{"id":3558,"date":"2008-11-03T05:33:18","date_gmt":"2008-11-03T04:33:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3558"},"modified":"2008-11-03T05:33:19","modified_gmt":"2008-11-03T04:33:19","slug":"hinweise-des-tages-766","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3558","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Unter drei Millionen Arbeitslose?<\/li>\n<li>Konjunkturpaket: H&uuml;bsche Verpackung, teures Preisschild<\/li>\n<li>Zahl der Grundsicherungsempf&auml;nger steigt weiter <\/li>\n<li>Doppeltes Jahresgehalt: Postbank k&ouml;dert Vorst&auml;nde mit Sonderboni<\/li>\n<li>Krankenhausverpflegung soll k&uuml;nftig nicht mehr mit ALG II verrechnet werden<\/li>\n<li>Bankenkrise &ndash; das Versagen der Wirtschaftspr&uuml;fer<\/li>\n<li>Ist die Schweiz das n&auml;chste Island?<\/li>\n<li>Die Villen am Starnberger See soll nach dem Willen der Union steuerfrei vererbt werden<\/li>\n<li>Gericht enttarnt Scheingewerkschaft<\/li>\n<li>&Ouml;lkonzerne machen Rekordgewinne<\/li>\n<li>Hans-Werner Sinn: R&uuml;ckzugsgefechte eines Unbelehrbaren<\/li>\n<li>US-Banken helfen notleidenden Hausbesitzern<\/li>\n<li>Aufkl&auml;rung &uuml;ber Unaufgekl&auml;rtes<\/li>\n<li>Gro&szlig;e Mehrheit der Unionsanh&auml;nger f&uuml;r Mindestlohn<\/li>\n<li>CDU in Rheinland-Pfalz vor Finanz-Desaster<\/li>\n<li>Neues Kabinett in Bayern: Die R&uuml;ckkehr der Inkompetenz<\/li>\n<li>UBA-Chef Troge will Umweltcheck f&uuml;r Subventionen<\/li>\n<li>Schavan gibt brisante Studie frei<\/li>\n<li>Hochschulmanager des Jahres<\/li>\n<li>Vermessung der Wissenschaft <\/li>\n<li>Tipp: Krank durch Chemie?<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3558&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Unter drei Millionen<\/strong><br>\nWas sind die Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass sich der Konjunktur-Abschwung noch nicht negativ am Arbeitsmarkt niederschl&auml;gt &ndash; abzulesen an der saisonbereinigten Entwicklung (minus 26 000 Arbeitslose gegen&uuml;ber September)? Eine m&ouml;gliche Antwort ist die sinkende Zahl an Berufst&auml;tigen in der Bundesrepublik. So rechnet das IAB damit, dass 2008 etwa 76 000 Arbeitskr&auml;fte weniger aktiv sind als im vergangenen Jahr. Auch &uuml;ber die Arbeitsmarktpolitik kann die BA das Niveau der Arbeitslosigkeit etwas steuern. So nahm die Zahl der Trainingsma&szlig;nahmen, Weiterbildungskurse und Ein-Euro-Jobs in den vergangenen drei Monaten um rund 40 000 Teilnehmer zu. Sie gelten offiziell nicht mehr als Arbeitslose. Zugenommen hat auch die Kurzarbeit, mit der Entlassungen verhindert werden sollen. Hier laufen gerade Verhandlungen in den Autokonzernen &uuml;ber gr&ouml;&szlig;ere Kurzarbeits-Perioden. Die letzte ver&ouml;ffentlichte Zahl der von Zwangsurlaub Betroffenen stammt vom Juni und betraf damals rund 50 000 Frauen und M&auml;nner.\n<p>Abgesehen von solchen Stellschrauben in der Verantwortung der BA sorgt die anhaltende Einstellungsbereitschaft vieler Arbeitgeber daf&uuml;r, dass der Arbeitsmarkt &ldquo;fl&uuml;ssig&rdquo; bleibe, meint Weise. Gut die H&auml;lfte der neu eingestellten Arbeitnehmer &uuml;be in Zukunft eine so genannte sozialversicherungspflichtge Vollzeit-T&auml;tigkeit aus. Der Rest entf&auml;llt auf Teilzeit- und Mini-Jobs.<\/p>\n<p>F&uuml;r den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ist der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit &ldquo;nur auf den ersten Blick&rdquo; eine gute Nachricht: Viele Arbeitssuchende &ndash; darunter zunehmend Hartz IV-Empf&auml;nger &ndash; w&uuml;rden nicht mehr als Arbeitslose gez&auml;hlt, kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki. Die Aussagekraft der N&uuml;rnberger Arbeitslosenstatistik sei wegen dieser &ldquo;kreativen Buchf&uuml;hrung&rdquo; beschr&auml;nkt, so Matecki.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1622139_Unter-drei-Millionen.