{"id":36095,"date":"2016-12-02T16:26:19","date_gmt":"2016-12-02T15:26:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095"},"modified":"2016-12-02T16:26:19","modified_gmt":"2016-12-02T15:26:19","slug":"hinweise-des-tages-ii-275","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h01\">B&uuml;rgerkrankenversicherung &ndash; ein Jobkiller?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h02\">Grundsicherung nicht diskreditieren, sondern weiterentwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h03\">Habemus Tarifabschluss. F&uuml;r die Leiharbeit. Das gef&auml;llt nicht jedem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h04\">Europaweite St&auml;rkung der Kollektivvertragssysteme gefragt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h05\">Referendum in Italien: Vorsitzende der Gewerkschaft CGIL ruft zum &ldquo;Nein&rdquo; auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h06\">Die SNB und ihre Buchungspraxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h07\">Zu wenig Geld f&uuml;r mehr Studierende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h08\">Beabsichtigte Strafversch&auml;rfung bei Wohnungseinbruch kann zu massenhafter Funkzellenabfrage f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h09\">Bauernopfer f&uuml;r CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h10\">Bundesregierung r&auml;umt Wissen &uuml;ber Drohnenkrieg ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h11\">Aleppo: Al-Qaidas Niederlage wird begleitet von westlicher Propagandakampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h12\">Auf dem Weg zur Autonomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h13\">Studie stellt Asylverfahren in Deutschland mangelhaftes Zeugnis aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h14\">Indigene V&ouml;lker k&auml;mpfen gegen Erd&ouml;lf&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h15\">Wie ein deutscher Unternehmer auf Amerikas Terrorliste geriet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h16\">Clintons Vorsprung steigt auf 2,5 Millionen Stimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36095#h17\">Das Letzte: US-Investor nennt Schuldenberg &ldquo;die L&uuml;ge des Jahrhunderts&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkrankenversicherung &ndash; ein Jobkiller?<\/strong><br>\nDie Fusion von privater und gesetzlicher Krankenversicherung zu einer B&uuml;rgerkrankenversicherung ist ein &ouml;konomisch rationales Projekt. Eine Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung wird nun dazu benutzt, die B&uuml;rgerkrankenversicherung als Jobkiller zu diskreditieren. Anmerkungen zu einer seltsamen Debatte. (&hellip;)<br>\nDer PKV geht es nicht gut. Ihre Beitr&auml;ge werden im kommenden Jahr um durchschnittlich 11 Prozent angehoben (hier). Die FAZ spricht von einem &bdquo;&Uuml;berfall auf die Versicherten&ldquo;, macht aber daf&uuml;r nicht das PKV-System verantwortlich, sondern die SPD (hier). Sie habe eine gleitende Tarifanpassung verhindert, die einen solchen Beitragsschock vermieden h&auml;tte. Damit habe sie die PKV systematisch schw&auml;chen wollen. Das ist paranoider Quatsch. Der Versicherungswirtschaft werden keine gleitenden Tarifanpassungen untersagt, sondern Vertragsabschl&uuml;sse mit regelm&auml;&szlig;igen Beitragsanhebungen wie etwa bei Staffelmietvertr&auml;gen. Da der FAZ zur Verteidigung des unwirtschaftlichen PKV-Systems sachlich nichts einf&auml;llt, kreiert sie eine Verschw&ouml;rungstheorie. Die SPD ist eh an allem schuld, sogar f&uuml;r einen verregneten Sommer, wie wir von Rudi Carrell wissen.<br>\nNeben der SPD muss auch die EZB als S&uuml;ndenbock herhalten. Deren Nullzins-Politik habe zu einem Abschmelzen der Ertr&auml;ge aus den R&uuml;ckstellungen zur Absicherung der Altersrisiken gef&uuml;hrt, so die offizielle Begr&uuml;ndung des PKV-Verbandes f&uuml;r die Beitragsanhebungen. Seine Mitglieder f&uuml;hren durchschnittlich 30 Prozent der Beitragseinnahmen in R&uuml;ckstellungen ab, aus denen die steigenden Behandlungskosten der &auml;lteren Versicherten finanziert werden sollen. Jetzt sprudelt diese Quelle aber nicht mehr so wie fr&uuml;her. Die Ertr&auml;ge reichen offenbar nicht, um die Ausgabenzuw&auml;chse insbesondere f&uuml;r die Altersgruppe der &uuml;ber 60-J&auml;hrigen zu decken. Das Gesch&auml;ftsmodell eines Hedgefonds mit angeschlossener Krankenversicherung funktioniert nicht mehr wie gew&uuml;nscht. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die gro&szlig;en Versicherungskonzerne kaum noch Interesse am wenig ertragreichen Krankenversicherungsgesch&auml;ft haben, es aber aus Prestigegr&uuml;nden nicht fallen lassen wollen.