{"id":3611,"date":"2008-11-24T09:39:06","date_gmt":"2008-11-24T08:39:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3611"},"modified":"2008-11-24T09:39:06","modified_gmt":"2008-11-24T08:39:06","slug":"hinweise-des-tages-781","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3611","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Bundeshaushalt &ndash; Weltweite Rezession wird ignoriert<\/li>\n<li>Zocker in Not<\/li>\n<li>Wirtschaftsweiser f&uuml;r Senkung der Mehrwertsteuer<\/li>\n<li>Billige Arbeitskr&auml;fte bauen teuren Cayenne<\/li>\n<li>Strafvollzug in Deutschland: Im Keller der Gesellschaft<\/li>\n<li>Die Kaste der Verlierer &ndash; das Schicksal der Leiharbeiter<\/li>\n<li>Zeitungsforscher kritisiert Stellenabbau<\/li>\n<li>Gr&uuml;nen-Spitze nur widerwillig f&uuml;r erneuerbare Energien<\/li>\n<li>Lebensversicherungen im Stress<\/li>\n<li>DGB warnt vor Anzapfen der Rentenr&uuml;cklagen<\/li>\n<li>&Ouml;sterreichische Pensionen: Staatsgarantie f&uuml;r Zweite S&auml;ule?<\/li>\n<li>Versicherungsbranche in Deutschland leidet an Vertrauensdefiziten <\/li>\n<li>Wie teuer ist Hartz IV tats&auml;chlich?<\/li>\n<li>Piratenangriff auf Diplomatie und Grundgesetz<\/li>\n<li>Tiefensee: Beratervertr&auml;ge unter der Lupe<\/li>\n<li>Krach bei Eisenbahngewerkschaft  &ndash; Transnet-Chef Krau&szlig; tritt ab<\/li>\n<li>SPD: Der die Strippenzieher <\/li>\n<li>Hartz IV: Harte Zeiten ab 2009<\/li>\n<li>US-Demokraten wollen Wirtschaft mit Hunderten Milliarden Dollar ankurbeln<\/li>\n<li>Kollektive Wut, Schock und Ungewissheit pr&auml;gen Island<\/li>\n<li>G&uuml;nther Jauch &ndash; Jedermanns Liebling<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3611&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Bundeshaushalt &ndash; Weltweite Rezession wird ignoriert<\/strong><br>\nAm Bundeshaushalt &auml;rgert nicht nur, dass er die Wirklichkeit leugnet. Der Etat offenbart auch erneut, mit welchen Minisummen die Konjunktur angekurbelt werden soll.<br>\nWie damit Investitionen von 50 Milliarden Euro angesto&szlig;en werden sollen, bleibt das R&auml;tsel der Bundesregierung.<br>\nEs ist schon erstaunlich: Die Weltwirtschaft erlebt einen Abschwung, wie er in den letzten 80 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Der Niedergang verl&auml;uft rasend schnell und erfasst alle Industriel&auml;nder gleichzeitig. Die Branchen kippen wie die Dominosteine. Aber die Bundesregierung stellt gelassen einen Haushalt auf, als sei Normalit&auml;t das Motto dieser Tage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/weltweite-rezession-wird-ignoriert\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zocker in Not<\/strong><br>\nMerckle, die LBBW und der Schluck aus der Pulle: Stuttgart erlebt derzeit ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die Milliarden-Zockereien eines Familienunternehmers und die vielseitigen Gesch&auml;fte einer Landesbank.<br>\nWas sich in diesen Tagen in Stuttgart abspielt, gleicht einem verzwickten H&uuml;tchenspiel. Es ist ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die Milliarden-Zockereien eines Familienunternehmers, aber ebenso &uuml;ber die vielseitigen Gesch&auml;fte einer Landesbank. Schon seit vielen Jahren ist die LBBW Merckles Hausbank. Daran allein ist noch nichts Verwerfliches. Jedes Unternehmen braucht seine Hausbank. Sollte allerdings etwas an den Ger&uuml;chten dran sein, dass ausgerechnet Manager der Landesbank den Milliard&auml;r bei seinen Aktienwetten begleitet und ihm zu riskanten Optionsgesch&auml;ften geraten haben, h&auml;tte dies ein gewisses Gschm&auml;ckle. Denn dann w&auml;re man zuerst beim Feuerlegen mit dabei gewesen &ndash; und m&uuml;sste nun beim L&ouml;schen helfen. Wohlgemerkt: mit Steuergeldern. Denn auch die LBBW kommt, wie andere &ouml;ffentliche Institute in M&uuml;nchen oder D&uuml;sseldorf, nicht mehr allein und ohne Milliardenhilfen durch die Finanzkrise. All das gen&uuml;gt schon, um sich die Gesch&auml;ftsmodelle und -praktiken von Landesbanken &ndash; nicht nur der LBBW &ndash; einmal genauer anzuschauen.