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zur Erinnerung: Am 16. August 2002 legte der Ex-VW-Manager Peter Hartz den Bericht der Hartz-Kommission vor. Erkl&auml;rte Absicht war, die registrierte Arbeitslosigkeit von &uuml;ber 4 Millionen innerhalb von drei Jahren zu halbieren. Inzwischen sind 6 Jahre, also mehr als doppelt soviel Zeit vergangen und es wurde trotz aller statistischer Korrekturen, trotz der explosionsartigen Ausweitung des Niedriglohnsektors, trotz versch&auml;rften Drucks auf die Arbeitslosen das Versprechen nicht ann&auml;hernd erreicht. Wir haben zur Zeit etwa 5,4 Millionen arbeitslose und als nicht arbeitslos gez&auml;hlte Arbeitslose. Und es ist eher wieder ein Anstieg der (statistisch erfassten) Arbeitslosenzahlen zu erwarten.<\/em><\/p>\n<p>Und trotz dieser miserablen Bilanz reden die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Presse\/Pressemeldungen\/Pressemeldungen\/INSM_feiert_Arbeitsmarkt-Erfolge__Deutschland_knackt_die_3_Millionen.html?language=de\">&bdquo;Reformer&ldquo; st&auml;ndig vom Erfolg der &bdquo;Reformpolitik&rdquo;<\/a>. Die anstehende Rezession wird sie vielleicht endlich dar&uuml;ber belehren, dass die Nachfrage nach Arbeit vor allem von der Konjunktur abh&auml;ngt. <\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunkturpaket: H&uuml;bsche Verpackung, teures Preisschild<\/strong><br>\n&ldquo;Alles zusammengerechnet, sprechen wir in den n&auml;chsten beiden Jahren vielleicht &uuml;ber ein Volumen von 20 bis 25 Milliarden Euro&rdquo;, protzte SPD-Fraktionschef Peter Struck. Konjunkturimpulse &ldquo;bis zu 30 Milliarden Euro&rdquo; k&uuml;ndigte CSU-Wirtschaftsminister Michael Glos an. &ldquo;Die Verpackung muss jedenfalls hinreichend &uuml;berzeugend sein&rdquo;, orakelt ein Regierungsvertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1622178_Huebsche-Verpackung-teures-Preisschild.html\">FR<\/a>\n<p><em>Siehe:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das 16-Punkte Konjunkturprogramm<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,587936,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zahl der Grundsicherungsempf&auml;nger steigt weiter <\/strong><br>\nDie Zahl der Empf&auml;nger von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist weiter gestiegen. Ende vergangenen Jahres waren es 733.000 und damit 51.000 oder 7,4 Prozent mehr als 2006. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden lag die Zahl der Empf&auml;nger bei der ersten Erhebung Ende 2003 noch bei etwa 439.000. Die Netto-Ausgaben der Kommunen und der &uuml;ber&ouml;rtlichen Tr&auml;ger f&uuml;r Leistungen der Grundsicherung nahmen von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2003 auf rund 3,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/10\/PD08__408__221,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag gar nicht daran denken, wenn die heutigen Niedrigl&ouml;hner, Hartz-IV-Bezieher und Aufstocker in Rente gehen &ndash; einmal abgesehen davon, dass die Durchschnittsrente dann wahrscheinlich auf das Niveau der Grundsicherung abgesunken sein wird. Die Altersarmut kommt mit gro&szlig;en Schritten &ndash; und wir diskutieren &uuml;ber Boni f&uuml;r Million&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Doppeltes Jahresgehalt: Postbank k&ouml;dert Vorst&auml;nde mit Sonderboni<\/strong><br>\nDie Deutsche Postbank hat vor dem Einstieg der Deutschen Bank ihre Vorst&auml;nde mit Millionenbetr&auml;gen zum Bleiben bewogen. Ob das Gesch&auml;ft gelingt, spielte dabei keine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Doppeltes-Jahresgehalt-Postbank-k%F6dert-Vorst%E4nde-mit-Sonderboni\/433615.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Krankenhausverpflegung soll k&uuml;nftig nicht mehr mit ALG II verrechnet werden<\/strong><br>\nNach den Pl&auml;nen der Bundesregierung soll Krankenhausverpflegung k&uuml;nftig nicht mehr mit dem Arbeitslosengeld II (ALG II) verrechnet werden. Das teilt sie in ihrer Antwort (16\/10714) auf eine Kleine Anfrage von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/10418) mit. Unter Ber&uuml;cksichtigung einer Entscheidung des Bundessozialgerichts vom Juni 2008 stellt die Regierung zwar fest, dass es nicht ausgeschlossen sei, auch bereitgestellte Verpflegung als Einkommen zu ber&uuml;cksichtigen. In der zum 1. Januar 2008 neugefassten ALG-II-Verordnung (ALG-II-V) sei jedoch eine monatliche Bagatellgrenze vorgesehen, so dass bereits heute nur noch in Einzelf&auml;llen die Krankenhausverpflegung als Einkommen ber&uuml;cksichtig werde, hei&szlig;t es weiter. &ldquo;Es ist daher beabsichtigt, die Nichtber&uuml;cksichtigung solchen Einkommens zu regeln.