{"id":35656,"date":"2016-11-03T08:48:51","date_gmt":"2016-11-03T07:48:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656"},"modified":"2016-11-03T08:48:51","modified_gmt":"2016-11-03T07:48:51","slug":"hinweise-des-tages-2745","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h01\">Wirtschaftsweise fordern mehr Reformeifer von der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h02\">Wider die schw&auml;bische Hausfrau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h03\">Die Schuldenbremse ist eine Investitionsbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h04\">Arbeitslosigkeit sinkt auf 25-Jahres-Tief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h05\">DGB-Studie: Das M&auml;rchen vom Azubi-Mangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h06\">&hellip; sind ja nur Arbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h07\">IAB: Hartz-Strafen verst&auml;rken soziale Ungleichheiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h08\">Lebensversicherer dr&auml;ngen Kunden aus lukrativen Policen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h09\">Ohrfeige f&uuml;r Oettinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h10\">Deutschlands dreisteste Steueroase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h11\">Insolvenzen: Kriminelle Manager haben selten etwas zu f&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h12\">Strom-Rabatte f&uuml;r Firmen kosten Verbraucher mehr als eine Milliarde Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h13\">&ldquo;Ich f&uuml;rchte Gewalt nach der Wahl&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35656#h14\">Die Anstalt &ndash; Faktencheck zur Sendung am 1. November<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftsweise fordern mehr Reformeifer von der Bundesregierung<\/strong><br>\nDie M&auml;ngelliste der Wirtschaftsweisen ist lang. Sie schreiben, dass einige Ma&szlig;nahmen wie der Mindestlohn die Wirtschaftsentwicklung sogar schw&auml;chen k&ouml;nnten. Der Mindestlohn behindere die Entstehung von Arbeitspl&auml;tzen im Niedriglohnsektor, so das Urteil der Autoren. Die f&uuml;r das Jahr 2017 beschlossene Erh&ouml;hung von 34 Cent sei zwar moderat, d&uuml;rfte aber &ldquo;Unternehmen hinsichtlich des zuk&uuml;nftigen Niveaus des Mindestlohns verunsichern und so der Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen entgegenstehen.&rdquo;<br>\nAuch die Steuerpolitik kritisieren die Wirtschaftsweisen in ihrem Gutachten. Die vollen Staatskassen m&uuml;ssten genutzt werden, um die Schuldenquote zu senken und Steuerreformen auf den Weg zu bringen. N&ouml;tig sei beispielsweise eine Reform der Unternehmensbesteuerung und der Grundsteuer. Zudem verkompliziere die j&uuml;ngst beschlossene Steuerreform f&uuml;r Unternehmenserben das Erbschaftsteuerrecht und &ldquo;l&auml;dt zur Steuergestaltung ein&rdquo;.<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat mahnt eine weitere Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an. Dies sei &ldquo;unausweichlich&rdquo;, um die gesetzliche Rentenversicherung f&uuml;r zuk&uuml;nftige Generationen zu erhalten. Zus&auml;tzlich sollten die betriebliche und die private Altersvorsorge gest&auml;rkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/sachverstaendigenrat-wirtschaftsweise-fordern-reformen-von-bundesregierung-a-1119346.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Schon erstaunlich, wie die Agenturen und folglich berichtende Medien wie Spiegel Online, aber auch <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wirtschafstweise-reformen-merkel-101.html\">Tagesschau.de<\/a> &uuml;ber die &bdquo;andere Meinung&ldquo; in dem Jahresgutachten hinweggehen und allgemein von den Wirtschaftsweisen sprechen. Dabei ist die abweichende Haltung Peter Bofingers <a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/jahresgutachten-2016-2017.html\">Kapitel f&uuml;r Kapitel<\/a> als eigener Punkt aufgef&uuml;hrt und farblich markiert. Er stellt sich der Kernbotschaft des Papiers, mehr Markt und weniger Staat, entgegen und