{"id":35522,"date":"2016-10-24T08:33:04","date_gmt":"2016-10-24T06:33:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522"},"modified":"2016-10-24T08:33:04","modified_gmt":"2016-10-24T06:33:04","slug":"hinweise-des-tages-2738","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h01\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h02\">Neue Rolle als Vermittler &ldquo;Deutschland ist Stabilit&auml;tsanker&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h03\">Spiel mit dem Weltkrieg (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h04\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h05\">&Uuml;berschuss der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit steigt auf &uuml;ber 5 Milliarden Euro &ndash; R&uuml;ck- und Ausblick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h06\">Volkssolidarit&auml;t: Rente muss wieder Lebensstandard sichern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h07\">Sozialisten wollen Rajoy-Regierung dulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h08\">Griechenland: &bdquo;Anbrechender Fr&uuml;hling&ldquo; oder doch &bdquo;Permafrost&ldquo;? &ndash; 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h09\">Der paneurop&auml;ische Haushaltsdiktator<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h10\">Vattenfall gegen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h11\">Forscher: Verfassungsschutz entzieht sich der Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h12\">&ldquo;Wof&uuml;r brauchen wir eigentlich Geheimdienste?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h13\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h14\">Noam Chomsky &amp; die au&szlig;erirdische Perspektive &ndash; Folge 284<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h15\">&laquo;Das f&uuml;hrt an die Schwelle des dritten Weltkriegs&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35522#h16\">New Podesta Email Exposes Dem Playbook For Rigging Polls Through &ldquo;Oversamples&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wallonischer Regierungschef beschwert sich<\/strong><br>\nWallonien stellt sich gegen das Freihandelsabkommen mit Ceta &ndash; als einzige Region innerhalb der EU. Jetzt beschwert sich der Regierungschef &uuml;ber den Druck, den die EU auf ihn aus&uuml;bt. Seit dem ersten Tag des EU-Gipfels am vergangenen Donnerstag hat der wallonische Ministerpr&auml;sident auf dem Nachrichtendienst Twitter geschwiegen. Am Sonntag meldete er sich erstmals wieder zu Wort. &bdquo;Schade, dass die EU nicht genauso viel Druck auf die aus&uuml;bt, die den Kampf gegen die Steuerflucht blockieren&ldquo;, klagte Magnette darin &uuml;ber den Druck, der seit dem Abbruch der Gespr&auml;che der kanadischen Handelsminister Chrystia Freeland &uuml;ber das umstrittene EU-Kanada-Freihandelsabkommen Ceta auf ihm lastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/ceta-verhandlungen-wallonischer-regierungschef-beschwert-sich-14494231.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kein Druck auf Wallonie<\/strong><br>\nImmer wieder lese ich seit gestern Abend die Schlagzeile: Wie kann die EU Handlungsf&auml;higkeit erreichen, um CETA noch zu retten? Was f&uuml;r eine absurde Frage! Ich bin der Wallonie sehr dankbar, dass sie den CETA-Wahnsinn vorerst gestoppt hat. Niemand braucht europ&auml;ische Handlungsf&auml;higkeit zur Durchsetzung von Konzernschutzabkommen und weiterem Demokratieabbau! Richtig ist im Gegenteil: Ohne CETA und andere vergleichbare Abkommen gibt es weit eher eine Perspektive f&uuml;r ein soziales Europa f&uuml;r uns alle. Darum: Schluss mit dem Druck auf die Wallonie. CETA stoppen! F&uuml;r einen Neubeginn in Europa!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wallonie lehnt Ultimatum ab<\/strong><br>\nOffenbar wollen die EU und Kanada am Montag entscheiden, ob der EU-Kanada-Gipfel kommende Woche stattfindet oder nicht. Damit k&ouml;nnte die geplante CETA-Unterzeichnung platzen. Der Druck w&auml;chst &ndash; doch die Wallonie verbittet sich jegliche Frist. Im Ringen um eine Unterzeichnung des Handelsabkommens CETA lehnt die belgische Region Wallonie jegliches &ldquo;Ultimatum&rdquo; ab. Die Festlegung einer solchen Frist sei &ldquo;unvereinbar mit dem demokratischen Prozess&rdquo;, lie&szlig; der wallonische Regierungschef Paul Magnette &uuml;ber seinen Sprecher erkl&auml;ren. Er lasse sich nicht in einen engen Zeitrahmen zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ceta-ultimatum-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der CETA-Beipackzettel: Was bringt die gemeinsame Erkl&auml;rung?<\/strong><br>\nAuf anhaltenden Druck der &Ouml;ffentlichkeit haben die Europ&auml;ische Kommission und Kanada vor der geplanten Unterzeichnung des Abkommens Ende Oktober eine gemeinsame interpretative Erkl&auml;rung zu CETA vorgelegt, welche die Gem&uuml;ter beruhigen soll. Was steht tats&auml;chlich in dieser Erkl&auml;rung und kann es etwas bewirken?<br>\nCETA ist nicht nur ein Handelsabkommen, sondern geht weit dar&uuml;ber hinaus. Problematisch &ndash; weil sie die&nbsp;nationalstaatliche Souver&auml;nit&auml;t ma&szlig;geblich einschr&auml;nken bzw. die demokratische Rechtssetzung umgehen &ndash; sind unter anderem der Investitionsschutz und das Investor-Staat-Streitverfahren (Investor-State-Dispute-Settlement, kurz: ISDS) sowie die Bestimmungen zu &nbsp;&ouml;ffentliche Dienstleistungen, ArbeitnehmerInnenrechten und KonsumentInnenschutzstandards.<br>\nUm den berechtigten Bedenken Rechnung zu tragen, m&uuml;sste in CETA der Investitionsschutz, mindestens aber das Investor-Staat-Streitverfahren, ersatzlos gestrichen werden, und die ArbeitnehmerInnenrechte m&uuml;ssten einklagbar gestaltet und verschiedenste Schutzstandards abgesichert werden, die &ouml;ffentlichen Dienstleistungen vollst&auml;ndig herausgenommen und die Befugnisse des gemeinsamen CETA-Ausschusses eingeschr&auml;nkt sowie demokratisch legitimiert werden.<br>\nDiese Anforderungen sind allesamt inhaltlicher Natur. Also geht es hier nicht um Unklarheiten oder Verst&auml;ndnisprobleme, die einer Interpretation bed&uuml;rfen und in einer gemeinsamen interpretativen Erkl&auml;rung abgehandelt werden k&ouml;nnen. Inhaltliche &Auml;nderungen, Erg&auml;nzungen oder Streichungen sind im Vertrag selbst vorzunehmen. Denn eine gemeinsame Erkl&auml;rung &auml;ndert nichts an den Inhalten des Abkommens selbst. Als Deklaration kann sie lediglich interpretative Hilfestellungen im Streitfall bieten. Daran &auml;ndert auch eine allf&auml;llige Rechtsverbindlichkeit nichts. Das bedeutet, dass eine interpretative Erkl&auml;rung nicht das geeignete Format ist, um die massiven Bedenken gegen CETA auszur&auml;umen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ceta-beipackzettel\/#more-15146\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><strong>CETA-Architekten haben das Grab selbst geschaufelt<\/strong><br>\n&ldquo;Europa steht vor einem handelspolitischen Scherbenhaufen. Selbstverst&auml;ndlich ist es demokratisch absurd, dass eine vergleichsweise kleine Region die Handlungsf&auml;higkeit der EU als ganzes herausfordern kann.