{"id":35590,"date":"2016-10-28T08:35:44","date_gmt":"2016-10-28T06:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35590"},"modified":"2019-01-30T10:06:29","modified_gmt":"2019-01-30T09:06:29","slug":"pharmakologischer-seelenmord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35590","title":{"rendered":"Pharmakologischer Seelenmord"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Eltern gehen dazu &uuml;ber, ihren schlaflosen und schreienden Babys und Kleinkindern Beruhigungsmittel und andere psychoaktive Substanzen zu verabreichen. Sie f&uuml;gen ihren Kindern damit nicht nur Schaden zu, sondern &uuml;ben sie obendrein &ndash; ohne es zu ahnen &ndash; in den Modus der chemisch-pharmakologischen Verhaltenssteuerung und Affektregulierung ein. Normgerechtes Verhalten wird mehr und mehr zu einer Frage der &bdquo;Einstellung&ldquo; &ndash; auf das richtige Medikament und die richtige Dosis. Der Pharmaindustrie scheint im gesellschaftlichen Modernisierungsprozess die Aufgabe zuzufallen, die Anpassung der Individuen an die Verhaltenszumutungen des &bdquo;flexiblen Kapitalismus&ldquo; (Richard Sennett) chemisch-pharmakologisch zu erleichtern und sie bei der Stange zu halten. Von <strong>G&ouml;tz Eisenberg<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35590#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>].<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6566\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-35590-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=35590-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"161101_Pharmakologischer_Seelenmord_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Welches Kind h&auml;tte nicht Grund, &uuml;ber seine Eltern zu weinen?&ldquo;<\/em><br>\n(Friedrich Nietzsche)\n<\/p><\/blockquote><p>Die t&auml;gliche Zeitungslekt&uuml;re, die laut Hegel einmal das &bdquo;Morgengebet des B&uuml;rgers&ldquo; gewesen ist,  lehrt einen das F&uuml;rchten. Dieser Tage stie&szlig; ich in der Sonntagsausgabe der FAZ unter der &Uuml;berschrift <em>Schlaf, Kindlein, schlaf<\/em> auf einen Artikel, der dar&uuml;ber berichtet, dass immer mehr Eltern ihren Babys und Kleinkindern, wenn diese zu sehr schreien oder nicht durchschlafen, Sedativa, also Beruhigungsmittel, verabreichen. Kinder&auml;rzte stellen offenbar auf Bitten der Eltern bereitwillig entsprechende Rezepte aus. &bdquo;Atosil&ldquo; wurde fr&uuml;her Menschen verordnet, die als schizophren galten, heute kommt es als Beruhigungs- und Schlafmittel zum Einsatz. Bei manchen Eltern und Kinder&auml;rzten gilt es offenbar auch als probates Mittel zur Beruhigung schreiender und unruhiger Babys und Kleinkinder. Es gibt aber auch Substanzen und S&auml;fte wie &bdquo;Sedaplus&ldquo; oder &bdquo;Wick Medinait&ldquo;, die man rezeptfrei bekommen kann und die nicht weniger sch&auml;dlich f&uuml;r Kinder sind. Auch sie enthalten Stoffe, die ins zentrale Nervensystem gelangen und tief in den leib-seelischen Haushalt eingreifen. Jedenfalls k&ouml;nnen diese Mittel schnell psychisch abh&auml;ngig machen und innere Organe wie Leber und Niere sch&auml;digen.<\/p><p>Eine ungewollte Nebenwirkung dieser Medikamentenvergabe an Kinder besteht darin, dass diese sich zeitig an den Modus der pharmakologischen Moderation der Gef&uuml;hle gew&ouml;hnen. Der &bdquo;flexible Mensch&ldquo; der sogenannten Informationsgesellschaft kann sein inneres Gleichgewicht und seine Funktionsf&auml;higkeit oft nur mit Hilfe psychoaktiver Substanzen aufrechterhalten. Den Markt, in dessen Zw&auml;nge die Menschen eingespannt sind, hat man ihnen so lange als alternativloses Steuerungsinstrument von Wirtschaft und Gesellschaft angepriesen, dass er inzwischen den Status