{"id":35577,"date":"2016-10-27T08:45:22","date_gmt":"2016-10-27T06:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577"},"modified":"2016-10-27T08:45:22","modified_gmt":"2016-10-27T06:45:22","slug":"hinweise-des-tages-2741","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h01\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h02\">Bundesregierung warnt vor drohender Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h03\">Mindestlohn bleibt trotz Erh&ouml;hung Niedriglohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h04\">Gesch&ouml;nte Bilanz f&uuml;rs Wahljahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h05\">Unternehmen sparen, Kunden b&uuml;&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h06\">Hunderte Bundeswehrsoldaten nach Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h07\">Eine unendliche Mission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h08\">&ldquo;Faktisch ein internationales Tribunal von Wei&szlig;en gegen Afrikaner&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h09\">T&uuml;rkei enteignet Tausende Firmen und Institutionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h10\">Baden-W&uuml;rttemberg kopiert Sachsen: Bezahlstudium f&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder im L&auml;ndle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h11\">Der Tag, der unser Leben ver&auml;nderte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h12\">Trump zu Clintons Syrienpolitik &ldquo;Dann gibt es einen Dritten Weltkrieg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h13\">Katrin G&ouml;ring-Eckardt &ndash; eine engagierte Intellektuelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h14\">Zu guter Letzt: Ausgewogener Kommentar zu CETA versehentlich auf tagesschau.de ver&ouml;ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35577#h15\">Das Allerletzte: Oh doch, es gibt gute und b&ouml;se Bomben!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das Misstrauen ist berechtigt<\/strong><br>\nDie EU-Kommission gibt zu, dass die Vertr&auml;ge kein nennenswertes Wachstum erzeugen. Es geht nur um den Lobbyismus der Konzerne. Die Wallonen sind nicht allein mit ihrer Angst, wenn es um das Freihandelsabkommen Ceta geht. Auch in anderen EU-Staaten f&uuml;rchten viele Menschen, dass die Standards sinken und die transatlantischen Konzerne zu m&auml;chtig werden. Dieses Misstrauen ist berechtigt, denn eine sehr simple Frage konnte nie schl&uuml;ssig beantwortet werden: Wozu ben&ouml;tigt man eigentlich ein Freihandelsabkommen, wenn der Handel l&auml;ngst floriert und die Z&ouml;lle niedrig sind? Selbst die EU-Kommission hat l&auml;ngst zugegeben, dass ihre geplanten Vertr&auml;ge mit Kanada und den USA kein nennenswertes Wachstum erzeugen w&uuml;rden. Dies wirft sofort eine weitere Frage auf: Wenn es nicht um den Handel geht, worum dann? Die Kritiker liegen genau richtig, wenn sie vermuten, dass die Vertr&auml;ge nur den Lobbyismus der Konzerne erleichtern sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Ceta-und-TTIP\/!5348219\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Der selbsternannte Retter<\/strong><br>\nMartin Schulz ist in der Ceta-Krise omnipr&auml;sent. Wieso nur? Sein Engagement sorgt in Br&uuml;ssel jedenfalls f&uuml;r Stirnrunzeln. Diese Krise kommt f&uuml;r Martin Schulz wie gerufen. Gerade war der Chef des Europaparlaments ein wenig in Vergessenheit geraten. Im Streit um Ceta hatte Schulz bisher nicht viel zu melden; sein Genosse Sigmar Gabriel f&uuml;hrte beim SPD-Konvent die Regie und gab auch die Richtung vor. Nicht sch&ouml;n f&uuml;r Schulz, der sich gern als Pr&auml;sident f&uuml;r alle und alles in Europa pr&auml;sentiert.<br>\nNun steht er wieder im Rampenlicht. Schulz sch&uuml;ttelt H&auml;nde, gibt Interviews, vermittelt zwischen Namur, der Hauptstadt der Wallonie, Br&uuml;ssel und nat&uuml;rlich auch Berlin. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt er dem Parteivorstand der SPD an, als Europa-Beauftragter. Regelm&auml;&szlig;ig reist er an die Spree, um die EU-Politik zwischen Gabriel und seinem Freund Jean-Claude Juncker abzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Aktivitaet-des-EU-Parlamentspraesidenten\/%215348268\/\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Kanada w&uuml;rde auf Investorengerichte verzichten, aber die EU-Kommission nicht<\/strong><br>\nDie wichtigste und &ndash; wenn sie stimmt &ndash; bisher nicht bekannte Aussage des wallonischen Ministerpr&auml;sidenten Paul Magnette gegen&uuml;ber Jean Quatremer von Lib&eacute;ration betraf die in Ceta vorgesehenen Spezialgerichte f&uuml;r Investoren. Die Kanadier, mit denen Magnette sehr zum Missfallen der Kommission