieden f&uuml;r Stuttgart&rdquo; den Bau eines Kombibahnhofs vorschlug, der den teilweisen Erhalt des Kopfbahnhofs vorsah.<br>\nImmer wieder besch&auml;ftigte sich der Stuttgarter Gemeinderat seither mit dem Tiefbahnhof, ohne den Bau jemals grunds&auml;tzlich in Frage zu stellen. Auch wenn vieles, was die Projektkritiker im Herbst 2010 an Fiasko und Chaos prophezeiten, bereits Realit&auml;t geworden ist, bevor &uuml;berhaupt ein Drittel der rund 60 Kilometer langen Tunnelr&ouml;hren unter der Landeshauptstadt vorgetrieben sind. Die b&uuml;rgerliche Mehrheit aus CDU, SPD, Freien W&auml;hlern und Freidemokraten stand und steht felsenfest zum Milliardenprojekt. Die Gr&uuml;nen, einst eingefleischte Tiefbahnhofgegner, begleiten seit der Volksabstimmung Ende 2011 das Vorhaben nach parteiinterner Sprachregelung konstruktiv-kritisch. Einzig eine Fraktionsgemeinschaft aus S&Ouml;S, Linken und Piraten w&uuml;rde die Bagger lieber gestern als heute stoppen. Mit sieben Stimmen im sechzigk&ouml;pfigen Gemeinderat bleibt das reines Wunschdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/290\/mit-angezogener-handbremse-3938.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ertrage die Clowns!<\/strong><br>\nDas war der Ratschlag seines Gro&szlig;vaters an seinen Vater: Ertrage die Clowns! Und sein Vater trug diesen Spruch auf einem Zettel geschrieben stets bei sich. Er machte ihn gar zu seiner Lebensregel. Dieser gro&szlig;v&auml;terliche Ratschlag gilt jetzt uns allen. Wir m&uuml;ssen die Clowns ertragen. Speziell Leute wie den Enkel, mit dem wir Zeitgenossen uns gegenw&auml;rtig besch&auml;ftigen m&uuml;ssen. Er ist nun Mitglied der AfD geworden und setzt sich daf&uuml;r ein, dass Moscheen geschlossen werden. &Uuml;ber Hitler sagte sein Vater mal, dass der &raquo;eine anthropologische M&ouml;glichkeit [bleibe], die es immer wieder geben wird&laquo;. Nun ist der Sohnemann ja kein Hitler, belegt aber freilich auch, dass es die M&ouml;glichkeit solcher Zivilisiertbarbaren durchaus nach wie vor gibt, wenn der Schoss fruchtbar ist, aus dem das kriecht.<br>\nNicolaus Fest ist der Sohn von Joachim Fest. Manche w&uuml;rden sagen: Des gro&szlig;en Joachim Fest. Eine konservative Koryph&auml;e quasi. Man kann von seiner Herkunft und von ihm als Historiker ja halten was man mag, jedenfalls hat er nie so getan, als sei der Hitlerismus ein Unfall der deutschen Geschichte gewesen. Was er mit dem oben genannten Zitat ja nochmals unterstrichen hat. In seiner ber&uuml;hmten Hitler-Biographie beschreibt er die Stimmungen in den Jahren der fr&uuml;hen Weimarer Jahre, die von tiefen (Nachkriegs-)Krisen und Arbeitslosigkeit gepr&auml;gt waren und in denen sich der Nationalsozialismus als Bewegung festigte, ehe er nach den Jahren der relativen Stabilisierung der Republik die n&auml;chsten Krisenjahre nutzte, um sich an die Macht zu machen. Er erz&auml;hlt von politischen Abenteurer, Esoterikern und Verschw&ouml;rungsgruppen, vom Messianismus der Rechten, die eines F&uuml;hrers harrten und die Demokratie als Ausdruck von Geschwafel begriffen. Wenn man die Passage liest, man wird ein wenig an unsere Zeit erinnert. Auch heute ist derselbe Menschenschlag mit einer ganz &auml;hnlichen Paranoia da drau&szlig;en drauf und dran, sich dieser Republik zu bem&auml;chtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/10\/ertrage-die-clowns.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Medialer Wirbel<\/strong><br>\nViel medialer Wirbel um ein Treffen von etwa 100 Abgeordneten aus SPD, Gr&uuml;nen und unserer Partei gestern Abend in Berlin. Es ist richtig, miteinander zu reden. Und es w&auml;re klasse, wenn Merkel und Merkels Politik 2017 tats&auml;chlich abgew&auml;hlt werden k&ouml;nnten. Aber es gibt leider keinen Grund f&uuml;r Euphorie, denn Illusionen sollte sich niemand machen, auch wenn die SPD jetzt ihre R&auml;umlichkeiten im Bundestag f&uuml;r solche Treffen bereitstellt und Sigmar Gabriel pers&ouml;nlich vorbeischaut. Denn es gibt leider noch nicht einmal zaghafte Anzeichen, dass die SPD ihre bisherige Politik, die zu einer Zerst&ouml;rung des Sozialstaates und wachsender Ungleichheit im Land gef&uuml;hrt hat, zu ver&auml;ndern gedenkt. Im Gegenteil. Wie ein L&ouml;we hat Parteichef Gabriel f&uuml;r das Konzernschutzabkommen CETA gek&auml;mpft, und die SPD ist ihm letztlich gefolgt. Die Neuregelung zu Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen aus dem Hause Nahles bringt eher noch Verschlechterungen f&uuml;r die Arbeitnehmer