{"id":35694,"date":"2016-11-04T16:26:52","date_gmt":"2016-11-04T15:26:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694"},"modified":"2016-11-04T16:26:52","modified_gmt":"2016-11-04T15:26:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-271","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h02\">Initiativen fordern: Holt Gefl&uuml;chtete aus Griechenland und Italien in unsere Kommunen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h03\">Hartz IV: Mehrfachsanktionen auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h04\">Drohen, st&auml;nkern, k&uuml;ndigen: So verhindern Firmen Betriebsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h05\">Arbeiterkinder oft unter Wert besch&auml;ftigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h06\">Briefkastenfirma BRD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h07\">Wir wissen noch immer nichts &uuml;ber die NSU-Helfer &ndash; das ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h08\">Millionen Surf-Profile: Daten stammen angeblich auch von Browser-Addon WOT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h09\">Die H&auml;lfte der Nebenwirkungen wird verschwiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h10\">Brasilien &#8210; Zur&uuml;ck in die Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h11\">Ignorierte Kriege (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h12\">Trojaner aus Berlin: Der&bdquo;Digitalpakt#D&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h13\">Juncker macht der CSU ein Wahlgeschenk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35694#h14\">USA &ndash; Die gekaufte Demokratie?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erdogan-Terror: T&uuml;rkisches Leid, deutsche Schande<\/strong><br>\nSie haben geschwiegen, die feigen Masken rund um das Kanzleramt, als im Mai 2013 die landesweiten Proteste gegen den Erdo-Wahn in der T&uuml;rkei niedergekn&uuml;ppelt wurden. Sie haben geschwiegen, die deutschen Medien, als der neue Sultan den Islamischen Staat unterst&uuml;tzte und seine gierigen H&auml;nde nach Syrien ausstreckte. Kaum ein Wort war aus Br&uuml;ssel oder Berlin zu h&ouml;ren, als der Despot Erdogan einen sonderbaren Putsch ausnutzte, um Massenverhaftungen in der gesamten T&uuml;rkei anzuordnen, als er Medien aller Art verboten hatte und 60.000 Menschen aus dem Staatsdienst entlie&szlig;. Der Westen stellte sich blind und bl&ouml;d, als die t&uuml;rkische Armee in Syrien einmarschierte. Jetzt will der gef&auml;hrliche Mann vom Bosporus die letzte t&uuml;rkische Oppositionspartei zerschlagen: Abgeordnete und Funktion&auml;re der HDP wurden in einer Nacht- und Nebelaktion verhaftet. Was sie in Erdogans Gef&auml;ngnissen erwartet ist bekannt: Dem&uuml;tigung, Folter und Tod.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/erdogan-terror.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>T&uuml;rkei nimmt Oppositionspolitiker fest: Bundesregierung scheint ratlos zu sein<\/strong><br>\nNachdem Erdogans Regime diese Woche schon kritische Journalisten verhaftet hat, folgte gestern die Festnahme von Spitzenpolitikern der Opposition: Die Bundesregierung ist weiter &ldquo;im hohen Ma&szlig;e alarmiert&rdquo;, m&ouml;chte die Handlungen aber nicht verurteilen. Man hat heute mal den t&uuml;rkischen Botschaftsvertreter &ldquo;eingeladen&rdquo;. Auf Nachfrage gibt man dann preis, dass es sogar eine Einbestellung ist. Aber das sei eh alles &ldquo;Semantik&rdquo;. Man ist froh, dass die T&uuml;rkei die Todesstrafe &ldquo;noch nicht&rdquo; eingef&uuml;hrt hat. Zum t&uuml;rkischen Man&ouml;ver gen Mossul (Irak) m&ouml;chte man sich gar nicht &auml;u&szlig;ern&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 4. November 2016 &ndash;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4azQgXM9lMc\">Jung und naiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Niedergezwungen<\/strong><br>\nDie prokurdische HDP nahm Erdo&#287;an einst die Mehrheit und war die Hoffnung vieler Oppositioneller. Nun sperrt der Pr&auml;sident die parlamentarischen Gegner einfach weg. Um zu verstehen, was die Festnahme zw&ouml;lf f&uuml;hrender