{"id":35541,"date":"2016-10-25T08:35:02","date_gmt":"2016-10-25T06:35:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541"},"modified":"2016-10-25T08:35:02","modified_gmt":"2016-10-25T06:35:02","slug":"hinweise-des-tages-2739","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h01\">Wie es jetzt mit Ceta weitergeht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h02\">Reaktionen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; auf die ablehnende Haltung Walloniens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h03\">Hartz-IV-Empf&auml;ngern droht Bu&szlig;geld bis zu 5000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h04\">Jedes 20. Kind in Deutschland leidet materielle Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h05\">Wo Kommunen hinlangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h06\">Es steht zu bef&uuml;rchten, dass Kunden diskriminiert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h07\">Regierung r&uuml;stet sich gegen Immobilienblase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h08\">Spaniens Sozialisten auf dem Weg in den Untergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h09\">Syrien und kein Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h10\">Antiamerikanismus &ndash; Ein Kampfbegriff zur Abwehr von Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h11\">Zu guter Letzt: Gauck-Nachfolger gefunden: SPD und Union einigen sich auf &ldquo;Freiheit&rdquo; kr&auml;chzenden Papagei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35541#h12\">Das Letzte: G&ouml;ring-Eckardt schw&ouml;rt Partei auf Wahlkampf ein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie es jetzt mit Ceta weitergeht<\/strong><br>\nBelgien kann dem Handelsabkommen der EU mit Kanada nicht zustimmen. Der Premierminister macht den Vertretern der Region Wallonien schwere Vorw&uuml;rfe.<br>\nDer belgische Premierminister Charles Michel hat der wallonischen Regierung nach dem vorl&auml;ufigen Scheitern des EU-Kanada-Freihandelsabkommens eine Verweigerungshaltung vorgeworfen. Der wallonische Ministerpr&auml;sident Paul Magnette habe sich seit Sonntag jeder Diskussion verweigert, sagte Michel nach einem Krisentreffen mit den Vertretern der Regionen Wallonien und Flandern in Br&uuml;ssel. &bdquo;Angesichts dieser Politik des leeren Stuhls hat uns die Reaktion der wallonischen Regierung nicht &uuml;berrascht.&ldquo;<br>\nDas Treffen hatte nicht einmal eine Stunde gedauert. Die Regierung Walloniens hielt am Montag ihr Veto gegen Ceta aufrecht. Damit kann auch der stark f&ouml;deral ausgerichtete Staat Belgien nicht zustimmen. Die geplante feierliche Unterzeichnung von Ceta beim nun wahrscheinlich nicht stattfindenden EU-Kanada-Gipfel Ende der Woche f&auml;llt aus.<br>\nWie es nun mit Ceta weitergeht, ist unklar. Die Kommission spielte das vorl&auml;ufige Scheitern herunter. Das Abkommen bleibe auf der Tagesordnung, sagte ein Sprecher der EU-Beh&ouml;rde. Was das konkret bedeutet, lie&szlig; er aber offen. Auch die kanadische Regierung hat sich dazu bisher nicht ge&auml;u&szlig;ert. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Verhandlungen zwischen Kommission und wallonischer Regierung &ndash; wohl zun&auml;chst auf informeller Ebene &ndash; weitergehen, um in den kommenden Monaten doch noch eine L&ouml;sung zu finden, wie das Abkommen noch unterzeichnet werden kann. Die wallonische Regierung schloss das am Montag zumindest nicht aus. Der Pr&auml;sident des wallonischen Parlaments Andr&eacute; Antoine sagte am Montag, eine vern&uuml;nftige Zielmarke daf&uuml;r sei das Ende des Jahres.<br>\nDie Kernfrage f&uuml;r eine L&ouml;sung des Konflikts ist, ob die Europ&auml;er oder die belgische Regierungen einen Weg finden, die Bedenken der Wallonen auszur&auml;umen. Dass die kanadische Regierung sich noch einmal bewegt, um auf die Bedenken Walloniens einzugehen, ist unwahrscheinlich. Damit d&uuml;rfte viel davon abh&auml;ngen, wie sich die innenpolitische Lage in Wallonien entwickelt. Magnette steht dort &ndash; nicht zuletzt wegen der angek&uuml;ndigten Schlie&szlig;ung eines gro&szlig;en Werkes des amerikanischen Baumaschinenherstellers Caterpillar &ndash; unter enormem Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/nach-dem-nein-von-belgien-wie-es-jetzt-mit-ceta-weitergeht-14495916.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Demokratie ist schei&szlig;e! Wie kann es das Regionalparlament der Wallonie als Vertretung der wallonischen B&uuml;rger nur wagen gegen die Interessen der neoliberalen Polit-Elite in Br&uuml;ssel und damit gegen die Interessen der herrschenden Eliten dies und jenseits des Atlantiks zu stimmen. Da ist man in Deutschland mit der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie doch weiter. Hier wagt es niemand aus dem neoliberalen Parteienkartell gegen Ceta und TTIP zu stimmen. Figuren wie Sigmar Gabriel und der SPD sei Dank.<\/em><br>\n<em>Und was hei&szlig;t hier eigentlich &bdquo;die Europ&auml;er&ldquo;? Wer oder was sind hier die Europ&auml;er? Sind Europa nicht zu allererst die B&uuml;rger aller Mitgliedsstaaten, die in ihrer Mehrheit gegen die Freihandelsabkommen sind? Oder ist damit ausschlie&szlig;lich die neoliberale Br&uuml;sseler Polit-Elite gemeint? So gesehen ist es genau umgekehrt. Politiker mit Mut und Verstand, wie der wallonische Ministerpr&auml;sident Paul Magnette und die B&uuml;rger, die ihn gew&auml;hlt haben, das ist Europa.