{"id":35834,"date":"2016-11-16T08:22:00","date_gmt":"2016-11-16T07:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834"},"modified":"2016-11-16T08:22:00","modified_gmt":"2016-11-16T07:22:00","slug":"hinweise-des-tages-2754","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h01\">US-Wahl: Die Bankrotterkl&auml;rung eines ganzen Milieus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h02\">Gabriel sieht Deutschland gegen Radikalisierung gewappnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h03\">Steinmeier &ndash; Absage an Rot-Rot Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h04\">Hat Clintons Algorithmus versagt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h05\">Break Up the Democratic Party: It&rsquo;s Time for the Clintons and Rubin to Go &ndash; and Soros Too<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h06\">Rechnungshof kritisiert Autobahn-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h07\">Verlustverrechnung: Bundesregierung und EU-Kommission wollen neue T&uuml;ren f&uuml;r Steuervermeidung &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h08\">Wirtschaftskrieg: Wie die USA ihr Recht weltweit durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h09\">Steueroasen: Star&ouml;konom Stiglitz attackiert Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h10\">Deutsche Schuldenbremse: die wahre Belastungsprobe steht noch aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h11\">&bdquo;Die Leute haben Zukunfts&auml;ngste&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h12\">Landgrabbing in Brandenburg &ndash; Erbeutetes Bauernland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h13\">Die Supermacht Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h14\">Afghanistan: US-Soldaten sollen Kriegsverbrechen begangen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h15\">Albanien: Tiranas Neue Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h16\">Brennpunkt Duisburg-Marxloh: Zwischen Multikulti-Pott und sozialer Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35834#h17\">Das Letzte: Die Sorgen der Arschl&ouml;cher<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Wahl: Die Bankrotterkl&auml;rung eines ganzen Milieus<\/strong><br>\nDie Reaktionen auf den Wahlsieg Donald Trumps sind so bezeichnend wie ersch&uuml;tternd. In Redaktionen, Parteien und akademischen Einrichtungen hat sich offenbar ein Milieu gebildet, das den Kontakt zu gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung verloren hat (&hellip;) Doch nicht nur der politische Autismus einer ganzen medialen und politischen Kaste irritierte nachhaltig. Noch ungleich verwirrender war die moralische und menschliche Arroganz, die sich in einer Unzahl von Kommentaren Bahn brach. Denn die Ursache f&uuml;r das Wahlergebnis waren sofort zur Hand: der Aufstand der Verlierer, der alten wei&szlig;en M&auml;nner, der Arbeitslosen, Ungebildeten und sozial Prek&auml;ren. Abgesehen davon, dass Trumps 60.051.402 W&auml;hler (Stand 10.11., 10.00 Uhr) unm&ouml;glich ausschlie&szlig;lich wei&szlig;e, ungebildete und arbeitslose M&auml;nner sein k&ouml;nnen, verbl&uuml;fft die Empathielosigkeit, ja die kaum verhohlene Verachtung, die aus so vielen Kommentaren trieft. Gegen&uuml;ber den W&auml;hlern Trumps, sofern diesen nicht gleich jede intellektuelle F&auml;higkeit abgesprochen wird, begibt sich der deutsche Wahlkommentator gerne in die Rolle des Therapeuten: Im Grunde, so wird suggeriert, seien die Anh&auml;nger Trumps so etwas wie Patienten, Verirrte, die mit sozialarbeiterischen und psychotherapeutischen Ma&szlig;nahmen von ihrem Wahn befreit werden m&uuml;ssten. Das ist nicht nur unversch&auml;mt, sondern vor allem von einer analytischen Schw&auml;che, die in ihrer Einfallslosigkeit verbl&uuml;ffend ist &ndash; abgesehen davon, dass sich die Frage stellt, wer hier wirklich von welchem Wahn befreit werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cicero.de\/berliner-republik\/reaktionen-auf-die-uswahl-die-bankrotterklaerung-eines-ganzen-milieus\">Cicero.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gabriel sieht Deutschland gegen Radikalisierung gewappnet<\/strong><br>\nAuf dem Arbeitgebertag lobt der Vizekanzler die Sozialpartnerschaft in Deutschland. Sie sei ein Erfolgsgeheimnis, das eine Radikalisierung wie in den USA verhindere. