{"id":3589,"date":"2008-11-13T09:44:46","date_gmt":"2008-11-13T08:44:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3589"},"modified":"2008-11-13T10:21:04","modified_gmt":"2008-11-13T09:21:04","slug":"hinweise-des-tages-774","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3589","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Lobbyhinweise: Finanzkrise, Strabag und Freispruch f&uuml;r Claasen<\/li>\n<li>Finanzberatung: &bdquo;Guten Tag, ich h&auml;tte gerne eine Altersvorsorge&ldquo;<\/li>\n<li>4. Hessisches Sozialforum am 29.11.08 in Frankfurt\/Main<\/li>\n<li>Warum reichen Sie gegen das BKA-Gesetz Klage ein, Herr Baum?<\/li>\n<li>Ukraine: Die Angst vor dem Staatsbankrott<\/li>\n<li>M&uuml;ntefering und die WAZ-Pl&auml;ne<\/li>\n<li>Konjunkturpaket als Mogelpackung<\/li>\n<li>Finanzkrise besiegt IG-Metall<\/li>\n<li>Es lebe das Stadtwerk!<\/li>\n<li>Der Blitz hat eingeschlagen<\/li>\n<li>Deutsche Fassung der sogenannten Washington-Deklaration der Gewerkschaften aus Anlass des G20-Krisengipfels<\/li>\n<li>ATTAC: Erbschaftssteuerreform ist Hohn f&uuml;r Millionen arme Menschen<\/li>\n<li>Hans Mommsen im Deutschlandradio &uuml;ber die D&auml;monisierung der Linkspartei<\/li>\n<li>Schweiz: Neuer Fahrplan bringt mehr und schnellere Z&uuml;ge<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3589&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Lobbyhinweise: Finanzkrise, Strabag und Freispruch f&uuml;r Claasen<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Finanzkrise &ndash; der Lobbyismus geht weiter:<\/strong> Das Institute of International Finance (IIF), der Verband der gro&szlig;en Privatbanken, warnt im Vorfeld des Weltfinanzgipfels vor einer &Uuml;berregulierung des Finanzsektors. Ackermann und Co. wollen staatliche Unterst&uuml;tzung, aber auf Dauer keine starken staatlichen Regeln. Mehr im Handelsblatt. Eine gute &Uuml;bersicht &uuml;ber die Dynamiken des globalen Bankensystems und die Verflechtungen von Privatbanken mit Aufsichtsbeh&ouml;rden und Finanzministerien liefern Harald Schumann und Klaus C. Engelen im Tagesspiegel. Ausf&uuml;hrlich wird auf die &bdquo;Goldman-Sachs-Erbfolge&ldquo; im US-amerikanischen Finanzministerium eingegangen und die Deregulierung des Finanzsektors unter Rot-Gr&uuml;n wird unter die Lupe genommen. Das Muster &uuml;berall: Interessenkonflikte in den obersten Positionen und &bdquo;fliegende Wechsel&ldquo; zwischen Politik, Banken und halbstaatlichen Organisationen.<\/li>\n<li><strong>Kaltgestellter Schwarzgeldj&auml;ger:<\/strong> CDU-Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert hat einen der besten Kontrolleure der Parteienfinanzierung in den wissenschaftlichen Dienst versetzt. Eine &ldquo;ganz normale Sache&rdquo; oder doch eher eine Strafversetzung? &ndash; fragt sich Hans Peter Sch&uuml;tz in seinem Stern-Blog. <\/li>\n<li><strong>Strabags Netzwerke:<\/strong> Beim Baukonzern Strabag kommt ein umfangreiches Korruptionsnetzwerk ans Licht. Der Spiegel berichtete letzte Woche (leider nur in der Printausgabe), dass &uuml;ber Jahre hinweg ein System der schwarzen Kassen aufgebaut wurde, aus denen mutma&szlig;lich Beh&ouml;rden, Baukontrolleure und Mitarbeiter von Autobahngesellschaften geschmiert wurden, vor allem in Osteuropa, aber auch in Deutschland. Nach Berichten des &ouml;sterreichischen Magazin &ldquo;News&rdquo; (pdf) &uuml;ber die Verwicklungen des Liberalen Forums in &Ouml;sterreich wurde dabei auch der FDP-Europaparlametarier Jorgo Chatzimarkakis eingeschaltet. Er sollte im Jahre 2004 darauf