{"id":35610,"date":"2016-10-31T08:48:01","date_gmt":"2016-10-31T07:48:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610"},"modified":"2016-10-31T09:04:25","modified_gmt":"2016-10-31T08:04:25","slug":"hinweise-des-tages-2743","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h01\">Ceta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h02\">Europa, bitte links abbiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h03\">Russland fliegt aus UN-Menschenrechtsrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h04\">Furcht vor der Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h05\">Mariano Rajoy ist wieder regul&auml;rer spanischer Ministerpr&auml;sident<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h06\">Zwischen Eurofetischismus und Nationalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h07\">Steueroase Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h08\">Auf der Spur des verlorenen Geldes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h09\">Zwei Mittel gegen den Rentenkollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h10\">Leiharbeit per Gesetz und Schmuddeltarif<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h11\">Sanktionen auch in der Arbeitslosenversicherung: Sperrzeiten treffen Hunderttausende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h12\">Das Recht der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h13\">Der vergessene Krieg im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h14\">Protestb&uuml;ndnis Campact &ndash; Wachsendes Misstrauen gegen die Kampagnenprofis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h15\">Berlin f&uuml;r die Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h16\">Rheinmetall Tochterunternehmen sollen Waffen an Kriegsparteien verkaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h17\">Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund &ndash; &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht den Kern unserer Politik aufgeben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35610#h18\">Egoistisch. Anma&szlig;end. Sch&auml;dlich.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ceta<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Kampf um Ceta geht weiter<\/strong><br>\nNach tagelangem Hin und Her unterzeichnen EU und Kanada das Abkommen. Der Streit um Ceta ist damit noch lange nicht vorbei. [&hellip;]<br>\nCeta bleibt damit im Kern das neoliberale Abkommen, als das es konzipiert worden war. Mit mehr als 1.500 Seiten greift es tief in die Wirtschafts- und Sozialpolitik ein. Die zw&ouml;lf Seiten starke, nachtr&auml;glich eingef&uuml;gte Auslegungserkl&auml;rung erscheint demgegen&uuml;ber als demokratisches Feigenblatt, die das Misstrauen der Belgier und vieler anderer EU-Staaten dokumentiert. [&hellip;]<br>\nas Abkommen muss au&szlig;erdem noch vom Europaparlament abgesegnet werden, damit es wie geplant vorl&auml;ufig in Kraft treten kann. Dies ist f&uuml;r Januar geplant. Danach muss Ceta noch von allen 28 EU-Staaten ratifiziert werden, einschlie&szlig;lich der mehr als 40 regionalen und nationalen Parlamente. Dabei k&ouml;nnte es erneut Probleme geben. So haben die Wallonen bereits erkl&auml;rt, dass sie Ceta in der vorliegenden Form, mit einem Investor-Schiedsgericht, nicht zustimmen werden. Das Abkommen ist also unterzeichnet &ndash; der Kampf darum jedoch noch lange nicht beendet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5349833&amp;s=ceta\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die &bdquo;Hoffnung&ldquo; der CETA-Kritiker, die nun auf den nationalen Parlamenten ruht, ist tr&uuml;gerisch. Wie die NachDenkSeiten bereits  im Juli <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34121\">feststellten<\/a> geht es nach der Rechtsauffassung der EU-Kommission und der kanadischen Regierung nun nicht mehr um das gesamte Abkommen, sondern nur um wenige Punkte, die in die nationale Zust&auml;ndigkeit fallen &ndash; und auch die nur auf nationaler und nicht auf EU-Ebene. Sollte beispielsweise Wallonien sich nun querstellen, dann werden die nationalen Bestandteile lediglich in Belgien nicht in Kraft treten. Auf den Rest der EU hat dies keine Auswirkung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Linkspartei will CETA gerichtlich stoppen<\/strong><br>\nDie Linkspartei will verhindern, dass die Bundesregierung das Handelsabkommen CETA unterzeichnet. Die Partei stellte einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Bundesverfassungsgericht. Merkel und Gabriel h&auml;tten die Auflagen nicht erf&uuml;llt.<br>\nDie Linkspartei will die von der Bundesregierung bereits beschlossene Unterzeichnung des CETA-Abkommens zwischen der EU und Kanada kurzfristig gerichtlich stoppen. &ldquo;Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel haben die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts nicht erf&uuml;llt und d&uuml;rfen daher dem CETA-Abkommen nicht zustimmen&rdquo;, erkl&auml;rten die Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch. Daher habe die Fraktion einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Verfassungsgericht gestellt. (&hellip;)<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hatte das CETA-Handelsabkommen der EU mit Kanada vor zwei Wochen unter Auflagen vorl&auml;ufig gebilligt. Dem Urteil zufolge kann die Bundesregierung das Abkommen unterzeichnen, wenn sichergestellt ist, dass Deutschland aus CETA wieder aussteigen kann, falls es dazu durch ein sp&auml;teres Karlsruher Urteil gezwungen wird. Dies sei &ldquo;nicht hinreichend sichergestellt&rdquo; und die geplante Zustimmung der Bundesregierung somit ein &ldquo;Skandal&rdquo;, erkl&auml;rten Wagenknecht und Bartsch. &ldquo;Das ist eine gravierende Missachtung des Rechtsstaats.