{"id":35990,"date":"2016-11-25T16:55:31","date_gmt":"2016-11-25T15:55:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990"},"modified":"2016-11-25T16:55:31","modified_gmt":"2016-11-25T15:55:31","slug":"hinweise-des-tages-ii-274","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h01\">Geleakte Dokumente aus Geheimverhandlungen: Wie ein Abkommen den Datenschutz durchl&ouml;chert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h02\">Rentengipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h03\">Dr. Merkel und das gesammelte Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h04\">Autobahnraub: Der Streit um die Beteiligung Privater an der Autobahngesellschaft war ein Ablenkungsman&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h05\">Wenn Armut nur Ungleichheit sein soll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h06\">Unionsfraktion will Tarifstreits per Gesetz schlichten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h07\">Die kalte Rechnung des Innenministers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h08\">Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me: Sie wurden alleingelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h09\">Darum ist Erdogan das Parlamentsvotum egal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h10\">EU-Parlament fordert strategische Kommunikation gegen russische Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h11\">Die wesentliche Komponente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h12\">Die engstirnige Arroganz und Intoleranz von 141 &ouml;sterreichischen &Ouml;konomen setzt sich durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h13\">R&uuml;ckkehr der Rechten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h14\">Martin Schulz ist die Anti-These zur AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h15\">Ehemaliger Vizekanzler erh&auml;lt Nell-Breuning-Preis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35990#h16\">Das Letzte: Uli Hoene&szlig;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geleakte Dokumente aus Geheimverhandlungen: Wie ein Abkommen den Datenschutz durchl&ouml;chert<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU liegt auf Eis, das transpazifische TPP ist so gut wie tot, nachdem Donald Trump angek&uuml;ndigt hat, an seinem ersten Tag als US-Pr&auml;sident aus dem Vertrag auszusteigen. W&auml;hrenddessen wird aber still und leise ein weiterer v&ouml;lkerrechtlicher Vertrag verhandelt: das Trade in Services Agreement (TiSA), ein internationales Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen.<br>\nVieles, was die TTIP-Gegner schon abgewehrt glaubten, k&ouml;nnte &uuml;ber diese Hintert&uuml;r nun doch noch Wirklichkeit werden. Das belegen Dokumente aus der bisher vorletzten TiSA-Verhandlungsrunde im September, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace erhalten und SPIEGEL ONLINE vor Ver&ouml;ffentlichung auf der Internetseite ttip-leaks.org zur Verf&uuml;gung gestellt hat. Darin wird deutlich: Der Datenschutz droht aufgeweicht, kritische Infrastruktur unsicherer zu werden und Konzerne k&ouml;nnten mehr Einfluss auf geplante Gesetze bekommen.<br>\nWorum geht es bei TiSA?<br>\nSeit 2012 verhandeln insgesamt 50 L&auml;nder, darunter die 28 EU-Mitgliedstaaten, &uuml;ber TiSA, sie nennen sich &ldquo;really good friends&rdquo;. Ziel des Abkommens ist es, den internationalen Handel mit Dienstleistungen zu vereinfachen. Unternehmen sollen es leichter haben, nicht nur Waren, sondern auch Serviceleistungen im Ausland anzubieten. Die Wirkung w&auml;re gigantisch: Die Dienstleistungsbranchen stehen f&uuml;r drei Viertel der europ&auml;ischen Wirtschaftsleistung und drei Viertel der Arbeitspl&auml;tze &ndash; ein Milliardenmarkt.<br>\nEnde dieses Jahres wollen die &ldquo;wirklich guten Freunde&rdquo; das Vertragswerk fertiggestellt haben. Ob es dazu kommt, ist aber unklar. Die n&auml;chste Verhandlungsrunde ist vorl&auml;ufig abgesagt. Die bisher 21 Verhandlungsrunden waren so intransparent wie jene zu TTIP oder Ceta, wurden aber deutlich weniger beachtet.<br>\nZu Unrecht. Die TiSA-Kernaussage ist: &ldquo;Jeder Staat soll Dienstleistungen und deren Anbieter nicht schlechter behandeln als seine eigenen Dienstleistungen und Anbieter&rdquo;. Sie birgt eine ganze Reihe von Risiken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/tisa-leaks-wie-das-dienstleistungsabkommen-den-datenschutz-gefaehrdet-a-1122844.