{"id":35776,"date":"2016-11-11T08:43:05","date_gmt":"2016-11-11T07:43:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776"},"modified":"2016-11-11T09:43:48","modified_gmt":"2016-11-11T08:43:48","slug":"hinweise-des-tages-2751","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h01\">US-Wahl: Eine Niederlage f&uuml;r den Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h02\">Good Morning America -how are you?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h03\">Wer die Trump-W&auml;hler als dumm beschimpft, banalisiert ihre Frustration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h04\">Democrats, Trump, and the Ongoing, Dangerous Refusal to Learn the Lessons of Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h05\">Das Weltbild der anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h06\">Bernie Sanders bietet Trump Hilfe an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h07\">Kann Mike Pence Trump bremsen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h08\">Wagenknecht &uuml;ber Deutschland nach der USA-Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h09\">ARD: Auch wir lagen daneben &ndash; warum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h10\">Pr&auml;sidentschaftswahl in den USA: Wir tragen Trauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h11\">Sicherheitskreise: Moskau kann Bundestagswahl beeinflussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h12\">Geostrategisches Spielfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h13\">Der Streit um CETA ist l&auml;ngst noch nicht beigelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h14\">Die Sekte der &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h15\">DGB-Index Gute Arbeit 2016: Digitalisierung braucht Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h16\">Wie du mir, so ich dir<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h17\">Reich wird man nicht, reich bleibt man<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h18\">Hessisches Finanzgericht best&auml;tigt Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h19\">Querfront jetzt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35776#h20\">Das Letzte: Endlich mal wieder eine gro&szlig;e Mauer &ndash; HeidelbergCement will vom Trump-Sieg profitieren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Wahl: Eine Niederlage f&uuml;r den Journalismus<\/strong><br>\nDas Entsetzen &uuml;ber Trumps Sieg zeigt, dass der Journalismus in den USA wie in Deutschland den Kontakt zur Gesellschaft verliert. Ein offener Blick auf die Gr&uuml;nde des Volkszorns tun not, kommentiert EurActivs Medienpartner &bdquo;WirtschaftsWoche&ldquo;.<br>\n&bdquo;Im Moment sind die Menschen hier in einer Schockstarre&hellip;.&ldquo;, sagte die USA-Korrespondentin des Nachrichtensenders N-TV am Morgen nach der Wahl Donald Trumps zum n&auml;chsten amerikanischen Pr&auml;sidenten. &Auml;hnlich h&auml;tte man vermutlich auch die Stimmung in Deutschland beschreiben k&ouml;nnen.  Zumindest im unmittelbaren Umfeld derjenigen Menschen, die &uuml;ber Wahlen berichten, wird das auch zutreffend sein. Aber die Aussage der NTV-Journalistin ist nat&uuml;rlich trotzdem falsch. Denn &bdquo;die Menschen&ldquo; in Amerika haben bekanntlich Trump gew&auml;hlt. Und diese Menschen freuen sich vermutlich &ndash; oder empfinden zumindest Genugtuung. Vermutlich auch ein gar nicht so unbetr&auml;chtlicher Teil der Deutschen, der Franzosen und anderer Nationen.<br>\nGerade wir Journalisten k&ouml;nnen oder wollen dieses Wahlergebnis kaum fassen. Vermutlich auch, weil wir zwar &uuml;ber Trump schreiben, aber kaum jemals mit seinen Anh&auml;ngern sprechen. F&uuml;r franz&ouml;sische Journalisten und den Front National gilt das &auml;hnlich wie f&uuml;r deutsche und die AfD. In westlichen Gesellschaften hat sich ein Graben aufgetan und die gro&szlig;e Mehrheit der Journalisten steht auf derselben Seite &ndash; da wo auch die politischen Eliten stehen. Diese Diskrepanz zwischen dem medialen Urteil und der Wahlentscheidung der Mehrheit der Amerikaner ist ein wichtiger Teil des Ereignisses, dessen Zeugen wir geworden sind. Vielleicht ber&uuml;hrt es sogar dessen Kern. Ein Kollege vom &bdquo;Stern&ldquo; schreibt: &bdquo;Offensichtlich blicken wir, die liberalen Eliten, es schlicht nicht mehr. &hellip; Der Siegeszug der Populisten zeigt, dass sich die politische Tektonik verschoben hat, ohne dass wir es mitgekriegt oder auch nur um Ansatz begriffen h&auml;tten.&ldquo; Da hat der Kollege zweifellos recht. Nicht nur das politische, sondern auch das publizistische Establishment hat offensichtlich den Draht zu einem gro&szlig;en Teil der Gesellschaft verloren. In Amerika ist es, wie diese Nacht gezeigt hat, die Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-aussenpolitik\/news\/us-wahl-eine-niederlage-fuer-den-journalismus\/?nl_ref=24567926\">Euractiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dies ist ein kluger Artikel, den zu lesen lohnt. Der Autor Ferdinand Knau&szlig; spricht von einem &bdquo;Mangel an grundlegendem Selbstzweifel und Bereitschaft zur offenen Selbstkritik innerhalb dieser Eliten. Und als ein Teil dieser selbstunkritischen Eliten erscheint auch der mediale Komplex.