<br>\nNicht zuletzt auch wegen der besonderen Rolle der Landesbank im Fall des Adolf Merckle musste sich die Stuttgarter Landesregierung in den vergangenen Tagen die Verluste des Milliard&auml;rs etwas genauer ansehen. Denn: W&uuml;rde Merckle fallen, h&auml;tte auch die Hausbank ein veritables Problem &ndash; im schlimmsten Fall w&uuml;rden Milliardenkredite platzen und in die Bilanzen der Landesbank hauen. In die Bilanzen jener Bank also, bei der das Land einer der Haupteigent&uuml;mer ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/955\/344795\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wirtschaftsweiser f&uuml;r Senkung der Mehrwertsteuer<\/strong><br>\nDas Ringen um das Konjunkturpaket ist in vollem Gange: Erstmals hat sich mit Peter Bofinger nun ein Berater der Bundesregierung f&uuml;r eine deutliche Senkung der Mehrwertsteuer ausgesprochen. Zudem pl&auml;diert der Wirtschaftsweise f&uuml;r Steuerr&uuml;ckzahlungen, um den Konsum im Inland anzukurbeln. Mit Blick auf die Haushaltspl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition riet Bofinger davon ab, die Nettokreditaufnahme kurzfristig wieder zur&uuml;ckzufahren. &bdquo;Das Falscheste, was man jetzt machen k&ouml;nnte, w&auml;re der Versuch, der durch die Rezession ansteigenden Neuverschuldung mit Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen entgegenzuwirken&ldquo;, sagte er. &bdquo;Damit w&uuml;rde wie Anfang der 30er Jahre die Gefahr einer Deflation heraufbeschw&ouml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/wirtschaft\/article983504\/Wirtschaftsweiser_fuer_Senkung_der_Mehrwertsteuer.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So falsch es war die Mehrwertsteuer anzuheben, so richtig w&auml;re es, sie wieder zu senken. <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/119299\">England macht es vor.<\/a> Fragw&uuml;rdig sind allerdings allgemeine Steuerr&uuml;ckzahlungen. Die Bezieher niedriger Einkommen, die ihr ganzes Geld konsumieren (m&uuml;ssen), h&auml;tten davon gar nichts. Und ob diejenigen, die wirklich etwas von den Steuerr&uuml;ckzahlungen h&auml;tten, nicht eher sparen, statt zu konsumieren, ist eine offene Frage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Billige Arbeitskr&auml;fte bauen teuren Cayenne<\/strong><br>\nIm Leipziger Porsche-Werk produzieren die Angestellten nach FOCUS-Informationen f&uuml;r einen Hungerlohn den Luxusgel&auml;ndewagen Cayenne. Ein Porsche-Manager f&uuml;rchtet um das Image der Nobelkarossen.<br>\nNach FOCUS-Informationen verdienen die rund 140 Mitarbeiter, die die Luxusgel&auml;ndewagen herstellen, zwischen 750 und 1000 Euro netto im Monat. Sie sind unter anderem f&uuml;r die Logistik in der Fabrik zust&auml;ndig und unterstehen der Schnellecke-Unternehmensgruppe, die dem Wolfsburger Oberb&uuml;rgermeister Rolf Schnellecke geh&ouml;rt.<br>\nAufgeschreckt wurden die Stuttgarter durch einen Brief der Schnellecke-Betriebsr&auml;te aus Leipzig, die sich &uuml;ber &bdquo;gravierende Probleme hinsichtlich der Mitarbeitermotivation&ldquo; beklagten. In dem Schreiben an Porsche-Betriebsratschef Uwe H&uuml;ck hie&szlig; es: &bdquo;Ausschlaggebender Punkt ist die geringe Bezahlung durch die Schnellecke GmbH Leipzig.&ldquo; Festangestellte bei Schnellecke bek&auml;men monatlich zwischen 900 und 1000 Euro, Leiharbeiter zwischen 750 und 850 Euro netto bei einer 38-Stunden-Woche. Einem FOCUS vorliegenden Arbeitsvertrag zufolge betr&auml;gt der Stundenlohn f&uuml;r einen Leiharbeitnehmer 5,77 Euro brutto. Durch eine Zulage von 0,84 Euro kommt er auf 6,61 Euro pro Stunde.<br>\nDer Schnellecke-Niederlassungsleiter in Leipzig, Bernd Fuseler, betonte, sein Unternehmen halte sich an den Haustarifvertrag, der mit der Gewerkschaft Verdi abgeschlossen worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/niedrigloehne-billige-arbeitskraefte-bauen-teuren-cayenne_aid_350446.html\">FOCUS<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Wert der Freiheit: Elf Euro <\/strong><br>\nWer zu Unrecht im Gef&auml;ngnis sa&szlig;, erh&auml;lt oft weniger Schadenersatz als Urlauber, denen das Hotel zu laut oder schmutzig war. Als das Entsch&auml;digungs-Gesetz 1971 erlassen wurde, gab es zehn Mark f&uuml;r jeden Tag, den ein Justizopfer zu Unrecht eingesperrt war. 1987 wurde der Betrag verdoppelt, bei der Euro-Umstellung leicht aufgerundet. Der Berliner Anwaltverein spricht von &ldquo;blankem Hohn&rdquo;: Elf Euro f&uuml;r Ohnmacht und Dem&uuml;tigung? F&uuml;r den Verlust der Freunde, wom&ouml;glich der Familie? Elf Euro f&uuml;r die Selbstmordgedanken, f&uuml;r die Schatten auf der Seele?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/973\/344813\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Strafvollzug in Deutschland: Im Keller der Gesellschaft<\/strong><br>\nStrafvollzug k&uuml;mmert kaum noch jemanden, Resozialisierung ist kein Thema mehr. Es gilt das Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Das ist kurzsichtig, weil blo&szlig;es Einsperren gar nichts l&ouml;st: Gefangene bleiben nicht ewig Gefangene. Morgen sind sie wieder Nachbarn &ndash; nicht alle, nicht die Schwerkriminellen, aber die meisten.