{"id":3594,"date":"2008-11-17T07:45:01","date_gmt":"2008-11-17T06:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3594"},"modified":"2008-11-17T12:42:38","modified_gmt":"2008-11-17T11:42:38","slug":"hinweise-des-tages-776","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3594","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Finanzgipfel in Washington &ndash; nur Lippenbekenntnisse<\/li>\n<li>Dito: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne<\/li>\n<li>Das Blut der schwarzen Schafe flie&szlig;t in Str&ouml;men<\/li>\n<li>Lohnplus geht an Metallern vorbei<\/li>\n<li>Fast jede zweite Neueinstellung ist befristet<\/li>\n<li>Peter Sodann: &ldquo;Kann man doch mal sagen, oder?&rdquo;<\/li>\n<li>CSU = Freistaat = Landesbank<\/li>\n<li>Von der &ldquo;Heuschrecke&rdquo; GM ausgesaugt<\/li>\n<li>Klaus B&ouml;lling zu Hessen: &ldquo;Ypsilanti verdient Parteiordnungsverfahren&rdquo;<\/li>\n<li>Bayern: Professorengeh&auml;lter steigen, Studiengeb&uuml;hren bleiben<\/li>\n<li>BWL-Professoren starten Initiative gegen die Fair Value-Konzeption<\/li>\n<li>Tafeln: Es muss sowieso raus!<\/li>\n<li>Hessische Verh&auml;ltnisse an der Elbe<\/li>\n<li>Freispr&uuml;che in Genua<\/li>\n<li>&ldquo;SZ&rdquo;-Redakteure bangen um ihren Job<\/li>\n<li>Zeitungskrise in den USA<\/li>\n<li>Aktuelles zur Bildungspolitik<\/li>\n<li>Die deutsche Wehrmacht im Osten: Im Sinne der NS-F&uuml;hrung <\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3594&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Nur Lippenbekenntnisse<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck h&auml;lt den Finanzgipfel in Washington f&uuml;r gescheitert. Im Interview sagt der UN-Experte, dass die zentralen Probleme der Spekulation mit Wechselkursen und Rohstoffen gar nicht angesprochen wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1630498&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne<\/strong><br>\nEin G-20-Wunschzettel. Dani Rodrik,Wirtschaftswissenschaftler an der US-Universit&auml;t Harvard, hat aufgeschrieben, was er sich von dem Treffen Staats- und Regierungschefs an diesem Wochenende erhofft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1630152&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Blut der schwarzen Schafe flie&szlig;t in Str&ouml;men<\/strong><br>\nDer Kapitalismus tritt zur gro&szlig;en Selbstreinigung an, um zu bleiben, was er ist.<br>\nDen Gr&ouml;&szlig;en der Finanzwelt hingegen, die keine Jobsorgen kennen, hat es teilweise die Sprache verschlagen. Alan Greenspan bekundet vor dem US-Kongress &ldquo;Schock und Unglauben&rdquo; &uuml;ber das Ausma&szlig; des Desasters, das er und seinesgleichen (mit) angerichtet haben. Kleinlaut t&ouml;nt es aus den inneren Zirkeln renommierter Think Tanks, sie h&auml;tten leider auch keine Ahnung, was noch kommt, und wie es weiter gehen soll. Selbst der Riesenstaatsmann Joschka Fischer, eine Galionsfigur der Ex-Linken, die vor der vermeintlichen Allmacht der Finanzm&auml;rkte auf dem Bauch gegangen sind, hat eine Schwafelpause eingelegt. &ldquo;Was Karl Marx right?&rdquo;, fragt die Times ihre Leser. Aber ja doch, meinten gut 48 Prozent.<br>\nAlle Welt schreit nun nach Regulierung und dem Staat als Retter aus gro&szlig;er Not. In Windeseile werden Hunderte von Milliarden Dollar mobilisiert, um die krachende Wall Street und das europ&auml;ische Bankensystem vor dem Untergang zu retten. Aber wir haben nicht eine, sondern mehrere Krisen zugleich am Hals: Eine Weltfinanzkrise, eine Krise der Realwirtschaft, das hei&szlig;t, eine klassische &Uuml;berproduktions- und &Uuml;berakkumulationskrise, eine Welthandelskrise, eine Weltagrar- und Hungerkrise und eine &ouml;kologische Krise, die Spielr&auml;ume f&uuml;r jede m&ouml;gliche Krisenpolitik entscheidend verengt. Eine Systemkrise des Kapitalismus, wie wir ihn kannten, und eine Legitimationskrise der besten aller Welten zugleich. Unter diesen Umst&auml;nden klingen die zentralen Heilsbotschaften der neoliberalen Alltagsreligion nicht mehr so schmissig wie gewohnt. Neoliberalismus, das war&acute;s &ndash; meint Joseph Stiglitz, enfant terrible des Establishments.