<br>\nEs zeigt sich mal wieder, dass das Kapitaldeckungsverfahren ein teurer Fehler ist (siehe dazu auch hier). Hinzu kommt, dass die PKV im Unterschied zur GKV &uuml;ber keine effektiven Instrumente zur Kostensteuerung verf&uuml;gt. Ihre Leistungsausgaben haben eine um 50 Prozent h&ouml;here Steigerungsrate als die der GKV. Privatpatienten bringen den Arztpraxen bei vergleichbaren Leistungen mehr als das Doppelte der Verg&uuml;tungen f&uuml;r Kassenpatienten. Auch f&uuml;r Arzneimittel muss die PKV deutlich mehr ausgeben als die GKV. Gegen das Erwerbsstreben von &Auml;rzten und Pharmaindustrie ist sie machtlos. Sie kennt keine Verg&uuml;tungs- oder Rabattvertr&auml;ge und muss zahlen, was auf den Arztrechnungen und Rezepten ihrer Versicherten steht. Alles in allem ist die PKV eine Verschwendung volkswirtschaftlicher Ressourcen. Ihre &Uuml;berf&uuml;hrung in ein einheitliches Krankenversicherungssystem f&uuml;r alle B&uuml;rger (&bdquo;B&uuml;rgerversicherung&ldquo;) ist ein &ouml;konomisch rationales Projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/11\/buergerkrankenversicherung-ein-jobkiller\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Grundsicherung nicht diskreditieren, sondern weiterentwickeln<\/strong><br>\nDer Sozialstaat steht sich selbst im Weg, kritisiert der Generalsekret&auml;r des Deutschen Caritasverbandes Georg Cremer. Das Hilfenetz des Sozialstaats sei nur ungen&uuml;gend auf die Pr&auml;vention sozialer Notlagen ausgerichtet. Er fordert eine Politik der Armutspr&auml;vention.<br>\nIn der &ouml;ffentlichen Debatte gilt die Zahl der Empf&auml;nger von Hartz IV und der Grundsicherung im Alter als wichtiger Armutsindikator. Es wird argumentiert: Je h&ouml;her diese Zahl, desto schiefer die soziale Lage des Landes. Allerdings h&auml;ngt dieser Indikator davon ab, wie gut oder knauserig unser Sicherungssystem ist. Daraus ergeben sich argumentative Fallstricke, die in der Debatte zu sozialer Sicherung und Armut sehr h&auml;ufig nicht beachtet werden.<br>\nDas zeigt sich beispielhaft an der Grundsicherung im Alter. Erinnern wir uns: Sie wurde 2003 von der Rot-Gr&uuml;nen Koalition eingef&uuml;hrt und hat die Hilfe f&uuml;r arme alte Menschen sehr verbessert. Denn der R&uuml;ckgriff auf das Einkommen der Kinder, der bis dahin in der Sozialhilfe erfolgte, wurde faktisch aufgehoben. Sehr viele arme Alte hatten bis dahin keine erg&auml;nzende Sozialhilfe beantragt, um ihnen Kindern nicht zur Last zu fallen. Es gab also in weit h&ouml;herem Ma&szlig;e als heute verdeckte Armut. Nach 2003 stieg die Zahl der Grundsicherungsempf&auml;nger im Alter deutlich an, die verdeckte Armut ging zur&uuml;ck. Doch genau dieser Anstieg wurde den Politikern als Versagen des Sozialstaats um die Ohren gehauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++63bd89aa-b7dd-11e6-8654-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Habemus Tarifabschluss. F&uuml;r die Leiharbeit. Das gef&auml;llt nicht jedem<\/strong><br>\nAm 25. November 2016 hat der Bundesrat die vom Bundestag bereits beschlossenen &Auml;nderung des Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes gebilligt. Damit hat die heftig umstrittene Neuregelung der Leiharbeit (vgl. dazu den Beitrag Ein &ldquo;kleingeh&auml;ckseltes&rdquo; koalitionsvertragsinduziertes Abarbeitungsgesetz zu Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen vom 21. Oktober 2016) seinen parlamentarischen Weg beendet. Und nur wenige Tage sp&auml;ter werden wir mit dieser Nachricht aus der Leiharbeitswelt konfrontiert:<br>\n&ldquo;Wir haben seit Dienstag mehr als 24 Stunden Non-Stop verhandelt und eine deutliche Erh&ouml;hung der Entgelte erreicht. Der Kompromiss enth&auml;lt viel von dem, was wir gefordert hatten. Die Gewerkschaften haben die vollst&auml;ndige Ost-West-Angleichung ab 2021 sowie eine &uuml;berproportionale Anhebung der unteren Entgeltgruppen durchgesetzt.&rdquo; Mit diesen Worten wird Stefan K&ouml;rzell, DGB-Vorstandsmitglied und Verhandlungsf&uuml;hrer f&uuml;r die DGB-Tarifgemeinschaft Leiharbeit zitiert: Verhandlungsergebnis f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der Leiharbeit erreicht. Und weiter erfahren wir &uuml;ber das Verhandlungsergebnis: Die Entgelte in der Leiharbeit steigen im Westen j&auml;hrlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent pro Stunde. Im Osten steigen sie j&auml;hrlich bis zu 4,82 Prozent pro Stunde. Die vollst&auml;ndige Ost-West-Angleichung in allen neun Entgeltgruppen erfolgt zum 01.04.2021. Die Entgelttabelle Ost entf&auml;llt zu diesem Zeitpunkt. Die dann g&uuml;ltige Tabelle West wird dann im gesamten Bundesgebiet angewendet. Und auch das sollte erw&auml;hnt werden: Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten und endet zum 31.12.2019.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/12\/260.