{"id":35501,"date":"2016-10-21T08:29:31","date_gmt":"2016-10-21T06:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501"},"modified":"2016-10-21T08:29:31","modified_gmt":"2016-10-21T06:29:31","slug":"hinweise-des-tages-2737","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h01\">EU-Gipfel: Hilflose Drohgeb&auml;rden gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h02\">&bdquo;Die 5 Dinge, die der Westen sofort tun m&uuml;sste, um den Krieg in Syrien zu beenden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h03\">Privatisierung: Autofahren f&uuml;r die Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h04\">Wohnungsbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h05\">CETA: Warum die Rechte von Arbeiternehmern mehr gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h06\">Soros: Der Milliard&auml;r als M&auml;zen und Messias der M&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h07\">Der Parteikongress von Alexis Tsipras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h08\">Fehlende Deutschkenntnisse und b&uuml;rokratische H&uuml;rden stehen oft im Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h09\">T&uuml;rkei: Nach den Journalisten werden die HDP-Vertreter verhaftet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h10\">Offensive auf Mossul schreitet voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h11\">Von der Leyen im Cyberwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h12\">Aufr&uuml;stung und Militarisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h13\">Ein Spitzenk&auml;ufer deutschen Kriegsger&auml;ts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h14\">&Uuml;berwachungspraktiken des BND: Selbst legalisiert versto&szlig;en sie gegen die Verfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h15\">Kariesprophylaxe: Zuckerlobby betreibt Tarnverein f&uuml;r Zahngesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35501#h16\">Es braucht eine Alternative zu Demokraten und Republikanern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Gipfel: Hilflose Drohgeb&auml;rden gegen Russland<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel in Br&uuml;ssel stellten sich Briten, Niederl&auml;nder und Belgier quer. Weder beim Brexit noch beim CETA-Abkommen mit Kanada ging es voran<br>\nEs sollte ein normaler Gipfel werden. &ldquo;Diesmal gibt es keine Krise&rdquo;, gab sich ein EU-Diplomat vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Br&uuml;ssel optimistisch. Doch dann kam alles ganz anders. Am Abend des ersten Gipfeltags war klar: Die EU hat sich in ihren eigenen Widerspr&uuml;chen verheddert &ndash; und kann nur mit einem neuen Feindbild den Schein von Einheit wahren. Der Feind hei&szlig;t Russland, wie im Kalten Krieg. Just in dem Moment, da die EU einmal ganz grunds&auml;tzlich &uuml;ber den Umgang mit dem &ldquo;strategischen Partner&rdquo; im Osten und die m&ouml;gliche Lockerung der Ukraine-Sanktionen reden wollten, zauberten Gro&szlig;britannien, Frankreich und Deutschland das neue Feindbild aus dem Hut. Wie &uuml;blich spielte Kanzlerin Angela Merkel eine Schl&uuml;sselrolle.<br>\nNoch am Montag hatte ihr Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier vor Sanktionen wegen der russischen Bombardements in Syrien gewarnt. Strafma&szlig;nahmen w&uuml;rden nur langfristig wirken, nun gehe es aber um eine schnelle Waffenruhe, so der SPD-Politiker. Doch schon am Mittwoch, noch vor dem Krisen-Treffen mit Staatschef Wladimir Putin in Berlin, gab Merkel eine neue Linie vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49761\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Die 5 Dinge, die der Westen sofort tun m&uuml;sste, um den Krieg in Syrien zu beenden&ldquo;<\/strong><br>\nDer Erzbischof von Aleppo Joseph Tobij lebt wie weitere 1,3 Mio. Syrern im Westteil der Stadt, der sich unter der Kontrolle der Regierung befindet. Im fl&auml;chenm&auml;&szlig;ig etwa gleich gro&szlig;em Ostteil, den die &bdquo;Rebellen&ldquo; von AlNusra und ihren Verb&uuml;ndeten beherrschen, halten sich noch knapp 300.000 Menschen auf. Eingeladen von der 5-Sterne Bewegung hat Erzbischof Tobji am 5.10.16 auf einer Pressekonferenz in der Italienischen Abgeordnetenkammer erkl&auml;rt:<br>\n&bdquo;Mit aller Deutlichkeit m&ouml;chte ich vor allem sagen: Schluss  mit dem Krieg.&ldquo; &bdquo;Ich lebe im Westteil von Aleppo. Wir sind jeden Tag mit dem Tod, mit Raketen, M&ouml;rser- und. Kannonensch&uuml;sse sowie Scharfsch&uuml;tzen konfrontiert. Die Terroristen schie&szlig;en &uuml;berall. Wenn wir solche Angriffe erleiden, k&ouml;nnen wir die T&auml;ter nicht als Rebellen bezeichnen. Allein in der letzten Woche hatten wir 75 Tote und 180 Verletzte. Gestern wurde die Universit&auml;t getroffen. Es gab viele Opfer. Jeden Tag gibt es Beerdigungen. Auch wenn wir zu hause bleiben, sind wir nicht sicher: die H&auml;user st&uuml;rzen &uuml;ber deinem Kopf ein. Aleppo ist die zweite Stadt in Syrien. Dort lebten 4 Millionen Menschen. Jetzt ist sie halb zerst&ouml;rt. Unsere beide maronitischen Kirchen gibt es nicht mehr, viele Moscheen, Krankenh&auml;user, Wohnh&auml;user, Fabriken und Gesch&auml;fte liegen in Tr&uuml;mmern.