<br>\nAlso laufen die Propagandaapparate auf Hochtouren, als st&uuml;nde die sozialistische Weltrevolution vor der T&uuml;r. Die Lobbyverb&auml;nde der Finanzwirtschaft trommeln f&uuml;r den Erhalt &ldquo;freier&rdquo; Finanzm&auml;rkte, preisen Spekulation und Derivate, predigen die organisierte, aber freiwillige &ldquo;Selbstregulierung&rdquo;, orakeln das Schwarze vom Himmel herunter &uuml;ber die drohende Gefahr einer &ldquo;&Uuml;berregulierung&rdquo; &ndash; genau dieselben Vereine, die noch vor wenigen Jahren mit Milliarden Dollar schweren PR-Kampagnen daf&uuml;r gesorgt haben, dass der Handel mit Kreditderivaten in den USA von jeder Kontrolle und Regulierung befreit wurde. Zu glauben, die neoliberale Hegemonie sei vorbei, sang- und klanglos werde der Kapitalismus f&uuml;r besonders dumme Kerls von der B&uuml;hne verschwinden, ist zumindest voreilig.<br>\nDas alles Entscheiende aber wird sein, ob es gelingt, das vorl&auml;ufige Ende des Neoliberalismus politisch zu nutzen. Da Millionen Menschen das ganz allt&auml;gliche &Uuml;berleben im Kapitalismus noch schwerer gemacht wird als bisher, k&ouml;nnte der Sektor der alternativen, solidarischen, selbstverwalteten &Ouml;konomie wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/46\/08460901.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einerseits warnt Michael Kr&auml;tke davor vorschnell zu glauben, dass die neoliberale Hegemonie vorbei sei, andererseits hofft er, dass sich mit dem &ldquo;vorl&auml;ufige Ende des Neoliberalismus&rdquo; der &ouml;ffentliche Sektor ausweite und damit &uuml;ber den &ldquo;Kapitalismus hinaus &ldquo;weise. Die Redimensionalisierung des Kapitalismus auf ein soziales Ma&szlig; ist auf das Innigste zu w&uuml;nschen, nur untersch&auml;tzt Kr&auml;tke die Kr&auml;fte, die die heutige Situation herbeigef&uuml;hrt oder billigend in Kauf genommen haben. Wenn es in der Abschlusserkl&auml;rung der G 20 zu den Ursachen der Finanzkrise hei&szlig;t, &laquo;Politiker und &Uuml;berwachungsinstanzen in einigen entwickelten L&auml;ndern&raquo; h&auml;tten die Risiken der Finanzm&auml;rkte falsch eingesch&auml;tzt, so wird nicht nur bewusst die Verantwortung der Akteure an den Finanzm&auml;rkten ausgeblendet, sondern Politik und Finanzaufsicht werden d&uuml;mmer dargestellt, als sie sind.<br>\nIm Februar 2003 hatte der Direktor des Bundesaufsichtsamts f&uuml;r Wohnungsunternehmen (OFHEO), Armando Falcon, einen Bericht mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.ofheo.gov\/media\/archive\/docs\/reports\/sysrisk.pdf\">&ldquo;Systemrisiken: Fannie Mae, Freddie Mac und die Rolle des OFHEO&rdquo; [PDF &ndash; 3 MB]<\/a> ver&ouml;ffentlicht, in dem er ein Szenario f&uuml;r den &ldquo;schlimmsten Fall&rdquo; darstellte, in dem diese beiden US-Hypothekengesellschaften gezwungen w&auml;ren, ihre Schuldendienste einzustellen, was eine Kettenreaktion von Schocks ausl&ouml;sen und zu einer Systemkrise f&uuml;hren w&uuml;rde. Gleich nach Ver&ouml;ffentlichung des Berichts forderte die Regierung Bush den R&uuml;cktritt des Pr&auml;sidenten des OFHEO und k&uuml;ndigte dessen Abl&ouml;sung durch Mark Brickell an, der 15 Jahre lang die Derivatabteilung von JP Morgan leitete. JP Morgan Chase ist eine der gr&ouml;&szlig;ten Banken in den USA und im Derivatgesch&auml;ft weltweit f&uuml;hrend. JP Morgan Chase wurde 2004 zu den &bdquo;Bank-R&auml;ubern des Jahres&rdquo; erkl&auml;rt.<br>\nWenn heute viele Spitzenleute in Politik, Business und Wissenschaft auf ahnungslos machen und die Finanzkrise als eine Art Naturkatastrophe beschreiben, so ist es dennoch falsch, ja gef&auml;hrlich, diese Leute einfach f&uuml;r dumm zu halten. Kurt W. Rothschild, der Doyen der &Ouml;sterreichischen Wirtschaftswissenschaften, hat einmal gesagt: &bdquo;Dumme kann man gescheit machen. Aber wenn einer ein Interesse hat, da k&ouml;nnen Sie sich tot reden, der ist gescheit genug zu wissen, was sein Interesse ist und was nicht&ldquo;. Die Hypothekenbanken haben gewusst, wem sie ihre Kredite gaben, Lehman Brothers wussten, welches Gift in ihren &ldquo;strukturierten Produkten&rdquo; steckte, und die Politik wusste, was da ablief.