und der hiesigen Medien die Frechheit hatte, direkt zu reden, h&auml;ngen &uuml;berhaupt nicht an den Spezialgerichten f&uuml;r Investoren, die den Wallonen (und vermutlich einer Mehrheit der europ&auml;ischen B&uuml;rger) ein Dorn im Auge sind. Es sind die EU-Kommission und ihre Alliierten unter den europ&auml;ischen Regierungen, die hierauf beharren. Plausibel ist das allemal. Denn dass die Kanadier unter den Industriel&auml;ndern das Hauptziel von Investorenklagen waren, l&auml;sst sich in den j&auml;hrlichen Berichten der Unctad nachlesen. Hauptkl&auml;ger waren US-Konzerne. (&hellip;) Vermutlich &uuml;bt die US-Regierung nicht unbetr&auml;chtlichen Druck auf die EU-Kommission und die Wallonie aus, die spezielle Investorengerichtsbarkeit im Vertrag mit Kanada auf jeden Fall umzusetzen. F&uuml;r die USA ist das in einer wichtigen Hinsicht noch besser als ein eigener Deal mit den Europ&auml;ern. Praktisch jedes international t&auml;tige US-Unternehmen hat einen Ableger in Kanada, den es dann bei Bedarf nutzen k&ouml;nnte, um gegen europ&auml;ische Staaten zu klagen. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die USA, die ja offiziell gar nicht Partei in den Verhandlungen sind, keinerlei Zugest&auml;ndnisse machen, und auch keine zus&auml;tzlichen Klagen von europ&auml;ischen Unternehmen gegen die USA f&uuml;rchten. Das Beste aus allen Welten sozusagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/699-magnette\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundesregierung warnt vor drohender Altersarmut<\/strong><br>\nDie Bundesregierung warnt vor drohender Altersarmut. Viele B&uuml;rger w&uuml;rden im Ruhestand nicht ausreichend finanziell abgesichert sein, sollten sie nicht selbst mehr f&uuml;r ihre Altersvorsorge tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/karriere\/rente-bundesregierung-warnt-vor-drohender-altersarmut-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-161026-99-941043\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.V.:<\/strong> Eigentlich m&uuml;sste die Schlagzeile lauten: &ldquo;Bundesregierung warnt vor den Folgen ihrer eigenen Politik!&rdquo; Denn einerseits haben die sie tragenden Parteien das Rentenniveau immer weiter abgesenkt, um den Banken, Versicherungen und &ldquo;Finanzdienstleistern&rdquo; &agrave; la Maschmeyer ein gewinntr&auml;chtiges Gesch&auml;ftsfeld zu er&ouml;ffnen. Andererseits haben sie Europas gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor geschaffen, dessen Verarmungsaussichten im Alter sie nun beklagen. Und was ist die L&ouml;sung des Problems?<\/em><br>\n<em>Die von Armut Bedrohten, die heute schon kaum &uuml;ber die Runden kommen, sollen hohe Beitr&auml;ge in die privaten Rentenprodukte der Banken, Versicherungen und &ldquo;Finanzdienstleister&rdquo; einzahlen, in der vagen Hoffnung, dies Geld irgendwann als Zusatzrente ausbezahlt zu bekommen. Auf gleiche Weise kann man auch den Hungernden in der Welt empfehlen, sie m&ouml;chten doch bitte die H&auml;lfte des zu wenigen Essens zur&uuml;cklegen, damit sie in Zukunft nicht mehr hungern m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> Der Artikel passt sehr gut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35536\">zum Beitrag<\/a> auf den Nachdenkseiten vom 24.10.16 mit der &Uuml;berschrift: &bdquo;Es ist erschreckend, mit welch riesigen Betr&auml;gen es Maklern gelingt, Betriebsr&auml;te zu bestechen&ldquo;, berichtet ein NachDenkSeiten Leser. Es ist schon eine starke Leistung von Seiten des Gesetzgebers erst ein staatlich verordnetes Altersarmutsprogramm zu verabschieden (Rentenk&uuml;rzung), um dann die Leute mit erhobenen Zeigefinger zu ermahnen, dass sie ja nicht vergessen sollen, f&uuml;r ihre Altersvorsorge zu sparen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Drei-S&auml;ulen-Modell bereits gescheitert<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist zynisch, wenn die Bundesregierung Geringverdienenden angesichts niedriger Renten empfiehlt, privat vorzusorgen. Das Drei-S&auml;ulen-Modell der Alterssicherung ist bereits heute gescheitert&rdquo;, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Presseberichte zum Alterssicherungsbericht der Bundesregierung. Birkwald weiter: &ldquo;Die vollmundigen Versprechen der vergangenen Jahre, das Gesamtversorgungsniveau im Alter aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Altersvorsorge stiege an und w&uuml;rde die K&uuml;rzungen der gesetzlichen Rente sogar &uuml;berkompensieren, sind nun endg&uuml;ltig als haneb&uuml;chener Unsinn enttarnt. Es ist kein Wunder, dass die Legitimation staatlicher Institutionen schwindet, wenn die Menschen in sozialen Notlagen auf den freien Markt verwiesen werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/drei-saeulen-modell-bereits-gescheitert\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestlohn bleibt trotz Erh&ouml;hung Niedriglohn<\/strong><br>\n&bdquo;Wer allen Ernstes glaubt, mit 34 Cent mehr Mindestlohn die Konsumnachfrage zu steigern, glaubt auch, dass soziale Gerechtigkeit vom Himmel f&auml;llt&ldquo;, kommentiert Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den Beschluss des Bundeskabinetts, den Mindestlohn um 34 Cent auf 8,84 Euro zu Jahresbeginn 2017 anzuheben. Krellmann weiter: &bdquo;Mieten steigen, Strom wird teurer und auch der Preis f&uuml;r das Busticket erh&ouml;ht sich wieder. Das ist die Realit&auml;t von Millionen von Menschen in diesem Land. Deren Balance-Akt zwischen &sbquo;alles wird teurer&lsquo; und zu wenig Lohn l&auml;sst sich mit dieser Mindestlohnerh&ouml;hung sozial nicht gerecht begegnen. Auch der Bundesregierung ist bekannt, dass allen, die weniger als 11,68 Euro die Stunde verdienen, Altersarmut droht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mindestlohn-bleibt-trotz-erhoehung-niedriglohn\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mindestlohn-Plus kostet eine Milliarde Euro<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hebt den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 8,50 Euro auf 8,84 Euro an. Auf die Wirtschaft kommen erhebliche Mehrkosten zu. Aber auch die Verbraucher d&uuml;rften das sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Mindestlohn-Plus-kostet-eine-Milliarde-Euro-article18937646.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Polemik, wie immer. L&ouml;hne sind hierzulande immer nur ein Kostenfaktor, nie Konsumgrundlage. Sachverstand und Medien ade, das fusioniert nimmer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesch&ouml;nte Bilanz f&uuml;rs Wahljahr<\/strong><br>\n&raquo;Nur wenige Kinder in Deutschland leiden unter materieller Not&laquo;, hei&szlig;t es im noch nicht ver&ouml;ffentlichten Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung, aus dem die &raquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&laquo; am Montag zitierte. Nach Z&auml;hlweise des federf&uuml;hrenden Bundesarbeitsministeriums sei demnach jedes 20. Kind mit Armut konfrontiert. Seit dem Anstieg der Zahlen bis Mitte des vergangenen Jahrzehnts habe sich die Armutsrisikoquote bei Kindern nicht weiter erh&ouml;ht, behaupten die Autoren. Wenn der Anteil der Haushalte &raquo;mit einem beschr&auml;nkten Zugang zu einem gewissen Lebensstandard und den damit verbundenen G&uuml;tern&laquo; betrachtet werde, dann seien f&uuml;nf Prozent der Kinder betroffen. Das &uuml;berrascht, stieg doch die Armutsgef&auml;hrdungsquote den letzten Jahren immer weiter an. Lag sie 2003 noch bei 13,5 Prozent, waren es 2014 bereits 16,7 Prozent. Da Alleinerziehende und Familien mit geringen Einkommen als besonders gef&auml;hrdet gelten, scheint es unwahrscheinlich, dass die Kinderarmut stagniert oder gar r&uuml;ckl&auml;ufig ist.<br>\nBeim Blick auf die Zahlen, mit denen die Regierung im Entwurf arbeitet, dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass man hier die Armut unter Kindern kleinrechnet. Das Deutsche Kinderhilfswerk z&auml;hlt zum Beispiel drei Millionen Kinder, die hierzulande in Armut leben. Jedes f&uuml;nfte Kind sei betroffen, so der Verband. Tats&auml;chlich r&auml;umen die Autoren des Berichtes ein, dass von den insgesamt 12,9 Millionen Kindern in Deutschland bis zu 2,4 Millionen &ndash; also mehr als ein F&uuml;nftel &ndash; einem Armutsrisiko unterl&auml;gen, weil die Haushalte, in denen sie lebten, &uuml;ber weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verf&uuml;gten. Allerdings ist Armutsgef&auml;hrdung nach Lesart der Bundesregierung nicht gleichbedeutend mit Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1029875.geschoente-bilanz-fuers-wahljahr.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unternehmen sparen, Kunden b&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nDie Postbank schlie&szlig;t Filialen, der Metronom streicht Zugfahrten, die Lufthansa fliegt mit kleinerer Crew. Lange galt knappes Personal als Erfolgsfaktor. Nun wird die alte Strategie zur Gefahr &ndash; und zur Last f&uuml;r die Kunden.