{"id":35669,"date":"2016-11-04T08:35:56","date_gmt":"2016-11-04T07:35:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669"},"modified":"2016-11-04T08:35:56","modified_gmt":"2016-11-04T07:35:56","slug":"hinweise-des-tages-2746","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h01\">T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (1): Mindestlohn &ndash; Mehr auf Arbeitgeberlinie als die Arbeitgeber selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h02\">Privatisierung von Autobahnen: Gabriels Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h03\">Die Linke und der Euro &ndash; oder wie man dem Nationalismus in die H&auml;nde spielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h04\">Bilanz der Regierung: 14,5 Millionen Menschen lebten schon mal von Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h05\">Tarifbindung st&auml;rken &ndash; ein Gebot der Gerechtigkeit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h06\">Ex-EU-Kommissare verdienen doppelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h07\">Kurswechsel bei den Gr&uuml;nen: Kuschelparty f&uuml;r die Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h08\">Danke Merkel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h09\">Abschiebungen nach Afghanistan? Die EU machts m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h10\">Schwarzbuch r&auml;umt mit Mythen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h11\">Die USA best&auml;tigen, dass sie abgereichertes Uran in Syrien verschossen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h12\">Bill Clinton und der begnadigte Gro&szlig;spender<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35669#h13\">Weltpolizistin Hillary<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (1): Mindestlohn &ndash; Mehr auf Arbeitgeberlinie als die Arbeitgeber selbst<\/strong><br>\nMit der Prognose massiver Besch&auml;ftigungsverluste bei Einf&uuml;hrung des Mindestlohns lag der Wirtschaftssachverst&auml;ndigenrat 2014 krass daneben. Das h&auml;lt ihn nicht davon ab, im aktuellen Jahresgutachten vielfach zu wiederholen, der Mindestlohn sei sch&auml;dlich. Belege bleibt er schuldig. Belege f&uuml;r die Unsch&auml;dlichkeit des Mindestlohns werden verschwiegen. Manche Aussagen basieren auf unseri&ouml;sen Quellen und widersprechen seri&ouml;sen Quellen. Andere werden frei erfunden. Selbst das arbeitgeberfinanzierte Institut der deutschen Wirtschaft ist da ausgewogener.<br>\nDas Jahresgutachten 2014 des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, oft die F&uuml;nf Weisen genannt, manchmal als Die Weisen aus dem Morgenland verspottet, hatte ich intensiv gelesen. Mir waren massenhaft Falschbehauptungen, unseri&ouml;se Auslassungen  und t&auml;uschende Literaturhinweise aufgefallen. Diese f&uuml;r ein Wissenschaftlergremium erstaunlichen Befunde habe ich in der Artikelreihe &bdquo;Wie die Wirtschaftsweisen tricksen und t&auml;uschen&ldquo; umgesetzt. Sie fanden auch Eingang in die Fachzeitschrift &bdquo;Wirtschaftsdienst&ldquo;, wo der Ethikbeauftragte des &Ouml;konomenverbands &bdquo;Verein f&uuml;r Socialpolitik&ldquo; meinen Vorwurf der T&auml;uschung st&uuml;tzt. Das hinderte den &bdquo;Verein f&uuml;r Socialpolitik&ldquo; allerdings nicht daran, dem Ratsvorsitzenden Christoph Schmidt 2016 einen Preis unter anderem daf&uuml;r zu verleihen, dass er seine t&auml;uschenden Thesen zum Mindestlohn und zur Ungleichheit so engagiert und verst&auml;ndlich unters Volk gebracht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/706-wirtschaftsweise-2016-1#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: Mindestlohn: Zweifel an der Qualit&auml;t der Prognosen seiner Kritiker waren wohl berechtigt<\/strong><br>\nDass die Prognosen der Mindestlohnkritikerinnen und &ndash;kritiker (&bdquo;Arbeitslosigkeit! Konjunkturabschwung!