<br>\nWarten wir einmal ab, bis sich die Rauchschwaden dieses Feuerwerks an internationalen Gipfeltreffen verzogen haben. Es ist bereits heute wenig glaubhaft, dass gestandene Neoliberale sich &uuml;ber Nacht von einem Saulus in einen Paulus verwandelt haben, sondern eher wahrscheinlich, dass sie dem ver&auml;ngstigten Wahlvolk nach dem Munde reden. Oder bekommt es jemand auf die Reihe, wenn im Schlussdokument der G 20 steht, dass die Reformen nur im Rahmen freier M&auml;rkte erfolgreich sein k&ouml;nnten, und gleichzeitig uns Angela fl&ouml;tet: &bdquo;Alle Marktteilnehmer, alle Produkte und alle M&auml;rkte werden k&uuml;nftig wirklich &uuml;berwacht und reguliert werden&ldquo;. &ndash; Wie sagte Josef Ackermann am Sonntag in einem Interview mit der NZZ: &bdquo;Dass man unter Einbezug der Schwellenl&auml;nder zusammengekommen ist, um &uuml;ber Lehren aus der Krise zu diskutieren, ist schon au&szlig;erordentlich wertvoll. Aber die Probleme sind komplex.&ldquo; So spricht einer, der wei&szlig;, wie man auf Zeit spielt.<br>\nDer Neoliberalismus hat l&auml;ngst gesiegt. Die Verteilung an Einkommen und Verm&ouml;gen in Deutschland wie auch weltweit war noch nie so ungerecht wie heute, und eine Umverteilung liegt in weiter, utopischer, sozusagen revolution&auml;rer Ferne. Der eigentliche Triumph des Neoliberalismus ist, dass diese Ungleichverteilung von vielen als systemerhaltend f&uuml;r unserer Gesellschaft geglaubt wird, aber Glaube ist unhinterfragbar. Das Grundproblem ist nicht mehr fassbar, nachdem es zur Glaubensgrundlage transzendiert ist. Mit der Folge: Die Gewinne werden weiterhin auf Kosten der Arbeitnehmer in den H&auml;nden weniger angeh&auml;uft. Diese Gelder &uuml;berschreiten weiterhin systematisch den Investitionsbedarf der Privatwirtschaft und werden das System &bdquo;Wall Street&ldquo; immer wieder von neuem hervorbringen &ndash; vielleicht nicht in dieser Form oder an diesem Ort. Verluste werden weiterhin sozialisiert, staatliche Geldspritzen an Banken und Unternehmen zur Systemstabilisierung eingesetzt &ndash; genauso wie Konjunkturprogramme, um Arbeitnehmer gerade noch von der Revolte abzuhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lohnplus geht an Metallern vorbei<\/strong><br>\n4,2 Prozent mehr Gehalt: Bei Zehntausenden Angestellten der Metall- und Elektroindustrie k&ouml;nnte der Lohnzuwachs nur mit Versp&auml;tung oder gar nicht ankommen. Viele Konzerne basteln an Verz&ouml;gerungstaktiken &ndash; und der Chiphersteller Infineon umging den Abschluss komplett.<br>\nBei den Autoherstellern Opel und Ford werden die Tariferh&ouml;hungen nach eigenen Angaben bereits seit 2006 aufgrund so genannter Standortsicherungsvertr&auml;ge mit &uuml;bertariflichen Zahlungen verrechnet. Einem &ldquo;Bild&rdquo;-Bericht zufolge pr&uuml;fen viele Betriebe zudem, die f&uuml;r Mai vorgesehene zweite Lohnerh&ouml;hung sp&auml;ter zu zahlen. Neben der Heidelberger Druckmaschinen AG wollen mindestens f&uuml;nf gro&szlig;e Autolieferer, darunter Continental, mit ihren Betriebsr&auml;ten laut &ldquo;Bild&rdquo; entsprechende Gespr&auml;che f&uuml;hren.<br>\nKlarer ist die Situation beim M&uuml;nchener Chiphersteller Infineon: Als Reaktion auf die Einigung hatte er bereits am Mittwochabend seinen Austritt aus dem bayerischen Arbeitgeberverband erkl&auml;rt, um die Lohnerh&ouml;hung nicht bezahlen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Verz%F6gerungstaktik-nach-Einigung-Lohnplus-geht-an-Metallern-vorbei\/439231.html\">FTD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, ob sich das die Arbeitnehmer und die IG-Metall bieten lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fast jede zweite Neueinstellung ist befristet<\/strong><br>\n43 Prozent der im Jahr 2006 abgeschlossenen Arbeitsvertr&auml;ge waren befristet. Im Jahr 2001 lag der Anteil der Befristungen dagegen erst bei 32 Prozent, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der soeben erschienenen Ausgabe 1\/2008 der Zeitschrift IAB-FORUM.