{"id":35825,"date":"2016-11-15T08:28:35","date_gmt":"2016-11-15T07:28:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825"},"modified":"2016-11-15T08:28:35","modified_gmt":"2016-11-15T07:28:35","slug":"hinweise-des-tages-2753","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h01\">Trumps Sieg: Handgemacht in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h02\">Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h03\">Steinmeier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h04\">Haut Trump die Deutsche Bank raus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h05\">Autobahn-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h06\">Aufschwung am EU-Arbeitsmarkt kommt nicht bei allen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h07\">118 Millionen EU-B&uuml;rgern droht Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h08\">Jobcenter k&uuml;rzen Zehntausenden Familien Hartz-IV-Zahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h09\">Die Mindestlohn-Ausnahme f&uuml;r Langzeitarbeitslose ist sinnlos und diskriminierend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h10\">Smarte Form der Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h11\">Wie CDU und CSU die Ver&ouml;ffentlichung ihrer Lobbykontakte verhindern wollten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h12\">Griechenland und die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h13\">Der Herbst des Lebens im sozialen Winter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h14\">Der 4D-Effekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h15\">Die Polizei r&uuml;stet auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h16\">&laquo;Trump-Debatte widerspiegelt Egozentrik des Journalismus&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h17\">Die Versteinerung der Herzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h18\">Veranstaltungstipp: Wandel durch Abwendung &ndash; Was Deutschland und Europa in ihren Beziehungen zu Russland nicht sehen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h19\">zu guter Letzt: A Letter to the US<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Trumps Sieg: Handgemacht in den USA<\/strong><br>\n2003 musste die Weltmarke Cannondale Gl&auml;ubigerschutz beantragen. Die Fahrradsparte ging an einen Finanzinvestor, wurde saniert und 2008, in einem Marktumfeld, das sich scheinbar gebessert hatte, an das kanadische Firmenkonglomerat Dorel Industries verkauft, das schon eine Reihe anderer Radmarken besass. Dorel machte Bedford zum Sitz ihrer Radgesch&auml;fte, aber wie man r&uuml;ckblickend weiss: Damals begann die grosse Bankenkrise. Die Kanadier suchte nach Mitteln und Wegen, um die Kosten zu reduzieren, und verlagerten 2010 die gesamte Produktion der Rahmen nach Asien. Von den 300 Mitarbeitern &ndash; die meisten hochqualifizierte Fachkr&auml;fte, die jahrelang mit die besten R&auml;der der Welt gebaut hatten &ndash; mussten 200 gehen. Die verbleibenden Mitarbeiter besch&auml;ftigten sich mit Entwicklung, Wartung und Montage.<br>\nUnd jetzt stellen Sie sich vor, Sie geh&ouml;rten zu den 300 Leuten in Bedford und ihren Angeh&ouml;rigen. Sie haben jahrelang mit das Beste gemacht, was es weltweit gab. Sie haben geholfen, das Exportdefizit des Landes klein zu halten. Auf Ihren R&auml;dern siegten die Besten. Handmade in USA stand auf Ihren R&auml;dern unter der Flagge Ihres Landes. Sie haben erlebt, wie Entscheidungen nach den W&uuml;nschen der Wall Street Elite die Firma in den Bankrott trieben, zum Spielball der Investoren machte und Sie arbeitslos werden liess. Sie haben erlebt, wie ein Staatsgeschenk genutzt wurde, um nach der Produktion auch die verbliebenen Bereiche abzuziehen. Jetzt sitzen Sie in Bedford, irgendwo in Pennsylvania, wohin nie ein Journalist reist, und haben die Wahl. Zwischen Hillary Clinton und Stronger Together, ihren Unterst&uuml;tzern in den Medien, die meinen, man m&uuml;sste sie w&auml;hlen, weil sie mit dem System gut kann, eine Frau ist und ganz wunderbare Ideen f&uuml;r transsexuelle Kinder und ihren Toilettenbesuch in Schulen hat, und f&uuml;r Black lives matter und Handelsbeziehungen im pazifischen Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/stuetzen\/2016\/11\/14\/trumps-sieg-handgemacht-in-den-usa-7115\/\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein am&uuml;santer Beitrag, der die Arroganz des links-liberalen Juste Milieu treffend charakterisiert. Weshalb sollten Menschen, die einfach nur gute Arbeit leisten und davon leben wollen und ohne eigenes Verschulden zum Spielball der neoliberalen Globalisierung geworden sind, sich mit damit auseinandersetzen ob &raquo;all gender welcome Toiletten&laquo; notwendig sind oder nicht, wenn sie sich jeden Tag fragen m&uuml;ssen, wie sie wieder einen Job bekommen k&ouml;nnen, der es Ihnen m&ouml;glich macht die Hypotheken f&uuml;r ihr H&auml;uschen oder die Ausbildung f&uuml;r ihre Kinder zu bezahlen? Und weshalb h&auml;tten diese Menschen eine Kandidatin w&auml;hlen sollen, die sie eben als &ldquo;Deplorables&rdquo; &ndash; als die J&auml;mmerlichen, Erbarmungsw&uuml;rdigen &ndash; diffamiert?<\/em><br>\n<em>Diese Problematik gilt nicht nur f&uuml;r die USA, sondern auch f&uuml;r die Mehrheit der deutschen Linken, die an allen Ecken Diskriminierung wittert, dabei aber den entscheidenden gesellschaftlichen Antagonismus, den zwischen Arm und, den zwischen dem obersten 1% und dem Rest v&ouml;llig verdr&auml;ngt, mithin die soziale Frage nicht mehr stellt.<\/em><br>\n<em>Um es plakativ zu formulieren, was w&auml;re gewonnen, wenn in Deutschland alle Toiletten korrekt gegendert w&auml;ren, aber das Hartz-IV System weiterbesteht, das die Betroffenen Tag f&uuml;r Tag Dem&uuml;tigungen und Schikanen aussetzt, wenn die Privatisierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur und der Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge unvermittelt weitergeht und viel Leistungen, f&uuml;r viele B&uuml;rger nicht mehr bezahlbar sind?<\/em><br>\n<em>Ohne soziale Gerechtigkeit kann es auch keine Gleichberechtigung in anderen Bereichen geben. Das zu begreifen ist die aktuelle Herausforderung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trump kann die Eiszeit &uuml;berwinden<\/strong><br>\nAuch in den USA, die verglichen mit uns in Europa noch deutlich besser dastehen, ist diese realwirtschaftliche Realit&auml;t tr&uuml;be. So ist die offizielle Arbeitslosenquote zwar sehr gering, die Erwerbsbeteiligung von M&auml;nnern und Frauen im Alter zwischen 25 und 54 liegt allerdings auf den tiefsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg. Und auf die kommt es letztlich an. Kein Wunder, dass das Medianeinkommen der US-Haushalte auf dem Niveau des Jahres 2000 liegt, w&auml;hrend die Lebenshaltungskosten, gerade auch f&uuml;r Bildung und Gesundheit, explodiert sind. Zeitgleich stieg der Anteil der Top 1 Prozent an den Vor-Steuereinkommen auf einen Rekordstand von 18 Prozent und die Verm&ouml;genswerte gingen Dank der Rettungspolitik der Fed durch die Decke. Angesichts dieser Fakten sollte jeder verstehen, dass die Amerikaner einen Wechsel wollten. Eine neue Politik.<br>\nDiese neue Politik scheint Trump in der Tat umzusetzen. Ein massives Investitionsprogramm in Infrastruktur im Volumen von einer Billion US-Dollar und Steuersenkungen d&uuml;rften eine erhebliche Wirkung auf Besch&auml;ftigung, L&ouml;hne und damit auch Inflation in den USA haben. Ein solcher Konjunkturaufschwung w&uuml;rde mehr Leute in Arbeit bringen und zugleich die Schuldenlast der privaten Haushalte tragbarer machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/trump-kann-die-eiszeit-ueberwinden-a-1121142.html\">ManagerMagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Neoliberaler pl&auml;diert pl&ouml;tzlich f&uuml;r &bdquo;ein massives Investitionsprogramm&ldquo;. Was ist da los? Immer hin ist der Beitrag um einiges sachlicher als die hysterische Berichterstattung der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; nach der Wahl Trumps.  