kritisiert etwa die Vorschl&auml;ge zu einer Unternehmenssteuersenkung oder zum Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Wirtschaftsweise sehen Vers&auml;umnisse an der falschen Stelle<\/strong><br>\n&bdquo;Die sogenannten Wirtschaftsweisen werfen der Bundesregierung schwere Vers&auml;umnisse vor &ndash; zu Recht. Das Vers&auml;umnis ist aber mitnichten das vermeintliche Zur&uuml;ckdrehen der Agenda-2010. Ganz im Gegenteil: Der l&ouml;chrige Mindestlohn und die bestenfalls halbherzige Einschr&auml;nkung des Missbrauchs von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen sind die Vers&auml;umnisse der Bundesregierung&ldquo;, kommentiert Michael Schlecht das Jahresgutachten des Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/wirtschaftsweise-sehen-versaeumnisse-an-der-falschen-stelle\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wider die schw&auml;bische Hausfrau<\/strong><br>\nSparen wie die schw&auml;bische Hausfrau &ndash; &uuml;ber das Mantra der Kanzlerin k&ouml;nnte Heiner Flassbeck nur lachen, w&auml;re die Lage nicht so ernst. Im Kontext-Gespr&auml;ch erkl&auml;rt der fr&uuml;here Staatssekret&auml;r von Oskar Lafontaine, wer daran verdient und wer nicht. Und warum der sogenannte Freihandel daran nichts &auml;ndert.<br>\nHerr Flassbeck, der ber&uuml;hmte Spruch von Kanzlerin Merkel ist 2008 auf der Fildermesse gefallen: &ldquo;Man h&auml;tte einfach die schw&auml;bische Hausfrau fragen sollen. Man kann nicht auf Dauer &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse leben.&rdquo; Einverstanden?<br>\nNein. Man kann nat&uuml;rlich nicht auf Dauer &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse leben, aber sie h&auml;tte begreifen sollen, dass man auch nicht unter seinen Verh&auml;ltnissen leben darf. Wer unter seinen Verh&auml;ltnissen lebt, zwingt andere dazu, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu leben. Das ist genau der deutsche Fehler.<br>\nMeine Nachbarn w&uuml;rden wahrscheinlich sagen, die Griechen sollen schaffen wie wir.<br>\nDas ist eben falsch. Der deutsche Erfolg hat nichts damit zu tun, dass wir t&uuml;chtiger sind, sondern damit, dass wir unseren G&uuml;rtel enger geschnallt haben. Die deutsche Produktivit&auml;t ist nicht h&ouml;her als die anderswo. Aber die Deutschen haben sich nichts geg&ouml;nnt und damit andere gezwungen, &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse zu leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/292\/wider-die-schwaebische-hausfrau-3955.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse ist eine Investitionsbremse<\/strong><br>\nDie deutsche Schuldenbremse wird vielfach als Erfolgsgeschichte gefeiert. Tats&auml;chlich aber ist sie eine gef&auml;hrliche und &uuml;berfl&uuml;ssige Ma&szlig;nahme, die Wohlstandszuw&auml;chse verhindert und die Instabilit&auml;t erh&ouml;ht. [&hellip;]<br>\nIm Hintergrund wird jedoch allerorten an M&ouml;glichkeiten gearbeitet, wie die Schuldenbremse umgangen werden kann. Diese Bem&uuml;hungen reichen von der europ&auml;ischen Ebene (Stichwort: Juncker-Plan) &uuml;ber das Bundesfinanzministerium mit seinen Pl&auml;nen zur Autobahnbetreibungsgesellschaft, die au&szlig;erhalb des Bundeshaushalts agieren und Investitionen vornehmen soll, bis hin zum Bundeswirtschaftsministerium. Die dort unter der Leitung eben von Marcel Fratzscher zur F&ouml;rderung von Investitionen eingesetzte Kommission hat keinen anderen Zweck, als Wege zu entdecken, wie unter dem Joch der Schuldenbremse die &ouml;ffentlichen Investitionen dennoch ausgedehnt werden k&ouml;nnen. Ohne die Schuldenbremse h&auml;tte es diese Kommission nie gegeben, weil sie nicht notwendig gewesen w&auml;re.