&ldquo; <\/em><br>\n<em>Richtig, der Mangel an Selbstzweifel und die Flucht in den gemeinsamen Bunker sind wie der rote Faden der fortlaufenden Kommentierungen und Berichterstattung zur Wahl in den USA. Keine Distanz, keinerlei Selbstkritik &ndash; mit Ausnahme von Kleinigkeiten wie der Fehleinsch&auml;tzung der Meinungsforschung und ihrer Nutzung durch die Medien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Good Morning America &ndash; how are you?<\/strong><br>\nAmerika hat gew&auml;hlt und die Linke ist geschockt. Nur wenige haben diesen Ausgang prognostiziert oder erwartet. Die Reaktionen sind &ndash; mit Verlaub &ndash; zwischen Betroffenheit und Zorn, politisch zumeist erb&auml;rmlich.<br>\nNein, die Linke muss nicht noch einmal feststellen und erkl&auml;ren, dass Trump ein Rassist, ein Sexist, ein Betr&uuml;ger, ein brutaler Kapitalist und ein Demagoge ist.<br>\nNein, die Linke muss nicht erkl&auml;ren, wie furchtbar sie dieses Ergebnis findet, wie viele Gefahren drohen, wie verzerrend das amerikanische Wahlrecht ist und alles Weitere.<br>\nDie Linke, allen voran die europ&auml;ische Sozialdemokratie, wenn sie etwas verstehen will, muss sich die Frage stellen, was das f&uuml;r ihre eigene Politik bedeutet. In Europa und in Amerika. Und dies ohne falsche R&uuml;cksichtnahme.<br>\nDeshalb ein paar kritische Fragen:<br>\nGlaubten die Demokraten und die Hillary Clinton-Anh&auml;nger*innen wirklich, nachdem sie Sanders von vorne bis hinten blockiert, betrogen, beschimpft hatten, dass (gerade seine jungen) W&auml;hler*innen, wie die Schafe brav dem Aufruf folgen, HC zu w&auml;hlen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/andrea.ypsilanti.3\/posts\/797427243731983\">Andrea Ypsilanti auf Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer die Trump-W&auml;hler als dumm beschimpft, banalisiert ihre Frustration<\/strong><br>\nTats&auml;chlich ist es nicht leicht, der W&auml;hlerschaft von Donald Trump einheitliche Motive zuzuschreiben. Es ist vor allem deshalb schwer, weil Trump selbst ein B&uuml;ndel von Widerspr&uuml;chen ist. &hellip; An ihrem Ende st&auml;nde aber blo&szlig; die Einsicht, dass es eben auf Stimmigkeit gar nicht ankommt, weder Trump selbst noch seinen W&auml;hlern.<br>\nWer es ihnen verargt, sollte zuvor einen Moment lang nachdenken, welche Lehrst&uuml;cke an Stimmigkeit die angeblich Guten zuletzt aufgef&uuml;hrt haben. Weltweit haben sich die Sozialdemokratie und die &bdquo;liberals&ldquo; als Arbeitsgruppe &bdquo;Umverteilung nach oben&ldquo; bekanntgemacht, weltweit der Konservatismus als Verein zum Abnicken jedweder technokratischen Reform, weltweit der Liberalismus als Interessengemeinschaft Verm&ouml;gensbesitz. Besonders amerikanische W&auml;hler durften durchaus den Eindruck haben, dass zuletzt und seit Jahrzehnten die soziale Ungleichheit wie die Plutokratie unter jeder &bdquo;Administration&ldquo; wuchs, ganz gleich, welcher Partei sie zugeh&ouml;rte. Den W&auml;hlern ihre Unbildung vorzuhalten, lenkt davon ab, dass die Bereitschaft, von Trumps Redensarten nicht mehr als krasse Unterhaltung zu verlangen, auf Erfahrungen mit den Redensarten der anderen beruht und auf Erfahrungen mit der Wirklichkeit, die diesen Redensarten folgte.<br>\nDer Einwand, Trump selbst sei doch der gr&ouml;&szlig;te Phrasendrescher, Teil der Plutokratie und bestimmt niemand, der sich in sozialen Fragen festbei&szlig;en wird, verf&auml;ngt nicht. Denn er trifft zwar zu, sieht aber dar&uuml;ber hinweg, wie wenig es bei dem Willen, den Eliten einen Denkzettel zu verpassen, darauf ankommt, was und ob &uuml;berhaupt etwas auf dem Denkzettel steht. Das galt f&uuml;r den Brexit, das gilt jetzt f&uuml;rs Wei&szlig;e Haus. Unfassbare Dummheiten, die sich eine W&auml;hlerschaft aber herausnimmt, die unter dem Eindruck steht, andere als krasse und dann eben auch krass t&ouml;richte Botschaften dr&auml;ngen gar nicht mehr nach oben durch. Nichts individualisiert so sehr wie Widerstand gegen das Unab&auml;nderliche.<br>\nJe mehr also Politik den Leuten einredet, es gehe gar nicht anders, und je mehr sie zugleich dauernd etwas anderes macht und sich das als Pragmatismus zuguteh&auml;lt, desto mehr werden W&auml;hler zur Anh&auml;ngerschaft von etwas Irrationalem bereit sein<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/motive-der-donald-trump-waehler-beschimpfer-irren-sich-14520799.html\">J&uuml;rgen Kaube in der FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Democrats, Trump, and the Ongoing, Dangerous Refusal to Learn the Lessons of Brexit<\/strong><br>\nThe parallels between the U.K.&rsquo;s shocking approval of the Brexit referendum in June and the U.S.