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Ausnahmsweise mal ein faktenreicher solider Artikel auf SPON. Gerade an solchen Artikeln merkt man, wie unterirdisch das Niveau in diesem ehemaligen Sturmgesch&uuml;tz der Demokratie sonst ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rentengipfel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Arbeitgeber loben Rentenkompromiss<\/strong><br>\nGleiche Renten in Ost bis West bis 2025, Verbesserung bei Erwerbsminderungsrente &ndash; die Ergebnisse des Rentengipfels finden ein unterschiedliches Echo. Kritik kommt &ndash; aus ganz verschiedenen Gr&uuml;nden &ndash; von FDP und Linken, Lob von den Arbeitgebern.<br>\nDeutschlands Metall-Arbeitgeber haben die Ergebnisse des Koalitionsgipfels bei der Rente begr&uuml;&szlig;t. &ldquo;Es ist bemerkenswert, wie die gro&szlig;e Koalition dem Populismus trotzt und versucht, Ruhe in das komplizierte Thema Rente zu bringen&rdquo;, sagte Gesamtmetall-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Oliver Zander in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitgeber-loben-rentenkompromiss-a-1123023.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Lob durch die Arbeitgeber. Hier gilt wieder frei nach Lenin: Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, worin deine Fehler bestehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Buntenbach: &bdquo;46 Prozent Rentenniveau reichen nicht aus&ldquo;<\/strong><br>\nZum Rentenkonzept des Bundesarbeitsministeriums und den Ergebnissen der gestrigen Koalitionsrunde sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Freitag in Berlin: &ldquo;Es ist gut, dass in die Frage des Rentenniveaus Bewegung gekommen ist. Zum ersten Mal liegt ein konkreter Vorschlag der Arbeitsministerin auf dem Tisch, der die Automatik des sinkenden Rentenniveaus stoppen will. Darauf haben wir Gewerkschaften massiv gedr&auml;ngt. F&uuml;r uns bleibt es allerdings dabei: Die Rente darf nicht unter das heutige Niveau von 48 Prozent sinken. Das Rentenniveau ist bereits in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt worden und muss jetzt stabilisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++e6ab2afa-b2fd-11e6-b277-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dr. Merkel und das gesammelte Schweigen<\/strong><br>\nWarum will Dr. Angela Merkel Deutschland weitere vier Jahre regieren? Gibt es ein Ziel, vielleicht gar eine Hoffnung, die man damit verbindet? Die deutschen Medien jubeln jedenfalls, als sei der Erl&ouml;ser pers&ouml;nlich erschienen. Ungesagt bleibt all das, was man der Bundeskanzlerin auf die dunkle Seite ihres Stammbuches schreiben muss. Wir dokumentieren das gesammelte Schweigen. [&hellip;]<br>\nMan darf nicht sagen, Angela Merkel habe Europa in die gr&ouml;&szlig;te Krise seiner Geschichte gef&uuml;hrt, weil sie mit einer vollkommen ungeeigneten Politik andere L&auml;nder in eine tiefe Depression gesto&szlig;en hat. Man darf nicht sagen, die Bundeskanzlerin habe den Merkantilismus ihres Vorg&auml;ngers auf die Spitze getrieben und mit dem Export von Arbeitslosigkeit Deutschland saniert. Man darf nat&uuml;rlich nicht sagen, Angela Merkel leugne &ndash; auch dies wie Gerhard Schr&ouml;der &ndash; von Anfang an und bis heute die fatale Rolle, die Deutschlands Streben nach Wettbewerbsf&auml;higkeit f&uuml;r die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion spielen musste. Niemand und niemals darf man sagen, dass unter der Kanzlerschaft von Angela Merkel Deutschland mit seinen st&auml;ndig wachsenden Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen zum St&ouml;renfried Nummer eins des &bdquo;freien&ldquo; internationalen Handels wurde.<br>\nBeim gesammelten Schweigen muss leider auch der fatale Fehler abgelegt werden, den Merkel dadurch machte, dass sie den Eindruck erweckte, man k&ouml;nne Fl&uuml;chtlinge willkommen hei&szlig;en, ohne viel Geld f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge und f&uuml;r die wenig beg&uuml;terten eigenen Leute in die Hand zu nehmen. Dass die AfD dadurch und durch das Leugnen der deutschen Schuld in der Eurokrise erst gro&szlig; werden konnte, wer will das schon wissen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/dr-merkel-und-das-gesammelte-schweigen\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p>dazu: <strong>Angela Weiterso: Die Patin der AfD<\/strong><br>\nWieder hat sie die Agenda 2010 gelobt und gemeint, nur so k&ouml;nne Europa sein Wohlstandsversprechen einl&ouml;sen. Die Millionen im Niedriglohnsektor, in Hartz IV, in Leiharbeit, schlecht bezahlten Werkvertr&auml;gen oder in befristeten Jobs k&ouml;nnen nur mit kalter Wut reagieren. Merkel ist die Patin der AfD.