{"id":36005,"date":"2016-11-28T08:37:11","date_gmt":"2016-11-28T07:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005"},"modified":"2016-11-28T14:03:04","modified_gmt":"2016-11-28T13:03:04","slug":"hinweise-des-tages-2762","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h01\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h02\">Programmbeschwerde zur Rentenberichterstattung von ARD-aktuell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h03\">Allein die Sozialdemokratie kann Europa vor den Nationalisten retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h04\">TiSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h05\">Noch mehr &bdquo;sch&ouml;pferische Zerst&ouml;rung&ldquo;? Wieso sich die Neoklassik mit der Eurokrise so schwer tut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h06\">Der ganz normale Irrsinn der Globalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h07\">Aufsicht kannte umstrittene Cum-Ex-Gesch&auml;fte schon 1992<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h08\">Lidl erh&ouml;ht den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h09\">Bahn will gegen Projektpartner klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h10\">Privatisierung der Autobahnen Verdi zeigt Schlupfl&ouml;cher im Koalitionsvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h11\">Frau von Kreml-Sprecher verst&ouml;rt mit KZ-Outfit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h12\">Washington Post Disgracefully Promotes a McCarthyite Blacklist From a New, Hidden, and Very Shady Group<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h13\">Kommt Edward Snowden nach Berlin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h14\">Israel in Flammen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h15\">Alles voll &ndash; alles still?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h16\">Syrien: Inszenierte Wirklichkeit auf Video<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36005#h17\">Fidel Castro<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Chef der Wirtschaftsweisen gibt zu: Seine Vorschl&auml;ge zur Rente kommen ohne Fachwissen aus<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, war am 24.11. bei Maybrit Illner um &uuml;ber die Rente zu diskutieren. In einem Einspielfilm wurde (ab Min. 29) das &ouml;sterreichische Rentensystem vorgestellt, das eine sehr viel bessere Rente gew&auml;hrt als das deutsche. Wie geht das?, war die Frage. Christoph Schmidt und die anderen Rentenk&uuml;rzungsexperten hatten keine Ahnung.<br>\nEs war eine Talkshow-Sternstunde, die Maybrit Illner da produzierte. Auf ihre Frage, warum in &Ouml;sterreich geht, was bei uns angeblich unm&ouml;glich ist und zum Zusammenbruch der Wirtschaft f&uuml;hren w&uuml;rde, sagte die SPD-Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer, die die K&uuml;rzungen im deutschen System im Gro&szlig;en und Ganzen verteidigte: &bdquo; Das kann ich jetzt auch ad hoc nicht nachvollziehen &hellip; (und) &hellip; es ist sehr schwer, solche Vergleiche abstrakt zu fassen.&ldquo; Deshalb wollte Illner von Paul Ziemiak von der Jungen Union wissen, warum wir ein System der gesetzlichen Rente (wie in &Ouml;sterreich) kaputt gemacht haben, wenn es vielleicht viel effizienter und einfacher w&auml;re, als das, was wir jetzt haben. Er hatte keine Antwort: &bdquo;Ich kann ihnen das jetzt nicht vorrechnen, warum &hellip;&ldquo;<br>\nDann kam der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph M. Schmidt, dran, die hartn&auml;ckig wiederholte Frage zu beantworten. Der Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Wirtschaft hat unter seiner &Auml;gide gerade erst wieder ein Jahresgutachten vorgelegt, nicht zum ersten Mal mit einem Kapitel zur Rente, in dem die vier arbeitgebernahen Weisen gegen ein gewerkschaftsnahes Minderheitsvotum f&uuml;r sp&auml;teren Renteneintritt, geringere gesetzliche Rente und mehr kapitalgedeckte Rente eintreten. Er muss es also wissen, warum das in &Ouml;sterreich mit der gesetzlichen Rente so gut funktioniert. Oder?<br>\n&bdquo;Ich glaube, dass Frau Dreyer schon recht hatte, als sie sagte, wir m&uuml;ssten schon mehr wissen &uuml;ber das &ouml;sterreichische System als die Zahlen, die wir hier vorliegen haben.&ldquo;<br>\nGanz recht, Herr Schmidt. Ein Sachverst&auml;ndigenrat, der jahrelang &uuml;ber dieses Thema scheinbar wissenschaftlich schreibt, sollte nicht nur, er MUSS sogar mehr wissen &uuml;ber dieses System. Tut er aber offenbar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/720-illner-schmidt#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Riester zu Nahles: Altersarmut trotz Rente<\/strong><br>\nDas Thema Rente wird im bevorstehenden Bundestagswahlkampf eine weit gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen als in der Vergangenheit &ndash; nicht zuletzt wegen der wachsenden Angst vieler Menschen vor Altersarmut, die auch unter der Gro&szlig;en Koalition nicht abgenommen hat. Dagegen k&ouml;nnte eine solidarische B&uuml;rger- oder Erwerbst&auml;tigenversicherung dieses Kardinalproblem der Gesellschaft nicht nur l&ouml;sen, sondern auch die politische Br&uuml;cke zwischen SPD, B&uuml;ndnisgr&uuml;nen und Linkspartei f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition nach der n&auml;chsten Bundestagswahl bilden &ndash; wenn denn die bisher nur an lockeren Gespr&auml;chsrunden beteiligten Parlamentarier der drei Fraktionen dies ernsthaft wollten.<br>\nSchlie&szlig;lich geh&ouml;rt die B&uuml;rgerversicherung im Gesundheitsbereich schon l&auml;nger zum Forderungskatalog aller drei Parteien &ndash; und das aus gutem Grund. Denn um die Renten zukunftssicher und armutsfest zu machen, reichen blo&szlig;e Sch&ouml;nheitsreparaturen wie in der Vergangenheit immer wieder unternommen und auch aktuell von Arbeitsministerin Andrea Nahles geplant, keinesfalls aus.<br>\nVielmehr muss der Kreis der Beitragszahler endlich erweitert werden: Nicht blo&szlig; (Solo-)Selbstst&auml;ndige m&uuml;ssten in die Rentenversicherung einbezogen werden, sondern auch Beamte, Abgeordnete und Minister. Auch erwachsene Nichterwerbst&auml;tige k&ouml;nnten einer Mindestbeitragspflicht unterworfen werden. F&uuml;r jene Personen, die den nach der Einkommensh&ouml;he gestaffelten Beitrag nicht entrichten k&ouml;nnen, m&uuml;sste der Staat einspringen.<br>\nAllenthalben wird prognostiziert, dass zuk&uuml;nftig immer mehr Seniorinnen und Senioren relative Armut droht. Um dem zu begegnen, muss das Solidar- gegen&uuml;ber dem &Auml;quivalenzprinzip gest&auml;rkt werden. Dazu w&auml;re eine starke An- bzw. gar die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung notwendig, wie es SPD-Generalsekret&auml;rin Katarina Barley vorgeschlagen hat. Denn warum muss die Solidarit&auml;t bei einem Monatseinkommen von 6200 Euro in West- und 5400 Euro in Ostdeutschland enden, wie das momentan der Fall ist? Wer mehr verdient, braucht f&uuml;r das &uuml;ber diesen Betrag hinausgehende Einkommen keine Rentenversicherungsbeitr&auml;ge zu entrichten &ndash; ebenso wenig wie sein Arbeitgeber. Die Schweiz macht vor, dass es auch anders geht und Spitzenverdienern deshalb nicht zwingend unangemessen hohe Renten gezahlt werden m&uuml;ssen: Dort ist die staatliche Rentenzahlung gedeckelt, obwohl auf das ganze Erwerbseinkommen Rentenbeitr&auml;ge f&auml;llig werden. Eine stark degressive Ausgestaltung der Leistungskurve entspr&auml;che viel eher dem bew&auml;hrten Modus bei Dienst- und Sachleistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung: Dort erh&auml;lt der Abteilungsleiter trotz seines h&ouml;heren Beitrages schlie&szlig;lich auch nicht mehr Grippetabletten als seine Sekret&auml;rin mit demselben Krankheitsbild.