Politiker der prokurdischen Partei HDP in dieser Nacht, darunter die beiden Vorsitzenden, f&uuml;r die T&uuml;rkei bedeutet, blickt man am besten anderthalb Jahre zur&uuml;ck: auf die Nacht des 7. Juni 2015. In Diyarbak&#305;r, der gr&ouml;&szlig;ten kurdisch gepr&auml;gten Stadt des Landes, feierten die Menschen in dieser Nacht auf den Stra&szlig;en. M&auml;nner kletterten auf ihre Autos und fuhren hupend durch die Stadt. Alte, Junge, Frauen, ganze Familien tanzten und jubelten, stundenlang, und in den Gesichtern der Alten, so beschrieb es damals unsere Reporterin Muriel Reichl, lag &ldquo;beseelte Fassungslosigkeit&rdquo;. Der Grund: Bei der Parlamentswahl hatte an diesem Tag die HDP 13,1 Prozent der Stimmen gewonnen und zog erstmals in das Parlament ein. Nicht nur das, es war &uuml;berhaupt das erste Mal, dass eine Partei, die sich nicht nur, aber auch als kurdisch verstand, in Fraktionsst&auml;rke den Sprung in die nationale t&uuml;rkische Volksvertretung schaffte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-11\/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-festnahmen-hdp-selahattin-demirtas-figen-yueksekdag\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Mithat Sancar: &ldquo;Glauben Sie diesen Manipulationen nicht!&rdquo;<\/strong><br>\nWie seinen Kollegen droht auch dem HDP-Abgeordneten Mithat Sancar die Festnahme. Er spricht am Telefon &uuml;ber eine Hasskampagne Erdo&#287;ans und m&ouml;gliche europ&auml;ische Antworten. [&hellip;]<br>\nZEIT ONLINE: Die Beh&ouml;rden sagen, die nun Festgenommenen h&auml;tten sich zuvor geweigert, zur Vernehmung bei den Ermittlern zu erscheinen.<br>\nSancar: Das ist eine Scheinbegr&uuml;ndung, ein Versuch, die &Ouml;ffentlichkeit zu manipulieren. Ja, es stimmt, wir sind den Vorladungen nicht nachgekommen &ndash; weil der gesamte Prozess gegen uns kein juristischer ist. Sondern eine politische Operation. Schon die Aufhebung unserer Immunit&auml;t war verfassungswidrig. Aber es gibt leider keine unabh&auml;ngige Justiz mehr, die das feststellen k&ouml;nnte. Hier entscheiden nicht die Staatsanw&auml;lte und Richter, sondern politische Instanzen, allen voran der Pr&auml;sident. Ganz abgesehen davon ist es doch kein Zufall, dass Staatsanw&auml;lte in f&uuml;nf Provinzen sich vermeintlich unabh&auml;ngig voneinander, aber zeitgleich f&uuml;r die Festnahmen entscheiden. Und au&szlig;erdem h&auml;tten die Ermittler auch einfach zur Kenntnis nehmen k&ouml;nnen, dass wir uns nicht &auml;u&szlig;ern wollen, und trotzdem weiter ermitteln k&ouml;nnen.<br>\nZEIT ONLINE: Wie wird es f&uuml;r die HDP nun weitergehen?<br>\nSancar: Sehen Sie, man sollte diese Festnahmen nicht isoliert betrachten. Sie sind nur das neueste Element einer Lynchkampagne gegen unsere Partei, die schon vor anderthalb Jahren, nach unserem Erfolg bei der Parlamentswahl, begonnen hat. Staatspr&auml;sident Erdo&#287;an soll eigentlich neutral sein, so sagt es die Verfassung. Aber er inszeniert seither eine Hasskampagne gegen uns. Wir bitten unsere Freunde in Europa darum, dass sie diesen Manipulationen nicht glauben. Sie sollten all diese Ereignisse gar nicht erst als juristische Verfahren wahrnehmen und beurteilen, sondern als politische.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-11\/mithat-sancar-tuerkei-recep-tayyip-erdogan-hdp-repressionen\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Was wir gegenw&auml;rtig in der T&uuml;rkei erleben, ist eine De-facto-Diktatur&rdquo;<\/strong><br>\nSeit die AKP 2002 die Macht in der T&uuml;rkei &uuml;bernommen habe, werde von Pr&auml;sident Recep Erdogan die Strategie eines autorit&auml;ren Staates mit einer islamistischen Ordnung verfolgt, sagte G&uuml;nter Meyer von der Universit&auml;t Mainz im DLF. Die Haftbefehle gegen 59 HDP-Abgeordnete passten genau in diese Strategie. Erdogan habe nun alle seine Gegner ausgeschaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/festnahmen-von-hdp-abgeordneten-was-wir-gegenwaertig-in-der.694.de.html?dram:article_id=370473\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>WIR PUBLIZIEREN WEITER<\/strong><br>\nLiebe Freunde, liebe Kollegen,<br>\nwie