hinarbeiten, dass das ISPA (das EU-Organ zur Vorbereitung des EU-Beitritts) die bulgarische Regierung dazu dr&auml;ngt, Nachtragszahlungen f&uuml;r den Umbau des Flughafen Sofia zu bewilligen, der von Strabag durchgef&uuml;hrt wurde. (PS: Der News-Artikel ist auch hinsichtlich der Lobbyarbeit f&uuml;r den Eurofighter in &Ouml;sterreich interessant)\n<\/li>\n<li><strong>WM-Ticket-Aff&auml;re:<\/strong> Schon etwas &auml;lter, aber immer noch interessant: Der Bundesgerichtshof hat den Freispruch des Ex-EnBW Managers Utz Claassen best&auml;tigt und die Revision der Staatsanwaltschaft verworfen. Claasen hatte Ende 2005 WM-Karten als &bdquo;Weihnachtsgru&szlig;&ldquo; an Mitglieder der baden-w&uuml;rttembergischen Landesregierung verschickt. Der BGH machte aber klar, dass es erhebliches Unbehagen an dem Freispruch gebe. Anders als das Landgericht Karlsruhe sah der BGH in den WM-Tickets durchaus einen strafrechtlich relevanten &ldquo;Vorteil&rdquo;. In der Urteilsbegr&uuml;ndung hei&szlig;t es: &bdquo;Die Grenze zwischen Repr&auml;sentation oder Einfluss nehmen ist flie&szlig;end&rdquo; und &bdquo;dass hier durchaus belastende Indizien von Gewicht vorlagen, die eine Anklageerhebung rechtfertigten.&ldquo; Auch weise das Landgerichtsurteil &bdquo;Merkw&uuml;rdigkeiten&ldquo; auf, die das Revisionsverfahren aber au&szlig;en vor lassen musste.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/11\/lobbyhinweise-finanzkrise-strabag-und-freispruch-fur-claasen\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzberatung: &bdquo;Guten Tag, ich h&auml;tte gerne eine Altersvorsorge&ldquo;<\/strong><br>\nMit der Vorsorge f&uuml;rs Alter so fr&uuml;h wie m&ouml;glich beginnen, hei&szlig;t es &uuml;berall. Aber wie und wo und wann genau? Und vor allem: Wem kann man noch vertrauen? Ein Praxistest.\n<p>Also los: Ich betrete eine Filiale einer gro&szlig;en deutschen Bank. &bdquo;Guten Tag, ich h&auml;tte gerne eine Altersvorsorge&ldquo;, h&auml;tte ich beinahe gesagt, ermahne mich, dass ich nicht beim Metzger bin, und sage: &bdquo;Guten Tag, ich w&uuml;rde mich gerne in Sachen Altersvorsorge beraten lassen.&ldquo; Die nette Dame am Schalter f&uuml;hrt mich durch eine Glast&uuml;r in einen separaten Raum. Ich darf auf einer schwarzen Couch Platz nehmen und bekomme ein Mineralwasser. Sehr seri&ouml;s. Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, was f&uuml;r einen Unfug man mir erz&auml;hlen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/tid-12522\/finanzberatung-guten-tag-ich-haette-gerne-eine-altersvorsorge_aid_347629.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Viertes Hessisches Sozialforum am 29.11.08 in Frankfurt\/Main<\/strong><br>\nBeim 3. Hessischen Sozialforum im November letzten Jahres haben wir Vorschl&auml;ge zur hessischen Landespolitik erarbeitet. Sie beziehen sich auf wichtige Bereiche wie Arbeit, Soziales, Bildung, &Ouml;kologie und Frieden. Wir schickten sie an die Landtagsabgeordneten in Erwartung, dass unsere Vorstellungen bei den Diskussionen &uuml;ber die Entwicklung der Landespolitik Ber&uuml;cksichtigung finden. Inzwischen ist leichte Bewegung im Ergebnis der ver&auml;nderten Parteienlandschaft erkennbar. Die Studiengeb&uuml;hren und die Unterrichtsgarantie plus wurden abgeschafft. Es gibt Signale zum Wiedereintritt des Landes in die Tarifgemeinschaft der L&auml;nder, gegen die Abschiebung von Menschen in Kriegsgebiete, f&uuml;r mehr Steuergerechtigkeit und einen gesetzlichen Mindestlohn. Gleichwohl sind wir von einer politischen Wende zu demokratischen und sozialen