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/ceta-linke-verfassungsgericht-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>DIE LINKE will vorl&auml;ufige Anwendung von CETA in Karlsruhe stoppen<\/strong><br>\n&bdquo;Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel haben die Auflagen des Bundesverfassungsgerichts nicht erf&uuml;llt und d&uuml;rfen daher dem CETA-Abkommen nicht zustimmen. Deshalb hat DIE LINKE kurzfristig einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gestellt&ldquo;, erkl&auml;ren die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, zur laufenden Debatte &uuml;ber die geplante Unterzeichnung des CETA-Abkommens. Wagenknecht und Bartsch weiter:<br>\n&bdquo;Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung offensichtlich beabsichtigt, das CETA-Abkommen zu unterschreiben, obwohl unter anderem &ndash; wie vom Bundesverfassungsgericht verlangt &ndash; nicht hinreichend sichergestellt ist, dass die vorl&auml;ufige Anwendung von CETA jederzeit durch eine Entscheidung eines Mitgliedsstaates beendet werden kann. Das ist eine gravierende Missachtung des Rechtsstaats. DIE LINKE im Bundestag hat deshalb erneut das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angerufen. Unabh&auml;ngig davon wird DIE LINKE politisch alles tun, um CETA zu verhindern. Dies gilt sowohl f&uuml;r die anstehenden Abstimmungen im Bundestag als auch f&uuml;r die unverzichtbare Entscheidung im Bundesrat. CETA ist TTIP durch die Hintert&uuml;r. Beide sogenannten Freihandelsabkommen bringen Demokratieabbau und die weitere Absenkung von Arbeitnehmerrechten sowie von sozialen und &ouml;kologischen Standards.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2446.die-linke-will-vorl%C3%A4ufige-anwendung-von-ceta-in-karlsruhe-stoppen.html\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Abkommen gegen Kritiker demokratisch nicht durchsetzbar<\/strong><br>\nAuch nach der Einigung zwischen der belgischen Zentralregierung mit Wallonien und Br&uuml;ssel ist CETA nach Einsch&auml;tzung nicht in trockenen T&uuml;chern. Attac fordert, die Bedingungen Belgiens in den Vertrag aufzunehmen und alle Punkte im Abkommen zu entfernen, die Sonderrechte f&uuml;r Konzerne vorsehen sowie die Handlungsf&auml;higkeit von Parlamenten und Regierungen massiv einschr&auml;nken. Dazu z&auml;hlen insbesondere die Schiedsgerichte und die regulatorische Kooperation.<br>\nDie Regionen Wallonien und Br&uuml;ssel sowie die franz&ouml;sisch- und die deutschsprachige Gemeinschaft angek&uuml;ndigt, den Vertrag nicht zu ratifizieren, sollte das in Kapitel 8 des Abkommens festgelegte Schiedsgerichtssystem so bestehen bleiben. Anders als auch von der Bundesregierung behauptet, besteht dabei nicht Kanada, sondern die EU-Kommission darauf, die Schiedsgerichte beizubehalten, wie der wallonische Ministerpr&auml;sident Paul Magnette der franz&ouml;sischen Zeitung Lib&eacute;ration berichtete.<br>\nRoland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: &ldquo;Der Widerstand aus Belgien zeigt: CETA wird auf demokratischem Weg nicht gegen seine Kritiker durchsetzbar sein. Die EU-Kommission und nationalen Regierungen m&uuml;ssen sich entscheiden: Entweder sie nehmen die Kritik gro&szlig;er Teile der europ&auml;ischen Zivilgesellschaft an der Freihandelspolitik der EU ernst und &auml;ndern den Vertrag substanziell. Oder sie versuchen, CETA mit seinen fatalen Auswirkungen auf Demokratie und Rechtsstaat auf Biegen und Brechen durchzuboxen, wie es EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker am Donnerstag in den Tagesthemen angek&uuml;ndigt hat. Damit w&uuml;rden sie die Demokratie und das Vertrauen in das europ&auml;ische Projekt weiter schwer besch&auml;digen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/ceta-abkommen-gegen-kritiker-demokratisch-nicht-durchsetzbar\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit Zorn kommen wir bei CETA nicht weiter<\/strong><br>\nDie Wallonen wurden als Helden gefeiert. Dabei wollten sie nur einen Kompromiss. Aber das geht unter. Ein Kommentar.<br>\nGanz sch&ouml;n viel H&auml;me, die zurzeit &uuml;ber der EU ausgesch&uuml;ttet wird. Zwischent&ouml;ne oder Kompromisse h&ouml;rt man kaum. Es scheint, als sei CETA ein weiteres Opfer des Populismus geworden: Wallonen werden als Helden gegen die EU gefeiert. Politiker pauschal als gekauft bezeichnet. Das ist brandgef&auml;hrlich.<br>\nSieben Jahre lang haben die EU und Kanada das Freihandelsabkommen CETA verhandelt. Bis zuletzt wurde an dem Deal herumgeschraubt. Zurecht wurden die Handelsschiedsgerichte reformiert, zurecht wurde zugesichert, dass CETA keinen zwingt, seine Wasserwerke oder Krankenh&auml;user zu privatisieren. Das deutsche Verfassungsgericht fordert zudem, CETA d&uuml;rfe kein Eigenleben an der Demokratie vorbei entwickeln.<br>\nK&ouml;nnte der Pakt noch besser sein? Sicher. Die Wallonen wollten sinnvolle Verbesserungen erreichen, vor allem bei den Schiedsgerichten. Nicht CETA stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/ttip\/blog\/2016\/10\/27\/mit-hass-kommen-wir-bei-ceta-nicht-weiter\/\">Correct!V<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Das sogenannte gemeinn&uuml;tzige Recherchezentrum bezieht ganz offen Stellung f&uuml;r CETA. (&hellip;)<br>\nDas Recherchezentrum finanziert sich aus Spenden und es zeigt sich einmal mehr, dass der Spruch: &bdquo;Wes Brot ich ess, des Lied ich sing&ldquo; auch heute noch die volle G&uuml;ltigkeit besitzt. Die Sponsoren allein aus diesem Jahr habe ich unten aufgef&uuml;hrt.<br>\nFrau Anneliese Brost war Verlegerin und geh&ouml;rte zu dem &bdquo;erlesenen&ldquo; Kreis der deutschen Milliard&auml;re. Und die OSF ist die Stiftung vom Herrn George Soros.<\/em><\/p>\n<p><strong>2016 (1.1.-31.8.)