{"id":35788,"date":"2016-11-11T16:07:39","date_gmt":"2016-11-11T15:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788"},"modified":"2016-11-11T16:07:39","modified_gmt":"2016-11-11T15:07:39","slug":"hinweise-des-tages-ii-272","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h01\">Angela Merkel nach der US-Wahl &ndash; Die Mediatorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h02\">Donald Trump&rsquo;s transition team is assembling like a super-lobbyist Voltron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h03\">Falken, Buddys, Spin-Doktoren &ndash; Mit dieser Truppe will Trump regieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h04\">A!155 &ndash; Blasenplatzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h05\">Ein Pr&auml;sident Trump schockt sie weniger als Clinton<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h06\">Warum Trumps Sieg eine Chance f&uuml;r die Linke ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h07\">Mitschwimmen im liberalen Mainstream?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h08\">Warum die Deutschen die &bdquo;Trumpflation&ldquo; f&uuml;rchten m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h09\">Das erledigen die Klickarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h10\">Wenn du arm bist, musst du fr&uuml;her sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h11\">Studie: Digitalisierung sorgt f&uuml;r Stress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h12\">Mindestlohn-Ausnahme f&uuml;r Langzeitarbeitslose wird selten genutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h13\">Atomwaffen: Abr&uuml;stung und Abschreckung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h14\">Berufsverbot f&uuml;r Erdogan-Kritiker? Der Fall Kerem Schamberger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h15\">Sach-Walter Steinmeier: Not my President<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h16\">Die USA vermissen 17 Atombomben. Mindestens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h17\">Killerspiele beim Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35788#h18\">Bildung okkupieren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angela Merkel nach der US-Wahl &ndash; Die Mediatorin<\/strong><br>\nDie Bedeutung der Kanzlerin steigt: Sie muss die EU zusammenhalten, Putin und Erdo&#287;an kontern &ndash; und Donald Trump einhegen[&hellip;]<br>\nNun, da Barack Obama bald schon Vergangenheit sein wird und ein unkalkulierbarer Egomane das Wei&szlig;e Haus &uuml;bernimmt, wer bleibt da noch? Der Sozialist Fran&ccedil;ois Hollande k&auml;mpft in Frankreich gegen die Rechtspopulistin Le Pen und um seine politische Zukunft. Die Konservative Theresa May ist in Gro&szlig;britannien mit dem Brexit und seinen Folgen besch&auml;ftigt. Und Justin Trudeau, der jugendlich wirkende Kanadier, spielt nicht in der Gewichtsklasse Merkels.<br>\nMerkel, die die Weltb&uuml;hne im Laufe ihrer Kanzlerschaft zunehmend f&uuml;r sich entdeckt hat, r&uuml;ckt also in der internationalen Bedeutung nach oben, sie wird immer mehr zu der Frau, die M&auml;nner wie Putin oder Erdo&#287;an kontern muss. Und sie ist eine entscheidende Figur, wenn es darum geht, das zerstrittene Europa zu einen. [&hellip;]<br>\nMerkel setzte sich in der EU daf&uuml;r ein, Russland mit Sanktionen zu belegen. Sie gilt zudem als eine der wenigen, die mit Putin Tacheles reden kann, ohne allzu starke Abwehrreflexe des starken Mannes im Kreml zu erzeugen. W&uuml;rde sich pl&ouml;tzlich ein US-Pr&auml;sident mit Putin verb&uuml;nden, w&uuml;rde das ein komplexes Gleichgewicht torpedieren. Z&ouml;gen sich die USA noch weiter aus der Rolle der weltweit agierenden Schutzmacht zur&uuml;ck, m&uuml;sste Europa &ndash; allen voran Deutschland &ndash; aufr&uuml;sten. Merkel wird wissen, wie umstritten ein solcher Kurs bei den friedliebenden Deutschen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5355716\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir wissen ja aus unz&auml;hligen taz-Artikeln, dass man dort ein politisches System, in dem ein starker Mann seinen &bdquo;Machtanspruch&ldquo; offen auslebt, &bdquo;faschistisch&ldquo; ist. Das trifft auf Russland, die T&uuml;rkei und nun auch auf die USA zu. Was haben wir da doch f&uuml;r ein Gl&uuml;ck, dass Angela Merkel eine Frau ist! Die taz r&auml;t ihr nun, den &bdquo;auf unvorhergesehene Weise [angebotenen] Machtanspruch&ldquo; zu nutzen und Deutschland als F&uuml;hrer Europas zur Supermacht aufzubauen, die Russland und die T&uuml;rkei kontert und die USA einhegt. Und da sage noch mal wer, Nationalchauvinismus sei keine Sache der taz. Ok, bei der taz hei&szlig;t es nicht &bdquo;Nationalchauvinismus&ldquo;. Beim ehemals linken Alternativmedium geht es darum, &bdquo;unsere Werte&ldquo; offensiv zu verteidigen &hellip; gegen drei Regierungen, die (noch trifft dies auch auf die T&uuml;rkei zu) zweifelsohne demokratisch legitimiert sind. Die linksliberalen Vordenker aus der Rudi-Dutschke-Stra&szlig;e ma&szlig;en sich also an, besser zu wissen, was f&uuml;r die Russen, T&uuml;rken und Amerikaner besser ist, als diese V&ouml;lker selbst. Na dann. Germans to the front! Die neue Achse des B&ouml;sen steht. Und einen treuen Verb&uuml;ndeten hat die taz auch schon. Wie kaum anders zu erwarten verortet auch der SPIEGEL die neue Achse des B&ouml;sen in Moskau-Ankara-Washington &hellip;<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid #ccc\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/16111111_01_spon.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Donald Trump&rsquo;s transition team is assembling like a super-lobbyist Voltron<\/strong><br>\nDonald Trump has assembled a team of advisors to help him staff his administration and plot policy going forward. Many members of the team working on economic policy are lobbyists, despite Trump&rsquo;s repeated promises to &ldquo;drain the swamp&rdquo; if elected.<br>\nThese advisors will assemble the ranks of officials who will attempt to make Trump&rsquo;s campaign vision, however blurry, a policy reality. But the president-elect lacks the deep network of experts that often accompany a candidate to office, so he is filling the vacuum with a who&rsquo;s-who of corporate attorneys and bankers. In the process, these advocates will put themselves in the best position to have access to officials when they are doing government business.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/qz.com\/834333\/donald-trumps-transition-team-is-assembling-like-a-super-lobbyist-voltron\/\">Quartz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Falken, Buddys, Spin-Doktoren &ndash; Mit dieser Truppe will Trump regieren<\/strong><br>\nSie haben ihm zum Sieg verholfen, nun hoffen sie auf Belohnung: Donald Trumps wichtigste Berater und Unterst&uuml;tzer d&uuml;rften bald wichtige Posten in Washington erhalten. Wer ist wer?<br>\n<img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid #ccc\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161111_02_spon.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-mit-dieser-truppe-will-er-regieren-a-1120734.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Anders als Quartz (s.o.) macht sich SPIEGEL Online gar nicht erst die M&uuml;he, ernsthaft &uuml;ber die Personalien im Umfeld einer kommenden Trump-Regierung zu recherchieren. Nein, lieber Veit Medick; nein, lieber Roland Nelles. Mit wem Trump regieren will, ist noch vollkommen offen. Und das man u.a. bar jedes Zusammenhangs Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und den rechten Blogger Steve Bannon gleich mal in &bdquo;Trumps Stab&ldquo; mit aufnimmt, hat mit Journalismus &uuml;berhaupt nichts mehr zu tun. Was SPIEGEL Online sich vom ersten Tag bis heute bei der Berichterstattung zum US-Wahlkampf geleistet hat, ist blamabel und l&auml;dt nur noch zum fremdsch&auml;men ein. Da braucht man sich dann auch nicht mehr zu wundern, wenn die Leute sich von den Mainstream-Medien abwandern. Alternativen sind ja bereits vorhanden. Z.B. &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>A!155 &ndash; Blasenplatzen<\/strong><br>\nWir schauen uns einmal im Kreis durch die Medienwelt der Wahlnacht. Unsere Reflexion kommt Dienstag, dann auch mit allen wichtigen Leseempfehlungen, Denkhilfen und anderer Ablenkungen von der Medienapokalypse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aufwachen-podcast.de\/2016\/11\/11\/a155-blasenplatzen\/\">Aufwachen!