{"id":35977,"date":"2016-11-25T08:49:45","date_gmt":"2016-11-25T07:49:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977"},"modified":"2016-11-25T08:49:45","modified_gmt":"2016-11-25T07:49:45","slug":"hinweise-des-tages-2761","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h01\">Infrastruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h02\">Cum-Ex-Aff&auml;re: Banken bezahlten offenbar Maulwurf im Ministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h03\">Nur noch schnell Europa retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h04\">Br&ouml;ckelt die deutsche Hegemonie in Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h05\">Fl&uuml;chtlinge retten Deutschland vor der Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h06\">&ldquo;Merkel muss &uuml;ber die Wirklichkeit in Deutschland reden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h07\">&ldquo;Arbeitgeber m&uuml;ssen voll in die Verantwortung gehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h08\">Zweiter Brief an den IG Metall Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann zur betrieblichen Altersversorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h09\">Kniefall vor dem Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h10\">Abschiebung nach Afghanistan hei&szlig;t Deportation in den Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h11\">Peruanischer Kleinbauer verklagt Gro&szlig;konzern RWE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h12\">&ldquo;Ich bin f&uuml;r die Aufl&ouml;sung des Verfassungsschutzes&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h13\">Der Sozialdarwinismus und die CSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h14\">Butterwegge &uuml;ber Bundespr&auml;sidentschaft: &bdquo;Ich vertrete SPD-&Uuml;berzeugungen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35977#h15\">Das Allerletzte: EU-Parlament wirft Russland anti-europ&auml;ische Propaganda vor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Infrastruktur<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Privates Kapital f&uuml;r Infrastruktur: Kommunen als Melkk&uuml;he der Finanzbranche?<\/strong><br>\nF&uuml;r Investitionen von St&auml;dten und Gemeinden k&ouml;nnten verst&auml;rkt private Anleger mobilisiert werden. Dabei sind h&ouml;here Kosten sehr wahrscheinlich.<br>\nNachdem die Politik den riesigen Investitionsstau, der sich seit den fr&uuml;hen 2000er Jahren insbesondere bei den Kommunen aufgebaut hat, lange ignoriert hat, ist mit der Fratzscher-Kommission beim Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) Bewegung in die Sache gekommen. Nun soll im gro&szlig;en Stil in &ouml;ffentliche Infrastruktur investiert werden, aber die Bundesregierung will dazu weder Steuern erh&ouml;hen noch neue Schulden machen. Wie soll das gehen? Das wird zur Preisfrage &ndash; im doppelten Sinne. &ldquo;Privates Kapital&rdquo; hei&szlig;t die vermeintliche Zauberformel. W&auml;hrend bei der Bundesautobahngesellschaft eine private Beteiligung nun doch vom Tisch ist, k&ouml;nnten private Anleger nun verst&auml;rkt f&uuml;r kommunale Investitionen mobilisiert werden. Der Bericht der Fratzscher-Kommission hatte hier schon eine Fondsl&ouml;sung ins Spiel gebracht, deren konkrete Ausgestaltung aber noch unklar blieb. Ein Konzept daf&uuml;r hat j&uuml;ngst die Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Legal AG (PWC) im Auftrag des BMWi erarbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Kommunen-als-Melkkuehe-der-Finanzbranche-article19172221.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist nicht ganz nachvollziehbar, warum die Erkenntnis, dass sich die sogenannte &ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte nicht lohnen, am Ende des Artikels relativiert wird? Der eigentliche Skandal ist aber, dass der famose Herr Gabriel mit seiner sogenannten Fratzscher-Kommission offensichtlich wieder einmal die Interessen der Finanzindustrie h&ouml;her bewertet als die der B&uuml;rger dieses Landes.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Paul Krugmann: Infrastructure Build or Privatization Scam?<\/strong><br>\nYou should immediately ask three questions about all of this.<br>\nFirst, why involve private investors at all? It&rsquo;s not as if the federal government is having any trouble raising money &mdash; in fact, a large part of the justification for infrastructure investment is precisely that the government can borrow so cheaply. Why do we need private equity at all?