<br>\nNicht umsonst wirkt die Schuldenbremse heute wie aus der Zeit gefallen: [&hellip;] Ihr liegt die Annahme zugrunde, dass das Marktsystem inh&auml;rent stabil ist und in der Tendenz keiner stabilisierenden fiskalpolitischen Intervention bedarf. [&hellip;] Die Krisen der vergangenen Jahre haben &uuml;berdeutlich gezeigt, dass diese Sichtweise falsch ist. Die Geldpolitik ist im Ernstfall &uuml;berfordert, es bedarf zus&auml;tzlicher diskretion&auml;rer Eingriffe der Fiskalpolitik, um wieder Stabilit&auml;t herzustellen. Die Schuldenbremse erschwert dies erheblich und ist damit ein Krisenbeschleuniger. Sie ist folglich nicht notwendig und richtig, sondern &uuml;berfl&uuml;ssig und falsch. Ihre Abschaffung w&auml;re eine sinnvolle wirtschaftspolitische Forderung. Doch der politische Mut hierf&uuml;r ist im Deutschland des Jahres 2016 nicht erkennbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/die-schuldenbremse-ist-eine-investitionsbremse-17782\">Gustav A. Horn &amp; Katja Rietzler auf Makronom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.W.:<\/strong> Mal wieder zeigt sich, wie vollkommen unsinnig die Schuldenbremse ist und war. Leider werden die Autoren mit ihrer Bef&uuml;rchtung Recht behalten, dass unsere Schuldenparanoiker aus der gro&szlig;en Koalition dennoch auf ewige Zeiten daran festhalten werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit sinkt auf 25-Jahres-Tief<\/strong><br>\nDie viel ger&uuml;hmte Herbstbelebung wirkt sich in diesem Jahr noch kr&auml;ftiger aus als gewohnt: Die Arbeitslosigkeit sank im vergangenen Monat auf den tiefsten Stand seit einem Vierteljahrhundert. Insgesamt waren 2,540 Millionen Menschen als erwerbslos gemeldet.<br>\nDie gute Konjunktur dr&uuml;ckt die Arbeitslosigkeit in Deutschland auf den tiefsten Stand seit einem Vierteljahrhundert. Die Arbeitslosenzahl sank im Oktober nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) um 68.000 auf 2,540 Millionen. Der R&uuml;ckgang war st&auml;rker als in den Vorjahren und kr&auml;ftiger als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr waren 109.000 weniger Menschen auf Jobsuche. Eine niedrigere Arbeitslosenzahl gab es zuletzt im Juni 1991.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/arbeitslosenzahlen-165.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und die Botschaft lautet wieder, Deutschland geht es doch gut. Superlative helfen dabei dem Erz&auml;hler. Oder auch nicht. Denn NachDenkSeiten-Leser wissen, dass die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit heute ganz anders z&auml;hlt als das Arbeitsamt vor 25 Jahren. <\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161103-arbeitslosigkeit.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161103-arbeitslosigkeit-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/fast-eine-million-menschen-fehlen-in-erwerbslosenstatistik\/\">Die Linke<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Neuordnung des Arbeitsmarktes dringend notwendig<\/strong><br>\n&bdquo;Existenzsichernde Arbeit ist f&uuml;r viele Menschen mehr Wunsch als Realit&auml;t. &Uuml;ber ein Viertel der Besch&auml;ftigten arbeitet in Teilzeit. 2,6 Millionen gehen einem Zweitjob nach, 87.000 mehr als im Vorjahr. 1,1 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte beziehen erg&auml;nzende Hartz IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/neuordnung-des-arbeitsmarktes-dringend-notwendig\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB-Studie: Das M&auml;rchen vom Azubi-Mangel<\/strong><br>\nEs gibt mehr freie Lehrstellen als Bewerber, der Ausbildungsmarkt ist extrem entspannt &ndash; das legen Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit nahe. Der DGB hat die Statistik &uuml;berpr&uuml;ft. Das Ergebnis: alles falsch. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Geschichte vom bundesweiten Azubi-Mangel entpuppt sich bei Licht betrachtet als M&auml;rchen&rdquo;, sagt Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes (DGB). Denn zahlreiche Jugendliche ohne Ausbildungsplatz werden der DGB-Analyse zufolge gar nicht in den Daten ber&uuml;cksichtigt.<br>\nUnstrittig ist demnach, dass rund 20.000 junge Bewerber in diesem Jahr weder eine Lehrstelle noch eine Ersatzma&szlig;nahme abbekommen h&auml;tten. Sie seien nach den BA-Zahlen offiziell &ldquo;unversorgt&rdquo;. Die Agentur z&auml;hle hier aber nur diejenigen mit, die als &ldquo;ausbildungsreif&rdquo; gelten. Die anderen fielen unter den Tisch.