{"id":3595,"date":"2008-11-18T09:12:57","date_gmt":"2008-11-18T08:12:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3595"},"modified":"2008-11-18T14:57:42","modified_gmt":"2008-11-18T13:57:42","slug":"hinweise-des-tages-777","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3595","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Zum Finanzgipfel: Das wichtigste Ziel verfehlt<\/li>\n<li>Jetzt der New Deal &ndash;  nicht nur in den USA!<\/li>\n<li>Bankelite im B&uuml;&szlig;erhemd<\/li>\n<li>Citigroup streicht 50.000 Stellen<\/li>\n<li>Handel mit Kreditrisiken geht trotz Finanzmarktkrise munter weiter<\/li>\n<li>Die n&auml;chste Bilanzbombe tickt<\/li>\n<li>Adolf Merckle verzockt eine Milliarde mit VW-Aktien und verhandelt &uuml;ber eine Staatsb&uuml;rgschaft<\/li>\n<li>Europa dr&auml;ngt auf Privatisierung<\/li>\n<li>Leistungen f&uuml;r die Allgemeinheit belasten gesetzliche Krankenversicherung<\/li>\n<li>Miese Noten f&uuml;r Gesundheit der Deutschen<\/li>\n<li>Das Gef&uuml;hl, nicht mehr gebraucht zu werden<\/li>\n<li>Autos ohne Kunden<\/li>\n<li>Die Kehrtwende der Bahn<\/li>\n<li>Weniger Spielraum f&uuml;r Jobcenter<\/li>\n<li>BKA-Gesetz<\/li>\n<li>&Ouml;zdemir bereitet auf Schwarz-Gr&uuml;n vor <\/li>\n<li>Die ersch&ouml;pfte Republik<\/li>\n<li>Staffelt (SPD) wird Lobbyist f&uuml;r Luftfahrtkonzern<\/li>\n<li>Bertelsmann mischt sich bei Obama ein<\/li>\n<li>Hauptschulstudie<\/li>\n<li>VOX: &bdquo;Mein Restaurant&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3595&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Sebastian Dullien: Das wichtigste Ziel verfehlt<\/strong><br>\nEinen &ldquo;historischen Gipfel&rdquo; nennt die Politik das G20-Treffen in Washington. Der verabschiedete Aktionsplan enth&auml;lt einen bunten Strau&szlig; von Ma&szlig;nahmen. Eine Antwort auf die drohende weltweite Rezession bleiben die Staats- und Regierungschefs aber schuldig. Selten war ein Abschlusskommuniqu&eacute; eines Treffens der wichtigsten Industriestaaten so ausf&uuml;hrlich wie das Dokument, das an diesem Wochenendeauf dem G-20-Gipfel in Washington verabschiedet wurde. Und schon lange nicht mehr hat ein Kommuniqu&eacute; solch detailierte Vorhaben enthalten. Mehrere Seiten f&uuml;llen Ideen, wie man die Finanzm&auml;rkte k&uuml;nftig besser im Griff haben will: Praktisch alle wichtigen Teilnehmer von Rating-Agenturen &uuml;ber Hedge-Fonds bis zu Banken sollen k&uuml;nftig besser &uuml;berwacht und kontrolliert werden. Zur Finanzpolitik hei&szlig;t es, die L&auml;nder sollten Ma&szlig;nahmen verabschieden, die schnell die inl&auml;ndische Nachfrage ankurbelten &ndash; also Staatsausgaben erh&ouml;hen oder Steuern senken.\n<p>L&auml;nder, die wie mit soliden Staatsfinanzen und riesigen Handels&uuml;bersch&uuml;ssen eigentlich Spielraum f&uuml;r gro&szlig;z&uuml;gigere Konjunkturprogramme h&auml;tten und damit die Weltwirtschaft st&uuml;tzen k&ouml;nnten, aber aus innenpolitischen Gr&uuml;nden davon absehen, haben auch nach dem G-20-Gipfel keinen Anlass, ihr unkooperatives Verhalten zu &auml;ndern. Deutschland ist so ein Fall<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/:Weltfinanzgipfel-Das-Ziel\/645864.html\">Stern-online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Jetzt der New Deal &ndash;  nicht nur in den USA!<\/strong><br>\nBis vor kurzem noch wurde der Begriff New Deal in Deutschlands Wirtschaftsmagazinen bestenfalls als museumsreifes Fossil bel&auml;chelt. In den gleichgetakteten Medien von ARD bis ZDF wurden staatliche Initiativen jahrzehntelang als &ldquo;retro&rdquo;, &ldquo;out of time&rdquo;, also als r&uuml;ckstandig verunglimpft.\n<p>Immer klarer wird: Mit reiner Kosmetik und Symptombek&auml;mpfung ist die Krise nicht zu meistern. Ein radikales Umdenken, ein deutscher  New Deal steht auf der Tagesordnung. Das hei&szlig;t auch in Deutschland, eine deutliche In-die-Pflichtnahme der Million&auml;re im Lande, so wie Obama sie in den USA plant, also eine sp&uuml;rbare Anhebung der Reichensteuer f&uuml;r gro&szlig;e Verm&ouml;gen ab einer Million Euro aufw&auml;rts, eine progressive Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes f&uuml;r Kr&ouml;susse ab 500.000 Euro Einkommen j&auml;hrlich.