{"id":36047,"date":"2016-11-30T09:28:11","date_gmt":"2016-11-30T08:28:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36047"},"modified":"2018-12-27T11:33:25","modified_gmt":"2018-12-27T10:33:25","slug":"der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36047","title":{"rendered":"Der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007"},"content":{"rendered":"<p>NachDenkSeiten-Gastautor <strong>Wolf Wetzel<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36047#foot_0\" name=\"note_0\">*<\/a>] setzt mit diesem Beitrag die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35857\">Zusammenfassung<\/a> seiner f&uuml;nfj&auml;hrigen Recherche zum NSU-VS-Komplex fort. Im Mittelpunkt steht der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007. Der politische Hintergrund, das Motiv und die Anzahl der (m&ouml;glichen) T&auml;ter wechselten im Zuge der &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; so oft, dass es einem schwindlig werden kann und muss. Am Ende dieser Geisterbahn aus Ermittlungen und sagenhaften Pannen steht nun fest, dass dieser Mordanschlag von der neonazistischen Terrorgruppe &bdquo;NSU&ldquo; ver&uuml;bt worden war.<br>\nEs gibt auch in diesem Fall viele (bedauerte) Zuf&auml;lle und Pannen, wie an anderen NSU-Tatorten auch. Das Besondere an dem Fall hier ist, dass sich dieses staatsanwaltschaftliche &bdquo;Ermittlungsergebnis&ldquo; am allerwenigsten auf die polizeilichen Ermittlungsergebnisse st&uuml;tzen kann. Eigentlich grotesk und unhaltbar. Manche w&uuml;rde dazu auch postfaktisch sagen.<br>\n<!--more--><br>\nPolizeiliche Ermittlungsergebnisse sind Basis einer Anklage, wenn man rechtsstaatliche Ma&szlig;st&auml;be zugrunde legt. In diesem Fall ist es ganz anders: Die Ermittlungsergebnisse der Polizei stehen in krassem Widerspruch zur Anklageschrift der Bundesanwaltschaft.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Sonderkommission (SoKo) Parkplatz des LKA kam damals &ndash; vor dem November 2011 &ndash; zu der Einsch&auml;tzung, an der Tat seien bis zu sechs Personen beteiligt gewesen. Ein Ermittler der SoKo, Klaus B., best&auml;tigte das jetzt vor den Abgeordneten in Berlin. Drei blutverschmierte M&auml;nner, fl&uuml;chtende M&auml;nner, eine Frau, mindestens ein Fluchtauto &ndash; alle diese Beobachtungen waren plausibel, so Klaus B., die Zeugen &ldquo;absolut glaubhaft&rdquo; und &ldquo;authentisch&rdquo;.&ldquo; (Thomas Moser, telepolis vom 22.10.2016)\n<\/p><\/blockquote><p>Die Bundesanwaltschaft hat hingegen eine ganz andere Theorie. Ginge es nach ihr, seien die beiden NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe B&ouml;hnhardt die alleinigen T&auml;ter.<\/p><p><strong>Es gibt viele Spuren am Tatort Heilbronn &ndash; keine einzige f&uuml;hrt zu den beiden NSU-Mitgliedern<\/strong><\/p><p>Man muss sich nochmals den Tathergang vor Augen f&uuml;hren. Laut Bundesanwaltschaft hatten sich zwei T&auml;ter dem parkenden Polizeiwagen gen&auml;hert. Die T&auml;ter schossen auf die im Wagen sitzenden Polizeibeamten. Danach beugten sich &uuml;ber die toten bzw. schwerverletzten Polizeibeamten, um ihnen die Dienstwaffen aus dem Holster zu ziehen und die Handschellen zu entwenden. Ein solcher Vorgang setzt vielfachen Kontakt voraus.<\/p><p>Tats&auml;chlich fand man unz&auml;hlige Spuren und gab diese zur Spurenauswertung weiter. Dann ereignete sich eine Panne. Die Spuren wurden &bdquo;kontaminiert&ldquo;, also unbrauchbar gemacht. Dieser Vorgang bekam dann den Namen: der Wattest&auml;bchenskandal.