&ldquo; [&hellip;]<br>\nMan spricht viel von Belagerungen: Der Westteil stand h&auml;ufig unter Belagerung. Die einzige Stra&szlig;e war von bewaffneten Gruppen blockiert und dann kam nichts durch, nichts. Es gibt zahlreiche physische und psychische Erkrankungen. In dieser Situation warten alle darauf, wann sie mit dem Sterben an der Reihe sind. Die Medien sprechen nur von den Leiden unserer Br&uuml;der im Ostteil, nicht von unseren Leiden.Sie zeigen ein armes Kind, das aus den Tr&uuml;mmern gezogen wurde, aber nicht die vielen anderen get&ouml;teten oder verst&uuml;mmelten Kinder im Westteil. Ich betone:  Es handelt sich nicht um einen Religionskrieg. Die Religion wird instrumentalisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161021-Bischof-Joseph-Tobiji-Die-fuenf-Dinge.pdf\">Erzbischof Joseph Tobji von Aleppo<\/a>\n<p><strong>Dazu: Willy Wimmer: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161021-Willy-Wimmer-Buerger-muessen-sich-jetzt-querlegen.pdf\">&bdquo;B&uuml;rger m&uuml;ssen sich jetzt querlegen&ldquo;<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161021-Das-ist-ein-Stellvertreterkrieg.pdf\">&bdquo;Das ist ein Stellvertreterkrieg&ldquo;<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Privatisierung: Autofahren f&uuml;r die Allianz<\/strong><br>\nDie deutschen Autobahnen sollen k&uuml;nftig von einer privatrechtlich organisierten Infrastrukturgesellschaft verwaltet werden. Darauf haben sich Bund und L&auml;nder im Zuge ihrer Einigung &uuml;ber einen neuen Finanzausgleich verst&auml;ndigt. Der SPD-Vorsitzende Gabriel behauptet zwar, die Privatisierung von Autobahnen sei &bdquo;ausgeschlossen&ldquo; worden. Das ist aber W&auml;hlert&auml;uschung. Wenn die Infrastrukturgesellschaft, die die Autobahnen verwaltet, Privaten geh&ouml;rt, dann sind die Autobahnen praktisch privatisiert, auch wenn der Bund formal noch Eigent&uuml;mer ist.<br>\nEs geht nur darum, Versicherungen wie der Allianz sichere Renditen zu erschlie&szlig;en, weil die Zinsen so niedrig sind. Die Autofahrer d&uuml;rfen das dann bezahlen. Der Frankfurter Jura-Professor Georg Hermes entlarvt diesen Betrug: &bdquo;So wie die Einigung formuliert ist, k&ouml;nnte der Staat 100 Prozent der Anteile verkaufen.&ldquo; Dass das Eigentum des Bundes an Autobahnen und Stra&szlig;en festgeschrieben werde, hie&szlig;e nur, &bdquo;dass der Bund formal noch als Eigent&uuml;mer im Grundbuch st&uuml;nde&ldquo;. Planung, Bau, Finanzierung und Erhalt k&ouml;nnten aber an Private &uuml;bertragen werden. &bdquo;Auch die Erhebung von Mautgeb&uuml;hren durch Private w&auml;re kein Problem.&ldquo;<br>\nMerkel, Gabriel und Sch&auml;uble wollen also mal wieder Tafelsilber verscherbeln und damit den eifrigen Parteispendern von Allianz und Co einen Gefallen tun. Wohin das f&uuml;hrt, haben wir bei Bahn, Post und Energiebetrieben gesehen. Die &bdquo;Privatisierung&ldquo; ist in aller Regel mit Arbeitsplatzverlusten und dem Abbau der Daseinsvorsorge verbunden, und damit f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung mit erheblichen Nachteilen. Wir brauchen eine Privatisierungsbremse. Ohne die Zustimmung der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung sollte kein &ouml;ffentliches Eigentum mehr verkauft werden d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1205567896171342\/?type=3&amp;theater&amp;notif_t=notify_me_page&amp;notif_id=1476945010510699\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Masterplan f&uuml;r Deutschlands neue Stra&szlig;en zerbr&ouml;selt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss vorerst weiter ohne Investitionsstrategie auskommen. Verb&auml;nde und Ver.di zerpfl&uuml;cken den Entwurf der Expertenkommission. Dabei war die den Gewerkschaften entgegengekommen. Der Befund ist unumstritten: In Deutschland wird zu wenig investiert. Stra&szlig;en und Schienenwege, Bildungseinrichtungen oder Breitbandnetze &ndash; alles nicht auf dem Stand, wie es f&uuml;r einen wohlhabenden, hochtechnologisierten und auf den Export orientierten Standort n&ouml;tig w&auml;re. Und die Idee zur Abhilfe war gut: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) berief 2014 eine Expertenrunde ein, die Rezepte gegen die Investitionsschw&auml;che vorschlagen sollte.<br>\nIn diesem Monat wollte die sogenannte Fratzscher-Kommission, benannten nach dem Pr&auml;sidenten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), eigentlich einen zweiten gro&szlig;en Bericht vorstellen &ndash; eine Bilanz &uuml;ber die Wirkung der in der ersten Analyse vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen. Doch daraus wird nach Informationen der &bdquo;Welt&ldquo; wohl nichts werden. Das &bdquo;breite B&uuml;ndnis&ldquo;, das sich in der Fratzscher-Kommission Gedanken &uuml;ber die Linderung der Investitionsschw&auml;che in Deutschland machen soll, ist offenbar zu breit angelegt. Nach Informationen der &bdquo;Welt&ldquo; kommt es zu keinem Konsens.<br>\nDen Entwurf, den Kommissionschef Marcel Fratzscher dem Pr&auml;sidenten des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung zur Endabstimmung verschickt hat, st&ouml;&szlig;t sowohl bei Wirtschaftsverb&auml;nden als auch bei der Gewerkschaft Ver.di auf Kritik. Die Wirtschaftsverb&auml;nde, allen voran der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), kritisieren unter anderem die Vorschl&auml;ge Fratzschers f&uuml;r eine &bdquo;Investitionsagenda Deutschland&ldquo;, einer Art Investitionsplan f&uuml;r einen l&auml;ngeren Zeitraum.<br>\nZudem soll laut dem Entwurf die Schuldenbremse aufgeweicht werden, denn sie verhindere Investitionen. Auch das lehnen die Verb&auml;nde ab, ebenso wie die Kritik an den Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen, die laut Fratzschers Entwurf abgeschmolzen werden m&uuml;ssten. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) moniert, dass im geplanten Abschlussbericht zu sehr die Aufstockung von Mitteln betont werde, nicht dagegen die von Kapazit&auml;ten, die neue Vorhaben planen und organisieren m&uuml;ssten. Und die Gewerkschaft Ver.di lehnt die empfohlene Finanzierung &ouml;ffentlicher Projekte durch private Partner weiterhin ab. &bdquo;Ich sehe nicht, wie wir angesichts der unterschiedlichen Standpunkte in absehbarer Zeit zu einem Ergebnis kommen k&ouml;nnten&ldquo;, sagt ein Kommissionsmitglied.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article158899681\/Masterplan-fuer-Deutschlands-neue-Strassen-zerbroeselt.