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europaweite St&auml;rkung der Kollektivvertragssysteme gefragt<\/strong><br>\nIn der EU ist derzeit eine Sichtweise auf L&ouml;hne und Kollektivvertragssysteme vorherrschend, die diese einseitig als Problem f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit definiert. Diese Sichtweise f&uuml;hrte zu Reformen der &bdquo;Economic Governance&ldquo; bzw. der wirtschaftspolitischen Steuerung in der EU, die als neuer lohnpolitischer Interventionismus verstanden werden kann. In unserem neuen Sammelband analysieren wir die Auswirkungen dieser Politik auf die Arbeitsbeziehungen in den einzelnen L&auml;ndern, aber auch auf den Verlauf der wirtschaftlichen und sozialen Krise, die auf diese Art nicht &uuml;berwunden werden konnte. Demgegen&uuml;ber steht eine alternative Sichtweise, die auf eine expansivere und solidarischere Lohnpolitik in Europa setzt. (&hellip;)<br>\nNach dem Zweiten Weltkrieg hat sich in zahlreichen westeurop&auml;ischen L&auml;ndern ein Wirtschafts- und Sozialmodell herausgebildet, dass auf einem inklusiven Wachstumspfad beruhte, der in der Lage war &ouml;konomische Prosperit&auml;t mit sozialem Fortschritt zu verbinden. Zu den konstituierenden Faktoren dieses Modells geh&ouml;rten starke Gewerkschaften und umfassende Kollektivvertragssysteme, bei denen die gro&szlig;e Mehrheit der Besch&auml;ftigten durch Kollektivvertr&auml;ge erfasst wurde. W&auml;hrend starke Gewerkschaften als notwendiges soziales und politisches Gegengewicht zu den destruktiveren Tendenzen des Kapitalismus anerkannt wurden, galten umfassende Kollektivvertragssysteme als Garanten f&uuml;r eine relativ egalit&auml;re Einkommensverteilung, die wiederum eine wesentliche Vorbedingung f&uuml;r nachhaltiges und inklusives Wachstum bildete. [&hellip;]<br>\nSeit den 1990er Jahren haben innerhalb der EU jedoch auch die gegenteiligen Positionen zunehmend an Einfluss gewonnen. Gest&uuml;tzt auf gro&szlig;e Teile der neoklassisch gepr&auml;gten Wirtschaftswissenschaft und bef&ouml;rdert durch neoliberale &Ouml;konomInnen werden Gewerkschaften und Kollektivvertragssysteme vorrangig als &bdquo;institutionelle Rigidit&auml;ten&ldquo; angesehen, die ein effizientes Wirken der Marktmechanismen behindern. In der Konsequenz werden daher ein &bdquo;R&uuml;ckgang der Kollektivvertragsbindung&ldquo; und eine &bdquo;allgemeine Reduzierung der Lohnfestsetzungsmacht der Gewerkschaften&ldquo; gefordert, wie dies in aller Offenheit in dem mittlerweile ber&uuml;hmten Bericht der GD Wirtschaft und Finanzen aus dem Jahr 2012 formuliert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/europaweite-staerkung-der-kollektivvertragssysteme-gefragt\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Referendum in Italien: Vorsitzende der Gewerkschaft CGIL ruft zum &ldquo;Nein&rdquo; auf<\/strong><br>\nDie Vorsitzende der gr&ouml;&szlig;ten italienischen Gewerkschaft CGIL, Susanna Camusso, ruft gemeinsam mit den Vorsitzenden der Partisanen-Organisation ANPI und der antifaschistischen Organisation ARCI dazu auf, beim Referendum &uuml;ber eine Verfassungsreform am 4. Dezember mit &ldquo;No&rdquo; zu stimmen.<br>\nDer italienische Regierungschef Matteo Renzi beabsichtigt, durch eine Verfassungs&auml;nderung Italien st&auml;rker zu zentralisieren und politische Mehrheiten m&auml;chtiger zu machen, als sie es laut Wahlergebnis eigentlich sind. Letztlich zielen seine Vorschl&auml;ge darauf ab, zahlreiche demokratische Sicherungsmechanismen abzubauen, die Italien nach dem Zweiten Weltkrieg als Lehre aus dem Faschismus eingef&uuml;hrt hatte. Dies ist wohl der wesentlichste Grund f&uuml;r die Ablehnung, die gerade von ehemaligen PartisanInnen und von AntifaschistInnen gegen&uuml;ber Renzis Vorhaben ge&auml;u&szlig;ert wird. Dieser hat f&uuml;r den Fall des Scheiterns seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1966\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die SNB und ihre Buchungspraxis<\/strong><br>\nIm August 1971 k&uuml;ndete US-Pr&auml;sident Richard Nixon die Bindung des Dollars an Gold auf. F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter empfahl der Internationale W&auml;hrungsfonds allen seinen Mitgliedern, die Goldbindung aufzugeben. Damit war der Regime-Wechsel vollzogen, f&uuml;r die Notenbanken galten ab sofort neue Spielregeln: Sie m&uuml;ssen nicht mehr mit ihrem Verm&ouml;gen f&uuml;r die Noten haften, die sie emittieren. Das Notenbankgeld ist kein Schuldschein der Notenbanken mehr, sondern blo&szlig; noch ein Warengutschein. Sein Gegenwert ist das BIP des emittierenden Landes, nicht das Verm&ouml;gen der Zentralbank.