{"id":3554,"date":"2008-10-30T09:42:07","date_gmt":"2008-10-30T08:42:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3554"},"modified":"2008-10-30T09:44:37","modified_gmt":"2008-10-30T08:44:37","slug":"hinweise-des-tages-764","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3554","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Schuldverlagerung<\/li>\n<li>Russland und die Finanzkrise<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Besch&auml;ftigte und Arbeitslose im medialen und rechtlichen Halbschatten&ldquo;<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Die Bank Oppenheim und die S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;<\/li>\n<li>Zum Fragerecht von Abgeordneten: Herrsche und schweige<\/li>\n<li>Hartz IV verst&ouml;&szlig;t gegen das Grundgesetz<\/li>\n<li>Investitionen der Bahn: Der Bund soll blechen<\/li>\n<li>Ein Fall f&uuml;r den Chef &ndash; w&auml;re es gewesen<\/li>\n<li>Terrorziel AKW? Ein neues Urteil zwingt die Politik zum Handeln.<\/li>\n<li>Bertelsmann-Agenten des Wandels<\/li>\n<li>Politik versus Banker: Verkehrte Welt<\/li>\n<li>Hilfe f&uuml;r Piroschka<\/li>\n<li>Londoner Hedgefonds zahlen Zeche f&uuml;r Lehman-Pleite <\/li>\n<li>Der Aktien-Mythos<\/li>\n<li>Weltspartag: Gelegenheit zum Protest<\/li>\n<li>St&ouml;rsignal im Bundestag &ndash; Die Union torpediert einen fraktions&uuml;bergreifenden Antrag gegen Antisemitismus<\/li>\n<li>Bewahrt uns vor Helden und Heldentaten!<\/li>\n<li>Gasag verliert Prozess um Preiserh&ouml;hung<\/li>\n<li>Autokrise<\/li>\n<li>Gewalt in Kolumbien<\/li>\n<li>Leserbrief zu &bdquo;Leiharbeit undercover&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3554&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Verkehrte Welt<\/strong><br>\nDetlev von Larcher: Die Politik stellt die Banker an den Pranger und verschleiert so ihre eigene Mitschuld an der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/44\/08440502.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Russland und die Finanzkrise<\/strong><br>\nAls Premier Putin Anfang September Russland als &ldquo;ruhigen Hafen im globalen Sturm der M&auml;rkte&rdquo; bezeichnete, hing das Damoklesschwert der Finanzkrise bereits &uuml;ber dem Land. Durch die Nebeneffekte der Finanzkrise und den rasanten Verfall des &Ouml;lpreises ist Russland in eine schwierige Lage geraten. Standard &amp; Poor&acute;s hat am letzten Donnerstag den Ausblick f&uuml;r das langfristige Kreditrating Russlands von &ldquo;stabil&rdquo; auf &ldquo;negativ&rdquo; herabgesetzt und der in US-Dollar notierte russische Aktienindex RTS ist mit einem Verlust von 73% seit Mai im weltweiten Vergleich am st&auml;rksten vom B&ouml;rsenbeben betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29022\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Hilfe f&uuml;r Piroschka<\/strong><br>\nHeute Nacht hat Ungarn in einer konzertierten Aktion vom IWF, der EU und der Weltbank einen Notkredit in H&ouml;he von 20 Mrd. Euro bekommen. Nun war dieser drohende Staatsbankrott abzusehen. Ungarn ist kein Einzelfall. Die Staaten am Rande des Abgrunds sind Legion: Island, Pakistan, Wei&szlig;russland, Ukraine, das Baltikum. Die Liste kollabierender Staaten ist damit keineswegs zu Ende. Diese L&auml;nder haben ein gemeinsames Merkmal: Eine hohe Auslandsverschuldung. Nach dem Zusammenbruch der internationalen Kreditm&auml;rkte k&ouml;nnen sie sich am Markt nicht mehr refinanzieren &ndash; und werden zudem von den Auswirkungen der Rezession heimgesucht. Eine steigende Verschuldung korrespondiert mit sinkenden Einnahmen. Wie lange der IWF in seiner bisherige Struktur Hilfe leisten kann? Es wird schon lange gespottet, er k&ouml;nne gerade einmal die L&ouml;hne seiner Mitarbeiter zahlen.