{"id":36085,"date":"2016-12-02T10:11:24","date_gmt":"2016-12-02T09:11:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36085"},"modified":"2016-12-05T08:12:23","modified_gmt":"2016-12-05T07:12:23","slug":"massgebliche-kraefte-heizen-den-konflikt-an-zu-einem-positionspapier-russland-der-cducsu-fraktion-zu-cyberangriffen-zu-medien-und-aleppo-usw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36085","title":{"rendered":"Ma\u00dfgebliche Kr\u00e4fte heizen den Konflikt an \u2013 Zu einem \u201ePositionspapier Russland\u201c der CDU\/CSU-Fraktion, zu Cyberangriffen, zu Medien und Aleppo usw."},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_mueller-1.jpg\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" scale=\"0\"><\/div><p><strong>Nachtr&auml;gliche Erg&auml;nzung 12:20:<\/strong> Der folgende Text ist auch eine vorl&auml;ufige Antwort auf die <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2016\/12\/161201-Festakt-Presserat.html\">besch&ouml;nigende Rede<\/a> von Bundespr&auml;sident Gauck beim Deutschen Presserat. &ndash; Heute versetze ich mich in die Lage des russischen Botschafters in Berlin bzw. jenes Diplomaten, der aus Berlin nach Moskau berichtet. Das ist eine reizvolle Perspektive f&uuml;r den Blick auf Deutschland. Gegenstand des Berichtes sind ein gerade erschienenes Papier der CDU\/CSU-Fraktion und die wiederkehrenden Angriffe in deutschen Medien wegen angeblicher Cyberangriffe Russlands und der Kriege im Nahen Osten. Der Bericht w&uuml;rde ungef&auml;hr so aussehen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2553\"><div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-36085-1\" width=\"640\" height=\"360\" preload=\"none\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4\">http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4<\/a><\/video><\/div><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp4\">Podcast: <a href=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=36085-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"161129_h19_476k_p9v13.mp4\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Feindseligkeiten gegen&uuml;ber Russland nehmen bei ma&szlig;geblichen politischen Kr&auml;ften und bei wichtigen Medien zu.<\/strong><\/p><p>Der Wochenbericht der russischen Botschaft in Berlin an das Au&szlig;enministerium in Moskau<\/p><p>Die Atmosph&auml;re in Deutschland gegen&uuml;ber Russland ist vergleichbar jener des Kalten Kriegs in den F&uuml;nfziger und Anfang der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts. In den politischen Parteien ist der Wille zur Verst&auml;ndigung, wie wir das von fr&uuml;heren Zeiten kannten und sch&auml;tzten, einer seltsamen Feindseligkeit gewichen. Diese kritische Ver&auml;nderung muss man vor dem Hintergrund des Abstands zu 1945 und dem Zweiten Weltkrieg sehen. Anders als im Kalten Krieg der F&uuml;nfzigerjahre wissen die Deutschen von heute mehrheitlich nicht mehr, was Krieg bedeutet.<\/p><p><strong>Am 29. November 2016 ist uns ein &bdquo;Positionspapier Russland&ldquo; der CDU\/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag bekannt geworden.<\/strong> Siehe <a href=\"https:\/\/www.cducsu.de\/sites\/default\/files\/positionspapier_russland_final_clean_003.pdf\">hier<\/a>.<\/p><p>Die CDU\/CSU-Fraktion ist die gr&ouml;&szlig;te Fraktion und zugleich die Fraktion der Kanzlerin. Was dort geschrieben steht und der Geist, der dahintersteht, ist von gro&szlig;er Bedeutung f&uuml;r die weiter zu erwartende Politik. Zusammenfassend kann man sagen: Wenn das die Mehrheit der CDU\/CSU-Fraktion kennzeichnet, dann muss man davon ausgehen, dass diese ma&szlig;geblich bestimmende Kraft f&uuml;r die deutsche Politik den Konflikt mit Russland nicht d&auml;mpfen, sondern anheizen will, Vertrauen nicht wieder aufbauen, sondern weiter besch&auml;digen will. Diese erkennbare Linie wird allerdings an mehreren Stellen durch Angebote und freundliche Worte begleitet. Aber diese sind eher Zierrat als der Kern des Positionspapiers.<\/p><p><strong>Zur Einordnung und W&uuml;rdigung dieses Papiers ein paar kurze Anmerkungen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Die Autoren sind erstaunlich geschichtsvergessen. Die Leidensgeschichte der beiden V&ouml;lker, des deutschen und des russischen, die vielen Millionen Opfer sind nicht einmal als Hintergrund des Textes erkennbar.