Ein Aspekt ist aber noch interessanter. Macht Trump ernst mit seinem &bdquo;America first&ldquo;, dann bekommt die deutsche Exportindustrie ein ernsthaftes Problem. Aber gl&uuml;cklicherweise hat man dann gleich einen S&uuml;ndenbock und muss nicht auf die Vernachl&auml;ssigung der Binnenkonjunktur im Zeichen des deutschen Merkantilismus verweisen. Es w&auml;re ja auch eine Unversch&auml;mtheit sich nicht einfach mehr von deutschen Waren &uuml;berschwemmen zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Trump &ndash; Ein geostrategischer Erkl&auml;rungsversuch<\/strong><br>\nEs schien schon sehr, sehr unwahrscheinlich, dass ein unbeherrschter, sexverr&uuml;ckter, arroganter Rassist und Frauenver&auml;chter zuerst &uuml;ber ein Dutzend republikanische Konkurrenten aus dem Feld schlagen und dann die Pr&auml;sidentenwahl gegen die Kandidatin des Establishments gewinnen w&uuml;rde. Und doch ist es passiert. (&hellip;) Gab es vielleicht nicht nur einen Kampf Trump vs. Establishment, sondern einen Kampf  Trump + x  vs. Establishment (ohne x)? Nehmen wir Trumps Motto &bdquo;Making America Great Again&ldquo; zum Ausgangspunkt, treten einen Schritt zur&uuml;ck und fragen uns, wie es um die Gr&ouml;&szlig;e Amerikas (im Sinne USA) steht, uind was sie bedroht. Wie w&uuml;rden die Geostrategen an der Hoover-Institution und &auml;hnlichen Orten die aktuelle Lage in Sachen Bewahrung der globalen Dominanz der USA einsch&auml;tzen? Ziemlich d&uuml;ster, muss wohl die Antwort lauten. Der mit Abstand wichtigste Konkurrent der USA um geopolitischen Einfluss, China, baut Handelsstra&szlig;en nach Vorderasien und Europa (Neue Seidenstra&szlig;en), macht den USA in Afrika schwer Konkurrenz und baut seinen Einfluss in Asien best&auml;ndig aus. Gerade hat sich mit den Philippinen ein wichtiger US-Alliierter in der Region Richtung China verabschiedet. Unterdessen ist die amerikanische Milit&auml;rmaschinerie und Diplomatie mit gescheiterten oder sich ergebnislos hinziehenden Operationen in Irak, Afghanistan, Libyen, Ukraine  und Syrien in Beschlag genommen. Schlimmer noch, Russland wird durch Sanktionen und milit&auml;rische Einkreisung den Chinesen praktisch in die Arme getrieben. Die Europ&auml;er werden zunehmend rebellisch, sodass an weitere Versch&auml;rfungen und einen Erfolg der Sanktionen gegen Russland nicht zu denken ist. Es droht eine weitere Niederlage, wenn man die Sanktionen irgendwann kleinlaut zur&uuml;cknehmen muss oder &ndash; noch schlimmer &ndash; immer mehr L&auml;nder ausscheren. Man k&ouml;nnte es daher keinem Geostrategen verdenken, wenn er zu dem Schluss kommen w&uuml;rde, ein Umsteuern sei dringendst erforderlich um Amerika gro&szlig; zu halten. Statt Russland muss China eingehegt werden. Mit Russland muss man sich verst&auml;ndigen um die kr&auml;ftezehrenden fruchtlosen Konflikte in Nahen Osten zu beenden, zu verhindern, dass Russland notgedrungen zum Juniorpartner Chinas wird und zu verhindern, dass Russland und Europa sich verst&auml;ndigen und eine bedrohliche Allianz aus Industriegro&szlig;macht und Rohstoff- und Atomgro&szlig;macht bilden. (&hellip;) Das ist in weiten Teilen ziemlich genau das geopolitische Programm von Trump, in anderen Teilen ist es zumindest kompatibel damit. (&hellip;) Die hyperventilierenden Transatlantiker in unseren Medien und Regierung, die aufgeregten Apelle an die Nato-B&uuml;ndnistreue der USA, scheinen die These zu best&auml;tigen, dass es gegen Europa geht. Die Emp&ouml;rung ist nur zu verst&auml;ndlich. Man hat gegen die starke Skepsis von Lesern, Zuschauern und Parteivolk erst TTIP propagiert, dann Ceta durchgeboxt. Man hat auf Gehei&szlig; des US-Geheimdienstes eine schon genehmigte &Uuml;bernahme eines deutschen durch ein chinesisches Unternehmen verhindert und damit die deutsch-chinesischen Beziehungen schwer belastet. Man hat auf starken amerikanischen Druck hin jahrelang Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten, die der europ&auml;ischen Wirtschaft sehr, der US-Wirtschaft kaum schaden, usw., usf. Und jetzt darf zum Dank ein Pr&auml;sident an die Macht kommen, der sich mit Russland verb&uuml;nden und Europa mit Truppenabzug drohen will. Aus der skizzierten Geostrategensicht trifft es sich gut, dass die Briten wider alle Vorhersagen und Erwartungen beschlossen haben, die EU zu verlassen. So kommt man nicht in die Verdr&uuml;ckung den engsten und treuesten Alliierten unter den Folgen des Politikwechsels leiden zu lassen. Vielmehr wird Britannien frei, in der neuen weltwirtschaftlichen und geopolitischen Landkarte die passenden neuen Handelsallianzen zu schmieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/713-trump#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Alle sind dann immer so geschockt&laquo;<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen zeigte sich heute Morgen &bdquo;geschockt&ldquo; von Trumps Wahl. Was bedeutet das f&uuml;r das transatlantische Verh&auml;ltnis?<br>\nAch, sie sind dann immer alle so geschockt, beim Brexit war das genauso, und dann machen sie trotzdem weiter wie bisher. So &uuml;berraschend finde ich das Ergebnis nicht. In den USA liegen die mittleren L&ouml;hne heute niedriger als vor 40 Jahren, alle Zugewinne sind in die Taschen der oberen Zehntausend geflossen. Wenn man in einer Demokratie &uuml;ber viele Jahre hinweg immer Politik gegen die Mehrheit macht, rebellieren die Menschen irgendwann. Wenn sich das nicht &auml;ndert, werden wir in den n&auml;chsten Jahren noch sehr oft &bdquo;geschockt&ldquo; sein. Zentral f&uuml;r die deutsche Au&szlig;enpolitik muss jetzt sein, eine eigenst&auml;ndige Politik zu machen, sich aus der Unterw&uuml;rfigkeit gegen&uuml;ber den USA zu l&ouml;sen. Das w&auml;re l&auml;ngst n&ouml;tig gewesen, jetzt umso mehr: Europa darf nicht jede Pirouette, die Herr Trump vielleicht dreht, mitmachen, sondern es muss seine eigenen Interessen in den Mittelpunkt stellen.<br>\nDas d&uuml;rfte Trump ja gar nicht so fern liegen. Die Nato-Partner m&uuml;ssten sich k&uuml;nftig st&auml;rker selbst um ihre Verteidigung k&uuml;mmern, hatte er im Vorfeld gesagt.<br>\nEs w&auml;re ja nur gut, wenn es nicht noch mehr US-gef&uuml;hrte Interventionskriege g&auml;be, sie haben nur Unheil auf dieser Welt angerichtet. Wenn sich die USA in dieser Hinsicht zur&uuml;cknehmen w&uuml;rden, w&auml;re das ein gro&szlig;er Fortschritt. Das sollte f&uuml;r Europa aber nicht hei&szlig;en, dass es dann auf eigene Faust Kriege f&uuml;hrt, sondern dass es endlich auf friedliche Konfliktl&ouml;sungen, auf Diplomatie setzt. Das ist dringend notwendig. Aber auch da m&uuml;ssen wir abwarten: In allen Kriegen ging es um wirtschaftliche Interessen, um Rohstoffe, &Ouml;l, Einflussnahme. Ob sich Trump wirklich von dem Establishment der USA l&ouml;st, das genau das fordert, m&uuml;ssen wir sehen.<br>\nZumindest TTIP d&uuml;rfte vor dem Aus stehen.<br>\nJa, hoffentlich. Wahr ist allerdings auch: Die US-Wirtschaft braucht TTIP nicht mehr, wenn es Ceta gibt. 80 Prozent der US-Konzerne haben Filialen in Kanada, weshalb sie ganz bequem alle Vorteile dieses Abkommens nutzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/alle-sind-dann-immer-so-geschockt\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hass ist nicht der Grund f&uuml;r diesen Sieg&rdquo;<\/strong><br>\nJa, es gibt Rassisten unter den Trump-W&auml;hlern, sagt der amerikanische Politologe Paul Sracic. &ldquo;Aber viele Leute hatten einfach Angst um ihr wirtschaftliches Wohlergehen und entschieden sich deshalb f&uuml;r Trump.&rdquo; Wie werden diese W&auml;hler reagieren, wenn der neue Pr&auml;sident seine Versprechen nicht vollst&auml;ndig erf&uuml;llt? Das wird weniger von den Fakten abh&auml;ngen als von Trumps kommunikativen F&auml;higkeiten.<br>\nSie schreiben auch, dass urbane, liberale Amerikaner auf Trump-Sympathisanten aus der Arbeiterklasse herabgeguckt haben. Hillary Clinton hat Trump-Anh&auml;nger im Wahlkampf &ldquo;beklagenswert&rdquo; genannt. Wie sehr hat diese &Auml;u&szlig;erung ihr geschadet?<br>\nIm R&uuml;ckblick w&uuml;rde ich sagen, dass diese &Auml;u&szlig;erung ihr gro&szlig;en Schaden zugef&uuml;gt hat. Es zeigte den potenziellen Trump-W&auml;hlern, was sie von ihnen hielt. Hinterher tat sie so, als habe sie diese Begriffe nur benutzt, weil sie ihr gerade eingefallen waren. Aber in Wirklichkeit sprach sie innerhalb von zwei Tagen zweimal von den &ldquo;Beklagenswerten&rdquo;. Ihre Redenschreiber hielten das offensichtlich f&uuml;r einen wirkungsvollen Satz. Es ist schon erstaunlich, dass sie nicht verstanden haben, dass es Menschen gibt, die wirtschaftliche Probleme haben und auf der Suche nach einem anderen Angebot waren. Ja, es gibt Rassisten unter den Trump-W&auml;hlern. Aber viele Leute hatten einfach Angst um ihr wirtschaftliches Wohlergehen und entschieden sich deshalb f&uuml;r Trump.<br>\nWie wichtig war Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus f&uuml;r Trumps Erfolg?<br>\nDas gab es, aber es w&auml;re ein Fehler zu glauben, dass es nur darum ging &ndash; es w&auml;re auch ein Fehler, wenn Trump dies glauben sollte. Das h&auml;tte f&uuml;r ihn nicht zum Wahlsieg gereicht. Es ging darum, dass viele Leute mehr Sicherheit wollten, dass sie sich Sorgen um ihre Arbeitspl&auml;tze machten. Daf&uuml;r machen sie den Freihandel verantwortlich, und in gewisser Weise steht hinter einer solchen Haltung vielleicht eine negative Haltung zu Fremden. Aber ich glaube nicht, dass ein Hass auf andere damit zu tun hat.