<br>\nAber: Nicht die Wallonie hat das Grab f&uuml;r CETA geschaufelt, sondern die Architekten des Vertrags selbst. Die EU hat den Bogen &uuml;berspannt, weil sie mit CETA Bereiche regeln will, die weit &uuml;ber einen Handelsvertrag hinausgehen. CETA regelt nicht nur den Handel zwischen Europa und Kanada, sondern greift auch tief in die europ&auml;ische und kanadische Demokratie ein. Zurecht hat das Bundesverfassungsgericht zuletzt kritisiert, dass die demokratisch nicht legitimierten CETA-Aussch&uuml;sse Teile des Vertrags &auml;ndern k&ouml;nnten, ohne dass Parlamente erneut gefragt werden m&uuml;ssen. Die wallonischen Blockierer sind die Geister, die die EU selbst gerufen hat.<br>\nDie neue Zusatzerkl&auml;rung ist ein sp&auml;tes Eingest&auml;ndnis an die CETA-Kritiker. Fast alle zentralen Kritikpunkte, vom Investorenschutz, &uuml;ber das Vorsichtsprinzip bis zur Daseinsvorsorge, werden nun darin aufgelistet. Die fragw&uuml;rdigen Passagen im CETA-Vertrag selbst sollen aber nicht ge&auml;ndert werden, so dass der Nutzen der Zusatzerkl&auml;rung zweifelfhaft bleibt. Zulange hat die EU-Kommission, die gro&szlig;en Wirtschaftsverb&auml;nde und auch die Bundesregierung die berechtigte Kritik an CETA nicht ernst genommen.<br>\nSelbst wenn es noch zur vorl&auml;ufigen Anwendung von CETA kommen sollte, ist h&ouml;chst fraglich, ob alle nationalen Parlamente den Vertrag je ratifizieren werden. In mehreren EU-L&auml;ndern ist eine Mehrheit nicht in Sicht, darunter &Ouml;sterreich und Deutschland. Die Zustimmung der Nationalstaaten ist bei umfassenden Handelsvertr&auml;gen jedoch nach den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen zwingend, wie auch j&uuml;ngst das Bundesverfassungsgericht festgestellt hat.<br>\nDie europ&auml;ische Handelspolitik braucht einen Neustart, egal ob die Wallonie noch umgestimmt wird oder nicht. Wir brauchen europ&auml;ische Handelsvertr&auml;ge, die bei Z&ouml;llen, Zollabwicklungsverfahren und technischen Standards Erleichterungen bringen. Handelsvertr&auml;ge d&uuml;rfen jedoch in die europ&auml;ische Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht eingreifen und m&uuml;ssen das Subsidiarit&auml;tsprinzip achten. Nur mit einem solchen Neustart ist das Vertrauen der B&uuml;rger und der Zivilgesellschaft zur&uuml;ckzugewinnen. &Uuml;bergriffige Vertr&auml;ge haben dagegen keine Zukunft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2016\/ceta-architekten-haben-das-grab-selbst-geschaufelt\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieso sieht Herr Giegold in Deutschland keine parlamentarische Mehrheit f&uuml;r das CETA-Abkommen? Die schwarz-rote Koalition verf&uuml;gt &uuml;ber eine sehr gro&szlig;e Mehrheit im Deutschen Bundestag. Aus diesen Reihen war Kritik &ndash; zumindest bisher &ndash; lediglich von einigen wenigen Abgeordneten zu vernehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Neue Rolle als Vermittler &ldquo;Deutschland ist Stabilit&auml;tsanker&rdquo;<\/strong><br>\nDer Syrien-Gipfel in Berlin hat gezeigt, wie schwierig es ist, auf internationalem Parkett zu vermitteln. Deutschland ist in dieser Rolle aber sehr gefragt und gilt nach Einsch&auml;tzung von Experten als &ldquo;Stabilit&auml;tsanker&rdquo;.<br>\nAus gutem Grund, sagt die Politikwissenschaftlerin M&ouml;ller: &ldquo;Wir sind nat&uuml;rlich als Deutsche pazifistisch erzogen. Das ist auch richtig so nach dem 2. Weltkrieg.&rdquo; Aber so M&ouml;ller, die Welt habe sich ver&auml;ndert, die Anforderungen seien da: &ldquo;Und wir m&uuml;ssen uns die wirklich schwierige Frage stellen, was hei&szlig;t das, m&uuml;ssen wir nicht st&auml;rker auch auf milit&auml;rische Instrumente setzen. Und ich denke, dass das der Fall ist.&rdquo; M&ouml;ller rechnet in dieser Frage mit schwierigen Debatten. Deshalb m&uuml;sse man dringend die Menschen in Deutschland rechtzeitig einbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bab-verantwortung-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Regierungs- und Kriegspropaganda. Es h&auml;uft sich die Werbung f&uuml;r die Kriegsbereitschaft. Hier mal wieder bei der ARD. Zitiert wird eine Politikwissenschaftlerin, die meint, Deutschland m&uuml;sste st&auml;rker auf milit&auml;rische Instrumente setzen. Diese, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Almut_M%C3%B6ller\">Almut M&ouml;ller<\/a>, steht einem Institut vor, das zu der gro&szlig;en Zahl von Sch&ouml;pfungen geh&ouml;rt, die neben dem Broterwerb der wissenschaftlich verbr&auml;mten Propaganda dienen, dem <a href=\"http:\/\/www.ecfr.eu\/berlin\/de\/staff\">ECFR<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spiel mit dem Weltkrieg (II)<\/strong><br>\nDie Bundesregierung begleitet die am Wochenende gestartete Milit&auml;roffensive jihadistischer Milizen in Aleppo mit der Verst&auml;rkung ihres Drucks auf Russland. Moskau m&uuml;sse &ldquo;als wichtigster Unterst&uuml;tzer des Regimes&rdquo; in Damaskus daf&uuml;r sorgen, dass nun &ldquo;eine tragf&auml;hige &Uuml;bereinkunft f&uuml;r Aleppo&rdquo; m&ouml;glich werde, fordert Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier. Tats&auml;chlich ist der von Russland Ende letzter Woche initiierte Waffenstillstand von den aufst&auml;ndischen Milizen gebrochen worden, die, wie ein britischer Journalist aus Aleppo berichtet, auch die Evakuierung der Zivilbev&ouml;lkerung mit dem Beschuss von Fluchtkorridoren verhinderten. &Uuml;ber &auml;hnliche Praktiken des IS im irakischen Mossul hei&szlig;t es zutreffend, er benutze Zivilisten als &ldquo;menschliche Schutzschilde&rdquo;. Die Bundesregierung erh&ouml;ht ihren Druck zu einem Zeitpunkt, zu dem Moskau seine milit&auml;rische Stellung im &ouml;stlichen Mittelmeer st&auml;rkt, aktuell mit der Entsendung einer Flugzeugtr&auml;gerkampfgruppe vor die syrische K&uuml;ste. Sie soll dazu beitragen, Russland auf Augenh&ouml;he mit den westlichen M&auml;chten zu bringen; auch die Bundeswehr beteiligt sich mit einer Fregatte am