bekannt, hat der t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan eine Woche nach dem gescheiterten Putsch am 15. Juli in der T&uuml;rkei den Ausnahmezustand verh&auml;ngt. Der Ausnahmezustand erm&auml;chtigt den t&uuml;rki- schen Ministerrat Notstands-Dekrete zu erlassen. Ministerpr&auml;sident Binali Yildirim hatte bez&uuml;glich des Ausnah- mezustandes der am 22. Juli ausgesprochen wurde versichert, dass die Notstands-Dekrete nur die Putschisten betri t und sonst niemand antidemokratischen Handlungen ausgesetzt sein wird. Doch seit Mitte Juli wird die T&uuml;rkei per Notstands-Dekrete durch den Mund Erdogans regiert, das Grundgesetz ist de facto suspendiert.<br>\nIn den letzten 4 Monaten sind dutzende Fernsehsender, Zeitungen, Radios, Nachrichtenagenturen und Verla- ge verboten worden. Hunderte Journalisten sind festgenommen, verhaftet und ihre o ziell anerkannten &bdquo;gelbe Presseausweise&ldquo; annulliert worden, gleichzeitig haben sie Ausreiseverbot bekommen. Zudem sind bekannte Au- torinnen bzw. Wissenschaftlerinnen wie Asl&#305; Erdogan und Necmiye Alpay, die sich f&uuml;r Frieden und Demokratie einsetzen, in Haft genommen worden. Ger&uuml;chte &uuml;ber Misshandlung und Folter in den Gef&auml;ngnissen breiten sich aus. Alle diese Geschehen werden weder anhand irgendwelcher handfesten Beweise oder durch transparente gesetzlicher Vorg&auml;nge durchgef&uuml;hrt, sondern anhand willk&uuml;rlicher Anschuldigungen von angeblichem &bdquo;Bezug zu Putschisten und terroristischen Organisationen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161104-evrensel-verlag-brief.pdf\">Evrensel Publishing House<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Evrensel-Verlag ist einer der wenigen linken t&uuml;rkischen Verlage, denen auch unsere Solidarit&auml;t gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Initiativen fordern: Holt Gefl&uuml;chtete aus Griechenland und Italien in unsere Kommunen!<\/strong><br>\nDie Zust&auml;nde in den Camps in Griechenland und Italien sind katastrophal, die Asylverfahren dort laufen schleppend oder funktionieren gar nicht, gleiches gilt f&uuml;r die &raquo;EU-Relocation&laquo;. Initiativen aus verschiedenen St&auml;dten fordern jetzt, die Beschl&uuml;sse endlich umzusetzen und Fl&uuml;chtlinge aus den Elendslagern in ihre Kommunen zu bringen. (&hellip;)<br>\nAuch in Deutschland wollen viele dem Fl&uuml;chtlingselend in Griechenland und Italien nicht mehr weiter tatenlos zusehen! Initiativen aus Osnabr&uuml;ck, Darmstadt, Marburg, Mannheim, Wolfsburg oder Heidelberg fordern die deutsche Bundesregierung auf, ihrer Zusage von 27.300 Relocation-Pl&auml;tzen endlich nachzukommen.<br>\nSie erkl&auml;ren in einer Petition, dass es in ihren Kommunen gen&uuml;gend freie Pl&auml;tze in den Aufnahmeeinrichtungen und engagierte Helfer g&auml;be &ndash; einzig die politischen Voraussetzungen f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsaufnahme auf diesem Weg fehlen bislang.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/initiativen-fordern-holt-gefluechtete-aus-griechenland-und-italien-in-unsere-kommunen\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz IV: Mehrfachsanktionen auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger erhalten immer h&auml;ufiger mehrere Strafen gleichzeitig. Im Juni war jeder dritte Sanktionierte betroffen. 7.200 Menschen wurde die Hartz-IV-Leistung vollst&auml;ndig gestrichen. Das zeigt eine Sonderauswertung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r O-Ton Arbeitsmarkt.<br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger m&uuml;ssen alle M&ouml;glichkeiten aussch&ouml;pfen, um ihre Hilfebed&uuml;rftigkeit zu beenden oder zu verringern. Sie sind verpflichtet, Arbeitsangebote anzunehmen, an Ein-Euro-Jobs oder anderen Ma&szlig;nahmen teilzunehmen, m&uuml;ssen sich an die Vorgaben ihrer Eingliederungsvereinbarung (zum Beispiel zur Anzahl der zu schreibenden Bewerbungen) halten und zu allen Terminen beim Jobcenter p&uuml;nktlich erscheinen.