{"id":35725,"date":"2016-11-08T08:30:01","date_gmt":"2016-11-08T07:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725"},"modified":"2016-11-08T08:30:01","modified_gmt":"2016-11-08T07:30:01","slug":"hinweise-des-tages-2748","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h01\">Wahlen in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h03\">&bdquo;Bei Merkel ist nicht eindeutig, was Inszenierung und was &Uuml;berzeugung ist&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h04\">&bdquo;Kein Linker spricht &uuml;ber den Finanzsektor&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h05\">So gef&auml;hrlich ist der deutsche Sparwahn wirklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h06\">T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (3): Verschwiegene Interessenkonflikte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h07\">Schwarzarbeit in Berlin 0 bis 4 Euro Stundenlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h08\">Jobcenter streichen Tausenden die Leistungen komplett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h09\">Steuervorw&uuml;rfe gegen BASF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h10\">Bittners Rezept gegen den Wahnsinn &ndash; Ein Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h11\">Geheimsache Elbphilharmonie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h12\">Korruption in Afrika &ndash; &uuml;ber falsches Schubladendenken und versteckte T&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h13\">Schlager gegen Rechts &ndash; Da muss ich meinen Manager fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h14\">Wenn hessische Unternehmerverb&auml;nde was gegen Langzeitarbeitslosigkeit machen wollen &ndash; und ein &ldquo;Spielhallenverbot f&uuml;r arbeitslose Hartz-IV-Empf&auml;nger&rdquo; herauskommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h15\">Wohin soll das f&uuml;hren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h16\">Willy Wimmer: &bdquo;Wir haben unsere Werte verraten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35725#h17\">Das Allerletzte &ndash; Raus aus Hartz IV mit Heinz Buschkowsky<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen in den USA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bei wem der Aufschwung nicht angekommen ist<\/strong><br>\nDie Europ&auml;er sch&uuml;tteln ungl&auml;ubig den Kopf. Wie kann jemand wie Donald Trump Pr&auml;sidentschaftskandidat werden? Wie kann jemand wie er eine realistische Chance auf das h&ouml;chste Amt der USA haben? Dabei muss man sich nur die US-Wirtschaft anschauen, um das zu verstehen. &bdquo;It&rsquo;s the economy, stupid&ldquo;: Das wusste bereits Bill Clinton und schaffte es mit diesem Wahlspruch ins Wei&szlig;e Haus. Heute steht die US-Wirtschaft eigentlich sehr gut da. Doch die Betonung liegt auf &bdquo;eigentlich&ldquo;.<br>\nDie USA erleben den Zahlen nach einen Aufschwung, die Finanzkrise scheint vergessen. Um 2,9 Prozent ist die US-Wirtschaft im dritten Quartal gewachsen. Die Arbeitslosenquote ist so niedrig, dass manche &Ouml;konomen bereits die Vollbesch&auml;ftigung ausrufen. Und doch hat jemand wie Trump Erfolg. Mit seiner Parole von mehr Protektionismus. Mit seinem Versprechen, um jeden Preis Jobs zur&uuml;ck in die USA zu holen. Mit der Aussicht auf weniger Steuern f&uuml;r Erben und die Abschaffung der Krankenversicherungspflicht.<br>\nDer Grund: Bei vielen Amerikanern kommt der Aufschwung nicht an.<br>\nZwar haben heute sehr viel mehr US-B&uuml;rger einen Job als kurz nach Ausbruch der Finanzkrise. Doch das hei&szlig;t nicht, dass all diese Amerikaner auch eine gut bezahlte Stelle haben. Ein Gro&szlig;teil der neuen Jobs ist im Niedriglohnsektor entstanden, gleichzeitig sind Industriejobs weggefallen. Auch finden viele Menschen nur eine Teilzeitstelle oder schlagen sich als Dauerpraktikanten durch. Etliche haben deshalb Schwierigkeiten, ihre Rechnungen zu bezahlen. In einer Umfrage der  Notenbank Fed gaben k&uuml;rzlich 46 Prozent der Amerikaner an, Probleme zu bekommen, sollten sie unerwartete Ausgaben von 400 Dollar haben. Fast die H&auml;lfte der US-B&uuml;rger hat also nicht genug Geld f&uuml;r den Fall auf der Seite liegen, dass das Auto oder die Waschmaschine kaputtgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/usa-vor-der-wahl-bei-wem-der-aufschwung-nicht-angekommen-ist\/14798496.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Milliard&auml;re die US-Wahl beeinflussen<\/strong><br>\nGeld regiert die Welt. In den USA mischen einflussreiche Spender kr&auml;ftig mit, wenn es gilt, den neuen Pr&auml;sidenten zu bestimmen. Besonders in Swing-States werden die Menschen mit Wahlwerbung bombardiert. Auch 2016 flie&szlig;en Milliarden.<br>\nWenn republikanische Pr&auml;sidentschaftsbewerber in den USA zur Wahl antreten, beeilen sie sich zumeist, die sofortige Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verk&uuml;nden. Warum diese au&szlig;enpolitische Festlegung auf politisch extrem heiklen Terrain, wenn doch W&auml;hler j&uuml;dischen Glaubens f&uuml;r den Wahlsausgang keine signifikante Bedeutung haben? Es geht um das Geld eines Mannes: Sheldon Adelson. Der Milliard&auml;r aus Las Vegas gilt traditionell als der gr&ouml;&szlig;ten Einzelspender des US-Wahlkampfes und sein Geld flie&szlig;t traditionell den Republikanern zu.<br>\nVorausgesetzt, er mag den Kandidaten. Bei Donald Trump hat er ungew&ouml;hnlich lange gez&ouml;gert. Der 83-j&auml;hrige Adelson, dessen Eltern aus dem Zarenreich Russlands in die Vereinigten Staaten geflohen waren, stieg mit erfolgreichen Immobilien- und Kasino-Gesch&auml;ften zum Multi-Milliard&auml;r auf.