{"id":35853,"date":"2016-11-17T08:50:55","date_gmt":"2016-11-17T07:50:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853"},"modified":"2016-11-17T08:50:55","modified_gmt":"2016-11-17T07:50:55","slug":"hinweise-des-tages-2755","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h02\">Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h03\">Wer f&uuml;hrt denn hier?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h04\">Mehr f&uuml;r die Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h05\">DGB fordert nach Trumps Sieg einen Kurswechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h06\">110.000 Erzieher, Lehrer, Polizisten ben&ouml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h07\">Trotz Arbeit kaum Rente: Wem droht die Altersarmut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h08\">Hartz-IV-Empf&auml;nger klagen oft mit Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h09\">L&auml;nder stemmen sich gegen Autobahn-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h10\">Wider die Schatten&ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h11\">Finanzministerium will Banken schonen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h12\">Fl&uuml;chtlinge teilen deutsche Wertvorstellungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h13\">Hollande f&uuml;r erneute Verl&auml;ngerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h14\">Roter Teppich f&uuml;r die Schwarzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h15\">Ist die ostasiatische Gemeinschaft eine Utopie? Wird Japan zum Kriegsstaat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h16\">Schmerz l&auml;sst nicht nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h17\">Revolte im Revier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35853#h18\">&ldquo;Obama hat das politische Momentum nicht genutzt&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vermeintliche Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will Erdo&#287;an als Torw&auml;chter Europas halten. Steinmeiers Soli-Signale an die t&uuml;rkische Opposition sind eine Farce. Bei seinem gestrigen Besuch in Ankara hat Steinmeier ein klassisches Beispiel f&uuml;r &bdquo;links blicken und rechts abbiegen&ldquo; abgeliefert. Steinmeier hat sich w&auml;hrend seines Besuches mit Vertretern der Zivilgesellschaft und Abgeordneten der verfolgten kurdisch-linken HDP getroffen, um ihnen zu signalisieren: Wir sind bei euch.<br>\nIn Deutschland und in Europa, wo eine Mehrheit der Menschen &uuml;ber die Aushebelung der Demokratie und der Verfolgung der Demokraten emp&ouml;rt ist, sollten diese Treffen wiederum zeigen, wie sehr doch die Bundesregierung sich um die Opfer der Repressionspolitik der t&uuml;rkischen Regierung sorgt. Tats&auml;chlich blieben diese Treffen v&ouml;llig folgenlos. Denn die vermeintliche Solidarit&auml;t mit der t&uuml;rkischen Opposition findet da ein Ende, wo ein gr&ouml;&szlig;eres Interesse der Bundesregierung gef&auml;hrdet erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Steinmeiers-Tuerkei-Besuch\/!5358453\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die roten Linien sind l&auml;ngst &uuml;berschritten&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Folterstaat&rdquo;, &ldquo;Diktatur&rdquo; &ndash; mit harten Worten urteilt die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen &uuml;ber die T&uuml;rkei unter Pr&auml;sident Erdogan. Mit dessen Regierung d&uuml;rfe man auf keinen Fall weitere EU-Beitrittsverhandlungen f&uuml;hren, sagte Dagdelen im DLF. Die Linken-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, es w&auml;re eine v&ouml;llige moralische Bankrotterkl&auml;rung der EU, wenn sie an den Beitrittsverhandlungen festhielte. Schlie&szlig;lich habe Erdogan mit den massenhaften Entlassungen von Beamten und Festnahmen von Oppositionellen infolge des gescheiterten Putsches vom Juli l&auml;ngst alle roten Linien &uuml;berschritten. Dagdelen argumentierte, die Erfahrungen der vergangenen Jahre h&auml;tten gezeigt, dass Erdogan durch die Beitrittsgespr&auml;che nur ermutigt werde, in seinem Land noch brutaler vorzugehen und noch mehr Demokratie abzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/beitrittsgespraeche-mit-der-tuerkei-die-roten-linien-sind.694.de.html?dram:article_id=371484\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es geht eine gro&szlig;e Angst um&rdquo;<\/strong><br>\nDie Beh&ouml;rden der kurdischen Stadt Diyarbakir stehen unter Zwangsverwaltung der t&uuml;rkischen Regierung. Mitarbeiter Ercan Ayboga spricht im Deutschlandfunk von einer Belagerung. Kollegen w&uuml;rden unter Druck gesetzt &ndash; unter dem Vorwand, die Stadtverwaltung unterst&uuml;tze Terroristen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tuerkei-es-geht-eine-grosse-angst-um.694.de.html?dram:article_id=371491\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Religi&ouml;ser Umbau t&uuml;rkischer Bildung?<\/strong><br>\nSeit dem Putschversuch im Sommer diesen Jahres hat sich in der T&uuml;rkei einiges ge&auml;ndert: Zehntausende haben ihr Arbeit verloren oder sitzen im Gef&auml;ngnis. Die AKP-Regierung strebt einen radikalen Umbau der Gesellschaft an, die nat&uuml;rlich auch das Bildungssystem betrifft. Unser Autor Lukas Daubner berichtet von der Lage in der T&uuml;rkei und weist darauf hin, dass nicht nur Erwachsene von der Situation betroffen sind, sondern auch Kinder und Jugendliche.