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck stellen sich die Gewerkschaften bei der geplanten Infrastrukturprivatisierung quer. Dass dagegen die Wirtschaftsverb&auml;nde die v&ouml;llig verr&uuml;ckten Export&uuml;bersch&uuml;sse nicht senken wollen und die normale Infrastrukturplanung als &ldquo;Planwirtschaft&rdquo; denunzieren wollen, ist nicht verstehbar. Immerhin leiden auch ihre Mitgliedsunternehmen unter den immer schlechteren Stra&szlig;en und Schulen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohnungsbau<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutschland baut die falschen H&auml;user<\/strong><br>\nBoomt der Wohnungsbau in Deutschland? Von Januar bis August 2016 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 245.300 Wohnungen genehmigt. Das sind rund 25 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2015, zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Wohnungsbaubranche &uuml;bte am Donnerstag dennoch deutliche Kritik an der Arbeit der Gro&szlig;en Koalition.<br>\nDie Wohnungsbaupolitik sei &bdquo;eine offene Baustelle&ldquo;, urteilt das &bdquo;Verb&auml;ndeb&uuml;ndnis Wohnungsbau&ldquo;, zu dem sich Organisationen und Verb&auml;nde der Bau- und Immobilienbranche zusammengeschlossen haben, darunter der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), der Deutsche Mieterbund (DMB) und die IG Bau. &bdquo;Die Wohnungen entstehen vor allem in Segmenten, wo wir keinen Mangel haben&ldquo;, sagte B&uuml;ndnis-Koordinator Michael H&ouml;lker dem Handelsblatt. &bdquo;Es fehlen aber Wohnungen im bezahlbaren Segment.&ldquo;<br>\nDer Faktencheck des B&uuml;ndnisses ein Jahr vor der Bundestagswahl f&auml;llt vernichtend aus: Die schwarz-rote Koalition habe &bdquo;ihre Hausaufgaben nicht gemacht&ldquo;, hei&szlig;t es in dem am Donnerstag vorgelegten Papier. Zu den Hausaufgaben z&auml;hlt das B&uuml;ndnis in erster Linie das Zehn-Punkte-Programm, das Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) zum Abschluss des von ihr ins Leben gerufenen B&uuml;ndnisses f&uuml;r bezahlbares Wohnen und Bauen entwickelt hatte. Das ist nun ein knappes Jahr her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kritik-an-immobilien-politik-der-bundesregierung-deutschland-baut-die-falschen-haeuser\/14714944.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Z&uuml;ndende Ideen f&uuml;r bezahlbaren Wohnraum gesucht<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen zieht es in die St&auml;dte. Eine Entwicklung, die auch in Deutschland sichtbar ist. In vielen Metropolen wird der Wohnraum dadurch knapper und teurer. Ideen, g&uuml;nstige Wohnungen zu schaffen, gibt es einige. Aber die sind nicht immer leicht durchzusetzen. Verkauft. Das Haus ist l&auml;ngst nicht fertig, aber alle Wohnungen sind weg. Das Penthouse mit fast 250 Quadratmetern Wohnfl&auml;che plus 66 Quadratmeter Dachgarten genauso wie der Klassiker, die vergleichsweise konventionelle Dreizimmerwohnung im 1. Obergeschoss, nur knapp 88 Quadratmeter gro&szlig;. Aber neu. Im Verkaufsangebot ist vom &ldquo;urbanen Chic des Art d&eacute;co&rdquo; und von einer &ldquo;Liebeserkl&auml;rung an das urbane Leben&rdquo; die Rede. Nur nicht von den Kaufpreisen. Die liegen bei vergleichbar gro&szlig;en Penth&auml;usern im Frankfurter Westend in der Regel zwischen 2,3 und 4,4 Millionen Euro.<br>\nSolche Preise schlagen auch auf den Mietmarkt durch. F&uuml;r eine 100 Quadratmeter gro&szlig;e Wohnung werden in Frankfurt dieses Jahr 13,69 Euro pro Quadratmeter an Miete verlangt, gut 40 Prozent mehr als im Durchschnitt Hessens, 65 Prozent mehr als im deutschen Durchschnitt, 23 Prozent mehr als vor f&uuml;nf Jahren. Rolf Jan&szlig;en, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Mieterschutzvereins Frankfurt DMB: &ldquo;Wir erleben seit einigen Jahren eine starke Anspannung auf dem Wohnungsmarkt. Insbesondere f&uuml;r Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen wird es immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Und diese Tendenz weitet sich immer mehr aus.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/stadtentwicklung-zuendende-ideen-fuer-bezahlbaren-wohnraum.724.de.html?dram:article_id=369119\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenig Anreize f&uuml;r neue Bauprojekte<\/strong><br>\nImmer mehr Bauherrn verzichten trotz zinsverbilligter Darlehen auf den Neubau von Sozialwohnungen. Bei durchschnittlichen f&uuml;nf bis sechs Euro Miete pro Quadratmeter lohnt sich die Investition im Neubaubereich f&uuml;r viele einfach nicht. Um mehr Anreize f&uuml;r soziales Bauen zu schaffen, &uuml;berlegen die L&auml;nder, Kredite in Zusch&uuml;sse umzuwandeln. [&hellip;]<br>\nDie Kosten f&uuml;r den Neubau von Wohnungen liegen augenblicklich in etwa bei 2000 Euro pro Quadratmeter. Aber &uuml;ber Mietpreise in H&ouml;he von f&uuml;nf Euro k&ouml;nnten diese kaum noch eingespielt werden, auch deshalb komme der so h&auml;ufig geforderte Neubau von Sozialwohnungen nicht in Gang, sagt Hildegard Wald. &ldquo;Um neu zu bauen, br&auml;uchte man echte Zusch&uuml;sse, rein zinsverbilligte Darlehen reichen hier nicht aus.&rdquo;<br>\nBislang versuchen die Bundesl&auml;nder mit Hilfe zinsverbilligter Kredite die sogenannte soziale Wohnraumf&ouml;rderung zu unterst&uuml;tzen. Und darunter f&auml;llt viel mehr als nur der Neubau von Wohnungen, erl&auml;utert der zust&auml;ndige Abteilungsleiter im saarl&auml;ndischen Finanzministerium Daniel Kempf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sozialer-wohnungsbau-wenig-anreize-fuer-neue-bauprojekte.862.de.html?dram:article_id=369061\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>CETA: Warum die Rechte von Arbeiternehmern mehr gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDie Rechte von Arbeitnehmern mehr zu sch&uuml;tzen ist zentrales Anliegen der IG Metall. Die Gewerkschaft fordert weitere Nachbesserungen beim Freihandelsabkommen CETA.<br>\nAm Mittwoch hat das Bundeskabinett den Weg zur Unterzeichnung des umstrittenen Freihandelsabkommens der EU mit Kanada (CETA) freigemacht. Ein Tag zuvor musste der EU-Handelsministerrat seine Entscheidung jedoch vertagen, weil nicht alle EU-L&auml;nder dem Vertrag zustimmen wollten. (&hellip;)<br>\nNoch immer gibt es Bedenken und Kritik an CETA. Am Donnerstag forderte der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall weitere Nachbesserungen. Er erwarte Verbesserungen im Investorenschutz, bei der Zul&auml;ssigkeit von Tariftreueregelungen und vor allem bei der Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten, erkl&auml;rte J&ouml;rg Hofmann.