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ungeachtet der wallonischen Entscheidung <a href=\"https:\/\/twitter.com\/eucopresident\/status\/790594434396291072\">glaubt<\/a> EU-Ratspr&auml;sident Tusk noch immer an eine Unterzeichnung des Vertrages an diesem Donnerstag. Dabei hatte der ein Ultimatum mit Frist Montag an Belgien gerichtet. Dort l&auml;sst man sich aber nicht unter Druck setzen. Tusk m&uuml;sste somit seinen Worten Taten folgen lassen und den Gipfel am Donnerstag absagen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: CETA-Rebell Paul Magnette &ndash; Was Europas Sozialdemokraten von dem Wallonen lernen k&ouml;nnen<\/strong><br>\nGanz Europa haben die EU-Funktion&auml;re auf Linie gebracht und f&uuml;r die Unterzeichnung des umstrittenen Freihandelsabkommens CETA gewonnen. Ganz Europa? Nein. Die belgische Region Wallonien leistet erbitterten Widerstand. Paul Magnette, der Ministerpr&auml;sident des franz&ouml;sischsprachigen Teils Belgiens, sorgt mit seiner klaren Linie pl&ouml;tzlich weltweit f&uuml;r Schlagzeilen.<br>\nAlles das, was hunderttausende CETA- und TTIP-Gegner seit Jahren an Argumenten vorbringen, was von Mainstreammedien und hochrangigen Politstrategen gezielt weichgewaschen wird, f&uuml;hrt Magnette offen und direkt als Begr&uuml;ndung f&uuml;r seinen Widerstand gegen die Freihandelspolitik an &ndash; notfalls auch &uuml;ber seinen privaten Twitterkanal oder seine Facebookseite.<br>\nBesonders die Benachteiligung lokaler und regionaler Produzenten gegen&uuml;ber ohnehin m&auml;chtigen Global Playern ist dem Belgier ein Dorn im Auge. Aber auch der straffe Zeitplan zur Durchsetzung von CETA widerspricht aus Sicht des wallonischen Ministerpr&auml;sidenten den demokratischen Standards, die bislang in der Region gegolten haben.<br>\nDoch hinter der klaren Haltung des Amtstr&auml;gers der Parti Socialiste (PS) &ndash; in Deutschland w&auml;re die Partei irgendwo zwischen SPD und Die Linke angesiedelt &ndash; stehen nicht nur handelspolitische Gr&uuml;nde. Magnettes Regionalregierung versp&uuml;rte in j&uuml;ngster Zeit vor allem auch durch Kr&auml;fte massiven Druck, die noch weiter links stehen. Belgiens Marxisten, die sich unter dem Banner der PTB versammeln, konnten zuletzt Boden gutmachen, nun bestimmt Magnette wieder die Schlagzeilen.<br>\nDer wirkungsm&auml;chtige CETA-Widerstand seitens der PS zeigt Sozialdemokraten und Linken in ganz Europa auf, dass mit klarer Haltung weit mehr zu gewinnen ist als mit einem Anbiederungskurs an die Interessen des Gro&szlig;kapitals, wie ihn beispielsweise die SPD sp&auml;testens seit ihrem Wahlsieg im Jahr 1998 f&auml;hrt.<br>\nBereits seit zwei Jahren bekleidet Walloniens Regierungschef nun sein Amt. Zuvor hatte der 45-J&auml;hrige bereits verschiedene Minister&auml;mter unternommen und ist quasi nebenberuflich auch heute noch B&uuml;rgermeister der 200.000 Einwohner z&auml;hlenden Stadt Charleroi. In die Politik kam Magnette nicht zuf&auml;llig: Zun&auml;chst in Br&uuml;ssel, dann an der renommierten Universit&auml;t von Cambridge studierte der Wallone Politikwissenschaft und vertiefte sich in weiterer Folge in die Ideengeschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/42312-ceta-rebell-paul-magnette-\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Reaktionen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; auf die ablehnende Haltung Walloniens<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Walloniens Nein entfacht Fl&auml;chenbrand in Europa<\/strong><br>\nBelgien verweigert sein Ja zum Freihandelsabkommen mit Kanada. Die EU spielt auf Zeit und hofft noch auf eine sp&auml;tere Einigung. Das scheint naiv, denn die Zahl der Ceta-Gegner w&auml;chst rasend schnell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article159015527\/Walloniens-Nein-entfacht-Flaechenbrand-in-Europa.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Fl&auml;chenbrand&rdquo;, warum nicht gleich &ldquo;Weltkrieg&rdquo;? Warum ist ein Nein in einem demokratischen Prozess &uuml;ber ein mindestens fragw&uuml;rdiges und h&ouml;chstwahrscheinlich extrem sch&auml;dliches Abkommen eine Katastrophe? Eine Gemeinschaft von Staaten, die grundlegende demokratische Regeln nicht beherrscht und beim kleinsten Gegenwind in einen &ldquo;Fl&auml;chenbrand&rdquo; ger&auml;t, sollte ihre Positionen und ihre Strukturen einmal gr&uuml;ndlich &uuml;berdenken. Bisher wurde behauptet, Ceta w&auml;re tot, wenn es nicht am kommenden Donnerstag unterschrieben werden w&uuml;rde; jetzt kann man &ndash; ganz pl&ouml;tzlich &ndash; den Belgiern doch mehr Zeit geben. Macht das eigentlich niemanden misstrauisch, wie hier der demokratische Prozess durch k&uuml;nstlichen Zeitdruck torpediert werden sollte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Sieg f&uuml;r die Anti-Europ&auml;er<\/strong><br>\nMit CETA droht ein Vorzeigeprojekt der EU zu scheitern. Und selbst wenn es noch wie durch ein Wunder im Dezember beim EU-Vorweihnachtsgipfel unterschrieben werden sollte, kann die EU kaum jemand noch ernst nehmen. Die Rechtspopulisten und Europafeinde k&ouml;nnen sich dank des CETA-Desasters die H&auml;nde reiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-kommentar-107.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> CETA Kritik wird in die rechte Ecke geschoben. Wer gegen den marktilberalen, undemokratischen und unsozialen Unsinn der EU ist, befeuert also nur die Rechten und st&auml;rkt Anti-Europ&auml;er. Damit erkl&auml;rt Sina Millionen Menschen in der EU indirekt zu Anti-Europ&auml;ern und stellt sie in die rechte Schmuddelecke. Auch Sozialdemokaten, Gr&uuml;ne, Linke, NGOs. Wer so eine schwarz-weiss pro-EU Denkweise hat, dem sind Inhalte\/Folgen von Abkommen wie CETA und der legitime Protest dagegen offenbar egal. Im Zweifel hei&szlig;t es dann &ndash; wie im Text &ndash; man h&auml;tte mehr &Uuml;berzeugungsarbeit leisten m&uuml;ssen, und nicht ein Abkommen, das Konzernen sehr viel Macht einr&auml;umt, &auml;ndern m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der M&ouml;chtegern-Asterix<\/strong><br>\nDie Wallonen sind derzeit die Helden der Globalisierungsgegner. Doch der Widerstand der belgischen Regionalregierung gegen Ceta ist nicht heldenhaft &ndash; er ist egoistisch, anma&szlig;end und sch&auml;dlich f&uuml;r die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ceta-nein-der-wallonie-anmassender-widerstand-kommentar-a-1118035.