<\/strong><br>\nBrost-Stiftung 750.000 Euro<br>\nSch&ouml;pflin Stiftung 70.000 Euro<br>\nStichting Adessium 57.000 Euro<br>\nDeutsche Bank AG 54.750 Euro<br>\nStiftung Vielfalt und Partizipation gGmbH 40.000 Euro<br>\nRudolf Augstein Stiftung 35.000 Euro<br>\nOpen Society Foundations 26.884 Euro<br>\nBundeszentrale f&uuml;r politische Bildung 13.050 Euro<br>\nJournalismfund.eu 10.000 Euro<br>\nPro Rauchfrei e.V. 4.250 Euro<br>\nGLS Treuhand e.V. 3.500 Euro<br>\nRotary Hilfe e.V. 3.000 Euro<br>\nStiftung Erneuerbare Freiheit 3.000 Euro<br>\nZeitenspiegel Reportagen Reinhardt &amp; Partner 2.000 Euro<br>\nGruner + Jahr GmbH &amp; Co KG 1.785 Euro<br>\nZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 1.500 Euro<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/correctiv\/finanzen\/\">Correct!V<\/a><\/p>\n<p><em>Um auf den Artikel der NDS <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35603\">vom 28.10.2016<\/a> Bezug zu nehmen, reden wir nicht mehr von Verschw&ouml;rungstheorien, sondern von einem tats&auml;chlichen Kampf um die vorherrschende Meinungsmacht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa, bitte links abbiegen<\/strong><br>\nRechtspopulisten sind im Aufwind. Und die EU schw&auml;chelt. Mit einer Streitschrift wollen Rot-rot-gr&uuml;ne ein solidarisches und demokratisches Europa kreieren.<br>\nDie EU schw&auml;chelt, sie br&ouml;ckelt, &uuml;berall sind Rechtsnationalisten im Aufwind. Ist Europa noch zu retten? &bdquo;Europa geht auch solidarisch&ldquo;, postulieren die Politologin Gesine Schwan, Verdi-Chef Frank Bsirske, Wirtschaftswissenschaftler und f&uuml;hrende Finanzpolitiker der Linkspartei und pl&auml;dieren f&uuml;r eine radikale Reform der EU.<br>\nIn einer Streitschrift, die der taz vorab vorliegt, kombinieren sie linke Kritik mit linken Visionen. Forderungen aus dem eigenen Spektrum nach einem Ausstieg aus dem Euro erteilen sie eine Absage und skizzieren die Vision einer Europ&auml;ischen Ausgleichsunion mit einer demokratisch gew&auml;hlten europ&auml;ischen Wirtschaftsregierung, die Einfluss auf die Haushalte der Nationalstaaten nimmt und in der Lage ist, aktuelle Herausforderungen, wie die der Fl&uuml;chtlinge, g&uuml;tlich und solidarisch zu l&ouml;sen. Die Verfasser wollen die EU also retten, indem sie deutlich mehr Europa fordern, mithin eine Art Lightversion der Vereinigten Staaten von Europa.<br>\nSchwan geh&ouml;rt der Grundwertekommission der SPD an, Bsirske ist Mitglied bei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und ein weiterer Autor, Harald Wolf, war zehn Jahre lang Berlins Wirtschaftssenator und handelt gerade f&uuml;r die Linkspartei den Koalitionsvertrag mit SPD und Gr&uuml;nen aus. &bdquo;Das ist mal eine andere Art von Rot-Rot-Gr&uuml;n&ldquo;, frohlockt Linksparteivize Axel Troost, der das Autorenteam ma&szlig;geblich zusammenschmiedete. Der Finanzpolitiker, der in der Linkspartei die zwischen rechtem und linkem Fl&uuml;gel angesiedelte Str&ouml;mung &bdquo;Mittelerde&ldquo; vertritt, gewann auch Wirtschaftswissenschaftler wie Mechthild Schrooten, eine der Sprecherinnen der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe), und Politologen wie Klaus Busch, der die Gewerkschaft Verdi europapolitisch ber&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/%215349843\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland fliegt aus UN-Menschenrechtsrat<\/strong><br>\nDie Vollversammlung der UN hat Russland eine Wiederwahl in den Menschenrechtsrat verwehrt. Zuvor hatten mehr als 80 Organisationen gegen den Sitz Russlands protestiert.<br>\nRussland ist &uuml;berraschend nicht mehr Mitglied des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen. Das Land scheiterte bei der Abstimmung in der UN-Vollversammlung mit nur 112 Stimmen. 14 von 47 Sitzen wurden f&uuml;r das kommende Jahr neu bestimmt. In der Osteuropa-Gruppe standen zwei Sitze zur Abstimmung, die nun an Ungarn (144 Stimmen) und Kroatien (114 Stimmen) gehen.<br>\nDer UN-Menschenrechtsrat wurde 2006 gegr&uuml;ndet und hat insbesondere mit seinem Untersuchungsbericht zur Menschenrechtssituation in Nordkorea f&uuml;r Aufsehen gesorgt. Am vergangenen Freitag hatte sich das Gremium auch mit der Situation in der umk&auml;mpften syrischen Metropole Aleppo befasst und eine gesonderte Untersuchung zu den Menschenrechtsverletzungen in der belagerten Stadt gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-10\/vereinte-nationen-russland-menschenrechtsrat\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Doch die gute Nachricht ist, dass die USA, dank Guantanamo Bay, wo man die Werte der westlichen Welt mit allen Mitteln verteidigt, wieder Mitglied geworden sind. Man muss da schon gewisse Anspr&uuml;che im Bereich Folter und V&ouml;lkerrechtsverbrechen erf&uuml;llen um hier Mitglied zu werden und zu bleiben und genau das k&ouml;nnen die Russen eben nicht.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>UN-Menschenrechtsrat: Russland ausgeschlossen, Saudi-Arabien gew&auml;hlt<\/strong><br>\nMenschenrechtsorganisationen haben mit ihrer Kampagne den Schutz der Menschenrechte einseitig politisiert, die UN-Vollversammlung hat den Schaden vollendet<br>\nDer UN-Menschenrechtsrat hat gestern beschlossen, die Bombardierung von drei Schulen in Haas in der Provinz Idlib zu untersuchen, bei der am Mittwoch 25 Zivilisten, meist Kinder, get&ouml;tet worden sein sollen. Obgleich sowohl die Bombardierung als auch die Verantwortlichen umstritten sind, weist der Menschenrechtsrat in seiner Erkl&auml;rung darauf hin, dass es angeblich Pro-Regierungsstreitkr&auml;fte waren, womit offen gelassen wurde, ob es russische oder syrische Flugzeuge gewesen sind (Syrien: Luftangriff auf Schulen?). Russland behauptet jetzt, es habe gar keinen Luftangriff und keine Opfer gegeben, die Bilder aus dem ver&ouml;ffentlichten Video seien manipuliert.