\n<p>Hier wird sich zeigen, ob der IWF seine Rolle als williger Vollstrecker der Interessen von Finanzinvestoren fortsetzt &ndash; oder er im urspr&uuml;nglichen Geist seines Erfinders John Maynard Keynes arbeitet. N&auml;mlich internationale Ungleichgewichte auszugleichen &ndash; anstatt auf das Vertrauen sogenannter Investoren zu setzen. Wird der IWF Ungarn auf die eigenen Beine helfen? Oder soll der mitteleurop&auml;ische Staat der Wurmfortsatz einer gescheiterten Globalisierungsstrategie bleiben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/?p=658#more-658\">weissgarnix<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist interessant, dass gerade Irland oder die osteurop&auml;ischen Staaten mit einem permanenten Steuerdumping Investoren &bdquo;anlocken&ldquo; wollten. Muss man sich dar&uuml;ber wundern, dass gerade diese Staaten jetzt in Zahlungsschwierigkeiten geraten? Der IWF hat schon wieder seine alte Rezeptur ausgepackt und verlangt eine rigide Sparpolitik. Warum verlangt man von EU-Staaten und EU-Beitrittswilligen nicht, dass sie Unternehmenssteuern erheben, die wenigstens innerhalb einer Marge der &uuml;brigen EU-Staaten liegen? Und warum hat man nicht ein sch&auml;rferes Auge auf die Subventionen, die diese Staaten leisten, um Unternehmen aus anderen L&auml;ndern abzuwerben? Dass eine solche Beggar-my-neighbour-Politik letztlich zum eigenen Ruin f&uuml;hrt, wenigstens diese Lehre sollte man aus der Staatspleite Ungarns ziehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Londoner Hedgefonds zahlen Zeche f&uuml;r Lehman-Pleite <\/strong><br>\nF&uuml;r die Lehman-Pleite zahlen vor allem europ&auml;ische Gro&szlig;kunden. Die USA dagegen sch&uuml;tzen ihre Investoren. Das Debakel bedroht Londons Finanzmeile. Viele waren einfach &uuml;berzeugt, dass ein so gro&szlig;er Broker wie Lehman niemals w&uuml;rde pleitegehen k&ouml;nnen &ndash; und sitzen nun in der Londoner Falle. Indem sie das Insolvenzrisiko ignorierten, machten die Hedgefonds den gleichen Fehler wie Normalsparer, die sich Lehman-Zertifikate aufschwatzen lie&szlig;en. Mehrere Hedgefonds-Kunden von Lehman st&uuml;nden am Rande des Zusammenbruchs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/londoner-hedgefonds-zahlen-zeche-fuer-lehman-pleite-375265\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Besch&auml;ftigte und Arbeitslose im medialen und rechtlichen Halbschatten&ldquo;<\/strong><br>\nIn Unternehmen und Staat werden die Rechte von Besch&auml;ftigten, Noch-Besch&auml;ftigten und Arbeitslosen laufend eingeschr&auml;nkt und verletzt. Selbst die bestehenden Rest-Gesetze werden missachtet, vor allem aber werden sie in Grauzonen umgangen, die mit hohem juristischem Aufwand geschaffen werden. Millionen Betroffener befinden oder glauben sich in einer Erpressungssituation. Widerspruch, Widerstand, ja allein die interne oder gar &ouml;ffentliche Feststellung der nackten Tatsachen unterbleiben aus Furcht vor Entlassung, Nichtzahlung von Transferleistungen oder sonstigen Strafma&szlig;nahmen. Hilferufe aus dieser allgegenw&auml;rtigen, aber verdr&auml;ngten Welt gelangen nur an den R&auml;ndern aus dem medialen und rechtlichen Halbschatten in die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23778\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Die Bank Oppenheim und die S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;<\/strong><br>\nDie Qualit&auml;tszeitung aus M&uuml;nchen zelebriert den Banker-Baron Christopher von Oppenheim und will einen kritischen Leserbrief nicht drucken. Dieser wird hier nachgereicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/23780\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Herrsche und schweige<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen hoffen auf ein Grundsatzurteil des Verfassungsgerichts zugunsten des Fragerechts von Abgeordneten. Wegen eines ganz eklatanten Falls hat die Fraktion beim Verfassungsgericht geklagt &ndash; es geht darum, dass die Regierung sogar die Geheimdienst&uuml;berwachung von Abgeordneten zu Adenauers Zeiten zur geheimen Kommandosache erkl&auml;rt hat. Die aktuellere Geheimnistuerei um den Bahn-Strom ist Teil einer Dokumentation, die Gr&uuml;nen-Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Volker Beck dem Gericht jetzt zugeschickt hat, als zus&auml;tzliche Illustration und in der Hoffnung, dass die Karlsruher Richter ein umso grunds&auml;tzlicheres Urteil f&auml;llen. Dass die Regierung mit Informationen an die Opposition geize, sei ja nicht ungew&ouml;hnlich, sagt Beck, aber die Abwimmelpraxis der gro&szlig;en Koalition &uuml;bertreffe alles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2648614?