<br>\nEine weitere Kritik des DGB: Zehntausende Jugendliche, die zwar formal ausbildungsreif sind, aber trotzdem noch keine Lehrstelle haben, gelten nach den BA-Zahlen als &ldquo;versorgt&rdquo;. Dabei h&auml;ngen sie in einer Art Warteschleife, weil sie etwa Praktika oder berufsvorbereitende Ma&szlig;nahmen absolvieren.<br>\nDie Lehrstellenbilanz des DGB sieht damit ganz anders aus: Rund 283.000 Jugendliche, die von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als ausbildungsreif eingestuft wurden, h&auml;tten keinen Ausbildungsplatz bekommen, sagt Hannack.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/job\/dgb-kritisiert-fragwuerdige-zahlen-zum-ausbildungsmarkt-a-1119342.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&hellip; sind ja nur Arbeiter<\/strong><br>\nDie Angebots&ouml;konomie der Neoliberalen wurde schon fr&uuml;her h&auml;ufig daf&uuml;r kritisiert, dass sie den Menschen nur noch als Konsumenten und Aktienbesitzer wahrnimmt, nicht aber mehr als Protagonist auf dem Arbeitsmarkt. Der systemisch v&ouml;llig normale Wahnsinn, das Gemeinwesen mit Sparauflagen abzuw&uuml;rgen, wurde von den &Ouml;konomen dieser Heilslehre als Win-Win-Situation skizziert. Man stellte dem Konsumenten in Aussicht, davon zu profitieren. Und auch die Shareholder, die wir alle ja mittlerweile direkt oder indirekt seien, m&uuml;ssten nicht auf Dividenden verzichten. Der Mensch kommt in diesem Weltbild immer blo&szlig; als homo oeconomicus vor. Als homo laboris ist er ausgeblendet. Dass es sich um Subjekte mit B&uuml;rgerrechten handelt, wird &uuml;brigens auch gerne mal vergessen. Das war und ist eines der gravierendsten Probleme dieser &Ouml;konomie: Sie erfasst nicht die Gesamtheit des wirtschaftlichen Geschehens und reduziert die Teilnehmer auf eine zentrale Rolle. Aber jeder von uns spielt in der Wirtschaft verschiedene Rollen. Wir sind Angestellte, Konsumenten und B&uuml;rger zugleich. Das Prinzip ist also flie&szlig;end und dynamisch. Trotzdem h&auml;lt sich die statische Weltanschauung hartn&auml;ckig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/11\/sind-ja-nur-arbeiter.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IAB: Hartz-Strafen verst&auml;rken soziale Ungleichheiten<\/strong><br>\n&raquo;Report Mainz&laquo; zitiert unter anderem Professor Mark Trappmann, einer der Autoren der IAB-Studie, mit den Worten, &raquo;die Ursache scheint nicht zu sein&laquo;, dass die Erwerbslosen mit geringerer Bildung &raquo;weniger arbeitsmotiviert sind oder weniger konzessionsbereit&laquo;. Die Benachteiligung gehe vielmehr auf &raquo;mangelndes Wissen wenig Gebildeter zu institutionellen Vorgaben&laquo; und auf &raquo;Negativzuschreibungen in den Akten dieser Personen&laquo; durch die jeweiligen Fallmanager der Arbeits&auml;mter zur&uuml;ck. &raquo;Das Sanktionssystem im SGB II scheint damit soziale Ungleichheit nach Bildung zu reproduzieren und zu verst&auml;rken&laquo;, so die Studie &ndash; und die Sanktionen h&auml;tten teils &raquo;gravierende Folgen f&uuml;r die Sanktionierten&laquo;-<br>\nDie Linkenvorsitzende Katja Kipping sagte zu den Studienergebnissen, &raquo;bestraft wird nicht Fehlverhalten, sanktioniert wird soziale Ferne zu den Fallmanagern sowie formale Qualifikation&laquo;. Ihrer Meinung nach haben Sanktionen &raquo;im Sozialrecht nichts zu suchen&laquo;. Ihre Partei fordere &raquo;daher seit langem die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen&laquo;. Auch auf dem linken Fl&uuml;gel der Gr&uuml;nen wird auf eine Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen hingearbeitet. &Uuml;ber einen entsprechenden Antrag f&uuml;r den Bundesparteitag Mitte November in M&uuml;nster berichtet die &raquo;Berliner Zeitung&laquo;. Man strebe &raquo;ein Ende der Praxis von Androhung und Bestrafung&laquo; an, &raquo;die in vielen Job-Centern und Arbeitsagenturen Realit&auml;t ist&laquo;, zitiert das Blatt aus dem Antrag. Der Antrag des Gr&uuml;nen-Bundesvorstandes f&uuml;r den Parteitag fordere lediglich, Sanktionen zu evaluieren und sie bis zu einer St&auml;rkung der Rechte Arbeitssuchender auszusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1030771.iab-hartz-strafen-verstaerken-soziale-ungleichheiten.