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/dezember\/von-riester-zu-nahles-altersarmut-trotz-rente%20\">Christoph Butterwegge in den Bl&auml;ttern<\/a><\/li>\n<li><strong>Hoffmann fordert Rentenniveau von 50 Prozent<\/strong><br>\nWenn das Rentenniveau wie geplant sinke, f&uuml;hre das zu einem Vertrauensverlust in die sozialen Sicherungssysteme, sagte DGB-Chef Hoffmann dem Tagesspiegel. Nichtstun treibe die Menschen in Richtung Rechtspopulismus. Zur Frage der Finanzierung meinte Hoffmann, man m&uuml;sse mit dem Unfug aufh&ouml;ren, Frauen deutlich schlechter zu bezahlen als M&auml;nner und den Niedriglohnsektor in Deutschland trocken legen. &ndash; Bundesarbeitsministerin Nahles sieht in ihrem Konzept ein Mindest-Rentenniveau von 46 Prozent im Jahr 2045 vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dgb-hoffmann-fordert-rentenniveau-von-50-prozent.447.de.html?drn:news_id=682104%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Norbert Bl&uuml;m h&auml;lt Nahles Rentenkonzept f&uuml;r nicht &uuml;berzeugend<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Bundesarbeitsminister Norbert Bl&uuml;m h&auml;lt das von Amtsnachfolgerin Andrea Nahles geforderte Mindest-Rentenniveau von mindestens 46 Prozent f&uuml;r unzureichend. Die Rente m&uuml;sse h&ouml;her sein als die Grundsicherung, sonst verliere das System seine Legitimit&auml;t, sagte Bl&uuml;m dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nahles hatte gestern ihr langfristiges Rentenkonzept vorgestellt. Darin forderte sie unter anderem, dass das Niveau von heute rund 48 Prozent nicht unter 46 Prozent absinken d&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/ticker\/Norbert-Bluem-haelt-Nahles-Rentenkonzept-fuer-nicht-ueberzeugend-article19188501.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Rente soll gesamtkonzeptionell verbessert werden. Aber welche Rente? Und der gro&szlig;en Koalition geht die Puste aus beim Anblick der wirklich gro&szlig;en Baustellen im Alterssicherungssystem<\/strong><br>\nAm Abend des 24. November 2016 haben die Spitzen der gro&szlig;en Koalition in Berlin &uuml;ber das f&uuml;r sie angesichts des anstehenden Wahlkampfs sicher mehr als leidige Renten-Thema gekrei&szlig;t und herausgekommen ist &ndash; nicht wirklich &uuml;berraschend &ndash; eine rentenpolitische Maus der Gemeinsamkeiten. Beim abendlichen Treffen wurden Ma&szlig;nahmen vereinbart, die (noch) umgesetzt werden sollen in der laufenden Legislaturperiode und teilweise schon auf den gesetzgeberischen Weg gebracht worden sind: Zum einen der Ausbau der Betriebsrenten (Sozialpartnermodell und Steuerzuschuss f&uuml;r Geringverdiener, dazu liegt mit dem Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz bereits ein Entwurf vor). Es geht um die St&auml;rkung der (hoch umstrittenen) Kapitaldeckung innerhalb des Alterssicherungssystems. Entsprechend soll es auch Anpassungen geben bei der F&ouml;rderung der Riester-Rente. Hier ist vereinbart worden, im Rahmen des Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetzes die Grundzulage der Riester-F&ouml;rderung anzuheben, also die F&ouml;rderung aus Steuermitteln auszubauen sowie die Doppelverbeitragung bei betrieblichen Riester-Vertr&auml;gen aufzuheben. Hinzu kommt eine geplante Privilegierung der privaten Altersvorsorge im Sinne der Gew&auml;hrung von Freibetr&auml;gen, falls man auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sein sollte. Und sonst? Vereinbart wurde eine Verl&auml;ngerung der Zurechnungszeit bei Erwerbsminderungsrenten von heute 62 auf 65 Jahre. Und schlussendlich soll es eine Angleichung der Renten in Ost und West geben &ndash; in sieben Schritte bis 2025. Das war&rsquo;s. Und das Rentenniveau? Und die Bek&auml;mpfung der Altersarmut?<br>\nDurchaus konsequent sind dann solche Schlagzeilen: Arbeitgeber loben Rentenkompromiss: &ldquo;Es ist bemerkenswert, wie die gro&szlig;e Koalition dem Populismus trotzt und versucht, Ruhe in das komplizierte Thema Rente zu bringen&rdquo;, wird Gesamtmetall-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Oliver Zander zitiert. Ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;te Gesamtmetall die Pl&auml;ne zur St&auml;rkung der Betriebsrenten. &ldquo;Ein konstruktives, gr&uuml;ndliches, aber z&uuml;giges Gesetzgebungsverfahren ist dabei unser Wunsch.&rdquo;<br>\nUnd die Verbesserungen wenigstens f&uuml;r die Erwerbsminderungsrentner? Da muss man dann wieder genauer hinschauen: Sie sollen im Zeitraum zwischen 2018 und 2024 erfolgen. Die bestehenden Abschl&auml;ge bleiben unver&auml;ndert.<br>\nEin &auml;hnliches Muster bei der Angleichung der Renten in Ost und West. Ministerin Nahles wollte diese urspr&uuml;nglich in zwei Schritten und schneller erreichen, der nun gefundene Kompromiss aber zieht den Angleichungsprozess wie Kaugummi in die L&auml;nge. Die Angleichung soll 2025 erreicht sein und der Prozess dahin &ndash; in nunmehr sieben Einzelschritten &ndash; soll erst 2018 beginnen. Zeit kaufen, nennt man das dann wohl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/11\/255.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><strong>Generation Y, rebelliert endlich gegen den Rentenirrsinn!<\/strong><br>\nSeit Jahren alimentiert die Politik die Alten. Aber f&uuml;r die Generation der heute 20- bis 40-J&auml;hrigen wird es d&uuml;ster aussehen. Dennoch glauben sie an die Rentenversicherung. Wacht endlich auf!<br>\nEin Freund pr&auml;sentierte k&uuml;rzlich seinen Rentenbescheid. Wenn er in Rente geht, um das Jahr 2047, erh&auml;lt er monatlich 994,98 Euro. &bdquo;Was soll ich jetzt machen, mich erschie&szlig;en?&ldquo;, fragte er. Was sollte man ihm antworten? Er arbeitet seit Jahren als festangestellter Werbetexter. Er hat eine weitgehend l&uuml;ckenlose Erwerbsbiografie. 994,98 Euro, das bedeutet Altersarmut.<br>\nUnd es gibt nicht das geringste Indiz daf&uuml;r, dass sich an seiner Situation etwas verbessert. Denn j&uuml;ngst profilierte sich die Bundesregierung schon wieder auf Kosten der Jungen: Bis 2025 bekommen die Rentner in Ostdeutschland sechs Prozent mehr.<br>\nDarunter werden diejenigen leiden, die jetzt im Osten berufst&auml;tig sind, denn sie m&uuml;ssen wegen solcher Wohltaten f&uuml;r die jetzigen Rentner sp&auml;ter mit Einschr&auml;nkungen bei der eigenen Altersversorgung rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article159799519\/Generation-Y-rebelliert-endlich-gegen-den-Rentenirrsinn.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Aufhetzen von Jung gegen Alt geht unvermindert weiter. Dabei gebe ich der WELT sogar Recht, da&szlig; die Jungen protestieren und anders w&auml;hlen m&uuml;&szlig;ten. Nur eben anders herum: wenn der beschriebene Werbetexter auf 1.000 Euro Rente zustrebt, dann mu&szlig; er sich stattdessen vor allem f&uuml;r viel h&ouml;here L&ouml;hne und ein deutlich h&ouml;heres Niveau bei der gesetzlichen Rente einsetzen. Die Gegner einer solchen besseren Politik stehen aber im Arbeitgeberlager und in den regierenden Parteien.