<br>\nIch habe vor Kurzem mit einem Kleinunternehmer gesprochen, einem echten Trump-Anh&auml;nger. Er sagte, die &Uuml;berregulierung sorge daf&uuml;r, dass er gegen ausl&auml;ndische Wettbewerber nicht konkurrieren k&ouml;nne. Er glaubte, Trump habe das verstanden. Zugleich sprach er mit sehr warmen Worten &uuml;ber die internationalen Beziehungen, die seine Firma aufgebaut hatte &ndash; Besuche von Gesch&auml;ftsfreunden aus China zu bekommen, von ihrer Kultur zu lernen. Diesen W&auml;hlern ging es darum, dass ihre Regierung sich nicht um sie k&uuml;mmert. Das ist es, was sie wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Hass-ist-nicht-der-Grund-fuer-diesen-Sieg-article19080611.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Interessant, dass auch Sracic darauf hinweist, dass mit der Nominierung von Bernie Sanders durch die Demokraten es wom&ouml;glich keinen Pr&auml;sidenten Trump gegeben h&auml;tte. Aber Bernie Sanders hatte sich wohl zu eindeutig gegen Wall Street positioniert. Er wurde im &Uuml;brigen auch in den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; niedergemacht. Nun ist der Katzenjammer gro&szlig;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reckoning with a Trump Presidency and the Elite Democrats Who Helped Deliver It<\/strong><br>\nThe United States has been plunged into a state of purgatory following the election of Donald Trump. In all political quarters, people are engaged in their own post-mortem analysis of how this happened and what it means, not only for the future of this country, but for the world.<br>\nI was particularly disturbed by the way that they were casting and maligning essentially all of the people who had committed the sin of voting what they regarded as the wrong way by simply dismissing them all as primitive or troglodyte or racist or misogynist. Even though of course many of them are, many of them are not and even for the ones that do have that as part of their motive, there are independently of that a lot of long, deep trends that have destroyed the welfare and economic security of tens of millions of people and put them into a mindset where they want to destroy this system of authority that they blame. I think that is what caused Brexit and I think to a large degree that&rsquo;s what&rsquo;s caused Trump. It&rsquo;s urgent that we think about what these policies are that have done that to these people: who it is, who has done it, what the reasons are and how to stop.<br>\nNo one wants to talk about the fact that the Clintons are perceived as corrupt royalty by a large segment of the U.S. population: a candidate who was hawkish who deservedly got the endorsement of many leading neocons.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/11\/12\/dissecting-a-trump-presidency\/\">the intercept<\/a><\/li>\n<li><strong>What America&rsquo;s Economy Needs from Trump<\/strong><br>\nDonald Trump&rsquo;s astonishing victory in the United States presidential election has made one thing abundantly clear: too many Americans &ndash; particularly white male Americans &ndash; feel left behind. It is not just a feeling; many Americans really have been left behind. It can be seen in the data no less clearly than in their anger. And, as I have argued repeatedly, an economic system that doesn&rsquo;t &ldquo;deliver&rdquo; for large parts of the population is a failed economic system. So what should President-elect Trump do about it?<br>\nOver the last third of a century, the rules of America&rsquo;s economic system have been rewritten in ways that serve a few at the top, while harming the economy as a whole, and especially the bottom 80%. The irony of Trump&rsquo;s victory is that it was the Republican Party he now leads that pushed for extreme globalization and against the policy frameworks that would have mitigated the trauma associated it. But history matters: China and India are now integrated into the global economy. Besides, technology has been advancing so fast that the number of jobs globally in manufacturing is declining.<br>\nThe populist surge challenging political establishments worldwide has now claimed the biggest prize of all. Project Syndicate commentators weigh the costs for America and the world.<br>\nThe implication is that there is no way Trump can bring a significant number of well-paying manufacturing jobs back to the US. He can bring manufacturing back, through advanced manufacturing, but there will be few jobs. And he can bring jobs back, but they will be low-wage jobs, not the high-paying jobs of the 1950&rsquo;s.<br>\nIf Trump is serious about tackling inequality, he must rewrite the rules yet again, in a way that serves all of society, not just people like him.<br>\nThe first order of business is to boost investment, thereby restoring robust long-term growth. Specifically, Trump should emphasize spending on infrastructure and research. Shockingly for a country whose economic success is based on technological innovation, the GDP share of investment in basic research is lower today than it was a half-century ago.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/trump-agenda-america-economy-by-joseph-e--stiglitz-2016-11?utm_source=Project+Syndicate+Newsletter&amp;utm_campaign=2068a5ccc1-stiglitz_trump_american_economy_14_11_2016&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_73bad5b7d8-2068a5ccc1-104286309\">Joseph E. Stiglitz auf Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><strong>Ich kenne Trump pers&ouml;nlich &ndash; er verdient eine Chance!<\/strong><br>\nUnser Autor hat Trump vor Jahren als Gesch&auml;ftsmann getroffen &ndash; und war beeindruckt. Sein Vorschlag: Geben wir ihm eine Chance &ndash; und urteilen anschlie&szlig;end.<br>\nAn dem Tag, an dem ich Donald Trump kennenlernte, war die weltweite Hysterie um seine Person noch weit weg. Trump war noch nicht Pr&auml;sidentschaftskandidat der Republikaner und hatte auch noch keine Ambitionen in diese Richtung &ouml;ffentlich gemacht. Er wurde mir von einem gemeinsamen Gesch&auml;ftsfreund vorgestellt, und wir verbrachten einen ganzen Tag zusammen. Ich arbeitete damals f&uuml;r die Deutsche Bank in Florida, wir spielten eine Runde Golf auf seinem beeindruckenden Golfplatz und Business Club Mar a lago in Palm Beach. Anschlie&szlig;end sa&szlig;en wir noch lange zusammen und sprachen &uuml;ber viele verschiedene Themen.<br>\nAuch damals in unseren Gespr&auml;chen wurde mir rasch klar: Trump hat teilweise sehr eigenwillige Ansichten, die man nicht zwingend teilen muss. Aber das Bild des r&uuml;cksichtslosen Egomanen und politischen Hasardeurs, das derzeit &uuml;berall von ihm gezeichnet wird, passt so gar nicht zu dem Eindruck, den er an diesem Tag auf mich machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/trump-verdient-eine-chance-a-1120743.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.L.:<\/strong> Es ist zwar eine wenig &uuml;berraschende Aussage den Textes, wenn man sich den Werdegang des Autors in der Kurzbiographie durchliest, aber immerhin ein interessanter Erfahrungsbericht eines Menschen, der Trump pers&ouml;nlich kennen gelernt hat und nicht nur &uuml;ber ihn schreibt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steinmeier<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Ein Signal der Stabilit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nEr soll Gaucks Nachfolger als Bundespr&auml;sident werden: Union und SPD haben sich auf Frank-Walter Steinmeier als Kandidat geeinigt. Kanzlerin Merkel nannte den SPD-Politiker einen Mann der politischen Mitte.<br>\nSteinmeier sei ausgezeichnet f&uuml;r das Amt geeignet, sagte Angela Merkel vor Journalisten in Berlin. Den Au&szlig;enminister nannte sie einen &ldquo;Mann der politischen Mitte&rdquo;. Gerade in Zeiten weltweiter Unruhen st&uuml;nde die Wahl von Steinmeier f&uuml;r ein &ldquo;Signal der Stabilit&auml;t&rdquo;.<br>\nMerkel sagte, sie habe Steinmeier pers&ouml;nlich die Unterst&uuml;tzung der Union mitgeteilt, der CDU-Bundesvorstand sei ihrem Vorschlag gefolgt. Die Kanzlerin betonte, sie kenne den Au&szlig;enminister der gro&szlig;en Koalitionen von 2005 bis 2009 und seit 2013 als &ldquo;verl&auml;sslichen und immer auf Ausgleich und L&ouml;sungen ausgerichteten Politiker&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/frank-walter-steinmeier-laut-angela-merkel-mann-der-mitte-a-1121210.