Einsatz des franz&ouml;sischen Flugzeugtr&auml;gers &ldquo;Charles de Gaulle&rdquo; in der Region, in die der russische Flugzeugtr&auml;ger &ldquo;Admiral Kusnezow&rdquo; derzeit strebt. Forderungen insbesondere aus der Parteif&uuml;hrung von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, eine Flugverbotszone f&uuml;r Syrien zu verh&auml;ngen, bereiten eine weitere, den direkten Krieg mit Russland riskierende Eskalation vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59467\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gr&uuml;ne Hasardeure<\/strong><br>\nDie Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, Katrin G&ouml;ring-Eckardt, und der Parteivorsitzende Cem &Ouml;zdemir werben f&uuml;r eine Versch&auml;rfung der Sanktionen gegen Russland und eine Flugverbotszone in Syrien. Die Forderung nach einer Flugverbotszone ist abenteuerlich, birgt sie doch das Risiko in sich, dass die beiden atomaren Superm&auml;chte aneinandergeraten. Soviel Leichtsinn h&auml;tte man den gr&uuml;nen Freunden der &bdquo;humanit&auml;ren Intervention&ldquo; nicht zugetraut.<br>\nW&auml;hrend G&ouml;ring-Eckardt auch schon mal &uuml;ber Bodentruppen in Syrien schwadronierte, sagt &Ouml;zdemir im heutigen Interview mit SPIEGEL ONLINE: &bdquo;Ich finde es nach wie vor falsch, dass sich Deutschland bei der Libyen-Intervention enthalten hat.&ldquo;<br>\nAngesichts des Ergebnisses der &bdquo;Libyen-Intervention&ldquo; &ndash; 50.000 Tote, ein zerfallener Staat und ein Erstarken des IS auch in Libyen &ndash; muss man allm&auml;hlich an der au&szlig;enpolitischen Zurechnungsf&auml;higkeit einzelner Gr&uuml;ner zweifeln.<br>\nG&ouml;ring-Eckhart und &Ouml;zdemir haben Recht: Eine solch &bdquo;verantwortungsvolle&ldquo; Au&szlig;enpolitik ist mit der LINKEN nicht zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1203545756373556\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Martin Schulz: H&auml;rte gegen Russland zeigen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments Martin Schulz (SPD) erwartet von der EU, sich dem russischen Kurs in Syrien zu widersetzen. Putin brauche eine klare Botschaft, sagte Schulz im DW-Interview.<br>\nDeutsche Welle: Was erwarten Sie vom EU-Gipfel mit Blick auf Russland?<br>\nMartin Schulz: Was Russland macht, ist v&ouml;llig unannehmbar. Hinter den aggressiven Handlungen Russlands steckt ein Konzept von Gesellschaft, eine Sicht auf die Welt, die mit unserer europ&auml;ischen Philosophie von gegenseitigem Respekt und Offenheit nichts zu tun hat.<br>\nDeshalb sollte die Botschaft der Europ&auml;er an Herrn Putin sein: Wir stimmen mit Ihnen nicht &uuml;berein! Wir m&uuml;ssen hart in unserer Gegenstrategie sein, trotzdem bleibt die T&uuml;r weiter offen, wenn Sie an den Verhandlungstisch zur&uuml;ckkehren wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/martin-schulz-h%C3%A4rte-gegen-russland-zeigen\/a-36097744\">Deutsche Welle<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht w&auml;ren auch Zweifel an der Zurechnungsf&auml;higkeit von Herrn Schulz berechtigt. Jedenfalls scheint er sich an die Friedenspolitik von SPD-Gr&ouml;&szlig;en wie Willy Brandt nicht mehr zu erinnern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Assad im exklusiven Interview mit dem SRF &ndash; mit deutscher &Uuml;bersetzung<\/strong><br>\nSyriens Regierungschef Baschar al-Assad hat dem Schweizer SRF in Syrien ein exklusives Interview gegeben, welches am Mittwoch in dessen &ldquo;Rundschau&rdquo; ausgestrahlt wurde. Im fast 21-min&uuml;tigen Gespr&auml;ch nimmt Assad Stellung zu den Bomben auf Aleppo, Angriffen mit chemischen Waffen &ndash; und weshalb er sich sicher ist, den Krieg zu gewinnen. (&hellip;)<br>\nFrage 3: Sehen Sie es als L&uuml;ge, dass die Welt Sie als Kriegsverbrecher sieht?<br>\nPr&auml;sident Assad: Dies h&auml;ngt davon ab, wie man dieses Wort definiert. Nach internationalem Recht oder nach der Ansicht des Westens oder der politischen Stimmung im Westen, sagen wir, dass dies nach den eigenn&uuml;tzigen Interessen der westlichen Politiker definiert wird? Gem&auml;&szlig; internationalem Recht, als Pr&auml;sident und als Regierung und als syrische Armee verteidigen wir unser Land gegen Terroristen, die als Stellvertreter f&uuml;r andere L&auml;nder in Syrien einmarschiert sind. Wenn Sie also zur&uuml;ckkommen wollen auf das Wort &ldquo;Kriegsverbrecher&rdquo; denke ich, dass die ersten, die unter diesem Titel angeklagt werden sollten die westlichen Verantwortlichen sind, beginnend mit George Bush der in den Irak einmarschiert ist ohne Mandat des Sicherheitsrats. Zweitens: Cameron und Sarkozy, welche in Libyen einmarschiert sind und es zerst&ouml;rt haben ohne Mandat des Sicherheitsrats. Drittens: Die westlichen Verantwortlichen, welche w&auml;hrend der letzten f&uuml;nf Jahre die Terroristen in Syrien unterst&uuml;tzt haben, entweder indem sie ihnen politischen Schutz geboten haben oder indem sie sie direkt unterst&uuml;tzt haben mit R&uuml;stungsmaterial oder indem sie das syrische Volk mit einem Embargo belegt haben, das zur T&ouml;tung von Tausenden von syrischen Zivilisten gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/42212-assad-im-exklusiven-interview-mit\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.B.:<\/strong> Der Interviewer ist dreist und provokativ, und er stellt die falschen Fragen. Es w&auml;re doch wichtig gewesen, von Assad etwas &uuml;ber die Ursachen und Hintergr&uuml;nde des Syrienkrieges aus seiner Sicht zu erfahren. Eine vertane Chance. Wobei sich der Journalist, der &uuml;berhaupt nicht auf Assad eingeht, Wunder wie investigativ vorkommt, wenn er die in den Mainstream-Medien verbreiteten Ger&uuml;chte und Diffamierungen &uuml;bernimmt. Anschlie&szlig;end kommentierte im SRF dann ein merkw&uuml;rdiger &bdquo;Syrien-Kenner&ldquo; Assads Antworten im Sinne Washingtons und des CIA. Damit blo&szlig; kein falscher Eindruck bei den Zuschauern entsteht. Was sind das f&uuml;r Journalisten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>United States confirms that it has fired depleted uranium in Syria<\/strong><br>\nUS admits that it fired DU on two occasions in November 2015, contrary to earlier claims; military justification for use unclear after target analysis; ICBUW and PAX call for full disclosure to facilitate harm reduction measures; Russia takes advantage of news to distract from its own conduct in the conflict.