<br>\nDer Vorsitzende des Rats, Paulo Pinheiro, bezeichnete den Angriff, sofern er absichtlich gewesen sein sollte, als Kriegsverbrechen, da es bislang keine Hinweise gebe, dass die Schulen von bewaffneten f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke genutzt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49848\/1.html\">Telepolis<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Geht es noch verlogener? Die gesamte &ldquo;Qualit&auml;tspresse&rdquo; verschweigt diesen Vorgang mit Saudi Arabien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Furcht vor der Freiheit<\/strong><br>\nSie sind gegen freien Handel und Zuwanderer. Ihre Angst speist sich aus Terrorismus, Fl&uuml;chtlingsbewegungen und Finanzkrise. Es ist eine seltsame Koalition von Rechten und Linken, die unsere offene Gesellschaft gef&auml;hrdet. [&hellip;]<br>\nDas Fatale ist, dass Terror, Finanzkrise und Fl&uuml;chtlingskrise zur gleichen Zeit auftreten. Deshalb potenziert sich das Unwohlsein, deshalb w&auml;chst die Angst vor der Bedrohung von au&szlig;en, und deshalb finden immer st&auml;rker jene Geh&ouml;r, die auf Abschottung setzen und den Eindruck erwecken, damit lie&szlig;en sich alle Probleme l&ouml;sen.<br>\nBei den Linken &uuml;berwiegt dabei das Bestreben, den Markt einzuschr&auml;nken, also den Fluss der Waren und des Kapitals; den Rechten geht es eher darum, die Fl&uuml;chtlinge abzuwehren und die heimischen Konzerne zu besch&uuml;tzen. Aus unterschiedlichen Ecken kommend, bef&ouml;rdern Linke wie Rechte wechselseitig den Geist der Unfreiheit. Und so k&ouml;nnte es sein, dass wir vor einer Zeitenwende stehen: hin zu einer teils geschlossenen Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/globalisierungsgegner-furcht-vor-der-freiheit-1.3226443\">Ulrich Sch&auml;fer in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> &bdquo;Die Feinde der offenen Gesellschaft&ldquo; stehen also links und rechts. Kritik an der herrschenden Politik ist demnach im Kern immer Kritik von den R&auml;ndern und damit automatisch eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. So kann man die n&ouml;tigen Debatten nat&uuml;rlich auch verhindern. Denn wer will schon links- oder rechtsradikal sein? Was Sch&auml;fer da mit dem Vokabular der Neoliberalen mit Bezugnahme auf Karl Popper fabuliert, ist nichts anderes als die &bdquo;Querfront-These&ldquo; aus libert&auml;rer Position. Und das ist schon drollig, sind die Libert&auml;ren doch die eigentlich Radikalen im Staate. Erst schleifen sie den Sozialstaat bis zur Unkenntlichkeit ab und preisen die neu gewonnene Freiheit und dann wundern sie sich tats&auml;chlich dar&uuml;ber, dass die Mehrheit der B&uuml;rger dies nicht bejubelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mariano Rajoy ist wieder regul&auml;rer spanischer Ministerpr&auml;sident<\/strong><br>\nDie politische H&auml;ngepartie in Spanien ist vorbei: Rajoy wurde im zweiten Anlauf zum Ministerpr&auml;sidenten gew&auml;hlt. M&ouml;glich war das nur durch die Enthaltung der Sozialisten. Tausende protestierten gegen seine Wiederwahl.<br>\nDas spanische Parlament hat Mariano Rajoy, Chef der konservativen Volkspartei (PP), in der zweiten Vertrauensabstimmung zum Regierungschef gew&auml;hlt. In der Wahl stimmten 170 Abgeordnete f&uuml;r ihn, 111 dagegen, 68 enthielten sich. Um gew&auml;hlt zu werden, reichte eine einfache Mehrheit. Rajoy hatte am Donnerstag beim ersten Votum die absolute Mehrheit von 176 Stimmen verpasst.<br>\nSpanien hat damit erstmals seit zehn Monaten wieder eine regul&auml;re Regierung. Vor rund einer Woche hatte die sozialistische Partei (PSOE) ihren Widerstand gegen eine Minderheitsregierung unter Rajoy aufgegeben und angek&uuml;ndigt, sich beim Parlamentsvotum zu enthalten. Ohne das Einlenken der oppositionellen Sozialisten h&auml;tten die Spanier im Dezember zum dritten Mal binnen eines Jahres ein neues Parlament w&auml;hlen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/mariano-rajoy-ist-wieder-regul%C3%A4rer-spanischer-ministerpr%C3%A4sident\/a-36199508\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vielen Dank, PSOE! Wieder sorgt eine sozialdemokratische Partei daf&uuml;r, dass die neoliberale Agenda in Europa weiter durchgesetzt werden kann und verh&ouml;hnt dabei den W&auml;hlerwillen gleich mit. M&ouml;glich wurde das erst, nach dem der Vorsitzende der PSOE Pedro S&aacute;nchez, der mit der linken Podemos koalieren wollte, durch einen internen Putsch der neoliberalen Kr&auml;fte, mit tatkr&auml;ftiger Beihilfe der spanischen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, gest&uuml;rzt wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zwischen Eurofetischismus und Nationalismus<\/strong><br>\nBisher ist die Diskussion &uuml;ber die Zukunft &bdquo;Europas&ldquo; in hohem Ma&szlig;e von einer bin&auml;ren Logik bestimmt. Zugespitzt: entweder &bdquo;R&uuml;ckfall in die Kleinstaaterei&ldquo; oder &bdquo;vorw&auml;rts in die lichte Zukunft der Vereinigten Staaten von Europa&ldquo;.<br>\nUnd das Ganze wird mit viel Emotionen vertreten. Vor allem in Deutschland &ndash; und hier insbesondere im linken Spektrum &ndash; geht es dann schnell um Krieg und Frieden, um Internationalismus und Nationalismus. Als ob es nur Schwarz und Wei&szlig;, Gut und B&ouml;se g&auml;be!<br>\nSp&auml;testens der BREXIT hat die Grundfrage nach Ziel und Zweck des Integrationsprozesses, die sog. Finalit&auml;tsfrage, auf die Tagesordnung gesetzt. Es gen&uuml;gt jetzt nicht mehr, sich gegen TTIP, die Kapitalmarktunion oder Austerit&auml;t zu wenden und dabei aber die Zielrichtung der Integration im Nebul&ouml;sen oder Utopischen zu belassen. Die Krise der EU ist existentiell. Ein Ausweg h&auml;ngt in hohem Ma&szlig;e auch davon ab, ob er der Strategie von &bdquo;Mehr Europa!&ldquo; oder &bdquo;Weniger Europa!&ldquo; oder einer anderen Logik folgt. Grundlegende Weichenstellungen sind nicht nur notwendig, sondern auch m&ouml;glich geworden. Umbruchzeiten bringen auch immer Gestaltungsm&ouml;glichkeiten mit sich. Es &ouml;ffnet sich jetzt ein window of opportunity. Es muss genutzt werden, bevor es sich wieder schlie&szlig;t, bevor die Krise sich auf eruptive und konfrontative Weise entl&auml;dt.