<br>\nEine Bemerkung zum Schluss: In fast allen Kommentaren zeigen die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; ihre Voreingenommenheit und Blindheit und versuchen, der Partei DIE LINKE, die als einzige Partei gegen Lohndr&uuml;ckerei, Rentenk&uuml;rzung und Sozialabbau ist und in der Steuer-, Sozial- und Wirtschaftspolitik Vorschl&auml;ge macht, die der AfD die Grundlagen entziehen w&uuml;rden, AfD-N&auml;he zu unterstellen. So t&auml;uschen die Medien dar&uuml;ber hinweg, dass CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne in der Steuer-, Sozial- und Wirtschaftspolitik die gleichen Grunds&auml;tze vertreten wie die AfD und werden so zu den unfreiwilligen Trotteln der AfD-Propaganda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1242437452484386\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Autobahnraub: Der Streit um die Beteiligung Privater an der Autobahngesellschaft war ein Ablenkungsman&ouml;ver<\/strong><br>\nEingesch&uuml;chtert vom Gegenwind der &ouml;ffentlichen Meinung haben Finanzminister Sch&auml;uble (CDU), Wirtschaftsminister Gabriel (SPD) und Verkehrsminister Dobrindt (CSU) ein nettes kleines Ablenkungsspiel gespielt. Nach viel &sbquo;Bohai und scheinbarem Streit &ndash; immer nur &ldquo;aus Kreisen&rdquo; berichtet &ndash; haben sie sich nun geeinigt dass die Autobahngesellschaft in reinem &ouml;ffentlichem Besitz bleibt. Das eigentliche Hauptthema ist so v&ouml;llig aus der Diskussion verschwunden. Worum es eigentlich geht ist die Aufnahme von Fremdkapital durch die Betreibergesellschaft. Das sind viel h&ouml;here Betr&auml;ge, die da im Raum stehen. Und da geht es wiederum darum, welche Rendite den Fremdkapitalgebern, also Allianz und Co., daf&uuml;r gew&auml;hrt wird. Wenn die staatliche Betreibergesellschaft eine ausdr&uuml;ckliche staatliche Garantie h&auml;tte, g&auml;be es keine Rechtfertigung daf&uuml;r, Allianz und Co. nennenswert mehr zu bieten als f&uuml;r normale Bundesanleihen, also nahe Null. So ist es beim &ouml;sterreichischen Vorbild der ganzen Aktion, der ASFINAG. F&uuml;r Allianz und Co. w&auml;re das v&ouml;llig uninteressant. Also darf es keine explizite Staatsgarantie geben. Man muss so tun, als k&ouml;nne die Betreibergesellschaft auch Pleite gehen. Tats&auml;chlich ist nat&uuml;rlich v&ouml;llig undenkbar, dass das geschieht, solange nicht der Staat insgesamt Pleite anmeldet. Das ist ja das Sch&ouml;ne f&uuml;r Allianz und Co. Sie bekommen dann eine deutlich h&ouml;here Rendite von der Autobahngesellschaft, aber die gleiche Sicherheit, wie wenn sie Bundesanleihen kauften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/718-autobahnraub-privatbeteiligung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p>dazu: <strong>Roland Claus, DIE LINKE: Angek&uuml;ndigter Investitionshochlauf wird zum Privatisierungshochlauf<\/strong><br>\n&bdquo;Herr Minister, nun haben Sie &ouml;ffentlich dar&uuml;ber spekuliert, wie man mehr privates Geld f&uuml;r die Finanzierung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur einsetzen k&ouml;nnte. Da sagen wir als Linke: Sie wollen bei den Superreichen betteln gehen und sie Gesch&auml;fte machen lassen, wir dagegen wollen sie gerecht besteuern und diese Mittel einsetzen. Das macht den kleinen aber sehr entscheidenden Unterschied aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HWH9vPQQVrg\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn Armut nur Ungleichheit sein soll<\/strong><br>\nWas ist Armut? Um diese Frage wird seit einigen Jahren heftig gestritten. Auf den ersten Blick scheint es sich dabei lediglich um eine Frage sozialwissenschaftlicher Methodik und Definition zu handeln. Tats&auml;chlich aber steht dahinter eine politische Auseinandersetzung: Kann es eine Gesellschaft akzeptieren, dass immer gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsteile von sozialer und politischer Teilhabe ausgeschlossen sind?<br>\nAnlass f&uuml;r den Streit um eine ad&auml;quate Definition und Berechnung von Armut waren wiederholt die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung, insbesondere aber die Armutsberichte des Deutschen Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV). Die Positionen der Beteiligten sind klar unterscheidbar: Auf der einen Seite legt jede Bundesregierung eine Neigung an den Tag, das Armutsproblem in Deutschland herunterzuspielen. Nicht zuletzt im vierten regierungsoffiziellen Armuts- und Reichtumsbericht von 2013 wird dies anhand zahlreicher Relativierungen und Besch&ouml;nigungen deutlich. Sekundiert wird ihr dabei von konservativen und neoliberalen Wissenschaftlern und Medien, etwa der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der S&uuml;ddeutschen Zeitung, dem Focus oder Spiegel Online. Auf der anderen Seite unterstreichen und kritisieren viele Sozialverb&auml;nde, Gewerkschaften, linke Wissenschaftler und Medien den Umfang und die Bedeutung von Armut in Deutschland.