{"id":3608,"date":"2008-11-21T17:40:41","date_gmt":"2008-11-21T16:40:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3608"},"modified":"2008-11-21T17:40:41","modified_gmt":"2008-11-21T16:40:41","slug":"hinweise-des-tages-2-81","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3608","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Thomas Fricke &ndash; Welt&ouml;konom statt Ramschexperten<\/li>\n<li>Finanzkrise : Deutschland auf der Kippe<\/li>\n<li>Professor (Un-) Sinn: &ldquo;Die Finanzkrise gibt der Rezession besonderen Schub&rdquo;<\/li>\n<li>Droht eine europ&auml;ische Lohnsenkungsspirale?<\/li>\n<li>&ldquo;Ohne den Nationalstaat geht nichts&rdquo;<\/li>\n<li>Nachtrag zu &bdquo;Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und &auml;lter als wir denken &ndash; wir zahlen schon seit 2000 f&uuml;r die Wettschulden&ldquo;\n<\/li>\n<li>Im Angesicht des Regelsatzes <\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck unterst&uuml;tzt Callcenter-Aus<\/li>\n<li>Nachzahlung bei befristeten Renten m&ouml;glich<\/li>\n<li>Klaus C. Engelen zum Tode von G&uuml;nther Schleiminger<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3608&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Thomas Fricke &ndash; Welt&ouml;konom statt Ramschexperten<\/strong><br>\nNach Jahren wirtschaftspolitischer Nabelschau wirken Deutschlands &Ouml;konomen in der aktuellen Globalkrise ziemlich wortkarg. Die anstehende Nachfolge des Chefsachverst&auml;ndigen w&auml;re die Gelegenheit f&uuml;r einen Neustart. In den USA werden die wirtschaftspolitischen Debatten von Makro&ouml;konomen wie Finanzministerkandidat Larry Summers gepr&auml;gt. In Deutschland gibt es Finanzminister, die schon Schwierigkeiten mit dem unaufgeregten makro&ouml;konomischen Gedanken haben, dass ihnen der Haushalt erst recht um die Ohren fliegt, wenn sie jetzt kein Konjunkturpaket auflegen und die Rezession laufen lassen, weil die Schulden dann krisenbedingt steigen. Die Regierung sollte die Nachfolge R&uuml;rups nutzen, um die Neuorientierung zu beschleunigen. Und klarmachen, dass nur Kandidaten infrage kommen, die sich mit den gro&szlig;en Problemen der Welt besch&auml;ftigen. Wie einst Herbert Giersch. Diese k&ouml;nnten auf absehbare Zeit um einiges wichtiger sein als die x-te Reform im deutschen Sozialsystem, f&uuml;r die es schon Tonnen Gutachten und etliche Sondergremien und Expertenkommissionen gibt. Laut Gesetz von anno 1963 soll der Rat vor allem die &ldquo;gesamtwirtschaftliche Entwicklung&rdquo; begutachten &ndash; und sagen, wie man f&uuml;r stabile Preise, viel Besch&auml;ftigung und wenig au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewichte bei angemessenem Wachstum sorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Thomas-Fricke-Welt%F6konom-statt-Ramschexperten\/441749.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So richtig das von Fricke formulierte Anliegen f&uuml;r uns alle ist, es wird durch den &uuml;blichen Tribut an den Zeitgeist getr&uuml;bt. Kann es tats&auml;chlich f&uuml;r einen Chefsachverst&auml;ndigen wichtig sein, sich darin auszukennen, &ldquo;wie man Hartz-IV-Empf&auml;ngern noch etwas mehr Druck macht oder Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge senkt.&rdquo; Daf&uuml;r reichen Clement und Konsorten doch allemal. &ndash; Ein Punkt, der allerdings nicht nur von Fricke immer wieder &uuml;berbetont wird, ist die Messung der deutschen Exportabh&auml;ngigkeit oder auch Wettbewerbsf&auml;higkeit (je nach dem) durch die Exportquote (2007: 46,6%). Zur Erinnerung: Hier werden Wertsch&ouml;pfungs-(BIP) und Umsatzgr&ouml;&szlig;en (Exporte) in das Verh&auml;ltnis gesetzt. Dabei stellt sich z.B. die Frage nach Doppelz&auml;hlungen bei Mehrfachgrenz&uuml;berschreitungen eines Produkts oder nach dem Importanteil an den Exporten. Interessant f&uuml;r Besch&auml;ftigung und Einkommen sind die Wertsch&ouml;pfungsanteile.