{"id":35882,"date":"2016-11-18T09:04:20","date_gmt":"2016-11-18T08:04:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35882"},"modified":"2019-05-22T12:17:51","modified_gmt":"2019-05-22T10:17:51","slug":"die-maenner-hinter-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35882","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner hinter Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p>Das Ph&auml;nomen Trump, das hierzulande in den Medien weiterhin f&uuml;r ungl&auml;ubiges Staunen und Best&uuml;rzung sorgt, kam weder aus dem Nichts, noch ist der Milliard&auml;r v&ouml;llig isoliert im US-Establishment. Ein finanzstarkes Netzwerk von rechtskonservativen Unternehmern hat sich schon vor seiner Wahl mit ihm arrangiert, ihn unterst&uuml;tzt und besetzt nun einige der wichtigsten Posten in der neuen Regierung. Die Trump-Pr&auml;sidentschaft wird durch dieses autorit&auml;re, marktliberale und gewerkschaftsfeindliche Milieu gepr&auml;gt werden. Von <strong>Paul Schreyer<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6320\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-35882-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=35882-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"161118_Die_Maenner_hinter_Donald_Trump_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Aufstieg der extremen Rechten in den USA vollzieht sich schon seit einigen Jahren spiegelbildlich zum sozialen Niedergang gro&szlig;er Teile der Bev&ouml;lkerung. Sichtbar wurde das sp&auml;testens durch den furiosen Erfolg der Tea-Party-Bewegung ab 2009, deren popul&auml;re Anf&uuml;hrerin Sarah Palin in den deutschen Medien vor einigen Jahren ganz &auml;hnlich verlacht und karikiert wurde, wie nun Donald Trump. Getragen haben den neuen Pr&auml;sidenten nicht nur die Wut und Verzweiflung der vom Aufstieg Abgeh&auml;ngten, sondern auch diejenigen Teile des Establishments, die diese Wut gern f&uuml;r ihre Zwecke kanalisieren und politisch nutzbar machen wollen.<\/p><p>W&auml;hrend die m&auml;chtigsten und einflussreichsten Kreise des Landes klar Hillary Clinton favorisierten und auch bei den Republikanern zun&auml;chst andere, &bdquo;gef&auml;lligere&ldquo; Kandidaten mit Millionenspenden unterst&uuml;tzt hatten, wurden sp&auml;testens mit der sich abzeichnenden Dominanz des Kandidaten Trump auch Verbindungen in dessen Lager gekn&uuml;pft. Die wesentliche Entscheidung Trumps war es, nicht als unabh&auml;ngiger Kandidat anzutreten, sondern im Rahmen der Republikanischen Partei. Deren Vorsitzendem, dem jungen und eloquenten Reince Priebus, fiel die knifflige Aufgabe zu, die Parteieliten mit dem einzelg&auml;ngerischen Provokateur Trump zu vers&ouml;hnen. <\/p><p>Nach der Wahl ernannte Trump nun ebenjenen Priebus zum Stabschef im Wei&szlig;en Haus, und verschaffte dem Mann des Establishments damit einen der wichtigsten Regierungsposten. Der Stabschef leitet das Tagesgesch&auml;ft des Pr&auml;sidenten, koordiniert dessen Termine und entscheidet, wer &uuml;berhaupt ins Oval Office vorgelassen wird und wessen Stimme dort Geh&ouml;r finden kann. Aufgrund dieser Aufgaben ist der Stabschef immer auch einer der engsten Berater des Pr&auml;sidenten.