<br>\nDer Strom negativer Nachrichten aus der T&uuml;rkei rei&szlig;t nicht ab: die geplante Wiedereinf&uuml;hrung der Todesstrafe, das Verbot kritischer Medien, die Verhaftung tausender Beamt_innen, Journalist_innen sowie Lehrer_innen. Seit dem gescheiterten Putsch im Juli dieses Jahres greift die amtierende islamisch-konservative AKP-Regierung von Recep Tayyip Erdogan hart gegen wahre und vermeintliche Gegner_innen durch. Kritik aus dem Ausland dar&uuml;ber verbittet sich die Regierung. Im Inland wird Kritik durch die genannten Ma&szlig;nahmen immer schwerer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2016\/11\/14\/religioeser-umbau-tuerkischer-bildung\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Trump<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trump &ndash; &Uuml;ber Ersch&uuml;tterungen im deutschen Establishment<\/strong><br>\nWas l&ouml;st da den politisch-medialen Amoklauf in Deutschland aus? Was verleitet Nachrichtenformate wie die tagesschau, welche die US-Wahl grotesk schlecht begleitet haben, vier Tage nach der Wahl einen Artikel einzustellen, in dem von einem Anstieg rassistischer Gewalt in den USA nach der Wahl Trumps die Rede ist, mit grotesk schlechtem Journalismus also einfach weiter gemacht wird. Kein seri&ouml;s zu nennendes Nachrichtenmagazin w&uuml;rde sich zu so einer Aussage hinrei&szlig;en lassen, denn keine seri&ouml;s zu nennende Quelle k&ouml;nnte das belegen.<br>\nDie Spurensuche f&uuml;hrt wie so oft &uuml;ber das, was nicht gesagt wurde. &Uuml;ber einen wichtigen Aspekt in Trumps Wahlkampf wurde hierzulande praktisch nicht diskutiert. Trump hat angek&uuml;ndigt, Arbeitspl&auml;tze wieder in die USA zur&uuml;ckholen zu wollen. In diesem Zusammenhang sagte Trump China den Kampf an. Schutzz&ouml;lle stehen auf Trumps politischer Agenda. China, das ist bekannt, produziert mehr, als es konsumiert. Es exportiert und hat sein enormes Wachstum in den letzten Jahren zum gro&szlig;en Teil dadurch erzielt. Allerdings setzt China inzwischen vermehrt auf den eigenen, riesigen Binnenmarkt und verabschiedet sich zunehmend von dem Modell des Exports als Basis f&uuml;r das eigene Wachstum.<br>\nDoch es gibt ein Land in dieser Welt, das genau dieses Modell zum Non-Plus-Ultra erkl&auml;rt hat und in dessen Medien der Titel &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; wie das goldene Kalb verg&ouml;ttert wird. Trump, und das hat noch kein amerikanischer Pr&auml;sident nach dem zweiten Weltkrieg gewagt, gef&auml;hrdet das f&uuml;r den Rest der Welt asoziale deutsche Gesch&auml;ftsmodell, das kurz gesagt darin besteht, die hiesige Arbeitnehmerschaft unter der Knute geringer L&ouml;hne bei hoher Produktivit&auml;t zu halten, damit im Ausland billig verkauft werden kann. Das f&uuml;hrt dazu, dass dort die Arbeitslosigkeit steigt. Deutschland betreibt die Destruktion der Europ&auml;ischen Union, insbesondere der Eurozone und sitzt international wegen seiner &Uuml;bersch&uuml;sse immer wieder auf der Anklagebank, &uuml;ber die es Wachstum auf Kosten des Wohlstandes in anderen L&auml;ndern generiert, an dem aber die lohnabh&auml;ngig Besch&auml;ftigten nicht angemessen teilhaben d&uuml;rfen. Sonst bricht das deutsche Gesch&auml;fts-Modell in sich zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/logon-echon.com\/2016\/11\/13\/trump-ueber-erschuetterungen-im-deutschen-establishment\/\">logon-echon<\/a><\/li>\n<li><strong>Trumps Sieg ist f&uuml;r die Progressiven dieser Welt auch ein Grund zur Hoffnung<\/strong><br>\nDie Wahl Donald Trumps symbolisiert den Niedergang einer bemerkenswerten &Auml;ra. Es war eine Zeit, in der wir ein kurioses Spektakel beobachten konnten: Eine Supermacht, die USA, wurde wegen &ndash; und nicht trotz &ndash; ihrer wachsenden Defizite immer st&auml;rker. Diese &Auml;ra war auch deshalb bemerkenswert, weil pl&ouml;tzlich zwei Milliarden Arbeiter &ndash; aus China und Osteuropa &ndash; in die internationalen Wertsch&ouml;pfungsketten des Kapitalismus hineinstr&ouml;mten. Diese Kombination gab dem Kapitalismus einen historischen Schub, w&auml;hrend sie gleichzeitig die Perspektiven und die Einkommensanteile der westlichen Arbeiterschaft schm&auml;lerte. Trumps Erfolg f&auml;llt mit dem Scheitern dieser Dynamik zusammen. Seine Pr&auml;sidentschaft bedeutet eine Niederlage f&uuml;r alle liberalen Demokraten, aber sie bietet auch wichtige Lehren &ndash; und Hoffnung &ndash; f&uuml;r die progressiven Kr&auml;fte dieser Welt. [&hellip;]<br>\nVor dem 2008er Crash waren die Arbeiter in den USA, in Gro&szlig;britannien und in der europ&auml;ischen Peripherie mit dem Versprechen auf &bdquo;Kapitalgewinne&ldquo; und mit billigen Krediten bes&auml;nftigt worden. Man hat ihnen erz&auml;hlt, dass ihre H&auml;user weiter an Wert zulegen und so die ausgebliebenen Einkommenszuw&auml;chse kompensieren w&uuml;rden. W&auml;hrenddessen k&ouml;nnten ihre materiellen Bed&uuml;rfnisse durch Zweitkredite, Kreditkarten und den ganzen anderen Kram finanziert werden.<br>\nDer Preis daf&uuml;r war ihre Zustimmung f&uuml;r das schrittweise Zur&uuml;ckfahren des demokratischen Prozesses und dessen Austausch durch eine &bdquo;Technokratie&ldquo;, die gutgl&auml;ubig und ohne Reue den Interessen der obersten 1% diente. Aber jetzt, acht Jahre nach 2008, sind diese Menschen sauer und wollen abrechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/trumps-sieg-ist-fuer-die-progressiven-dieser-welt-auch-ein-grund-zur-hoffnung-17945\">Yanis Varoufakis auf Makronom<\/a><\/li>\n<li><strong>We must rethink globalization, or Trumpism will prevail<\/strong><br>\nThe main lesson for Europe and the world is clear: as a matter of urgency, globalization must be fundamentally re-oriented. The main challenges of our times are the rise in inequality and global warming. We must therefore implement international treaties enabling us to respond to these challenges and to promote a model for fair and sustainable development. Agreements of a new type can, if necessary, include measures aimed at facilitating these exchanges. But the question of liberalizing trade should no longer be the main focus. Trade must once again become a means in the service of higher ends. It never should have become anything other than that.