<\/p><p>Was dies f&uuml;r die Spurenauswertung bedeutet, wurde der damalige Chef-Ermittler Alex M&ouml;gelin im parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Baden-W&uuml;rttemberg gefragt.<\/p><blockquote><p>\nJ&uuml;rgen Filius (Gr&uuml;ne): <em>&ldquo;Was haben Sie gefunden, was darauf deutet, dass Mundlos und B&ouml;hnhardt in Heilbronn waren?&rdquo;<\/em><br>\nAxel M. antwortet knapp: <em>&ldquo;Bei den objektiven Spuren: nichts.&rdquo;<\/em> (S&uuml;dwest Presse vom 29.5.2015)\n<\/p><\/blockquote><p>Wie man fehlende objektive Spuren am Tatort in einen post-objektiven Beweis f&uuml;r die T&auml;terschaft besagter zwei Neonazis transformieren kann, hatte sich Carsten Proff im parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Berlin zur Aufgabe gemacht. Er ist DNA-Experte beim Bundeskriminalamt (BKA) und wartete dort mit folgender Erkl&auml;rung auf. Er h&auml;lt es f&uuml;r m&ouml;glich,<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;dass sich die T&auml;ter mit ihrer Bekleidung so gesch&uuml;tzt haben k&ouml;nnten, dass sie keine DNA hinterlie&szlig;en.&ldquo; (Fehlende-NSU-Tatortspuren, taz vom 8.9.2016)\n<\/p><\/blockquote><p>Die entsprechenden Overalls kennt man aus zahlreichen Tatort-Krimis &hellip; Das Ganze hat nur einen entscheidenden Haken, den der PUA-Vorsitzende Clemens Binninger, ein ehemaliger Polizeibeamter, auch sogleich benannte: Keiner der zahlreichen Zeugen habe eine solche &bdquo;Schutzkleidung&ldquo; gesehen!<\/p><p><strong>Es gibt ungew&ouml;hnlich viele Zeugen rund um den Tatort &ndash; nur keinen der Anklage<\/strong><\/p><p>Im Gegensatz zu anderen Tatorten, die dem NSU zugeordnet werden, gab es am Tatort Heilbronn zahlreiche Zeugen. Die meisten Zeugen beschreiben fl&uuml;chtende Menschen, zum Teil blutverschmiert. Zudem berichten Zeugen von einem Auto, auf das die Fl&uuml;chtenden zuliefen und aus dem heraus gerufen worden sein soll: &bdquo;Dawai, dawai&ldquo; (schnell, schnell).<\/p><p>Ebenfalls wurden mit Hilfe von Zeugen vierzehn Phantombilder angefertigt. Das ist viel f&uuml;r einen Tatort. Aber auch da stellt sich heraus: Sie zeigen viele &Auml;hnlichkeiten &ndash; nur keine mit den besagten NSU-Mitgliedern.<\/p><p>Und auch das Motiv, das die Bundesanwaltschaft hinter dieser Tat erkannt haben will, passt noch am ehesten zu Tarantinos Westernparodie &bdquo;Django unchained&ldquo;: Die beiden NSU-Mitglieder h&auml;tten die beiden Polizisten zuf&auml;llig und wahllos ausgesucht, da es ihnen ausschlie&szlig;lich darum ging, &bdquo;Repr&auml;sentanten des Staates&ldquo; zu treffen. Auf die doch naheliegende Frage, warum die beiden NSU-Mitglieder daf&uuml;r nach Baden-W&uuml;rttemberg fahren mussten, gibt es bis heute keine Antwort.<\/p><p>Was sich weder auf polizeiliche Ermittlungsergebnisse noch auf daraus abzuleitende Wahrscheinlichkeitsprognosen st&uuml;tzen kann, ist zurzeit Gegenstand des in Berlin tagenden parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Denn auch dieser h&auml;lt im Protokoll der Sitzung vom 20. Oktober 2016 mit Blick auf die Zwei-T&auml;ter-Theorie fest: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Auch der Ausschuss geht mittlerweile davon aus, dass die Hauptt&auml;ter B&ouml;hnhardt und Mundlos wahrscheinlich mehrere Komplizen bei dem Mord in Heilbronn hatten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>W&uuml;rde man dem polizeilichen Ermittlungsergebnis folgen, h&auml;tte dies weitreichende Folgen: Es ging nicht nur darum, den Mordfall Heilbronn neu aufzurollen. Gleichfalls w&auml;re der Prozess in M&uuml;nchen geplatzt, der mit der nicht belegbaren Annahme die Anklage f&uuml;llt, dass der NSU aus exakt drei Mitgliedern bestehe &ndash; im Gegensatz zum Selbstverst&auml;ndnis des NSU, der sich als &bdquo;<em>Netzwerk von Kameraden<\/em>&ldquo; verstand.