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Existenzminimum gef&auml;hrdet: Gr&uuml;ne wollen Hartz-IV-Sanktionen abschaffen<\/strong><br>\nVertreter des linken Fl&uuml;gels der Gr&uuml;nen wollen die Hartz-IV-Sanktionen abschaffen. Das geht aus einem Antrag f&uuml;r den Bundesparteitag Mitte November in M&uuml;nster hervor, der dieser Zeitung vorliegt. &bdquo;Wir wollen ein Ende der Praxis von Androhung und Bestrafung, die in vielen Job-Centern und Arbeitsagenturen Realit&auml;t ist&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Antrag. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Stattdessen setzen wir auf Motivation, Anerkennung und Beratung auf Augenh&ouml;he.&ldquo; Denn Sanktionen gef&auml;hrdeten sowohl den kooperativen Charakter des Fallmanagements wie auch ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum. &bdquo;Daher wollen wir sie abschaffen.&ldquo; Dies gelte besonders f&uuml;r Sonderregeln bei den Sanktionen f&uuml;r Menschen unter 25 Jahren und bei den Kosten der Unterkunft und der Heizung.<br>\nDer Antrag des Bundesvorstandes f&uuml;r den Parteitag fordert lediglich, die Sanktionen zu evaluieren und sie bis zu einer St&auml;rkung der Rechte Arbeitssuchender auszusetzen. Den Antragstellern reicht das nicht. Sie betonen, dass jede einzelne Sanktion das Klima in den Jobcentern und Arbeitsagenturen belaste. Sanktionen widerspr&auml;chen ohnehin dem gr&uuml;nen Leitbild einer emanzipatorischen Sozialpolitik, bei der das Individuum unteilbare soziale Grundrechte habe. (&hellip;)<br>\nDie Forderung nach Aussetzung oder gar Abschaffung der Sanktionen bedeutet in gewisser Weise einen Bruch mit der gr&uuml;nen Geschichte. Denn die Hartz-IV-Gesetze sind Kern der Agenda 2010, die von der rot-gr&uuml;nen Koalition verabschiedet wurde. Andererseits erleichtert der Kurs eine Ann&auml;herung an die Linke, die als Reaktion auf die Agenda 2010 entstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/existenzminimum-gefaehrdet-gruene-wollen-hartz-iv-sanktionen-abschaffen-25014382\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebensversicherer dr&auml;ngen Kunden aus lukrativen Policen<\/strong><br>\nDer Druck muss schon enorm sein. Lebensversicherer versuchen mit pers&ouml;nlichen Anschreiben, tausende Kunden aus gut verzinsten Vertr&auml;gen zu dr&auml;ngen. [&hellip;]<br>\nIn einem Schreiben der Neue Leben, das der Initiative &ldquo;Marktw&auml;chter&rdquo; der Verbraucherzentralen vorliegt, hei&szlig;t es unter anderem: &ldquo;Ihre pers&ouml;nliche Situation, Ihre Ziele sowie Ihre finanziellen W&uuml;nsche haben sich vielleicht w&auml;hrend der Vertragslaufzeit ge&auml;ndert. Haben Sie schon einmal dar&uuml;ber nachgedacht, sich Ihr Guthaben fr&uuml;her auszahlen zu lassen?&rdquo;<br>\nDarunter nennt der Anbieter gleich die Summe, die der Kunde erhalten w&uuml;rde, wenn er sofort k&uuml;ndigte. Um den Ausstieg schmackhaft zu machen, w&uuml;rde die Neue Leben auch auf den &uuml;blichen Stornoabzug verzichten. Ein entsprechendes Formular f&uuml;r die Auszahlung liegt dem Brief gleich bei.<br>\n30.000 dieser Schreiben will der Sparkassenversicherer in diesem Jahre versenden und versteht seine Offerte in erster Linie als &ldquo;Serviceangebot&rdquo;. Melde sich der Kunde nicht zur&uuml;ck, bleibe alles beim alten Zustand, versichert die Neue Leben und weist damit den Verdacht von sich, Kunden mit hohen Garantiezusagen jetzt um jeden Preis loswerden zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/immobilien\/lebensversicherer-wollen-kunden-aus-lukrativen-policen-draengen-a-1119379.html\">manager magazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Zinstief l&auml;sst die private Altersvorsorge br&ouml;ckeln<\/strong><br>\nWegen der niedrigen Anleiherenditen funktionieren viele Vorsorgemodelle nicht mehr. Die DWS schlie&szlig;t mehrere Fonds und schraubt auch an den Riestervertr&auml;gen. [&hellip;]<br>\nDie Niedrig- und Negativzinsphase bringt die private Altersvorsorge durcheinander. Viele Produkte, mit denen Privatanleger im Alter ihre Rente aufstocken wollen, setzen darauf, auf jeden Fall den Wert der einmal eingezahlten Betr&auml;ge &uuml;ber sichere Anleihen zu erhalten. In Zeiten, in denen Bundesanleihen und andere als absolut sicher geltende Wertpapiere aber zum gro&szlig;en Teil nur noch minimale oder sogar negative Renditen bieten, funktioniert das Modell nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/private-altersvorsorge-durch-zinstief-gefaehrdet-14507892.