&ldquo;) keineswegs zutrafen, ist mittlerweile ein alter Hut. Aktuelle Zahlen der OECD werfen einmal mehr die Frage nach der Qualit&auml;t damaliger Berechnungen auf. Um die H&ouml;he eines Mindestlohns im internationalen Vergleich beurteilen zu k&ouml;nnen, ist es &uuml;blich, den so genannten &bdquo;Kaitz-Index&ldquo; zu ermitteln: Er gibt die H&ouml;he des Mindestlohns in Prozent des Durchschnittseinkommens bzw. des mittleren Einkommens in einem Land wieder. Die OECD legt regelm&auml;&szlig;ig entsprechende Zahlen vor.<br>\nWer an die arbeitsmarktpolitische Sch&auml;dlichkeit des Mindestlohns glaubte, versuchte vor dessen Einf&uuml;hrung in Deutschland nachzuweisen, dass ein Stundenlohn von 8,50 Euro im internationalen Vergleich hoch w&auml;re. Im Jahr 2013 kam es daher zu einigen Auseinandersetzungen um die Frage, wie der diesbez&uuml;gliche Kaitz-Index zu berechnen sei und welche H&ouml;he dieser habe. Selbst im Wirtschafts-Sachverst&auml;ndigenrat der Bundesregierung bzw. in dessen Jahresgutachten 2013\/2014 hatte sich dieser Streit niedergeschlagen. Ich selbst ver&ouml;ffentlichte am 14. November 2013 einen Artikel auf den Nachdenkseiten, in dem ich starke Zweifel an einer Ausarbeitung dreier Mindestlohn-Kritiker &auml;u&szlig;erte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1953?cm=ZV81H27O9\">annotazioni.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Privatisierung von Autobahnen: Gabriels Wahrheit<\/strong><br>\nAm Donnerstag treffen sich nach Informationen der taz Vertreter der Staatskanzleien der L&auml;nder mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) zu einem brisanten Thema. Es geht um die Finanzbeziehungen und um die &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Autobahnen auf den Bund. Doch daran regt sich erneut harsche Kritik: In einem Gutachten im Auftrag der Th&uuml;ringer Staatskanzlei, das der taz vorliegt, hei&szlig;t es, dass eine Privatisierung der Autobahnen wegen uneindeutiger Formulierungen im Beschluss nicht ausgeschlossen sei.<br>\nDie L&auml;nder hatten schon zuvor Bedenken vorgetragen, dass es zu Autobahn-Privatisierungen kommen k&ouml;nne. Doch SPD-Chef Sigmar Gabriel bes&auml;nftigte damals seine Genossen per Post: &bdquo;Wir konnten durchsetzen, dass die Privatisierung von Autobahnen und Bundesstra&szlig;en ausgeschlossen wird.&ldquo; Dabei hatte er eine Kommission eingesetzt, die f&uuml;r eine Privatisierung die Vorarbeiten leistete.<br>\nIn der Bund-L&auml;nder-Einigung hie&szlig; es zur &bdquo;&Uuml;bernahme in die Bundesverwaltung&ldquo;: Es werde eine &bdquo;unter staatlicher Regelung stehende privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft Verkehr&ldquo; gegr&uuml;ndet. In dieser werde das &bdquo;unver&auml;u&szlig;erliche Eigentum des Bundes an Autobahnen und Stra&szlig;en im Grundgesetz festgeschrieben&ldquo;.<br>\nAlso alles gut? Th&uuml;ringen d&uuml;rfte daran mittlerweile Zweifel hegen. Das ergibt sich aus dem Gutachten. Erstellt hat es im Auftrag der Staatskanzlei der Frankfurter Rechtsprofessor Georg Hermes. Er hatte Sigmar Gabriel angesichts der drohenden Privatisierung &ouml;ffentlich W&auml;hlerbetrug vorgeworfen.<br>\nIn seinem Gutachten analysiert er nun den Bund-L&auml;nder-Beschluss und kritisiert die Schwammigkeit, die eine Privatisierung keineswegs ausschlie&szlig;e. &bdquo;So macht etwa &sbquo;bundeseigene Verwaltung&lsquo; eine Verwaltung durch Beh&ouml;rden erforderlich, w&auml;hrend &sbquo;Bundesverwaltung&lsquo; auch in privatrechtlichen Organisationsformen realisiert werden darf&ldquo;. Weiter: &bdquo;Die Formulierung, dass die Infrastrukturgesellschaft &sbquo;unter staatlicher Regelung&lsquo; stehen soll, hat wenig Gehalt. Im Rechtsstaat unterliegen alle nat&uuml;rlichen und juristischen Personen der staatlichen Regelung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Privatisierung-von-Autobahnen\/!5351030\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Einsch&auml;tzung zum Stand der Autobahnprivatisierung<\/strong><br>\nAm 14. Oktober haben sich die Regierungschefs von Bund und L&auml;ndern auf einen Kompromiss zum Bund-L&auml;nder-Finanzausgleich geeinigt. Bestandteil der Vereinbarung ist, dass die L&auml;nder dem Bund gestatten, f&uuml;r die k&uuml;nftige Verwaltung der Autobahnen eine privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft Verkehr