<br>\nIm Wahlkampf 2016 hat Adelson einen Gro&szlig;teil seines Geldes lange zur&uuml;ckgehalten. Erst eine Woche vor dem Wahltag sp&uuml;lte er weitere satte 25 Millionen US-Dollar in die Kasse der Organisation Future 45 &ndash; eines sogenannten Super-Pacs. Dieser f&auml;llt nicht unter die Spendengesetzgebung und darf somit soviel Geld annehmen, wie er bekommen kann. Nat&uuml;rlich darf er nicht in direkter Verbindung mit einem Kandidaten stehen. Nat&uuml;rlich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/wie-milliardaere-den-us-praesidentschaftswahlkampf-beeinflussen-7131908.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Ayn Rand und der Geist der USA<\/strong><br>\n&ldquo;Altruismus&rdquo;, sprach Rand bei ihrem letzten Vortrag 1981, &ldquo;ist ein monstr&ouml;ser Gedanke und nicht kompatibel mit dem Kapitalismus.&rdquo; Rand hasste den Staat wie jedes Kollektiv. Die kleine Frau mit dem herben Akzent avancierte zur k&auml;ltesten Kriegerin gegen alles Rote und eifrigsten Verfechterin eines entfesselten Kapitalismus. Ronald Reagan war ihr zu lasch. Das Feuilleton kritisierte ihre Mammutwerke als Seifenopern der Propaganda.<br>\nRand selbst hielt ihre Weltsicht des Objektivismus f&uuml;r vollkommen rational. Bald wuchs eine treue Anh&auml;ngerschar heran, die sie mit Vortr&auml;gen begl&uuml;ckte. Bis heute wird die Autorin vom Silicon Valley bis an die Wall Street kultisch verehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ayn-rand-und-der-geist-der-usa-femme-fatale-fuers-kapital.1247.de.html?dram:article_id=368483\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong>  Ein interessanter Beitrag zu einer Ikone der Neoliberalen in den USA. Die Erg&uuml;sse Rands sind deren Heilige Schrift. Obwohl die &bdquo;Philosophie&ldquo; Rands gro&szlig;en Einfluss auf das politische und &ouml;konomische Denken in den USA hat, Steve Jobs nannte sie einmal seine &bdquo;Richtschnur&ldquo;, und obwohl die Gr&uuml;nder von Uber, Paypal und vielen anderen Konzernen gl&uuml;hende Rand-Fans sind, ist Ihre bizarre Gedankenwelt in Europa faktisch unbekannt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Steht der Einmarsch der T&uuml;rkei in den Irak bevor?<\/strong><br>\nDie regierungstreue Presse versucht die t&uuml;rkische Bev&ouml;lkerung nun schon seit Wochen auf die neuen (alten osmanischen) Gebietsanspr&uuml;che der T&uuml;rkei in Griechenland, Bulgarien und vor allem in Nord-Syrien und dem Nord-Irak einzuschw&ouml;ren. Immer wieder kursieren in den Medien Karten der &ldquo;neuen&rdquo; T&uuml;rkei nach der Annexion. Der Lausanner Vertrag, der nach dem 1. Weltkrieg die Grenzen der heutigen T&uuml;rkei bestimmte und damit f&uuml;r die Kemalisten das Fundament der s&auml;kularen Republik T&uuml;rkei legte, wird von Erdogan als Niederlage umgedeutet (Der Traum vom Gro&szlig;t&uuml;rkischen Reich).<br>\nWer denkt, dass dies nur irreale Gro&szlig;machtphantasien bleiben, k&ouml;nnte irren. Denn Erdogan scheint entschlossen, zur Tat zu schreiten. Deswegen sollten bei den Europ&auml;ern, den USA und Russland alle Alarmglocken klingeln.<br>\nGanz aktuell steht der Irak auf der Agenda. Die t&uuml;rkische Regierung ist &uuml;berzeugt davon, dass allein sie in Mosul f&uuml;r Ordnung sorgen k&ouml;nne. Sie wollen unbedingt verhindern, dass das ihrer Meinung nach vom Iran kontrollierte regierte Bagdad die Kontrolle &uuml;ber Mosul erlangt.<br>\nIm Sinne der neoosmanischen Gebietsanspr&uuml;che ist zu bef&uuml;rchten, dass die t&uuml;rkischen Truppen mit ihren Panzern von Silopi gen Mosul marschieren werden, dann &uuml;ber Tel Afar nach Westen bis in das ezidische Shengal-Gebiet, wo sie vermuten, dass dort ein zweites Hauptquartier der PKK entsteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Steht-der-Einmarsch-der-Tuerkei-in-den-Irak-bevor-3457739.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Es ist offensichtlich, dass Erdogan sein Drehbuch zur Machtausweitung von den Nazis &uuml;bernommen hat und Merkel verh&auml;lt sich zu den Machenschaften eines Erdogan, wie einst Chamberlain zu Hitler. Scheinbar ist Erdogan der &ldquo;gute Schurke, denn er ist ja unser Schurke&rdquo;. &ldquo;Putin ist der &ldquo;schlechte Schurke&rdquo;, dem fast alles im Nahen Osten angelastet wird und von der Bundesregierung mit erheblichen Sanktionen belegt wurde, die im Falle Erdogans nur in leeren Worth&uuml;lsen bestehen. Die Bundeswehr wird wieder f&uuml;r einen Grundgesetz widrigen Angriffskrieg Syrien und  zur Kriegsvorbereitung eines NATO-Mitgliedes gegen den Irak missbraucht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Beachtlich ist hier auch die Zur&uuml;ckhaltung der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Man vergleiche einmal deren Rhetorik gegen Putin und Russland mit der Berichterstattung zu Erdogan und seinem agieren im syrischen B&uuml;rgerkrieg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Schlacht um Mossul<\/strong><br>\nDie Vereinten Nationen &auml;u&szlig;ern &ldquo;tiefe Beunruhigung&rdquo; &uuml;ber die steigende Zahl ziviler Todesopfer in der Schlacht um Mossul. Recherchen best&auml;tigen, dass den Luftangriffen der US-gef&uuml;hrten Anti-IS-Koalition auf die Gro&szlig;stadt und ihre Vororte mittlerweile &ndash; wie bef&uuml;rchtet &ndash; zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen sind. So sind am 21. Oktober in einem Dorf nahe der Millionenstadt acht Mitglieder einer Familie bei einer Attacke von US-Bombern get&ouml;tet worden. In die Luftkriegf&uuml;hrung der Anti-IS-Koalition ist die Bundeswehr mit Aufkl&auml;rungs- und Tankflugzeugen involviert. Dar&uuml;ber hinaus sind deutsche Offiziere im Luftwaffenhauptquartier auf dem US-St&uuml;tzpunkt Al Udeid stationiert, das die Luftangriffe auch auf Mossul steuert. Bei Luftoperationen gegen die Stadt, die punktuell bereits seit November 2014 Ziel westlicher Milit&auml;rschl&auml;ge ist, sind in den letzten zwei Jahren laut Recherchen der US-NGO Airwars mehr als 450 Zivilpersonen zu Tode gekommen. Dar&uuml;ber hinaus hat die Anti-IS-Koalition, der Deutschland angeh&ouml;rt, bei ihrer Kriegf&uuml;hrung in Syrien Uranmunition verschossen. Dies best&auml;tigen die US-Streitkr&auml;fte. Uranmunition ist radioaktiv und hochgiftig; in Gebieten, in denen sie eingesetzt wurde, sind schwerste gesundheitliche Sch&auml;den verbreitet.