<br>\nWarum ist das kein Thema? Die soziale Bed&uuml;rftigkeit der Gesellschaft insgesamt hat zugenommen. Es gibt neue Armut au&szlig;erhalb der Gef&auml;ngnisse &ndash; Hartz-IV-Gestrandete, Ausl&auml;nder, Fl&uuml;chtlinge. Der Keller der Gesellschaft hat etliche neue Stockwerke bekommen. H&auml;ftlinge sitzen jetzt noch weiter unten, sie werden noch weniger beachtet als fr&uuml;her. Es gibt also eine neue Konkurrenz des Elends.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/987\/344827\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Kaste der Verlierer &ndash; das Schicksal der Leiharbeiter<\/strong><br>\nUnd die Zahl der Betroffenen in Deutschland steigt stetig. Eine Arbeitnehmerschaft auf Zeit &ndash; auf Abruf. Eine Gruppe, die schlechtere Bezahlung hinnehmen muss, die sp&uuml;rt, dass sie nur 2. Klasse ist. Und die Gesellschaft akzeptiert, dass Leiharbeiter ausgegrenzt und abgeh&auml;ngt werden. Jahrelang wurde diese Entwicklung vorangetrieben: die sogenannte &ldquo;Flexibilisierung am Arbeitsplatz&rdquo;. &ldquo;F&ouml;rdern statt Fordern&rdquo; ist schlie&szlig;lich das Motto der Hartz-Gesetze. Das Ergebnis ist eine Kaste von Recht- und Machtlosen, die vor allem jetzt in der Krise, leichte Opfer sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/pdfleiharbeiter100.pdf\">ARD-Panorama (Text) [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/leiharbeiter106.html\">ARD-Panorama (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Leider halbherzig &ndash; Bundessuperminister a.D. Wolfgang Clement kommt zu Wort. Seine Verflechtungen zur und Posten in der Zeitarbeitsbranche werden nicht erw&auml;hnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeitungsforscher kritisiert Stellenabbau<\/strong><br>\nHorst R&ouml;per hat angesichts von drohendem Stellenabbau in den Medien vor einem dramatischen Verlust journalistischer Qualit&auml;t gewarnt. Die Meinungsvielfalt sei in Deutschland l&auml;ngst in Gefahr, sagte der Zeitungsforscher.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/879147\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/11\/21\/drk_20081121_0749_14fb0bcc.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;nen-Spitze nur widerwillig f&uuml;r erneuerbare Energien<\/strong><br>\nEs mutet schon etwas merkw&uuml;rdig an, wenn Deutschlands &Ouml;ko-Partei dar&uuml;ber streitet, ob sie &ndash; zugunsten besserer M&ouml;glichkeiten mitzuregieren &ndash; auf neue Kohle- und Gaskraftwerke oder ob sie im Sinne ihrer W&auml;hler und Anh&auml;nger auf erneuerbare Energien setzt. So versuchten mehrere gr&uuml;ne Energiepolitiker um den Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell gegen den ausdr&uuml;cklichen Willen sowohl des Partei- als auch des Fraktionsvorstands der Gr&uuml;nen, eine beschleunigte und vollst&auml;ndige Umstellung Deutschlands auf erneuerbare Energie zum Programm zu machen. Bis 2030 sollten 100 Prozent des Stroms mit erneuerbaren Energien erzeugt werden, forderte Fell. Herausgekommen ist am 14. November auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Gr&uuml;nen in Erfurt ein Kompromissvorschlag des ehemaligen Bundesumweltministers J&uuml;rgen Trittin, der die Energiewende auf die lange europ&auml;ische Bank schiebt. Nach langer, sehr intensiver und kontroverser Debatte wurde beschlossen, dass &ldquo;sp&auml;testens&rdquo; im Jahr 2050 in Europa eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien realisiert werden m&uuml;sse. Man wolle sich aber &ldquo;anstrengen, Strom 2030 komplett erneuerbar zu erzeugen&rdquo;. F&uuml;r Trittin, gr&uuml;ner Spitzenkandidat f&uuml;r die Bundestagswahl, und Cem &Ouml;zdemir, neuer Parteichef, bleibt somit gen&uuml;gend Raum, nach der Wahl fossil-nukleare Kompromisse mit der SPD oder auch mit der Union zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18967\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Versicherungsbranche in Deutschland leidet an Vertrauensdefiziten<\/strong><br>\nWenige Wochen vor Einf&uuml;hrung des Gesundheitsfonds leiden Krankenversicherungen und Versicherungsunternehmen allgemein unter einem latenten Vertrauensdefizit. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchungen des &ldquo;MRI Vertrauensbarometers Deutschland&rdquo; in Kooperation mit der Zeppelin Universit&auml;t (ZU) Friedrichshafen und dem Internationalen Centrum f&uuml;r Franchising und Cooperation (F&amp;C) der Universit&auml;t M&uuml;nster.<br>\nDemnach fehlt es 80 Prozent der Befragten inzwischen grunds&auml;tzlich an Vertrauen in die Versicherungsbranche. Zugleich geben jedoch 96 Prozent der Befragten an, dass ein hohes Vertrauen zu ihrer Versicherung eigentlich notwendig sei, um &uuml;berhaupt mit ihr Gesch&auml;fte zu machen.<br>\nNicht viel besser sieht es mit der Einsch&auml;tzung zur Kompetenz von Versicherungen aus: 61 Prozent der Befragten sprechen Versicherungen keine ausdr&uuml;ckliche Kompetenz zu. Und auch die Kompetenz der Angestellten ist aus der Sicht der Kunden stark verbesserungsbed&uuml;rftig: Die Aussage, &ldquo;Die Mitarbeiter wissen generell nicht so viel, wie sie wissen sollten&rdquo;, wird von 56 Prozent der Kunden bejaht. Dar&uuml;ber hinaus wird die Ehrlichkeit der Unternehmen selbst stark angezweifelt. Der Aussage, &ldquo;Versicherungsunternehmen sind die ehrlichsten Unternehmen, die ich kenne&rdquo;, stimmen nur sechs Prozent der Befragten zu. Ein &auml;hnliches Bild ergibt sich bei der Einsch&auml;tzung zur Ehrlichkeit der Mitarbeiter. Lediglich neun Prozent der Befragten stimmen der Aussage &ldquo;Versicherungsangestellte w&uuml;rden nicht &uuml;bertreiben&rdquo; zu, und &uuml;ber 86 Prozent sind der Meinung, keine objektiven Informationen zu bekommen. Ein schlechtes Bild ergibt sich &uuml;berdies beim Thema Verl&auml;sslichkeit: Lediglich knappe 30 Prozent der Befragten geben an, dass sie meinen, sich allgemein auf Versicherungsunternehmen verlassen zu k&ouml;nnen. Nur 15 Prozent der Befragten schlie&szlig;lich sehen Versicherungen als Probleml&ouml;ser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news289528\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ob die Aufkl&auml;rung doch Fortschritte macht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lebensversicherungen im Stress<\/strong><br>\nDie meisten Kunden der deutschen Lebensversicherer werden erst im Laufe des Dezembers erfahren, wie hoch ihre Guthaben im n&auml;chsten Jahr verzinst werden. Der Direktor der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Thomas Steffen, Deutschlands oberster Versicherungsaufseher, wird dagegen schon in einigen Tagen ein genaues Bild der Branche haben. Er hat die Lebensversicherer zur Auskunft &uuml;ber ihre Standfestigkeit in der Finanzkrise und ihre Pl&auml;ne f&uuml;r die Verzinsung aufgefordert. Bis Ende November m&uuml;ssen die Gesellschaften antworten und offenlegen, wie hart sie von der Krise betroffen sind und ob sie einen weiteren Kursverfall auf den Aktienm&auml;rkten aushalten k&ouml;nnen.<br>\nMancher Vorstand d&uuml;rfte bei dem Gedanken an den bevorstehenden Stresstest schon jetzt ins Schwitzen geraten. In der Branche wird kolportiert, die Aufsicht habe drei Kranken- und drei Lebensversicherer im Visier, die als Testversager in Frage kommen. Details und Namen sind im Umfeld der Aufsicht allerdings noch nicht zu h&ouml;ren. Wer den Test nicht aush&auml;lt, ist zur Zusammenarbeit mit den Aufsehern gezwungen. Unwillige bekommen die Instrumente gezeigt: Die Bafin kann bei finanzschwachen Gesellschaften riskante Gesch&auml;fte untersagen. Sie kann zur Aufnahme von Kapital auffordern oder die Suche nach einem strategischen Partner anregen.<br>\nGelingt das im weiteren Verlauf einer Krise nicht, kann das Neugesch&auml;ft untersagt werden, der Vorstand ausgewechselt und ein Sonderbevollm&auml;chtigter entsendet werden. Und am Ende stehen die Schlie&szlig;ung und die Auffanggesellschaft Protektor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubBD6B20C3D01A48D58DA92331B0A80BC3\/Doc~E357B6837E5B64CAAAA4A7A91E980BA1A~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreichische Pensionen: Staatsgarantie f&uuml;r Zweite S&auml;ule?