{"id":35517,"date":"2016-10-21T16:05:50","date_gmt":"2016-10-21T14:05:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517"},"modified":"2016-10-21T16:05:50","modified_gmt":"2016-10-21T14:05:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-269","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h01\">Bundestag erlaubt BND vollen Zugriff auf Internetknoten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h02\">Sicherheitsrisiko Clinton: Was f&uuml;r Trump spricht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h03\">US-Wahlkampf: Gespaltene Nation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h04\">&Ouml;ffentlicher Dienst: Weniger Besch&auml;ftigte, mehr Unsicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h05\">Leiharbeit kann auch mit neuem Gesetz missbraucht werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h06\">&bdquo;Es gibt Leute, die w&uuml;rden sehr gerne bis 70 arbeiten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h07\">IG Metall will Aus f&uuml;r Riester-Policen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h08\">Die Verharmlosung der Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h09\">Deutsche Bank: Finanzieller Giftm&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h10\">&bdquo;Melkkuh Autobahnprivatisierung. Bundesregierung macht aus der Daseinsvorsorge ein Anlageprodukt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h11\">Wie die Deutschen Europas Ruf ruinieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h12\">VW-Skandal: Beh&ouml;rden waren Probleme seit langem bekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h13\">Polizeimission in der Ostukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h14\">Saudische Bomber vor Angriff in Sanaa von US-Luftwaffe betankt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h15\">Libyen versinkt im Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h16\">&ldquo;Keiner kann ernsthaft prognostizieren, was f&uuml;r Kosten auf uns zukommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h17\">Beh&ouml;rden d&uuml;rfen B&uuml;rgern, die Informationen wollen, keine abschreckend hohen Geb&uuml;hren mehr aufbrummen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35517#h18\">Das Letzte: Was in Syrien zu tun ist<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestag erlaubt BND vollen Zugriff auf Internetknoten<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst erh&auml;lt eine neue legale Basis. Trotz Kritik von Opposition, IT-Wirtschaft und Juristen darf der Geheimdienst k&uuml;nftig im gro&szlig;en Stil Internetkommunikation in Deutschland abgreifen. Der Bundestag hat mit den Stimmen der gro&szlig;en Koalition neue Regelungen f&uuml;r die &Uuml;berwachung von ausl&auml;ndischer Kommunikation durch den Bundesnachrichtendienst (BND) beschlossen. Demnach darf der Auslandsgeheimdienst k&uuml;nftig den gesamten Traffic beliebiger Telekommunikationsnetze in Deutschland auswerten, &ldquo;&uuml;ber die Telekommunikation von Ausl&auml;ndern im Ausland erfolgt&rdquo;, hei&szlig;t es in dem am Freitag beschlossenen Gesetz. Unter Berufung auf zahlreiche Institutionen und Experten h&auml;lt die Opposition das Gesetz f&uuml;r verfassungswidrig, da es keinen Bezug auf die im Grundgesetz gesch&uuml;tzte Kommunikationsfreiheit nehme.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition lobte sich in der Debatte hingegen in den h&ouml;chsten T&ouml;nen f&uuml;r das Gesetz, das nach Ansicht des SPD-Abgeordneten Christian Flisek &ldquo;europaweit, weltweit einmalig&rdquo; ist. Die fr&uuml;here Rechtsgrundlage, die fast nichts verboten habe, habe die BND-Mitarbeiter verunsichert, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Clemens Binninger (CDU). SPD und Union versuchen mit dem Gesetz, die nach den Enth&uuml;llungen von US-Whistleblower Edward Snowden bekanntgewordenen &Uuml;berwachungsprojekte des BND zu legitimieren, teilweise einzuschr&auml;nken und besser zu kontrollieren. Vor allem soll der Zugriff auf den weltweiten Internettraffic damit eine neue rechtliche Basis erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/reform-beschlossen-bundestag-erlaubt-bnd-vollen-zugriff-auf-internetknoten-1610-123962.html\">golem.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Hoch auf die Post-Demokratie, die gro&szlig;e Koalition kann faktisch beschlie&szlig;en, was sie will auch, wie jetzt, die Legalisierung, der Total&uuml;berwachung der gesamten Telekommunikation durch den BND und letztendlich durch die NSA. Interessiert sich in diesem Land &uuml;berhaupt noch irgendjemand f&uuml;r die Belange der B&uuml;rger?