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist der Ansicht, dass der Wahlsieg des Milliard&auml;rs Donald Trump in den USA und die dort voranschreitende Radikalisierung der Gesellschaft nicht mit Deutschland vergleichbar seien: Deutschland werde &ldquo;nicht nach au&szlig;en und nach innen gekennzeichnet durch eine wachsende Radikalisierung&rdquo;, sagte der SPD-Politiker auf dem Deutschen Arbeitgebertag. In Deutschland h&auml;tten soziale Verantwortung und sozialer Ausgleich immer einen hohen Rang gehabt, und das sei eines der ganz gro&szlig;en deutschen Erfolgsgeheimnisse. Darauf k&ouml;nne Deutschland stolz sein. &ldquo;Immer wieder schafft es Deutschland, diese Balance zu finden&rdquo;, sagte der Vizekanzler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-11\/us-wahl-donald-trump-sigmar-gabriel-deutschland-radikalisierung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.W.:<\/strong> Kaum zu fassen. Blind ist Gabriel ja nicht, und Ohren hat er auch. Was fehlt dem Mann, um die Welt um sich herum wahrzunehmen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann, der die Agenda 2010 f&uuml;r eine der gr&ouml;&szlig;ten historischen Leistungen der SPD h&auml;lt, erz&auml;hlt auf dem Deutschen Arbeitgebertag (sic!) in Deutschland h&auml;tten soziale Verantwortung und sozialer Ausgleich immer einen hohen Rang gehabt. Wei&szlig; Gabriel &uuml;berhaupt, wovon er spricht? Nur <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35825#h08\">eine Meldung dazu<\/a>: &bdquo;Jobcenter k&uuml;rzen Zehntausenden Familien Hartz-IV-Zahlungen &ndash; Demnach gab es im vorigen Jahr monatlich 2600 Hartz-IV-Empf&auml;nger mit Kindern, die gar keine Zahlungen mehr erhielten &ndash; darunter 220 Alleinerziehende. In den F&auml;llen w&uuml;rden den Betroffenen auch Miet- und Heizkosten nicht mehr erstattet.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steinmeier &ndash; Absage an Rot-Rot Gr&uuml;n<\/strong><br>\nDie Nominierung des Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten ist eine Absage des SPD-Chefs Sigmar Gabriel an eine Zusammenarbeit mit der Partei DIE LINKE. Nach dem Kampf Gabriels f&uuml;r Ceta, dem v&ouml;llig unzureichenden Gesetz zur Begrenzung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen und einem Erbschaftssteuergesetz, das millionen- oder gar milliardenschwere Firmenerben weitgehend steuerfrei stellt, ist die Wahl Steinmeiers ein Zeichen f&uuml;r die ins Auge gefasste Fortsetzung der &bdquo;Gro&szlig;en Koalition&ldquo; nach der n&auml;chsten Bundestagswahl.Steinmeier steht f&uuml;r Sozialabbau und Interventionskriege, also f&uuml;r eine Politik, die die Partei DIE LINKE grunds&auml;tzlich ablehnt. Die Sozialabbau und Interventionskriege bef&uuml;rwortenden Parteien CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt: Sozialabbau f&uuml;hrt zum Verfall der Gesellschaften und Interventionskriege sind Terrorismus und zugleich der N&auml;hrboden des weltweiten Terrorismus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hat Clintons Algorithmus versagt?<\/strong><br>\nDoch wom&ouml;glich hat das Wahldebakel noch ganz andere Ursachen. Wie die &ldquo;Washington Post&rdquo; berichtet, setzte Clinton bei ihrer Kampagne auf einen komplexen Computeralgorithmus. Der Algorithmus Ada, der nach der britischen Programmier-Pionierin Ada Lovelace benannt ist, spielte bei jeder strategischen Entscheidung der Clinton-Kampagne eine wichtige Rolle: Welche Ressourcen eingesetzt werden, wo die Kandidatin auftritt, wo Wahlkampfwerbung gemacht wird &ndash; alles wurde von der Maschine vorgegeben. (&hellip;) Offensichtlich ist seit dem Erfolg des Statistik-Gurus Nate Silver, der 2012 das Wahlergebnis in allen Bundesstaaten korrekt voraussagte (und diesmal grandios falschlag), eine solche Datengl&auml;ubigkeit verbreitet, dass sich Politiker Rat von Maschinen holen. Der Einsatz dieses vermeintlichen Superrechners l&auml;sst tief in eine Kampagne blicken, in der W&auml;hlergruppen nur noch als Datenpakete gesehen werden und Algorithmen die Agenda bestimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/hat-clintons-algorithmus-versagt\/1429494\">Spektrum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Break Up the Democratic Party: It&rsquo;s Time for the Clintons and Rubin to Go &ndash; and Soros Too<\/strong><br>\nIn the week leading up to last Tuesday&rsquo;s election the press was busy writing obituaries for the Republican Party. This continued even after Donald Trump&rsquo;s &ldquo;surprising&rdquo; victory &ndash; which, like the 2008 bank-fraud crash, &ldquo;nobody could have expected.