einzusetzen und daf&uuml;r das Grundgesetz zu &auml;ndern. Details wurden nicht festgelegt. Der Privatisierungscharakter wird heruntergespielt. Vorausgegangen war die Zur&uuml;ckhaltung von nahezu allen wesentlichen Informationen zum Vorhaben. Nachfolgend die Aufforderung zu einer breiten &ouml;ffentlichen Diskussion &uuml;ber das Vorhaben und seine Folgen. [&hellip;]<br>\nDer Beschluss vom 14. Oktober hat gerade einmal 86 W&ouml;rter, auf jedem Joghurtbecher steht mehr. Nichtsdestotrotz geht es um ein gewaltiges Vorhaben: Der Anlagenwert der Autobahnen betr&auml;gt allein ca. 180 Mrd. Euro. Dazu kommen die Bundesstra&szlig;en mit gesch&auml;tzten weiteren 250 Mrd. Euro. Die Ausgaben des Bundes f&uuml;r die Bundesfernstra&szlig;en lagen 2013 bei 7,6 Mrd. Euro j&auml;hrlich. Notwendig f&uuml;r die Substanzerhaltung und den Abbau des aufgelaufenen Investitionsstaus w&auml;ren wenigstens f&uuml;nfzehn Jahre lang 14 Mrd. Euro, in diesem Zeitraum also &uuml;ber 200 Mrd. Euro. Diese gewaltigen Summen, die zugeh&ouml;rigen Arbeitspl&auml;tze, Pensionsverpflichtungen, Anlagen und Verm&ouml;genswerte sollen nun in eine privatrechtliche Gesellschaft verschoben werden. Es w&auml;re eine gewaltige Privatisierung. Dabei wird teilweise noch immer geleugnet, dass es sich um eine Form von Privatisierung handeln w&uuml;rde. So schrieb Sigmar Gabriel am Abend der Einigung an die SPD-Mitglieder: &bdquo;Wir konnten durchsetzen, dass die Privatisierung von Autobahnen und Bundesstra&szlig;en ausgeschlossen wird.&ldquo; Die Aussage legt nahe, dass damit jegliche Privatisierung verhindert wird. Tats&auml;chlich erm&ouml;glicht das Projekt auf vier Stufen unterschiedliche Privatisierungsformen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/einschaetzung-zum-stand-der-autobahnprivatisierung\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Offener Brief zur Autobahnprivatisierung: Keine Vorentscheidungen au&szlig;erhalb der Parlamente<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/offener-brief-zur-autobahnprivatisierung-keine-vorentscheidungen-ausserhalb-der-parlamente\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Linke und der Euro &ndash; oder wie man dem Nationalismus in die H&auml;nde spielt<\/strong><br>\nDie Linke zerfleischt sich &uuml;ber die L&ouml;sung der Eurokrise und vergisst, wen es zu bek&auml;mpfen gilt. Wer sich, wie Bernd Riexinger, selbst Denkverbote auferlegt, kann aber keine L&ouml;sungen finden. Nur wer Ross und Reiter klar benennt, ist solidarisch. Wenn Bernd Riexinger, der Ko-Vorsitzende der Partei &bdquo;Die Linke&ldquo;, sich die linken Eurokritiker zur Brust nimmt, bleibt kein Auge trocken. Im Neuen Deutschland hat er sich viel Platz reservieren lassen, um denen, die ernsthaft &uuml;berlegen, ob der Euro zu halten ist, die Leviten zu lesen (hier). [&hellip;]<br>\nFast gleichzeitig erscheint ein Buch mit verschiedenen Aufs&auml;tzen zur gleichen Thematik, in dem eine rot-rote Koalition von Schriftstellern (u. a. Klaus Busch, Gesine Schwan, Axel Troost, Mechthild Schrooten, Harald Wolf) unter dem Titel &bdquo;Europa geht auch solidarisch&ldquo;, ein anderes Europa anmahnt &ndash; auch hier allerdings nicht, ohne den vermeintlichen Gegnern des Euro auf der Linken eine Lektion zu erteilen (hier der Hinweis des Verlages). [&hellip;]<br>\nRiexinger erw&auml;hnt stattdessen mit einem Verweis auf Sablowski und Heine (vgl. eine Besprechung von mir dazu hier), dass es unterschiedliche &bdquo;Produktivit&auml;tsstandards&ldquo; seien, an denen die Eurozone leidet, und dass es der &bdquo;Euro&ldquo; sei, der die Kosten senke, wovon die deutsche Exportindustrie profitiere. Das ist sachlich falsch und politisch entsetzlich dumm zugleich.<br>\nZum ersten Punkt, der Frage, ob es Produktivit&auml;tsdifferenzen innerhalb der W&auml;hrungsunion sind, die f&uuml;r die Eurokrise verantwortlich gemacht werden m&uuml;ssen. Das wird immer wieder behauptet, aber es ist fundamental falsch. Die Frage haben wir aber schon so oft behandelt (hier und hier z. B.), dass ich nicht alle Argumente wiederholen will. Es sind die Lohnst&uuml;ckkostendifferenzen, nicht die Produktivit&auml;tsdifferenzen, die f&uuml;r die Eurokrise verantwortlich sind.