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Programmbeschwerde zur Rentenberichterstattung von ARD-aktuell<\/strong><br>\nSehr geehrte Damen und Herren,<br>\ndie Behauptung, es gebe ein demografisch bedingtes Rentenproblem, das nur mittels Beitragserh&ouml;hungen oder Leistungsabsenkungen zu l&ouml;sen sei, ist eine L&uuml;ge. Sie kann sich nur dank tatkr&auml;ftiger Mitwirkung der Staats- und der korporierten Massenmedien am Leben halten, ihr wichtigster Verbreiter ist ARD-aktuell. St&auml;ndige Wiederholung macht sie zwar nicht faktisch wahr, aber sie blockiert einen breiten gesellschaftlichen Diskurs: dar&uuml;ber, dass das gegenw&auml;rtige Rentenproblem gewollt ist und &uuml;ber lange Jahre absichtlich herbeigef&uuml;hrt wurde.<br>\nUnsere Programmbeschwerde richtet sich konkret gegen den j&uuml;ngsten ARD-aktuell-Beitrag zur Stabilsierung des L&uuml;gengeb&auml;udes. Wieder einmal berichtet die Redaktion unvollst&auml;ndig, einseitig und desinformativ &uuml;ber das Problem der Rente, ganz im Sinne der Bertelmannstiftung und der kommerziellen Versicherungs-Lobby. Unterschlagen werden, wie gewohnt, gegenl&auml;ufige Informationen, die f&uuml;r eine umfassende Darstellung erforderlich w&auml;ren und dem Publikum ein angemessenes Verst&auml;ndnis der komplexen Problematik erst erm&ouml;glichen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/forum\/viewtopic.php?f=44&amp;t=1637&amp;p=5758#p5758\">St&auml;ndige Publikumskonferenz der &ouml;ff.-rechtl. Medien<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die ARD, vor allem ARD aktuell besteht wohl aus einer Versammlung von auf T&auml;uschung spezialisierten Journalisten. Oder sie verstehen nicht, wor&uuml;ber sie berichten und kommentieren. Das kann bei diesem Thema sogar zutreffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Allein die Sozialdemokratie kann Europa vor den Nationalisten retten<\/strong><br>\nKeine regierungsf&auml;hige Partei bietet den revoltierenden W&auml;hlern eine Alternative an. Nur die Sozialdemokratie klingt manchmal so, als h&auml;tte sie verstanden. (&hellip;)<br>\nMit dem Blick auf die &bdquo;Neue Mitte&ldquo; nahmen sie den Kampf gegen deren antisoziale Logik gar nicht erst auf, sondern setzen sich lieber an die Spitze des Zuges. Bill Clinton, Tony Blair, Gerhard Schr&ouml;der und alle ihre Nachahmer wurden selbst zu Wegbereitern eines z&uuml;gellosen Neoliberalismus. Erinnert sei da nur an das Laisser-faire f&uuml;r Investmentbanken, die Einf&uuml;hrung des Arbeitszwangs f&uuml;r Arbeitslose ohne Lohnuntergrenze oder das Adelsprivileg f&uuml;r Deutschlands Superreiche durch Befreiung der Konzernerben von der Erbschaftssteuer. Am Ende f&uuml;hrte all das geradewegs in die soziale Spaltung &ndash; und den Niedergang der Sozialdemokratie.<br>\nUnd das ist eine Trag&ouml;die. Denn wer, wenn nicht Sozialdemokraten, k&ouml;nnten aus ihrer Geschichte heraus glaubw&uuml;rdig den Kampf f&uuml;r ein soziales und solidarisches Europa f&uuml;hren? Nur sie k&ouml;nnen so verhindern, dass Europa erneut in den Abgrund des Nationalismus st&uuml;rzt. Und entweder im Guten oder im Schlechten, die deutsche SPD wird dabei eine f&uuml;hrende Rolle einnehmen.<br>\nManchmal klingt Sigmar Gabriel auch so, als habe er das verstanden, wenn er statt der von Angela Merkel propagierten marktkonformen Demokratie &bdquo;demokratiekonforme M&auml;rkte&ldquo; fordert. Oder wenn er verspricht, die SPD m&uuml;sse &bdquo;deutlich machen, dass ein f&uuml;r alle Mal Schluss ist mit der Herrschaft des Neoliberalismus&ldquo; und die Schulen &bdquo;die Kathedralen unseres Landes sein sollten, nicht die B&uuml;rot&uuml;rme der Banken&ldquo;. (&hellip;)<br>\nSanders scheiterte nicht an den W&auml;hlern, sondern am Widerstand des Partei-Establishments. Hoffentlich machen die SPD und ihre Schwesterparteien in Europa nicht den gleichen Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/globalisierungskritik-allein-die-sozialdemokratie-kann-europa-vor-den-nationalisten-retten\/14897048.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass Harald Schumann zu optimistisch schreibt &ndash; vor allem mit Blick auf die deutsche SPD? Mal abgesehen davon, dass ein deutscher Corbyn oder Sanders fehlt: Kann wirklich die Sozialdemokratie allein Europa &ndash; oder zumindest Deutschland &ndash; vor den Nationalisten retten? Braucht sie nicht wenigstens ein oder zwei Koalitionspartner?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>TiSA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Datensch&uuml;tzer Caspar warnt vor Tisa-Abkommen<\/strong><br>\nDer Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnt davor, dass das derzeit verhandelte Dienstleistungsabkommen Tisa Datenschutzbestimmungen aushebeln k&ouml;nnte.<br>\n&ldquo;Im Grunde ist hier vieles ein Frontalangriff auf das, was wir &ouml;ffentlich in mehr als drei Jahren diskutiert haben&rdquo;, vergleicht Caspar Tisa-Inhalte mit der Verabschiedung der europ&auml;ischen Datenschutzgrundverordnung wie auch die Diskussion &uuml;ber den sogenannten Privacy-Shield. Letztere Vereinbarung sieht ein Mindestma&szlig; an Datenschutz f&uuml;r EU-B&uuml;rger beim Datenaustausch mit den USA vor und war bereits von Datensch&uuml;tzern als zu wenig weitgehend kritisiert worden. (&hellip;)<br>\nDem Hamburger Datenschutzbeauftragten zufolge droht bei Umsetzung der Freihandelsregelungen ein R&uuml;ckschritt. Bereits errungene Bestimmungen w&uuml;rden durch intransparente Verhandlungen wieder zur&uuml;ckgedreht. Die EU-Mitgliedstaaten seien gut beraten, die bisher bekannten Bedingungen von Tisa nicht zu akzeptieren. Beispielsweise geht aus den vorliegenden Dokumenten hervor, dass jeder Staat zwar eigene Datenschutzbestimmungen haben k&ouml;nne, diese aber keine Handelshemmnisse oder &ldquo;nicht zu rechtfertigende Diskriminierung&rdquo; gegen&uuml;ber anderen Staaten darstellen d&uuml;rften. Das er&ouml;ffne einen Wettlauf um die niedrigsten Standards.<br>\nAusl&auml;ndische Provider gegen&uuml;ber nationalen Anbietern nicht zu diskriminieren, sei nicht das Problem, sagt Caspar. In der Praxis ergebe sich umgekehrt die Schwierigkeit, gerade bei US-Anbietern durchzusetzen, dass sie die gleichen Standards wie nationale Anbieter einhalten. Sollten aber in Datenschutzbelangen geringere Standards als die der EU zur Anwendung kommen, w&uuml;rden die Rechte von EU-B&uuml;rgern ausgeh&ouml;hlt werden.<br>\nSo sei der Vorschlag, wonach Vertragstaaten die Diensteanbieter nicht von der &Uuml;bermittlung von Daten in Drittstaaten abhalten d&uuml;rften, wenn dies im Verlauf des Dienstes geschehe, weder mit EU-Datenschutzrecht noch mit der europ&auml;ischen Grundrechtecharta vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/tisa-verhandlungen-johannes-caspar-warnt-vor-aufweichung-von-eu-recht-a-1123074.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktivisten machen Front gegen TiSA<\/strong><br>\nTTIP, CETA und jetzt TiSA: Die Kritik an internationalen Handelsabkommen rei&szlig;t nicht ab. Greenpeace und netzpolitik.org bef&uuml;rchten, dass mit dem geplanten Trade in Services Agreement &uuml;ber den Austausch von Dienstleistungen europ&auml;ische Datenschutz- und Verbraucherrechte gef&auml;hrdet werden. Sie haben Einblick in vertrauliche Dokumente bekommen.