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Parlamentarische Geheimdienstkontrolle wird nicht wirklich verbessert <\/strong><br>\nWer der Massen&uuml;berwachung durch den BND T&uuml;r und Tor &ouml;ffnen, den Auslandsgeheimdienst auch im Inland einsetzen und das Aussp&auml;hen unter Freunden nun ganz offiziell erlauben will, m&uuml;sste wenigstens die parlamentarische Kontrolle st&auml;rken. Genau das passiert jedoch nicht. Der Gesetzentwurf der LINKEN gibt die eindeutig besseren Antworten, selbst wenn die Mehrheit ihn heute wieder ablehnen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=DCeCT1vzaxo\">Andr&eacute; Hahn (MdB, die Linke) via YouTube<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Merkels BND-Reform: Spionage-Aff&auml;re bequem abger&auml;umt<\/strong><br>\nDer Bundestag hat das umstrittene BND-Gesetz beschlossen. F&uuml;r Angela Merkels Regierung ist die Zeit der Spionageskandale damit offiziell beendet. So schafft man kein Vertrauen in die Dienste. Es scheint lange her zu sein, dass sich die Republik &uuml;ber ein belauschtes Kanzlerinnentelefon, geheime Selektorenlisten und angezapfte Unterseekabel aufregte. Dabei war die Lage noch 2015 ernst, auch f&uuml;r Angela Merkel. Vorw&uuml;rfe, das Kanzleramt habe bez&uuml;glich eines angeblichen No-Spy-Deals mit den USA gelogen, trafen Merkel pers&ouml;nlich, kratzten an ihrer Glaubw&uuml;rdigkeit, provozierten einen Koalitionskrach. Zuvor hatten die Enth&uuml;llungen von Edward Snowden &uuml;ber das globale Spionagenetz die Beziehungen zwischen Europa und den USA ersch&uuml;ttert. Es stellte sich heraus, dass auch der deutsche Auslandsgeheimdienst BND in Sp&auml;hskandale verwickelt war.<br>\nAn diesem Freitag hat der Bundestag nun die gr&ouml;&szlig;te BND-Reform aller Zeiten verabschiedet. Das Gesetz verpasst dem Dienst neue Regeln. Regeln, die f&uuml;r Transparenz und Klarheit sorgen, schw&auml;rmt die Gro&szlig;e Koalition. Kritiker schimpfen: Das Gegenteil ist der Fall, fr&uuml;here Rechtsbr&uuml;che werden f&uuml;r die Zukunft legitimiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bnd-gesetz-angela-merkel-hat-spaehaffaere-nie-erklaert-kommentar-a-1117559.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sicherheitsrisiko Clinton: Was f&uuml;r Trump spricht<\/strong><br>\nDer oberste Soldat der Vereinigten Staaten von Amerika, General Joseph Dunford, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der Streitkr&auml;fte der Vereinigten Staaten, ist sich sicher. Den gesamten Luftraum &uuml;ber Syrien zu kontrollieren, w&uuml;rde Krieg mit Syrien und Russland bedeuten. Dunfords Vorg&auml;nger im Amt sch&auml;tzte vor ein paar Jahren, dass eine wirksame Flugverbotszone &uuml;ber Syrien den Einsatz von 70.000 Soldaten und monatliche Kosten in H&ouml;he von einer Milliarde Dollar bedeuten w&uuml;rde.<br>\nAber Hillary ist unverdrossen. &ldquo;Als ich Au&szlig;enministerin war, war ich f&uuml;r eine Flugverbotszone, und das bin ich noch heute&rdquo;, hat Clinton erst vor ein paar Tagen gesagt. Und damit niemand einen Zweifel daran haben konnte, wie sie das meinte, f&uuml;gte sie hinzu: &ldquo;Wir brauchen einen Hebel gegen die Russen.&rdquo;<br>\nDonald Trump hat sich die gr&ouml;&szlig;te M&uuml;he gegeben, seine Untauglichkeit f&uuml;r das Amt des US-Pr&auml;sidenten unter Beweis zu stellen. Aber was Krieg und Frieden angeht ist seine Weste sauber. Trump, soweit er &uuml;berhaupt irgendein au&szlig;enpolitisches Konzept hat durchblicken lassen, will Amerika aus den H&auml;ndeln der Welt eher heraushalten, es keinesfalls tiefer verwickeln.<br>\nEs gibt nun auch in Deutschland noch Feierabendgener&auml;le, denen die Lust auf milit&auml;rische Interventionen nicht vergangen ist. Der Gr&uuml;nen-Chef Cem &Ouml;zdemir hat gerade allen Ernstes bedauert, dass Deutschland sich seinerzeit nicht am Libyen-Einsatz beteiligte. &Ouml;zdemir hat auch gefordert, mit einer Flugverbotszone &uuml;ber Syrien zu drohen &ndash; und gleichzeitig gewarnt: &ldquo;H&auml;ngt die Nuklearmacht Russland mit im Konflikt, rate ich bei milit&auml;rischen Interventionen grunds&auml;tzlich sehr zur Vorsicht.&rdquo; So wird vom Schreibtisch aus das Reden &uuml;ber den Krieg zur Kinderei.<br>\nAber der Mehrheit der Deutschen m&uuml;sste der Gedanke eines Waffengangs zwischen den USA und Russland einen Schauer der Furcht &uuml;ber den R&uuml;cken jagen. Dennoch &ndash; wenn die Deutschen zu entscheiden h&auml;tten, am Triumph der Demokratin g&auml;be es keinen Zweifel. Sonderbar. Wie kann es sein, dass die deutsche &Ouml;ffentlichkeit diese reale Gefahr eines Clinton-Sieges ignoriert?<br>\nEs liegt daran, dass Trumps Kandidatur derart schrill ist, dass zu viele Leute das Signal nicht wahrnehmen, das sie in Wahrheit ist. Hillary Clinton ist genau das Produkt des amerikanischen Polit-Establishments, das Trump und seine Anh&auml;nger in ihr sehen. Sie genie&szlig;t in Europa den Ruf, f&uuml;r au&szlig;enpolitische Berechenbarkeit und Kontinuit&auml;t zu stehen. Aber das bedeutet eben auch, dass sie die im wahrsten Wortsinne verheerende amerikanische Au&szlig;enpolitik milit&auml;rischer Interventionen fortsetzen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/was-fuer-donald-trump-spricht-kommentar-a-1117476.