<br>\nZur Wahl stehen drei grunds&auml;tzliche Optionen:\n<ol>\n<li>&bdquo;Mehr Europa&ldquo; oder dessen linke Variante &bdquo;Mehr Europa aber anders!&ldquo;, d.h. das Festhalten an der &bdquo;immer engeren Union der V&ouml;lker Europas&ldquo;, wie es in der Pr&auml;ambel der Vertr&auml;ge hei&szlig;t und was am Ende auf einen f&ouml;deralen Bundesstaat hinausl&auml;uft;<\/li>\n<li>die R&uuml;ckkehr zu einem rein nationalstaatlichen System;<\/li>\n<li>ein dritter Typus bzw. Dritter Weg von europ&auml;ischer Kooperation, den man als Flexible Integration oder differentielle Integration bezeichnen k&ouml;nnte.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/10\/zwischen-eurofetischismus-und-nationalismus\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steueroase Deutschland<\/strong><br>\nEine Pr&auml;sentation von Markus Meinzer<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kooperationsstelle-osnabrueck.de\/fileadmin\/user\/Aktivitaeten\/Sozialkonferenzen\/Osnabruecker_Ermutigung\/2016\/12.10.2016\/Praesentation_Markus_Meinzer.pdf\">Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auf der Spur des verlorenen Geldes<\/strong><br>\nEin gigantischer Teil des deutschen Auslandsverm&ouml;gens hat sich in Luft aufgel&ouml;st. Der Grund: Es geht der Exportwirtschaft zu gut.<br>\nEine Billion Euro sind einfach weg. Verschwunden. Dieses deutsche Verm&ouml;gen gibt es nicht mehr; es ist im Ausland abhandengekommen. Doch niemand regt sich auf. Die allermeisten Deutschen wissen nicht einmal, dass Jahr f&uuml;r Jahr Milliarden verlorengehen.<br>\nDie verschwundene Billion l&auml;sst sich n&auml;mlich nur entdecken, wenn man zwei Statistiken miteinander abgleicht, die beide &ndash; auf den ersten Blick &ndash; nicht besonders aufregend wirken. Das erste Zahlenwerk sind die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse. Bei der zweiten Aufstellung handelt es sich um das deutsche Auslandsverm&ouml;gen, das die Bundesbank erhebt. Diese beiden Statistiken passen nicht mehr zusammen.<br>\nDas deutsche Netto-Auslandsverm&ouml;gen belief sich Ende 2015 auf 1,476 Billionen Euro. Diese Summe ergibt sich, wenn man von den deutschen Geldanlagen die deutschen Schulden im Ausland abzieht.<br>\n1,476 Billionen Euro, das wirkt sehr stattlich. Doch eigentlich m&uuml;ssten die Deutschen noch viel mehr Nettoverm&ouml;gen im Ausland besitzen. Denn seit 1999, seit der Einf&uuml;hrung des Euros, exportiert Deutschland permanent mehr G&uuml;ter und Dienstleistungen, als es importiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Verluste-der-deutschen-Banken\/!5348343\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zwei Mittel gegen den Rentenkollaps<\/strong><br>\nWer das Problem der Altersarmut l&ouml;sen will, hat genau zwei M&ouml;glichkeiten: Rente mit 75 und mehr Zuwanderung. Beides unpopul&auml;r, beides n&ouml;tig. Mein Gro&szlig;vater ging Ende der Sechzigerjahre in Rente. Da war er 65 Jahre alt. Seine statistische Lebenserwartung lag damals noch bei knapp 13 Jahren. Tats&auml;chlich starb er im Alter von 78 Jahren. Insofern war er typisch f&uuml;r seine Generation von M&auml;nnern, die meist nur eine einfache Ausbildung genossen, k&ouml;rperlich hart gearbeitet und den Krieg als Soldaten durchlitten hatten.<br>\nDie Enkel und Urenkel dieser Generation werden 2030, nach einem meist leichteren und unbeschwerteren Leben, im Alter von 65 eine um zehn Jahre l&auml;ngere Lebenserwartung haben. Warum sollten sie nicht zehn Jahre sp&auml;ter in Rente gehen?<br>\nViel ist derzeit von drohender Altersarmut die Rede. Montag trifft sich Sozialministerin Andrea Nahles zur Abschlusssitzung des &ldquo;Rentendialogs&rdquo; mit Vertretern von Sozialverb&auml;nden, Gewerkschaften und Arbeitgebern. Zunehmend r&uuml;ckt die Generation der heutigen Beitragszahler in den Fokus: Ab dem Jahr 2030 droht ein weiteres Absacken der Ruhestandsbez&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rente-mit-75-was-wirklich-gegen-altersarmut-hilft-a-1118864.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser M.K.:<\/strong> Kaum ist die Rente mit 67 durch, schon fantasieren die Eifrigsten unter den schw&auml;bischen Hausfrauen &uuml;ber die Rente mit 75. Die M&ouml;glichkeit, &uuml;ber Lohnerh&ouml;hungen und Beitragsanpassungen eine verst&auml;ndliche und verl&auml;ssliche Rente f&uuml;r alle zu realisieren, existiert in deren Universum gar nicht mehr. Die politisch gewollte Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente ist schlicht ein Naturereignis, an das man sich nun alternativlos anzupassen hat. Es ist doch nur noch zum Heulen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Schon M&uuml;llers Einleitung zeigt kurz und pr&auml;gnant, wie er die Wahrheit verdreht. Die H&ouml;he der Renten h&auml;ngt direkt von der H&ouml;he der L&ouml;hne der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer ab. &Auml;ndert sich an diesen L&ouml;hnen durch Zuwanderung etwas? Wohl kaum und wenn dann eher in die andere Richtung. &Auml;ndert sich an diesen L&ouml;hnen etwas durch eine Anhebung des Renteneintrittsalters? Auch das ist zu verneinen. Das dritte und einzig logische &bdquo;Mittel gegen den Rentenkollaps&ldquo; ist also eine gesunde Lohnentwicklung. Nur, dass man damit nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r neoliberale &bdquo;Reformen&ldquo; werben kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leiharbeit per Gesetz und Schmuddeltarif<\/strong><br>\nIm Mai diesen Jahres legte die Ex-Juso-Vorsitzende und gegenw&auml;rtige Ministerin f&uuml;r Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, den Gesetzentwurf zur &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes (A&Uuml;G) vor, gro&szlig;spurig &raquo;Gesetz zur Bek&auml;mpfung von Missbrauch bei Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen&laquo; genannt, welches es nach Intervention der Arbeitgeber, des CSU-Vorsitzenden Seehofer und der Kanzlerin tats&auml;chlich nicht ist. Im September erfolgte die erste Lesung im Bundestag, im November sollen die Parlamentarier das Gesetz verabschieden. Damit folgt Nahles einer Vereinbarung im Koalitionsvertrag, in der es eigentlich um eine Verbesserung der Bedingungen f&uuml;r Leiharbeiter gehen sollte, die ihre eigene missliche Lage oft als &raquo;moderne Sklaverei&laquo; beschreiben. Es ging eigentlich um Re-Regulierung der Deregulierung und Schaffung eines gro&szlig;en Niedriglohn-Sektors im Zuge der Schr&ouml;derschen Agenda-Politik. Im &Uuml;brigen ist der Begriff &raquo;Leiharbeit&laquo; besch&ouml;nigend, denn tats&auml;chlich werden keine Arbeitskr&auml;fte &raquo;verliehen&laquo;, sondern vermietet: Mietarbeiter, wenngleich sachlich korrekt, w&auml;re wohl inhaltlich zu entlarvend, wie Michael Kittner in der Einleitung zum Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz in der &raquo;Arbeits- und Sozialordnung&laquo;, 40. Auflage, schreibt. Fast eine Million Leiharbeiter gibt es in Deutschland inzwischen, haupts&auml;chlich in den gro&szlig;en Industriebetrieben der Metall- und Elektroindustrie zwecks Senkung der Lohnkosten um rund 40 Prozent und Versch&auml;rfung der Konkurrenz. Die Zeitarbeitsbranche, so schreibt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, &raquo;ist von hoher Dynamik gepr&auml;gt. Im zweiten Halbjahr 2015 wurden 691.000 Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse neu abgeschlossen und 717.000 beendet. Mehr als die H&auml;lfte der Leiharbeitsverh&auml;ltnisse endet nach weniger als drei Monaten. Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt &uuml;ber alle Branchen erzielten Entgelten.&laquo; (Arbeitsmarktberichterstattung, Juli 2016)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/580f325ea6ade\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sanktionen auch in der Arbeitslosenversicherung: Sperrzeiten treffen Hunderttausende<\/strong><br>\nDie Arbeitsagenturen verh&auml;ngten zwischen September 2015 und August 2016 752.000 Sperrzeiten gegen Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld I. Damit wurden monatlich etwa sieben Prozent der Arbeitslosengeldzahlungen zeitweise aufgehoben. H&auml;ufigster Grund ist eine versp&auml;tete Meldung vor Beginn der Arbeitslosigkeit. Das zeigt eine Sonderauswertung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r O-Ton Arbeitsmarkt.<br>\nDas Arbeitslosengeld I ist eine Versicherungsleistung. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen ein, um den Arbeitnehmer im Falle einer Arbeitslosigkeit bis zu ein Jahr lang (bei &auml;lteren Arbeitslosen bis zu 24 Monate) finanziell abzusichern. Er erh&auml;lt dann 60 Prozent des letzten Nettogehalts.<br>\nDurch &bdquo;versicherungswidriges Verhalten ohne wichtigen Grund&ldquo; kann der Arbeitnehmer allerdings einen Teil seines Anspruchs verwirken. Die Arbeitsagenturen verh&auml;ngen dann Sperrzeiten, in denen kein Arbeitslosengeld I gezahlt wird. Versicherungswidrig verh&auml;lt sich der Arbeitnehmer, wenn er ein laufendes Arbeitsverh&auml;ltnis ohne wichtigen Grund k&uuml;ndigt, ein Jobangebot oder eine berufliche Eingliederungsma&szlig;nahme, zum Beispiel eine Schulung, ablehnt, eine Ma&szlig;nahme abbricht, sich nicht ausreichend um eine neue Arbeit bem&uuml;ht, nicht zu Beratungsterminen oder zu &auml;rztlichen Untersuchungen erscheint (Meldevers&auml;umnis) oder zu sp&auml;t meldet, dass er arbeitslos werden wird. (&hellip;)<br>\nIm Vergleich mit dem Hartz-IV-System ist der Anteil der Leistungsempf&auml;nger, bei denen die Zahlung zeitweise ausgesetzt wurde, in der Arbeitslosenversicherung deutlich h&ouml;her. 2015 erhielten drei Prozent der Hartz-IV-Bezieher im erwerbsf&auml;higen Alter mindestens eine der so genannten Sanktionen, das Pendant zu den Sperrzeiten in der Arbeitslosenversicherung.<br>\nHintergrund ist m&ouml;glicherweise die intensivere Betreuung der Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld I. Zudem befindet sich unter den Hartz-IV-Empf&auml;ngern eine gro&szlig;e Gruppe an Personen, die nicht verpflichtet ist, eine Arbeit aufzunehmen. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel Alleinerziehende mit Kindern unter drei Jahren oder Sch&uuml;ler. F&uuml;r diesen Personenkreis kommt die Mehrzahl der m&ouml;glichen Sanktionsgr&uuml;nde (zum Beispiel wegen der Weigerung, eine Arbeit oder Ma&szlig;nahme aufzunehmen) &uuml;berhaupt nicht in Betracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/sanktionen-auch-in-der-arbeitslosenversicherung-sperrzeiten-treffen-hunderttausende\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Recht der Macht<\/strong><br>\nUnter Protest verlassen die ersten Staaten Afrikas den von der Bundesrepublik ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzten Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). Seit seiner Errichtung bis Anfang 2016 habe der IStGH ausschlie&szlig;lich Verfahren gegen B&uuml;rger afrikanischer Staaten er&ouml;ffnet, hei&szlig;t es zur Begr&uuml;ndung; trotz zahlreicher Kriegsverbrechen von Soldaten der westlichen Staaten sei kein einziger Prozess gegen diese eingeleitet worden. Tats&auml;chlich erweist sich der Gerichtshof, wie kritische Beobachter bereits bei seiner Gr&uuml;ndung warnten, als flexibles Instrument der m&auml;chtigen westlichen Staaten zur Disziplinierung schw&auml;cherer L&auml;nder, vor allem missliebiger Regierungen Afrikas. Wie deutsche V&ouml;lkerrechtler urteilen, bleibt selbst dann, wenn wie geplant milit&auml;rische Aggressionen im kommenden Jahr zum Straftatbestand erkl&auml;rt werden, gen&uuml;gend Interpretationsspielraum, um etwa die Angriffskriege gegen Jugoslawien 1999 sowie gegen den Irak 2003 von der Strafverfolgung auszunehmen. An der Gr&uuml;ndung des IStGH ist Deutschland f&uuml;hrend beteiligt gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59472\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der vergessene Krieg im Jemen<\/strong><br>\nSeit anderthalb Jahren fliegt Saudi-Arabien Angriffe gegen Aufst&auml;ndische im Jemen. Gewalt, Not und Hunger lassen die Menschen verzweifeln. Doch der Konflikt wird von der Welt kaum wahrgenommen.