<br>\nDie Vereinten Nationen &auml;u&szlig;ern &ldquo;tiefe Beunruhigung&rdquo; &uuml;ber die steigende Zahl ziviler Todesopfer in der Schlacht um Mossul. J&uuml;ngste Berichte &uuml;ber Zivilisten, die in den K&auml;mpfen umgekommen oder verletzt worden seien, seien h&ouml;chst verst&ouml;rend, erkl&auml;rt die UN-Koordinatorin f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe im Irak, Lise Grande. Grande &auml;u&szlig;ert sich, nachdem die US-gef&uuml;hrte Anti-IS-Koalition ihre Luftangriffe auf Mossul und die umliegenden Orte stark ausgeweitet hat. Vom Beginn der Operationen am 17. Oktober bis einschlie&szlig;lich 1. November h&auml;tten westliche Kampfflieger mindestens 191 Attacken durchgef&uuml;hrt, wird eine Sprecherin des Air Forces Central Command zitiert; allein in den ersten drei Tagen des Angriffs auf Mossul habe man im Durchschnitt alle acht Minuten eine Bombe abgeworfen &ndash; deutlich mehr als in fr&uuml;heren Operationen gegen den IS. In die Luftkriegf&uuml;hrung der Anti-IS-Koalition ist auch die Bundeswehr involviert, die sich mit Aufkl&auml;rungs- und Tankflugzeugen am Kampf gegen Daesh beteiligt. Die deutschen Tornados, die von der t&uuml;rkischen Luftwaffenbasis Incirlik in den Einsatz starten, k&ouml;nnen Bilder aus Mossul und Umgebung liefern. Zudem sind deutsche Offiziere im taktischen US-Luftwaffenhauptquartier auf dem St&uuml;tzpunkt Al Udeid in Qatar stationiert; von dort aus werden alle Luftangriffe der Anti-IS-Koalition gesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59477\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Bei Merkel ist nicht eindeutig, was Inszenierung und was &Uuml;berzeugung ist&ldquo;<\/strong><br>\nPolitker nennen ihre Handlungen oft alternativlos. Die Politikwissenschaftlerin und K&ouml;rber-Preistr&auml;gerin Astrid S&eacute;ville erkl&auml;rt im Interview, warum das der Demokratie schadet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/interview-mit-astrid-seville-zur-tina-rhetorik-14507291.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein erhellendes Interview, das Merkles Politik gut charakterisiert: &bdquo;Hier wird Ideologielosigkeit inszeniert, um ein politisches Projekt durchzusetzen.&ldquo; Wer behauptet Merkel h&auml;tte die Union nach links bewegt oder die Grenz&ouml;ffnung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge sei Merkels tiefgehenden Humanismus geschuldet, ist entweder interessengeleitet oder darf getrost als naiv bezeichnet werden. Merkel geht es um die knallharte Durchsetzung der neoliberalen Agenda im Sinne der herrschenden Eliten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Kein Linker spricht &uuml;ber den Finanzsektor&ldquo;<\/strong><br>\nEin Finanzsektor unter &ouml;ffentlicher Kontrolle und der Erlass aller die Welt dr&uuml;ckenden Schulden &ndash; so will der US-&Ouml;konom Michael Hudson den Finanzkapitalismus &uuml;berwinden. In seinem im November auf Deutsch erscheinenden Buch Der Sektor schreibt er: &bdquo;Wir m&uuml;ssen die unvollendete Revolution des 19. Jahrhunderts durch eine Reform der Finanzm&auml;rkte erg&auml;nzen, um die fortbestehenden Ungerechtigkeiten post-feudaler Landnahme, der Aneignung von Gemeing&uuml;tern und der Schaffung von Monopol-Privilegien zu beseitigen.&ldquo; Hudson wurde 1939 in Minneapolis geboren, dem Herzen der US-Arbeiterbewegung, sein Vater geh&ouml;rte zu den F&uuml;hrern der US-Trotzkisten. Er selbst wurde &Ouml;konom, Wall-Street-Analyst, Regierungsberater in Griechenland, Island, Lettland, China und Fundamentalkritiker des kapitalistischen Finanzsystems. Die Vorhersage von Krisen gilt als seine gr&ouml;&szlig;te St&auml;rke.<br>\nWelche Blase wird als N&auml;chstes platzen?<br>\nIch sehe einen langsamen Abstieg f&uuml;r Europa kommen. Dort kaufen US-Investoren gerade eine Menge Grundbesitz, vor allem in Deutschland. Sie treiben die Mieten hoch, kaufen die Energieversorgung auf. Die USA wollen verhindern, dass Europa im post-sowjetischen Raum investiert. Die Ukraine etwa soll als Investitionsstandort f&uuml;r George Soros freigehalten werden. Es wird keinen pl&ouml;tzlichen Crash geben, es wird eine langsame Entwicklung sein. Solange ihr hier Politiker habt, die sich mehr um Geld aus den USA sorgen als um eigene W&auml;hler, solange die EU statt pro-europ&auml;ischer Wachstumspolitik US-Au&szlig;en-politik betreibt, wird es in diese Richtung gehen. Wenn es mit der Austerit&auml;t in Europa so weitergeht, werdet ihr kr&auml;nker werden, fr&uuml;her sterben und immer h&ouml;here Selbstmordraten haben.<br>\nNa ja. In S&uuml;deuropa gibt es ja nun immerhin ein paar Mitte-links-Regierungen, die f&uuml;r Alternativen zur Austerit&auml;t sorgen k&ouml;nnten.