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Falkin im Wei&szlig;en Haus? Die aggressive Au&szlig;enpolitik von Hillary Clinton<\/strong><br>\nDass Hillary Clinton die n&auml;chste US-Pr&auml;sidentin wird, gilt inzwischen fast als sicher. Angesichts der Auftritte ihres Widersachers Donald Trump spricht aber kaum jemand dar&uuml;ber, was das f&uuml;r die Weltpolitik bedeuten w&uuml;rde, zum Beispiel f&uuml;r die gro&szlig;en Konflikte in Syrien, im Irak, in Libyen oder der Ukraine. Clinton fordert seit Monaten eine h&auml;rtere Gangart der USA, pl&auml;diert f&uuml;r Aufr&uuml;stung, milit&auml;rische Interventionen und Abschreckung. Droht mit einer Pr&auml;sidentin Hillary Clinton ein R&uuml;ckfall in die aggressive Au&szlig;enpolitik eines George W. Bush? Und was bedeutet das f&uuml;r Deutschland?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/hillary-clinton-146.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Wahlkampf: Gespaltene Nation<\/strong><br>\nIm Rust Belt &ndash; aber nicht nur dort &ndash;  bekommt der &bdquo;amerikanische Traum&ldquo; t&auml;glich weitere Risse: Denn die Konjunkturbelebungsversuche der Regierung Obama haben viele Amerikaner kaum erreicht: 46,2 Millionen (15 Prozent) leben unter prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Mehr als 19 Millionen Wei&szlig;e landen unter die Armutsgrenze von 23.021 Dollar pro Jahr f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie &ndash; von anderen Bev&ouml;lkerungsgruppen ganz zu schweigen. Seit der Finanzkrise fallen die Reall&ouml;hne f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze. Das ist auch f&uuml;r Akademiker ein Problem, denn w&auml;hrend des Studiums verschulden sich viele Amerikaner mit durchschnittlich 26.600 $ &ndash; sie brauchen gut bezahlte Jobs. Doch die Aussichten darauf sind nicht gut: Auch Teile der jungen, gutausgebildeten &bdquo;Generation Krise&ldquo; landen im Niedriglohnsektor mit Stundenl&ouml;hnen zwischen 7.69 und 13.83 $. Fast jeder zweite dieser gut Ausgebildeten unter 30 geht einer Besch&auml;ftigung nach, die keinen Hochschulabschluss erfordert.<br>\nDer Frust entsteht auch durch die zunehmend polarisierte Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung und der abnehmenden Chancengleichheit, welche den Mythos von der Leistungsgesellschaft entzaubert. W&auml;hrend ein Drittel des Arbeitsmarktes aus Teilzeitbesch&auml;ftigten, Praktikanten und unfreiwilligen Selbst&auml;ndigen besteht, steigt der Anteil der Superreichen mit einem Durchschnittsverm&ouml;gen von 72,8 Mio. $ seit 2012 an.<br>\nWer wissen will, warum ein Demagoge wie Trump oder ein Sozialreformer wie Sanders Erfolge erzielen, muss die wachsende, nunmehr bald vier Jahrzehnte w&auml;hnende soziale Ungleichheit und den damit verbundenen &Uuml;berdruss verstehen, den die verfestigte Einkommens- und Verm&ouml;genskonzentration in den H&auml;nden einer m&auml;chtigen Minderheit mit sich gebracht hat. So bilanziert eine Studie &uuml;ber &bdquo;Ungleichheit im modernen Kapitalismus&ldquo; von 2014: &bdquo;Der Anteil bei den Einkommen der `Top 1%`-Haushalte ist zwischen 1978 und 2013 von knapp 25% auf rd. 40% angestiegen. Sie zogen in der Periode unter Pr&auml;sident Obama seit 2009 insgesamt 95% des Einkommenszuwachses an sich; unter Bush (2001-2008) waren es 65% und unter Clinton (1993-2000) nur 45%.&ldquo;<br>\nFazit dieser Entwicklung: Rund 160.000 Familien besitzen ein Durchschnittsverm&ouml;gen von 72,8 Mio. $, und kontrollierten bisher mit ihren Spenden weitgehend den Washingtoner Betrieb. Jeder zweite Kongressabgeordnete ist Million&auml;r. Inzwischen etablieren sich Familiendynastien im Wei&szlig;en Haus, die von Bush I (1989-1993), Clinton I und II (bis 2001), Bush II (2001-2009) und m&ouml;glicherweise Clinton III (ab 2016. Bill und Hillary Clinton sind Einkommensmillion&auml;re, die alleine durch Vortr&auml;ge und Ver&ouml;ffentlichungen 150 Mio. $ einnahmen. Die Bush-Dynastie verf&uuml;gt &uuml;ber ein &auml;hnliches Verm&ouml;gen.