<br>\nMit seinen Bedenken st&uuml;tzt sich der IG Metall-Chef auf ein Rechtsgutachten, das er gemeinsam mit der ehemaligen Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin und dem Arbeitsrechtler Wolfgang D&auml;ubler in Berlin vorstellte. CETA bringe spezifische Risiken f&uuml;r Arbeitnehmerrechte mit sich, betonte D&auml;ubler.<br>\nDas erste Risiko liege im Investorenschutz. So k&ouml;nnten Schadensersatzleistungen auf den Staat zukommen, wenn ein Parlament Gesetze beschlie&szlig;e, die den Gewinnerwartungen eines Unternehmens widersprechen. Dieses Risiko bestehe laut D&auml;ubler auch dann, wenn ein Parlament &Auml;nderungen im Arbeitsrecht beschlie&szlig;t, zum Beispiel den Mindestlohn deutlich erh&ouml;ht oder die Mitbestimmung erweitert. F&uuml;r den Arbeitsrechtler ist das nicht akzeptabel. (&hellip;)<br>\nDie Gefahren k&ouml;nnten verhindert werden. Allerdings nicht mit Sozialklauseln, wie sie in vielen Abkommen dieser Art &uuml;blich seien, weil es denen in der Regel an wirksamen Durchsetzungsmechanismen fehle, erkl&auml;rten die Gutachter. Verpflichtungen und Bekenntnisse blieben meist &bdquo;folgenlose Papiertiger&ldquo;. Allerdings k&ouml;nnte man im Vertragstext selbst klarstellen, dass &bdquo;arbeits- und sozialrechtliche Regelungen nicht Gegenstand von Investorenklagen sein k&ouml;nnen&rdquo;, fordert D&auml;ubler-Gmelin. Im Gutachten wird zudem die Forderung erhoben, dass sozialpolitische Bewertungskriterien aufzunehmen sind und  Arbeitnehmerrechte nicht von einem Gemischten Ausschuss ver&auml;ndert werden d&uuml;rfen.<br>\nAuch wenn CETA so gut wie ausverhandelt sei, h&auml;lt IG Metall-Chef Hofmann Verbesserungen weiterhin f&uuml;r m&ouml;glich. Zudem unterstreiche die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Oktober die Forderungen nach mehr rechtsverbindlichen Klarstellungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/ceta-rechte-arbeiternehmern-mehr-geschuetzt\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Reichlich sp&auml;t wird diese Einsicht im SPD-Organ verlautbart, aber besser sp&auml;t als nie. Was h&auml;lt denn eigentlich der SPD-Bundesvorsitzende und Bundeswirtschaftsminister von dieser Lekt&uuml;re &ndash; sieht er immer noch keine Probleme mit dem Abkommen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Schicksalhaftes Bundesfatalismusgericht<\/strong><br>\nWenn schon die Verhandlungen zu CETA nicht unterbrochen werden k&ouml;nnen, dann wird ein laufendes CETA erst recht niemand stoppen<br>\nDie Reaktionen der Gegner der geplanten Freihandelsabkommen hatten wohl eher so ein ambivalentes Gef&uuml;hl nach der Entscheidungverk&uuml;ndung der Verfassungsrichter letzte Woche. Die einen zeigten sich sichtlich entt&auml;uscht und bezeichneten das Karlsruher Gericht als &raquo;Handlanger der GroKo und Konzerne&laquo; (Kipping), die anderen betonten hingegen das gro&szlig;e Aber dahinter, den Umstand also, dass die ganze Angelegenheit nun doch kein Selbstl&auml;ufer f&uuml;r die Freihandelsgewinnler werden wird. Wahrscheinlich aber dr&uuml;ckt das vor&uuml;bergehende Urteil doch was ganz anderes aus: Den Fatalismus, dem man sich fast programmatisch ausliefert, wenn man solche Abkommen &uuml;ber Gesellschaftsordnungen st&uuml;lpt. Selbst wenn man bereit ist, sich dem objektiv entgegenzustellen: ein derart komplexes Abkommen ist fatal schon bevor es zur Wirklichkeit wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1029399.schicksalhaftes-bundesfatalismusgericht.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Soros: Der Milliard&auml;r als M&auml;zen und Messias der M&auml;rkte<\/strong><br>\nDie Open Society Foundations sind eine der m&auml;chtigsten Unternehmensstiftungen der Welt<br>\nDer Milliard&auml;r hat&rsquo;s schwer. Kaum spekuliert er ein wenig mit dem thail&auml;ndischen Baht, bricht die Asienkrise los und das m&uuml;hsam aufgebaute Image als Menschenfreund ger&auml;t ins Wanken. Ging es im ersten Teil um die Soros-Leaks (siehe &ldquo;Dear Hillary&rdquo; &ndash; Politik und Philanthropie in den Soros-Leaks) und die Beziehungen seiner Stiftung Open Society Foundations (OSF) zur CIA, sollen nun die sagenhaften Finanzerfolge des M&auml;zens betrachtet werden.<br>\nGeorge Soros ist einer der reichsten M&auml;nner der Welt und steht im Ruf ein genialer Mega-Spekulant zu sein. Zudem ist er ein f&uuml;hrender M&auml;zen der &ldquo;Offenen Gesellschaft&rdquo;, die gegen totalit&auml;re und repressive Regime antritt. Dabei geht es um Demokratie, Freiheit und Toleranz, aber auch um offene M&auml;rkte, Privatisierung und Deregulierung, wie sie der IWF mit seinen viel kritisierten Ma&szlig;nahmen global durchsetzen m&ouml;chte. Sind also die hehren Ziele und Projekte der OSF am Ende nur eine Spur aus Leckerbissen, die direkt in die Fallgrube des IWF f&uuml;hrt?<br>\nOffene M&auml;rkte spielen dem Spekulanten in die H&auml;nde, was zur Frage f&uuml;hrt, inwieweit sich Soros, der Philanthrop, dabei von Soros, dem Hedgefonds-Manager, frei machen kann. Soros &uuml;bte zwar milde Kritik an Globalisierung und IWF, was ihm den Ruf eines &ldquo;liberalen Globalisierungskritikers&rdquo; (ARD) einbrachte. Doch bei genauerer Recherche erweist sich Soros, wie wir sehen werden, eher als Verteidiger des IWF, der vor allem dessen aktive F&ouml;rderung der Finanzspekulation besch&ouml;nigt.