&rdquo;<br>\nDie Abgeordneten hatten sich in ihrer Anfrage auf das Juni-Urteil des Bundessozialgerichts bezogen, nach dem die Praxis der Job Center, die Verpflegung im Krankenhaus mit dem ALG II zu verrechnen, unzul&auml;ssig sei. Eine Reduzierung der Regelleistung auf der Grundlage einer individuellen Bedarfsermittlung lie&szlig;e das SGB II nicht zu, denn die Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts habe pauschalierenden Charakter, hei&szlig;t es in den Informationen zum Urteil, das sich noch auf die bis 31. Dezember 2007 geltende Rechtslage und nicht auf die neue ALG-II-Verordnung bezieht. \n<p>Die Bundesregierung m&ouml;chte in diesem Zusammenhang auch die Frage kl&auml;ren, inwieweit Verpflegung, die ein Arbeitnehmer als Bez&uuml;gebestandteil oder gar anstelle von Arbeitsentgelt gew&auml;hrt, als Einkommen zu ber&uuml;cksichtigen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_298\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<p><strong>Bankenkrise &ndash; das Versagen der Wirtschaftspr&uuml;fer<\/strong><br>\nBeispiel Hypo Real Estate. Wirtschaftspr&uuml;fer hier: Das renommierte Unternehmen KPMG. <\/p>\n<p>12. August 2008. Der Zwischenbericht des Bankenvorstands wird von den Wirtschaftspr&uuml;fern durchgesehen. Diese weisen zwar auf Risiken hin, bescheinigen der<br>\nBank aber: &ldquo;Selbst bei einem Worst-Case-Szenario ist sichergestellt, dass die Hypo Real Gruppe und ihre Tochterunternehmen jederzeit uneingeschr&auml;nkt zahlungsf&auml;hig sind.&rdquo; Beispiel Sachsen LB. Hier waren die Wirtschaftspr&uuml;fer von PricewaterhouseCoopers zust&auml;ndig. 21. M&auml;rz 2007. Auch der Jahresbericht dieser Bank wird mit einem uneingeschr&auml;nkten Testat abgesegnet. Gerade f&uuml;nf Monate sp&auml;ter: 17. August 2007. Der Sachsen LB droht die Pleite. V&ouml;llig fehlerfrei &ndash; so pr&auml;sentiert sich die Branche. Sie kontrollierten die Banken &ndash; doch mit deren Zusammenbrechen haben sie angeblich nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panoramawirtschaftspruefer100.pdf\">Das Erste &ndash; Panorama [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/p>\n<li><strong>Ist die Schweiz das n&auml;chste Island?<\/strong><br>\nIsland k&auml;mpft weiter um das &Uuml;berleben, manche fragen sich, ob andere kleine L&auml;nder mit einem gro&szlig;en Finanzsektor, in dem die Einlagen das BIP weit &uuml;bersteigen, nicht auch gef&auml;hrdet sind&hellip;nach Angaben der isl&auml;ndischen Regierung sind 6 Milliarden US-Dollar zur Stabilisierung des Landes notwendig, dessen aufgebl&auml;htes Finanzsystem zusammengebrochen ist.\n<p>Der Weltw&auml;hrungsfonds hat bereits einen zweij&auml;hrigen Kredit von 2,1 Milliarden  gebilligt, offenbar unter der Auflage, dass die die Zentralbank die Zinsen drastisch erh&ouml;ht. Die wurden nun auch  auf 18 Prozent erh&ouml;ht, vor allem um die Krona zu stabilisieren und den Abfluss von Geldern einzud&auml;mmen.<\/p>\n<p>Die Zahlungsunf&auml;higkeit von Island als einer &ndash; jetzt wohl f&uuml;r l&auml;ngere Zeit &ndash; ehemaligen Finanzhochburg, die sich an den internationalen Wettstr&ouml;men bereicherte, l&auml;sst auch Fragen aufkommen, wie die Situation bei anderen kleineren L&auml;ndern aussieht. <\/p>\n<p>Die britische Zeitung Independent hatte schon Mitte Oktober gefragt:  Ist die Schweiz das n&auml;chste Island? Auch die Schweiz musste f&uuml;r die Gro&szlig;bank UBS ein 68-Milliarden-Franken-Rettungspaket schn&uuml;ren. Und die in der Schweiz befindlichen Bankeneinlagen von 3,46 Billionen Schweizer Franken &uuml;bersteigen das BIP um das Siebenfache. <\/p>\n<p>Deshalb hatte Richard Portes von Londoner Business School und Pr&auml;sident des Centre for Economic Policy Research neben Island auch die Schweiz und Gro&szlig;britannien als gef&auml;hrdet  