<br>\nThere should be no more signing of international agreements that reduce customs duties and other commercial barriers without including quantified and binding measures to combat fiscal and climate dumping in those same treaties. For example, there could be common minimum rates of corporation tax and targets for carbon emissions which can be verified and sanctioned. It is no longer possible to negotiate trade treaties for free trade with nothing in exchange.<br>\nFrom this point of view, Ceta, the EU-Canada free trade deal, should be rejected. It is a treaty which belongs to another age. This strictly commercial treaty contains absolutely no restrictive measures concerning fiscal or climate issues. It does, however, contain a considerable reference to the &ldquo;protection of investors&rdquo;. This enables multinationals to sue states under private arbitration courts, bypassing the public tribunals available to one and all. Quelle: Thomas Piketty, The Guardian<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/nov\/16\/globalization-trump-inequality-thomas-piketty\">the guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wer f&uuml;hrt denn hier?<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama verabschiedet sich von Europa &ndash; doch was kommt danach? Der &ldquo;Spiegel&rdquo; sieht das Ende des amerikanischen Zeitalters kommen, die &ldquo;New York Times&rdquo; kr&ouml;nt Kanzlerin Merkel zum neuen &ldquo;leader of the free world&rdquo;. Beides ist falsch. Schlie&szlig;lich war schon Obama nicht mehr der klassische &ldquo;F&uuml;hrer&rdquo; der freien Welt. Unter seiner &Auml;gide hat sich die USA mehr um Asien als um Europa gek&uuml;mmert und die Verb&uuml;ndeten ziemlich allein gelassen &ndash; zuletzt in Syrien. Zudem ist Obamas Nachfolger Trump nicht der erste Radikale im &ouml;ffentlichen Dienst. Es gab schon Bush jr. und Reagan, mit beiden haben sich Europa und Deutschland arrangiert. Merkel hat sogar Bushs fatalen Irakkrieg bef&uuml;rwortet. Nun empf&auml;ngt sie Obama zu seinem Abschiedsbesuch &ndash; und l&auml;sst sich als neue F&uuml;hrerin der freien Welt feiern. Dabei f&uuml;hrt sie nicht mal mehr EUropa. Seit dem Brexit ist ihr der wichtigste Partner abhanden gekommen. Und seit dem Sondergipfel von Bratislava im September wissen wir, dass auch Merkel keinen Plan hat, wie es in der EU weitergehen soll. Geschweige denn in der &ldquo;freien Welt&rdquo; und den Verzweifelten Staaten von Amerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/no-mr-president-deutschland-fuehrt-nicht-mehr\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Supermacht Europa<\/strong><br>\nAuf deutschen Druck treibt die EU mit neuen Beschl&uuml;ssen ihrer Verteidigungsminister den Aufbau von der NATO unabh&auml;ngiger Milit&auml;rstrukturen voran. Wie die Minister auf ihrem gestern zu Ende gegangenen Treffen entschieden, sollen zun&auml;chst ausgew&auml;hlte EU-Staaten ihre Milit&auml;rkooperation ausbauen; parallel werden ein EU-Logistik- sowie nach M&ouml;glichkeit auch ein Sanit&auml;tskommando errichtet. Zudem ist die Keimzelle f&uuml;r ein zivil-milit&auml;risches EU-Hauptquartier geplant, aus der nach Auskunft des italienischen Au&szlig;enministers dereinst ein EU-Generalstab erwachsen soll. Die Strukturen k&ouml;nnen innerhalb der NATO genutzt werden, sind aber auf lange Sicht auch f&uuml;r eine EU-Armee geeignet. Die Versuche Berlins, die EU in demonstrativer Absetzung gegen&uuml;ber dem k&uuml;nftigen US-Pr&auml;sidenten Trump gegen die USA in Stellung zu bringen, sto&szlig;en auf Widerstand: Gro&szlig;britannien sowie mehrere &ouml;stliche EU-Staaten verweigern sich dem Ansinnen. F&uuml;hrende europ&auml;ische Au&szlig;enpolitiker erkl&auml;ren die EU zur &ldquo;Supermacht&rdquo;, die als &ldquo;Dienstleister f&uuml;r globale Sicherheit&rdquo; gefragt sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59483\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mehr f&uuml;r die Mehrheit<\/strong><br>\nEs hilft nichts, Abstiegs&auml;ngste kleinzureden. Die Politik hat Mittel gegen Populismus: Sie muss Erbschaften h&ouml;her besteuern und endlich die Mittelschicht entlasten.<br>\nDie Epoche der Renaissance wird gerne golden genannt. Vor 500 Jahren erschien sie manchem Zeitgenossen wenig golden. 2016 assoziiert jemand mit der Renaissance vielleicht Michelangelo, Innovationen wie den Buchdruck und neuartige Gesch&auml;fte, die einige fantastisch reich machten. Aber viele Zeitgenossen fremdelten mit dem gro&szlig;en Umbruch, der ihr Leben durcheinanderbrachte. &ldquo;Sie fanden, dass ihre Qualifikationen nicht l&auml;nger gebraucht wurden oder sie in abgeh&auml;ngten Regionen lebten, sodass die Ungleichheit zunahm&rdquo;, so der Historiker Ian Goldin. [&hellip;]<br>\nDie etablierten Parteien in Deutschland untersch&auml;tzen, was sich B&uuml;rgern im vergangenen Vierteljahrhundert alles an Entt&auml;uschungen eingegraben hat. Das begann mit der Wiedervereinigung, die Ostdeutschen mehr Wohlstand bescherte, aber vielen die Stelle nahm, ohne die eine Leistungsgesellschaft sie als Au&szlig;enseiter abtut. Es setzte sich f&uuml;r alle Deutschen mit der Erosion der lebenslangen Anstellung fort, die vielen Sicherheit gab. Es gipfelte in der Finanzkrise, als die Allgemeinheit den Schaden der entfesselten Banker bezahlte, die nicht mal die Boni ihrer halsbrecherischen Gesch&auml;fte zur&uuml;ckerstatten mussten.