<\/p>\n<p>Eine Anhebung auf 3 Prozent w&uuml;rde j&auml;hrlich rund 55 Millliarden Euro in die Staatkassen sp&uuml;len und w&auml;re f&uuml;r besch&auml;ftigungsintensive Projekte und f&uuml;r Auftr&auml;ge an heimische Betriebe zwecks Verbesserung der Infrastruktur abrufbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/170220\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bankelite im B&uuml;&szlig;erhemd<\/strong><br>\nAuf einer Finanzkonferenz in Frankfurt haben sich Deutschlands Topbanker mit Selbstkritik &uuml;bertroffen. Am weitesten trieb es Deutsche-Bank-Chef Ackermann, der sagte, sich in Aufsichtfragen &ldquo;vom Saulus zum Paulus&rdquo; gewandelt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/whoiswho\/:Branchentreffen-Bankelite-im-B%FC%DFerhemd\/440228.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt Bankelite im &bdquo;B&uuml;&szlig;erhemd&ldquo; w&auml;re die &Uuml;berschrift &bdquo;Wolf im Schafspelz&ldquo; angemessener. Oder: Solange die Banker auf den Staat angewiesen sind, m&uuml;ssen sie eben Kreide fressen. Aber der Wolf wird schon wieder sichtbar, bevor &uuml;berhaupt irgendwelche Regeln aufgestellt sind, wird schon wieder gewarnt: &ldquo;Mehr Regulierung ist nicht zwangsl&auml;ufig gleichbedeutend mit besserer Regulierung. So sehr der derzeitige Reformeifer auch gerechtfertigt und begr&uuml;&szlig;enswert ist &ndash; er sollte nicht in eine &Uuml;berregulierungswut umschlagen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Citigroup streicht 50.000 Stellen<\/strong><br>\nDie US-Gro&szlig;bank will &ldquo;in naher Zukunft&rdquo; nur noch 300.000 Menschen besch&auml;ftigen, 75.000 weniger als Ende 2007. Sie geh&ouml;rt zu den gr&ouml;&szlig;ten Opfern der Finanzkrise. Die Bank will sich fr&uuml;heren Pl&auml;nen zufolge zudem von gro&szlig;en Konzernteilen trennen. In Deutschland verkaufte sie bereits ihr Privatkundengesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/47\/citigroup-50000-jobs\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und wo bleibt nach dem Bankenschirm der Besch&auml;ftigtenschirm. Vielleicht wird wenigstens auch die Stelle des Citigroupberaters und ehemaligen Superministers Clement gestrichen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Handel mit Kreditrisiken geht trotz Finanzmarktkrise munter weiter<\/strong><br>\nDer Handel mit Kreditrisiken verzeichnete in den vergangenen Jahren massive Zuw&auml;chse. Der Nominalwert gehandelter Kreditderivate war nach Angaben der ISDA, also der International Swap Dealer Association, in der zweiten H&auml;lfte des vergangenen Jahres bis auf 62 Billionen Dollar gewachsen.\n<p>Im Rahmen der Kreditkrise und der durch die Bankenpleiten verursachten Turbulenzen ging es in der ersten H&auml;lfte des laufenden Jahres zwar zur&uuml;ck auf 54,6 Billionen Dollar. Allerdings ist der Markt weiterhin sehr aktiv. Das zeigt sich an Daten, die neuerdings von der amerikanischen Depository Trust &amp; Clearing Corporation (DTCC) ver&ouml;ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Danach hatten die Marktteilnehmer in der Woche bis zum 31. Oktober insgesamt knapp 2,5 Millionen Kreditderivate mit einem Nominalwert von 33,56 Billionen Dollar gehandelt. 88,4 Prozent der Gesch&auml;fte wurden unter den professionellen H&auml;ndlern selbst gehandelt, lediglich 11,6 Prozent der Kontrakte gingen im Kundengesch&auml;ft &uuml;ber den virtuellen Tresen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375\/Doc~EEFEA79889BBB4375BE5869557CA70EB7~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum sollte der Handel mit Kreditrisiken auch einbrechen, wenn die H&auml;ndler damit rechnen k&ouml;nnen, dass die Staaten f&uuml;r die Verluste b&uuml;rgen. Da stellen allein die USA 700 Milliarden Dollar und Deutschland mit 500 Milliarden Euro einen Bankenschirm bereit und unterhalb des Schirmes wird mit zweistelligen Billionen (!)- Betr&auml;gen munter weiter gezockt. Offenbar ist beliebig viel Geld da um solche Kettenbrief-Spiele weiter zu machen und der Steuerzahler darf f&uuml;r die Risiken gerade stehen. Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die n&auml;chste Bilanzbombe tickt<\/strong><br>\nIn Rezessionszeiten guckt man gern auf das Kurs-Buch-Verh&auml;ltnis. Wenn man das Eigenkapital allerdings um den Firmenwert korrigiert, sieht es bei vielen Dax-Werten d&uuml;ster aus.\n<p>Die Industriefirmen k&ouml;nnen von Gl&uuml;ck sagen, dass sich das breite Interesse f&uuml;r Bilanzqualit&auml;t zur Jahrtausendwende auf die Technologiewerte konzentrierte und jetzt auf die Finanztitel verlagert. Denn von Qualit&auml;t kann man bei vielen von ihnen nicht mehr reden. Auch hier war das Credo oft, jede Art von Gewinn, auch buchhalterischen, m&ouml;glichst schnell auszuweisen und gewisse Aufwendungen zu strecken oder v&ouml;llig zu negieren. Damit haben viele Firmen heute weniger Speck als fr&uuml;her in den B&uuml;chern.