Fortschritten noch weit entfernt. Das Einmischen sozialer Bewegungen und verst&auml;rkter Druck &ldquo;von unten&rdquo; sind n&ouml;tig um einen Politikwechsel zu erreichen. Die Sozialforumsbewegung ist weiter gefordert, ihre alternativen Vorstellungen in den politischen Diskurs einzubringen und ihren Einfluss zu erweitern. Diese Absicht verbinden wir mit dem vierten Hessischen Sozialforum am 29. November 2008, damit sich Hessen in Zielrichtung demokratisch, sozial und &ouml;kologisch bewegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hessen.dgb.de\/themen\/Hessen_Kahlschlag\/4_hess_sozialforum\/index3\">DGB Hessen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Nach der gescheiterten Regierungsbildung in Hessen trifft es erst recht zu, dass &bdquo;wir von einer politischen Wende zu demokratischen und sozialen Fortschritten noch weit entfernt&ldquo; sind. Wenn Roland Koch nach der Neuwahl weiterregieren kann, haben die konservativen Sozialdemokraten ihr Ziel erreicht, die Agendapolitik zu konsolidieren. Die hessische SPD interessiert sie nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gibt es noch Restchancen auf Bildung an Eliteuniversit&auml;t? Studentenproteste in Berlin<\/strong><br>\nIm Ford-Bau begr&uuml;&szlig;ten FU-Pr&auml;sident Dieter Lenzen und Bundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler eine enge Auswahl von Erstsemesterstudenten. Davor skandierten Kommilitonen &raquo;68 ist vorbei, nur der Markt, der macht uns frei&laquo; oder &raquo;Hoch die internationale Konkurrenz&laquo;. \n<p>Die Ironiker wurden von der Polizei auf eine Hunderte Meter entfernte Wiese gedr&auml;ngt. Lenzen hielt seine feierliche Rede in einem halbleeren Saal, w&auml;hrend Studenten in gelben T-Shirts mit der Aufschrift &raquo;Terror[un]verd&auml;chtig&laquo; der Einlass verweigert wurde. Sie hatten sich ordnungsgem&auml;&szlig; f&uuml;r die Veranstaltung angemeldet, der Weiterleitung ihrer Daten an das Bundeskriminalamt zugestimmt (angeblich zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Vorstrafenregister). Keine Chance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-13\/028.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>100 000 bei Schulstreik<\/strong><br>\nIn Berlin waren am Mittwoch an die 10000 Jugendliche auf der Stra&szlig;e. In Hamburg demonstrierten 6000 Sch&uuml;ler, in Bremen 7000 und in Braunschweig 8500. In Kiel, Rostock und M&uuml;nchen verweigerten je 5000 den Unterricht, in Oldenburg 4000 und in Stuttgart 8000. In Hessen beteiligten sich fast 10000 Sch&uuml;ler in Kassel, Frankfurt und Gie&szlig;en an den Protesten. Die Erwartungen wurden weit &uuml;bertroffen. Aimo Belling vom Kieler Schulstreikkomitee kommentierte gegen&uuml;ber junge Welt: &raquo;Das letzte Mal, da&szlig; 5000 Leute an einem Wochentag im November in Kiel demonstriert haben, war vermutlich 1918.&laquo;\n<p>Auch die Lehrergewerkschaft GEW unterst&uuml;tzte die Schulstreiks. Laut GEW waren unter den rund 10000 Besch&auml;ftigten des bestreikten &Ouml;ffentlichen Dienstes in Berlin, die sich am Mittwoch auf dem Bebelplatz versammelten, mehr als 1000 angestellte Lehrer. An verschiedenen Schulen hatten Lehrer ihre Sch&uuml;ler zum Streik mitgenommen, so da&szlig; beispielsweise das gesamte Beethoven-Gymnasium in Berlin-Steglitz auf der Stra&szlig;e war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-13\/061.php\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><br>\n<strong>Die protestierenden Sch&uuml;ler haben recht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2008\/46\/schule-streik\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum reichen Sie gegen das BKA-Gesetz Klage ein, Herr Baum?