<\/strong><br>\nEine staatliche Kapitalgarantie f&uuml;r das von den Pensionskassen verwaltete Kapital fordert der Schutzverband der Pensionskassenberechtigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.at\/mehr.php?Nummer=2606\">VersicherungsJournal &Ouml;sterreich<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir verweisen erneut auf das <a href=\"?p=2798\">Mackenroth-Theorem<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DGB warnt vor Anzapfen der Rentenr&uuml;cklagen<\/strong><br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund h&auml;lt die Forderung, die Rentenbeitr&auml;ge schon 2009 zu senken, f&uuml;r gef&auml;hrlichen Populismus. &ldquo;Die Arbeitgeberverb&auml;nde gaukeln den Besch&auml;ftigten milliardenschwere Entlastungen vor, leider mit ungedeckten Schecks, die letztlich zu h&ouml;heren Belastungen f&uuml;hren&rdquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach dem Tagesspiegel. Es sei &ldquo;absolut kurzsichtig&rdquo;, die R&uuml;cklagen der Rentenversicherung anzapfen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Renten;art130,2668231\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Piratenangriff auf Diplomatie und Grundgesetz<\/strong><br>\nIn Deutschland ist eine alte Debatte neu entbrannt: Sollen Angeh&ouml;rige der Bundesmarine die Befugnis erhalten, Piraten festzunehmen? Eine solche Verquickung von Milit&auml;r- und Polizeiaufgaben verbietet das Grundgesetz bisher. Politiker der Unionsparteien nutzen die Gunst der Stunde nun f&uuml;r einen neuen Vorsto&szlig;, die Trennung der Zust&auml;ndigkeiten aufzuheben. Was in letzter Konsequenz bedeutet: Sie wollen den Einsatz der Bundeswehr im Inneren nach mehrmaligem Scheitern nun an der K&uuml;ste vor Somalia durchsetzen.<br>\nWie unausgegoren das gesamte Vorhaben ist, wird schon bei einem fl&uuml;chtigen Blick klar. Die CDU\/CSU-Bundestagsfraktion weist zwar darauf hin, dass &ldquo;die Atalanta-Mission z&uuml;gig auf den Weg gebracht werden&rdquo; m&uuml;sse. Zugleich existiert auf EU-Ebene bislang nicht ein einziges Dokument, das die deutschsprachige &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Ziele und Risiken aufkl&auml;rt.<br>\nSo verfestigt sich der Eindruck des milit&auml;rischen Aktivismus. Angesichts des nahenden Regierungswechsels in den USA w&auml;chst offenbar auch bei F&uuml;rsprechern einer milit&auml;rischen gest&uuml;tzten Au&szlig;enpolitik in Europa die Angst vor einem Paradigmenwechsel. Nicht mehr die Waffengewalt k&ouml;nnte k&uuml;nftig entscheidend sein, sondern das Primat von Politik und Diplomatie. F&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie w&uuml;rde das ein Ende lukrativer Jahre bedeuten, in denen kaum ein Monat verging, ohne dass eine neue Waffengattung f&uuml;r den &ldquo;Kampf gegen Terroristen&rdquo; vorgestellt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29195\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Tiefensee: Beratervertr&auml;ge unter der Lupe<\/strong><br>\nDie enge Zusammenarbeit des Bundesverkehrsministeriums mit der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) wird offenbar zu einer Belastung f&uuml;r Minister Wolfgang Tiefensee (SPD). Sein Ministerium habe PwC Ende Oktober ohne Ausschreibung die Verl&auml;ngerung eines lukrativen Vertrags angeboten, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; vorab am Samstag.<br>\nDie Unternehmensberatung solle bis Ende 2010 weiterhin pr&uuml;fen, ob die Antr&auml;ge deutscher Reeder auf staatliche Zusch&uuml;sse zur Senkung der Lohnnebenkosten berechtigt seien. Der Bund habe im vergangenen Jahr fast 50 Millionen Euro f&uuml;r diese Subvention ausgesch&uuml;ttet, PwC habe f&uuml;r die Abwicklung etwa 700 000 Euro Geb&uuml;hren kassiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1634117_Beratervertraege-unter-der-Lupe.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Jeder muss ans Netz<\/strong><br>\nBeim Ausbau der Infrastruktur sollte gelten: Auch was sich nicht rechnet, kann sinnvoll sein. Die Hoheit &uuml;ber Strom-, Gas- und Datenleitungen muss in den H&auml;nden des Staats liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1633762&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Krach bei Eisenbahngewerkschaft  &ndash; Transnet-Chef Krau&szlig; tritt ab<\/strong><br>\nDass die Gewerkschaft aber offenbar nicht nach der Devise &ldquo;Weiter so&rdquo; verfahren will, ging aus der Erkl&auml;rung von Krau&szlig; hervor. Der Noch-Vorsitzende schrieb: Transnet m&uuml;sse &ldquo;die Politik auffordern, nicht nur krampfhaft &uuml;ber das Beschaffen von Geld durch Verkauf von Bahnaktien nachzudenken, sondern endlich die Arbeitnehmer zu sch&uuml;tzen&rdquo;. Die w&auml;ren n&auml;mlich die Verlierer eines &ldquo;ungebremsten Wettbewerbs auf der Schiene&rdquo;. Erstmals also ging die Gewerkschaft auf Distanz zum B&ouml;rsengang &ndash; wahrscheinlich zum Entsetzen des Bahn-Vorstands, vielleicht zur Erleichterung ihrer Mitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/902\/344742\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie teuer ist Hartz IV tats&auml;chlich?