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise : Deutschland auf der Kippe<\/strong><br>\nErst die Banken, dann die Automobilhersteller und nun die Chemie: Welche Branche erschrickt als n&auml;chste? Ausgerechnet der Einzelhandel avanciert zum Fels in der Brandung. Keiner wei&szlig; welche Branche als n&auml;chstes in den Sog des weltweiten Abschwunges ger&auml;t.<br>\nKlar ist nur: Die globale Schockstarre trifft den Exportweltmeister hart !<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1633228_Auf-der-Kippe.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Professor (Un-) Sinn: &ldquo;Die Finanzkrise gibt der Rezession besonderen Schub&rdquo;<\/strong><br>\nSinn: Die Rezession f&auml;ngt ja jetzt erst an. In Fr&uuml;hindikatoren wie dem Ifo-Index hat sie sich zwar schon seit einem dreiviertel Jahr sehr deutlich angek&uuml;ndigt, aber wir stehen immer noch erst am Beginn einer wirtschaftlichen Flaute, die sich im n&auml;chsten Jahr weiter auswachsen und alle gro&szlig;en Wirtschaftsbereiche erfassen wird.\n<p>Wir erstellen gerade die neue Prognose, die im Dezember vorgestellt wird. Voraussichtlich werden wir eine negative Zahl f&uuml;r 2009 prognostizieren&hellip;.<br>\nDie Regierungen sollten Gewehr bei Fu&szlig; stehen und echte Konjunkturprogramme mit Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen entwickeln, diese aber jetzt noch nicht anwenden, sondern abwarten, bis das Feuer zu erl&ouml;schen droht. Konjunkturprogramme sind immer nur Strohfeuer. Sie haben eine n&uuml;tzliche Funktion, um das Feuer wieder in Gang zu bringen, wenn es zu erl&ouml;schen droht. Aber im Moment ist das noch nicht der Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/1121\/wirtschaft\/0006\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An diesem Interview ist einiges bemerkenswert: Es zeigt die Widerspr&uuml;che des Professors Sinn: Einerseits Rezession (und das schon l&auml;nger erkennbar), andererseits abwarten &bdquo;bis das Feuer zu erl&ouml;schen droht&ldquo;. Bewundernswert sind auch die Volten, die der bisherige Marktapologet im Hinblick auf staatliche Interventionen (z.B. in England) und im Hinblick auf Konjunkturprogramme &uuml;berhaupt schl&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ohne den Nationalstaat geht nichts&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser: &bdquo;In unz&auml;hligen Universit&auml;tsseminaren wurde nachgewiesen, dass der Nationalstaat im Prozess der Globalisierung aufgehoben wird. Man h&auml;tte sich diese Seminare schenken k&ouml;nnen. Der Nationalstaat ist der Akteur. Er ist souver&auml;n, im Sinne von Carl Schmitt, weil er &uuml;ber den Ausnahmenzustand gebietet. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass im Ernstfall nur der Nationalstaat handlungsf&auml;hig ist &ndash; sonst niemand.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/ohne-den-nationalstaat-geht-nichts\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zu &bdquo;<a href=\"?p=3599\">Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und &auml;lter als wir denken &ndash; wir zahlen schon seit 2000 f&uuml;r die Wettschulden<\/a>&ldquo;<\/strong>\n<p>Wir erinnern an zwei Beitr&auml;ge zum selben Thema von Hans Thie im Freitag aus dem Jahr 2003:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2003\/10\/03100101.php\">Schrottplatz Staat &ndash; Wie deutsche Gro&szlig;banken versuchen, ihre Risiken zu entsorgen<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2003\/19\/03190102.php\">Dem Morgenrot entgegen &ndash; Gemeinsam begehen die deutschen Gro&szlig;banken den Mai als Kampfmonat f&uuml;r mehr Eigenkapital und billigere Refinanzierung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Droht eine europ&auml;ische Lohnsenkungsspirale?