<br>\nOne answer might be that this way you avoid incurring additional public debt. But that&rsquo;s just accounting confusion. Imagine that you&rsquo;re building a toll road. If the government builds it, it ends up paying interest but gets the future revenue from the tolls. If it turns the project over to private investors, it avoids the interest cost &mdash; but also loses the future toll revenue. The government&rsquo;s future cash flow is no better than it would have been if it borrowed directly, and worse if it strikes a bad deal, say because the investors have political connections.&rdquo;<br>\nSecond, how is this kind of scheme supposed to finance investment that doesn&rsquo;t produce a revenue stream? Toll roads are not the main thing we need right now; what about sewage systems, making up for deferred maintenance, and so on? You could bring in private investors by guaranteeing them future government money &mdash; say, paying rent in perpetuity for the use of a water system built by a private consortium. But this, even more than having someone else collect tolls, would simply be government borrowing through the back door &mdash; with much less transparency, and hence greater opportunities for giveaways to favored interests.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2016\/11\/19\/infrastructure-build-or-privatization-scam\/?_r=1\">Paul Krugmann in der New York Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Privatisierung klingt nicht sch&ouml;n<\/strong><br>\nDamit das Vorhaben aber nicht unter dem unbeliebten Label Privatisierung l&auml;uft, hat Gabriel sich &ouml;ffentlichkeitswirksam gegen den Verkauf von Anteilen gewehrt und die Debatte auf die direkte Privatisierung verengt. Zwar ist eine bundeseigene Gesellschaft gegen&uuml;ber einer teilprivatisierten die bessere Alternative. Als Kreditgeber und als Betreiber im Rahmen &ouml;ffentlich-privater Partnerschaften wird die Privatwirtschaft jedoch wieder ins Boot geholt. Ein Gutachten empfahl deshalb, auch die Schaffung einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalt in Betracht zu ziehen und gro&szlig;fl&auml;chige &Ouml;PPs im Grundgesetz zu beschr&auml;nken. F&uuml;r beides macht sich Gabriel nicht stark. Denn nun, da er die Privatisierungssorgen erst einmal zerstreut hat, kann das Vorhaben seelenruhig Fahrt aufnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1033376.privatisierung-klingt-nicht-schoen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Es ist das bekannte Spiel &uuml;ber Bande in der Gro&szlig;en Koalition. Sch&auml;uble prescht mit einer Aussage zur Teilprivatisierung vor, die f&uuml;r Kritik sorgt und dann wieder zur&uuml;ckgenommen wird, um den Menschen wei&szlig;zumachen, dass ja gar nichts schlimmes passiert ist. In Wirklichkeit wollen der Finanzminister, der sich ja sonst immer durchzusetzen wei&szlig;, wie auch der Wirtschaftsminister nur davon ablenken, dass die Privatisierung auch dann noch blendend funktioniert, wenn &bdquo;bundeseigen&ldquo; auf dem Firmenschild der neuen Gesellschaft steht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Niemand will das Geld<\/strong><br>\nWeil Planer und Bauarbeiter fehlen, werden F&ouml;rdermittel f&uuml;r die Sanierung von Schulen und Stra&szlig;en nicht abgerufen &ndash; jetzt reagiert die Politik. In Berlin hat das Elend jetzt einen Namen. Er lautet: Siwa. Das ist die Kurzform f&uuml;r &ldquo;Sonderverm&ouml;gen Infrastruktur der wachsenden Stadt&rdquo; &ndash; eine Art Bankkonto, auf das die Landesregierung einen Teil ihrer ansehnlichen Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse einzahlt, um damit marode Schulen, Br&uuml;cken und Stra&szlig;en zu sanieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/47\/infrastruktur-sanierung-schulen-strassen-foerdermittel\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine wirklich absurde Politik, angeblich im Namen der Schwarzen Null, in Wahrheit aber, um immer gr&ouml;&szlig;ere und groteskere Steuergeschenke an Verm&ouml;gende und Gro&szlig;konzerne scheinbar finanzieren zu k&ouml;nnen. N&auml;mlich auf Kosten einer verrottenden Infrastruktur. Davor ist jetzt mindestens seit der Agenda 2010 gewarnt worden. Und wenn es zu wenig Verwaltungspersonal f&uuml;r Bauprojekte gibt, dann ist auch davor jahrelang gewarnt worden und ist auch das politisch gewollt. Die indiskutabel niedrigen Geh&auml;lter und die Nichtbesetzung von Stellen sind nicht vom Himmel gefallen. Insofern ist auch der Titel falsch: das Geld ist schon gewollt, kann aber nicht sinnvoll ausgegeben werden. Aber genau diese Politik ist tats&auml;chlich demokratisch legitimiert, weil von der &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit der Menschen gew&auml;hlt, die immer auf den &ldquo;verschwenderischen Staat&rdquo; schimpfen und neidvoll auf den angeblich &uuml;berbezahlten &Ouml;ffentlichen Dienst blicken.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Cum-Ex-Aff&auml;re: Banken bezahlten offenbar Maulwurf im Ministerium<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um krumme Steuergesch&auml;fte der Banken ger&auml;t das Finanzministerium in Erkl&auml;rungsnot. Dort soll man sich jahrelang auf den Rat eines Mannes verlassen haben, der sein Gehalt von den Geldh&auml;usern bezog.