<br>\nDie Verschmelzung von Politik und Kapital wird auch an Ministerkarrieren mit Wall-Street-Hintergrund deutlich. Der extreme Lobbyismus von Interessengruppen und die damit verbundenen &ndash; wechselseitigen &ndash; Abh&auml;ngigkeiten haben zur Entfremdung von Staat und Gesellschaft beigetragen. Die Einkommens- und Verm&ouml;genspolarisierung und die Wirtschaftskrise besch&auml;digen den &bdquo;amerikanischen Traum&ldquo; vom individuellen Aufstieg zutiefst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++425e5d8e-9505-11e6-abd7-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst: Weniger Besch&auml;ftigte, mehr Unsicherheit<\/strong><br>\nDGB fordert eine zukunftsf&auml;hige Personalpolitik<br>\n4,65 Millionen Menschen arbeiten im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; das sind zwei Millionen weniger als noch 1991. Gleichzeitig haben geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungen, Befristungen und Teilzeit zugenommen. F&uuml;r die Besch&auml;ftigten hei&szlig;t das: Unsicherheit und Arbeitsverdichtung nehmen zu. Das muss sich &auml;ndern  &ndash; auch, um die Leistungsf&auml;higkeit des &ouml;ffentlichen Dienstes zu erhalten. Wie hat sich die Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen Dienst in den letzten Jahren entwickelt, wie ist die aktuelle Situation? Das untersucht der DGB einmal im Jahr auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Bundesamts. Soeben ist der Personalreport 2016 erschienen. Ein Ergebnis: Flexibilisierte und atypische Besch&auml;ftigungsformen sind im &ouml;ffentlichen Dienst weiter verbreitet als bislang angenommen, Arbeisverdichtung und Unsicherheit der Besch&auml;ftigten nehmen zu. Nach zwei von Stellenabbau und Privatisierung gepr&auml;gten Jahrzehnten arbeiten heute noch 4,65 Millionen Menschen im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; mehr als zwei Millionen weniger als 1991. L&auml;ngst wirkt sich der massive Besch&auml;ftigtenr&uuml;ckgang auf die Leistungsf&auml;higkeit des &ouml;ffentlichen Dienstes aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++849b849c-8fa1-11e6-9786-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Leiharbeit kann auch mit neuem Gesetz missbraucht werden<\/strong><br>\nAm Anfang hatte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) einen klaren Plan: Sie werde, k&uuml;ndigte Nahles im November 2015 in der S&uuml;ddeutschen Zeitung an, die Leiharbeit per Gesetz &ldquo;in geordnete Bahnen lenken und festlegen, wo der Missbrauch anf&auml;ngt&rdquo;. Denn nach wie vor gebe es Missbrauch. &ldquo;Einer der gr&ouml;&szlig;ten ist, dass Arbeitgeber Leiharbeiter teilweise extrem lange einsetzen, ohne dass sich aus dem betrieblichen Ablauf erschlie&szlig;t, warum das so sein muss. Das Ganze ist am Ende des Tages nur Lohndr&uuml;ckerei und setzt damit auch die Stammbelegschaften unter Druck&rdquo;, sagte die Ministerin.<br>\nKnapp ein Jahr sp&auml;ter ist Nahles am Ziel. An diesem Freitag wird der Bundestag die neuen Regeln f&uuml;r die knapp eine Million Leiharbeiter verabschieden. 2017 tritt das Gesetz in Kraft. Doch nun hat der unabh&auml;ngige Wissenschaftliche Dienst des Bundestags den Kritikern, die schon immer gesagt haben, dass Nahles&rsquo; Gesetz nicht weit genug gehe, eine Steilvorlage geliefert: In einem Gutachten des Dienstes wird deutlich davor gewarnt, dass trotz des neuen Gesetzes Unternehmen weiter die Leiharbeit missbrauchen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsrecht-leiharbeit-kann-auch-mit-neuem-gesetz-weiter-missbraucht-werden-1.3214440\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit Frau Nahles und dieser SPD-Spitze ist es zum Verzweifeln: Sie predigen soziale Gerechtigkeit und heraus kommt eine arbeitgeber-freundliche Politik. Dieser &ldquo;rote Faden&rdquo; ist nicht neu und tritt nicht erst mit dieser Gro&szlig;en Koalition in Erscheinung, sondern zeigte sich u.a. bereits beim sog. Prostituiertengesetz (2002) und begleitete auch die Agenda 2010. Die NachDenkSeiten haben das Vorhaben der schwarz-roten Bundesregierung bez&uuml;glich der Leiharbeit unter Federf&uuml;hrung der SPD-Bundesminitserin Nahles stets kritisch begleitet: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35384#h03\">Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge: Gesetzentwurf der Bundesregierung hat Schw&auml;chen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Es gibt Leute, die w&uuml;rden sehr gerne bis 70 arbeiten&ldquo;<\/strong><br>\nDeutschland diskutiert die Rente. Die Regierung legt demn&auml;chst eine gro&szlig;e Reform vor. Dabei ist auch klar, was es bedeutet, wenn die Menschen immer &auml;lter werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/was-wird-aus-der-rente\/wirtschaftsforscher-fratzscher-es-gibt-leute-die-wuerden-sehr-gerne-bis-70-arbeiten-14489644.