<\/p><p>Letztere d&uuml;rfte man als bessere &bdquo;Quelle&ldquo; ansehen als die Bundesanwaltschaft, die f&uuml;r die &bdquo;Trio-Version&ldquo; nicht den Hauch von Plausibilit&auml;t aufbringen kann.<\/p><p><strong>Eine geheim eingestufte &bdquo;Spur&ldquo;<\/strong><\/p><p>Bei dem Versuch, diese sich gegenseitig ausschlie&szlig;enden Ermittlungsergebnisse auf ihre jeweilige Evidenz hin zu pr&uuml;fen, wurde u.a. die ehemalige EG Umfeld-Leiterin, Kriminalbeamtin Heike Hi&szlig;linger, nach einigen bekannten Namen befragt, die sich in Baden-W&uuml;rttemberg im Umfeld des NSU bewegten.<\/p><p>Unter anderem wurde ihr der Name <em>Markus Frntic<\/em> vorgehalten.<\/p><p>Frntic war Mitglied in der neonazistischen Organisation &ldquo;<em>Blood and Honour<\/em>&rdquo; (B &amp; H). Als diese verboten wurde, baute er die neonazistische Vereinigung &ldquo;<em>Furchtlos und Treu<\/em>&rdquo; auf.<\/p><p>Bereits Jahre zuvor gr&uuml;ndete er eine &bdquo;<em>Ku-Klux-Klan Gruppe aus Stuttgart, die von Markus Frntic angef&uuml;hrt werde.<\/em>&ldquo; Das lie&szlig;en laut Stuttgarter Nachrichten bereits 1996 Verfassungsschutzmitarbeiter aus Mecklenburg ihre Kollegen aus Baden-W&uuml;rttemberg wissen. Der au&szlig;ergew&ouml;hnlich gut recherchierte Beitrag der Stuttgarter Nachrichten berichtete noch von mehr: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ein Foto zeigt Frntic zusammen mit Marcel Degner. Der Mann aus Gera war der bundesweit zust&auml;ndige Kassenwart von B &amp; H. Ermittler verd&auml;chtigen ihn, im November 1999 Geld f&uuml;r die abgetauchten B&ouml;hnhardt, Mundlos und Zsch&auml;pe gesammelt zu haben. Zumal Degner bis Ende der 90er Jahre unter dem Tarnnamen &bdquo;Hagel&ldquo; Th&uuml;ringens Geheimdienstlern als wichtigster Spitzel unter den Neonazis reportierte. Die Berichte &uuml;ber die Treffen mit Degner sind verschwunden. (&hellip;) Auch Thomas Starke ist auf dem Bild mit Frntic zu sehen. Der Informant der Berliner Polizei und zeitweilige Geliebte Zsch&auml;pes versteckte das Trio, als das 1998 abtauchte.&ldquo; (stuttgarter-nachrichten.de vom 25.7.2015)\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Eine bekannte Gr&ouml;&szlig;e, seit Jahren<\/em>&ldquo;, so Claus O. vom LfV Baden-W&uuml;rttemberg.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Frntic<\/em> und <em>Furchtlos und Treu<\/em> verbinden alles, was in den Fall Heilbronn hineinspielt: Ku-Klux-Klan-Mitglieder, Blood &amp; Honour-Netzwerke, kroatische &bdquo;Waffenbr&uuml;der&ldquo; und zahlreiche V-Leute.<\/p><p>Auf die Frage also, was sie als leitende Kriminalbeamtin &uuml;ber Frntic w&uuml;sste, antwortete diese:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Zu ihm gab es Ermittlungen. Aber ich kann keine Angaben machen, weil die Person eingestuft ist.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Weniger kryptisch formuliert ist damit gesagt, dass das Wissen der Geheimdienste &uuml;ber Frntic als &bdquo;geheim&ldquo; eingestuft ist, was die &bdquo;Schutzbed&uuml;rftigkeit&ldquo; der Informationen und des Informanten voraussetzt.