<br>\nDiese &Auml;nderung der Spielregeln hat sich allerdings nie in der Buchungspraxis der Notenbanken niedergeschlagen. Sie verbuchen den Geldumlauf immer noch auf der Passivseite der Bilanz. Das ist insofern nicht korrekt, als die Besitzer der Notenbankgeldmenge keinen Anspruch auf die Aktiven der Notenbank erheben k&ouml;nnen. Zwischen dem Geldumlauf und den W&auml;hrungsreserven gibt es keinen buchhalterischen oder rechtlichen, sondern blo&szlig; einen volkswirtschaftlichen Zusammenhang: Die Notenbank kann (und soll) ihre W&auml;hrungsreserven im Rahmen ihres volkswirtschaftlichen Auftrags ver&auml;u&szlig;ern, um den Au&szlig;enwert der W&auml;hrung zu st&auml;rken oder um die Inflation zu bek&auml;mpfen, oder sie kann W&auml;hrungsreserven gegen Banknotengeld erwerben, wenn sie die eigene W&auml;hrung schw&auml;chen und\/oder die Inflation ankurbeln will.<br>\nDoch spielt es wirklich eine Rolle, wie die Zentralbanken ihr Geld verbuchen? Im Prinzip nicht. Es sei denn, die Buchungspraxis hindere die Notenbanker daran, die richtige Entscheidung zu treffen. Beispielsweise, weil schlecht informierte politische Kreise Druck aus&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2016\/11\/die-snb-und-ihre-buchungspraxis\/\">Werner Vontobel auf &Ouml;konomenstimme<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zu wenig Geld f&uuml;r mehr Studierende<\/strong><br>\nHochschulen in Deutschland sind weiterhin unterfinanziert. Zwar stehen heute deutlich mehr Mittel als noch vor zehn Jahren zur Verf&uuml;gung, aber gemessen an der steigenden Zahl der Studierenden immer noch zu wenig. Das ist das Ergebnis einer Studie von Benjamin Baumgarth, Justus Henke und Peer Pasternack vom Institut f&uuml;r Hochschulforschung (HoF) Halle-Wittenberg im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Forscher haben die Finanzierung des gesamten Hochschulsystems untersucht. Neben der Grundfinanzierung der Hochschulen z&auml;hlen dazu unter anderem Ausgaben f&uuml;r Investitionen oder Studienf&ouml;rderung sowie Drittmittel. Ausgenommen sind Universit&auml;tskliniken.<br>\nInsgesamt flossen im Jahr 2013 rund 33,6 Milliarden Euro in das Hochschulsystem. Davon gingen 29,4 Milliarden Euro direkt an die Hochschulen, 4,2 Milliarden Euro in die F&ouml;rderung von Studierenden und Wissenschaftlern. 94,5 Prozent dieser Mittel stammten aus &ouml;ffentlichen Kassen. Die private Wirtschaft einschlie&szlig;lich privater Stiftungen kam auf einen Anteil von 5,5 Prozent.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Bedeutung f&uuml;r die Finanzierung des Hochschulsystems haben die laufenden Grundmittel. Sie beliefen sich im Jahr 2013 auf 18,3 Milliarden Euro &ndash; und sind damit seit 2004 bundesweit betrachtet um 29 Prozent gestiegen. Die laufenden Grundmittel, mit denen Hochschulen zum Beispiel Personal, Verwaltung oder Geb&auml;ude bezahlen, werden zum allergr&ouml;&szlig;ten Teil von den L&auml;ndern bereitgestellt. Die Zuw&auml;chse bei der Grundfinanzierung schwanken stark nach Bundesl&auml;ndern: Am gr&ouml;&szlig;ten waren sie in Hamburg (+85 Prozent), Baden-W&uuml;rttemberg (+51 Prozent) und Hessen (+50 Prozent), am geringsten in Sachsen (+6 Prozent), Th&uuml;ringen (+18 Prozent) und Bremen (+19 Prozent). Das einzige Bundesland, das weniger f&uuml;r seine Hochschulen ausgab, war Berlin mit einem Minus von 9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/106038_106065.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Beabsichtigte Strafversch&auml;rfung bei Wohnungseinbruch kann zu massenhafter Funkzellenabfrage f&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Innenminister von Bund und L&auml;ndern haben sich auf ihrer Herbsttagung darauf verst&auml;ndigt, den Tatbestand des minder schweren Wohnungseinbruchs abzuschaffen. Minister Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern erkl&auml;rt dazu: &bdquo;Nach Wohnungseinbr&uuml;chen bleiben die Opfer oft schwer traumatisiert zur&uuml;ck. Ich kann einem normalen B&uuml;rger nicht erkl&auml;ren, was daran &bdquo;minderschwer&ldquo; sein soll. Ein Wohnungseinbruch ist eine schwere Straftat und sollte aus Sicht der Union mit einer Mindeststrafe von einem Jahr belegt werden.&ldquo; Dazu ist es erforderlich, den &sect;244 des Strafgesetzbuches zu &auml;ndern und die Strafprozessordnung anzupassen. Bundesjustizminister Maas, SPD, wurde gebeten, dazu einen Vorschlag vorzulegen. Es ist zu erwarten, dass der mit der satten Mehrheit der Gro&szlig;en Koalition in K&uuml;rze den Bundestag passieren wird.<br>\nDaraus ergeben sich m&ouml;gliche Konsequenzen f&uuml;r jeden einzelnen B&uuml;rger, zumindest dann, wenn er ein Handy hat. Denn Straftaten, auf die eine Mindeststrafe von einem Jahr Gef&auml;ngnis steht, sind im Strafgesetzbuch als &sbquo;Verbrechen&lsquo; eingestuft. [&bdquo;&sect;12. Abs. 1 StGB: &bdquo;Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestma&szlig; mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder dar&uuml;ber bedroht sind.