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der &bdquo;Aufwachen!&ldquo; Podcast von Thilo Jung (Jung &amp; Naiv) und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Schulz_(Journalist)\">Stefan Schulz<\/a> hat sich seit &uuml;ber einem Jahr als &ndash; m.E. mit gro&szlig;em Abstand &ndash; beste Informationsquelle &uuml;ber den US-Wahlkampf herausgestellt. Danke daf&uuml;r! Wenn auch Sie Freude an Podcasts und Zeit genug f&uuml;r die teils doch sehr, sehr langen Folgen haben, dann ist dies ein guter Tipp f&uuml;r sie. <\/em><\/p>\n<p><em>Gute Informationen zum US-Wahlkampf gab es &uuml;brigens auch immer wieder <a href=\"https:\/\/blog.fefe.de\">von Fefe<\/a>. Wer braucht da eigentlich noch SPIEGEL Online?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Pr&auml;sident Trump schockt sie weniger als Clinton<\/strong><br>\nGabriele Krone-Schmalz war langj&auml;hrige Moderatorin bei der ARD und als Korrespondentin in Moskau. Wir sprachen mit ihr dar&uuml;ber, was von der k&uuml;nftigen Au&szlig;enpolitik des neu gew&auml;hlten US-Pr&auml;sidenten Donald Trump zu erwarten ist. [&hellip;]<br>\nFrau Krone-Schmalz, die meisten Menschen waren von dem Ausgang der Pr&auml;sidentenwahl in den USA v&ouml;llig &uuml;berrascht. Sie auch?<br>\nGabriele Krone-Schmalz: Auch wenn sich das jetzt &uuml;berheblich anh&ouml;rt: nein. Es passt irgendwie zum Brexit. Da habe ich auch damit gerechnet, dass das rauskommen k&ouml;nnte.<br>\nUnd warum?<br>\nKrone-Schmalz: . . . weil ich denke, dass Stimmungen in der Bev&ouml;lkerung &ndash; um es b&ouml;se zu sagen &ndash; arrogant ignoriert werden. Das war auch heute in der Berichterstattung wieder zu sehen. Alle echauffieren sich dar&uuml;ber, wie man nur &bdquo;so bl&ouml;de sein kann&ldquo;, jemanden wie Trump zu w&auml;hlen. Wissen Sie, wenn ich &bdquo;Russland verstehen&ldquo; als Motiv habe, ist die Betonung nicht auf Russland, sondern auf verstehen. Und ich denke, es w&auml;re hilfreich, wenn man auch Amerika verstehen und das Augenmerk darauf richten w&uuml;rde, wie es in dem Land aussieht. Vor der Wahl wurde zum Beispiel intensiv dar&uuml;ber berichtet, wie f&uuml;rchterlich arm weite Teile der Bev&ouml;lkerung sind. Also: Mal verstehen, was in der Gesellschaft abgeht. Dann kann man dieses Wahlergebnis &ndash; ob man das gut findet oder nicht &ndash; anders einsortieren und als Basis daf&uuml;r nutzen, intelligente Antworten zu finden. &hellip;<br>\nAus alledem entnehme ich: Ein Pr&auml;sident Trump schockiert Sie nicht mehr, als das eine Pr&auml;sidentin Clinton getan h&auml;tte.<br>\nKrone-Schmalz: Nein, wirklich nicht. Mich schockiert etwas ganz anderes, und nicht nur mit Blick auf die USA. Ich finde es bedenklich, wenn sich irgendwo Mehrheiten finden, die man nicht erwartet h&auml;tte, wie arrogant das auch in unserem Gewerbe kommentiert wird. So nach dem Motto: &bdquo;Die sind alle bl&ouml;d.&ldquo; Ob das in England ist mit den Brexit-Bef&uuml;rwortern, in Frankreich mit (der Front National-Chefin) Marie Le Pen, oder bei uns mit der AfD &ndash; man sollte vielleicht einmal untersuchen, welche Rolle die Medien dabei spielen. &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/ein-prasident-trump-schockt-sie-weniger-als-clinton-1.5609985\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum Trumps Sieg eine Chance f&uuml;r die Linke ist<\/strong><br>\nEine ehrliche Bewertung der Wahl von Donald Trump zum 45. Pr&auml;sidenten der USA muss einem als Linken, Europ&auml;er und wom&ouml;glich auch