{"id":35699,"date":"2016-11-07T08:27:41","date_gmt":"2016-11-07T07:27:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699"},"modified":"2016-11-07T16:23:15","modified_gmt":"2016-11-07T15:23:15","slug":"hinweise-des-tages-2747","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h01\">&bdquo;Abwarten, ob sie standhaft bleiben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h02\">T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (2): Ungleichheit &ndash; Schuld ist der Sozialstaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h03\">&Ouml;konom: Brauchen das Gegenteil von Ceta und TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h04\">Sch&auml;uble h&auml;lt die Schwarze Null &ndash; zumindest 2016 und 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h05\">Neue Vorschl&auml;ge der Regierung gegen Steuerhinterziehung &ndash; positiv trotz L&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h06\">Mindestlohn Das ist aus den Warnungen des SVR geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h07\">Trotz gleicher beruflicher Qualifikation werden Leiharbeiter schlechter bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h08\">Geringverdiener sollen mehr sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h09\">Einwanderungsgesetz mit Punktesystem soll noch 2017 kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h10\">Der Irrglaube an die Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h11\">Gabriel beklagt R&uuml;cksichtslosigkeit und Aggressivit&auml;t im Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h12\">Mit Thinktanks in den lukrativen Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h13\">Harte Kritik an von der Leyens Korvettenkauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h14\">Bei Terrorverdacht Ausb&uuml;rgerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h15\">Die Pension aus Diktatorenzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h16\">Rezension: Zur bildungspolitischen Bedeutung des aktuell im Prolog-Verlag erschienenen vierb&auml;ndigen Werkes zum Thema &ldquo;Was sind gute Schulen?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35699#h17\">Der Weltuntergang ist son Kleister aus Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Abwarten, ob sie standhaft bleiben&ldquo;<\/strong><br>\nInhaltlich gibt es bei SPD und Gr&uuml;nen kaum Anzeichen f&uuml;r einen Politikwechsel, sagt Lafontaine. Was bedeutet das f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition? (&hellip;)<br>\nGlauben Sie an einen Politikwechsel mit Rot-Rot-Gr&uuml;n?<br>\nVor der letzten Bundestagswahl habe ich die Programme nebeneinandergelegt: Damals gab es im sozial- und steuerpolitischen Bereich eine Reihe von &Uuml;berschneidungen. In der Steuerpolitik haben sich SPD und Gr&uuml;ne nach der Bundestagswahl schnell von ihren Vorstellungen verabschiedet. Und was die sozialpolitische Programmatik angeht, sehen Sie jetzt an Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen, dass die Ank&uuml;ndigungen nicht ernst zu nehmen waren.<br>\nDie SPD sagt, wir haben Themen, die wir in den Koalitionsverhandlungen unbedingt durchbringen wollen. 2013 war es der Mindestlohn. Das macht die Linkspartei nicht. Warum?<br>\nOhne gr&ouml;&szlig;ere Steuergerechtigkeit und eine deutliche Verbesserung der zerst&ouml;rten Sozialversicherung geht es nicht. Und dann gibt es bei uns noch einen Punkt, die Beteiligung der Bundeswehr an Interventionskriegen. Da m&uuml;ssen die anderen wissen, dass die mit uns nicht zu machen ist. F&uuml;r mich ist v&ouml;llig unverst&auml;ndlich, warum die etablierten Parteien nach den Erfahrungen in Afghanistan, Irak, Syrien und Libyen weiter f&uuml;r Interventionskriege eintreten.<br>\nDas klingt nicht sehr hoffnungsvoll f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n, sondern nach der alten Leier der Linkspartei: Die anderen m&uuml;ssen sich &auml;ndern, sonst gibt es keine Koalition.<br>\nDa seit Jahrzehnten eine neoliberale Politik gemacht wird, m&uuml;ssen wir diese Leier spielen. SPD und Gr&uuml;ne haben bisher vorwiegend aus taktischen Motiven eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition ins Gespr&auml;ch gebracht. Die SPD k&ouml;nnte ohne diese Option keinen Kanzlerkandidaten aufstellen. Die Gr&uuml;nen haben ein Interesse, vor der Wahl nicht zu sagen, was sie nach der Wahl machen. Inhaltlich gibt es bei SPD und Gr&uuml;nen kaum Anzeichen f&uuml;r einen Politikwechsel. Es gab bei den bisherigen Gespr&auml;chen ein Thema, bei dem &Uuml;bereinstimmung herrschte, das ist die B&uuml;rgerversicherung. Aber auch da m&uuml;sste man abwarten, ob SPD und Gr&uuml;ne, wenn es den zu erwartenden Druck aus der Wirtschaft gibt, standhaft bleiben. Ich habe zumindest aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen Zweifel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oskar-Lafontaine-ueber-SPD-und-Gruene\/%215350768\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (2): Ungleichheit &ndash; Schuld ist der Sozialstaat<\/strong><br>\nUm das Problem der Ungleichheit weniger dr&auml;ngend erscheinen zu lassen, greift der Sachverst&auml;ndigenrat in seinem Jahresgutachten 2016 zu den bew&auml;hrten Mitteln: Thesen belegen mit Aufs&auml;tzen, die dem eigenen Tenor in Wahrheit widersprechen, was nicht passt als schwer zu messen und damit irrelevant beiseite zu schieben oder einfach nicht zu erw&auml;hnen. Auch klare Falschdarstellungen sind wieder dabei.