&ldquo;]<br>\nF&uuml;r Verbrechen bzw. (in &sect;100a, Abs. 2) ausdr&uuml;cklich aufgef&uuml;hrte &rsquo;schwere Straftaten&lsquo; sieht die Strafprozessordnung die M&ouml;glichkeit der Telekommunikations&uuml;berwachung vor [&sect;100a StPO), sowie &ndash; und das ist hier wichtig &ndash; die M&ouml;glichkeit der &bdquo;Erhebung von Verkehrsdaten&ldquo;, allgemeiner bekannt als Funkzellenabfrage (nach &sect;100g StPO).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/beabsichtigte-strafverschaerfung-bei-wohnungseinbruch-ausweitung-funkzellenabfrage-3997\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bauernopfer f&uuml;r CETA<\/strong><br>\nTTIP ist auch mit der Wahl des erkl&auml;rten &raquo;Freihandelsgegners&laquo; Donald Trump zum k&uuml;nftigen US-Pr&auml;sidenten nicht tot. Daf&uuml;r w&uuml;rden schon seine Berater sorgen, zu denen auch Vertreter der Agrarindustrie z&auml;hlen. Davon ist Sharon Treat &uuml;berzeugt. Die Wissenschaftlerin, Politikerin und Gegnerin der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der EU und den USA stellte am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit ihrer Kollegin Shefali Sharma die deutsche Fassung einer Studie vor, die deutlich macht, welche Folgen TTIP wie auch CETA, das Abkommen mit Kanada, f&uuml;r die europ&auml;ische Landwirtschaft h&auml;tten.<br>\nDeren Befund k&ouml;nnte man in einem Satz zusammenfassen: Die EU-Bauern werden fr&uuml;her oder sp&auml;ter plattgemacht. Oder sie werden, wie viele ihrer Kollegen in den USA, &uuml;ber Kontrakte zu Sklaven der Fleischindustrie. Landwirte in den Vereinigten Staaten sind heute in ihrer Mehrheit Franchise-Unternehmer f&uuml;r die gro&szlig;en Schlacht- und Fleischverarbeitungs- oder f&uuml;r Getreidehandelskonzerne. Die Tierhalter unter ihnen tragen das gesamte Risiko schwankender Preise sowie die Kosten der Kredite f&uuml;r den Bau von Stallanlagen &ndash; und sind zugleich zur Abnahme bestimmter Futterstoffe und anderer Betriebsmittel von denselben Gro&szlig;unternehmen verpflichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/12-02\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Neue Studie pr&auml;sentiert: Ausverkauf der Landwirtschaft &ndash; Agrarkonzerne wollen mit TTIP das Ruder &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nNeue Deutsche Fassung der Studie: &bdquo;Ausverkauf der Landwirtschaft &ndash; Agrarkonzerne wollen mit TTIP das Ruder &uuml;bernehmen&ldquo;. Am 1. Dezember ver&ouml;ffentlichen die Studienherausgeber Arbeitsgemeinschaft b&auml;uerliche Landwirschaft (AbL), Compassion in world farming, Institute for Agriculture and Trade Policy (IATP) und PowerShift die neue transatlantische Studie. Die 106 Seiten starke Studie untersucht die unterschiedlichen Produktionssysteme in den USA und in Europa, die durch den vermehrten Handel und die neue Generation von Handelsabkommen immer schonungsloser gegeneinander ausgespielt werden. Die Kurzfassung gibt einen &Uuml;berblick auf 8 Seiten. Autoren der Studie sind Sharon Treat und Shefali Sharma, beide IATP.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/power-shift.de\/neue-studie-praesentiert-ausverkauf-der-landwirtschaft-agrarkonzerne-wollen-mit-ttip-das-ruder-uebernehmen\/\">PowerShift<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesregierung r&auml;umt Wissen &uuml;ber Drohnenkrieg ein<\/strong><br>\nBekannt war es zwar schon lange, nun gibt es auch die Bundesregierung zu: Der weltweite Drohnenkrieg der US-Armee wird auch von der US-Airbase Ramstein aus gef&uuml;hrt<br>\nDer weltweite Drohnenkrieg der Vereinigten Staaten, an dem auch der US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Ramstein beteiligt ist, geschieht mit Wissen der Bundesregierung. Dies r&auml;umte das Ausw&auml;rtige Amt nun erstmals offiziell ein. In einem Antwortschreiben auf eine Kleine Anfrage des Linke-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko hei&szlig;t es, die US-Air Base im rheinland-pf&auml;lzischen Ramstein unterst&uuml;tze die &ldquo;Planung, &Uuml;berwachung und Auswertung von zugewiesenen Luftoperationen.&rdquo; Dies habe man am 26. August 2016 von Mitgliedern der US-Botschaft erfahren.<br>\nNach Jahren des Dementierens best&auml;tigt die Bundesregierung damit, was Beobachtern l&auml;ngst bekannt ist: Den US-Luftwaffenst&uuml;tzpunkt gilt als informationstechnischer Knotenpunkt im weltweiten Drohnenkrieg der USA, ohne den die t&ouml;dlichen Eins&auml;tze in Afrika und Nahost nicht m&ouml;glich w&auml;ren (Deutschlands Rolle im geheimen Krieg). Das ganze Ausma&szlig; der deutschen Beteiligung war zuerst im Jahr 2012 durch den ehemaligen Drohnenpilot und Whistleblower Brandon Bryant &ouml;ffentlich gemacht worden. Vertreter der Bundesregierung hatten jegliches Wissen dennoch stets abgestritten. In der offiziellen Sprachregelung hie&szlig; es meist, der Bundesregierung l&auml;gen &ldquo;keine eigenen Erkenntnisse vor&rdquo; (Bundesregierung: Augen zu und durch).