Internationalisten schwerer fallen als man dies erwarten oder sich zugestehen m&ouml;chte. Grund daf&uuml;r ist die Diskrepanz zwischen der rituellen Betroffenheit, die das links-liberale Lager heute weltweit zur Schau stellte, und einer schlichten Erkenntnis: Mit Trump wird wenig schlechter werden als dies unter einer Pr&auml;sidentin Hillary Clinton der Fall gewesen w&auml;re. Was, das muss explizit dazugesagt werden, nicht f&uuml;r die Millionen Arbeitsimmigranten in den USA z&auml;hlt, vor allem denen aus Lateinamerika. Davon abgesehen birgt die j&uuml;ngste Entwicklung in den USA einige Chancen f&uuml;r einen nachhaltigen politischen Umbruch, der unter Clinton im Wei&szlig;en Haus nicht oder nur sehr viel schwerer m&ouml;glich gewesen w&auml;re.<br>\nSchwer verst&auml;ndlich ist daher auch, weshalb Hillary Clinton selbst von progressiven Menschen innerhalb und au&szlig;erhalb der USA als das kleinere &Uuml;bel angesehen wurde. Es liegt auf der Hand, dass die Kandidaten der beiden gro&szlig;en Parteien &ndash; Hillary Clinton und Donald Trump &ndash; der US-Oligarchie angeh&ouml;ren, mit allen damit einhergehenden Klasseninteressen und -loyalit&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warum-Trumps-Sieg-eine-Chance-fuer-die-Linke-ist-3463359.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mitschwimmen im liberalen Mainstream?<\/strong><br>\nWenn die Linke Teil eines liberalen Blocks wird, profitieren die Rechten<br>\nDie au&szlig;erparlamentarische Linke in Deutschland hat Trump entdeckt. Nach dessen Wahlsieg mobilisiert die Interventionistische Linke f&uuml;r Massenproteste gegen Trump, die Anfang Juli 2017 stattfinden sollen. &ldquo;Die Proteste gegen den G-20-Gipfel in Hamburg werden auch zur gr&ouml;&szlig;ten Anti-Trump-Demonstration in Deutschland werden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung der IL.<br>\nDie Strategie ist klar: Mit dem Widerstand gegen Trump hofft man, wieder mehr Schwung in die Gipfelproteste zu bringen. Trump eignet sich schlie&szlig;lich hervorragend f&uuml;r die Rolle des h&auml;sslichen Amerikaners. Da kann an Bush und Reagan angekn&uuml;pft werden. Es ist schon m&ouml;glich, dass es auch dieses Mal klappt, hierzulande mit einem Hardliner-US-Pr&auml;sidenten zu mobilisieren. Das h&auml;ngt allerdings ganz stark von der konkreten Positionierung der neuen US-Regierung zu entscheidenden politischen Fragen ab.<br>\nWenn Trump nur einen Teil der Versprechungen umsetzt, wird es n&auml;mlich gar nicht so einfach sein, ihn zum gro&szlig;en Buhmann aufzubauen. Sollte Trump das TTIP-Abkommen zur Makulatur werden lassen, hat er daf&uuml;r zwar andere Gr&uuml;nde als ein gro&szlig;er Teil der Gegendemonstranten hierzulande.<br>\nDoch wenn das Abkommen dann tats&auml;chlich beerdigt wird, spielt das sicher nicht die zentrale Rolle. Sollte Trump einen eher isolationistischen Kurs fahren und die USA aus den Konflikten der Welt rauszuhalten versuchen, w&auml;re er von einer au&szlig;erparlamentarischen Linken auch nicht mehr so leicht angreifbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mitschwimmen-im-liberalen-Mainstream-3463947.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum die Deutschen die &bdquo;Trumpflation&ldquo; f&uuml;rchten m&uuml;ssen<\/strong><br>\nEs schien, als h&auml;tten die Finanzm&auml;rkte den Trump-Schock gut verkraftet. Doch die Anleihekurse brechen weltweit ein &ndash; ein knapper Billionenwert wurde vernichtet. Auch Sparer haben ein Problem. [&hellip;]<br>\nGrund f&uuml;r die drastischen Verluste bei Anleihen sind die Pl&auml;ne des neu gew&auml;hlten US-Pr&auml;sidenten. Trump hat angek&uuml;ndigt, drastisch die Steuern zu senken und gleichzeitig ein riesiges Ausgabenprogramm aufzulegen. Eine Billion Dollar soll in die Infrastruktur investiert werden, weiteres Geld in h&ouml;here R&uuml;stungs- und Gesundheitsausgaben flie&szlig;en. Allein das Steuerprogramm w&uuml;rde in den kommenden zehn Jahren 6,2 Billionen Dollar weniger in die Staatskasse sp&uuml;len, was rund einem Drittel der US-Wirtschaftsleistung entspricht.