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Weil *einige* l&auml;nger arbeiten m&ouml;chten, sollen durch weitere Rentenk&uuml;rzungen *alle* gezwungen werden, l&auml;nger zu arbeiten. Sehr logisch. Es gibt auch viele Leute, die w&uuml;rden gerne schon mit 60 aufh&ouml;ren. Hat *das* Konsequenzen? Im &Uuml;brigen k&ouml;nnen und d&uuml;rfen Arbeitnehmer schon heute bis 70 und weiter arbeiten. Ist das dem &ldquo;Wirtschaftsexperten&rdquo; nicht bekannt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IG Metall will Aus f&uuml;r Riester-Policen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft IG Metall will die Forderung nach einem radikalen Kurswechsel in der Rentenpolitik ins Zentrum des Bundestagswahlkampfes r&uuml;cken: &ldquo;Die Vorstellung, dass die betriebliche und die private S&auml;ule einen erheblichen sozialstaatlichen Sicherungsauftrag erhalten sollen, ist gescheitert&rdquo;, sagte das Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstandsmitglied Hans-J&uuml;rgen Urban der &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo; (Freitagsausgabe). Der Lebensstandard m&uuml;sse wieder alleine durch die gesetzliche Rente gesichert werden.<br>\nUrban forderte, die staatliche F&ouml;rderung f&uuml;r neue Riester-Vertr&auml;ge einzustellen. Die Entkoppelung der Renten von den L&ouml;hnen m&uuml;sse sofort gestoppt werden: &ldquo;Mittelfristig wollen wir eine Anhebung des Rentenniveaus.&rdquo; Dazu seien mehr Steuermittel und eine Anhebung des Rentenbeitrags von derzeit 18,7 Prozent auf 25 Prozent erforderlich. Urban kritisierte Sozialministerin Andrea Nahles (SPD), die in der Debatte &uuml;ber Altersarmut mit dem Gesamt-Sicherungsniveau aus gesetzlicher Rente sowie privater und betrieblicher Vorsorge argumentiert: &ldquo;Das halte ich f&uuml;r gef&auml;hrlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2016-10\/38920860-ig-metall-will-aus-fuer-riester-policen-003.htm\">FinanzNachrichten.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das klang vor kurzem noch etwas anders aus dem Hause der IG Metall. Die NachDenkSeiten fordern seit langem: &ldquo;Alle Kr&auml;fte und Mittel auf die St&auml;rkung der gesetzlichen Rente konzentrieren&rdquo;. Bitte lesen Sie dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34312\">Betriebsrente &ndash; Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte nicht die IG Metall, Andrea Nahles und die CDU<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Verharmlosung der Armut<\/strong><br>\nWas ist Armut? Wer ist arm? Wie viele Arme gibt es in einem der reichsten L&auml;nder Welt und wer m&uuml;sste etwas dagegen tun? Der Armutsforscher Christoph Butterwegge versucht, im Politischen Feuilleton etwas mehr Klarheit in die Debatte zu bringen. &ldquo;Armut&rdquo; war in der Bundesrepublik Deutschland jahrzehntelang ein Tabuthema, das von den Massenmedien h&ouml;chstens w&auml;hrend der Vorweihnachtszeit aufgegriffen, &uuml;berwiegend zum Zweck der erfolgreichen Spendeneinwerbung behandelt und dann f&uuml;r die folgenden zw&ouml;lf Monate wieder &ldquo;vergessen&rdquo;, verdr&auml;ngt oder vernachl&auml;ssigt wurde.<br>\nNach dem Inkrafttreten des im Volksmund &ldquo;Hartz IV&rdquo; genannten Gesetzespaketes avancierte die Armut zwar vor&uuml;bergehend zu einem Modethema, das in zahlreichen Fernseh-Talkshows aber eher zerredet wurde. In j&uuml;ngster Zeit hat der Streit dar&uuml;ber, was unter Armut in einer wohlhabenden, wenn nicht reichen Gesellschaft wie der unsrigen zu verstehen ist, nicht zuletzt durch die Zuwanderung vieler Fl&uuml;chtlinge an Heftigkeit gewonnen.<br>\nBei der Armut handelt es sich um ein mehrdimensionales und sehr komplexes Ph&auml;nomen, dessen Wahrnehmung und Bewertung nicht blo&szlig; von den sozio&ouml;konomischen Rahmenbedingungen und den herrschenden Wertvorstellungen , sondern auch von dem Erfahrungshorizont, der gesellschaftlichen Stellung und dem weltanschaulichen, religi&ouml;sen bzw. politischen Standort des jeweiligen Betrachters abh&auml;ngen. Da es aus diesem Grund keine allgemein verbindliche Definition von Armut gibt, unterscheidet man zwischen absoluter, extremer oder existenzieller Armut einerseits sowie relativer Armut andererseits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/gesellschaftliche-teilhabe-die-verharmlosung-der-armut.1005.de.html?dram:article_id=369116\">Christoph Butterwegge auf Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Finanzieller Giftm&uuml;ll<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank muss aufgespalten und ihre Zockerabteilung abgewickelt werden. Die Gastwirtschaft der Linken-Vorsitzenden Sahra Wagenknecht.<br>\nDas Gespenst einer neuen Bankenkrise geht um in Europa. Der Internationale W&auml;hrungsfonds sch&auml;tzt, dass ein Drittel des europ&auml;ischen Bankensystems nicht &uuml;berlebensf&auml;hig ist. Faule Kredite in H&ouml;he von etwa 900 Milliarden Euro belasten die Banken, dazu kommen Risiken aus kriminellen Gesch&auml;ften, die von der Europ&auml;ischen Bankenaufsicht auf 80 Milliarden Euro beziffert werden. Letztere sind auch der Deutschen Bank zum Verh&auml;ngnis geworden.<br>\nHinzu kommt, dass in Zeiten niedriger Zinsen und Investitionen auch die laufenden Ertr&auml;ge mager sind. Gro&szlig;unternehmen brauchen derzeit keine Banken, um ihren Kapitalbedarf zu decken. Und im Investmentbanking haben l&auml;ngst Schattenbanken die Nase vorn, die keiner Regulierung und Aufsicht unterliegen.