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/cum-ex-affaere-banken-bezahlten-maulwurf-im-finanzministerium-a-1122648.html#ref=rss\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vorsicht Ironie!<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Bankenverband hatte laut <a href=\"https:\/\/twitter.com\/BILD\">@BILD<\/a> jahrelang <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Maulwurf?src=hash\">#Maulwurf<\/a> im <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Finanzministerium?src=hash\">#Finanzministerium<\/a>. Lasst mich raten. Asmussen oder Steinbr&uuml;ck ? -;) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/CumEx?src=hash\">#CumEx<\/a><\/p>\n<p>&mdash; FabioDeMasi (@FabioDeMasi) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/FabioDeMasi\/status\/801333731495739392\">23. November 2016<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Was Carsten Maschmeyer &uuml;ber Gerhard Schr&ouml;der aussagte &hellip;<\/strong><br>\nEs ging um Altkanzler Gerhard Schr&ouml;der, als Carsten Maschmeyer eine klare Aussage machte. Das ARD-Magazin &ldquo;Panorama&rdquo; hat Zweifel an dieser Aussage. Doch Maschmeyer beharrt darauf, die Wahrheit gesagt zu haben. Die besten Fragen kommen oft am Schluss. Nach mehr als eineinhalb Stunden Befragung vor dem &ldquo;4. Untersuchungsausschuss&rdquo;, der die Cum-Ex-Gesch&auml;fte zu Lasten deutscher Steuerzahler aufkl&auml;ren soll, wurde der Zeuge Carsten Maschmeyer nach seinen Freunden gefragt. Und er kam ins Plaudern. Da war Clemens T&ouml;nnies, der Fleischunternehmer und Schalke-Boss, auch er hatte &uuml;ber eine Firma, an der er beteiligt war, Cum-Ex-Deals get&auml;tigt. Maschmeyer sagte, dass er mit T&ouml;nnies erst sp&auml;ter gesprochen habe. Beim Hamburger Medienanwalt Matthias Prinz sah es anders aus. Prinz, berichtete Maschmeyer dem Ausschuss, habe zur &ldquo;Fu&szlig;ballrunde&rdquo; gez&auml;hlt. Gemeinsam sah man Spiele der Champions League, sprach auch &uuml;ber Finanzdinge. Mitglied der Fu&szlig;ballrunde war auch der Banker Eric Sarasin, &uuml;ber dessen Institut die Cum-Ex-Deals liefen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/was-carsten-maschmeyer-im-untersuchungsausschuss-ueber-gerhard-schroeder-gesagt-hat-7209980.html\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nur noch schnell Europa retten<\/strong><br>\nEine Antwort auf die K-Frage hat er nicht gegeben. Martin Schulz hat an diesem grauen Novembermorgen im VIP-Bereich des Europaparlaments &uuml;berhaupt keine Antworten gegeben. Denn es waren keine Fragen zugelassen. Der SPD-Politiker gab keine Pressekonferenz, sondern nur ein Statement, in drei Sprachen.<br>\nOffenbar war die Erkl&auml;rung kurzfristig vorbereitet worden. Denn noch 24 Stunden zuvor hatte Schulz&rsquo; Pressesprecher in Stra&szlig;burg betont, sein Chef werde in Br&uuml;ssel bleiben. Doch dann sickerte in D&uuml;sseldorf durch, dass ihn die Genossen auf Platz eins der NRW-Landesliste f&uuml;r die Bundestagswahl gesetzt haben.<br>\nDa hatte er keine Wahl, er musste sich erkl&auml;ren. Um 9.42 Uhr war es schlie&szlig;lich so weit. Dunkelblauer Anzug, Krawatte in Europablau. Schulz wirkt entspannt, mit sich im Reinen. &bdquo;Es hat Spekulationen gegeben&ldquo;, setzt er an. Deshalb habe er sich &auml;u&szlig;ern m&uuml;ssen. &bdquo;Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen&ldquo;, sagt Schulz. (&hellip;)<br>\nAber Au&szlig;enminister? Kanzlerkandidat? Schweigen. Nachfragen l&auml;sst Schulz nicht zu, nach knapp zehn Minuten ist der Auftritt beendet. Die Karawane zieht weiter &ndash; zum EU-Ukraine-Gipfel, an dem Schulz selbstverst&auml;ndlich noch teilnimmt, um Europa zu retten, wie immer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Martin-Schulz-wechselt-nach-Deutschland\/!5360357\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die SPD in NRW schickt zur BT-Wahl ihr letztes Aufgebot ins Rennen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Br&ouml;ckelt die deutsche Hegemonie in Europa?<\/strong><br>\nZwischen der EU Kommission und Deutschland, genauer dem deutschen Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eskaliert ein Streit um die Grunds&auml;tze der Wirtschaftspolitik. Es ist die Rede von &ldquo;Kompetenz&uuml;berschreitung&rdquo; und &ldquo;Versto&szlig; gegen das europ&auml;ische Recht&rdquo;. Starker Tobak.