<\/strong><br>\nDem Vernehmen nach haben sie im Haushaltsausschuss einmal richtig gelacht: Als Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) versicherte, dass der Ansatz f&uuml;r die Hartz-IV-Ausgaben nat&uuml;rlich realistisch sei &ndash; und es dann bei der Frage nach den Fehleinsch&auml;tzungen der vergangenen Jahre ein wenig peinlich wurde. Tats&auml;chlich lagen die Ausgaben f&uuml;r das Arbeitslosengeld II im Jahr 2006 um zwei Milliarden &uuml;ber dem Haushaltsansatz. 2007 hatte sie das Ministerium um 1,25 Milliarden untersch&auml;tzt. Und selbst im Aufschwungjahr 2008 erwies sich seine Hartz-IV- Prognose als viel zu optimistisch. Obwohl die Arbeitslosenzahl erstmals seit 16 Jahren unter drei Millionen sank, fehlen im aktuellen Etat f&uuml;r Langzeitarbeitslose wieder 800 bis 900 Millionen Euro. Wenn man f&uuml;r Hartz IV schon in Zeiten eines brummenden Arbeitsmarktes mindestens 21,7 Milliarden ben&ouml;tige, fragt der Chef des Haushaltsausschusses, Otto Fricke (FDP), wie wolle man dann bei dem prognostizierten Abschwung im n&auml;chsten Jahr mit 1,45 Milliarden weniger auskommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2667121?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Skandal ist doch nicht, dass Scholz sich versch&auml;tzt hat, sondern dass es anscheinend als selbstverst&auml;ndlich erachtet wird, dass die Mehrausgaben f&uuml;r Arbeitslosengeld II&nbsp; bisher stets durch geringere Ausgaben f&uuml;r Arbeitsmarktpolitik gegenfinanziert worden sind. Wenn dies den haushaltspolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, st&ouml;rt, hat er doch als Koalitionspartner die M&ouml;glichkeit, solche Einsparungen abzustellen. Vielleicht klappt es dann ja auch mit der effektiveren Vermittlung der Arbeitslosen und damit letztlich auch mit den Einsparungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV: Harte Zeiten ab 2009<\/strong><br>\nDie Bedingungen werden sich aufgrund der &ldquo;Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente&rdquo; (Instrumentenreform) im kommenden Jahr f&uuml;r Hartz IV Betroffene entscheidend verschlechtern. In kurzen Worten bedeutet dies mehr Sanktionen, weniger Rechte und mehr umstrittene Ein-Euro-Jobs.<br>\nIm November dieses Jahres hatte das vom Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales unter Olaf Scholz (SPD) eingebrachtes &ldquo;Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente&rdquo; die erste Lesung im Bundestag passiert. Die Umgestaltung der Hartz IV Gesetzgebungen wird zum ersten Januar 2009 erfolgen. Schon jetzt ist abzusehen, dass es aufgrund der &ldquo;Neuausrichtung&rdquo; zu zahlreichen Klagen vor den Gerichten kommen wird.<br>\nLaut des Papiers zur &ldquo;Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente&rdquo; werden die Zumutbarkeitskriterien f&uuml;r die &Uuml;bernahme jedweder Arbeit weiter versch&auml;rft. Betroffene, die vom Arbeitslosengeld II (ALG II) abh&auml;ngig sind, m&uuml;ssen beispielsweise einen &ldquo;Minijob&rdquo; (400 Euro) sowie einen Ein-Euro-Job annehmen &ndash; wenn dieser nach Auffassung der ARGE eine bessere Vermittlungschance in eine unbefristete Arbeit darstellt. Schon hier gehen oft die Auffassungen der Betroffenen und der zust&auml;ndigen Sachbearbeiter weit auseinander.<br>\nBei den &ldquo;Eingliederungsvereinbarungen&rdquo;, die ALG-II-Bezieher bei den ARGEn\/Jobcentern unterschreiben m&uuml;ssen, werden k&uuml;nftig die versch&auml;rften Regelungen enthalten. Lehnt der Hartz IV- Betroffene eine solche &ldquo;Eingliederungsvereinbarungen&rdquo; ab, hat ein Widerspruch gegen den dann folgenden Verwaltungsakt keine aufschiebende Wirkung mehr. Das galt bereits vorher f&uuml;r alle Leistungs- und &Uuml;berleitungsbescheide der Grundsicherungstr&auml;ger und soll nunmehr auch f&uuml;r alle Bescheide gelten, mit denen Leistungen zur&uuml;ckgenommen, widerrufen, herabgesetzt, Pflichten aufgegeben und zur Beantragung einer vorrangigen Leistung oder pers&ouml;nlichen Meldung aufgefordert wird.