<br>\nDie Abkehr von vulg&auml;rliberaler Politik ist das wirksamste Instrument gegen den Populismus. Gro&szlig;e Verm&ouml;gen und Erbschaften m&uuml;ssen wieder besteuert und Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Firmen gestopft werden. Mit den Einnahmen l&auml;sst sich mehr Netto f&uuml;r Normalverdiener finanzieren: Weniger Steuern f&uuml;r die Mittelschicht und weniger Sozialabgaben f&uuml;r Geringverdiener. Dazu m&uuml;sste die Politik mehr Tarifvertr&auml;ge allgemein verbindlich erkl&auml;ren und all die Mini- und Zeitweise-Jobs unattraktiver machen. Das Ergebnis w&auml;re mehr Geld und mehr Sicherheit f&uuml;r die Mehrheit in einer Epoche des Umbruchs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-mehr-fuer-die-mehrheit-1.3250832\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB fordert nach Trumps Sieg einen Kurswechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nDer DGB hofft, dass Trumps Wahlsieg in Deutschland f&uuml;r ein Umdenken sorgt. Es brauche &ldquo;einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik. Vor allem bei der Elite der &ouml;konomischen Zunft&rdquo;, hei&szlig;t im DGB-klartext (Ausgabe 42\/2016). Der Trump-Sieg habe gezeigt, &ldquo;welche Folgen es haben kann, wenn Politik Abstiegs&auml;ngste und soziale Probleme vernachl&auml;ssigt&rdquo;. Der DGB-klartext kritisiert vor allem den Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) &ndash; die so genannten Wirtschaftsweisen. Diese hatten in ihrem k&uuml;rzlich vorgelegten Jahresbericht erneut unver&auml;ndert neoliberale Positionen gepredigt. Unter anderem forderten die Wirtschaftsweisen weiter staatliche Sparpolitik, eine Ausweitung des Niedriglohnsektors und die &ldquo;Rente mit 71&rdquo;. Lediglich Peter Bofinger sprach sich als einziger &ldquo;Wirtschaftsweiser&rdquo; gegen diesen neoliberalen Mainstream aus, lobt der DGB-klartext.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b37e86a0-aa5a-11e6-b13f-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im &ouml;ffentlichen Dienst fehlen 110.000 Stellen &ndash; vor allem in Kitas, Schulen, bei Polizei und Finanzverwaltung<\/strong><br>\nIm &ouml;ffentlichen Dienst werden zwar wieder Stellen geschaffen, trotzdem herrscht weiterhin Personalmangel: Um alle anstehenden Aufgaben angemessen erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, m&uuml;sste der deutsche Staat in den kommenden Jahren mindestens 110.000 neue Fachkr&auml;fte einstellen &ndash; zus&auml;tzlich zu den rund 115.000 Stellen, die jedes Jahr aus Altersgr&uuml;nden neu besetzt werden m&uuml;ssen. Das zeigt eine neue Studie, die das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert hat. Nach den Berechnungen des Finanzexperten Dr. Dieter Vesper fehlen dem Staat vor allem in den Bereichen Kinderbetreuung, Finanzverwaltung, Polizei und Bildung Mitarbeiter (siehe auch Infografik 1).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_105613.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trotz Arbeit kaum Rente: Wem droht die Altersarmut?<\/strong><br>\nEin Mann, der sich immer sicher war, im Alter gut von seiner Rente leben zu k&ouml;nnen, ist Gustav Path aus Hamburg. Vor &uuml;ber 40 Jahren ist er bei der Schiffswerft Blohm und Voss ins Berufsleben gestartet: &ldquo;Ich habe Elektroschwei&szlig;er gelernt, das ist ja, Schiffe zusammenbauen in groben Z&uuml;gen, wie man so sch&ouml;n sagt. Dann in ich zur See gefahren, als Matrose auf dem Handelsschiff. Und dann habe ich geheiratet, dann habe ich als Fahrer gearbeitet, als LKW-Fahrer, bei zig verschiedenen Firmen, ja, und irgendwann war dann Schluss.&rdquo;<br>\nGustav Path ist 64 Jahre alt. Er kann wegen einer Augenerkrankung nicht mehr arbeiten, aktuell lebt er von Hartz IV. N&auml;chstes Jahr geht er in Rente, knapp 900 Euro bekommt er dann ausgezahlt. Das entt&auml;uscht ihn: &ldquo;Ich habe von 1968 bis 2014 durchgehend gearbeitet. Da waren vielleicht mal drei Monate, wo ich nicht gearbeitet habe. Und dann so eine Rente, das finde ich schon sehr bescheiden.&rdquo;<br>\nFast 45 Jahre Arbeit und trotzdem eine so geringe Rente. Und das Leben in der Stadt ist teuer: Nach Abzug aller Kosten wie Miete, Strom, Versicherungen bleiben ihm monatlich nur 250 Euro zum Leben. Gustav Path f&uuml;hlt sich arm: &ldquo;Ich w&uuml;rde mich in dieser Hinsicht als arm bezeichnen, das ist schon unterhalb der Grenze, was ein normaler Mensch braucht. Also ist man arm.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/altersarmut-rente100.html\">ARD plusminus<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Rentendebakel<\/strong><br>\nDie drei S&auml;ulen der Altersvorsorge haben tiefe Risse: Die gesetzliche Rente reicht nicht mehr, das Riester-Modell gilt als gescheitert, und die Vorsorge &uuml;ber eine Betriebsrente br&ouml;ckelt. Nur 47 Prozent der Geringverdiener haben &uuml;berhaupt eine Betriebsrente. Die Regierung will dies &auml;ndern und neue Anreize f&uuml;r Unternehmen schaffen, eine Betriebsrente einzurichten. Dazu soll es unter anderem staatliche Zusch&uuml;sse geben.