&rdquo; The pretense is that Trump saw what no other politician saw: that the economy has not recovered since 2008. Democrats still seem amazed that voters are more concerned about economic conditions and resentment against Wall Street (no bankers jailed, few junk mortgages written down). It is a sign of their wrong path that party strategists are holding onto the same identity politics they have used since the 1960s to divide Americans into hyphenated special-interest groups. Obviously, the bottom 95 Percent realize that their incomes and net worth have declined, not recovered. (&hellip;) What is the Democratic Party&rsquo;s former constituency of labor and progressive reformers to do? Are they to stand by and let the party be captured in Hillary&rsquo;s wake by Robert Rubin&rsquo;s Goldman Sachs-Citigroup gang that backed her and Obama? If the party is to be recaptured, now is the moment to move. The 2016 election sounded the death knell for the identity politics. Its aim was to persuade voters not to think of their identity in economic terms, but to think of themselves as women or as racial and ethnic groups first and foremost, not as having common economic interests. This strategy to distract voters from economic policies has obviously failed. (&hellip;) This election showed that voters have a sense of when they&rsquo;re being lied to.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2016\/11\/15\/break-up-the-democratic-party-its-time-for-the-clintons-and-rubin-to-go-and-soros-too\/\">Michael Hudson bei Counterpunch.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine sehr hellsichtige Analyse des &Ouml;konomen Michael Hudson, dessen aktuelles Buch &bdquo;Killing the host&ldquo; in diesen Tagen in einer deutschen &Uuml;bersetzung erscheint (&bdquo;<a href=\"http:\/\/www.klett-cotta.de\/buch\/Gesellschaft_\/_Politik\/Der_Sektor\/35814\">Der Sektor. Warum die globale Finanzwirtschaft uns zerst&ouml;rt<\/a>&ldquo;).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rechnungshof kritisiert Autobahn-Privatisierung<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof beurteilt die Pl&auml;ne von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble f&uuml;r eine privatrechtliche Fernstra&szlig;engesellschaft skeptisch. &ldquo;Eines steht jetzt schon fest: Privates Kapital darf nur dann eingebunden werden, wenn es f&uuml;r den Bund wirtschaftlich ist und den Steuerzahler nicht belastet&rdquo;, sagte Rechnungshof-Pr&auml;sident Kay Scheller am Dienstag in Berlin. Und ob unter diesen Voraussetzungen Renditeerwartungen der Privatwirtschaft immer erreicht werden k&ouml;nnten, d&uuml;rfe bezweifelt werden. (&hellip;) Der Staat k&ouml;nne sich gegenw&auml;rtig fast f&uuml;r null Zinsen Geld zum Bauen leihen. Warum solle es dann zulasten des Haushalts und Steuerzahler teurer werden m&uuml;ssen, sagte Scheller mit Blick auf die geplante Gesellschaft. &ldquo;Das ist doch gar nicht einzusehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/staatskasse-rechnungshof-kritisiert-autobahn-privatisierung-a-1121382.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist ja genau die Frage. Mir ist bisher keine Begr&uuml;ndung von Sch&auml;uble bekannt, au&szlig;er, dass er das so haben will. Dass es allein um ein Geschenk an die Finanzwirtschaft und korruptive Praktiken geht, scheint offensichtlich.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: DGB: Autobahnen dienen dem Gemeinwohl, nicht der Rendite<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Autobahnverwaltung reformieren und dabei mit privaten Akteuren zusammenarbeiten. Der DGB lehnt das ab: Nicht nur die Stra&szlig;en selbst, auch die geplante Infrastrukturgesellschaft m&uuml;sse vollst&auml;ndig in &ouml;ffentlichem Besitz bleiben, sagt Vorstandsmitglied Stefan K&ouml;rzell: &ldquo;Autobahnen d&uuml;rfen kein lukratives Gesch&auml;ftsmodell f&uuml;r Banken und Versicherungen werden&rdquo;. (&hellip;) &ldquo;Eine Beteiligung von Banken und Versicherungen an einer zuk&uuml;nftigen Infrastrukturgesellschaft bedeutet deren schleichende Privatisierung&rdquo;, warnt DGB-Vorsandsmitglied Stefan K&ouml;rzell. &ldquo;Das lehnen wir ab. Autobahnen und Infrastrukturgesellschaft m&uuml;ssen zu 100 Prozent im Besitz des Bundes bleiben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++5d2de6da-ab11-11e6-9f56-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was die Infrastruktur angeht, kann deren Privatisierung evt. als &ldquo;schleichend&rdquo; bezeichnet werden. Insgesamt ist der Privatisierungsprozess allgegenw&auml;rtig &ndash; z.B. im Gesundheitssystem und bei der Rente.