<\/p><p>Reinhold &bdquo;Reince&ldquo; Priebus (44), Sohn eines deutschst&auml;mmigen Vaters, stammt aus dem Bundesstaat Wisconsin, der, wie sich zeigt, eine Schl&uuml;sselrolle im neuen Machtgef&uuml;ge der Republikaner spielt. Auch Paul Ryan (46), derzeitiger Sprecher des Repr&auml;sentantenhauses und Scott Walker (49), Gouverneur Wisconsins und 2015 zeitweiliger Pr&auml;sidentschaftskandidat der Republikaner, stammen von dort. Das ist kein Zufall, sondern Ergebnis jahrelanger Vorarbeit, vor allem geleistet von einer in Wisconsin beheimateten superreichen und erzkonservativen Stiftung, die ihre Millionen konsequent in den Aufbau von Netzwerken und genehmen Politikern lenkt &ndash; der Bradley Foundation.<\/p><p><strong>Die Bradley Foundation<\/strong><\/p><p>Deren Gr&uuml;nder, die Gebr&uuml;der Bradley, machten ab Anfang des 20. Jahrhunderts ein Verm&ouml;gen mit der Entwicklung und Fertigung von Steuerungselektronik und Automatisierungstechnik. Ihre Stiftung f&ouml;rderte zun&auml;chst vor allem soziale Zwecke im heimatlichen Wisconsin. Als das Unternehmen 1985 an einen gro&szlig;en Konzern verkauft wurde, schwoll das Stiftungsverm&ouml;gen durch die Verkaufserl&ouml;se rapide an und man entschloss sich, die zuk&uuml;nftige Arbeit politisch und landesweit auszurichten.<br>\nHeute ist die Bradley Foundation mit einem Verm&ouml;gen von mehr als 800 Millionen Dollar und einem Jahresetat von durchschnittlich 40 Millionen einer der gr&ouml;&szlig;ten politischen Player im konservativen Lager der USA. Das Geld flie&szlig;t Jahr f&uuml;r Jahr an hunderte Initiativen und Gruppen, die sich den <a href=\"http:\/\/www.bradleyfdn.org\/\">Bradley-Zielen<\/a> verpflichtet f&uuml;hlen: &bdquo;limited government&ldquo;, sowie der St&auml;rkung eines &bdquo;demokratisch-kapitalistischen Systems&ldquo;. Die Stiftung gibt sich marktradikal, w&uuml;nscht sich einen weitgehend unregulierten Kapitalismus und m&ouml;chte den Einfluss des Staates systematisch verringern. Sie wendet sich dazu gezielt an Eliten und Entscheidungstr&auml;ger, die sie f&ouml;rdert und zu beeinflussen sucht. J&auml;hrlich verleiht sie mehrere &bdquo;<a href=\"https:\/\/bradleyprizes.org\/\">Bradley-Preise<\/a>&ldquo;, die jeweils mit 250.000 Dollar dotiert sind, und gern auch an Journalisten vergeben werden.<\/p><p>Die Bradley Foundation ist weiterhin einer der gr&ouml;&szlig;ten Geldgeber vieler ber&uuml;hmter konservativer Denkfabriken, wie etwa des &bdquo;American Enterprise Institute&ldquo; oder des (mittlerweile eingestellten) &bdquo;Project f&uuml;r the New American Century&ldquo;, wo ab 1997 die Neokonservativen Dick Cheney und Donald Rumsfeld ihre aggressiven au&szlig;enpolitischen Aktivit&auml;ten b&uuml;ndelten, noch bevor sie 2001 Teil von George W. Bushs Regierung wurden. Man pr&auml;gt mit den Stiftungsmillionen also durchaus nachhaltig Entwicklungen und setzt Trends.<\/p><p>Geleitet wurde die Bradley Foundation zuletzt von Michael Grebe, einem erfolgreichen Anwalt an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft. Er war es auch, der einflussreiche republikanische Nachwuchspolitiker wie Reince Priebus, Scott Walker oder Paul Ryan systematisch mit aufbaute. An Grebes eigener Karriere l&auml;sst sich dabei gut die Funktionsweise solcher Netzwerke illustrieren.