<\/strong><br>\nDas BKA-Gesetz wurde nach Kritik innerhalb der Koalition nachgebessert. Weshalb klagen Sie trotzdem dagegen?<br>\nDie Nachbesserungen betreffen nicht die Einw&auml;nde, die ich aus verfassungsrechtlicher Sicht habe. Das Gesetz erlaubt einen unangemessenen Einbruch in die Privatsph&auml;re, zum Beispiel die optische Wohnraum&uuml;berwachung. Es regelt zudem den Bereich der Online-Durchsuchung. Dazu habe ich ja mit anderen die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Fr&uuml;hjahr erstritten. Der Kernbereich der privaten Lebensgestaltung bleibt ohne den notwendigen Schutz, auch wenn Teile des Urteils umgesetzt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/46\/08460202.php\">Freitag <\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>BKA-Gesetz beschlossen<\/strong><br>\nDa muss wohl wieder das BVG einschreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1628845&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine: Die Angst vor dem Staatsbankrott<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) leiht der Ukraine 16,4 Milliarden Dollar und kn&uuml;pft daran harte Bedingungen: Unter anderem sollen Sozialleistungen eingefroren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/die-angst-vor-dem-staatsbankrott\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers K.F.:<\/strong> Der IWF bleibt sich treu. Am Staatsbankrott sind immer die hohen Sozialleistungen schuld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering und die WAZ-Pl&auml;ne<\/strong><br>\n&bdquo;Die SPD muss als Mitbesitzerin Verantwortung &uuml;bernehmen&ldquo;, sagt Malte Hinz, &bdquo;WR&ldquo;-Betriebsratsvorsitzender. Doch mehr als aufmunternde Worte gab&rsquo;s von M&uuml;ntefering bisher nicht. In seinem Brief stand, dass er &bdquo;die Plausibilit&auml;t der unternehmerischen Entscheidungen nicht im Detail beurteilen&ldquo; k&ouml;nne, aber &bdquo;auf eine akzeptable und vom sozialen Denken gepr&auml;gte L&ouml;sung&ldquo; hoffe. Die beiden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer antworteten prompt per Fax: Die Plausibilit&auml;t ihrer Entscheidungen erg&auml;be sich aus den &ouml;konomischen Daten, die von der Beratungsfirma Schickler erarbeitet w&uuml;rden. Diese sei &bdquo;h&auml;ufig f&uuml;r die SPD-Medienholding ddvg&ldquo; t&auml;tig&ldquo; gewesen, &bdquo;zuletzt bei der Sanierung der ,Frankfurter Rundschau&rsquo;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/;art15532,2659901\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Der Tagesspiegel hatte den Beitrag mit der &Uuml;berschrift &bdquo;M&uuml;ntefering protestiert gegen WAZ-Pl&auml;ne&ldquo; versehen. Von einem Protest M&uuml;nteferings ist im Text jedoch keine Rede. Ist das ein Versehen oder Meinungsmache?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunkturpaket als Mogelpackung<\/strong><br>\nAuch der Inhalt des sogenannten Konjunkturpakets ist eine Mogelpackung. Zwar sind die energetische Geb&auml;udesanierung und eine bessere Infrastruktur sinnvoll. Jedoch sollen sie gerade einmal mit jeweils 1 Mrd. Euro zus&auml;tzlich pro Jahr gef&ouml;rdert werden. Der Schwerpunkt des Pakets besteht vor allem in steuerlichen Erleichterungen und Zinsverg&uuml;nstigungen f&uuml;r Unternehmer und Hausbesitzer. Damit geht es kilometerweit am Ziel vorbei.