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &rdquo; Kanzlerin Merkel nannte den SPD-Politiker einen Mann der politischen Mitte.&rdquo; Aber nat&uuml;rlich, als einer der Architekten der Agenda 2010 kennt Steinmeier die Interessenlage der deutschen Oligarchie aus erster Hand.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein durchaus beliebter Politiker<\/strong><br>\nSteinmeier soll Staatsoberhaupt werden. Er gilt als gewandter Diplomat. Aber es liegt ein Schatten auf seiner Karriere: der Fall Kurnaz.<br>\nSteinmeier steht nicht nur f&uuml;r die sogenannte Agenda 2010, die er als Gerhard Schr&ouml;ders Kanzleramtsminister mit getragen hat, oder f&uuml;r das historisch schlechteste SPD-Wahlergebnis von 23 Prozent, das er als Spitzenkandidat zur Bundestagswahl 2009 geholt hat. Mit dem Namen Steinmeier f&auml;llt auch immer der Name Murat Kurnaz.<br>\nDer in Deutschland geborene und aufgewachsene Kurnaz war von Januar 2002 bis August 2006 ohne Anklage im ber&uuml;chtigten US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba festgehalten und gefoltert worden.<br>\nSteinmeier wird vorgeworfen, sich als Schr&ouml;ders Kanzleramtschef einer Auslieferung von Kurnaz nach Deutschland in den Weg gestellt zu haben. Dabei sollen sowohl deutsche als auch US-Nachrichtendienste von dessen Unschuld &uuml;berzeugt gewesen sein. Noch als Au&szlig;enminister der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung hatte Steinmeier 2007 erkl&auml;rt: &ldquo;Ich w&uuml;rde mich heute nicht anders entscheiden.&rdquo;<br>\nAm Montag meldete sich Murat Kurnaz gleich nach der Bekanntgabe von Steinmeiers Kandidatur zu Wort. &ldquo;Bis heute ist Frank-Walter Steinmeier nicht auf mich zugekommen, bis heute hat er sich nicht entschuldigt&rdquo;, teilte er &uuml;ber seinen Anwalt mit. F&uuml;r Kurnaz sei es &ldquo;eine offene Wunde&rdquo;, dass der deutsche Staat ihn in der Not im Stich gelassen habe. Hauptverantwortlicher daf&uuml;r sei Frank-Walter Steinmeier.<br>\nKurnaz-Anwalt Bernhard Docke sagte: &ldquo;Herr Steinmeier mag ein guter und bed&auml;chtiger Au&szlig;enminister sein und sich diverse Verdienste erworben haben. Doch es gibt einen dunklen Fleck in seiner politischen Biografie, und diesen Makel sollte er bereinigen, bevor er das h&ouml;chste Staatsamt &uuml;bernimmt. Die Zeit daf&uuml;r ist &uuml;berreif.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Steinmeier-als-Bundespraesident\/!5353950\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU reklamiert Au&szlig;enministerium f&uuml;r sich<\/strong><br>\nWer folgt auf Frank-Walter Steinmeier als neuer Au&szlig;enminister? In der SPD gilt Martin Schulz als m&ouml;glicher Anw&auml;rter, doch in der CDU formiert sich Widerstand.<br>\nNach der Entscheidung f&uuml;r Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidaten f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten erhebt die Union Anspruch auf das Au&szlig;enministerium. &ldquo;Was f&uuml;r den Bundespr&auml;sidenten gilt, n&auml;mlich, dass der beste Bewerber es werden m&ouml;ge, gilt auch f&uuml;r den Bundesau&szlig;enminister&rdquo;, sagte der au&szlig;enpolitische Sprecher der Unionsfraktion, J&uuml;rgen Hardt, ZEIT ONLINE. Er sehe in den Reihen der SPD aber niemanden, der dieses Amt mit dem gleichen Gewicht ausf&uuml;llen k&ouml;nne wie derzeit Steinmeier. &ldquo;Deswegen sollte der n&auml;chste Au&szlig;enminister aus den Reihen der Union kommen&rdquo;, forderte Hardt. Hier gebe es mehrere geeignete Pers&ouml;nlichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-11\/bundespraesident-steinmeier-aussenminister-union-juergen-hardt\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Haut Trump die Deutsche Bank raus?<\/strong><br>\nNicht nur f&uuml;r die amerikanischen Bankenwerte ging es nach dem Wahlsieg von Donald Trump steil nach oben. Erste Lebenszeichen sendet zudem die Deutsche Bank aus, was auch mit Trump zusammenh&auml;ngt. Der hat nicht nur angek&uuml;ndigt die Regulierung f&uuml;r Gro&szlig;banken von Barack Obama zur&uuml;ckzudrehen. Interessant ist auch, dass die Deutsche Bank mehrere Gro&szlig;kredite an Trump vergeben hat.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161115_01_Unbenannt_93108.jpeg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deraktionaer.de\/aktie\/haut-trump-die-deutsche-bank-raus--286500.htm\">Der Aktion&auml;r<\/a>\n<p><strong>dazu: Die treue Bank des k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank gilt als einer der gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger des Immobilienmagnaten und k&uuml;nftigen US-Pr&auml;sidenten Donald Trump. Seit seinem Wahlsieg wird munter spekuliert, ob das etwas bedeutet &ndash; und wenn ja, was eigentlich? [&hellip;]<br>\nrumps Verbindungen zur Deutschen Bank f&uuml;hren nun zu einer pikanten Konstellation: Die Bank befindet sich wegen mehrerer gro&szlig;er Rechtsstreitigkeiten in Verhandlungen mit amerikanischen Beh&ouml;rden &uuml;ber hohe Geldbu&szlig;en. So hatte das amerikanische Justizministerium der Bank allein f&uuml;r fragw&uuml;rdige US-Hypothekengesch&auml;fte eine Strafe von 14 Milliarden Dollar angedroht, eine Summe, die sich das Geldhaus ohne kr&auml;ftige Kapitalspritze kaum leisten k&ouml;nnte. Kein Wunder, dass sich nun die ersten Auguren fragen, ob es der Bank nicht vielleicht n&uuml;tzen k&ouml;nnte, wenn einer ihrer Kunden k&uuml;nftig das h&ouml;chste Amt im Staate innehat.<br>\nAnders gefragt: Wird ausgerechnet der Pr&auml;sidentschaftsanw&auml;rter, der im Wahlkampf die engen Verbindungen seiner Konkurrentin Hillary Clinton zur Wall Street aufs Sch&auml;rfste gegei&szlig;elt hat, nun seine Hausbank beg&uuml;nstigen? Und ist dem Mann, der mit dem Slogan &bdquo;America first&ldquo; auf Stimmenfang ging, sein Image egal genug, wenn davon mit der Deutschen Bank ausgerechnet ein ausl&auml;ndisches Institut profitiert, dessen Ruf nach vielen Skandalen auch in den USA ramponiert ist? Das Gegenteil ist wohl mindestens ebenso plausibel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/deutsche-bank-die-treue-bank-des-kuenftigen-praesidenten\/14833720.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Autobahn-Privatisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Koalition streitet &uuml;ber Privatisierung der Autobahnen<\/strong><br>\nDie Koalition streitet &uuml;ber die Privatisierung deutscher Autobahnen. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) machte vorige Woche im Haushaltsausschuss des Bundestages deutlich, dass er mehr privates Kapital aktivieren m&ouml;chte. Die SPD lehnt das ab. Ihr Parteivorsitzender, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), sagte: &bdquo;Es wird keine Privatisierung geben.&ldquo; Grund f&uuml;r den Streit ist eine Bund-L&auml;nder-Einigung aus dem Oktober. Damals hatten sie beschlossen, die Verantwortung f&uuml;r den Ausbau und Erhalt der deutschen Fernstra&szlig;en, also Autobahnen, an den Bund zu &uuml;bertragen.<br>\nDazu solle eine privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft gegr&uuml;ndet werden. W&auml;hrend eine Privatisierung einzelner Stra&szlig;en ausgeschlossen wurde, galt das nicht f&uuml;r die Beteiligung von Investoren an der Bau- und Betreibergesellschaft. Sch&auml;uble hatte vorige Woche im Haushaltsausschuss des Bundestages nach Angaben von Teilnehmern gesagt, der Bund solle eine Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft behalten. Das lie&szlig; Spekulationen &uuml;ber einen privaten Anteil von bis zu 49,9 Prozent Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/streit-ueber-schaeuble-vorschlag-zu-autobahn-privatisierung-14526320.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Trumps Wahlsieg war der maximale Denkzettel f&uuml;r eine neoliberale Polit-Elite. Die Konsequenz daraus im deutschen Politikbetrieb &ndash; keine. Die Blindheit und Arroganz der deutschen Polit-Elite macht sprachlos. Es darf unterstellt werden, dass die Mehrheit der B&uuml;rger gegen die Privatisierung der Autobahnen ist. Eine sicher nicht repr&auml;sentative Abstimmung auf SpiegelOnline ergab eine Ablehnung von 85 Prozent. Das muss die schwarze Null Sch&auml;uble aber nicht k&uuml;mmern. Es fragt sich mit welcher Legitimation Sch&auml;uble derartige Forderungen aufstellt, zudem es daf&uuml;r nicht einmal ansatzweise einen rationalen Grund gibt, au&szlig;er der Finanzindustrie im Zeitalter der Nullzinspolitik neue Renditeoptionen zu er&ouml;ffnen. Das ist politische Korruption in h&ouml;chster Vollendung. Und die L&uuml;gen des Herren Gabriel setzen dem ganzen wieder die Krone auf. Denn selbst wenn die Autobahngesellschaft im Bundesbesitz bleibt, kann Bau und Betrieb an ein privates Konsortium vergeben werden. Und auch Gabriel wollte von Anfang an der Finanzindustrie zu Diensten sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autobahnprivatisierer Gabriel pr&auml;sentiert sich als Retter vor Privatisierung<\/strong><br>\nDie Zeitungen sind voll von Beitr&auml;gen zur Autobahnprivatisierung. Dabei verfehlt der Diskurs das Thema leider v&ouml;llig. Im Zentrum steht, ob die vorgeschlagene Autobahngesellschaft selbst teilpivatisierbar werden soll oder nicht. Diese Auseinandersetzung ist jedoch zweitrangig. Entscheidend ist, dass in beiden Varianten der ganze Autobahnbau privatisiert werden k&ouml;nnte: mit Hilfe des teuren Modells der &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften (&Ouml;PP).