<br>\nErst wenn man Soros&rsquo; Sichtweise mit IWF-Kritikern wie Jean Ziegler, Joseph Stiglitz oder Ernst Wolff kontrastiert, wird verst&auml;ndlich, warum 2001 der B&uuml;rgermeister von Bangkok Soros anl&auml;sslich dessen Besuch in Thailand Pr&uuml;gel androhte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49751\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten begleiten Herrn Soros und sein Unternehmen kritisch. Bitte lesen Sie dazu beispielsweise:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34805\">Die Demokratie des George Soros<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34637\">Soros-Leaks &ndash; Bitte um Ihre Mithilfe<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26311\">Transatlantische Netzwerke: Auch im Verlagswesen sind sie pr&auml;sent. Und wo man hinfasst: Soros.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Parteikongress von Alexis Tsipras<\/strong><br>\nPremierminister Alexis Tsipras erhielt beim 2. Parteikongress von Syriza eine nahezu vollst&auml;ndige Zustimmung. Bei der Abstimmung zur Wahl des Parteivorsitzenden am Sonntag gab es von 2.758 Delegierten des Parteikonvents 2.548 Ja-Stimmen, 176 Stimmenthaltungen und 34 ung&uuml;ltige Stimmen. Damit wurde er im Amt, das er seit der Parteigr&uuml;ndung 2013 innehat, best&auml;tigt.<br>\nAls Tsipras 2013 die damals als Parteienb&uuml;ndnis unter dem Titel &ldquo;Syriza&rdquo; zusammenarbeitenden Einzelparteien und Gruppierungen zur Partei formte, bekam er 74 Prozent der Stimmen. Sein Aufstieg begann als Parteichef der gr&ouml;&szlig;ten Einzelpartei des damaligen B&uuml;ndnisses, Synaspismos, als er 70 Prozent der Stimmen erhielt und sein damals &auml;rgster Konkurrent, Fotis Kouvelis, die Partei verlie&szlig;.<br>\nKouvelis gr&uuml;ndete danach die Demokratische Linke, Dimar. Diese ging nach den doppelten Neuwahlen 2012 eine Koalition mit der Nea Dimokratia und der Pasok ein. Die Dimar vergraulte schlie&szlig;lich ihren Gr&uuml;nder, Kouvelis, als sie zusammen mit der Pasok eine Wahlgemeinschaft f&uuml;r die Wahlen im September 2015 bildete.<br>\nKouvelis kehrte am Wochenende wieder zu Syriza zur&uuml;ck und gilt als Favorit f&uuml;r ein Ministeramt bei der bereits angek&uuml;ndigten Kabinettsreform von Tsipras. &ldquo;Die gesellschaftliche und politische Realit&auml;t verpflichtet zur gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Konzentration der linken europ&auml;ischen Kr&auml;fte im Land&rdquo;, begr&uuml;ndete Fotis Kouvelis seinen Schritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/bild\/49\/49742\/49742_4.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Griechenland: Wann endet die Tyrannei der Memoranden?<\/strong><br>\nDer griechische Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras ist mit gro&szlig;er Mehrheit an der Spitze der linken Regierungspartei Syriza best&auml;tigt worden. Er erhielt auf dem Syriza-Parteitag 93,5% der Stimmen. Auf dem ersten Parteitag dieser linken Sammlungsbewegung im Jahr 2013 war er mit 74% gew&auml;hlt worden.<br>\nSyrzia war als ein B&uuml;ndnis von neun linken Parteien und Organisationen in die politische Arena gestartet. Unter ihnen war Synaspismos, eine Partei mit eurokommunistischer Tradition, die gr&ouml;&szlig;te Faktor. Zwei kleine Organisationen mit trotzkistischem Anspruch sind dabei, Maoisten und auch Gruppierungen, die sich aus der kommunistischen Partei KKE, der PASOK oder aus den Gr&uuml;nen entwickelten. Bekannte Einzelpersonen aus dem linken politischen Spektrum rundeten das B&uuml;ndnis ab.<br>\nSyriza trat zum ersten Mal als Wahlb&uuml;ndnis bei den Wahlen 2004 an. Damals kam das B&uuml;ndnis nur knapp ins griechische Parlament: Es holte 3,1% der Stimmen. Synaspismos versprach damals, dass die anderen Organisationen des Syriza-B&uuml;ndnisses einvernehmlich die gesellschaftliche Opposition im Rahmen dieses Wahlb&uuml;ndnisses im Parlament vertreten werden. Dieses Versprechen wurde gebrochen und die Pluralit&auml;t verletzt. Die Entt&auml;uschung f&uuml;hrte dazu, dass dieser erste Versuch in einer Sackgasse endete. Aus diesem f&uuml;r die politische Linke nicht un&uuml;blichen Scheitern entwickelte sich ein zweiter Versuch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/griechenland-wann-endet-die-tyrannei-der-memoranden\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fehlende Deutschkenntnisse und b&uuml;rokratische H&uuml;rden stehen oft im Weg<\/strong><br>\nRund 350.000 Fl&uuml;chtlinge sind in Deutschland arbeitslos gemeldet. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese hohe Zahl liegen zum Teil in fehlenden Sprach- und Landeskenntnissen, aber auch an hohen b&uuml;rokratischen H&uuml;rden. (&hellip;)<br>\nKnapp 350.000 gefl&uuml;chtete Menschen f&uuml;hrt die Bundesarbeitsagentur f&uuml;r Arbeit in ihrer Statistik als arbeitssuchend. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r die Arbeitslosigkeit ist die Sprachbarriere. Es gibt aber auch andere H&uuml;rden, die einem Fl&uuml;chtling die Arbeitsaufnahme erschweren.<br>\nIn der Theorie sind die Regeln ganz leicht verst&auml;ndlich: Drei Monate muss ein Fl&uuml;chtling warten, nachdem er seinen Asylantrag gestellt hat. Dann darf er arbeiten. Grunds&auml;tzlich. Doch bevor er seine Stelle antritt, braucht er erst noch eine Besch&auml;ftigungserlaubnis. Sie muss beim Jobcenter beantragt werden, sobald der Fl&uuml;chtling eine Stelle gefunden hat. Erst nach vier Jahren Aufenthalt in Deutschland braucht der Fl&uuml;chtling keine Besch&auml;ftigungserlaubnis von den Beh&ouml;rden. Sie ist auch nicht mehr erforderlich, wenn der Gefl&uuml;chtete als Asylberechtigter anerkannt ist. (&hellip;)<br>\nNach wie vor ist es aber ein Problem, dass Fl&uuml;chtlinge Integrationskurse erst dann erhalten, wenn sie nach Meinung der Beh&ouml;rden &uuml;ber eine &bdquo;gute Bleibeperspektive&ldquo; verf&uuml;gen &ndash; also etwa aus einem Land kommen, bei dem die Anerkennungsquote &uuml;ber 50 Prozent liegt. Die Folge ist, kritisiert die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Brigitte Pothmer, dass &bdquo;viele Fl&uuml;chtlinge ohne Sprachkenntnisse und ohne jede andere F&ouml;rderung beim Jobcenter ankommen&ldquo;. Mit wenig Aussicht auf Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/10\/20\/muehsame-jobsuche-fluechtlinge-fehlende-deutschkenntnisse\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Nach den Journalisten werden die HDP-Vertreter verhaftet<\/strong><br>\nNach der Schlie&szlig;ung fast aller kritischen Medien stehen nun die Parteib&uuml;ros und Politiker der HDP\/DBP im Fokus. Beim Milit&auml;r sind es die Soldaten der t&uuml;rkischen Nato-Truppen<br>\nAm 13. Oktober wurden in Diyarbakir die Parteizentralen der HDP und DBP sowie die Wohnungen von Politkern durchsucht. Durchsuchung h&ouml;rt sich erst mal harmlos an, man stellt sich vor, da klingelt die Polizei an der T&uuml;r, h&auml;lt einem den Durchsuchungsbefehl vor die Nase und krempelt alle Schubladen und Schr&auml;nke um.