einer zivilen Religion besitzt. Die Dreifaltigkeit, die in der neoliberalen Marktreligion angebetet wird, hei&szlig;t: Rationalisierung, Privatisierung und Deregulierung. Ihre Anforderungen, denen die Gl&auml;ubigen nicht zu widersprechen wagen, sind so beschaffen, dass sie von vielen Menschen nur unter Einsatz von Dopingmitteln erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen. Die Bereitschaft zur pharmakologischen Selbstmanipulation muss fr&uuml;h geweckt werden, will man nicht abgeh&auml;ngt werden und auf der &sbquo;Loser&lsquo;-Seite landen. Selbst gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete bringen sich mit <em>Crystal Meth<\/em> in Schwung, und jedes Wochenende werden in Clubs tonnenweise irgendwelche synthetisch hergestellten Substanzen eingeworfen, um die Nacht durchzustehen und dabei stets &ldquo;gut drauf&rdquo; zu sein &ndash; oder zumindest so zu wirken, als sei man &ldquo;gut drauf&rdquo;. Man geht auf Partys ja nicht, um wirklich Spa&szlig; zu haben, sondern um per geposteten Selfies und Nachrichten zu dokumentieren, dass man Spa&szlig; hat. <\/p><p>Die verselbst&auml;ndigte Megamaschine kann nur mit chemikalisch-pharmakologischen Schmiermitteln am Laufen gehalten werden. Statt das von ihr vorgegebene rasende Tempo auf ein menschengem&auml;&szlig;es Ma&szlig; zu drosseln, versuchen die Menschen, ihren Imperativen Folge zu leisten, indem sie sich Mittel einverleiben, die sie von Biorhythmen des K&ouml;rpers unabh&auml;ngig machen. Der Rhythmus der rasenden &Ouml;konomie stellt mehr und mehr auch den der Sozialisation ein. Mit der Geburt beginnt ein gnadenloses Rattenrennen um Markt- und Lebenschancen, das Eltern veranlasst, ihren Kindern &ndash; meist ohne b&ouml;se Absichten &ndash; Sedativa und andere psychoaktive Substanzen zu verabreichen.<\/p><p>Vor einiger Zeit stie&szlig; ich im Wartezimmer des Zahnarztes in einer Illustrierten auf ein Interview mit einer Mutter. Diese arbeitete, wenn ich mich recht erinnere, in der Werbe-Branche. Sie schilderte ihren Sohn als ein &bdquo;anstrengendes Kind&ldquo;. Die Mutter lie&szlig; ihm Ritalin verschreiben. Daraufhin war Paul kein anstrengendes Kind mehr, weder f&uuml;r die Mutter noch f&uuml;r die Lehrer. Und die Mutter f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und ich m&ouml;chte, dass mein Kind ganz vorne mitschwimmt.&ldquo;<\/p><p>Was veranlasst Eltern, zu diesen Substanzen zu greifen und sie ihren Kindern zu verabreichen? In erster Linie tun sie das, weil sie in berufliche Zw&auml;nge eingespannt sind und bei Strafe des Jobverlustes tagt&auml;glich funktionieren m&uuml;ssen. Familie und Kinder kommen da notgedrungen zu kurz. Wenn ein Kind nicht schlafen kann und n&auml;chtelang schreit, w&auml;chst bei den Eltern neben der Ratlosigkeit die Verzweiflung. Und oft auch eine unterschwellige Wut. Obwohl sie deswegen Schuldgef&uuml;hle empfinden und wissen, dass das, was sie tun, nicht richtig ist, greifen Eltern schlie&szlig;lich zu chemisch-pharmakologischen Hilfsmitteln. Wer immer sich durch die H&auml;rte und K&auml;lte der Zeitl&auml;ufe hindurch ein Gewissen gerettet hat, sollte niemals den Betroffenen das als Schuld anrechnen, was ohne die falsche Einrichtung der Gesellschaft nicht m&ouml;glich w&auml;re. <\/p><p>Und dennoch gibt es ein Aber. Menschen existieren ja nicht in der Form von Billardkugeln, die durch ein Queue bewegt werden &ndash; noch als gesellschaftlich Determinierte behalten sie einen Spielraum f&uuml;r eigene Entscheidungen. Um im Bild zu bleiben: Die Kugeln sind denkende Kugeln, die innerhalb gewisser Grenzen Einfluss auf die Richtung nehmen k&ouml;nnen, in die sie rollen. Sartre hat seinen Begriff von Freiheit wie folgt formuliert: &bdquo;Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass der Mensch immer etwas aus dem machen kann, was man aus ihm gemacht hat. Heute w&uuml;rde ich den Begriff der Freiheit folgenderma&szlig;en definieren: Freiheit ist jene kleine Bewegung, die aus einem v&ouml;llig gesellschaftlich bedingten Wesen einen Menschen macht, der nicht in allem das darstellt, was von seinem Bedingtsein herr&uuml;hrt.