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hat Forderungen der EU-Kommission scharf zur&uuml;ckgewiesen, mit h&ouml;heren Ausgaben das Wirtschaftswachstum in Europa anzukurbeln. Er warf der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde am Freitag vor, ihre Kompetenzen zu &uuml;berschreiten und damit gegen europ&auml;isches Recht zu versto&szlig;en. Ihre Aufgabe sei es, die Haushaltsentw&uuml;rfe der L&auml;nder am Ma&szlig;stab des Stabilit&auml;tspakts zu pr&uuml;fen, nicht aber den finanzpolitischen Spielraum in der Euro-Zone. &ldquo;Dazu hat sie gar nicht das Mandat.&rdquo;, schreibt Reuters.<br>\nSch&auml;uble hat am Freitag, so die Welt, in einem &ldquo;internen Schreiben an die EU-Kommissionen&rdquo; Protest gegen die Vorschl&auml;ge erhoben. Die Rede ist von einem &ldquo;geharnischten Brief&rdquo; und einem &ldquo;Brandbrief&rdquo;.<br>\nIn der Bundestagsdebatte &uuml;ber den Etat des Bundesministeriums der Finanzen am Dienstag den 22. November 2016 wiederholte Sch&auml;uble seine Kritik an der Kommission an prominenter Stelle, wenn auch etwas abgeschw&auml;chter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Broeckelt-die-deutsche-Hegemonie-in-Europa-3502583.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wirtschaftswachstum in der EU schw&auml;cht sich ab &ndash; neue Impulse nur durch Investitionspolitik<\/strong><br>\nDas Wirtschaftswachstum in der Europ&auml;ischen Union wird in den kommenden beiden Jahren etwas zur&uuml;ckgehen. Dadurch d&uuml;rfte sich der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit weiter abschw&auml;chen, der bislang ohnehin nur moderat ist: Selbst beim gegenw&auml;rtigen Tempo w&uuml;rde es bis 2023 dauern, bis die Arbeitslosigkeit in der EU wieder das Niveau vor der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht. Besonders stark betroffen sind junge Menschen &ndash; mit schwer wiegenden individuellen und gesellschaftlichen Folgen: &bdquo;Auf lange Sicht reduziert das das Zugeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl junger Leute zu Europa, was die politische Krise weiter anfeuern wird.&ldquo; Daher wird es immer dringlicher, dass die europ&auml;ischen Staaten durch nachhaltig verst&auml;rkte &ouml;ffentliche Investitionen neue Impulse setzen. Zu diesem Ergebnis kommen das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und seine Partnerinstitute in ihrer neuen Prognose und Analyse der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik.<br>\nDie Wirtschaft wird danach 2016 im EU-Durchschnitt um 1,9 Prozent wachsen. 2017 verlangsamt sich die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,6 Prozent. 2018 wird das BIP um 1,5 Prozent zunehmen, prognostizieren das IMK, das Observatoire Francais des Conjonctures Economiques (OFCE, Paris), der Economic Council of the Labour Movement (ECLM, Kopenhagen) und die Arbeiterkammer Wien (AK Wien) in ihrer &bdquo;Independent Annual Growth Survey&ldquo; (IAGS). Die Studie stellt eine Alternative zur gerade ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Annual Growth Survey&ldquo; (AGS) der EU-Kommission dar. &bdquo;In einem zentralen Punkt liegen wir und die AGS in diesem Jahr aber ziemlich nahe beieinander: Die europ&auml;ischen Staaten m&uuml;ssen dringend mehr investieren und daf&uuml;r muss der finanzpolitische G&uuml;rtel gelockert werden&ldquo;, sagt Dr. Andrew Watt, Abteilungsleiter des IMK. &bdquo;Der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble irrt sich, wenn er das abstreitet, die Kommission kritisiert und stattdessen auf weitere Konsolidierung und sogenannte Strukturreformen setzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_105887.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge retten Deutschland vor der Rezession<\/strong><br>\nDas Plus bei der deutschen Wirtschaftsleistung hat sich im dritten Quartal halbiert. Dass es &uuml;berhaupt noch einen Zuwachs gibt, liegt an den Staatsausgaben f&uuml;r die Versorgung der Fl&uuml;chtlinge. Einer der h&auml;ufigsten Vorw&uuml;rfe an Deutschland lautet, das Land nutze seinen finanziellen Spielraum zu wenig. Nun zeigt sich, dass die Bundesrepublik als Pr&uuml;gelknabe nicht taugt. Immerhin legte der Staatskonsum im dritten Quartal um ein Prozent zu. Das geht aus den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September insgesamt nur noch um 0,2 Prozent zum Vorquartal und damit nur noch halb so stark wie im Fr&uuml;hjahr, als das BIP 0,4 Prozent zulegte. Zu Jahresbeginn war die deutsche Wirtschaft sogar noch um 0,7 Prozent gewachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_wirtschaft\/article159743029\/Fluechtlinge-retten-Deutschland-vor-der-Rezession.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> W&auml;re doch wieder ein sch&ouml;nes Beispiel der Meinungsmache. Nicht die &ldquo;Fl&uuml;chtlinge retten Deutschland vor der Rezession&rdquo; sondern die &ldquo;Staatsausgaben f&uuml;r die Versorgung der Fl&uuml;chtlinge&rdquo;, welche so quasi wie ein staatliches Investitionsprogramm wirken und somit die Austerit&auml;tspolitik konterkarieren. Aber das zuzugeben w&auml;re f&uuml;r Neoliberale der Super-GAU.