<\/li>\n<li>J&uuml;ngere wichtige Vorg&auml;nge wie der Ukraine Konflikt und der Krieg in Syrien werden, wie das in Deutschland und im Westen insgesamt &uuml;blich geworden ist, verk&uuml;rzt erz&auml;hlt. Der Ukraine Konflikt wird an der sogenannten Annexion der Krim durch Russland festgemacht. Was es davor gab &ndash; die Milliarden Ausgaben des Westens zur Destabilisierung der Ukraine und der Putsch auf dem Maidan &ndash; wird nicht berichtet und auch nicht in die Urteilsfindung einbezogen.<\/li>\n<li>Das gilt auch f&uuml;r das geduldige Bem&uuml;hen der politischen F&uuml;hrung Russlands um Gespr&auml;che und Verst&auml;ndigung &ndash; siehe die Rede des russischen Pr&auml;sidenten im Deutschen Bundestag aus dem Jahre 2002 und diverse andere Angebote zur Kooperation. Trotz Ausdehnung der NATO bis an die russische Grenze.<\/li>\n<li>Es ist erstaunlich, wie die CDU\/CSU-Fraktion ihren fr&uuml;heren Bundeskanzler und Vorsitzenden Helmut Kohl desavouiert. Die Gespr&auml;che und Vereinbarungen im Umfeld der deutschen Vereinigung, das gro&szlig;z&uuml;gige Entgegenkommen der sowjetischen F&uuml;hrung wie auch die Verst&auml;ndigung auf die Nichtausdehnung der NATO spielen keine Rolle in der Meinungsfindung der heute f&uuml;hrenden Christdemokraten.<\/li>\n<li>Die Integration der Ukraine in die verschiedenen Strukturen des Westens soll nach der Meinung der Christdemokraten unbeeindruckt von den Bedenken der russischen Seite fortgesetzt werden.<\/li>\n<li>Eine von den USA und der NATO unabh&auml;ngige deutsche politische Linie ist in dem &bdquo;Positionspapier Russland&ldquo; nicht zu erkennen.<\/li>\n<li>Es gibt in der deutschen Sprache ein kurzes Sprichwort: &bdquo;Haltet den Dieb&ldquo;. Nach dieser Regel ist das Positionspapier geschrieben. Russland werden allerlei Dinge unterstellt, die man als ma&szlig;geblich f&uuml;r sich selbst erkennen m&uuml;sste. So zum Beispiel die Besch&auml;digung des gegenseitigen Vertrauens.<\/li>\n<\/ul><p><strong>&Auml;hnlich kritisch wie die Haltung und Entwicklung der gr&ouml;&szlig;ten Bundestagsfraktion, der CDU\/CSU, sind andere Entwicklungen zu betrachten, vor allem bei den Medien:<\/strong><\/p><p>Anders als im ersten kalten Krieg fehlt heute das kritische B&uuml;rgertum und die Arbeiterschaft, die in den sechziger Jahren wichtige Tr&auml;ger der Entspannungspolitik waren. Ein besonderes Zeichen f&uuml;r diese Entwicklung ist die Tatsache, dass selbst ein als liberal, aufgeschlossen und kritisch geltender Journalist wie Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der S&uuml;ddeutschen Zeitung, die Warnung des BND-Pr&auml;sidenten Bruno Kahl vor Cyberangriffen aus Russland quasi ungepr&uuml;ft weitergibt. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestagswahl-bnd-praesident-warnt-vor-cyberangriffen-aus-russland-1.3270995\">Hier<\/a> hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<strong>BND-Pr&auml;sident warnt vor Cyberangriffen aus Russland<\/strong><br>\nHacker und Trolle haben die US-Wahl beeinflusst &ndash; die Spur f&uuml;hrt nach Russland. Der neue BND-Pr&auml;sident Bruno Kahl sieht solche St&ouml;rkampagnen im Wahljahr&nbsp;2017&nbsp;auch auf Deutschland zukommen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn solche Unwahrheiten und aus vielerlei Gr&uuml;nden obskuren Warnungen sogar von dem als linksliberal geltenden Prantl verbreitet werden, dann ist das ein Alarmzeichen: Am Aufbau des neuen Feindbildes Russland und speziell des russischen Pr&auml;sidenten bauen auch Kr&auml;fte mit, von denen Kenner es nicht erwartet h&auml;tten und die noch im Zuge der Entspannungspolitik zwischen West und Ost wichtige St&uuml;tzen dieser friedvollen Entwicklung gewesen sind.<\/p><p>Zum Pr&auml;sidenten des Bundesnachrichtendienstes und seinen &Auml;u&szlig;erungen noch eine Anmerkung: Bruno Kahl ist ein Ziehkind des heutigen Bundesfinanzministers Wolfgang Sch&auml;uble und vermutlich wie dieser auch ein eingefleischter Atlantiker. Bemerkenswert ist, dass der Pr&auml;sident eines so wichtigen Geheimdienstes derart spekulative &Auml;u&szlig;erungen von sich gibt. Er erwartet St&ouml;rkampagnen Russlands im Wahljahr 2017. Die deutschen Medien geben das wieder und fragen nicht, wie das praktisch geschehen k&ouml;nnte. Wie soll Russland Einfluss nehmen auf die Wahlentscheidung der Deutschen? Noch dazu &uuml;ber Cyberangriffe. &ndash; Es ist so dahingesagt und in diesem Bericht erw&auml;hnt, weil man k&uuml;nftig von diesem, erst vor kurzem ins Amt gekommenen Pr&auml;sidenten des BND vermutlich laufend Zutaten zur innenpolitischen Debatte in Deutschland erwarten muss. Appetitliche und unappetitliche.