<br>\nIn der T&uuml;rkei ist das anders, da wird das Geb&auml;ude von der Polizei umzingelt, die T&uuml;r eingetreten, die R&auml;ume verw&uuml;stet, die Computer beschlagnahmt. Weitere 25 Politiker sind in der Provinz Diyarbakir verhaftet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49749\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Offensive auf Mossul schreitet voran<\/strong><br>\nIrakische Sicherheitskr&auml;fte setzen ihre Offensive auf die IS-Hochburg Mossul den vierten Tag in Folge fort. In einer gro&szlig;angelegten Operation r&uuml;cken sie aus drei Richtungen auf die Stadt vor. Seit dem Beginn der Milit&auml;roperation am Montag seien bereits achtzehn D&ouml;rfer befreit worden. Der irakische Ministerpr&auml;sident Haidar al-Abadi sagte in einer im Fernsehen &uuml;bertragenen Rede, die irakischen Sicherheitskr&auml;fte k&auml;men schneller voran als geplant.<br>\nDiese Einsch&auml;tzung teilt auch US-General Gary Volesky, Befehlshaber der US-Bodentruppen im Einsatz gegen den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo;. Die Koalition zur Befreiung der Stadt sei &bdquo;schon deutlich weiter als ich es zu Beginn der Operation erwartet h&auml;tte&ldquo;. Die IS-K&auml;mpfer &bdquo;geben Gel&auml;nde auf, um sich in das komplexe Stadtgebiet von Mossul zur&uuml;ckzuziehen&ldquo;, so der US-General. Dort k&ouml;nnten sie versuchen, im H&auml;userkampf die technologischen Vorteile ihrer Gegner zu neutralisieren. Es wird vermutet, dass sich vier- bis f&uuml;nftausend IS-K&auml;mpfer in der Stadt verschanzt haben.<br>\nDer Kommandeur der gemeinsamen Milit&auml;roperation, Generaloberst Talib Schaghati, rief die Einwohner der Metropole auf, in ihren H&auml;usern zu bleiben, damit sie nicht den K&auml;mpfen ausgesetzt seien. In der Stadt sollen noch rund 1,5 Millionen Menschen leben. Hilfsorganisationen rechnen mit bis zu einer Million Fl&uuml;chtlingen. Zun&auml;chst seien noch keine gr&ouml;&szlig;eren Fluchtbewegungen der Zivilbev&ouml;lkerung registriert worden, sagte US-General Volesky. &bdquo;Vielmehr hat die Zivilbev&ouml;lkerung der (bisher zur&uuml;ckeroberten) D&ouml;rfer die irakischen Truppen bei deren Heranr&uuml;cken unterst&uuml;tzt.&ldquo;<br>\nDie irakische Armee, kurdische Peschmerga-K&auml;mpfer sowie schiitische und lokale sunnitische Milizen hatten am Montag eine lang erwartete Offensive auf Mossul begonnen. Die Stadt ist die letzte gr&ouml;&szlig;ere Bastion des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; im Irak. Sollten die Extremisten aus Mossul vertrieben werden, w&auml;re die Terrormiliz im Irak milit&auml;risch weitestgehend besiegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201610204130\/globales\/kriege\/offensive-auf-mossul-schreitet-voran.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von der Leyen im Cyberwahn<\/strong><br>\nT&ouml;ten auf Knopfdruck? Bundeswehr r&uuml;stet zum Informationskrieg<br>\nAm vergangenen Freitag hat die Bundesverteidigungsministerin, Ursula von der Leyen (CDU), den altgedienten Generalmajor Ludwig Leinhos zum ersten &raquo;Cyber-Inspekteur der Bundeswehr&laquo; ernannt. Ab April 2017 wird er die F&uuml;hrung des bis dahin neu aufzubauenden Kommandos Cyber- und Informationsraum (CIR) wahrnehmen. F&uuml;r das Kommando mit Sitz in Bonn sind 300 Dienstposten vorgesehen. Dem gesamten neuen milit&auml;rischen Organisationsbereich CIR sollen 13.500 Dienstposten angeh&ouml;ren. Damit bildet das CIR einen komplett neuen Organisationsbereich neben den Teilstreitkr&auml;ften Heer, Marine und Luftwaffe sowie der Streitkr&auml;ftebasis und dem Zentralen Sanit&auml;tsdienst.<br>\nLaut Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums vom 14. Oktober soll das Personal vorwiegend aus anderen Teilen der Bundeswehr bezogen werden. Der, gem&auml;&szlig; der Mitteilung, &raquo;Individualit&auml;t und Vielfalt&laquo; bietende Bereich CIR soll auch f&uuml;r Quereinsteiger attraktiv sein. Ziel sei es, Spezialisten aus der Wirtschaft als Reservisten f&uuml;r das CIR zu gewinnen. Die dazugeh&ouml;rige Werbekampagne steht unter dem Slogan &raquo;Deutschlands Freiheit wird auch im Cyberraum verteidigt&laquo;.<br>\nZuvor, am 5. Oktober 2016, hatte von der Leyen die Abteilung Cyber- und Informationstechnik (CIT) im Bundesministerium f&uuml;r Verteidigung (BMVg) neu aufgestellt. Zweck ist die B&uuml;ndelung der mannigfachen Zust&auml;ndigkeiten, die sich aus dem Themenkomplex Informationstechnologie ergeben. Die Beh&ouml;rde gliedert sich in zwei Unterabteilungen: Cyber-\/IT-Governance mit Sitz in Berlin und IT-Services\/Informationssicherheit mit Sitz in Bonn. IT-Leiter (das BMVg spricht von Chief Information Officer, CIO) ist Klaus Hardy M&uuml;hleck, der bereits als CIO f&uuml;r mehrere DAX-notierte Unternehmen, zuletzt Thyssen-Krupp, arbeitete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-20\/015.