<br>\nIn einer Stellungnahme wirft Andrej Hunko der Bundesregierung nun bewusste T&auml;uschung vor: Drei Jahre lang wurden Abgeordnete hierzu an der Nase herumgef&uuml;hrt und die &Ouml;ffentlichkeit get&auml;uscht. Die Bundesregierung ist auf diese Weise beteiligt an v&ouml;lkerrechtswidrigen extralegalen T&ouml;tungen. Das erf&uuml;llt aus meiner Sicht den Tatbestand der Billigung einer Straftat und der Strafvereitelung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesregierung-raeumt-Wissen-ueber-Drohnenkrieg-ein-3527925.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Viel zu sp&auml;t kommt dieses quasi Eingest&auml;ndnis &uuml;ber die Bedeutung der US-Air Base in Ramstein nach dem Motto: Warum l&auml;nger leugnen, was l&auml;ngst bekannt ist. &Auml;ndern wird es an der bisherigen Praxis vermutlich nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aleppo: Al-Qaidas Niederlage wird begleitet von westlicher Propagandakampagne<\/strong><br>\nIn der vergangenen Woche ist es der syrischen Armee und ihren Verb&uuml;ndeten gelungen, rund sechzig Prozent des von Aufst&auml;ndischen kontrollierten Gebietes in Ostaleppo zur&uuml;ckzuerobern. Begleitet wird der rasche Vormarsch der syrischen Truppen von einer Propagandakampagne hiesiger Medien und Politiker, bei der kaum ein Superlativ aus der Mottenkiste der D&auml;monisierung ausgelassen wird, um fernab von jeglichen Graut&ouml;nen ein Schwarz-Wei&szlig;-Bild zeichnen zu k&ouml;nnen, in dem die Rollen &bdquo;gut&ldquo; und &bdquo;b&ouml;se&ldquo; eindeutig verteilt sind.<br>\nW&auml;hrend sich die S&uuml;ddeutsche Zeitung &uuml;ber einen vermeintlich &bdquo;monstr&ouml;sen Zivilisationsbruch&ldquo; echauffiert, unterstellt Spiegel-Online der syrischen Armee, &bdquo;ethnische S&auml;uberungen&ldquo; zu betreiben. Die BILD-Zeitung packt noch einen drauf und schreibt von einem &bdquo;Vernichtungskrieg&ldquo;, die israelische Haaretz vergleicht das Geschehen gar mit dem &bdquo;Holocaust&ldquo;. Es drohe &bdquo;eines der schlimmsten Massaker an der Zivilbev&ouml;lkerung seit dem Zweiten Weltkrieg&ldquo;, behauptet der franz&ouml;sische UN-Botschafter Fran&ccedil;ois Delattre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201612014161\/globales\/kriege\/aleppo-al-qaidas-niederlage-wird-begleitet-von-westlicher-propagandakampagne.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Syrien-Komplex: Die blockierte Diplomatie<\/strong><br>\nZu dem komplexen Krieg in Syrien gebe es nur eine einzige Alternative: Diplomatie. Doch die werde von den geopolitischen Interessen und R&uuml;stungslobbys, von den USA und Russland blockiert. Der Krieg sei in Wahrheit ein &bdquo;Killer-Gesch&auml;ft&ldquo;. Verhandlungen seien eine Farce, solange Waffen in die Region geliefert und das Land bombardiert w&uuml;rden, sagt Phyllis Bennis. Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten seien mitverantwortlich f&uuml;r das Chaos in Syrien. Von Afghanistan bis zur &bdquo;Befreiung Mossuls&ldquo; erstrecke sich das blutige Panorama einer gescheiterten US-Au&szlig;enpolitik. Dass der Westen Menschen &bdquo;befreie&ldquo;, sei schlicht eine L&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/sendungen\/der-syrien-komplex-die-blockierte-diplomatie\">Kontext TV<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auf dem Weg zur Autonomie<\/strong><br>\nAktuelle Medienberichte legen erstmals US-amerikanische Eingriffe in deutsche Gesch&auml;fte mit missliebigen Staaten detailliert offen. Demnach intervenieren US-Beh&ouml;rden direkt bei deutschen Unternehmen, die etwa Finanztransaktionen mit Iran durchf&uuml;hren; dabei hat Washington immer wieder durchgesetzt, dass &ndash; in Deutschland legale &ndash; Gesch&auml;fte eingestellt und zust&auml;ndige Angestellte und Vorst&auml;nde entlassen wurden. Begr&uuml;ndet wird dies damit, dass Firmen, die Standorte in den Vereinigten Staaten unterhalten, sich US-Recht zu unterwerfen h&auml;tten; dazu z&auml;hlen auch bilaterale US-Sanktionen etwa gegen Iran. In der Tat gelingt es Washington damit, nationales US-Recht faktisch auf andere Staaten, darunter Deutschland, zu &uuml;bertragen. Aktuellstes Beispiel sind &Uuml;berlegungen in Washington, ein Veto gegen die &Uuml;bernahme des deutschen Chipanlagenbauers Aixtron durch einen chinesischen Konzern einzulegen; dar&uuml;ber soll US-Pr&auml;sident Barack Obama am heutigen Freitag entscheiden. Die Berichte &uuml;ber die US-Praktiken werden w&auml;hrend einer Umbruchphase bekannt, in der Berlin mit Macht EU-Streitkr&auml;fte zu bilden sucht, um &ldquo;strategische Autonomie&rdquo; zu erreichen und eine Weltmacht