<br>\nDie Deutsche Bank mag keine Zukunft haben. Doch der Finanzmarktkapitalismus setzt sich unter neuer Regie und in versch&auml;rfter Form fort. Verm&ouml;gensverwalter wie Blackrock, Vanguard, Capital Group oder auch die Allianz mit ihrem Ableger Pimco bestimmen heute die Musik, nach der getanzt wird. Allein das von Blackrock verwaltete Verm&ouml;gen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf knapp f&uuml;nf Billionen US-Dollar vervielfacht. Blackrock ist der gr&ouml;&szlig;te Anteilseigner der Deutschen Bank, der Deutschen B&ouml;rse und vieler anderer Gro&szlig;banken und -konzerne. Da nirgendwo sonst so viele Finanzinformationen zusammenflie&szlig;en, ist Blackrock auch als Berater gefragt und konnte so etwa auf die Bankenrettung in Irland und Griechenland oder die riesigen Ankaufprogramme der Europ&auml;ischen Zentralbank Einfluss nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/deutsche-bank-finanzieller-giftmuell,29552916,34872056.html\">Sahra Wagenknecht auf FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Melkkuh Autobahnprivatisierung. Bundesregierung macht aus der Daseinsvorsorge ein Anlageprodukt&ldquo;<\/strong><br>\nAm 14. Oktober haben sich Bundesregierung und Ministerpr&auml;sidentInnen darauf geeinigt, eine Infrastrukturgesellschaft des Bundes f&uuml;r alle Autobahnen zu gr&uuml;nden. Das ist der Startschuss f&uuml;r den Einstieg in die Autobahnprivatisierung. Die Gesellschaft soll privatrechtlich organisiert werden, Versicherungen und Banken werden voraussichtlich Anteile davon kaufen k&ouml;nnen. &Ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) sollen nicht mehr nur einzelne Stra&szlig;enbauprojekte betreffen, sondern fl&auml;chendeckend ausgeweitet werden. Insgesamt geht es um bis zu 300 Milliarden Euro aus Steuern und Geb&uuml;hren, die nicht mehr nur f&uuml;r den Stra&szlig;enbau verwendet, sondern auch als Renditen in die Finanzm&auml;rkte flie&szlig;en werden. Besonders gravierend ist, dass dieses Modell der zentralen Infrastrukturgesellschaft als Blaupause dient, k&uuml;nftig auch in anderen Bereichen zu privatisieren, zum Beispiel Schulen. Daf&uuml;r will die Bundesregierung sogar das Grundgesetz &auml;ndern! V&ouml;llig intransparent und mit viel Druck soll es noch in dieser Legislaturperiode passieren.<br>\nAlle wichtigsten Informationen zur Reform der Fernstra&szlig;enverwaltung und zum neuen Privatisierungsmodell via &bdquo;Infrastrukturgesellschaften&ldquo; erscheinen heute in unserer Sonderbeilage der taz &bdquo;Melkkuh Autobahnprivatisierung. Bundesregierung macht aus der Daseinsvorsorge ein Anlageprodukt&ldquo;. U.a. mit Beitr&auml;gen von Norbert H&auml;ring (&bdquo;Im siebten Zinshimmel&ldquo;) und Tim Engartner (&bdquo;Freie Fahrt f&uuml;r Privatinvestoren&ldquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/heute-erschienen-taz-sonderbeilage-melkkuh-autobahnprivatisierung-bundesregierung-macht-aus-der-daseinsvorsorge-ein-anlageprodukt\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie die Deutschen Europas Ruf ruinieren<\/strong><br>\nEuropas neue Haushaltspl&auml;ne n&auml;hren eine bizarre deutsche Schuldenhysterie. Dabei haben die EU-Staaten im internationalen Vergleich geradezu vorbildlich geringe Staatsdefizite. Vielleicht sogar zu geringe.<br>\nIm Ernst: Das hat schon etwas hoch Surreales. Ja, es gibt in Europa eine Menge F&auml;lle, in denen die anno dazumal fixierte Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts &uuml;bertroffen wurde. Und das w&auml;re in Normalzeiten gar nicht gut. Nur kommt das ganze Regelwerk eben auch aus sch&ouml;nen alten Zeiten, lange vor der Finanzkrise. Und da darf man auch mal fragen: Was habt ihr denn erwartet, wie sich Staatsfinanzen entwickeln, wenn eine Jahrhundertkrise samt B&ouml;rsen- und Immobiliendesastern w&uuml;tet und noch Jahre sp&auml;ter (selbst deutsche) Monsterbanken mit der Bilanzsumme ganzer Volkswirtschaften zu kippen drohen; und ganze Volkswirtschaften gerettet werden m&uuml;ssen, weil sie in den Sog einer verselbst&auml;ndigten Finanzpanik geraten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/eu-haushalt-wie-die-deutschen-europas-ruf-ruinieren-a-1117551.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>VW-Skandal: Beh&ouml;rden waren Probleme seit langem bekannt<\/strong><br>\nEin Jahr nach Bekanntwerden des VW-Skandals, ist die Dimension des Betrugs mit manipulierter &bdquo;Schummelsoftware&ldquo; noch immer nicht v&ouml;llig aufgekl&auml;rt. Neue Dokumente belegen jetzt, dass die Bundesregierung schon vor Jahren drauf und dran war, dem Konzern auf die Schliche zu kommen. Der Betrug h&auml;tte aufgedeckt werden k&ouml;nnen, wenn der politische Wille vorhanden gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/vw-skandal-166.