<br>\nNachdem am 14.10 die Ministerpr&auml;sidenten blanko der Autobahnprivatisierung zugestimmt hatten (ohne sich je dazu zu erkl&auml;ren!), erleben wir nur einen weiteren Akt des Dramas, &uuml;berschrieben mit &bdquo;Die SPD und besonders Gabriel retten die Autobahnen vor der Privatisierung&ldquo;.<br>\nNach Einsch&auml;tzung von GiB handelt es sich allerdings um ein Scheingefecht, das ablenken soll von dem eigentlich skandal&ouml;sen Umstand: Die Bundesregierung wird schon in drei Wochen (am 8.12.2016) im Kabinett beschlie&szlig;en, eine privatrechtliche Gesellschaft zu gr&uuml;nden, die abgekoppelt von Bundesrat, Bundestag und den L&auml;nderparlamenten &Ouml;PP machen kann und wird. Die M&ouml;glichkeit zum Teilverkauf dieser Gesellschaft spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Das ganze Geld, das diese Gesellschaft von uns aus Steuern und Mautgeb&uuml;hren erh&auml;lt, kann auch ohne Teilverkauf privaten Investoren zugef&uuml;hrt werden. Das sagen die Investoren sogar selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/kaspertheater-autobahnprivatisierer-gabriel-praesentiert-sich-als-retter-vor-privatisierung\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerhand<\/a><\/li>\n<li><strong>In die Tonne mit diesen absurden Pl&auml;nen<\/strong><br>\nEtwa 13.000 Kilometer Autobahn verlaufen durch Deutschland. Bundesfinanzminister Sch&auml;uble will das Netz offenbar teilweise privatisieren. Daf&uuml;r m&uuml;sste das Grundgesetz ge&auml;ndert werden. Sch&auml;uble hat in dieser Woche im Haushaltsausschuss die Gr&uuml;ndung einer Infrastrukturgesellschaft vorgeschlagen. Die Pl&auml;ne sto&szlig;en auf breite Kritik. Wie bereits die Opposition stemmen sich auch die Industriegewerkschaft BAU und der ADAC dagegen. Vom Koalitionspartner SPD kommt ebenso ein striktes Nein.<br>\n&ldquo;Wie immer bei solchen Privatisierungs-Raubz&uuml;gen &ndash; ob bei der Rente, beim Wohnen oder im Gesundheitsbereich &ndash; ist schon jetzt klar, wer dann draufzahlen darf: Wir alle als Nutzer via Maut &ndash; ganz sicher bald nicht nur f&uuml;r LKW, sondern auch f&uuml;r PKW&rdquo;, warnt LINKE-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht. Sie fordert ganz klar: &ldquo;In die Tonne mit diesen absurden Pl&auml;nen &ndash; keine Privatisierung der Autobahn!&rdquo; Fraktionsvize Jan Korte erg&auml;nzt: &ldquo;Die Autobahnen sind &uuml;ber Generationen mit Steuergeldern finanziert worden. Das geh&ouml;rt im Kern den Menschen hier. Und die Privatisierung, das haben wir gesehen in den letzten 25 Jahren, ist ein Irrweg. Das ist ein Kreuzzug im Sinne von Banken und Konzernen, um dort gro&szlig;e Renditen zu organisieren. Das ist inakzeptabel.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/in-die-tonne-mit-diesen-absurden-plaenen\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Versicherungswirtschaft begr&uuml;&szlig;t Sch&auml;ubles Autobahn-Pl&auml;ne<\/strong><br>\nDie deutsche Versicherungswirtschaft begr&uuml;&szlig;t die Pl&auml;ne von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), private Investoren an der geplanten Verkehrsinfrastrukturgesellschaft des Bundes zu beteiligen: &ldquo;Wir haben gerade im Lebensversicherungsbereich ein Portfolio mit sehr langen Laufzeiten. Daf&uuml;r brauchen wir planbare und stabile Ertr&auml;ge&rdquo;, sagte der Chefvolkswirt des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Klaus Wiener, dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2016-11\/39167094-versicherungswirtschaft-begruesst-schaeubles-autobahn-plaene-003.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Also, das ist jetzt wirklich eine &Uuml;berraschung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Niemand hat die Absicht, Autobahnen zu privatisieren!<\/strong><br>\nNach dem SPIEGEL-Bericht &uuml;ber die geplante Privatisierung der Autobahnen f&auml;llt das Dementi der Regierung d&uuml;nn aus. SPD und Union treiben das Projekt seit zwei Jahren voran. Doch wie sinnvoll ist es? Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Fakten.<br>\nDie Bundesregierung &uuml;bt sich in Schadensbegrenzung. Es sei &ldquo;v&ouml;llig unstrittig&rdquo;, dass Autobahnen und Bundesstra&szlig;en im Eigentum des Bundes bleiben w&uuml;rden, sagte ein Sprecher von Wolfgang Sch&auml;ubles Finanzministerium am Montag. Der SPIEGEL hatte am Wochenende &uuml;ber die geplanten Privatisierung des deutschen Autobahnnetzes berichtet &ndash; und damit heftige Diskussionen ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/autobahn-privatisierung-das-plant-die-bundesregierung-a-1121199.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL schafft es tats&auml;chlich, die Nachteile und die angeblichen Vorteile einer Privatisierung pseudo-ausgewogen nebeneinander zu stellen, als w&auml;ren Pro und Contra ausbalanciert. Da&szlig; private Unternehmen die Autobahnen besser managen k&ouml;nnten als der Staat, wenn der ausreichend durchfinanziert wird und f&auml;higes Personal hat, glaube ich zwar nicht, aber das kann man diskutieren. Da&szlig; dabei die miserablen und irre teuren Erfahrungen mit Toll Collect einfach mal unter den Tisch fallen, ist schon peinlich (oder Absicht); da&szlig; die &ndash; f&uuml;r den Staat teure &ndash; Gewinnerzielungsabsicht der Privaten verschwiegen wird, ist mehr als seltsam. Da&szlig; aber *der ganz zentrale Punkt* nicht erw&auml;hnt wird &ndash; die Finanzierung zu 5, 6 oder 7 Prozent durch einen Privaten im Vergleich zu 1 Prozent (auf 30 Jahre) durch Staatsanleihen verdoppelt mal eben die Kosten eines Autobahnbaus -, da&szlig; kann ich nur noch als bewu&szlig;te Manipulation verstehen. Gut, der SPIEGEL steht halt auf der Seite der Verm&ouml;genden und braucht Anzeigenkunden&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufschwung am EU-Arbeitsmarkt kommt nicht bei allen an<\/strong><br>\nDer Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie gewachsen. Nach einer am Montag vorgestellten Studie zur sozialen Gerechtigkeit (&bdquo;Social Justice Index 2016&ldquo;) stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent; 2013 lag er noch bei 7,2 Prozent. Auch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, so die Bertelsmann-Stiftung in G&uuml;tersloh.<br>\nZwar sei der Negativtrend der vergangenen Jahre bei der Bewertung der sozialen Gerechtigkeit in den 28 L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union gestoppt. Der Index, der 2014 mit 5,62 seinen Tiefpunkt erreicht hatte, stieg 2016 im EU-Schnitt auf 5,75. Vor der Wirtschaftskrise 2008 lag er noch bei 6,60. Aber noch immer sei mit 118 Millionen jeder vierte EU-B&uuml;rger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.<br>\nDie Gr&uuml;nde sehen die Autoren der Studie im wachsenden Niedriglohnsektor und einer Spaltung der Arbeitsm&auml;rkte in regul&auml;re und atypische Formen von Besch&auml;ftigung.<br>\nProblematisch sehen die Autoren in der Bundesrepublik das nach wie vor hohe Armutsrisiko sowie Probleme bei der sozialen Durchl&auml;ssigkeit im Bildungssystem. Der Anteil der von Armut bedrohten Vollzeitbesch&auml;ftigten ist in Deutschland von 5,1 Prozent (2009) auf 7,1 Prozent (2015) gestiegen. Eine leichte Verbesserung gegen&uuml;ber 2014 (7,5 Prozent) deute auf erste Wirkungen nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns im Jahre 2015 hin, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/aufschwung-am-eu-arbeitsmarkt-kommt-nicht-bei-allen-an-14526857.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist blanker Zynismus: &bdquo;Die Gr&uuml;nde sehen die Autoren der Studie im wachsenden Niedriglohnsektor und einer Spaltung der Arbeitsm&auml;rkte in regul&auml;re und atypische Formen von Besch&auml;ftigung.&ldquo; Gerade die Bertelsmann-Stiftung war ein wesentlicher Antreiber bei der Durchsetzung der Agenda 2010.