<\/strong><br>\nIn der gesamten EU sind die gesamtwirtschaftlichen Lohnkosten pro Umsatzeinheit (reale Lohnst&uuml;ckkosten) von 2000 bis 2006 um 2,5 % gesunken, in Deutschland dagegen um 7,5 %. Die Frage ist, wie es sich auswirken w&uuml;rde, wenn diese Lohnzur&uuml;ckhaltung im Zeichen des Standortwettbewerbs in der gesamten EU nachvollzogen w&uuml;rde, angesichts ihres deutlichen negativen Einflusses auf die Binnennachfrage in den Mitgliedstaaten. Bislang beschr&auml;nken Belgien, D&auml;nemark, die Niederlande, Schweden und das Vereinigte K&ouml;nigreich ihre verst&auml;rkte Lohnzur&uuml;ckhaltung auf den Bereich ihrer Industrie. Das f&ouml;rdert den Export, ohne die Binnennachfrage wesentlich zu beeintr&auml;chtigen.\n<p>Solange die deutsche Lohnzur&uuml;ckhaltung von den europ&auml;ischen Standortkonkurrenten nicht nachvollzogen wird, st&auml;rkt sie die deutschen Exporte, allerdings ohne den erhofften positiven Einfluss auf die deutsche Besch&auml;ftigung. Wenn aber die gesamtwirtschaftliche Lohnzur&uuml;ckhaltung in der gesamten EU Schule machen w&uuml;rde, dann verschw&auml;nden die europ&auml;ischen Exportvorteile Deutschlands, w&auml;hrend die gesamte europ&auml;ische Binnennachfrage geschw&auml;cht w&uuml;rde, was die deutschen EU-Exporte zus&auml;tzlich beeintr&auml;chtigen w&uuml;rde. Insgesamt w&auml;re das Ergebnis einer europ&auml;ischen Lohnzur&uuml;ckhaltung sch&auml;dlich f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung in Deutschland wie in der gesamten EU. <\/p>\n<p>Es besteht die Gefahr einer Spirale wachstumshemmender Lohndrosselungen in der EU. In der EU wird Lohnpolitik bislang &uuml;berwiegend unter dem Gesichtspunkt der Inflationsvermeidung betrachtet. Aber die Lohnentwicklung ist nicht nur ein Thema der Geldpolitik, sondern ebenso der Besch&auml;ftigungspolitik. Ihre zunehmende Bedeutung f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung in der EU geh&ouml;rt dringend auf die Agenda der EU. Von Prof. Thomas von der Vring.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/05449.pdf\">Friedrich Ebert Stiftung [PDF &ndash; 832 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf des Autors <a href=\"http:\/\/www.tvdvring.de\/html\/observatorium.html\">Wachstums-Observatorium<\/a> verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Im Angesicht des Regelsatzes <\/strong><br>\nJahrelang gab es kaum kritische Berichterstattung, gab es, ganz im Gegenteil, lediglich Propagandajournalismus in Sachen Arbeitslosengeld II. Allerlei Zumutungen mu&szlig;te man dar&uuml;ber lesen: angefangen bei der platten Agitation von Seiten jener bekannten Tageszeitung, bis hin zu Sticheleien &ndash; auch in b&uuml;rgerlicheren Medien &ndash; &uuml;ber die angeblich f&uuml;rstliche H&ouml;he des Regelsatzes.\n<p>Nun aber, da sich herausstellt, dass es vielleicht doch den einen oder anderen treffen k&ouml;nnte, ist von der vielpostulierten Freude des Arbeitslosendaseins nicht mehr viel &uuml;briggeblieben.<\/p>\n<p>Wer aber Unrecht und untragbare, unmenschliche Zust&auml;nde erst durch sich selbst, durch die Wahrnehmung am eigenen K&ouml;rper, an der eigenen Existenz erkennt, der erkennt auch nur sich selbst, dient nur sich selbst; der erkennt aber nicht das Untragbare, welches am N&auml;chsten geschieht. Es ist nur barmherzig daherkommende Egozentrik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/im-angesicht-des-regelsatzes.