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV verst&ouml;&szlig;t gegen Grundgesetz<\/strong><br>\nDie Hartz-IV-Regelleistungen decken laut einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichts nicht das soziokulturelle Existenzminimum von Familien und versto&szlig;en gegen das Grundgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1621624&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Terrorziel AKW? Ein neues Urteil zwingt die Politik zum Handeln.<\/strong><br>\nWenn es darum ging, mit Verweis auf m&ouml;gliche Terrorangriffe unsere Grundrechte oder den Datenschutz zu beschneiden, war die Bundesregierung bislang schnell bei der Sache. Geht es hingegen darum, uns vor m&ouml;glichen Terrorattacken auf Atomkraftwerke zu sch&uuml;tzen, legt sie deutlich weniger Eile an den Tag: Obwohl klar ist, dass viele Reaktoren nicht mal den Absturz einer leichten Maschine &uuml;berstehen w&uuml;rden, ist seit 2001 nichts passiert. Dabei liegt etwa das AKW Biblis ganze 40 Flugsekunden vom Flughafen Frankfurt entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/der-ernstfall-ist-eingetreten\/\">TAZ<\/a>\n<p>Zum Hintergrund:<br>\n<strong>Urteil gegen Atomkraftwerke: Politik kann alte AKWs abschalten<\/strong><br>\nWeil sie nicht gegen Terrorattacken gesch&uuml;tzt sind, k&ouml;nnen Bund und L&auml;nder die Stilllegung von Atomreaktoren durchsetzen. Hessen will diese M&ouml;glichkeit f&uuml;r Biblis nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/politik-kann-alte-akws-abschalten\/\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Investitionen der Bahn: Der Bund soll blechen<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn rechnet sich arm: Demnach w&uuml;rden 1,3 Milliarden f&uuml;r Schienennetz fehlen. Experten: So werden Zusatzforderungen an Steuerzahler vorbereitet<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-30\/030.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Fall f&uuml;r den Chef &ndash; w&auml;re es gewesen<\/strong><br>\nDie Zustimmung des Verkehrsministeriums f&uuml;r Boni an den Bahnvorstand ist ein schwerer politischer Schnitzer. Mit dem Rauswurf eines Staatssekret&auml;rs ist es nicht getan &ndash; Minister Tiefensee schuldet der &Ouml;ffentlichkeit eine Erkl&auml;rung, warum eine derart wichtige Frage keine Chefsache ist. In der Sache kann es keinen Zweifel daran geben, dass die Bonusregelung in der vom Bund abgesegneten Form ein schwerer politischer Schnitzer ist. Wenn die Regierung einen Erl&ouml;s von mindestens 5 Mrd. Euro als Ma&szlig;stab f&uuml;r einen erfolgreichen B&ouml;rsengang ansetzt, dem Management aber schon bei d&uuml;rftigen 3,5 Mrd. Euro &uuml;ppige Pr&auml;mien zubilligt, dann ist das nicht nur hochgradig inkonsequent. Sie sch&uuml;rt damit auch mutwillig das ohnehin gro&szlig;e Misstrauen vieler B&uuml;rger, dass die Bahn-Privatisierung nur den Interessen einiger weniger dient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Leitartikel-Ein-Fall-f%FCr-den-Chef-w%E4re-es-gewesen\/432491.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen hat Fl&auml;chentarif stark geschw&auml;cht<\/strong><br>\nDie Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen in den vergangenen 15 Jahren hat die Bindungskraft des Tarifvertragssystems in Deutschland deutlich geschw&auml;cht und die L&ouml;hne in den betroffenen Branchen stark unter Druck gesetzt. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Thorsten Schulten und Torsten Brandt. &ldquo;Das ehemals weit reichende Tarifvertragsgef&uuml;ge des &ouml;ffentlichen Dienstes konzentriert sich zunehmend auf die Kernbereiche der &ouml;ffentlichen Verwaltung&rdquo;, schreiben die beiden Wissenschaftler des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer Analyse f&uuml;r die aktuellen WSI Mitteilungen. In den durch die Liberalisierung stark gepr&auml;gten Dienstleistungsbranchen seien die Tarifstrukturen dagegen &ldquo;hochgradig fragmentiert&rdquo;: Neben Haustarifvertr&auml;gen unterschiedlichen Niveaus seien vor allem kleinere Wettbewerber der ehemaligen Staatsbetriebe gar nicht tarifgebunden (siehe auch die Tabelle im Anhang zu dieser PM; Link zur PM mit Tabellenanhang am Fu&szlig; dieses Textes). Da branchenweite Standards fehlten, &ldquo;wird die Konkurrenz &uuml;ber die Arbeitskosten ausgetragen&rdquo;, konstatieren die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_93282.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Aktien-Mythos<\/strong><br>\nWie weise ist es, die Altersvorsorge auf ein unerkl&auml;rtes Ph&auml;nomen &ndash; Wunderrenditen in historischen Ausnahmem&auml;rkten &ndash; zu st&uuml;tzen? Der Blick auf die Aktienm&auml;rkte rund um den Erdball in den vergangenen 100 Jahren spricht nicht daf&uuml;r, dass die n&auml;chsten 20 hohe Kursgewinne bescheren werden. Anleger sollten sich auf lange Verlustphasen und geringe Durchschnittsrenditen gefasst machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1621516&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zocker z&uuml;geln<\/strong><br>\nSpekulanten beeinflussen die Kurse au&szlig;erordentlich stark. Die extremen Schwankungen der Aktienpreise schaden der Volkswirtschaft. Der Kassakurs muss wieder her. Der Kassakurs war der Kurs, der um 12.30 Uhr in einem mehrere Minuten andauernden Auktionsverfahren von einem Makler festgestellt wurde. Alle Kleinanleger, die Fondsgesellschaften und Versicherer haben zu diesem Kurs ihr Tagesgesch&auml;ft abgewickelt. Hinter diesem Kurs standen zwischen 50 und 70 Prozent der gesamten Tagesliquidit&auml;t. Es war sozusagen der Kurs, der den gesamten Markt erdete und nicht den Zockern &uuml;berlie&szlig;. Diesen sinnvollen Regulierungsmechanismus haben Banken und B&ouml;rsen, die an den Schwankungen klotzig verdienen, schlechtgeredet, bis er abgeschafft worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1621456&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Weltspartag: Gelegenheit zum Protest<\/strong><br>\nEine Leserin schrieb uns: &bdquo;Sicherlich geht es vielen LeserInnen der Nachdenkseiten wie mir: All die Nachrichten und Hintergr&uuml;nde zur &ldquo;Finanzkrise&rdquo; l&ouml;sen Kritik, Wut, Emp&ouml;rung, aber auch konkrete Handlungsaufforderungen an unsere Herrschenden aus.\n<p>Morgen ist Weltspartag. Aus diesem Anlass gibt es eine gute Gelegenheit, dem Protest und den Forderungen &ouml;ffentlich Ausdruck zu verleihen. Zum Beispiel ab 17 Uhr vor dem Bundesfinanzministerium in Berlin oder vor dem Deutsche Bank Finanzcenter in Stuttgart.<\/p>\n<p>Mehr Infos zu Kampagnen und Protesten, die attac organisiert, unter <a href=\"www.casino-schliessen.de\">www.casino-schliessen.de<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann-Agenten des Wandels<\/strong><br>\nDer &raquo;Bertelsmann Transformation Index 2008&laquo; misst die L&auml;nder der Welt nach dem Grad der Einf&uuml;hrung neoliberaler Marktwirtschaft und b&uuml;rgerlicher Demokratie. Bei Transformationsverweigerern und -nachz&uuml;glern muss nachgeholfen werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-30\/006.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bewahrt uns vor Helden und Heldentaten!<\/strong><br>\nDeutschland f&uuml;hrt wieder Kriege. &Uuml;ber die politische Legitimit&auml;t und den politischen Nutzen f&uuml;r Deutschland und die betroffenen L&auml;nder kann man streiten. Das soll hier nicht geschehen. Nicht unbedingt wichtiger, wohl aber interessanter und gef&auml;hrlicher ist etwas anderes: die &ouml;ffentliche und von politischer Seite aus gef&uuml;hrte Diskussion, wie man in diesen Kriegen zu Tode gekommene (ich vermeide das schreckliche Wort &ldquo;gefallene&rdquo;) deutsche Soldaten ehren und auszeichnen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/44\/08441901.