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Ceta-Drama<\/strong><br>\nScheitert das Handelsabkommen mit Kanada? Nicht nur die EU, auch Sigmar Gabriel hat Fehler im Vorfeld gemacht. Es ist ein Armutszeugnis der Europ&auml;er. Es ist nicht demokratisch, wenn eine Minderheit von 3,4 Millionen Wallonen 500 Millionen Europ&auml;ern ihren Willen aufzwingt. Es ist nicht demokratisch, wenn einige hunderttausend deutsche und &ouml;sterreichische Demonstranten an den Parlamenten vorbei vom Rest der EU verlangen, ihrer Linie zu folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/europa-im-wuergegriff-der-wallonen-das-ceta-drama-geht-weiter-14494651.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wir lernen, Demokratie ist nur das, was den herrschenden Eliten nutzt. Und wir sagen dagegen: Durchhalten tapfere Wallonen!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;ngern droht Bu&szlig;geld bis zu 5000 Euro<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat die Regeln f&uuml;r Hartz-IV versch&auml;rft: Einem Zeitungsbericht zufolge k&ouml;nnen Empf&auml;nger neuerdings schon bestraft werden, wenn sie wichtige Informationen verschweigen.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat einem Bericht zufolge die Bu&szlig;geld-Regeln f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger versch&auml;rft. Den Beziehern drohe ab sofort eine Strafe von bis zu 5000 Euro, wenn sie den Jobcentern wichtige Informationen verschweigen, berichtete die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf eine neue interne Weisung der Bundesagentur. Die Strafe k&ouml;nne verh&auml;ngt werden, wenn Hartz-IV-Empf&auml;nger Angaben, die f&uuml;r die Festsetzung der Hartz-Leistungen wichtig sind, &ldquo;nicht, nicht richtig, nicht vollst&auml;ndig oder nicht rechtzeitig&rdquo; machen.<br>\nBisher drohten die Strafen nur, wenn die Betroffenen falsche Angaben gemacht haben; keine Strafen sind bislang vorgesehen, wenn die Betroffenen gar keine Angaben machten. Die neue Weisung solle diese Regelungsl&uuml;cke schlie&szlig;en, berichtete die Zeitung. Die Neuregelung gilt dem Bericht zufolge f&uuml;r alle Antr&auml;ge, die ab 1. August gestellt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/unvollstaendiger-antrag-hartz-iv-empfaengern-droht-bussgeld-bis-zu-5000-euro\/14728598.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mit diesen weitgefassten und schwammigen Kriterien ist der Willk&uuml;r die letzte Schranke genommen. Es l&auml;sst sich immer ein Grund finden, dass Angaben &ldquo;nicht richtig, nicht vollst&auml;ndig oder nicht rechtzeitig&rdquo; gemacht wurden. Die Frage ist, was soll damit &uuml;berhaupt erreicht werden. Welchen Sinn macht es gegen Menschen, die sowieso schon am Rande des Existenzminimums leben Bu&szlig;gelder bis zu 5000&euro; zu verh&auml;ngen? Es ist sowieso unglaublich, dass das grunds&auml;tzlich bereits &auml;u&szlig;erst repressiv gestaltete Hartz IV System immer weiter versch&auml;rft wird. Diese Versch&auml;rfungen sind Bestandteil des sogenannten 9. SGB-II-&Auml;nderungsgesetzes, das am 1. August dieses Jahres in Kraft trat. Dazu geh&ouml;rt auch, dass die Jobcenter ausgezahlte Hartz-IV-Leistungen bei &ldquo;sozialwidrigem Verhalten&rdquo;, ein weiterer Willk&uuml;rbegriff, s&auml;mtliche erhaltenen Leistungen bis zu drei Jahre r&uuml;ckwirkend wieder einfordern k&ouml;nnen. Das bedeutet nichts anderes, als dass Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;nftig doppelt bestraft werden k&ouml;nnen: Mit Sanktionen und zus&auml;tzlich mit R&uuml;ckforderungen. L&auml;sst sich die exzessive Repressivit&auml;t des Hartz IV Systems noch deutlicher darstellen: Bu&szlig;geld, Erzwingungshaft, Betrugsanzeige bei der Staatsanwaltschaft? Ein Paradies f&uuml;r den kleinen Blockwart im &bdquo;Kundenbetreuer&ldquo; der Jobcenter. Die politische Verantwortung f&uuml;r die Umsetzung alle Hartz IV betreffende Regelungen hat das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales unter der Leitung von Andrea Nahles (SPD). So sehen also die Bem&uuml;hungen der SPD f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit aus.<\/em><br>\n<em>Das erstaunliche, dass dies alles in der &Ouml;ffentlichkeit nicht einmal ein Schulterzucken hervorruft, ganz zu schweigen von einem politischen Diskurs. Muss man sich dann wundern, wenn Hass und Ausgrenzung gegen vermeintlich Schw&auml;chere zu nehmen, wie das links-liberale Juste Milieu st&auml;ndig beklagt, allerdings nur mit Blick auf Fl&uuml;chtlinge und Migranten, wenn von staatlicher Seite vorexerziert wird, das es legitim ist, Menschen, die bereits an den Rand der Gesellschaft gedr&auml;ngt sind, fortgesetzt zu dem&uuml;tigen, zu schikanieren und ihre B&uuml;rgerrechte mit F&uuml;&szlig;en zu treten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jedes 20. Kind in Deutschland leidet materielle Not<\/strong><br>\nNoch arbeiten die Experten am f&uuml;nften Armutsbericht der Bundesregierung, doch ein paar Zahlen sind schon durchgesickert. Dazu geh&ouml;ren die zur Kinderarmut. In Deutschland ist immer noch jedes 20. Kind mit Armut konfrontiert. Dies geht aus dem Entwurf des neuen Armuts- und Reichtumsberichts hervor, der momentan in der Bundesregierung abgestimmt wird und aus dem die &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo; zitiert. Seit dem Anstieg bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts habe sich die Armutsrisikoquote von Kindern aber nicht weiter erh&ouml;ht, zitierte das Blatt weiter aus der Vorlage.