&ldquo; <\/p><p>Es existieren auch andere Gr&uuml;nde f&uuml;r den Griff zu Sedativa, die man benennen muss. Yvonne Staat schreibt im eingangs erw&auml;hnten FAZ-Artikel: &bdquo;Medikamente sind der Weg des geringsten Aufwands. F&uuml;r die M&uuml;tter ist es ein praktischer Weg. F&uuml;r die Babys ein brutaler. Es g&auml;be andere Wege.&ldquo; Um diese zu finden und zu begehen, m&uuml;ssten die M&uuml;tter allerdings ihren Blick vom Display ihres Smartphones oder Tablets heben und das Internet verlassen, das sie &uuml;ber entsprechende Foren dazu ermuntert, ihre Kinder &bdquo;abzuschie&szlig;en&ldquo;, wie der Vorgang der Ruhigstellung durch Medikamente in der zynischen medizinischen Umgangssprache bezeichnenderweise genannt wird. Eltern, die ihren Smartphones mehr Aufmerksamkeit widmen als ihren Kindern, d&uuml;rfen sich nicht wundern, wenn diese sich aus Verlassenheitsangst und Einsamkeit n&auml;chtelang die Seele aus dem Leib schreien. <\/p><p>Heutige Eltern sind normativ verunsichert und wissen h&auml;ufig selbst nicht, woran sie sich in puncto Erziehung halten sollen. Sie suchen Rat bei fragw&uuml;rdigen Instanzen und Internetforen. Erziehen ist strapazi&ouml;s und fordert die Erwachsenen mit Haut und Haaren. Eltern haben oft nicht den Nerv, sich dem auszusetzen, und ziehen sich aus dem Feld der Erziehung zur&uuml;ck. Sie &uuml;berlassen ihre Kinder sich selbst und der medialen Dauerbeeinflussung. Man sperrt sie in Kinderzimmer, die &uuml;berquellen von Spielzeug und elektronischem Ger&auml;t. Die Kinder sitzen so lange vor Bildschirmen, bis die Welt f&uuml;r sie einen rechteckigen Rahmen hat und ihre Innenwelt von fragw&uuml;rdigen Computerspiel-Figuren bev&ouml;lkert ist. Die wild gewordene Weltzeit dringt in die Kinderzimmer ein und &uuml;berlagert und zerst&ouml;rt die Zeitma&szlig;e, in denen ein Kind heranw&auml;chst, also den Zeitrhythmus, der erforderlich ist, um das Sprachverm&ouml;gen eines Kindes, seine moralische Urteilsbildung und seine sozialen F&auml;higkeiten zu entwickeln. Das, was Margaret S. Mahler als &bdquo;psychische Geburt des Menschen&ldquo; gefasst hat, ist ein komplizierter und h&ouml;chst st&ouml;ranf&auml;lliger Prozess, dessen Gelingen von r&auml;umlicher und zeitlicher Konstanz und zuverl&auml;ssigen emotionalen Bindungen abh&auml;ngig ist. Er bedarf auf all seinen Stufen der elterlichen Begleitung und Unterst&uuml;tzung. Ein Kind muss sich auf seinem Weg in die Welt gest&uuml;tzt und gehalten f&uuml;hlen, und ein solches Gef&uuml;hl stellt sich nur unter Bedingungen verl&auml;sslicher, leiblicher Anwesenheit der Erziehungspersonen ein. Fehlt es an dieser, wird ein Kind von Angst &uuml;berschwemmt. Und Angst macht unruhig, raubt den Schlaf und l&auml;sst Kinder schreien. <\/p><p>Eltern beschreiten den Weg zu Arzt und Apotheker auch deswegen, weil sie sich selbst an den Modus der pharmakologischen Moderation von Konflikten gew&ouml;hnt haben und bei jeder Gelegenheit irgendein Medikament einnehmen. Das als &bdquo;Unternehmer seiner selbst&ldquo; konzipierte Subjekt muss bei Strafe des Untergangs lernen, sein als St&ouml;rfaktor auftretendes Seelenleben mittels Drogen und Medikamenten zu regulieren und auf Vordermann zu bringen. Stressbew&auml;ltigung und Stimmungsaufhellung durch Einnahme psychoaktiver