<br>\nGerade Minijobber oder Geringverdiener haben ein Problem, sich zus&auml;tzlich noch f&uuml;rs Alter abzusichern. Es droht die Altersarmut. Um die Versorgungsl&uuml;cke zu schlie&szlig;en, sollen k&uuml;nftig mehr Menschen in eine Betriebsrente einzahlen. Eine Befreiung von Steuern und Sozialabgaben ist im Gespr&auml;ch. Auch sollen die Unternehmen in Zukunft nicht mehr garantieren m&uuml;ssen, wie hoch die Betriebsrente sein wird. Mit einem Zuschuss von 144 Euro pro Jahr will man einen zus&auml;tzlichen Anreiz schaffen.<br>\n&ldquo;ZDFzoom&rdquo; nimmt die Pl&auml;ne der Bundesregierung unter die Lupe und geht der Frage nach: Kann die geplante Rentenreform die Versorgungsl&uuml;cke schlie&szlig;en oder ist sie nur ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein?<br>\nDer Autor der Dokumentation, Detlef Schwarzer, trifft Menschen, die von Altersarmut und einer zu niedrigen Rente betroffen sind sowie Unternehmer, die durch die hohen Betriebsrentenzahlungen Insolvenz anmelden mussten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfzoom\/zdfzoom-das-rentendebakel-100.html\">ZDF zoom<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger klagen oft mit Erfolg<\/strong><br>\nViele Hartz-IV-Empf&auml;nger haben mit ihren Klagen gegen Jobcenter-Bescheide Erfolg. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor, die der stellvertretenden Bundestags-Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei vorliegen. Fast jede zweite Klage ist erfolgreich. Jeden Monat klagen etwa 10.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger gegen Jobcenter-Bescheide &ndash; fast jeder Zweite von ihnen mit Erfolg. Das geht aus Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor, die die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, von der Beh&ouml;rde angefordert hatte und die tagesschau.de vorliegen. Zun&auml;chst hatte die Funke-Mediengruppe dar&uuml;ber berichtet. 2015 lag die Erfolgsquote bei 40, 2014 bei 41 Prozent. Bei den Klagen geht es vor allem &uuml;ber die &Uuml;bernahmen von Unterkunftskosten, R&uuml;ckzahlungsforderungen und Unt&auml;tigkeitsklagen gegen die Jobcenter. Im September waren 189.340 Klagen gegen Hartz-IV-Bescheide bei den Gerichten anh&auml;ngig.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/hartz-klagen-101.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/fast-jede-zweite-hartz-iv-klage-erfolgreich\/\">die Linke<\/a>\n<p><strong>dazu: Rot-Rot-Gr&uuml;n will Wohnbedingungen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger verbessern<\/strong><br>\nRot-Rot-Gr&uuml;n will soziale Verdr&auml;ngung in den Innenstadtbezirken eind&auml;mmen und Zwangsumz&uuml;ge von Hartz-IV-Empf&auml;ngern verhindert. Die k&uuml;nftige Koalition will bei Neuberechnungen der Nettokaltmiete f&uuml;r die &Uuml;bernahme der Kosten der Unterkunft k&uuml;nftig nicht nur die einfache Wohnlage wie bisher, sondern auch die mittlere Wohnlage miteinbeziehen. Das Dreierb&uuml;ndnis geht davon aus, dass damit die Richtwerte angehoben werden, da diese den Wohnungsmarkt nicht mehr abbilden w&uuml;rden. Derzeit erhalten 285 358 Haushalte in Berlin Kosten f&uuml;r die Unterkunft. Der Landesanteil daf&uuml;r betr&auml;gt pro Jahr 1,4 Milliarden Euro.<br>\nGrundlage f&uuml;r die Bestimmung des Nettokalt-Mietpreises ist der Berliner Mietspiegel. Unter Rot-Schwarz wurde 2016 der Neuanmietungszuschlag eingef&uuml;hrt. Bei Neuanmietungen d&uuml;rfen Richtwerte der Mietkosten&uuml;bernahme um zehn Prozent &uuml;berschritten werden, um zu verhindern, dass &auml;rmere Berliner bestimmte Quartiere verlassen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/verdraengung-in-berlins-innenstadtbezirken-rot-rot-gruen-will-wohnbedingungen-fuer-hartz-iv-empfaenger-verbessern\/14846422.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>L&auml;nder stemmen sich gegen Autobahn-Privatisierung<\/strong><br>\nDie Bundesl&auml;nder organisieren Widerstand gegen Wolfgang Sch&auml;uble: Der will Autobahnen privatisieren &ndash; zugunsten von Finanzkonzernen. Im Gespr&auml;ch ist jetzt eine Grundgesetz&auml;nderung. Lange lief f&uuml;r Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) alles nach Plan beim Thema Autobahn-Privatisierung. Kommissionen, Fachleute aus der Finanzbranche und die &uuml;blichen Privatisierungsbef&uuml;rworter aus den gro&szlig;en Beratungsunternehmen hatten den Boden bereitet. Ihr Credo: Das marode Stra&szlig;ennetz k&ouml;nne nur mit Milliarden von privaten Investoren auf Vordermann gebracht werden.<br>\nUm Privatinvestitionen in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung zu erm&ouml;glichen, m&uuml;ssten aber die Verwaltung und der Betrieb der Autobahnen in einer zentralen Gesellschaft geb&uuml;ndelt werden. Die Bundesl&auml;nder w&auml;ren &ndash; anders als bisher &ndash; nicht mehr beteiligt. Am 14. Oktober stimmten die L&auml;nder der Einrichtung einer Bundesautobahngesellschaft und der daf&uuml;r ben&ouml;tigten Grundgesetz&auml;nderung zu &ndash; ein Zugest&auml;ndnis im Poker um die Neuverteilung von Steuergeldern zwischen Bund und L&auml;ndern.<br>\nErst in der vorigen Woche schwante den L&auml;ndern, worauf sie sich da eingelassen hatten. Sch&auml;uble sagte im Haushaltsausschuss, nur die Mehrheit der Anteile an der Autobahngesellschaft m&uuml;ssten beim Bund verbleiben &ndash; und warb daf&uuml;r, den Rest an private Investoren zu verkaufen.<br>\nNun gibt es Gespr&auml;chsbedarf. Am Donnerstag beraten sich die Staatskanzleichefs der L&auml;nder mit Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), einen Tag sp&auml;ter treffen sich die Amtschefs der Landesverkehrsministerien in Berlin. Sie wollen offenbar den Ausverkauf bei der Verkehrsinfrastruktur noch verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/autobahn-privatisierung-bundeslaender-wollen-verbot-im-grundgesetz-a-1121628.