<br>\nThe US has finally confirmed that it has fired DU ammunition Syria, after it had earlier stated that the weapons would not be used. US Central Command (CENTCOM) has acknowledged that DU was fired on two dates &ndash; the 18 and 23 November 2015. Between the strikes on the two dates, 5,100 rounds of 30mm DU ammunition were used by A-10 Thunderbolt II aircraft. This equates to 1,524kg of DU. CENTCOM said that the ammunition was selected because of the &ldquo;nature of the targets&rdquo;.<br>\nThe news comes as governments are debating a UN General Assembly resolution on DU weapons in New York. And, although DU use has only been admitted on two dates, ICBUW and PAX are concerned that this disclosure could be the sign that DU has, or will, be used more widely in the conflict.<br>\nIn March 2015, and following the deployment of A-10s to the conflict, the US had confirmed to journalists that the aircraft would not be armed with DU, stating: &ldquo;U.S. and Coalition aircraft have not been and will not be using depleted uranium munitions in Iraq or Syria during Operation Inherent Resolve.&rdquo; Justifying the decision, CENTCOM public affairs explained that: &nbsp;&ldquo;The ammunition is developed to destroy tanks on a conventional battlefield; Daesh does not possess large numbers of tanks.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bandepleteduranium.org\/en\/united-states-confirms-fired-du-syria\">International Coalition to Ban Uranium Weapans<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Uuml;berschuss der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit steigt auf &uuml;ber 5 Milliarden Euro &ndash; R&uuml;ck- und Ausblick<\/strong><br>\nIn den letzten 12 Monaten, von Oktober 2015 bis September 2016, hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im sogenannten &bdquo;Beitragshaushalt SGB III&ldquo; nach Berechnung des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) insgesamt nahezu 5,1 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben. Den Einnahmen in H&ouml;he von insgesamt 35,9 Milliarden Euro, darunter Beitragseinnahmen in H&ouml;he von 30,8 Milliarden Euro, standen Ausgaben in H&ouml;he von 30,8 Milliarden Euro gegen&uuml;ber, darunter Ausgaben f&uuml;r das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld in H&ouml;he von 14,5 Milliarden Euro und f&uuml;r Leistungen der &bdquo;aktiven Arbeitsf&ouml;rderung&ldquo; in H&ouml;he von 8,0 Milliarden Euro. Der in diesen 12 Monaten gebuchte &Uuml;berschuss ist der h&ouml;chste &Uuml;berschuss in einem 12-Monatszeitraum seit Anfang 2008. F&uuml;r den Abschluss des Haushaltsjahres 2016 ist im Haushalt der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ein positiver Finanzierungsaldo (&Uuml;berschuss) von deutlich &uuml;ber 5,0 Milliarden Euro zu erwarten.<br>\nDie gesamte BIAJ-Kurzmitteilung vom 22. Oktober 2016 mit einem R&uuml;ckblick auf die Jahre nach 2004 und kurzem Ausblick finden Sie hier: Download (PDF: zwei Textseiten und drei ganzseitige Abbildungen)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/836-ueberschuss-der-bundesagentur-fuer-arbeit-steigt-auf-ueber-5-milliarden-euro-rueck-und-ausblick.html\">BIAJ<\/a>\n<p><strong>Dazu: Bund spart an F&ouml;rderung von Arbeitslosen<\/strong><br>\nDer Bund hat einem Medienbericht zufolge die Ausgaben f&uuml;r die Weiterbildung von Arbeitslosen gek&uuml;rzt.<br>\nWie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichten, sank die F&ouml;rdersumme pro erwerbsf&auml;higem Hartz-IV-Bezieher von 2011 bis 2015 von 964 auf 741 Euro. Das ist ein R&uuml;ckgang um 23 Prozent. Das Blatt beruft sich auf Angaben der Bundesregierung f&uuml;r die Haushaltsberatungen. Die Gr&uuml;nen-Politikerin Pothmer kritisierte fehlende Investitionen in Qualifikationen. Ohne Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen schafften viele Hartz-IV-Empf&auml;nger nicht den Weg zur&uuml;ck zur Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hartz-iv-bezieher-bund-spart-an-foerderung-von-arbeitslosen.447.de.html?drn:news_id=669578\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Viel wichtiger als diese Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen sind Stellen, von denen derzeitige Hartz-IV-Bezieher und ihre Familien (Bedarfsgemeinschaft) dann auch tats&auml;chlich &ndash; ohne Leistungsbezug &ndash; leben k&ouml;nnen. Fr&uuml;her konnte meist der Familienvater mit seinem Einkommen locker eine 4 bis 5-k&ouml;pfige Familie versorgen. Davon k&ouml;nnen heute &ndash; leider &ndash; Viele nur noch tr&auml;umen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Volkssolidarit&auml;t: Rente muss wieder Lebensstandard sichern<\/strong><br>\nDie gesetzliche Rente soll neu darauf ausgerichtet werden, dass diese wieder den Lebensstandard im Alter sichert. Das fordert der Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarit&auml;t, wie Verbandspr&auml;sident Dr. Wolfram Friedersdorff am Freitag in Berlin erkl&auml;rte. &bdquo;Dazu geh&ouml;rt als erster Schritt, die bislang ungebremst weiter laufende Absenkung des Leistungsniveaus in der gesetzlichen Rente zu stoppen.&ldquo; Der Verband stellte auf einer Pressekonferenz die neuen &bdquo;Rentenpolitischen Leitlinien der Volkssolidarit&auml;t&ldquo; vor.<br>\nVerbandspr&auml;sident Friedersdorff bezeichnete die von Bundessozialministerin Andrea Nahles als notwendig bezeichnete &bdquo;Haltelinie&ldquo; beim Niveau der gesetzlichen Rente als &bdquo;durchaus richtigen Ansatz&ldquo;. Dieser bleibe aber auf Dauer unzureichend. &bdquo;Die Volkssolidarit&auml;t fordert daher als zweiten Schritt, mittelfristig wieder zu einem Leistungsniveau der gesetzlichen Rente bei 50 Prozent zur&uuml;ckzukehren&ldquo;, sagte Friedersdorff. Eine &bdquo;Mindest-Haltelinie&ldquo; bei mindestens 50 Prozent sei &bdquo;dringend erforderlich, wenn das Niveau der gesetzlichen Rente nicht weiter in Richtung Grundsicherung absinken soll.&ldquo; Die gegenw&auml;rtige Entwicklung w&uuml;rde die Gefahr von Altersarmut f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen verst&auml;rken.<br>\nDer Verbandspr&auml;sident warnte: &bdquo;Diese Entwicklung bedroht die Akzeptanz der gesetzlichen Renten als soziale Pflichtversicherung. Wenn auch die Jungen nicht mehr sicher sein k&ouml;nnen, dass sie mit den eigenen Beitr&auml;gen eine zuverl&auml;ssige Absicherung f&uuml;r das Alter erreichen k&ouml;nnen, wird der Generationenvertrag zu Fall gebracht.&ldquo; Der bisherige sozialpolitische Referent der Volkssolidarit&auml;t, Dr. Alfred Spieler, wies daraufhin, &bdquo;dass ein h&ouml;heres Rentenniveau weniger Aufwendungen in der Grundsicherung im Alter erfordern w&uuml;rde.