<br>\nIm Kern dreht sich der Streit um die Frage, ab welchem Ausma&szlig; der Entbehrung &uuml;berhaupt von Armut gesprochen werden k&ouml;nne: Liegt Armut vor, wenn es an elementarsten Dingen des Lebens mangelt &ndash; an Nahrung, Kleidung und einem Dach &uuml;ber dem Kopf? Ist also nur arm, wer zu verhungern oder zu erfrieren droht? Wer so argumentiert, folgt einem absoluten Armutsbegriff. Oder kann von Armut auch gesprochen werden, wenn Nahrung, Kleidung und Wohnung zwar vorhanden sind, aber die Teilhabe an Gesellschaft, Kultur und Demokratie aufgrund eines &ndash; im Vergleich zum Rest der Bev&ouml;lkerung &ndash; (zu) niedrigen Einkommens gef&auml;hrdet ist? Ist also auch arm, wer sich nicht leisten kann, was in einer Gesellschaft als normal gilt? Wer so argumentiert, folgt einem relativen Armutsbegriff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1919\">annotazioni<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ohne Job: Arm und hochverschuldet<\/strong><br>\nDeutschland ist ein reiches Land. Doch bei der Verteilung des Reichtums ist Deutschland ein zutiefst ungleiches Land. Die Schere zwischen arm und reich &ouml;ffnet sich seit Jahren unaufhaltsam. Auch bei uns f&uuml;hlen sich viele finanziell und gesellschaftlich abgeh&auml;ngt. Der soziale Aufstieg ist f&uuml;r viele unm&ouml;glich, der soziale Abstieg in die Armutsfalle geht hingegen umso schneller, besonders wenn der Job weg ist. Der Schritt von der Armut in die &Uuml;berschuldung ist f&uuml;r viele kurz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d88b1c0a-b258-11e6-a51f-525400e5a74a\">DGB klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unionsfraktion will Tarifstreits per Gesetz schlichten lassen<\/strong><br>\nAngesichts des andauernden Streiks bei der Lufthansa kommt aus der Union die Forderung nach einem Gesetz, das Tarifkonflikte zwangsweise schlichten soll. Grund daf&uuml;r seien die immensen Kosten, die durch die Streiks entst&uuml;nden.<br>\nIm neuerlichen Piloten-Streik fordert der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs einem Zeitungsbericht zufolge ein Gesetz zur Zwangsschlichtung. Arbeitsministerin Andrea Nahles sei gefordert, endlich entsprechend zu handeln, sagte Fuchs der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung. Durch den Streik entst&uuml;nden der Lufthansa t&auml;glich Kosten von zehn Millionen Euro, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf Firmenkreise.<br>\nDie Vereinigung Cockpit (VC) verl&auml;ngerte am Mittwochabend den Ausstand bis einschlie&szlig;lich Freitag. Dann sollten die Kurzstrecken-Piloten ihre Arbeit niederlegen. Allein f&uuml;r Donnerstag wurden 912 Fl&uuml;ge gestrichen, das sind etwa zwei Drittel der Lufthansa-Verbindungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/konflikt-bei-der-lufthansa-unionsfraktion-will-tarifstreits-per-gesetz-schlichten-lassen-14542547.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nun m&ouml;chte der offenbar Arbeitgeber-nahe Herr Fuchs das Schlichten von Tarifstreits per Gesetz. Das ist merkw&uuml;rdig: Predigt die Union und insbesondere dieser CDU-Vertreter sonst nicht immer, der Markt m&uuml;sse sich frei entfalten und von staatlichen Regeln befreit werden?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Piloten k&auml;mpfen f&uuml;r ihr gutes Recht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Lufthansa-Piloten k&auml;mpften f&uuml;r ihr gutes Recht auf Gehaltserh&ouml;hung, ist der Arbeitssoziologe Stefan Schmalz &uuml;berzeugt. Er sieht darin eine Wiederbelebung der Gewerkschaften. Heute fallen mehr als 800 Fl&uuml;ge aus. Der Streik soll zun&auml;chst bis Samstag dauern.<br>\nIm Vergleich zu Frankreich sei Deutschland immer noch ein streikarmes Land, sagt der Arbeitssoziologe Stefan Schmalz von der Universit&auml;t Jena im Deutschlandradio Kultur. &ldquo;Wichtig ist doch zu sehen, dass sich einiges ver&auml;ndert&rdquo;, sagte er. Gerade im vergangenen Jahr habe man gesehen, dass viele Besch&auml;ftigte gestreikt h&auml;tten und es viele Streiktage gab.