<br>\nDie Abk&uuml;rzung TiSA steht f&uuml;r Trade in Service Agreement. Das Abkommen zur Liberalisierung des Handels mit Dienstleistungen wird seit drei Jahren von 23 Parteien verhandelt, darunter die EU und die USA. TiSA ist bei Kritikern ebenso umstritten wie die Handelsabkommen TTIP und CETA. Die Umweltorganisation Greenpeace sieht Standards im Datenschutz massiv gef&auml;hrdet. Nicht zum ersten Mal wurden Greenpeace Textseiten aus einer der nicht &ouml;ffentlichen Verhandlungsrunden zugespielt. Was den gesamten Verhandlungsprozess angeht, spricht Alexander Dix, der viele Jahre lang Datenschutzbeauftragter in Brandenburg und Berlin war, von einer unvorstellbaren Geheimniskr&auml;merei:<br>\n&ldquo;Hier geht es im Prinzip erst mal um ein Handelsabkommen. Aber ich bef&uuml;rchte, dass das, was Europa sich gerade in einem sehr langsamen und m&uuml;hsamen Prozess erarbeitet hat, und worauf man sich verst&auml;ndigt hat, das Menschenrecht auf Datenschutz, dass das hier wirtschaftlichen Interessen geopfert wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/internationales-dienstleistungsabkommen-aktivisten-machen.697.de.html?dram:article_id=372353\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Noch mehr &bdquo;sch&ouml;pferische Zerst&ouml;rung&ldquo;? Wieso sich die Neoklassik mit der Eurokrise so schwer tut<\/strong><br>\nNach sechs Jahren mit weitgehender Stagnation in der Eurozone und schwachem Wachstum in den USA kann man nicht mehr von einem &bdquo;tempor&auml;ren Schock&ldquo; reden. Es geht offensichtlich um tieferliegende Probleme.<br>\nNeoklassische Grundlagen: Der langfristige Wachstumspfad<br>\nIn einer der &uuml;blichen Vorlesung zum Master in Volkswirtschaftslehre bekommt man Wachstumsmodelle erkl&auml;rt. Hier versucht man zu erkl&auml;ren, wie schnell oder langsam sich eine Volkswirtschaft &uuml;ber lange Zeitr&auml;ume entwickeln wird.<br>\nLangfristiges Wachstum h&auml;ngt in der einfachen Variante von dem realen Kapitalstock (Maschinen etc.) und der Menge der eingesetzten Arbeit ab. In weiterf&uuml;hrenden Modellen gibt es dann auch technologischen Fortschritt, der die Arbeitsproduktivit&auml;t oder die Produktivit&auml;t des eingesetzten Kapitals pro Einheit erh&ouml;ht. Typischerweise braucht man daf&uuml;r guten Wettbewerb und flexible Arbeitsm&auml;rkte.<br>\nAus verschiedenen Annahmen kann man mathematisch einen langfristigen Wachstumspfad herleiten, also beispielsweise einen Pfad, auf dem die Wirtschaft um 3% j&auml;hrlich w&auml;chst. Der langfristige Wachstumspfad h&auml;ngt im Prinzip von angebotsseitigen Strukturen ab: Eine (mathematisch formulierte) Produktionsfunktion benutzt die Faktoren Arbeit und Kapital, um in irgendeiner Weise G&uuml;ter und Dienstleistungen herzustellen.<br>\nDie produzierten G&uuml;ter werden entweder konsumiert oder wieder investiert. Wenn vermehrt konsumiert wird, muss im gleichen Jahr weniger investiert werden und anders herum. Auf Makroskop hatten wir jedoch &ouml;fters darauf hingewiesen, dass h&ouml;herer Konsum mehr Investitionen schaffen kann, weil Firmen positiv auf die Nachfrage reagieren. Innerhalb des einfachen neoklassischen Modells ist dies allerdings nicht m&ouml;glich, da die zentrale Rolle der Geldsch&ouml;pfung, n&auml;mlich die zus&auml;tzliche Nachfrage in einer wachsenden Wirtschaft zu erm&ouml;glichen, ignoriert wird. Unterauslastung der Produktion oder wachsende Lagerbest&auml;nde, die aufgrund von fehlender Nachfrage entstehen k&ouml;nnten, kommen in den grundlegenden Modellen erst einmal nicht vor. Statt dessen nimmt man im Sinne des Gesetzes von Say an, dass sich das Angebot seine Nachfrage selbst schafft (dazu mehr auf Makroskop hier und hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/noch-mehr-schoepferische-zerstoerung-wieso-sich-die-neoklassik-mit-der-eurokrise-schwer-tut\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der ganz normale Irrsinn der Globalisierung<\/strong><br>\nIn einer Reportage schildert die ZEIT die konkreten Folgen der Globalisierung. Traurige Pointe: Der Irrsinn wird uns als Erfolgsgeschichte verkauft.<br>\nWas macht ein gutes, gesundes Leben aus? Mit treusorgenden Eltern f&auml;ngt es an, Geschwister und Spielkameraden gegen die Langweile, sp&auml;ter eine erf&uuml;llende Arbeit, Kollegen, ein Dach &uuml;ber dem Kopf, gutes Essen, soziale Sicherheit und Rhythmus, Tag und Nacht, Ostern und Weihnachten, Dinge, an denen man sich festhalten kann. Und was von alledem interessiert die &Ouml;konomen?<br>\nEin steigendes BIP pro Kopf, eine tiefe Arbeitslosenquote und nat&uuml;rlich &ndash; Wettbewerbsf&auml;higkeit. Wo k&auml;me man ohne sie hin?<br>\nNach all diesen Kriterien sind die Philippinen top. Das BIP pro Kopf ist in den letzten f&uuml;nf Jahren um fast 25% gestiegen, w&auml;hrend die Arbeitslosenquote auf 5,4 Prozent gesunken ist. Und all das verdanken die Philippinen einen grandiosen Sieg im globalen Wettbewerb um Standorte f&uuml;r Callcenter, oder Business-Process-Outsourcing, wie man das heute nennt. &bdquo;In den letzten zehn Jahren&ldquo;, so lesen wir in der ZEIT, &bdquo;wuchs diese Branche 20 bis 30% pro Jahr. Heute besch&auml;ftigt sie 1,3 Millionen Menschen.&ldquo; Ja, das sind so die Geschichten, die Wirtschaftsjournalisten von den Segnungen der Globalisierung tr&auml;umen lassen. Doch die &bdquo;ZEIT&ldquo; [1] hat genauer hingeschaut:<br>\nUm 1 Uhr in der Nacht wacht Agnes Ting (26) in ihrem Einzimmerapartment  in einem Au&szlig;enbezirk von Manila auf. Ihre zwei Kinder leben bei den Gro&szlig;eltern. Um 3 Uhr f&auml;ngt ihre Schicht beim US-Buchh&auml;ndler &bdquo;Barnes and Noble&ldquo; an. In New York ist es jetzt 14 Uhr. Ting l&auml;uft durch die Tischreihen zu ihrer etwa einen Meter breiten Box. Bildschirm, Computermaus, Headset. &Uuml;ber ihr eine Kamera, die sie und Kollegen &uuml;berwacht. Kollegen? W&auml;re dem Reporter ein Gespr&auml;ch oder auch nur ein Gru&szlig; aufgefallen, h&auml;tte er es vermutlich erw&auml;hnt. Ein Bild zeigt Agnes einsam an einem Kaffeeautomaten. Noch nicht einmal mit einem Kunden am Telefon darf sie lange plaudern, sonst w&uuml;rde sie von der Kontrollstelle &bdquo;markiert&ldquo;, wie das hier hei&szlig;t. F&uuml;r Angestellte, die sich keine Zweitwohnung in der Stadt leisten k&ouml;nnen oder wollen, gibt es Schlafr&auml;ume. Schwache Neonfunzlen, doppelst&ouml;ckige Pritschen, so weit das Auge im Halbdunkel reicht. Das Halbdunkel wird gen&uuml;tzt. Engen K&ouml;rperkontakt gibt es sonst nur in den &uuml;berf&uuml;llten Bussen. Ting verdient pro Monat rund 600 Dollar, das Durchschnittsgehalt der Angestellten in den Callcentern schwankt zwischen 250 und 700 Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/der-ganz-normale-irrsinn-der-globalisierung\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aufsicht kannte umstrittene Cum-Ex-Gesch&auml;fte schon 1992<\/strong><br>\nSeit einem Vierteljahrhundert wissen Beh&ouml;rden, dass Banken und Investoren mit geschickten Aktiengesch&auml;ften den Fiskus schr&ouml;pfen. Das zeigt nach SPIEGEL-Informationen ein jetzt entdecktes Papier.<br>\nDie heftig umstrittenen sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;fte, die den deutschen Fiskus mehr als zehn Milliarden Euro gekostet haben sollen, gab es schon weit l&auml;nger als bislang angenommen. Nach SPIEGEL-Informationen geht dies aus einem Bericht der Landeszentralbank in Hessen aus dem September 1992 hervor. Die Landeszentralbanken waren damals Hauptverwaltungen der Bundesbank &ndash; und somit Teil der Aufsicht. (&hellip;)<br>\nDieser Bericht befasst sich mit verschiedenen Spielarten von Aktiengesch&auml;ften, die steuerliche Vorteile bezwecken und rund um den Tag stattfinden, an dem Konzerne ihre Dividende an Aktion&auml;re aussch&uuml;tten. In dem Bericht hei&szlig;t es, &ldquo;die bewusste Produktion von Steuerbescheinigungen&rdquo; ziele darauf ab, &ldquo;Erstattungsanspr&uuml;che f&uuml;r Steuern zu erlangen, die &uuml;berhaupt nicht gezahlt wurden&rdquo;. Im Folgenden wird jene Praxis beschrieben, die heute als Cum-Ex-Gesch&auml;ft bekannt ist und Steuerbescheinigungen &ldquo;aus dem Nichts produziert&rdquo;, wie es in dem Bericht hei&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/cum-ex-deals-aufsicht-kannte-umstrittenes-steuer-loch-schon-1992-a-1123076.