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news288440\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Kann man doch mal sagen, oder?&rdquo;<\/strong><br>\nEr fordert eine &ldquo;Wiederholung des sozialistischen Experiments&rdquo; in Deutschland unter &ldquo;ver&auml;nderten Bedingungen&rdquo;. Im Tagesspiegel-Interview spricht Ex-&ldquo;Tatort&rdquo;-Kommissar Peter Sodann &uuml;ber Demokratie, Sozialismus und seine Pr&auml;sidentschaftskandidatur f&uuml;r die Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Peter-Sodann-Die-Linke;art122,2662949\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Hier kollidieren zwei vollkommen kontr&auml;re Geisteshaltungen. Die Krise hat es offenbar nicht vermocht, bei den Interviewern des Tagesspiegels, Cordula Eubel und Stephan Haselberger, auch nur die leisesten Zweifel an der Richtigkeit der Agendapolitik zu wecken. Hartz IV-Empf&auml;nger f&uuml;hren ihrer Meinung nach nur darum ein w&uuml;rdeloses Leben, &bdquo;weil diese Menschen keine Arbeit finden&ldquo;. Und sie schrecken nicht vor der rhetorisch gemeinten Frage zur&uuml;ck, ob es denn wohl besser w&auml;re, &bdquo;Sozialhilfeempf&auml;nger zu alimentieren&ldquo;.<br>\nPeter Sodann zeigt sich solchen Zumutungen auf souver&auml;ne Art gewachsen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>CSU = Freistaat = Landesbank<\/strong><br>\nOffenbar hat die CSU die Staatsbank mit einer Parteibank verwechsel. Das zeugt von mangelnder politischer Hygiene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra13l1\/bayern\/783\/333639\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Von der &ldquo;Heuschrecke&rdquo; GM ausgesaugt<\/strong><br>\nSeit Jahren hat Opel mit dem Missmanagement der Konzernmutter General Motors zu k&auml;mpfen. Wegen der Krise in den USA bekommt man in R&uuml;sselsheim nun Muffensausen &ndash; und ruft nach dem Staat.<br>\nDie Opelaner f&uuml;hlen sich schlecht behandelt: Im dritten Quartal hatte GM einen Teil seiner Verluste zu Opel verschoben, so dass das Europagesch&auml;ft ein Minus von 780 Millionen Euro ausweisen musste. Kosten f&uuml;r die Opel-Schwester Saab und die gut laufende Marke Chevrolet wurden &uuml;berproportional in Europa verbucht. Dabei war Opel zuletzt der Hoffnungstr&auml;ger f&uuml;r GM: Nach der Sanierung mit dem Abbau von 9000 Stellen war GM Europa seit 2006 wieder profitabel.<br>\nWenn sich der Mutterkonzern in den USA nun unter Gl&auml;ubigerschutz nach Kapitel elf des Insolvenzrechts fl&uuml;chtet, muss er sich f&uuml;r einige Zeit nicht mehr um seine Schulden k&uuml;mmern. Darunter w&uuml;rde auch Opel leiden, denn GM schuldet seiner Tochter mehrere Milliarden Euro &ndash; vor allem f&uuml;r Entwicklungsleistungen, die in Deutschland erbracht werden. Dieses Geld w&auml;re verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Opel-GM-Autobranche;art129,2663011\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Opel hat noch ein weiteres Problem. Es buhlt auf einem schrumpfenden Markt um exakt dieselben Kunden wie Citroen, Dacia, Daewoo (Chevrolet), Daihatsu, Fiat, Ford, Hyundai, Kia, Mazda, Nissan, Peugeot, Renault, Seat, Skoda, Suzuki, Toyota und Volkswagen.<br>\nEinige dieser Unternehmen sind erst vor wenigen Jahren in den Wettbewerb eingetreten. Ergo tobt ein gnadenloser Verdr&auml;ngungskampf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bilanzpolitik und Unternehmensanalyse: BWL-Professoren starten Initiative gegen die Fair Value-Konzeption<\/strong><br>\nUm eine (kritische) Diskussion &uuml;ber die Fair Value-Bewertung in Gang zu bringen, laden die Initiatoren der Saar-Uni alle gro&szlig;e Unternehmen sowie die Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer des Saarlandes zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18. November auf den Uni-Campus ein. Mit ihrer Diskussion wollen die Betriebswirtschaftler deutlich machen, dass die Auseinandersetzung mit dem deutschen und angloamerikanischen Bilanzrecht nicht eine rein akademische Fragestellung ist. Vielmehr wollen sie aufzeigen, welche Rolle die Fair Value-Bewertung in der gegenw&auml;rtigen Finanzmarktkrise spielt und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. An der Veranstaltung wird unter anderem Prof. Dr. Peter Bofinger, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, teilnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news288639\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Es muss sowieso raus!