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>118 Millionen EU-B&uuml;rgern droht Armut<\/strong><br>\nDer Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie gestiegen. Laut dem &ldquo;Social Justice Index 2016&rdquo;, der von der Bertelsmann-Stiftung erhoben wird, stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent. Das hei&szlig;t: Millionen Menschen in der EU sind von Armut bedroht, obwohl sie einen Vollzeitjob haben. Vor drei Jahren lag der Anteil noch bei 7,2 Prozent.<br>\nAuch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, so die Autoren der Studie. F&uuml;r die Studie werden j&auml;hrlich anhand von 35 Kriterien sechs Bereiche beleuchtet, darunter Armut, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Generationengerechtigkeit.<br>\nLaut der Studie ist jeder vierte EU-B&uuml;rger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht &ndash; insgesamt sind das 118 Millionen Menschen. Die Gr&uuml;nde sehen die Autoren der Studie vor allem im wachsenden Niedriglohnsektor.<br>\nDer Anstieg der sogenannten working poor &ndash; also Menschen, die trotz Arbeit von Armut bedroht sind -, bereitet den Studienautoren gro&szlig;e Sorgen. &ldquo;Ein steigender Anteil von Menschen, die dauerhaft nicht von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen, untergr&auml;bt die Legitimit&auml;t unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung&rdquo;, erkl&auml;rte der Vorsitzende der Stiftung, Aart De Geus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/social-justice-index-2016-18-millionen-eu-buergern-droht-armut-a-1121113.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was sagte Gerhard Schr&ouml;der auf seiner <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27937\">Rede in Davos (2005)<\/a>:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. (&hellip;) Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.&rdquo; <\/em><br>\n<em>Wetten, dass er bis heute nicht ernsthaft dar&uuml;ber nachgedacht hat, diese Ansicht zu &uuml;berdenken &ndash; von einer Revision ganz zu schweigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jobcenter k&uuml;rzen Zehntausenden Familien Hartz-IV-Zahlungen<\/strong><br>\nDie staatlichen Zuwendungen f&uuml;r Arbeitslosengeld-II-Bezieher sind sehr knapp bemessen, das gilt f&uuml;r B&uuml;rger mit und ohne Kinder. Und wenn Hartz-IV-Empf&auml;nger ihre sogenannten Pflichten nicht erf&uuml;llen, werden sie mit Geldentzug bestraft. Auch das gilt f&uuml;r Menschen mit und ohne Kinder. Im vorigen Jahr gab es jeden Monat durchschnittlich rund 132 000 Hartz-IV-Bezieher, die mit Sanktionen belegt wurden. Etwa weil sie nicht zu einem Termin beim Jobcenter erschienen waren oder ein Arbeitsangebot abgelehnt hatten. Unter den Bestraften waren monatlich 42 700 Arbeitslosengeld-II-Empf&auml;nger, die mit Kindern in einem Haushalt lebten. Das zeigt eine Sonderauswertung von Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r das Kooperationsprojekt &raquo;O-Ton Arbeitsmarkt&laquo;. Die Daten sollen am Montagnachmittag ver&ouml;ffentlicht werden und liegen dem &raquo;neuen deutschland&laquo; bereits vor.<br>\nDemnach gab es im vorigen Jahr monatlich 2600 Hartz-IV-Empf&auml;nger mit Kindern, die gar keine Zahlungen mehr erhielten &ndash; darunter 220 Alleinerziehende. In den F&auml;llen w&uuml;rden den Betroffenen auch Miet- und Heizkosten nicht mehr erstattet. Diese K&uuml;rzung m&uuml;sse aber durch eine entsprechend h&ouml;here Zahlung an die anderen Haushaltsmitglieder ausgeglichen werden, weil ansonsten eine rechtswidrige Sippenhaftung entst&uuml;nde, erl&auml;utert Stefan Sell, Direktor des Instituts f&uuml;r Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung der Hochschule Koblenz. Sein Institut ist am Projekt &raquo;O-Ton Arbeitsmarkt&laquo; beteiligt, das Hintergrundinformationen zum Jobmarkt liefert. Der Sozialforscher erl&auml;utert: Ab einer 30-prozentigen K&uuml;rzung der Leistungen m&uuml;sse das Jobcenter Lebensmittelgutscheine ausgeben, wenn minderj&auml;hrige Kinder im Haushalt leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1032027.jobcenter-kuerzen-zehntausenden-familien-hartz-iv-zahlungen.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Mindestlohn-Ausnahme f&uuml;r Langzeitarbeitslose ist sinnlos und diskriminierend<\/strong><br>\nMit Einf&uuml;hrung des Mindestlohns wurde f&uuml;r Langzeitarbeitslose eine Ausnahmeregel erlassen. Bei Neueinstellung sollen sie in den ersten sechs Monaten zu Geh&auml;ltern unterhalb des Mindestlohns arbeiten d&uuml;rfen. Eine breit angelegte Analyse ergab, dass die Regelung v&ouml;llig nutzlos ist. Zeit, sie abzuschaffen, k&ouml;nnte man meinen. Doch einige von Deutschlands vermeintlichen Top-&Ouml;konomen kommen zu anderen, von der Realit&auml;t unbeirrten Schl&uuml;ssen.<br>\nDie Regelung, Langzeitarbeitslose (Arbeitssuchende, die mehr als ein Jahr arbeitslos sind) f&uuml;r die ersten sechs Monate nach Neueinstellung vom Mindestlohn auszunehmen, ist praktisch wirkungslos, dar&uuml;ber hatten diverse Zeitungen bereits im Juni 2016 berichtet. Grundlage f&uuml;r dieses arbeitsmarktpolitisch wenig schmeichelhafte Urteil bildete die Ver&ouml;ffentlichung einer vom Arbeitsministerium beim Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Expertise. Das IAB hatte darin schlicht keine Belege daf&uuml;r finden k&ouml;nnen, dass Arbeitgeber aufgrund der Ausnahmeregelung verst&auml;rkt Langzeitarbeitslose unter Mindestlohn eingestellt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1959\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Smarte Form der Privatisierung<\/strong><br>\n&Ouml;PP-Projekte sind teuer f&uuml;r den Staat. Auch bei der geplanten Infrastrukturgesellschaft Verkehr drohen enorme Verluste.<br>\nBund und L&auml;nder einigten sich am 14. Oktober darauf, eine &bdquo;privatrechtlich organisierte Infrastrukturgesellschaft Verkehr&ldquo; einzusetzen, wie es im Beschluss hei&szlig;t. Carl Wa&szlig;muth, Gr&uuml;nder von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand und einer der sachkundigsten Kritiker von &Ouml;PP-Vorhaben, informierte daraufhin die Ministerpr&auml;sidenten in einem offenen Brief &uuml;ber die Folgen des Beschlusses.<br>\nIm Februar 2016 hatte er in einer Studie f&uuml;r Verdi und die Luxemburg-Stiftung die Kosten der Autobahnprivatisierung bis 2045 &ndash; eine g&auml;ngige Zeitspanne bei &Ouml;PP &ndash; auf bis zu 300 Milliarden Euro taxiert. Demnach verursachen die Investitionen Kosten von 162 Milliarden, f&uuml;r die Substanzerhaltung m&uuml;ssen 114 Milliarden aufgebracht werden und der Nachholbedarf f&uuml;r die jahrelang unterbliebene Substanzerhaltungsinvestitionen verschlingt 23,4 Milliarden.<br>\nDer taz sagte Wa&szlig;muth: &bdquo;Die neue Gesellschaft dient ausschlie&szlig;lich dazu, damit &Ouml;PPs zu machen. &Ouml;PP wurde ja dazu erfunden, um eine &sbquo;smarte&lsquo; Form von Privatisierung zu bekommen.&ldquo; Eine Privatisierung, der Politiker wie Gabriel einen anderen Namen geben k&ouml;nnen.<br>\nBei &Ouml;PP zahlen die SteuerzahlerInnen f&uuml;r Renditeerwartungen von Konzernen und f&uuml;r Gewinngarantien. PolitikerInnen schlagen Kapital daraus, weil sie Bauvorhaben realisieren k&ouml;nnen, ohne die Restriktionen des Haushaltes wie die Schuldenbremse zu ber&uuml;cksichtigen. Risiken f&uuml;r scheiternde Projekte tr&auml;gt zumeist der Staat. Das macht &Ouml;PP viel teurer als konventionelle Bewirtschaftung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Oeffentlich-private-Partnerschaften\/!5353759\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie CDU und CSU die Ver&ouml;ffentlichung ihrer Lobbykontakte verhindern wollten<\/strong><br>\nNach einer abgeordnetenwatch.de-Klage kam 2015 ans Licht, welche Lobbyisten einen Hausausweis zum Bundestag erhalten hatten. Interne Dokumente belegen nun, wie CDU und CSU die Ver&ouml;ffentlichung ihrer Lobbykontakte unter allen Umst&auml;nden verhindern wollten &ndash; und das, obwohl selbst Parlamentspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) und die Anw&auml;lte des Bundestages erhebliche Zweifel daran hatten, dass sich die Herausgabe juristisch abwenden lie&szlig;e.<br>\nAm Ende war es dann doch nicht geheimzuhalten, wem CDU und CSU einen Zugang zum Deutschen Bundestag verschafft hatten: Den R&uuml;stungskonzernen EADS, Northrop Grumman und Krauss-Maffei Wegmann, der PR- und Lobbyagentur EUTOP, Pharmaunternehmen wie Bayer, Merck oder Novartis, der Fracking- und der Autolobby, Banken, Versicherungen, gro&szlig;en Verlagsh&auml;usern. Insgesamt 757 Vertreter von Unternehmen, Verb&auml;nden und Organisationen erhielten seit der letzten Wahl einen Bundestagshausausweis &uuml;ber die Union &ndash; zum Vergleich: Alle anderen Fraktionen bewilligten zusammen gerade einmal 346 Zugangsscheine (die komplette Lobbyliste finden Sie am Ende dieses Textes).