&rsquo; even more shocking election of Donald Trump as president last night are overwhelming. Elites (outside of populist right-wing circles) aggressively unified across ideological lines in opposition to both. Supporters of Brexit and Trump were continually maligned by the dominant media narrative (validly or otherwise) as primitive, stupid, racist, xenophobic, and irrational. In each case, journalists who spend all day chatting with one another on Twitter and congregating in exclusive social circles in national capitals &mdash; constantly re-affirming their own wisdom in an endless feedback loop &mdash; were certain of victory. Afterward, the elites whose entitlement to prevail was crushed devoted their energies to blaming everyone they could find except for themselves, while doubling down on their unbridled contempt for those who defied them, steadfastly refusing to examine what drove their insubordination. (&hellip;)<br>\nPut simply, Democrats knowingly chose to nominate a deeply unpopular, extremely vulnerable, scandal-plagued candidate, who &mdash; for very good reason &mdash; was widely perceived to be a protector and beneficiary of all the worst components of status quo elite corruption. It&rsquo;s astonishing that those of us who tried frantically to warn Democrats that nominating Hillary Clinton was a huge and scary gamble &mdash; that all empirical evidence showed that she could lose to anyone and Bernie Sanders would be a much stronger candidate, especially in this climate &mdash; are now the ones being blamed: by the very same people who insisted on ignoring all that data and nominating her anyway.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/11\/09\/democrats-trump-and-the-ongoing-dangerous-refusal-to-learn-the-lesson-of-brexit\/\">Glenn Greenwald<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Glenn Greenwald: Why Did Trump Win? Blame the Failed Policies of the Democratic Party<\/strong><br>\nAs President-elect Donald Trump heads to the White House to meet with President Obama today, many in the media establishment are wondering how data journalism&rsquo;s predictions of this election were so wrong. As early as Tuesday morning, many media outlets, including The New York Times, were predicting Hillary Clinton had over an 80 percent chance of winning the presidency. Those predictions evaporated as soon as the poll numbers began rolling in Tuesday night. For more on the failures of data journalism and the Democratic Party, we speak with the Pulitzer Prize-winning journalist Glenn Greenwald, one of the founding editors of The Intercept. His most recent piece is headlined &ldquo;Democrats, Trump, and the Ongoing, Dangerous Refusal to Learn the Lesson of Brexit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2016\/11\/10\/glenn_greenwald_why_did_trump_win?utm_source=Democracy+Now%21&amp;utm_campaign=9b66ad43de-Daily_Digest&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_fa2346a853-9b66ad43de-191712725\">Democracy Now!<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Weltbild der anderen<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Amerikaner funktioniert der &bdquo;American Dream&ldquo; nicht mehr. Linke, Privilegierte und Gebildete seien schuld daran. Stimmt das?<br>\nNichts emp&ouml;rt mich so sehr wie die Emp&ouml;rung selbst. Ich sehe das Entsetzen in den Gesichtern verbl&uuml;ffter Politiker, in ihrer Selbstzufriedenheit gest&ouml;rte Journalisten, best&uuml;rzte Eliten und m&uuml;rrische Pseudoliberale. Sie k&ouml;nnen nicht glauben, dass das System, das f&uuml;r sie bisher funktioniert hat, sich &auml;ndern k&ouml;nnte. Denn sie verstehen nicht, dass die Welt f&uuml;r viele Menschen anders aussieht als f&uuml;r sie.<br>\nHaben sie wirklich erwartet, dass Leute, die ein halbes Jahrhundert die Kosten eines globalen Neoliberalismus getragen haben, der sich als Sozialdemokratie tarnt und das Banner der Menschenrechte hochh&auml;lt, um Ausbeutung, Korruption und Gier zu verbergen, sich nicht wehren w&uuml;rden? K&ouml;nnen gebildete Menschen tats&auml;chlich von der vollkommenen Absage an ein System &uuml;berrascht sein, das vor allem ihnen selbst Vorteile verschafft?<br>\nWenn die Verwunderung der Politiker, Experten und Pressesprecher echt ist, dann ist die Entfremdung von denen, die sie repr&auml;sentieren sollen, wirklich be&auml;ngstigend: Es zeigt ihre absolute Ignoranz gegen&uuml;ber Menschen, mit der sie ihre Welt teilen m&uuml;ssen. Diese Menschen, die wir als h&auml;ssliche Karikaturen der Dummheit und Wut darstellen, k&ouml;nnen nicht so einfach zur&uuml;ckgewiesen werden, wie wir es gerne h&auml;tten. Sie haben eine Stimme &ndash; und Demokratie bedeutet, dass die genauso wertvoll und wichtig ist wie unsere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Trumps-Wahlerfolg-bei-Unterschichten\/!5353396\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bernie Sanders bietet Trump Hilfe an<\/strong><br>\nMit seiner Banken-Kritik und der Forderung nach h&ouml;herem Mindestlohn machte Bernie Sanders in den Vorwahlk&auml;mpfen Hillary Clinton das Leben schwer. Jetzt will der Demokrat Trump helfen, stellt aber Bedingungen. [&hellip;]<br>\nDer demokratische Senator aus Vermont stellte mit Blick auf den Wahlkampf fest, dass Trump offenbar den Nerv der unzufriedenen Mittelklasse getroffen habe, die sich in einer Abw&auml;rtsbewegung befinde. Diese sehr breite Schicht sei ern&uuml;chtert von den etablierten Politikern und Medien.