<\/p><p>Was ist an der Person und am Vorgang Frntic &bdquo;schutzbed&uuml;rftig&ldquo;? Nicht gemeint sein kann damit, dass Frntic Neonazi und Mitbegr&uuml;nder von &bdquo;<em>Furchtlos und Treu<\/em>&ldquo; ist. Beides ist kein Geheimnis, also l&auml;ngst bekannt. Als &bdquo;geheim&ldquo; wird etwas eingestuft, wenn das &bdquo;Staatswohl&ldquo; mit ins Spiel kommt, wenn das Bekanntwerden des &bdquo;Geheimen&ldquo; die Interessen der Verfolgungsbeh&ouml;rden tangieren k&ouml;nnte.<\/p><p>Das ist im Allgemeinen und im Besonderen meist dann der Fall, wenn eine Person nicht nur Neonazi ist, sondern zugleich als V-Mann aktiv ist. Ersteres gef&auml;hrdet bekanntlich seit &uuml;ber 60 Jahren nicht das Staatswohl. Das m&ouml;gliche Geheime hingegen w&auml;re, dass Frntic seit Jahren vom Verfassungsschutz &bdquo;gef&uuml;hrt&ldquo; wird, also man unmittelbaren Zugang zum NSU-Umfeld hatte, ohne diese &bdquo;Quelle&ldquo; gegen&uuml;ber den Ermittlungsbeh&ouml;rden bzw. den PUA offengelegt zu haben.<\/p><p>Dass dies extrem naheliegend ist, belegt die bisherige Praxis: Die allermeisten V-Leute im Umfeld und im Nahbereich des NSU wurden nicht von &bdquo;Sicherheitsbeh&ouml;rden&ldquo; genannt. In aller Regel verschwieg man sie und nannte diese Art von Ermittlungssabotage &bdquo;Quellenschutz&ldquo;.<\/p><p>Erst als diese durch Zufall, Recherchen und tats&auml;chliche Aufkl&auml;rung aufgeflogen waren, hat man ihre Existenz zugeben m&uuml;ssen, um im selben Zug deren Bedeutung zu negieren. Flankiert wurde all dies mit zahlreichen Vernichtungen von V-Mann-Akten. Die bekannteste davon spielte sich im November 2011 ab, kurz nachdem der NSU sich selbst bekannt gemacht hatte. Sie bekam den Namen &bdquo;Operation Konfetti&ldquo; und fand ganz oben statt, im Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz in K&ouml;ln.<\/p><p>Dass es sich dabei weder um Versehen, noch um eine Panne handelte, machte der zust&auml;ndige Referatsleiter mit dem Decknamen &bdquo;Lothar Lingen&ldquo; in einer Vernehmung am 24. Oktober 2014 mehr als deutlich:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Und da habe ich mir gedacht, wenn der quantitative Aspekt, also die Anzahl unserer Quellen (&hellip;) in Th&uuml;ringen nicht bekannt wird, dass dann die Frage, warum das BfV von nichts gewusst hat, vielleicht gar nicht mehr auftaucht&ldquo;, sagte Lingen laut BKA-Protokoll. (FR vom 5.10.2016)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Soweit wie m&ouml;glich &hellip;?<\/strong><\/p><p>Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;<em>Kampf gegen Vergessen<\/em>&ldquo; ver&ouml;ffentlichte der parlamentarische Untersuchungsausschuss in Baden-W&uuml;rttemberg am 3. November 2016 folgende Presseerkl&auml;rung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der f&uuml;nfte Jahrestag der Aufdeckung des NSU ist f&uuml;r uns alle eine besondere Mahnung, die Aufkl&auml;rung und Aufarbeitung bis an die Grenzen des M&ouml;glichen weiter zu betreiben&ldquo;, erkl&auml;rte der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses (&hellip;) Wolfgang Drexler MdL, am Donnerstag, 3. November 2016, in Stuttgart. &bdquo;Nicht nur die Opfer und ihre Hinterbliebenen, sondern wir alle haben ein Recht darauf, soweit es noch irgendwie geht, die Wahrheit &uuml;ber den menschenverachtenden rechten Terror, seine T&auml;ter und Helfer und seine Ursachen zu erfahren, der so vielen Menschen auf unterschiedlichste Arten Leid gebracht hat&ldquo;, sagte der Vorsitzende weiter.