<br>\nIm Jemen geh&ouml;ren Angst, Not und Armut zum Alltag. Keine Jobs, kein Geld f&uuml;r Eink&auml;ufe, dazu immer wieder Gefechte und Bombenangriffe &ndash; Folgen eines Kriegs, dem die Welt kaum Beachtung schenkt. Alle Augen scheinen auf Aleppo und die Schlacht um Mossul gerichtet zu sein. Dabei ist das Ausma&szlig; der humanit&auml;ren Katastrophe im Jemen wom&ouml;glich noch gr&ouml;&szlig;er als in Syrien und dem Irak. Allein am Wochenende gab es dutzende zivile Opfer. Die Bundesregierung appellierte an die Konfliktparteien, die Gewalt zu beenden und Hilfe f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung zu erm&ouml;glichen.<br>\nVor gut eineinhalb Jahren hat das benachbarte Saudi-Arabien in den jemenitischen B&uuml;rgerkrieg eingegriffen. Seitdem geht eine von Riad befehligte Koalition vor allem mit Luftschl&auml;gen gegen die aufst&auml;ndischen Huthi-Rebellen vor &ndash; ohne gro&szlig;en Erfolg. Dabei hatte die Golfmonarchie anfangs verk&uuml;ndet, der Feldzug werde allenfalls einige Wochen dauern. Das hat sich als Trugschluss erwiesen. Trotz des Einsatzes einer Milit&auml;rmaschinerie konnten die Huthis nicht besiegt werden. Alle Friedensgespr&auml;che sind bisher gescheitert. Chaos und Gewalt haben inzwischen dazu gef&uuml;hrt, dass sich der Staat weitgehend aufgel&ouml;st hat. Dieses Machtvakuum nutzen bewaffnete St&auml;mme und Terrororganisationen wie Al Qaida, um ihren Einfluss kontinuierlich auszuweiten. Die Gegenwehr ist gering. Expertin Mareike Transfeld ist &uuml;berzeugt: &bdquo;Es geht im Jemen nicht um Sunniten oder Schiiten. Ideologien und politische Visionen spielen kaum noch eine Rolle. Es geht allein um Macht.&ldquo; Und die Bev&ouml;lkerung ist zum Spielball verschiedener Interessen geworden. &bdquo;Das Leid der Menschen wird als Verhandlungsmasse missbraucht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gewalt-und-not-der-vergessene-krieg-im-jemen\/14758406.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Protestb&uuml;ndnis Campact &ndash; Wachsendes Misstrauen gegen die Kampagnenprofis<\/strong><br>\nDie Kampagnenplattform Campact ist der Platzhirsch unter den zivilgesellschaftlichen Protestb&uuml;ndnissen in Deutschland. Doch eine Recherche der NachDenkSeiten tr&uuml;bt nun das Bild der vermeintlich unabh&auml;ngig arbeitenden Graswurzel-Organisation.<br>\n&bdquo;Ist Campact zu trauen?&ldquo;, fragte Albrecht M&uuml;ller, Herausgeber der NachDenkSeiten, schon vor zwei Wochen und bat seine Leser, diese Frage zusammen mit ihm im Dialog zu beantworten. Immerhin kann die durchaus professionell gemanagte Kampagnenplattform einige beachtliche Erfolge ihr Eigen nennen.<br>\nSo &uuml;bernahm Campact f&uuml;r die gro&szlig;en Proteste gegen TTIP und CETA einen guten Teil der Mobilisierungsarbeit. Bis zu einer Million Mitglieder hat die Organisation, viele davon unterst&uuml;tzen die Arbeit des Apparats mit Kleinspenden. Neben dem Widerstand gegen die unbeliebten Freihandelsabkommen TTIP, TiSA und CETA streitet Campact auch f&uuml;r ein Verbot der Gentechnik, f&uuml;r eine Steuer auf Wertpapierspekulationen und gegen Massentierhaltung. Der Erfolg von Campact liegt auch darin begr&uuml;ndet, dass die Plattform gekonnt auf Themen setzt, die eine breite Mehrheit der Bev&ouml;lkerung ohnehin unterst&uuml;tzt.<br>\nGerade zivilgesellschaftlichen Bewegungen und au&szlig;erparlamentarischen Akteuren kommt im politischen Prozess die ureigene Rolle zu, wichtige, aber bis dahin randst&auml;ndig behandelte Themen &uuml;berhaupt erst auf die Agenda zu setzen. Eine m&ouml;glicherweise gesteuerte Protestbewegung hat hingegen die Aufgabe, eben diese Themen im Interesse der M&auml;chtigen aus dem Diskurs zu dr&auml;ngen. Besonders gegen&uuml;ber den Unterst&uuml;tzern und Mitgliedern an der Basis sind dann oft recht plumpe Manipulationen n&ouml;tig, um die die Bewegung unter Kontrolle zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/protestbuendnis-campact-misstrauen-gegen-die-kampagnenprofis\/\">KenFM<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Berlin f&uuml;r die Bombe<\/strong><br>\nNordkorea ist bereit, &uuml;ber ein weltweites Verbot aller Atomwaffen zu verhandeln &ndash; die USA, Russland, Gro&szlig;britannien, Frankreich (und auch S&uuml;dkorea) sind es nicht. Auch der deutsche Botschafter Michael Biontino votierte am Donnerstag (Ortszeit) im sogenannten Ersten Komitee der UN-Vollversammlung gegen eine von &Ouml;sterreich, Brasilien, Irland, Mexiko, Nigeria und S&uuml;dafrika eingebrachte Resolution, nach der im kommenden Jahr Verhandlungen f&uuml;r eine atomwaffenfreie Welt aufgenommen werden sollen. Mit ihrem negativen Votum stellte sich Deutschland gemeinsam mit den meisten NATO-Staaten gegen eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Staaten der Welt. 123 Delegation votierten f&uuml;r den Entwurf, 38 dagegen, und 16 enthielten sich, unter ihnen die Atomm&auml;chte China, Indien und Pakistan.<br>\nDer Resolution zufolge soll im kommenden Jahr in New York eine UN-Konferenz stattfinden, auf der &uuml;ber ein rechtlich bindendes Instrument zum Verbot der Atomwaffen und ihre vollst&auml;ndige Beseitigung verhandelt wird. Auftakt soll demnach eine viert&auml;gige Sitzung vom 27. bis 31. M&auml;rz sein, gefolgt von dreiw&ouml;chigen Beratungen im Juni und Juli. Das Papier wird nun an das Plenum der UN-Vollversammlung weitergeleitet, das voraussichtlich im Dezember dar&uuml;ber entscheiden wird. Mit einer Annahme kann nach dem Votum vom Donnerstag gerechnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/10-29\/002.