<br>\nKombiniert mit h&ouml;heren Ausgaben k&ouml;nnte die amerikanische Verschuldung geradezu explodieren. Und genau das hat an den M&auml;rkten die Furcht vor einem kr&auml;ftigen Anstieg der Inflation gen&auml;hrt. Innerhalb von zwei Tagen sind die langfristigen Inflationserwartungen um fast 0,5 Prozentpunkte nach oben geschnellt. Auf Sicht der kommenden zehn Jahre rechnen die Akteure nun mit einer durchschnittlichen Teuerung von 2,5 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article159421007\/Warum-die-Deutschen-die-Trumpflation-fuerchten-muessen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Welt geht nicht unter, solange Holger Zsch&auml;pitz von der WELT keine anderen Probleme hat und hinter jedem Baum eine kommende Superinflation sieht. Nun soll also eine &bdquo;durchschnittliche Teuerung&ldquo; von 2,5 Prozent kommen. Ei der Daus! Das ist ja ein halber Prozentpunkt mehr als die halboffizielle Zielmarke, die momentan in allen Industriel&auml;ndern klar unterschritten wird. Und woher die Inflation kommen soll, wei&szlig; Zsch&auml;pitz nat&uuml;rlich auch nicht. Aber das hat bei ihm ja System, gibt es doch kaum einen anderen Finanzjournalisten der so wenig Ahnung von Volkswirtschaft hat wie er. Egal, Hauptsache die Deutschen f&uuml;rchten sich vor einer &bdquo;Trumpflation&ldquo;. So langsam glaube ich, die Sendung &bdquo;Verstehen Sie Spa&szlig;?&ldquo; hat meinen Internetanschluss gekapert und gleich kommt Kurt Felix durch meine B&uuml;rot&uuml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das erledigen die Klickarbeiter<\/strong><br>\nEine Freundin hat ihr von der neuen Art zu arbeiten erz&auml;hlt. Und sie stieg ein. Wie Renate Hafemann besorgen sich immer mehr Menschen ihre Arbeit auf Plattformen im Internet. Ein Besuch in der neuen Arbeitswelt (&hellip;).<br>\nEigentlich macht sie das alles der Pferde wegen. Renate Hafemann wohnt mit ihrem Mann J&uuml;rgen in einem kleinen Dorf in der N&auml;he von Preetz in Schleswig-Holstein. Der Himmel ist hier weit und oft tagelang grau. Daf&uuml;r h&ouml;rt man abends die Wildg&auml;nse &uuml;bers Haus fliegen, sagt Renate Hafemann. Sie mag die Wasserv&ouml;gel und Schmuddelwetter und die gem&uuml;tlichen Stunden, wenn Hagelk&ouml;rner ans Fenster schlagen: &ldquo;Dann ist es bei uns sch&ouml;n.&rdquo;<br>\nSo f&uuml;hlt es sich an, wenn man irgendwohin geh&ouml;rt. Einen Job hat man darum noch lange nicht, so weit ab vom Schuss.<br>\nRenate Hafemann hat vier Kinder gro&szlig;gezogen und elf Jahre lang ihre Mutter gepflegt. Inzwischen sind die Kinder aus dem Haus. Die Mutter ist gestorben. Renate Hafemann ist 63 und nennt sich h&auml;ufig &ldquo;alt&rdquo;. Aber da sind noch zwei, die sie brauchen. Chiva, ein wei&szlig;es Reitpony, und eine dunkle Holsteinerstute namens Prima. Betagte G&auml;ule, die auf einer Weide in der Preetzer Feldmark stehen. Gnadenbrotpferde. Angewiesen darauf, dass sich jemand um sie k&uuml;mmert. Wie die Hafemanns, Hartz IV-Empf&auml;nger, nicht ganz gesund, tierlieb. Leute, die sich noch bei schlechtestem Wetter dick einpacken, auf die Weide gehen und nach den Tieren gucken, weil Pferde auf die Wiese geh&ouml;ren, nicht auf den Schlachthof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2016\/ausgabe-07\/gesellschaft\/hintergrund\/seiten-12-13\/copy_of_A0\">ver.di<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wenn du arm bist, musst du fr&uuml;her sterben<\/strong><br>\nSchuften bis zum Tod?<br>\nUnternehmerverb&auml;nde fordern, das Renteneintritts-Alter an die Lebenserwartung anzupassen. Je &auml;lter die Deutschen im Schnitt werden, desto l&auml;nger sollen alle (!) arbeiten. Das w&auml;re eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.<br>\nL&auml;ngst ist bekannt, dass die Lebenserwartung von Menschen mit geringerem Einkommen im Schnitt um rund zehn Jahre niedriger ist als die von Gutverdienern. M&auml;nner mit niedrigen L&ouml;hnen haben eine Lebenserwartung von 71,1 Jahren, die Gutverdiener werden im Schnitt 80 Jahre alt. Bei Frauen betr&auml;gt die Lebenserwartung 78 bzw. 87 Jahre.