betrachtet. Portes hat dies gegen&uuml;ber  swissinfo, wo man das Thema aufgegriffen hat, noch einmal begr&uuml;ndet und kommt zu einer noch gr&ouml;&szlig;eren Schieflage: <\/p>\n<p>&ldquo;Kurzfristige Verpflichtungen der Schweizer Banken, das hei&szlig;t diejenigen mit dem h&ouml;chsten Risiko, machen 13 Mal das Schweizer BIP aus. Im Fall von Island betrug der Faktor 5, war also weniger hoch. Diese Situation ist f&uuml;r die Schweiz potentiell gef&auml;hrlich. Ihr Bankensektor ist zum jetzigen Zeitpunkt zu gro&szlig;, als dass er von der Schweizerischen Nationalbank gerettet werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29050\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wertloser Kompromiss bei der Erbschaftsteuer<\/strong><br>\nDie Union tut alles, um einen Kompromiss &uuml;ber die Reform der Erbschaftsteuer zu erschweren. CDU und CSU haben sich zwar intern m&uuml;hsam geeinigt, doch ihr Konzept wird bei der SPD auf Ablehnung sto&szlig;en. Zudem ist es verfassungsrechtlich angreifbar.\n<p>Die oft bem&uuml;hte Villa am Starnberger See soll nach dem Willen der Union steuerfrei vererbt werden. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer sagt, dass es in ganz Deutschland einen Freibetrag von 1,5 Mio. Euro f&uuml;r selbst genutzte Immobilien geben soll. Das ist f&uuml;r die SPD eine offene Provokation.<\/p>\n<p>Auch beim Thema Betriebserben wird ein Kompromiss mit dem Koalitionspartner nicht leichter. Die L&ouml;sung, die bisher im Raum stand, n&auml;mlich eine Steuerfreistellung zu 85 Prozent, wenn die Erben den Betrieb mindestens zehn Jahre fortf&uuml;hren, war schon sehr gro&szlig;z&uuml;gig.<\/p>\n<p>Jetzt will die Union die sogenannte Behaltefrist sogar auf sieben Jahre dr&uuml;cken oder aber eine Steuerfreistellung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen zu 100 Prozent durchsetzen. Eine so weitgehende Befreiung werden die Sozialdemokraten ebenfalls nicht mitmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Wertloser-Kompromiss-bei-der-Erbschaftsteuer\/433230.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die CSU gibt wirklich alles f&uuml;r die armen Multimillion&auml;re. Eine Villa am Starnberger See sofort, ein Multimillionen-Euro-Familienunternehmen nach 10 Jahren erbschaftsteuerfrei? Irre.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Markus Sievers: Die Lobby der Erben<\/strong><br>\nWer die Debatte &uuml;ber diese Reform verfolgt hat, musste denken, es gebe in Deutschland nichts Schlimmeres als zu erben. V&ouml;llig aus dem Blickfeld geriet, dass die Koalition eine gro&szlig;e Steuersenkung plant. Eigentlich m&uuml;ssten die Einnahmen aus der Erbschaftsteuer kr&auml;ftig steigen, schon weil k&uuml;nftig mehr und gr&ouml;&szlig;ere Erbschaften anfallen. Au&szlig;erdem hat das Verfassungsgericht verlangt, die willk&uuml;rliche Privilegien f&uuml;r Haus- und Betriebserben abzuschaffen. Nun will die Koalition die willk&uuml;rliche durch eine geregelte Vorzugsbehandlung ersetzen, um Karlsruhe zu gen&uuml;gen. Es ist bizarr, wie die Beg&uuml;nstigten trotz einer Besserstellung dagegen Sturm laufen. Unglaublich ist, dass sie daf&uuml;r politischen R&uuml;ckhalt finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1623264&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Und noch ein Achsenproblem<\/strong><br>\nDie Bahn hat eine neue Problem-Achse bei ICE-Z&uuml;gen gefunden. Die Hersteller sind bisher ratlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F11%2F01%2Fa0090&amp;cHash=94d06156ce&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass Mehdorn die Probleme allein an den Herstellern festmachen will, ist die &uuml;bliche Ausweichstrategie. Deshalb m&uuml;ssen Journalisten das Spiel nicht mitmachen. Wozu hat man Archive. Nach dem Fast-Ungl&uuml;ck eines ICE in K&ouml;ln Anfang Juli beklagte sich Mehdorn in einem Brief an Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee &uuml;ber die &ldquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen Forderungen&rdquo; das Eisenbahnbundesamts (EBA), das eine Verk&uuml;rzung der Wartungsintervalle (Ultraschalluntersuchung