<\/p>\n<p>Das Ergebnisgl&auml;tten, was in guten Zeiten den Aufbau von ausgewiesenen sowie versteckten Reserven mit sich brachte, ist der angels&auml;chsischen Hurra-Bilanzierung geopfert worden (&hellip;)<\/p>\n<p>Und heute reichen teilweise schon ein, zwei Quartale in den Miesen, um die Firmen in die Knie zu zwingen.Kaum eine andere Bilanzierungsnorm hat jedoch dazu beigetragen, dass die Bilanzen heute sehr viel mehr Schein als Sein sind, als die Behandlung des Firmenwerts.<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Bilanzqualit&auml;t der nichtfinanziellen Dax-Werte l&auml;sst einen da erschrecken. Regelm&auml;&szlig;ig wird die Eigenkapitalquote nach Abzug des Firmenwerts mehr als halbiert (Adidas, BASF, Eon, Telekom, Thyssen), ab und zu gar mehr als gedrittelt (Henkel, Metro, SAP, Siemens), wobei die beiden Letztgenannten immerhin noch auf eine korrigierte Eigenkapitalquote von elf Prozent kommen. Zieht man, noch konservativer, alle immateriellen Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde vom Eigenkapital ab, so ergibt das bei Bayer, Post, Telekom, FMC und Linde einen negativen Saldo, w&auml;hrend man f&uuml;r RWE eine Null errechnet. Potenzielle Anleger sollten gen&uuml;gend Goodwill mitbringen. <\/p>\n<p>Da ist die deutsche Industrie ja bestens f&uuml;r eine Rezession gewappnet. Hoffen wir, dass keine dieser Firmen liquidiert werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Das-Kapital-Die-n%E4chste-Bilanzbombe-tickt\/440246.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Adolf Merckle verzockt eine Milliarde mit VW-Aktien<\/strong><br>\nDeutschland, deine Milliard&auml;re, es geht ihnen nicht gut. Adolf Merckle ist f&uuml;nftreichster Deutscher. Der Ulmer Selfmade-Unternehmer, dem unter anderem Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Generika-Hersteller Ratiopharm geh&ouml;rt, hat auf fallende VW-Kurse gesetzt und eine Milliarde verloren.\n<p>Es gibt derzeit viele Beispiele, wie Milliard&auml;re ihre Milliarden verlieren. An ihrem Lebensstandard wird das wahrscheinlich nicht allzu viel &auml;ndern, aber sie haben im Moment Stress. Madeleine Schickedanz verlor Milliarden, als der Konzern Arcandor &ndash; fr&uuml;her Karstadt-Quelle &ndash; &uuml;ber 90 Prozent seines Werts einb&uuml;&szlig;te und sie auf dem Weg nach unten noch viel Geld aus ihrem &uuml;brigen Verm&ouml;gen einschoss, weil sie ihren Vorstandsvorsitzenden Thomas Middelhoff wohl f&uuml;r einen Magier hielt. <\/p>\n<p>Im Moment richten sich die Augen auf Maria-Elisabeth Schaeffler. Der Familienkonzern aus Herzogenaurach, auch er bekannt durch seine konservative, traditionelle Haltung, geriet durch die &Uuml;bernahme von Conti in die Schlagzeilen und siegte &uuml;ber den Abwehrkampf des Managements und der Gewerkschaften. Ein bitterer Sieg. Anschlie&szlig;end kam die Finanzkrise. Schaeffler hatte 75 Euro pro Aktie geboten. Dieser Preis steht fest. Wenn die EU ihr Okay f&uuml;r die &Uuml;bernahme gibt, wird die Zahlung f&auml;llig. Was Schaeffler jetzt hinausz&ouml;gern will: Die Aktie sank zwischenzeitlich auf 27 Euro und stand gestern bei knapp 39. Zahlen muss die Schaeffler-Familie trotzdem 75 Euro. Berichten zufolge verursacht die &Uuml;bernahme zehn Milliarden Euro Schulden, die, zusammen mit anderen Schulden, ein explosives Gemisch ergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/VW-Aktie-Adolf-Merckle-Leerverkauf;art1117,2663828\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie gewonnen, so zerronnen. Wer solche Milliardenverm&ouml;gen anh&auml;uft, hat das durch Spekulation oder Firmen&uuml;bernahmen und ihre nachtr&auml;gliche Ausfledderei gemacht und nicht (real) erwirtschaftet. Man kann eben im Casino nicht immer gewinnen. Aber angeblich verhandelt Merckle schon &uuml;ber eine <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EFE58A60F261A469B95A16803BCEE7370~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Staatsb&uuml;rgschaft<\/a>, das ist nur konsequent, denn alle Bankenzocker bekomme diese ja auch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa dr&auml;ngt auf Privatisierung<\/strong><br>\nBei der Liberalisierung und Privatisierung von Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge spielt die EU eine entscheidende Rolle: Sie dehnt ihre Regelwerke f&uuml;r die Privatwirtschaft auf immer weitere Teile der Gesellschaft aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93386.