<br>\nNein, k&ouml;nnen sie absolut nicht. Die Politik der sozialdemokratischen Parteien ist das Gegenteil von dem, was sie vor 100 Jahren war. Damals waren sie f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen und den Ausbau der Infrastruktur. Sie wollten Stra&szlig;en oder Gesundheitsversorgung zu geringen Preisen zur Verf&uuml;gung stellen und damit die Wirtschaft konkurrenzf&auml;higer machen. Heute sind doch alle Sozialdemokraten f&uuml;r Privatisierung. Die Linke ist auf die Seite der Rechten gezogen. Sie wurde zu Thatcher auf Steroiden. Es gibt zurzeit keine politische Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lukaslatz\/kein-linker-spricht-ueber-den-finanzsektor\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So gef&auml;hrlich ist der deutsche Sparwahn wirklich<\/strong><br>\nDeutschlands Leistungsbilanz&uuml;berschuss kann dieses Jahr erstmals die Marke von zehn Prozent &uuml;berspringen.<br>\nLangfristig gef&auml;hrden die zu geringen Investitionen den Wohlstand, wenn die Unternehmen im internationalen Wettbewerb zur&uuml;ckfallen sollten. [&hellip;]<br>\nDas Durchbrechen der Marke von zehn Prozent w&auml;re eine neue Dimension &ndash; auf solche Werte kommen &uuml;blicherweise nur Erd&ouml;lexporteure. Berechnet wird die Zahl, indem ein Saldo aus Ein- und Ausfuhren von Waren, Dienstleistungen und Kapital errechnet wird. Erzielt ein Land dabei einen &Uuml;berschuss, hei&szlig;t das, verknappt gesagt, dass es mehr einnimmt, als es verbraucht. Und das wiederum bedeutet, dass es gegen&uuml;ber dem Ausland ein Guthaben hat, das Verm&ouml;gen des Landes im Ausland steigt also. Sprich: Deutschlands B&uuml;rger arbeiten hart, sparen und legen das Verm&ouml;gen dann im Ausland an. [&hellip;]<br>\nDie Kritik, dass Deutschland durch seinen riesigen Leistungsbilanz&uuml;berschuss die Ungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone vergr&ouml;&szlig;ere, greift also nicht mehr. Im Gegenteil: Viele der einstigen Defizitl&auml;nder erzielen inzwischen selbst &Uuml;bersch&uuml;sse, zumeist ebenfalls gegen&uuml;ber dem Nicht-Euro-Ausland. Es bleibt aber die Tatsache, dass die &Uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands auf einen neuen Rekord zumarschieren und die Deutschen damit deutlich unter ihren Verh&auml;ltnissen leben. Doch was treibt sie dazu?<br>\nDas erhellt ein Blick auf die einzelnen Bereiche der deutschen Wirtschaft &ndash; Staat, Unternehmen, Banken und private Haushalte. Dabei zeigt sich, dass sie in den vergangenen 15 Jahren alle den G&uuml;rtel drastisch enger geschnallt haben. Oder wie es der &Ouml;konom Kr&auml;mer ausdr&uuml;ckt: &bdquo;Seit Deutschland im Jahr 2001 zum letzten Mal ein Leistungsbilanzdefizit auswies, haben sie ihre Finanzierungssalden sp&uuml;rbar verbessert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article159324346\/So-gefaehrlich-ist-der-deutsche-Sparwahn-wirklich.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unerwartet, da&szlig; gerade die konservative Welt so klare Worte findet: &ldquo;Deutschland lebt deutlich unter seinen Verh&auml;ltnissen&rdquo; und &ldquo;Verm&ouml;gen im Ausland [&hellip;] kann auch schnell [weg] sein&rdquo; und die krassen Probleme des Leistungsbilanz&uuml;berschusses halbwegs plausibel beschreibt. Bl&ouml;dsinn sind allerdings die Erkl&auml;rungen f&uuml;r den Leistungsbilanz&uuml;berschu&szlig;: &ldquo;Deutschlands B&uuml;rger arbeiten hart, sparen und legen das Verm&ouml;gen dann im Ausland an.&rdquo; Nachdem sie, wie im Artikel beschrieben, den G&uuml;rtel enger geschnallt, sprich immer weniger verdient haben&hellip; &bdquo;Und die Deutschen sparen deshalb mehr als ihre Nachbarn, weil die deutsche Bev&ouml;lkerung schneller altert&ldquo;, glaubt Kr&auml;mer. &ndash; Welche Deutschen? Die Niedrigl&ouml;hner und die Hartz-IV-Betroffenen??? &ldquo;F&uuml;r die Unternehmen verweist Kr&auml;mer hierbei auf [&hellip;] sich verschlechternde Bedingungen in Deutschland aufgrund eines teilweisen Zur&uuml;ckdrehens der schr&ouml;derschen Reformen.&rdquo; &ndash; Die Unternehmen haben bis jetzt wahnsinnig gespart (und sind jetzt Nettogl&auml;ubiger, total verr&uuml;ckt), weil die Arbeitnehmer &ldquo;den G&uuml;rtel enger geschnallt&rdquo; haben, und jetzt sparen sie, weil die L&ouml;hne und die Renten wieder minimal mehr steigen? Logik? Ach ja: der erw&auml;hnte &ldquo;&Ouml;konom Kr&auml;mer&rdquo; ist &ldquo;Chefvolkswirt der Commerzbank&rdquo; und hilft dieser sicher gerne weiter auf dem Weg in den Bankrott.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>T&auml;uschende Wirtschaftsweise 2016 (3): Verschwiegene Interessenkonflikte<\/strong><br>\nAls nach Ausbruch der Finanzkrise herauskam, dass viele der renommierten Wirtschaftswissenschaftler, die vorher f&uuml;r die fatale  Deregulierung der Finanzbranche geworben hatten, sehr viel Geld f&uuml;r Reden und Beratungsleistungen f&uuml;r eben diese Finanzbranche bekommen hatten, erlie&szlig; die international tonangebende American Economic Asssociation Ethikregeln, die von den Mitgliedern verlangen, alle Quellen potenzieller Interessenkonflikte in ihren wissenschaftlichen und Pressever&ouml;ffentlichungen anzugeben. Das deutsche Pendant, der Verein f&uuml;r Socialpolitik (VfS), zog ein paar Jahre sp&auml;ter nach und erlie&szlig; &auml;hnliche Regeln. Schaut man in die Gutachten der &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo;, so sucht man derartige Hinweise auf potentielle Interessenkonflikte der Mitglieder vergeblich. Es gibt auch keinen expliziter Hinweis auf deren Abwesenheit. Dort h&auml;tten insbesondere die folgenden Offenlegungen stehen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen (Formulierungsvorschlag): 1. Der Vorsitzende Christoph M. Schmidt ist Mitglied des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die als gr&ouml;&szlig;te Aktion&auml;rin 23 Prozent der Anteile des Unternehmens ThyssenKrupp AG kontrolliert. Dieses ist