<br>\nDer 75-J&auml;hrige stellte aber auch klar: Wenn Trump mit seiner rassistischen, sexistischen und wenig gr&uuml;nen Politik fortfahre, werde er ihn energisch bek&auml;mpfen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-wahl-2016-bernie-sanders-bietet-donald-trump-hilfe-an-a-1120638.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kann Mike Pence Trump bremsen?<\/strong><br>\n&ldquo;Christ, Konservativer, Republikaner, in dieser Reihenfolge&rdquo; &ndash; so beschreibt Mike Pence sich selbst. Was sagt das &uuml;ber den k&uuml;nftigen US-Vizepr&auml;sidenten? Kann er Donald Trumps Korrektiv sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mike-pence-kann-der-vizepraesident-donald-trump-bremsen-a-1120471.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie weit will SPIEGEL Online eigentlich noch sinken? <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Mike_Pence\">Mike Pence<\/a> ist ein radikaler evangikaler Christ, den man mit Fug und Recht als religi&ouml;sen Extremisten und reaktion&auml;ren Hardlinder bezeichnen kann. Er ist Abtreibungsgegner, lehnt die Gleichberechtigung homosexueller Lebenspartnerschaften ab, bevorzugt eine ultra-wirtschaftsliberale Finanz- und Wirtschaftspolitik, ist ein Anh&auml;nger des Patriot Acts und einer interventionistischen Au&szlig;enpolitik. Dieser Mann soll Trump &bdquo;bremsen&ldquo;? Bei was &uuml;berhaupt? Man kann nur hoffen, dass Trump seine Amtszeit &uuml;berlebt. Ein Pr&auml;sident Mike Pence w&auml;re n&auml;mlich eine echte Herausforderung f&uuml;r die Welt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wagenknecht &uuml;ber Deutschland nach der USA-Wahl<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble ist angesichts der Wahl von Donald Trump in den USA sehr besorgt &ndash; auch in Hinblick auf die Situation bei uns. In der Bild-Zeitung schreibt er: &sbquo;Demagogischer Populismus ist nicht nur ein Problem Amerikas. Auch anderswo im Westen sind die politischen Debatten in einem besorgniserregenden Zustand.&lsquo; Diese Reaktion war zu erwarten. Wieder einmal soll alles haupts&auml;chlich eine Frage des Diskurses, der Vermittlung oder von mangelnder Transparenz sein. Ich frage mich: Warum nur ist es so schwer zu begreifen, dass schlechte Politik durch &sbquo;Erkl&auml;ren&lsquo; nicht besser wird? Immer mehr Menschen machen in Deutschland leidvolle und entw&uuml;rdigende Erfahrungen mit Hartz IV. Viele sp&uuml;ren jeden Monat von Neuem, dass ihr Lohn zum Leben kaum reicht und sie k&ouml;nnen sich ausrechnen, dass sie sp&auml;ter nur eine Armutsrente zu erwarten haben. Diese und unz&auml;hlige andere soziale Ungerechtigkeiten kann man durch Erkl&auml;rungen nicht wegreden. F&uuml;r mich ist klar: N&ouml;tig ist eine grundlegend andere Politik, die sich an den sozialen Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung orientiert statt an den Interessen von Superreichen und Konzernen. Eine Politik, die Besch&auml;ftigte nicht wehrlos macht wie die Agenda-Gesetze, sondern die sie sch&uuml;tzt, im Konflikt mit der Kapitalseite st&auml;rkt und ihrem Leben Sicherheit gibt. Daf&uuml;r werde ich weiter Druck machen. F&uuml;r ein gutes Leben f&uuml;r uns alle mit guter Arbeit, guten L&ouml;hnen und guter Rente!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>ARD: Auch wir lagen daneben &ndash; warum?<\/strong><br>\nDer Erfolg von Donald Trump l&auml;sst sich auf einen Satz reduzieren: Die eine H&auml;lfte der amerikanischen Gesellschaft hat Sorgen und &Auml;ngste, die die andere H&auml;lfte nicht nur nicht hat, sondern auch nicht zur Kenntnis nimmt &ndash; im Kern die Angst vor (weiterem) sozialen Abstieg. (&hellip;) Weil diese Gruppen so weit auseinanderleben, dass sie sich im Alltag niemals begegnen, waren sich die amerikanischen Mainstream-Medien todsicher, dass jemand wie Trump nicht Pr&auml;sident werden kann. Und auf diese Erkenntnis haben auch wir weitgehend unsere Einsch&auml;tzungen gest&uuml;tzt. Peter Thiel, der Gr&uuml;nder des Bezahldienstes Paypal, hat es wunderbar auf den Punkt gebracht: Die Journalisten haben Trump beim Wort genommen, aber ihn nicht ernst. Seine W&auml;hler haben ihn ernst genommen, aber nicht beim Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/uswahl\/schoenenborn-umfragen-usa-101.html\">J&ouml;rg Sch&ouml;nenborn auf tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> ARD-Moderator und Wahlexperte Sch&ouml;nenborn bringt es auf den Punkt: Der eine Teil des Landes hat Sorgen, welche der andere Teil schlicht nicht zur Kenntnis nimmt. Es handelt sich also im Kern auch um einen Mangel an Empathie. Dieser Mangel hat nat&uuml;rlich etwas mit dem herrschenden