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Haufen offensichtlicher Absurdit&auml;ten, der in komplettem Widerspruch zur sonstigen WELT-Propaganda steht. Lassen wir mal die Frage beiseite, ob ein einzelnes Quartal mit schrumpfender Wirtschaft eine Rezession bedeutet. (Nach der mir bekannten Definition wird eine Rezession diagnostiziert, wenn die Wirtschaft in zwei Quartalen hintereinander schrumpft.) Also erstens erfahren wir, dass Deutschland kurz vor einer Rezession (!!!) stand oder steht, dabei wird doch sonst immer vom Gegenteil, von einem Wirtschaftsboom gefaselt. Dann bestand die &ldquo;Rettung&rdquo; vor der Rezession in staatlichen Konsumausgaben, die, im Gegensatz zur &uuml;blichen WELT-Ideologie, tats&auml;chlich die Wirtschaft befeuern. Dann w&auml;re die n&auml;chste Frage, warum der Staat an der Schwarzen Null festh&auml;lt, anstatt, ganz unabh&auml;ngig von den Fl&uuml;chtlingen, durch Konsumausgaben (z. B. h&ouml;here Sozialleistungen, Wiedereinf&uuml;hrung einer lebensstandardsichernden Arbeitslosenhilfe o. &auml;.) und Investitionen die Wirtschaft anzukurbeln; denn warum soll der Trick nur mit Fl&uuml;chtlingen funktionieren??? Dann wird hier behauptet, das deutsche Wirtschaftswachstum st&uuml;tze sich zunehmend auf die Binnenwirtschaft; wie ist dann erkl&auml;rbar, dass die Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss f&uuml;r 2015 alle Ma&szlig;en gesprengt hat und f&uuml;r 2016 ein noch viel h&ouml;herer Rekord von etwa 9 Prozent des BSP angepeilt wird? Unlogik und Propaganda, Dein Name sei WELT. Oder hei&szlig;t das heutzutage &ldquo;postfaktisch&rdquo;? Ist die WELT gar populistisch?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Merkel muss &uuml;ber die Wirklichkeit in Deutschland reden&rdquo;<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel habe in ihrer Rede zum Haushalt 2017 nicht die richtigen Worte gefunden, sagte der fr&uuml;here Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye im DLF. Es gebe eine tiefe Spaltung in der Gesellschaft. Man habe aber nicht das Gef&uuml;hl gehabt, &ldquo;dass hier jemand ist, der etwas ver&auml;ndern will&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/populismus-und-spaltung-der-gesellschaft-merkel-muss-ueber.694.de.html?dram:article_id=372136\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Arbeitgeber m&uuml;ssen voll in die Verantwortung gehen&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach fordert eine schnelle Einigung beim heutigen Rentengipfel in Berlin. Das Rentenniveau m&uuml;sse dringend stabilisiert werden, um die Menschen vor Altersarmut zu sch&uuml;tzen, sagte sie im DLF. Dabei sieht sie auch die Arbeitgeber in der Pflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rentengipfel-arbeitgeber-muessen-voll-in-die-verantwortung.694.de.html?dram:article_id=372193\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zweiter Brief an den IG Metall Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann zur betrieblichen Altersversorgung<\/strong><br>\nKollege J&ouml;rg Hofmann, &bdquo;Zielrenten&ldquo;? &ndash; Du solltest schnell antworten.<br>\nIch hatte Dir vor drei Wochen einen offenen Brief zu Deiner Position zur betrieblichen Altersversorgung geschickt (hier).<br>\nOffene Briefe muss man nicht beantworten, das mag wohl stimmen.<br>\nAber offene Briefe k&ouml;nnen die Erwartung nach einer Antwort enorm bef&ouml;rdern. Und das hat mein Brief getan. Das kann ich Dir sehr nachdr&uuml;cklich versichern. Ich habe viel Emp&ouml;rung, Erstaunen, Zustimmung und Schulterklopfen erfahren. Niemals Kritik oder Korrekturen.<br>\nImmer, J&ouml;rg, wirklich immer wurde die Erwartung ge&auml;u&szlig;ert, dass der Vorstand darauf ja wohl antworten m&uuml;sse.<br>\nAber Du, oder ihr im Vorstand, antwortet nicht. Mittlerweile liegt der Referentenentwurf zu einem &bdquo;Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz&ldquo; vor. Alle Welt &auml;u&szlig;ert sich dazu, vor allem aus dem Unternehmer- und Versicherungslager &ndash; meist &uuml;beraus zustimmend.<br>\nDu, oder ihr, schweigt. Man muss das schon als dr&ouml;hnendes Schweigen wahrnehmen. Dieses Schweigen ist ja nicht neu. Seit zwei Jahren wurden im Sozialministerium Verhandlungen hinter verschlossenen T&uuml;ren durchgef&uuml;hrt. Von gewerkschaftlicher Seite, die beteiligt war, ist nicht ein Sterbensw&ouml;rtchen durchgesickert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/zweiter-brief-den-ig-metall-vorsitzenden-joerg-hofmann-zur-betrieblichen-altersversorgung\/\">Reiner Heyse auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten auf den Offenen Brief von Reiner Heyse an den IG Metall Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35629#h01\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kniefall vor dem Auto<\/strong><br>\nDie Vorstandsvorsitzenden der drei gro&szlig;en Automobilkonzerne Daimler, Volkswagen und BMW regieren in Deutschland durch. Die Herren Dieter Zetsche, Matthias M&uuml;ller und Harald Kr&uuml;ger haben den Direktdurchgriff ins Kanzleramt, in Ministerien und Beh&ouml;rden. Sie diktieren Gesetzesinhalte und verhindern die Kontrolle und Ahndung von Gesetzesverst&ouml;&szlig;en. In ihrem Auftrag forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Kalifornien vor einigen Jahren pers&ouml;nlich weniger strenge Abgasbestimmungen f&uuml;r Dieselfahrzeuge.