ein gro&szlig;er Zulieferer der &Ouml;l- und Gasindustrie und von Windkraftanlagenbauern und k&ouml;nnte insofern ein positives oder negatives Interesse insbesondere an energiepolitischen, aber auch an arbeitsmarktpolitischen und handelspolitischen Aussagen des Sachverst&auml;ndigenrats haben. Schmidt ist des weiteren Vorstandsvorsitzender des Vereins Rheinisch-Westf&auml;lisches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI). Dessen Mitglieder sind insbesondere Wirtschaftsunternehmen der Region, die, gemeinsam mit Unternehmensverb&auml;nden das Lenkungsorgan Verwaltungsrat mehrheitlich besetzen. Im Verwaltungsrat ist F&uuml;hrungspersonal und ehemaliges F&uuml;hrungspersonal der Unternehmen und Verb&auml;nde Commerzbank AG, National-Bank, Sparkasse D&uuml;sseldorf, Signal-Iduna Hochtief AG, Wirtschaftsvereinigung Stahl, IHK-Duisburg und Handwerkskammer D&uuml;sseldorf vertreten. Diese Unternehmen k&ouml;nnten ein positives oder negatives Interesse an bestimmten geld- und zinspolitischen, rentenpolitische, arbeitsmarktpolitischen und allgemein wirtschaftspolitischen Empfehlungen des Sachverst&auml;ndigenrats haben. Christoph Schmidt und das von ihm geleitete Institut RWI haben au&szlig;erdem  in der Vergangenheit eine Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz wissenschaftlich begleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/708-svr-3-interessenkonflikte\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schwarzarbeit in Berlin 0 bis 4 Euro Stundenlohn<\/strong><br>\nDer Backshop nahe dem U-Bahnhof Pankstra&szlig;e ist f&uuml;r Orhan Bayrak und bis zu 20 weitere Bulgaren fast jeden Tag die erste Anlaufstelle. Woche f&uuml;r Woche, von Montag bis Sonnabend, stehen die M&auml;nner ab f&uuml;nf Uhr dort. Der zehn Meter lange Gehweg vor dem Eingang geh&ouml;rt zu Berlins &bdquo;Arbeiterstrichen&ldquo;. Manche nennen diese Orte so und spielen damit auf die Arbeitsbedingungen an. Die M&auml;nner werden hier von T&uuml;rken, Kurden, Arabern, Serben, aber auch Deutschen mit dem Auto eingesammelt und auf Baustellen, in Gartenbetriebe oder zu Umz&uuml;gen mitgenommen. Dort angekommen, werden sie zu Tagel&ouml;hnern in einer Welt, die mit deutschen Gesetzen nichts mehr zu tun hat. Orhan Bayrak und seine &bdquo;Kollegen&ldquo; arbeiten schwarz. Sie werden bar ausgezahlt. Es ist schnell gemachtes Geld, ohne Papiere, ohne Steuern.<br>\nLeichte Arbeit ist es nicht. &bdquo;Wir schuften zw&ouml;lf bis 14 Stunden am Tag. Wenn wir Pause machen, wollen die Chefs, dass wir mit der rechten Hand buddeln und mit der linken unser Brot essen&ldquo;, sagt Bayrak. &bdquo;Am Ende des Tages gehen wir meistens mit 40 bis 60 Euro nach Hause.&ldquo; Auf den Stundensatz gebrochen sind das drei bis vier Euro &ndash; weit unter dem Mindestlohn. Weit unter der Menschenw&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/schwarzarbeit-in-berlin-0-bis-4-euro-stundenlohn\/14800900.html\">tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jobcenter streichen Tausenden die Leistungen komplett<\/strong><br>\nDie Jobcenter haben im ersten Halbjahr 2016 jeden Monat im Durchschnitt rund 7.100 Hartz-Beziehern die Leistungen komplett gestrichen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei diese Zahl um 7,7 Prozent gestiegen, berichtete die &raquo;Bild&laquo; unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Streichung der Leistungen bestanden in der Regel darin, dass die Hartz-Bezieher Arbeitsstellen abgelehnt oder Termine nicht eingehalten h&auml;tten.<br>\nWie das Blatt weiter berichtet, stieg auch die Zahl der so genannten vollsanktionierten Hartz-Empf&auml;nger im ersten Halbjahr 2016 an. Es habe insgesamt 45.267 Hartz-Bezieher gegeben, die wegen wiederholter Verst&ouml;&szlig;e gegen Hartz-Regeln mit zwei oder mehr Sanktionen belegt worden seien. Darunter seien 27.056 Empf&auml;nger mit zwei Sanktionen, 10.824 mit drei Sanktionen, 4183 mit vier Sanktionen und 3204 mit f&uuml;nf oder mehr Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1031255.jobcenter-streichen-tausenden-die-leistungen-komplett.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und das ist verfassungskonform &ndash; insbesondere hinsichtlich von Existenzsicherungen im &ldquo;sozialen Bundesstaat&rdquo; (Art. 20 GG) bzw. &ldquo;sozialen Rechtsstaates&rdquo; (Art. 28 GG)?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuervorw&uuml;rfe gegen BASF<\/strong><br>\nDer Chemiekonzern BASF vermeidet nach Erkenntnissen der Gr&uuml;nen im Europ&auml;ischen Parlament seit Jahren systematisch Steuerzahlungen. Nach einer von der Gr&uuml;nen-Fraktion an diesem Montag ver&ouml;ffentlichten Studie nutzt das Unternehmen gezielt Steuervorteile in einzelnen Mitgliedstaaten.<br>\nBASF bediene sich besonders der &bdquo;Steueroasen&ldquo; Belgien, Malta und den Niederlanden, teilte der Gr&uuml;nen-Parlamentarier Sven Giegold mit. Zwischen den Jahren 2010 und 2014 habe das Unternehmen so 923 Millionen Euro gespart. BASF habe ein &bdquo;perfides System zur Steuervermeidung&ldquo; aufgebaut, kritisierte Giegold.<br>\nDie von ihm beauftragte Studie zeige, dass die bisherigen Ma&szlig;nahmen der EU gegen Steuervermeidung nicht ausreichten. Das Unternehmen<br>\nbetonte in einer ersten Stellungnahme, es habe die Steuergesetze &uuml;berall strikt eingehalten. &bdquo;In allen L&auml;ndern, in denen BASF operativ t&auml;tig ist, zahlt BASF<br>\ndie sich nach jeweiligem Landesrecht ergebenden Steuern&ldquo;, teilte der Konzern mit. Das wird in der Studie auch nicht bestritten.<br>\nGiegold forderte vielmehr f&uuml;r die EU harmonisierte Mindests&auml;tze in der Unternehmensbesteuerung. Nach Erkenntnissen der Studie nutzte das Unternehmen unterschiedliche Anreize im Steuerrecht der drei L&auml;nder.