Wirtschaftssystem und der Ideologie des maximalen Egoismus zu tun. Erkennen kann man den Empathiemangel (bei vielen Journalisten der Leitmedien, die sich im Fall der US-Wahl nun so vergallopiert haben) auch an der oft anzutreffenden erstaunlichen Arroganz. Das sind zwei Seiten der gleichen Medaille: &Uuml;berheblichkeit und sich nicht einf&uuml;hlen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in den USA: Wir tragen Trauer<\/strong><br>\nMenschenrechte, Umweltschutz, Weltpolitik: In einem Anfall geistiger Umnachtung hat Amerika seine Werte weggeworfen. Wie sollen wir das unseren Kindern erkl&auml;ren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-11\/praesidentschaftswahl-usa-donald-trump-werte-trauer\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Begreift die Dame nicht, dass es genau diese arrogante Haltung der Intellektuellen und Literaten ist, die Trump zum Sieg verholfen hat? Der Text zeigt in welcher Scheinwelt Groff offenbar lebt. Will sie suggerieren, dass mit Clinton die USA augenblicklich das Paradies auf Erden geworden w&auml;ren? Kein Wort, dass Clinton als US-Au&szlig;enministerin die Hauptverantwortung f&uuml;r die Bombardierung Libyens und das, aus dem Sturz Gaddafis resultierenden, bis heute anhaltenden Chaos in diesem Land tr&auml;gt, f&uuml;r die Anzettelung des syrsichen B&uuml;rgerkriegs, f&uuml;r die Drohnenangriffe mit unz&auml;hligen zivilen Opfern, f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung Saudi-Arabiens und dessen Verwicklung in den blutigen B&uuml;rgerkrieg im Jemen. Wer nicht nur die deutsche L&uuml;ckenpresse zum US-Wahlkampf gelesen hat, sondern auch US-amerikanische Quellen, der h&auml;tte wissen k&ouml;nnen wie gro&szlig; der Hass auf Clinton in den USA ist, die dort z.B.  als &ldquo;Wall Street Queen&rdquo; bezeichnet wird und das ist noch eines der freundlichen Pejorative.<\/em><\/p>\n<p><em>Das &ldquo;Qualit&auml;tsblatt&rdquo; ZEIT kann noch ein Dutzend solcher Texte bringen, aber Trump ist nun einmal gew&auml;hlt und zwar in einer freien und demokratischen Wahl. Aber Wahlen gelten bei der Zeit aber offenbar nur als demokratisch legitimiert, wenn der\/die Kandidatin gew&auml;hlt wurde, der den Zeit-Redakteuren passt.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie schon an anderer Stelle geschrieben, hat die Maschinerie der Meinungsmache in USA das erste mal nicht mehr funktioniert, das ist es, was die &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; der Zeit wahrscheinlich so wurmt. Erheben sie und ihre Kollegen der anderen deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; doch den Anspruch dar&uuml;ber zu bestimmen wer in Deutschland Bundeskanzler wird und wer nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sicherheitskreise: Moskau kann Bundestagswahl beeinflussen<\/strong><br>\nRussische Geheimdienste k&ouml;nnten nach Einsch&auml;tzung deutscher Sicherheitsbeh&ouml;rden die Bundestagswahl im kommenden Jahr durch Cyber-Angriffe beeintr&auml;chtigen. Das berichtet die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Woche&ldquo; (Freitag). Auch Sabotage-Akte gegen die kritische Infrastruktur in Deutschland wie etwa die Strom- und Wasserversorgung gelten als m&ouml;glich.<br>\n&bdquo;Die Cyber-Operationen der russischen Geheimdienste haben eine hohe Durchschlagskraft. Deshalb ist die Bedrohung sehr gro&szlig;&ldquo;, zitiert die F.A.Z. Woche aus den Sicherheitskreisen. Die Einmischung der russischen Geheimdienste in den amerikanischen Wahlkampf habe gezeigt, dass Russland seine Cyber-Attacken strategisch sehr genau plaziere. Das k&ouml;nne auch in Deutschland passieren. Die Hemmschwelle Russlands, auch massive Angriffe auszuf&uuml;hren, wird als niedrig eingesch&auml;tzt: &bdquo;Die jetzige politische F&uuml;hrung in Moskau kennt da nur ganz wenige Grenzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/cyber-angriff-aus-russland-bei-bundestags-wahl-befuerchtet-14521606.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Mein Gott, was f&uuml;r billige Propaganda. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich wundere mich ja, dass noch kein Journalist auf die Idee gekommen ist, den Trump-Sieg zu einem Ergebnis russischer Hacker zu machen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Geostrategisches Spielfeld<\/strong><br>\nSeit mehr als f&uuml;nf Jahren wird in Syrien ein brutaler Stellvertreterkrieg ausgetragen. Die Golfstaaten und ihre westlichen Verb&uuml;ndeten zielen auf eine Zerschlagung der Arabischen Republik.