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck unterst&uuml;tzt Callcenter-Aus<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck bef&uuml;rwortet die Pl&auml;ne der Deutschen Telekom, den Gro&szlig;teil ihrer Callcenter zu schlie&szlig;en. Zudem hat der SPD-Minister dem Telekom-Vorstand einen Freibrief auch f&uuml;r k&uuml;nftige Sparma&szlig;nahmen &ndash; und damit Personalabbau &ndash; erteilt. &ldquo;Die Entscheidung zur Neustrukturierung der Callcenter-Standorte obliegt allein dem Vorstand&rdquo;, schreibt Steinbr&uuml;ck an den Verdi-Bundesvorstand. Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die am Freitag (21. November) erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/it\/artikel\/0,2828,591235,00.html\">Manager-Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein typisches Beispiel, wie der nach wie vor der gr&ouml;&szlig;te Anteilseigner Bund (KfW-Anteil 17,3 %, der Bund h&auml;lt 15,2 %) sich hinter den Strategien des Finanzinvestors Blackstone (Aktienanteil 4,5%) versteckt.<\/em><\/p>\n<p>Als der auf der &bdquo;Heuschreckenliste&ldquo; der SPD verzeichnete &bdquo;Investor&ldquo; 2006 mit knapp 2,7 Milliarden Euro einstieg, wurde er von Steinbr&uuml;ck &uuml;berschw&auml;nglich begr&uuml;&szlig;t:<br>\n&ldquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Kehrtwende-Von-der-Heuschrecke-zum-willkommenen-Telekom-Investor--\/meldung\/72353\">Ich bin froh, dass mit Blackstone ein strategischer Investor, der an langfristiger Wertsteigerung und Wertsch&ouml;pfung interessiert ist, jetzt bei der Telekom einsteigt<\/a>&ldquo;. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass sich der Bund jetzt die Sparpl&auml;ne der Telekom unterst&uuml;tzt.<br>\nGenauso d&uuml;rfte es nach einer (Teil-)Privatisierung der Bahn zugehen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Nachzahlung bei befristeten Renten m&ouml;glich<\/strong><br>\nBezieher einer befristeten Rente k&ouml;nnen unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Rentennachzahlung haben. Auch deren k&uuml;nftige Rentenzahlungen k&ouml;nnen sich erh&ouml;hen.\n<p>Eine Chance auf Nachzahlung haben all diejenigen, die bis 30.4.2007 eine befristete Rente wegen Erwerbsminderung bezogen haben, die mindestens einmal verl&auml;ngert wurde, auch wenn diese inzwischen als Dauerrente oder als umgewandelte Altersrente unbefristet gezahlt wird. Darauf wies der Sozialverband VdK Deutschland heute in Berlin hin.<\/p>\n<p>Allen, die diese Voraussetzungen erf&uuml;llen, empfiehlt der Sozialverband VdK, einen &Uuml;berpr&uuml;fungsantrag beim zust&auml;ndigen Rentenversicherungstr&auml;ger zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdk.de\/perl\/cms.cgi?ID=de19885\">Sozialverband VdK Deutschland e. V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;rup beim AWD: Maschmeyers &ldquo;Edel-Strucki&rdquo;<\/strong><br>\nUm seine N&auml;he zur Versicherungswirtschaft hat sich R&uuml;rup nie wirklich geschert, auf ihren Honorarlisten steht er seit Jahren. Allein im Jahr 2005 hat der Experte mehr als ein Dutzend mal auf MLP-Kundenveranstaltungen &uuml;ber das Alterseink&uuml;nftegesetz referiert &ndash; und habe dabei jeweils &ldquo;eine f&uuml;nfstellige&rdquo; Summe als Honorar einkassiert, wie Insider berichten. Als R&uuml;rup dann seinen sp&auml;teren Duzfreund Carsten Maschmeyer kennenlernt, streicht er auch beim Konkurrenten gutes Geld ein.