<br>\nIm Zentrum h&auml;tten dabei die Niederlande gestanden, die Eink&uuml;nfte aus Lizenzen und Patenten mit nur f&uuml;nf Prozent besteuern und Dividenden aus konzerninternen Hybridanleihen vollst&auml;ndig steuerfrei stellen. &Uuml;ber das holl&auml;ndische Firmennetz von BASF seien au&szlig;erdem in<br>\nder EU erwirtschaftete Gewinne in niedrig besteuerte Tochtergesellschaften auf Puerto Rico und in der Schweiz transferiert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/studie-der-gruenen-steuervorwuerfe-gegen-basf-14517426.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es nur wiederholen, dies ist nur m&ouml;glich, weil es politisch geduldet wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bittners Rezept gegen den Wahnsinn &ndash; Ein Interview<\/strong><br>\nDer deutsche Schriftsteller und Jurist Wolfgang Bittner, der den Aktivit&auml;ten der USA in Europa kritisch gegen&uuml;bersteht, erz&auml;hlt, warum das Abendland in eine Katastrophe abzugleiten droht.<br>\nKolokol Rossii: Die Hauptidee ihres Buches &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&ldquo; ist, dass sich in Europa die Katastrophe des Jahrhunderts abzeichnet. K&ouml;nnten Sie bitte unseren Lesern, die das Buch noch nicht kennen, erkl&auml;ren, warum Sie die Entwicklung in Europa f&uuml;r katastrophal halten?<br>\nWolfgang Bittner: Theoretisch sind die europ&auml;ischen L&auml;nder souver&auml;ne Staaten. Aber die USA nehmen sehr stark Einfluss auf sie, besonders auf Deutschland. Die USA haben nach wie vor zahlreiche Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte in Europa. Deutschland wird immer mehr zu einem &bdquo;Amerika-Gebiet&ldquo;, und der Einfluss nimmt kontinuierlich zu. Diese Entwicklung legt das Bild eines mit Spinnweben umwobenen Europas nahe, und mitten darin sitzt die Spinne &ndash; die USA. Das ist fatal f&uuml;r Europa. Zurzeit wird &uuml;ber die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens mit den USA verhandelt [Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft &ndash; KR]. Die deutsche Bev&ouml;lkerung ist mehrheitlich dagegen, doch die f&uuml;hrenden Politiker sind daf&uuml;r. Man braucht nat&uuml;rlich Handelsbeziehungen, der Handel sollte aber auf Augenh&ouml;he betrieben werden. Was die USA anbetrifft, so wollen sie offensichtlich &uuml;ber den angestrebten Handelsverbund die Kontrolle &uuml;ber die europ&auml;ische Wirtschaft &uuml;bernehmen. Was da beabsichtigt wird, halte ich f&uuml;r unlauteren Wettbewerb. Schon jetzt machen die USA von ihrer Machtposition Gebrauch und wollen deutsche Unternehmen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hoch bestrafen. So ist gegen die Deutsche Bank eine Strafe von 14 Milliarden Dollar im Gespr&auml;ch, und auch der Volkswagen-Konzern soll Milliardenstrafen und Schadenersatz in zweistelliger Milliardenh&ouml;he wegen &uuml;berschrittener Emissionswertezahlen. Ich habe den Eindruck, dass hier Unternehmen aus Wettbewerbsgr&uuml;nden gesch&auml;digt werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/bittners-rezept-gegen-den-wahnsinn\/\">KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geheimsache Elbphilharmonie<\/strong><br>\nDie Hamburger Elbphilharmonie wird heute teiler&ouml;ffnet. Doch das Geb&auml;ude war deutlich teurer als die von der Stadt genannten 866 Millionen Euro. Denn es gibt noch einen privaten Teil, &uuml;ber den fast nichts bekannt ist. (&hellip;)<br>\nDenn, wor&uuml;ber heute niemand mehr gern spricht: Das Geb&auml;ude ist seit der ersten Entwurfsskizze 2003 als Private-Public-Partnership geplant worden. Die Ursprungsidee war, dass Erl&ouml;se aus dem Bau einer Garage, eines Hotels und von Wohnungen die Konzerts&auml;le weitgehend finanzieren. Tats&auml;chlich baute die Stadt alles auf ihre Rechnung &ndash; bis auf die Wohnungen.<br>\nDiese Wohnungen tauchen in den Senatsdrucksachen nur an Rande auf: Gerade einmal 7,6 Millionen Euro kann die Stadt von den Baukosten abziehen. Diese zahlten die Wohnungsbauer f&uuml;r ihren Anteil am Grundst&uuml;ck an die Stadt. Wieviel aber die Errichtung der Wohnungen konkret kostet, wollen die Erbauer Hochtief und Quantum nicht sagen. &Uuml;ber das erwartete Ergebnis sprechen sie sowieso nicht.<br>\nDie Wohnungen gelten als die teuersten in der Hansestadt. Im Schnitt sind sie 190 Quadratmeter gro&szlig;, der Preis je Quadratmeter soll zwischen 15.000 und 36.000 Euro liegen. Diese Preise will sich Hochtief offenbar durch die Ver&ouml;ffentlichung der Baukosten nicht verderben lassen: &bdquo;Wenn Sie bei einem Bautr&auml;ger eine Wohnung oder ein Haus kaufen, wird er Ihnen auch nicht sagen, welche Kosten er f&uuml;r die Realisierung hatte. Sie zahlen einen verhandelten Marktpreis&ldquo;, teilte ein Hochtief-Sprecher mit.<br>\nRechnerisch ergibt sich aus den bekannten Daten ein Verkaufserl&ouml;s irgendwo zwischen 150 und 300 Millionen Euro. Die Stadt sieht davon keinen Cent. Sie verpachtet lediglich das Hotel f&uuml;r 20 Jahre an die Kette Westin. Das bringt sechs Millionen Euro im Jahr &ndash; oder 120 Millionen &uuml;ber die gesamte Vertragslaufzeit. Gl&uuml;ck f&uuml;r Hochtief: Die Hamburger Immobilienpreise sind seit dem Projektbeginn deutlich gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/dienstleister\/baukosten-hoeher-als-gedacht-geheimsache-elbphilharmonie\/14792022.