\n<p>Erneute Verbesserungen der Angebotsbedingungen und der Gewinnf&ouml;rderung der Unternehmer sind &uuml;berfl&uuml;ssig. Die Ursache des Abschwungs ist vielmehr die viel zu schwache Binnennachfrage. Sie ist w&auml;hrend des zur&uuml;ckliegenden Konjunkturzyklus nie aus dem Keller gekommen &ndash; eine Sondersituation, die es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gab. Die Ursachen sind nicht so sehr unbefriedigende Tariferh&ouml;hungen, sondern die politisch gewollte Herstellung des Niedriglohnsektors. Insofern hat erstmals ein politisches Projekt &ndash; die Agenda 2010 &ndash; einen Aufschwung abgew&uuml;rgt. Die Finanzkrise verst&auml;rkt diesen Abschwung durch die wegbrechende Exportnachtfrage und die Finanzklemme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Michael-Schlecht-Schutzschirm-mit-L%F6chern\/438182.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise besiegt IG-Metall<\/strong><br>\nDer Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie ist f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der Branche eine Entt&auml;uschung. Mit 4,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt plus Einmalzahlungen liegt das Ergebnis von Sindelfingen zwar auf dem Niveau der Einkommenserh&ouml;hung von 2007 &ndash; damals gab es 4,1 Prozent plus Einmalzahlungen. Gefordert hatte die IG Metall 2007 aber lediglich 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, in diesem Jahr waren es 8 Prozent. Seit 16 Jahren war die IG Metall nicht mehr so hoch eingestiegen &ndash; nun hat sie die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Entt&auml;uschung erlebt. Denn die Bilanz ist ern&uuml;chternd: Die Unternehmen verzeichneten in den Boomjahren von 2004 bis 2008 erstaunliche Gewinne &ndash; und die 3,6 Millionen Arbeitnehmer der Branche profitieren in Relation nur im minimalen Prozentbereich. Dass die Metall-Lohnerh&ouml;hungen der vergangenen Jahre die h&ouml;chsten aller Branchen in Deutschland waren, ist da kein Trost.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/finanzkrise-besiegt-ig-metall\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Es lebe das Stadtwerk!<\/strong><br>\nDie N&auml;he zum Kunden wird nun zum unsch&auml;tzbaren Vorteil. Einmal, weil sich kleinere, dezentrale Kraftwerke effizienter betreiben lassen als gro&szlig;e. Und zum anderen, weil die Deutschen zunehmend zu Energieproduzenten werden &ndash; etwa mit Hilfe von Sonnenenergie oder Mini-Heizkraftwerken im Keller. \n<p>Solche Technik l&auml;sst sich aber kaum von Konzernzentralen in D&uuml;sseldorf oder Essen aus verbreiten; dies wird ein regionales Gesch&auml;ft. Als Anteilseigner an jedem zweiten Stadtwerk allerdings hatten die gro&szlig;en vier bisher nur begrenztes Interesse, diesen Wandel zu forcieren. Auch deshalb ist das Urteil so wichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/844\/317718\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ATTAC: Erbschaftssteuerreform ist Hohn f&uuml;r Millionen arme Menschen<\/strong><br>\nScharf kritisiert das Netzwerk f&uuml;r Steuergerechtigkeit (Tax Justice Network \/ TJN)) in Deutschland den Erbschaftsteuerkompromiss, auf den sich die Koalitionsfraktionen gestern Abend geeinigt haben. Er verschone wieder einmal die Reichen und Reichsten in unserer Gesellschaft und entlasse sie aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Angesichts des Milliarden-Pakets zur Rettung der Banken offenbare dies die soziale Ignoranz der Regierungsparteien. \n<p>&ldquo;Wenn schon das staatliche 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket unvermeidlich war, um den totalen Absturz in die anrollende Wirtschaftskrise zu vermeiden, h&auml;tte doch von verantwortungsvollen Politikern erwartet werden k&ouml;nnen, dass sie die Chance nutzen, von den Reichsten unserer Gesellschaft einen besonderen Solidarbeitrag abzufordern.  