<br>\nBegonnen sei die Analyse mit dem, was besser wurde. Die mit abseitigen Zahlenspielchen begr&uuml;ndete These, die Ungleichheitsdiskussion beruhe nur auf einer falschen Wahrnehmung der Einkommensverteilung, vertreten  inzwischen nur noch der Ratsvorsitzende Christoph Schmidt und Lars Feld. Die &uuml;brigen Mitglieder waren es wohl leid, sich wegen solcher Absurdit&auml;ten den Ruf ruinieren zu lassen und zum Gesp&ouml;tt der Kabarettisten zu werden.<br>\nDer Sachverst&auml;ndigenrat r&auml;umt zun&auml;chst ein, dass &bdquo;Verm&ouml;gensungleichheit in Deutschland hoch, und die Einkommens- und Verm&ouml;genspositionen verfestigt&ldquo; sind. Die Schuld daf&uuml;r geben sie dann auf fast bizarr einseitige Weise dem Sozialstaat (Z.629):<br>\n&ldquo;Der geringe Aufbau von privaten Nettoverm&ouml;gen hat verschiedene Gr&uuml;nde. So reduziert beispielsweise das bereits umfangreiche Steuer- und Sozialversicherungssystem gerade f&uuml;r einkommenschw&auml;chere Haushalte die Anreize und M&ouml;glichkeiten zur privaten Verm&ouml;gensbildung.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie peinlichste betr&uuml;gerische Fehlleistung in Sachen Umverteilung aus der Vergangenheit hat der Rat in diesem Gutachten immerhin nicht wiederholt. Aber wissenschaftlich sauber zu arbeiten, nur Studien zum Beleg anzuf&uuml;hren, die dem nicht widersprechen, was man sagt, wichtige Aspekte auch dann zu nennen und seri&ouml;s zu behandeln, wenn sie den eigenen Thesen unbequem sind, und nur Wahres, in sich nicht Widerspr&uuml;chliches zu behaupten, das bekommt der Rat bei so einem ideologisch aufgeladenen Thema immer noch nicht hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/707-svr-2016-ungleichheit#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Sachverst&auml;ndigenrat doch einmal im Kreufeuer der Krtitik: Ohne eine Basis in der wirtschaftlichen Realit&auml;t bleibt der Sachverst&auml;ndigenrat Wirtschaft in seinen alten ideologischen Gr&auml;ben einfach nur stecken<\/strong><br>\nIch kann bisher selbst noch nicht genau wahrnehmen kann, welche Minderheitsmeinung z.B. Peter Bofinger, der einzige Aufrechte, nicht gefangen im neoliberalen Mainstream, in diese SVR-Gutachten f&uuml;r 2017 eingebracht hat.<br>\nDie Frankfurter Rundschau schreibt dazu: Sieben Minderheitsvoten von Peter Bofinger belegen die tiefen Meinungsverschiedenheiten in diesem Sachverst&auml;ndigenrat Wirtschaft&hellip; &ndash; oder wie es Heinz-Josef Bontrup im Interview in der Frankfurter Rundschau ausdr&uuml;ckt: &ldquo;Da kann man von einem neoklassischen oder neoliberalen Berater-Kartell reden. Man spricht nur untereinander. Man l&auml;sst niemanden von au&szlig;en herein&rdquo;. (&hellip;)<br>\nEinzige Ausnahme ist Peter Bofinger (der von den Gewerkschaften bestimmt werden konnte und somit als &ldquo;linker&rdquo; &Ouml;konom gilt, dabei sollte es doch nicht um einen ideologischen Streit gehen, sondern darum, welche &ldquo;Meinung&rdquo; am klarsten die Realit&auml;t abzubilden vermag -also realit&auml;tstauglich ist), der so alleine aber einen schweren Stand hat.&rdquo; So wird aber jetzt schon dieses Gutachten &ouml;ffentlich diskutiert.<br>\nEs wurde am 2. Novemeber mittags vorgestellt (<a href=\"http:\/\/www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de\/index.html\">Presse-Erkl&auml;rung sowie zum Gesamt-Gutachten des SVR<\/a>).<br>\nDie Frankfurter Rundschau titelt am 3. November: &ldquo;Abfuhr f&uuml;r Wirtschaftsweise&rdquo; &ndash; Reformempfehlungen f&uuml;r die Bundesregeirung werden als &ndash; blo&szlig; &ndash; ideologisch kritisiert. Mit solch einem Widerspruch haben die f&uuml;nf Wirtschaftsweisen kaum gerechnet: Nach der Vorstellung ihres Berichtes &uuml;ber diese &ndash; sogenannten &ndash; Reformen und die &ouml;konomische Zukuftsf&auml;higkeit Deutschlands zweifelten von der Bundeskanzlerin bis zu den Gewerkschaften viele Stimmen die Empfehlungen dieser Sachverst&auml;ndigen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/wipo\/wipo-deb\/wipo-all\/sachverstaendigenrat-doch-einmal-im-kreufeuer-der-krtitik-ohne-eine-basis-in-der-wirtschaftlichen-realitaet-bleibt-der-sachverstaendigenrat-wirtschaft-in-seinen-alten-ideologischen-graeben-einfach-nu\/\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Ouml;konom: Brauchen das Gegenteil von Ceta und TTIP<\/strong><br>\nViele &Ouml;konomen warnen vor einer Politik der Abschottung. Eine neue <a href=\"http:\/\/www.derstandard.at\/2000046992009\/Oekonom-Brauchen-das-Gegenteil-von-Ceta-und-TTIP\">Studie best&auml;rkt hingegen Freihandelsgegner<\/a> (&hellip;)<br>\nDer Autor der Studie, Leon Podkaminer, widerspricht mit seiner Arbeit der vorherrschenden Meinung in der Wissenschaft, wonach der globale Handel mit G&uuml;tern und Dienstleistungen durch Spezialisierung und mehr Konkurrenz die Effizienz steigert und damit Wachstum generiert. &ldquo;Freihandel hat nat&uuml;rlich seine positiven Seiten&rdquo;, sagt Podkaminer im STANDARD-Interview, &ldquo;diese werden aber durch die Schattenseiten der Globalisierung mehr als ausgeglichen.&rdquo; Der zunehmende Abbau an Grenzen f&uuml;r G&uuml;ter und Kapital f&uuml;hre zu Ungleichgewichten und dr&uuml;cke die L&ouml;hne. Podkaminer zeigt in seiner Arbeit, dass das Pro-Kopf-Wachstum der Weltwirtschaft seit den 1960ern kontinuierlich zur&uuml;ckgegangen ist. Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Integration aber stark vorangetrieben worden. In einer statistischen Analyse findet er keinen positiven Zusammenhang zwischen Welthandel und Wirtschaftswachstum. (&hellip;)<br>\nDurch die Liberalisierung der Kapitalm&auml;rkte komme es immer &ouml;fter zu einem starken Auf und Ab der W&auml;hrungen, was Firmen das Leben schwer mache. Nehme man noch die &uuml;berall sinkende Lohnquote in Betracht, die durch die gestiegene Konkurrenz der Arbeiter verursacht sei, m&uuml;sse man der Globalisierung unter dem Strich ein negatives Zeugnis ausstellen. Das Wachstum Chinas, das Bef&uuml;rwortern der Globalisierung als Erfolgsbeispiel dient, sei lediglich auf Kosten der westlichen Welt zustande gekommen. Dort sei das Wachstum deshalb gesunken und die Arbeitslosigkeit gestiegen. Warum kommt Podkaminer zu einer anderen Ansicht als viele andere &Ouml;konomen? &ldquo;Das ist einfach, die Fakten st&uuml;tzen die Mainstreamsicht nicht.&rdquo; Die Modelle vieler Forscher, die Freihandel gro&szlig;e Wachstumseffekte zuschreiben, seien mit der Realit&auml;t nicht vereinbar und w&uuml;rden auf falschen Annahmen fu&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000046992009\/Oekonom-Brauchen-das-Gegenteil-von-Ceta-und-TTIP\">derStandard.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sch&auml;uble h&auml;lt die Schwarze Null &ndash; zumindest 2016 und 2017<\/strong><br>\nDie R&uuml;cklage f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge werden f&uuml;r Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) immer mehr zur Reservekasse. Ende 2015 reservierte er sich den Haushalts&uuml;berschuss von immerhin zw&ouml;lf Milliarden Euro, um daraus 2016 und 2017 jeweils sechs Milliarden Euro f&uuml;r die Integration des Fl&uuml;chtlinge zu zahlen. In diesem Jahr allerdings wachsen die Steuereinnahmen nun doch etwas mehr als erwartet. &bdquo;Die R&uuml;cklage Integration m&uuml;ssen wir gro&szlig;enteils nicht in Anspruch nehmen&ldquo;, sagte Sch&auml;uble, als er am Freitagnachmittag das Ergebnis der aktuellen Steuersch&auml;tzung vorstellte. Das Geld d&uuml;rfte wahrscheinlich sogar fast vollst&auml;ndig liegen bleiben &ndash; f&uuml;r die etwas magereren Jahre, die sich nach den Erwartungen der Steuersch&auml;tzer ab 2018 anschlie&szlig;en d&uuml;rften: Gegen&uuml;ber der Sch&auml;tzung vom Mai soll der Bund in den Jahren 2018, 2019 und 2020 jeweils gut zwei Milliarden Euro weniger einnehmen als bisher erwartet.<br>\nStatt von kr&auml;ftig sprudelnden Steuereinnahmen wie in den letzten Jahren spricht Sch&auml;uble deshalb nur mehr von &bdquo;stabilen&ldquo; und &bdquo;ordentlichen&ldquo; Einnahmen. Ausgerechnet im Wahljahr 2017 hat er allerdings das eigentlich angenehme Problem, dass die Einnahmen mit einem Plus gegen&uuml;ber Mai von 3,8 Milliarden Euro st&auml;rker zunehmen als im Mai erwartet. Was Begehrlichkeiten weckt: Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert gemeinsam mit Unionsfraktionsvize Ralph Brinkhaus (CDU) und der CSU die Einf&uuml;hrung eines Baukindergeldes, um Familien den Erwerb einer Wohnimmobilie zu erleichtern. Haush&auml;lter f&uuml;rchten deshalb bereits die R&uuml;ckkehr der 2005 abgeschafften Eigenheimzulage durch die Hintert&uuml;r: Sie war damals mit j&auml;hrlichen Ausgaben von 13 Milliarden Euro die teuerste Einzelsubvention aller Zeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/steuerschaetzung-schaeuble-haelt-die-schwarze-null-zumindest-2016-und-2017\/14796654.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Ich gehe davon aus, dass dieser Deutsche &uuml;berhaupt keine Ahnung davon hat, was in Deutschland abgeht, wenn hier Millionen Menschen seit Jahren am Hungertuch nagen. Kennt der eigentlich das SGB II? Oder ist der so abgebr&uuml;ht, dass er weiss, was in Deutschland an Armut und Diskrimminierung herrscht? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wie passend f&uuml;r den Bundesfinanzminister &ndash; ausgerechnet erst nach der n&auml;chsten Bundestagswahl &bdquo;tr&uuml;ben sich die Aussichten&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die &bdquo;schwarze Null&ldquo; bedeutet &ndash; leider &ndash; auch: Keine oder zu wenig Gelder f&uuml;r gesamt-gesellschaftlich bedeutsame Bereiche &ndash; z.B.: Absicherung des Existenzminimums, Gesundheitssystem, Infrastruktur (u.a. Stra&szlig;e und Schienennetz) sowie Bildung und Wissenschaft. Ist Herr Sch&auml;uble also nicht auch innenpolitisch ein &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35607#h02\">Brandstifter<\/a>&ldquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Vorschl&auml;ge der Regierung gegen Steuerhinterziehung &ndash; positiv trotz L&uuml;cken<\/strong><br>\nDas Finanzministerium will wieder einmal versch&auml;rft gegen Steuerhinterziehung vorgehen, insbesondere wo Briefkastenfirmen im Spiel sind. (&hellip;)<br>\nDie Vorschl&auml;ge sind im Prinzip alle zu begr&uuml;&szlig;en. Doch es bleiben Schw&auml;chen und Fragen, auf den ersten Blick w&auml;ren das:\n<ul>\n<li>Die Transparenzvorschl&auml;ge gelten nicht f&uuml;r Gesellschaften aus der EU und ihren Freihandelsassoziationen (wie mit der Schweiz), dabei sitzen dort auch wichtige Briefkastenanbieter, wie Zypern.<\/li>\n<li>Die Meldepflicht f&uuml;r Finanzinstitute endet in einigen F&auml;llen bei einer Mindestbeteiligung von 30%, was deutlich zu hoch ist. Auch m&uuml;ssten andere Berufsgruppen wie Rechtsanw&auml;lte, Notare oder Immobilienmakler zur Meldung verpflichtet werden. Die Regierung hat hier entschieden, nur wenige der im Geldw&auml;schegesetz Verpflichteten hier auch zu verpflichten.