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> W&auml;re sch&ouml;n, wenn es der FAZ jetzt noch gel&auml;nge, ihren Lesern mitzuteilen, welches Rentenmodell auch bei niedrigen Zinsen funktioniert. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &ldquo;private&rdquo; Altersvorsorge br&ouml;ckelt, ist unsicher und funktioniert nicht? Vor allem, weil sie &uuml;berhaupt nicht privat, sondern in voller H&ouml;he an die Ertr&auml;ge der gesamten Volkswirtschaft angebunden ist? Sch&ouml;n, dass das mal erkannt wird. Vielleicht sollte Andrea Nahles, die gegen jede Vernunft und die Empirie mit dem Kopf durch die Wand und noch mehr &ldquo;private&rdquo; Altersvorsorge will, mehr FAZ lesen. Vielleicht sollte aber auch die FAZ selber mehr FAZ lesen, damit sie nicht weiterhin den Unsinn von der tollen Kapitaldeckung via Betriebsrente o. &auml;. von sich <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/was-wird-aus-der-rente\/cda-chef-karl-josef-laumann-fordert-pflicht-betriebsrente-14198293.html\">gibt<\/a>. Denn irgendwann wird der wiederholte Unsinn wirklich peinlich f&uuml;r eine Zeitung, hinter der angeblich immer ein kluger Kopf steckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ohrfeige f&uuml;r Oettinger<\/strong><br>\nNach Ausf&auml;llen des EU-Kommissars: China reagiert mit Emp&ouml;rung und frostiger Atmosph&auml;re bei Gabriel-Besuch (&hellip;)<br>\nSchon einmal ging ein deutscher Spitzenpolitiker mit solcherart saloppen &Auml;u&szlig;erungen in die Geschichte ein. &raquo;Die Chinesen haben das V&ouml;lkerrecht umgeworfen&laquo;, verk&uuml;ndete am 27. Juli 1900 in Wilhelmshaven der deutsche Kaiser Wilhelm II. Vor Soldaten, die zur Niederschlagung des &raquo;Boxeraufstands&laquo; gegen die Kolonialherren nach China geschickt wurden, erkl&auml;rte er: &raquo;Pardon wird nicht gegeben. Gefangene werden nicht gemacht. F&uuml;hrt eure Waffen so, dass auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr es wagt, einen Deutschen scheel anzusehen.&laquo; In den Geschichtsb&uuml;chern haben diese Worte als &raquo;Hunnenrede&laquo; Eingang gefunden &ndash; und die koloniale Unterdr&uuml;ckung durch europ&auml;ische und japanische Besatzer ist in China bis heute unvergessen.<br>\nAuch deshalb reagierte man in Beijing gereizt auf die Provokation der deutschen Bundesregierung, unmittelbar vor einem Besuch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in der Volksrepublik den handelspolitischen Kurs gegen&uuml;ber der Volksrepublik zu versch&auml;rfen &ndash; zumal die Gleichzeitigkeit mit Oettingers Ausf&auml;llen nicht unbedingt als Zufall verstanden wurde. Der schwergewichtige Staatsgast wurde von den Gastgebern als Leichtgewicht behandelt. In den chinesischen Medien fand der Besuch kaum Niederschlag. So verbreitete die deutschsprachige Internetseite der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch die Meldung, Peng Liyuan, die Ehefrau des chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jinping, habe in Beijing deutsche Oberstufensch&uuml;ler und Lehrer getroffen. Der Besuch Gabriels fand dagegen auf den vorderen Pl&auml;tzen nicht statt.