<br>\nVerletzen sie diese Pflichten ohne wichtigen Grund, erhalten sie eine Sanktion, also eine K&uuml;rzung ihrer Hartz-IV-Leistungen, meist f&uuml;r drei Monate. Bei weiteren Pflichtverletzungen in dieser Zeit kommen weitere Sanktionen dazu, die die Hartz-IV-Leistung weiter mindern. Diese Mehrfachsanktionen werden immer h&auml;ufiger. Im Juni war jeder dritte Sanktionierte betroffen. 27.000 Sanktionierte hatten zwei Strafen gleichzeitig, rund 11.000 drei, 4.000 vier und 3.200 f&uuml;nf oder mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-mehrfachsanktionen-auf-dem-vormarsch\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>dazu: Hartz-IV-Regels&auml;tze grundlegend neu ermitteln<\/strong><br>\nDie Hartz-IV-Regels&auml;tze sind nicht bedarfsdeckend und m&uuml;ssen grundlegend neu ermittelt werden. Zudem sollen Leistungsberechtigte wirksame Soforthilfen erhalten. Dies fordern der DGB, Sozial- und Wohlfahrtsverb&auml;nde sowie Erwerbslosengruppen in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass die Regels&auml;tze zum Jahreswechsel nur geringf&uuml;gig steigen, etwa f&uuml;r Alleinstehende von 404 Euro auf 409 Euro. Diesen Geldbetrag hat die Regierung aus den statistisch erfassten Ausgaben der 15 Prozent der Single-Haushalte mit den geringsten Einkommen abgeleitet. DGB und Verb&auml;nde kritisieren unter anderem, dass diese Vergleichsgruppe selbst armutsgef&auml;hrdet sei und zudem noch viele Abschl&auml;ge vorgenommen w&uuml;rden. Damit setze die Bundesregierung eine langj&auml;hrige Praxis fort, statt die n&ouml;tigen Korrekturen vorzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++d912da78-a1c8-11e6-b4f7-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Drohen, st&auml;nkern, k&uuml;ndigen: So verhindern Firmen Betriebsr&auml;te<\/strong><br>\nDer Arbeitnehmer h&ouml;rt die Drohung nur m&uuml;ndlich, damit es vor Gericht keine Beweise gibt. Ob er sich das gut &uuml;berlegt hat, f&uuml;r den Betriebsrat zu kandidieren? Denn in diesem Fall sieht der Chef f&uuml;r die n&auml;chste Bef&ouml;rderung leider schwarz. Manche Chefs greifen zu noch h&auml;rteren Bandagen: Sie k&uuml;ndigen dem Kandidaten einfach aus fadenscheinigen Gr&uuml;nden. Selbst wenn der Besch&auml;ftigte den Prozess gewinnt, ist er zu eingesch&uuml;chtert, um als Betriebsrat anzutreten.<br>\nWer in der freien Wirtschaft in einer Firma mit f&uuml;nf oder mehr Besch&auml;ftigten arbeitet, hat in der Regel das Recht auf einen Betriebsrat. In der Praxis versuchen gerade mittelgro&szlig;e Inhaberfirmen, eine Vertretung ihrer Arbeitnehmer zu verhindern. Allein in den Branchen Nahrung, Gastgewerbe, Metall und Chemie melden Gewerkschafter 220 Firmen, die Wahlen zum Betriebsrat behindern. Jedes dritte Mal entstand dann keine Arbeitnehmervertretung. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/betriebsraete-drohen-staenkern-kuendigen-so-verhindern-firmen-betriebsraete-1.3231380\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeiterkinder oft unter Wert besch&auml;ftigt<\/strong><br>\nAls Philosoph im Callcenter zu arbeiten oder als Physiker Pakete auszuliefern, ist in der Regel eher unerfreulich: Wer unter seinem Qualifikationsniveau arbeitet, ist Studien zufolge im Schnitt weniger zufrieden und schlechter bezahlt als Besch&auml;ftigte, deren T&auml;tigkeit zur Ausbildung passt. Daniel Erdsiek vom Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat herausgefunden, dass in diesem Zusammenhang der famili&auml;re Hintergrund eine Rolle spielt: Das Risiko, zu den &Uuml;berqualifizierten zu geh&ouml;ren, ist geringer, wenn die Eltern studiert haben.<br>\nF&uuml;r seine Untersuchung hat der Volkswirt Daten einer Befragung analysiert, an der mehr als 3.700 Hochschulabsolventen des Examensjahrgangs 1997 teilgenommen haben. Ein Jahr nach ihrem Abschluss sollten die Befragten unter anderem angeben, ob f&uuml;r ihren Job ein Studium Voraussetzung ist. Ein F&uuml;nftel der Teilnehmer verneinte diese Frage, h&auml;lt sich also f&uuml;r &uuml;berqualifiziert. Bei den Absolventen mit mindestens einem studierten Elternteil betr&auml;gt der Anteil 16,1 Prozent, bei den &bdquo;Bildungsaufsteigern&ldquo;, deren Eltern keinen Hochschulabschluss haben, sind es dagegen 23,5 Prozent &ndash; ein Unterschied von 7,4 Prozentpunkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/67961_67996.