&ldquo; (PM 75\/06:54)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Nicht-Wissen und Geheim-Wissen sind zwei Seiten einer Medaille<\/strong><\/p><p>Im Fall &bdquo;Frntic&ldquo; g&auml;be es eine einfache M&ouml;glichkeit, zu &uuml;berpr&uuml;fen, wo die &bdquo;Grenze des M&ouml;glichen&ldquo; beginnt, wo sie endet.<\/p><p>Die parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;sse auf Landes- und Bundesebene haben ausreichende Mittel, sich diese Aufkl&auml;rungssabotage nicht (l&auml;nger) gefallen zu lassen. Sie k&ouml;nnen u.a. die Aufhebung der &bdquo;Geheim-Einstufung&ldquo; fordern, also die Freigabe aller Akten zu Frntic. Sie haben auch die M&ouml;glichkeit, Markus Frntic als Zeugen zu laden und zu h&ouml;ren.<br>\nAuch eine schriftliche und nicht mehr hintergehbare Aussage w&auml;re f&uuml;r sp&auml;tere strafrechtliche Schritte von Nutzen, ob Markus Frntic als V-Mann von Polizei und\/oder Geheimdienst gef&uuml;hrt wurde bzw. wird.<\/p><p>Wenn es wirklich um den &bdquo;Kampf gegen Vergessen&ldquo; ginge, w&auml;re das und mehr eine Selbstverst&auml;ndlichkeit.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Hinweis:<\/strong> Dieser Beitrag konzentriert sich auf den unmittelbaren Tatort in Heilbronn. F&uuml;r die T&auml;terschaft des NSU werden vor allem &bdquo;Beweise&ldquo; angef&uuml;hrt, die man in der Wohnung in Zwickau und im Campingwagen in Eisenach-Stregda 2011 gefunden haben will: Eine Trainingshose, an der sich winzige Blutspritzer von Mich&egrave;le Kiesewetter befunden haben sollen und die beiden entwendeten Dienstwaffen, die man im ausgebrannten Campingwagen sichergestellt hatte.<\/p><p>Der Bedeutung dieser &bdquo;Beweise&ldquo; geht folgender Beitrag nach: <em><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/2016\/01\/05\/jahresrueckblick-polizistenmord-in-heilbronn-2007\/#more-6282\">Die B&uuml;chse der Pandora |Jahresr&uuml;ckblick: Polizistenmord in Heilbronn. Der dem NSU angelastete Anschlag aus dem Jahr 2007 wirft viele Fragen auf<\/a><\/em><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/ausschuesse18\/ua\/3untersuchungsausschuss#url=L2Rva3VtZW50ZS90ZXh0YXJjaGl2LzIwMTYva3c0Mi1wYS0zdWEtbnN1LzQ3NTExOA==&amp;mod=mod441610\">Protokoll de PUA<\/a> in Berlin vom 20. Oktober 2016.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_0\" name=\"foot_0\">&laquo;*<\/a>] <strong>Wolf Wetzel<\/strong>: Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund &ndash; wo h&ouml;rt der Staat auf? Unrast Verlag 2015\/3. Auflage<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NachDenkSeiten-Gastautor <strong>Wolf Wetzel<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36047#foot_0\" name=\"note_0\">*<\/a>] setzt mit diesem Beitrag die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35857\">Zusammenfassung<\/a> seiner f&uuml;nfj&auml;hrigen Recherche zum NSU-VS-Komplex fort. Im Mittelpunkt steht der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007. Der politische Hintergrund, das Motiv und die Anzahl der (m&ouml;glichen) T&auml;ter wechselten im Zuge der &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; so oft, dass es einem schwindlig werden kann und muss. 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