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung und Militarisierung<\/strong><br>\nDie Reaktionen auf die m&ouml;rderischen Anschl&auml;ge in Frankreich, Belgien und Deutschland 2015 und 2016 zeigen in aller Deutlichkeit, dass wir uns wieder mitten in einer fatalen Aufr&uuml;stungsdynamik befinden &ndash; mit altbekannten sicherheitspolitischen und medialen Reflexen: Neben der Beschw&ouml;rung &raquo;unserer westlichen Werte&laquo; und &raquo;unserer Art zu leben&laquo; erschallt der immer gleiche hilflose Schrei nach dem starken Staat: nach abermaligen Gesetzesversch&auml;rfungen, verfassungswidrigen Milit&auml;reins&auml;tzen im In- und Ausland, weiterer Polizei- und Geheimdienst-Aufr&uuml;stung, nach noch mehr &Uuml;berwachung und Erfassung der Bev&ouml;lkerung, nach z&uuml;giger Abschiebung von Fl&uuml;chtlingen bis hin zu Forderungen, Burkas zu verbieten, eine Nationalgarde mit Reservisten einzurichten und Lebensmittelvorr&auml;te f&uuml;r Notf&auml;lle zu bunkern.<br>\nAngst ist das Schmier&ouml;l der Staatstyrannei &ndash; diese Erkenntnis verweist darauf, dass Verunsicherung und Angst als Herrschaftsinstrumente nutzbar sind. Die Umsetzung dieser Politik mit der Angst beschr&auml;nkt abermalig die Grund- und Freiheitsrechte aller und sch&auml;digt Demokratie und Rechtsstaat &ndash; das hat sich seit 9\/11 immer wieder deutlich gezeigt. Damit werden gerade jene viel beschworenen Werte besch&auml;digt, die es doch zu sch&uuml;tzen gilt: Demokratie und B&uuml;rgerrechte, Freiheit und Offenheit. Au&szlig;erdem ger&auml;t dabei in Vergessenheit, dass es weder in einer hoch technisierten Risikogesellschaft, in der wir ja leben, noch in einer offenen und liberalen Demokratie absoluten Schutz vor Gefahren und Gewalt geben kann.<br>\nTrotz dieser Erkenntnisse, trotz Edward Snowdens NSA-Enth&uuml;llungen, trotz der skandal&ouml;sen Praktiken bundesdeutscher Geheimdienste, ihrer Ineffizienz und strukturellen Kontrolldefizite kommt es nicht etwa zu begrenzenden Reformen, sondern zu einer weiteren Aufr&uuml;stung der prinzipiell demokratiewidrigen Geheimdienste. Anstatt Bev&ouml;lkerung und Unternehmen endlich wirksam vor Ausforschung zu sch&uuml;tzen, werden &raquo;Verfassungsschutz&laquo; und &raquo;Bundesnachrichtendienst&laquo; noch weiter personell, finanziell und technologisch aufgestockt, st&auml;rker zentralisiert, mit Polizei und ausl&auml;ndischen Sicherheitsbeh&ouml;rden enger vernetzt. Der &raquo;Verfassungsschutz&laquo; darf sich inzwischen ganz legal krimineller V-Leute bedienen; und er darf k&uuml;nftig, wie auch der BND, soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter &amp; Co. anlasslos und systematisch ausforschen.<br>\nSo unglaublich es klingen mag: Die bisherigen Skandale und illegalen Praktiken werden kurzerhand in Gesetzesform gegossen und legalisiert. Mit dem Effekt, dass unsere Geheimdienste aus der Krise gest&auml;rkt hervorgehen, massen&uuml;berwachungstauglicher werden und sich so vom Gro&szlig;en Bruder NSA emanzipieren. Dar&uuml;ber hinaus wird demn&auml;chst eine Bundesbeh&ouml;rde namens &raquo;Zitis&laquo; aufgebaut (Zentrale Stelle f&uuml;r Informationstechnik im Sicherheitsbereich), die alle Sicherheitsbeh&ouml;rden mit Software versorgen soll, um mittels Entschl&uuml;sselungsprogrammen und Staatstrojanern verd&auml;chtige B&uuml;rger, Firmen, Organisationen und Netzwerke ausspionieren sowie bei Bedarf in lebenswichtige Infrastrukturen einbrechen zu k&ouml;nnen, wie etwa in Gesundheits-, Verkehrs-, Strom- und Wasserversorgungsnetze. &Uuml;brigens entwickelt auch die Bundeswehr solche operativen Fertigkeiten &ndash; sowohl zur Cyberverteidigung als auch zu Cyberangriffen. Das bedeutet: die Bef&auml;higung zum globalen Cyberkrieg und damit die Er&ouml;ffnung eines weiteren Schlachtfelds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/57fdedf84d541\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Spitzenk&auml;ufer deutschen Kriegsger&auml;ts<\/strong><br>\nSaudi-Arabien nutzt zur Kriegf&uuml;hrung im Jemen deutsche Waffen und z&auml;hlt ungeachtet seiner mutma&szlig;lichen dortigen Kriegsverbrechen weiter zu den Top-Empf&auml;ngern deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter. Wie berichtet wird, setzt die saudische Luftwaffe bei ihren Luftangriffen im Jemen, von denen ein erheblicher Teil zivile Ziele trifft, auch Tornado- und Eurofighter-Kampfjets ein, die partiell in der Bundesrepublik hergestellt wurden. Zur Zeit wird zudem &uuml;ber den Verkauf weiterer 48 Eurofighter an Saudi-Arabien verhandelt. Riad hat sich auch Luna-Drohnen aus Deutschland liefern lassen, wie sie im Afghanistan-Krieg eingesetzt wurden; mindestens eine von ihnen ist im jemenitischen Kampfgebiet abgefangen worden. Dar&uuml;ber hinaus nutzen die saudischen Streitkr&auml;fte Munition aus deutscher Produktion; die s&uuml;dafrikanische Firmentochter des D&uuml;sseldorfer Rheinmetall-Konzerns arbeitet eng mit einer neuen saudischen Munitionsfabrik zusammen, die auch Fliegerbomben produziert. Schlie&szlig;lich erh&auml;lt Saudi-Arabien deutsche Patrouillenboote, die etwa f&uuml;r Seeblockaden genutzt werden k&ouml;nnen; mit einer solchen Seeblockade hat Riad den Jemen in eine gravierende Hungersnot getrieben, die unter anderem 1,5 Millionen unterern&auml;hrte Kinder hervorgebracht hat. UN-Organisationen laufen Sturm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59465\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&Uuml;berwachungspraktiken des BND: Selbst legalisiert versto&szlig;en sie gegen die Verfassung<\/strong><br>\nAm morgigen Freitag stimmt der Bundestag &uuml;ber &Auml;nderungen am BND-Gesetz ab. Das BND-Gesetzespaket wird schwerwiegende Folgen haben, zum Nachteil der Grundrechte und zum Vorteil f&uuml;r den BND &ndash; denn seine Befugnisse werden massiv ausgeweitet.<br>\nDamit wird legalisiert, was der BND schon heute tut. Der NSA-Untersuchungsausschuss und Enth&uuml;llungen in der Presse haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren diverse Rechtsverst&ouml;&szlig;e sowie fragw&uuml;rdige Rechtsauffassungen und Praktiken deutscher Geheimdienste ans Licht gebracht.<br>\nStatt diese nun einzuschr&auml;nken, erfolgt die gesetzliche Manifestation dieses Zustandes. Unter Nichtbeachtung verfassungsrechtlicher Vorgaben und entgegen der Meinungen vieler. Darunter: drei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, die OSZE, namhafte Juristen, Wirtschaftsvertreter, Journalistenverb&auml;nde, zahllose Menschenrechtsorganisationen, ARD und ZDF sowie die Opposition im Bundestag.