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lidl erh&ouml;ht den Mindestlohn<\/strong><br>\nAufs n&auml;chste Fr&uuml;hjahr k&ouml;nnen sich viele Lidl-Mitarbeiter jetzt schon freuen: f&uuml;r rund 20.000 von ihnen wird es mehr Geld geben, also f&uuml;r jeden vierten Lidl-Besch&auml;ftigten in Deutschland. Profitieren werden vor allem die Mitarbeiter am unteren Ende der Einkommensskala. F&uuml;r sie wird der Lidl-interne Mindestlohn vom 1. M&auml;rz an von bisher 11,50 Euro auf 12 Euro angehoben. Der Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn wird dabei noch einmal gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/lidl-erhoeht-mindestlohn-im-fruehjahr-2017-auf-12-euro-14543535.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Was waren noch die Forderungen der Gewerkschaften? 10,50&euro;\/Stunde mindestens und was hatten die Arbeitgeber erwidert? Unfinanzierbar &ndash; Arbeitspl&auml;tze im Niedriglohnsektor gehen verloren. Muss erst ein Discounter klar stellen, dass alles nicht stimmt?<\/em><br>\n<em>Man k&ouml;nnte fast denken, die Gewerkschaften sind mit Maulw&uuml;rfen der Arbeitgeber durchsetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bahn will gegen Projektpartner klagen<\/strong><br>\nDie Bahn will noch in diesem Jahr Klage gegen ihre S21-Projektpartner einreichen. Ziel ist es, dass sich Land, Stadt, die Region Stuttgart und der Flughafen an den Mehrkosten von zwei Milliarden Euro beteiligen.<br>\nDer Bahnvorstand sagte dem SWR, man werde formal am kommenden Dienstag &uuml;ber die Klage entscheiden. Der baden-w&uuml;rttembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr&uuml;ne) bekr&auml;ftigte am Freitag erneut, dass das Land nicht bereit ist, sich an Mehrkosten f&uuml;r das Bahnprojekt zu beteiligen. Hermann sagte dem SWR, das Land leiste seinen auf 930 Millionen Euro begrenzten Kostenbeitrag freiwillig. Wenn die Bahn gegen die S21-Finanzierungsvertr&auml;ge klagen sollte, bleibe abzuwarten, wie Juristen das beurteilten.<br>\nAm Donnerstag hatte Hermann aber auch betont, dass eine Klage die Zusammenarbeit mit der Bahn generell und bei Stuttgart 21 nicht st&ouml;ren d&uuml;rfe. Diesbez&uuml;glich zeigte sich der Minister zuversichtlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/streit-um-mehrkosten-von-stuttgart-21-bahn-will-gegen-projektpartner-klagen\/-\/id=1622\/did=18543474\/nid=1622\/1cjo7zs\/\">SWR<\/a>\n<p><strong>Dazu: Milliardenloch bei S 21 kommt vor Gericht<\/strong><br>\nAktionsb&uuml;ndnis kommentiert Klage der Bahn gegen ihre Projektpartner<br>\nDie Ank&uuml;ndigung der Deutschen Bahn AG, ihre Projektpartner bei Stuttgart 21 anteilig noch dieses Jahr wegen Mehrkosten von zwei Milliarden Euro zu verklagen, zeigt nach Auffassung des Aktionsb&uuml;ndnisses die &bdquo;weggefallene Gesch&auml;ftsgrundlage&ldquo; des Projekts. B&uuml;ndnissprecher Eisenhart von Loeper verweist auf den &bdquo;tiefen Riss, der das Projekt durchzieht, die Grundlage ersch&uuml;ttert und laut Bundesrechnungshof mit nicht finanzierten weiteren drei Milliarden Euro ins Bodenlose reicht&ldquo;. Die Projektpartner Stadt und Land st&uuml;nden jetzt in der &bdquo;peinlichen Lage&ldquo;, erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen, warum sie sich an dem Projekt noch beteiligen, obwohl ein nicht finanziertes Projekt nicht gef&ouml;rdert werden d&uuml;rfe.<br>\nSicher sei die f&uuml;r die &Uuml;berschreitung der Kostenobergrenze von 4,5 Milliarden Euro g&uuml;ltige &bdquo;Sprechklausel&ldquo; des Finanzierungsvertrags keine &bdquo;Zahlklausel&ldquo;. Das Gericht werde aber auch entscheiden m&uuml;ssen, ob aus der Weiterbeteiligung der Projektpartner am Projekt eine Nachschusspflicht abzuleiten sei (sprichw&ouml;rtlich &bdquo;mitgegangen, mitgehangen&ldquo;).<br>\nDer Bahn-Aufsichtsrat hatte schon im M&auml;rz 2013 den damals durch politischen Druck bewirkten Weiterbau-Beschluss zu S 21 an die Bedingung gekoppelt, die von Bahnchef R&uuml;diger Grube bescheinigte Unwirtschaftlichkeit dieses Projekts mit einer Klage gegen die Projektpartner wett zu machen, wenn die Verhandlungen scheitern sollten.Die Landeshauptstadt Stuttgart habe, so von Loeper, bis zuletzt f&auml;lschlich so getan, als k&ouml;nne sie nicht verklagt werden. Allerdings habe sich auch die Bahn darin get&auml;uscht, mit der neuen Landesregierung wegen einer Kostenbeteiligung leichtes Spiel zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/milliardenloch-bei-s-21-kommt-vor-gericht\/\">K21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Privatisierung der Autobahnen Verdi zeigt Schlupfl&ouml;cher im Koalitionsvertrag<\/strong><br>\nDie schwarz-rote Koalition muss bei der geplanten Gr&uuml;ndung einer Fernstra&szlig;engesellschaft des Bundes weiterhin mit Widerstand von Seiten der Gewerkschaften und der L&auml;nder rechnen. Das machten am Freitag der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske und der baden-w&uuml;rttembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr&uuml;ne) in Berlin deutlich.<br>\nSie beklagten, dass entgegen der Darstellung der Regierung eine Teilprivatisierung von Autobahnen keineswegs vom Tisch sei: &Uuml;ber die Gr&uuml;ndung von Tochterfirmen oder Regional-Ablegern k&ouml;nnte die neue Firma in Zukunft sehr wohl private Investoren wie Banken oder Versicherungen mit an Bord holen. Das ergebe sich aus den Textentw&uuml;rfen f&uuml;r die bevorstehenden Gesetzes&auml;nderungen, die ihnen gerade zugegangen seien. (&hellip;)<br>\nBsirkse und Hermann warfen der Regierung am Freitag vor, ihre Pl&auml;ne im Hauruck-Verfahren und ohne ausreichende Beteiligung der &Ouml;ffentlichkeit umsetzen zu wollen: L&auml;nder und Gewerkschaften h&auml;tten die einschl&auml;gigen Gesetzentw&uuml;rfe erst am Donnerstag erhalten &ndash; mit der Aufforderung, ihre Stellungnahmen bis zum kommenden Montag abzugeben und &uuml;ber den ganzen Vorgang Stillschweigen zu bewahren.<br>\nHermann warnte davor, dass die neue Fernstra&szlig;engesellschaft des Bundes &bdquo;eine neue Gro&szlig;beh&ouml;rde &agrave; la Eisenbahn-Bundesamt&ldquo; werden k&ouml;nne &ndash; &bdquo;nur Potenz 10&ldquo;. Bsirske forderte, dass bei der Gr&uuml;ndung der neuen Firma auch die Interessen der Besch&auml;ftigten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssten, die in das neue Bundesunternehmen wechseln. Insgesamt seien in der Fernstra&szlig;enverwaltung in Deutschland rund 30.000 Menschen besch&auml;ftigt, sagte der Verdi-Chef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/privatisierung-der-autobahnen-verdi-zeigt-schlupfloecher-im-koalitionsvertrag-25171396?dmcid=f_msn_web\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar sind die gr&uuml;nen Herren Bsirske und Hermann nicht grunds&auml;tzlich gegen das geplante Vorhaben der schwarz-roten Bundesregierung. Die Bedingungen m&uuml;ssen nur stimmen. Eine echte Ablehnung des Projekts sieht jedenfalls anders aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frau von Kreml-Sprecher verst&ouml;rt mit KZ-Outfit<\/strong><br>\nEs sei eine Hommage an ihren Lieblingsfilm gewesen: Die russische Eiskunstt&auml;nzerin Tatjana Nawka hat mit einem Auftritt f&uuml;r Aufregung gesorgt. Auf dem Eis trug sie gestreifte KZ-Kluft samt Davidstern.