\n<p>Er tingelt auf Vortragstour gemeinsam mit Walter Riester und &ldquo;Maschi&rdquo; durch die Lande, parliert mit den VIPs dieser Republik auf AWD-Gro&szlig;veranstaltungen, l&auml;sst sich mit Maschmeyer und anderen in mehrseitigen Anzeigenkampagnen abbilden. Dass R&uuml;rup jetzt dauerhaft auf der Gehaltsliste des AWD steht, verwundert einige Beobachter daher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/artikel\/0,2828,druck-591751,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Sch&ouml;n, dass man nun auch im Manager Magazin etwas &uuml;ber diese Interessenverflechtungen erf&auml;hrt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Klaus C. Engelen, der als Wirtschaftsjournalist seit 1968 &uuml;ber den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), die Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich und das Weltfinanzsystem berichtet, zum Tode von G&uuml;nther Schleiminger:<\/strong>\n<p>Vom Marshall Plan zur Weltfinanzkrise 2008 &ndash; &bdquo;Nicht noch einmal ein 1929 erleben&rdquo; <\/p>\n<p>&bdquo;Inzwischen ist die &bdquo;G&ouml;tterd&auml;mmerung&rdquo; in den dritten Akt getreten und wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass uns der bekannte Schluss wie bei Richard Wagner erspart bleibt.&rdquo; Mit diesen spitzen Worten kommentierte G&uuml;nther Schleiminger noch vom Krankenbett die j&uuml;ngste Washingtoner Weltw&auml;hrungstagung, die im Schatten der sich weltweit ausbreitenden Finanzkrise den Auftakt zu den Mega-Rettungsoperationen f&uuml;r die Bankensysteme bildete. &bdquo;Soll der IWF es jetzt richten? Daf&uuml;r ist er doch weder institutionell noch personell vorbereitet. Aber Strauss-Kahn w&uuml;rde gerne die Gelegenheit nutzen, der BIZ und dem Aufseherforum FSF das Wasser abzugraben&rdquo;. Und er f&auml;hrt fort: &bdquo;Ich selbst h&auml;tte mir gerne das zweite 1929 erspart. Ich habe noch Erinnerungen an das erste, als meine Mutter 1930 immer nur 200 Reichsmarkt von der Bank abheben konnte, und glaubte fest, dass sich ein solches Desaster nicht wiederholen k&ouml;nne. In meinen Zeiten bei der OEEC in den 1950er war oberstes Ziel der Zusammenarbeit die &bdquo;internationale Finanzstabilit&auml;t&rdquo;. <\/p>\n<p>Nach schwerer Krankheit ist der fr&uuml;here Generaldirektor der &bdquo;Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich&ldquo; (BIZ) Anfang dieser Woche in Basel im Alter von 87 Jahren verstorben. In der fast achtzigj&auml;hrigen Geschichte der BIZ war Schleiminger der einzige Deutsche, der diesen Schl&uuml;sselposten in der Welt der Zentralbanken innehatte. Er kam zur &bdquo;Bank der Notenbanken&rdquo; Anfang 1975 als deren &bdquo;Generalsekret&auml;r&rdquo; und r&uuml;ckte zum Ende seiner Baseler Karriere &ndash; von M&auml;rz 1981 bis April 1985 &ndash; auf den Posten des Generaldirektors. Somit stand er am Steuer der Baseler BIZ, als das Weltfinanzsystem nach der Zahlungsunf&auml;higkeit Mexikos im August 1982 schon einmal am Abgrund eines systembedingten Zusammenbruchs stand. Als Spitzenmanager der BIZ fiel ihm damals eine Schl&uuml;sselrolle im globalen Krisenmanagement zu. W&auml;hrend der IWF f&uuml;r Mexiko, Brasilien, Argentinien und andere Pleite- L&auml;nder Lateinamerikas mit flankierenden St&uuml;tzungen der Banken umfassende Rettungsprogramme organisierte, musste die BIZ als Beitrag der Zentralbanken mit der Bereitstellung von &Uuml;berbr&uuml;ckungskrediten in die Bresche springen. <\/p>\n<p>Vor seinen Jahren bei der Baseler BIZ hatte Schleiminger von 1968 als deutscher Exekutivdirektor beim W&auml;hrungsfonds aus n&auml;chster N&auml;he den Zusammenbruch des auf festen Wechselkursen basierenden globalen W&auml;hrungssystems erlebt. Damals sei es darum gegangen, &bdquo;das alte Bretton Woods System von Krise zu Krise zu begleiten und Risse zu kitten, bis schlie&szlig;lich der totale Zusammenbruch im August 1971 nicht mehr aufzuhalten war&rdquo;. In dieser Zeit &bdquo;kam die deutsche Politik, weil sie in der W&auml;hrungspolitik eigene Wege ging (DM-Aufwertung) beim IWF ins Schussfeld der Kritik, was bedeutete, dass es diese Politik zu verteidigen galt&rdquo;. <\/p>\n<p>Mit Schleiminger