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Briefkastenfirma BRD<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat sich etwas vorgenommen. Er hat angek&uuml;ndigt, das Gr&uuml;nden von Briefkastenfirmen zu erschweren. Sein Ministerium teilte am Donnerstag mit, einen ersten Referentenentwurf f&uuml;r ein Gesetz zur Pr&auml;vention von Steuerhinterziehung erarbeitet und an die &uuml;brigen Ministerien und Landesregierungen verschickt zu haben.<br>\nVorgesehen seien in dem &raquo;Steuerumgehungsbek&auml;mpfungsgesetz&laquo; unter anderem deutlich strengere Meldepflichten f&uuml;r Steuerzahler und Banken sowie h&ouml;here Strafen bei Verst&ouml;&szlig;en, meldete AFP. Das &raquo;steuerliche Bankgeheimnis&laquo; solle in diesem Zusammenhang teilweise aufgehoben, die Fristen zur Verj&auml;hrung sowie f&uuml;r die nachtr&auml;gliche Steuerfestsetzung sollten heraufgesetzt werden.<br>\nWenig Vertrauen in Sch&auml;ubles Pl&auml;ne setzt die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, Sahra Wagenknecht. Gegen&uuml;ber jW erkl&auml;rte sie am Donnerstag: &raquo;Das Gesetz wird die Steuerhinterziehungsmafia kaum beeindrucken.&laquo; Dubiose Gesch&auml;fte mit Briefkastenfirmen und Steueroasen innerhalb Europas blieben davon v&ouml;llig unber&uuml;hrt, das in Sch&auml;ubles Entwurf vorgesehene Bu&szlig;geld sei nach wie vor l&auml;cherlich. Mehr Personal f&uuml;r n&ouml;tige Kontrollen sei auch nicht vorgesehen. &raquo;Dies zeigt, dass die Bundesregierung gar kein Interesse daran hat, den Steuertricks der Reichen wirklich auf die Schliche zu kommen&laquo;, so Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-04\/041.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wir wissen noch immer nichts &uuml;ber die NSU-Helfer &ndash; das ist<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren ist die Mordserie des rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) aktenkundig. Seit f&uuml;nf Jahren ist ungekl&auml;rt, wie es den M&ouml;rdern gelingen konnte, 13 Jahre lang ungef&auml;hrdet im Untergrund zu leben und die Verbrechen zu planen. Noch immer ist unklar, welche Helfershelfer die Gruppe unterst&uuml;tzten, vor allem aber ist nicht klar, warum das in f&uuml;nf Jahren nicht gekl&auml;rt werden konnte.<br>\nDie Frage, aus welchen Motiven und mit welchen Mitteln der Verfassungsschutz des Bundes und einzelner L&auml;nder &uuml;ber Jahre hinweg die Existenz des NSU im Untergrund sichergestellt hat, steht auf dem einen Blatt, auf einem anderen die Frage, mit welchen Mitteln und mit wessen Unterst&uuml;tzung es ihm bis heute gelingt, die Aufkl&auml;rung seiner zwielichtigen Rolle zu verhindern. Beide Fragen sind f&uuml;r das Vertrauen der B&uuml;rger in den Rechtsstaat Gift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/kommentar-wir-wissen-noch-immer-nichts-ueber-die-nsu-helfer---das-ist-erbaermlich-25028440\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Millionen Surf-Profile: Daten stammen angeblich auch von Browser-Addon WOT<\/strong><br>\nDie detaillierten Daten zum Surfverhalten von Millionen Deutschen, auf die NDR-Reporter Zugriff haben, stammen offenbar auch von der beliebten Browser-Erweiterung WOT. Die damit gesammelten Daten seien leicht bestimmten Personen zuzuordnen.<br>\nNachdem NDR-Reporter am Dienstag erl&auml;utert hatten, wie sie an detaillierte Daten zum Surfverhalten von Millionen Deutschen gekommen sind, haben sie nun eine Quelle der Daten genannt: Die Browser-Erweiterung &ldquo;Web of Trust&rdquo; (WOT) sp&auml;ht demnach ihre Nutzer aus und gebe die gesammelten Daten &ldquo;offenbar an Dritte&rdquo; weiter. Unter anderem mit dieser Erweiterung sei der Datensatz erstellt worden, der die Webseiten umfasst, die drei Millionen Deutsche im August besucht h&auml;tten. Zwar weise &ldquo;WOT&rdquo; darauf hin, dass die Erweiterung Daten wie die besuchten Internetadressen protokolliert und an Dritte weitergibt, die Protokolle seien aber anonymisiert. Wie unzureichend diese Anonymisierung ist, haben die Reporter nach eigenen Angaben