<br>\nDer Krieg in Syrien befindet sich in seinem sechsten Jahr. Die Schlagzeilen werden gegenw&auml;rtig von K&auml;mpfen in und um Aleppo bestimmt. Genauer gesagt von dem, was im Osten der Stadt und in ihrem &ouml;stlichen Umland geschieht. Wenig erf&auml;hrt man &uuml;ber die Akteure des Krieges, &uuml;ber deren Ziele und Hinterm&auml;nner. Wie sieht es im Rest des Landes aus? Welche Folgen haben die Wirtschaftssanktionen, die die USA und die Europ&auml;ische Union gegen Syrien verh&auml;ngt haben? Wie leben die Syrer, und was tun sie, um der Gewalt in ihrem Land zu begegnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-11\/054.php\">Karin Leukefeld in der jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Streit um CETA ist l&auml;ngst noch nicht beigelegt<\/strong><br>\nJetzt ist die Tinte trocken. Die Regierungschefs haben das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen unterschrieben. Noch vor wenigen Tagen w&auml;re CETA fast im Papierkorb gelandet. Das wallonische Regionalparlament drohte der EU, das Abkommen scheitern zu lassen, wenn nicht nachgebessert w&uuml;rde. Das Veto der Wallonie stand stellvertretend f&uuml;r den millionenfachen europ&auml;ischen Protest gegen die EU-Handelspolitik. Die regierenden wallonischen Sozialisten konnten in harten Nachverhandlungen wichtige Zugest&auml;ndnisse erreichen. Belgien beh&auml;lt sich vor, aus CETA auszusteigen, sollte das Abkommen zu sozialen, &ouml;konomischen oder &ouml;kologischen Verwerfungen f&uuml;hren. Zudem macht Belgien nur mit, wenn es keine Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne gibt.<br>\nDer wallonische Ministerpr&auml;sident Paul Magnette wurde wegen seiner kritischen Haltung gegen&uuml;ber CETA als Totengr&auml;ber Europas verunglimpft. Der Widerstand der belgischen Provinz war aber nur die Quittung f&uuml;r die wilhelminische Geheimdiplomatie der EU-Kom-mission. Jahrelang wollte Br&uuml;ssel nicht dar&uuml;ber reden, wor&uuml;ber verhandelt wird. Aus gutem Grund. Der ehemalige EU-Kommissionspr&auml;sident Manuel Barroso und der fr&uuml;here kanadische Staatschef Stephen Harper lie&szlig;en sich die Agenda ihrer neoliberalen Handels-politik von internationalen Konzernen und Wirtschaftsverb&auml;nden diktieren. Erst als der &ouml;ffentliche Protest wuchs und Hacker die Geheimniskr&auml;merei ad absurdum f&uuml;hrten, sah sich Br&uuml;ssel gezwungen, sein Verhandlungsmandat offenzulegen und einen handverlesenen Personenkreis &uuml;ber die aktuellen Verhandlungsst&auml;nde zu informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2016\/ausgabe-07\/gesellschaft\/meinung\/seite-15\/A0\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Sekte der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDie &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo; sprechen gerne vom Wettbewerb. Nur f&uuml;r sie selbst gilt das nicht. Sie kennen nur eine Theorie, die Neoklassik, mit der sie das herrschende System absichern, sagt die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann im Interview mit Jens Wernicke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/293\/die-sekte-der-oekonomen-3989.html\">Kontext-Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>DGB-Index Gute Arbeit 2016: Digitalisierung braucht Regeln<\/strong><br>\nDer DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann und der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, haben heute in Berlin den neuen DGB-Index Gute Arbeit 2016 vorgestellt. F&uuml;r den Bericht haben rund 9740 Besch&auml;ftigte ihre Arbeitsbedingungen und speziell die Auswirkungen der Digitalisierung bewertet.<br>\n&bdquo;Die Digitalisierung versch&auml;rft derzeit ein Problem, auf das die Gewerkschaften seit langem hinweisen: die zunehmende Arbeitsintensit&auml;t und der damit einhergehende Druck und Stress&ldquo;, sagte DGB-Vorsitzender Hoffmann. &bdquo;Rund 82 Prozent der Befragten gaben bei unserer Umfrage an, dass die Digitalisierung ihren Berufsalltag pr&auml;gt &ndash; durch E-Mails, Smartphones, computergesteuerte Produktions- und Terminplanung. Und fast jeder Zweite gab an, dass dadurch die Arbeitsbelastung zugenommen hat. Grund daf&uuml;r d&uuml;rfte auch sein, dass sie selten mitbestimmen d&uuml;rfen, wann und wie neue Technologien eingesetzt werden. Diese Ergebnisse best&auml;tigen unseren Handlungsauftrag: Die Digitalisierung braucht Regeln, damit die Technik dem Menschen dient und nicht der Mensch der Technik. Eine umfassende Arbeitszeiterfassung geh&ouml;rt dazu, ebenso wie ein Mitbestimmungsrecht des Besch&auml;ftigten &uuml;ber seine Arbeitszeit. Es wird h&ouml;chste Zeit, neue Regeln zu finden. Denn sonst verspielen die Arbeitgeber einen gro&szlig;en Vertrauensvorschuss, den die Umfrage ebenfalls gezeigt hat: Eine deutliche Mehrheit der Besch&auml;ftigten sieht die eigene Arbeit als wichtigen Beitrag f&uuml;r den Betrieb und die Gesellschaft, 86 Prozent identifizieren sich mit ihren Aufgaben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++fee6478a-a68c-11e6-b286-525400e5a74a%20\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie du mir, so ich dir<\/strong><br>\nIn der Rentendebatte jammert die Junge Union dar&uuml;ber, dass ihre Generation ausgebeutet werde, weil sie immer mehr Alte finanzieren m&uuml;sse. Dabei ist f&uuml;r die Rente nicht der demografische Wandel entscheidend, sondern die Zukunft der Arbeit.<br>\nLiebe Parteifreunde von der Jungen Union!