<br>\nAm h&ouml;chsten sei das Armutsrisiko von Kindern, wenn beide Elternteil ohne Job seien. Es betrage dann etwa 60 Prozent. Betroffen davon seien rund eine Million Kinder. Ist jedoch ein Elternteil in Vollzeit erwerbst&auml;tig, f&auml;llt das Armutsrisiko f&uuml;r Kinder laut dem Berichtsentwurf &ldquo;schon deutlich auf etwa 15 Prozent&rdquo;. Bei einer Vollerwerbst&auml;tigkeit beider Eltern seien es nur noch drei Prozent. Diese Konstellation komme in Deutschland allerdings nur bei knapp jeder siebten Paar-Familie vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-jedes-20-kind-leidet-materielle-not-a-1117947.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Aber erstens sind das ja nur 5 Prozent der Kinder, die (definitiv) in Armut leben (&ldquo;armutsf&auml;hrdet&rdquo;, also auch arm, aber nicht ganz so schlimm, sind &uuml;ber 20 Prozent). Die Vergleichsma&szlig;st&auml;be gefallen mir gut: im EU-Durchschnitt &ndash; dazu geh&ouml;ren wirtschaftlich r&uuml;ckst&auml;ndige und korrupte L&auml;nder wie Bulgarien und Rum&auml;nien, aber auch die von Massenarbeitslosigkeit und Austerit&auml;tspolitik gepeinigten L&auml;nder Portugal, Spanien und Griechenland &ndash; sind 9 Prozent der Kinder arm, also ist Deutschland &ldquo;besser&rdquo;. &Uuml;brigens w&auml;re der Vergleich mit Somalia oder dem S&uuml;dsudan noch besser f&uuml;r Deutschland ausgefallen. Der Vergleich mit Deutschland z. B. <a href=\"http:\/\/www2.hu-berlin.de\/wsu\/ebeneI\/didaktiker\/merten\/kinderarmut.pdf\">im Jahr 1980<\/a> w&auml;re dagegen doof, weil da weniger als 2 Prozent der Kinder von Armut betroffen waren. (Das war Deutschland im Sozialismus &ndash; dahin wollen wir nicht zur&uuml;ck.) Ansonsten kann ich nur empfehlen, Hartz IV, die Rentenk&uuml;rzungen und die Bedingungen f&uuml;r die Leiharbeit weiter zu radikalisieren, dann kann auch die viel zu hohe Armutsquote bei deutschen Kindern noch einmal gesteigert werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Armut und Ausgrenzung von Kindern nicht kleinreden<\/strong><br>\nIn Deutschland sind 19,6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das belegt das Statistische Bundesamt mit den im Rahmen der Europ&auml;ischen Vergleichsstatistik EU-SILC 2015 ver&ouml;ffentlichten Daten, die M&auml;ngel bei Ern&auml;hrung, Heizen, Wohnung, Arbeitsmarktzugang der Eltern, &Uuml;berschuldung und Einkommen auswertet. Katja Kipping, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Parteivorsitzende, erkl&auml;rt zum Entwurf des Armuts- und Reichtumsbericht: &bdquo;Die Bundesregierung versucht, die Armut und Ausgrenzung von Kindern kleinzureden. Fakt ist, dass ein F&uuml;nftel aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Armut und sozialer Ausgrenzung lebt. Dagegen helfen kein Kleinreden und Besch&ouml;nigen, sondern politische Ma&szlig;nahmen. DIE LINKE fordert mit Wohlfahrtsverb&auml;nden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Gewerkschaften eine Grundsicherung f&uuml;r alle Kinder und Jugendlichen, die die Existenz und Teilhabe der Kinder und Jugendlichen erm&ouml;glicht, und den Ausbau der sozialen Infrastruktur und von Dienstleistungen. Nur so kann Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen beseitigt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/armut-und-ausgrenzung-von-kindern-nicht-kleinreden\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wo Kommunen hinlangen<\/strong><br>\nDie St&auml;dte und Gemeinden drehen an der Geb&uuml;hrenschraube. Und das angesichts leerer Kassen immer &ouml;fter und immer drastischer. Ob Wasser, M&uuml;ll, Kita, Grundsteuer oder Parken &ndash; allein der Wohnort entscheidet dar&uuml;ber, wie viel B&uuml;rger zahlen m&uuml;ssen. M&uuml;ll, Wasser, Grundsteuer &ndash; wieviel zahlt ein Durchschnittshaushalt daf&uuml;r im Jahr? Wo lebt es sich am g&uuml;nstigsten, wo am teuersten? Der &ldquo;Geld-Check&rdquo; ist unterwegs in ganz Deutschland. Im hohen Norden, in Flensburg k&ouml;nnen sich die B&uuml;rger freuen. Hier verlangt die Stadt nur 845 Euro pro Jahr. Damit ist Flensburg eine der g&uuml;nstigsten Kommunen in Deutschland. Ganz anders die Rechnung f&uuml;r Leverkusen. 1839 Euro pro Jahr zahlt hier eine Familie f&uuml;r Wasser, M&uuml;ll und Grundsteuern. Das sind fast 1000 Euro mehr als in Flensburg. Leverkusen geh&ouml;rt beim Thema kommunale Abgaben zu den teuersten St&auml;dten in Deutschland. Das gilt &uuml;brigens f&uuml;r zahlreiche St&auml;dte in NRW. Hier gibt es viele verschuldete Kommunen, ein Hauptgrund f&uuml;r hohe Geb&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/programm\/index.html#der-geld-check-folge-2-100\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.S.:<\/strong> Die Reportage zeigt die Konsequenzen von Austerit&auml;tspolitik und Umverteilung der letzten 20 Jahre konkret in den Kommunen. Deren Einnahmen wurden zur&uuml;ckgestutzt, gleichzeitig hat man ihnen neue Aufgaben\/ Ausgaben zugewiesen. Daher fahren z.B. viele Gemeinden seit langem ihre Kommunalstra&szlig;en &ldquo;auf Verschlei&szlig;&rdquo;, und sparen sich die Instandhaltung, die sie aus dem allgemeinen Steueraufkommen zahlen m&uuml;ssten. Stattdessen wird &ndash; wenn die Stra&szlig;e dann kaputt ist &ndash; eine grundhafte Erneuerung beschlossen. Denn da k&ouml;nnen aufgrund von Kommunalabgabengesetzen die Hausbesitzer an einer so sanierten Stra&szlig;e zu mittlerweile oft f&uuml;nfstelligen Stra&szlig;enbeitr&auml;gen herangezogen werden. Gerade Rentner, denen das Eigenheim als Altersicherung von Politikern w&auml;rmstens empfohlen wird, sind &uuml;berdurchschnittlich oft betroffen. (Wiederholung am 26. Oktober um 21:45 im HR)<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die marode US-Infrastruktur<\/strong><br>\nBr&uuml;cken brechen zusammen, Wasserleitungen bersten, tiefe Schlagl&ouml;cher machen Stra&szlig;en unbrauchbar. Amerikas Infrastruktur ist in weiten Teilen alt und wird allenfalls notd&uuml;rftig geflickt.