<br>\nAus seiner Sicht seien die Gewerkschaften auch h&auml;ufiger dazu bereit, sich mehr einzusetzen und den Konflikt zu suchen. &ldquo;Man sieht dort auch eine gewisse Erneuerung und Revitalisierung der Gewerkschaften&rdquo;, sagte Schmalz. Auffallend sei auch, dass h&auml;ufig bei fr&uuml;heren Staatsbetrieben gestreikt werde, wie jetzt bei der Lufthansa. Die Piloten k&auml;mpften f&uuml;r ihr gutes Recht, da die Geh&auml;lter seit mehren Jahren nicht erh&ouml;ht worden seien. &ldquo;Es ist sicher etwas dran, dass die Konzernstrategie dort eine Rolle spielt&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/arbeitssoziologe-piloten-kaempfen-fuer-ihr-gutes-recht.1008.de.html?dram:article_id=372326\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die kalte Rechnung des Innenministers<\/strong><br>\nThomas de Maizi&egrave;re will, dass weniger Fl&uuml;chtlinge aus Afghanistan nach Deutschland kommen. Interne Dokumente zeigen: Daf&uuml;r setzt er auch das zust&auml;ndige Bamf unter Druck.<br>\nGinge es nach dem Grundgesetz und nach den internen Sicherheitseinsch&auml;tzungen des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf), m&uuml;ssten die meisten Menschen, die aus Afghanistan nach Deutschland fliehen, hier bleiben d&uuml;rfen. Doch es geht bei den Asylentscheidungen nicht nach den Buchstaben des Gesetzes. &ldquo;Eigentlich geben uns das Grundgesetz und das Asylrecht vor, wer bleiben darf und wer nicht. Dass jetzt so viele Afghanen abgelehnt werden, ist politisch so gewollt.&rdquo; Das sagt ein langj&auml;hriger Mitarbeiter des Bamf, der in der Beh&ouml;rde an verschiedenen Stellen eingesetzt war und um seine Zukunft f&uuml;rchtet, wenn bekannt wird, wie er hei&szlig;t. Sein Vorwurf: Wider besseres Wissen werden Menschen in ein lebensgef&auml;hrliches Land zur&uuml;ckgeschickt, weil die Bundesregierung es so fordert.<br>\nEin Indiz hierf&uuml;r liefert der j&auml;hrliche Gesch&auml;ftsbericht der Asylbeh&ouml;rde. Der weist f&uuml;r jedes Herkunftsland eine sogenannte Gesamtschutzquote aus. Nimmt man nur die offizielle Zahl, gibt es kaum einen Unterschied. Nach dieser bekamen im vergangenen Jahr 47,8 Prozent aller afghanischen Fl&uuml;chtlinge einen Asylstatus und im ersten Halbjahr 2016 immerhin noch 44,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-11\/afghanistan-bamf-asyl-abschiebung-gefahr-innenministerium\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es soll weitere BAMF-MitarbeiterInnen geben, die die Vorw&uuml;rfe gegen die Bundesregierung &ndash; zumindest in vertraulichen Gespr&auml;chen &ndash; best&auml;tigen. Eine Person aus dem BAMF hat den Hinweis auf diesen Artikel gegeben. Danke.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me: Sie wurden alleingelassen<\/strong><br>\nSie stehen immer und &uuml;berall im schlechten Licht, und niemand will sie haben: Journalisten versuchen in einer Reportagensammlung, einen Kontrapunkt zur ber&uuml;chtigten &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; zu setzen.<br>\n&bdquo;Wir leben nicht, wir warten.&ldquo; Die knappe Formel, mit der die pakistanische Englischlehrerin Fatima ihr Schicksal beschreibt, trifft auf die Mehrheit der weltweit 65 Millionen Menschen zu, die laut UNHCR auf der Flucht sind. Sie fliehen vor Krieg, Gewalt gegen Minderheiten, politischer Verfolgung, Armut, Hoffnungslosigkeit und stranden irgendwo, oft f&uuml;r Jahre, manchmal f&uuml;r immer. [&hellip;]<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Fl&uuml;chtlingslager der Welt liegt nicht in Griechenland oder der T&uuml;rkei, sondern in Kenia. Bis zu einer halben Million Menschen lebten zeitweise in Dadaab im Nordosten Kenias an der Grenze zu Somalia. Heute warten in der Dornbuschsavanne noch 350.000 Fl&uuml;chtlinge auf einen Ausweg aus dem verfestigten Provisorium. Und w&auml;hrend die Scharfmacher von Pegida und AfD gern den Eindruck erwecken, Deutschland nehme ganz Syrien bei sich auf, hat in Wahrheit die Mehrzahl der syrischen Fl&uuml;chtlinge in den Nachbarl&auml;ndern Syriens Zuflucht gefunden. Im Libanon, der bis heute unter den Folgen des eigenen B&uuml;rgerkriegs in den siebziger und achtziger Jahren leidet, leben vier Millionen Libanesen und offiziell 1,2 Millionen syrische Fl&uuml;chtlinge. Inoffizielle Sch&auml;tzungen gehen von zwei Millionen und mehr aus. 2015 wurden im Libanon mehr syrische als libanesische Kinder geboren.<br>\nDie &uuml;berforderten Aufnahmel&auml;nder wurden mit der Mammutaufgabe, Millionen Hilfsbed&uuml;rftige zu versorgen, jahrelang alleingelassen. 