<br>\nDass sich die &Ouml;ffentlichkeit im November 2015 erstmals ein umfassendes Bild von den Lobbykontakten der Fraktionen machen konnte, war das Ergebnis einer erfolgreichen abgeordnetenwatch.de-Klage gegen den Deutschen Bundestag. Interne Unterlagen zeigen nun, wie CDU und CSU im Laufe der juristischen Auseinandersetzung versucht haben, die Herausgabe der Lobbyliste zu verhindern. Die Dokumente &ndash; mehrere hundert Seiten an Korrespondenzen, Aktenvermerken, Notizen und Vorlagen &ndash;, musste die Bundestagsverwaltung auf Antrag von abgeordnetenwatch.de nach dem Informationsfreiheitsgesetz herausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2016-11-02\/wie-cdu-und-csu-die-veroffentlichung-ihrer-lobbykontakte-verhindern-wollten\">Abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Griechenland und die USA<\/strong><br>\nBei seinem letzten Europa-Besuch wird der scheidende US-Pr&auml;sident eine Grundsatzrede halten. In Athen will Barack Obama f&uuml;r den Erhalt der demokratischen Werte werben. Die Griechen wiederum erhoffen sich vor allem praktische Unterst&uuml;tzung im Kampf f&uuml;r Schuldenerleichterungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vom-feind-zum-freund-griechenland-und-die-usa.795.de.html?dram:article_id=371306\">deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oh je, gerade in Griechenland will Obama noch einmal &bdquo;f&uuml;r den Erhalt der demokratischen Werte werben&ldquo;. Die griechischen B&uuml;rger k&ouml;nnen ihn bestimmt etwas &uuml;ber die &bdquo;europ&auml;ischen Werte&ldquo; erz&auml;hlen, die gerade jetzt Merkel so beschw&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Herbst des Lebens im sozialen Winter<\/strong><br>\nDie Union gibt sich mal wieder progressiv in Sachen Rente. Sie findet, man sollte sie an die Lebenserwartung koppeln. Das klingt vielleicht nicht gleich richtig gut, weil Rentenreform ja immer Mehrarbeit bedeutete in den letzten Jahren. Aber der Vorschlag tut wenigstens so, als gr&uuml;nde er auf rationale Prozesse, als w&auml;re er eine Art von Vernunftskompromiss. Das h&ouml;rt sich jedenfalls mal wieder wohldurchdacht an, denn wenn die Menschen &auml;lter werden, k&ouml;nnen sie ja von der gewonnenen Zeit auch noch ein bisschen in einen Arbeitsplatz stecken. Klingt logisch, oder nicht? Aber von welcher Lebenserwartung spricht die Union eigentlich da? Von einer generellen? Aber alle werden doch gar nicht so alt, wie es durchschnittlich ermittelt wird. Das ist nicht nur Gl&uuml;ck oder Gesundheit und somit der genetischen Lotterie geschuldet, sondern hat insbesondere soziale Gr&uuml;nde.<br>\nWenn man den Renteneintritt an die Lebenserwartung aller koppelt, dann ist das unfair gegen&uuml;ber den Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen, die keinen oder nur wenig Zugewinn verzeichnen. Wir sprechen hier von den so genannten &raquo;unteren Statusgruppen&laquo;. Au&szlig;erdem muss die Frage erlaubt sein, was die Rentenreformer zu tun gedenken, falls die Lebenserwartung zur&uuml;ckgeht: Wird man dann das Eintrittsalter wieder vorverlegen? Es gibt eben immer noch biologische Grenzen, man kann nicht so vermessen sein zu glauben, dass da st&auml;ndig Lebensjahre gewonnen werden k&ouml;nnen. Diese omin&ouml;se Berechnungen eines K&ouml;lner Wirtschaftswissenschaftlers, die letzte Woche durch die Medien gingen und die uns alle wissen lie&szlig;en, dass die im Jahr 2016 geborenen Menschen je nach Geschlecht zwischen 90 und 93 Jahre im Durchschnitt werden w&uuml;rden, kann man nur als plumpe Meinungsmache begreifen.Doch just in dem Moment st&uuml;rzte sich die konservative Presse auf die Zahlen und zog Schl&uuml;sse: L&auml;ngere Lebensarbeitszeit. Dass einer solchen Zukunftsdeuterei nicht der Hauch seri&ouml;ser Wissenschaft umweht, ignoriert man gerne mal, wenn man so eine publizistische Mission hat. Woher will der Mann wissen, was in Zukunft geschieht und wie das durchschnittliche Lebensalter im Jahre 2106 aussieht? Was da alles dazwischenkommen kann &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/11\/der-herbst-des-lebens-im-sozialen-winter.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der 4D-Effekt<\/strong><br>\nDeligitimiert, d&auml;monisiert, doppelter Standard: Was anderen als Antisemitismus vorgeworfen wird, macht Israel mit den Pal&auml;stinensern schon lange. Noch schlimmer wird das Ganze, wenn noch ein viertes &bdquo;d&ldquo; hinzu kommt: Deutschland.<br>\nIst Kritik an Israels Politik antisemitisch? Die Frage ist seltsam. Ab wann ist kritisches Denken antisemitisch, mithin nicht mehr statthaft? Kritisches Denken ist immer statthaft!<br>\nIsrael ist eine ethnisch abgestufte Demokratie. Die meisten Rechte haben j&uuml;dische B&uuml;rger, dann kommen nichtj&uuml;dische B&uuml;rger und dann nichtj&uuml;dische Jerusalemer. Danach kommen die Rechtlosen: &Uuml;ber die vielen nichtj&uuml;dischen Bewohner des besetzten Westjordanlands herrscht Israels Milit&auml;rdiktatur. Die Bewohner Gasas hat Israel seit 2006 eingekerkert und bringt sie alle paar Jahre wieder zu Hunderten um.<br>\nDie wesentliche Frage ist allein, ob diese Beschreibung den Tatsachen entspricht. Was z&auml;hlt, sind Fakten. Die Person, die diese Fakten nennt, einen &bdquo;Antisemiten&ldquo; zu nennen, w&auml;re ein reines &bdquo;ad hominem&ldquo;-Argument, also Herabsetzen der Person, um nicht sachlich argumentieren zu m&uuml;ssen.<br>\nEs wird manchmal behauptet, man k&ouml;nne antisemitische Kritik daran erkennen, dass Israel &bdquo;d&ldquo;eligitimiert und &bdquo;d&ldquo;&auml;monisiert und mit &bdquo;d&ldquo;oppeltem Standard (= zweierlei Ma&szlig;) gemessen werde. F&auml;llt denjenigen, die das behaupten, nicht auf, dass Israels Politik seit eh und je diese &bdquo;drei Ds&ldquo; auf die Pal&auml;stinenser anwendet?\n<ul>\n<li>Delegitimierung: &bdquo;Es gibt kein pal&auml;stinensisches Volk&ldquo;; &bdquo;*Wir* brachten die W&uuml;ste zum Bl&uuml;hen&ldquo;; &bdquo;sie wurden nicht vertrieben; ihre Muftis haben ihnen befohlen zu gehen.&ldquo; &bdquo;Gott hat uns dieses Land gegeben.&ldquo;<\/li>\n<li>D&auml;monisierung: Die gew&auml;hlte Hamas-Regierung (wie fr&uuml;her die PLO) wird grunds&auml;tzlich mit herabsetzenden Beinamen versehen wie &bdquo;radikalislamistisch&ldquo;, &bdquo;terroristisch&ldquo;, &bdquo;fundamentalistisch&ldquo;. &bdquo;Sie heiligen den Tod, wir heiligen das Leben&ldquo; (Netanjahu). &bdquo;Die Araber zwingen uns, ihre Kinder zu t&ouml;ten&ldquo; (Golda Meir). Nicht wenige nationalreligi&ouml;se Juden sehen in den Arabern &bdquo;Amalek&ldquo; (das mythische Bibelvolk, das Israel vernichten wollte).<\/li>\n<li>Doppelter Standard: Wie oben im ersten Absatz eingef&uuml;hrt, misst Israel seine j&uuml;dischen und nichtj&uuml;dischen Bewohner mit zweierlei Ma&szlig; in ihren materiellen Rechten (Aufenthaltsrechte, Immobilienbesitz, staatlich Zusch&uuml;sse u.a.).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Wenn die &bdquo;3Ds&ldquo; ein Merkmal von Antisemiten sind, dann ist Israels Politik schon lange antisemitisch &ndash; aber nicht gegen Juden, sondern gegen Pal&auml;stinenser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/der-semit.de\/der-4d-effekt-2\/#more-1468\">Der Semit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Polizei r&uuml;stet auf<\/strong><br>\nHamburg hat seit Montag einen gepanzerten Transporter f&uuml;r die Polizei. Andere Bundesl&auml;nder wollen angesichts der Terrorgefahr nachziehen. F&uuml;r die Waffenindustrie er&ouml;ffnet das einen ganz neuen Markt.<br>\nMassiv steht das dunkelblaue Fahrzeug mit dem Kennzeichen &bdquo;HH 7449&ldquo; auf dem Gel&auml;nde der Hamburger Polizeiakademie. Knapp zehn Tonnen schwer, gepanzert gegen Beschuss aus Sturmgewehren, bis zu 100 Stundenkilometer schnell: Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) stellte am Montag als erster Polizeiminister den Radpanzer &bdquo;Survivor I&ldquo; vor &ndash; im Paket mit neuen Sturmgewehren, Helmen und Schutzwesten.<br>\nDie deutsche Polizei r&uuml;stet auf. Das bedeutet Auftr&auml;ge f&uuml;r Unternehmen, die bislang vor allem Streitkr&auml;fte ausr&uuml;sten. Allein in Hamburg, nach Bev&ouml;lkerungszahl viertkleinstes Bundesland, flie&szlig;en 4,5 Millionen Euro in die milit&auml;r&auml;hnliche Ausstattung, zu einem gro&szlig;en Teil zus&auml;tzlich zu den regul&auml;ren Ausr&uuml;stungs-Ausgaben der Polizei. Denn die neue Ausr&uuml;stung l&ouml;st keine alten Fahrzeuge ab &ndash; bislang war Kriegsgef&auml;hrt in der Polizei schlicht nicht n&ouml;tig. Auch Berlin und Sachsen haben bereits angek&uuml;ndigt, einen Survivor-Wagen anschaffen zu wollen.