&ldquo; Es gehe dem Verband &bdquo;nicht nur um die Interessen der heutigen Rentnerinnen und Rentner, sondern auch um die von morgen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/bundesverband\/bundesverband-ev\/presse\/detail\/pressemitteilung-pressekonferenz-rentenpolitik\/\">Volkssolidarit&auml;t<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialisten wollen Rajoy-Regierung dulden<\/strong><br>\nDie Zeit des politischen Stillstands in Spanien ist vorbei: Die Sozialisten stimmten daf&uuml;r, den Weg f&uuml;r eine weitere Amtszeit von Ministerpr&auml;sident Rajoy freizumachen. Damit bekommt das Land nach einer zehnmonatigen Krise wieder eine voll handlungsf&auml;hige Regierung.<br>\nDie spanische Regierungskrise ist nach gut&nbsp;zehn Monaten zu Ende gegangen. Die Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) sprach sich in Madrid daf&uuml;r aus,&nbsp;eine Minderheitsregierung des konservativen&nbsp;Ministerpr&auml;sidenten Mariano Rajoy nach langem Widerstand doch&nbsp;zu dulden. 139 Mitglieder stimmten daf&uuml;r, 96 dagegen. Das Parlament wird&nbsp;nun vor Ablauf der Frist am 31. Oktober eine Abstimmung &uuml;ber die&nbsp;Regierungsbildung ansetzen. Dabei wollen sich die Sozialisten der Stimme enthalten. (&hellip;)<br>\nVor der Abstimmung hatte es heftige Debatten gegeben.&nbsp;Hunderte von PSOE-Mitgliedern hatten am Samstag vor der&nbsp;Partei-Zentrale&nbsp;gegen die Duldung Rajoys protestiert. &ldquo;Es ging darum, das kleinere &Uuml;bel zu w&auml;hlen&rdquo;, sagte&nbsp;der&nbsp;Pr&auml;sident des Interimsvorstands der Sozialisten, Javier&nbsp;Fern&aacute;ndez, vor der Abstimmung des&nbsp;250-k&ouml;pfigen Gremiums. Eine schwache konservative Regierung sei besser als eine Neuwahl im Dezember.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/regierungsbildung-in-spanien-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob sich so der W&auml;hleranteil der PSOE steigern l&auml;sst, kann bezweifelt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechenland: &bdquo;Anbrechender Fr&uuml;hling&ldquo; oder doch &bdquo;Permafrost&ldquo;? &ndash; 1<\/strong><br>\nDie Daten zeigen, dass ein anhaltendes Wachstum der griechischen Wirtschaft nicht in Sicht ist. Doch das hindert IWF und die Syriza-Regierung nicht, optimistische Prognosen auf dem sandigen Fundament der Austerit&auml;t aufzustellen.<br>\nSeit dem dritten Bail-Out-Abkommen zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern, das von der Syriza-Regierung im August 2015 unterzeichnet wurde, hat es keine &Uuml;berraschungen mehr &uuml;ber den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung gegeben: Es hat sich eine Rezession herausgebildet, die m&ouml;glicherweise bis Ende 2016 andauert. &Uuml;berraschend ist umso mehr, dass sowohl die Europ&auml;ische Kommission als auch der IWF davon ausgehen, dass Griechenland im n&auml;chsten Jahr nahezu 3% Wachstum erzielen wird. Im j&uuml;ngsten World Economic Outlook etwa hatte der IWF ein Wachstum von 0,1% in 2016 gefolgt von 2,8% f&uuml;r 2017 prognostiziert, und einen R&uuml;ckgang in den darauffolgenden Jahren.<br>\nEin Wachstum von 2,8% w&uuml;rde nicht gerade einen Triumph an Dynamik darstellen, aber gemessen an dem, was das Land durchgemacht hat, war diese Aussicht f&uuml;r Syriza schon Grund genug, um zu feiern. Immerhin offerieren auch 2,8% die M&ouml;glichkeit, politisches Kapital zu schlagen. Premierminister Alexis Tsipras wartete mit der originellen Geschichte auf, dass die griechische &Ouml;konomie einem &bdquo;anbrechenden Fr&uuml;hling&ldquo; gleiche, die im Begriff sei, sich 2017 endlich von der langen Rezession zu erholen &ndash; zweifellos in Folge der &bdquo;harten Arbeit&ldquo; der Regierung. Augenscheinlich hofft Tsipras, dass &ndash; sofern dieses Szenario eintreten sollte &ndash; er eine Chance haben w&uuml;rde, die Griechen erneut zu &uuml;berzeugen, Syriza zu w&auml;hlen. Und das trotz seiner schamlosen Kehrtwende 2015.<br>\nDas politische Kalk&uuml;l von Tsipras also ist v&ouml;llig durchsichtig. Was weit weniger klar ist, warum der IWF und andere Beh&ouml;rden von derartigen Wachstumszahlen f&uuml;r 2017 ausgehen. Gibt es daf&uuml;r irgendeine rationale Grundlage?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/griechenland-anbrechender-fruehling-oder-andauernde-stagnation-1\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der paneurop&auml;ische Haushaltsdiktator<\/strong><br>\nWieder mal startet die Bundesregierung einen Vorsto&szlig;, um die &ouml;konomische Dominanz der Bundesrepublik in Europa mit zus&auml;tzlichen politischen Interventionsm&ouml;glichkeiten im gemeinsamen W&auml;hrungsraum anzureichern. Deswegen w&uuml;nschte sich Bundesfinanzminister Sch&auml;uble einen europ&auml;ischen &ldquo;Haushaltswachhund mit Z&auml;hnen&rdquo;, wie es das Wall Street Journal (WSJ) formulierte. Mitte Oktober initiierte Sch&auml;uble einen abermaligen Versuch, die direkte Kontrolle &uuml;ber den Kernbereich der staatlichen Souver&auml;nit&auml;t der EU-L&auml;nder &ndash; die Haushaltsplanung &ndash; zu erlangen. Diesmal soll es der Euro-Rettungsfonds ESM sein, der st&auml;rker daf&uuml;r genutzt werden solle, Haushaltsentw&uuml;rfe von Eurozonen-L&auml;ndern zu kontrollieren, wie die FAZ erl&auml;uterte. Sch&auml;uble sei der Ansicht, dass die EU-Kommission hierzu nicht l&auml;nger geeignet sei.<br>\nDahinter steckt nat&uuml;rlich die Weigerung der EU-Kommission, sich allen Weisungen Sch&auml;ubles unverz&uuml;glich zu f&uuml;gen. Der deutsche Finanzminister nimmt es den obersten Br&uuml;ssler B&uuml;rokraten immer noch &uuml;bel, dass sie den Krisenl&auml;ndern Spanien und Portugal in diesem Jahr keine Strafzahlungen verpassten, nachdem sie die europ&auml;ischen Neuverschuldungsgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts mal wieder &uuml;berschritten haben.<br>\nDie von Sch&auml;uble intendierte St&auml;rkung des ESM, von der SZ als pseudodemokratische &Uuml;bertragung von Verantwortung an die &ldquo;nationalen Regierungen&rdquo; verkauft wird, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als das genaue Gegenteil: als die Ausformung einer postdemokratischen b&uuml;rokratischen Monstrosit&auml;t, die sich jeglicher demokratischen Kontrolle entzieht und hinsichtlich ihrer weitreichenden finanz- und wirtschaftspolitischen Machtf&uuml;lle keinerlei Rechenschaft ablegen m&uuml;sste. Und genau dieses B&uuml;rokratische Monster soll der Verf&uuml;gungsgewalt des alten, verbitterten Mannes &uuml;bergeben werden, der mit seinem Krisendiktat Europa nicht nur sozio&ouml;konomisch, sondern auch politisch ruiniert hat (Der Zerfall des deutschen Europa). Damit schreitet Berlin den Bereits eingeschlagenen Weg weiter voran, der den krisengesch&uuml;ttelten europ&auml;ischen Kontinent in die Postdemokratie f&uuml;hrt (Willkommen in der Postdemokratie).