<br>\nDie deutschsprachige Internetausgabe des Zentralorgans der KP Chinas, People&rsquo;s Daily, ver&ouml;ffentlichte bereits am Dienstag einen Kommentar zu Gabriels Besuch: &raquo;Es f&auml;llt nicht leicht, Gabriels Beschwerden &uuml;ber China zu verstehen. Laut Daten der chinesischen Botschaft in Deutschland gibt es nicht weniger als 8.200 in China t&auml;tige deutsche Unternehmen, w&auml;hrend nur 2.000 chinesische Unternehmen in Deutschland aktiv sind. Die chinesischen Investitionen in Deutschland betragen nur ein Zehntel der deutschen Investitionen in China. Wenn es keine politischen Vorurteile sind, wie sonst k&ouml;nnen wir die Krisenstimmung einiger Deutscher aufgrund chinesischer &Uuml;bernahmen erkl&auml;ren?&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-03\/002.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re es nicht angemessen gewesen, der deutsche Bundeswirtschaftsminister h&auml;tte sich weniger auf CETA und TTIP festgelegt, sondern um bessere Beziehungen zu China bem&uuml;ht? War es nicht auch Herr Gabriel, der diese sog. Freihandelsabkommen bef&uuml;rwortete und sinngem&auml;&szlig; vor der &ldquo;gelben Gefahr&rdquo; warnte, die ansonsten die Standards setze?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschlands dreisteste Steueroase<\/strong><br>\nDie EU k&auml;mpft gegen Steuerschlupfl&ouml;cher in Irland oder Luxemburg. &Uuml;ber eine Alternative in Deutschland wird selten gesprochen. Dabei funktioniert die nach dem gleichen Prinzip &ndash; und wird von vielen Dax-Konzernen genutzt.<br>\nLassen wir diese Geschichte beginnen wie jeden guten Bericht aus einer Steueroase: mit einem Briefkasten. Nur dass dieser nicht in Dublin oder Panama City steht, sondern in Monheim am Rhein, Niederstra&szlig;e Nummer 29.<br>\nEin Haus, das man im freundlichsten Falle einen Zweckbau nennen k&ouml;nnte. Zwei Stockwerke, flaches Dach, gro&szlig;e Garageneinfahrt, ein Balkon wie eine aufgezogene K&uuml;chenschublade, ein paar strukturlos verteilte Fenster. Der Briefkasten selbst ist ebenfalls ein zweckdienliches Modell, schuhkartongro&szlig;, wei&szlig; und eckig, &bdquo;pulverbeschichtet&ldquo; und aus &bdquo;verzinktem Stahlblech&ldquo;, so der Produktaufkleber. [&hellip;]<br>\nOffensichtlicher ist das bei den gro&szlig;en Chemiekonzernen, f&uuml;r die Monheim eine &auml;hnliche Bedeutung zu haben scheint wie f&uuml;r Apple der Steuerstandort Irland. Beispiel BASF: Der Konzern stellt den Spezialkunststoff Polyurethan eigentlich im nieders&auml;chsischen Lemf&ouml;rde her, knapp 1500 Mitarbeiter erarbeiten dort zwei Milliarden Euro Umsatz. Die BASF Polyurethanes Licensing GmbH aber kommt mit einem Briefkasten in Monheim aus. 22 Millionen Euro Ertragsteuern, die in Lemf&ouml;rde erarbeitet werden, wurden deshalb im vergangenen Jahr in Monheim gezahlt. Im internationalen Steuerjargon nennt man so etwas Lizenzboxen. Konzernt&ouml;chter werden dazu verdonnert, f&uuml;r ihre Produkte Lizenzgeb&uuml;hren an eine andere Tochter abzuf&uuml;hren. Das schm&auml;lert auf der einen Seite den Umsatz und erh&ouml;ht ihn bei der steuerg&uuml;nstig angesiedelten Patentverwaltung. [&hellip;]<br>\nWelche Steuerausf&auml;lle das konkret mit sich bringt, ist schwer zu sagen. Allerdings kassiert die ein Viertel so gro&szlig;e Stadt Monheim heute viermal so hohe Einnahmen aus Gewerbesteuern wie Leverkusen. Insgesamt sind es 225 Millionen Euro, so viel wie in Dresden oder Duisburg. Man kann diese Zahl auch anders lesen: W&uuml;rden alle Monheimer Unternehmen den durchschnittlichen deutschen Gewerbesteuersatz zahlen, dem Staat st&uuml;nden rund 46 Millionen Euro mehr zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/steuern-recht\/steuern\/steuern-deutschlands-dreisteste-steueroase\/14764152.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Insolvenzen: Kriminelle Manager haben selten etwas zu f&uuml;rchten<\/strong><br>\nBilanzen wurden seit drei Jahren nicht mehr erstellt. Auch Sozialabgaben f&uuml;r die Belegschaft blieb das Unternehmen schuldig.  