&Uuml;brigens: Weshalb sollte eine zumindest Teilprivatisierung des Rentensystems &ndash; in Form von betrieblichen Renten &ndash; besser sein als die Privatisierung von Autobahnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Verlustverrechnung: Bundesregierung und EU-Kommission wollen neue T&uuml;ren f&uuml;r Steuervermeidung &ouml;ffnen<\/strong><br>\nW&auml;hrend wichtige Ma&szlig;nahmen gegen Steuervermeidung von Gro&szlig;unternehmen (aus dem G20-Projekt &ldquo;BEPS&rdquo; und dar&uuml;ber hinaus) in Deutschland noch gar nicht umgesetzt sind, konterkariert die Bundesregierung diese Politik bereits. Sie hat n&auml;mlich einen Gesetzentwurf zur Erweiterung der Verlustverrechnung vorgelegt, der Unternehmensgr&uuml;ndungen und Wagniskapitalinvestitionen zum Ziel habe. Dazu muss man wissen, dass Deutschland im internationalen Vergleich ohnehin schon eine gro&szlig;z&uuml;gige Verlustverrechnung gestattet. Doch nun soll sie noch bzw. wieder steuervermeidungsfreundlicher werden, indem im Fall eines Anteilseignerwechsels in bestimmten F&auml;llen die Verlustverrechnung erhalten bleiben soll. Professor Lorenz Jarass schreibt zu dem Gesetzesentwurf in seiner Stellungnahme f&uuml;r die Anh&ouml;rung am 21. November 2016 im Bundestag: &ldquo;Der Gesetzentwurf beg&uuml;nstigt Steuergestaltungen, behindert eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung, f&uuml;hrt zu enormen Steuerf&auml;llen von j&auml;hrlich 600 Mio. &euro;. Der Gesetzentwurf ist deshalb abzulehnen. Will man tats&auml;chlich auf j&auml;hrlich 600 Mio. &euro; Steuereinnahmen verzichten, sollten besser sozialversicherungspflichtige Lohnsteuerzahler entlastet und Unternehmensgr&uuml;ndungen direkt gef&ouml;rdert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/11\/verlustverrechnung-bundesregierung-und.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftskrieg: Wie die USA ihr Recht weltweit durchsetzen<\/strong><br>\nWaffe Milliardenstrafen &ndash; In Frankreich fordern rechte und linke Parlamentarier ein &ldquo;juristisches Aufr&uuml;sten&rdquo; gegen &ldquo;Erpressung und Missbrauch&rdquo;. Auch den Fall der Deutschen Bank (DB) hatten die beiden franz&ouml;sischen Parlamentarier Pierre Lellouche und Karine Berger bei der Ausarbeitung ihres Berichts f&uuml;r die franz&ouml;sische Nationalversammlung im Blick. Schlie&szlig;lich schossen angesichts der in den USA angek&uuml;ndigte Rekordgeldstrafe von 14 Milliarden US-Dollar sogar Rettungsger&uuml;chte ins Kraut. Zwar ist &uuml;ber den Fall noch nicht entschieden, aber der rechte Lellouche und die sozialistische Berger kennen den Fall der BNP Paribas und andere in Europa. Die gr&ouml;&szlig;te franz&ouml;sische Bank wurde mit 8,9 Milliarden Dollar zur bisherigen H&ouml;chststrafe gegen eine Bank in den USA verdonnert, weil sie gegen die US-Sanktionen gegen Kuba und andere L&auml;nder versto&szlig;en haben soll. US-Gesetze w&uuml;rden zur Waffe, was sich Europa nicht l&auml;nger bieten lassen solle, fordern die Parlamentarier ein &ldquo;juristisches Aufr&uuml;sten&rdquo; in Frankreich und Europa, was angesichts des Wahlausgangs noch dringender sein d&uuml;rfte. (&hellip;) Berger und Lellouche stellen in ihrem Bericht besonders darauf ab, dass das US-Justizministerium seinen Einflussbereich besonders weit definiert. So k&ouml;nnen Gesch&auml;fte zwischen zwei ausl&auml;ndischen Unternehmen schon deshalb zum Gegenstand von Ermittlungen werden, wenn dabei der Dollar als W&auml;hrung zur Abrechnung genutzt wird. Doch das ist bei internationalen Gesch&auml;ften &uuml;blich, schlie&szlig;lich ist der Dollar die Leitw&auml;hrung. Also erhalten die USA durch die weite Auslegung ihrer Gesetze einen zus&auml;tzlichen Hebel. Zu dem Privileg, &uuml;ber die Leitw&auml;hrung zu verf&uuml;gen, bekommen sie ein zus&auml;tzliches Werkzeug, um ihre Hegemonie weltweit durchzusetzen. Damit nicht genug, k&ouml;nnen sogar Transaktionen schon ins Visier der US-Ermittler geraten, wenn sie &uuml;ber das Internet