2015 schlugen UNHCR und das Weltern&auml;hrungsprogramm Alarm: Ihnen ging das Geld zur Versorgung der syrischen Fl&uuml;chtlinge aus. Lebensmittelrationen mussten auf 50 Cent pro Tag gek&uuml;rzt werden, 360.000 Fl&uuml;chtlinge blieben unversorgt. F&uuml;r die Autoren der &bdquo;Fl&uuml;chtlingsrevolution&ldquo; ist die zeitliche Koinzidenz mit den steigenden Fl&uuml;chtlingszahlen an Europas Grenzen kein Zufall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buecher\/journalisten-setzen-mit-fluechtlingsrevolution-kontrapunkt-14527608.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Solche tollen, sachlichen und informativen Artikel findet man im FAZ-Feuilleton. Immer wieder gro&szlig;artig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Darum ist Erdogan das Parlamentsvotum egal<\/strong><br>\nDie Entscheidung wirkt auf den ersten Blick wie ein starkes Signal der EU in Richtung eines Staates, der die Menschenrechte, die Rechtsstaatlichkeit und die Pressefreiheit seit Monaten immer schamloser mit F&uuml;&szlig;en tritt. Doch das ist sie nicht. Vielmehr f&uuml;gt sie sich nahtlos ein in die T&uuml;rkei-Politik der EU der vergangenen Jahre, ja Jahrzehnte. Und die ist gepr&auml;gt von einem Hin und Her, das die demokratischen Kr&auml;fte in der T&uuml;rkei immer weiter von Europa entfremdet hat und Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan heute die Mittel an die Hand gibt, innenpolitisch und au&szlig;enpolitisch daraus Kapital zu schlagen.<br>\nDie Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments ist nicht bindend. Und selbst wenn die EU-Kommission sich der Forderung anschlie&szlig;t, ist sie nicht in Kraft. Beitrittsgespr&auml;che k&ouml;nnen nur die EU-Mitgliedstaaten beenden. 16 der 28 nationalen Regierungen m&uuml;ssten einem entsprechenden Antrag zustimmen und zudem 65 Prozent der EU-B&uuml;rger vertreten. Eine solche Mehrheit ist nicht wahrscheinlich. Eine gemeinsame Linie der EU l&auml;sst sich nicht erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eu-beitritt-der-tuerkei-darum-ist-erdoan-das-parlaments-votum-egal-1.3263972\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Parlament fordert strategische Kommunikation gegen russische Propaganda<\/strong><br>\nDie EU sei n&auml;mlich gef&auml;hrdet, hei&szlig;t es in der Resolution des Parlaments, Propaganda &ldquo;verzerre Wahrheiten, sch&uuml;re Angst und Zweifel und wolle Europa spalten&rdquo; &ndash; Ein Blick in den Text<br>\nMan wei&szlig;, die Propaganda des einen ist die Wahrheit der anderen. Das ist so &auml;hnlich wie bei den Terroristen, die f&uuml;r die einen Freiheitsk&auml;mpfer sind und f&uuml;r die anderen eliminiert werden m&uuml;ssen. Das EU-Parlament hat nun wieder klar gemacht, dass Selbstreflexion keine sonderlich erw&uuml;nschte Eigenschaft ist, sondern dass Propaganda mit Propaganda ge- oder erschlagen werden soll. Deutlich wird, dass man offenbar Angst hat oder Angst sch&uuml;rt, dass die EU mit ihren Institutionen und Werten den Einfl&uuml;ssen von au&szlig;en nicht standhalten k&ouml;nnten, wenn sie nicht offensiv verteidigt werden.<br>\nMehrheitlich haben die Abgeordneten eine unverbindliche Resolution angenommen, die st&auml;rkere Gegenma&szlig;nahmen gegen Propaganda durch Russland und den Islamischen Staat fordert. Sonderlich &uuml;berzeugt waren aber viele Abgeordnete anscheinend nicht. 304 Abgeordneten stimmten f&uuml;r die Resolution, 179 dagegen und 208 enthielten sich. Russland und den IS damit gewisserma&szlig;en auf die gleiche Stufe zu stellen, ist selbst schon ein Versuch der strategischen Kommunikation.<br>\nSicherheitshalber droht das russische Au&szlig;enministerium schon mal wie bei den Wirtschaftssanktionen mit Gegenma&szlig;nahmen, wenn russische Medien in der Folge beschnitten w&uuml;rden. Russland werde damit weiter &ldquo;d&auml;monisiert&rdquo;, das Dokument sei &uuml;berladen mit Phobien, Fiktionen und Mythen. In der Resolution ist vom Abdrehen russischer Medien allerdings nicht die Rede. Wladimir Putin sieht in der Resolution, die er nicht kenne, eine Verschlechterung des Konzepts der Demokratie in Europa. Man wolle die Russen Demokratie lehren. Am besten sei eine &ldquo;offene Diskussion&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Parlament-fordert-strategische-Kommunikation-gegen-russische-Propaganda-3504412.