<\/p><p><strong>Auch die so genannten &Ouml;ffentlich-rechtlichen Medien haben offensichtlich keine Hemmungen, eine feindselige Stimmung gegen&uuml;ber Russland zu stimulieren. <\/strong><\/p><p>So ist sowohl beim Ersten Deutschen Fernsehen (Tagesschau) als auch beim Zweiten Deutschen Fernsehen (heute und Heute journal) Russland f&uuml;r einen am 29.11.2016 stattgefundenen Cyberangriff auf die Deutsche Telekom verantwortlich gemacht worden. Hier ein Link auf die einschl&auml;gige <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/ts-17181.html\">Sendung der Tagesschau<\/a> (ab Minute 2:30, auch die Kanzlerin); und hier ein Link auf die <a href=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_h19\/1\/161129_h19_476k_p9v13.mp4\">Sendung &bdquo;heute&ldquo; des ZDF<\/a> (ab Minute 0:50) und auf &bdquo;<a href=\"http:\/\/downloadzdf-a.akamaihd.net\/mp4\/zdf\/16\/11\/161129_hjo\/1\/161129_hjo_476k_p9v13.mp4\">Heute Journal<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Dass dann Medien, von denen man ohnehin wei&szlig;, dass sie nicht freundlich mit Russland umgehen, &auml;hnlich berichten, war zu erwarten. Hier ein Link auf einen Artikel der &bdquo;Welt&ldquo;, eines Blattes aus dem Springer-Verlag: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article159833296\/Warum-die-Spur-der-Hacker-so-oft-nach-Moskau-fuehrt.html\">Warum die Spur der Hacker so oft nach Moskau f&uuml;hrt<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Inzwischen ist selbst von deutschen Medien &ndash; von einem Internetmedium; typisch -, gemeldet worden, dass die Nachrichten &uuml;ber die Verantwortung Russlands f&uuml;r den Cyber-Angriff auf die Deutsche Telekom voreilig waren. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/security\/meldung\/Grossstoerung-bei-der-Telekom-Was-wirklich-geschah-3520212.html\">Die Fakten sind in diesem Fall mitttlerweile unzweifelhaft und unstrittig<\/a>. Aber man muss davon ausgehen, dass die zuerst gestreuten Ger&uuml;chte sitzen und die Korrektur bei den Zuschauern nicht mehr ankommt.<\/p><p><strong>Das wirklich Bedrohliche ist, dass die Verantwortlichen in den Medien keinerlei Hemmungen kennen, ungesicherte Verd&auml;chtigungen zu verbreiten.<\/strong><\/p><p>Das t&auml;ten sie nicht, wenn es noch den Geist der Verst&auml;ndigung g&auml;be, der das Verh&auml;ltnis Deutschlands zu Russland in der Zeit der Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Schmidt und Helmut Kohl und des Au&szlig;enministers Hans-Dietrich Genscher pr&auml;gte. Mit dem Tod dieser Politiker bzw. dem Ausscheiden aus der politischen Verantwortung ist nicht nur eine Epoche in Deutschland, sondern auch eine Grundeinstellung verschwunden: der Wille zur Verst&auml;ndigung und das Bewusstsein, dass zu einer guten Nachbarschaft, wie sie der fr&uuml;here Bundeskanzler Brandt 1969 verk&uuml;ndet und versprochen hatte, auch geh&ouml;rt, dass man Vertrauen beim Partner aufbauen will und dass man sich zum besseren Verst&auml;ndnis gelegentlich in die Lage des Partners versetzt. Die heute verantwortlichen Politiker und Medien in Deutschland zerst&ouml;ren Vertrauen. Das ist eine gef&auml;hrliche Entwicklung, weil sie in Deutschland eine Eigendynamik erfassen kann, und auch deshalb, weil eine Reaktion im &ouml;ffentlichen Bewusstsein der Menschen in Russland nicht ausgeschlossen werden kann.