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Mein Monopoly oder Ich kaufe eine Stra&szlig;e<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich wurden Planungen des Bundesfinanzministers bekannt, die deutschen Autobahnen teilweise zu privatisieren, um seinen Etat aufzubessern. Wie aus ungew&ouml;hnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist ferner geplant, in absehbarer Zeit s&auml;mtliche Stra&szlig;en in Privathand zu &uuml;berf&uuml;hren und die Erhebung einer Maut f&uuml;r deren Benutzung gesetzlich zu verankern. Dem Vernehmen nach soll dann die Mauterhebung auch auf Fu&szlig;g&auml;nger und Radfahrer ausgedehnt werden.<br>\nAber das wird lediglich der Anfang einer erheblich weitergehenden Privatisierungskampagne in Bund und L&auml;ndern sein. Denn bekanntlich sind die Kassen leer &ndash; warum auch immer. Schon jetzt werden von einzelnen Stadtverwaltungen unter der Hand ganze Stra&szlig;enz&uuml;ge zum Kauf angeboten, nachdem bereits Wasserwerke, M&uuml;llentsorgung, Kanalisation, Krankenh&auml;user oder einzelne Bereiche der Verwaltung in private Hand gegeben wurden.<br>\nIch muss gestehen, dass ich die Chance, durch Eigeninitiative Nutzen aus dem &ouml;ffentlichen Verkehr zu ziehen, au&szlig;erordentlich attraktiv finde. Schon seit L&auml;ngerem spiele ich mit dem Gedanken, eine Ich-AG zu gr&uuml;nden. Deswegen habe ich mich entschlossen, der Stadt die Stra&szlig;e, in der ich wohne, abzukaufen. &Uuml;ber den Preis ist noch zu verhandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/mein-monopoly-oder-ich-kaufe-eine-strasse\/\">Eine Satire von Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wider die Schatten&ouml;konomie<\/strong><br>\nWirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz und der Baseler Strafrechtsprofessor Mark Pieth fordern in der von der Friedrich-Ebert-Stiftung ver&ouml;ffentlichten Studie Overcoming the Shadow Economy eine Isolierung von Schattenfinanzzentren.<br>\nDen Anlass f&uuml;r die Studie bietet der Skandal um die Panama Papers, im Zuge dessen dortige Briefkastenfirmen aufgedeckt und Panama als eines der zentralen Schattenfinanzzentren enth&uuml;llt wurde. In ihrer Studie beziehen sich Stiglitz und Pieth allerdings nicht ausschlie&szlig;lich auf Panama, sondern erarbeiten allgemeing&uuml;ltige, rechtliche und institutionelle Reformvorschl&auml;ge im Kampf gegen Geldw&auml;sche und Steuerflucht und f&uuml;r eine Steigerung von Transparenz und Informationsaustausch. Es kann davon ausgegangen werden, dass Geheimhaltung ein zentraler Faktor f&uuml;r die Entstehung von Korruption ist und f&uuml;r die Einschr&auml;nkung der Realisierung von Menschenrechten darstellt.<br>\nDie Autoren nehmen besonders die USA und Europa als F&uuml;hrungsm&auml;chte in die Pflicht und halten diese f&uuml;r f&auml;hig und verantwortlich, aktiv gegen Schattenfinanzzentren anzugehen und Standards der Transparenz zu etablieren. Ist der Anfang gemacht, sei es allerdings Aufgabe jedes einzelnen Staates, die Schattenwirtschaft stillzulegen.<br>\nDie Studie setzt sich folgendes Ziel: in einem ersten Teil soll das globale Ph&auml;nomen der Schattenfinanzzentren sowie der illegalen Finanzstr&ouml;me erkl&auml;rt werden. Es folgt ein Teil zur Analyse bisheriger, internationaler Bem&uuml;hungen zur Bek&auml;mpfung der Schattenwirtschaft. Abschlie&szlig;end liefern Stiglitz und Pieth Empfehlungen dazu, wie Kan&auml;le der Geheimhaltung geschlossen werden k&ouml;nnen und warum solche Ma&szlig;nahmen essentiell f&uuml;r eine positive Globalisierung sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/11\/wider-die-schattenokonomie.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Finanzministerium will Banken schonen<\/strong><br>\nMit umstrittenen Cum\/Cum-Aktiendeals brachten vor allem Banken den Fiskus um Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Trotzdem will Finanzminister Sch&auml;uble die Institute schonen &ndash; und das verlorene Geld nicht zur&uuml;ckholen. Das haben BR Recherche, report M&uuml;nchen und Handelsblatt recherchiert. Ein Veto aus Nordrhein-Westfalen ignorierte die Bundesregierung.<br>\nAm Freitag verschickte das Bundesfinanzministerium ein umstrittenes Schreiben an die Finanzbeh&ouml;rden der L&auml;nder &ndash; und das, obwohl Norbert Walter-Borjans, der Finanzminister Nordrhein-Westfalens seinen Widerspruch eingelegt hatte. &bdquo;Das ist ein hochgradig ungew&ouml;hnlicher, wenn nicht sogar nie da gewesener Vorgang&ldquo;, sagte der SPD-Politiker dem Bayerischen Rundfunk.<br>\nDas Schreiben des Bundes d&uuml;rfte Banken vor Steuernachzahlungen in dreistelliger Millionen-, wenn nicht sogar Milliardenh&ouml;he bewahren, die ihnen wegen ihre Cum\/Cum-Deals drohten. Walter-Borjans will dagegen Widerstand leisten &ndash; f&uuml;rchtet aber, dass der Bund schon jetzt erheblichen Schaden angerichtet haben k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nDas Ministerium schreibt, dass Cum\/Cum-Gesch&auml;fte nicht zu beanstanden seien, wenn die Beteiligten damit vor Abzug und R&uuml;ckerstattung der Steuern einen Gewinn machen, eine positive Vorsteuerrendite. Das ist bei Cum\/Cum-Gesch&auml;ften grunds&auml;tzlich der Fall. Der Steuerexperte Christoph Spengel von der Universit&auml;t Mannheim ist entsetzt vom Vorgehen des Bundesfinanzministeriums:<br>\n&ldquo;In einem Satz wird nachgeschoben, dass all diese Grunds&auml;tze nicht gelten w&uuml;rden, falls eine positive Vorsteuerrendite erzielt wird. Das l&auml;sst sich weder aus der Rechtsprechung herauslesen, noch aus dem Gesetzeswortlaut. Wenn man mir so eine Arbeit vorlegt, dann w&uuml;rde ich die ohne Begr&uuml;ndung ablehnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/cumcum-banken-steuer-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge teilen deutsche Wertvorstellungen<\/strong><br>\nDer Wunsch von Fl&uuml;chtlingen nach Bildung ist viel h&ouml;her als bisher angenommen. Auch gibt es mehr gemeinsame Wertvorstellungen bei Gefl&uuml;chteten und Deutschen. Das sind zentrale Ergebnisse einer repr&auml;sentativen Befragung von Fl&uuml;chtlingen.