abgewickelt werden und dabei auch Server zum Einsatz kommen, die in den USA stehen. In dem Bericht der beiden Abgeordneten wird auch festgestellt, dass die US-Gesetze bei ausl&auml;ndischen Firmen strenger angewandt w&uuml;rden als bei US-Konzernen. Seit 1977 seien zwar nur 30% der Ermittlungen auf ausl&auml;ndische Firmen entfallen, allerdings haben die bis 2014 insgesamt 67% der gesamten Strafen bezahlen m&uuml;ssen. Von den 15 h&ouml;chsten Sanktionen entfielen zudem 14 auf europ&auml;ische Unternehmen. Die US-Justizbeh&ouml;rden h&auml;tten sich in &ldquo;wahre Pr&auml;mienj&auml;ger&rdquo; gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Unternehmen verwandelt, stellt der Bericht fest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wirtschaftskrieg-Wie-die-USA-ihr-Recht-weltweit-durchsetzen-3465142.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34515\">Und hier frei Haus die Verschw&ouml;rungstheorie f&uuml;rs Wochenende: US-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steueroasen: Star&ouml;konom Stiglitz attackiert Europa<\/strong><br>\nMit viel Tamtam hatte Panamas Regierung eine Expertenkommission einberufen. Sie sollte Vorschl&auml;ge erarbeiten, um Schattenwirtschaft in Steueroasen zu bek&auml;mpfen. Doch weil Panama eine Ver&ouml;ffentlichung der Ergebnisse nicht zusagte, stiegen die prominentesten Mitglieder aus &ndash; und ver&ouml;ffentlichten ihren eigenen Bericht. Darin fordern sie eine komplette Austrocknung der Steueroasen. Europa und den USA werfen sie schwere Vers&auml;umnisse vor. Das Dokument ist eine Abrechnung. Nicht nur mit Panama, sondern auch mit den USA und der Europ&auml;ischen Union. Vor allem aber ist es &ndash; zumindest derzeit &ndash; eine Vision. An diesem Mittwoch stellt Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz dem Panama-Papers-Untersuchungsausschuss des Europaparlaments seinen Report vor. Ein 25-seitiges Dokument, das er gemeinsam mit dem Schweizer Antikorruptionsexperten Mark Pieth verfasst hat. Der Titel: &ldquo;Die Schattenwirtschaft beseitigen&rdquo;. Es ist ein Aufruf zum weltweiten Kampf gegen Steueroasen. Wenn es nach der panamaischen Regierung ginge, w&auml;re dieser Report wohl nie erschienen. Zwar hatte Pr&auml;sident Juan Carlos Varela nach den Panama-Enth&uuml;llungen mit viel Tamtam eine internationale Expertenkommission einberufen, die Vorschl&auml;ge erarbeiten sollte, wie illegale Gesch&auml;fte am Finanzplatz Panama unterbunden werden k&ouml;nnen. Ob die Ergebnisse &uuml;berhaupt ver&ouml;ffentlicht werden, wollte am Ende jedoch offenbar einzig und allein die Regierung entscheiden. Ausgerechnet die beiden prominentesten Mitglieder der Kommission warfen deshalb hin. Schweigen wollten sie aber nicht. W&uuml;rden die Empfehlungen der beiden umgesetzt, w&uuml;rde die internationale Finanzindustrie von einem Tag auf den anderen umgekrempelt. Es w&auml;re das Ende s&auml;mtlicher Steueroasen &ndash; und genau darauf haben es Stiglitz und Pieth abgesehen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/panama-papers-staroekonom-stiglitz-attackiert-europa-1.3250188\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Schuldenbremse: die wahre Belastungsprobe steht noch aus<\/strong><br>\nSeit dem Sommer 2009 steht die so genannte Schuldenbremse im deutschen Grundgesetz. Mit dem Bundeshaushalt 2016 ist die &Uuml;bergangsfrist f&uuml;r den Bund abgeschlossen und die endg&uuml;ltige Regelobergrenze einer maximalen strukturellen Nettokreditaufnahme von 0,35 % des BIP ist in Kraft getreten. Aus diesem Anlass haben wir die Schuldenbremse des Bundes einer ausf&uuml;hrlichen r&uuml;ckblickenden Evaluation unterzogen. Wir zeigen, dass die deutschen Erfolge bei der Haushaltskonsolidierung insbesondere das Ergebnis der sehr g&uuml;nstigen Arbeitsmarktentwicklung waren. In konjunkturell schlechten Zeiten k&ouml;nnte die Regel jedoch zum Problem werden. Die eigentliche Belastungsprobe steht also noch aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/deutsche-schuldenbremse-die-wahre-belastungsprobe-steht-noch-aus\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Die Leute haben Zukunfts&auml;ngste&ldquo;<\/strong><br>\nWer soziale Fragen schleifen l&auml;sst, muss sich nicht &uuml;ber radikale Parteien wundern, meint der ehemalige Sozialrichter und Rentenexperte Dr. J&uuml;rgen Borchert<br>\nFreitag: Warum ist diese Investition in Kinder, Familien und Ausbildung so wichtig? K&ouml;nnen Sie erkl&auml;ren, warum das die Grundlage f&uuml;r die Rentenversicherung ist?