<br>\nJ&uuml;ngstes Beispiel: Im Oktober verhinderte Staatssekret&auml;r Matthias Machnig in Br&uuml;ssel, unter Hinweis auf BMW, strengere Grenzwerte f&uuml;r Ru&szlig;partikel bei Direkteinspritzern und deren Kontrolle auf der Stra&szlig;e. Der einflussreichste Vertreter der Autokonzerne und gleichzeitig ihr Sprecher ist Dieter Zetsche, der Daimler-Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/295\/kniefall-vor-dem-auto-4009.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>EU-Beschluss: Neue Regeln f&uuml;r bessere Atemluft<\/strong><br>\n&ldquo;Dabei ist laut einem Bericht der Europ&auml;ischen Umweltagentur (EUA) die Luftqualit&auml;t in Europa bereits besser geworden. Eine Verbesserung sei vor allem da sp&uuml;rbar, &ldquo;wo Kohlekraftwerke geschlossen und mehr auf erneuerbare Energien gesetzt wird&rdquo;, sagte der Leiter der Untersuchung, Martin Adams. Trotzdem seien immer noch zu viele Menschen gesundheitsgef&auml;hrdendem Feinstaub ausgesetzt.<br>\nIm Jahr 2014 mussten demnach 85 Prozent der st&auml;dtischen Bev&ouml;lkerung eine Feinstaubbelastung hinnehmen, die nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sch&auml;dlich ist. Gemessen an den Grenzwerten der EU, die h&ouml;her liegen, waren bis zu 17 Prozent der Stadtbewohner zu hohen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt. Die EUA sch&auml;tzt, dass jedes Jahr 467.000 Menschen aufgrund von Luftverschmutzung vorzeitig sterben. Feinstaubpartikel k&ouml;nnen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma und Lungenkrebs verursachen oder verschlimmern. Der Bericht st&uuml;tzt sich auf Messungen von 2014 in mehr als 400 St&auml;dten in 41 europ&auml;ischen L&auml;ndern.<br>\nNach Aussage der EUA w&uuml;rden bei der Emissionsreduzierung viele Bereiche au&szlig;erhalb der Industrie vernachl&auml;ssigt &ndash; private Haushalte etwa. &ldquo;In einigen L&auml;ndern ist das Heizen mit Holz ein gro&szlig;es Problem, in anderen die Verwendung von D&uuml;ngemitteln in der Landwirtschaft&rdquo;, so Adams. In Deutschland, Gro&szlig;britannien, den Niederlanden und Griechenland sei zum gro&szlig;en Teil der Verkehr f&uuml;r die schlechte Luft verantwortlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/luftqualitaet-eu-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abschiebung nach Afghanistan hei&szlig;t Deportation in den Krieg<\/strong><br>\nShokat Ali Walizadeh ist einer der Gr&uuml;nder des Vereines &bdquo;Afghanische Jugendliche &ndash; Neuer Start in &Ouml;sterreich&ldquo;. Der Verein setzt sich f&uuml;r die Integration von Fl&uuml;chtlingen in &Ouml;sterreich ein und positioniert sich klar gegen Abschiebungen. Ein Gespr&auml;ch mit ihm &uuml;ber die Situation in &Ouml;sterreich und die aktuelle politische Entwicklung Afghanistans.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/gesellschaft\/abschiebung-nach-afghanistan-heisst-deportation-in-den-krieg\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Peruanischer Kleinbauer verklagt Gro&szlig;konzern RWE<\/strong><br>\nWenn Saul Luciano Lliuya, 36, morgens in seinem Haus nahe der Stadt Huaraz in den peruanischen Anden aufwacht, kann er froh sein, dass es &uuml;berhaupt noch steht.<br>\nEr will daf&uuml;r sorgen, dass das so bleibt. Deswegen hat der Bergf&uuml;hrer den Energieriesen RWE als &bdquo;Teilverursacher&ldquo; des Klimawandels verklagt. Zum Prozessbeginn am Donnerstag ist er aus Peru angereist und sitzt im Essener Landgericht gegen&uuml;ber den Wirtschaftsbossen auf der Kl&auml;gerbank.<br>\nDer Bergf&uuml;hrer und Kleinbauer hat jeden Tag Angst, dass sein Haus von einer 30 Meter hohen Flutwelle weggesp&uuml;lt wird, die durch den ansteigenden Wasserpegel des nahegelegenen Gletschersees entsteht. Die Ursache sei der Klimawandel, sagen er und seine Vertreter. Die steigenden Temperaturen lassen die Schneemassen langsam schmelzen und drohen ins Tal zu st&uuml;rzen.