<br>\nFlint, Michigan. Das war einmal eine stolze Stadt, die wie der gro&szlig;e Nachbar von der Autoindustrie lebte. Und wie Detroit ist auch die 100.000-Einwohner-Stadt pleite. Vor zwei Jahren stellte der Bundesstaat Michigan die Wasserversorgung in Flint um.<br>\nTrinkwasser kauften die Menschen bis dahin vom gro&szlig;en Nachbarn Detroit, der Wasser aus dem Lake Huron pumpt. Die Gegend ist umringt von den gro&szlig;en Seen, dem gr&ouml;&szlig;ten S&uuml;&szlig;wasserreservoir der Welt. Flint sollte und musste sparen und begann, Wasser aus dem hochbelasteten Flint River &uuml;ber die alten Bleileitungen in die Haushalte zu pumpen.<br>\nDie Folge:  Einwohner klagen &uuml;ber Hautausschl&auml;ge, ihnen fallen Haare aus, sie m&uuml;ssen sich erbrechen. Das schmutzige Flusswasser l&auml;sst sich anders als das Wasser aus dem gro&szlig;en See nicht so aufbereiten, dass nur wenig Blei aus den alten Leitungen abgetragen und zum Kunden gesp&uuml;lt wird.<br>\nBlei verbleibt im K&ouml;rper, manche Kinder in flint tragen irreparable Hirnsch&auml;den davon. Der republikanische Gouverneur Rick Synder hat mit der Umstellung der Wasserversorgung v&ouml;llig verantwortungslos gehandelt, klagen die B&uuml;rger. Die krank machende Wirkung von belastetem Flusswasser und alten Bleileitungen war seit langem bekannt. Eine neue Wasserinfrastruktur? Neue Leitungen?<br>\nDie kommunalen Kassen sind leer. Bleileitungen ersetzten ist keine Option. Anderswo sind sie verboten, in Amerika nicht. &Uuml;berall im Land sind sie in der Erde vergraben. Das Wasser wird so aufbereitet, dass es keine Bleipartikel von den Rohren l&ouml;st. Mit dem Schadstoff-belasteten Flusswasser aus dem Flint River ist das nicht m&ouml;glich.<br>\nWie &uuml;berall im Land wird &ouml;ffentlich gespart, nicht investiert. Im drastischen Fall Flint sind Menschen erkrankt, weil die Infrastruktur alt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/der-kaputte-riese-die-marode-us-infrastruktur.979.de.html?dram:article_id=369153\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der desastr&ouml;se Zustand der &ouml;ffentlichen Infrastruktur der USA ist im Wesentlichen eine Folge, der, von den Republikanern durchgesetzten, neoliberalen Politik wonach Steuern des Teufels sind und der Staat aus allen Bereich m&ouml;glichst herausgedr&auml;ngt werden soll, da ja der Markt alles viel besser regelt. F&uuml;r die schwarze Null Sch&auml;uble sind die USA offenbar das gro&szlig;e Vorbild, wenn es um den Ruin der deutschen Infrastruktur geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Es steht zu bef&uuml;rchten, dass Kunden diskriminiert werden<\/strong><br>\nWie Unternehmen Preise personalisieren, sei h&ouml;chst intransparent, sagte Friedemann Ebelt vom Verein Digitalcourage im DLF. Er bef&uuml;rchtet, dass Unternehmen Kundendaten unter Umst&auml;nden illegal mit ihren Partnern abgleichen und Kunden so diskriminiert w&uuml;rden.<br>\nEhring: Herr Ebelt, wo muss ich denn heute schon mit personalisierten Preisen rechnen und wie funktioniert das?<br>\nEbelt: Wir haben die personalisierten Preise jetzt schon. Wenn wir zum Beispiel einen Flug buchen wollen, dann wird nat&uuml;rlich mein Reiseverhalten analysiert. Wir haben das aber auch bei Amazon zum Beispiel. Da wird dann geguckt, welches Betriebssystem habe ich, wenn ich jetzt ein bestimmtes Produkt kaufen will. Im Internet, online haben wir das schon l&auml;nger. Jetzt kommt es halt in die Gesch&auml;fte.<br>\n&ldquo;Ich werde bewertet, ob ich zahlungskr&auml;ftig bin oder nicht&rdquo;<br>\nEhring: Und wie funktioniert das im Internet und wie kann ich m&ouml;glicherweise dem ausweichen oder das f&uuml;r mich nutzen, indem ich f&uuml;r mich besonders billige Preise heraushandele?<br>\nEbelt: Ganz grunds&auml;tzlich funktioniert das &uuml;ber Daten. Daten sind einfach unglaublich wertvoll. Deswegen werden sie einfach gesammelt, pers&ouml;nliche Daten &uuml;ber mein Einkaufsverhalten, &uuml;ber meine Reisebewegungen, wann ich wo bin, aber auch soziale Beziehungen sind wichtig, im welchen Milieu halte ich mich auf. Diese Daten werden dann von Algorithmen, also Computern verarbeitet und dann werden Absch&auml;tzungen getroffen. Ich werde bewertet, bin ich jetzt zahlkr&auml;ftig oder nicht.<br>\nDas ist hoch intransparent. Wir wissen nicht, was passiert. Deswegen ist es eine Riesenmachtverschiebung. Die Unternehmen haben viel Macht und Kontrolle, k&ouml;nnen uns &uuml;ber ihre Angebote in gewisser Weise auch steuern, und die Kund(inn)en wissen nicht viel und k&ouml;nnen sogar gezwungen werden im schlimmsten Fall, wenn zum Beispiel klar ist, ich fliege immer an dem und dem Tag zu einem Familienfest, dann sind die Fl&uuml;ge f&uuml;r mich genau an dem Datum einfach mal besonders teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/personalisierte-preise-es-steht-zu-befuerchten-dass-kunden.697.de.html?dram:article_id=369405\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierung r&uuml;stet sich gegen Immobilienblase<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sorgt f&uuml;r den Notfall vor. Ein Gesetzentwurf listet verschiedene Ma&szlig;nahmen auf, mit denen der Staat auf eine &Uuml;berhitzung des deutschen Immobilienmarkts reagieren k&ouml;nnte.