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Leistungen f&uuml;r die Allgemeinheit belasten gesetzliche Krankenversicherung<\/strong><br>\nIn den vergangenen Jahrzehnten hat die gesetzliche Krankenversicherung immer mehr Aufgaben &uuml;bernehmen m&uuml;ssen, f&uuml;r die sie eigentlich gar nicht zust&auml;ndig ist. Eine neue Studie zeigt: W&auml;re das nicht so, k&ouml;nnte der Beitragssatz von jetzt 14,9 auf 10,35 Prozent gesenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93388.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls 18\/2008<\/a><\/li>\n<li><strong>Miese Noten f&uuml;r Gesundheit der Deutschen<\/strong><br>\nGesund und fit alt werden? In Deutschland ist das schwierig, wie eine aktuelle Studie nahe legt: Wer hierzulande 50 Jahre alt ist, hat im Durchschnitt nur noch rund 13 gesunde Jahre vor sich. In der EU liegt Deutschland damit im unteren Mittelfeld &ndash; noch hinter einigen osteurop&auml;ischen Staaten. Beim Spitzenreiter D&auml;nemark sind es dagegen fast 24 Jahre. Im direkten Vergleich mit den gro&szlig;en und bev&ouml;lkerungsreichen EU-Staaten Frankreich, Gro&szlig;britannien, Italien und Spanien schneidet Deutschland bei den so genannten gesunden Lebensjahren &uuml;ber 50 (GLJ) sogar am schlechtesten ab.\n<p>Als wesentliche Einflussgr&ouml;&szlig;en auf die gesunden Jahre &uuml;ber 50 machten die Forscher das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und anteilig daran die Ausgaben f&uuml;r Gesundheit und Pflege im Alter aus. So kann die Spanne der gl&uuml;cklichen Jahre um ein Jahr erh&ouml;ht werden, wenn der Anteil der Gesundheits- und Pflegeausgaben f&uuml;r &Auml;ltere am Bruttoinlandsprodukt um einen Prozentpunkt ansteigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,590918,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dort die interessante Tabelle.<br>\nVielleicht liegt die Ursache, dass die Deutschen fr&uuml;her als ihre westlichen Nachbarn krank werden, einfach auch darin, dass die Menschen bei uns mehr &bdquo;abgearbeitet&ldquo; sind. Im Durchschnitt also mit 63 Jahren krank und dennoch wurde das Rentenalter auf 67 hoch gesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Gef&uuml;hl, nicht mehr gebraucht zu werden<\/strong><br>\nNeue Studie &uuml;ber die Lebensbedingungen von ALG-II-Empf&auml;ngern erschienen. Regelsatz viel zu niedrig. Ein Gespr&auml;ch mit Frank Zach Sekret&auml;r beim Landesvorstand des Deutschen Gewerkschafts&shy;bundes (DGB) in Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-17\/050.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Autos ohne Kunden<\/strong><br>\nProfitable Opel-Werke, Desaster bei GM: Diese so klare T&auml;ter-Opfer-Geschichte &uuml;berzeugt nicht mehr, sobald man sich die Monatsstatistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes ansieht. Dort zeigt sich dann, dass auch Opel in einer tiefen Absatzkrise steckt. Die Neuzulassungen im Oktober beliefen sich auf minus 16,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Andere Konzerne wurden vom Abschwung l&auml;ngst nicht so stark getroffen: VW verbuchte einen R&uuml;ckgang von 4,6 Prozent, bei Mercedes waren es nur minus 1,6 Prozent.\n<p>Man kann die Opel-Geschichte also auch anders erz&auml;hlen: Die Staatsb&uuml;rgschaften w&uuml;rden ein schlecht gef&uuml;hrtes Unternehmen p&auml;ppeln &ndash; zu Lasten der Konkurrenz.<\/p>\n<p>Die deutsche Krisenpolitik setzt an der falschen Stelle an. Sie f&ouml;rdert einzelne Unternehmen und Branchen &ndash; aber wo sollen die Kunden herkommen? Die Binnennachfrage wird nicht gest&auml;rkt, denn das Konjunkturpaket bel&auml;uft sich auf mickrige 6,5 Milliarden Euro j&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/autos-ohne-kunden\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Kehrtwende der Bahn<\/strong><br>\nDer Staatskonzern schl&auml;gt eine neue Tonlage an. Bisher hat Konzernchef Hartmut Mehdorn die Zukunft des Konzerns bevorzugt in rosaroten Farben gemalt. Doch nach der vorl&auml;ufigen Absage des umstrittenen B&ouml;rsengangs wegen der Finanzkrise und wachsender Risiken br&ouml;ckelt offenbar die Fassade des weltweit zweitgr&ouml;&szlig;ten Transportkonzerns.