<\/p><p><strong>Wie man Politiker &bdquo;macht&ldquo;<\/strong><\/p><p>Grebe begann seine Laufbahn 1970 bei einer der gr&ouml;&szlig;ten Anwaltskanzleien Wisconsins, Foley &amp; Lardner, zu einer Zeit, als diese Kanzlei gerade ein erstes B&uuml;ro in Washington er&ouml;ffnete und damit den Sprung auf die nationale Ebene wagte. Ab den 1980er Jahren war Grebe zudem direkt politisch aktiv. Als st&auml;ndiger Delegierter Wisconsins bei den Parteitagen der Republikaner und vor allem als Rechtsberater der nationalen Parteiorganisation der Republikaner kn&uuml;pfte er zahlreiche Kontakte in die Regierung und ins Parlament. In den 1990er Jahren wurde Grebe zum Chef von Foley &amp; Lardner und <a href=\"http:\/\/www.fundinguniverse.com\/company-histories\/foley-lardner-history\/\">verantwortete<\/a> innerhalb der Kanzlei die Gr&uuml;ndung einer neuen Unternehmenssparte f&uuml;r Lobbying und PR, um die Politik des Landes im Sinne seiner Gesch&auml;ftsklienten noch direkter beeinflussen zu k&ouml;nnen. Als Lobbyisten stellte er ehemalige Politiker ein. 1996 wurde der talentierte Netzwerker dann in den Vorstand der Bradley Foundation berufen, die er von 2002 bis zu seinem Ruhestand 2016 auch leitete und dort ma&szlig;geblich entschied, wer in den Genuss der unersch&ouml;pflichen Bradley-Millionen kam und wen man dort protegierte.<br>\nGrebe war es auch, der das politische Talent im Studienabbrecher Scott Walker entdeckte und dessen Wahlkampf zum Gouverneur von Wisconsin 2010 pers&ouml;nlich leitete. Walker gewann.<\/p><p>Der Sieg Scott Walkers in Wisconsin markierte damals einen Durchbruch f&uuml;r die rechtskonservativen und marktliberalen Kreise in den USA. Mitverantwortlich war der schon erw&auml;hnte Reince Priebus, der als damaliger Vorsitzender der Republikaner in Wisconsin Walkers Wahlkampf entscheidend mitlenkte und dem es insbesondere gelang, die radikale Tea-Party-Bewegung in Wisconsin so mit den Republikanern zu verzahnen, dass kein &ouml;ffentlicher Konflikt zwischen beiden entstand.<\/p><p><strong>Schaukampf gegen Gewerkschaften<\/strong><\/p><p>Wisconsin war vorher von Demokraten regiert worden und hat eine weit zur&uuml;ck reichende linke Tradition, die in Deutschland gr&uuml;ndet. Nach der gescheiterten Revolution von 1848 wanderten zahlreiche Deutsche nach Wisconsin aus, einen Staat, der damals gerade zur Besiedlung freigegeben war. Die Hauptstadt Milwaukee wurde sp&auml;ter, zwischen 1910 und 1960, die meiste Zeit &uuml;ber von sozialistischen B&uuml;rgermeistern regiert &ndash; f&uuml;r eine amerikanische Gro&szlig;stadt extrem ungew&ouml;hnlich. Den radikalen Konservatismus der in Milwaukee beheimateten Bradley Foundation kann man auch als Gegenreaktion auf diese linke Tradition sehen.<\/p><p>Nach seinem Wahlsieg attackierte Scott Walker direkt die Gewerkschaften. Er legte 2011 ein Gesetz vor, das ihnen das Recht nahm, f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Angestellten Tarifvertr&auml;ge auszuhandeln. Daraufhin kam es zu gro&szlig;en Protesten, die bis zur Besetzung des Parlamentsgeb&auml;udes und Neuwahlen f&uuml;hrten. Doch Gouverneur Walker hielt Kurs und wurde sogar wiedergew&auml;hlt, nicht zuletzt mit Unterst&uuml;tzung teurer PR-Kampagnen und TV-Spots. Parteichef Priebus <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/niedergang-der-us-gewerkschaften-zeigt-sich-in-wisconsin-a-837792.html\">meinte<\/a> im Anschluss:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns nicht l&auml;nger von den Gewerkschaften herumschubsen lassen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das Ganze war ein Schaukampf