<br>\nDoch es ist erstaunlicherweise so, dass dieses unsinnige Argument in Deutschland immer wieder auch von der Linken vorgebracht wird, anscheinend, weil es das Scheitern des Euro so objektiv aussehen l&auml;sst. Nach dem Motto: Ach, es waren die Produktivit&auml;tsunterschiede, na, die waren ja schon immer da, da k&ouml;nnen wir ja nichts f&uuml;r.<br>\nWenn Hans-J&uuml;rgen Urban, ein Mitglied im Vorstand der IG-Metall, diesen Punkt macht (hier zu finden), kann man es noch verstehen, weil er offenbar das Versagen seiner Organisation und der Gewerkschaften generell verdecken will. Warum aber verteidigt Riexinger, der doch eine ganz neue Politik in Europa will, die unsolidarische deutsche Politik mit diesem unhaltbaren Argument? Will er nicht sagen, dass es eine Rot-Gr&uuml;n-Regierung war, die f&uuml;r den ganzen Schlamassel verantwortlich ist, um zuk&uuml;nftige Rot-Rot-Gr&uuml;n-B&uuml;ndnisse nicht zu gef&auml;hrden? Dann jedoch sollte er uns nicht wei&szlig;machen wollen, es gebe progressive Kr&auml;fte, die aus Deutschland heraus ganz Europa in wenigen Jahren umkrempeln k&ouml;nnen. Selbst ein weiteres Rot in einer solchen Koalition w&uuml;rde aus denen, die immer noch die Agenda-Politik mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigen (wie Steinmeier, Gabriel und viele Gr&uuml;ne), sicher keine neuen Menschen machen, die pl&ouml;tzlich bereit sind, die gemachten Fehler einzugestehen und eine vollst&auml;ndige Umkehr in Gang zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/die-linke-und-der-euro-oder-wie-man-dem-nationalismus-die-haende-spielt\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bilanz der Regierung: 14,5 Millionen Menschen lebten schon mal von Hartz IV<\/strong><br>\nEs entspricht der Einwohnerzahl von Bayern und Hamburg zusammen: Mindestens 14,5 Millionen Menschen in Deutschland haben seit der Einf&uuml;hrung im Jahr 2005 zumindest einmal Hartz-IV-Leistungen bezogen. Das geht aus einer Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken hervor. Rund zehn Millionen der Betroffenen z&auml;hlten als erwerbsf&auml;hig. 4,4 Millionen waren Kinder unter 15 Jahren. Aktuell beziehen 5,9 Millionen Menschen Hartz IV. 4,3 Millionen von ihnen sind erwerbsf&auml;hig, 1,6 Millionen nicht &ndash; dabei handelt es sich zumeist um Minderj&auml;hrige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-14-5-millionen-betroffene-darunter-4-4-millionen-kinder-a-1119483.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK: Bilanz der Regierung:<\/strong> 14,5 Millionen Menschen lebten schon mal von Hartz IV. Und dann wundern sich die links-liberalen Apologeten der oberen Mittelschicht &ldquo;woher der Hass kommt&ldquo;. [&hellip;] Die Meldung zeigt zudem, dass Hartz-IV ein Massenph&auml;nomen ist und nicht nur eine in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebende Minderheit betrifft. Es d&uuml;rfte wohl einmalig in den &ldquo;westlichen&rdquo; Industriel&auml;ndern sein, dass der Staat bisher ein F&uuml;nftel seiner B&uuml;rger einem brutalen Repressionssystem aussetzt. Eine zentrales Moment des Hartz-IV Gesetzes ist die Verbreitung der Angst sich diesem System unterwerfen zu m&uuml;ssen, zugleich ein wesentliches Element der Durchsetzung der neoliberalen Agenda, um den Widerstand dagegen zu unterdr&uuml;cken. Dass dies auf Dauer nicht ohne gesellschaftliche Folgen bleibt, wie naiv musste man sein, um dies zu glauben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tarifbindung st&auml;rken &ndash; ein Gebot der Gerechtigkeit!<\/strong><br>\nDie Tariflandschaft in Deutschland steht vor Problemen. Seit Mitte der 1990er Jahre gilt f&uuml;r immer weniger Besch&auml;ftigte und Betriebe ein Tarifvertrag. Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen jetzt, dass die Situation alarmierender ist, als viele dachten: Im Jahr 2014 arbeiteten demnach nur noch 45 Prozent der Besch&auml;ftigten in Deutschland in einem tarifgebundenen Betrieb. Der Anteil der tarifgebundenen Betriebe lag 2014 bei nur 15 Prozent (siehe Grafik).