<br>\nDie Vergangenheit hat gelehrt, dass ausgeweitete Befugnisse staatlicher Stellen kaum mehr zur&uuml;ckgenommen werden. Daher ist das Schaffen dieser Fakten hochproblematisch. Besonders da die gesetzlichen Neuregelungen zahlreiche Erkenntnisse aus dem Untersuchungsausschuss ignorieren. Dieser wird im n&auml;chsten Jahr, nach Abschluss der Vernehmungen, einen Abschlussbericht vorlegen.<br>\nTeil dieses Berichtes werden gem&auml;&szlig; des Untersuchungsauftrages &bdquo;Empfehlungen zur Wahrung des verfassungsrechtlich gew&auml;hrleisteten Schutzes der informationellen Selbstbestimmung, der Privatsph&auml;re, des Fernmeldegeheimnisses und der Integrit&auml;t und Vertraulichkeit informationstechnischer Systeme sowie der sicheren und vertraulichen Kommunikation in der staatlichen Sph&auml;re&ldquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/ueberwachungspraktiken-des-bnd-selbst-legalisiert-verstossen-sie-gegen-die-verfassung\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>Dazu: BND bekommt eine Lizenz zum Datensammeln<\/strong><br>\nF&uuml;r den BND ist am Ende alles noch mal gutgegangen. Etwas &uuml;ber drei Jahre, nachdem im Sommer 2013 der US-Whistleblower Edward Snowden das weltweite Schn&uuml;ffelnetz der Geheimdienste offenlegte, wird an diesem Freitag im Bundestag das reformierte BND-Gesetz verabschiedet. Und zugleich auch eine neues Geheimdienst-Kontroll-Gesetz. Denn es waren, das hat der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages schnell gezeigt, nicht nur die Amerikaner, die alle Grenzen &uuml;berschritten haben auf der Jagd nach Daten. Auch der Bundesnachrichtendienst hat ordentlich mitgemischt, hat Gesetze gedehnt und gebogen, dass es h&auml;tte quietschen und krachen m&uuml;ssen. Hat es vielleicht auch. Nur h&ouml;ren wollte das niemand. Bis Snowden kam.<br>\nTrotz dieser Vorgeschichte d&uuml;rfte der Freitag f&uuml;r den Bundesnachrichtendienst nun ein Tag zum Feiern sein. Glimpflich davongekommen w&auml;re eine ma&szlig;lose Untertreibung: Die neuen Gesetze legalisieren schlicht vieles von dem, was der BND bisher auch ohne klare Rechtsgrundlage ohnehin schon macht. Es gibt &ndash; auf dem Papier &ndash; etwas mehr Schutz f&uuml;r Inl&auml;nder und Ausl&auml;nder, die im Ausland vom Inland aus abgeh&ouml;rt werden. Zugleich darf der BND aber k&uuml;nftig vom Inland aus gleich ganze Netze durchst&ouml;bern und nicht nur einzelne Leitungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neues-bnd-gesetz-bnd-bekommt-eine-lizenz-zum-datensammeln-1.3212099\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kariesprophylaxe: Zuckerlobby betreibt Tarnverein f&uuml;r Zahngesundheit<\/strong><br>\nUnter dem Deckmantel einer Wissenschaftskampagne versucht die S&uuml;&szlig;warenindustrie den Zuckerkonsum zu verharmlosen. Zucker sei keinesfalls Hauptverursacher von Karies.<br>\nDie Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) ist der Betreiber einer Initiative, die vermeintlich neutral &uuml;ber Kariesprophylaxe und Zahnhygiene aufkl&auml;ren will. In der &Ouml;ffentlichkeit wird dieser Zusammenhang jedoch bewusst verschleiert. Das zeigen Recherchen der ZEIT. Die WVZ ist die zentrale Lobbyorganisation der deutschen Zuckerindustrie.<br>\nUnter dem Deckmantel einer unabh&auml;ngigen wissenschaftlichen Aufkl&auml;rungskampagne betreibt die Zuckerlobby den &ldquo;Informationskreis Mundhygiene und Ern&auml;hrungsverhalten (IME)&rdquo; bereits seit fast 40 Jahren. Erstmals best&auml;tigte die WVZ nun gegen&uuml;ber der ZEIT die Finanzierung dieses Tarnvereins.<br>\nMit einem Informationsportal im Internet, Brosch&uuml;ren, Messest&auml;nden, Pressearbeit und sogar einem Aktionsspiel f&uuml;r Kinderg&auml;rten verharmlost der Informationskreis den Konsum von Zucker. In den Ver&ouml;ffentlichungen werden Zucker und S&uuml;&szlig;igkeiten als Hauptverursacher von Karies und Zahnsch&auml;den verschwiegen. &ldquo;Neben teilweise grenzwertigen Aussagen ist vor allem die einseitige Auswahl der Informationen schon sehr manipulativ&rdquo;, sagt Irmgard Berger-Orsag, die langj&auml;hrige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Zahn&auml;rzte-Berufsverbandes Deutscher Arbeitskreis f&uuml;r Zahnheilkunde (DAZ).<br>\nDas Ph&auml;nomen Tarnvereine, die sich &ldquo;Forum&rdquo;, &ldquo;Arbeitskreis&rdquo; oder &ldquo;Gesellschaft&rdquo; nennen und verdeckt von der Industrie betrieben werden, ist in der Gesundheitsbranche sehr verbreitet, wie DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe nachweist. Im Marketing wird diese Strategie &ldquo;Generische Aufkl&auml;rungskampagne&rdquo; genannt.<br>\nDie Vereine versuchen durch vielf&auml;ltige PR-Aktionen ein positives Bild eines Grundstoffs wie Fluorid oder Jod in der Gesellschaft zu etablieren oder eine unbekannte Krankheit popul&auml;rer zu machen. Neben der Zuckerlobby nutzen auch Vitaminkonzerne, die gro&szlig;en Salzhersteller oder die Pharmakonzerne Pfizer, Mundipharma sowie Reckitt Benckiser diese Taktik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-10\/zuckerlobby-tarnverein-zahngesundheit\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es braucht eine Alternative zu Demokraten und Republikanern<\/strong><br>\nIn wenigen Wochen wird in den USA gew&auml;hlt, wirkliche Chancen auf einen Wahlsieg haben nur Donald Trump und Hillary Clinton. F&uuml;r Progressive und Linke sind beide keine Alternative meint die in Berlin lebende amerikanische Sozialistin Kathleen. Wir haben mit ihr &uuml;ber ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Jill Stein, die Unterschiede von Trump und Clinton, sowie Widerstand gegen deren Politik gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/es-braucht-eine-alternative-zu-demokraten-und-republikanern-im-gespraech-mit-kathleen-brown\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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