Substanzen ist gang und g&auml;be. Andere Wege sind m&uuml;hevoll, verlangen Geduld und ein Sich-Einlassen auf N&auml;heverh&auml;ltnisse. Vor allem aber k&ouml;nnen sie einen in Konflikt mit der Gesellschaft und ihren Funktionsimperativen bringen. So sediert man Babys und Kleinkinder, erstickt ihr Schreien und stellt sie ruhig. Ein paar Jahre sp&auml;ter d&auml;mpft man ihre motorische Unruhe mit Ritalin und Psychopharmaka. Man bekommt auf diesem Weg ein &bdquo;braves&ldquo;, funktionst&uuml;chtiges Kind, das aber den Kontakt zu seiner Gef&uuml;hlswelt verliert und ein &bdquo;falsches Selbst&ldquo; (Winnicott) entwickelt. Die aus dieser Selbstentfremdung resultierenden Gef&uuml;hle innerer Leere und Sinnlosigkeit werden sodann als &bdquo;Depression&ldquo; diagnostiziert und durch Verschreibung von Antidepressiva bek&auml;mpft. Mitunter nehmen mit Medikamenten gro&szlig; gewordene Menschen die Medikation in eigene Regie und greifen zu harten Drogen oder Alkohol. Sie geraten in einen Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.<\/p><p>Ein wirklicher Ausweg ist nur als gesamtgesellschaftlicher denkbar. Vern&uuml;nftig und im Sinne einer &bdquo;&Ouml;konomie des ganzen Hauses&ldquo; (Oskar Negt) letztlich auch rentabler w&auml;re es, das aberwitzige Tempo der Produktion und des Alltagslebens zu drosseln, allen Menschen anst&auml;ndige, menschenf&ouml;rmige Arbeitsbedingungen zu bieten und ihnen nicht l&auml;nger zuzumuten, ihr Leben in einem Universum permanenter Verteidigung und Aggression fristen zu m&uuml;ssen. Dann br&auml;uchte es den ganzen psychologisch-medizinischen Reparatur- und Kompensationsaufwand nicht. Eine menschliche Gesellschaft w&uuml;rde ihr Hauptaugenmerk auf die Schaffung verl&auml;sslicher R&auml;ume richten, in denen es Kindern m&ouml;glich w&auml;re, unter Bedingungen raum-zeitlicher Konstanz und leiblicher Anwesenheit ihrer Bezugspersonen ihre &bdquo;psychische Geburt&ldquo; zu vollenden und sich zu Menschen in einer menschlichen Gesellschaft zu entwickeln.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] <strong>G&ouml;tz Eisenberg<\/strong> ist Sozialwissenschaftler und Publizist. Er arbeitete mehr als drei Jahrzehnte lang als Gef&auml;ngnispsychologe im Erwachsenenvollzug in Butzbach. In der &bdquo;Edition Georg B&uuml;chner-Club&ldquo; erschien im Juli 2016 unter dem Titel &bdquo;Zwischen Arbeitswut und &Uuml;berfremdungsangst&ldquo; der zweite Band seiner &bdquo;Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus&ldquo;. Siehe die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34925\">Besprechung von Jordi Maiso<\/a> auf den NachDenkSeiten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Eltern gehen dazu &uuml;ber, ihren schlaflosen und schreienden Babys und Kleinkindern Beruhigungsmittel und andere psychoaktive Substanzen zu verabreichen. Sie f&uuml;gen ihren Kindern damit nicht nur Schaden zu, sondern &uuml;ben sie obendrein &ndash; ohne es zu ahnen &ndash; in den Modus der chemisch-pharmakologischen Verhaltenssteuerung und Affektregulierung ein. Normgerechtes Verhalten wird mehr und mehr zu<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35590\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,149,161],"tags":[1073,1364,1092,441,438],"class_list":["post-35590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-gesundheitspolitik","category-wertedebatte","tag-aerzte","tag-depressionen","tag-drogen","tag-freiheit","tag-pharmaindustrie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35590"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48814,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35590\/revisions\/48814"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}