<\/li>\n<li>Die Strafen sind viel zu niedrig, sowohl die f&uuml;r die Anzeigepflicht aller Steuerpflichtigen als auch die f&uuml;r die der Finanzinstitute. Die Panama Papers haben gezeigt, dass die Bereitschaft immer noch gro&szlig; ist, die geltenden Regeln zu umgehen, zum Beispiel indem man einen &ldquo;wahren&rdquo; wirtschaftlichen Eigent&uuml;mer neben dem nach au&szlig;en sichtbaren &ldquo;offiziellen&rdquo; wirtschaftlichen Eigent&uuml;mer kreiert.<\/li>\n<li>Ob das Gesetz am Ende so durchkommt, ist fraglich. Das Gesetz zur Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung von 2009 wurde damals schon zwischen Referenten- und Regierungsentwurf massiv geschw&auml;cht.<\/li>\n<li>Wenig Bewegung zeigt die Bundesregierung bei der Transparenz der wahren Eigent&uuml;mer\/innen von Unternehmen, Stiftungen und Trusts (N&auml;heres dazu hier). Nach wie vor verweigert sie sich einer Ver&ouml;ffentlichung der Registerdaten, die in Zukunft aufgrund neuen EU-Antigeldw&auml;scherechts erhoben werden m&uuml;ssen. Auch die laufenden Neuverhandlungen auf EU-Ebene werden in diesem Punkt von der Bundesregierung blockiert.<\/li>\n<li>Einige der Probleme werden wohl nicht l&ouml;sbar sein ohne weitergehende Ma&szlig;nahmen, zum Beispiel ein bundesweites Register f&uuml;r Immobilieneigentum, wie von MEP Sven Giegold (Gr&uuml;ne) gefordert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/11\/neue-vorschlage-der-regierung-gegen.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mindestlohn Das ist aus den Warnungen des SVR geworden<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung des fl&auml;chendeckenden Mindestlohns in Deutschland sahen viele &Ouml;konomen das Ende des deutschen Job-Wunders gekommen. Bis zu eine Million Stellen seien gef&auml;hrdet, hie&szlig; es. Denn vielen Unternehmen sei es nicht zuzumuten, ihren Besch&auml;ftigten einen Lohn an der Armutsschwelle zu zahlen.<br>\nZu den Kritikern geh&ouml;rte auch der Sachverst&auml;ndigenrat (SVR) &ndash; zumindest vier seiner f&uuml;nf Mitglieder. Zwar haben sich inzwischen alle Warnungen als unbegr&uuml;ndet erwiesen. Doch die Mehrheit des SVR h&auml;lt an seiner Position fest und glaubt seinen eigenen Modellen offensichtlich mehr als den Zahlen.<br>\nVor fast zwei Jahren wurde der Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde eingef&uuml;hrt. F&uuml;r Millionen Niedrigl&ouml;hner stand damit eine Gehaltserh&ouml;hung an. Gem&auml;&szlig; der in Deutschland dominanten &ouml;konomischen Theorie h&auml;tte dies zu einem R&uuml;ckgang oder zumindest zu einer Schw&auml;chung der Arbeitsnachfrage in vielen Bereichen f&uuml;hren m&uuml;ssen. Denn wenn der Preis eines Gutes &ndash; hier: Arbeit &ndash; &uuml;ber den geltenden Marktpreis &ndash; hier: den Niedriglohn &ndash; steigt, sinkt die Nachfrage nach dem Gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/mindestlohn-das-ist-aus-den-warnungen-des-svr-geworden-25034426\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Konsequenzen hinsichtlich der personellen Besetzung des Sachverst&auml;ndigenrates? Offenbar keine.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trotz gleicher beruflicher Qualifikation werden Leiharbeiter schlechter bezahlt<\/strong><br>\nArbeitgebernahe Wirtschaftswissenschaftler begr&uuml;nden die geringe Entlohnung von Leiharbeitnehmern gerne damit, dass in der Leiharbeit vorwiegend ungelernte Arbeitnehmer besch&auml;ftigt werden, etwa das Institut der Deutschen Wirtschaft**. Die Daten der Bundesregierung (PDF) belegen das Gegenteil.<br>\nDas mittlere Einkommen in der Leiharbeit liegt im Dezember 2015 mit 1799 Euro weit unter dem Niveau von regul&auml;ren Vollzeitbesch&auml;ftigten (3084 Euro). Die Differenz in der Entlohnung ist nicht auf das Qualifikationsniveau der Leiharbeitnehmer zur&uuml;ck zu f&uuml;hren. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Leiharbeitnehmer mit anerkanntem Berufsabschluss ist mit stabilen rund 59 Prozent (31.12.2015: 517 643 Personen) ungef&auml;hr gleich hoch wie bei allen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten. Dort ist die Quote bei rund 62 Prozent nur geringf&uuml;gig h&ouml;her (31.12.2015: 19 369 960 Personen). Bei Leiharbeitnehmern ist der Anteil der Personen ohne Berufsabschluss zwar h&ouml;her als bei regul&auml;ren Besch&auml;ftigten (22 % gegen&uuml;ber 12,4 %) und der Anteil der Personen mit Hochschulabschluss niedriger (7,4% gegen&uuml;ber 14,6%). Die gravierenden Lohnunterschiede lassen sich dar&uuml;ber allerdings nicht begr&uuml;nden.