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sollte sich insbesondere der Hamburger B&uuml;rgermeister, Herr Scholz, nicht mehr Sorgen machen oder macht er bereits jetzt lediglich &bdquo;gute Miene zum b&ouml;sen Spiel&ldquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Korruption in Afrika &ndash; &uuml;ber falsches Schubladendenken und versteckte T&auml;ter<\/strong><br>\nDas bekannteste und am h&auml;ufigsten zitierte Messinstrument f&uuml;r Korruption ist der Korruptionswahrnehmungsindex der NGO Transparency International. Wie der Name schon sagt, wird nicht Korruption direkt gemessen, sondern die Wahrnehmung, die Menschen von der Korruption in einem Land haben. Dabei gibt es zwei grundlegende Probleme:\n<ol>\n<li>Korruption wird nur als Bestechlichkeit von Amtstr&auml;gern und Politikern definiert.<\/li>\n<li>Es sind nicht die B&uuml;rger der jeweiligen L&auml;nder, die befragt werden, sondern haupts&auml;chlich Gesch&auml;ftsleute und (externe) L&auml;nderexperten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Problem dabei ist, dass die wahrgenommene Korruption &bdquo;aufgebl&auml;ht&ldquo; werden kann und somit eventuell viel gr&ouml;&szlig;er gemacht wird, als sie vor Ort ist. Wenn sich befragte Gesch&auml;ftsleute &uuml;ber ihre Erlebnisse in bestimmten L&auml;ndern austauschen und bei der Befragung dann &auml;hnliche Antworten geben, obwohl nur einer von Ihnen im betreffenden Land eine Korruptionserfahrung gemacht hat, dann wird das Problem durch den Wahrnehmungsindex gr&ouml;&szlig;er als es in Wirklichkeit ist. Gleiches gilt f&uuml;r die Medienberichterstattung. Brasilien beispielsweise wird h&auml;ufig als korruptes Land dargestellt. Dementsprechend landete es auf dem Wahrnehmungsindex auf einem schlechten Platz. Ein anderer Index hingegen, das Global Corruption Barometer, befragte Brasilianer &uuml;ber ihre Korruptionserfahrungen. Die Ergebnisse: Nur jeder 25. Brasilianer hat schon einmal Bestechungsgelder bezahlt. Eine Quote, die unter der anderer lateinamerikanischer L&auml;nder und sogar unter der der USA liegt. L&auml;nder, die im Wahrnehmungsindex allerdings besser abschneiden.<br>\nDementsprechend ist anzuzweifeln, ob der Wahrnehmungsindex immer ein korrektes Bild &uuml;ber die Korruptionssituation vor Ort gibt und inwiefern die Menschen vor Ort von Korruption betroffen sind. Sogar viele Mitarbeiter und L&auml;ndergruppen von Transparency International lehnen den Index aus diesem Grund mittlerweile ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2016\/11\/07\/korruption-in-afrika-ueber-falsches-schubladendenken-und-versteckte-taeter\/\">zebralogs<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schlager gegen Rechts &ndash; Da muss ich meinen Manager fragen<\/strong><br>\nUdo Lindenberg wirft Helene Fischer vor, sie sage nichts zur politischen Situation. Das zu tun ist aber auch ein Gesch&auml;ftsmodell.Demn&auml;chst wird Udo Lindenberg als &bdquo;D&uuml;sseldorfer des Jahres&ldquo; geehrt. Das tut dieser Stadt am Rhein gut, auf den 5. Dezember, den Tag der Ehrung, freut sich der Einvernommene sehr. Im Interview mit der Rheinischen Post, dem Zentralorgan der nordrhein-westf&auml;lischen Landeshauptstadt, verbreitet der geb&uuml;rtige Gronauer viel gute Laune &ndash; wird dann aber auch b&ouml;se.<br>\nSeiner Kollegin Helene Fischer n&auml;mlich macht er den Vorwurf, sie sage, anders als Udo Lindenberg und viele andere aus seinem Milieu, nichts zur aktuellen politischen Situation: &bdquo;Wenn mehr Leute was machen, sich positionieren w&uuml;rden, auch aus der Schlagerecke. Wenn von Helene Fischer auch mal ein Statement k&auml;me gegen Rechtspopulismus. Aber es gibt viele, die &auml;u&szlig;ern sich prinzipiell gar nicht, die sagen, wir sind reine Entertainer.&ldquo; Und f&uuml;hrt dann noch die &ndash; klassische &ndash; Riege jener an, die, was die Statement-Aussagerei anbetrifft, es Lindenberg gew&ouml;hnlich gleichtun: Herbert Gr&ouml;nemeyer, BAP &amp; Niedecken, die Toten Hosen, Jan Delay oder Clueso.<br>\nAllerdings geht der Vorwurf ins Leere &ndash; denn sich zum Guten, Wahren &amp; Sch&ouml;nen, also zum klassischen linken und alternativen Welthaltungsprogramm zu bekennen, mag auch eine krasse Herzenssache sein, aber: Es geh&ouml;rt mit zum Gesch&auml;ftsmodell. Jeder Musiker, jede Musikerin verkauft nicht nur Noten und Texte, sondern auch sich selbst. Menschen, die, wie es so unsch&ouml;n hei&szlig;t, &bdquo;f&uuml;r etwas einstehen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5352791\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn hessische Unternehmerverb&auml;nde was gegen Langzeitarbeitslosigkeit machen wollen &ndash; und ein &ldquo;Spielhallenverbot f&uuml;r arbeitslose Hartz-IV-Empf&auml;nger&rdquo; herauskommt<\/strong><br>\nUnd besonders zu beklagen ist die Tatsache, dass mit solchen Vorschl&auml;gen wie einem &ldquo;Spielhallenverbot f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger&rdquo; und den mit diesem Vorschlag ausgel&ouml;sten Assoziationen bei vielen Menschen, die nur das lesen oder h&ouml;ren, eine hoch problematische Entwicklung bef&ouml;rdert wird, die bereits in dem Beitrag Irrungen und Wirrungen der Diskussion &uuml;ber &ldquo;den&rdquo; Arbeitsmarkt, &ldquo;die&rdquo; Arbeitslosen &ndash; und nat&uuml;rlich darf &ldquo;die&rdquo; Armut nicht fehlen vom 7. April 2015 angesprochen wurde &ndash; mit erschreckenden Zahlen aus einer Studie:<br>\nIm Jahr 2014 wurde die die folgende Studie ver&ouml;ffentlicht: Andreas Zick und Anna Klein: Fragile Mitte &ndash; Feindselige Zust&auml;nde. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2014. Bonn 2014.