<br>\nDabei sind Tarifvertr&auml;ge so wichtig: Ob beim Gehalt, bei den Urlaubstagen, beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bei den Arbeitszeiten, den K&uuml;ndigungsfristen oder den Regelungen zur betrieblichen Altersversorgung &ndash; Besch&auml;ftigte, deren Arbeitsverh&auml;ltnis durch Tarifvertrag geregelt ist, stehen in der Regel besser da als Besch&auml;ftigte in Betrieben ohne Tarifbindung. Aber auch aus Sicht der Arbeitgeber sind Tarifvertr&auml;ge sinnvoll: Vor allem Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge, die f&uuml;r eine ganze Branche gelten, wirken konfliktreduzierend, weil den Unternehmen damit gleiche Voraussetzungen bei Planungssicherheit und Kalkulation garantiert und Schmutzkonkurrenz verhindert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++bc461188-a1b1-11e6-a5bc-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ex-EU-Kommissare verdienen doppelt<\/strong><br>\nDie Sache ist der EU-Kommission offenbar unangenehm. Wochenlang habe die Beh&ouml;rde die Herausgabe der Dokumente verweigert, berichtet die &ldquo;Zeit&rdquo;. Kein Wunder angesichts der Liste, die jetzt herausgekommen ist. 16 fr&uuml;here Kommissare beziehen demnach seit Jahren &uuml;ppige &Uuml;bergangsgelder, obwohl sie l&auml;ngst wieder gut verdienen &ndash; mitunter sogar sehr gut.<br>\nDie Spitzenbeamten geh&ouml;ren zur 2014 abgetretenen Kommission von Pr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, der erst k&uuml;rzlich wegen seines Wechsels zu Goldman Sachs in die Schlagzeilen geraten war. Alle erhalten laut &ldquo;Zeit&rdquo; bis heute ein &Uuml;bergangsgeld von mindestens 99.996 Euro im Jahr &ndash; selbst der Italiener Ferdinando Nelli Feroci und der Pole Jacek Dominik, obwohl beide nur etwas mehr als drei Monate im Amt waren.<br>\nDabei verdienen viele der Kommissare l&auml;ngst wieder gutes Geld in neuen Jobs. Ex-Agrarkommissar Dacian Ciolo etwa ist inzwischen Rum&auml;niens Premierminister. Auch dem fr&uuml;heren belgischen Handelskommissar Karel De Gucht geht es anscheinend nicht schlecht: Nach Angaben der &ldquo;Zeit&rdquo; h&auml;lt er mindestens zwei hochdotierte Posten in Aufsichtsr&auml;ten und hat zugleich Anspruch auf fast 125.000 Euro &Uuml;bergangsgeld pro Jahr. Die d&auml;nische Ex-Klimakommissarin Connie Hedegaard ist ebenfalls in die Wirtschaft gewechselt, der Pole Janusz Lewandowski tauschte seinen Posten als Haushaltskommissar im Sommer 2014 nahtlos gegen einen Sitz im Europaparlament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/16-eu-kommissare-bekommen-uebergangsgeld-trotz-neuer-jobs-a-1119507.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kurswechsel bei den Gr&uuml;nen: Kuschelparty f&uuml;r die Mitte<\/strong><br>\nUm den Flirt der Gr&uuml;nen mit dem gut verdienenden B&uuml;rgertum zu verstehen, hilft es, mit Anton Hofreiter zu sprechen. Hofreiter, Chef der Bundestagsfraktion, bei den Gr&uuml;nen nur &bdquo;der Toni&ldquo;, ist ein st&auml;mmiger Typ mit Bauchansatz und schulterlangem Haar. Wenn er im Parlament auf die Kanzlerin antwortet, drischt er so energisch auf das Rednerpult, dass die schmalen Mikrofone zittern.<br>\nHofreiter will im Wahlkampf 2017 Spitzenkandidat werden &ndash; und Bundesminister in einer Koalition. Er ist au&szlig;erdem &ndash; das ist f&uuml;r diese Geschichte wichtig &ndash; der wichtigste Vertreter der Linksgr&uuml;nen. Das ist traditionell der Parteifl&uuml;gel, der sich f&uuml;r Weltverbesserung, Gerechtigkeit und Revoluzzertum zust&auml;ndig f&uuml;hlt &ndash; und den Reichtum in Deutschland von oben nach unten umverteilen will.<br>\nDieser Hofreiter also lehnt sich an einem hei&szlig;en Tag im Juli in seinem B&uuml;ro im Jakob-Kaiser-Haus im Berliner Parlamentsviertel etwas vor. &bdquo;Ich will keinen Steuerwahlkampf&ldquo;, sagt er. &bdquo;Den will bei uns keiner.&ldquo; Ein Schluck Apfelschorle. &bdquo;Es war ein Fehler, dass mit dem Steuerkonzept 2013 auch Teile der Mittelschicht belastet worden w&auml;ren.&ldquo; Hofreiter lehnt sich zur&uuml;ck.