<br>\nSchlank und agil gegen die Konkurrenz &ndash; dieses Credo galt jahrelang als unumst&ouml;&szlig;liche Maxime erfolgreicher Unternehmen. Nun kehrt sich das Effizienzdiktat gegen die Wirtschaft und gegen ihre Kunden. Die knappe Personaldecke bringt Unternehmen reihum in Not. Besonders f&auml;llt der Wandel dort auf, wo es um Dienstleistungen geht. Anfang Oktober schloss die Postbank stunden- und tageweise Filialen, die Privatbahn Metronom stellte Mitte des Monats mehrere Zugfahrten ein, f&uuml;r den Sommer plante die Lufthansa auf vielen Strecken weniger Flugbegleiter ein. &Uuml;berall qu&auml;lte die Firmen das gleiche Problem: zu wenig Personal. [&hellip;]<br>\nAuf der Suche nach mehr Effizienz haben viele Unternehmen einen zentralen Wettbewerbsvorteil wegrationalisiert: Flexibilit&auml;t. Denn mittlerweile lassen sich f&uuml;r viele Jobs kurzfristig keine zus&auml;tzlichen Kr&auml;fte mehr finden. Der Fachkr&auml;ftemangel zeigt sich erstmals offensichtlich und bringt die Strategie der knappen Ressourcen vieler Unternehmen ins Wanken. [&hellip;]<br>\nH&auml;nderingend suchen die betroffenen Unternehmen nach L&ouml;sungen. &ldquo;Personalknappheit wird in der Industrie zu einem immer gewichtigeren Thema&rdquo;, bemerkt auch Unternehmensberater Gerhard Nowak von Strategy&amp;, der Strategieberatung von PricewaterhouseCoopers. Da Leiharbeiterpools bei manchen Fachrichtungen nur wenig Abhilfe schafften, k&ouml;nnten L&uuml;cken teils nur schwer mit alternativem Personal geschlossen werden. Die knappe Personaldecke und der sich abzeichnende Fachkr&auml;ftemangel k&ouml;nnten sich &uuml;berlagern und verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/personalmangel-unternehmen-sparen-fuer-effizienz-den-service-kaputt-a-1118292.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine derma&szlig;en groteske L&uuml;gerei und Verzerrung der Wirklichkeit, da f&auml;llt einem wirklich nichts mehr ein. An der gewollt d&uuml;nnen Personaldecke sind also nicht die Unternehmen selbst schuld, die auf Rendite und Shareholder Value getrimmt wurden, sondern &ndash; &ldquo;der Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;. Bei aktuell offizi&ouml;s 3,5 Millionen, realistisch 5 Millionen Arbeitslosen, von denen die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit Fachkr&auml;fte sind, die h&auml;nderingend einen Arbeitsplatz suchen. Bei um 20 Prozent zu niedrigen L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern in Deutschland. Aber: im Jahr 2030 werden angeblich &uuml;ber 5 Millionen Arbeitskr&auml;fte fehlen. Anscheinend wirkt sich der prognostizierte, durch nichts belegte angebliche zuk&uuml;nftige Mangel durch ein Loch im Raum-Zeit-Kontinuum schon heute aus. M&ouml;glicherweise ist das Loch aber auch ein plot hole in dieser haneb&uuml;chenen Story.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hunderte Bundeswehrsoldaten nach Osteuropa<\/strong><br>\nBeim NATO-Treffen in Br&uuml;ssel treiben die Verteidigungsminister die Aufr&uuml;stung in Osteuropa voran. Rund 4000 Soldaten werden dort stationiert &ndash; unter ihnen 400 bis 600 deutsche, wie Verteidigungsministerin von der Leyen mitteilte.<br>\nGut drei Monate ist der gro&szlig;e NATO-Gipfel von Warschau nun her, auf dem die Allianz ihre k&uuml;nftige Doppelstrategie gegen&uuml;ber Russland beschlossen und verk&uuml;ndet hat. Mit einer Mischung aus Druck und Dialog will man dem Bem&uuml;hen Moskaus begegnen, verlorenen Einfluss auf die L&auml;nder der ehemaligen Sowjetunion und das weitere geopolitische Umfeld zur&uuml;ckzugewinnen und den neuen alten Gro&szlig;machtanspruch auch milit&auml;risch zu untermauern.<br>\nBesonders das aggressive Vorgehen der Russen im Ukrainekonflikt und die v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion der Krim im Fr&uuml;hjahr 2014 hatten das B&uuml;ndnis bewogen, an seiner Ostflanke wieder mehr f&uuml;r die Abschreckung zu tun: &ldquo;Wir sind auf dem richtigen Weg&rdquo;, so NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg. &ldquo;Wir setzen die Entscheidungen des Gipfels um. Entscheidungen, die unseren Menschen Sicherheit bieten in einer gef&auml;hrlicheren Welt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-zu-russland-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Im Text wird Russland zun&auml;chst &bdquo;Gro&szlig;machtanspruch&ldquo; und ein &bdquo;aggressives Vorgehen&ldquo; unterstellt, damit die Aufr&uuml;stung an der sog. &bdquo;Ostflanke&ldquo; irgendwie gerechtfertigt erscheint. Deutsche Soldaten &uuml;bernehmen dabei sogar die F&uuml;hrung von &bdquo;battle groups&ldquo; in der N&auml;he der russischen Grenze. Das nennt die zust&auml;ndige Ministerin dann auch noch ein &bdquo;starkes defensives Signal&ldquo;. Diese absurde Sprachregelung &uuml;bernehmen wiederum die Kommentatoren, wie Ulrich Ladurner auf Zeit Online: Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;<a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/ladurnerulrich\/2016\/10\/26\/jetzt-wird-es-ernst\/\">Jetzt wird es ernst<\/a>&ldquo; schreibt er:<\/em><\/p>\n<p><em>K&ouml;nnte man die Entsendung dieser Kampfbataillone als verantwortungslose, russlandfeindliche Aufr&uuml;stung bezeichnen? Nein, denn diese Truppe hat &ndash; auch wenn sie vom Tag eins ihrer Entsendung Krieg f&uuml;hren k&ouml;nnte &ndash; einen im Kern defensiven Charakter. Sie ist eine n&ouml;tige Reaktion auf Putins Politik, nicht ein mutwilliger feindlicher Akt gegen Russland.