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Uli Gellermann: EU-&bdquo;Anti-Propaganda&ldquo;-Beschluss &bdquo;lachhaft und idiotisch&ldquo;<\/strong><br>\nMit einer vom EU-Parlament am Mittwoch angenommenen Entschlie&szlig;ung warnen die Abgeordneten vor einer Gef&auml;hrdung der europ&auml;ischen Demokratie durch die russische &bdquo;Anti-EU-Propaganda&ldquo; und durch den IS. aus Russland? Sputnik hat nachgefragt bei dem Journalisten und Filmemacher Ulrich Gellermann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20161124313501166-eu-anti-propaganda-beschluss\/\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die wesentliche Komponente<\/strong><br>\nEiner der einflussreichsten Berliner Au&szlig;enpolitik-Think Tanks arbeitet an Pl&auml;nen zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU. Die Konfrontation zwischen beiden Seiten k&ouml;nne &ldquo;nicht f&uuml;r immer andauern&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Papier, das im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP) und des Russian International Affairs Council (RIAC) verfasst wurde: &ldquo;Fr&uuml;her oder sp&auml;ter&rdquo; m&uuml;ssten &ldquo;die Beziehungen zwischen Russland und der EU normalisiert werden&rdquo;. Im Detail zielt das Projekt darauf ab, einerseits zwar ein sp&uuml;rbares Ma&szlig; an Spannungen aufrechtzuhalten, solange Moskau sich den Weltordnungspl&auml;nen des Westens widersetzt, andererseits aber vor allem &ouml;konomisch wieder zu einer ungehinderten Abwicklung lukrativer Gesch&auml;fte zu gelangen; Letzteres sei &ldquo;die wesentliche Komponente&rdquo;. Ursache ist nicht zuletzt, dass China immer engere Wirtschaftsbeziehungen zu Russland kn&uuml;pft. Unklar ist, wie sich die Ann&auml;herung an Russland, die der k&uuml;nftige US-Pr&auml;sident Donald Trump angek&uuml;ndigt hat, mit den deutschen Pl&auml;nen vertr&auml;gt; unklar ist allerdings auch, ob Trump seine Ank&uuml;ndigungen &uuml;berhaupt gegen klar antirussische Kr&auml;fte in Washingtons Establishment durchsetzen k&ouml;nnen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59490\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die engstirnige Arroganz und Intoleranz von 141 &ouml;sterreichischen &Ouml;konomen setzt sich durch<\/strong><br>\nSage und schreibe 141 &ouml;sterreichische &Ouml;konomen haben einen offenen Brief an das Bildungsministerium unterzeichnet, das die Zensur eines Schuldbuchs fordert &ndash; mit Erfolg. Der unter &Ouml;konomen aufgef&uuml;hrte Christian Felber habe &bdquo;keine &ouml;konomische Ausbildung&ldquo; und seine Gemeinwohltheorie erf&uuml;lle nicht &ldquo;die &uuml;blichen Kriterien der Wissenschaftlichkeit&rdquo;. Ob diese reinbl&uuml;tigen &Ouml;konomen schon mal geschaut haben, was sogenannte &Ouml;konomienobelpreistr&auml;ger f&uuml;r Ausbildungen haben? (&hellip;)  Man findet dann einen Leonid Hurwicz (2007) der Mathe, Experimentalphysik und Piano studiert hat, Roger Myerson und Eric Maskin (auch beide 2007), die Mathe studiert haben. Elinor Ostrom (2009) hat Politik studiert, Alvin Roth (2012) Operations Research, Lloyd Shapley (2012) Mathe und Bengt Holmstr&ouml;m (2016) Mathe Physik, Statistik und Operations Research. Daneben gibt es noch vier, die Mathe, Physik oder Ingenieurwissenschaften studierten und immerhin noch ein Doktorandenstudium der &Ouml;konomie draufsetzten; getreu dem Motto: die wichtigste Voraussetzung f&uuml;r einen &Ouml;konomie-&ldquo;Nobelpreis&rdquo; ist die F&auml;higkeit eindrucksvolle mathematische Modelle basteln zu k&ouml;nnen. Das bisschen &Ouml;konomie das man daneben braucht, lernt man On-the-Job oder im Doktorandenstudium. Dass es in den Augen der Gro&szlig;inquisitoren von der Wirtschaftsuni Wien und ihrer Hilfsinquisitoren v&ouml;llig in Ordnung ist, wenn Mathematiker, Physiker und Ingenieurwissenschaftler den gr&ouml;&szlig;ten Preis der &Ouml;konomen dominieren, aber zu verdammen, wenn ein Geisteswissenschaftler unter die &Ouml;konomen gestellt wird, sagt sehr viel &uuml;ber das Selbstverst&auml;ndnis dieser Zunft aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/719-felber#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehr der Rechten<\/strong><br>\nKlasse, Scham und die Linken. Luxemburg Lecture von Didier Eribon *LIVESTREAM*<br>\nDie Veranstaltung wird auch im <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/livestream\">LIVESTREAM<\/a> &uuml;bertragen.<br>\nThis event will be broadcastet via LIVESTREAM.<br>\nKaum ein Buch hat in diesem Jahr so viel Aufmerksamkeit erregt wie Didier Eribons &laquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&raquo;. Angesichts der Wahlerfolge rechtspopulistischer Partien in vielen L&auml;ndern Europas trifft es den Nerv der Zeit: Warum w&auml;hlen gerade die &laquo;Abgeh&auml;ngten&raquo;, oft ehemals linke Stammw&auml;hler*innen, die Rechten? Eribons These ist schmerzlich: Die Linke habe sich abgewendet von der Klassenfrage und von den Arbeiter*innen selbst  &ndash; und damit den Aufstieg der Rechten m&ouml;glich gemacht.