<br>\nLeiharbeitnehmer werden h&auml;ufiger unter ihrem Qualifikationsniveau eingesetzt als regul&auml;r Besch&auml;ftigte. Dies betrifft 35 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Leiharbeitnehmer. In der Gruppe der regul&auml;r sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten trifft dies nur 16 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/trotz-gleicher-beruflicher-qualifikation-werden-leiharbeiter-schlechter-bezahlt\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Folge der Ausweitung der Leiharbeit durch die rot-gr&uuml;ne Schr&ouml;der-Fischer-Regierung. Die SPD-Spitze handelte damals dem Inhalt des g&uuml;ltigen Berliner Grundsatzprogramms zuwider. Im Programm stand die Forderung, dass Leiharbeit zu verbieten ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geringverdiener sollen mehr sparen<\/strong><br>\nKleinverdiener sollen mehr &bdquo;riestern&ldquo; oder eine Betriebsrente abschlie&szlig;en &ndash; ein neues Gesetz will Anreize daf&uuml;r schaffen<br>\nEs ist eine Gruppe, die Sozialpolitiker aller Parteien besch&auml;ftigt: Kleinverdiener, deren sp&auml;tere gesetzliche Rente so niedrig sein wird, dass sie erg&auml;nzende Grundsicherung im Alter, eine Art Hartz IV f&uuml;r Ruhest&auml;ndler, werden beantragen m&uuml;ssen. Haben diese Altersarmen ein bisschen Geld aus einem Riestervertrag oder einer Betriebsrente angespart, wird dieses Einkommen erst angerechnet, bevor man Grundsicherungsleistungen bekommt. Mit einem neuen Gesetz will Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) das jetzt &auml;ndern &ndash; und erntet Kritik.<br>\nWer im Alter Grundsicherung bezieht, soll zus&auml;tzlich zu dieser Sozialleistung k&uuml;nftig einen monatlichen Freibetrag von mindestens 100 Euro aus einer Betriebs- oder Riesterrente behalten d&uuml;rfen, sieht der Entwurf f&uuml;r das neue Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz vor, den Nahles am Freitag vorgelegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5354637\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Angesichts der Absurdit&auml;t schon in der &Uuml;berschrift &ndash; &ldquo;Geringverdiener sollen mehr sparen&rdquo; (wovon denn?) -, hatte ich eine ironische Abrechnung mit Nahles&rsquo; Pl&auml;nen erwartet. Stattdessen folgt eine ernsthafte Erl&auml;uterung des Gesetzesvorhabens. Nur noch grotesk. Da&szlig; man die Probleme fast vollst&auml;ndig beseitigen k&ouml;nnte, indem Kleinverdiener h&ouml;here L&ouml;hne erhalten, von denen sie leben k&ouml;nnen, und die Rentenbeitr&auml;ge auf ein existenzsicherndes Niveau angehoben werden, scheint nicht mal in der Phantasie der Autorin auch nur am Rande denkbar zu sein. Stattdessen werden L&ouml;sungen gesucht, wo unter diesen Randbedingungen &ndash; Lohndumping, Zerst&ouml;rung des Sozialstaats &ndash; keine m&ouml;glich sind. Im Artikel nebendran wird darauf hingewiesen, da&szlig; das privatisierte Rentensystem in Chile <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5354662\/\">v&ouml;llig gescheitert ist<\/a>, aber hier mit heiligem Ernst derselbe Unsinn als Ausweg dargestellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einwanderungsgesetz mit Punktesystem soll noch 2017 kommen<\/strong><br>\nSeit Jahren schiebt die Berliner Politik das Thema vor sich her: Ein Gesetz zur kontrollierten Einwanderung auf den deutschen Arbeitsmarkt. Pl&ouml;tzlich soll es ganz schnell gehen, so die SPD.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition soll nach dem Willen der SPD-Fraktion noch vor der Bundestagswahl 2017 ein Einwanderungsgesetz beschlie&szlig;en. Das forderte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann im Gespr&auml;ch mit der Zeitung &bdquo;Bild am Sonntag&ldquo;. Dazu will er am Montag einen Vorschlag der Sozialdemokraten pr&auml;sentieren.<br>\n&bdquo;Kernelement des Gesetzes ist ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild&ldquo;, erl&auml;uterte Oppermann. Demzufolge sollen nach verschiedenen Kriterien wie Alter, Ausbildung, Berufserfahrung, Sprachkenntnisse und Integrationsf&auml;higkeit Punkte vergeben werden, deren Summe dann &uuml;ber die Einwanderungschancen entscheidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/spd-plan-einwanderungsgesetz-mit-punktesystem-soll-noch-2017-kommen-14514952.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die SPD nur 10 Prozent der Energie, die sie in die Versorgung der Unternehmen mit m&ouml;glichst billigen Arbeitskr&auml;ften steckt, f&uuml;r die Arbeitnehmer aufwenden w&uuml;rde, dann h&auml;tten wir nicht 5 Millionen Arbeitslose, Dumpingl&ouml;hne, Rentnerarmut und einen zerst&ouml;rten Sozialstaat. So aber bedient die SPD weiter unverdrossen die Interessen ihrer wichtigsten Klientel, der Arbeitgeber.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Irrglaube an die Privatisierung<\/strong><br>\nKommunen sollten die Niedrigzinsen nutzen, um Wohnungen, Krankenh&auml;user und Energiebetriebe zur&uuml;ckzukaufen.<br>\nIm (Irr-)Glauben daran, dass Privatisierungen Dienstleistungen grunds&auml;tzlich besser, billiger und b&uuml;rgern&auml;her machen, sch&uuml;ttelte &ldquo;Vater Staat&rdquo; immer mehr Aufgaben ab. Gegr&uuml;ndet wurde der &ldquo;Staat im Ausverkauf&rdquo; hierzulande 1983 mit der von Kanzler Helmut Kohl ausgerufenen &ldquo;geistig-moralischen Wende&rdquo;. Seither wurden M&auml;rkte selbst dort geschaffen, wo es sie allenfalls in l&auml;ngst vergessen geglaubten Zeiten gab: beim Betrieb von Autobahnen, Krankenh&auml;usern, Gef&auml;ngnissen, bei Wasser-, und E-Werken.<br>\nAngesichts klammer kommunaler Kassen setzten auch St&auml;dte und Gemeinden auf &ldquo;Entstaatlichung&rdquo;. Privatunternehmen bauen, renovieren und betreiben inzwischen in nahezu allen St&auml;dten Schulen. Kommunale Krankenh&auml;user wurden vielerorts an private Klinikbetreiber verkauft. Und unz&auml;hlige St&auml;dte und Gemeinden folgen dem Beispiel der Stadt Dresden, die 2006 den Verkauf des gesamten kommunalen Wohnungsbestands beschloss.<br>\nSeit geraumer Zeit zweifeln jedoch immer mehr B&uuml;rgermeister am allseits proklamierten &ldquo;Verkauf des Tafelsilbers&rdquo;. Sie werden mit der Frage konfrontiert, warum der Hausm&uuml;ll von privaten Konzernen wie Remondis oder Veolia entsorgt wird, obwohl die Preise doch in fast allen Kommunen, in denen die Abfallentsorgung privatisiert wurde, in die H&ouml;he schnellten.