<br>\nDass dies ein reales Risiko ist, haben wissenschaftliche Simulationen der Universit&auml;t Texas ergeben. Lliuya wird von der Umweltschutzorganisation Germanwatch und der Hamburger Rechtsanw&auml;ltin Roda Verheyen unterst&uuml;tzt. &bdquo;Dies ist ein Pr&auml;zedenzfall, der bei einem Erfolg weltweit weitere Klagen gegen Mitverursacher des Klimawandels nach sich ziehen k&ouml;nnte&ldquo;, sagt sie.Verheyen hat bereits weitere Anfragen &auml;hnlicher Art aus Nepal, Bangladesch und Indien erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/klimawandel-peruanischer-kleinbauer-verklagt-grosskonzern-rwe-25157324\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Ich bin f&uuml;r die Aufl&ouml;sung des Verfassungsschutzes&rdquo;<\/strong><br>\nKerem Schamberger m&ouml;chte wissenschaftlicher Mitarbeiter der LMU M&uuml;nchen werden. Der Verfassungsschutz blockiert das, weil Schamberger sich in linken Organisationen engagiert. (&hellip;)<br>\nKerem Schamberger sollte eigentlich am 1. Oktober eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU M&uuml;nchen antreten. Doch der bayrische Verfassungsschutz kam ihm in die Quere. Die Beh&ouml;rde sieht in dem bekennenden Kommunisten einen Verfassungsfeind. Und nun l&ouml;scht auch noch Facebook sein Profil, weil er &uuml;ber kurdische Angelegenheiten in der T&uuml;rkei berichtet. Im Gespr&auml;ch mit Telepolis &uuml;bt Schamberger scharfe Kritik an der Beh&ouml;rde, an Facebook und an der AKP, die in der T&uuml;rkei eine Eskalationspolitik betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ich-bin-fuer-die-Aufloesung-des-Verfassungsschutzes-3496245.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Sozialdarwinismus und die CSU<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich hat die CSU via Facebook mal wieder gegen Hartz-IV-Leistungsberechtigte ausgeteilt. Eigentlich wollte sie damit vor den Gr&uuml;nen warnen, denn die w&uuml;rden n&auml;mlich damit drohen, &raquo;Sanktionen f&uuml;r Hartz IV-Schmarotzer [zu] lockern&laquo;. Eine derartige Ausdrucksweise hat man zuletzt so ungeniert in den 1930er-Jahren in Deutschland gebraucht. Nun gut &ndash; und als Clement Superminister war. Aber das nur nebenbei. Die bayerische Staatspartei strampelt sich offenbar an allen Fronten ab. Sie muss gegen Fl&uuml;chtlinge mobilisieren und vor Arbeitslosen warnen. Sie w&auml;hnt sich umstellt und eingekreist. Und dass es ausgerechnet diese beiden Gruppen sind, gegen die sie keilt, also Fremde und Menschen ohne Job, das ist keine Beliebigkeit. Das sind Ankl&auml;nge einer alten Theorie, die wissenschaftliche Thesen falsch deutete: Des Haeckelismus n&auml;mlich. Falschen Pr&auml;missen zu folgen, das kann Wahnvorstellungen erzeugen. W&auml;re ja nicht das erste Mal, dass Haeckels Grundlagen in den Wahnsinn treiben &hellip;<br>\nIn Gro&szlig;britannien nahmen die Thesen Charles Darwins anfangs eigentlich nur die Form einer religi&ouml;sen Auseinandersetzung an. Die Evolution galt als Angriff auf die Sch&ouml;pfungslehre und auf diese Weise behandelte man die Theorie. Anders in Deutschland: Da ging man recht flott &uuml;ber die religi&ouml;sen Bedenken hinweg und man versuchte, den so genannten Darwinismus f&uuml;r die b&uuml;rgerliche Gesellschaft verwertbar zu machen. Besonders Ernst Haeckel, ein Zoologe, den Darwins Sohn Francis anfangs noch einen &raquo;begeisterten Verbreiter&laquo; der Idee seines Vaters nannte, sah in der Evolutionstheorie eine Grundlage, die man auf menschliche Gesellschaft anwenden k&ouml;nne. Hatte Darwin noch beschrieben, wie Anpassung zum &Uuml;berleben der Spezies f&uuml;hrte, war es nach Haeckels Deutung mehr oder weniger das Privileg des Leistungsf&auml;higen, sich nachhaltig zu etablieren. Diesem Sinne nach gab es nat&uuml;rlich Individuen und Gruppen, die sich gewisserma&szlig;en &uuml;berlebt hatten. Das waren vor allem Landstreicher, Faulenzer und nat&uuml;rlich auch Mitglieder von V&ouml;lkern, die im Zuge kolonialer Politik unterjocht wurden. Sie alle trugen in sich das Erbe des Ungeeignetsten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1033267.der-sozialdarwinismus-und-die-csu.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Butterwegge &uuml;ber Bundespr&auml;sidentschaft: &bdquo;Ich vertrete SPD-&Uuml;berzeugungen&ldquo;<\/strong><br>\nChristoph Butterwegge ist sicher, dass man Reichtum antasten muss. Rechtspopulisten w&uuml;rde er als Pr&auml;sident klare Kante zeigen.<br>\ntaz: Herr Butterwegge, Sie sind bei der Wahl f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten chancenlos. Warum tun Sie sich das an?<br>\nChristoph Butterwegge: Nicht nur ein Bundespr&auml;sident kann &ouml;ffentlich wirken und auf bestimmte Probleme in der Gesellschaft hinweisen, sondern auch ein Kandidat f&uuml;r dieses Amt. Ich begleite als Forscher seit Jahrzehnten bestimmte Entwicklungen &ndash; etwa den Rechtspopulismus, die vermehrte Fluchtmigration sowie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich &ndash; und sch&ouml;pfe nun daraus, um f&uuml;r solche Probleme und Prozesse zu sensibilisieren oder die Menschen aufzur&uuml;tteln. [&hellip;]<br>\nSind Sie ein besserer Kandidat als Frank-Walter Steinmeier, der das politische Establishment repr&auml;sentiert?