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>St&ouml;rsignal im Bundestag<\/strong><br>\nDie Union torpediert einen fraktions&uuml;bergreifenden Antrag gegen Antisemitismus<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/44\/08440402.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Autoindustrie braucht kein Konjunkturprogramm, sondern andere Modelle. Die Anreize zum Autokauf m&uuml;ssen von den Herstellern selbst kommen.<\/strong><br>\nWenn M&auml;rkte ihren zyklischen Konjunkturverlauf verlassen, weil Schocks und Strukturbr&uuml;che sie umw&auml;lzen, dann steigt die Zahl der Opfer. Zu beobachten ist dies seit mehr als einem Jahr auf dem Finanz- und Bankenmarkt. Das Versprechen, Extra-Renditen mit US-Ramschhypotheken zu erzielen, trieb die Herde der Banker zuerst in einen Spekulationsrausch &ndash; und dann in den Ruin. Die, die fr&uuml;her den Ton angaben, werden k&uuml;nftig kleinlaut oder verstummt sein. Die Autoindustrie erlebt ebenfalls einen solchen Strukturbruch. Die Absatzkrise wird von der Finanzkrise beschleunigt, weil die Turbulenzen die Verbraucher verunsichern und vom Autokauf abhalten. Aber die Schieflage, in die die Autohersteller gerade weltweit rutschen &ndash; im September ist der Absatz massiv eingebrochen &ndash;, ist zu gro&szlig;en Teilen hausgemacht.\n<p>Auf den Paradigmenwechsel in der Industrie &ndash; weniger Prestige und PS, mehr Modernit&auml;t und Sparsamkeit &ndash; konnten sie sich lange genug vorbereiten. Jetzt m&uuml;ssen sie liefern. Wer das nicht schnell genug kann, wird morgen ziemlich kleinlaut sein &ndash; oder verstummen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Finanzkrise-Autoindustrie;art141,2647619\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gasag verliert Prozess um Preiserh&ouml;hung<\/strong><br>\nDie Berliner Gasag hat laut &ldquo;Morgenpost Online&rdquo; vor dem Kammergericht einen Prozess um Gaspreispreiserh&ouml;hungen verloren. Kunden der Gasag hatten vor drei Jahren wegen der elfprozentigen Preiserh&ouml;hung am 1. Oktober 2005 mit Unterst&uuml;tzung der Berliner Verbraucherzentrale eine Sammelklage eingereicht. Diese Klage wurde jetzt nach dem Bericht des Internetportals der &laquo;Berliner Morgenpost&raquo; durch den 21. Zivilsenat des Kammergerichts best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verivox.de\/gas\/article.aspx?i=37011\">Verivox<\/a><\/li>\n<li><strong>Karsai: Wir haben Afghanistan nicht sicherer gemacht <\/strong><br>\nPr&auml;sident zieht negative Bilanz aller Anstrengungen &bdquo;Ein Land voller Schmerz und Elend&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2648634?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Zwischen den Fronten<\/strong><br>\nDie Gewalt in Kolumbien bleibt hoch, die Menschenrechte werden weiterhin nicht respektiert, auch wenn die Regierung behauptet, dass die Lage sich beruhige. Zu diesem Schluss kommt ein neuer Bericht von Amnesty International.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/kolumbien_bericht_1.1184555.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Es geht um Land und Geld<\/strong><br>\nWeiterhin herrscht Gewalt in den Konfliktzonen Kolumbiens. Morde, Entf&uuml;hrungen, Vertreibungen bleiben an der Tagesordnung. Es fehlt der politische Wille, die Menschenrechte durchzusetzen &ndash; das sagt Marta Fotsch, Koordinatorin f&uuml;r Kolumbien bei der Schweizer Sektion von Amnesty International im Gespr&auml;ch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/kolumbien_interview_1.1183990.