<br>\n&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) stehen zwar nach wie vor hoch im Kurs, aber langsam dr&auml;ut den Lokalpolitikern, dass das, was nach Partnerschaft zugunsten des Staates klingt, h&auml;ufig Komplizenschaft zu seinen Lasten ist. Der Bau der Hamburger Elbphilharmonie, bei dem die Stadt als Zahlmeisterin einspringen musste, liefert daf&uuml;r einen prominenten Beleg wie die Berliner Wasserversorgung. 2013 kaufte das Land Berlin die teilprivatisierten Wasserbetriebe vom Veolia-Konzern zur&uuml;ck, nachdem sich die Hauptst&auml;dter in einem Volksentscheid zu 98,2 Prozent f&uuml;r die Rekommunalisierung ausgesprochen hatten. Auch Bochum, Hamburg und Leipzig haben ihre Energieversorgung wieder unter das kommunale Dach zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Es wird wohl zahlreiche Nachahmer geben, wenn bald Tausende Konzessionsvertr&auml;ge f&uuml;r die Strom- und Gaszufuhr auslaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/44\/rekommunalisierung-kommunen-rueckkauf-wohnungen-muellabfuhr-privatisierung\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gabriel beklagt R&uuml;cksichtslosigkeit und Aggressivit&auml;t im Land<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel will mit seiner Partei einer wachsenden R&uuml;cksichtslosigkeit und Aggressivit&auml;t in der Gesellschaft Einhalt gebieten. &bdquo;Ich glaube, dass es ein ganz tiefes Gef&uuml;hl gibt, dass diese Entwicklung gestoppt werden muss&ldquo;, sagte Gabriel am Samstag auf dem R&uuml;ckflug von seiner China-Reise nach Berlin. Auch der Staat k&ouml;nne hierzu einen Beitrag leisten. Es gehe letztlich um Respekt und Anstand. Dar&uuml;ber sollte nicht zuletzt beim Bundestagswahlkampf diskutiert werden. &bdquo;Ich finde, das ist ein ganz gro&szlig;es Thema, &uuml;ber das man reden muss&ldquo;, sagte der SPD-Chef.<br>\nGabriel verwies auf vielerlei Entwicklungen, die er als bedenklich betrachte. So w&uuml;rden Polizisten und Rettungskr&auml;fte bei Eins&auml;tzen immer h&auml;ufige angep&ouml;belt, beleidigt oder auch k&ouml;rperlich angegriffen. Angeh&ouml;rige von Minderheiten und Schw&auml;chere in der Gesellschaften h&auml;tten unter Anfeindungen zu leiden. Der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) schrieb Gabriel einen besonderen Beitrag zu dieser wachsenden Aggressivit&auml;t zu.<br>\nDer Begriff Respekt hat nach Gabriels Worten aber auch eine soziale Dimension. Es gehe auch darum, dass die Politik und die Gesellschaft die Lebens- und Arbeitsleistung von Menschen zu w&uuml;rdigen und zu ber&uuml;cksichtigen habe. Zur sozialen Marktwirtschaft geh&ouml;re, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet h&auml;tten, auch im Alter vern&uuml;nftig behandelt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/diagnose-des-spd-chefs-gabriel-beklagt-ruecksichtslosigkeit-und-aggressivitaet-im-land-14514977.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein sch&ouml;ner Ablenkungsversuch. Denn die AfD ist eher nicht die Ursache f&uuml;r &ldquo;R&uuml;cksichtslosigkeit und Aggressivit&auml;t&rdquo; &ndash; einen Gro&szlig;teil davon hat schlie&szlig;lich die SPD in den letzten 20 Jahren mit ihrer &ldquo;Agenda 2010&rdquo; und dem Festhalten an dem neoliberalen Irrsinn verursacht. Wer Minderheiten wie die Arbeitslosen und die Niedrigl&ouml;hner r&uuml;cksichtslos behandelt (und auch gro&szlig;e Minderheiten wie die Rentner), der bekommt die Aggression irgendwann zur&uuml;ck. &ldquo;Es gehe auch darum, dass die Politik und die Gesellschaft die Lebens- und Arbeitsleistung von Menschen zu w&uuml;rdigen und zu ber&uuml;cksichtigen habe. Zur sozialen Marktwirtschaft geh&ouml;re, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet h&auml;tten, auch im Alter vern&uuml;nftig behandelt w&uuml;rden.&rdquo; &ndash; Ach so. Und deshalb werden fl&auml;chendeckend die L&ouml;hne und die Renten bis auf Armutsniveau gesenkt und Arbeitslose wie der letzte Dreck behandelt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit Thinktanks in den lukrativen Krieg<\/strong><br>\nMit einer neuen US-Pr&auml;sidentin will das Politestablishment Washingtons wieder in den Krieg ziehen. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine neue Friedensbewegung, meint Dennis Kucinich, fr&uuml;her ein Politiker der Demokratischen Partei.<br>\nNirgendwo sonst wie in Washington protzen so viele Menschen mit ihrer Pseudointellektualit&auml;t, indem sie sich in &laquo;Thinktanks&raquo; zusammenrotten, Gelder von verschiedensten Interessengruppen (einschliesslich ausl&auml;ndischer Regierungen) sammeln und Berichte verfassen, die den Bed&uuml;rfnissen der US-amerikanischen Bev&ouml;lkerung komplett zuwiderlaufen.