aber nun herausgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Millionen-Surf-Profile-Daten-stammen-angeblich-auch-von-Browser-Addon-WOT-3453820.html\">Heise Online<\/a>\n<p><strong>dazu: WOT-Addon: Wie ein Browser-Addon seine Nutzer aussp&auml;ht<\/strong><br>\nIn einer monatelangen Recherche konnten Reporter von Panorama und ZAPP Zugang zu einem umfangreichen Datensatz erlangen und ihn auswerten. Darin enthalten ist jede Bewegung von Millionen von Internet-Nutzern im Monat August. Mit den Daten l&auml;sst sich das Leben der User bis in den intimsten Bereich nachzeichnen. In dem Datensatz finden sich neben privaten Nutzern auch Personen des &ouml;ffentlichen Lebens: Manager, Polizisten, Richter und Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kuketz-blog.de\/wot-addon-wie-ein-browser-addon-seine-nutzer-ausspaeht\/\">Kuketz IT-Security<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Web of Trust ist nur die Spitze des Eisbergs. Erstaunlich ist auch, dass &ndash; nicht nur vom NDR &ndash; nun die vollkommen falschen Fragen gestellt werden. Interessant w&auml;re doch vor allem erst einmal, warum angeblich 30 Millionen Deutsche eine Browsererweiterung nutzen, die auch auf den zweiten Blick kaum einen Sinn macht. Und dass ein &bdquo;netzpolitischer Sprecher&ldquo; einer Volkspartei ein solches Programm nutzt, w&auml;re auch ein Thema f&uuml;r sich. Woher habe diese Millionen Menschen &ndash; die dies sicher noch nicht einmal wissen &ndash; dieses Programm? Die Antwort ist erschreckend einfach. Erst vor wenigen Wochen suchte ich beispielsweise f&uuml;r meinen Vater, der einen Windows PC hat, im Netz nach einem kostenlosen Standardprogramm, das ich bereits seit Jahren kenne. Dieses Programm ist auch heute noch kostenlos und unproblematisch. Wer &uuml;ber Google nach einer Downloadquelle sucht, wird jedoch unter den ersten f&uuml;nf Treffern ausschlie&szlig;lich Quellen finden, die mit dem Download automatisch Drittprogramme auf dem Rechner installieren. Und hier geht es nicht um &bdquo;dubiose&ldquo; Seiten aus dem Umfeld der Cyberkriminalit&auml;t, sondern um die gr&ouml;&szlig;ten IT-Seiten Deutschlands, wie Computer Bild, Chip.de und Co. Integriert ist Web of Trust &uuml;brigens auch in der Suchmaschine <a href=\"https:\/\/duckduckgo.com\/settings#appearance\">Duckduckgo<\/a>, die paradoxerweise nach den Snowden-Enth&uuml;llungen als &bdquo;Datenschutz-Alternative&ldquo; gepriesen wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die H&auml;lfte der Nebenwirkungen wird verschwiegen<\/strong><br>\nNicht einmal die H&auml;lfte der in klinischen Studien dokumentierten Nebenwirkungen von neuen Medikamenten wird publiziert. Zu diesem beunruhigenden Ergebnis kommen britische Forscher in einer neuen Untersuchung. Ein Ergebnis, das viele Fragen aufwirft und auf ernste Gefahren aufmerksam macht.<br>\nBei vielen Krankheiten steht der Arzt vor der Entscheidung, ob er seinem Patienten Medikamente verschreiben soll, oder nicht. Er muss den Nutzen einer Therapie abw&auml;gen gegen&uuml;ber den Nebenwirkungen. Doch genau das ist h&auml;ufig ein Problem, sagt Yoon Loke, der an der Universit&auml;t von East Anglia in Gro&szlig;britannien arbeitet. Gerade bei neuen Medikamenten h&auml;tten &Auml;rzte, aber auch die Zulassungsbeh&ouml;rden, die Medikamente zulassen, oftmals nur ein unvollst&auml;ndiges Bild vom Nutzen der Therapie. Denn nur weniger als die H&auml;lfte der Nebenwirkungen, die in klinischen Studien auftreten, werden tats&auml;chlich publiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/publizierte-medizinische-studien-die-haelfte-der.676.de.html?dram:article_id=370372\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Brasilien &#8210; Zur&uuml;ck in die Zukunft<\/strong><br>\nRund einen Monat nach dem &ldquo;kalten Putsch&rdquo; in Brasilien setzt die neue Regierung auf alte Rezepte &ndash; mit fatalen Konsequenzen [&hellip;]<br>\n&ldquo;Vor vielen, vielen Monaten, als ich noch Vize-Pr&auml;sident war, haben wir ein Dokument herausgebracht, das &lsquo;Eine Br&uuml;cke in die Zukunft&rsquo; hie&szlig;. Wir hatten festgestellt, dass es