<\/strong><br>\nEine Gesellschaft des &ldquo;Iss-oder-ich-muss-es-wegschmei&szlig;en&rdquo; braucht keine Suppek&uuml;chen, damit die Notleidenden das aufbrauchen, was die Bessergestellten von ihren Tellern fallen lassen &ndash; eine solche Gesellschaft braucht staatliche Garantien, muss den Bed&uuml;rftigen Gewissheit geben, dass sie an Qualit&auml;t nicht zur&uuml;ckzustecken haben, nicht zweifelhaft gewordene Produkte verdr&uuml;cken m&uuml;ssen, um nicht Hunger zu leiden. Die Tafeln k&ouml;nnen ein Umdenken der Teilhabe nicht bewirken, sie mehren nur den Irrglauben einer falschen, weil vollkommen durchrationalisierten Form des Teilens; eine Form, die besagt: Du kommst noch kurz vor dem M&uuml;lleimer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/es-mu-sowieso-raus.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Es ist angerichtet &ndash; Tafeln in Deutschland<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tafelforum.de\/\">Tafelforum<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Klaus B&ouml;lling zu Hessen: &ldquo;Ypsilanti verdient Parteiordnungsverfahren&rdquo;<\/strong><br>\nHessens SPD hat die Tuchf&uuml;hlung zum B&uuml;rger verloren. Ypsilanti h&auml;tte wegen Parteidemontage ein Ordnungsverfahren verdient. Eine Au&szlig;enansicht von K. B&ouml;lling.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/873\/333727\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dieses Pamphlet tr&auml;gt nichts zum Verst&auml;ndnis der Verh&auml;ltnisse innerhalb der hessischen SPD bei. Doch es blamiert den Autor: &bdquo;Die Ypsilanti-SPD hat &hellip; den demagogischen Wahlk&auml;mpfer Roland Koch zum Gottseibeiuns bef&ouml;rdert, ein Rang, den sich der, wie man immer schon wissen konnte, h&ouml;chst f&auml;hige und zugleich sehr biegsame Neoliberale dann doch nicht verdient hat. Es kann nur eine ganz pers&ouml;nliche Aversion der Ypsilanti-Truppe gewesen sein, auch ein gewisses Unterlegenheitsgef&uuml;hl. Das kulminierte dann in der Losung &ldquo;Koch muss weg&rdquo; &ndash; koste es, was es wolle.&ldquo;<br>\nWer oder was mag Klaus B&ouml;lling dazu bewogen haben, sich so aus dem Kreis der ernstzunehmenden Kommentatoren des politischen Tagesgeschehens zu verabschieden?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Da soll also jemand ein Parteiordnungsverfahren verdienen, der f&uuml;r seine Politik weit mehr als 90 Prozent Zustimmung erfahren hat, und die Abweichler sollen sozialdemokratische Helden sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hessische Verh&auml;ltnisse an der Elbe<\/strong><br>\nDer profilierte Hamburger SPD-Linke Niels Annen verliert sein Bundestagsmandat, denn die Jusos setzen gegen den Widerstand der SPD-Parteispitze ihren rechtsorientierten Landeschef Danial Ilkhanipour als Direktkandidaten durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F11%2F17%2Fa0017&amp;cHash=b91a3715b3&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Bezeichnung Danial Ilkhanipours als Intimus des &ldquo;begnadeten Strippenziehers&rdquo; Johannes Kahrs ist gewiss kein Ritterschlag, steht doch Kahrs f&uuml;r gerichtskundige Schmuddelstrategien im Kampf um Posten und Pfr&uuml;nde, <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/38\/08380201.php\">siehe etwa hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Freibrief f&uuml;r die Zukunft<\/strong><br>\nSeit Donnerstag ist es amtlich. Polizeichefs, unter deren &Auml;gide schuldlose Demonstranten halbtot geschlagen und dann dank gef&auml;lschter Beweise verhaftet werden, haben in Italien nichts zu bef&uuml;rchten. &ldquo;Unschuldig&rdquo;, verk&uuml;ndete das