<br>\nDiesen Brief schreibt ein alter Opa, der sich um seine politischen Enkel sorgt. So zuverl&auml;ssig, wie an Silvester um Mitternacht die Glocken l&auml;uten, erklingt auf jedem Deutschlandtag der Jungen Union das Totengl&ouml;cklein der Rentenversicherung. Zur Totenliturgie geh&ouml;rt, nachdem die Litanei von den Grenzen der Belastbarkeit und der Ausbeutung der Jungen durch die Alten gebetet worden ist, der Ruf nach einer grundlegend neuen Rentenpolitik &ndash; so weit, so gewohnt!<br>\nIch rate meinen Parteifreunden von der Jungen Union allerdings, sich mit den Elementargesetzen humaner Generationsverh&auml;ltnisse vertraut zu machen, bevor sie nach einem revolution&auml;ren neuen Rentenkonzept suchen, das alle Probleme l&ouml;sen soll.<br>\nEs kann in Berlin regieren, wer will, und selbst dann, wenn die Welt zum zweiten Mal erfunden w&uuml;rde: Immer &ldquo;bezahlen&rdquo; die Jungen f&uuml;r die Alten. Das war schon im Neandertal so und wird selbst dann noch so sein, wenn wir demn&auml;chst den Mars besiedeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/45\/rente-junge-union-finanzierung-generationen\/komplettansicht\">Norbert Bl&uuml;m in Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Reich wird man nicht, reich bleibt man<\/strong><br>\nSohn oder Tochter zu sein, ist besser als jeder Beruf, um reich zu werden. Das zeigen die Daten. Einige j&uuml;ngere Studien &uuml;berraschen jetzt aber mit ihrer Eindeutigkeit: Reichtum wird noch st&auml;rker vererbt, als bisher angenommen &ndash; und zwar &uuml;ber Jahrhunderte hinweg. Das hei&szlig;t: Wer reich ist, bleibt reich, auch ganz ohne eigene Leistung.<br>\nDeutlich wird das etwa am Beispiel Italien, wo die beiden Italiener Guglielmo Barone und Sauro Mocetti zur Vererbung von Reichtum geforscht haben. Die wohlhabendsten Familien von heute haben dort allesamt Vorfahren, die bereits vor 600 Jahren zu den reichsten Familien geh&ouml;rten. Sie untersuchten im Auftrag der Banca D&lsquo;Italia den Reichtum in der Stadt Florenz seit dem Jahr 1427.  Denn seit damals wurden in der ehemaligen Wirtschaftsmacht die Steuern akribisch aufgezeichnet. Und sie kamen zu dem bemerkenswerten Ergebnis:<br>\n&bdquo;Die Spitzenverdiener von heute standen bereit vor sechs Jahrhunderten an der Spitze der sozio&ouml;konomischen Leiter.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/reich-wird-man-nicht-reich-bleibt-man\/\">Kontrast-Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hessisches Finanzgericht best&auml;tigt Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac<\/strong><br>\nGemeinn&uuml;tziges zivilgesellschaftliches Engagement schlie&szlig;t politisches Handeln nicht aus<br>\nAttac ist gemeinn&uuml;tzig. Das politische Engagement gegen die neoliberale Globalisierung steht seiner Gemeinn&uuml;tzigkeit nicht entgegen. Das hat das Hessische Finanzgericht in Kassel am heutigen Donnerstag entschieden. Die Richter gaben damit der Klage von Attac gegen das Finanzamt Frankfurt statt. Dieses hatte dem Netzwerk im April 2014 die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen mit der Begr&uuml;ndung, es sei zu politisch. Eine Revision lie&szlig;en die Richter nicht zu.<br>\nIn ihrer Urteilsbegr&uuml;ndung folgen die Richter der Argumentation des Attac-Netzwerks, dass das Gesetz, die Abgabenordnung, gemeinn&uuml;tzigen Vereinen nicht grunds&auml;tzlich politische Aktivit&auml;ten verbietet. Dem Gesetzgeber sei es lediglich darum gegangen, eine (indirekte) F&ouml;rderung politischer Parteien auszuschlie&szlig;en.<br>\nAusschlaggebend f&uuml;r die Gemeinn&uuml;tzigkeit eines Vereins sei die Frage, ob er die in seiner Satzung benannten Zwecke verfolgt. Die Richter betonten, dass politische Aktivit&auml;ten einer Gemeinn&uuml;tzigkeit nicht entgegenstehen, sofern sie im Gesamtkontext eines gemeinn&uuml;tzigen Zwecks stehen und eingebettet sind in ein umfassendes Informationsangebot.<br>\nGemeinn&uuml;tzige Zwecke wie Bildung, die F&ouml;rderung des demokratischen Staatswesens oder V&ouml;lkerverst&auml;ndigung seien dabei ohne Einflussnahme auf die politische Willensbildung kaum zu verfolgen. Insbesondere die gemeinn&uuml;tzigen Zwecke der Bildung (die auch politische Bildung umfasst) und der F&ouml;rderung des demokratischen Staatswesens seien weiter zu fassen, als es das Finanzamt vertrete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/hessisches-finanzgericht-bestaetigt-gemeinnuetzigkeit-von-attac\/\">attac<\/a>\n<p><strong>Dazu: Attac doch gemeinn&uuml;tzig<\/strong><br>\nAttac erringt vor Gericht einen Erfolg: Nach einem Urteil des Hessischen Finanzgerichts arbeitet die globalisierungskritische Organisation doch gemeinn&uuml;tzig. Das Frankfurter Finanzamt hatte dies verneint.<br>\nJuristischer Erfolg f&uuml;r die Globalisierungskritiker von Attac: Das Frankfurter Finanzamt hatte der Organisation 2014 die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen, weil Attac zu politisch sei. Das Hessische Finanzgericht in Kassel entschied am Donnerstag jedoch, dass Attac in seiner Satzung und seiner Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung gemeinn&uuml;tzig arbeite. Eine Revision lie&szlig; es nicht zu.