Als die b&ouml;rsennotierte Aktiengesellschaft schlie&szlig;lich in die Insolvenz ging, meldeten Gl&auml;ubiger Forderungen in H&ouml;he von mehr als zwei Milliarden Euro an. Ungeachtet dessen hatten sich kurz vor dem Aus Vorstand und Aufsichtsrat noch &uuml;ppige Erfolgspr&auml;mien genehmigt. Konkurs verschleppt, Sozialabgaben nicht abgef&uuml;hrt, Buchf&uuml;hrungspflichten missachtet: Das Management hatte sich der gesamten Palette des Konkursstrafrechts schuldig gemacht und wurde angeklagt. Das gro&szlig;e Zittern blieb den Vorst&auml;nden trotz des immensen wirtschaftlichen Schadens und erkennbar hoher krimineller Energie aber erspart. Das Urteil lautete auf R&uuml;ckzahlung der Erfolgspr&auml;mien, und zwar in Raten, ohne Zinsaufschl&auml;ge. Das war&rsquo;s.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/insolvenzen-kriminelle-manager-haben-selten-etwas-zu-fuerchten-25020312\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strom-Rabatte f&uuml;r Firmen kosten Verbraucher mehr als eine Milliarde Euro<\/strong><br>\nMehr als eine Milliarde Euro m&uuml;ssen die Strom-Endkunden 2017 zahlen, um Rabatte f&uuml;r Unternehmen zu kompensieren. Die Subvention wurde eingef&uuml;hrt, weil nach dem Ungl&uuml;ck in Fukushima I steigende Strompreis erwartet wurden. Stattdessen sanken die B&ouml;rsenpreise.<br>\nRabatte f&uuml;r die deutsche Industrie bei den Strom-Netzentgelten kosten die Verbraucher weitere Milliarden. Im kommenden Jahr m&uuml;ssen die sogenannten Letztverbraucher 1,115 Milliarden Euro zus&auml;tzlich tragen, um Subventionen f&uuml;r die stromintensiven Betriebe zu zahlen, die von einem Teil der Netzentgelte befreit werden. Das geht aus einer Mitteilung der &Uuml;bertragungsnetzbetreiber hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/energie-strom-rabatte-fuer-firmen-kosten-verbraucher-mehr-als-eine-milliarde-euro-1.3231101\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Ich f&uuml;rchte Gewalt nach der Wahl&rdquo;<\/strong><br>\nEin Gr&ouml;&szlig;enwahnsinniger ohne moralischen Kern sei Donald Trump, meint sein Biograf David Cay Johnston. Der Journalist f&uuml;rchtet ein knappes Ergebnis der US-Wahl. Denn Trump sch&uuml;re eine gef&auml;hrliche, gewaltt&auml;tige Stimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-biograf-david-cay-johnston-fuerchtet-gewalt-nach-wahl-a-1119117.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder die &uuml;bliche Apologetik hinsichtlich Trump. Er ist nicht die Ursache der aggressiven Stimmung, sondern fungiert als Katalysator. Die Ursache der Wut liegt in der gesellschaftlichen Entwicklung, durch die immer weitere Kreise der Bev&ouml;lkerung ins &ouml;konomische und soziale Abseits bef&ouml;rdert wurden. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die Einkommensentwicklung in Deutschland, die signifikante Einkommenszuw&auml;chse f&uuml;r das obere Einkommenssegment verzeichnet, w&auml;hrend die mittleren und unteren Einkommen stagnieren. &Uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung muss erst gar nicht geredet werden. Auch hier ist die AfD nicht der Grund, der gesellschaftlichen Polarisierung, wie etwa die Obergr&uuml;ne G&ouml;ring-Eckhardt verbreitet, sondern die Konsequenz dieser Entwicklung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Anstalt &ndash; Faktencheck zur Sendung am 1. November<\/strong><br>\nStimmt das denn wirklich, was diese gr&ouml;&szlig;enwahnsinnigen Besetzer da in der Anstalt verzapfen? Das fragen immer wieder viele verunsicherte Zuschauer. M&uuml;ssen wir wom&ouml;glich unser Weltbild nachbessern, und wie sollen wir uns das eigentlich leisten? Die Anstaltsleitung teilt Ihnen mit: Zur Beruhigung besteht keinerlei Anlass, es ist alles genau so gemeint, wie es nicht gesagt wurde. Wenn Sie das nicht glauben k&ouml;nnen, &uuml;berzeugen Sie sich selbst bei folgenden anderen Quellen, von denen wir uns alle gleicherma&szlig;en distanzieren. Wir sind ja schlie&szlig;lich nicht wahnsinnig &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/fakten-im-check-der-anstalt-118.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35656","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35656"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35656\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35659,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35656\/revisions\/35659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}