<br>\nWer 80.000 oder 100.000 Euro im Jahr verdiene, sei wohlhabend, aber bestimmt nicht superreich. &bdquo;Wer die Mieten in meiner Heimatstadt M&uuml;nchen kennt, wei&szlig;, dass da am Ende des Jahres f&uuml;r eine Normalverdienerfamilie nicht viel &uuml;brig bleibt.&ldquo; Diese Menschen zahlten Steuern, h&auml;tten Kinder, engagierten sich oft ehrenamtlich. &bdquo;Wir belasten die Mitte nicht, sondern entlasten sie.&ldquo; Mehr Geld f&uuml;r Kinderbetreuung, f&uuml;r sichere Renten oder bezahlbaren Wohnraum, z&auml;hlt Hofreiter auf.<br>\nMoment mal. Die Gr&uuml;nen, das waren doch die mit den Steuererh&ouml;hungen. Und jetzt sollen Leute, die 100.000 Euro im Jahr bekommen, pl&ouml;tzlich Normalverdiener sein? Zum Vergleich: Ein Haushalt hat in Deutschland im Schnitt 50.000 Euro zur Verf&uuml;gung. Bei den Gr&uuml;nen scheint sich eine Weltsicht verschoben zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kurswechsel-bei-den-Gruenen\/!5346251\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Realo? Rechts!<\/strong><br>\nDeutschland r&auml;tselt: Wer und was sind eigentlich die Gr&uuml;nen? Eine linke Partei des Fortschritts? Oder eine CDU-light mit Insektenschutzprogramm? Als Partei f&uuml;r reiche Leute mit gutem Gewissen werden sie jedenfalls nicht gebraucht. [&hellip;]<br>\nHeute haben die Gr&uuml;nen ihre Lektion gelernt. Selbst ein Gr&uuml;ner wie Anton Hofreiter, der als Linker gilt, redet von der &ldquo;Mitte&rdquo; der Gesellschaft, die man nicht belasten d&uuml;rfe. Es ist interessant, was die Gr&uuml;nen inzwischen unter Mitte verstehen. Ein durchschnittlicher deutscher Haushalt verdient im Jahr um die 40.000 Euro. Dort liegt also die Mitte. Das Steuerkonzept von 2013 sah folgerichtig h&ouml;here Belastungen f&uuml;r Besserverdienende ab 60.000 Euro vor, also deutlich jenseits der Mitte. Heute wollen die Gr&uuml;nen nur noch Singlehaushalte h&ouml;her besteuern, die mehr als 100.000 Euro haben. Wo man die Mitte ansetzt, ist eben immer eine Frage der eigenen Ma&szlig;st&auml;be. &ldquo;&lsquo;Mittelschicht&rsquo; sollten wir nicht am Rechenschieber definieren, es gibt auch eine soziokulturelle Mitte&rdquo;, hat Cem &Ouml;zdemir gesagt.<br>\n&Ouml;zdemir steht f&uuml;r die rechten Gr&uuml;nen &ndash; fr&uuml;her nannte man sie &ldquo;Realos&rdquo;, aber den Begriff sollte man nicht mehr gebrauchen. Es geht nicht mehr um Realpolitik versus Utopie. Sondern schlicht um rechts gegen links. Die rechten Gr&uuml;nen wollen niedrige Steuern, sie freuen sich &ndash; wie Winfried Kretschmann &ndash; &uuml;ber die &ldquo;klassische Ehe&rdquo; und seit Joschka Fischer die Nato-Bombardierung Belgrads mit Auschwitz gerechtfertigt hat, glauben sie, dass man Konflikte in der Welt mit milit&auml;rischen Mitteln l&ouml;sen kann. &Ouml;zdemir zum Beispiel will heute eine Flugverbotszone in Syrien &ndash; obwohl amerikanische Milit&auml;rs davor warnen, dass es durch eine &Uuml;berwachung des gesamten Luftraums zum Krieg mit Russland kommen k&ouml;nnte. All das ist sehr weit weg von den Anf&auml;ngen einer Partei, die einmal f&uuml;r den gesellschaftlichen Aufbruch stand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-fragt-wer-und-was-sind-eigentlich-die-gruenen-a-1119521.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Danke Merkel!<\/strong><br>\nDie Au&szlig;enpolitik war lange Zeit die eigentliche Innenpolitik dieser Kanzlerin. Harte Sanktionsbereitschaft nach au&szlig;en richtete die soziale Schieflage im Inneren etwas aus. Bis das &Auml;u&szlig;ere nach Innen kam, bis man Fl&uuml;chtlinge ins Land lie&szlig;. Seither ist die Frau auch bei denen diskreditiert, die sie vorher noch sch&auml;tzten. Da schien es so, als ob die starke Frau in Europa doch eingeknickt war und sich Fl&uuml;chtlinge hatte aufschwatzen lassen. Bis heute denken sie das, obgleich die Bundeskanzlerin schon lange wieder einen gegenteiligen Kurs f&auml;hrt, das Asylgesetz versch&auml;rft, einen schmutzigen Deal mit einem brutalen Staatsoberhaupt an der Grenze Europas ausgehandelt hat. Es nutzt nichts. Was aber auch immer falsch l&auml;uft in der Republik, man ruft zynisch: Danke Merkel! Ob nun ein Ausl&auml;nder, der seit drei&szlig;ig Jahren hier lebt, beim Schwarzfahren erwischt wird oder bei Lidl die Br&ouml;tchenautomaten wechseln: Danke Merkel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1030906.danke-merkel.