<\/p><p><strong>Ein wiederkehrender Teil negativer Stimmungsmache sind die Berichte und Kommentare zu Aleppo<\/strong><\/p><p>Es vergeht kaum eine Nachrichtensendung in der &bdquo;Tagesschau&ldquo; oder in den &bdquo;Tagesthemen&ldquo; des Ersten Programms oder in &bdquo;heute&ldquo; und im &bdquo;heute Journal&ldquo; des Zweiten Deutschen Fernsehen und im weitverbreiteten H&ouml;rfunk des Deutschlandfunks und des Deutschlandradio Kultur ohne eine Meldung oder einen Kommentar, der sich gegen Russland wendet. <\/p><p>Regelm&auml;&szlig;ig wird in diesen Tagen &uuml;ber den Krieg in Aleppo berichtet &ndash; und dann meist nach dem gleichen Schema; oft muss man den Eindruck gewinnen, dass einfach die Meldung vom Vortag wiederholt wird, wonach die Truppen des syrischen &bdquo;Machthabers&ldquo; Assad und russische Kampfflugzeuge Aleppo bombardiert h&auml;tten; dabei seien viele Menschen zu Schaden gekommen, gerade auch &bdquo;Frauen und Kinder&ldquo;. Der Verweis auf &bdquo;Frauen und Kinder&ldquo; fehlt fast nie und verfehlt nat&uuml;rlich nicht die damit beabsichtigte Stimmungsmache. Dann wird auch regelm&auml;&szlig;ig die so genannte Syrische Beobachtungsstelle in Gro&szlig;britannien zitiert &ndash; von der man wei&szlig;, dass sie keine verl&auml;ssliche, sondern eine parteiische Quelle ist. Das macht aber nichts, durch st&auml;ndige Wiederholung wird die Glaubw&uuml;rdigkeit auch solcher Institutionen erh&ouml;ht und gefestigt.<\/p><p><strong>Fazit:<\/strong> Die deutschen Medien leisten sich in ihrer Mehrheit eine bemerkenswert einseitige Berichterstattung und Kommentierung zulasten Russlands. <\/p><p>Die Einseitigkeit wird &uuml;brigens auch daran sichtbar, dass die K&auml;mpfe und das Sterben in Mossul, also im Irak, f&uuml;r die deutschen Medien kein bedeutendes Thema mehr sind. Das gilt auch f&uuml;r andere Teile Syriens, n&auml;mlich immer da, wo die Verb&uuml;ndeten des Westens die Verursacher der Kriegsopfer sind. Davon wird meist gar nicht berichtet<\/p><p>Der Eifer der Suche nach M&ouml;glichkeiten der Schuldzuweisung an Russland geht soweit, dass Mossul jetzt sogar einfach nach Syrien verlegt wurde, um das Sterben und Morden im Irak der syrischen Regierung und Russland in die Schuhe schieben zu k&ouml;nnen. Das folgende Foto mit Bildunterschrift findet man am 29. November auf t-online-news der Deutschen Telekom AG auf der Basis von Agenturmeldungen von AFP und dpa. F&uuml;r Luftangriffe auf Mossul wird in der Bildunterschrift Syrien und Russland verantwortlich gemacht:<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161202-positionspapier-russland.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/161202-positionspapier-russland-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Das ist zwar eine Nachricht &uuml;ber ein kleines Detail in deutschen Medien. Aber sie ist symptomatisch f&uuml;r den Ungeist, der inzwischen in Deutschland herrscht: Es wird fieberhaft danach gesucht, Russland und die russische Regierung zu diskreditieren. Das ist fast schon eine psychopathische Grundeinstellung; jedenfalls sollte man bedenken, dass man dagegen vermutlich mit rationalen Argumenten nicht mehr ankommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_mueller-1.jpg\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" scale=\"0\"\/><\/div>\n<p><strong>Nachtr&auml;gliche Erg&auml;nzung 12:20:<\/strong> Der folgende Text ist auch eine vorl&auml;ufige Antwort auf die <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2016\/12\/161201-Festakt-Presserat.html\">besch&ouml;nigende Rede<\/a> von Bundespr&auml;sident Gauck beim Deutschen Presserat. &ndash; Heute versetze ich mich in die Lage des russischen Botschafters in Berlin bzw. jenes Diplomaten, der aus Berlin<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36085\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,192,183,11],"tags":[1546,329,2012,1543,2013,901,641,2011,1268,304,466,805,259,1553,262,1338,260,328,1540],"class_list":["post-36085","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-cducsu","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-ard","tag-brandt-willy","tag-cyberkriminalitaet","tag-deutsche-einheit","tag-entspannungspolitik","tag-geheimdienste","tag-irak","tag-kahl-bruno","tag-kalter-krieg","tag-kriegsverbrechen","tag-nato","tag-prantl-heribert","tag-russland","tag-syrien","tag-telekom","tag-transatlantiker","tag-ukraine","tag-welt","tag-zdf"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36085"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36085\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36103,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36085\/revisions\/36103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}