und verhindert kein Lohndumping. Und ohne Not gibt die SPD gr&uuml;nes Licht f&uuml;r eine Erbschaftssteuerreform, die Milliardenerben unver&auml;ndert steuerfrei stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1452034504813942\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Roderich Kiesewetter will gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; und die syrische Armee k&auml;mpfen, um eine &bdquo;russische Hegemonie &uuml;ber Syrien&ldquo; zu verhindern<\/strong><br>\nAm 10. Oktober 2016 best&auml;tigte er gegen&uuml;ber Bettina Klein im Interview des Deutschlandfunk, was kritische Beobachter seit dem Eintritt der Bundesrepublik Deutschland in den sogenannten &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; am 4. Dezember 2015 vermuten: dass das eigentliche Kriegsziel in Syrien nicht die Beseitigung des Terrors oder des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; (IS) ist, sondern die Beseitigung des syrischen Pr&auml;sidenten Baschar al-Assad.<br>\nKiesewetter h&auml;lt &bdquo;Milit&auml;rschl&auml;ge der Vereinigten Staaten auch ohne Mandat des Sicherheitsrates (der Vereinten Nationen &ndash; d. Verf.) mit einer sogenannten Koalition der Willigen&ldquo; gegen die Regierung Assad &bdquo;durchaus f&uuml;r gerechtfertigt&ldquo; (Anm. d. Verf.: nicht gekennzeichnete Zitate beziehen sich auf dieses Interview).<br>\nDer CDU-Politiker geht aber weiter. Der Sinn einer &bdquo;Abl&ouml;sung&ldquo; Assads liegt seiner Auffassung nach offenbar in der Durchsetzung deutscher oder &bdquo;westlicher&ldquo; Territorialanspr&uuml;che in Syrien, welche mit konkurrierenden Herrschaftsanspr&uuml;chen, die er Russland unterstellt, nicht vereinbar w&auml;ren. W&ouml;rtlich sagte Kiesewetter: &bdquo;Aber nur zuzuschauen, wie Russland die Initiative ergriffen hat und quasi das gesamte Land Syrien unter seine Hegemonie bringt, das k&ouml;nnen wir auf Dauer nicht zulassen, weil wir ja auch Folgeschritte haben werden. Syrien wird ja nicht der Endpunkt der internationalen Krisenentwicklung sein und Russland schafft hier Fakten, die wom&ouml;glich dann auch Anwendung in anderen Krisengebieten finden. Hier m&uuml;ssen wir einen Riegel vorschieben.&ldquo;<br>\nLeider fragte Bettina Klein ihn nicht, warum er zu der Annahme gekommen sei, &bdquo;wir&ldquo; &ndash; also vermutlich Deutschland &ndash; m&uuml;ssten dem &bdquo;einen Riegel vorschieben&ldquo;, also Krieg f&uuml;hren. Wer sollte nach Kiesewetters Meinung warum ein Interesse daran haben, eine angeblich angestrebte russische &bdquo;Hegemonie&ldquo; in Syrien mit milit&auml;rischen Mitteln zu verhindern? Zumal die russische, bzw. bis 1991 sowjetische Marine in Syrien schon seit 1971 einen St&uuml;tzpunkt hat. Bis vor kurzem sah darin niemand in Deutschland ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.friedenkoeln.de\/?p=9929\">DFG-VK Gruppe K&ouml;ln<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kind in Mossul froh, von guten USA statt von b&ouml;sen Russen zerbombt zu werden<\/strong><br>\nMossul (dpo) &ndash; Bassem Hammadi ist erleichtert: Seit er erfahren hat, dass die irakische Armee und ihre Verb&uuml;ndeten mit Luftunterst&uuml;tzung der USA eine Gro&szlig;offensive auf die IS-Hochburg Mossul begonnen haben, ist der 7-J&auml;hrige froh, von guten Westm&auml;chten mit Prinzipien anstatt von b&ouml;sen Russen zerbombt zu werden wie die Menschen in Aleppo. &ldquo;Das ist n&auml;mlich etwas komplett anderes&rdquo;, erkl&auml;rt Bassem. &ldquo;W&auml;hrend die Leute in Aleppo kaltbl&uuml;tig von Assads und Putins Truppen dahingemetzelt werden, werden wir hier von guten und aufrechten Soldaten befreit und sterben dabei h&ouml;chstens als bedauerlicher Kollateralschaden!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/10\/mossul-aleppo.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.D.:<\/strong> Einfach gro&szlig;artig, wie hier die Doppelmoral unserer Regierung und Medien satirisch auf den Punkt gebracht und offengelegt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Nahostexperte L&uuml;ders zur Lage im Irak: USA bek&auml;mpfen Islamisten, die in Syrien &ldquo;als Freiheitsk&auml;mpfer&rdquo; dienen<\/strong><br>\nKr&auml;fte der irakischen Armee und kurdischen Peschmerga starten eine Gro&szlig;offensive auf die IS-Hochburg Mossul. W&uuml;rde die Eroberung der Stadt den Beginn eines Friedens in der Region markieren? Nahostexperte Michael L&uuml;ders glaubt nicht an eine baldige Beruhigung der Lage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/politik\/USA-bekaempfen-Islamisten-die-in-Syrien-als-Freiheitskaempfer-dienen-article18873611.