unm&ouml;glich w&auml;re, den von der Regierung eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Wir haben sogar vorgeschlagen, dass die Regierung unsere Vorstellungen, die wir in dem Dokument aufzeigten, &uuml;bernehmen k&ouml;nnte. Weil dies nicht m&ouml;glich war, leiteten wir den Prozess ein, der nun in meiner Amts&uuml;bernahme als Pr&auml;sident der Republik gipfelte&rdquo;, sagte Michel Temer Ende September w&auml;hrend eines Vortrages vor Unternehmern und Investoren in New York. Verbreitet wurde dieses Statement des amtierenden rechtskonservativen Pr&auml;sidenten, einschlie&szlig;lich einer Videoaufnahme der Originalrede, von The Intercept Brasil unter der Leitung des US-amerikanischen Journalisten Glenn Greenwald.<br>\nNur drei Wochen nach dem juristisch fragw&uuml;rdigen Amtsenthebungsverfahren gegen Dilma Rousseff best&auml;tigte ihr Nachfolger damit den Verdacht, dass es bei dem Verfahren nicht um Haushaltstricks und &ldquo;kriminelle Handlungen&rdquo; der Pr&auml;sidentin ging, sondern darum, ein neoliberales Programm durchzusetzen, &uuml;ber das im Oktober 2014 nicht an den Wahlurnen abgestimmt worden war. Obwohl au&szlig;er Frage steht, dass Temer diese Rede gehalten hat, wurde sie in den brasilianischen Leitmedien nicht aufgenommen, insbesondere der Medienriese Globo ignorierte die Meldung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/163567\/brasilienzurueck-zukunft\">amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ignorierte Kriege (II)<\/strong><br>\nDer Einsatz der Bundeswehr im S&uuml;dsudan wird bis mindestens Ende 2017 verl&auml;ngert. Das hat die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen. Demnach werden sich auch weiterhin bis zu 50 deutsche Soldaten an UNMISS beteiligen, dem UN-Blauhelmeinsatz im s&uuml;dsudanesischen B&uuml;rgerkriegsgebiet. Die K&auml;mpfe dort haben seit Ende 2013 mindestens 50.000 Menschenleben gekostet; Experten schlie&szlig;en sogar eine noch h&ouml;here Zahl an Todesopfern nicht aus. Beobachter hatten vor der im Juli 2011 erfolgten formellen Abspaltung des S&uuml;dsudan gewarnt, im Falle einer Eigenstaatlichkeit sei eine blutige Eskalation der dortigen K&auml;mpfe nicht auszuschlie&szlig;en. Berlin hatte die Sezession dennoch gemeinsam mit Washington forciert &ndash; aus geostrategischen Gr&uuml;nden: Ziel war es, den arabisch dominierten Sudan durch Abspaltung eines Gro&szlig;teils seiner Erd&ouml;lvorkommen empfindlich zu schw&auml;chen. Das ist gelungen; den blutigen Preis zahlt die s&uuml;dsudanesische Bev&ouml;lkerung. Da deutsche Interessen nicht tangiert sind, schweigen sich Politik und Medien der Bundesrepublik &uuml;ber den Krieg weitgehend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59475\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: UN-Missionen in Darfur und im S&uuml;dsudan<\/strong><br>\nDie Bundeswehr soll sich weiter an den UN-Missionen in der Region Darfur im Sudan (UNAMID) sowie im S&uuml;dsudan beteiligen (UNMISS). Wie aus zwei Antr&auml;gen der Bundesregierung hervorgeht (18\/10188; 18\/10189), sollen im Rahmen beider Mandate wie bisher bis zu 50 Soldaten eingesetzt werden k&ouml;nnen, die dabei &ldquo;F&uuml;hrungs-, Verbindungs-, Beratungs- und Unterst&uuml;tzungsaufgaben&rdquo; &uuml;bernehmen und bei der technischen Ausr&uuml;stung und Ausbildung truppenstellender Nationen sowie der Vereinten Nationen helfen sollen. Der Einsatz in Darfur erfolge auf Grundlage der Resolution 1769 (2007) und folgender Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, der Einsatz im S&uuml;dsudan auf Grundlage der Resolution 1996 (2011) und folgender Resolutionen. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben beziffert die Bundesregierung auf 0,5 Millionen Euro (UNAMID) beziehungsweise 1,3 Millionen Euro (UNMISS). Beide Mandate sind bis Ende 2017 befristet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/hib#url=L3ByZXNzZS9oaWIvMjAxNjExLy0vNDc4ODYy&amp;mod=mod454590\">Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trojaner aus Berlin: Der&bdquo;Digitalpakt#D&ldquo;<\/strong><br>\nIm Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt angek&uuml;ndigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Der Bund stelle daf&uuml;r bis 2021 f&uuml;nf Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung. Was positiv klingt &ndash; 5 Milliarden Euro f&uuml;r Schulen &ndash; erweist sich als trojanisches Pferd. Was statt Investitionen in IT-Infrastruktur und Hardware zu fordern ist:<br>\nSchulen und Hochschulen in Deutschland sind Bildungseinrichtungen in humanistischer und demokratischer Tradition. Sie sind vom Menschen her zu denken, nicht von technischen Systemen und deren Entwicklungszyklen. N&ouml;tig sind mehr Lehrkr&auml;fte Mentoren, Tutoren, nicht Hardware.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bildung-wissen.eu\/kommentare\/trojaner-aus-berlin-derdigitalpaktd.html\">Gesellschaft f&uuml;r Bildung und Wissen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Juncker macht der CSU ein Wahlgeschenk<\/strong><br>\nDas passt ja wie die Faust auf Auge: Mitten im G&uuml;nther (Oettinger)-Gate will sich die EU-Kommission mit Deutschland im Streit um die unselige Pkw-Maut einigen. [&hellip;]<br>\nDeshalb dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass es entweder um ein Ablenkungs-Man&ouml;ver geht &ndash; oder um ein Wahlgeschenk f&uuml;r die CSU und damit f&uuml;r Kanzlerin Merkel. Denn die CSU hat Mutti zuletzt das Leben schwer gemacht. Kommissionschef Juncker h&auml;ngt aber an Merkel. Wenn er der CSU entgegenkommt, hilft das auch Mutti.<br>\nHoch lebe die GroKo, hoch lebe das deutsche Europa, m&ouml;chte man ausrufen. Nie w&uuml;rde Br&uuml;ssel einem anderen Land und einer anderen Koalition einer derart abstrusen Gefallen tun. Nie hat die EU-Beh&ouml;rde direkt mit einem Minister verhandelt wie in diesem Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/macht-juncker-der-csu-ein-wahlgeschenk\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>USA &ndash; Die gekaufte Demokratie?<\/strong><br>\nPolitik in den USA ist zum Kampf der Milliard&auml;re um politischen Einfluss geworden, bestimmt von Gro&szlig;spendern in beiden politischen Lagern. Es ist der teuerste Wahlkampf aller Zeiten. Mehr als eine Milliarde Dollar wird jeder Pr&auml;sidentschaftskandidat bis zum Wahltag ausgegeben haben.<br>\nZwei Milliarden Dollar f&uuml;r die unbeliebtesten Kandidaten, die es in den USA jemals gegeben hat. Noch nie war die Ablehnung gr&ouml;&szlig;er. Die B&uuml;rger Amerikas f&uuml;hlen sich von ihren politischen Eliten nicht mehr repr&auml;sentiert.<br>\nDie Wut auf &bdquo;Die da oben&ldquo; w&auml;chst in allen politischen Lagern. Johannes Hano und sein Team aus dem ZDF-Studio New York machen sich f&uuml;r ZDFzoom auf die Suche nach den Ursachen f&uuml;r diese Wut und entdecken dabei ein System politischer Korruption, in dem Milliard&auml;re den politischen Prozess nach ihren Vorstellungen steuern. Ein System, von dem Insider sagen, es w&uuml;rde die Mafia neidisch machen.<br>\nPolitik in den USA ist zum Kampf der Milliard&auml;re um politischen Einfluss geworden, bestimmt von Gro&szlig;spendern in beiden politischen Lagern. Wall Street und Industrie-Giganten, die die Welt nach ihren Vorstellungen gestalten wollen, nutzen dabei ein politisches System aus, das daf&uuml;r extrem anf&auml;llig ist. Vom Sheriff &uuml;ber Abgeordnete bis zum Pr&auml;sidenten sind die Kandidaten alle bei ihren Wahlk&auml;mpfen auf private Spenden angewiesen. Mit abstrusen und gef&auml;hrlichen Folgen f&uuml;r den demokratischen Prozess.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/usa-die-gekaufte-demokratie-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35694","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35694","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35694"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35694\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35697,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35694\/revisions\/35697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35694"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35694"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35694"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}