<br>\nSteinmeier hat mit der Agenda 2010 und den Hartz-Gesetzen neoliberale Reformen angeschoben. Ich war immer ein Gegner dieser Politik, durch die Deutschland nicht eben gerechter, humaner oder demokratischer geworden ist. 2005 bin ich genau deshalb aus der SPD ausgetreten und seitdem parteilos. Denn die Grund&uuml;berzeugungen der SPD vertrete ich immer noch: mehr soziale Gerechtigkeit, Umverteilung von oben nach unten, die Macht des gro&szlig;en Kapitals beschr&auml;nken. Eigentlich habe ich mich nicht von der SPD abgewandt, sondern sie hat ihre Ideale verraten.<br>\nTrotzdem k&ouml;nnte man Sie sich gut als Kandidaten f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n vorstellen &hellip;<br>\nIch f&uuml;hle mich zwar als ideeller Gesamtlinker, erinnere SozialdemokratInnen und Gr&uuml;ne jedoch an ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte, was sie lieber mir anlasten, als n&ouml;tige Selbstkritik zu &uuml;ben und Konsequenzen zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kandidat-ueber-Bundespraesidentschaft\/!5360204\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Allerletzte: EU-Parlament wirft Russland anti-europ&auml;ische Propaganda vor<\/strong><br>\nIn einer Resolution hei&szlig;t es, der Kreml verunglimpfe die EU und ihre Mitgliedstaaten mit dem Ziel, den Einfluss Russlands zu st&auml;rken. Die russische Regierung unterst&uuml;tze rechtsextreme, populistische und europafeindliche Parteien innerhalb der EU. Weitere Intstrumente seien der mehrsprachige Fernsehsender &ldquo;Russia Today&rdquo; und die sozialen Netzwerke im Internet. Besonders stark sei die russische Propaganda in den &ouml;stlichen Nachbarl&auml;ndern der EU. Dort seien die nationalen Medien oft sehr schwach und nicht in der Lage, sich gegen den Einfluss der russischen Sender durchzusetzen. Die Parlamentarier riefen die EU-Kommission auf, Abwehrstrategien zu entwickeln. Der russische Pr&auml;sident Putin wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/resolution-eu-parlament-wirft-russland-anti-europaeische.447.de.html?drn:news_id=681140\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/RegData\/etudes\/IDAN\/2016\/578008\/EXPO_IDA(2016)578008_EN.pdf\">Europaparlament<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken&ldquo;<\/strong><br>\nGestern verabschiedete das EU-Parlament die Resolution &bdquo;Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken&ldquo;. Es stimmten 304 Abgeordnete f&uuml;r die Resolution, 179 dagegen, 208 enthielten sich. Die Resolution adressiert zwei Propagandaquellen: Russland und den Islamismus.<br>\nIn einer Situation, in der a) die EU selbst wie b) ihre neoliberale und au&szlig;enpolitisch Nato-h&ouml;rige Konfrontationspolitik von den Bev&ouml;lkerungen zunehmend abgelehnt wird, und c) die Deutungshoheit der Mainstream-Medien schwindet, versucht das EU-Parlament mit dieser Resolution die Meinungsbildungsfreiheit einzuschr&auml;nken. Beunruhigend und entlarvend ist, dass zu den Propaganda-T&auml;tern an vorderster Stelle der Kreml namentlich genannt wird (Punkt E), vor islamistischen Terrororganisationen (Punkt J). Ohne einen Hauch von Selbstkritik stilisiert sich die EU, die Nato-Truppen an die russische Grenze schickt, den Regime-change in der Ukraine unterst&uuml;tzt und Sanktionen gegen Russland erlassen hat, als Opfer hybrider (Informations)-Kriegsf&uuml;hrung. Als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die wachsende Distanzierung der Bev&ouml;lkerungen von den Mainstream-Medien nennt die Resolution &bdquo;dass die Finanzkrise und das Vordringen neuer Formen digitaler Medien hochwertigen Journalismus vor ernsthafte Herausforderungen stellt, was eine Abnahme des kritischen Denkens bei den Zielgruppen und somit deren st&auml;rkere<br>\nAnf&auml;lligkeit f&uuml;r Desinformation und Manipulation zur Folge hat&ldquo; (Punkt G, S.4). Das hei&szlig;t im Klartext, die Bev&ouml;lkerungen seien zu dumm, sich eine eigene Meinung zu bilden und die medialen Leithammel seien nach der Finanzkrise und durch das Internet zu geschw&auml;cht, um dem entgegenzutreten.<br>\nDie 15-seitige Resolution ist ein Brandtext, der den Konflikt gegen Russland gezielt anheizt, indem Russland unterstellt wird, es betreibe eine Destabilisierungspolitik gegen&uuml;ber der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/linkezeitung.de\/2016\/11\/24\/strategische-kommunikation-der-eu-um-gegen-sie-gerichteter-propaganda-von-dritten-entgegenzuwirken\/\">Linke Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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