<br>\nDas Bundesfinanzministerium will zus&auml;tzliche Instrumente schaffen, um Preisblasen auf dem deutschen Immobilienmarkt zu vermeiden. Dazu soll noch in dieser Wahlperiode ein Gesetz verabschiedet werden, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Kreise im Ministerium.<br>\nDer Gesetzentwurf sieht vor, dass bei einer Markt&uuml;berhitzung eine Obergrenze f&uuml;r den Fremdfinanzierungsanteil bei einem Immobilienkauf festgelegt werden kann. Au&szlig;erdem soll ein Zeitraum fixiert werden k&ouml;nnen, in dem ein gewisser Anteil eines Kredites zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;sste. Auch eine Grenze f&uuml;r die Schuldentragf&auml;higkeit eines Kreditnehmers bezogen auf sein Einkommen k&ouml;nnte definiert werden. M&ouml;glich w&auml;re zudem, dass eine Mindestr&uuml;ckzahlung vereinbart werden m&uuml;sste &ndash; tilgungsfreie Kredite w&auml;ren dann nicht mehr m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/immobilienblase-in-deutschland-bundesregierung-plant-vorsorge-a-1118073.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Dieses ist kein sozialer Gesetzentwurf, sondern soll daf&uuml;r sorgen, dass gen&uuml;gend zahlungsf&auml;hige Mieter f&uuml;r die Immobilieninvestoren zur Verf&uuml;gung stehen. In der ersten Stufe sind die Zinsen f&uuml;r Immobilienkredite gefallen, viele junge Menschen hatten Immobilienbesitz erworben und sind damit als Mieter ausgefallen. In der zweiten Stufe wurden diese Kredite altersm&auml;&szlig;ig gedeckelt. In der dritten Stufen sollen die M&ouml;glichkeiten der Aufnahme von Krediten f&uuml;r mittleren Einkommen praktisch unm&ouml;glich gemacht werden, da die Immobilienpreise extrem gestiegen sind, der angepeilte Fremdfinanzierungsanteil immer niedriger angesetzt wird und nur von Verm&ouml;genden und institutionellen Immobilieninvestoren erf&uuml;llt werden kann. Damit ist sichergestellt, dass immer gen&uuml;gend zahlungsf&auml;hige Mieter f&uuml;r teilweise explodierende Mieten zur Verf&uuml;gung stehen. Praktisch wird es bedeuten, dass zuk&uuml;nftig &uuml;ber 60% der arbeitenden Bev&ouml;lkerung sich keine eigenen Immobilien mehr leisten k&ouml;nnen, da sie die gesetzlichen Bedingungen nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Es passt in die &ldquo;schwarze-Null-Strategie&ldquo; des Dr. Sch&auml;uble.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spaniens Sozialisten auf dem Weg in den Untergang<\/strong><br>\nSpanien wird aller Voraussicht nach bis Ende dieser Woche eine neue Regierung haben, die eigentlich die alte ist: ein Kabinett der Konservativen unter F&uuml;hrung des umstrittenen Mariano Rajoy. Die zweitgr&ouml;&szlig;te Partei des Landes, die sozialistische PSOE, hat am Sonntag nach zehnmonatiger Blockade nunmehr den Weg hierf&uuml;r freigemacht. Ein kleiner Parteitag hat die Duldung einer konservativen Minderheitsregierung beschlossen.<br>\nDas erkl&auml;rte Ziel der Sozialisten: Spanien endlich aus der institutionellen Blockade herauszuholen. Denn die Politikverdrossenheit in der Bev&ouml;lkerung ist deutlich zu sp&uuml;ren. Die B&uuml;rger haben es satt, einem Kampf von Egoisten zuzusehen, die keine Koalition zustande bringen. Der offizielle Grund, weshalb dies nicht gelang: Niemand will mit der konservativen Volkspartei regieren, die von zahlreichen Korruptionsf&auml;llen gebeutelt ist. Die Konservativen haben zwar ihre absolute Mehrheit verloren, sind aber immer noch stimmenst&auml;rkste Partei. Es geht also nur schwer ohne sie.<br>\nIn Wirklichkeit ist das wahre Ziel der Sozialisten, einen weiteren &ndash; dritten &ndash; Urnengang innerhalb eines Jahres zu vermeiden. Denn Tatsache ist, dass sie bei den beiden j&uuml;ngsten Wahlen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt haben. Von daher war die Entscheidung, eine konservative Minderheitsregierung zu tolerieren, aus Sicht der Parteif&uuml;hrung das &ldquo;kleinere &Uuml;bel&rdquo;. Die Sozialisten stecken in einer tiefen Krise und haben erst vor drei Wochen ihren Vorsitzenden, Pedro S&aacute;nchez, in die W&uuml;ste geschickt. Der beharrte auf seinem &ldquo;no es no&rdquo; (nein ist nein) zu Rajoy und wollte weiter nach einer linken Mehrheit suchen.<br>\nManche Beobachter glauben nun sogar, die PSOE st&uuml;nde am Rande der Aufl&ouml;sung. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass dieses &ldquo;passive&rdquo; Mittragen einer konservativen Regierung durch die Sozialisten noch mehr von deren bisherigen W&auml;hlern dazu animieren wird, k&uuml;nftig f&uuml;r die &ldquo;neue Linke&rdquo; von Podemos (Wir K&ouml;nnen), zu stimmen.<br>\nWenn sich das neue linke Parteienb&uuml;ndnis &ldquo;Unido Podemos&rdquo; sich nicht selbst in F&uuml;hrungsk&auml;mpfen zerfleischt, wird es auf jeden Fall von dieser Krise der Sozialisten profitieren und sich als die einzige wirkliche Opposition profilieren k&ouml;nnen. Nicht umsonst twitterte der Vorsitzender Pablo Iglesias am Sonntag: &ldquo;Das Ende des Zweiparteiensystems. Die gro&szlig;e Koalition ist da.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/kommentar-spaniens-sozialisten-auf-dem-weg-in-den-untergang\/a-36144043\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider fehlt eine Podemos in Deutschland.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Im Dienst von Heimat und Kapital<\/strong><br>\nDank der Sozialisten bleibt die korrupte Rajoy-Regierung in Spanien im Amt. Die W&auml;hlerInnen werden ihr das nicht verzeihen.