<br>\nMit den geplanten Regelungen wird auch das Arbeitslosengeld I (ALG I) ins Visier genommen. Vorgesehen sind versch&auml;rfte Sperrfrist-Regelungen, K&uuml;rzungen bei Fortbildungsma&szlig;nahmen und die Zusammenfassung von Bef&ouml;rderungs-, Bewerbungs- und Mobilit&auml;tskosten in ein sogenanntes &ldquo;Vermittlungsbudget&rdquo;, das unterm Strich vermutlich deutlich weniger ausmacht. Das alles, obwohl die Arbeitslos-gewordenen jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/instrumentenreform59024.php\">gegen-hartz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahnsinn mit Methode<\/strong><br>\nWenn der Postmann nicht mehr klingelt. Arbeit frisst Besch&auml;ftigte f&ouml;rmlich auf. Eine Million &Uuml;berstunden allein f&uuml;r hessische Briefsendungen. Was die Gewerkschafter beklagen, ist direkte Folge der Privatisierung der fr&uuml;heren Deutschen Bundespost und ihres Drangs nach Expansion in den weltweiten Logistikmarkt. So m&uuml;ssen die deutschen Postler jetzt auch mit daf&uuml;r bluten, da&szlig; sich die Konzernlenker mit dem Erwerb des US-Logistikers DHL gr&uuml;ndlich verkalkuliert haben und Verluste verbuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/11-24\/037.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Sachsen: Tillichs Vergangenheit bringt CDU in Erkl&auml;rungsnot<\/strong><br>\nSachsens Ministerpr&auml;sident Stanislaw Tillich hat nach 1989 eine musterg&uuml;ltige Karriere in der s&auml;chsischen CDU gemacht. Doch ein Papier &uuml;ber seine Vergangenheit in der Ost-CDU legt nahe, dass die &ldquo;Blockfl&ouml;te&rdquo; Tillich das SED-Regime unterst&uuml;tzte. Das legt jedenfalls eine Publikation nahe, die in den n&auml;chsten Wochen erscheint. Autor des &bdquo;Sonate f&uuml;r Blockfl&ouml;ten und Schalmeien&ldquo; genannten Reports, der dieser Zeitung in Rohfassung vorliegt, ist ein s&auml;chsischer Landtagsabgeordneter, der schon die Ministerpr&auml;sidenten Kurt Biedenkopf und Georg Milbradt bis zur Wei&szlig;glut reizte &ndash; der Sozialdemokrat Karl Nolle. Der Dresdner Druckereibesitzer mit nieders&auml;chsischen Wurzeln hat monatelang biografische Fakten gesammelt. Sie betreffen nicht allein Tillich, sondern auch andere CDU-Gr&ouml;&szlig;en im Freistaat.<br>\nDie Ost-CDU ist mit Ex-Kadern durchwachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2762446\/Tillichs-Vergangenheit-bringt-CDU-in-Erklaerungsnot.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das w&auml;re eigentlich keinen Hinweis wert, wenn nicht die CDU immer wieder Steine aus dem Glashaus w&uuml;rfe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD: Der die Strippen zieht<\/strong><br>\nDem konservativen SPD-Abgeordneten Johannes Kahrs sind viele Mittel recht, wenn sie ihn nur voranbringen. Nun steht er im Verdacht, einen Parteifreund um sein Mandat gebracht zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/48\/Hamburg?page=all\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Gegen Ende l&auml;sst der Artikel auf inzwischen leider ZEIT-typische Weise deutlich nach. Insgesamt wird die Person Johannes Kahr darin aber wohl durchaus angemessen gew&uuml;rdigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Falschaussage in den 80ern: Sp&auml;tes Gest&auml;ndnis eines Polizisten<\/strong><br>\nEine Abgeordnete wird wegen Beamtenbeleidigung angezeigt und verurteilt. 25 Jahre sp&auml;ter gesteht ein Polizist: &ldquo;Wir haben gelogen&rdquo;. Er und der Anwalt erinnern sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/spaetes-gestaendnis-eines-polizisten\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB-Gewerkschafter beteiligen sich an Demo in Stra&szlig;burg <\/strong><br>\nF&uuml;r ein sozialeres Europa werden am 16. Dezember zehntausende Gewerkschafter in Stra&szlig;burg am Sitz des Europ&auml;ischen Parlaments demonstrieren. Aus Deutschland werden mindestens 3.000 Teilnehmer zu der Kundgebung erwartet, zu der der Europ&auml;ische Gewerkschaftsbund (EGB), der DGB und seine europ&auml;ischen Schwestergewerkschaften aufgerufen haben. Ein Anlass f&uuml;r die Demonstration sind die f&uuml;r Mitte Dezember geplanten Entscheidungen des Europ&auml;ischen Parlaments &uuml;ber die Rechte Europ&auml;ischer Betriebsr&auml;te, die Verschlechterung der Arbeitszeitregulierung sowie &uuml;ber die Mitbestimmung in europ&auml;ischen Unternehmen.