<br>\nBorchert: Weil die Rentenversicherung aus dem Arbeitsertrag der Nachwuchsgeneration stammt. Wer aufh&ouml;rt zu arbeiten, lebt zu 100% von dem, was die jungen Leute produzieren. Und das ist das Entscheidende: dass die jungen Leute erstmal da sind. Wir haben mittlerweile die Geburtenzahl seit 1964 halbiert. Und zweitens: dass gut ausgebildet wird. Da stellen wir fest, dass Deutschland das Wunder fertiggebracht hat, die Geburtenzahlen zu halbieren und gleichzeitig den Anteil der Kinder in der Sozialhilfe um das 16-fache zu steigern. Mit der Konsequenz, dass wir heute jedes vierte Kind, das die Schule verl&auml;sst, mit einem Bildungsstand in das Arbeitsleben entlassen, bei dem es am Lesen, Schreiben, Rechnen hapert, und deswegen noch nicht einmal Hilfsarbeiter-T&auml;tigkeiten in Frage kommen.<br>\nFreitag: Warum sagt kein f&uuml;hrender Politiker, was sie gerade ausgef&uuml;hrt haben?<br>\nBorchert: Weil es eine heikle politische Botschaft ist, den Leuten zu sagen, ihr seid seit 30, 40 Jahren belogen worden. Man darf aber auch nicht die politische Gefahr untersch&auml;tzen, die darin liegt, was die RV jetzt aufbeschw&ouml;rt. Wenn wir uns &uuml;berlegen, dass der Sozialstaat und die Demokratie siamesische Zwillinge sind, und wenn wir uns &uuml;berlegen, was es bedeutet, dass immer mehr Menschen bei steigenden Beitr&auml;gen sehen, dass ihre Renten unter Grundsicherungsniveau landen, dann wissen wir, was die Stunde f&uuml;r die Demokratie geschlagen hat. Vor allem weil die Alten die W&auml;hlergruppe sind, die dominant ist.<br>\nFreitag: Und welche Stunde hat geschlagen?<br>\nBorchert: Die Stunde, in der die Demokratie wirklich wackelt. Die Menschen haben auf breiter Front Existenz&auml;ngste. Und Existenz&auml;ngste f&uuml;hren immer zu Extremismus-Reaktionen. Die Leute radikalisieren sich. Man konnte in den 1930er Jahren wunderbar beobachten, was in Deutschland los war, als die breite Masse Existenzangst kriegte. Da waren M&ouml;glichkeiten f&uuml;r radikale Parteien f&uuml;rs Abfischen gegeben. Und etwas &auml;hnliches erleben wir jetzt &ndash; vor allen Dingen mit Nachholeffekt &ndash; in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/hokuspokus\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Landgrabbing in Brandenburg &ndash; Erbeutetes Bauernland<\/strong><br>\nDurch einen zwielichtigen Deal hat der Versicherer M&uuml;nchener R&uuml;ck riesige Agrarfl&auml;chen erworben &ndash; und dabei zwei Millionen Euro Steuern gespart.<br>\nDer gr&ouml;&szlig;te R&uuml;ckversicherungskonzern der Welt, M&uuml;nchener R&uuml;ck, widmet seiner &bdquo;unternehmerischen Verantwortung&ldquo; ein ganzes Kapitel auf seiner Website. Die Mitarbeiter der Firmengruppe, hei&szlig;t es, seien nicht nur zu einem &bdquo;rechtlich&ldquo;, sondern auch &bdquo;ethisch&ldquo; einwandfreien Verhalten verpflichtet. Doch dieses Gel&uuml;bde halten sie nicht immer ein, wie nach taz-Recherchen ein Fall aus Brandenburg zeigt. Die Vergehen reichen von Landgrabbing &ndash; also der illegitimen Aneignung von Land &ndash; bis zum Austricksen des Finanzamts.<br>\nWeil Staaten und Banken kaum noch Zinsen, etwa auf Anleihen, zahlen, investieren Konzerne wie die piekfeine M&uuml;nchener R&uuml;ck AG, die sich gern &bdquo;Munich Re&ldquo; nennt, in Agrarland. &bdquo;Der Umfang&ldquo;, schreibt der Versicherer der taz, &bdquo;liegt im zweistelligen Millionenbereich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Landgrabbing-in-Brandenburg\/!5354610\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Supermacht Europa<\/strong><br>\nAuf deutschen Druck treibt die EU mit neuen Beschl&uuml;ssen ihrer Verteidigungsminister den Aufbau von der NATO unabh&auml;ngiger Milit&auml;rstrukturen voran. Wie die Minister auf ihrem gestern zu Ende gegangenen Treffen entschieden, sollen zun&auml;chst ausgew&auml;hlte EU-Staaten ihre Milit&auml;rkooperation ausbauen; parallel werden ein EU-Logistik- sowie nach M&ouml;glichkeit auch ein Sanit&auml;tskommando errichtet. Zudem ist die Keimzelle f&uuml;r ein zivil-milit&auml;risches EU-Hauptquartier geplant, aus der nach Auskunft des italienischen Au&szlig;enministers dereinst ein EU-Generalstab erwachsen soll. Die Strukturen k&ouml;nnen innerhalb der NATO genutzt werden, sind