auf Risse) f&uuml;r den ICE forderte. <\/em><\/p>\n<p>W&auml;hrend die Bahn den Achsenbruch als &ldquo;einen Einzelfall, der noch abschlie&szlig;end gekl&auml;rt werden muss&rdquo;, behandelte, hatte das Bundesamt f&uuml;r Materialforschung festgestellt, dass die angetriebene zw&ouml;lfte Achse des Zuges direkt am hoch belasteten Radansatz brach. Was in einem sicherheitsinteressierten Bahnchef den Verdacht h&auml;tte aufkommen lassen m&uuml;ssen, dass es sich um einen Konstruktionsfehler handeln k&ouml;nne. Unabh&auml;ngig von der Verantwortung der Hersteller h&auml;tte sich Mehdorn sofort um die Entwicklung dauerfester Antriebsachsen f&uuml;r die 54 ICE-3-Z&uuml;ge bem&uuml;hen m&uuml;ssen, statt Widerspruch gegen die Sicherheitsanforderungen des EBA einzulegen und von interessierten Kreisen zu schwafeln, die lediglich Schlagzeilen produzieren wollten. <\/p>\n<p>Die Anforderung an die Bahnindustrie ist eine Sache, Mehdorn ist aber schon l&auml;ngst untragbar geworden. Bereits nach Eschede hatte das Fraunhofer-Institut Darmstadt in einem Gutachten &uuml;ber den gebrochenen Radreifen die systematisch heruntergefahrenen Sicherheitsstandards bei der Bahn beklagt. Diese Tendenz hat sich unter Mehdorn im Zeichen des B&ouml;rsengangs versch&auml;rft. Der B&ouml;rsengang der Bahn sorgt nicht nur f&uuml;r einen Abbau der Grundversorgung in der Fl&auml;che, sondern f&uuml;r enorme Sicherheitsprobleme.<\/p><\/li>\n<li><strong>Gericht enttarnt Scheingewerkschaft<\/strong><br>\nLaut Urteil ist die Postgewerkschaft GNBZ nicht tariff&auml;hig. Damit best&auml;tigt es einen Verdacht der Gewerkschaft Ver.di: Die GNBZ sollte den Post-Mindestlohn aushebeln.\n<p>Bei der &bdquo;Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste&ldquo; handelt es sich nicht um eine tariff&auml;hige Gewerkschaft. Denn dazu fehlten &bdquo;einige Voraussetzungen&ldquo;. Poeche: &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht erkennen, dass die GNBZ gegnerunabh&auml;ngig ist.&ldquo; Nicht nur die Satzung sei problematisch. So habe es sowohl &bdquo;personelle Verflechtungen&ldquo; mit als auch &bdquo;erhebliche Zuwendungen&ldquo; von der Arbeitgeberseite gegeben, es fehle ihr also offenkundig an der notwendigen Unabh&auml;ngigkeit. Damit gibt das Gericht in vollem Umfang dem Antrag von Ver.di statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/gericht-enttarnt-scheingewerkschaft\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;lkonzerne machen Rekordgewinne<\/strong><br>\nDie &Ouml;lmultis bleiben von der Wirtschaftskrise verschont: Exxon Mobil und Shell machen nach wie vor Milliardengewinne. Exxon meldet sogar den h&ouml;chsten Quartalsgewinn, den ein Unternehmen je in der US-Geschichte verbucht hat. Shell steigert sein Ergebnis um satte 70 Prozent.\n<p>Der weltgr&ouml;&szlig;te b&ouml;rsennotierte &Ouml;lkonzern Exxon Mobil hat im dritten Quartal dank der hohen &Ouml;lpreise das neue Rekordergebnis von 14,83 Milliarden Dollar eingefahren &ndash; ein Plus zum Vorjahr von fast 60 Prozent. Damit hat das Unternehmen seinen eigenen Rekord eingestellt, noch niemals zuvor hat ein US-Unternehmen in einem Dreimonatszeitraum derart hohe Gewinne verzeichnet. Bereits im zweiten Quartal machte Exxon einen Rekordgewinn von 11,68 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,587517,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hans-Werner Sinn: R&uuml;ckzugsgefechte eines Unbelehrbaren<\/strong><br>\nHans-Werner Sinn h&auml;lt sich noch immer f&uuml;r berufen, dem Volk und der Welt zu erkl&auml;ren, was es zu denken habe, z.B.: &ldquo;Doch leider ist das Kaufkraftargument schon aus logischen Gr&uuml;nden falsch: Eine Lohnerh&ouml;hung ist eine Gewinnsenkung, und so wie Lohnerh&ouml;hungen die Kaufkraft der Arbeitnehmer erh&ouml;hen, senken sie jene der Arbeitgeber. Die bestehende Kaufkraft wird also nur anders verteilt. Zwar steigt der Konsum der Arbeitnehmer, wenn bei gegebener Besch&auml;ftigung mehr Lohn gezahlt wird. Doch nimmt die Investitionsneigung ab, weil die Lohnerh&ouml;hung viele potenzielle Investitionsprojekte unter die Rentabilit&auml;tsschwelle dr&uuml;ckt, und das verringert die Nachfrage.