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polizeimission in der Ostukraine<\/strong><br>\nUnter deutschem Vorsitz soll die OSZE eine bewaffnete Polizeitruppe in die ostukrainischen Sezessionsgebiete entsenden. Dies ist eines der Ergebnisse des Ukraine-Vierergipfels vom Mittwoch Abend in Berlin. Demnach soll in den kommenden Wochen eine &ldquo;Roadmap&rdquo; erstellt werden, die die Umsetzung des Zweiten Minsker Abkommens im Detail regelt. In den vergangenen Wochen war der ukrainische Pr&auml;sident, weil das Parlament die Verabschiedung eines nach Minsk II erforderlichen Gesetzes verweigert, in die Offensive gegangen und hatte Schritte gefordert, die de facto die einseitige Ab&auml;nderung der Vereinbarung zugunsten der Ukraine bedeutet h&auml;tten. Zudem hatte er eine Versch&auml;rfung der Russland-Sanktionen oder zumindest ihre Verstetigung auf unabsehbare Zeit verlangt. Schlie&szlig;lich berichten Korrespondenten, dass die Zahl der Verst&ouml;&szlig;e gegen die Waffenstillstandsvereinbarung, deren sich die Kiewer Truppen schuldig machen, diejenigen der Separatisten zuletzt um ein Vielfaches &uuml;berstieg. All dem hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nun eine Abfuhr erteilt, ebenso den plumpen Versuchen Kiews, einen Keil zwischen die Kanzlerin und ihren SPD-Au&szlig;enminister zu treiben: Berlin l&auml;sst sich die Kontrolle &uuml;ber die EU-Au&szlig;enpolitik nicht nehmen, weder von pro- noch von antirussischen Kr&auml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59466\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saudische Bomber vor Angriff in Sanaa von US-Luftwaffe betankt?<\/strong><br>\nUS-Milit&auml;rexperten gehen von einer Beihilfe der US-Kr&auml;fte in der Region aus. Bei Bombardierung waren rund 140 Zivilisten get&ouml;tet worden<br>\nNach der Bombardierung einer Trauergemeinde in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa mit rund 140 Toten und &uuml;ber 500 zum Teil Schwerverletzten kommen nun weitere Informationen &uuml;ber die Rolle der USA bei diesem mutma&szlig;lichen Kriegsverbrechen heraus. Nach einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals AlterNet k&ouml;nnten nicht nur die lasergelenkten Bomben aus US-Produktion stammen (Trauergemeinde im Jemen offenbar von US-Bomben getroffen, ). Offenbar wurden die saudi-arabischen Bomber zudem von US-Milit&auml;rs betankt. Sie sollen den Angriff auf ein Gemeindezentrum dadurch erst m&ouml;glich gemacht haben.<br>\nDie These vertritt der R&uuml;stungsexperte Pierre Sprey, der in den 1960er Jahren unter US-Verteidigungsminister Robert McNamara im Pentagon an der Entwicklung von Kampfflugzeugen beteiligt war. Sprey gilt, so hei&szlig;t es bei AlterNet, als Chefentwickler der F-16, deren Vorg&auml;nger, F-15, von der saudischen Luftwaffe benutzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Saudische-Bomber-vor-Angriff-in-Sanaa-von-US-Luftwaffe-betankt-3356055.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Libyen versinkt im Chaos<\/strong><br>\nVor f&uuml;nf Jahren wurde Libyens langj&auml;hriger Machthaber Muammar al-Gaddafi von Aufst&auml;ndischen get&ouml;tet. Seither ist das Land immer tiefer im Chaos versunken. Das ist auch f&uuml;r die vielen Fl&uuml;chtlinge aus den Nachbarstaaten ein Albtraum.<br>\nRettungseinsatz auf dem Mittelmeer, etwa zw&ouml;lf Seemeilen vor der K&uuml;ste Libyens. Ein Schiff der private Hilfsorganisation SOS M&eacute;diterran&eacute;e evakuiert Menschen von zwei Booten, beide sind marode und v&ouml;llig &uuml;berladen. Hunderte Fl&uuml;chtlinge haben die Schlepper zusammengepfercht. Manche Frauen sind hochschwanger und so schwach, dass sie sich kaum auf den Beinen halten k&ouml;nnen.<br>\nIn den ersten neun Monaten dieses Jahres kamen schon mehr als 132.000 Menschen &uuml;ber die zentrale Mittelmeerroute von Libyen nach Europa. An manchen Tagen greifen Hilfsorganisationen und europ&auml;ische Marine &uuml;ber 6000 Menschen auf. Viele der Geretteten stammen aus Eritrea, Somalia, Ghana oder Nigeria. Viele berichten von Unterdr&uuml;ckung und extremer Gewalt in Libyen, die sie dazu bewogen haben, die gef&auml;hrliche Fahrt &uuml;bers Mittelmeer in Kauf zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/fuenf-jahre-nach-gaddafis-tod-libyen-versinkt-im-chaos.2165.de.html?dram:article_id=369030\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Keiner kann ernsthaft prognostizieren, was f&uuml;r Kosten auf uns zukommen&rdquo;<\/strong><br>\nDie meisten Kosten f&uuml;r die Endlagerung von Atomm&uuml;ll w&uuml;rden erst in sehr ferner Zukunft anfallen, sagte Beate Kallenbach vom &Ouml;ko-Institut im DLF. Den Gesetzentwurf der Endlagerkommission, der Einzahlungen der Energiekonzerne in Milliardenh&ouml;he vorsieht, bezeichnete sie