Gericht in Genua &ndash; und rechtfertigte so mit einem Federstrich die schweren staatlichen &Uuml;bergriffe, die den G-8-Gipfel im Jahr 2001 begleiteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/freibrief-fuer-die-zukunft\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>SZ empfiehlt Redakteuren &ldquo;neue Lebensplanung&rdquo; <\/strong><br>\nEine Mail in ziemlich r&uuml;dem Ton, verfasst von leitenden Redakteuren der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;: Das Anzeigengesch&auml;ft des Blattes habe so dramatische Einbr&uuml;che erlebt, dass massiv Personal eingespart werden m&uuml;sse. Vor der unvermeidlichen K&uuml;ndigungswelle versuchen Ressortleiter eilfertig, die Redaktion auszud&uuml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2728962\/SZ-empfiehlt-Redakteuren-neue-Lebensplanung.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon beim Einstieg der S&uuml;dwestdeutschen Medienholdung in die Stuttgarter und sp&auml;ter auch in die S&uuml;ddeutsche Zeitung prognostizierten wir: Der Konzentrationsprozess bei den Medien beschleunigt sich rapide, und die journalistische Qualit&auml;t wird zunehmend kaputt gespart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeitungskrise in den USA<\/strong><br>\nAmerikas Zeitungsbranche steckt tief in der Krise. Redaktionen werden radikal gek&uuml;rzt &ndash; und manche Bl&auml;tter erscheinen bald nur noch im Internet.<br>\nIm US-Verlagswesen hat der gro&szlig;e Kahlschlag begonnen. Millionenverluste, Entlassungen, Notverk&auml;ufe, Auflagen- und Anzeigenschwund, sogar komplette Einstellungen von Bl&auml;ttern: Fast t&auml;glich gibt es neue Hiobsbotschaften.<br>\nAllein die Tageszeitungen haben dieses Jahr schon mehr als 24.000 Stellen gek&uuml;rzt. Der Branchendienst &ldquo;Mediabistro&rdquo; protokolliert das Massaker mehrmals die Woche in einem &ldquo;Dreht&uuml;r-Newsletter&rdquo; &ndash; im Internet nat&uuml;rlich.<br>\nDie Anzeigenums&auml;tze der Printbranche schrumpfen, die Auflagen st&uuml;rzen immer rasanter ab. Die aktuellen Zahlen des Audit Bureau of Circulations f&uuml;r das im September endende Halbjahr sind verheerend: Die Auflagen f&uuml;r die 506 gr&ouml;&szlig;ten US-Zeitungen sanken im Schnitt um 4,6 Prozent &ndash; fast doppelt so viel wie 2007.<br>\nFast alle namhaften Titel b&uuml;&szlig;ten ein:\n<ul>\n<li>&ldquo;New York Times&rdquo; &ndash; minus 3,5 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Washington Post&rdquo; &ndash; minus 1,9 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Los Angeles Times&rdquo; &ndash; minus 5 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Chicago Tribune&rdquo; &ndash; minus 7,7 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;San Francisco Chronicle&rdquo; &ndash; minus 7 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Boston Globe&rdquo; &ndash; minus 10,1 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Philadelphia Inquirer&rdquo; &ndash; minus 11 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Miami Herald&rdquo; &ndash; minus 11,8 Prozent<\/li>\n<li>&ldquo;Atlanta Journal-Constitution&rdquo; &ndash; minus 13,6 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<p>Lediglich &ldquo;USA Today&rdquo; und das &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; legten zu &ndash; allerdings um weniger als ein Prozent (das &ldquo;Journal&rdquo; um exakt 117 Ausgaben).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,590402,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lenzen ist Hochschulmanager des Jahres<\/strong><br>\nDas Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) und die Financial Times Deutschland haben Dieter Lenzen, Pr&auml;sident der FU Berlin, zum Hochschulmanager des Jahres gek&uuml;rt. Ziel des in diesem Jahr erstmals vergebenen Preises ist es, Leiter deutscher Hochschulen auszuzeichnen, die besonders weitreichende Reformen vorangetrieben und sich durch ein professionelles Management auszeichnen.