<br>\nNach Deutschland gekommene Fl&uuml;chtlinge teilen im Gro&szlig;en und Ganzen die Wertvorstellungen der Deutschen. Wie aus den am Dienstag in Berlin vorgestellten Ergebnissen einer gro&szlig;angelegten Befragung hervorgeht, sind 96 Prozent der Schutzsuchenden der Meinung, &bdquo;man sollte ein demokratisches System haben&ldquo;. Das finden auch 95 Prozent der Menschen mit deutscher Staatsb&uuml;rgerschaft. Dass Frauen die gleichen Rechte wie M&auml;nner haben sollen, finden in beiden Gruppen 92 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/11\/16\/erste-umfassende-studie-fluechtlinge-teilen-deutsche-wertvorstellungen\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hollande f&uuml;r erneute Verl&auml;ngerung<\/strong><br>\nSeit den Anschl&auml;gen von Paris vor einem Jahr gilt in Frankreich der Ausnahmezustand. Nach dem Premierminister will nun auch Pr&auml;sident Hollande eine Verl&auml;ngerung bis zu den Wahlen im kommenden Jahr. Seine Begr&uuml;ndung: Frankreich befinde sich an drei Stellen im Krieg.<br>\nFrankreichs Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande will den Ausnahmezustand in seinem Land bis zu den Pr&auml;sidentenwahlen im kommenden Fr&uuml;hjahr verl&auml;ngern. &ldquo;Wir brauchen Ma&szlig;nahmen, die au&szlig;ergew&ouml;hnlich sind&rdquo;, sagte er vor Journalisten. Das Parlament m&uuml;sse dem Vorhaben noch zustimmen. Zuvor hatte bereits Premierminister Manuel Valls angek&uuml;ndigt, seine Regierung werde die Verl&auml;ngerung beantragen. &ldquo;Jeden Tag, jede Woche werden dschihadistische Netzwerke ausgehoben, werden Menschen festgenommen&rdquo;, sagte er in der franz&ouml;sischen Nationalversammlung.<br>\nHollande sagte, Frankreich befinde sich an drei Stellen im Krieg. Das Land k&auml;mpfe im Irak und Syrien gegen die Terrormiliz &ldquo;Islamischer Staat&rdquo;. In Mali versuchten franz&ouml;sische Soldaten, islamistische Extremisten zu vertreiben. Au&szlig;erdem bek&auml;mpfe Frankreich Menschen, die es auf seinem eigenen Territorium angreifen wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/hollande-ausnahmezustand-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Und so wird der Ausnahme- zum Dauerzustand. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Roter Teppich f&uuml;r die Schwarzen<\/strong><br>\n&bdquo;Wir gehen erst, nachdem ihr gegangen seid&ldquo; &ndash; mit diesem Slogan markierten die Indignados (die Emp&ouml;rten) vor gut f&uuml;nf Jahren, dass sie z&auml;her als das Establishment sein wollten und ihr Protest auf tiefgreifenden Wandel zielte. Inzwischen wurden aus einst besetzten Stra&szlig;en und Pl&auml;tzen wieder Gesch&auml;fts- und Einkaufsmeilen. An der Madrider Puerta del Sol erinnert nur eine kleine Plakette daran, dass hier Tausende campierten und eine &bdquo;reale Demokratie&ldquo; forderten. Offenbar hatte die etablierte Politik den l&auml;ngeren Atem. Aus der fast ein Jahrzehnt dauernden Wirtschaftskrise geht jene Kraft als Siegerin hervor, die so gut wie nichts ver&auml;nderte und am allerwenigsten auf Forderungen nach demokratischer Regeneration und sozialen Rechten einging. Die Volkspartei (Partido Popular\/PP) war am tiefsten in Korruptionsskandale verstrickt, doch kann ihre Regierung weitermachen und bleibt in alten H&auml;nden: bei PP-Chef Mariano Rajoy. Nicht ohne Grund sah er sich nach dem Urnengang vom 26. Juni mit 33 Prozent der Stimmen nicht nur als Wahlsieger, sondern als einzig realistische Regierungsoption.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/roter-teppich-fuer-die-schwarzen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ist die ostasiatische Gemeinschaft eine Utopie? Wird Japan zum Kriegsstaat?<\/strong><br>\nSeit einiger Zeit ist Ostasien ein politisch-milit&auml;risches Pulverfass. Am 9. September 2016 hat Nordkorea zum f&uuml;nften Mal einen Atomsprengkopf getestet. Im S&uuml;dchinesischen Meer treibt China trotz des Schiedsspruchs des St&auml;ndigen Schiedsgerichtshofs in Den Haag vom 12. Juli 2016 die k&uuml;nstliche Inselerweiterungen weiter, um die angebliche territoriale Souver&auml;nit&auml;t zu untermauern und Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte zu errichten. China und S&uuml;dkorea streiten um die Stationierung des US-amerikanischen Raketensystems THAAD. Japan hat Territorialprobleme mit China, S&uuml;dkorea und Russland.<br>\nDer ostasiatische Raum hat sich inzwischen so enorm militarisiert, dass unter den 10 L&auml;ndern mit den h&ouml;chsten der Milit&auml;rausgaben allein vier L&auml;nder aus dieser Region (China, Russland, Japan und S&uuml;dkorea) stammen. Auch die USA als die gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rmacht der Welt sind mit gro&szlig;en St&uuml;tzpunkten pr&auml;sent und l&auml;sst ihre Muskeln spielen. Um die Spirale der Aufr&uuml;stung und der Gewalt zu durchbrechen, sollte man kurzsichtige Reaktionen vermeiden und weitsichtige Aspekte f&ouml;rdern.