zu werden. F&uuml;r die ersehnte &ldquo;Supermacht Europa&rdquo; w&auml;ren anma&szlig;ende US-Interventionen in die deutsch-europ&auml;ische Wirtschaft ein nicht akzeptables Tabu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59495\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie stellt Asylverfahren in Deutschland mangelhaftes Zeugnis aus<\/strong><br>\nSozialverb&auml;nde, Juristenvereinigungen und Menschenrechtler sehen aufgrund der derzeitigen F&uuml;lle an Asylentscheidungen die Rechte von Fl&uuml;chtlingen gef&auml;hrdet. Die Vorgabe nach dem gro&szlig;en Andrang Asylsuchender, m&ouml;glichst viele Antr&auml;ge abzuarbeiten, habe zu einer &bdquo;fehlertr&auml;chtigen Entscheidungshektik&ldquo; gef&uuml;hrt, kritisierten Diakonie und Pro Asyl am Mittwoch in Berlin. In einem von zehn weiteren Organisationen unterzeichneten &bdquo;Memorandum&ldquo; fordern sie unter anderem mehr Sorgfalt bei den Anh&ouml;rungen und eine bessere Ausbildung von Dolmetschern.<br>\nF&uuml;r das Memorandum haben die Autoren 106 F&auml;lle von Asylberatungsstellen oder Anw&auml;lten analysiert. Die Studie kn&uuml;pft an eine &auml;hnliche Untersuchung aus dem Jahr 2005 an. Ihr Ergebnis: Viele der damals festgestellten M&auml;ngel bestehen heute immer noch. Dazu z&auml;hlen die Organisationen unter anderem das Fehlen ausreichender Informationen f&uuml;r die Antragsteller und einen Mangel an Rechtsberatung.<br>\nEines der gravierendsten Probleme in ihren Augen ist derzeit, dass die Entscheidungen oft nicht von den Beh&ouml;rdenmitarbeitern gef&auml;llt werden, die auch in den Anh&ouml;rungen sitzen. Per Mausklick w&uuml;rden die Gespr&auml;chsprotokolle in Entscheidungszentren abgegeben, kritisierte der Asylanwalt Reinhard Marx. Der unmittelbare Eindruck des Gespr&auml;chs sei aber die Basis f&uuml;r eine Entscheidung, sagte er. Marx h&auml;lt die Trennung von sogenannter Ermittlung und Entscheidung f&uuml;r nur schwer vereinbar mit den rechtlichen Vorgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/12\/01\/studie-sorgfalt-bei-asylverfahren-gefaehrdet\/\">Migazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die vollst&auml;ndige Studie kann <a href=\"https:\/\/info.diakonie.de\/fileadmin\/user_upload\/Diakonie\/PDFs\/Ueber_Uns_PDF\/MemorandumfuereinefaireunAsylverfahreninDeutschland2016.pdf\">hier<\/a> eingesehen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Indigene V&ouml;lker k&auml;mpfen gegen Erd&ouml;lf&ouml;rderung<\/strong><br>\nSarayaku: Der Name ist Symbol geworden f&uuml;r den Widerstand indigener V&ouml;lker im Amazonas gegen die Erd&ouml;lf&ouml;rderung. F&uuml;r den Erhalt ihres Lebensraums zogen die Kitchwa Indianer 2010 bis vor den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof &ndash; mit Erfolg. Nun geht ihr Kampf weiter, denn Ecuador hat erneut Lizenzen f&uuml;r Erd&ouml;lf&ouml;rderung in dem Gebiet vergeben.<br>\nGalo muss all sein Geschick aufbieten, um das schwer beladene Kanu durch die Stromschnellen zu navigieren. Den Motor musste er hochklappen: Der R&iacute;o Bobonaza f&uuml;hrt zu wenig Wasser. Galo hofft, dass es regnen wird und der Wasserpegel steigt. Seine Hoffnung wird entt&auml;uscht. Mehr als f&uuml;nf Stunden dauert deshalb die Fahrt von Canelos nach Sarayaku, vorbei an teils felsigen, teils sandigen Uferb&ouml;schungen eines &uuml;ppigen Regenwaldes in allen nur erdenklichen Gr&uuml;n-Schattierungen.<br>\nFische springen, Papageien kreischen. Die Idylle eines letzten intakten Fleckchens Regenwald tr&uuml;gt. Im ecuadorianischen Amazonasgebiet sind die Klimaver&auml;nderungen deutlich zu sp&uuml;ren. Der extrem niedrige Wasserpegel ist da nur ein Indiz. Industrielle Land- und Holzwirtschaft, Bergbau und Erd&ouml;lf&ouml;rderung gef&auml;hrden akut den Lebensraum der Kitchwa und anderer indigener V&ouml;lker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ecuador-indigene-voelker-kaempfen-gegen-erdoelfoerderung.1773.de.html?dram:article_id=372916\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie ein deutscher Unternehmer auf Amerikas Terrorliste geriet<\/strong><br>\nUlrich Wippermann war in seiner Firma zust&auml;ndig f&uuml;r Exporte nach Iran. Von einem Tag auf den n&auml;chsten erf&auml;hrt er: Amerika wirft ihm Terrorfinanzierung vor. Die Geschichte eines Albtraums. [&hellip;]<br>\nWas k&ouml;nnten wir gemacht haben?&ldquo; Ulrich Wippermann versetzt sich zur&uuml;ck in den Albtraum des 6. Februar 2014. An jenem Tag wurde der deutsche Firmenmanager beschuldigt, die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika zu gef&auml;hrden. Der Vorwurf kam von m&auml;chtiger Stelle, dem Finanzministerium in Washington. Der &bdquo;Treasury&ldquo; hatte den Deutschen und seine Firma auf die Schwarze Liste der &bdquo;Specially Designated Nationals&ldquo; gesetzt.