\n<p>Aktuelles Indiz daf&uuml;r ist ein Schreiben von Personalvorstand Norbert Hansen, das dieser Zeitung vorliegt. Der vormalige Chef der Bahngewerkschaft Transnet, der im Mai die Seite wechselte, r&auml;umt darin ein, der Konzern sei &ldquo;in seinen Kernaktivit&auml;ten&rdquo; von der Finanzkrise und der Rezession betroffen. Die Rahmenbedingungen h&auml;tten sich verschlechtert. Dadurch gebe es erhebliche Risiken f&uuml;r &ldquo;unsere wirtschaftliche Position in 2009 und dar&uuml;ber hinaus&rdquo;. <\/p>\n<p>Erstens l&auml;sst der weltweite Konjunktureinbruch die wichtigste Ertragss&auml;ule des Staatskonzerns wackeln, die Logistik und den G&uuml;terverkehr. Hier hat die Bahn massiv investiert: Sie hat den US-Logistiker Bax, die Lkw-Spedition Schenker sowie G&uuml;tertransporteure in halb Europa aufgekauft. Ein sinkendes Frachtvolumen im Zuge der Rezession trifft den Konzern daher mit voller Wucht.<\/p>\n<p>Zweitens hat die Bahn im Personenverkehr so gro&szlig;e Sicherheits- und Qualit&auml;tsprobleme mit ihren Zugflotten wie nie zuvor. Im Fernverkehr verursachen die bisher beispiellosen R&uuml;ckruf- und Pr&uuml;faktionen wegen Rissen an ICE-Achsen Einnahmeausf&auml;lle und hohe Kosten. Mehrere Unf&auml;lle von ICE-Z&uuml;gen r&uuml;cken zudem die Wartung und das Katastrophenmanagement des Konzerns in schlechtes Licht. Im lukrativen Regionalverkehr wiederum verliert der Ex-Monopolist bei den zunehmenden Ausschreibungen immer mehr Auftr&auml;ge an Konkurrenten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1631253&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es kann sich bei dieser Warnmeldung nat&uuml;rlich um den &uuml;blichen Trick der Arbeitgeberseite handeln, die Zukunft d&uuml;ster auszumalen. Der ehemalige Transnet-Gewerkschafter und jetzige Personalvorstand Hansen, wei&szlig; ja wie man Gewerkschaften in die Knie zwingt. Sollte es aber nicht nur um Stimmungsmache handeln stimme ich der nachfolgenden Anmerkung zu.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich hat Mehdorn vor dem Scheitern des B&ouml;rsengangs, den gegenw&auml;rtigen weltwirtschaftlichen Trend ausgeklammert, der den Einbruch  von Logistik und G&uuml;terverkehr mehr als wahrscheinlich macht, ebenso wie der Zuwachs im  Personenverkehr etwas mit den Anstieg des Benzinkosten  zu tun hatte. Da&szlig; eigentlich Unfa&szlig;bare ist, da&szlig; die dem Allgemeinwohl verpflichtete Bundesregierung die Verantwortung Mehdorns f&uuml;r die katastrophale Sicherheitsprobleme der Bahn ignoriert und ihn nicht schon l&auml;ngst vor die T&uuml;r gesetzt hat. Die Expansion der Deutschen Bahn zum weltweit agierenden Logistikkonzern d&uuml;rfte den total abgehobenen Globalisierungsfetischisten neoliberaler Pr&auml;gung wahrscheinlich ausnehmend gut gefallen haben. Da&szlig; damit ein extrem konjunkturempfindliches Moment den Ertrag der Bahn dominiert, geht der Regierung wohl erst jetzt auf. Diese sollte sich endlich darauf besinnen, der deutschen Bev&ouml;lkerung einen preiswerten und sicheren Personen- und G&uuml;terverkehr  zu garantieren, wie es die Schweiz vormacht. Diese hat gerade ihre Fahrpl&auml;ne ausgeweitet (!).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weniger Spielraum f&uuml;r Jobcenter<\/strong><br>\nDen Dschungel der Ma&szlig;nahmen zu lichten &ndash; das ist das Ziel der Reform der &ldquo;arbeitsmarktpolitischen Instrumente&rdquo;. Gemeinden, die Arbeitslose in Eigenregie betreuen, protestieren dagegen.\n<p>Das neue Gesetz bedeute mehr zentrale Steuerung der Jobf&ouml;rderung durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und damit f&uuml;r viele Ma&szlig;nahmen &ldquo;den Todessto&szlig;&rdquo;.Die geplanten Neuregelungen gingen vielmehr &ldquo;v&ouml;llig an den dringlichsten Problemen vorbei&rdquo;, meint Martin K&uuml;nkler von der Koordinierungsstelle. So m&uuml;ssten die 1-Euro-Jobs in ihrer heutigen Form abgeschafft und in regul&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse umgewandelt werden. Eine Evaluation des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsbildung kam k&uuml;rzlich zu dem Schluss, dass 1-Euro-Jobs gerade f&uuml;r die unter 25-J&auml;hrigen die Besch&auml;ftigungschancen auf dem Arbeitsmarkt nicht erh&ouml;hen.