ist einer der noch verbliebenen Zeitzeugen aus den Jahren gegangen, als die junge Bundesrepublik nach dem Beitritt zu den Bretton Woods-Institutionen im August 1952 und dem Londoner Schuldenabkommen (1953) &bdquo;ihre ersten Schritte auf dem internationalen Finanzparkett tat&rdquo;. Als enger Mitarbeiter von Otmar Emminger, dem Pr&auml;sidenten der Deutschen Bundesbank (1977 &ndash; 1979), geh&ouml;rte Schleiminger zu den W&auml;hrungspionieren, die &uuml;ber die Organisation f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC,Vorg&auml;ngerin der heutigen OECD) mit dem Aufbau der Europ&auml;ischen Zahlungsunion (EZU) das monet&auml;re Fundament f&uuml;r den Aufstieg der Bundesrepublik zum Exportland Europas legten. Zusammen mit seinem US-Counterpart Jacob J. Kaplan, hielt Schleiminger den Aufbau und die Rolle der EZU in einem 1989 erschienenen Standardwerk &bdquo;The European Payments Union&rdquo; fest. Wie der Untertitel &bdquo;Financial Diplomacy in the 1950s&rdquo; verspricht, gehen die Autoren auf die unterschiedlichen Interessen der Amerikaner, Briten und Franzosen ein und die Schwierigkeiten der Deutschen, sich wenige Jahre nach dem Ende des Krieges zu behaupten. <\/p>\n<p>Seinen Berufsweg hatte Schleiminger, der am 26. April 1921 in Magdeburg als Sohn eines Beamten geboren wurde, 1950 im Bonner Marshall Plan Ministerium begonnen. Dies schickte ihn zur OEEC und ihrem Ableger, der EZU, die im Pariser Le Chateau de la Muette ihren Sitz hatten. F&uuml;r den Fachbereich, die internationale W&auml;hrungszusammenarbeit, brachte er durch sein Studium der Volkswirtschaft an der Universit&auml;t Kiel und einer zweij&auml;hrigen Assistentent&auml;tigkeit bei Professor Erich Schneider beste akademische Voraussetzungen mit. Seine guten Kenntnisse der englischen Sprache, erworben durch englische Zeitungen, die seine Mutter bis zum Ausbruch des Krieges abonnierte hatte, bekannte er einmal, &bdquo;haben mir das Leben gerettet&rdquo;. <\/p>\n<p>Nachdem er zur U-Boot-Flotte eingezogen worden war, teilte man ihn wegen seines guten Englischs zum Abh&ouml;ren des Funkverkehrs von U-Booten in den Weltmeeren ein. Ausger&uuml;stet mit einer stattlichen privaten Sammlung der englischen &Ouml;konomieliteratur habe er in den Bunkern der Marine nicht nur &uuml;berlebt, sondern sich auch die damals g&auml;ngige Fachliteratur aneignen k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>In seinem Kommentar zur j&uuml;ngsten W&auml;hrungstagung zieht der fr&uuml;here &bdquo;BIZ-General&rdquo; das Fazit: &bdquo;Selbst die zur&uuml;ckhaltende und amerikafreundliche NZZ betitelte neulich ihren Leitartikel mit &bdquo;Die Fed als Brandstifter und Feuerwehr&rdquo;. Da muss ich sagen: &bdquo;&acute;guilty as charged!` Das Ansehen des (Aufseherforums) FSF d&uuml;rfte etwas gelitten haben, wurden doch so gro&szlig;e Hoffnungen in seine Gr&uuml;ndung gesetzt. Als Mekka und Gralsburg der Finanzmarktaufseher wird auch die BIZ ihr Fett abbekommen&rdquo;.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Thomas Fricke &ndash; Welt&ouml;konom statt Ramschexperten<\/li>\n<li>Finanzkrise : Deutschland auf der Kippe<\/li>\n<li>Professor (Un-) Sinn: &ldquo;Die Finanzkrise gibt der Rezession besonderen Schub&rdquo;<\/li>\n<li>Droht eine europ&auml;ische Lohnsenkungsspirale?<\/li>\n<li>&ldquo;Ohne den Nationalstaat geht nichts&rdquo;<\/li>\n<li>Nachtrag zu &bdquo;Die Verflechtung der Politik mit dem Casino-Betrieb der Finanzwirtschaft ist enger und &auml;lter als wir denken<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3608\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3608","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3608\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}