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur zur Erinnerung: Seit 40 Jahren befindet sich das Land in einem b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Zustand. Dabei sind um die 80.000 Menschen zu Tode gekommen und bis 3 Millionen Menschen vertrieben worden. Wir haben uns daran gew&ouml;hnt, Kolumbien geh&ouml;rt ja auch zum Hinterhof der USA. Nur sollten wir uns zumindest Gedanken dar&uuml;ber machen, was f&uuml;r einer Ordnungsmacht Europa in den Irak, nach Afghanistan oder Georgien folgt, die im eigenen Hinterhof weder Frieden noch Demokratie oder gar Wohlstand durchsetzen kann oder will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Als Notfallmanager hat die FAO versagt<\/strong><br>\nErstaunlich lange wurden Hunger, Mangelern&auml;hrung und der l&auml;ndliche Raum nur am Rande der Entwicklungspolitik behandelt. Gut drei Jahrzehnte lang gingen die Investitionen in die Agrarentwicklung afrikanischer, mittelamerikanischer und asiatischer Staaten zur&uuml;ck Die vergangenen Monate haben offenbart, wie schwach die internationale Steuerung (&ldquo;Governance&rdquo;) bei der Weltern&auml;hrung und Weltagrarentwicklung ist. Keine der drei damit befassten Sonderorganisationen der Vereinten Nationen &ndash; weder die Weltern&auml;hrungsorganisation (FAO), noch das Weltern&auml;hrungsprogramm (WFP) noch der Internationale Fonds f&uuml;r landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) &ndash; vermochte das Management der heraufziehenden Krise zu &uuml;bernehmen. Statt dessen haben die Chefs aller Unter- und Sonderorganisationen der UNO im April 2008 eine eigene Hochrangige Arbeitsgruppe zur Globalen Nahrungskrise (HLTF) gegr&uuml;ndet, die gemeinhin als Indiz daf&uuml;r gilt, dass UN-Generalsekret&auml;r Ban Ki-moon den Hunger von fast einer Milliarde Menschen sehr ernst nimmt und zur Chefsache erkl&auml;rt hat. Wenn andererseits das existierende Netz von internationalen Organisationen unter Schirmherrschaft der FAO nicht in der Lage war oder nicht beauftragt wurde, das Krisenmanagement zu &uuml;bernehmen, ist das ein Zeichen daf&uuml;r, dass die FAO selbst von einer Krise heimgesucht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/44\/08441001.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>Sch&ouml;ne bundesdeutsche Demokratie: &bdquo;Arm durch Arbeit&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Der Film in der ARD &bdquo;Leiharbeit undercover&rdquo; hat den Wasserfarbenanstrich &bdquo;soziale Demokratie&rdquo; weggesp&uuml;lt und den Patentschw&auml;tzern mit ihrem Dumpfbackenslogan &bdquo;Leiharbeit ist besser als gar keine Arbeit&rdquo; den ber&uuml;hmten Tritt in den Ar&hellip; beschert.<\/p>\n<p>Noch immer quatschen zu viele den menschenverachtenden, verlogenen Quatsch der Pofallas, Hundts, Clements, Merkels und anderer &bdquo;Funkenmariechen&rdquo; des Systems ohne zu denken weiter.<\/p>\n<p>Peter Sodann (Tatortkommissar) w&uuml;rde als echter Kommissar Ackermann verhaften, sagt er. Soweit will ich nicht gehen, aber Ackermann und diese ganze &ldquo;Politikerblase&rdquo; w&uuml;rde ich zu einem Jahr Leiharbeit bei Opel in R&uuml;sselsheim &bdquo;dienstverpflichten&rdquo;. Wenn das nicht hilft, dann kann Peter Sodann immer noch zur Tat schreiten.&ldquo;<\/p>\n<p>Peter Jaszczyk<br>\nBetriebsratsvorsitzender a.D.<br>\nOpel Bochum<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/aktuell\/rubrik\/leserbriefe.php?letterId=9067\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Schuldverlagerung<\/li>\n<li>Russland und die Finanzkrise<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Besch&auml;ftigte und Arbeitslose im medialen und rechtlichen Halbschatten&ldquo;<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: &bdquo;Die Bank Oppenheim und die S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;<\/li>\n<li>Zum Fragerecht von Abgeordneten: Herrsche und schweige<\/li>\n<li>Hartz IV verst&ouml;&szlig;t gegen das Grundgesetz<\/li>\n<li>Investitionen der Bahn: Der Bund soll blechen<\/li>\n<li>Ein Fall f&uuml;r den Chef<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3554\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3554","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3554","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3554"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3554\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3554"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3554"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3554"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}