<br>\nLenzen hatte sich im Finale zum Hochschulmanager des Jahres gegen f&uuml;nf weitere Hochschulleiter durchgesetzt. Ebenfalls nominiert waren Tilmann Fischer (Hochschule Ostwestfalen), Wolfgang Herrmann (TU M&uuml;nchen), Bernd Huber (LMU M&uuml;nchen), Hermann Kokenge (TU Dresden) und Gunter Schweiger (FH Ingolstadt).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Auszeichnung-von-CHE-und-FTD-Lenzen-ist-Hochschulmanager-des-Jahres\/439310.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Im Vorfeld der Nominierung wurden zun&auml;chst die Hochschulen identifiziert, die in den Bereichen Internationalisierung, Exzellenzinitiative, Umstellung auf das Bachelor-Master-System sowie im Hochschulranking des CHE seit 2004 deutliche Verbesserungen erzielt haben&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Artikel. Das CHE zeichnet also solche &bdquo;Hochschulmanger&ldquo; aus, die die von ihm selbst aufgestellten Kriterien der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; am besten erf&uuml;llen &ndash; man k&ouml;nnte auch sagen, die am sch&ouml;nsten nach der Pfeife der Bertelsm&auml;nner tanzen. Der Titel Hochschulmanager des Jahres hie&szlig;e besser &bdquo;Lenzen, der Tanzb&auml;r des CHE&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bayern: Professorengeh&auml;lter steigen, Studiengeb&uuml;hren bleiben<\/strong><br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung der ersten PISA-Studie sonnte sich die bayerische Bildungspolitik im guten Gef&uuml;hl, vieles richtig gemacht zu haben. Doch die Detailanalysen der Folgezeit zeigten, dass auch das vermeintliche Vorzeigeland falsche Weichenstellungen vorgenommen hatte. In Bayern gestaltet sich das Betreuungsverh&auml;ltnis zwischen Studierenden und Lehrkr&auml;ften mit 1:50 nur geringf&uuml;gig g&uuml;nstiger als in anderen Teilen der Republik. Es fehlt Geld f&uuml;r die Sanierung von Universit&auml;tsgeb&auml;uden und Forschungseinrichtungen, die medienwirksame Unterst&uuml;tzung vermeintlicher Spitzen-Universit&auml;ten geht zu Lasten der kleineren Bildungsinstitute, und wenn man den j&uuml;ngsten Studien glaubt, werden auch im Freistaat potenzielle Akademiker durch Geb&uuml;hren von der Aufnahme eines Studiums abgehalten, weil ein effizientes Stipendiensystem immer noch fehlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29137\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesgelder f&uuml;r die &ldquo;neue&rdquo; ZVS werden gesperrt<\/strong><br>\nDer Haushaltsausschuss im Deutschen Bundestag hat beschlossen, die Mittel f&uuml;r die Servicestelle ZVS nach dem Jahr 2009 zu sperren. Damit soll erreicht werden, dass sich m&ouml;glichst alle Hochschulen an dem neuen Verfahren beteiligen. Bedenken bestehen allenfalls hinsichtlich der richtigen Wirkung dieser Haushaltssperre.<br>\nDie neue Servicestelle ZVS soll die Zulassungsverfahren vereinheitlichen und m&ouml;glichst alle bestehenden Studienplatzkapazit&auml;ten aussch&ouml;pfen. Das ist auch dringend erforderlich: Derzeit bewerben sich Studierende in der Regel individuell &ndash; und das an mehreren Hochschulen gleichzeitig. Das bedeutet nicht nur einen erheblichen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand f&uuml;r die BewerberInnen. Die hochschuleigenen Verfahren f&uuml;hren vor allem zu einem massivem Chaos, weil die Hochschulen ihre Kapazit&auml;ten um das mehrfache &uuml;berbuchen &ndash; und dennoch tausende Studienpl&auml;tzen frei bleiben, weil akzeptierte BewerberInnen vielleicht doch an einer anderen Hochschule ein Studium annehmen und den f&uuml;r sie reservierten Studienplatz nicht annehmen.<br>\nDie Umgestaltung der Servicestelle ZVS soll dies nun &auml;ndern, indem die Bewerbungen von der neuen Servicestelle angenommen und koordiniert werden. Allerdings: Dieses Serviceangebot geschieht auf freiwilliger Basis. Um aber eine wirkliche Verbesserung zu erreichen, gen&uuml;gt es nicht, wenn nur einzelne Hochschulen sich an einem einheitlichen Verfahren beteiligen.