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wenn doch Deutschland beim US-amerikanischen Kriegskurs nicht mitmachen w&uuml;rde &hellip;<\/strong><br>\n&hellip; und es ein wenig mehr Wahrheit im Umgang mit Russland g&auml;be<br>\nMatthias Platzeck, ehemaliger Vorsitzender der deutschen SPD, ehemaliger Ministerpr&auml;sident des Bundeslandes Brandenburg und heute Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, hat es in aller Deutlichkeit in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (19. Oktober 2016) gesagt: Die Gefahr eines direkten Krieges mit Russland ist so gross wie lange nicht mehr. Drohgeb&auml;rden und Sanktionen gegen Russland haben nichts Positives erreicht. Im Gegenteil, die Beziehungen zu Russland haben sich in den vergangenen drei Jahren stetig verschlechtert. Die Situation ist &laquo;so dramatisch, wie sie seit mindestens 25, 26 Jahren nicht war&raquo;.<br>\nMatthias Platzeck sagte dies wenige Stunden vor einem Treffen der Pr&auml;sidenten von Frankreich, Russland und der Ukraine mit der deutschen Bundeskanzlerin. Und er f&uuml;gte hinzu, er finde es &laquo;sehr klug und sehr weitsichtig&raquo;, dass die Europ&auml;ische Union wenige Tage zuvor auf weitergehende Sanktionen gegen Russland verzichtet hat. Angela Merkel hatte zum Treffen nach Berlin eingeladen, und jeder vern&uuml;nftige Mensch kann nur hoffen, dass es doch noch Wege zu einer diplomatischen L&ouml;sung des sich zuspitzenden Konfliktes mit Russland gibt.<br>\nDazu w&uuml;rde es aber auch geh&ouml;ren, im Umgang mit der Politik Russlands in den vergangenen Jahren und auch im Umgang mit der eigenen westlichen Politik seit 1990 ein wenig mehr die Wahrheit gelten zu lassen. Davon sind die deutschen Leitmedien leider noch weit entfernt. Statt dessen wird gegen Stimmen, die diesen Leitmedien nicht passen, massiv polemisiert (Stichwort &laquo;Verschw&ouml;rungstheorie&raquo;) und vorgegangen  &ndash; mit dem Hauptziel, alle Stimmen, die versuchen, die Politik der USA, der Nato-Staaten und der EU kritisch zu beleuchten und Russlands Politik sachlich angemessen und ausgewogen darzustellen, zu diskreditieren und als von Russlands Pr&auml;sidenten gelenkt erscheinen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/de\/963\">Seniora<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine unendliche Mission<\/strong><br>\nDie Bundeswehr ist im Mittelmeer auf permanente Pr&auml;senz aus &ndash; Migrationsbek&auml;mpfung ist daf&uuml;r ein willkommener Anlass<br>\nDas Mittelmeer z&auml;hlt mittlerweile zu den am intensivsten &uuml;berwachten Gebieten weltweit. Zu den &Uuml;berwachungsbausteinen z&auml;hlen neben der Grenzschutzagentur Frontex auch das Europ&auml;ische Grenz&uuml;berwachungssystem Eurosur, bei dem Drohnen, Aufkl&auml;rungsger&auml;te, Sensoren, hochaufl&ouml;sende Kameras und Satellitensuchsysteme eingesetzt werden. Die Operationsr&auml;ume, Infrastruktur und Logistik der Migrationsbek&auml;mpfungsmissionen und weiterer Milit&auml;roperationen &uuml;berschneiden sich und teilen sich zunehmend die Aufgaben; es gibt unausgesprochene gemeinsame geopolitische Interessen. Diese erkl&auml;ren auch, weshalb heute noch immer Gefl&uuml;chtete und Migrant_innen im Mittelmeer ertrinken m&uuml;ssen.<br>\nIm Jahr 2015 beschloss die Bundeswehr, mit Marineschiffen offiziell zur Seenotrettung und Bek&auml;mpfung der Schleuserstrukturen beizutragen. Seitdem beteiligt sich die Bundesmarine nicht nur an der UNIFIL-Mission vor der K&uuml;ste Libanons (1) und der offiziell gegen den IS gerichteten Operation Inherent Resolve, sondern auch an drei zivil-milit&auml;rischen Operationen zur Migrationseind&auml;mmung im Mittelmeer: der Operation Sophia, dem NATO-Einsatz in der &Auml;g&auml;is und der Operation Sea Guardian. Damit erh&auml;lt die Bundeswehr gemeinsam mit Milit&auml;rverb&auml;nden weiterer Staaten das Recht, den kompletten See- und Luftraum des Mittelmeers zu patrouillieren. Die Migrationskontrolle wird zum Mittel f&uuml;r die Durchsetzung wirtschaftlicher und geopolitischer Interessen der Gro&szlig;macht Deutschland &ndash; auf Kosten Tausender Menschenleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/10\/25\/eine-unendliche-mission\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>Dazu: UN: Mehr Migranten im Mittelmeer umgekommen als 2015<\/strong><br>\nIm bisherigen Jahresverlauf sind mehr Migranten im Mittelmeer