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=968\">Feynsinn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sinn belegt einmal mehr die eindimensionale Sicht eines &bdquo;Angebots&ldquo;-Dogmatikers, der ausschlie&szlig;lich die Angebots- bzw. die Investitionsseite betrachtet und f&uuml;r den die Nachfrageseite im &ouml;konomischen Kreislauf vernachl&auml;ssigbar ist.<\/em><\/p>\n<p>Dieses Dogma ist nicht nur primitiv, es ist auch empirisch falsch wie Gustav Horn vom IMK nachgewiesen hat: &ldquo;Trotz der deutlich erh&ouml;hten Profitabilit&auml;t der deutschen Unternehmen im Aufschwung waren die Investitionen nicht h&ouml;her als in den vorangegangenen Aufschwungsphasen.&rdquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Mehrheit der Unionsanh&auml;nger f&uuml;r Mindestlohn<\/strong><br>\nIn einigen Branchen gibt es bereits Mindestl&ouml;hne, etwa am Bau oder bei Briefzustellern. Bei einer gro&szlig;en Mehrheit der Deutschen w&auml;chst die Zustimmung f&uuml;r solche Lohnuntergrenzen &ndash; sogar bei Anh&auml;ngern der FDP. Nun machen die Gewerkschaften Druck auf CDU und CSU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Umfrage-Mindestlohn;art122,2\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Banken helfen notleidenden Hausbesitzern<\/strong><br>\nDerweil w&auml;chst in den USA der Druck auf die Regierung, bedr&auml;ngten Hausbesitzern mehr als bisher geplant zu helfen. Viele Experten und Politiker halten dies f&uuml;r die einzige Chance zur Stabilisierung des Immobilienmarkts. Beide Bewerber um das US-Pr&auml;sidentenamt haben die Aufgabe zur h&ouml;chsten Priorit&auml;t erkl&auml;rt. US-Notenbankchef Ben Bernanke sprach sich erst am Freitag f&uuml;r eine st&auml;rkere Rolle des Staates bei der Absicherung des Hauskreditmarkts aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1623132_US-Banken-helfen-notleidenden-Hausbesitzern.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufkl&auml;rung &uuml;ber Unaufgekl&auml;rtes<\/strong><br>\nEinmal pro Jahr listen amerikanische Wissenschafter 25 Themen auf, welche ihrer Meinung nach von den gro&szlig;en Medien unterbelichtet werden. Sie betreiben dabei ein aufwendiges Verfahren. So hat die Jury in ihrem k&uuml;rzlich vorgelegten Report &laquo;Censored 2009&raquo; darauf aufmerksam gemacht, dass noch nicht einmal ann&auml;herungsweise bekannt sei, wie viele Todesopfer der Irak-Krieg bisher gefordert habe. Die Sch&auml;tzungen l&auml;gen sehr weit auseinander. Ein britisches Demoskopie-Institut, Opinion Research Business, habe 2007 aufgrund einer Befragung von &uuml;ber 2400 erwachsenen Irakern aus 15 der 18 Provinzen die Todesopfer hochgerechnet und sei bei 1,2 Millionen Opfern seit Kriegsbeginn angelangt. Im Oktober 2006 habe die britische medizinische Fachzeitschrift &laquo;Lancet&raquo; eine Studie der John Hopkins University ver&ouml;ffentlicht, die sich auf vier unabh&auml;ngige Quellen st&uuml;tzte und 655 000 Tote hochrechnete. Die Nachrichtenagentur AP gehe dagegen davon aus, dass 2005 und 2006 &uuml;ber 27 500 Iraker kriegsbedingt ihr Leben verloren. Das US-Milit&auml;r selbst habe angeblich keine Zahlen &ndash; was die Jury verwundert, weil General Petraeus im Herbst letzten Jahres dem Kongress berichtet habe, die Zahl der zivilen Todesopfer sei innerhalb von neun Monaten um 45 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Die Jury zeigt sich insbesondere erstaunt dar&uuml;ber, wie wenig Aufmerksamkeit die j&uuml;ngste und bei weitem h&ouml;chste Sch&auml;tzung seitens der Medien erhalten habe. Bereits im Vorjahr hatte &laquo;Project Censored&raquo; moniert, die Medien h&auml;tten es vers&auml;umt, &uuml;ber Ereignisse im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg zu berichten, und sie h&auml;tten auch nicht in angemessener Weise auf Einschr&auml;nkungen der Menschenrechte und der zivilen Freiheiten in den USA aufmerksam gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/medien\/aufklaerung_ueber_unaufgeklaertes_1.1196822.