<br>\nSpanien bekommt eine Regierung und verliert eine Oppositionspartei. Die Sozialisten (PSOE) haben am Sonntag beschlossen, dem konservativen Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy durch Stimmenthaltung im Parlament erneut an die Regierung zu verhelfen. Der Preis f&uuml;r diese Entscheidung ist hoch. Zur&uuml;ck bleibt eine tief gespaltene und ihrer Glaubw&uuml;rdigkeit beraubte PSOE.<br>\nIm Dienste Spaniens habe es keine Alternative gegeben, lautet die Begr&uuml;ndung der Sozialisten. Dies ist ein Schlag ins Gesicht derer, die unter der r&uuml;cksichtslosen Krisen-Sparpolitik von Rajoys Partido Popular (PP) gelitten haben. Dank der PSOE bleibt auch die korrupteste Regierung im Amt, die Spanien seit der R&uuml;ckkehr zur Demokratie je hatte. Hunderte, teils namhafte, Parteimitglieder stehen in Korruptionsverfahren vor Gericht. Im gr&ouml;&szlig;ten Prozess geht es um die illegale Finanzierung der PP in den letzten Jahrzehnten. Was dort bekannt wird, erinnert eher an eine Mafia als an eine politische Kraft.<br>\nDie Sozialisten wollen jetzt den Kurs der Regierung aus der Opposition heraus beeinflussen. Dies ist tats&auml;chlich m&ouml;glich, denn Rajoy braucht auch k&uuml;nftig bei jeder wichtigen Entscheidung die Stimmen der rechtsliberalen Ciudadanos (C&rsquo;s) und die Enthaltung von mindestens 11 Abgeordneten. Andersherum bedeutet dies, dass alle Parteien gemeinsam die PP und selbst ein B&uuml;ndnis aus PP und C&rsquo;s niederstimmen k&ouml;nnen. Es besteht also die M&ouml;glichkeit, Gesetze gegen den Willen der Regierung durchs Parlament zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Spanische-Sozialisten\/!5347837\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Syrien und kein Ende <\/strong><br>\nZum einen: es hat keinen Sinn, wenn diejenigen, um die es geht, bei Verhandlungen gar nicht am Tisch sitzen. Zum anderen: es ist den Menschen in Aleppo egal, wer die Bomben schmei&szlig;t, Hauptsache, der Beschuss h&ouml;rt auf. Es macht f&uuml;r die Opfer keinen Unterschied, ob sie im Ostteil Aleppos von &bdquo;russischen&ldquo; und &bdquo;syrischen&ldquo; Bomben aus der Luft getroffen werden oder im Westteil von Bodenraketen diverser oppositioneller Kr&auml;fte.<br>\nEs hilft nicht, danach zu fragen, ob man die jetzige Situation h&auml;tte vermeiden k&ouml;nnen &ndash; obwohl die Vorstellung schmerzt, dass genau das der Fall gewesen sein k&ouml;nnte, wenn politisches Handeln von Intelligenz und den immer wieder zitierten Menschenrechten getragen worden w&auml;re, statt von geopolitischen Macht&uuml;berlegungen, ganz gleich von welcher Seite &ndash; aber es hilft sehr wohl, die jetzige Situation zu analysieren, sie im Zusammenhang und nicht als Momentaufnahme zu sehen, um keine weiteren Fehler zu begehen.<br>\nAls erstes: das unendliche Leid der Menschen in Syrien dient nur noch dazu Schuldzuweisungen zu bebildern. Nach halbwegs logischen Motiven f&uuml;r das, was passiert, wird nicht gefragt.<br>\nErinnert sich noch jemand an die Anf&auml;nge? Im Gefolge des arabischen Fr&uuml;hlings machten sich auch in Syrien oppositionelle Kr&auml;fte bemerkbar, die von Assad brutal bek&auml;mpft wurden. W&auml;hrend ein Teil des Westens dar&uuml;ber diskutierte, die sogenannte gem&auml;&szlig;igte Opposition zu unterst&uuml;tzen, schuf ein anderer Teil vollendete Tatsachen und lieferte Waffen und know how. Damals weit von sich gewiesen, heute unbestritten: es gab keine exakte Trennungslinie zwischen &bdquo;gem&auml;&szlig;igter&ldquo; Opposition und terroristischen Gruppen. Mit anderen Worten: Vom Westen gelieferte Waffen sind in die falschen H&auml;nde geraten. Der Konflikt wurde nicht entsch&auml;rft &ndash; dadurch dass der Westen &bdquo;die&ldquo; Opposition (die es als berechenbare einheitliche politische Kraft nie gab) unterst&uuml;tzte -, sondern er wurde befeuert.<br>\nDie Interessenlage der USA und Russlands war klar. Die Amerikaner wollten einen Regime-Change. Die Russen wollten Assad halten. Das hatte auf beiden Seiten weniger mit der Person Assad zu tun, als mit der Frage des jeweiligen politischen Einflusses.<br>\nSelbst wenn man sich im Sinne der Menschenrechte eine Abl&ouml;sung Assads gew&uuml;nscht h&auml;tte &ndash; wie naiv oder verantwortungslos war es, einen Staatschef zum Teufel jagen zu wollen, ohne auch nur in Ans&auml;tzen eine funktionierende Ersatzstruktur liefern zu k&ouml;nnen! Schon gar nach den Erfahrungen in Libyen. Libyen ist kaputt. Vor ein paar Tagen noch sagte der EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk: &bdquo;Niemand hat eine Idee f&uuml;r Libyen, ehrlich gesagt.&ldquo;<br>\nEs gab bereits in den Anf&auml;ngen Vorschl&auml;ge, &uuml;ber die Zukunft Syriens unter internationaler Beteiligung zu beraten, unter Einbeziehung der USA und Russlands. Aber die USA verweigerten den Dialog mit Assad. Wenn man vorgibt, im Sinne von Menschenrechten zu handeln, kann man sich dann die Haltung: &bdquo;Mit Dir red&lsquo; ich nicht&ldquo; leisten?<br>\nDer Konflikt eskalierte und es kam der Punkt, an dem die sogenannte internationale Gemeinschaft beschloss, den IS in Syrien zu bombardieren. Der hatte das Machtvakuum n&auml;mlich ausgenutzt und seine Basis erweitert. Fortan flogen Kampfjets der US-Koalition Angriffe. Das ging eine Weile, ohne dass nennenswerte Erfolge &ndash; in dem Sinne, dass der IS zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden konnte &ndash; erzielt wurden. Dann griff Russland auf Anfrage aus Damaskus in die K&auml;mpfe ein. Diese konzertierte Aktion wirkte. Doch bald wurde dar&uuml;ber gestritten, ob Russland seine Angriffe nicht auch gegen die &bdquo;gem&auml;&szlig;igte&ldquo; Opposition flog, um Assad zu st&uuml;tzen, statt nur gegen den IS.