mit nationaler Ausstrahlung, ganz im Sinne der Geldgeber. Als Walker schlie&szlig;lich 2015 f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft kandidierte &ndash; wieder mit Grebe als Wahlkampfmanager &ndash; blieb er zwar erfolglos, doch die konservativen Sponsoren fanden letztlich auch hier einen Kandidaten, der ihren marktliberalen Kurs mehr oder weniger teilte. Gesch&auml;ftsleute gehen pragmatisch vor, wenn der jeweilige Favorit in den Vorwahlen verliert. So hat zum Beispiel Ronald Cameron, Chef eines Gefl&uuml;gelkonzerns und einer der zehn gr&ouml;&szlig;ten Spender f&uuml;r die Republikaner im diesj&auml;hrigen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf, zun&auml;chst 3 Millionen Dollar in die Kampagne von Kandidat Mike Huckabee gesteckt, nach dessen Ausscheiden dann 5 Millionen auf Marco Rubio gesetzt und nach dessen R&uuml;ckzug noch einmal 2 Millionen an Trump gespendet. So &auml;hnlich machen es viele. Wichtig ist, am Ende das Geld beim Sieger platziert zu haben.<\/p><p>Zu Donald Trumps Gro&szlig;spendern geh&ouml;ren auch zwei Milliard&auml;rinnen aus Wisconsin: Liz Uihlein, Chefin des Verpackungsherstellers Uline, sowie die Bauunternehmerin Diane Hendricks. Letztere gilt als ausgemachte Gewerkschaftsfeindin und hatte mit ihren Millionen zuvor schon Scott Walker ins Gouverneursamt geholfen. Beide Frauen geh&ouml;rten im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf zum Beraterstab Donald Trumps. Diane Hendricks sitzt dar&uuml;ber hinaus gemeinsam mit Michael Grebe im Vorstand der Bradley Foundation. Man kennt sich.<\/p><p><strong>Wer ist Mike Pence?<\/strong><\/p><p>Auch Trumps kommender Vizepr&auml;sident Mike Pence &ndash; der derzeit schon als Leiter des &bdquo;Transition Teams&ldquo; ma&szlig;geblich &uuml;ber die Besetzung diverser Regierungsposten entscheidet &ndash; ist kein unbeschriebenes Blatt. Der langj&auml;hrige konservative Abgeordnete gilt als streng religi&ouml;s und begeisterter Anh&auml;nger der Tea-Party-Bewegung, die ihrerseits von Beginn an von den milliardenschweren Koch-Br&uuml;dern unterst&uuml;tzt und mit gesteuert wurde. Die Kochs <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/07\/19\/us\/politics\/mike-pence-kochs-fundraising.html?_r=0\">geh&ouml;ren<\/a> dar&uuml;ber hinaus ganz direkt zu den gr&ouml;&szlig;ten Sponsoren von Pence. <\/p><p>Das politische Potenzial von Pence erkannte ebenso die Bradley Foundation, die ihn schon fr&uuml;h umwarb. Als Gast auf einer Konferenz der Stiftung <a href=\"http:\/\/www.bradleyfdn.org\/2010-Symposium\">&auml;u&szlig;erte<\/a> er 2010, auf dem H&ouml;hepunkt der Tea-Party-Bewegung, diese gehe &bdquo;zur&uuml;ck zu den Quellen unserer Gr&ouml;&szlig;e, n&auml;mlich unserem Charakter, unserer &Uuml;berzeugung und unserem Glauben an begrenzte Regierung&ldquo; (&bdquo;belief in limited government&ldquo;). F&uuml;r Pence und viele seiner Mitstreiter verschmilzt der urchristliche Glaube mit einer nicht minder strengen Marktgl&auml;ubigkeit &ndash; ein in den USA verbreitetes Ph&auml;nomen, das viel mit europ&auml;ischen, calvinistischen Wurzeln zu tun hat. Reiche Geldgeber und Strippenzieher k&ouml;nnen dort bequem andocken und f&ouml;rdern solchen Extremismus gerne.