<br>\nSelbst die bescheidenen Mindeststandards b&uuml;rgerlicher Demokratien werden in der Eurokrise von Berlin geschleift, um das kurzfristige bornierte nationale Durchzusetzen. Mittels des ESM w&uuml;rde Sch&auml;uble somit tats&auml;chlich direkte Zugriffsm&ouml;glichkeiten auf den Kernbereich staatlicher Souver&auml;nit&auml;t von Eurostaaten, auf die Haushaltspolitik, erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49783\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vattenfall gegen Deutschland<\/strong><br>\nFast f&uuml;nf Milliarden Euro m&ouml;chte Vattenfall von Deutschland haben, weil der Konzern wegen des Atomausstiegs Reaktoren fr&uuml;her abschalten musste. Zwei Wochen verhandelte nun ein internationales Schiedsgericht &uuml;ber den Fall &ndash; m&ouml;glicherweise mit weitreichenden Folgen.<br>\nInternationale Schiedsgerichte, so hei&szlig;t es in der aktuellen Diskussion, seien suspekt, schon, weil sie im Geheimen tagen. Diesen Vorwurf kann man dem Schiedsgericht, das &uuml;ber die Folgen des deutschen Atomausstiegs zu entscheiden hat, nicht machen: Das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, kurz ICSID, bei der Weltbank in Washington, hat in den vergangenen zwei Wochen einen Live-Stream seiner Verhandlung ins Netz gestellt. Das Schiedsgericht sei dankbar, so der Vorsitzende, der Niederl&auml;nder Albert Jan Van den Berg, &ldquo;dass die beiden streitenden Seiten der &Uuml;bertragung zugestimmt h&auml;tten, damit sich die &Ouml;ffentlichkeit ein Bild machen kann&rdquo;. (&hellip;)<br>\nZwei Wochen lang war im Internet zu sehen, wie ein dreik&ouml;pfiges Schiedsgericht an einem riesigen hufeisenf&ouml;rmigen Tisch mit insgesamt knapp 30 Vertretern von beiden Seiten &uuml;ber die Klage von Vattenfall gegen Deutschland verhandelte. Zeugenbefragung, Expertenbefragung, Pl&auml;doyers &ndash; vieles erinnerte an ein klassisches Gerichtsverfahren. Allerdings mit amerikanischer Pr&auml;gung. Jeder Seite war genau vorgegeben, wie lange sie reden darf.<br>\nSchw&auml;chen des Gegners wurden sofort zum Thema gemacht. So monierte die deutsche Prozessvertreterin, Sabine Konrad, in exzellentem Englisch schon bald, sie h&auml;tten immer noch nicht die korrekten Zahlen bekommen, die den Verlust von Vattenfall beziffern sollen. &ldquo;Wir haben immer wieder danach gefragt und immer wieder wurde es verschoben. Das scheint ein bestimmtes Muster zu sein&rdquo;, sagte Konrad.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/icsid-vattenfall-gegen-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also auch ohne des sog. Freihandelsabkommens CETA sind Schiedsgerichte m&ouml;glich und Deutschland k&ouml;nnte so einen finanziellen Schaden erleiden. Ist es nicht leichtfertig von Frau Deppe, den Vorwurf der geheimen Tagungen von Schiedsgerichten durch diese Live-Stream-Verhandlung zu entkr&auml;ften? Die beiden Verhandlungsparteien mussten dieser &Uuml;bertragung n&auml;mlich ausdr&uuml;cklich zustimmen. Werden das in Zukunft &ndash; insbesondere, wenn das &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo; CETA in Kraft sein sollte &ndash; alle Seiten auch so machen und &ouml;ffentlichen Verhandlungen zustimmen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Forscher: Verfassungsschutz entzieht sich der Kontrolle<\/strong><br>\nDer Rechtsextremismusforscher Samuel Salzborn wirft den deutschen Geheimdiensten institutionelles Versagen beim Verhindern und Aufkl&auml;ren der Mordserie der neonazistischen Terrorgruppe NSU vor. Er sehe eine &raquo;Verselbstst&auml;ndigung der Exekutive&laquo;, die sich der Kontrolle durch das Parlament entziehe, sagte der G&ouml;ttinger Politologe am Samstagabend bei der Tagung &raquo;F&uuml;nf Jahre nach dem &Ouml;ffentlichwerden des NSU&laquo; an der Frankfurt University of Applied Sciences in Frankfurt am Main.<br>\nSalzborn z&auml;hlte auf, dass sich Mitarbeiter des Verfassungsschutzes vor dem NSU-Untersuchungsausschuss auff&auml;llig h&auml;ufig auf Erinnerungsl&uuml;cken beriefen oder krankmeldeten, wenn sie aussagen sollten. &raquo;Man kann ja durchaus mal krank werden, aber dieses Ausma&szlig; dr&uuml;ckt schon eine Grundhaltung aus&laquo;, sagte er und forderte, dass die Parlamente ihre Kontrolle besser durchsetzen sollten.<br>\nLeider konzentrierten sich viele Verfassungsschutz&auml;mter einseitig auf den Linksextremismus, kritisierte der Wissenschaftler. Mitarbeiter von Nachrichtendiensten schrieben wissenschaftliche Arbeiten, die die Bedrohung durch die radikale Linke betonten, und machten diese Arbeiten anschlie&szlig;end zur Grundlage ihrer Arbeit. Das sei ein &raquo;bemerkenswerter Zirkelschluss&laquo;, kritisierte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1029674.forscher-verfassungsschutz-entzieht-sich-der-kontrolle.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Wof&uuml;r brauchen wir eigentlich Geheimdienste?&rdquo;<\/strong><br>\nDie BND-Reform ist umstritten: Sie soll den Geheimdienst st&auml;rker kontrollieren &ndash; und gibt ihm gleichzeitig mehr Macht. Der Netzaktivist padeluun stellt die Nachrichtendienste dagegen ganz grunds&auml;tzlich in Frage.<br>\nDer unter dem Pseudonym padeluun bekannte Netzaktivist fordert die Abschaffung der Geheimdienste. Die am Freitag von Bundestag verabschiedete BND-Reform legalisiere im Grunde Verbrechen, so die Kritik des Gr&uuml;ndungsvorstandes des Datenschutzvereins Digitalcourage im Deutschlandradio Kultur. Das Gesetz sei vergleichbar mit dem Ansatz: &ldquo;Die parken alle falsch, dann machen wir es jetzt legal.&rdquo;<br>\nDie beschlossene Reform erlaubt es dem Geheimdienst in einem weit gr&ouml;&szlig;eren Umfang als bisher, Internetknotenpunkte in Deutschland anzuzapfen, um E-Mails und Telefonate zwischen Ausl&auml;ndern im Ausland auszuforschen. Mit der Reform reagiert die Bundesregierung auf die NSA-Aff&auml;re, mit der die Aussp&auml;hung europ&auml;ischer Konzerne und Beamter durch den deutschen Dienst im Auftrag der NSA bekannt wurde. W&auml;hrend die Gro&szlig;e Koalition das Gesetzespaket als pr&auml;zisere Rechtsgrundlage f&uuml;r einen schlagkr&auml;ftigen Auslandsgeheimdienst beschreibt, beklagen Linke und Gr&uuml;ne eine Legalisierung von Massen&uuml;berwachung.