als &ldquo;das am wenigsten schlechte System&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Risiko liegt nat&uuml;rlich in den Aufwendungen, die erst in sehr ferner Zukunft zu t&auml;tigen sind. Das sind die Kosten, die dann f&uuml;r die Endlagerung der vor allen Dingen hoch radioaktiven Abf&auml;lle, das hei&szlig;t der abgebrannten Brennelemente aus den Kernkraftwerken anfallen. Wir reden hier &uuml;ber Zeitr&auml;ume bis mindestens Ende diesen Jahrhunderts, bis &uuml;berhaupt ein entsprechendes Endlager dann m&ouml;glicherweise komplett bef&uuml;llt ist und verschlossen werden kann. Wir haben noch nicht mal den Standort f&uuml;r ein solches Endlager. Das hei&szlig;t, hier sind nat&uuml;rlich die allergr&ouml;&szlig;ten Risiken, weil keiner wirklich ernsthaft prognostizieren kann, was f&uuml;r Kosten da in den n&auml;chsten Jahrzehnten noch auf uns zukommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesetzentwurf-zu-atom-altlasten-keiner-kann-ernsthaft.697.de.html?dram:article_id=368973\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Beh&ouml;rden d&uuml;rfen B&uuml;rgern, die Informationen wollen, keine abschreckend hohen Geb&uuml;hren mehr aufbrummen<\/strong><br>\nWill ein B&uuml;rger oder ein Journalist von einer Beh&ouml;rde eine Auskunft erhalten, d&uuml;rfen die Geb&uuml;hren daf&uuml;r nicht abschreckend hoch sein. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Ein Correctiv-Reporter hatte sich dar&uuml;ber jahrelang mit dem Bundesinnenministerium gestritten. Niemand braucht in Zukunft mehr hohe Geb&uuml;hren zu f&uuml;rchten, wenn er bei einer Beh&ouml;rde Ausk&uuml;nfte beantragt. Das hat am Donnerstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Anlass war eine Klage des Correctiv-Reporters Daniel Drepper und des freien Journalisten Niklas Schenck gegen das Bundesinnenministerium. Das Ministerium hatte den Reportern f&uuml;r eine Anfrage fast 15.000 Euro Geb&uuml;hren berechnet.<br>\nDie Beh&ouml;rde hatte die Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz in mehr als 60 Einzelf&auml;lle zerteilt und daf&uuml;r statt der vorgesehenen h&ouml;chstens 500 Euro insgesamt fast 15.000 Euro verlangt. Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass dieses Vorgehen und die hohen Geb&uuml;hren eine abschreckende Wirkung auf andere B&uuml;rger habe. Diese abschreckende Wirkung darf es laut Gesetz jedoch nicht geben. Deshalb habe das Innenministerium gegen das Informationsfreiheitsgesetz versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/blog\/auskunftsrechte\/artikel\/2016\/10\/20\/behoerden-duerfen-journalisten-die-informationen-erfragen-kuenftig-keine-abschreckend-hohen-gebuehren-mehr-aufbrummen\/\">Correctiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Was in Syrien zu tun ist<\/strong><br>\nF&uuml;nf Ma&szlig;nahmen, die den Not leidenden Menschen in Aleppo und anderswo helfen w&uuml;rden.\n<ol>\n<li>Flugverbotszonen einrichten<br>\nAber wenn die Amerikaner und Europ&auml;er entschlossen ank&uuml;ndigten, den Luftraum &uuml;ber Aleppo oder &uuml;ber anderen St&auml;dten des Nordens und S&uuml;dens nicht mehr allein den Russen und Assad zu &uuml;berlassen, w&uuml;rden diese ins Nachdenken kommen. Wenn die Amerikaner durchblicken lie&szlig;en, sie k&ouml;nnten vielleicht auch Assads Gegner mit Boden-Luft-Raketen ausr&uuml;sten, w&uuml;rden die Russen noch mehr nachdenken. Und am Ende eines langen Nachdenkens, gekoppelt mit der glaubw&uuml;rdigen Androhung, etwas gegen den m&ouml;rderischen Luftkrieg zu tun, k&ouml;nnte eine Einigung stehen, den Krieg aus der Luft in bestimmten Gebieten Syriens zu beenden. Eine Flugverbotszone geh&ouml;rt darum ganz oben auf die Tagesordnung jeder Syrien-Konferenz.<\/li>\n<li>Opposition bewaffnen<\/li>\n<li>Sanktionen gegen Russland<\/li>\n<li>Gespr&auml;che mit Russland<\/li>\n<li>Druck auf den Iran und Saudi-Arabien<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/44\/katastrophenhilfe-syrien-politik-fluechtlinge\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.M.:<\/strong> Dieser Artikel ist wohl das schamloseste an Deutscher Qualit&auml;tspropaganda der letzten Monate und gleichzeitig der besch&auml;mendste Artikel seit ich Zeitung lese. Gl&uuml;cklicherweise durchschauen die Leser dieses Blendwerk. Ich wei&szlig; ehrlich nicht, ob sich die Herren noch Ihre Kommentarspalten durchlesen. Erstaunlich ist, dass dies einer der ersten Artikel zum Thema Russland\/Syrien ist, wo im Forum nicht der Vorwurf &ldquo;sie Putin-Troll&rdquo; gemacht wird. Scheinbar ist selbst den &ldquo;Nato-Trollen&rdquo; aufgefallen wie hochgradig menschenverachtend und unreif die Vorschl&auml;ge des &uuml;brigens nicht namentlich erw&auml;hnten Autors sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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