<\/p><p>Auf einer Veranstaltung der Koch-Br&uuml;der <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2016\/jul\/16\/mike-pence-koch-brothers-fundraising-donald-trump\">sprach<\/a> Pence 2014 davon, wie einzelne Bundesstaaten (zu der Zeit war er Gouverneur von Indiana) als Labor daf&uuml;r dienen k&ouml;nnten, Regierungsmacht zu minimieren, die Steuern zu senken und die Wirtschaft weiter zu deregulieren.<\/p><p>Trump selbst hatte im Wahlkampf <a href=\"https:\/\/www.donaldjtrump.com\/policies\/tax-plan\/\">angek&uuml;ndigt<\/a>, die Unternehmenssteuern von 35 auf  15 Prozent senken zu wollen. Sicher einer der Gr&uuml;nde, weshalb gegen Ende des Wahlkampfes im Oktober diesen Jahres gut 100 Unternehmenslenker per offenem Brief energisch zu seiner Wahl <a href=\"http:\/\/fortune.com\/2016\/10\/17\/donald-trump-peter-thiel-carl-icahn\/\">aufriefen<\/a>.<br>\nAm Ende bleibt zwar richtig, dass der gr&ouml;&szlig;te Teil des Establishments fast jeden Kandidaten lieber an der Spitze gesehen h&auml;tte, als Donald Trump. Doch den Grund f&uuml;r dieses Unbehagen sollte man weniger in Trumps schr&auml;gen politischen &Uuml;berzeugungen oder seinem schrillen Auftreten suchen, als eher in der schlichten Tatsache, dass sich fast alle anderen Kandidaten viel einfacher h&auml;tten kontrollieren lassen, als dieser ebenso exaltierte wie selbstbewusste Milliard&auml;r, der offenbar einfach &bdquo;macht, was er will&ldquo;. Genau deshalb allerdings wurde er vermutlich auch gew&auml;hlt.<\/p><p>Trump selbst ist klug genug, um sich zuk&uuml;nftig nicht unn&ouml;tig Feinde unter den M&auml;chtigen zu schaffen. Seine Entscheidung, Priebus und auch Pence in den engsten Kreis aufzunehmen, deutet an, dass er den reichen Sponsoren der anderen Kandidaten durchaus Zugang ins Wei&szlig;e Haus gew&auml;hren will &ndash; so wie es auch eine Hillary Clinton als Pr&auml;sidentin fraglos getan h&auml;tte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Ph&auml;nomen Trump, das hierzulande in den Medien weiterhin f&uuml;r ungl&auml;ubiges Staunen und Best&uuml;rzung sorgt, kam weder aus dem Nichts, noch ist der Milliard&auml;r v&ouml;llig isoliert im US-Establishment. Ein finanzstarkes Netzwerk von rechtskonservativen Unternehmern hat sich schon vor seiner Wahl mit ihm arrangiert, ihn unterst&uuml;tzt und besetzt nun einige der wichtigsten Posten in der neuen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35882\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,129,125,174,190],"tags":[1090,284,233,1995,1996,1236,413,278,1625,729,382,1800,1207],"class_list":["post-35882","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-rechte-gefahr","category-usa","category-wahlen","tag-clinton-hillary","tag-deregulierung","tag-marktliberalismus","tag-pence-mike","tag-priebus-reince","tag-republikaner","tag-schlanker-staat","tag-steuersenkungen","tag-stiftungen","tag-tea-party","tag-think-tanks","tag-trump-donald","tag-unternehmenssteuer"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35882","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35882"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35882\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51938,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35882\/revisions\/51938"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35882"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35882"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35882"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}