Stattdessen wird die Auflage des Bundesverfassungsgerichts, auch Verm&ouml;gen im Erbschaftsfall f&uuml;r die Steuer realistisch zu bewerten, durch &uuml;beraus gro&szlig;z&uuml;ge Freibetr&auml;ge und Sonderregelungen umgangen&rdquo;, sagte  Detlev v. Larcher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2008\/11\/07\/erbschaftssteuerreform-ist-hohn-fuer-millionen-arme-menschen\/?cHash=423edb4403\">ATTAC<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung G.K.:<\/strong> Die Steuereinnahmen aus Erbschafts- und Verm&ouml;genssteuern betragen im OECD-Durchschnitt 3,6% des Bruttoinlandsprodukts. In Deutschland liegen die Einnahmen bereits vor der Reform bei lediglich 0,9% des Bruttoinlandsprodukts.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Fassung der sogenannten Washington-Deklaration der Gewerkschaften aus Anlass des G20-Krisengipfels<\/strong>\n<p>Die sogenannte Washington-Deklaration der Gewerkschaften, die im Zusammenhang mit dem Krisen-Treffen der G 20 in Washington erarbeitet wurde, wird am Freitag dem 14. November in Washington im Zusammenhang der Treffen von Gewerkschaftsvertretern dem Pr&auml;sidenten der Weltbank, dem Direktor des IMF sowie Vertretern der US-Administration &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/081113%20Stellungnahme_Gewerkschaften_G20-Krisengipfel_Nov_08.pdf\">TUAC [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hans Mommsen im Deutschlandradio &uuml;ber die D&auml;monisierung der Linkspartei<\/strong><br>\nUnser Leser D.H. schrieb uns: &bdquo;Heute morgen (12.11.2008, 8:30 Uhr) hat das Deutschlandradio Kultur ein <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/874426\/\">kurzes Interview<\/a> mit dem Historiker Hans Mommsen gesendet (<a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/11\/12\/drk_20081112_0838_a756d36c.mp3\">als mp3-Datei<\/a>). \n<p>Insbesondere kritisierte Mommsen, selbst SPD-Mitglied, die Haltung der SPD-Bundesspitze zur Zusammenarbeit mit der Linkspartei: &ldquo;Ich halte diese bl&ouml;dsinnigen Versicherungen von Herrn M&uuml;ntefering und Herrn Steinmeier an diese kranke deutsche &Ouml;ffentlichkeit, sie w&uuml;rden nie mit dieser Partei koalieren, selber f&uuml;r einen Missstand. <\/p>\n<p>&ldquo;Da ich auf den Internetseiten von Deutschlandradio Kultur keine <a href=\"upload\/pdf\/081113%20Hans%20Mommsen.pdf\">Transkription des Interviews [PDF &ndash; 40 KB]<\/a> finden konnte, habe ich selbst eine erstellt, die ich Ihnen hiermit gerne zur freien Verf&uuml;gung stelle.&ldquo;<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Lobbyhinweise: Finanzkrise, Strabag und Freispruch f&uuml;r Claasen<\/li>\n<li>Finanzberatung: &bdquo;Guten Tag, ich h&auml;tte gerne eine Altersvorsorge&ldquo;<\/li>\n<li>4. Hessisches Sozialforum am 29.11.08 in Frankfurt\/Main<\/li>\n<li>Warum reichen Sie gegen das BKA-Gesetz Klage ein, Herr Baum?<\/li>\n<li>Ukraine: Die Angst vor dem Staatsbankrott<\/li>\n<li>M&uuml;ntefering und die WAZ-Pl&auml;ne<\/li>\n<li>Konjunkturpaket als Mogelpackung<\/li>\n<li>Finanzkrise besiegt IG-Metall<\/li>\n<li>Es<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3589\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3589"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3589\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}