<br>\nDiese Entfremdung zeichnet Eribon in der eigenen Biographie nach: Bildungsaufstieg und schwule Emanzipation waren ihm nur durch die Verleugnung seiner Klassenherkunft m&ouml;glich. Er lenkt dabei den Blick auf die Wirkm&auml;chtigkeit sozialer Scham und die Widerspr&uuml;che der Selbstbehauptung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/event\/57001\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Martin Schulz ist die Anti-These zur AfD<\/strong><br>\nDeshalb m&ouml;gen ihn junge Menschen &ndash; obwohl er nach einer &auml;hnlichen Logik funktioniert. [&hellip;]<br>\nSchulz nutzt seine Position in der EU seit Jahren dazu, &bdquo;die dramatische soziale Ungerechtigkeit&ldquo; in Europa anzuprangern, Banken und Unternehmen f&uuml;r riskante Gesch&auml;ftsmodelle und Steuerhinterziehung zu kritisieren. Als EU-Parlamentspr&auml;sident sagte er: &bdquo;Wenn wir die Jugendarbeitslosigkeit nicht bek&auml;mpfen, wei&szlig; ich nicht, was aus der EU wird.&ldquo; Das k&ouml;nnte eigentlich auch eine Phrase sein &ndash; und klingt bei Schulz doch ehrlich besorgt. Weil man bei Schulz Kampfgeist raush&ouml;ren kann, wenn er solche Sachen sagt: &bdquo;Was wir als handelnde Politikergeneration diesen jungen Menschen schulden, sind kluge Ideen, Mut und rasches Handeln.&ldquo;<br>\nEs klingt nach Wut auf ein System, das junge und nicht-reiche Menschen benachteiligt. Und Wut ist ja etwas, das bislang leider nur Rechte glaubhaft f&uuml;r sich in Anspruch nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jetzt.de\/politik\/martin-schulz-ist-die-anti-these-zur-afd\">jetzt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zwicken Sie mich mal bitte. Das ist doch Satire. Oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ehemaliger Vizekanzler erh&auml;lt Nell-Breuning-Preis<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Arbeits- und Sozialminister und SPD-Chef M&uuml;ntefering erh&auml;lt den Oswald-von-Nell-Breuning-Preis der Stadt Trier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nachrichten-detail.447.de.html?drn:news_id=681338\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Oswald von Nell-Breuning d&uuml;rfte sich ob dieses Preistr&auml;gers wohl im Grabe umdrehen. Fassungslos d&uuml;rften auch diejenigen sein, die die Katholische Soziallehre hochachten, wenn sie lesen, dass M&uuml;nteferings politisches Wirken der Katholischen Soziallehre entspr&auml;che. Die Rente mit 67 Jahren und das dogmatische Festhalten an der Agenda 2010 k&ouml;nnen nicht gemeint sein. Damit w&uuml;rde die Lehre ad absurdum gef&uuml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Uli Hoene&szlig;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Der FC Bayern wird Uli willkommen hei&szlig;en&ldquo;<\/strong><br>\nUli Hoene&szlig; will sich nach verb&uuml;&szlig;ter Haftstrafe wieder zum Bayern-Pr&auml;sidenten w&auml;hlen lassen. Zuvor spricht Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge &uuml;ber den R&uuml;ckkehrer und seine Kritiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/bundesliga\/karl-heinz-rummenigge-spricht-im-interview-ueber-uli-hoeness-14535905.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die heile Welt des Uli Hoene&szlig;<\/strong><br>\nUli Hoene&szlig; hat f&uuml;r seine R&uuml;ckkehr als Pr&auml;sident des FC Bayern gro&szlig;e Pl&auml;ne, davon sollen vor allem die Basketballer profitieren. Bei den Fu&szlig;ballprofis muss er sich erst wieder behaupten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/fc-bayern-muenchen-uli-hoeness-und-der-basketball-dort-ist-seine-welt-noch-heil-a-1122977.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Muss man das verstehen? Wenn in Deutschland ein unbescholtener B&uuml;rger, der immer brav seine Steuern bezahlt hat, ohne eigenes Verschulden seinen Arbeitsplatz verliert, landet er sp&auml;testens nach 15 Monaten bei Hartz-IV und darf dann durch die Jobcenter gedem&uuml;tigt, erniedrigt und schikaniert werden. Ein millionenschwerer Steuerhinterzieher wird dagegen nicht nur durch die Justiz mit Samthandschuhen angefasst, sondern danach auch noch wie ein Held gefeiert. Das ist eine Verh&ouml;hnung jedes anst&auml;ndigen B&uuml;rgers dieses Landes.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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