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abschiebungen nach Afghanistan? Die EU machts m&ouml;glich<\/strong><br>\nAfghanistan ist eines der gef&auml;hrlichsten L&auml;nder der Welt, ein Land, indem noch immer der Krieg tobt und jeden Tag Menschen umgebracht werden. F&uuml;r die EU ist das allerdings kein Grund Menschen, die vor eben diesem Krieg geflohen sind, nicht wieder zur&uuml;ck abzuschieben. Nach einem neuen Abkommen zwischen der EU und Afghanistan wird Abschiebung ins Kriegsgebiet nun m&ouml;glich.<br>\n1.600 Zivilisten starben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 bei Anschl&auml;gen oder Polizei Razzien, mehr als 4000 wurden verletzt, es ist das blutigste Jahr seit 2009. Mehr als die H&auml;lfte des Landes sind nicht unter wirklicher Kontrolle der Regierung, mehr als 20 Prozent werden direkt von den Taliban kontrolliert oder sie genie&szlig;en dort gro&szlig;en Einfluss. Rund 12.000 Soldaten ausl&auml;ndische Soldaten sind im Land und beteiligen sich am Kampf gegen die Taliban, darunter fast 1000 deutsche Soldaten. Zu der Bundestagsdebatte &uuml;ber den Afghanistaneinsatz hei&szlig;t es auf der Seite des Bundestags: &bdquo;Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen (CDU) nannte 2015 eine &bdquo;hartes Jahr f&uuml;r Afghanistan&ldquo;. Die urspr&uuml;ngliche Ank&uuml;ndigung der ausl&auml;ndischen Truppen, sich aus der Fl&auml;che zur&uuml;ckzuziehen, sei nicht ohne Wirkung geblieben und habe die Taliban &bdquo;teilweise ermutigt&ldquo;, die afghanische Armee &bdquo;teilweise entmutigt&ldquo;.&ldquo; Ein Vordringen der Taliban wird somit auch von der Verteidigungsministerin anerkannt, f&uuml;r Abschiebung soll das aber kein Hindernis sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/abschiebungen-nach-afghanistan-die-eu-machts-moeglich\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schwarzbuch r&auml;umt mit Mythen auf<\/strong><br>\nDie Bundeswehr stehe &raquo;einer nie dagewesenen Parallelit&auml;t und Gr&ouml;&szlig;enordnung von Krisen und Konflikten gegen&uuml;ber&laquo;, hei&szlig;t es im &raquo;Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr&laquo;. Ein alternativloser Befund? Keineswegs, denn es handelt sich nicht um einen der Bundeswehr von au&szlig;en aufgezwungenen Sachverhalt.<br>\nDie seit Jahren systematische Entsendung deutscher Soldaten in kriegerische Auseinandersetzungen au&szlig;erhalb der Bundesrepublik ist Ergebnis politischer Entscheidungen: Aufgabe milit&auml;rischer Zur&uuml;ckhaltung im Zuge der aktiven Mitgestaltung der globalen Ordnung.<br>\nMit dem Mythos der oktroyierten &raquo;sicherheitspolitischen Verantwortung&laquo; r&auml;umt das &raquo;Schwarzbuch: Kritisches Handbuch zu Aufr&uuml;stung und Einsatzorientierung der Bundeswehr&laquo; auf. Die AutorInnen untersuchen die Interessen und Motive hinter der bundesdeutschen Milit&auml;rpolitik, dokumentieren die Fakten und Hintergr&uuml;nde von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr und stellen die damit verbundenen Strategien und R&uuml;stungsvorhaben der Gro&szlig;en Koalition in Berlin dar.<br>\nDie Publikation zeigt, dass die Bundesregierungen seit der Wiedervereinigung daran gearbeitet haben, die deutsche Armee aus geostrategischen und darin eingeschlossenen &ouml;konomischen Interessen in Krisenregionen einzusetzen. &raquo;Die Bundeswehr muss in der Lage sein, ihren Beitrag zur Umsetzung der strategischen Priorit&auml;ten der deutschen Sicherheitspolitik zu leisten&laquo;, hei&szlig;t es im Wei&szlig;buch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/schwarzbuch-raeumt-mit-mythen-auf\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als pdf-Datei kann das Buch <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/fileadmin\/rls_uploads\/pdfs\/sonst_publikationen\/Schwarzbuch_Bundeswehr_August_2016.pdf\">hier<\/a> gelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die