<br>\nDie R&uuml;stungssparte beschert dem R&uuml;stungs- und Autozulieferkonzern Rheinmetall in den ersten neun Monaten ein kr&auml;ftiges Umsatzplus. Insbesondere bei Waffen und Munition schoss der Absatz in die H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/radpanzer-und-sturmgewehre-die-polizei-ruestet-auf\/14839952.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es sollte klar sein, eine derartige Ausr&uuml;stung l&auml;sst sich nicht nur gegen &bdquo;Terroristen&ldquo; einsetzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&laquo;Trump-Debatte widerspiegelt Egozentrik des Journalismus&raquo;<\/strong><br>\nFast kein namhaftes Medium in den USA sprach sich f&uuml;r Donald Trump aus. Trotzdem wurde er zum neuen US-Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt. Medienmanager Wolfgang Blau sagt, was Journalisten besser h&auml;tten machen k&ouml;nnen &laquo;Mehr Empathie w&uuml;rde gut tun.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/us-wahlen\/trump-debatte-widerspiegelt-egozentrik-des-journalismus\">SRF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Versteinerung der Herzen<\/strong><br>\nDie sich in immer mehr Lebensbereiche ausbreitende Logik des Kapitalismus schafft einen psychopathischen Sozialcharakter. &Uuml;ber den Ursprung und die Ausbreitung sozialer K&auml;lte<br>\nIn der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 29.\/30. Oktober 2016 stie&szlig; ich auf eine Meldung, die mich seit der Lekt&uuml;re nicht mehr losgelassen hat. Am Nachmittag des 3. Oktober 2016, also am Tag der Deutschen Einheit, brach ein 82j&auml;hriger Mann im Foyer einer Essener Bank zusammen. Statt sich um ihn zu k&uuml;mmern, stiegen in den folgenden 20 Minuten mehrere Kunden &uuml;ber den am Boden liegenden Mann hinweg oder machten einen gro&szlig;en Bogen um ihn. &raquo;Teilweise gingen sie nah an dem Sterbenden vorbei oder stiegen hin&uuml;ber, um ihre eigenen Finanzgesch&auml;fte durchzuf&uuml;hren&laquo;, hei&szlig;t es von seiten der Ermittler. Anschlie&szlig;end h&auml;tten die Kunden den Vorraum wieder verlassen.<br>\nAuf den Videoaufnahmen ist laut Polizei zu sehen, wie etwa f&uuml;nf Minuten nach dem Zusammenbruch die erste Person den Vorraum betritt und den Mann ignoriert. Dieser habe mitten in dem Raum gelegen und sei gut gekleidet gewesen, sagte der Polizeisprecher. Erst der f&uuml;nfte Kunde habe den Rettungsdienst alarmiert. Der Mann ist wenige Tage nach dem Zusammenbruch verstorben. Erst sein Tod war der Anlass, &uuml;ber den Vorfall breiter zu berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/11-12\/052.php\">G&ouml;tz Eisenberg in der Jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Veranstaltungstipp: Wandel durch Abwendung &ndash; Was Deutschland und Europa in ihren Beziehungen zu Russland nicht sehen wollen<\/strong><br>\nVortrag und Gespr&auml;ch mit S. E. Wladimir M. Grinin, Au&szlig;erordentlicher und Bevollm&auml;chtigter Botschafter  der Russischen F&ouml;deration in der Bundesrepublik Deutschland. Freitag 18.11.16 um 19:00 Uhr auf Gut G&ouml;delitz<br>\nAls der britisch-australische Historiker Christopher Clark 2014 mit seinem Buch &bdquo;Die Schlafwandler -Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog&ldquo; &ndash; Deutschland von der alleinigen Kriegsschuld freisprach, war dies das am meisten beachtete und kontrovers diskutierte Buch, das zum 100. Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges auf den Markt kam.<br>\nSeine wichtigste These: Alle Kriegsteilnehmer waren davon &uuml;berzeugt, dass nur sie angegriffen wurden, dass nur sie Opfer waren, die sich wehren mussten. Keine Nation und deren politische F&uuml;hrung hat sich der M&uuml;he unterzogen, sich einmal in die Position des Anderen hinein zu versetzen und dessen Interessen und emotionale Lage zur Kenntnis zu nehmen und politisch umzusetzen. Und so nahm die erste gro&szlig;e Katastrophe des 20. Jahrhunderts seinen Lauf.<br>\nHaben wir aus der Geschichte gelernt? Ja, kurze Zeit &ndash; die Kennedy-Administration nach der Cuba-Krise und die deutsche Regierung Brandt\/Scheel nach 1969. Mit der von Egon Bahr Mitte der 60er Jahre unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; konzipierten und danach in m&uuml;hevollen Verhandlungen umgesetzten Entspannungspolitik gab es einen Interessenausgleich von Ost und West, der bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion anhielt. Nach der friedlichen Revolution, in die die in der DDR stationierten sowjetischen Truppen nicht eingriffen, hofften viele Menschen in Deutschland und Russland auf eine neue Zeit, Gorbatschow sprach von einem gemeinsamen Europ&auml;ischen Haus.<br>\nSowohl der damalige US-Pr&auml;sident Bush, als auch zahlreiche westliche Politiker erteilten einer NATO-Osterweiterung eine klare Absage. Leider nur m&uuml;ndlich. Was dann erfolgte, waren Handlungen des Siegers verbunden mit einer Serie von Dem&uuml;tigungen: Pr&auml;sident Jelzin lie&szlig; dem westlichen Neoliberalismus freien Lauf, das Imperium zerfiel, eine kleine Clique bediente sich aus dem Volksverm&ouml;gen. Die NATO r&uuml;ckte nach Osten vor und weckte die alten Einkreisungs&auml;ngste der Russen. Wegen der m&ouml;glichen nuklearen Bedrohung durch den Iran wurden in Rum&auml;nien Raketenstellungen installiert. Nachdem diese Gefahr, an die kein vern&uuml;nftiger Mensch glaubte, gebannt war, wird nun 2018 eine weitere Raketenstellung in Polen installiert.<br>\nImmer mehr mitteleurop&auml;ische L&auml;nder traten der Europ&auml;ischen Union bei, ohne dass Russland ebenfalls dazu eingeladen worden w&auml;re. Als auch die Ukraine &ndash; aus Sicht der Russen durch einen Putsch &ndash; Teil der westlichen Interessensph&auml;re zu werden drohte, reagierte der russische Pr&auml;sident mit harten Gegenma&szlig;nahmen. Die Krim wurde per Volksabstimmung Russland angegliedert und Teile der Ukraine mit russischer milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzung in ein Kriegsgebiet verwandelt. Und deutsche Soldaten sind mittlerweile in Litauen an der Grenze zu Russland eingesetzt.<br>\nAll dies trug dazu bei, dass es im Verh&auml;ltnis zu Russland und seinem Pr&auml;sidenten in Politik und Medien des Westen &ndash; mit massiver Unterst&uuml;tzung der USA &ndash; nur noch Gut und B&ouml;se gibt. Wir sind die Guten?<br>\nWer einmal die Rede Putins nachliest, die er 2001 vor dem Bundestag in deutscher Sprache gehalten hat, wer einmal das Interview zur Kenntnis nimmt, das Putin 2016 der BILD-Zeitung gab, der muss begreifen, dass diese einseitige Sicht auf Russland und seinen Pr&auml;sidenten auch etwas mit unserer Unf&auml;higkeit zu tun hat, die Ursachen der Abk&uuml;hlung unseres Verh&auml;ltnisse zu Russland zu bedenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gut-goedelitz.de\/2016\/11\/wandel-durch-abwendung-was-deutschland-und-europa-in-ihren-beziehungen-zu-russland-nicht-sehen-wollen-wandel-durch-abwendung-was-deutschland-und-europa-in-ihren-beziehungen-zu-russland-nicht-seh\/\">Gut G&ouml;delitz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: A Letter to the US<\/strong><br>\nTo the citizens of the United States of America, in light of your failure to elect a competent President of the USA and thus to govern yourselves, we hereby give notice of the revocation of your independence, effective today.<br>\nHer Sovereign Majesty Queen Elizabeth II resumes monarchical duties over all states, commonwealths and other territories. Except Utah, which she does not fancy.<br>\nYour new prime minister (The Right Honourable Theresa May, MP for the 97.8% of you who have, until now, been unaware there&rsquo;s a world outside your borders) will appoint a minister for America. Congress and the Senate are disbanded. A questionnaire circulated next year will determine whether any of you noticed.<br>\nTo aid your transition to a British Crown Dependency, the following rules are introduced with immediate effect: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cogink.com\/cleese\/\">John Cleese<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was w&auml;re die Welt nur ohne den g&ouml;ttlichen englischen Humor? ;-)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35825","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35825"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35825\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35827,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35825\/revisions\/35827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}