aber auf lange Sicht auch f&uuml;r eine EU-Armee geeignet. Die Versuche Berlins, die EU in demonstrativer Absetzung gegen&uuml;ber dem k&uuml;nftigen US-Pr&auml;sidenten Trump gegen die USA in Stellung zu bringen, sto&szlig;en auf Widerstand: Gro&szlig;britannien sowie mehrere &ouml;stliche EU-Staaten verweigern sich dem Ansinnen. F&uuml;hrende europ&auml;ische Au&szlig;enpolitiker erkl&auml;ren die EU zur &ldquo;Supermacht&rdquo;, die als &ldquo;Dienstleister f&uuml;r globale Sicherheit&rdquo; gefragt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59483\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Afghanistan: US-Soldaten sollen Kriegsverbrechen begangen haben<\/strong><br>\nAngeh&ouml;rige der US-Armee und des Geheimdienstes CIA haben in Afghanistan m&ouml;glicherweise Kriegsverbrechen begangen. Zu diesem Schluss kommt ein vorl&auml;ufiger Bericht der Chefankl&auml;gerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, Fatou Bensouda. Es gebe &ldquo;eine angemessene Grundlage&rdquo; f&uuml;r die Vermutung, dass neben afghanischen Regierungstruppen und den Taliban auch aufseiten der USA Kriegsverbrechen begangen wurden, teilte Bensouda mit. Den Erkenntnissen zufolge sollen US-Soldaten vor allem in den Jahren 2003 und 2004 wom&ouml;glich mindestens 61 Menschen gefoltert haben. Im selben Zeitraum sollen CIA-Mitarbeiter demnach mindestens 27 Gefangene in Geheimgef&auml;ngnissen in Polen, Litauen und Rum&auml;nien misshandelt haben. Weitere Vorw&uuml;rfe beziehen sich auf sp&auml;tere Vorf&auml;lle bis ins Jahr 2014. Laut Bensouda handelt es sich nicht um Einzelf&auml;lle, sondern offenbar um das Ergebnis einer vors&auml;tzlich betriebenen Politik. Sie werde demn&auml;chst entscheiden, ob sie umfassende Ermittlungen beantragen werde, sagte Bensouda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-11\/usa-afghanistan-folter-kriegverbrechen-ermittlungen-internationaler-strafgerichtshof-den-haag\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Albanien: Tiranas Neue Linke<\/strong><br>\n25 Jahre nach Ende des Hoxha-Regimes gibt es in Albanien eine Neue Linke. Eine, die mit der alten Diktatur genauso wenig am Hut hat wie mit den Regierungsparteien. Ihr Treffpunkt ist das &ldquo;Social Center&rdquo;. Scharf be&auml;ugt von den Etablierten, die die Bewegung zunehmend als Bedrohung wahrnehmen. Tirana, eine Stadt von Bergen umgeben, viel Verkehr, bunte H&auml;user. Irgendwo dazwischen steht das &ldquo;Social Center&rdquo;, ein kleines Einfamilienhaus in einem Wohngebiet. Hier ist die 30-j&auml;hrige Deni aktiv, sie arbeitet f&uuml;r eine schwedische Menschenrechtsorganisation und z&auml;hlt sich zur sogenannten &ldquo;Neuen Linken&rdquo;. Seit Jahren k&auml;mpft sie unter anderem gegen die Privatisierung der Universit&auml;ten. (&hellip;) Es begann alles vor f&uuml;nf Jahren, als wegen einer Korruptions-Aff&auml;re mindestens drei Oppositionelle vom Milit&auml;r erschossen wurden. Angeblich im Auftrag der damaligen Regierung. &ldquo;Das war einer dieser Momente, in dem man das Gef&uuml;hl hatte, ein Nichts zu sein. Man k&ouml;nnte dir hier alles antun, dich finanziell ausbeuten, dich auf der Stra&szlig;e erschie&szlig;en und niemand w&uuml;rde nach sozialer Gerechtigkeit fragen. Weil Dich niemand vertritt, weil sich niemand f&uuml;r Dich interessiert.&rdquo; Viele Menschen waren damals entmutigt, nicht aber die Jungen rund um das &ldquo;Social Center&rdquo;. (&hellip;) Die Bev&ouml;lkerung Albaniens leidet heute vor allem unter den Folgen der Privatisierungen und Korruption. Unter anderem deswegen ist f&uuml;r Deni &ndash; &ldquo;Neue Linke&rdquo; der ersten Stunde &ndash; das Social Center ein Gegenpol dazu, der nicht mehr aus Tirana wegzudenken ist. &ldquo;Wir sind in den letzten Jahren ein Akteur in der &ouml;ffentlichen Meinung geworden, man muss mit uns rechnen und wir verschaffen uns Geh&ouml;r. Die Medien interessieren sich f&uuml;r uns und was die Linke hier macht. Es gibt ein Bed&uuml;rfnis nach neuen Gesichtern, nach neuen Stimmen, nach neuer Artikulation.