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Gesetz werden die bisherigen ABM abgeschafft, deren Zahl sich bereits stark verringert hat. Auch die Personalserviceagenturen, eine Art Leiharbeit via Jobcenter, soll es nicht mehr geben. Die &ldquo;Jobrotation&rdquo;, bei der ein Besch&auml;ftigter in eine Weiterbildung wechselte, w&auml;hrend ein Erwerbsloser zeitweise auf die Stelle rutschte, wird gleichfalls nicht mehr gef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/weniger-spielraum-fuer-jobcenter\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bis auf Hartz IV werden all die wirkungslosen &bdquo;Instrumente&ldquo; der Hartz-Gesetze wieder kassiert. Wenn es noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, dass die Arbeitsmarkt-&bdquo;Reformen&ldquo; gescheitert sind, dann liefert ihn die Bundesregierung mit diesem Gesetz selbst. Es merkt nur kaum einer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Einen Orden f&uuml;r den Bundesrat<\/strong><br>\nDas BKA-Gesetz ist kein Segen. Im Gegenteil. Wer immer das Gesetz zum Scheitern bringt: Er macht sich verdient um den Rechtsstaat.Es stimmt nicht, dass dieses Gesetz die Privat- und Intimsph&auml;re sch&uuml;tzt so gut es nur geht. Im Gegenteil: Noch nie gab es in der Bundesrepublik so weitreichende M&ouml;glichkeiten zur Rundum-&Uuml;berwachung des B&uuml;rgers, wie sie auf der Basis dieses Gesetzes m&ouml;glich werden. \n<p>Es stimmt auch nicht, dass dieses Gesetz penibel mit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umgeht. Im Gegenteil: Der Gesetzgeber l&auml;sst Grundrechtseingriffe erst einmal auf breiter Front zu und glaubt, es reiche aus, wenn diese Eingriffe sp&auml;ter von vielen Leuten besichtigt und kontrolliert werden. So hat sich Karlsruhe den Grundrechtsschutz nicht vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/47\/333899\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Aufrechte Sachsen<\/strong><br>\nDie s&auml;chsische SPD will das BKA-Gesetz im Bundesrat stoppen. Daf&uuml;r verdient sie Dank und Unterst&uuml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/47\/bka-gesetz-kommentar\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;zdemir: Es kann im Einzelfall durchaus sein, dass man gr&uuml;ne Inhalte besser mit Schwarz als mit Rot umsetzen kann<\/strong><br>\nIn Hamburg sieht es nach einer Win-Win-Situation f&uuml;r beide aus. Entscheidend ist, dass die gr&uuml;ne Handschrift erkennbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/artikel.php?cid=29-22173763&amp;Ressort=pol&amp;Ausgabe=a&amp;RessLang=&amp;BNR=0\">Passauer Neu Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immerhin wissen wir jetzt was mit dem neu gew&auml;hlten &Ouml;zdemir von den Gr&uuml;nen auf uns zukommt. In Hamburg sieht die Win-Win-Situation so aus, dass die GAL ihre Kernforderung aus dem Wahlkampf in Sachen Kohlekraftwerk aufgibt. Der Gewinn liegt wohl darin in der Regierung zu sitzen. Gr&uuml;ne FDP eben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Carmen Everts, MdL: Mandatskandidatur durch Sofortma&szlig;nahme der Partei verhindert <\/strong><br>\nDie SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Carmen Everts, Wahlkreis Gro&szlig;-Gerau II (Hessen), stellte am Samstag zur Frage der Mandatsbewerbung klar: Ich habe auf meine Mandatsbewerbung nicht aus freier Entscheidung verzichtet, sondern werde von vorne herein daran gehindert. Durch das Ausschlussverfahren des SPD-Bezirks Hessen-S&uuml;d mit der sofortigen Aberkennung der Mitgliedsrechte kann ich mich bei dieser Landtagswahl weder f&uuml;r die SPD um ein Mandat bewerben noch auf Parteitagen f&uuml;r einen anderen Kurs bei der Landtagswahl reden oder abstimmen (&hellip;)\n<p>Ich kritisiere deshalb scharf, dass der problematische Ausgrenzungskurs meiner Partei meine Mandatskandidatur schon im Vorfeld verhindert, bevor ich &uuml;berhaupt eine Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine erneute Bewerbung treffen oder mich mit Unterst&uuml;tzern meiner Kandidatur in der Partei besprechen konnte. Dies halte ich f&uuml;r h&ouml;chst undemokratisch, denn eine Kandidatur ist mir derzeit unm&ouml;glich. Im &Uuml;brigen wirft dies ein auch rechtlich problematisches Licht auf eine freie Kandidaten- und Listenaufstellung in der hessischen SPD. Artikel 76 Abs. 1 der Hessischen Landesverfassung sichert die W&auml;hlbarkeit und freie Mandatsaus&uuml;bung mit folgenden Worten: &bdquo;Jedermann ist die M&ouml;glichkeit zu sichern, in den Landtag gew&auml;hlt zu werden und sein Mandat ungehindert und ohne Nachteil auszu&uuml;ben.