<br>\nWer eine schwere k&ouml;rperliche Arbeit verrichten muss, kann nicht bis 70 arbeiten.<br>\nWenn schon ein Renteneintrittsalter nach Lebenserwartung, dann richtig. Dann m&uuml;ssten Menschen mit niedrigem Einkommen und geringerer Lebenserwartung fr&uuml;her in Rente gehen k&ouml;nnen als Gutverdiener, nat&uuml;rlich abschlagsfrei!<br>\nEs g&auml;be eine weitere M&ouml;glichkeit, die zunehmende soziale Spaltung bei Einkommen und Renten auszugleichen: In D&auml;nemark erh&auml;lt ein Geringverdiener als Rente 103 Prozent seines durchschnittlichen Lohnes. Warum geht das nicht in Deutschland?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie: Digitalisierung sorgt f&uuml;r Stress<\/strong><br>\nKnapp 50 Prozent der Befragten klagen &uuml;ber h&ouml;here Belastung<br>\nMehr Arbeit, mehr Multitasking und eine st&auml;rkere &Uuml;berwachung der Arbeitsleistung: F&uuml;r viele Besch&auml;ftigte wirkt sich die Digitalisierung negativ aus. Das zeigt der aktuelle DGB-Index Gute Arbeit.<br>\nWie steht es um die Arbeitsbedingungen in Deutschland? Und wie wirkt sich die Digitalisierung auf den Alltag der Besch&auml;ftigten aus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der zehnten Repr&auml;sentativbefragung des DGB-Index Gute Arbeit. An der Befragung f&uuml;r den diesj&auml;hrigen Index nahmen bundesweit knapp 10.000 Besch&auml;ftigte teil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e876231e-a4e6-11e6-a942-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der komplette DGB-Index Gute Arbeit. Der Report 2016 kann <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++68afe972-a4f4-11e6-8bb9-525400e5a74a\">hier<\/a> nachgelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mindestlohn-Ausnahme f&uuml;r Langzeitarbeitslose wird selten genutzt<\/strong><br>\nDie Ausnahmeregelung f&uuml;r Langzeitarbeitslose beim Mindestlohn wird selten genutzt, geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Bei einer Befragung von 5450 Langzeitarbeitslosen, die eine Stelle gefunden haben, gaben weniger als zwei Prozent an, in ihrem Jobcenter eine Bescheinigung beantragt zu haben. Zum Einsatz kam eine entsprechende Bescheinigung dann nur bei rund einem Prozent der Befragten.<br>\nLangzeitarbeitslose haben die M&ouml;glichkeit, sich f&uuml;r die ersten sechs Monate eines Arbeitsverh&auml;ltnisses unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde besch&auml;ftigen zu lassen. Durch diese Ausnahmeregelung wollte der Gesetzgeber sicherstellen, dass der Mindestlohn die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt nicht erschwert.<br>\nEine Befragung von 84 Jobcenter-Mitarbeitern ergab, dass nach ihrer Einsch&auml;tzung der Einsatz der Regelung weder f&uuml;r Jobcenter, noch f&uuml;r Arbeitgeber und Langzeitarbeitslose attraktiv sei. Die Ausnahmeregelung spielt in der t&auml;glichen Vermittlungspraxis der sechs ausgew&auml;hlten Jobcenter kaum eine Rolle, haben die Forscher herausgefunden. F&uuml;r den Ausgleich individueller Leistungseinschr&auml;nkungen von Langzeitarbeitslosen st&uuml;nden aus Sicht der befragten Jobcenter-Mitarbeiter beispielsweise Eingliederungszusch&uuml;sse als passgenaueres F&ouml;rderinstrument zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb2316.