<br>\nVorwurf: Geheimdienste sind kontraproduktiv<br>\n&ldquo;Wof&uuml;r brauchen wir eigentlich Geheimdienste?&rdquo;, so die provokante Frage des Aktivisten padeluun, der sich auch als K&uuml;nstler mit den digitalen B&uuml;rgerrechten auseinandersetzt. Abgesehen vom aktuellen Fall in Dresden habe sich immer wieder herausgestellt, dass Geheimdienste nicht zur Aufkl&auml;rung beigetragen h&auml;tten. &ldquo;Im Gegenteil: Manchmal liefern sie die Z&uuml;nder, manchmal den Sprengstoff.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/kritik-an-der-bnd-reform-wofuer-brauchen-wir-eigentlich.1008.de.html?dram:article_id=369205\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>T&uuml;rkei-Deal als Blaupause f&uuml;r Afrika<\/strong><br>\nWie umgehen mit den Fl&uuml;chtlingen aus Afrika? Neben einem verst&auml;rkten Grenzschutz in den Herkunftsl&auml;ndern ist auch ein Fl&uuml;chtlingsabkommen &aacute; la T&uuml;rkei der EU etwa mit &Auml;gypten im Gespr&auml;ch. Das allerdings st&ouml;&szlig;t auf Bedenken. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich liegt Italien wie eine Br&uuml;cke Richtung Afrika. Und um seiner geografischen und geopolitischen Position gerecht zu werden, sucht die r&ouml;mische Regierung Unterst&uuml;tzung, die nur die EU leisten kann: zur Verst&auml;rkung der Sicherheit an den Au&szlig;engrenzen. Italien hat soeben einen Pakt zur europ&auml;ischen Verteidigung vorgeschlagen, zum Abbau des Fl&uuml;chtlingsstaus im eigenen Land und zur L&ouml;sung des Libyen-Problems, denn ohne letztere wird der Migrationsstrom kein Ende nehmen.<br>\nLangfristig setzt Italien auf eine massive Kooperation der EU mit den afrikanischen Herkunftsl&auml;ndern der Migranten. Auch Vereinbarungen nach dem Vorbild des Abkommens zwischen der EU und der T&uuml;rkei sind f&uuml;r Rom denkbar. Eine Idee, die auch die deutsche Bundeskanzlerin zuletzt mehrfach ins Gespr&auml;ch brachte und die auch w&auml;hrend ihrer Afrika-Reise mitschwang.<br>\nDie Frage wird jedoch sein, wie weit die EU den betreffenden Staaten entgegen kommen will. Finanziell, aber auch in anderer Hinsicht. Italien etwa geht bilateral bereits voran und setzt verst&auml;rkt auf die Kooperation mit &Auml;gypten. Unter anderem mit j&uuml;ngsten Waffenlieferungen an die Sicherheitskr&auml;fte des Regimes in Kairo, von dem man hofft, es werde die Migration aus dem eigenen Land entsprechend massiv kontrollieren.<br>\nKapit&auml;n Zottola und seine Mannschaft tun ihr M&ouml;glichstes, um Grenzen zu sichern und Menschen zu retten. Das Problem der Migration k&ouml;nnen sie mit ihrem Patrouillenboot aber nicht l&ouml;sen. Zu leicht haben es kriminelle Organisationen im Vakuum der europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik.<br>\n&ldquo;Den Menschenschmuggel zu bek&auml;mpfen, ist sehr schwierig. Solange es Migranten gibt, verdienen die Schmuggler enorm viel Geld mit dem Handel von Menschen in den L&auml;ndern Nordafrikas.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlingspolitik-tuerkei-deal-als-blaupause-fuer-afrika.724.de.html?dram:article_id=369263\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Fl&uuml;chtlingsbek&auml;mpfungs-Deal nach dem anderen: Die EU und ihre &raquo;Migrationspartnerschaften&laquo;<\/strong><br>\nDas Treffen des Europ&auml;ischen Rats am 20.\/21.10. wird zum Abschottungsgipfel: Unter dem Label &raquo;Migrationspartnerschaft&laquo; werden Abkommen mit einer Reihe von Staaten in Afrika und Asien vorbereitet. Dahinter steckt eine Auslagerungs- und Abschiebepolitik in neokolonialer Manier.<br>\nMenschenrechtlich begr&uuml;ndete Tabus scheinen sich f&uuml;r die EU erledigt zu haben. In einem PRO ASYL vorliegenden Beschlussentwurf des Europ&auml;ischen Rates wird gefordert, nach der Schlie&szlig;ung der Fluchtroute &uuml;ber die &Auml;g&auml;is nunmehr auch die zentrale Mittelmeerroute dicht zu machen. Auch die Abschiebungen von Griechenland in die T&uuml;rkei sollen erh&ouml;ht werden.<br>\nEU-T&uuml;rkei-Deal als Blaupause<br>\nDer T&uuml;rkei-Deal soll versch&auml;rft umgesetzt werden. Die EU fordert &raquo;weitere Anstrengungen zur R&uuml;ckf&uuml;hrung von Personen von den griechischen Inseln in die T&uuml;rkei&laquo;. Und der sch&auml;bige T&uuml;rkei-Deal soll als Blaupause dienen: Unter dem freundlichen Label &raquo;Migrationspartnerschaften&laquo; verbirgt sich jedoch neokoloniale Attit&uuml;de &ndash; nur wer spurt, bekommt EU-Unterst&uuml;tzung.<br>\nUnter Einsatz aller finanziellen Daumenschrauben sollen Transit &ndash; und Herkunftsl&auml;nder dabei zur willf&auml;hrigen Mitarbeit bei der &raquo;Flucht- und Migrationskontrolle&laquo; gebracht werden. Kurzum: Der bei der Fl&uuml;chtlingsaufnahme heillos zerstrittene Club der 28 zeigt sich pl&ouml;tzlich einig und entschlossen, wenn es darum geht, eine robuste Abschottungsgemeinschaft zu formen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/ein-fluechtlingsbekaempfungs-deal-nach-dem-anderen-die-eu-und-ihre-migrationspartnerschaften\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><strong>T&ouml;dliches EU-Grenzregime<\/strong><br>\nLibysche &raquo;K&uuml;stenwache&laquo; st&uuml;rmt Fl&uuml;chtlingsboot: Vier Tote, 25 Vermisste. Enge Kooperation zwischen Tripolis und EU [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich gibt es nicht einmal eine zentral gef&uuml;hrte libysche K&uuml;stenwache, sondern nur Einheiten konkurrierender Milizen, die von mehreren K&uuml;stenst&auml;dten aus unter dieser Bezeichnung operieren. Dabei kommt es nicht nur zu zahlreichen Gewaltakten gegen Fl&uuml;chtlinge, sondern es ist zum Teil auch gewinnorientierte Bandenkriminalit&auml;t im Spiel.<br>\nWie es in der Praxis oft zugeht, demonstrierte ein Vorfall, der sich in der Nacht zum Freitag ereignete. Die private deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch berichtete: Die Besatzung eines ihrer Rettungsschiffe sei gerade dabei gewesen, etwa 150 Fl&uuml;chtlinge aus einem stark &uuml;berf&uuml;llten Schlauchboot an Bord zu nehmen, als ein Schnellboot auftauchte, das mit &raquo;K&uuml;stenwache&laquo; beschriftet war. Aus diesem seien mehrere M&auml;nner mit Kn&uuml;ppeln in das Schlauchboot gesprungen und h&auml;tten begonnen, auf die Fl&uuml;chtlinge einzuschlagen. Unter diesen sei eine Panik entstanden, dabei sei ein Schlauch geplatzt, und die meisten Insassen des Bootes seien ins Wasser gerutscht. Das Sea-Watch-Schiff habe 120 Menschen aus dem Wasser retten k&ouml;nnen und vier Tote geborgen. Ungef&auml;hr 25 Fl&uuml;chtlinge w&uuml;rden noch vermisst und seien vermutlich ebenfalls ertrunken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-24\/001.