umgekommen als im gesamten Jahr zuvor, das sei die schlimmste Bilanz, mit der man bislang konfrontiert worden sei, gab der Sprecher des UNHCR heute bekannt 3.800 Menschen seien bei der &Uuml;berfahrt im Mittelmeer &ldquo;gestorben oder verschwunden&rdquo;, so William Spindler. Er korrigierte damit die Angaben von gestern. Da war noch von 3.740 Opfern die Rede. Die Bilanz des Jahres 2015 registriert 3.771 Todesf&auml;lle. Schon am Dienstag wurde schon der Superlativ verwendet, der &auml;hnlich wie die Bezeichnung &ldquo;Rekord&rdquo; versucht, in der Medien&ouml;ffentlichkeit Aufmerksamkeit f&uuml;r ein Problem zu bekommen, dessen H&auml;rte alle &uuml;berfordert: &ldquo;2016 droht t&ouml;dlichstes Jahr im Mittelmeer zu werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49826\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Faktisch ein internationales Tribunal von Wei&szlig;en gegen Afrikaner&rdquo;<\/strong><br>\nGambias Informationsminister Sheriff Bojang sagte, das Tribunal sei faktisch ein internationales Gericht der Wei&szlig;en zur Verfolgung vor allem von Afrikanern &ndash; ein Vorwurf, den mehrere afrikanische L&auml;nder erheben. Er warf dem Gericht in Den Haag die &ldquo;Verfolgung und Dem&uuml;tigung von Menschen mit dunkler Hautfarbe, insbesondere von Afrikanern&rdquo; vor. Die &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo; westlicher Politiker ignoriere das Gericht hingegen v&ouml;llig, beklagte der Minister. Als Beleg f&uuml;r eine Voreingenommenheit des Strafgerichtshof nannte er die Weigerung des Gerichts, den fr&uuml;heren britischen Premierminister Tony Blair wegen des Irak-Kriegs anzuklagen.<br>\n&ldquo;Seit der Gr&uuml;ndung des IStGH haben viele westliche L&auml;nder, mindestens 30 von ihnen, abscheuliche Verbrechen gegen unabh&auml;ngige Staaten und deren B&uuml;rger begangen, und kein einziger westlicher Kriegsverbrecher wurde je angeklagt&rdquo;, kritisierte Bojang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/strafgerichtshof-in-den-haag-faktisch-ein-internationales.1818.de.html?dram:article_id=369607\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Internationale Strafgerichtshof zerf&auml;llt und d&uuml;piert die Arroganz des Westens<\/strong><br>\nDer Internationale Strafgerichtshof (ICC), mit dem die Verantwortlichen f&uuml;r V&ouml;lkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen oder &ldquo;Verbrechen der Aggression&rdquo; bestraft werden sollten, war ein Produkt der Zeit nach dem Ende des Kalten Kriegs und er&ouml;ffnete die Aussicht einer globalen Innenpolitik unter einer starken F&uuml;hrung der Vereinten Nationen als einer Art Weltregierung (Die Stunde des Internationalen Strafgerichtshofes?). 1998 wurde er durch das R&ouml;mische Statut geschaffen, trat 2002 in Kraft und nahm 2003 seine T&auml;tigkeit an seinem Sitz in Den Haag auf, nachdem die erforderlichen 60 Mitglieder gefunden wurden (Startschuss f&uuml;r den Internationalen Strafgerichtshof).<br>\nVon gro&szlig;en Hoffnungen begleitet (Der Internationale Strafgerichtshof nimmt seine Arbeit auf), war er allerdings von Anfang an auf wackeligen Beinen gestanden, da viele Staaten wie die USA, Russland, China, Afghanistan, Israel oder Iran ihm nicht beigetreten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49827\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&uuml;rkei enteignet Tausende Firmen und Institutionen<\/strong><br>\nVerm&ouml;gen schafft politische Macht: Nach dem gescheiterten Putsch hat die Regierung in Ankara Geld, Grundst&uuml;cke und Unternehmen im Wert von Hunderten Millionen Euro verstaatlicht. Es ist noch nicht lange her, da wurden die Gebr&uuml;der Boydak in der T&uuml;rkei als Vorbilder umjubelt. Als &bdquo;anatolische Tiger&ldquo; feierte das Land die Familie aus Kayseri, die aus ihrer M&ouml;belschreinerei einen Konzern mit zwei Milliarden Euro Umsatz machte; als &bdquo;muslimische Calvinisten&ldquo; wurden sie wegen ihres Flei&szlig;es und ihrer Fr&ouml;mmigkeit auch international bekannt. Doch als gebrochene M&auml;nner standen sie jetzt in Handschellen am Sarg ihrer Mutter. Schockiert sah die Trauergemeinde vor der Moschee in Kayseri zu, wie die f&uuml;hrenden Kaufleute ihrer Stadt nach dem Totengebet wieder in den Gefangenentransport verladen wurden. Die Mutter hatte einen Herzinfarkt erlitten, als ihre S&ouml;hne wegen angeblicher Sympathien f&uuml;r den Prediger Fethullah G&uuml;len abgeholt wurden. Und den milliardenschweren Konzern hat sich der Staat gegriffen &ndash; eine von tausenden Enteignungen, die auf eine gewaltige Umverteilung von Verm&ouml;gen in der T&uuml;rkei hinauslaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-putschversuch-tuerkei-enteignet-tausende-firmen-und-institutionen\/14737568.