<br>\nIn der Zusammenfassung dieser Studie findet man eine Abbildung mit der Darstellung der Zustimmungswerte zu einzelnen Facetten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist in der Gesellschaft und deren Teilgruppen weit verbreitet. Schaut man sich die konkreten Auspr&auml;gungen innerhalb der Bev&ouml;lkerung genauer an, dann &uuml;berraschen auf den ersten Blick sicher nicht solche Anteilwerte: 44 Prozent hinsichtlich der Abwertung asylsuchender Menschen oder 26,6 Prozent hinsichtlich der Abwertung von Sinti und Roma. Das was irgendwie zu erwarten. Aber dass der absolute Spitzenreiter hinsichtlich der Abwertung einer Gruppe mit 47,8 Prozent die langzeitarbeitslosen Menschen betrifft, wird sicher viele &uuml;berraschen und erschrecken. Anders ausgedr&uuml;ckt: Nach dieser Studie sind es die langzeitarbeitslosen Menschen, denen die meisten Abwertung und Abneigung entgegenschl&auml;gt &ndash; noch vor den Asylsuchenden oder den Sinti und Roma. Das ist ein ersch&uuml;tterndes Ergebnis. Es verdeutlicht, wie weit fortgeschritten und radikalisiert das ist, was als Individualisierung, Personalisierung und Moralisierung von Arbeitslosigkeit bezeichnet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/11\/240.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wohin soll das f&uuml;hren?<\/strong><br>\nKann die SPD noch leidenschaftlich sein? In Gro&szlig;britannien schaffte es der faltige Jeremy Corbyn, als Labour-Chef zum Star einer neuen linken Generation zu werden; bei den US-Vorwahlen bejubelten Tausende junge Amerikaner den Demokraten Bernie Sanders, wenn er &uuml;ber seine Ideen f&uuml;r eine gerechtere Welt sprach. Beiden gelang, was der Partei von Sigmar Gabriel schon lange nicht mehr gegl&uuml;ckt ist: Politik mit Emotionen zu verbinden, mit Herzensthemen und Begeisterung.<br>\nIn der SPD haben sie Corbyn und Sanders zun&auml;chst etwas ratlos zugeschaut. Nun aber glaubt die Parteispitze, selbst ein leidenschaftliches Thema gefunden zu haben: Wie halten wir&rsquo;s mit Russland? Diese Frage soll den Wahlkampf 2017 pr&auml;gen. Wegen Syrien. Wegen der Ukraine. Wegen der zunehmenden Angst vieler Deutscher, die Krisen an Europas R&auml;ndern k&ouml;nnten sich ins Zentrum des Kontinents verlagern. Ein Drittel der Deutschen f&uuml;rchtet einer aktuellen Umfrage zufolge einen Krieg mit Russland.<br>\nAuch deshalb wollen sich die Sozialdemokraten im kommenden Wahlkampf &ndash; das ist in der SPD-Spitze verabredet &ndash; als &ldquo;Friedenspartei&rdquo; pr&auml;sentieren. Und das hei&szlig;t: Nein zu neuen Sanktionen gegen Russland, Nein zu einer versch&auml;rften Konfrontation mit Wladimir Putin, Ja zu weiteren Gespr&auml;chen. Damit will man sich von Angela Merkel und der CDU abgrenzen. Dass die SPD mit dieser Strategie auch Putin-freundliche Wutb&uuml;rger von links wie rechts ansprechen d&uuml;rfte, ist Teil des Plans. Nur erwischen lassen wollen sich die Sozialdemokraten dabei nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/46\/spd-wahlkampf-friedenspartei-russland-annaeherung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kaum k&ouml;nnte die SPD-Spitze planen, zumindest in Wahlkampfzeiten eine Ann&auml;herung an Russland zu wagen, wird schon der m&ouml;gliche Versuch in Mi&szlig;kredit gebracht. Die SPD k&ouml;nne so &ldquo;auch Putin-freundliche Wutb&uuml;rger von links wie rechts ansprechen&rdquo;. Das ist ein Indiz f&uuml;r die Atlantik-N&auml;he der &ldquo;Zeit&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Fraglich ist, ob diese &ldquo;Wutb&uuml;rger&rdquo; sich wirklich so von der SPD ansprechen lassen. Scheinbar w&auml;re es der &ldquo;Zeit&rdquo; lieber, diese W&auml;hlerschaft macht ihr Wahlkreuz bei der AfD, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Willy Wimmer: &bdquo;Wir haben unsere Werte verraten&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Staatssekret&auml;r und Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer (CDU) geht mit der Politik der Europ&auml;ischen Union hart ins Gericht. Gleichzeitig macht er die Westm&auml;chte f&uuml;r die schlechter gewordenen Beziehungen zu Russland verantwortlich. Am Dienstagabend (19 Uhr) referiert der 73-J&auml;hrige im Parlament der DG. Im Vorfeld f&uuml;hrte das GrenzEcho mit ihm ein Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/161108_GrenzEcho.pdf\">GrenzEcho<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte &ndash; Raus aus Hartz IV mit Heinz Buschkowsky<\/strong><br>\nDer ehemalige Bezirksb&uuml;rgermeister von Berlin-Neuk&ouml;lln und SPD-Politiker Heinz Buschkowsky soll kommendes Jahr Experte in einer RTL-Doku-Show rund um Hartz IV werden. In der Sendung sollen Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind, 25.000 Euro auf einen Schlag bekommen und versuchen, auf eigenen Beinen zu stehen, teilte der TV-Sender am Samstag mit. Zusammen mit zwei weiteren Experten, die bislang noch unbekannt sind, soll Buschkowsky die betroffenen Familien beraten. &bdquo;Zahltag &ndash; Ein Koffer voller Chancen&ldquo; soll ab 2017 bei RTL zu sehen sein.<br>\nBuschkowsky soll auch bei der Auswahl der Kandidaten beteiligt sein, hie&szlig; es weiter. Das Startkapital bek&auml;men nur Familien, die &bdquo;eine realistische Chance auf Erfolg&ldquo; h&auml;tten, so der Sender. Dabei seien &bdquo;Motivation, psychische Verfassung und die pers&ouml;nliche Vision der Familien&ldquo; entscheidend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/medien\/article158979555\/Raus-aus-Hartz-IV-mit-Heinz-Buschkowsky.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sozialdarwinismus als Volksbelustigung. Geht es noch zynischer und menschenverachtender? So l&auml;sst sich eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber die zunehmende soziale Polarisierung auch konterkarieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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