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Noam Chomsky &amp; die au&szlig;erirdische Perspektive &ndash; Folge 284<\/strong><br>\nWir treffen Noam (und seine Frau) in seinem B&uuml;ro am MIT in Cambridge. Tilo bittet ihn die Perspektive eines Au&szlig;erirdischen einzunehmen, der die Erde beobachtet: Was sieht er da? Was macht die Menschheit im 21. Jahrhundert? Geht es uns allen gut, sieht die Zukunft rosig aus?&nbsp;Chomsky erkl&auml;rt, dass das 21. Jahrhundert das letzte Jahrhundert der Menschheit sein k&ouml;nnte, wenn wir unsere wirklich gro&szlig;en Probleme nicht l&ouml;sen. Noam erkl&auml;rt, welche Organisation die gef&auml;hrlichste der Menschheitsgeschichte ist.<br>\nAu&szlig;erdem geht&rsquo;s mit Alien Chomsky&nbsp;um das American Empire. Ist es noch ein Weltreich? Wird es fallen, wie jedes Weltreich der Menschheitsgeschichte zuvor oder ist die USA als exceptional nation die Ausnahme von dieser Regel? Wir reden &uuml;ber Obamas Drohnen-Mordprogramm und Deutschlands Rolle: Ist Obama der gr&ouml;&szlig;te Terrorist der Welt? Ist die Bundesregierung Teil einer Terrororganisation?<br>\nDas und vieles mehr in Folge 284: Das Interview ist in Englisch. Deutsche Untertitel sind verf&uuml;gbar (einfach das R&auml;dchen bei Youtube nutzen).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungundnaiv.de\/2016\/10\/23\/noam-chomsky-die-ausserirdische-perspektive-folge-284\/\">Jung &amp; naiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&laquo;Das f&uuml;hrt an die Schwelle des dritten Weltkriegs&raquo;<\/strong><br>\nWelche Aussenpolitik w&uuml;rde Hillary Clinton als US-Pr&auml;sidentin verfolgen? Antworten liefert ein Strategiepapier eines Thinktanks. Experte G&uuml;nter Meyer hat es analysiert.<br>\nDer Thinktank Center for a New American Security (CNAS) erarbeitete ein Strategiepapier zur St&auml;rkung der amerikanischen Macht in der Welt. Wer steckt hinter dem CNAS? Und welche Interessen verfolgt er?<br>\nDiese &laquo;Denkfabrik&raquo; ist politisch &auml;usserst einflussreich. Sie steht der Demokratischen Partei nahe, arbeitet aber auch mit Republikanern zusammen. Das CNAS hat sich in der Vergangenheit vor allem f&uuml;r eine effizientere milit&auml;rische Interventionspolitik und eine St&auml;rkung der R&uuml;stungsindustrie sowie gegen eine K&uuml;rzung des Verteidigungsbudgets ausgesprochen. Deshalb ist nicht &uuml;berraschend, dass die R&uuml;stungsindustrie zu den Hauptgeldgebern der Denkfabrik geh&ouml;rt. Dies ist ein Musterbeispiel f&uuml;r die Verkn&uuml;pfung des milit&auml;risch-industriellen Komplexes mit den regierenden Politikern.<br>\nGeleitet wird der Thinktank von Michele Flournoy, einer ehemaligen Staatssekret&auml;rin f&uuml;r Verteidigung. Sie hat nicht nur eng mit US-Pr&auml;sident Barack Obama zusammengearbeitet, sondern gilt auch als aussichtsreichste Kandidatin f&uuml;r das Amt des Verteidigungsministers, falls Hillary Clinton zur Pr&auml;sidentin gew&auml;hlt wird. Neben Flournoy geh&ouml;ren hochrangige und teilweise neokonservative Verteidigungs- und Sicherheitsexperten zu den Autoren des Strategiepapiers. (&hellip;)<br>\nEin abschliessendes Fazit: Wie wird sich die Weltpolitik ver&auml;ndern, wenn Hillary Clinton nach ihrem wahrscheinlichen Wahlsieg dieses Strategiepapier umsetzt?<br>\nDie weltpolitischen Spannungen werden sich in einem Masse versch&auml;rfen, das alles in den Schatten stellt, was wir seit dem Ende des Kalten Kriegs erlebt haben. Diese Richtschnur f&uuml;r die US-Aussenpolitik, die vor allem auf die milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit der USA setzt und ein beispielloses Wettr&uuml;sten nach sich ziehen wird, f&uuml;hrt an die Schwelle des dritten Weltkriegs beziehungsweise des ersten Nuklearkriegs. Hoffnungen auf ein Ende des Mordens in Syrien und eine Beilegung der dortigen Stellvertreterkriege sind ebenso vergeblich wie die Erwartung einer friedlichen Entwicklung in der Golfregion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/das-fuehrt-an-die-schwelle-des-dritten-weltkriegs\/story\/30530545\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>New Podesta Email Exposes Dem Playbook For Rigging Polls Through &ldquo;Oversamples&rdquo;<\/strong><br>\nEarlier this morning we wrote about the obvious sampling bias in the latest ABC \/ Washington Post poll that showed a 12-point national advantage for Hillary.  Like many of the recent polls from Reuters, ABC and The Washington Post, this latest poll included a 9-point sampling bias toward registered democrats. Of course, while democrats may enjoy a slight registration advantage of a couple of points, it is nowhere near the 9 points reflected in this latest poll.<br>\nMeanwhile, we also pointed out that with huge variances in preference across demographics one can easily &ldquo;rig&rdquo; a poll by over indexing to one group vs. another.  As a quick example, the ABC \/ WaPo poll found that Hillary enjoys a 79-point advantage over Trump with black voters.  Therefore, even a small &ldquo;oversample&rdquo; of black voters of 5% could swing the overall poll by 3 full points.  Moreover, the pollsters don&rsquo;t provide data on the demographic mix of their polls which makes it impossible to &ldquo;fact check&rdquo; the bias&hellip;convenient.<br>\nNow, for all of you out there who still aren&rsquo;t convinced that the polls are &ldquo;adjusted&rdquo;, we present to you the following Podesta email, leaked earlier today, that conveniently spells out, in detail, exactly how to &ldquo;manufacture&rdquo; the desired data. The email starts out with a request for recommendations on &ldquo;oversamples for polling&rdquo; in order to &ldquo;maximize what we get out of our media polling.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zerohedge.com\/news\/2016-10-23\/new-podesta-email-exposes-dem-playbook-rigging-polls-through-oversamples\">zerohedge<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35522","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35522","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35522"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35522\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35525,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35522\/revisions\/35525"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35522"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35522"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35522"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}