<br>\n&ldquo;Das Urteil ist eine Ohrfeige f&uuml;r das Finanzamt und ein Sieg f&uuml;r die Zivilgesellschaft&rdquo;, sagte Attac-Sprecherin Frauke Distelrath. Attac-Anwalt Till M&uuml;ller-Heidelberg hatte argumentiert, dass laut Gesetz nur Parteipolitik von der Gemeinn&uuml;tzigkeit ausgeschlossen sei. &ldquo;Politische Arbeit geh&ouml;rt zwingend zur Gemeinn&uuml;tzigkeit&rdquo;, sagte er. Auch Vereine wie die Arbeiterwohlfahrt oder der Bund f&uuml;r Umwelt- und Naturschutz (BUND) w&uuml;rden politische Forderungen stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/gerichtsurteil-attac-doch-gemeinnuetzig,1472596,34927652.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Querfront jetzt!<\/strong><br>\nAuch Nazis m&ouml;chten nicht immer alleine spielen &ndash; deshalb versuchen manche, sich &uuml;ber Themen wie Globalisierungskritik, Frieden, Tierschutz oder schlechtes Wetter in Aktionen und Publikationen der liberalen und linken Aktiven einzuschleichen, diese Schufte. Allerdings sind die Hintergedanken der Braun-Nationalen die von vorgestern, wenn auch aktuell eingef&auml;rbt. Es geht ihnen um Macht und Gehorsam, Gefolgschaft und Nation, um Rassismus, Antisemitismus und Homophobie.<br>\nDie Querfronten dieser Tage verlaufen anders und viel erfolgreicher, auch wenn die gegens&auml;tzlichen Ideologien auf der Hand liegen und geblieben sind. Wo sollten sie auch hin? Nehmen wir das christliche Abendland mit seinen wertvollen Werten auf der einen und die eher bei Allah angesiedelten Demokratiefeinde am Bosporus auf der anderen Seite. Gemeinsam stehen sie in der ff-Freiheits-Front der Nato &ndash; das Gute gegen das B&ouml;se, samt Bruderkuss und Waffensegen. Oder schauen wir aufs operationale Grenz- und K&uuml;stenwachsystem Frontex: Die ungarischen Nationalisten am Ruder, die auf Radio Maria h&ouml;renden Polen auf der Kommandobr&uuml;cke, die deutschen Sozialdemokraten backbord, um gemeinsam und auf hoher See die Menschenrechte zu versenken. Die Frontex-Kooperation klappt vorz&uuml;glich. Au&szlig;er den &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; meckert auch keener, dass die Querfront den mitten auf dem Meer aufgefischten Fl&uuml;chtlings-Menschen das Recht kapert, einen Asylantrag zu stellen. Sie d&uuml;rfen auch nicht zur&uuml;ckgeschoben werden, wenn&rsquo;s nach einem Rechtsgutachten des europ&auml;ischen Zentrums f&uuml;r Menschenrechte (ECCH) geht und wenn ihnen Verfolgung oder Misshandlung droht. F&uuml;rs gute Gelingen schickt Lothar de Maizi&egrave;re gerade ein Sto&szlig;gebet nach noch weiter oben: die Frommen unter sich.<br>\nNun wollen wir aber anstelle der Chicago-Boys (Querfront CIA\/Pinochet) fairerweise die Querfront in Nicaragua nicht auslassen: Die ex-linksrevolution&auml;re Familie Ortega hat sich, vereinfacht gesagt, die Macht mit den Ex-Contras geteilt und mit ihnen eben die demokratischen Wahlen gewonnen. Zu ihrem Privateigentum geh&ouml;rt die halbe Regierung ebenso wie gro&szlig;e fr&uuml;here Staatsg&uuml;ter oder die wichtigsten Medien des Landes. &ldquo;Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht&rdquo;, ruft da meine Omi Glimbzsch aus Zittau in den Wald, und die Ehefrau des Revoluzzers, Rosario Murillo, wird Vizepr&auml;sidentin. Es lebe die sandinistische Revolution &ndash; oder jedenfalls ihre Querfront.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/kolumne\/293\/querfront-jetzt-3979.html\">Kontext-Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: Endlich mal wieder eine gro&szlig;e Mauer &ndash; HeidelbergCement will vom Trump-Sieg profitieren<\/strong><br>\nHeidelbergCement -Chef Bernd Scheifele kann dem Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Pr&auml;sidentschaftswahl auf den zweiten Blick positive Seiten abgewinnen. Kurzfristig werde die Unsicherheit von Investoren gro&szlig; sein und bis zum kommenden Jahr einen Bremseffekt auf die amerikanische Wirtschaft haben, sagte Scheifele am Mittwoch. &ldquo;Mittelfristig bin ich positiv gestimmt.&rdquo; Es sei damit zu rechnen, dass der Staat unter Trump mehr in Infrastruktur investieren und f&uuml;r Besch&auml;ftigung sorgen werde. Sollte Trump tats&auml;chlich die Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen lassen, k&ouml;nnte HeidelCement als Lieferant in Texas und Arizona davon profitieren.<br>\nF&uuml;r den Dax-Konzern ist Nordamerika &ndash; einschlie&szlig;lich Kanada &ndash; ein wichtiger Markt mit einem Umsatzanteil von einem Viertel. Sollte der Dollar angesichts der Unsicherheit an den Weltfinanzm&auml;rkten steigen, h&auml;tte der Zement- und Betonhersteller auch W&auml;hrungsgewinne. &ldquo;Das sp&uuml;lt ordentlich in die Kasse&rdquo;, sagte Scheifele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/artikel\/a-1120551.html\">Manager Magazin<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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