<br>\n71 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs liegt der wesentliche Unterschied zwischen den damals f&uuml;hrenden Achsenm&auml;chten Japan und Deutschland darin, ob die Vers&ouml;hnung mit den Nachbarl&auml;ndern im Rahmen der regionalen Integration als Antikriegspakt geleistet worden ist. In diesem Sinne wird die Idee von der Ostasiatischen Gemeinschaft von japanischen Liberalen angestrebt, obwohl die beiden Regionen nat&uuml;rlich nicht einfach zu vergleichen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/11\/16\/japan-kriegsstaat\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht selten werden sonst einseitig China oder Nordkorea als der Aggressor der asiatischen Region beschrieben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schmerz l&auml;sst nicht nach<\/strong><br>\nVor genau einem Jahr hat das Verwaltungsgericht Stuttgart geurteilt: Der Polizeieinsatz am Schwarzen Donnerstag war unrechtm&auml;&szlig;ig. Konsequenzen gezogen hat daraus bis heute niemand. Und auch die Schwerverletzten vom 30. September 2010 sind immer noch nicht entsch&auml;digt. Das Urteil vom 18. November 2015 war eine Ohrfeige f&uuml;r alle, die in Politik, Polizei und Justiz Verantwortung trugen &ndash; an jenem 30. September 2010, als es im Stuttgarter Schlossgarten zu mehr als 400 Verletzten durch Schlagstock-, Pfefferspray- und Wasserwerfereins&auml;tze kam. Der missratene Polizeieinsatz schaffte es im vergangenen Herbst noch einmal in die Hauptnachrichten der deutschen Medien und tats&auml;chlich sah es kurz so aus, als w&auml;re es Zeit f&uuml;r Vers&ouml;hnung: Das (beklagte) Land ging nicht in Berufung und Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann sprang &uuml;ber den eigenen Schatten. Vier Wochen nach dem Urteil versprach er z&uuml;gige Erledigung aller Anspr&uuml;che und sagte vor allem erstmals &ldquo;Entschuldigung&rdquo; &ndash; namens des Landes Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/294\/schmerz-laesst-nicht-nach-3992.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Revolte im Revier<\/strong><br>\nDas Ruhrgebiet gilt als Herzkammer der Sozialdemokratie. Doch parteiinterne Skandale und jahrzehntelange Abnutzung gef&auml;hrden die Vormachtstellung der SPD im Revier. Zumal die AfD in der strukturschwachen Region schon aktiv auf W&auml;hler-Fang bei den Genossen geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afd-bedroht-ruhr-spd-revolte-im-revier.724.de.html?dram:article_id=371469\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Der Abstieg der neoliberalisierten, elitenh&ouml;rigen und auf Krieg  getrimmten SPD ist nicht mehr aufzuhalten: Die fr&uuml;here gesellschaftliche und soziale Verankerung der SPD l&ouml;st sich im Ruhrpott wie Zucker im Wasser auf. Das politische Parteiensystem mit seinen festgef&uuml;gten Proportionen wird sich &ndash; wie der Reportage zeigt &ndash; radikal ver&auml;ndern und verschieben. Es ist das Resultat des Klassenkrieges gegen die Lohnabh&auml;ngigen und Armen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Obama hat das politische Momentum nicht genutzt&rdquo;<\/strong><br>\nDass der scheidende US-Pr&auml;sident Barack Obama das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba nicht geschlossen hat, liegt auch an eigenem Z&ouml;gern, findet der Anwalt Bernhard Docke. Er vertritt den 2006 freigelassenen Gefangenen Murat Kurnaz. Wegen dessen Inhaftierung erhebt Docke erneut Vorw&uuml;rfe gegen den designierten Bundespr&auml;sidenten Frank-Walter Steinmeier.<br>\nKurnaz war von 2002 bis 2006 in Guantanamo interniert. Wie auch bei den anderen Gefangenen gab es gegen ihn keine Anklage. Er sei gefoltert worden und habe nie gewusst, ob er der H&ouml;lle entrinnen k&ouml;nne, schilderte Bernhard Docke den Fall im Deutschlandfunk. Guantanamo sei ein k&uuml;nstlich rechtsfrei geschaffener Raum ohne Regeln. Auch US-Pr&auml;sident Barack Obama hatte Guantanamo bei seinem Amtsantritt als rechtlich ausgesprochen fragw&uuml;rdig bezeichnet. Docke sagte, er sei damals optimistisch gewesen, dass Obama das Lager schlie&szlig;en wolle. Zwar seien 200 Inhaftierte entlassen worden, aber acht Jahre sp&auml;ter seien immer noch 60 Gefangene da. Obama habe das politische Momentum nach seinem Amtsantritt nicht genutzt, sondern lange gez&ouml;gert, bis sich die Mehrheiten im Kongress zu seinen Ungunsten ver&auml;ndert hatten. &ldquo;Er hat sich selbst das Leben schwer gemacht, und insofern kann er sich nicht allein mit dem Kongress entschuldigen&rdquo;, sagte Docke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gefangenenlager-guantanamo-obama-hat-das-politische.694.de.html?dram:article_id=371487\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Frank-Folter&rdquo; Steinmeier wird sich nicht bei Murat Kurnaz entschuldigen: <\/strong><br>\nDer kommende Bundespr&auml;sident war hauptverantwortlich, dass der Bremer Kurnaz vier Jahre zu lang in Guanatanamo gesessen hat. Steinmeier hat Kurnaz im Foltergef&auml;ngnis verh&ouml;ren lassen, was illegal ist. Er wusste um seine Unschuld und tat nichts. Kurnaz fordert von Steini eine Entschuldigung. Das Ausw&auml;rtiges Amt stellte heute klar: Darauf kann Murat Kurnaz lange warten. Wir finden das: Erb&auml;rmlich.<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 16. November 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1465801376765139\/?pnref=story\">Jung und naiv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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