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Berichterstattung zum Putin-Besuch<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Wir m&uuml;ssen reden &ndash; Russlands Pr&auml;sident Putin kommt nach Berlin&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Der russische Pr&auml;sident Putin f&uuml;hrt derzeit zwei Kriege &ndash; einen in der Ukraine und einen in Syrien. Bundeskanzlerin Merkel und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Hollande wollen Putin dazu bewegen, mit beiden Kriegen aufzuh&ouml;ren. Das wird wahrscheinlich nicht funktionieren, weil Putin sich nicht an internationale Regeln h&auml;lt. Er ist der Ansicht, dass er den russischen Einfluss in der Welt vergr&ouml;&szlig;ern muss und das auch mit Krieg. Bundeskanzlerin Merkel und Pr&auml;sident Hollande haben mehrfach gesagt, dass Putin in Syrien schwere Menschenrechtsverletzungen begeht. Die russische Luftwaffe bombardiert Krankenh&auml;user und Hilfskonvois der Vereinten Nationen. Deshalb fliehen viele Syrer mit ihren Familien nach Deutschland. Auch in der Ukraine k&auml;mpfen trotz eines Abkommens russische Soldaten. Wie man Putin davon abhalten kann, ist aber nicht klar. Man k&ouml;nnte ihn unter Druck setzen, indem man Russland bestimmte Waren nicht mehr verkauft &ndash; das nennt man Sanktionen. Aber daf&uuml;r m&uuml;ssten sich alle Europ&auml;er einig sein und das sind sie zurzeit nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2016\/10\/19\/kakadu_nachrichten_vom_19102016_drk_20161019_1500_eb3ea93a.mp3\">Deutschlandradio Kultur (ab 0:23)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.S.:<\/strong> Oft schon sind mir die tendenzi&ouml;sen &ldquo;Nachrichten f&uuml;r Kinder&rdquo; im DRadio Kultur aufgefallen, doch die heutige Sendung schl&auml;gt dem Fass den Boden aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wladimir Putin in Berlin &ndash; wie mit ihm reden?<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel empf&auml;ngt am Mittwoch (19.10.2016) den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin, und die Staatschefs der Ukraine und Frankreichs, Petro Poroschenko und Fran&ccedil;ois Hollande in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-tagesgespraech\/index.html\">WDR 5 Tagesgespr&auml;ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.O.:<\/strong> Im heutigen WDR 5 Tagesgespr&auml;ch mit dem merkw&uuml;rdigen Thema &ldquo;Wladimir Putin in Berlin &ndash; wie mit ihm reden?&rdquo; konnte man erfahren, wie schlecht die h&ouml;chst einseitige &ldquo;Berichterstattung&rdquo; des Hermann Krause, Korrespondent und Studioleiter, WDR, Moskau, inzwischen funktioniert. <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/tagesgespraech\/neunzehnter-oktober-108.html\">Auf der Sendungsseite<\/a> sind 59 Kommentare lesbar, die zu beinahe 100% die fragw&uuml;rdigen Aussagen des Herrn Krause aufgreifen und kritisch durchleuchten. [&hellip;]<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel muss gegen&uuml;ber Putin H&auml;rte zeigen<\/strong><br>\nRussland will keine Deeskalation in der Ukraine und in Syrien. Deshalb m&uuml;ssen Merkel und Hollande beim Gipfel in Berlin Putin zeigen, dass die Kosten f&uuml;r ihn steigen. W&auml;hrend in der Ukraine und in Syrien weiterhin Menschen sterben, bekommt in Berlin die Diplomatie eine Chance. Der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin trifft heute nicht nur die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, sondern im Normandie-Format auch die Staatschefs Frankreichs und der Ukraine, Fran&ccedil;ois Hollande und Petro Poroschenko. Vordergr&uuml;ndig geht es dabei um die Minsker Vereinbarungen, die den Konflikt in der Ukraine beenden sollten. Doch die Gespr&auml;che werden sich nicht darauf beschr&auml;nken: Russlands milit&auml;rische Interventionen im Donbass und in Syrien sind l&auml;ngst Teil einer gr&ouml;&szlig;eren Krise zwischen Russland und dem Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-10\/wladimir-putin-ukraine-gipfel-berlin-angela-merkel-russland-diplomatie-aussenpolitik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.F.:<\/strong> Ja, leider hat Albrecht M&uuml;ller Recht: Die Propaganda-Maschine gegen Putin, gegen Russland l&auml;uft auf Hochtouren!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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