USA best&auml;tigen, dass sie abgereichertes Uran in Syrien verschossen haben<\/strong><br>\nNachdem die USA behauptet haben, sie w&uuml;rden keine DU- Waffen gegen den IS einsetzen, haben sie nun endlich zugegeben, dass sie DU (Depleted Uranium= Abgereichertes Uran) in Syrien verschossen haben. Das US-Zentral-Kommando (CENTCOM) hat eingestanden, dass DU am 18.und am 23. November 2015 abgefeuert wurde. W&auml;hrend der Luftschl&auml;ge dieser beiden Tage wurden 5100 Ladungen 30 mm DU von A-10 Thunderbolt II Kampffliegern verwendet. Das ergibt 1524 kg abgereichertes Uran.<br>\nCENTCOM erkl&auml;rt, dass die Munition aufgrund der Beschaffenheit der Ziele ausgew&auml;hlt wurde.<br>\nDie Neuigkeit des DU-Einsatzes durch die USA f&auml;llt mit der Debatte der Regierungen &uuml;ber die UN-Resolution zu den DU-Waffen der UN-Generalversammlung in New York zusammen.<br>\nObwohl die Verwendung von DU nur f&uuml;r zwei Zeitpunkte zugegeben wurde, sind die ICBUW und PAX in Sorge, dass diese Offenlegung ein Hinweis f&uuml;r den Einsatz von DU im gr&ouml;&szlig;eren Umfang sein k&ouml;nnte.<br>\nIm Verlauf des Einsatzes der A-10 Kampfflieger best&auml;tigten die USA im M&auml;rz 2015 verschiedenen Journalisten, dass die Luftstreitkr&auml;fte nicht mit DU ausger&uuml;stet seien. Zitat: &bdquo;US und Luftstreitkr&auml;fte der Koalition haben kein DU -und werden kein DU w&auml;hrend der Operation &bdquo;Inherent Resolve&ldquo; verwenden.&ldquo; Zur Rechtfertigung der Entscheidung erkl&auml;rte die Abteilung f&uuml;r &Ouml;ffentlichkeitsarbeit von CENTCOM: &bdquo;Die Munition wurde zur Zerst&ouml;rung von Panzern in konventionellen Konflikten entwickelt. Daesch (IS) besitzt nur eine geringe Anzahl Panzer.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uranmunition.org\/die-usa-bestaetigen-dass-sie-abgereichertes-uran-in-syrien-verschossen-haben\/\">uranmunition.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bill Clinton und der begnadigte Gro&szlig;spender<\/strong><br>\nZum Ende ihrer zweiten Amtszeit begnadigen US-Pr&auml;sidenten traditionell Straft&auml;ter. Manchmal werfen solche Begnadigungen Fragen auf, die auch die Politik betreffen &ndash; zum Beispiel beim mutma&szlig;lichen Steuerhinterzieher Marc Rich, der vom FBI gesucht wurde, sich in die Schweiz absetzte und am 20. Januar 2001 durch Hillary Clintons Ehemann Bill amnestiert wurde, nachdem seine Ex-Frau Denise vorher gr&ouml;&szlig;ere Summen an die Demokraten und die Clintons spendete.<br>\nDen 129-seitigen Abschlussbericht zu einer Untersuchung, die das FBI dazu bis 2005 durchf&uuml;hrte, hat die US-Bundespolizei jetzt &ouml;ffentlich (aber teilweise geschw&auml;rzt) zug&auml;nglich gemacht. Obwohl die Untersuchung ergebnislos verlief, konnte sie nicht alle Merkw&uuml;rdigkeiten wirklich &uuml;berzeugend erkl&auml;ren &ndash; offen bleibt beispielsweise, warum Clinton sich im Fall Rich nicht an den vorgeschriebenen Begnadigungsweg hielt und beim daf&uuml;r zust&auml;ndigen Staatsanwalts Roger Adams anfragte. Das d&uuml;rfte der Grund daf&uuml;r sein, warum sich Hillary Clintons Sprecher Brian Fallon und mehrere andere demokratische Politiker &ouml;ffentlich dar&uuml;ber &auml;rgern und dem FBI einen Eingriff in den Wahlkampf unterstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bill-Clinton-und-der-begnadigte-Grossspender-3454607.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weltpolizistin Hillary<\/strong><br>\nTrotz E-Mail-Aff&auml;re hat die Demokratin Hillary Clinton gute Chancen, US-Pr&auml;sidentin zu werden. Doch die erste Frau im Weissen Haus bedeutet nicht mehr Frieden auf der Welt: Seit Monaten fordert sie eine h&auml;rtere Gangart der USA, pl&auml;diert f&uuml;r Aufr&uuml;stung, milit&auml;rische Interventionen und Abschreckung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.srf.ch\/sendungen\/rundschau\/abzocker-in-weiss-provokateur-pfister-weltpolizistin-hillary\">SRF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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