<br>\nAls ehemaliges Mitglied des Repr&auml;sentantenhauses habe ich sechzehn Jahre lang erlebt, wie sogenannte ExpertInnen bei parlamentarischen Anh&ouml;rungen auftauchten und auf der Grundlage ihrer wirren, oberfl&auml;chlichen, realit&auml;ts- und wahrheitsfernen Argumente f&uuml;r Kriege pl&auml;dierten. Ich erinnere mich aber auch an andere Anh&ouml;rungen: Einmal war die Milit&auml;rf&uuml;hrung nicht in der Lage, den Verwendungszweck von &uuml;ber einer Billion Dollar in ihren Konten zu erkl&auml;ren. Ein andermal verlor das Pentagon jegliche Spur von zw&ouml;lf Milliarden Dollar an Bargeld, das es in den Irak gesandt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1644\/us-amerikanische-aussenpolitik\/mit-thinktanks-in-den-lukrativen-krieg%20\">WOZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Harte Kritik an von der Leyens Korvettenkauf<\/strong><br>\nSeit vor wenigen Wochen bekannt wurde, dass die Marine f&uuml;nf neue Korvetten bekommen soll, ist die Verwunderung unter Milit&auml;rexperten gro&szlig;. Die Kriegsschiffe vom Typ K 130 gelten als veraltet und reparaturanf&auml;llig. Fr&uuml;here Korvetten konnten erst mit gro&szlig;er Versp&auml;tung an die Marine ausgeliefert werden. Vor allem aber staunen Verteidigungspolitiker &uuml;ber das Verhalten von Ministerin Ursula von der Leyen. Eigentlich wollte die CDU-Politikerin im R&uuml;stungswesen aufr&auml;umen &ndash; und intransparente und unsinnige Projekte unterlassen. Jetzt soll das 1,5 Milliarden Euro teure Projekt ohne Ausschreibung vergeben werden. (&hellip;)<br>\nDie milliardenschwere Bestellung der Korvetten st&ouml;&szlig;t nach SPIEGEL-Informationen auf erhebliche Kritik in den Reihen der Koalition. &ldquo;Der Bedarf ist gro&szlig;, wir brauchen schnell zus&auml;tzliche Schiffe&rdquo;, sagt der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels, SPD, &ldquo;aber die sollten nat&uuml;rlich so modern wie m&ouml;glich sein, also verbesserte Modelle.&rdquo; Im Verteidigungsausschuss beklagte sich der CDU-Abgeordnete Bernd Siebert, dass die Verteidigungsexperten bei der Entscheidung &ldquo;keine Rolle&rdquo; gespielt h&auml;tten. Hart ins Gericht geht auch der ehemalige Verteidigungsminister Volker R&uuml;he mit dem Deal. &ldquo;Wir brauchen keine Nachbauten der alten Korvetten&rdquo;, sagt der Christdemokrat. &ldquo;Wir brauchen Schiffe f&uuml;r die Zukunft.&rdquo;<br>\nUrspr&uuml;nglich hatte das Ministerium den Kauf von vielseitig einsetzbaren Mehrzweckkampfschiffen (&ldquo;MKS 180&rdquo;) angestrebt. Allerdings kam es bei diesem Projekt zu Verz&ouml;gerungen. Daraufhin hatten die Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg (CDU) und Johannes Kahrs (SPD), in deren Heimatregionen Werften ans&auml;ssig sind, die Bestellung der Korvetten vom Typ K 130 vorangetrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyen-harte-kritik-wegen-korvettenkauf-a-1119739.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das SPD-Mitglied Kahrs hat offenbar eine ganz eigenwillige Position bez&uuml;glich R&uuml;stungsfragen. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Kahrs#Spenden_der_R.C3.BCstungsindustrie\">Wikipedia schreibt dazu<\/a>:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Im Bundestagswahlkampf 2005 flossen laut der Frankfurter Rundschau insgesamt mehr als 60.000 Euro Parteispenden aus der R&uuml;stungsindustrie an Kahrs&rsquo; SPD-Kreisverband Hamburg-Mitte;[38] darunter Spenden unter der Ver&ouml;ffentlichungsgrenze von 10.000 Euro der R&uuml;stungskonzerne Rheinmetall[39] und Krauss-Maffei Wegmann[40], was u. a. Transparency International kritisierte. Nach der Bundestagswahl 2005 gelangte Kahrs in den Haushaltsausschuss und wurde SPD-Berichterstatter f&uuml;r den Verteidigungsetat. In der Folge wurde der Projektansatz f&uuml;r den Sch&uuml;tzenpanzer Puma, unter anderem hergestellt von den spendenden R&uuml;stungsunternehmen, von zwei auf drei Milliarden Euro erh&ouml;ht.[41] Im Dezember 2009 berichtete Der Spiegel, als Mitglied des Haushaltsausschusses habe Kahrs &bdquo;gro&szlig;es Interesse&ldquo; gezeigt, &bdquo;die &sbquo;Eagle IV&lsquo;-Entscheidung zu verz&ouml;gern&ldquo;, und stellte einen Zusammenhang mit den Spenden der deutschen Panzerbauer an Kahrs&rsquo; Kreisverband her. Beim Eagle IV handelt es sich um ein gepanzertes Milit&auml;rfahrzeug eines Schweizer Herstellers, das zu beschaffen erwogen wurde, da kein gleichwertiges Fahrzeug eines deutschen R&uuml;stungsunternehmens ohne Verz&ouml;gerung zur Verf&uuml;gung stand.[42] Kahrs war der einzige SPD-Politiker, der am 8. Juli 2011 gegen den Antrag Keine Genehmigung zur Lieferung von Kriegswaffen an Saudi-Arabien stimmte.[43]<\/em><br>\n<em>Malte L&uuml;hmann von der Informationsstelle Militarisierung sieht Kahrs in R&uuml;stungsfragen in einem &bdquo;offensichtlichen Interessenkonflikt&ldquo;, der bis in die eigene Bundestagsfraktion hinein f&uuml;r Kritik sorge.[44]&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bei Terrorverdacht Ausb&uuml;rgerung<\/strong><br>\nDie betroffene Personenzahl ist klein, doch vor dem Hintergrund terroristischer Bedrohung plant Innenminister de Maizi&egrave;re ein neues Gesetz. Deutschen Dschihadisten mit BRD-Pass will er die Staatsb&uuml;rgerschaft nehmen.<br>\nNiemand darf staatenlos gemacht werden, so sieht es das Grundgesetz vor. In Artikel 16 hei&szlig;t es: &ldquo;Die deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit darf nicht entzogen werden.&rdquo; Doch schon im n&auml;chsten Satz folgt die entscheidende Einschr&auml;nkung. &ldquo;Der Verlust der Staatsangeh&ouml;rigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.&rdquo;<br>\nDoch Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re will nun islamistischen K&auml;mpfern, die von Deutschland aus in den Krieg nach Syrien oder Irak ausgereist sind, die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft entziehen. Zumindest denen, die noch einen Pass eines anderen Staates besitzen. So jedenfalls sieht es ein Gesetzentwurf des zust&auml;ndigen Innenministeriums vor.