<br>\nUm nun eine m&ouml;glichst breite Beteiligung der Hochschulen zu erreichen, hat der Haushaltsausschuss im Bundestag beschlossen, f&uuml;r das Jahr 2009 f&uuml;nf Millionen Euro zur Verf&uuml;gung zu stellen. Die restlichen Mittel im Umfang von zun&auml;chst 7,5 Millionen f&uuml;r die Folgejahre sind gesperrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/208835.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><strong>Australien: Private Kitas melden Konkurs an<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Kitakette, der Konzern ABC Learning in Down Under, hat Konkurs angemeldet. Die Regierung muss mit Millionen die Betreuung von 120 000 Kindern sicherstellen &ndash; und steht nun in der Kritik.<br>\nDer Schuldenberg bel&auml;uft sich auf 1,2 Mrd. australische Dollar (627 Mio. Euro). Um den Betrieb der Kindertagesst&auml;tten &ndash; zumindest bis Ende des Jahres &ndash; aufrechtzuerhalten, hat die australische Regierung am 7. November 22 Mio. Dollar Unterst&uuml;tzung zugesichert.<br>\nDie Regierung muss sich nun der Kritik stellen, sich zu sehr auf einen kommerziellen Anbieter verlassen zu haben. Jedes dritte australische Kind ist in einer ABC-Kita untergebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:ABC-Learning-insolvent-Australien-hilft-Konkurs-Kita\/437733.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Lukratives Investment &ndash; Bildungsfonds profitieren von der Krise<\/strong><br>\nViele Branchen leiden unter dem Abschwung. Anbieter von Bildungsfonds und privaten Hochschulen profitieren jedoch von der Flucht der Investoren in sichere Anlagen.<br>\nEs klingt paradox: W&auml;hrend weltweit Banken, Unternehmen und auch Stiftungen (s. Layer) unter den Verwerfungen an den Finanzm&auml;rkten leiden, profitieren Bildungsdienstleister von der Suche der Anleger nach krisenfesten Investments. Auch der Fondsanbieter Deutsche Bildung AG bemerkt eine st&auml;rkere Nachfrage: &ldquo;Die Anleger schauen genauer hin, sie wollen wissen, was mit ihrem Geld passiert&rdquo;, sagt Vorstandsvorsitzender Frank Steinmetz.<br>\nDas sei ein gro&szlig;er Vorteil f&uuml;r eine nachhaltige Asset-Klasse wie Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Lukratives-Investment-Bildungsfonds-profitieren-von-der-Krise\/437828.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bildung als Asset-Klasse f&uuml;r Investoren!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Britische Unis haben Angst vor dem Mittelma&szlig;<\/strong><br>\nLange galten die Unis in Gro&szlig;britannien als Vorbild. Nun bleiben ausl&auml;ndische Studenten weg, die Einnahmen sinken und die Qualit&auml;t der Studieng&auml;nge l&auml;sst nach. Viele Hochschulen f&uuml;rchten, den Anschluss zur Weltelite zu verlieren.<br>\nZwar d&uuml;rfen die Universit&auml;ten seit einigen Jahren rund 3000 Pfund Studiengeb&uuml;hren pro Jahr verlangen, doch Hochschulleitungen im ganzen Land sind sich einig, dass das bei Weitem nicht reicht, um die L&ouml;cher in den Etats zu stopfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Blick-ins-Ausland-Britische-Unis-haben-Angst-vor-dem-Mittelma%DF\/437705.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die deutsche Wehrmacht im Osten: Im Sinne der NS-F&uuml;hrung<\/strong><br>\nDieter Pohls neue Studie &uuml;ber den Vernichtungskrieg der deutschen Wehrmacht im Osten und den Staatsterrorismus in den besetzten Gebieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=pb&amp;dig=2008%2F11%2F15%2Fa0010&amp;cHash=a9fdcb1e40&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Finanzgipfel in Washington &ndash; nur Lippenbekenntnisse<\/li>\n<li>Dito: Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne<\/li>\n<li>Das Blut der schwarzen Schafe flie&szlig;t in Str&ouml;men<\/li>\n<li>Lohnplus geht an Metallern vorbei<\/li>\n<li>Fast jede zweite Neueinstellung ist befristet<\/li>\n<li>Peter Sodann: &ldquo;Kann man doch mal sagen, oder?&rdquo;<\/li>\n<li>CSU = Freistaat = Landesbank<\/li>\n<li>Von der &ldquo;Heuschrecke&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3594\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3594","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3594\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}