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Baden-W&uuml;rttemberg kopiert Sachsen: Bezahlstudium f&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder im L&auml;ndle<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs gr&uuml;n-schwarze Regierung hat die Einf&uuml;hrung von Geb&uuml;hren f&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder sowie f&uuml;r ein Zweitstudium beschlossen. Dazu noch h&ouml;here Verwaltungskostenbeitr&auml;ge f&uuml;r alle Studis. Demn&auml;chst soll der Landtag dar&uuml;ber entscheiden. Ein Gerichtsurteil aus Leipzig l&auml;sst derweil hoffen, dass das Vorhaben schwieriger wird, als sich die Verantwortlichen das vorstellen. Hilfreich w&auml;ren dabei auch Proteste.<br>\nDas ging ja mal hoppladihopp. Der Vorsto&szlig; von Baden-W&uuml;rttembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder erheben zu wollen, ist keine drei Wochen alt &ndash; und schon beschlossene Sache. Am Dienstag verabschiedete die Landesregierung den Haushaltsplan f&uuml;r 2017 und gab damit der Gr&uuml;nen-Politikerin f&uuml;r ihr Vorhaben gr&uuml;nes Licht. Studierende von au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union sollen demnach ab Wintersemester 2017\/2018 mit voraussichtlich 3.000 Euro j&auml;hrlich zur Kasse gebeten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1974-gebuehren-bawue-kabinett.php\">Studis online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Tag, der unser Leben ver&auml;nderte<\/strong><br>\nNicht der 11. September war es, der unser aller Leben wandelte &ndash; es war jener 26. Oktober vor f&uuml;nfzehn Jahren. Vor diesem Tag hatte man unver&auml;u&szlig;erliche Menschenrechte, durfte Geheimnisse haben; man war der B&uuml;rger seines Staates &ndash; danach be&auml;ugten Staatsrechtler den B&uuml;rger mit einem Feindstrafrecht. Missliebige B&uuml;rger ernteten vorher vielleicht Zorn, Unfl&auml;tigkeiten einiger d&uuml;mmlicher Zeitgenossen &ndash; jetzt konnte es aber in Gewahrsam enden, auf der pittoresken Insel Kuba gar, fern jeglicher B&uuml;rgerrechte, fern jeglicher juristischen Beratung. Staaten der westlichen Welt nahmen sich ein Beispiel daran, fertigten sich ihren PATRIOT Act nach gegebenen Zust&auml;nden an. Terrorismusbek&auml;mpfungsgesetze, die nicht bindend in Gefangenenlager weisen, aber ein Klima des Misstrauens erzeugt haben, eine &Uuml;berwachungsindustrie befeuerten und jeden B&uuml;rger zum personifizierten Verdachtsfall erkl&auml;rten.<br>\nDieser 26. Oktober, er war auch das Fanal zur &Uuml;berwachung Europas. Anti-Terror-Pakete mit tollen Features erblickten bald darauf das Licht der Welt. Sieh her, Amerika, das ist unsere &raquo;bedingungslose Solidarit&auml;t&laquo;, die wir dir versprachen! Schn&uuml;ffeleien aller Art wurden betrieben. Nicht gegen Terroristen, nein, gegen G8-Gegner zum Beispiel &ndash; und gegen Parks&uuml;nder oder Hundehalter, die den Kackhaufen ihres Wuschels nicht aufgehoben haben, wie das britische CCTV mittlerweile als scharfes Auge gegen Ordnungswidrigkeiten betrieben wird &ndash; oder gegen Leser, die B&uuml;cher ausleihen oder kaufen, die auf einem Index stehen. Telefone h&ouml;rt man ab, auf Festplatten greift man zu, &uuml;ber Milit&auml;r mit polizeilicher Befugnis fabulierte man. Vor f&uuml;nfzehn Jahren &auml;nderte sich unsere Welt schlagartig. Aus B&uuml;rger wurden m&ouml;gliche Verbrecher, das Gemeinwesen wurde zum Objekttr&auml;ger mikroskopischer Terrorexpertisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/10\/der-tag-der-unser-leben-veranderte.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump zu Clintons Syrienpolitik &ldquo;Dann gibt es einen Dritten Weltkrieg&rdquo;<\/strong><br>\nDonald Trump &auml;u&szlig;ert sich in einem Interview zur US-Au&szlig;enpolitik &ndash; und stellt seine Konkurrentin Hillary Clinton als Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden dar. F&uuml;r den Syrienkrieg sieht der Republikaner nur eine L&ouml;sung. [&hellip;]<br>\nTrump appellierte in dem Interview, sich auf die Bek&auml;mpfung des &ldquo;Islamischen Staats&rdquo; zu fokussieren und nicht gegen den syrischen Diktator Baschar al-Assad vorzugehen. Sonst k&auml;mpfe man nicht mehr nur gegen Syrien, sondern gegen Iran und Russland. &ldquo;Russland ist eine Nuklearmacht, aber eine, in der die Bomben funktionieren, anders als in anderen L&auml;ndern, die nur reden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-prophezeit-dritten-weltkrieg-bei-sieg-hillary-clintons-a-1118254.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Der Syrienkonflikt wird in einem Dritten Weltkrieg enden, wenn wir auf Hillary Clinton h&ouml;ren&rdquo;, sagte Donald Trump &hellip;.