<br>\nBemerkenswert in der Berichterstattung und der politischen Diskussion ist an dieser Stelle zweierlei. Zum einen f&auml;llt auf, dass erst dann angefangen wurde zivile Opfer zu z&auml;hlen, als auch Russland mitgebombt hat. Vorher waren das &ndash; falls &uuml;berhaupt erw&auml;hnt &ndash; bedauerliche Kollateralsch&auml;den. Zum anderen wurde an keiner Stelle die Tragik ernsthaft thematisiert, die darin bestand und besteht, dass es keine klaren Trennlinien zwischen der &bdquo;gem&auml;&szlig;igten&ldquo; Opposition und terroristischen Gruppierungen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/russlandkontrovers.de\/syrien-und-kein-ende\/\">Gabriele Krone-Schmalz auf russlandkontrovers<\/a>\n<p><strong>dazu: Luftangriff auf Gazastreifen<\/strong><br>\nDie israelische Luftwaffe hat erneut einen Angriff auf den Gazastreifen geflogen.<br>\nZiel war ein St&uuml;tzpunkt der radikal-islamischen Hamas im Norden des Pal&auml;stinensergebiets. Von dort soll zuvor eine Rakete auf den S&uuml;den Israels abgefeuert worden sein. Nach israelischen Rundfunk-Angaben landete sie jedoch noch im Gazastreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/israel-luftangriff-auf-gazastreifen.447.de.html?drn:news_id=670314\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine d&uuml;rre Meldung. Man stelle sich die Reaktion vor, es w&auml;ren russische Kampfflugzeuge gewesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Antiamerikanismus &ndash; Ein Kampfbegriff zur Abwehr von Kritik<\/strong><br>\nAntiamerikanismus gab es schon lange vor der Westbindung Deutschlands, sagt der Historiker Max Paul Friedman. Das Freiheitsmodell der Amerikaner passe einigen Europ&auml;ern nicht in den Kram. Mittlerweile nutze die amerikanische Politik die Ressentiments aber f&uuml;r ihre eigenen Zwecke.<br>\nAber was hei&szlig;t eigentlich Antiamerikanismus? In Mexiko, zum Beispiel, ist Trump eine Hassfigur. Die Mauer, die er an der Grenze zwischen den USA und Mexiko zu bauen verspricht, findet kaum zwei Prozent Zustimmung in Mexiko. Aber trotzdem empfinden 66 Prozent der Mexikaner die Vereinigten Staaten generell immer noch als positiv.<br>\nIn Europa sieht es &auml;hnlich aus. Der Spiegel nennt Trump den gef&auml;hrlichsten Mann der Welt. Nur 9 Prozent aller Europ&auml;er haben Vertrauen, dass Trump in der Weltpolitik das Richtige tun w&uuml;rde. Aber 77 Prozent vertrauen immer noch auf Barack Obama. Bei George W. Bush waren es 14 Prozent. Alle drei sind Amerikaner. Die Schwankungen zeigen, dass es hier nicht um tief verwurzelte Vorurteile geht, sondern um die Bewertung von F&uuml;hrungsqualit&auml;ten und einer Au&szlig;enpolitik, die je nach Pr&auml;sidenten sich ver&auml;ndert.<br>\nEs gibt &uuml;ber jedes Land Stereotypen. Der Begriff &ldquo;Antiamerikanismus&rdquo; ist aber einzigartig. Er behauptet, dass die Ablehnung gegen Amerika ideologische und antidemokratische Quellen hat. Wir Amerikaner erz&auml;hlen uns gerne, dass Widerstand oder Kritik immer irrational ist, weil niemand ernsthaft gegen die Freiheit und die Demokratie sein kann.<br>\n&ldquo;Antiamerikanismus&rdquo; als Konzept dient den Zweck, Kritik aus dem Ausland wegzudenken oder mundtot zu machen. Im innenpolitischen Bereich ist das Wort seit dem 19. Jahrhundert ein Kampfbegriff f&uuml;r die Rechten gewesen, womit sie versuchen, linksliberale und reformorientierte Amerikaner als unpatriotisch zu brandmarken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/antiamerikanismus-ein-kampfbegriff-zur-abwehr-von-kritik.1005.de.html?dram:article_id=369352\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Gauck-Nachfolger gefunden: SPD und Union einigen sich auf &ldquo;Freiheit&rdquo; kr&auml;chzenden Papagei<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Schon seit Wochen ist die Frage nach dem Nachfolger Joachim Gaucks als Bundespr&auml;sident Gegenstand von Spekulationen. Nun haben sich CDU und SPD &uuml;berraschend auf einen Kandidaten geeinigt, der seinem Vorg&auml;nger im Amt in nichts nachstehen soll: Ein 42-j&auml;hriger Papagei, der st&auml;ndig das Wort &ldquo;Freiheit&rdquo; kr&auml;chzt, soll deutsches Staatsoberhaupt werden. [&hellip;]<br>\nDie SPD k&uuml;ndigte an, ihren bisherigen Favoriten f&uuml;r die Kandidatur, eine Eule aus Detmold, zugunsten des Kompromisskandidaten zur&uuml;ckzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/10\/gauck-nachfolger-papagei.html#more\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Letzte: G&ouml;ring-Eckardt schw&ouml;rt Partei auf Wahlkampf ein<\/strong><br>\nDie Vorsitzende der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Katrin G&ouml;ring-Eckardt, hat ihre Partei auf einen harten Bundestagswahlkampf eingeschworen. Es gebe eine Partei, &ldquo;bei der das Auseinanderdriften der Gesellschaft Programm ist: die AfD&rdquo;. Das sagte sie am Samstag bei einem Parteitag in Halle. Mit Blick auf die Rechtspopulisten sagte G&ouml;ring-Eckardt, das Wahljahr werde dar&uuml;ber entscheiden, ob es um Zusammenhalt oder Auseinanderdriften in der Gesellschaft gehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/goring-eckardt-schwort-partei-auf-wahlkampf-ein-1.5570106\">Nordbayern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unsere Leserinnen und Leser m&ouml;gen die Wortwahl entschuldigen, aber man kann hier nur noch kotzen. Die AfD ist nicht der Grund f&uuml;r ein &ldquo;Auseinanderdriften der Gesellschaft&rdquo;, sie ist eine Folge davon. Die Verantwortung daf&uuml;r tragen gerade auch die Gr&uuml;nen, die in der Koalition mit der SPD die Agenda 2010 durchgesetzt haben, die eine wesentliche Ursache f&uuml;r die immer weiter fortschreitende soziale Polarisierung war und ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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