<br>\nDie russische Eiskunstt&auml;nzerin Tatjana Nawka, 41, zugleich Frau von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, sorgt kost&uuml;miert als KZ-Gefangene f&uuml;r Streit. Ihre Eistanznummer in gestreifter KZ-Kluft mit gelbem Davidstern wurde am Samstag in der Show &bdquo;Ice Age&ldquo; im Ersten Kanal des russischen Fernsehens ausgestrahlt.<br>\nAls der Clip sich im Internet verbreitete, warfen ihr viele entr&uuml;stete Nutzer Dummheit oder Zynismus vor. Vor allem russische Zuschauer lobten sie dagegen. Nawka selbst stellte Bilder des Auftritts auf Instagram und schrieb: &bdquo;Das ist eine meiner Lieblingsnummern. Nach Motiven aus einem meiner Lieblingsfilme, ,Das Leben ist sch&ouml;n&lsquo;. Die Tragikom&ouml;die des italienischen Regisseurs Roberto Benigni von 1997 erz&auml;hlt vom &Uuml;berlebenskampf eines H&auml;ftlings in einem Nazi-Konzentrationslager. Die israelische Zeitung &bdquo;Jerusalem Post&ldquo; nannte Nawkas Auftritt verst&ouml;rend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article159795529\/Frau-von-Kreml-Sprecher-verstoert-mit-KZ-Outfit.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.:<\/strong> In eigentlich dem ziemlich gleichen Wortlaut findet man diese Geschichte auf n-tv, bild und anderen Medienportalen. Es ist wirklich unglaublich, wie man hier versucht die Realit&auml;t durch infantile Art und Weise zu verdrehen und Russland in einem b&ouml;sen Licht dastehen zu lassen. Schaut man in die Kommentare, oder ist des Russischen m&auml;chtig zeigt sich, dass Nawka nicht nur ihren Lieblingstitel nachspielt sondern im PS auch klar sagt: &ldquo;Unsere Kinder sollten von dieser schrecklichen Zeit wissen und sich erinnern, die sie, schenke es Gott, niemals selbst erfahren werden.&rdquo; Es ist in der Tat verst&ouml;rend was die Jerusalem Post daran verst&ouml;rend findet und mit welcher Dreistigkeit Informationen einfach weggelassen werden. Ich sehe einfach kein Land mehr&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Washington Post Disgracefully Promotes a McCarthyite Blacklist From a New, Hidden, and Very Shady Group<\/strong><br>\nThe Washington Post on Thursday night promoted the claims of a new, shadowy organization that smears dozens of U.S. news sites that are critical of U.S. foreign policy as being &ldquo;routine peddlers of Russian propaganda.&rdquo; The article by reporter Craig Timberg &ndash; headlined &ldquo;Russian propaganda effort helped spread &lsquo;fake news&rsquo; during election, experts say&rdquo; &ndash; cites a report by a new, anonymous website calling itself &ldquo;PropOrNot,&rdquo; which claims that millions of Americans have been deceived this year in a massive Russian &ldquo;misinformation campaign.&rdquo;<br>\nThe group&rsquo;s list of Russian disinformation outlets includes WikiLeaks and the Drudge Report, as well as Clinton-critical left-wing websites such as Truthout, Black Agenda Report, Truthdig and Naked Capitalism, as well as libertarian venues such as Antiwar.com and the Ron Paul Institute.<br>\nThis Post report was one of the most widely circulated political news articles on social media over the last 48 hours, with dozens, perhaps hundreds, of U.S. journalists and pundits with large platforms hailing it as an earth-shattering expos&eacute;. It was the most-read piece on the entire Post website after it was published on Friday.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/11\/26\/washington-post-disgracefully-promotes-a-mccarthyite-blacklist-from-a-new-hidden-and-very-shady-group\/%20\">The Intercept<\/a>\n<p><strong>Dazu: Washington Post Promotes Shadowy Website That Accuses 200 Publications of Being Russian Propaganda Plants<\/strong><br>\nA shady website that claims &ldquo;Russia is Manipulating US Opinion Through Online Propaganda&rdquo; has compiled a blacklist of websites its anonymous authors accuse of pushing fake news and Russian propaganda. The blacklist includes over 200 outlets, from the right-wing Drudge Report and Russian government-funded Russia Today, to Wikileaks and an array of marginal conspiracy and far-right sites. The blacklist also includes some of the flagship publications of the progressive left, including Truthdig, Counterpunch, Truthout, Naked Capitalism, and the Black Agenda Report, a leftist African-American opinion hub that is critical of the liberal black political establishment.<br>\nCalled PropOrNot, the blacklisting organization was described by the Washington Post&rsquo;s Craig Timberg as &ldquo;a nonpartisan collection of researchers with foreign policy, military and technology backgrounds.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/smirkingchimp.com\/thread\/max-blumenthal\/70021\/washington-post-promotes-shadowy-website-that-accuses-200-publications-of-being-russian-propaganda-p%20\">The Smirking Chimp<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Kalte Krieg mit neuen Formen der Unterstellungen, Verd&auml;chtigungen und &ndash; nebenbei &ndash; dem Versuch die Konkurrenz zu besch&auml;digen. Es wird zusehends widerlicher.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kommt Edward Snowden nach Berlin?<\/strong><br>\nDie Regierungsfraktionen CDU\/CSU und SPD verhindern, dass dar&uuml;ber abgestimmt wird, ob man den Whistleblower Edward Snowden im Untersuchungsausschuss befragt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.<br>\nW&auml;re es nach Gr&uuml;nen und Linken gegangen, h&auml;tte der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages am Donnerstag erneut &uuml;ber einen Antrag abgestimmt, der bereits seit mehr als zwei Jahren in der Diskussion ist &ndash; einen Antrag, den ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von Montag h&auml;tte m&ouml;glich machen k&ouml;nnen. Aber alles kam anders, der Ausschuss vertagte die Entscheidung. (&hellip;)<br>\nDie Regierungsfraktionen wollen Snowden auf keinen Fall pers&ouml;nlich in Berlin sehen. Die Opposition (Linke und Gr&uuml;ne) k&ouml;nnte sich das sehr wohl vorstellen. Das sei doch gar nicht notwendig, meinen Bundesregierung, CDU\/CSU und SPD. Ihr Vorschlag: Eine Video-Schalte oder eine Reise zu Snowden in sein russisches Exil. Wenn man so verfahren w&uuml;rde, h&auml;tte das aus ihrer Sicht einen entscheidenden Vorteil: So k&ouml;nnte man m&ouml;glichen au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Problemen mit den USA aus dem Weg gehen. Es wird n&auml;mlich bef&uuml;rchtet, Snowden k&ouml;nnte nach seiner Befragung in Deutschland um Asyl bitten. Und was w&auml;re dann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/kommt-edward-snowden-nach-berlin\/a-36509599\">DW<\/a>\n<p><strong>Dazu: Snowden-Anwalt &uuml;bt Kritik an NSA-Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nSein Mandant m&uuml;sse endlich angeh&ouml;rt werden, fordert der deutsche Anwalt des US-Whistleblowers, Wolfgang Kaleck. Dem Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag wirft der Jurist eine Hinhaltetaktik vor.