&ldquo; Ich frage mich, was das freie Mandat in meiner Landespartei noch z&auml;hlt, wenn ich als sozialdemokratische Abgeordnete aufgrund meiner verfassungsgem&auml;&szlig;en Mandatsaus&uuml;bung keinerlei Recht mehr zur erneuten Bewerbung als SPD-Wahlkreisbewerberin habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cms.frankfurt-live.com\/front_content.php?idcat=60&amp;idart=29972\">Frankfurt Live<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Frau Everts posiert mal wieder in der Rolle der Wahrerin der Verfassung. Warum kandidiert sie eigentlich nicht als unabh&auml;ngige Kandidatin. Das verwehrt ihr niemand, dann k&ouml;nnte man auch erkennen, wie viel Zustimmung sie erf&auml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die ersch&ouml;pfte Republik<\/strong><br>\nDie Deutschland AG ist pass&eacute;, der Sozialstaat ermattet, den Politikern sind die H&auml;nde gebunden: ern&uuml;chternden Befunde einer Tagung von Soziologen, Historikern und Genderforschern in Hamburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/theorie\/artikel\/1\/die-erschoepfte-republik\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir weisen auf diesen Beitrag nur hin, weil er belegt, wie sehr unsere Historiker und Soziologen nur noch dazu in der Lage sind, die neoliberale Welt zu erkl&auml;ren und wie wenig sie noch eine kritische (wissenschaftliche) Distanz oder gar die (schlechte) Wirklichkeit transzendierende Forschungsans&auml;tze haben. In ihrer Rat- und Theorielosigkeit findet sich bei ihnen allenfalls noch schlechtes Feuilleton. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Staffelt wird Lobbyist f&uuml;r Luftfahrtkonzern<\/strong><br>\nMit Ditmar Staffelt verabschiedet sich einer der bekanntesten Berliner Sozialdemokraten nach mehr als 30 Jahren aus der Politik und wird Lobbyist. Der 59-J&auml;hrige legt sein Bundestagsmandat nieder und wird ab 1. Januar 2009 Vorstandsbeauftragter f&uuml;r Politik und Regierungsangelegenheiten beim europ&auml;ischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Das teilte der Konzern mit. Der Neuk&ouml;llner war bis 2005 Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium und Koordinator der Bundesregierung f&uuml;r Luft- und Raumfahrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/printarchiv\/berlin\/article978614\/Staffelt_wird_Lobbyist_fuer_Luftfahrtkonzern.html?print=yes\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Dreht&uuml;r dreht sich weiter. Als ehemaliger Koordinator der Bundesregierung f&uuml;r Luft- und Raumfahrt hat er sich das Dankesch&ouml;n von EADS sicher verdient. Wie ist doch noch unsere These: Bei politischen Entscheidungen sollte man immer zuerst danach fragen, wer fr&uuml;her oder sp&auml;ter daran verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann mischt sich ein: &ldquo;Ringen der gro&szlig;en M&auml;chte&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung legt der k&uuml;nftigen US-Administration einen au&szlig;enpolitischen Forderungskatalog vor. Ein &ldquo;Briefing Book&rdquo;, das in der vergangenen Woche in Washington pr&auml;sentiert worden ist, fasst der Stiftung zufolge die &ldquo;Politikempfehlungen f&uuml;r den neuen US-Pr&auml;sidenten und sein Team aus europ&auml;ischer Sicht zusammen&rdquo;. Es behandelt s&auml;mtliche zentralen Themen der aktuellen Weltpolitik &ndash; von den Kriegen in Afghanistan und Irak bis zur Finanzkrise &ndash; und verlangt von den Vereinigten Staaten eine deutliche Aufwertung der EU. Die Regierung in Washington m&uuml;sse in Zukunft &ldquo;den richtigen Ton finden&rdquo;, umschreibt die Bertelsmann-Stiftung die deutsch-europ&auml;ische Forderung nach st&auml;rkerer Einflussnahme. In eine &auml;hnliche Richtung zielt ein Papier der EU-Au&szlig;enminister, das ebenfalls an die neue US-Administration gerichtet ist. Auch darin steht eine st&auml;rkere Machtbeteiligung Europas im Mittelpunkt. Zur Durchsetzung ihrer Forderungen kooperiert die EU mit Moskau. Die verlangte Aufwertung der EU f&uuml;hrt zu einer Versch&auml;rfung bewaffneter Konflikte: Die EU-Au&szlig;enminister k&uuml;ndigen ihre zunehmende Kriegsbereitschaft an. Der vor allem von Berlin betriebene Kampf um seine zuk&uuml;nftige Gro&szlig;machtrolle findet im Schatten neuer Zusammenbr&uuml;che der Realwirtschaft statt.