<br>\nDer DGB verlangt in einem am Dienstag in Berlin ver&ouml;ffentlichten Aufruf u.a. den Vorrang sozialer Grundrechte vor wirtschaftlichen Binnenmarktfreiheiten, bessere Arbeitnehmerrechte in Europa, gleichen Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit sowie das Verbot von Lohn- und Sozialdumping. Zudem m&uuml;ssten die Rechte europ&auml;ischer Betriebsr&auml;te und die Mitbestimmung in europ&auml;ischen Unternehmen ausgeweitet sowie die Finanzm&auml;rkte wirkungsvoll reguliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3320&amp;portal_skin=Printable\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Demokraten wollen Wirtschaft mit Hunderten Milliarden Dollar ankurbeln<\/strong><br>\nDer Gefahr einer gigantischen Wirtschaftskrise in den USA will Barack Obama mit einem massiven Konjunkturprogramm begegnen. Bis zu 700 Milliarden Dollar sollen dazu ben&ouml;tigt werden, sagte der einflussreiche Senator Schumer, seine Parteifreundin Pelosi &auml;u&szlig;erte sich &auml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,592209,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Kollektive Wut, Schock und Ungewissheit pr&auml;gen Island<\/strong><br>\nDie rasante Abwertung der isl&auml;ndischen Krone, die Verstaatlichung des Bankensektors, zweistellige Teuerungsraten, steigende Arbeitslosigkeit und eine erdr&uuml;ckende Schuldenlast &ndash; all das hat auf Island Konsternation ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/kollektive_wut_schock_und_ungewissheit_praegen_island_1.1297542.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Zur Erinnerung dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>OECD Economic Survey of Iceland 2006<\/strong>:<br>\nIceland&rsquo;s growth performance has considerably improved since the mid-1990s thanks to the widespread implementation of structural reforms. Financialmarket liberalisation and privatisation, for example, have fostered entrepreneurship and investment.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/32\/0,3343,en_2649_33733_37216992_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Jedermanns Liebling<\/strong><br>\nG&uuml;nther Jauch ist Spiegelbild dieser Gesellschaft, gleichzeitig &ndash; man betrachte die Sendekonzepte, die unter seiner &Auml;gide entstehen &ndash; ebenso Verdummer und kommerzialisierter Medienliebling, der knallhart solche &ldquo;Qualit&auml;ten&rdquo; aufweist, die die Apologeten des homo oeconomicus als erstrebenswert erachten. Der Liebling der Massen ist vor allem der Liebling der Eliten, ein Aush&auml;ngeschild und wortgewandter Vertreter elit&auml;ren Lebensentwurfes &ndash; seinem bekannt gewordenen Sparsamkeitssinn, der zum Geiz neigen soll, zum Trotz. Oder gerade deshalb: Denn da lugt der Spie&szlig;b&uuml;rger hervor&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/jedermanns-liebling.html\">ad sinistram &ndash; ein oppositioneller Blog<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch: <a href=\"?p=2019\">Ein Gl&uuml;ck f&uuml;r die demokratische Meinungsbildung, dass Jauch nicht auch noch im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk auftritt.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p>Gestern abend haben wir Tr&auml;nen gelacht.&nbsp;Es betraf folgende Meldung, die bei n-tv auch im Videotext zu lesen war:<\/p>\n<blockquote><p>Die somalischen Piraten haben sich ihrerseits einer Zeitung zufolge &uuml;ber die horrenden Kosten beschwert, die mit der Entf&uuml;hrung des saudi-arabischen Supertankers verbunden gewesen seien. Die Verschleppung der &ldquo;Sirius Star&rdquo; habe 500.000 Dollar verschlungen, sagte Dschamii Adam der arabischen Zeitung &ldquo;Asharq al-Awsat&rdquo;. Der Betrag sei f&uuml;r Geh&auml;lter und Hinweise ausgegeben worden. Daher sei das geforderte L&ouml;segeld auch keineswegs &uuml;berzogen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/?p=717#more-717\">Blog Weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bundeshaushalt &ndash; Weltweite Rezession wird ignoriert<\/li>\n<li>Zocker in Not<\/li>\n<li>Wirtschaftsweiser f&uuml;r Senkung der Mehrwertsteuer<\/li>\n<li>Billige Arbeitskr&auml;fte bauen teuren Cayenne<\/li>\n<li>Strafvollzug in Deutschland: Im Keller der Gesellschaft<\/li>\n<li>Die Kaste der Verlierer &ndash; das Schicksal der Leiharbeiter<\/li>\n<li>Zeitungsforscher kritisiert Stellenabbau<\/li>\n<li>Gr&uuml;nen-Spitze nur widerwillig f&uuml;r erneuerbare Energien<\/li>\n<li>Lebensversicherungen im Stress<\/li>\n<li>DGB<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3611\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3611","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3611","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3611"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3611\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3611"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3611"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3611"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}