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieses (deutsche) Abstimmungsergebnis und auch die nachtr&auml;gliche Begr&uuml;ndung durch das Ausw&auml;rtige Amt sind irritierend: H&auml;tte nicht den Verhandlungen zugestimmt werden k&ouml;nnen in der Hoffnung, die Atomm&auml;chte k&ouml;nnten sich diesen sp&auml;ter anschlie&szlig;en?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rheinmetall Tochterunternehmen sollen Waffen an Kriegsparteien verkaufen<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zur Vorlage der frischen Quartalsbilanz des gr&ouml;&szlig;ten deutschen R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall am kommenden Montag (31.10.) prangern Menschenrechtler und Investigativmedien die Exportpraxis des D&uuml;sseldorfer Unternehmens an: Laut verschiedenen Quellen verkaufen ausl&auml;ndische Tochterfirmen des deutschen Konzerns Munition und Waffen an Kriegsparteien, die ihre Waffen in akuten Krisenregionen einsetzen &ndash; derzeit zum Beispiel an die saudi-arabische Milit&auml;rallianz, der Kriegsverbrechen im Jemen vorgeworfen werden. Auch die Opposition im Bundestag sieht Handlungsbedarf.<br>\nSo hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch den Abwurf von 500-Kilo-Bomben aus der MK-Serie durch saudische Kampfflugzeuge dokumentiert, etwa im Mai 2015. Ein Code auf der Bombenh&uuml;lle verweist demnach auf RWM Italia als Hersteller hin: eine Tochterfirma von Rheinmetall. Auch die US-Enth&uuml;llungsplattform reported.ly berichtet von F&auml;llen, in denen Rheinmetall auf diese Weise ganz legal deutsche R&uuml;stungskontrollregeln umgehen konnte.<br>\nTats&auml;chlich m&uuml;ssen deutsche Beh&ouml;rden zwar jeden Waffenexport aus der Bundesrepublik genehmigen. Nicht zust&auml;ndig sind sie freilich f&uuml;r Ausfuhren aus Italien, selbst wenn der Besitzer der italienischen R&uuml;stungsproduktion in Deutschland sitzt.<br>\nDie Opposition im deutschen Bundestag sieht da eine Gesetzesl&uuml;cke: &bdquo;Wenn ein deutsches Schiff italienische Waffen nach Saudi-Arabien transportieren will, braucht es eine Transportgenehmigung nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz&ldquo;, sagte der Linken-Verteidigungsexperte Jan van Aken dieser Zeitung. &bdquo;Ich finde, die Rechtslage sollte so ge&auml;ndert werden, dass das auch f&uuml;r die Eignerschaft der Produktion gilt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/politik\/rheinmetall-tochterunternehmen-sollen-waffen-an-kriegsparteien-verkaufen-24996302\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rot-Rot-Gr&uuml;n im Bund &ndash; &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht den Kern unserer Politik aufgeben&rdquo;<\/strong><br>\nDer Linken-Politiker Oskar Lafontaine sieht derzeit keine Chancen f&uuml;r ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis auf Bundesebene. Viele redeten dar&uuml;ber, ohne sich Gedanken zu machen, was das inhaltlich hei&szlig;e, sagte Lafontaine im DLF. Im Kern sollte es darum gehen, was man an Verbesserungen f&uuml;r die Menschen erreichen k&ouml;nne etwa bei der Renten- oder der Krankenversicherung.<br>\nLafontaine betonte, immer vor Wahlen st&uuml;nden Ver&auml;nderungen in der Politik an. In den Programmen von SPD, Gr&uuml;nen und Linken f&uuml;r die Bundestagswahl 2013 habe es viele Gemeinsamkeiten in der Steuer- und in der Sozialpolitik gegeben. &ldquo;Aber in der praktischen Politik haben SPD und Gr&uuml;ne nicht immer unbedingt diese Ziele verfolgt.&rdquo; Bis zum heutigen Tag habe sich daran nichts ge&auml;ndert.<br>\nZu Berichten, wonach er selbst ein Hindernis f&uuml;r ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis sei und noch alte Rechungen mit der SPD offen habe, meinte Lafontaine, es belustige ihn, wenn er so etwas lese. &ldquo;Auf die Idee, dass jemand tats&auml;chlich f&uuml;r soziale Gerechtigkeit eintritt und dass jemand eine Friedenspolitik tats&auml;chlich f&uuml;r besser h&auml;lt als st&auml;ndige Interventionskriege, kommt so gut wie kaum jemand.&rdquo; Er sei in dem Sinne ein Hindernis, als er nicht bereit sei, etwa Prinzipien der sozialen Gerechtigkeit aufzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rot-rot-gruen-im-bund-wir-koennen-nicht-den-kern-unserer.694.de.html?dram:article_id=369911\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Egoistisch. Anma&szlig;end. Sch&auml;dlich.<\/strong><br>\nDas Leitmedium schlechthin, als das sich &raquo;Der Spiegel&laquo; weiterhin selbst einsch&auml;tzt und sch&auml;tzt, hat ein gravierendes Problem mit der Demokratie. Sagen wir mal so. Es berichtet viel von ihr und spielt sich als deren publikativer Retter auf. Das Nachrichtenmagazin tut dabei gerne so, als sei redaktionelle Arbeit immer auch rationale Arbeit im Sinne von: Die Demokratie gegen die massenhafte Unvernunft in Schutz nehmen. Daher &uuml;berzieht man etwaige Spielr&auml;ume eines gesunden Demokratieverst&auml;ndnisses mit Vorw&uuml;rfen, man w&uuml;rde es hier mit Ausw&uuml;chsen zu tun haben, die der Demokratie schaden w&uuml;rden. Letzte Woche musste man erst wieder eingreifen und etwas zum &raquo;M&ouml;chtegern-Asterix&laquo; der Wallonen ver&ouml;ffentlichen. Also zum Widerstand der belgischen Regionalregierung gegen Ceta ausschlachten, um ihn uns allen als &raquo;egoistisch, anma&szlig;end und sch&auml;dlich f&uuml;r die Demokratie&laquo; zu enttarnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/10\/egoistisch-anmaend-schadlich.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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