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit anderen Worten: Diese Ausnahmeregelung war &uuml;berfl&uuml;ssig. Und wann wird sie beendet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Atomwaffen: Abr&uuml;stung und Abschreckung<\/strong><br>\n&bdquo;Die f&uuml;nf st&auml;ndigen Mitglieder des Sicherheitsrates und f&uuml;nf Atomm&auml;chte sind sich in dieser Frage praktisch einig. Dies betrifft aus meiner Sicht auch Indien und Pakistan&ldquo;, &auml;u&szlig;erte dieser Tage der russische Abr&uuml;stungsbeauftragte Michail Uljanow. Man ahnt es sofort: Wenn sich sieben Atomm&auml;chte einig sind, klingt das allenfalls vordergr&uuml;ndig wie eine gute Nachricht: Ist aber keine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/atomwaffen-abruestung-und-abschreckung\/%20\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berufsverbot f&uuml;r Erdogan-Kritiker? Der Fall Kerem Schamberger<\/strong><br>\nBerufsverbote sind etwas, was wir aus den 70er Jahren kennen &ndash; oder heute aus der T&uuml;rkei, wo Wissenschaftler, Journalisten oder Richter gerade zu Zehntausenden ihre Jobs verlieren. Weil sie als Staatsfeinde gelten, als Gegner eines Pr&auml;sidenten, der sein Land gerade zur Diktatur umbaut. Vor diesem Hintergrund scheint es unglaublich, dass jetzt einem deutschen Wissenschaftler, der sich gegen Erdogan engagiert, in M&uuml;nchen ein Berufsverbot droht. Nein, mit seiner Kritik an Erdogan habe das alles nichts zu tun, sondern mit seiner linken Gesinnung. Ob es das viel besser macht? Nikolaus Steiner hat den jungen Wissenschaftler besucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/berufsverbot-fuer-erdogan-kritiker-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sach-Walter Steinmeier: Not my President<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident tritt ab; ein neuer Bundespr&auml;sident kommt. Nur wer das sein soll, das wei&szlig; man noch nicht so genau. Namen wurden genannt. Die Sozialdemokraten s&auml;hen jetzt gerne ihre Geheimwaffe im h&ouml;chsten Amt des Landes. Obgleich gescheiterter Kanzlerkandidat und Schreiber von Strategiepapieren zur Agenda 2010, gilt er in seiner Partei als der h&ouml;chste zu nennende Name, als seri&ouml;se Nummer schlechthin. Ja, man nimmt ihn als gr&ouml;&szlig;ten noch lebende Sozialdemokraten wahr und haucht seinen Namen ehrfurchtsvoll. Das zeigt nur, in welcher Parallelgesellschaft die Entscheider der SPD mittlerweile leben. Der Mann ist mitnichten die personifizierte sozialdemokratische Werteskala, er ist viel mehr Ausdruck der parteilichen Bl&auml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1031654.sach-walter-steinmeier-not-my-president.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die USA vermissen 17 Atombomben. Mindestens<\/strong><br>\nDie A-Bombe, die jetzt vor Kanada entdeckt wurde, ist kein Einzelfall. Allein f&uuml;r die USA werden 700 Zwischenf&auml;lle gesch&auml;tzt. Wie viele Kernwaffen andere M&auml;chte &bdquo;verloren&ldquo; haben, wei&szlig; niemand.<br>\nWie ein vier Meter gro&szlig;er &bdquo;aufgeschnittener Bagel&ldquo; soll das Objekt aussehen, das der kanadische Taucher Sean Smyrichinsky jetzt vor der K&uuml;ste British Columbias entdeckt hat. Viel spricht daf&uuml;r, dass es sich um den Rest einer seit 66 Jahren vermissten Atombombe vom damals neuesten Typ Mark 4 handelt.<br>\nDie Liste der Unf&auml;lle mit solchen Waffen ist lang. Allein die USA vermissen mindestens acht voll explosionsf&auml;hige Bomben. Au&szlig;erdem weitere neun, die zwar nicht mit dem Spaltstoff Plutonium geladen waren, wohl aber andere radioaktive Substanzen enthielten &ndash; meist abgereichertes Uran. F&uuml;r solche Zwischenf&auml;lle hat sich weltweit der Ausdruck &bdquo;Broken Arrow&ldquo; eingeb&uuml;rgert. In den USA bezeichnet dieses Codewort einen Zwischenfall mit Nuklearwaffen gleich welcher Art.<br>\nDie angegebenen Zahlen variieren allerdings stark, denn es gibt sehr unterschiedliche Definitionen: Ist eine Kernwaffe ohne Plutonium, die also keine Kettenreaktion ausl&ouml;sen kann, &uuml;berhaupt eine nukleare Waffe? Was ist mit Waffen, die &ndash; atomar geladen oder nicht &ndash; beim Absturz eines Flugzeugs nachweislich zerst&ouml;rt wurden? Werden radioaktive Ladungen, die ohne die aufwendige Technik zur Ausl&ouml;sung einer Kernspaltung verloren gingen, mitgez&auml;hlt oder nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article159338705\/Die-USA-vermissen-17-Atombomben-Mindestens.html?campaign_id=A100\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Killerspiele beim Bund<\/strong><br>\nBundeswehr rekrutiert immer mehr Minderj&auml;hrige. Kommunale Melde&auml;mter und Youtube helfen dabei<br>\nBeim deutschen Milit&auml;r dienen immer mehr minderj&auml;hrige Soldaten. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres traten 1.576 Rekruten ihren Kriegsdienst an, die noch keine 18 Jahre alt waren &ndash; ein Rekord seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Juli 2011. Das teilte das Ministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mit. Die Antwort liegt jW vor.<br>\nDemnach stieg die Zahl der jugendlichen Soldaten innerhalb der vergangenen f&uuml;nf Jahre auf mehr als das Doppelte. 2011 hatte die Bundeswehr insgesamt rund 14.700 Rekruten eingestellt, von denen fast 700, knapp f&uuml;nf Prozent, noch nicht vollj&auml;hrig waren. In den Jahren 2012 bis 2015 verzeichnete das Heer jeweils 21.000 Neuzug&auml;nge. Die Zahl der Minderj&auml;hrigen kletterte derweil von 1.200 auf mehr als 1.500. Inzwischen sind gut sieben Prozent der Rekruten unter 18 Jahren alt.<br>\nDer kinder- und jugendpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Norbert M&uuml;ller, bezeichnete die Praxis als &raquo;Skandal&laquo;, der &raquo;umgehend gestoppt werden muss&laquo;. &raquo;Milit&auml;rische Interessen d&uuml;rfen nicht l&auml;nger Vorrang vor den Schutzrechten Minderj&auml;hriger haben&laquo;, kritisierte M&uuml;ller am Donnerstag. Au&szlig;erdem untergrabe die Bundesregierung so die Intention der UN-Kinderrechtskonvention. Mehrfach habe der Ausschuss der Vereinten Nationen f&uuml;r die Rechte des Kindes von Deutschland gefordert, die Rekrutierung von Jugendlichen durch die Bundeswehr zu stoppen. Dem habe sich auch die Kinderkommission des Bundestages angeschlossen. Statt dessen werbe das Milit&auml;r immer offensiver &raquo;Kindersoldaten&laquo; an. J&uuml;ngstes Beispiel daf&uuml;r ist die neue Webserie &raquo;Die Rekruten&laquo;, die auf dem Portal Youtube l&auml;uft und rund 1,7 Millionen Euro kostete. Darin inszeniert die Bundeswehr die Soldatenausbildung als &raquo;Abenteuer f&uuml;r Grenzg&auml;nger&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-11\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und das in Zeiten von Frau von der Leyen als Bundesverteidigungsministerin, die fr&uuml;her einmal Bundesfamilienministerin war. Eigentlich m&uuml;sste ihr ein besonderes Gesp&uuml;r f&uuml;r die Belange junger Menschen unterstellt werden k&ouml;nnen. Das ist offenbar eine Fehleinsch&auml;tzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildung okkupieren<\/strong><br>\nBrasilien erlebt eine Welle des Protests von Sch&uuml;lern und Studenten. Landesweit Besetzungen von Schulen und Universit&auml;ten<br>\nEine Wurzel der Misere: Brasilien gibt pro Kopf nur einen Bruchteil dessen f&uuml;r Bildung aus, was die entwickelten Industrienationen aufwenden, zu denen das Land bereits aufzuschlie&szlig;en glaubte. Unter den Regierungen von Lula da Silva und und Dilma Rousseff wurde in den Bereich seit 2003 einiges investiert. Schulen wurden gebaut, neue &ouml;ffentliche Hochschulen entstanden, nichtprivilegierte Teile der Bev&ouml;lkerung erhielten Zugang zu h&ouml;herer Bildung. Viele Probleme blieben dabei gerade auf der Ebene der Bundesstaaten allerdings ungel&ouml;st, das Niveau der Lehre oft niedrig, die Geb&uuml;hren der privaten Einrichtungen hoch. Streiks der Lehrer und Proteste von Sch&uuml;lern und Studenten sind daher seit Jahren eine feste Gr&ouml;&szlig;e in den sozialen K&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-10\/029.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist die Situation von Bildung und Wissenschaft hierzulande besser?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35788","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35788"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35791,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35788\/revisions\/35791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}