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57393\">German-Foreign-Policy<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.org\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A000F0A-96C68F55\/bst_engl\/hs.xsl\/nachrichten_91306.htm\">A European Briefing Book for Barack Obama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da wir die Obama-Mannschaft aber gl&uuml;cklich sein, dass ihm nun auch noch Bertelsmann seinen Rat anbietet. Es reicht offenbar noch nicht, dass schon die europ&auml;ischen Au&szlig;enminister, nach der Pfeife der G&uuml;tersloher tanzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hauptschul-Studie: &bdquo;Dumm, unsozial, faul&ldquo; &ndash; selbst erf&uuml;llende Prophezeiung<\/strong><br>\nKnigge befragte nun rund 900 Hauptsch&uuml;ler in Berlin, wie die Gesellschaft sie wahrnimmt. Ihre Antwort l&auml;sst kr&auml;ftig schlucken: Dumm, faul, unsozial. So, glauben sie selbst, urteilen andere &uuml;ber sie. &ldquo;Hirnamputiert und nicht in der Lage, irgendwas zustande zu bringen.&rdquo; So bringt es einer der befragten Sch&uuml;ler auf den Punkt. &ldquo;Eigentlich reicht die Skala negativer Beurteilungen, wie sie in meiner Befragung vorgegeben waren, gar nicht aus&rdquo;, hat Knigge beobachtet. &ldquo;Sie h&auml;tte nach Einsch&auml;tzung der Hauptsch&uuml;ler noch viel weiter gehen k&ouml;nnen.&rdquo;\n<p>Seine Studie zeigt: Je st&auml;rker Hauptsch&uuml;ler von ihrem negativen Au&szlig;enbild &uuml;berzeugt sind, umso geringer ist ihre Motivation, sich in der Schule zu engagieren und zus&auml;tzliche Aufgaben zu &uuml;bernehmen, aber auch die Freude auf die Schule. Unabh&auml;ngig von ihrer tats&auml;chlichen Leistungsf&auml;higkeit wird das Stigma vom schlechten Sch&uuml;ler zur sich selbst erf&uuml;llenden Prophezeiung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1631189&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a> <\/p><\/li>\n<li><strong>Peter Hahnes Scheinsolidarisierung<\/strong><br>\nDer &bdquo;fortschrittliche&ldquo; Peter Hahne, der ganz gegenteilig zur &uuml;blichen BILD-Manier, die Sch&uuml;ler nicht ausschimpft, sondern sie als Stolz des Landes hinstellt, versucht in ganz hinterlistiger Art und Weise die wahren Problematiken zu vertuschen und die Motive der Demonstrierenden zu verharmlosen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/scheinsolidarisierung.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>VOX<\/strong><br>\nDa werden Leute vom Sender angestiftet, ein Restaurant zu er&ouml;ffnen, mit Mitteln des Senders, der die Sache mit einem Sprecherhansel und einem Team von &ldquo;Experten&rdquo; begleitet, welche das Ganze beurteilen. Geld gibt es abgestuft nach Leistungsbeurteilung, u.a. durch Tim M&auml;lzer, den charmanten Starletkoch und zwei anderen unsympathischen Leuten, die auch was zu sagen haben.\n<p>Inzwischen haben eine gute Handvoll (vielleicht sind es auch zehn &ndash; was wei&szlig; ich) Restaurants er&ouml;ffnet, alle mit einer Idee, einem Konzept und mehr oder weniger talentierten Teams. Diese Restaurants sind real, mit echten Chefs und Angestellten und aufwendig gestalteten R&auml;umlichkeiten. Der Wahnsinnclou an der Nummer ist nun folgender: Es darf nur eines geben. Am Ende der Reality-Soap soll nur ein Restaurant bleiben d&uuml;rfen, die anderen m&uuml;ssen dichtmachen (Lest diesen Satz getrost zweimal). Nachdem sich also hundert Leute Hoffnungen auf einen Job oder eine &ldquo;Existenz&rdquo; gemacht haben, l&auml;sst man sie nach und nach ins Nichts zur&uuml;cktaumeln. Diese perverse Geschichte begleitet die Sendung mit aberwitzig-infantilen Ritualen: Wenn ein Laden per Telefonvotum ausgeschieden ist, haben die Teams noch 15 Minuten Zeit, ihre privaten Sachen zu packen, die G&auml;ste rauszuschmei&szlig;en und abzusperren. Dazu kommentiert die Stimme auf dem Off: &ldquo;F&uuml;r immer, f&uuml;r immer&hellip; f&uuml;r immer&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=982\">feynsinn<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vox geh&ouml;rt &uuml;brigens zum ach so gemeinn&uuml;tzigen Bertelsmann-Konzern<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Zum Finanzgipfel: Das wichtigste Ziel verfehlt<\/li>\n<li>Jetzt der New Deal &ndash; nicht nur in den USA!<\/li>\n<li>Bankelite im B&uuml;&szlig;erhemd<\/li>\n<li>Citigroup streicht 50.000 Stellen<\/li>\n<li>Handel mit Kreditrisiken geht trotz Finanzmarktkrise munter weiter<\/li>\n<li>Die n&auml;chste Bilanzbombe tickt<\/li>\n<li>Adolf Merckle verzockt eine Milliarde mit VW-Aktien und verhandelt &uuml;ber eine Staatsb&uuml;rgschaft<\/li>\n<li>Europa dr&auml;ngt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3595\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3595","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3595"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3595\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}