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/albanien-tiranas-neue-linke.979.de.html?dram:article_id=371341\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Brennpunkt Duisburg-Marxloh: Zwischen Multikulti-Pott und sozialer Misere<\/strong><br>\nDer Stadtteil Duisburg-Marxloh hat immer wieder f&uuml;r negative Schlagzeugen gesorgt: kriminelle Clans, Armut, misslungene Integration &ndash; manchen gilt er als &ldquo;No-go-Area&rdquo;. Die Menschen dort wollen sich mit der Situation nicht abfinden. Aber wie gegensteuern? (&hellip;) Die Schlagzeilen &uuml;ber Marxloh kann Sylvia Brennemann nicht mehr h&ouml;ren. Die 46-J&auml;hrige Kinderkrankenschwester lebt gerne hier. Sie ist bei der Linkspartei engagiert und h&auml;lt Kontakt zu vielen gesellschaftlichen Gruppen. Rum&auml;nen, Bulgaren, Libanesen und T&uuml;rken sowieso. Berichte &uuml;ber angebliche No-go-Areas im Stadtviertel h&auml;lt sie f&uuml;r ma&szlig;los &uuml;bertrieben. Aber das Elend hier besch&auml;ftigt sie sehr. &ldquo;Ich bin nahezu entsetzt. Also so eine Dimension von Armut. Wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt h&auml;tte, dass es hier eine gro&szlig;e Gruppe von Menschen gibt, die keinen Anspruch auf existentielle Leistungen oder Krankenversicherung haben, das h&auml;tte ich nicht geglaubt! Also es ist schon sehr, sehr krass, mit welchen Bildern wir hier konfrontiert werden.&rdquo; Vor einigen Monaten hat das Land NRW eine Clearingstelle in Duisburg eingerichtet. Sie soll den Zuwanderern helfen, einen Krankenversicherungsschutz zu bekommen. (&hellip;) Der Rat der Stadt Duisburg hat vor gut einem Jahr ein &ndash; so w&ouml;rtlich &ndash; &ldquo;Integriertes Handlungskonzept Marxloh&rdquo; mit elf Ma&szlig;nahmen f&uuml;r den Stadtteil verabschiedet. (&hellip;) Das 75 Seiten umfassende Papier endet mit einer etwas umst&auml;ndlich formulierten, aber daf&uuml;r fett gedruckten Erkenntnis. &Uuml;bersetzt aus dem Beh&ouml;rdendeutsch steht dort: Wenn Marxloh weiterhin noch mehr Einwanderer integrieren muss, wird der Duisburger Stadtteil noch lange Unterst&uuml;tzung brauchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/brennpunkt-duisburg-marxloh-zwischen-multikulti-pott-und.1001.de.html?dram:article_id=371417\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Die Sorgen der Arschl&ouml;cher<\/strong><br>\nViel Verst&auml;ndnis f&uuml;r null Substanz plus Rassismus: Lustig wird es nicht, nehmen wir Vollpfosten jetzt und in Zukunft ernst. Wir sind schuld. &bdquo;Wir&ldquo;, das sind Linke oder Liberale mit Abitur, Freischwimmer und schmalem Vorstrafenregister. Wir sind schuld an Trump und an Petry, an Le Pen, Kaczy&#324;ski und Orb&aacute;n. Das liest man dieser Tage oft, ob von Elisabeth Raether in der Zeit oder von Deborah Feldman in der taz: Unsere &Uuml;berheblichkeit und unsere sp&ouml;ttische, im Grunde aber hilflose Arroganz gegen&uuml;ber den &ndash; um hier einen allgemein verst&auml;ndlichen Arbeitsbegriff zu w&auml;hlen &ndash; Arschl&ouml;chern habe erst zu diesem globalen Erstarken totalit&auml;rer Strukturen gef&uuml;hrt. Denn man m&uuml;sse die Sorgen und N&ouml;te dieser Arschl&ouml;cher unbedingt ernst nehmen. Und zwar auch noch die d&uuml;mmsten und unbegr&uuml;ndetsten. Die besonders. Wir sollen auf die gesellschaftlich Abgeh&auml;ngten zugehen, die wirklichen wie die eingebildeten, sie f&uuml;rsorglich bei der Hand nehmen und zart ans Licht der Erkenntnis f&uuml;hren. Das ist die Verantwortung, die wir als Privilegierte haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5353802\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.S.:<\/strong> Ohne Worte. Arroganz gepaart mit Ignoranz. Wie Jens Berger schon geschrieben hat: &bdquo;Populisten und dumme W&auml;hler? Ihr habt nichts, aber auch rein gar nichts, verstanden&ldquo;. Mit solchen Ausw&uuml;rfen wird die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. Hasskomentare und Hassartikel kommen nur von rechter Seite? Die Linke bemerkt nicht, dass sie Methoden nutzt, die sie den anderen vorwirft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der taz-Text soll eine witzige Glosse sein, zeigt aber eher unterirdisches Niveau sowie eine offenkundig starke Sehnsucht nach Feindbildern, auf die sich eigene Aggressionen lenken lassen. Was ist daran eigentlich besser als an ausl&auml;nderfeindlichen Parolen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35834","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35834"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35834\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35837,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35834\/revisions\/35837"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}