<br>\nSchon lange dringen Oppositionspolitiker darauf, den US-Whistleblower Edward Snowden in Deutschland &uuml;ber Schn&uuml;ffeleien der US-Geheimdienste zu befragen. Nun legt der deutsche Snowden-Anwalt, Wolfgang Kaleck, nach.<br>\nDem Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; sagte Kaleck, sein Mandant habe ein uneigenn&uuml;tziges Interesse, in Deutschland auszusagen. Der 33-J&auml;hrige, der nach seiner Flucht aus den USA in Russland Asyl erhalten hatte, m&uuml;sse aber vom Zugriff deutscher und ausl&auml;ndischer Strafverfolgungsbeh&ouml;rden verschont bleiben, forderte der Anwalt, der auch als auch Generalsekret&auml;r der Menschenrechtsorganisation European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) t&auml;tig ist. (&hellip;)<br>\nKaleck widersprach der Ansicht, die Bundesregierung m&uuml;sse Snowden an die USA ausliefern, weil es dort einen Haftbefehl gegen ihn gibt. &ldquo;Ein Versto&szlig; gegen den &lsquo;Espionage Act&rsquo; der USA ist ein klassisches politisches Delikt, das keine Auslieferung erlaubt&rdquo;, sagte der Rechtsanwalt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/snowden-anwalt-%C3%BCbt-kritik-an-nsa-untersuchungsausschuss\/a-36535673\">DW<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Wunsch, Snowden pers&ouml;nlich in Deutschland anzuh&ouml;ren, ist &auml;lter als zwei Jahre und verst&auml;ndlich. Auch mag Snowden-Anwalt, Herr Kalek, mit seiner Einsch&auml;tzung zum &lsquo;Espionage Act&rsquo; der USA recht haben.<\/em><br>\n<em>Im Prinzip hat sich die Situation &ndash; auch juristisch &ndash; seit der Flucht von Snowden nicht ver&auml;ndert und so gibt es auch wichtige Vorschriften, die zum Abraten von einer Einreise des Whistleblowers nach Deutschland geeignet sein k&ouml;nnen. Dazu ein Zitat aus einem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17916#h01\">Interview der &bdquo;SZ&ldquo; mit dem Historiker Foschepoth<\/a>:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat unter anderem in Deutschland um Asyl gebeten. Manche Politiker wollen ihn gerne als Zeugen vorladen. W&auml;re Snowden gut beraten, in die Bundesrepublik zu kommen?<\/em><br>\n<em>Auf keinen Fall. Aufgrund des Zusatzvertrags zum Truppenstatut und einer weiteren geheimen Vereinbarung von 1955 hat die Bundesregierung den alliierten M&auml;chten sogar den Eingriff in das System der Strafverfolgung gestattet. Wenn eine relevante Information im Rahmen eines Strafverfahrens an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen k&ouml;nnte, hei&szlig;t es in Artikel 38, &ldquo;so holt das Gericht oder die Beh&ouml;rde vorher die schriftliche Einwilligung der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde dazu ein, dass das Amtsgeheimnis oder die Information preisgegeben werden darf&rdquo;. Gem&auml;&szlig; der geheimen Vereinbarung wurde sogar der Strafverfolgungszwang der westdeutschen Polizei bei Personen aufgehoben, die f&uuml;r den amerikanischen Geheimdienst von Interesse waren. Stattdessen musste die Polizei den Verfassungsschutz und dieser umgehend den amerikanischen Geheimdienst informieren. Dann hatten die Amerikaner mindestens 21 Tage lang Zeit, die betreffende Person zu verh&ouml;ren und gegebenenfalls au&szlig;er Landes zu schaffen. Was nicht selten geschah.&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Israel in Flammen<\/strong><br>\nWie die Br&auml;nde den Hass in der israelischen Gesellschaft aufs Neue entfachen<br>\nF&uuml;r knapp eine Woche standen gro&szlig;e Teile Israels in Flammen. Die Frage, ob die &uuml;ber 200 Br&auml;nde nat&uuml;rlichen Ursprungs sind oder vors&auml;tzlich gelegt wurden, spaltet die israelische Gesellschaft und bringt unbarmherzig deren sch&auml;ndliche Fratze des tief verwurzelten Rassismus ans Tageslicht.<br>\nSeit Dienstag w&uuml;ten in Israel und Pal&auml;stina heftige Waldbr&auml;nde. Von &uuml;ber 200 Feuern wurde im Zentrum und Norden des Landes, in der Jerusalem-Region, der Mittelmeerk&uuml;ste von Tel Aviv-Jaffa entlang bis nach Haifa, sowie in einigen Teilen des Westjordanlands berichtet. Anders als bei den gro&szlig;en Feuern 2010, bei denen 44 Menschen ums Leben kamen, gibt es aktuell gl&uuml;cklicherweise keine Todesopfer zu beklagen. Mehrere Hundert Menschen wurden jedoch mit Verletzungen, vor allem Rauchvergiftungen, in &auml;rztliche Behandlung gegeben. Nach Zahlen israelischer Beh&ouml;rden brannten insgesamt rund 130 Quadratkilometer Wald- und Buschfl&auml;chen.<br>\nAm heftigsten von den Flammen betroffen ist die Haifa-Region, in der auch ich zurzeit lebe, die W&auml;lder der Carmel Mountains im S&uuml;den der Stadt standen tagelang in Flammen. 75.000 Menschen &ndash; rund ein Viertel der Bev&ouml;lkerung &ndash; aus elf Stadtvierteln mussten hier evakuiert werden, was die gr&ouml;&szlig;te Massenevakuierung in der Geschichte Israels darstellt, wie Haifas B&uuml;rgermeister Yona Yahav berichtet. &Uuml;ber 600 H&auml;user wurden durch das Feuer besch&auml;digt, &uuml;ber ein Drittel davon komplett zerst&ouml;rt. 132 Menschen wurden allein in Haifa verletzt, darunter viele Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/israel-in-flammen\/%20\">JusticeNow!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr informativer Artikel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Alles voll &ndash; alles still?<\/strong><br>\n&Uuml;ber 2,8 Millionen Studierende im Wintersemester 2016\/17<br>\nUnd schon wieder ein Rekord. Im laufenden Wintersemester studieren mehr als 2,8 Millionen Menschen an Deutschlands Hochschulen &ndash; so viele wie noch nie. Opposition, Rektoren und Verb&auml;nde verlangen ein Umsteuern in der Finanzierung und ein Ende der Flickschusterei. Studierende halten still, Bildungsministerin Wanka auch.<br>\nMoin Moin, Gr&uuml;&szlig; Gott, Hereinspaziert. Und ewig gr&uuml;&szlig;t der Uniportier. G&auml;be so einen, k&auml;me der aus dem H&auml;ndesch&uuml;tteln gar nicht mehr raus. Bei zwei Millionen achthundertsechstausend und dreiundsechzig G&auml;sten macht der Arm irgendwann schlapp. Die Mammutzahl ist keine Erfindung, sie ist echt und taufrisch. Pr&auml;sentiert hat sie am Freitag das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Demnach tummeln sich derzeit nach ersten, noch vorl&auml;ufigen Ergebnissen &uuml;ber 2,806 Millionen Studentinnen und Studenten an Deutschlands Hochschulen. So viele wie noch nie.<br>\nHatten die Wiesbadener Datensammler im Vorjahr noch knapp unter 2,8 Millionen Eingeschriebene gez&auml;hlt, sind es zum laufenden Wintersemester bundesweit 48.300 oder 1,8 Prozent mehr. Bis auf Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit R&uuml;ckg&auml;ngen zwischen 0,8 und 2,1 Prozent haben s&auml;mtliche anderen L&auml;nder zugelegt. Die gr&ouml;&szlig;ten Spr&uuml;nge machten Schleswig-Holstein mit 4,9 Prozent, Niedersachsen mit 3,2 Prozent und Hamburg mit 2,8 Prozent. Danach folgt Nordrhein-Westfalen (NRW), wobei sich das Plus von 2,6 Prozent im gr&ouml;&szlig;ten deutschen Bundesland mit den bei weitem meisten Hochschulen auf schlappe 20.000 Studierende mehr summiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1988-studentenzahlen-2016.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Syrien: Inszenierte Wirklichkeit auf Video<\/strong><br>\nSyrischer Heimatschutz (&ldquo;Wei&szlig;e Helme&rdquo;) entschuldigt sich f&uuml;r &ldquo;Mannequin Challenge&rdquo;-Aufnahmen<br>\nWas ist Wahrheit, was ist L&uuml;ge? Was ist Wirklichkeit und was Propaganda? Im Krieg ist es oft alles andere als einfach herauszufinden, welche Nachrichten, welche Bilder und welche Filmaufnahmen der Realit&auml;t entsprechen.