&rdquo; Man kann von Trump halten was man will, aber hier hat er recht. Clinton ist ein Gesch&ouml;pf der Finanz- und R&uuml;stungsindustrie. Genauso wird sie auch als Pr&auml;sidentin handeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Katrin G&ouml;ring-Eckardt &ndash; eine engagierte Intellektuelle<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren wurde in vielen politischen Diskussionen verzweifelt gefragt: Wo bleiben die Intellektuellen? Ich habe eine gefunden: Katrin G&ouml;ring-Eckardt. &hellip;<br>\nUm zu begr&uuml;nden, warum sie viel lieber mit Merkel als mit den LINKEN regieren w&uuml;rde, sagte sie in der &bdquo;Welt&ldquo;: &bdquo;Herr Seehofer und Frau Wagenknecht sind in der Fl&uuml;chtlingsfrage einig.&ldquo;<br>\nDa hat sie wohl nicht richtig aufgepasst. Seehofer hat f&uuml;r die Versch&auml;rfung der Asylgesetze gestimmt, Wagenknecht dagegen. Den Seehofer m&uuml;sste sie aber wohl f&uuml;r ihre Lieblingskoalition schlucken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Ausgewogener Kommentar zu CETA versehentlich auf tagesschau.de ver&ouml;ffentlicht<\/strong><br>\nHamburg (dpo) &ndash; Peinliche Panne bei der ARD: Auf tagesschau.de wurde heute offenbar versehentlich ein ausgewogener Kommentar zu CETA ver&ouml;ffentlicht. In dem Meinungsst&uuml;ck wurden weder die Einwohner Walloniens als egoistisch verunglimpft noch wurde die Glaubw&uuml;rdigkeit der EU rhetorisch an das Zustandekommen des &ldquo;so vorbildlichen&rdquo; (vgl. &ldquo;Gezerre um CETA &ndash; Europas Versagen&rdquo;) Abkommens gekn&uuml;pft.<br>\nVerfasst hatte den Artikel, in dem Argumente beider Seiten sorgf&auml;ltig abgewogen und eingeordnet werden, ein Volont&auml;r der Tagesschau, der nach Aussage der Chefredaktion &ldquo;erst frisch von der Journalisten-Schule kommt und deshalb noch nicht wei&szlig;, wie es hier bei uns l&auml;uft&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/10\/ceta-tagesschau.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Oh doch, es gibt gute und b&ouml;se Bomben!<\/strong><br>\nAmerikanische Nuklearwaffen waren immer schon besser als russische (oder pakistanische oder chinesische), weil sie von Politikern kontrolliert werden und wurden, die deutlich mehr Achtung f&uuml;r menschliches Leben und den Willen ihrer W&auml;hler haben. [&hellip;]<br>\nAuch was den milit&auml;rischen Nutzen angeht, kann man bei Bomben durchaus zwischen gut und b&ouml;se unterscheiden: Es gibt Streu- und Brandmunition, die ausschlie&szlig;lich zur Terrorisierung der Menschen am Boden eingesetzt wird (zum Beispiel gegen Wohnviertel) und es gibt lasergesteuerte Bomben, die so pr&auml;zise wie irgendwie m&ouml;glich gegen milit&auml;rische&lrm; Ziele verwendet werden (zum Beispiel ISIS-Bunker).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/mossul\/es-gibt-gute-und-boese-bomben-48465954.bild.html\">Julian Reichelt auf Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Wie immer schafft es Reichelt das tiefe Bild-Niveau noch einmal deutlich zu unterbieten. Ob Reichelt wei&szlig;, dass sich die &bdquo;guten Bomben&ldquo; von Krieg zu Krieg ihre Ziele immer wieder selber schaffen?<\/em><\/p>\n<p>Zur &bdquo;Pr&auml;zision der guten Bomben&ldquo; hier eine Bilanz: <strong>Die zivilen Opfer der Kriege (II)<\/strong><br>\nBei den Luftangriffen der US-gef&uuml;hrten Anti-IS-Koalition, an denen sich deutsche Soldaten mit Zuarbeiten beteiligen, sind in Syrien mindestens 300 Zivilisten get&ouml;tet worden. Dies geht aus einer Dokumentation von elf dieser Luftangriffe hervor, die die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gestern vorgestellt hat. Demnach ist zudem mit einer weit h&ouml;heren Zahl ziviler Todesopfer bei allen Luftangriffen seit dem Beginn des Krieges gegen den IS im September 2014 insgesamt zu rechnen; Beobachter gehen von bis zu 1.200 get&ouml;teten Zivilisten aus. Die Opfer westlicher Luftangriffe im Irak sind dabei noch nicht eingerechnet; hinzu kommen die zu bef&uuml;rchtenden Opfer der unl&auml;ngst gestarteten R&uuml;ckeroberung Mossuls und der angeblich bevorstehenden R&uuml;ckeroberung Raqqas. Deutsche Milit&auml;rs sind an der Vorbereitung der Luftangriffe mit Aufkl&auml;rungsfl&uuml;gen, mit Luftbetankung auch an den Angriffen selbst beteiligt. W&auml;hrend deutsche Politiker in Reaktion auf zivile Todesopfer russischer Luftangriffe auf Ost-Aleppo emp&ouml;rte Kritik &auml;u&szlig;erten und Sanktionen verlangten, bleiben &auml;hnliche Forderungen in Bezug auf die westliche Anti-IS-Koalition aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59470\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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