<br>\nVon den rund 870 identifizierten Terrork&auml;mpfern, die das Bundeskriminalamt erfasst hat, sollen einige neben der deutschen auch &uuml;ber eine weitere Staatszugeh&ouml;rigkeit verf&uuml;gen. Insofern betrifft dieses Vorhaben nur &ldquo;deutsche Dschihadisten&rdquo;, die auch einen zweiten Pass eines anderen Staates besitzen. Betroffen ist also nur eine Gruppe in niedriger dreistelliger Anzahl, die eine doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft vorweisen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/bei-terrorverdacht-ausb%C3%BCrgerung\/a-36259994\">DW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Pension aus Diktatorenzeiten<\/strong><br>\nTausende Menschen gingen in vielen St&auml;dten auf die Stra&szlig;e. Die Rentner erhalten weniger, als sie eingezahlt haben. Fast die H&auml;lfte lebt unter der Armutsgrenze.<br>\nIn Chile haben tausende Menschen zum dritten Mal innerhalb weniger Monate f&uuml;r ein Ende des privaten Rentensystems protestiert. Trotz Regens gingen nach Angaben der Veranstalter am Sonntag rund 70.000 Menschen in der Hauptstadt Santiago auf die Stra&szlig;e, wie die Zeitung El Mostrador in ihrer Onlineausgabe berichtete. Die Polizei sprach von lediglich 5.000 Teilnehmern.<br>\nAuch in zahlreichen anderen St&auml;dten gab es Protestm&auml;rsche. Die Demonstranten forderten die Abschaffung des kapitalgedeckten Rentensystems, das in den 1980er Jahren unter Diktator Augusto Pinochet eingef&uuml;hrt wurde und viele Menschen in die Altersarmut dr&auml;ngt. (&hellip;)<br>\nChile ist eines der wenigen L&auml;nder weltweit, das sein Sozialversicherungssystem privatisiert hat. Mehrere Studien haben die gro&szlig;en Defizite des Rentensystems mit hohen willk&uuml;rlich festgesetzten Verwaltungskosten belegt. Zudem bekommen Rentner weit weniger als die eingezahlten Beitr&auml;ge heraus. Nach Angaben der Protestbewegung erhalten knapp 80 Prozent der Senioren weniger Rente als der gesetzlich festgelegte Mindestlohn (rund 340 Euro), 44 Prozent leben demnach unter der Armutsgrenze.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5348892&amp;s=chile+pensionen\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Furchtbar. So wird es auch in Deutschland kommen, dank SPD, CDU\/CSU, Gr&uuml;nen und FDP. Und weil dieses privatisierte System so sch&ouml;n gescheitert ist, soll es in Deutschland ausgebaut werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezension: Zur bildungspolitischen Bedeutung des aktuell im Prolog-Verlag erschienenen vierb&auml;ndigen Werkes zum Thema &ldquo;Was sind gute Schulen?&rdquo;<\/strong><br>\nSelten ist ein Bildungsthema so facettenreich beleuchtet worden, wie dies in dem neuen vierb&auml;ndigen Werk des Prolog-Verlages geschehen ist, das sich ausschlie&szlig;lich mit der Frage &ldquo;Was sind gute Schulen?&rdquo; besch&auml;ftigt. Insgesamt 120 Vertreter aus Theorie und Praxis kommen hier zu Wort und gehen &ndash; unter teilweise ganz unterschiedlichen Blickwinkeln &ndash; der Frage nach, was eine gute Schule eigentlich ausmacht.<br>\nHandfeste Tipps zur Gestaltung eines st&auml;rker sch&uuml;lerorientierten Unterrichts oder zur Entwicklung einer &ldquo;Kooperationskultur&rdquo; finden sich hier ebenso wie zahlreiche &Uuml;berlegungen zu den neueren Formen der Leistungs&uuml;berpr&uuml;fung oder zu der zwischen Sch&uuml;lern und Lehrern bestehenden &ldquo;Beziehungsebene&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161107_Rezension_Magda-von-Garrel.pdf\">Magda von Garrel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Weltuntergang ist son Kleister aus Deutschland<\/strong><br>\nDas Abendland ist momentan mit seinem Untergang besch&auml;ftigt. Oder sagen wir so: Nat&uuml;rlich geht es nicht unter, wir haben ja genug besorgte B&uuml;rger, die genau diese Katastrophe verhindern wollen. Das Abendland droht folglich also nur unterzugehen. Mal wieder. Denn der Weltuntergang geht regelm&auml;&szlig;ig von Deutschland aus. Ohne Untergang des Abendlandes, so k&ouml;nnte man meinen, ist es f&uuml;r orthodoxe Konservative in diesen Breitengraden gar nicht auszuhalten. Sie brauchen die Aussicht darauf, ein Leben am Rande des Niedergangs zu f&uuml;hren. Es reizt sie, als Mitglieder einer sterbenden Art angesehen zu werden. Die Todessehnsucht, die im eigenen Volk aufzugehen scheint, das war stets das gelobte Land antimodernistischer Eliten. Beinahe wie Borderliner suchen sie scheinbar den Rand zum Tode, um sich so noch lebendig zu w&auml;hnen.  Deutsche Unterg&auml;nge sind insofern keine Neuheit. Sarrazin und Trittbrettfahrer sind nicht die Begr&uuml;nder dieser Variante der Apokalypse. Sie sind blo&szlig; die augenblicklich letzten in einer Ahnenreihe traurigen Intellektualismus&rsquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/11\/der-weltuntergang-ist-son-kleister-aus.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Als eine Art Prophet unter den Weltuntergangstheoretikern wird &uuml;brigens vor allem von der Neuen Rechten der Autor und Publizist David P. Goldman gesehen, der auf der Asia Times unter dem viel sagenden Pseudonym &bdquo;Spengler&ldquo; bloggt und schon seit einem gef&uuml;hlten Jahrzehnt vor einer &bdquo;Umvolkung&ldquo; und der demographischen Islamisierung des Abendlandes warnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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