<br>\nWer dort aufgef&uuml;hrt ist, dem unterstellen die Vereinigten Staaten, den Terror zu finanzieren oder Massenvernichtungswaffen zu verbreiten oder beides. F&uuml;r Wippermann bedeutete die &ouml;ffentliche Brandmarkung das wirtschaftliche Aus. Dem ARD-Magazin &bdquo;Panorama&ldquo; und der F.A.Z. erz&auml;hlt der 60 Jahre alte Wippermann erstmals seine Geschichte. Sie offenbart Unbekanntes &uuml;ber Macht und Ohnmacht in den internationalen Handelsbeziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/deutscher-auf-usa-terrorliste-wegen-exporten-nach-iran-14552747.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Clintons Vorsprung steigt auf 2,5 Millionen Stimmen<\/strong><br>\nBei der Ausz&auml;hlung in den USA w&auml;chst der Vorsprung von Hillary Clinton auf Donald Trump stetig an. Er betr&auml;gt nun mehr als zweieinhalb Millionen Stimmen. Trump steht als Pr&auml;sident dennoch fest. Er hat zudem einen Rekord auf republikanischer Seite aufgestellt. Schon in der Wahlnacht auf den 9. November stand fest, dass der Republikaner Donald Trump als n&auml;chster Pr&auml;sident der USA ins Weisse Haus einziehen w&uuml;rde. Doch das genaue Resultat liegt bis heute nicht vor. Drei Wochen nach der Schliessung der Wahllokale ist die Ausz&auml;hlung in mehreren Staaten weiterhin im Gange.<br>\nDabei best&auml;tigt sich immer deutlicher, dass die Verliererin Hillary Clinton wesentlich mehr Stimmen erhalten hat als Trump. Dies &auml;ndert nichts an ihrer Niederlage, da Trump im alles entscheidenden Elektoren-Kollegium eine klare Mehrheit errungen hat &ndash; 306 von 538 Elektoren.<br>\nAber Trump wird mit dem Makel leben m&uuml;ssen, dass er nur eine Minderheit der W&auml;hler hinter sich gebracht hat. Clintons Vorsprung ist in den vergangenen drei Wochen von wenigen hunderttausend auf mehr als 2,5 Millionen Stimmen angewachsen. Laut dem Wahlexperten David Wasserman, der die verf&uuml;gbaren Teilresultate ausgewertet hat, kommt die Demokratin auf 65,2 Millionen Stimmen gegen&uuml;ber 62,7 Millionen f&uuml;r Trump (Stand 1.12.).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/wahlen-in-den-usa-clintons-vorsprung-steigt-auf-2-millionen-stimmen-ld.130231\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: US-Investor nennt Schuldenberg &ldquo;die L&uuml;ge des Jahrhunderts&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenlands Kreditlast ist zu gro&szlig; &ndash; das wird seit Jahren berichtet. F&uuml;r US-Investor Paul Kazarian ist das ein Mythos. Der gr&ouml;&szlig;te private Gl&auml;ubiger Athens fordert neue Regeln f&uuml;r die griechische Schuldenbilanz. Vier Jahre ist es her, dass Griechenland sich mit seinen Gl&auml;ubigern auf die gr&ouml;&szlig;te Umschuldung einigte, die es je f&uuml;r Staatsschulden gegeben hat. Jetzt stehen die Euro-Partner kurz davor, dem Land neue Schuldenerleichterungen zu gew&auml;hren. Einige k&ouml;nnten bereits am kommenden Montag beim Treffen der Finanzminister beschlossen werden.<br>\nNur: Hat Griechenland &uuml;berhaupt ein Schuldenproblem? Oder ist die sprichw&ouml;rtlich gewordene Schuldenlast &ldquo;die gr&ouml;&szlig;te L&uuml;ge des Jahrhunderts&rdquo;, wie Paul Kazarian sagt &ndash; ein bequemer Mythos f&uuml;r die griechische Elite, hinter der sie ihre Inkompetenz und ihr Missmanagement verstecken kann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-und-die-schuldenlast-die-groesste-luege-des-jahrhunderts-a-1123999.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;&hellip;. zuvor war er Banker bei Goldman Sachs. &hellip;. Der 61-j&auml;hrige US-Amerikaner ist der gr&ouml;&szlig;te private Gl&auml;ubiger Griechenlands.&rdquo; Noch Fragen? Die Intention ist eindeutig, bei einem Schuldenschnitt w&uuml;rde Kazarian wohl einige Dollars verlieren. Das versteht Spiegel Online dann also unter &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;, man macht sich zum Sprachrohr der Finanzindustrie. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Griechenland droht ein neues Memorandum<\/strong><br>\nDas Geschachere um Griechenland wird immer verr&uuml;ckter. Als Gegenleistung f&uuml;r vage Schuldenerleichterungen soll Athen neuen Austerit&auml;ts-Ma&szlig;nahmen nach 2018 zustimmen &ndash; es w&auml;re das vierte Memorandum. Wir erinnern uns: Der IWF will am laufenden dritten &ldquo;Programm&rdquo; nur teilnehmen, wenn es signifikante Schuldenerleichterungen gibt. Die lehnt jedoch Bundesfinanzminister Sch&auml;uble ab. Doch nun haben Sch&auml;uble und seine Gehilfen, wom&ouml;glich auch der IWF, einen teuflischen Plan ausgeheckt:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/griechenland-kommt-der-4-bailout\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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