<br>\nCNN ver&ouml;ffentlichte nun eine &ldquo;Entschuldigung&rdquo; des Syrischen Heimatschutzes, dessen Mitglieder in den Medien auch bekannt als Wei&szlig;helme oder White Helmets sind.<br>\nDabei geht es um Folgendes: Der Syrische Heimatschutz, der immer wieder Fotos und Filmaufnahmen von seinen Eins&auml;tzen ver&ouml;ffentlicht, auf denen die Rettung von Menschen aus Tr&uuml;mmern zu sehen ist, hat ein Video ver&ouml;ffentlicht, das eine inszenierte Wirklichkeit zeigt. In dem Video von knapp einer Minute Laufzeit ist zu sehen, wie ein Mann, der in Tr&uuml;mmern liegt, von Wei&szlig;helmen herausgezogen wird. Augenscheinlich hat der Mann starke Schmerzen, er schreit.<br>\nDoch das Video sollte angeblich nur Teil eines Internettrends sein &ndash; der Mannequin Challenge. Bei der Mannequin Challenge geht es darum, dass Menschen in ihren Bewegungen f&uuml;r ein Video &ldquo;einfrieren&rdquo;, also dastehen wie eine Puppe bzw. ein Mannequin.<br>\nIn einer Pressemitteilung des Syrischen Heimatschutzes hei&szlig;t es nun laut CNN, dass das Video und weitere damit verbundene Aufnahmen von den Revolutionskr&auml;ften Syriens (Revolutionary Forces of Syria) stammten und zusammen mit Freiwilligen des Syrischen Heimatschutzes aufgenommen worden seien. Man habe beabsichtigt, &ldquo;den Horror von Syrien&rdquo; mit der Welt &ldquo;da drau&szlig;en&rdquo; zu verbinden bzw. f&uuml;r diese sichtbar zu machen. Dies sei getan worden indem man sich des Trends des Mannequin Challenge bedient habe. &ldquo;Das war ein Fehler [bzw.: Fehleinsch&auml;tzung], und wir entschuldigen uns im Namen der Freiwilligen daf&uuml;r.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Syrien-Inszenierte-Wirklichkeit-auf-Video-3504873.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Fidel Castro<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trauer nach Tod von Fidel Castro, Trump provoziert<\/strong><br>\nNach dem Tod des kubanischen Revolutionsf&uuml;hrers Fidel Castro haben sich Pers&ouml;nlichkeiten aus aller Welt vor allem betroffen ge&auml;u&szlig;ert. Kontrovers hingegen war die Reaktion des designierten US-Pr&auml;sidenten Donald Trump, der Castros Verm&auml;chtnis mit &ldquo;Erschie&szlig;ungskommandos, Diebstahl, unvorstellbaren Leiden, Armut und der Leugnung grundlegender Menschenrechte&rdquo; beschrieb. Zugleich bedankte sich Trump bei ehemaligen Mitgliedern der Brigade 2506, die im April 1961 bei einem Invasionsversuch in Kuba scheiterten. In einer ersten Reaktion hatte Trump lediglich den kurzen Satz &ldquo;Fidel Castro ist tot!&rdquo; getwittert.<br>\nIn Kuba selbst rief das Statement Trumps teils heftige Reaktionen hervor. &ldquo;Se&ntilde;or Trump, sie kennen Fidel Castro nicht, sie wissen nichts von der Geschichte Kubas, wie ihre absurden und verletzenden Worte belegen&rdquo;, schrieb etwa der Blogger Julio Alejandro G&oacute;mez Pereda. Der Kommentar Trumps machte zugleich deutlich, wie schwierig das Verh&auml;ltnis zwischen Washington und Havanna nach der vorsichtigen Ann&auml;herung unter Barack Obama werden wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/11\/164798\/fidel-castro-tod-kuba-reaktion\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<li><strong>Trauer in Afrika und Asien um Fidel Castro<\/strong><br>\nDie Bekundungen der Trauer um den verstorbenen kubanischen Revolutionsf&uuml;hrer Fidel Castro, die aus afrikanischen und asiatischen L&auml;ndern an Kuba &uuml;bermittelt worden sind, nehmen vielfach Bezug auf die Rolle der karibischen Insel in den antikolonialen Befreiungsk&auml;mpfen der 60er- bis 70er-Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts.<br>\nDer Pr&auml;sident von Algerien, Abdelaziz Bouteflika, verk&uuml;ndete noch am Samstag eine acht Tage andauernde Staatstrauer f&uuml;r das Land. Gleichzeitig sandte er ein Kondolenzschreiben an den amtierenden Pr&auml;sidenten von Kuba und Bruder des Verstorbenen, Ra&uacute;l Castro, mit der Beteuerung des &ldquo;gro&szlig;en Verlustes&rdquo; f&uuml;r das algerische Volk. Bouteflika erinnert in dem Schreiben an Kubas &ldquo;Solidarit&auml;t und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r unser Land, das nach einem verheerenden Kolonialkrieg zerst&ouml;rt war&rdquo;. Fidel Castro sei stets ein &ldquo;authentischer Verteidiger von Frieden, Respekt und nationaler Souver&auml;nit&auml;t&rdquo; gewesen, so der algerische Pr&auml;sident. Neue Quellen dokumentieren zudem milit&auml;rische Hilfe f&uuml;r das nach seiner 1962 Frankreich abgerungenen Unabh&auml;ngigkeit bedr&auml;ngte nordafrikanische Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/11\/164828\/afrika-asien-trauer-um-fidel\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<li><strong>Die zwei Gesichter des Fidel<\/strong><br>\nFidel Castro h&auml;tte ein Christus der Menschheitsgeschichte werden k&ouml;nnen. Er war dahin unterwegs &ndash; doch w&auml;hlte er schlie&szlig;lich die Unfreiheit.<br>\nEinst war er der Schild seines Volkes. Sp&auml;ter nutzte er selbst das Volk als Schutzschild. Mehr als dass er dem Land diente, erschuf er ein Land, das seinen ideologischen Vorgaben diente und seinen ausgepr&auml;gten geopolitischen Ambitionen. Er unterdr&uuml;ckte, wann immer m&ouml;glich, alle kreativen Ideen der Individuen, die Dynamik einer pluralistischen Gesellschaft. In der modernen Dichotomie zwischen Gleichheit und Freiheit, zwischen sozialen und b&uuml;rgerlichen Rechten entschied er sich ohne einen Hauch des Zweifels stets f&uuml;r das Erstere.<br>\nAls Kuba international l&auml;ngst schlicht als ein kommunistischer Staat mehr angesehen wurde, bewahrte er eine gewisse Autonomie. Er war nie einfach eine Marionette Moskaus. Innenpolitisch allerdings verankerte er alle Pfl&ouml;cke des Stalinismus: Einheitspartei, null Pressefreiheit, Verstaatlichung der Produktionsmittel.<br>\nRafael Alcides, der gr&ouml;&szlig;te lebende kubanische Dichter, sagte mir Anfang des Jahres: &bdquo;Fidel h&auml;tte ein Christus der Menschheitsgeschichte werden k&ouml;nnen, er war dahin unterwegs. Die Menschen liebten ihn, sie dankten Fidel. Es ist zum Heulen.&ldquo;<br>\nDie Utopie verkehrte sich in Perversion. Das Land, das uns Fidel Castro hinterl&auml;sst, ist zutiefst reaktion&auml;r, verwurzelt in dem unsinnigen Glauben, dass man nicht alles haben kann, dass man nicht einmal darauf hoffen kann, alles zu erreichen, sondern dass man auf eine Reihe von elementaren Dingen &ndash; die b&uuml;rgerlichen und politischen Rechte, zum Beispiel &ndash; eben verzichten m&uuml;sse, um andere zu erhalten, etwa das Bildungssystem und die Gesundheitsversorgung, auch wenn diese immer prek&auml;rer werden. Die eigentliche Ironie besteht darin, dass Kuba, jahrzehntelang daran gew&ouml;hnt, den Befehlen und W&uuml;nschen eines obersten F&uuml;hrers zu folgen, nicht nur immer noch nicht hat, was es nie hatte, sondern auch noch zu verlieren droht, was es nicht verlieren sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Essay-zum-Tod-des-Revolutionsfuehrers\/!5360786\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-36005","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36005"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36027,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36005\/revisions\/36027"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}