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU in Rheinland-Pfalz vor Finanz-Desaster<\/strong><br>\nFloss Geld f&uuml;r parlamentarische Arbeit in die Wahlkampfkasse? Warum der CDU in Rheinland-Pfalz die Pleite droht. Es gehe um Zahlungen an die D&uuml;sseldorfer Unternehmensberatung C4, die nach Angaben des damaligen Mitinhabers Carsten Frigge angeblich zur Vorbereitung &ldquo;parlamentarischer Initiativen&rdquo; verwandt worden seien. Nun seien Dokumente aufgetaucht, die Zweifel an der Wahrheit dieser Aussage aufkommen lie&szlig;en. Wenn das Geld doch f&uuml;r den Wahlkampf verwendet wurde, w&auml;re dies ein schwerer Versto&szlig; gegen das Parteiengesetz. Die CDU m&uuml;sste zur Strafe das Dreifache der Summe zur&uuml;ckzahlen und w&auml;re damit praktisch pleite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/430\/316314\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues Kabinett in Bayern: Die R&uuml;ckkehr der Inkompetenz<\/strong><br>\nUnd daher sitzt die Inkompetenz fester im Sattel denn je, sitzt die Haderthauer h&ouml;her zu Ross als jemals zuvor &ndash; daher bleibt der Gestank der Inkompetenz, das devote Kettenhunddasein mit seiner Gabe, selbst nicht denken zu wollen, im Boot bayerischer Politik, bleibt der S&ouml;der weiterhin ein Pflegefall f&uuml;r die christdemokratische N&auml;chstenliebe&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/die-rckkehr-der-inkompetenz.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>UBA-Chef Troge will Umweltcheck f&uuml;r Subventionen<\/strong><br>\nDer Chef des Umweltbundesamts Andreas Troge fordert einen &Ouml;ko-Check f&uuml;r Subventionen. Anlass ist eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Wie die WirtschaftsWoche berichtet, summierten sich der Beh&ouml;rde zufolge allein 2006 umweltsch&auml;dliche Hilfszahlungen in Deutschland auf knapp 42 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/uba-chef-troge-will-umweltcheck-fuer-subventionen-376088\/\">Wiwo<\/a><\/li>\n<li><strong>Schavan gibt brisante Studie frei<\/strong><br>\nStudiengeb&uuml;hren halten Abiturienten vom Studieren ab. Bis zu 18.000 von ihnen entschieden sich im Jahr 2006 wegen der Campusmaut gegen ein Studium, belegt eine Untersuchung des HIS. SPD und Opposition werfen Ministerin Schavan erneut vor, die Studie unterdr&uuml;ckt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,587792,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Originalzitat aus der HIS-Studie: (S.1)<br>\n&ldquo;Durch die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren verzichtet eine nennenswerte Zahl von Studienberechtigten auf das urspr&uuml;nglich beabsichtigte Studium (Jahrgang 2006: zwischen 6.000 und 18.000). Insbesondere Frauen und Studienberechtigte aus hochschulfernen Elternh&auml;usern entscheiden sich aufgrund von Studiengeb&uuml;hren gegen ein Studium.<\/em><\/p>\n<p>Die Studiengeb&uuml;hrendiskussion hat auch in den L&auml;ndern, die bislang keine Studiengeb&uuml;hren planen, zu einer erheblichen Verunsicherung der Studienberechtigten gef&uuml;hrt. Jede\/r f&uuml;nfte ostdeutsche Studienberechtigte, die\/der sich hinsichtlich einer Studienaufnahme noch unsicher ist,gibt an, das gew&uuml;nschte Studium aufgrund von Studiengeb&uuml;hren bzw. der Angst vor deren Einf&uuml;hrung (voraussichtlich) nicht aufzunehmen. [&hellip;]<\/p>\n<p>Finanzielle Restriktionen bilden eine zentrale Motivgruppe unter den Gr&uuml;nden, die von der Aufnahme eines Studiums abhalten.&rdquo; <\/p>\n<p>Daraus macht das BMBF:<\/p>\n<p>&ldquo;Die Gr&uuml;nde f&uuml;r oder gegen ein Studium sind vielschichtig, Studiengeb&uuml;hren spielen dabei eine untergeordnete Rolle.&rdquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Finale: Hochschulmanager des Jahres<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn man radikal umbaut, hat man auch Gegner&rdquo;\n<p>Die FTD und das CHE-Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung der Bertelsmann-Stiftung k&uuml;ren am 14. November den Hochschulmanager des Jahres, damit wird in Deutschland erstmals ein Preis an hervorragende Pr&auml;sidenten oder Rektoren vergeben. Die Kandidaten wurden in den Kategorien Strategisches Management, Finanzierung, Organisation und Leitung, Personalmanagement, Internationalisierung sowie Qualit&auml;tsmanagement untersucht. Die sechs Finalisten stellt die FTD in einer Serie vor. Diesmal Dieter Lenzen von der FU Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Finale-Hochschulmanager-des-Jahres-Wenn-man-radikal-umbaut-hat-man-auch-Gegner\/431853.html\">FZD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu: Bodo Zeuner <a href=\"?p=2497\">&bdquo;Die Freie Universit&auml;t vor dem B&ouml;rsengang? &ndash; Bemerkungen zur &Ouml;konomisierung der Wissenschaft&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vermessung der Wissenschaft<\/strong><br>\nDa Verwirtschaftlichung und Privatisierung der Hochschulen voranschreiten, nimmt auch der Stellenwert der Bewertung von Hochschulen und Instituten zu.<br>\nDie voranschreitende Kommerzialisierung l&auml;sst sich schon an der Namensgebung erahnen: angefangen beim H&ouml;rsaal Aldi S&uuml;d der Fachhochschule W&uuml;rzburg-Schweinfurt, &uuml;ber die Jacobs-University Bremen bis zur vom regionalen Tourismusverband gesponserten Alpen Adria Universit&auml;t Klagenfurt. Die &Ouml;konomisierung beeinflusst aber nicht nur Bezeichnungen, sondern auch die hochschulinterne Mittelverwaltung, die mehr denn je eine Effizienzpr&uuml;fung vornehmen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28942\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Beitrag gibt einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber die Methoden und die Praxis der Leistungsbewertung in den Wissenschaften. Er stellt die verzweifelten und zum Scheitern verurteilten Versuche dar, wie man durch quantitative Messungen Qualit&auml;t messen will. Ein klassisches Beispiel f&uuml;r den Verlust von Urteilskraft und dessen Ersatz durch Messverfahren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp: Krank durch Chemie? Die Holzschutzmittel-Opfer &ndash; Legal vergiftet, dann vergessen<\/strong><br>\nSWR: Sendung am Montag, 03.11.2008, 22.30 bis 23.15 Uhr\n<p>Familie Br&uuml;nnicke hatte 2003 ein Fertighaus gekauft. Gro&szlig;e Freude, bis die Familie krank wurde. Experten stellten eine hohe Konzentration an giftigen Holzschutzmitteln fest. Familie Br&uuml;nnicke zog aus, riss das Fertighaus ab. Hatte nicht der Holzschutzmittelprozess der 90er-Jahre die Gefahr sozusagen gebannt?<br>\nZwei Chemiemanager waren verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil sp&auml;ter auf. Staatsanwalt Erich Sch&ouml;ndorf, damals Ankl&auml;ger, sagt heute: &ldquo;Die Geschichte geht weiter und f&auml;ngt wieder von vorne an&rdquo;.<\/p>\n<p>Es gibt Tausende von Holzschutzmittelgesch&auml;digten, die damals krank wurden. Und es gibt neue Opfer. Der Film schl&auml;gt einen Bogen vom Frankfurter Holzschutzmittelprozess bis heute und beleuchtet anhand konkreter Beispiele die Auswirkungen und Folgen moderner Holzschutzmittel. &ldquo;Was z&auml;hlt, ist nicht, ob unsere Mittel krank machen, sondern ob wir daf&uuml;r haften&rdquo; wird einer der damals im Frankfurter Holzschutzmittelprozess verurteilten Manager zitiert. Mirko Tomic pr&uuml;ft nach, ob Beh&ouml;rden, Industrie und Politik die Lehren aus einem der gr&ouml;&szlig;ten Umweltskandale der Bundesrepublik gezogen haben.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Unter drei Millionen Arbeitslose?<\/li>\n<li>Konjunkturpaket: H&uuml;bsche Verpackung, teures Preisschild<\/li>\n<li>Zahl der Grundsicherungsempf&auml;nger steigt weiter <\/li>\n<li>Doppeltes Jahresgehalt: Postbank k&ouml;dert Vorst&auml;nde mit Sonderboni<\/li>\n<li>Krankenhausverpflegung soll k&uuml;nftig nicht mehr mit ALG II verrechnet werden<\/li>\n<li>Bankenkrise &ndash; das Versagen der Wirtschaftspr&uuml;fer<\/li>\n<li>Ist die Schweiz das n&auml;chste Island?<\/li>\n<li>Die Villen am Starnberger See<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3558\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3558","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3558"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3558\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}